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  • vor 3 Monaten

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00:00Musik
00:00:30Vielen Dank. Schön, dass Sie alle da sind.
00:00:49Wir leben in einer Zeit, in der Kinder nicht mehr als Kinder gesehen werden, sondern als junge Erwachsene.
00:01:03Das bedeutet im Alltag, dass sie Verantwortung übernehmen, Entscheidungen treffen, selbstständig denken.
00:01:08Und dann wundern sich die Eltern.
00:01:19Und dann, meine Damen und Herren, wundern sich die Eltern, wenn sie von den Kindern erzogen werden,
00:01:38weil sie eben nicht mehr als Kinder, sondern als Partner wahrgenommen werden.
00:01:49UNTERTITELUNG
00:02:19UNTERTITELUNG
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00:03:09Das war's.
00:03:39Das war's.
00:04:09Das war's.
00:04:10Das muss doch auch mal passieren.
00:04:15Ey!
00:04:16Guck mal!
00:04:18Jean!
00:04:20Guten Morgen, ihr beiden Hübschen, na?
00:04:25Na, Frühstück?
00:04:27Sehr gerne, aber eigentlich nur ein Schluck Kaffee, weil ich muss gleich los.
00:04:31Sag mal schon, als ich eben duschen war, hast du da zufälligerweise das Wasser aufgedreht?
00:04:38Jaja.
00:04:39Wieso soll er denn das gemacht haben?
00:04:42Wieso soll er denn das gemacht haben?
00:04:43Gut siehst du aus.
00:04:44Danke.
00:04:45Wenn du nicht losmüsste, dann würde ich dir deine Rechte noch mal vorlesen.
00:04:47Hast du irgendwo mein Handy gesehen?
00:04:52Irgendwo hab ich es gesehen.
00:04:56Ach, Mausi, jetzt passt doch mal auf.
00:04:59Ach, scheiße.
00:05:00Oh!
00:05:01Entschuldigung.
00:05:02Oh!
00:05:03Das macht nahezu fast gar nichts.
00:05:04Hast du was?
00:05:05Bist du bereit?
00:05:06Ach Gott, das ist alles komisch.
00:05:08Das ist doch nur ein Handy.
00:05:09Das hat er ja nicht mit Absicht gemacht.
00:05:10Ne.
00:05:11Ach, mach doch.
00:05:12Sag mal, ich hab mir was überlegt.
00:05:13Wenn ich heute Abend wieder nach Hause komme, ja?
00:05:17Geht's noch?
00:05:19Ne.
00:05:20Wenn ich heute Abend nach Hause komme, was hältst du davon, wenn wir was zusammen kochen?
00:05:23Also nur wir beide.
00:05:24Du und ich.
00:05:25Wir Männer.
00:05:26Dann können wir was zusammen machen.
00:05:27Das ist doch cool.
00:05:28Das ist eine schöne Idee.
00:05:29Ja, das ist eine richtig gute Idee.
00:05:30Ja, voll.
00:05:31Ja.
00:05:32Ich glaub, das ist ein eindeutiges Ja.
00:05:33Also, ich meld mich.
00:05:35Gut siehst du aus.
00:05:37Bis dann.
00:05:38Ui.
00:05:43Jetzt fahr doch.
00:05:44Leute gibt's, wa?
00:05:47Schlechte Laune, Herr Simmel.
00:05:49Nein, überhaupt nicht.
00:05:50Gar nicht.
00:05:51Aber wenn grün ist, dann muss man fahren.
00:05:53Wie läuft's eigentlich mit Berit und dem Sohn?
00:05:55Schauen, richtig?
00:05:56Schauen?
00:05:57Ja.
00:05:58Richtig.
00:05:59Sehr gut läuft das sogar.
00:06:00Wirklich gut.
00:06:01Ich glaub, es ist wirklich so was wie so ein richtiger Lotto-Gewinn.
00:06:04Nein.
00:06:05Es ist so gut.
00:06:06Ich fühl mich so wohl und ich glaub, der Lütte auch.
00:06:09Ich bin so was wie ein Rollen-Vorbild für ihn.
00:06:11Wegen Polizei und so.
00:06:12Und dann reden wir immer und wir kabbeln.
00:06:14Und das ist schon schön.
00:06:15Das macht wirklich Spaß, ja?
00:06:16Aha.
00:06:17Und ich glaub, mit Berit, das wird auch was Längeres.
00:06:19Das...
00:06:20Wir sind...
00:06:21Das ist gut für Sie, Simmel.
00:06:23Seit wir uns kennen, hatten Sie insgesamt elf Beziehungen
00:06:26mit einer durchschnittlichen Dauer von vier Monaten und zwölf Tagen.
00:06:29Ernsthaft?
00:06:30Rein statistisch.
00:06:31Hm.
00:06:33Okay.
00:06:35So, jetzt komm.
00:06:36Bieg aber auch ab, wenn du blinkst.
00:06:38Komm schon.
00:06:42Ist das mit Ihrem Handy?
00:06:43Na ja, ist grad ein bisschen zornig.
00:06:44Zornig?
00:06:45Wer ist die Tote?
00:06:46Margit Gehringer ist von 50, leitet eine private Kita und wurde heute Morgen von einer Nachbarin tot
00:06:49aufgefunden.
00:06:50Hm.
00:06:51Hm.
00:06:52Ist das mit Ihrem Handy?
00:06:53Na ja, ist grad ein bisschen zornig.
00:06:56Zornig?
00:07:09Wer ist die Tote?
00:07:10Margit Gehringer ist von 50, leitet eine private Kita und wurde heute Morgen von einer Nachbarin
00:07:14tot aufgefunden.
00:07:15Alles gut?
00:07:25Ja, alles gut, wir sind.
00:07:26Morgen.
00:07:27Morgen.
00:07:45Hallo.
00:07:56Hey.
00:07:58Morgen, Frau Brandt.
00:08:00Tina.
00:08:01Guten Morgen.
00:08:02Herr Simmel.
00:08:02Frau Schmidt.
00:08:03Schmitz.
00:08:05Kommen Sie ruhig durch.
00:08:06Wir sind schloss soweit.
00:08:08Die Rechtsmedizinerin war auch schon da.
00:08:11Wir warten nur noch auf den Transport.
00:08:13Stumpfe Schädetrauma.
00:08:14Die Frau Geringer ist hier gegen die Tischplatte gefallen oder gestoßen worden.
00:08:18Todeszeitpunkt ist nach erster Schätzung gestern Abend zwischen 20 Uhr und Mitternacht.
00:08:21Einbruch, Diebstahl?
00:08:23Hinweise für gewaltsames Einbringen habe ich keine gesehen.
00:08:26Nee, die Fenster und die Tür waren geschlossen.
00:08:28Okay, dann hat sie ihm vielleicht die Tür aufgemacht.
00:08:31Oder der Täter, die Täterin hatte, einen Schlüssel.
00:08:33Wurde was gestohlen?
00:08:35Wir haben kein Handy vom Opfer gefunden und in ihrer Tasche war kein Bargeld, aber...
00:08:40Frau Brandt, diese Uhr hier sieht doch irgendwie sehr teuer aus.
00:08:42Vielleicht wurde sie aber auch einfach nur übersehen.
00:08:44Oder es sollte nach Einbruch aussehen.
00:08:46Was?
00:08:46Sie glauben, das Ganze hier ist gestellt?
00:08:49Das weiß ich noch nicht.
00:08:52Irgendetwas Auffälliges?
00:08:54Ja.
00:08:55Die Weinflasche in der Küche.
00:08:58Das hier ist ein Chip von den anonymen Alkoholikern.
00:09:01So was bekommt man, wenn man zwei Jahre sauber ist.
00:09:03Aha.
00:09:03Da steht eine Flasche Wein.
00:09:06Ja, gut, vielleicht ist die aber auch nur für Besuch oder so.
00:09:09Man will ja auch mal was anbieten und sich präsentieren.
00:09:11Ich zum Beispiel habe zu Hause auch eine ganze Flasche mit Schokolinsen.
00:09:14Ja, ich denke, wir sprechen mal mit der Nachbarin.
00:09:18Tina, danke schön.
00:09:19Sehr gern.
00:09:21Ich wohne seit zwei Jahren hier.
00:09:23Ich bringe meine Tochter immer zu ihr in die Kita, wenn ich arbeiten muss.
00:09:26Haben Sie Frau Geringer gefunden?
00:09:27Der Wagen stand vor der Tür, als ich geklingert habe.
00:09:31Aber sie hat nicht aufgemacht und ich habe einen Schlüssel.
00:09:35Ist Ihnen in der Wohnung irgendwas aufgefallen?
00:09:37Eine Flasche Wein in der Küche.
00:09:40Frau Geringer war trockene Alkoholikerin.
00:09:42Ja.
00:09:43Sie hat immer gesagt, dass der Tag, an dem sie zu den anonymen Alkoholikern gegangen ist,
00:09:47das war so was wie eine Wiedergeburt.
00:09:49Hätten Sie bemerkt, wenn gestern Abend jemand in der Wohnung gewesen wäre?
00:09:53Ich habe auf jeden Fall einen Streit gehört.
00:09:54Das war so, als ich vom Einkaufen zurückgekommen bin, so gegen acht.
00:09:58Aber ich habe jetzt auch keinen gesehen oder so.
00:10:00Die Kleine hat geschrien.
00:10:02War auf jeden Fall ein Mann.
00:10:04Hatte Frau Geringer dann irgendwie Ärger mit irgendjemandem?
00:10:07Mit ihrem Ex?
00:10:09Also Paul, der hat echt nur Ärger gemacht.
00:10:11Inwiefern?
00:10:11Margit hat sich vor einem Jahr von ihm scheiden lassen.
00:10:13Und das hat er nicht akzeptiert.
00:10:14Der hat sie dann ständig angerufen, sie belästigt.
00:10:18Und ist er in der letzten Zeit mal wieder hier gewesen bei ihr?
00:10:20Vor ein paar Tagen.
00:10:21Da kam er aus Margits Wohnung.
00:10:25Er hatte auch ein paar Sachen dabei.
00:10:26Also so ein, ähm,
00:10:29einen Koffer, genau.
00:10:30Und Plastiktüten.
00:10:32Ja, Margit hat sich furchtbar aufgeregt.
00:10:33Hat auch immer noch einen Schlüssel.
00:10:35Der Mann, den Sie gestern Abend gehört haben,
00:10:37könnte das Paul Geringer gewesen sein?
00:10:40Kann sein.
00:10:41Würde mich nicht wundern jetzt.
00:10:43Ich muss dann auch mal wieder.
00:10:44Ja, natürlich.
00:10:45So.
00:10:45So.
00:10:45So.
00:10:51So, dann sehen wir uns nächste Woche.
00:10:55Du machst das ganz toll.
00:10:56Tschüss.
00:10:57Tschüss, Jakubi.
00:10:59Ciao.
00:11:00Auf Wiedersehen, Frau Radisch.
00:11:01Auf Wiedersehen.
00:11:03Frau Brenner hat ihren Termin kurzfristig abgesagt.
00:11:07Okay.
00:11:08Danke.
00:11:10Möchtest du einen Tee?
00:11:12Das wäre sehr nett.
00:11:13Danke, Caro.
00:11:14Sehr gerne, Bernd.
00:11:15Danke, Caro.
00:11:45Paul Geringer ist zweifach vorbestraft.
00:11:50Einfache Körperverletzung vor drei Jahren,
00:11:53Gefährdung des Straßenverkehrs vor zwei Jahren.
00:11:55Beide mal aber Alkohol im Spiel.
00:11:56Mhm.
00:11:57Haftstrafe?
00:11:57Mhm.
00:11:58Geldstrafen.
00:11:58Aber den Führerschein ist da los.
00:12:00Oh.
00:12:00Kein Wunder, dass seine Frau die Faxen dicke hatte.
00:12:03Wo arbeitet er?
00:12:04In einer Spedition.
00:12:05Ja, in einer Spedition in Ostheim.
00:12:06In Sp...
00:12:07Aber ich hoffe am Schreibtisch.
00:12:15Entschuldigung.
00:12:19Wir suchen Herrn Geringer.
00:12:20Geringer?
00:12:21Ja.
00:12:21Da vorne im Stapler.
00:12:23Ah.
00:12:24Okay.
00:12:30Herr Geringer?
00:12:31Was?
00:12:32Was?
00:12:33Was?
00:12:33Krepo Köln.
00:12:34Mein Name ist Jürgen Simmel.
00:12:35Das ist meine Kollegin Frau Brand.
00:12:36Es geht um Ihre Ex-Frau.
00:12:39Marc?
00:12:40Ja.
00:12:40Hat sie mich angezeigt?
00:12:42Ähm.
00:12:43Sie wurde heute Morgen tot aufgefunden.
00:12:47Margit ist tot?
00:12:49Das tut uns sehr leid, Herr Geringer.
00:12:50Ja.
00:12:50Ja.
00:13:06Wo warst du?
00:13:27Ich hab dich hundertmal versucht anzurufen.
00:13:30Der blöde Wagen ist wieder nicht angesprungen.
00:13:34Das war trotzdem keine Antwort auf meine Frage.
00:13:36Ich hab das Regal abgeliefert.
00:13:39Hilfst du mir mit der Kommode?
00:13:41Die muss heute noch fertig werden.
00:13:42Klar.
00:13:43Sieh mir noch kurz um, ja?
00:13:46Ja.
00:13:55Ich hab Margit nichts angetan.
00:13:56Wo waren Sie denn gestern zwischen 20 Uhr und 0 Uhr?
00:13:58Wenn Sie, wie Sie sagen, Ihrer Frau nichts angetan haben, warum sagen Sie uns nicht einfach, wo Sie waren?
00:14:09Ich weiß es nicht, okay?
00:14:10Was?
00:14:10Wie, Sie wissen es nicht.
00:14:13Blackout.
00:14:14Ich hatte einen getrunken.
00:14:15Dann müssen Sie noch zwei, drei oder vier getrunken haben.
00:14:18Wenn Sie sich nicht erinnern können, wo Sie gestern Abend waren.
00:14:20Was macht Sie da so sicher, dass Sie mit dem Tod Ihrer Frau nichts zu tun haben?
00:14:23Weil ich das nicht vergessen würde.
00:14:24Und was vergisst man doch nicht.
00:14:28Ich könnte ihr nie was antun.
00:14:31Kommt das öfter vor, dass Sie ein Blackout haben?
00:14:35Ja.
00:14:36Wie würden Sie Ihr Verhältnis zu Ihrer Ex-Frau beschreiben?
00:14:39War ja nicht meine Idee, zehn Jahre Ehe einfach so auf den Müll zu schmeißen.
00:14:45Wenn man eine Zeugenaussage, dass Sie regelmäßig Streitmedien hatten und Sie bedroht haben.
00:14:51Ich habe Sie nie bedroht.
00:14:54Und was ist mit den Sachen, die Sie letzte Woche aus Ihrer Wohnung geholt haben?
00:14:56Das waren meine.
00:14:58Sie wollte sie nicht hergeben.
00:15:00Die Sachen waren nur ein Vorwand, oder?
00:15:02Sie konnten den Kontakt nicht aufgeben.
00:15:04Sie hat mich einfach sitzen lassen.
00:15:07Klar hatten wir Probleme.
00:15:09Meistens mit dem Alkohol.
00:15:11Den hat Ihre Frau ja in den Griff bekommen.
00:15:14Sie wollte Ihr Leben ändern.
00:15:16Das wollten Sie verhindern.
00:15:17Und gestern Abend sind Sie noch mal zu ihr, um ihr klarzumachen, dass Sie sie zurückhaben wollen.
00:15:20Margit hat Sie abgewiesen, es kam zum Streit.
00:15:22Nein!
00:15:23Gut, und der Streit ist vielleicht aus dem Ruder gelaufen, dann haben Sie sich geschubst.
00:15:26Nein!
00:15:27Nein!
00:15:29Ich war das nicht.
00:15:31Und mehr sage ich nicht dazu.
00:15:32Das ist Ihr gutes Recht, Herr Geringer.
00:15:35Nur halten Sie sich zur Verfügung, falls wir noch weitere Fragen haben.
00:15:39Motiv, kein Alibi, Gelegenheit, passt doch alles.
00:15:47Mhm.
00:15:48Bis auf den Wein, Herr Schimmel.
00:15:49Wenn wir davon ausgehen, dass die Täterin oder der Täter die Flasche mitgebracht hat,
00:15:53dann kommt Geringer nicht in Frage.
00:15:55Er wusste doch, dass seine Frau nicht mehr trinkt.
00:15:56Na gut, aber vielleicht hat er versucht, Sie zu überreden, damit Sie sich gemeinsam wie so ein Achtarmiger einen reinaugeln können.
00:16:03Glauben Sie ihm die Sache mit dem Blackout?
00:16:04Ich denke, es ist ihm klar, dass er sich damit unglaubwürdig macht.
00:16:10Ein Alibi zu erfinden wäre leichter gewesen.
00:16:12Äh, also nein.
00:16:14Doch, doch.
00:16:15Ich glaube in den Blackout.
00:16:17Das heißt aber nicht, dass er sich nicht umgebracht hat.
00:16:19Nochmal, Sie glauben also nicht, dass das war?
00:16:22Es geht nicht darum, was ich glaube, Herr Schimmel.
00:16:23Ja, ich weiß, ich weiß.
00:16:24Das, was wir beweisen können.
00:16:26Ja, genau.
00:16:27Hat sie denn geschlafen?
00:16:44Ja, hat sie.
00:16:45Also auch ziemlich lang.
00:16:47Das hat gut geklappt heute.
00:16:49Doch, ne?
00:16:49Gut, ja.
00:16:51Ach, das ist der Herr von der Polizei.
00:16:53Ja, ja.
00:16:54Herr Simmel?
00:16:54Richtig.
00:16:55Weg nach.
00:16:56Komm, Weg nach.
00:16:57Ähm, Frau Yildiz hat mir gerade erzählt, was passiert ist.
00:16:59Haben Sie noch Fragen an mich?
00:17:00Im Moment eigentlich nicht.
00:17:02Gut.
00:17:03Tschüss.
00:17:03Tschüss.
00:17:06Ähm, Sie sind jetzt wegen Margits Handy hier.
00:17:08Ja, haben Sie denn Frau Gering das Handy?
00:17:10Ja, das...
00:17:11Das hat sie gestern Abend hier liegen lassen.
00:17:14Hm.
00:17:14Kam das denn öfter vor?
00:17:16Ähm, ja, Margit hat immer bis spät abends gearbeitet.
00:17:19Ist dann todmüde nach Hause.
00:17:20Ist viel Stress hier.
00:17:21Wir sind nur drei Mitarbeiterinnen.
00:17:22Haben Sie zufälligerweise den Code?
00:17:23Entschuldigung, haben Sie zufälligerweise den Code?
00:17:29Nee, ähm, tut mir leid.
00:17:31Okay, das ist kein Problem.
00:17:33Meine, meine Kollegin ist ziemlich gut in sowas.
00:17:35Sagen Sie, wie war Frau Geringer denn so als Chefin?
00:17:38Äh, wir...
00:17:39Hallo, Smilla.
00:17:42Äh, wir haben ja eigentlich alle ein gutes Verhältnis.
00:17:44Der Job kostet alle Nerven, da braucht man nicht noch Ärger mit den Kolleginnen.
00:17:47Hm.
00:17:49Die Kinder, die haben Margit geliebt.
00:17:52Die hatte unendliche Geduld.
00:17:54Sie selbst hatte keine Kinder, oder?
00:17:55Nee.
00:17:56Aber die hat ja früher schon mal in einem Kinderheim oder sowas Ähnlichem gearbeitet.
00:17:59Ich weiß gar nicht, wie das jetzt hier weitergehen soll ohne Margit.
00:18:06Wie sagt man sowas denn den Kindern?
00:18:09Ähm, Kinder sind wie Besucher, die einfach nur nach dem Weg fragen.
00:18:14Aha.
00:18:14Ich muss jetzt hier weitermachen.
00:18:16Mhm.
00:18:16Haben Sie den Kohl schon geknackt?
00:18:40Nein, noch nicht.
00:18:41Das Geburtsdatum?
00:18:42Habe ich schon probiert, ist das nicht.
00:18:43Mhm.
00:18:43Auch nicht der Hochzeitstag und auch nicht der Tag der Scheidung.
00:18:47Und jetzt habe ich nur noch einen Versuch.
00:18:49Aber dann lassen Sie das doch Tina von der KTU rausholen.
00:18:51Die kann doch immer.
00:18:52Zwischenher gebe ich nicht auf.
00:19:05Und da haben wir es auch schon.
00:19:07Das war doch das Geburtsdatum.
00:19:08Ja, aber das Datum Ihrer zweiten Geburt.
00:19:11Was?
00:19:11Was meine Sie?
00:19:11Sie hat vor zwei Jahren mit dem Trinken aufgehört.
00:19:13Bitte schön.
00:19:16Oha.
00:19:18Oha.
00:19:19Würde ich mal sagen, das sind jetzt nicht so viele Kontakte.
00:19:21Das klingt sogar ein bisschen einsam.
00:19:25Herr Simmel, nur weil eine Frau viel arbeitet und wenig Freunde hat,
00:19:30heißt das noch lange nicht, dass sie einsam ist.
00:19:33Das habe ich auch gar nicht so gemeint.
00:19:34Ich meinte ja auch mal, man kann ja auch zum Beispiel Hobbys haben oder so.
00:19:38Wann haben Sie denn zum Beispiel das letzte Mal eine Sprache gelernt?
00:19:41Keine mehr, seit ich mit Lettisch abgeschlossen habe.
00:19:43Warum fragen Sie?
00:19:44Ach, nur so.
00:19:45Hier schauen Sie mal.
00:19:46Ein Anruf am Tatabend.
00:19:48Mhm.
00:19:49Ja.
00:19:51Hier.
00:19:51Hier.
00:19:54Hallo?
00:19:54Marie-Brandt, Kripo Köln. Guten Tag.
00:20:09Ich würde gerne wissen, mit wem ich spreche.
00:20:17Komm schon mal, gehst du.
00:20:22Geh schon rein.
00:20:23Wer hat er angerufen?
00:20:43Kunde.
00:20:44Ah, okay.
00:20:50Und, ist die Nummer im System?
00:20:51Nein, nicht registriert.
00:20:53Das ist ja ein Ding.
00:20:55Hier ist ein Anruf an Dr. Bernd Jakobi.
00:20:57Bernd Jakobi, der Kinderpsychiater.
00:21:00Sie kennen ihn?
00:21:01Naja, halbwegs, also ich kenne, ich kenne seinen Podcast, die Jakobi-Methode.
00:21:04Kennen Sie den?
00:21:05Nein.
00:21:06Und mit dem hat Margie Gieringer telefoniert.
00:21:08Ja.
00:21:09Wann war das?
00:21:10Letzten Dienstag, bisschen mehr als 15 Minuten.
00:21:14Vielleicht sollten wir uns mal mit ihm unterhalten.
00:21:16Ja, das wäre ja super.
00:21:17Da kann ich mir ja gleich ein paar Tipps für Sean abholen.
00:21:20Ich dachte, es läuft gut.
00:21:20Na ja, aber wenn man schon mal so eine Koryphäe vor sich hat, da kann man ja auch mal den Kaviar aus der Dose lassen, oder?
00:21:25Ganz sicher, ja.
00:21:26Die Kinder- und Jugendeinrichtung, in der Margit Gieringer gearbeitet hat, hieß Traumfängerhaus.
00:21:32Dr. Jakobi war dort Kinderpsychiater.
00:21:35Oh.
00:21:36Was?
00:21:37Gegen ihn lagen mehrere Strafanzeigen von ehemaligen Bewohnern der Einrichtung vor.
00:21:41Wussten die das?
00:21:42Nein, gar nicht.
00:21:43Angeblich hat er den Kindern und Jugendlichen hochdosierte Neuroleptika verabreicht.
00:21:48Die leiden heute noch unter Nebenwirkungen und Spätfolgen.
00:21:50Na gut, aber vielleicht gibt es dafür auch einen Grund. Immerhin ist er der Experte.
00:21:53Die Verfahren sind alle eingestellt worden. Aus Mangel an Beweisen.
00:21:56Sehen Sie?
00:22:00Kinder sind keine guten Zeugen, Herr Simil.
00:22:02Gut, aber vielleicht ist auch an den Vorwürfen nichts dran.
00:22:04Ja. Ich schlage vor, wir gehen ganz unvoreingenommen an die Sache ran.
00:22:11Hä, wieso betonen Sie das so? Das machen wir doch immer.
00:22:29Was ist los? Was ist los?
00:22:34Was ist los? Ich hab dir doch gesagt.
00:22:37Ich mach das. Komm mit, komm mit. Alles gut.
00:22:40Alles gut.
00:22:47Ich werde das zitternd nicht los.
00:22:49Ich weiß.
00:22:51Ich weiß.
00:22:52Wir wissen, auf wem wir das zu verdanken haben.
00:22:54Sei nicht böse.
00:23:02Bin ich nicht.
00:23:04Nicht auf dich.
00:23:07Ja?
00:23:09Frau Brandt, so kann man leben.
00:23:11Kann man auch anders leben, Herr Simil.
00:23:13Das weiß ich, aber das hier ist irgendwie deluxe.
00:23:15Das gefällt mir.
00:23:17Alles eine Frage der Perspektive.
00:23:19Hey.
00:23:19Wir wollten gerne zu Dr. Jakobi.
00:23:24Die Sprechzeiten sind vorbei.
00:23:26Oder haben Sie einen Termin?
00:23:27Den brauchen wir nicht.
00:23:29Mein Name ist Jürgen Simmel, Kripo, Köln.
00:23:31Und das ist meine Frau Kollegin Marie Brandt.
00:23:33Hallo, Frau Brandt.
00:23:33Hallo.
00:23:34Und Sie sind Frau Jakobi?
00:23:37Caro Bode.
00:23:39Ich bin Dr. Jakobis Assistentin.
00:23:41Worum geht es denn?
00:23:43Das besprechen wir besser mit Dr. Jakobi.
00:23:45Weiß ich nicht, ob ich den jetzt erreiche.
00:23:47Versuchen Sie es doch einfach.
00:23:49Margit Geringer.
00:23:51Ja klar, ich erinnere mich sehr gut.
00:23:52Sie war Betreuerin im Traumfängerhaus.
00:23:54Vor ungefähr zehn Jahren.
00:23:57Spielzeug.
00:23:58Bitte was?
00:23:59Wie viel Spielzeug?
00:24:00Ich dachte, in so einer Kinderarztpraxis gäbe es viel Spielzeug.
00:24:03Aha.
00:24:06Wir sind hier, weil Sie letzte Woche mit Margit Geringer telefoniert haben.
00:24:11Am Dienstag.
00:24:14Vielleicht hat Caro mit ihr gesprochen?
00:24:16Ihre Sprechstundenhilfe.
00:24:17Assistentin.
00:24:19Frau Geringer wurde gestern Abend ermordet.
00:24:22Ermordet?
00:24:23Ja.
00:24:25Sie haben Sie nicht zufällig besucht?
00:24:29Im Laufe des gestrigen Abends?
00:24:31Nein.
00:24:32Wie kommen Sie darauf?
00:24:33Das sind wirklich reine Routinefragen.
00:24:35Ja, aber die ja implizieren, dass ich unter Verdacht stehe?
00:24:38Wie um alles in der Welt kommen Sie denn auf die Idee?
00:24:40Also Margit und ich...
00:24:42Also ich habe es hier seit Jahren nicht gesehen.
00:24:43Wir haben wirklich sehr gut zusammengearbeitet.
00:24:44Mhm.
00:24:46Fällt Ihnen jemand ein, der nicht so gut wie Sie auf Margit Geringer zu sprechen war?
00:24:51Sie war einer der liebenswürdigsten Menschen, die ich kenne.
00:24:53Das kann sie.
00:24:56Es tut mir leid.
00:24:57Ähm, ich bin übrigens ein riesengroßer Fan von der Jacobi-Mittone.
00:25:04Also ich erregele mich hier im Podcast.
00:25:06Ja, es freut mich.
00:25:07Danke.
00:25:07Ja, also sagen Sie ganz erst, wo wir Angesicht zu Angesicht, wenn wir...
00:25:10Also angenommen, es gibt da ein zwölfjähriges Kind, ja, was Probleme macht.
00:25:15Ich frage nur fünf Leute.
00:25:17Tochter?
00:25:18Sohn?
00:25:18Sohn von einer neuen Lebensgefährtin des neuen Freundes.
00:25:21Ja, er macht wirklich, also er ist wirklich, er raubt einem den letzten Nerv.
00:25:25Ja, aber dann lassen Sie das einfach nicht zu.
00:25:27Hm?
00:25:27Kinder brauchen klare Vorgaben, klare Grenzen.
00:25:31Ja, das war's dann erstmal.
00:25:32Vielen herzlichen Dank, Herr Dr.
00:25:33Gerne.
00:25:33Herr Simmel.
00:25:35Herr Simmel.
00:25:35Danke.
00:25:38Gut.
00:25:39Gut.
00:25:45Erinnern Sie sich an einen Anruf von einer Frau Geringer letzten Dienstag, 14 Uhr?
00:25:49Haben Sie eine Ahnung, wie viele Leute hier jeden Tag anrufen?
00:25:52Nein, es geht mir auch nur um diesen einen Anruf.
00:25:55Frau Geringer war eine ehemalige Kollegin von Dr. Jacobi.
00:25:58Aus dem Traumfängerhaus?
00:25:59Ja, genau.
00:26:00Ja, das stimmt.
00:26:01Die wollte einen Termin.
00:26:02Und?
00:26:05Ähm, ich hab dir einen für Ende des Monats gegeben.
00:26:10Mhm.
00:26:11Danke.
00:26:13Es tut mir sehr leid, dass ich hier nicht weiterhelfen konnte.
00:26:16Ja, nicht Ihre Schuld.
00:26:18Wiedersehen.
00:26:19Wiedersehen.
00:26:22Grenzen!
00:26:29Und was denken Sie?
00:26:30Ich frage mich, was Margit Geringer von Dr. Jacobi wollte.
00:26:36Vielleicht einen Freundschaftsbesuch.
00:26:38Immerhin waren es Kollegen.
00:26:39Wir sollten uns mal die Jugendlichen vorknöpfen, die ihn angezeigt haben.
00:26:42Ja.
00:26:43Ja, das sollten wir.
00:26:46Ach.
00:26:48Hilft der Rat von Dr. Jacobi Ihrem Freund weiter?
00:26:50Es tut mir leid, dass ich Sie angelogen hab.
00:26:55Ist schon gut.
00:26:56Wie kann man auch nichts vormachen, ne?
00:26:58Ich dachte, es freut Sie, wenn ich so tue.
00:27:00Wir alle kennen ja Eltern, die zum Beispiel in einer Eislinie ihr Kind fragen, was das Ding
00:27:12gerne haben möchte.
00:27:13Egal, wie lang die Schlange hinter Ihnen ist.
00:27:15Das Kind steht jetzt unter Druck und soll eine Entscheidung treffen, die früher die Eltern
00:27:18für das Kind getroffen haben.
00:27:20Dahinter steht die Idee, dem Kind die Entscheidungsfreiheit zu überlassen.
00:27:39Tatsächlich aber ist das Kind überfordert und einer Stresssituation...
00:27:43Herr Dr. Engler.
00:27:58Frau Brandt, ich evaluiere gerade die Qualität der neuen Maschine hier.
00:28:03Dafür bringen Sie Ihren eigenen Boden mit.
00:28:05Ja, für neutrale Testergebnisse sehen Sie, ich vergleiche alle Maschinen hier im Haus.
00:28:11Ja, um festzustellen, dass Ihre natürlich die Beste ist.
00:28:15Ja, sozusagen.
00:28:20Wollen Sie auch rein?
00:28:21Nein, nein, danke schön.
00:28:24Ich nehm nochmal einen Kaffee für Fußgänger.
00:28:25Der ist ja wesentlich besser als der bei mir oben.
00:28:41Liegt an Herrn Simmel, der justiert die Maschine jeden Tag neu.
00:28:45Hm.
00:28:47Also, der ist wirklich ganz ausgezeichnet.
00:28:51Geradezu perfekt.
00:28:52Ach, Herr Simmel, wegen der Telefonanfrage.
00:29:03Sind Sie da schon weitergelegt?
00:29:03Frau Brandt, ich habe im Moment überhaupt gar keine Zeit.
00:29:06Ich bin hier voll in Action.
00:29:07Ich habe einen super Plan wegen Schong.
00:29:10Selbstverständlich, Herr Simmel.
00:29:11Entschuldigung.
00:29:12Alles Gute, weitermachen und viel Glück.
00:29:14Also, der ist wirklich ausgezeichnet.
00:29:18Sind Sie sicher, dass Sie keinen wollen?
00:29:20Ja, ganz sicher.
00:29:21Ich muss nochmal los.
00:29:23Viel Spaß noch.
00:29:25Ja, danke.
00:29:25Vielen Dank.
00:29:55Vielen Dank.
00:30:25Vielen Dank.
00:30:55Vielen Dank.
00:31:25Vielen Dank.
00:31:26Vielen Dank.
00:31:55Vielen Dank.
00:31:56Vielen Dank.
00:31:57Hey, großer, ne?
00:31:58Vielen Dank.
00:31:59Wir haben auf dem Martin.
00:32:00Geld schöne Sachen gekauft.
00:32:01Wir können uns gleich einen richtig fetzigen Salat machen.
00:32:03Nur du und ich, wir beide zusammen.
00:32:04Ich hasse Salat.
00:32:05Ich hasse Salat.
00:32:06Was?
00:32:07Was?
00:32:08Ja, ja.
00:32:09Was?
00:32:10Was?
00:32:11Was?
00:32:12Was?
00:32:13Nein, nein?
00:32:14Ich hasse Salat ist total ungesund.
00:32:15Ich hasse Salat.
00:32:16Ich hasse Salat.
00:32:17Ich hasse Salat.
00:32:18Ich hasse Salat.
00:32:19Ich hasse Salat.
00:32:20Ich hasse Salat.
00:32:21Ich hasse Salat.
00:32:22Ich hasse Salat.
00:32:23Ich hasse Salat.
00:32:24Ich hasse Salat.
00:32:25Ich hasse Salat.
00:32:26Ich hasse Salat.
00:32:27Ich hasse Salat.
00:32:28Ich hasse Salat.
00:32:29Ich hasse Salat.
00:32:30Ich hasse Salat.
00:32:31Und wir gucken einen schönen Film zusammen.
00:32:32Hm?
00:32:33Nice.
00:32:34Nice.
00:32:35Äh, nein.
00:32:36Das werden wir nicht tun.
00:32:37Wir werden heute Salat essen.
00:32:39Wirklich.
00:32:40Entweder du isst es oder du wirst nichts kriegen.
00:32:42Ganz einfach.
00:32:43Und Kinder brauchen ganz klare Grenzen.
00:32:45Ich bin kein Kind mehr.
00:32:46Du bist scheiße.
00:32:48Richtig scheiße.
00:32:51Was ist denn los mit dir?
00:32:54Warum bist du so verspannt?
00:32:56Kenn ich dich überhaupt nicht.
00:32:57Das ist doch nicht zielführend.
00:32:58Wie bitte?
00:32:59Ich bin verspannt.
00:33:00Ich beschehe jetzt die Pizza.
00:33:01Nein, das wirst du nicht tun.
00:33:03Was?
00:33:04Nein.
00:33:05Pass auf, deinen Spross muss lernen, was Konsequenzen sind.
00:33:07Und ich auch, oder wie?
00:33:09Nein.
00:33:10Hm.
00:33:11Vielleicht musst du mal lernen, was Konsequenzen sind.
00:33:14Hä?
00:33:15Wie meinst du das jetzt genau?
00:33:17Hey.
00:33:26Was?
00:33:27Nein.
00:33:28Nein.
00:33:29Lass mich.
00:33:30Lass mich.
00:33:31Lass mich.
00:33:32Lass mich.
00:33:33Lass mich.
00:33:34Lass mich.
00:33:35Lass mich.
00:33:36Lass mich.
00:33:37Lass mich.
00:33:38Lass mich.
00:33:39Lass mich.
00:33:40Lass mich.
00:33:41Lass mich.
00:33:42Lass mich.
00:33:43Lass mich.
00:33:44Lass mich.
00:33:45Lass mich.
00:33:46Lass mich.
00:33:47Lass mich.
00:33:48Lass mich.
00:33:49Lass mich.
00:33:50Lass mich.
00:33:51Lass mich.
00:33:52Lass mich.
00:33:53Nein, nein, nein!
00:33:55Du schläfst, du träumst, du träumst.
00:33:57Alles gut, alles gut.
00:33:58Du bist zu Hause.
00:33:59Alles gut, du bist zu Hause.
00:34:01Du bist bei mir.
00:34:02Alles gut.
00:34:05Alles gut.
00:34:08Alles gut.
00:34:12Alles gut.
00:34:18Lass es aufhören.
00:34:20Ich weiß, was ist.
00:34:21Ich weiß.
00:34:22Ich weiß.
00:34:23Alles gut.
00:34:27Du bist bei mir.
00:34:28Ja.
00:34:31Ich bin auch bei dir.
00:34:39Hey, guten Morgen.
00:34:40Morgen, Herr Simmel.
00:34:42Bisschen spät dran.
00:34:43Wie lief's mit Sean?
00:34:46Ich würde mal sagen, eher suboptimal.
00:34:49Wieso?
00:34:49Wissen Sie, ich hab genau das gemacht, was der Kobi mir aufgetragen hat, ja?
00:34:58Klare Grenzen zeigen.
00:34:59Hab ich gesagt.
00:34:59Stopp, Sportsfreund.
00:35:00Bis hierhin und nicht weiter.
00:35:01Mit dem Resultat, dass Berit mich jetzt hasst.
00:35:03Herr Simmel.
00:35:05Herr Simmel.
00:35:07Ja.
00:35:09Auch Frau Biss hilft.
00:35:10Sie können es sich doch leisten.
00:35:11Morgen, Frau Brandt.
00:35:14Guten Morgen, Tina.
00:35:16Wir haben die Nummer ermittelt, von der Margit Geringer in der Tatnacht angerufen wurde.
00:35:19Mhm.
00:35:20Wunderschönen guten Morgen auch.
00:35:22Ja.
00:35:24Sie ist registriert auf eine Aileen Overkamp.
00:35:28Aileen Overkamp.
00:35:29Pia, sie ist eine der Jugendlichen, die damals Strafanzeige erstattet haben gegen Jakobi, zusammen mit ihrer Schwester Kirsten.
00:35:35Ja.
00:35:37Hier sind Adresse und Führerschein.
00:35:39Danke, Tina.
00:35:39Die war am Tatort.
00:35:49Hab ich dir irgendwas getan?
00:35:51Das weiß ich nicht.
00:35:52Wer war am Tatort?
00:35:53Na, Aileen Overkamp.
00:35:55Sie stand vor der Wohnung von Margit Geringer.
00:35:58Er hat versucht, ihren Lieferwagen zu starten.
00:35:59Der wollte mich anspringen.
00:36:00Was sind für Lieferwagen?
00:36:02Na, der Lieferwagen eben.
00:36:03Der blaue?
00:36:04Grüne.
00:36:04Grüne.
00:36:05Achso, der Lieferwagen, der ist mir natürlich...
00:36:06Ach, das war...
00:36:07Ja.
00:36:07Ja.
00:36:07Also, Aileen und Kirsten Overkamp haben eine Möbelwerkstatt in Köln-Mülheim.
00:36:13Na, kommen Sie ja sie mit.
00:36:37Geh ran.
00:36:59Na, kommen Sie ja.
00:37:29Kann ich Ihnen weiterhelfen?
00:37:36Marie Brand, Kripo Köln.
00:37:37Das ist mein Kollege Jürgen Simmel.
00:37:39Wir möchten gerne zu Aileen Overkamp.
00:37:41Meine Schwester ist nicht da.
00:37:42Keine Ahnung, wann die wiederkommt.
00:37:43Dann sind Sie Kirsten Overkamp.
00:37:45Mhm.
00:37:47Worum geht's denn?
00:37:48Das würde ich lieber drinnen besprechen.
00:37:50Okay.
00:37:52Ja.
00:37:52Sie restaurieren Möbel.
00:37:57Sie restaurieren Möbel.
00:38:00Ja, wir restaurieren Möbel.
00:38:02Die Leute schmeißen schnell weg, was man noch gebrauchen kann.
00:38:06Oder wir pimpen die Möbel auf, die Sie uns bringen.
00:38:10Sie und Ihre Schwester waren als Kinder im Traumfängerhaus.
00:38:12Ja, das war schön.
00:38:16Erinnern Sie sich an Margit Gehringer?
00:38:18Ja, na klar.
00:38:19Die war letzte Woche hier.
00:38:21Wollte sich entschuldigen für das, was die uns angetan haben.
00:38:25Wegen der Neurolektiker.
00:38:28Dafür, dass die uns jahrelang unter Drogen gesetzt haben.
00:38:31Damit die ihre Ruhe haben.
00:38:32Ich hab ihr gesagt, sie kann sich ihre Entschuldigung sonst wünschen.
00:38:36Margit Gehringer wurde tot aufgefunden.
00:38:38Wahrscheinlich sogar ermordet.
00:38:40Wo waren Sie denn von Sonntagabend bis Montagfrüh?
00:38:43Das ist jetzt nicht Ihr Ernst.
00:38:45Doch.
00:38:48Ich war hier.
00:38:49Mit meiner Schwester.
00:38:51Wir gehen eh nicht hier raus.
00:38:58Das ist die Polizei.
00:38:59Die Gehringer ist tot.
00:39:01Ermordet.
00:39:03Ich hab Sie gestern vor Margit Gehringers Haus gesehen in Ihrem Auto.
00:39:12Ja.
00:39:14Margit hat mich angerufen und wollte mit mir reden.
00:39:16Ich bin dann Sonntagabend zu ihr gefahren, aber sie hat nicht aufgemacht.
00:39:20Hab mich ins Auto gesetzt, gewartet und bin irgendwie eingeschlafen.
00:39:23Okay, Mann, genau war das?
00:39:24Gegen zehn.
00:39:26Hatten Sie mir nicht gerade gesagt, Sie beide seien am Sonntagabend hier gewesen?
00:39:30Ja.
00:39:31Hab ich mich wohl vertan.
00:39:34Sorry.
00:39:35Worüber wollte Frau Gehringer mit Ihnen sprechen?
00:39:37Über Jakobi.
00:39:39Sie hat gesagt, sie will gegen ihn aussagen.
00:39:41Und dass es Beweise gibt.
00:39:42Was für Beweise?
00:39:44Keine Ahnung.
00:39:45Deswegen bin ich hin.
00:39:47Haben Sie sich da geschnitten?
00:39:48Ja, sie hat sich geschnitten.
00:39:49Das passiert zweimal die Woche.
00:39:51Das sind alles die Spätfolgen von Jakobis Drogencocktail.
00:39:53Meinst du, dann geht er auch nicht mehr weg.
00:39:54Ist immer da.
00:39:55Ja?
00:39:56Mal mehr, mal weniger.
00:39:59Hm.
00:40:01Naja.
00:40:02Also, wenn Sie uns verhaften wollen, dann kommen Sie doch einfach mit dem Beschluss wieder.
00:40:05Ansonsten verpissen Sie sich.
00:40:07Ja?
00:40:08Das machen wir.
00:40:09Vielen Dank.
00:40:09Na ja, ist verständlich, wenn die beiden sich an der Gehringer rächen und dafür Jakobi die Schuld in die Schuhe schieben wollen.
00:40:29Ich sage, wir haben ja keine Beweise.
00:40:51Warum hast du mir nicht gesagt, dass du bei der Gehringer warst?
00:40:53Ich dachte, wir vertrauen uns.
00:40:55Ich weiß, was du gesagt hättest.
00:40:57Es sind eh nur leere Versprechungen.
00:40:58Und die hätte niemals gegen Jakobi ausgesagt.
00:41:02Den müssen wir anders dran kriegen.
00:41:04Oder auch nicht.
00:41:05Und ihn davon kommen lassen, oder was?
00:41:07Als wäre nichts passiert.
00:41:09Das sage ich ja nicht.
00:41:10Du, der macht das immer noch.
00:41:13Bei anderen Kindern.
00:41:15Grinst dabei in die Scheißkamera und verkauft seine Kackbücher.
00:41:18Ist das fair?
00:41:19Nein, natürlich nicht.
00:41:26Wenn du damit nichts mehr zu tun haben willst, meinetwegen.
00:41:29Ich aber werde erst wieder ruhig schlafen, wenn er und all die anderen zur Verantwortung gezogen wurden.
00:41:33Selbst wenn ich...
00:41:37Selbst wenn du warst.
00:41:40Nichts!
00:41:41Gar nichts!
00:41:41Ich verstehe, aber ich habe nur leider sehr wenig Zeit.
00:41:50Ich muss nur meinen Vortrag vorbereiten.
00:41:52Aber wie kann ich Ihnen weiterhelfen?
00:41:53Es dauert auch nicht lang.
00:41:54Erinnern Sie sich an Aileen und Kirsten Overkram.
00:41:57Die beiden waren damals im Traumfängerhaus.
00:41:59Oh Gott, das ist zehn Jahre her.
00:42:01Und die beiden haben Sie angezeigt.
00:42:03Ach, ich werde ständig...
00:42:04Danke, Caro.
00:42:05Ich werde ständig angezeigt oder verklagt.
00:42:08Mehrmals die Woche bekomme ich irgendwelche Mails, Bedrohungen, Beleidigungen.
00:42:11Die würden wir gern sehen.
00:42:12Sehr gerne.
00:42:12Verstehen Sie, die Eltern bringen ihre Kinder hierher zu mir und hoffen, dass ich alle ihre Probleme löse.
00:42:17Das funktioniert aber nicht, weil die Eltern oft selbst das Problem sind.
00:42:20Und wenn Sie das begreifen, suchen Sie Entschuldigung.
00:42:22Na gut, aber vielleicht hat die Jakobi-Methode bei Ihnen aber auch nicht funktioniert.
00:42:25Bei mir übrigens auch nicht.
00:42:26Ach, Herr Simmel...
00:42:26Nein, nein, jedes Kind ist ja anders, hat eine andere Geschichte.
00:42:31Die Mutter der beiden Mädchen ist sehr früh an Krebs gestorben.
00:42:34Sie sind dann zu ihrer Großmutter gekommen, aber sie war mit den beiden überfordert.
00:42:37Tja, das sind dann schlimme Schicksale für die Kinder.
00:42:41Aber dafür, dass es zehn Jahre her ist, kann er sich ziemlich gut daran erinnern.
00:42:44Das tue ich wirklich, Herr Simmel, weil die beiden waren sehr renitent, sehr aggressiv,
00:42:47haben sich jeder Vorschrift widersetzt.
00:42:49Da wurden Sie ruhig gestellt, hm?
00:42:51Neuroleptika sind ein probates Mittel in der Therapie.
00:42:53Die Geschwister sagen, Sie hätten die Neuroleptika täglich bekommen, über Jahre.
00:42:59Ah ja.
00:43:00Ist nicht wahr.
00:43:02Außerdem wurde die Medikamentengabe dokumentiert, die Akten liegen beim Jugendamt.
00:43:08Wussten Sie, dass Margit Gehringer bereit war, gegen Sie auszusagen?
00:43:14Nein, wusste ich nicht.
00:43:15Ich weiß auch nicht, was sie aussagen wollte, wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen würden.
00:43:19Ich habe, ich habe wirklich sehr viel zu tun.
00:43:23Danke.
00:43:26Ach, eine Frage habe ich doch noch.
00:43:29Wo waren Sie denn am Sonntagabend zwischen 20 Uhr und Mitternacht?
00:43:33Am Sonntag habe ich einen meiner sehr erfolgreichen Vorträge gehalten dürfen
00:43:36und dann bin ich direkt nach Hause gefahren.
00:43:38Kann das jemand bezeugen?
00:43:39Ich fürchte nein. War es das, Herr Simmel?
00:43:42Fürs erste Jahr. Dankeschön.
00:43:44Tschüss.
00:43:51Wir sollten uns die Akten aus dem Traumfängerhaus mal ansehen.
00:43:55Dann wissen wir, ob die Schwestern lügen.
00:43:58Der hält sich für unfehlbar.
00:44:00Gestern waren Sie noch ganz begeistert von ihm.
00:44:02Ja, gestern.
00:44:02Dazwischen liegen aber auch ganz lange 24 Stunden.
00:44:06Herr Simmel, damit bestätigen Sie genau das, was Dr. Jakobi eben gesagt hat.
00:44:11Na, wenn es mit der Erziehung nicht funktioniert, suchen wir die Schuld bei ihm.
00:44:14Die Akten vom Traumfängerhaus.
00:44:40Die Einrichtung ist seit fünf Jahren geschlossen.
00:44:42Morode Bausubstanz.
00:44:45Das Haus war nicht mehr sicher.
00:44:46Wozu brauchen Sie die denn?
00:44:48Wir ermitteln gerade in einem Mordfall.
00:44:51Ach du Scheiße.
00:44:53Margit Geringer.
00:44:54Sagt Ihnen der Name was?
00:44:55Sie war damals Leiterin.
00:44:56Ja, ich erinnere mich an Sie.
00:44:59So ist es schon lange her.
00:45:00Arbeitet Ihre Behörde mit Dr. Jakobi noch zusammen?
00:45:03Hin und wieder.
00:45:05Von den Vorwürfen gegen ihn wissen Sie?
00:45:07Natürlich.
00:45:09Aber Herr Jakobi war immer sehr kooperativ.
00:45:10Und die Behörde konnte nie ein Vielverhalten feststellen.
00:45:13Wir haben nur die Aussagen der Betroffenen.
00:45:16Und das hat nicht gereicht?
00:45:17Solange es keine Beweise gibt, leider nein.
00:45:20Ich kann Ihnen aber versichern, dass wir die Aussagen ernst nehmen.
00:45:23Wenn Sie kurz mit in mein Büro kommen wollen, gebe ich Ihnen die Akten gerne mit.
00:45:26Ja, gerne.
00:45:27Wenn Sie etwas finden, was wir übersehen haben.
00:45:30Dann würden wir uns gegebenenfalls melden.
00:45:32Ja.
00:45:33Uns einen Kaffee.
00:45:37Wir alle kennen ja Eltern, die zum Beispiel in der Eisdiele ihr Kind fragen, was es denn gerne haben möchte.
00:45:42Egal wie viele andere Leute in der Schlange waren.
00:45:45Das Kind steht jetzt unter Druck und muss eine Entscheidung treffen, die früher die Eltern für das Kind getroffen haben.
00:45:51Und dahinter steht die Idee, dem Kind die Entscheidungsfreiheit zu überlassen.
00:45:55Was weiß der schon von Kindern?
00:45:56Dann ist das Kind überfordert und...
00:45:59Und was Neues in den Akten?
00:46:01Nichts Auffälliges, soweit ich das beurteilen kann.
00:46:04Neuroleptika wurden nur in Ausnahmefällen gegeben.
00:46:06Nicht regelmäßig und schon gar nicht dreimal am Tag.
00:46:09Dann haben die Schwestern ja übertrieben.
00:46:11Ja, oder es wurde nicht dokumentiert.
00:46:12Kriminalhauptkanzler Jürgen Simmel, hallo.
00:46:20Herr Geringer.
00:46:22Ja.
00:46:24Okay, ja.
00:46:26Gut, wir sind gleich da.
00:46:28Bis gleich.
00:46:30Äh, Frau Brandt?
00:46:32Paul Geringer.
00:46:34Der möchte ein Geständnis ablegen.
00:46:35Jetzt.
00:46:38Ich bin zu Margaret in die Wohnung.
00:46:40An dem Abend.
00:46:41Wann war das?
00:46:42Oh, weiß nicht mehr.
00:46:43War schon dunkel.
00:46:44Neun oder zehn.
00:46:45Okay, und was wollten Sie bei ihr?
00:46:47Reden.
00:46:48Nochmal über alles reden.
00:46:49Hatten Sie ihr irgendwas mitgebracht?
00:46:51Was?
00:46:52Nein.
00:46:53Wieso?
00:46:54Und was ist dann passiert?
00:46:56An alles kann ich mich immer noch nicht erinnern.
00:46:59Wir hatten Streit, wie immer.
00:47:01Sie wollte mich rausschmeißen.
00:47:03Und dann war sie irgendwie tot.
00:47:08Wie genau ist Margaret gestorben?
00:47:10Oh, da ist viel im Nebel.
00:47:11Ich weiß nicht mehr.
00:47:13Ich war ja betrunken.
00:47:16Und hier die Wunde.
00:47:17Ich hab mich dabei verletzt, als ich sie getötet habe.
00:47:20Herr Geringer, diese Wunde ist ganz frisch.
00:47:22Und ich hab meine Sachen mitgenommen.
00:47:24Meine Sachen aus der Wohnung.
00:47:25Das war in der Woche vor dem Mord.
00:47:27Nicht letzten Sonntag.
00:47:28Dafür haben wir eine Zeugin.
00:47:30Wieso legen Sie ein falsches Geständnis ab?
00:47:31Ich lüge nicht.
00:47:32Ich habe Margaret umgebracht.
00:47:35Herr Geringer, Sie können uns ja nicht mal sagen, was genau passiert ist.
00:47:38Oder wie Ihre Ex-Frau zu Tode kam.
00:47:39Und die Uhrzeit, die haben wir Ihnen beim letzten Mal gesagt.
00:47:42Warum wollen Sie mir nicht glauben?
00:47:43Ich glaube, dass Sie sich schuldig fühlen.
00:47:47Daran, was mit Margaret passiert ist.
00:47:49Schuldig an der Scheidung, dass sie mit dem Trinken angefangen hat.
00:47:52Dass Sie ihr nachgestellt haben und Sie bedroht haben.
00:47:54Sie schämen sich.
00:47:55Ich hab's getan.
00:47:56Nein, das haben Sie nicht.
00:47:57Sie denken, wenn Sie Buße tun, können Sie alles wieder gut machen.
00:48:00Ich hab's getan.
00:48:01Danke, Herr Jimmy.
00:48:30Der Staatsanwalt behält Geringer erstmal in Urhaft.
00:48:33Naja, Geständnis ist Geständnis, ob er nichts daran wahr ist.
00:48:38In den Akten steht, dass Margaret Geringer eine Arbeitskollegin hatte.
00:48:42Die arbeitet jetzt in einer anderen Kinder- und Jugendwohngruppe.
00:48:46Vielleicht kann die uns mehr erzählen.
00:49:00Schnick, schnack, schnock.
00:49:12Nochmal.
00:49:13Schnick, schnack.
00:49:14Oh, geh schon mal vor.
00:49:15Frau Brandt?
00:49:16Ja, hallo.
00:49:18Und?
00:49:19Jürgen Simmel, KAKA, bin.
00:49:21Kommen Sie doch bitte mit.
00:49:22Danke, dass wir so kurzfristig kommen können.
00:49:24Natürlich.
00:49:27Haben die Eltern sich freiwillig entschieden, ihre Kinder hier unterzubringen?
00:49:30In den meisten Fällen ja.
00:49:33Manchmal wurde ihnen das Sorgerecht entzogen, aber das sind die wenigsten.
00:49:36Und die anderen Eltern?
00:49:37Sind einfach überfordert.
00:49:39Junge Mütter, Probleme mit Alkohol und Drogen.
00:49:43Wir bemühen uns, dass die Eltern für die Kinder präsent sind und den Kontakt behalten.
00:49:47Boah, wann gibt's ein Essen?
00:49:50So in zehn Minuten?
00:49:52Du kannst aber schon mal zu Peter gehen, der gibt dir was.
00:49:54Hm, okay.
00:49:56Sie wissen aber schon von den Vorwürfen gegen das Traumfängerhaus und Dr. Jakobi, oder?
00:50:00Ich war nur kurz da.
00:50:02Es stand mir nicht zu, Dr. Jakobi zu kritisieren.
00:50:05Ich hab selbst zwei Kinder, ich brauchte den Job.
00:50:08Aber das war schlimm.
00:50:10Die Kinder waren teilweise gar nicht mehr ansprechbar.
00:50:13Aber aus den Akten vom Jugendamt ging nicht hervor, dass Dr. Jakobi die Neuroleptika übermäßig verschrieben hat.
00:50:20Ich weiß nicht, wie das sein kann.
00:50:21Wir haben immer alles dokumentiert.
00:50:27Kennen Sie diesen Jungen?
00:50:31Lukas Dobisch.
00:50:33Er war 13.
00:50:36An einem Abend war er plötzlich verschwunden.
00:50:39Wir haben stundenlang nach ihm gesucht, die Polizei gerufen, alles.
00:50:43Am nächsten Morgen, da hat man ihn gefunden, ganz in der Nähe, auf den Bahngleisen.
00:50:47Er, er wurde von einem Zug, äh, Entschuldigung, das nimmt mich immer noch mit.
00:50:52Ich, ich konnte da nicht mehr bleiben.
00:50:57Wir haben das Foto bei Margit Geringer gefunden.
00:51:00Margit hat das auch sehr mitgenommen.
00:51:02Lukas, der konnte schwierig sein.
00:51:05Er hat seine Mutter vermisst.
00:51:07Er hatte manchmal Wutanfälle und war unkonzentriert, aber wir mochten ihn sehr.
00:51:13Er wirkte immer so verloren.
00:51:20Ja, Job.
00:51:21Kann ich dir vielleicht helfen?
00:51:23Ja, dann.
00:51:23Ich komm klar.
00:51:24Danke.
00:51:24Danke.
00:51:29Es war unsere Aufgabe, dass die Kinder wieder zu sich kommen.
00:51:34Wir hätten Lukas beschützen müssen.
00:51:36Frau Brandt, das war's. Kommen Sie?
00:52:02Ja.
00:52:03Ja.
00:52:03Untertitelung. BR 2018
00:52:33Untertitelung. BR 2018
00:53:03Untertitelung. BR 2018
00:53:33Untertitelung. BR 2018
00:54:03Untertitelung. BR 2018
00:54:33Warte doch mal!
00:54:41Mann, was ist denn los?
00:54:46Wiem gehört das Auto.
00:54:47Ach du Scheiße.
00:54:58Ist der tot?
00:55:02Ich fasse ihn nicht an.
00:55:03Lebt.
00:55:18Lebt.
00:55:22Scheiße.
00:55:25Ruf die Polizei.
00:55:26Nein!
00:55:26Spinnst du?
00:55:35Na, du Arschloch.
00:55:37So sieht man sich wieder.
00:55:41Guten Morgen, Frau Brand.
00:55:42Guten Morgen, Herr Simmel.
00:55:43Ich bin gerade den Obduktionsbericht von Lukas Dobisch durchgegangen.
00:55:49In seinem Blut wurde ein erhöhter Wert an Neuroleptika festgestellt.
00:55:53Jakobi hatte damals ausgesagt, dass Lukas als einzigem eine tägliche Dosis verabreicht wurde.
00:55:59Das Pflegepersonal hat das bestätigt.
00:56:01Also Sie meinen, also die Medikamente haben ihn depressiv gemacht?
00:56:05Laut Jakobi hat er die höhere Dosis wegen seiner Depressionen bekommen.
00:56:10Und die Rechtsmedizin hat den Tod als Suizid eingeordnet.
00:56:15Ich sag das wirklich nicht gern, Herr Simmel.
00:56:17Aber wenn unsere Kollegen damals gründlich ermittelt hätten, dann wäre den Kindern einiges erspart geblieben.
00:56:21Bei uns wäre Jakobi nicht damit durchgekommen.
00:56:29K.K. Simmel, guten Morgen. Hallo.
00:56:32Frau Bode.
00:56:33Ja.
00:56:35Was?
00:56:37Ja, natürlich. Okay, wir kommen gleich vorbei. Bis gleich.
00:56:42Hä, das war die Sprechstundenhilfe von Herrn Jakobi.
00:56:44Sie sagte, er ist verschwunden.
00:56:51Na? Keine Dummheit machen, Jakobi.
00:57:02Und Schrein bringt auch nichts. Hier hört ich eh niemand.
00:57:08Sollen wir nicht doch lieber die Polizei rufen?
00:57:10Machen wir doch. Aber so eine Gelegenheit bekommen wir nie wieder.
00:57:13Ich habe mich niedergeschlagen und hierhergebrachtes.
00:57:24Es ist Freiheitsbehaubung. Ihr habt nicht das Problem.
00:57:28Zünfer, wir haben dich nicht niedergeschlagen.
00:57:32Wer auch immer das war, er oder sie hat dich bei uns abgeladen.
00:57:36Hä?
00:57:36Ach und, äh, die hier, die lag im Kofferraum.
00:57:44Was habt ihr mir geschwitzt?
00:57:46Ich muss ins Krankenhaus.
00:57:48Wir waren das nicht.
00:57:50Wer soll euch das glauben?
00:57:51Keiner. Wie üblich.
00:57:54Aber weil sich das Gericht so unfassbar viel Zeit lässt,
00:57:57haben wir uns gedacht, dass wir die Sache einfach mal selber in die Hand nehmen, hä?
00:58:02Ist doch nur gerecht, oder?
00:58:03Oder?
00:58:06Wenn mir irgendwas passiert, dann...
00:58:09Was?
00:58:11Kirsten, das prägt nichts. Ich rufe die Polizei.
00:58:14Nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein, nein.
00:58:15Hör mich. Guck mich an, guck mich an, guck mich an.
00:58:18Bitte.
00:58:20Denk dran, was er all die Jahre gemacht hat.
00:58:25Bitte.
00:58:28Okay?
00:58:30Okay.
00:58:34Und?
00:58:36Wie fühlt es sich an, ausgeliefert zu sein, hä?
00:58:42Wie beide?
00:58:43Wir, wir kennen das Gefühl.
00:58:46Wir waren es jahrelang, jahrelang ausgeliefert,
00:58:51sie und ein Scheißhelferen.
00:58:54Fuck!
00:58:56Ja!
00:58:59Ist okay.
00:59:01Hey.
00:59:02Ist gut.
00:59:04Ist gut.
00:59:04Frau Bode.
00:59:14Da sind Sie ja endlich. Ich rauche mich hier zu Tode.
00:59:17Was ist denn passiert?
00:59:18Bernd ist nie zu spät. Ich habe das ganze Haus nach ihm abgesucht, keine Spur.
00:59:22Dann habe ich im kleinen Haushaltsraum, da habe ich Blut gefunden und sein Handy liegt auf dem Boden.
00:59:27Sie wissen, dass Bernd ständig bedroht wird.
00:59:29Entschuldigung, ähm, die Patienten nicht. Ich muss den Patienten abziehen.
00:59:33Ja, ja.
00:59:43Ja, Eindeutig eingebrochen.
00:59:45Das glaube ich nicht, Herr Simmel.
00:59:46Jemand wollte, dass das so aussieht.
00:59:55Rufen Sie Tina an, wir brauchen die KTU.
00:59:57Warum soll ich die immer anrufen? Sie wissen genau, ich kann nicht gut mit dir.
00:59:59Ja, Glühbirne fehlt.
01:00:03Das Tischbein da, ja? Ich meine, die Overkampfschwesten, die haben noch eine Möbelwerkstatt.
01:00:08Und die bringen Tischbein mit?
01:00:10Ey, kann doch vielleicht sein. Vielleicht wurde Jakobi niedergeschlagen und in ihrer Panik haben sie es hier vergessen.
01:00:16Sehr eindeutige Beweislage, Herr Simmel.
01:00:18Ja, sieht alles sehr, sehr eindeutig aus, stimmt.
01:00:21Ja, allerdings. Was glauben Sie, ist hier passiert?
01:00:26Also, wenn das da Jakobis Blut ist, dann könnte es doch sein, dass hier irgendjemand auf ihn gewartet hat.
01:00:32Ihn niedergeschlagen, dann in sein eigenes Auto verfrachtet und mit ihm weggefahren ist.
01:00:38Und die Overkampfschwestern wuchten den bewusstlosen Jakobi in sein Auto.
01:00:42Einen Körper, der unkontrolliert und völlig schlaff ist.
01:00:46Wissen Sie, wie schwer das ist, Herr Simmel?
01:00:48Ja, ist aber nicht unmöglich.
01:00:49Ja, aber sehr unwahrscheinlich, auch zu zweit.
01:00:52Sie meinen also, Jakobi soll selbst gewesen sein, damit wir denken sollen, er wurde bedroht?
01:00:58Tina, sollten Sie nicht eine Fahndung rausgeben oder so?
01:01:01Bernd ist in Lebensgefahr.
01:01:03Frau Bode, als Frau Geringer letzten Dienstag in der Praxis angerufen hat,
01:01:09sind Sie sicher, dass sie nicht mit Dr. Jakobi gesprochen hat?
01:01:12Simmel hier. Ähm, wir wollten Sie mit großen Besteck hier.
01:01:14Es würde Ihrem Chef und uns helfen, wenn Sie die Wahrheit sagen.
01:01:21Ich habe Sie nicht abwimmeln können. Ich habe Sie durchgestellt.
01:01:25Den Termin habe ich später eingetragen. Bernd hat mich darum gebeten.
01:01:27Warum ging es bei dem Gespräch?
01:01:29Das kann ich nicht sagen.
01:01:31Bernd ist aber total aufgeregt gewesen.
01:01:33Er ist sofort weg und ich musste den Patienten absagen.
01:01:35Glauben Sie, dass der Mörder von Frau Geringer es jetzt auf Bernd abgesehen hat?
01:01:57Ah, das ist Jakobis Wagen.
01:01:58Die Bullen, die Bullen. Mach mal was drüber, mach mal was drüber.
01:02:10Polizei? Polizei! Hilfe!
01:02:15Polizei!
01:02:16Der Bode, nicht der Bode.
01:02:17Hände auf, los! Rechts drüber!
01:02:19Brüder!
01:02:19Verdammt nochmal!
01:02:20Ja, sehr gut.
01:02:21Hilfe, bitte!
01:02:23Hallo?
01:02:25Oh Gott, okay.
01:02:27Oh Gott.
01:02:27Es wird aber auch Zeit.
01:02:30Nehmen Sie die beiden da fest und rufen Sie einen Notarzt.
01:02:33Sie haben ja irgendwas gespitzt.
01:02:34Der braucht keinen Notarzt. Dem geht's super.
01:02:36Ich weiß, es sieht ein bisschen blöd aus, aber das ist wirklich anders, als Sie denken.
01:02:39Der lag in seinem Auto heute Morgen einfach.
01:02:42Der stand einfach da. Ich habe keine Ahnung, wo der Herr ist.
01:02:44Die sagen, ich spreche erst mal gar nicht.
01:02:46Das ist super.
01:02:47Die beiden haben mich entführt und wollten mich umbringen.
01:02:49Genau wie Margit Geringer.
01:02:50Das ist eine Lüge!
01:02:51Veröffentlicht wahr.
01:02:52Wie sind Sie denn vom Wagen hier reingekommen?
01:02:54Die haben mich bedroht.
01:02:55Mit diesem Messer haben die mich bedroht.
01:02:58Und dann haben die mich hierher geschleppt und mich an diesem Stuhl gefesselt.
01:03:01Knallt Sie los, ja?
01:03:02Bitte, ja.
01:03:06Dem beiden ist alles zuzutrauen.
01:03:07Schwachsinn!
01:03:08Kirsten und Aline Oberkamp, ich nehme Sie vorläufig fest wegen des Verdachts auf Einbruch,
01:03:12Körperverletzung und Freiheitsberaubung.
01:03:13Bitte, was?
01:03:15Freiheitsberaubung?
01:03:15Dieser Typ, der hat uns beraubt.
01:03:17Wir haben überhaupt nichts getan.
01:03:18Er hat uns was getan.
01:03:20Sie dürfen ihm nicht glauben.
01:03:23Herr Jakobi, warum haben Sie uns eigentlich nicht erzählt, dass wir mit Margit Geringer
01:03:27telefoniert haben?
01:03:29Ihre Assistentin hat uns das bestätigt.
01:03:30Ja, dann muss sie sich geirrt haben.
01:03:34Was war denn das für Fragen überhaupt?
01:03:37Ich bin ja hier das Opfer von zwei Frauen, die alles tun, um sich zu rächen.
01:03:40Erst der Margit Geringer und dann an mir.
01:03:42Halt deine Scheißfresse!
01:03:43Komm, Kirsten, es bringt nichts.
01:03:45Komm.
01:03:46Mann!
01:03:47Haben Sie denn gesehen, wer Sie im Haus überfallen hat?
01:03:51Ja, das ist ja offensichtlich, oder?
01:03:54Naja, es war dunkel und in der Lampe im Vorraum ist keine Glühbirne.
01:03:59Ich hatte eine Taschenlampe.
01:04:01Haben Sie denn gesehen, wer Sie überfallen hat?
01:04:03Aline oder Kirsten?
01:04:05Frau Brandes, ging alles sehr schnell, ja?
01:04:08Der Schlag hat Sie von hinten getroffen.
01:04:11Meine Fresse, was soll denn das?
01:04:13Was ist jetzt?
01:04:14Die beiden haben mich verschleppt und haben mich...
01:04:17Guten Tag.
01:04:18Kümmern Sie sich bitte hier.
01:04:20Hallo.
01:04:20Oh, oh, oh.
01:04:21Oh Gott.
01:04:23Alles gut bei Ihnen?
01:04:24Nee.
01:04:25Sollen wir einmal rausgehen?
01:04:26Das ist doch ziemlich dumm, von dem Jakobi hierher zu bringen, nicht wahr?
01:04:35Ich meine, das würde wieder zum Tischbein passen.
01:04:37Hm.
01:04:39Was meinen Sie mit dem...
01:04:40Hm?
01:04:41Das ist es ja, Herr Simmel.
01:04:42Die beiden sind nicht dumm.
01:04:43Ja gut.
01:04:44Aber Sie sind labil und emotional.
01:04:47Hallo, Tina.
01:04:48Hallo, Frau Brand.
01:04:48Und da macht man nun mal dumme Entscheidungen, nicht wahr?
01:04:50Ja, das ist wahr.
01:04:51Das ist wahr.
01:04:52Die beiden sind ein leichtes Opfer, wenn Ihnen jemand was anhängen will.
01:04:55Wie jetzt?
01:04:56Zeit, stopp.
01:04:56Jakobi hat sich selbst eins rübergezogen.
01:04:59Ist hierher gefahren und hat sich dann in seinen Kofferraum gelegt?
01:05:03Herr Simmel, die Kollegen von der Verkehrsüberwachung sollen mal sämtliche Kameras zwischen hier
01:05:07und Jakobis Haus kontrollieren.
01:05:09Vielleicht sehen wir ja, wer gefahren ist.
01:05:11Jede verfügbare Kamera.
01:05:12Ja.
01:05:13Wissen Sie, wie lange sowas dauert?
01:05:14Nein.
01:05:14Sie?
01:05:15Nein, aber lange.
01:05:18Sie machen das schon, Herr Simmel.
01:05:35Und die Namen sind schon übrig.
01:05:36Na ja, hier dürfen jede Menge Fingerabdrücke sein.
01:05:40Und es dauert so lange, wie es dauert, Frau Brand.
01:05:43Ach so, und zu der Spritze hier haben wir noch keine Ampulle oder Piole gefunden.
01:05:46Wir suchen noch.
01:05:48Gut, danke.
01:06:06Was gefunden, Frau Brand?
01:06:20Sieht so aus.
01:06:21Schauen Sie mal.
01:06:23Das ist ein Neuroleptikum.
01:06:25Ganz genau.
01:06:26Das ist das Gleiche, das Dr. Jakobi damals den Jugendlichen im Traumfernerhaus verabreicht hat.
01:06:30Aber wir wissen nicht, wie hoch die Dosis war, die ihm injiziert wurde.
01:06:34Noch wissen wir nicht einmal, ob ihm überhaupt was injiziert wurde, Tina.
01:06:37Wir nehmen das mit ins Labor und Jakobis Wagen auch.
01:06:40Gut.
01:06:40Danke, Tina.
01:06:41Ja.
01:06:41Also, sein Auto stand heute Morgen bei uns in der Einfahrt.
01:06:48Jakobi lag im Kofferraum.
01:06:49Er sah erst tot aus, war aber lebendig.
01:06:51Und daneben lag die Spritze.
01:06:52Wir wussten nicht, was wir machen sollen.
01:06:54Sie hätten uns verständigen können.
01:06:55Warum?
01:06:56Die Polizei ist immer auf seiner Seite.
01:06:58Ach so, und deshalb meinen Sie natürlich jetzt, nehmen wir mal das Gesetz in die eigene Hand,
01:07:02so wie bei Margit Geringe.
01:07:03Seit zehn Jahren warten wir darauf, dass dieser Typ endlich hinter Gittern landet.
01:07:07Wir wollten einfach nur, dass er uns einmal in die Augen guckt.
01:07:09Haben Sie E-Mails an Dr. Jakobi geschickt?
01:07:11Mit Beleidigungen, Bedrohungen?
01:07:19Hast du?
01:07:22Und wenn schon.
01:07:25Das ist nichts im Vergleich zu dem, was er uns angetan hat.
01:07:27In den Akten aus dem Jugendamt haben wir keinerlei Hinweis gefunden, dass Ihnen täglich Neuroleptika verabreicht wurden.
01:07:33Natürlich nicht, weil die alle unter einer Decke stecken.
01:07:36Jakobi konnte machen, was er wollte.
01:07:38Wir, wir waren nur Versuchskaninchen.
01:07:49Erinnern Sie sich an ihn?
01:07:53Das ist der Lukas.
01:07:55Dobisch.
01:07:57Hat sich das Leben genommen.
01:08:00Angeblich.
01:08:02Angeblich? Was meinen Sie mit angeblich?
01:08:05Ich hab die Geschichte nie geglaubt.
01:08:08Der wurde unter Drogen gesetzt, wie wir alle anderen.
01:08:11Der war überhaupt nicht in der Lage, sich umzubringen.
01:08:13Der hat sich doch vor den Zug geworfen.
01:08:15Ja, muss er ja nicht selber gewesen sein.
01:08:19Lukas sollte ein paar Wochen danach wieder zurück zu seiner Mutter.
01:08:23Der war froh, da rauszukommen.
01:08:27Also warum sich umbringen?
01:08:29Das ist eine schwere Anschuldigung.
01:08:30Haben Sie irgendwelche Beweise dafür?
01:08:33Nee.
01:08:35Sonst würden wir ja hier nicht sitzen.
01:08:36Kann einem ziemlich leid tun, die Frauen, was?
01:08:52Ja, allerdings.
01:08:52Frau Brand, wir haben die Fingerabdrücke der beiden Overcamps mit den Abdrücken auf der Weinflasche Margit Geringers Wohnung verglichen.
01:09:01Und?
01:09:01Die stimmen nicht überein.
01:09:03Ah, ergo haben Sie die Weinflasche nicht mitgebracht.
01:09:06Kein Beweis für ihre Unschuld.
01:09:07Kirsten Overcamps Fingerabdrücke waren aber auf der Spritze, die wir sichergestellt haben.
01:09:10Also, wurde Jakobi jetzt was gespritzt?
01:09:13Ja oder nein?
01:09:13Ja.
01:09:15Das Krankenhaus der Borde ist gerade bestätigt.
01:09:17Dr. Jakobi hat eine hohe Konzentration von Neuroleptika im Blut.
01:09:20Genug, um ihn zu töten.
01:09:21Frau Brand, das ist so schwer zu sagen.
01:09:23Eine Überdosis Neuroleptika kann lebensbedrohend sein, aber das kommt auf so viele Faktoren an.
01:09:29Gesundheitliche Verfassung, Herzkreislauf, Lungenfunktion.
01:09:32Äh, wenn Sie jemanden umbringen wollten, was ich Ihnen durchaus zutrauen würde.
01:09:37Also, wenn ich Sie umbringen wollen würde, was ich mir gut vorstellen mag, dann sehe ich ja nicht mit Neuroleptika.
01:09:43Ist so unsicher.
01:09:45DNA-Spuren im Wagen.
01:09:46Bis jetzt keine außer Jakobis.
01:09:48Ja.
01:09:48Dann lassen Sie doch bitte noch seine Kleidung untersuchen, ja?
01:09:50Wird gerade eingesammelt.
01:09:51Danke.
01:09:54Ich habe hier übrigens die Adresse von Lukas Dobitsch's Mutter.
01:09:57Ja, dann sollten wir doch mal mit ihr sprechen.
01:09:59Ähm, sagen Sie, brauchen Sie mich dafür?
01:10:02Nicht unbedingt, nein, warum?
01:10:03Ich müsste mich bei Berit mal wieder ein bisschen ein...
01:10:06Ah ja, klar.
01:10:07Verstehe.
01:10:08Aber wenn ich Ihnen einen Tipp geben darf, vergessen Sie doch einfach die Jakobi-Methode.
01:10:12Gehen Sie mit dem Jungen doch mal auf eine Karte.
01:10:16Nein, nein, da weiß ich was viel besseres.
01:10:18Ja, Pizza?
01:10:20Sie machen mir Angst, Frau Brand.
01:10:24Danke, dass Sie sich die Zeit für mich nehmen.
01:10:27Ich muss gleich zurück, habe nur eine halbe Stunde Pause.
01:10:29Sie wollten was über Lukas wissen?
01:10:33Ich glaube, ich kann mir vorstellen, wie schwer das für Sie ist, Frau Dobitsch.
01:10:38Ihr Sohn war zwölf, als er ins Traumfängerhaus gekommen ist, richtig?
01:10:41Ja.
01:10:41Was hat Sie damals veranlasst, ihn da unterzubringen?
01:10:45Das fing nach der Scheidung an.
01:10:49Er hat das nicht geschafft.
01:10:51Sein Vater wollte nichts mehr mit ihm zu tun haben.
01:10:53Er hat auch nicht gezahlt oder so.
01:10:55Ich habe gearbeitet, um uns durchzubringen.
01:10:59Es wurde immer schwieriger mit ihm.
01:11:00Er hat sich geprügelt, ist weggelaufen.
01:11:03Manchmal ist er die ganze Nacht weggeblieben.
01:11:06Ich wusste nicht mal, was ich machen sollte.
01:11:09Und das Jugendamt hat Lukas dann auf Ihren Wohnschäden im Traumfängerhaus untergebracht?
01:11:14Nur für eine Weile.
01:11:16Bis ich auch besser zurechtkam.
01:11:19Hatten Sie das Gefühl, er war bei Dr. Jakobi gut aufgehoben?
01:11:22Ja.
01:11:23Ja.
01:11:23Ich habe ihn besucht, das war nie ein Problem.
01:11:27Dr. Jakobi hat mit mir viel gesprochen.
01:11:29Wie war Lukas so, wenn Sie ihn besucht haben?
01:11:35Ruhiger.
01:11:37Sehr ruhig.
01:11:40Dr. Jakobi hat mir versprochen, dass er bald nach Hause kommt.
01:11:43Als Sie mir dann gesagt haben, dass Lukas...
01:11:47Ja.
01:11:50Ja, dass er sich umgebracht hat, dass...
01:11:53Ich konnte es gar nicht glauben.
01:11:57Es tut mir wirklich sehr leid, was mit Lukas passiert ist.
01:12:01Danke.
01:12:05Ich muss jetzt wieder zurück.
01:12:07Danke.
01:12:07Ich hatte hier irgendwo Kekse.
01:12:22Der hat doch immer Proteinregeln, Mensch.
01:12:24Wo sind die denn?
01:12:27Frau Brandt, eine Tragödie.
01:12:30Keine Bohnen mehr da?
01:12:30Nein.
01:12:31Der Espresso schmeckt scheußlich.
01:12:33Ah ja.
01:12:33Hat irgendjemand was verstellt?
01:12:35Wer macht denn sowas?
01:12:37Und wo ist jetzt Herr Simmel?
01:12:39Der ist da, wo alle sind außer uns, im Feierabend.
01:12:42Herr Simmel stellt diese Maschine auf 9,2 Bar und den Mahlgrad auf mittelfein.
01:12:48Und man braucht natürlich sein privates Mahlwerk.
01:12:52Bitte schön, Ausnahmsweise.
01:12:55Ach, dem Himmel sei Dank.
01:12:57Oder noch besser, dem Simmel sei Dank.
01:13:00Ähm, gibt's was Neues im Fall Geringer?
01:13:03Was ist mit den verhafteten Schwestern?
01:13:05Die sind in die Entführung verstrickt, aber...
01:13:09Darüber hinaus ist...
01:13:10Ach, Herr Engler, Herr Dr. Engler, Sie haben nicht zufällig ein belegtes Brötchen in der Tasche?
01:13:26Was ich meine, ich, äh, wo denken Sie hin, Frau Brandt?
01:13:29Sehen Sie zum Kaffeetasting.
01:13:31Da braucht man eine unbelastete Zunge, einen neutralen Raum, sonst ist man ja gar nicht in der Lage...
01:13:36Ja, vergessen Sie's.
01:13:36Na, du Racker.
01:13:55Was willst du denn?
01:13:57Was?
01:13:58Ich hab uns extra Pizza besorgt.
01:14:04Nice.
01:14:05Margareta.
01:14:06Oder?
01:14:06Hier, mit, äh, mit extra Rosinen und Quanti-Chance.
01:14:10Äh.
01:14:12Hörner!
01:14:19Hey, was ist mit Schornlos?
01:14:22Das ist total lieb von dir.
01:14:24Das geht alles ein bisschen zu schnell für Schorn.
01:14:30Und für dich auch?
01:14:32Ja, für mich auch.
01:14:33Es ist ja erst ein Jahr, dass ich mit ihm alleine bin und es fällt ihm schwer, mit neuen Partnern klarzukommen.
01:14:40Neue Partner?
01:14:41Das muss ich respektieren.
01:14:44Okay.
01:14:45Ich hab da mal auch Schokoladeneis als Nachtisch.
01:14:48Lass uns eine Pause machen.
01:14:50Sei nicht sauer.
01:14:51Nein, ich bin nicht sauer.
01:14:52Quatsch, überhaupt nicht.
01:14:54Okay, dann macht euch einen schönen Abend, ja?
01:14:56Danke.
01:15:00Schorn hat mehr Laktose-Unverträglichkeit.
01:15:03Mach's gut, du.
01:15:14Schönen Feierabend.
01:15:15Wünsche ich dir auch zu.
01:15:18Na, Frau Brand?
01:15:21Herr Simmel.
01:15:22Schon was gegessen?
01:15:23Haben Sie Appetit auf Pizza oder Eis?
01:15:25Oh.
01:15:27Sie schickt der Himmel.
01:15:29Das hat Berit am Anfang auch immer zu mir gesagt.
01:15:31Heute nicht mehr.
01:15:32Tut mir leid.
01:15:33Das war ein Versuch wert, ne?
01:15:34Als das Traumfängerhaus geschlossen wurde,
01:15:37sind die Kinder auf andere Einrichtungen verteilt worden.
01:15:40Gut, da ging's ihm vielleicht besser, ne?
01:15:42Ja.
01:15:43Vielleicht sollten wir mal mit allen ehemaligen Mitarbeitern sprechen.
01:15:47Es wird nur sehr aufwendig, die alle ausfindig zu machen.
01:15:50Na ja, ist ja auch schon zehn Jahre her.
01:15:52Mhm.
01:16:02Herr Simmel.
01:16:03Herr Simmel, wir haben was übersehen.
01:16:05Wir oder Sie?
01:16:06Beide.
01:16:08Schauen Sie mal hier.
01:16:09Erkönnt ja jemanden.
01:16:12Wen?
01:16:13Haben gerade selber gesagt, das ist zehn Jahre her.
01:16:17Ähm.
01:16:19Ist das Ulrich Hansen?
01:16:20Ja.
01:16:20Der aus dem Jugendamt?
01:16:21Ja.
01:16:22Wirklich?
01:16:22Mhm.
01:16:23Aber warum hat er noch nichts gesagt, als wir nach den Akten gefragt haben?
01:16:25Eben.
01:16:26Er hat gesagt, dass er sich an Margit Geringer erinnert,
01:16:28aber nicht, dass die Kollegen waren.
01:16:29Er ist dann vom Traumfängerhaus ins Jugendamt gewechselt.
01:16:32Kurs nach dem Tod von Lukas Dobisch.
01:16:34Das ist ja mal eine amtliche Beförderung, oder?
01:16:35Ja.
01:16:36Wahrscheinlich hat Jakobi seinen Einfluss geltend gemacht und ein gutes Wort für ihn eingelegt.
01:16:39Ja.
01:16:40Und im Jugendamt hatte Hansen freie Hand, die Akten zu manipulieren.
01:16:45Mhm.
01:16:45Als Gegenleistung.
01:16:46Herr Simmel, ich frage mich gerade,
01:16:47wieso hat sich Margit Geringer entschlossen, gegen Jakobi auszusagen?
01:16:52Wegen der anonymen Alkoholiker und wegen der Zehn-Punkte-Strategie.
01:16:56Zwölf Schritte planen.
01:16:58Einer davon heißt, begann das Unrecht wieder gut zu machen.
01:17:02Mhm.
01:17:02Okay, und deshalb ist sie vielleicht zu den Schwestern, um sich zu entschuldigen?
01:17:04Genau.
01:17:05Mhm.
01:17:06Aber um gegen Jakobi auszusagen, braucht Margit Geringer einen Beweis,
01:17:09sonst wäre es ja eine Aussage gegen Aussage.
01:17:11Gut, aber vielleicht hat der Täter oder die Täterin den Beweis in der Wohnung gesucht.
01:17:15Aber was, wenn der Täter oder die Täterin den Beweis nicht gefunden hat?
01:17:30Wow.
01:17:32Irgendwann räume ich den Krammerl weg.
01:17:39Welche sind Margits Sachen?
01:17:41Der Stapel da links.
01:17:43Links?
01:17:45Links.
01:17:47Wonach suchen sie denn überhaupt?
01:17:50Sag ich ihm, wenn wir es gefunden haben.
01:18:04Gab es irgendetwas, einen Gegenstand, den Margit unbedingt behalten wollte?
01:18:08Nee.
01:18:08Doch, sie wollte das Foto zurück.
01:18:12Von uns.
01:18:14Das ist ein Foto.
01:18:15Eins von uns.
01:18:17Sie meinen...
01:18:18Habe ich nie kapiert.
01:18:19Sie wollte doch die Scheidung.
01:18:21Sie meinen das hier?
01:18:23Ja.
01:18:25Oh.
01:18:29Oh.
01:18:29Ich glaube, ich habe es gefunden.
01:18:30Ja, glaube ich auch.
01:18:31Herr Hansen.
01:18:52Ernsthaft?
01:18:59Die anderen Ausgänge rufen Sie Verstärkung.
01:19:01Ich glaube, ich habe ihn.
01:19:24Frau Brandt, ich hab ihn.
01:19:32Sie sind lang genug Weckerin, Herr Hansen. Über zehn Jahre.
01:19:36Damit ist jetzt Schluss. Nehmen Sie ihn mit.
01:19:40Gut gemacht, Herr Simül. Großartig.
01:19:42Wenn doch mal fit, ne?
01:19:43Hab ich nie bezweifelt.
01:19:46Anziehen?
01:19:46Nee, erst mal auskühlen.
01:19:47Okay.
01:19:53Herr Hansen, wir spielen Ihnen jetzt eine Tonbandaufnahme vor, die Frau Geringer gemacht hat.
01:20:00Sie war bei Jakobi eine Woche vor ihrem Tod.
01:20:06Herr Jakobi?
01:20:08Oh Gott, was machen Sie denn hier? Ich hab Ihnen auch gesagt, lassen Sie mich in Ruhe.
01:20:11Gehen Sie zur Polizei und sagen Sie, was mit Lukas damals passiert ist.
01:20:14Warum sollte ich das tun?
01:20:16Weil ich es ans mache. Ich hab viel zu lang geschwiegen.
01:20:18Dann würde Aussage gegen Aussage stehen. Ich sag Ihnen, wem die Polizei glauben würde.
01:20:21Lukas Dobisch hat kein Suizid begangen.
01:20:24Das war auch kein Unfall.
01:20:25Er starb, weil Sie seine Tagesration verdoppelt haben.
01:20:28An Herz, Kreislaufstillstand.
01:20:30Und dann haben Sie mit Hansen seine Leiche auf die Gleise gelegt, um den Suizid vorzutäuschen.
01:20:34Ich war selbst Zeugin, wissen Sie doch.
01:20:35Ja. Und dafür haben Sie genügend Schweigergeld bekommen.
01:20:37Sie haben sich ein neues, hübsches Leben aufgebaut mit eigener Kita, eigener Wohnung.
01:20:41Sie hätten gerne zur Polizei gehen können, aber jetzt sind Sie mit Täterin.
01:20:44Dafür übernehme ich die Verantwortung.
01:20:45Das verspreche ich Ihnen.
01:20:47Sie haben keinerlei Beweise.
01:20:48Was wenn doch?
01:20:49Was sollen das für Beweise sein?
01:20:51Ich gebe Ihnen eine Woche zur Polizei zu gehen, sonst mache ich das.
01:20:55Das ist doch alles längst verjährt, Victor.
01:20:58Schuld verjährt nicht, Dr. Jakobi.
01:20:59Sie beläuft, Sie haben nichts in der Hand.
01:21:01Kriege weg!
01:21:10Jetzt schon.
01:21:11Das ist ein Geständnis, Herr Hansen.
01:21:18Sind Sie bereit, die Anschuldigung zu bestätigen und gegen Jakobi auszusagen?
01:21:26Ist es wahr, was Margit Geringer behauptet?
01:21:28Dass Sie Jakobi geholfen haben, Lukas Tod als Suizid darzustellen?
01:21:33Wir hatten keine Wahl.
01:21:41Weil Sie regelmäßig die Tagesberichte für Jakobi gefälscht haben.
01:21:45Und eine Untersuchung dieses Todesfalles wäre sehr unangenehm geworden.
01:21:49Für Sie beide übrigens.
01:21:49Und nachdem Margit Geringer mit Jakobi gesprochen hatte, hat er sich verständigt, Sie sollen das Beweismaterial an sich nehmen.
01:21:57Ich bin zu Margit.
01:22:10Am Sonntag.
01:22:14Ich wollte mit ihr reden.
01:22:16Wollte sie überreden, dass sie nicht zur Polizei geht.
01:22:22Hallo Margit.
01:22:23Was willst du denn hier?
01:22:24Ich würde gerne mit ihr über etwas reden.
01:22:25Nee, auf gar keinen Fall.
01:22:29Lass uns das beim Glas Wein besprechen.
01:22:30Ich trinke nichts mehr.
01:22:32Ist wirklich wichtig.
01:22:37Sag mal, hörst du schlecht?
01:22:39Schön.
01:22:40Ja, ist es schön.
01:22:44Aber sie hat sich nicht davon abbringen lassen.
01:22:46Nein.
01:22:48Sie hatte mit dem Trinken aufgehört.
01:22:50Wollte ihr Leben ändern.
01:22:53Sie war sehr wütend.
01:22:54Wie ist sie ums Leben gekommen?
01:23:01Sie wollte mich rauswerfen.
01:23:03Ich möchte, dass du jetzt gehst.
01:23:04Und sag deinem Freund Jakobi, dass ich morgen bei der Polizei bin.
01:23:07Da kann er überhaupt nichts machen.
01:23:08Und du bist auch mit dran, Ulrich.
01:23:10Geh.
01:23:11Ich möchte, dass du gehst.
01:23:13Margit.
01:23:13Das mit Lukas war ein Unglück.
01:23:17Wem erzählst du das denn?
01:23:19Ich hab das nicht gesehen.
01:23:20Du spinnst doch.
01:23:21Ich hab das doch alles gesehen.
01:23:22Wir setzen uns hin und trinken was.
01:23:25Nein, lass mich los.
01:23:26Ich trinke überhaupt nichts.
01:23:27Nein, ich hab das.
01:23:29Dann ist es irgendwie passiert.
01:23:30Sie haben den Beweis gesucht und es wie ein Einbruch aussehen lassen.
01:23:38Aber Sie haben nichts gefunden.
01:23:41Ich wusste nicht mal, wonach ich überhaupt suchen soll.
01:23:43Ihr Handy war nicht da.
01:23:45Ja, das hat denn Margit Gering auf der Arbeit vergessen.
01:23:47Dann hat es an der Tür geklingelt.
01:23:57Das war Elin Overkamp.
01:24:03Ich bin in Panik geraten.
01:24:06Ich hab gar nicht realisiert, was passiert ist.
01:24:09Ich wollte nur noch weg.
01:24:11Warum haben Sie das alles für Jakobi gemacht?
01:24:13Damals und heute.
01:24:15Mir ging es nicht gut.
01:24:17Ich hatte ein paar Probleme.
01:24:21Mit Drogen.
01:24:25Jakobi hat mir geholfen.
01:24:27Und mir den Job einen Traumfänger besorgt.
01:24:31Das war das erste Mal, dass mir jemand zugehört hat.
01:24:36Ich stand absolut hinter ihm.
01:24:38Und seiner Methode.
01:24:40Warum wollten Sie Herrn Jakobi umbringen?
01:24:43Sie haben ihn im Neuroleptikum gespritzt.
01:24:44Und ihn dann zu den Overkamp-Schwestern gebracht.
01:24:47Wir haben Ihre DNA an Jakobis Kleidung gefunden.
01:24:52Sie haben sich gedacht, was damals bei Lukas Dobisch geklappt hat, das klappt auch bei Jakobi.
01:24:56Er hätte sie sonst ihr Leben lang in der Hand gehabt.
01:24:59Und die Overkamp-Schwestern wären dafür ins Gefängnis gegangen.
01:25:02Women?
01:25:02Aber die Dosis war nicht tödlich.
01:25:06Pauline, viel Spaß damit.
01:25:21Dankeschön.
01:25:22Gerne.
01:25:23Hallo, für?
01:25:23Hallo, für Beate.
01:25:25Ja.
01:25:26Beate, wir kennen uns, oder?
01:25:28Ja, ich komme zu jeder Ihrer Lesungen.
01:25:30Das freut mich.
01:25:31Ja.
01:25:31Viel Spaß.
01:25:33Vielen Dank.
01:25:33Gerne.
01:25:37Frau Brand, was machen Sie denn hier?
01:25:39Ich möchte Sie bitten, uns ins Präsidium zu begleiten.
01:25:42Es wird Sie interessieren, dass Ulrich Hansen ein volles Geständnis abgelegt hat.
01:25:45Auch darüber, was damals mit Lukas Dobisch passiert ist.
01:25:48Ich denke, ich werde erst mal meinen Anwalt anrufen.
01:25:53Das können Sie gerne machen.
01:25:54Aus dem Wagen meiner Kollegen.
01:26:00Ohne Anfassen geht's nicht, oder?
01:26:02Ohne Anfassen geht's nicht, oder?
01:26:32Dr. Jacobi wird heute noch dem Untersuchungsrichter vorgeführt.
01:26:40Er wird zur Verantwortung gezogen, das verspreche ich Ihnen.
01:26:44Danke.
01:26:46Das ist mir persönlich sein.
01:27:02Danke fürs Fahren und danke auch dafür, dass Jacobi wenigstens wegen Lukas vor Gericht ist.
01:27:25Aber was mit uns? Mit dem, was er uns angetan hat?
01:27:29Ich kann mir vorstellen, dass das schwer auszuhalten ist.
01:27:31Das tut mir leid.
01:27:33Solange er ins Gefängnis kommt, bin ich zufrieden.
01:27:37Alles Gute.
01:27:51Was war das so bitter?
01:27:55Die beiden hatten es echt nicht leicht im Leben, was?
01:28:00Nein.
01:28:01Leider nicht.
01:28:03Schlüssel.
01:28:04Aber Sie haben es nicht, Herr Simmel.
01:28:07Sie sind füreinander da.
01:28:10So wie wir, Frau Brand.
01:28:13So wie wir.
01:28:15Genau, Herr Simmel.
01:28:16So wie wir.
01:28:16So wie wir.
01:28:30So wie wir.
01:28:31Wo却.
01:28:31Untertitelung des ZDF, 2020
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