- vor 2 Tagen
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KurzfilmeTranskript
00:00:00Musik
00:00:44Eigentlich treffen wir uns viel zu selten, Julius.
00:00:48Wir, die Freunde der hanseatischen Hausmusik.
00:00:52Sie sagen es, Herr Senator.
00:00:54Darf ich dir denn einen Leroux aus der Cognacquess kredenzen?
00:00:59In den Jahren 1802.
00:01:01Donnerwinter.
00:01:03Nur etwas für Kenner.
00:01:07Was wären wir ohne Kultur?
00:01:10Barbaren ohne Takt und Gefühl, Konrad.
00:01:13Bravo, Julius. Bravo.
00:01:16Wo ist mein Blatt?
00:01:18Danke.
00:01:20Entschuldige die Verspätung.
00:01:21Schön, dass du es geschafft hast.
00:01:23Wer hat dich denn aufgehalten, deine Jubiläen oder deine Frau?
00:01:26In der Reihenfolge.
00:01:28Apropos Frau.
00:01:30Ein Problem hast du ja nicht.
00:01:34Aber...
00:01:35Was, liebe Freunde?
00:01:38Ist eine Blondine, die man in Schokolade getaucht hat?
00:01:42Keine Ahnung.
00:01:43Sag schon.
00:01:44Die dümmste Praline der Welt.
00:01:46Kann ich noch nicht.
00:01:47Ist aber auch nicht besonders gut.
00:01:50Und deine Frau?
00:01:52Hast du sie wieder auf einen kleinen Wellnessurlaub nach Sylt geschickt?
00:01:56Meeresluft hält bekanntlich frisch.
00:01:59Mit Meeresluft weiß ich auch noch einen.
00:02:01Bitte nicht noch einen.
00:02:18Felix!
00:02:22Felix!
00:02:24Ja?
00:02:25Komm mal!
00:02:31Ja, Maike?
00:02:32Du siehst ja überhaupt nichts.
00:02:35Hier.
00:02:36Kannst du mir die umhängen?
00:02:50Felix, du bist immer so ungeschickt.
00:02:53Entschuldige.
00:03:08Entschuldige.
00:03:10Und?
00:03:10Was ist?
00:03:12Ich hab sie.
00:03:13Ich hab sie.
00:03:22Schatz, du es?
00:03:24Ja.
00:03:25So.
00:03:32Na, geht doch.
00:03:34Danke, Felix.
00:03:41Ich hab sie.
00:03:47Ich hab sie.
00:04:02Papi!
00:04:03Hier!
00:04:07Willkommen in Hamburg.
00:04:09Trotz Verspätung.
00:04:10Ja, das lag nicht an mir.
00:04:11Wenn die Lokführer streiken, liegt die Bahn in den letzten Zügen.
00:04:15Ich dachte schon, die Pflanze geht ein.
00:04:17Na, solange du mir nicht eingehst.
00:04:19Nicht bei guter Pflege.
00:04:21Streuschen hätt's übrigens auch getan.
00:04:23So?
00:04:31Irgendwie ganz kuschelig.
00:04:34Na, so wie du's gern hast.
00:04:51Das war der Abend noch ein Konzert?
00:04:53Ja.
00:04:55Danke.
00:04:56Vor kleinem aber erlesenen Publikum.
00:04:59Auf allerhöchstem Niveau und an bester Adresse.
00:05:03Also nichts für dich, Felix.
00:05:05Ja, wie immer.
00:05:12Paulchen!
00:05:14Na?
00:05:16Und du?
00:05:17Bleibs jetzt schön hier und wartest.
00:05:18Und passt auf Felix auf, während ich nicht darf.
00:05:20Okay?
00:05:22Okay.
00:05:30Okay.
00:05:33Okay.
00:05:38Okay.
00:06:01So bunt wohnst du.
00:06:02Was dagegen?
00:06:03Warum muss das ausgerechnet Hamburg sein?
00:06:05Was hast du gegen die schönste Stadt Deutschlands?
00:06:07Du bist so weit weg.
00:06:08Man kann sich auch nah sein, wenn man weit weg ist.
00:06:10Sprach die Tochter des Psychiatrers.
00:06:13Entschuldigung.
00:06:15Hi Alex.
00:06:16Hi.
00:06:16Wer ist denn die Pflanze?
00:06:17Mein Vater.
00:06:20Und wer ist das Cello?
00:06:21Ich bin Maike.
00:06:22Ich wohne hier.
00:06:23Wir sehen uns noch.
00:06:25Maike ist die Musikstudentin, von der ich dir erzählt habe.
00:06:28Das ist nicht zu übersehen.
00:06:35Kommst du?
00:06:37Ja?
00:06:38Natürlich bin ich pünktlich.
00:06:40Was ist es denn diesmal?
00:06:42Oh, ein TZ.
00:06:44Wie nett.
00:06:50So viel Platz.
00:06:52Hatten wir früher nicht.
00:06:55Wo willst du denn eigentlich wohnen?
00:06:58Brauchte ich hier.
00:07:00Hier bei uns?
00:07:00Ja.
00:07:02Sag mal, ich ziehe doch nicht von zu Hause aus, damit du denn bei mir einziehst.
00:07:04Und außerdem, auf sowas sind wir gar nicht eingerichtet.
00:07:07Ja, aber ich meine, irgendwo wird sich ja was finden, wo du schlafen kannst.
00:07:13Wieso ich?
00:07:15Oh nein.
00:07:16Nein, nein, nein.
00:07:18Kannst du sowas von vergessen?
00:07:20Das kommt überhaupt nicht in Frage.
00:07:21Ja.
00:07:23Gemütlich hast du es hier.
00:07:24Mit Arbeitsplatz.
00:07:26Na?
00:07:27Ja.
00:07:28Dein Bett.
00:07:31Ja, wie?
00:07:32Für die Luft bist du zuständig.
00:07:34Ich mache uns mal einen Tee.
00:07:37Eine Luftmatratze.
00:07:38Ja.
00:07:39Na, Trago.
00:07:41Willkommen in Hamburg.
00:07:44Ja, wer bist du denn?
00:07:47Das Brauchen.
00:07:48Unser WG-Rund.
00:07:50Aber eigentlich gehört der Maike.
00:07:52Äh, ich bin Felix.
00:07:53Jurastudent im fünften Semester mit sehr viel Sinn für Gerechtigkeit.
00:07:56Das hört sich sehr gut an.
00:07:57Mhm.
00:07:58Und wer bist du?
00:07:59Du.
00:08:00Ich bin, ich bin Wendelin.
00:08:02Winter.
00:08:03Also meine Studienjahre liegen schon mal ein Jahrchen zurück.
00:08:06Ja, wie man sieht.
00:08:09Ähm.
00:08:10Geben Sie her.
00:08:11Ich mache das.
00:08:12Vergelt's Gott.
00:08:13Sag mal bei uns in Bayern.
00:08:14Oh, doch nicht für.
00:08:16Sag mal bei uns in Hamburg.
00:08:21Und kennst du den Unterschied zwischen einem Zitronenfalter und einer Scheibe Rosten?
00:08:26Wie?
00:08:26Lass nachs Leben.
00:08:28Lass nach.
00:08:29Wie ich sehe, geht's doch gut.
00:08:31Liebe Freunde.
00:08:33Bei unserem letzten Treffen haben wir uns dem Symphonischen zugewandt.
00:08:39Heute möchte ich euch die Kammermusik etwas näher bringen.
00:08:44Mach's nicht so spannend, Konrad.
00:08:46Spann uns nicht länger auf die Folter.
00:08:48Was steht auf dem Programm?
00:08:49Die kleine Nachtmusik, Julius.
00:08:52Damit kennst du dich doch bestens auch.
00:08:58Ich liebe Montas.
00:09:22Ich liebe Montas.
00:09:25Wir wissen nicht mehr wozu.
00:09:50Ich liebe Montas.-
00:10:15Welcher der Herren möchte denn heute Abend der erste Dirigent sein?
00:10:31Wie lange willst du denn eigentlich bleiben?
00:10:34Keine Sorge, nur ein paar Tage, danke. Oder, glaubst du, ich lass mir das hier entgehen?
00:10:40Was denn?
00:10:43Das Ganze, die Romantik einer WG, erinnert mich an meine Studientage in Tübingen.
00:10:51Mein Gott, was haben wir damals alles erlebt. Die ganze Welt wollten wir verbessern.
00:10:58Ich war ja sowas von naiv in meinen Weltanschauern.
00:11:02Na, da hat sich ja nicht viel geändert.
00:11:03Du sagst es.
00:11:07Willst einen Tee?
00:11:08Was?
00:11:10Äh, nein danke, dann kann ich wieder nicht schlafen.
00:11:12Felix schläft eigentlich so gut wie nie.
00:11:14Schlafen ist reine Zeitverschwendung.
00:11:16Sag mal, hast du eine Ahnung, wo Maike heute spielt?
00:11:17Nein, ähm, immer woanders, aber wo sagt sie leider nie.
00:11:24Hat er was mit Maike?
00:11:25Hätt er, glaub ich, gern.
00:11:27Maike?
00:11:29Hm, nicht so gern.
00:11:30Hm, das kenn ich.
00:11:33Hm, aus Tübingen.
00:11:43Ach, Clara, du weißt doch wie das ist.
00:11:46Man trinkt, lacht, hört ein wenig Musik, erzählt sich ein paar Witze unterniveau und das war's doch noch schon.
00:11:53Was habt ihr denn diesmal gehört?
00:11:54Mozart, aber sag mir doch lieber, wie ist es denn auf Sylt?
00:11:58Traumisch.
00:12:00Und dann bin ich einsam.
00:12:01Wäre schön, wenn du hier wärst.
00:12:04Einsamkeit lässt sich zu zweit besser ertragen.
00:12:06Oh, es sind ja nur noch fünf Tage, wie das.
00:12:08Fünf Tage.
00:12:09Und du bist wieder bei mir.
00:12:11Ja.
00:12:13Ja.
00:12:14Gute Nacht, Mannschaft.
00:12:32Habe ich trotzdem einen Musikwunsch frei?
00:13:05Möge, es sei denn?
00:13:15Ahhh.
00:13:31Manchmal ist es gar nicht so einfach, einen Rückplatz zu haben.
00:13:34Was brauche ich denn?
00:13:37Oh.
00:13:45Shit.
00:13:53So früh schon auf?
00:14:04Wo bist du denn?
00:14:11Cello?
00:14:13Wo steckst du denn?
00:14:17Cello?
00:14:27Oh, mein Gott.
00:14:51Hallo?
00:14:53Conrad, du hier ist Clara.
00:14:55Also jetzt ist das Wetter wirklich scheußlich.
00:14:58Ich komme einfach früher zurück.
00:14:59Ich seh mich so nach Wärme.
00:15:01Ich freu mich auf dich.
00:15:13Hi Felix.
00:15:16Felix.
00:15:18Ich denke, du bist in der Vorlesung.
00:15:22Mike ist gestern nicht nach Hause gekommen.
00:15:24Ja und?
00:15:26So lange geht doch kein Konzert.
00:15:28Na, vielleicht hat sie woanders übernachtet.
00:15:30Keiner Freundin.
00:15:31Soll doch vorkommen.
00:15:32Das mag ja alles sein, aber...
00:15:34Mein Gefühl sagt mir was ganz anderes.
00:15:37Vielleicht solltest du mit deinen Gefühlen vorsichtiger sein.
00:15:41Geht das?
00:15:41Nee, nicht wirklich.
00:15:46Geht das?
00:16:19So ist Feinpäulchen.
00:16:21Jedem sein Büsel.
00:16:35Hundefutter, ich glaub's nicht.
00:17:06Wie soll's sein?
00:17:07Kann ich die mal hören?
00:17:08Na klar.
00:17:09Die ist noch fast wie neu.
00:17:11Halten Sie mal.
00:17:17Für 20 kriegst du noch einen Plattenspieler dazu.
00:17:19Das ist der Geschenk.
00:17:20Na super.
00:17:23Danke.
00:17:24Keep an Rocking, Alter.
00:17:25Rock'n'Roll forever.
00:17:28Komm, Paulchen.
00:17:29Musik hören.
00:17:30Ich muss los.
00:17:31Wollen Sie noch mit?
00:17:32Ich will nach oben.
00:17:34Na, dann schön.
00:17:34Tschüss.
00:17:51Für den besten Bruder, den man sich wünschen kann.
00:17:54Immer willkommen in meinem Leben.
00:17:56Deine Maike.
00:18:21Hallo, Konrad.
00:18:31So früh habe ich dich noch nicht zurückerwartet.
00:18:34Ich hoffe, du freust dich trotzdem.
00:18:35Natürlich.
00:18:39Wo ist denn der Teppich?
00:18:45In der Reinigung.
00:18:48Ich musste ihn reinigen lassen.
00:18:50Ja, aber warum denn?
00:18:53Das ist ja Julius nicht.
00:18:55So viel getrunken.
00:18:57Musste ich dann übergeben.
00:18:58Hat sich mal wieder daneben benommen.
00:19:01Unser guter Julius.
00:19:03Er kennt's ihn ja.
00:19:04Er verträgt halt nichts.
00:19:05Ja, so ist das eben.
00:19:06Wenn man seine Grenzen nicht kennt.
00:19:15Konrad?
00:19:19Was ist denn das hier?
00:19:22Verstehen!
00:19:41Ach, da ist meinst du.
00:19:45Ein Cello, Konrad.
00:19:48Im Schlafzimmer.
00:19:50Ja, ich dachte, als Dekoration für...
00:19:59Wofür?
00:20:01Für die Eingangshalle.
00:20:04Ach ja, für die Eingangshalle.
00:20:07Na ja, warum eigentlich nicht?
00:20:08Warum sollte ein Hamburger Senator für Kunst und Kultur kein Cello besitzen?
00:20:13Auch wenn's niemand im Haus gibt, der es spielen kann.
00:20:17Wie spürt das eine Rolle?
00:20:22Alles demonstriert nur deine Liebe zu Musik.
00:20:31Woodstock.
00:20:32Die Hymne einer Generation.
00:20:35Meiner Generation.
00:20:36Deiner Generation.
00:20:38Ja, du warst ja damals noch gar nicht auf der Welt.
00:20:39Du verstehst ja gar nicht, was das bedeutet.
00:20:43Muss ich das denn verstehen?
00:20:44Das Ergebnis steht ja vor mir.
00:20:46Ha, ha, ha.
00:20:48Ich geh schon.
00:20:54Hey!
00:20:55Wo ist sie?
00:20:55Wer denn?
00:20:57Stell dir nicht blöd an, als du aussiehst, du Sackesicht.
00:20:59Meine kleine Schwester Maike.
00:21:00Sie hat versprochen, mich abzuholen.
00:21:01Sie hat mich noch nie hängen lassen.
00:21:02Bist du ihr Kerl, oder was?
00:21:04Nein, nein, das bin ich nicht.
00:21:05Ich wusste, dass ihr Geschmack hat.
00:21:06So was für dich hat sie in die Tonne gedrückt.
00:21:07Also, Moment mal, wir wohnen zusammen.
00:21:09Also, erzähl mir nichts, wo ist sie?
00:21:10Oh, ah, ich hab keine Ahnung.
00:21:12Wenn sie ihm die Kehle zudrücken, kann er schlecht antworten.
00:21:15Wo ist Maike?
00:21:16Sie ist gestern Abend zum Konzert gegangen und noch nicht wiedergekommen.
00:21:18Wo war das Konzert?
00:21:19Keine Ahnung.
00:21:20Wir sind zwar in der WG, aber hier führt jeder sein eigenes Leben, okay?
00:21:23Sag Maike, Uwe ist wieder zurück.
00:21:24Ich melde mich.
00:21:26Und du lass die Finger von meiner kleinen Schwester.
00:21:28Sackesicht.
00:21:38Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil.
00:21:41Der Angeklagte wird zu fünf Jahren Gefängnis verurteilt ohne Bewährung.
00:21:46Die Sitzung ist geschlossen.
00:21:49Da wünsche ich noch einen schönen Nachmittag.
00:21:58Was ist los, Konrad?
00:22:03Was passiert?
00:22:04Das Cello.
00:22:05Was ist mit dem Cello?
00:22:07Sie ist tot.
00:22:12Was?
00:22:14Das glaube ich nicht.
00:22:16Es ist aber so, Julius.
00:22:21Ich habe sie heute Morgen gefunden.
00:22:23Unten in der Halle erschlagen.
00:22:25Um Gottes Willen, Konrad.
00:22:26Was ist passiert?
00:22:29Ich weiß es nicht.
00:22:30Soll es heißen, du weißt es nicht?
00:22:32Ich kann mich nicht erinnern.
00:22:33Du kannst dich nicht erinnern.
00:22:34Filmriss.
00:22:35Das gibt's doch nicht.
00:22:36Du musst doch wissen, was passiert.
00:22:37Das Letzte, an das ich mich erinnere, Julius,
00:22:41ist deine Stimme.
00:22:44Unten in der Halle.
00:22:45Du bist nochmal zurückgekommen.
00:22:48Ich hatte meine Brille liegen lassen.
00:22:50Meine Brille, Konrad.
00:22:52Das war alles.
00:22:56Wenn du etwas damit zu tun hast, Julius,
00:22:58dann sag es mir.
00:22:59Bist du jetzt völlig übergeschnappt, oder was?
00:23:01Du stehst doch auf Gewalt, das weiß doch jeder.
00:23:04Sag mal, du spinnst wohl.
00:23:07Sie war bei dir, in deinem Haus.
00:23:10Ob ich da war, das muss ich mir noch überlegen.
00:23:13Ich bin auch bei dir.
00:23:17Ich mínah, mit mir.
00:23:17Baby, ich kann dich nur an decken.
00:23:17Ich darf sagen, ich mache ich im Auf marriages.
00:23:18Ich bin dabei.
00:23:18Ich weiß nicht.
00:23:19Dass du dein Jobarde genommen hast,
00:23:19ich bin, ich bin dafür.
00:23:25Aber ich bin mir daran,
00:23:26sued Genefolge.
00:23:26Ich bin noch ein junger Schnellgesprachd und —
00:23:27ich bekomme mein Gefangenes.
00:23:42Theboyلي,
00:23:42Aber ich bin wenn das Wort geboren.
00:23:42Nein, Paulchen, da brauchen wir einen Blick nur.
00:23:45Jetzt meckere ich hier nicht rum. Hat dich ja keiner gezwungen.
00:23:47Ja, schon gut, schon gut.
00:23:51Was für mich bitte, keiner.
00:23:52Ist du nicht mit?
00:23:55Nein, ich habe keine Ahnung.
00:23:56Ist es wegen Maike?
00:24:00Ist doch nicht das erste Mal, dass sie über Nacht weggeblieben ist.
00:24:04Sie hätte aber angerufen.
00:24:07Maike hat bis jetzt immer angerufen, allein schon wegen Paulchen.
00:24:09Ja, warum ruft ihr sie nicht an?
00:24:11Stimmt. Warum eigentlich nicht?
00:25:01Ah, Säcke.
00:25:04Grüß dich.
00:25:06Konrad.
00:25:07Lupenrein?
00:25:09Diamanten sind wie Männer.
00:25:11Lupenrein.
00:25:12Ist selten einer.
00:25:17Konrad.
00:25:19Ich muss dich sprechen.
00:25:20Dringend.
00:25:22Um was geht's?
00:25:23Das Cello.
00:25:28Nicht hier.
00:25:31Wir sind gleich zurück, Schatz.
00:25:33Ja, ja.
00:25:42Was ist denn?
00:25:44Nun sag schon.
00:25:45Einer von uns hat gestern Abend den Bogen überspannt.
00:25:54Meike ist tot.
00:25:56Was?
00:26:07Na, ihr beiden?
00:26:09Und?
00:26:12Meike wollte ihren Bruder tatsächlich abholen.
00:26:15Und da, wo er hierherkommt, will man am liebsten ganz schnell weg.
00:26:21Wo kommt er denn hier?
00:26:23Aus dem Knast?
00:26:24Genau.
00:26:25Den Vater meint, er kommt aus dem Knast.
00:26:28Woher willst du denn das so genau wissen?
00:26:30Beziehung.
00:26:31Ein Studienfreund aus meiner WG, Polizeipsychologe, der war damals mit diesem Fall befasst.
00:26:36Und er meinte, der Matrose Uwe Südhoff könnte unter Umständen zu Unrecht eingesessen haben.
00:26:42Das war ein reiner Indizienprozess.
00:26:44Ja, aber Moment.
00:26:44Das heißt ja, dass Meike ihren älteren Bruder wirklich schon längere Zeit nicht gesehen hat.
00:26:49Ja.
00:26:49Ja, ein Grund mehr ihn abzuholen.
00:26:52Ja, aber warum hat sie es dann nicht getan?
00:26:56Weil ihr was zugestoßen ist.
00:26:59Darum.
00:27:11Guten Abend.
00:27:16Herrin.
00:27:31Strafe muss sein, Herr Vorsitzender.
00:27:34Herrin, ich bitte darum.
00:27:35Wer die Frauen so hasst wie Sie.
00:27:46Nicht schon wieder.
00:27:49Herrin.
00:27:54Herrin.
00:27:55Schuss!
00:28:34Liebe Maike, bitte um Kenntnisnahme des Termins am Mittwochabend.
00:28:39Bitte um Rückruf. Liebe Grüße, Simone.
00:28:43Bella Musica, Alster-José 93.
00:29:14Ich bin einfach zu platt, um zu schlafen.
00:29:32Das war ganz schön knapp, Paulchen. So, und jetzt bitte ich, komm.
00:29:38Das ist aber schön, dass du mich zur Arbeit bringst, Liebes.
00:29:41Mach ich doch gerne.
00:29:44Übrigens, Konrad, ich vermiss meinen Morgenmantel.
00:29:48Aber vielleicht hast du ihn auf Sylt liegen gelassen.
00:29:51Das kann nicht sein.
00:29:52Wieso?
00:29:52Weil ich ihn gar nicht dabei hatte.
00:29:55Entschuldige.
00:29:58Bella Musica.
00:30:00Was Wichtiges?
00:30:02Nicht, wenn ich mit dir zusammen bin, Liebes.
00:30:24Warten Sie hier.
00:30:32Warten auf meine kleine Schwester.
00:30:34Machst du dagegen?
00:30:4105-jährige Türs operating müssen.
00:30:44Hast du in die Hochschule?
00:30:47Busch auf mich.
00:30:47Ist nicht selbst für glow?
00:30:59Ich 19umble.
00:31:02Das你想 DANIEL, Ohne.
00:31:04Für mich ist es das, weil hier.
00:31:10Schöner Paul.
00:31:12Paulchen, komm her.
00:31:13Komm her, komm her, her, her.
00:31:16So ist er brav.
00:31:21Wo ist der Stöckchen?
00:31:22Suchst du dich.
00:31:26Paulchen, da ist der Stöckchen.
00:31:29Er sucht da.
00:31:30Paulchen.
00:31:33Paulchen, da ist der Stöckchen.
00:31:36Was gibt es denn da zu bellen?
00:31:54Paulchen.
00:32:08In den späten Abendstunden ist an der Elbe eine junge Frau tot aufgefunden worden.
00:32:13Die Leiche war in einem Teppich gehüllt und wies schwere Kopfverletzungen auf.
00:32:17Die Staatsanwaltschaft geht von einem Gewaltverbrechen aus.
00:32:21Nach ersten Informationen soll es sich bei der Toten um die Hamburger Musikstudentin Maike S. handeln.
00:32:25Sie wurde gestern Nachmittag zum letzten Mal lebend gesehen.
00:32:29Die Polizei sucht Zeugen, die Hinweise zum letzten Aufenthaltsort der jungen Frau oder zum Hergang der Tat haben.
00:32:54Die Zeitung von morgen früh gefällig.
00:32:57Nein, danke.
00:33:06Na, oder doch?
00:33:35Alexander.
00:33:38Wieso, Maike? Wieso eine von uns?
00:33:45Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass sie jetzt nicht mehr da ist. Verstehst du?
00:34:01Der Tod, Alexandra. Der Tod trifft keine Auswahl.
00:34:11Das tut mir leid, der Name.
00:34:22Oh, bitte, meine Herrschaften. Also, so funktioniert das nicht. Eins nach dem anderen, ja? Ich bin noch nicht mit meinen
00:34:28Ausführungen fertig.
00:34:29Ich setze sie zu Hause ab. Ich muss noch mal los.
00:34:32Warum, Maike? Was hat sie denn getan, dass sie so was verdient hat?
00:34:36Aber wenn Sie erst die Fotos machen wollen, bitte schön.
00:34:39Diese Frage darf man sich so nicht stellen, weil man sie nie beantworten kann. Nur, wie ist es dazu gekommen?
00:34:45Und was hat ihn dazu gebracht, den Täter?
00:34:47Okay. Du musst es rausfinden, Papi.
00:34:50Noch ein Detail, der ist nicht ganz uninteressant. Am Körper der Toten wurden Spermaspuren gefunden. Sie stammen allerdings nicht alle
00:34:57von demselben Mann. Es waren verschiedene Männer. Aber eine Vergewaltigung lag nicht vor.
00:35:02Hat das was mit den Serienmorden zu tun? Ja, das werden dann die weiteren Ermittlungen ergeben.
00:35:07Hat das was mit der Kiezwedel zu tun? Dafür hat dieser Idiot uns jetzt stundenlang verhört. Maike war eine ganz
00:35:11normale Musikstudentin, die sich ihr Studium mit Cellospielen verdient hat.
00:35:15Hast du sie jemals spielen hören?
00:35:20Nein. Nie.
00:35:23Was meinst du damit?
00:35:26Manchmal lebt man unter einem Dach und weiß nicht, wer der andere ist.
00:36:00Dach
00:36:11Soll das heißen, der Herr Senator möchte nicht gestört werden?
00:36:14Ja, dann sagen Sie ihm doch bitte, dass die erste Geige entsprechen möchte.
00:36:17Dringend!
00:36:18Ja, die erste Geige.
00:36:20Und welchem Orchester?
00:36:21Ha, das ist ihm bestens bekannt.
00:36:25Ich ruf Sie zurück.
00:36:28Falscher Eingang?
00:36:29Ja, warum nehmen Sie ihn dann?
00:36:30Ja, ich habe geklingelt, aber Sie haben mich nicht gehört.
00:36:35Dann will ich Ihre Ausrede für bare Münze nehmen.
00:36:37Ja.
00:36:38Was kann ich für Sie tun?
00:36:39Also, ich interessiere mich für Musikinstrumente.
00:36:46Blas- oder Streichinstrumente?
00:36:52Streichellinstrumente, wenn Sie verstehen, was ich meine.
00:36:55Ein Mann mit Humor. Bitte sehr.
00:36:57Danke.
00:36:59Gehören Sie bereits zum Club der Musikfreunde?
00:37:02Nein, ich hatte noch nicht das Vergnügen.
00:37:05Dann würde ich mich freuen, wenn ich Sie in Zukunft dazu zählen dürfte.
00:37:16Oh.
00:37:24Und welches Instrument haben Sie denn so gedacht?
00:37:28Sagen Sie, das Cello.
00:37:32Bedauere.
00:37:34In unserem Ensemble spielt kein Cello.
00:37:38Aber wir haben andere wunderbare Streichinstrumente.
00:37:40Ja, ja, das sehe ich.
00:37:41Nur, wenn man sich einmal für ein Instrument entschieden hat, dann...
00:37:45Sollten Sie sich doch noch für einen unserer wunderbaren Klangkörper entscheiden?
00:37:52Dann melde ich mich ganz bestimmt.
00:37:54Bei Bella Musica, Escort Service für den niveauvollen Herrn.
00:37:58Danke für Ihr Interesse.
00:38:01Aber gerne.
00:38:05Eine Kette mit Symbolcharakter?
00:38:10Das Zeichen unserer kleinen, bescheidenden Aventur.
00:38:14Sozusagen der Violinschlüssel zum Erfolg.
00:38:23Ein freundliches Tier, das Sie da haben.
00:38:25Nur zu Menschen, die er kennt.
00:38:27Gell, Paulchen?
00:38:28Jetzt, komm.
00:38:29Fahr mal wieder.
00:38:30Komm.
00:38:31Rein.
00:38:31Komm rein.
00:38:32Los, mach.
00:38:58Kann ich Sie kurz sprechen?
00:39:00Um was geht's denn?
00:39:01Das können Sie sich denken.
00:39:02Nein, nein, klären Sie mich auf.
00:39:08Es geht um ein Mädchen, das bei Ihnen Cello gespielt hat.
00:39:13Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
00:39:16Wenn Sie nicht bald hier verschwinden, hole ich die Polizei.
00:39:20Können Sie niemals tun.
00:39:22Können Sie nie tun!
00:39:35Die Musik ist nur ein Vorwand für Sex hinter verschlossenen Türen?
00:39:41In dieser Gesellschaft achtet man immer auf den guten Ton.
00:39:45Und Maike?
00:39:46War das Cello.
00:39:49Bist du dir da wirklich sicher?
00:39:50Ja, warum sollte man sonst Ihr Foto aus dem Katalog raustrennen?
00:39:54Ich habe nur die Frage, wer war Ihr letzter Musikliebhaber?
00:39:58Wenn es nicht sogar mehrere waren.
00:40:00Wie kommst du denn auf sowas?
00:40:01Alexandra, wenn mehrere Männer ihre Spuren hinterlassen, dann war es bestimmt kein Solo.
00:40:15Also eins sage ich dir.
00:40:17Ich lasse mich da nicht reinziehen.
00:40:19Soll er mal selber sehen, wie er aus der Scheiße rauskommt.
00:40:22Wir wissen ja gar nicht, was in dieser Nacht überhaupt passiert ist.
00:40:26Vielleicht wollte er ein paar Dinge von ihr, die sie nicht wollte?
00:40:31Sex und Gewalt liegen nah beieinander.
00:40:35In meinem Bett hat sie jedenfalls nicht übernachtet.
00:40:38Und sie war noch sehr lebendig, als ich gegangen bin.
00:40:41Quietsch lebendig.
00:40:43Da kommt er.
00:40:46Tag, die Herren.
00:40:46Warum hast du uns hierher bestellt, Konrad?
00:40:48Na, warum wohl, Julius?
00:40:50Weil wir alle im gleichen Boot sitzen.
00:40:52Irrtum, Konrad.
00:40:53In diesem Boot sitzt du ganz alleine.
00:40:56Uns hat es gar nicht gegeben in dieser Nacht.
00:40:58Das können wir notfalls auch beschwören.
00:41:01Ach so ist das.
00:41:03Die guten Freunde zeigen sich in der Not.
00:41:06Moment, Moment, Konrad.
00:41:07Freunde waren wir nie.
00:41:09Wir waren eine Gemeinschaft.
00:41:10Eine Interessengemeinschaft weiter nicht.
00:41:13Mach dir doch nichts vor, Steven.
00:41:15Wenn man auf mich kommt, ist es doch nur eine Frage der Zeit,
00:41:18bis man auf den Förderverein stößt.
00:41:19Also auch auf euch.
00:41:21Oder bildet ihr euch etwa ein?
00:41:23Ich gehe allein auf Schafott.
00:41:24Lass mich öffentlich hinrichten.
00:41:26Und ihr schaut seelenruhig dabei zu.
00:41:28Nein.
00:41:28Nein.
00:41:30Sei mal nicht so sicher, Konrad.
00:41:32Justitia ist blind.
00:41:34Und ich werde dafür sorgen, dass sie es bleibt.
00:41:36Verlass dich drauf.
00:41:59Ja, ja, ja, ich komme hier.
00:42:02Herr Gerling?
00:42:03Ja?
00:42:04Darf ich mal reinkommen?
00:42:06Das lässt sich aber kaum vermeiden.
00:42:07So sieht das aus, junger Mann.
00:42:17Ähm, und wo ist jetzt das Zimmer von Franz Südhoff?
00:42:21Ich meine, natürlich, war.
00:42:24Hört auf.
00:42:25Kommt ihr dann bitte.
00:42:26Einmal gerade durch.
00:42:28Sag Sie mal, wo waren Sie eigentlich in der Mordnacht?
00:42:31Bett.
00:42:32In Ihrem?
00:42:33Ja.
00:42:34Allein?
00:42:35Ja, natürlich, allein.
00:42:40Ist ja auch mal schön.
00:42:43So.
00:42:44Herrmann.
00:43:15Was soll das?
00:43:16Das fragst du.
00:43:18Ich suche den Mörder meiner kleinen Schwester.
00:43:20Und du weißt, wer es war.
00:43:21Ich?
00:43:22Wieso?
00:43:24Weil du es warst, die Maike in den Tod geschickt hat.
00:43:31Und jetzt will ich Namen.
00:43:32Namen von all denen, die dabei waren.
00:43:34Oh, glüht mich nicht an.
00:43:41Ja, wunderbar.
00:43:42Einfach.
00:43:42Alles rein, ja?
00:43:46Ah, Vater und Tochter.
00:43:49Na, und da ist ja auch mein wichtigster Zeuge.
00:43:52Paulchen.
00:43:54Ja, schön.
00:43:55Darf ich fragen, was hier vorgeht?
00:43:57Bitte?
00:43:58Ach so, nichts Besonderes.
00:43:59Ganz normale Polizeiarbeit.
00:44:00Solange wir den Täter noch nicht haben, stehen uns der Tür und Tor offen.
00:44:03Wie das kleinste Detail kann da wichtig sein.
00:44:07Entschuldigung.
00:44:11Ja, Kleber.
00:44:14Ach, das ist ja ein Ding.
00:44:15Ein ganz seltener Perser.
00:44:17Ich dachte immer, da unten da in Teheran, da gibt es die haufenweise.
00:44:22Nur eine Handvoll.
00:44:23Ja, das erleichtert doch die Sache ungemein.
00:44:25Boden steht, da kümmern Sie sich mal drum.
00:44:26Ja, und zwar jetzt.
00:44:27Ende.
00:44:31Wissen Sie was?
00:44:32Manchmal da muss man einfach nur auf dem Teppich bleiben und dann kommt man auch zu Ergebnissen.
00:44:36So, wir machen Feierabend.
00:44:38Herrschaften, Abmarsch!
00:44:40Was meint er denn damit?
00:44:42Ich glaube, er meint den Teppich, in dem Maike gefunden wurde.
00:44:45Ich glaube, er meint den Teppich, in dem Maike gefunden wurde.
00:45:16Es ist nichts von Maike übrig geblieben.
00:45:25Erst bringt man sie um, dann lascht man sie auch noch aus.
00:45:33Felix, es wird mir schwer, dir das zu sagen, aber vielleicht ist doch alles ganz anders, als du es dir
00:45:41vorstellst.
00:45:44Was ist anders?
00:45:46Vielleicht war Maike gar nicht die Person, die du glaubst zu kennen.
00:45:56Was meint dein Vater?
00:45:59Felix, überleg doch mal.
00:46:04Vielleicht ging es gar nicht um Musik.
00:46:07Vielleicht waren diese Konzertsäle, in denen Maike angeblich gespielt haben soll,
00:46:13eher, wie soll ich sagen, privater Natur.
00:46:19Was meinen Sie mit privater Natur?
00:46:24Vielleicht war sie das Cello in einem Orchester käuflicher Liebe.
00:46:31Maike?
00:46:33Nein.
00:46:34Nein!
00:46:35Nein!
00:46:38Maike hatte ein Stipendium.
00:46:40Und darauf war sie sehr stolz.
00:46:41Maike?
00:46:42Stipendium von wem?
00:46:43Von diesem Verein, der die ganze Zeit in der Zeitung steht.
00:46:46Dieser Förderverein.
00:46:47Welcher Verein?
00:46:48Ich weiß es nicht!
00:46:49Irgendwas mit Hausmusik!
00:46:54Ihr könnt mir Maike nicht kaputt machen.
00:46:57Das lasse ich nicht zu.
00:46:58Ich weiß es nicht.
00:47:40Herr Senator, Sie denken doch an Ihren Termin in zehn Minuten.
00:47:43Können Sie mir den nicht irgendwer sparen, Frau Geller?
00:47:46Die Presse ist da.
00:47:47Ich habe eine Verabredung mit meiner Frau.
00:47:49Es wäre wirklich wichtig, wenn Sie persönlich erscheinen würden.
00:47:52Und es ist für einen guten Zweck.
00:47:55Für einen guten Zweck?
00:47:57Mit Presse?
00:47:59Da kann ich wohl kaum widerstehen.
00:48:04Entschuldigung.
00:48:06Guten Tag.
00:48:07Kann ich was für Sie tun?
00:48:08Ich glaube schon.
00:48:09Dann lassen Sie doch bitte den Termin von Frau Gerlach geben.
00:48:11Klar, Frau Gilles.
00:48:13Tut mir leid.
00:48:14Es ist was dazwischen gekommen.
00:48:17Könntest du mich trotzdem begleiten?
00:48:18Das wird bestimmt nicht lange dauern.
00:48:19Mein Platz ist an deiner Seite.
00:48:21Das weißt du doch.
00:48:25Also, worum geht es denn?
00:48:27Um die Stiftung zur Förderung der Hausmusik.
00:48:31Ja und?
00:48:32An wen muss ich mich wenden, wenn ich Mitglied werden will?
00:48:35Wie stellen Sie sich das vor?
00:48:36Es ist eine geschlossene Gesellschaft, deren Vorsitz der Herr Senator persönlich führt.
00:48:41Ach so.
00:48:42Die Mitglieder sind von ihm handverlesen.
00:48:45Oder wollen Sie nur spenden?
00:48:47Dazu müsste ich ein bisschen mehr über die Organisation erfahren.
00:48:51Hier steht alles drin, was Sie über die Stiftung wissen müssen.
00:48:5810.000 Euro Spende.
00:49:00Sie sehen, Sie wären als Spender in bester Gesellschaft.
00:49:07Danke, danke.
00:49:15Danke, meine Damen und Herren.
00:49:17Aber Ihr Applaus gilt in erster Linie natürlich unseren jungen Malkünstlern.
00:49:22Nicht wahr?
00:49:22Na, kommt doch mal her zu mir.
00:49:24Alle mal her zu mir.
00:49:25Wir machen jetzt mal ein Foto für die Presse.
00:49:28So, sehr schön.
00:49:29Jetzt guckt bitte in die Kameras.
00:49:31So, und lächeln alle.
00:49:33Lächeln.
00:49:34Ist doch Eure Arbeit, die Ihr gemacht habt.
00:49:36Lächeln.
00:49:36Danke der Presse.
00:49:37Danke.
00:49:38Und Ihr geht bitte wieder auf Eure Plätze.
00:49:41Meine Damen und Herren, ein Talent zeigt sich schon sehr früh.
00:49:47Und damit beginnt auch meine Aufgabe, mich zu fördern.
00:49:56Talente kann man gar nicht früh genug entdecken.
00:50:01So, dürfen wir bitte einmal durch die Terminanzwechsel.
00:50:06Danke schön.
00:50:07Einmal, einmal.
00:50:09Danke schön.
00:50:10Lasst Ihr mich mal durch.
00:50:13Senator Niehaus, Sie sind vorläufig festgenommen wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes an Maike Südhoff.
00:50:19Alles, was Sie ab jetzt sagen, kann gegen Sie verwendet werden.
00:50:22Übrigens, ein bisschen sehr ausgefallen, Ihr Teppich.
00:50:25Ich weiß, dass du es nicht warst, Konrad.
00:50:28Ich weiß es.
00:50:31So, wollen wir dann in die Haus.
00:50:34Und einmal Platz machen mit den Schülern.
00:50:35Danke.
00:51:19Was soll man denn von dieser Partitur halten, Paulson?
00:51:29Genau.
00:51:52Schön, wenn man seine Vergangenheit verbrennen kann.
00:51:57Besser als für immer, damit leben zu müssen.
00:52:02Was haben Sie vor?
00:52:06Hamburg verlassen.
00:52:09Die gute Gesellschaft hat in letzter Zeit so viele schlechte Eigenschaften.
00:52:12Davon leben Sie doch.
00:52:14Von diesen schlechten Eigenschaften.
00:52:18Was soll das werden?
00:52:20Startkapital oder Amnesiezulage?
00:52:23Ich möchte, dass Sie vergessen, dass ich jemals hier gewesen bin.
00:52:28Sie denken wohl, Sie können sich alles kaufen.
00:52:31Ja, so bin ich nun mal erzogen worden.
00:52:33Und Ihnen hat man frühzeitig beigebracht, das Geld zu nehmen, das sich Ihnen bietet.
00:52:41Das geht площадieren.
00:53:12Untertitelung des ZDF, 2020
00:53:16Was soll das?
00:53:17Das will ich Ihnen gerne erklären. Das ist die Nummer von Kommissar Kliever, Leiter der Mordkommission.
00:53:22Und wenn ich den grünen Knopf drücke, dann ist er gleich dran.
00:53:25Ja, und was dann?
00:53:26Ich glaube, es wird ihn brennt interessieren, wenn so eine wichtigste Zeugin das Weite sucht.
00:53:30Vor allem so plötzlich.
00:53:32Und was soll ich dagegen tun?
00:53:35Reden. Mit mir reden.
00:53:37Und warum sollte ich?
00:53:38Weil der Mörder von Mike auch ihre Existenz vernichtet hat.
00:53:41Und weil auch Sie eine Rechnung mit ihm offen haben.
00:53:47Was bieten Sie mir dafür?
00:53:50Ich bin Freifahrt.
00:53:51Nein, das müsste es Ihnen doch wert sein.
00:53:55Was wollen Sie wissen?
00:53:58Was wollte Clara Niehaus bei Ihnen?
00:54:00Sie wollte, dass ich vergesse, dass sie da war.
00:54:02Ihm jetzt?
00:54:03Deswegen war sie bei Ihnen, damit Sie vergessen, dass sie da war?
00:54:06Nein, in der Nacht, als ich Mike zu ihrem Mann geschickt habe.
00:54:09Ah, da bekam Sie Besuch von Clara.
00:54:12Sie hat mir Geld geboten.
00:54:14Dafür, dass ich keins meiner Mädchen zu ihm schicke.
00:54:17Aber ich habe nur gelacht.
00:54:18Wenn ich es nicht tue, tun es die anderen.
00:54:20Ich bin nicht das Problem.
00:54:21Wer ist dann das Problem?
00:54:22Ihr Mann.
00:54:23Seit Jahren hat sie immer weggeschaut, wenn er seine Freunde zu sich geladen hat.
00:54:26Sie ist dann nach Sylt gefahren.
00:54:27Damit er seine Hausmusik genießen konnte.
00:54:30Eine Frau kann viel tolerieren, um ihre Ehe zu retten.
00:54:36Was war in dieser besagten Nacht?
00:54:38Da war sie nicht auf Sylt, sondern bei mir.
00:54:41Es war ihr Hochzeitstag.
00:54:42Er war ihr heilig.
00:54:45Ihm nicht.
00:54:47Reicht Ihnen das?
00:54:49War sie nicht zu schnell.
00:55:01Sie haben ihn verhaftet.
00:55:05Konrad?
00:55:06Wegen Mordes und Mike.
00:55:07Oh, scheiße.
00:55:09Scheiße, scheiße, scheiße.
00:55:11Weißt du, was das bedeutet?
00:55:13Er wird uns alle mit reinziehen.
00:55:15Dich, mich.
00:55:15Wir sind geliefert.
00:55:16Du verlierst mir nicht gleich den Herzen.
00:55:18Wir haben ein Alibi.
00:55:21Solange wir einander vertrauen.
00:55:35Da gibt es Fütter ihn doch nicht die ganze Zeit.
00:55:38Ein witziges Messer habt ihr hier.
00:55:40Ist auch das Einzige, was schneidet.
00:55:42Deswegen haben wir so bemalt.
00:55:44Es gibt ein altes Sprichwort, das heißt,
00:55:46Wer die Seele tötet, weckt die Dämonen.
00:55:51Kommst du denn jetzt auf sowas?
00:55:53Ja, wenn Liebe nicht erwidert wird,
00:55:56dann führt das zur seelischen Einsamkeit.
00:55:58Und die wiederum führt zum Gegenteil von Liebe.
00:56:02Hass.
00:56:03Rache.
00:56:04Wut.
00:56:04Genau.
00:56:06Und du meinst, das trifft auf Clara Niehaus zu?
00:56:09Auf alle Fälle werde ich ihr einen Besuch abstatten.
00:56:12Wie?
00:56:12Jetzt?
00:56:13Jetzt ist sie einsam, jetzt ist sie verletzt.
00:56:16Eine bessere Gelegenheit gibt es nicht für den Psychologen.
00:56:18Wofür habe ich mir dann die ganze Mühe mit dem Essen gemacht?
00:56:20Ja, erst kommt die Moral und dann das Fressen.
00:56:23Schlipp doch, Paulchen.
00:56:24Na, komm.
00:56:29Da hatte ich den Salat.
00:56:54Ich habe ihn mit dem Essen gemacht.
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00:57:34Musik
00:57:35Musik
00:57:38Musik
00:57:39Musik
00:57:47Ja, bitte?
00:57:48Entschuldigung, mein Hund ist auf Ihr Grundstück gelaufen.
00:57:52Ihr Hund?
00:57:53Ja, leider.
00:57:54Darf ich ihn wieder einfangen?
00:57:56Bitte.
00:57:58Musik
00:58:15Wenn Sie Ihren Hund suchen, warum rufen Sie ihn denn nicht?
00:58:18Ich weiß gar nicht, ob er auf mich hört.
00:58:22Musik
00:58:22Ich nehme an, Sie suchen etwas ganz anderes als einen Hund.
00:58:26Wahrscheinlich besitzen Sie gar keinen.
00:58:29Musik
00:58:29Wenn Sie mich so fragen,
00:58:32ich suche die Wahrheit bei den Mordern einer mit...
00:58:35Paulchen, da bist du ja.
00:58:37...dem dieser Hund gehörte.
00:58:39Und Sie glauben, sie hier zu finden, die Wahrheit.
00:58:42Nur wenn sie mir helfen.
00:58:43Ja, warum sollte ich das denn?
00:58:44Wer sind Sie überhaupt?
00:58:46Dr. Winter, ich bin Psychiater.
00:58:49Ja, und?
00:58:50Ich bin kein Ermittler.
00:58:52Es wäre die Möglichkeit, mit einem Psychologen zu reden.
00:58:55Nennen Sie mir bitte einen Grund, warum ich ausgerechnet mit Ihnen reden sollte.
00:59:00Weil Sie sicher der Meinung sind, dass Ihr Mann kein Mörder ist.
00:59:03Und weil ich Ihnen das gerne glauben möchte.
00:59:07Und weil die Wahrheit so einfach ist.
00:59:11So ist er brav, das Paulchen.
00:59:15Brav ist er.
00:59:18Frau Nihas, was macht Sie so sicher, dass Ihr Mann mit dem Mord nichts zu tun hat?
00:59:23Wissen Sie, ich bin 20 Jahre verheiratet.
00:59:26Da bleibt einem nichts verborgen.
00:59:27Nichts im Guten, nichts im Schlechten.
00:59:30Da liegt die Seele des anderen vor einem wie ein...
00:59:33Wie ein offenes Buch.
00:59:37Was lesen Sie darin?
00:59:39Mein Mann braucht die Bewunderung anderer.
00:59:42Ihm ist nicht so wichtig wie seine Selbstdarstellung.
00:59:45Und das stört Sie nicht?
00:59:47Nein, ich profitiere doch auch davon.
00:59:50Wahrscheinlich ist er deshalb auch nur Politiker geworden.
00:59:53Politik als Droge der Eitelkeit.
00:59:56Ja, das kann man so sehen.
00:59:59Genauso schnell lässt die Wirkung auch nach.
01:00:02Deshalb muss er sie regelmäßig wieder auffrischen.
01:00:05Bitte schön.
01:00:06Danke.
01:00:07Dazu braucht er natürlich ein Auditorium.
01:00:10Menschen, die an seinen Lippen hängen.
01:00:12Menschen, die ihn bewundern.
01:00:16Seine Freunde oder die, die er dafür hält?
01:00:20Sie halten nicht sehr viel von seinen Freunden.
01:00:22Nicht wirklich.
01:00:23Weil sie genau das schüren, was ich an meinem Mann am wenigsten schätze.
01:00:26Seine krankhafte Abhängigkeit vom Beifall der Öffentlichkeit.
01:00:29Aber den gehst du runter.
01:00:32Entschuldigung.
01:00:33Verstehen Sie mich nicht falsch.
01:00:34Auch ich bewundere meinen Mann.
01:00:36Aber ich kann ihn nun mal von seinen Freunden nicht fernhalten.
01:00:39Schon den Versuch würde er mir nicht verzeihen.
01:00:41Wer sind denn diese Freunde?
01:00:44Ist das so wichtig?
01:00:48Gehören die dazu?
01:00:49Ja, das ist Julius Arndt, Richter am Landgericht.
01:00:52Der älteste Freund meines Mannes.
01:00:54Der hier?
01:00:55Ja.
01:00:56Ohne ihn hätte Konrad sein Jura-Examen nie geschafft.
01:00:59Und wer ist der andere Herr?
01:01:00Das ist Steven Reinbeck, Juwelier.
01:01:04Bei ihm kauft Konrad meine Weihnachtsgeschenke.
01:01:07Und den Schmuck für seine Geliebten.
01:01:11Alles Säulen hanseatischer Gesinnung.
01:01:15Und diese Herren waren an jenem Abend hier.
01:01:18Warum fragen Sie denn, wenn Sie sowieso schon wissen?
01:01:21Was ist die traurige Realität, mit der ich seit Jahren leben muss?
01:01:25Die traurige Realität ist, dass ein Mädchen im Mord anfordert.
01:01:31Mein Mann war es nicht.
01:01:33Nicht Konrad.
01:01:34Es passt nicht in sein Bild von sich.
01:01:38Sie hätten natürlich auch ein Motiv.
01:01:40Ich?
01:01:41Rein theoretisch.
01:01:43Ich war auf Sylt.
01:01:44Ich bin erst mit dem Nachtzug nach Hause gekommen, um 7.38 Uhr.
01:01:47Ich bin immer auf Sylt, wenn die Herrenrunde tagt.
01:01:50Und wissen Sie warum?
01:01:52Weil ich meinen Mann liebe.
01:01:54Aber das werden Sie nicht verstehen.
01:01:58Verständnis zu haben, gehört zum Beruf eines Psychologen.
01:02:03Aber jedes Verständnis hat natürlich seine Grenzen.
01:02:07Damit ist unsere Sitzung beendet, Doktor Winter.
01:02:12Verstehe.
01:02:14Komm, Paulchen.
01:02:16Danke. Wir finden uns an.
01:02:17Wie ist das?
01:02:26Ich habe nicht gesehen.
01:02:27Nein.
01:02:29Nein.
01:02:30Nein.
01:02:30Nein.
01:02:31Nein.
01:02:40Nein.
01:02:42Nein.
01:03:08Hier bist du.
01:03:11Rückenschmerzen?
01:03:13Vielleicht ist das hier doch nicht mehr ganz das Richtige für mich.
01:03:17Vielleicht liegt mein persönliches Woodstock doch schon ein paar Jährchen zurück.
01:03:22Soll ich mal?
01:03:25Gleich. Ah, ja, bitte.
01:03:28Ah, das tut gut.
01:03:30Für mich bist du immer noch der größte Rocker.
01:03:32Wirklich?
01:03:34Du bist ein Rocker der Seele.
01:03:35Ein Rocker der Seele.
01:03:38Naja, du schaust in die Menschen hinein und siehst, was sie bewegt.
01:03:41Das ist deine neue Art von Musik.
01:03:43Aha, danke.
01:03:46Aber nicht immer gefällt mir das, was ich da sehe.
01:03:51Hat es was mit deinem Besuch bei Clara Niehaus zu tun?
01:03:53Genau.
01:03:56Frau Niehaus ist psychisch nicht intakt.
01:04:00Die lügt mich an.
01:04:01Die war gar nicht auf Sylt.
01:04:03Die war bei Simone Angermann.
01:04:06Und diesen Nachtzug von Sylt zurück, den gab es auch nicht.
01:04:09Bei der Streik in die Lokführer.
01:04:11Du erinnerst dich?
01:04:11Der Tag, an dem du angekommen bist.
01:04:13Wo also war sie?
01:04:16Weißt du was?
01:04:17Heute Nacht darfst du in meinem Bett schlafen.
01:04:19Oh.
01:04:19Und ich gehe auf die Luftmatratze.
01:04:24Faires Angebot.
01:04:34Herrin.
01:04:39Herrin.
01:04:40Herrin.
01:04:40Herrin.
01:04:49Herrin.
01:04:51Herrin.
01:04:53Herrin.
01:05:37Guten Abend.
01:05:38Guten Abend.
01:05:39Dankeschön. Das Gepäck kommt gleich.
01:05:56Frau Niehaus, schönen guten Abend. Welche Freude es, Sie zu sehen.
01:05:59Die kleine Suite wie das letzte Mal.
01:06:01Ja, bitte. Und deine Flasche Champagner.
01:06:04Auch wie das letzte Mal. Tja, man muss die Feste feiern, wie sie fallen.
01:06:18Ein unruhiger Geist für einen Mitbewohner.
01:06:22Ich glaube, es ist Maikes Geist, der Felix wach hält.
01:06:27Du glaubst gar nicht, was das für eine Wohltat ist.
01:06:32Ich kann es mir vorstellen.
01:06:34Ist das schön.
01:06:49Was soll das heißen, Sie haben es nicht für nötig gehalten?
01:06:52An dem Tag, nachdem seine Schwester ermordet wurde,
01:06:54da haben Sie den Südhof freigelassen und ich erfahre es als Letzter.
01:06:57So, so. Und jetzt liegt da so ein angesehener Richtertod im Dominarstudio
01:07:02und Sie wundern sich darüber, wer in Frage kommt.
01:07:04Das kann doch wohl nicht wahr sein. Ende.
01:07:07Ihr fragt mich bitte nicht, was ihr tun sollt, ja?
01:07:10Bringt mir den Südhof. Tod oder lebendig?
01:07:15Ähm, ähm, den letzten Satz denn habe ich nicht gesagt, hm?
01:07:33Aber die Sache mit dem Richter ist doch komisch, oder?
01:07:36Das kannst du laut sagen.
01:07:38Ich meine, das war doch bestimmt kein Unfall, oder was denkst du?
01:07:41Der Richter hat seinen Henkel getroffen.
01:07:44Hat das was mit Maike zu tun?
01:07:46Der Richter hat natürlich viele Freunde.
01:07:50Nein, du hast bestimmt auch nicht nur Freunde.
01:07:52Also, pass auf dich auf.
01:07:54Und auf den Juwelier.
01:07:56Bitte?
01:07:57Ich habe nur laut gedacht.
01:07:58Schöne Vorlesung.
01:08:12Ja?
01:08:13Hallo, Steven.
01:08:15Clara.
01:08:16Das Ende einer Herrenrunde.
01:08:18Er sprengt durch den Mord an einem Mädchen.
01:08:22Konrad war es nicht.
01:08:23Julius ist jetzt tot.
01:08:25Was willst du, Clara?
01:08:28Genugtug, Steven.
01:08:30Clara, tu jetzt nichts Unüberlegtes.
01:08:32Lass uns reden.
01:08:36Clara.
01:08:38Clara.
01:08:39Clara.
01:08:39Clara.
01:09:16einen Applaus.
01:09:29Ja!
01:09:49Ja!
01:10:19Ja!
01:10:27Ja!
01:10:45Ender!
01:10:49Also, das muss ich zugeben. Ohne Sie hätten wir jetzt ein Juwelier weniger in unserer schönen Stadt.
01:10:55Haben Sie schon einen Verdacht?
01:10:56Ja, ja, mehr als das. Uwe Süthoff, Meikes Bruder.
01:11:00All die, die mit seiner Schwester was zu tun hatten, die stehen auf seiner Liste und die arbeitet er gerade
01:11:04ab.
01:11:06Wissen Sie, langsam werden Sie mir unheimlich. Was hatten Sie eigentlich in der Tiefgarage zu tun?
01:11:12Ich kann ja auch bis drei zählen. Ich wollte den Juwelier warnen.
01:11:17Achso, dann sind Sie bis jetzt ja genauso weit gekommen wie wir.
01:11:20Ja, ja, aber mit anderen Mitteln.
01:11:22Und was für Mittel?
01:11:23Belegen Sie mal.
01:11:25Das tue ich ja.
01:11:26Ja.
01:11:27Ich bin ja schließlich Kommissar.
01:11:39Frau Diehaus.
01:11:44Ich stelle mich, Dr. Winkler. Das ist doch, was Sie wollen.
01:11:48Nur wenn Sie es auch waren.
01:11:52Ich war's.
01:11:54Glauben Sie mir.
01:11:56Dann waren Sie gar nicht auf Sylt.
01:11:58Nein.
01:11:59War ich nicht.
01:12:00Es war mal ein Hochzeitstag.
01:12:02Ich wollte ihn eigentlich mit meinem Mann verbringen.
01:12:07Aber er hatte andere, andere Pläne.
01:12:13Dann ging kein Zug nach Westerland.
01:12:15Da blieben Sie in Hamburg?
01:12:18Ja.
01:12:19Im Hotel.
01:12:20Im Hotel Hamburg.
01:12:22Aber dann konnte ich nicht schlafen.
01:12:26Ich wollte endlich Gewissheit.
01:12:35Sie trug meinen Bademantel.
01:12:37Können Sie sich das vorstellen?
01:12:39Kann ich Ihnen helfen?
01:12:41Was haben Sie hier zu suchen?
01:12:44Was haben Sie hier zu suchen?
01:12:47Naja.
01:12:53Sie gab mir zu verstehen, dass ich mit ihrer Jugend und mit ihrer Frivolität nicht mithalten konnte.
01:13:01Dass ich sozusagen das Auslaufmodell einer Eherfrau war.
01:13:08Vom eigenen Mann dem Spott einer jüngeren Preis gegeben.
01:13:12Sie brauchen gar nicht so unverständlich zu lachen.
01:13:14Wo ist mein Mann?
01:13:15Naja, wo soll er sein?
01:13:17Oben.
01:13:20Wie sehen Sie überhaupt aus?
01:13:23Ich mache Ihnen jetzt einen Vorschlag.
01:13:26Sie gehen rauf.
01:13:27Sie ziehen sich ganz schnell was an.
01:13:29Was haben Sie denn für ein Problem?
01:13:31Es dauert ein paar Sekunden.
01:13:34Dann sehen Sie, dass ich weg bin.
01:13:43Ich konnte den Gedanken nicht ertragen, dass sie gleich wieder rauf gehen würde.
01:13:48Um sich in das Bett meines Mannes zu legen.
01:13:53Und dann haben Sie zugeschlagen.
01:14:16Und dann haben Sie zugeschlagen.
01:14:24Ich habe die Klausur verhauen.
01:14:27Eine Klausur ist nicht das ganze Leben.
01:14:29Aber das Examen.
01:14:30Und das ist gerade wieder in weite Farbe.
01:14:34Müsst du nochmal weg?
01:14:44Waschmaschine einschalten wäre auch eine Idee.
01:15:01Sind Sie froh, jetzt wieder in Freiheit zu sein?
01:15:03Was erwarten Sie?
01:15:05Doch wohl kaum unter diesen Umständen.
01:15:07Was passiert ist, ist tragisch für meine Frau.
01:15:11Und sehr schmerzlich für mich.
01:15:13Ich werde meiner Frau die besten Anwälte zur Seite stellen.
01:15:18Und ich werde immer für Sie da sein.
01:15:22Immer.
01:15:23Danke.
01:15:24Herr Senator, stimmt es, dass es Ihr Hochzeitstag war, als das Mädchen in Ihrem Haus ermordet wurde?
01:15:30In einer guten Ehe sollte jeder Tag ein Hochzeitstag sein.
01:15:33Was wollte Michael Südhoff eigentlich?
01:15:35Alle Fragen beantwortet.
01:15:40Ach, sagen Sie, kennen wir uns nicht?
01:15:44Ich war gestern in Ihrem Büro.
01:15:46Richtig.
01:15:48Ich erinnere mich.
01:15:49Verraten Sie mir doch mal, um was es da eigentlich ging.
01:15:52Ich wollte eine Ihrer Stiftung beitreten.
01:15:54Zur Förderung der Hausmusik.
01:15:58Jetzt, wohin so langsam die Mitglieder ausgehen?
01:16:01Ich werde die Stiftung auflösen.
01:16:04Sie finden wohl für alles eine Lösung, Herr Senator.
01:16:06Ist das nicht meine Aufgabe als Politiker?
01:16:23Das nervt, Paulchen, was?
01:16:25Hat wohl der Felix vergessen, die Taschen auszuräumen.
01:16:28Ich werde die Stiftung beitreten.
01:16:58Ich werde die Stiftung beitreten.
01:17:04Testistung aus.
01:17:12Oh das heißt, ich werde die Stiftung beitreten.
01:17:23Das hat mich gut.
01:17:25Ich werde die Stiftung beitreten.
01:17:40Ihr könnt mir Maike nicht kaputt machen.
01:17:44Ich lasse es.
01:17:46Oh mein Gott.
01:18:11Oh, Papi, die ist schon ran.
01:18:17Alexander, ja, ich stehe vor dem Haus.
01:18:21Papi?
01:18:22Was gibt's?
01:18:24Ich weiß jetzt, wer es war.
01:18:52Ich weiß jetzt, wer es war.
01:19:00Was ist noch im Sinn denn hier?
01:19:04Wie sind Sie heute reingekommen?
01:19:05So lange kannst du gar nicht duschen, um dich reinzuwaschen.
01:19:08Weißt du noch, wer ich bin?
01:19:10Ja, klar.
01:19:12Natürlich.
01:19:13Der Typ mit dem Fahrrad.
01:19:16Ja, genau.
01:19:17Der Typ mit dem Fahrrad.
01:19:19Der dumme kleine Student.
01:19:22Und du?
01:19:24Du bist der, der Maike auf dem Gewissen hat.
01:19:28Hab ich nicht.
01:19:36Schwere.
01:19:37Ich schwere.
01:19:38Ich hab's nicht.
01:19:39Ich hab ihr nichts getan.
01:19:42Hat sie nichts getan?
01:19:43Nein.
01:19:44Du hast meine Seele getötet.
01:19:46Hast du benutzt?
01:19:48Dann hast du sie beseitigt.
01:19:49Nein.
01:19:49Ich hab mir ein Stück drennen.
01:19:51Bitte.
01:19:51Hey.
01:20:11Sie hat sie dritt gewesen.
01:20:14Maike war ganz alleine.
01:20:17Ihr habt sie vergewaltigt.
01:20:18Nein, nein.
01:20:19Nicht vergewaltigt.
01:20:19Sie hat freiwillig mitgemacht.
01:20:22Freiwillig?
01:20:22Ja.
01:20:23Maike.
01:20:23Ja.
01:20:24Nein.
01:20:24Doch, doch.
01:20:25Niemals.
01:20:25Doch.
01:20:26Hat der Maike nie getan.
01:20:27Maike, war das Wertvollste, dass ich hier besessen habe.
01:20:30Du und deine Freunde habt ihr mir genommen.
01:20:31Nein.
01:20:32Du hast sie nie besessen.
01:20:35Felix.
01:20:36Dr. Winter, was machen Sie denn hier?
01:20:38Du hast es nur nicht ertragen, dass andere Männer sie kaufen konnten.
01:20:47Das ist der Violinschlüssel, den Maike um den Hals trug.
01:20:50In der Nacht, in der du hier warst.
01:20:54Du bist hier nachgegangen.
01:20:55Die Frau Nios war längst aus dem Haus.
01:20:58Und hast Maike zur Rede gestellt.
01:21:00Weil Maike hat das nicht ernst genommen.
01:21:02Wie sie dich, es tut mir leid, dir das sagen zu müssen,
01:21:06eigentlich nie so richtig ernst genommen hat.
01:21:08Er hat keine Liebe für dich empfunden.
01:21:11Es war mit Leid.
01:21:12Und das war's.
01:21:14Was du nicht verkraftet hast.
01:21:17Warst du Felix?
01:21:21Maike?
01:21:24Felix?
01:21:25Was machst du denn hier?
01:21:27Bitte geh nicht mehr zu diesem Mann.
01:21:29Was?
01:21:30Dieser Mann benutzt dich nur.
01:21:32Felix.
01:21:35Geh nach Hause.
01:21:40Ich gehe aber nicht mehr allein nach Hause.
01:21:42Maike, bitte.
01:21:45Ich liebe dich.
01:21:59Vergiss es.
01:22:10Sie hat mich geküsst.
01:22:12Ja, ja.
01:22:13Aber nicht aus Liebe.
01:22:15Das nicht.
01:22:17Ich habe sie reingewaschen.
01:22:19Indem du Arndt und Rheinbeck umgebracht hast?
01:22:22Nein.
01:22:23Ich habe diese Männer nicht umgebracht.
01:22:25Nicht?
01:22:26Das ist doch gelogen.
01:22:28Ich habe sie gerichtet.
01:22:31Aufgerechnet.
01:22:34Kleine Miserate.
01:22:36Maike hat das für mich gemacht, um meine Schulden zu zahlen.
01:22:40Und jetzt bringe ich dich um.
01:22:42Nein, tun sie es nicht.
01:22:45Tun sie es nicht.
01:22:47Maike hätte es nicht gewollt.
01:22:54Meine kleine Schwester.
01:22:57Ich habe mein ganzes Leben auf sie aufgepasst.
01:23:00Nur einmal nicht.
01:23:02Ein einziges Mal nicht.
01:23:05Und ihr?
01:23:09Ihr habt sie ausgenutzt.
01:23:11Nein.
01:23:12Nein.
01:23:13Immer bezahlt.
01:23:14Vorsicht!
01:23:15Gezahlt!
01:23:15Gezahlt!
01:23:15Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:23:20Ja, ja, ja, ja, ja.
01:23:54Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:24:30Ja, ja, ja, ja, ja.
01:24:39Ja, ja, ja.
01:24:51Ja, ja, ja, ja.
01:24:58Ja, ja, ja, ja.
01:25:14Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:25:33Ja, ja, ja, ja.
01:25:42Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:25:53Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:26:09Ja, ja, ja, ja, ja, ja.
01:26:14Ja, ja, ja, ja.
01:26:36Ja, ja, ja, ja.
01:26:45Ja, ja, ja, ja.
01:26:47Ja, ja, ja.
01:26:47Ja, ja, ja.
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