- vor 6 Monaten
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KurzfilmeTranskript
00:00:09Musik
00:00:42So, dann gebe ich Ihnen das mit, dann können Sie sich schon mit informieren.
00:00:46Guten Morgen.
00:00:48Dankeschön. Tschüss.
00:00:50Herr Professor Hamardin? Ja?
00:00:52In der Zwei wartet Frau Pfitzer auf Sie.
00:00:54Dankeschön.
00:00:58Privatling, Professor Hamardin, was kann ich für Sie tun?
00:01:07Eleonore!
00:01:07Herr Professor, wenn ich nicht wüsste, dass Sie wissen, wie alt ich bin, dann würde ich jetzt glatt schwindeln.
00:01:15Aber Eleonore, das haben Sie doch nicht nötig. In meinen Händen kennt Schönheit kein Alter.
00:01:22Dann bin ich wohl in den besten Händen.
00:01:25Herr Professor.
00:01:31Ach ja, du denkst doch auch immer nur an das eine.
00:01:34Ich weiß.
00:01:36Deswegen passen wir auch so gut zusammen.
00:01:41So will ich wissen, was ich anhabe.
00:01:44Du wirst es nicht glauben.
00:01:46Aber im Moment ist das einzige Kleidungsstück, das ich an mir trage, in meinen Händen.
00:01:59Wenn du jetzt hier wärst, da hätte ich eine Idee.
00:02:04Würde es dir bestimmt gefallen.
00:02:06Du auch?
00:02:07Oh.
00:02:09Oh.
00:02:14Oh, oh, oh, oh.
00:02:44Was machen Sie da? Was glauben Sie, woran sieht es denn aus?
00:02:48Wer hat das angeordnet?
00:02:49Machen Sie heute einen Weg frei, Sie sehen doch, dass wir arbeiten.
00:02:52Ich glaube, wir müssen schon eher Ihre Tochterfrau guter machen.
00:02:55Was soll das, Alexandra?
00:02:57Siehst du doch.
00:02:58Ja, warum sagt sie mir sowas nicht?
00:03:00Ach, Papi, wenn ich es dir gesagt hätte, hätte ich es doch nur verhindert.
00:03:03Ja, ich weiß gar nicht, was du hast.
00:03:04Wir zwei unter einem Dach, wir haben uns doch bestens verstanden.
00:03:07Keine Probleme, nichts.
00:03:08Aber darum geht es doch überhaupt nicht.
00:03:11Ich bin freie Journalistin.
00:03:12Kannst du mir mal verraten, wie ich frei arbeiten soll,
00:03:14wenn ich mich nicht mal von meinem Vater befreien kann?
00:03:16Ja, aber deswegen muss man doch nicht gleich ausziehen.
00:03:18Doch, genau das muss man.
00:03:21So, das wäre es dann, junge Frau.
00:03:22Wenn Sie so weit sind, ist sie nicht.
00:03:24Sie ist nicht so weit.
00:03:26Noch lange nicht.
00:03:27Weißt du noch, was du mal zu mir gesagt hast, Papi?
00:03:29Ich will es nicht wissen.
00:03:31Das Leben ist wie eine Pusteblume.
00:03:33Wenn die Zeit reif ist, muss jeder für sich alleine fliegen.
00:03:36Wohin fliegst du?
00:03:39Hier.
00:03:40Telefon habe ich noch nicht, aber ich bin über Handy zu erreichen.
00:03:47Starnberg am See, Fasanenweg.
00:03:49Ich glaube es nicht.
00:03:51Ich bin ja nicht aus der Welt, hm?
00:04:07Alexandra.
00:04:08Ackermann hier.
00:04:09Auch das noch.
00:04:11Der Kommissar geht um.
00:04:12Bitte, können Sie sich an den Manfred Borcher erinnern?
00:04:15Ja, natürlich.
00:04:16Der habe ich ja monatelang in Atem gehalten, dieser...
00:04:19Maronen, Mörder.
00:04:20Hä?
00:04:21Der ist frei.
00:04:23Abgehauen.
00:04:24Was?
00:04:25Ja, aus der Sicherheitsverwahrung.
00:04:27Und wenn ich mich recht erinnere, dann hat er die doch Ihnen zu verdanken, oder?
00:04:31Nee, nicht mir.
00:04:32Seiner sadistischen Veranlagung.
00:04:34Das glaube ich, sieht der Borcher aber anders.
00:04:36Wieso?
00:04:37Wissen Sie noch, was er Ihnen damals gesagt hat?
00:04:40Ja, dass ich der Erste bin, der erfährt, wenn er raus ist.
00:04:42Wie immer er das gemeint hat.
00:04:45Falls Sie sich nicht mehr erinnern.
00:04:48Doch.
00:04:50Diese Augen...
00:04:52Diese Augen...
00:04:54vergisst man nie.
00:04:56Danke.
00:04:58Entschuldigung.
00:05:00Ackermann?
00:05:01Was ist?
00:05:03Ist was?
00:05:05Eine Frauenleiche in der Badewalle.
00:05:07Der erste Gruß von unserem Freund.
00:05:16Der erste Gruß von unserem Freund beint.
00:05:22Die Frauen im Ahleep reparatur.
00:05:27Mt chopped damit ein, was er bei uns sagt,
00:05:27No, in zud인데요.
00:05:32Tot Bergen?
00:05:34Das geht nicht mehr.
00:05:44Spann."偏
00:05:45lassen Sie sich
00:06:11Und wo kommt das hin?
00:06:12Nach oben ins Schlafzimmer.
00:06:29Entschuldigung, darf ich Sie fragen, was Sie da machen?
00:06:33Fotografieren, wie es aussieht in meiner neuen Nachbarin.
00:06:35Und warum tun Sie das?
00:06:37Das ist mein Beruf. Fotografie und Werbung.
00:06:40Aha. Und für was werbe ich in Ihren Augen?
00:06:44Für eine gute Nachbarschaft.
00:06:47Stefan Kroninger, willkommen am See.
00:06:49Alexandra Winter. Und wo wohnen Sie?
00:06:53Da drüben.
00:06:55In der Burg?
00:06:56Aber ganz leicht zu erstürmen. Sie müssen nur klingeln.
00:07:00Sofern Sie wollen.
00:07:01Ich werde es mir überlegen. Dankeschön.
00:07:03Brauchen Sie Hilfe?
00:07:05Geht schon, danke.
00:07:06Danke.
00:07:36Untertitelung des ZDF, 2020
00:07:38Polizei jagt unheimlichen Frauenkiller.
00:07:46Der Mann, der so kunstvoll Madonnen und Engelsfiguren schnitzt, steht im dringenden Tatverdacht, der unheimliche Mörder zu sein, den die
00:07:54Polizei seit Monaten jagt.
00:07:56Führte Manfred B. ein Doppelleben.
00:08:01Und was für eins. Frauen waren für dich Heilige oder Huren.
00:08:10Die Heiligen hast du geschnitzt, die Huren umgebracht.
00:08:16Was hast du diesmal vor, Borchand?
00:08:19Schöne
00:08:21Schöne
00:08:22Schöne
00:08:29Schöne
00:08:30Schöne
00:08:51Hallo, Frau Nachbarin
00:09:26Pizza Solo für einsame Väter
00:09:32Die Boutique-Besitzerin Susanne S. aus Tutzing heute Morgen von ihrem Mann tot aufgefunden.
00:09:37Das Paar lebte seit einigen Monaten getrennt.
00:09:40Die Polizei schließt nach ersten Ermittlungen ein Verbrechen nicht aus.
00:09:45Und nun zum Wetter. Es bleibt überwiegend bei Schnee, Graupel und Regenschauern im ganzen Gebiet Südbayerns.
00:09:51Also fahren Sie vorsichtig und zu mir.
00:10:04Frauen scheinen Ihr Lieblingsmotiv zu sein.
00:10:07Wundert Sie das? In der Fotografie gibt es nichts, was sich besser verkaufen lässt als schöne Frauen.
00:10:13Ach so? Wollen Sie damit sagen, dass Ihr Interesse an Frauen nur berufsbedingt ist?
00:10:17Sehe ich so aus? Manche Frauen kommen doch einfach zu mir.
00:10:24Sie zum Beispiel. Susanne Sachtleben aus Tutzing.
00:10:28Was ist mit ihr?
00:10:29Sie gehört zu den Frauen, die sich ihre Schönheit gekauft haben.
00:10:34Gekauft? Und was wollte sie von ihnen?
00:10:37Das weiß ich nicht. Vielleicht wollte sie ihre Schönheit festhalten für die Ewigkeit.
00:10:42Oder das, was sie darunter versteht.
00:10:45Das Verrückte ist, wir haben die höchste Lebenserwartung hier.
00:10:48Aber niemand will alt sein.
00:10:51Wenn es interessiert, hier sind noch mehr Fotos.
00:10:56Ist sie auch zu Ihnen gekommen?
00:11:01Alexandra, was führt Sie eigentlich nach Starnberg?
00:11:04Sie sind doch viel zu jung für diese Gegend.
00:11:06Ach, so eine Art Befreiung. Beruflich und privat.
00:11:11Privat von meinem Vater. Und beruflich von der Hierarchie einer Chefredaktion, die mir sagt, was ich schreiben soll.
00:11:17Das kenne ich.
00:11:19Und vor allem worüber. Ich suche mir meine Themen ab jetzt selbst.
00:11:23Themen, die etwas mit mir zu tun haben.
00:11:26Das ist gut.
00:11:29Oh, Entschuldigung.
00:11:30Bitte.
00:11:35Nicht so wichtig.
00:11:38Hier ist die Mailbox von Alexandra Winter. Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht. Danke.
00:11:48Und was ist mit ihr? Hat sie ihre Schönheit auch gekauft?
00:11:53Nein, sie nicht. Sie hat von Natur aus alles mitbekommen.
00:11:58Wie beneidenswert. Und warum zeigt sie dann ihr Gesicht nicht?
00:12:01Vielleicht, weil sie nicht erkannt werden wollte?
00:12:05Ein Körper ohne Gesicht? Wie geheimnisvoll?
00:12:09Geheimnis zu bewahren ist eine der Grundvoraussetzungen in meinem Beruf.
00:12:13Ganz besonders, wenn man in Starnberg überleben will.
00:12:17Ist das denn so schwierig, hier zu überleben?
00:12:20So etwas wie hier gibt es in ganz Deutschland nicht.
00:12:23Starnberg ist so etwas wie eine eigene Republik. Mit Prüfsiegel.
00:12:26R und S. Reich und schön.
00:12:28Und wehe, man ist weder das eine noch das andere.
00:12:30Ehrlich gesagt, mir ist das alles zu oberflächlich.
00:12:33Mich interessiert, was hat die Menschen reich gemacht? Und was macht sie schön?
00:12:38Woher sie ihren Reichtum haben, das kann ich Ihnen nicht sagen.
00:12:40Aber wer sie schön macht, da gibt es nur eine Adresse.
00:13:07Was mache ich nur hier? Sie ist erwachsen und ich habe sie nicht mehr alle.
00:13:14Hm...
00:13:15Hm...
00:14:03Unsere Klinik ist ein Entmüdungsbecken einer gestressten Gesellschaft.
00:14:07Unsere Aufgabe ist es, den Patienten die Illusion zu geben,
00:14:14Jahre zurückzubekommen, die sie längst hinter sich haben.
00:14:18Wenn sich unsere Patientin zehn Jahre jünger machen lässt
00:14:22und dann in ihrem Pass mit dem Daumen ihr Alter verdeckt
00:14:27und jeder glaubt ihr, dann haben wir eine gute Arbeit geleistet.
00:14:35Das war's.
00:14:37Ach ja, Kollegen, rufen Sie mich bitte, wenn Sie nach einem Spiegel verlangt.
00:14:43Sie wissen ja, Spieglein, Spieglein an der Wand.
00:15:06Oh.
00:15:09Man hat mir gesagt, ich könnte hier auf Sie warten
00:15:12So hat man das
00:15:15Also, ich wüsste nicht, was ich an Ihnen verändern sollte, ohne mich an der Schöpfung zu versöndigen
00:15:24Was kann ich für Sie tun?
00:15:26Ich heiße Alexandra Winter und bin freie Journalistin
00:15:30Wenn Sie etwas für mich tun wollen, geben Sie mir ein Interview
00:15:33Bitte seien Sie mir nicht böse, aber meine Zeit ist knapp im Netz und meine Öffentlichkeit findet ausschließlich über meine
00:15:37Patienten statt
00:15:39Schade eigentlich
00:15:41Stefan Kroninger hatte sie mir nämlich empfohlen
00:15:43Er sagte, Sie wüssten mehr über die Schönheit am See als jeder andere
00:15:48Die Frage ist nur, ob ich das auch preisgeben möchte
00:15:54Probieren wir es doch einfach aus
00:15:58Ich weiß nicht warum, aber ich lass es drauf ankommen
00:16:01Bitte setzen Sie sich doch
00:16:05So, dann versuchen Sie mir doch einmal ein paar Geheimnisse zu entlocken
00:16:09Aber ich sage Ihnen gleich, leicht, mache ich es Ihnen nicht
00:16:36Winter?
00:16:37Winter, wir haben ihn
00:16:38Wen?
00:16:39Recher?
00:16:39Den Badewannenmörder
00:16:41Und stellen Sie mir vor, der eigene Ehemann war es
00:16:44Fallend, Sachle, Bankdirektor
00:16:47Ein Spießer vor dem Herrn
00:16:49Und es ist, wie es immer ist
00:16:50Der Erste am Tater, das ist meistens auch der Mörder
00:16:53Also manchmal frage ich mich, für wie blöd halten die uns eigentlich?
00:16:56Für saublöd?
00:16:57Was?
00:16:58Hat er ein Geständnis abgelegt?
00:17:00Noch nicht, aber das kommt noch
00:17:01Die Klopfen mir so weich, dagegen ist ein Butterkeks ein Betonklanz
00:17:05Ja, was ist, wenn das nicht war?
00:17:07Winter, jetzt hört es doch auf, mit Ihrem psychologischen Kochlöffel in meiner Suppe rumzurühren
00:17:11Den Spruch kenne ich
00:17:11Herr Ackermann, jetzt lassen Sie mich doch mit ihm reden
00:17:14Vielleicht bringe ich Ihnen ja das Geständnis
00:17:16Aber wehe, Sie klauen mir meinen Mörder
00:17:19Ich hab noch den einer und den, wo ich ab heute im Winter
00:17:23Was?
00:17:25Nein, Ackermann
00:17:27Ästhetik zeigt sich in tausend Facetten
00:17:29Das Licht auf dem Wasser
00:17:31Der Herbstdunst
00:17:32Der Gang einer Frau
00:17:34Ihre Aura
00:17:36Man muss es nur wahrnehmen
00:17:38Schönheit liegt immer im Auge des Betrachters
00:17:40Und wenn ich Sie einer Frau schenken kann
00:17:42Dann lassen Sie sich Butter für bezahlen
00:17:45Ich sehe schon
00:17:46Vor Ihnen muss man sich in Acht nehmen
00:17:48Bitte
00:17:52Privatklinik, Professor Hamardin, was kann ich für Sie tun?
00:17:54...sondern auch mit sich selbst
00:17:55Und es rie...
00:17:56Ja, gut
00:17:59Dann bedanke ich mich für Ihre kostbare Zeit, Herr Professor
00:18:01Sie lassen mich aber noch mal lesen, bevor es gedruckt wird
00:18:04Ähm, okay
00:18:06Versprochen
00:18:06Vertrauen gegen Vertrauen
00:18:08Ja
00:18:12Gut, Herr Professor
00:18:26Guten Tag
00:18:28Wir sind Sie, aber so wollen Sie
00:18:29Mein Name ist Winter
00:18:32Ich bin
00:18:35Polizeipsychologe
00:18:36Vielleicht
00:18:38Kann ich Ihnen helfen, Herr Sachtleben
00:18:40Warum sollten Sie das tun?
00:18:43Weil ich Ihre letzte menschliche Instanz bin
00:18:45Vor den Mühlen der Justiz
00:18:47Nach mir kommen nur noch die Paragraphen
00:18:51Also gut
00:18:53Bitte
00:18:57Danke
00:19:00Was wollen Sie wissen?
00:19:04Wie war Ihre Ehe?
00:19:07Nicht besser und nicht schlechter als Millionen anderer Ehen
00:19:09Aufs und Abs
00:19:12Susanne und ich sind seit 14 Jahren zusammen
00:19:15Wir haben keine Kinder
00:19:20Irgendwann bekam Susanne Probleme
00:19:22Probleme, die nichts mit mir zu tun hatten
00:19:25Mit was dann?
00:19:28Wenn ich das wüsste
00:19:31Vielleicht mit dem Älterwerden
00:19:33Mit dem Gefühl
00:19:36Dass sie etwas versäumt hat
00:19:41Jedenfalls
00:19:41Beschloss Susanne
00:19:43Dass sich etwas ändern sollte
00:19:44In ihrem Leben
00:19:46Sie gehörten zur Änderung
00:19:48Sieht so aus, ja
00:19:50Wir haben uns dann getrennt
00:19:52Vorübergehend
00:19:53Auf Probe?
00:19:54Ja, vorübergehend
00:19:57Ist immer eine Lüge
00:20:00Sie ließ sich dann von ihrer besten Freundin
00:20:02Zu diesem Schönheitschirurgen schleppen
00:20:05Wurde ein richtiger Wahn
00:20:07Erst ließ sie sich die Nase richten
00:20:10Dann die Lippen
00:20:10Den Busen
00:20:12Und plötzlich
00:20:13Plötzlich fand sie sich unwiderstehlich
00:20:17Vielleicht suchte sie auf diese Weise Anerkennung
00:20:20Die sie bei Ihnen nicht gefunden hat
00:20:22Ja
00:20:23Und die musste sie sich natürlich bei anderen Männern holen
00:20:26Ist schon klar
00:20:26Selbstverständlich
00:20:27Hat sie das?
00:20:33Der ganze Segelschub wusste davon
00:20:34Von ihr und Hartlaub
00:20:39Der Präsident des Vereins
00:20:41Christian Hartlaub
00:20:45Das ist ein Typ, auf den die Frauen fliegen
00:20:47Und er weiß ganz genau, wie er damit umzugehen hat
00:20:50Ganz genau
00:20:52Er sagt eben
00:20:54Die Polizei nimmt ja an
00:20:55Dass Sie Ihre Frau umgebracht haben
00:20:58Ich meine, Eifersucht
00:21:00Ist da schon ein Grund
00:21:01Ich hatte keinen Grund
00:21:03Ja, ist ja gut
00:21:07Wir waren verabredet
00:21:08Wir wollten zum ersten Mal über die Scheidung reden
00:21:10Warum verrangen Sie sich diesen Hartlaub?
00:21:13Sie waren verfallen
00:21:15Sie konnte ja ohne ihn überhaupt nicht mehr leben
00:21:17Was ist denn das?
00:21:20Ich will zurück
00:21:30So
00:21:32Bist du so lieb, Christian?
00:21:33Hilfst du mir?
00:21:34Ja, natürlich, lieb
00:21:35Dir helf ich doch immer
00:21:39Sag, es ist nicht wunderschön hier
00:21:41Du sagst es
00:21:42Das war sie nun
00:21:43Die letzte Fahrt der Eleonore
00:21:45Uh, das klingt dramatisch
00:21:47Hoffentlich nicht
00:21:48Ja, für diese Saison auf jeden Fall
00:21:52Ich hätte da noch einen attraktiven Liegeplatz für dich
00:21:55Einen attraktiven Liegeplatz?
00:21:58Ja
00:21:58Hoffentlich nicht nur für mein Boot
00:21:59Bitte enttäusch mich nicht
00:22:03Dich doch nicht
00:22:09Hallo, Eleonore
00:22:11Wie war's draußen?
00:22:14Rau
00:22:14Mit wechselnden Winden
00:22:17Ist gut für den Tag
00:22:21Was für ein arrogantes Arsch
00:22:23Jedenfalls schmückt es sich nicht mit fremden Federn
00:22:26Er ist eine richtige Kapazität
00:22:28Glaub mir, ich weiß, wovon ich rede
00:22:30Ich auch
00:22:31Was wäre der Mann ohne mich
00:22:32Ein kleiner, unterbezahlter Assistenzer
00:22:34Als irgendwo
00:22:35Ich war es doch
00:22:36Der ihn hier bekannt gemacht hat
00:22:38In Starnwerke und Umgebung
00:22:40Was hat er Geschichte mit seiner Frau?
00:22:42Ignoriert er mich?
00:22:43Bin ich irgendwie Luft?
00:22:46Dabei habe ich überhaupt nichts mit der Sache zu tun
00:22:50Hast du nicht?
00:22:52Eleonore, bitte
00:22:52Ich bin doch nicht für jedes Unglück einer Frau verantwortlich
00:22:56Auch wenn es manchmal so ausschraut
00:23:08Entschuldigen Sie, ich suche Christian Hartlaub
00:23:13Gut, ich gehe dann, Christian
00:23:15Ja
00:23:17Herr Christian?
00:23:18Ja
00:23:19Ich rufe dich an
00:23:22Wurden geht's denn?
00:23:24Servus
00:23:26Und machen Sie es bitte kurz
00:23:29Es geht um Susanne Sachtleben
00:23:31Die Frau, die tot in der Badewanne gefunden wurde
00:23:35Sicher haben Sie davon gehört?
00:23:37Ja
00:23:39Wasser ist ein unberechenbares Element
00:23:42Das versuche ich auch immer wieder
00:23:43Unseren Segelschülern zu verdeutlichen
00:23:46Selbst auf diesem See
00:23:47Kann der falsche Umgang mit dem Element tödlich sein
00:23:51Und erst in der Badewanne
00:23:54Und nun erzählen Sie mir mal
00:23:55Was Sie damit zu tun haben, bitte
00:23:57Ich bin Polizeipsychologe
00:23:59Und versuche herauszufinden
00:24:00Was da geschehen ist
00:24:02Drüben in Tützing
00:24:04Dann kommen Sie ausgerechnet zu mir?
00:24:06Ja
00:24:06Wie war Ihr Verhältnis zu Frau Sachtleben?
00:24:11Ja, wir hatten eins
00:24:13Wenn Sie das meinen
00:24:15Ihre Ehe war nicht besonders glücklich
00:24:17Ist mir regelrecht zugelaufen
00:24:19Wenn Sie verstehen, was ich meine
00:24:21Nein, das verstehe ich nicht
00:24:23Mir ist noch nie eine Frau zugelaufen
00:24:24Höchstens ein Hund
00:24:28Frau Sachtleben war eine sehr besitzergreifende Frau
00:24:31Darauf stehe ich nicht so
00:24:32Ich bevorzuge ihr die Unabhängigen
00:24:35Meinen Sie das vorwiegend finanziell?
00:24:39Das überlasse ich Ihrer Fantasie
00:24:41Und jetzt entschuldigen Sie mich
00:24:45Übrigens
00:24:46Herr
00:24:47Winter
00:24:48Dieser Club ist ausschließlich Mitgliedern vorbehalten
00:24:54Das überlasse ich Sie das vorwiegend finanziell?
00:25:03Das überlasse ich Ihnen
00:25:31UNTERTITELUNG
00:26:18Ach, nee.
00:26:22Bist!
00:26:37Hallo, Frau Nachbarin.
00:26:40Sie?
00:26:41Soll Glück bringen.
00:26:42Ja, ich würde Sie gerne reinbitten, aber mir ist die Tür zugefallen
00:26:45und der Schlüssel liegt drinnen auf dem Tisch.
00:26:47Warten Sie mal. Vielleicht kann ich helfen.
00:26:52Da ist er. Das ist Ihrem Vorgänger häufiger passiert.
00:26:55Darf ich?
00:27:00So.
00:27:02Bitte.
00:27:03Bitte.
00:27:23Wenn Sie meinen Bruder suchen, Doktor Winter. Der ist nicht da. Aber mir ist es auch scheißegal, wo er ist.
00:27:32Mir nicht.
00:27:39Damals war der Laden hier voll. Aber nicht, weil die Leute die Figuren kaufen wollten.
00:27:48Sie wollten sehen, wo und wie der Madonnenmörder wohnt, wer der Bruder der Bestie ist.
00:28:01Für den hier hat sich keiner mehr interessiert.
00:28:06Jesus wurde auch ermordet.
00:28:16Was wollen Sie von meinem Bruder?
00:28:19Ihn finden, bevor er mich findet.
00:28:22Sagen Sie ihm, er soll mir Zeit und Ort nennen, wo ich ihn treffen kann.
00:28:50Für die Bogen.
00:28:53Sie waren bei Hammerlin?
00:28:55Es hat sich aber schnell herumgesprochen.
00:28:57Gerüchte verbreiten sich hier am See wie der Föhn.
00:29:00Was verbindet Sie eigentlich, Sie und Hammerlin?
00:29:03Mein Bein. Ohne ihn hätte ich es nicht mehr.
00:29:07Er hat es mir gerettet, war ein Motorradunfall.
00:29:10Alle Ärzte wollten es amputieren, nur Doktor Hammerlin nicht.
00:29:12Er war damals schon eine Kapazität im Klinikum Großadern.
00:29:16Das war aber lange, bevor er hierher kam.
00:29:20Naja, seitdem hinke ich so ins Leben.
00:29:23Und bin ihm auch noch dankbar dafür.
00:29:27Ich finde, wenn man Brot und Salz miteinander geteilt hat, kann man auch du zueinander sagen.
00:29:31Oder?
00:29:33Ich bin Stefan.
00:29:34Alexandra.
00:29:37Sind Sie eigentlich befreundet?
00:29:38Hammerlin und Sie? Äh, du?
00:29:41Ich glaube nicht, dass man mit Hammerlin befreundet sein kann.
00:29:44Der ist viel zu introvertiert.
00:29:46Ein Einzelgänger mit Leib und Seele.
00:29:48Naja, vielleicht muss man so sein, in seinem Beruf.
00:29:51Ach übrigens, das Bild, das mit der Frau ohne Gesicht, das hängt auch bei ihm.
00:29:55Wirklich?
00:29:57Mein Foto bei Hammerlin?
00:29:59Mhm.
00:30:01Ist doch schön, wenn die Kunst seines Fotografen gewürdigt wird.
00:30:05Oh, Entschuldigung.
00:30:16Du?
00:30:19Der Winter steht vor der Tür.
00:30:22Ja, das sehe ich.
00:30:28Danke für den Tee, Alexandra.
00:30:30Hallo.
00:30:31Hallo?
00:30:35Wer ist das?
00:30:37Stefan Kroninger.
00:30:38Mein Nachbar.
00:30:40Und du?
00:30:42Hm?
00:30:42Was ist du hier?
00:30:46Och, äh...
00:30:48Ich wollte halt mal...
00:30:50...zusehen, wie du so wohnst.
00:30:53Jetzt weißt du's ja, hm?
00:30:56Ja.
00:31:08Papi, ich...
00:31:29Elenore Pfitzer?
00:31:32Was für eine Freude! Das ist aber eine Überraschung.
00:31:36Jetzt machst du mich aber richtig neugierig.
00:31:39Kann ich's nicht ansehen?
00:31:41Ich...
00:31:45Ich...
00:31:45Nun, ich denke, die schönen Dinge des Lebens sollte man nicht einfach auslassen, oder?
00:31:51Es ist nur so, das Wetter ist wahnsinnig schlecht.
00:31:54Ach, du bist in der Nähe.
00:31:56Gut dann, bis gleich. Ich freu mich.
00:32:08Bis zum nächsten Mal.
00:32:36Bis zum nächsten Mal.
00:32:44Bis zum nächsten Mal.
00:32:59Bis zum nächsten Mal.
00:33:03Bis zum nächsten Mal.
00:33:07Bis zum nächsten Mal.
00:33:08ELEANORE
00:33:09ELEANORE
00:33:10Hässlich
00:33:12Ist was anderes.
00:33:42ELEANORE
00:33:50ELEANORE
00:33:52Winter
00:33:53Es geht ein Biberputzemann
00:33:58Leuchert, wo sind Sie?
00:34:01Immer da, wo Sie mich am wenigsten vermuten.
00:34:04Doktor Winter.
00:34:06Haben Sie meine Nachricht bekommen?
00:34:08Ich hab doch keine Geheimnisse von meinem Bruder.
00:34:11Und wenn, dann nur ganz kleine, feine.
00:34:14Ach, übrigens.
00:34:15Doktor Winter.
00:34:17Haben Sie schon gehört?
00:34:18Der Biberputzemann ist wieder umgegangen.
00:34:21Drüben.
00:34:21Auf der anderen Seite vom See.
00:34:28Soll ich Ihnen verraten, wo?
00:34:30Ist gut.
00:34:33Ist gut.
00:34:41Jetzt hören Sie auf, Müller.
00:34:42Fotos haben wir jetzt genug.
00:34:43Das sehen Sie da, oder?
00:34:47Herrschaft seit dem Winter.
00:34:48Wer hat denn Sie gerufen?
00:34:50Sie werden es nicht glauben.
00:34:53Borchert.
00:34:55Sagst du das noch einmal?
00:34:56Borchert, telefonisch. Heute in aller Herrgottsfrüh.
00:34:58Was will denn der? Was hat der vor?
00:35:01So?
00:35:03Ja.
00:35:04Er drastelt.
00:35:09Mit einem Seil.
00:35:11Eindeutig Borcherts Handschrift.
00:35:14Ich glaube, ich hab die Frau irgendwo schon mal gesehen.
00:35:17Jetzt hören Sie doch auf, Winter.
00:35:19In Starnberg hat jeder jeden schon mal irgendwie gesehen.
00:35:22Dafür ist die Welt hier zu klein.
00:35:23Zu klein. Wofür?
00:35:27Für Mord?
00:35:29Na ja.
00:35:30Ja.
00:35:41Ja.
00:35:43Ja.
00:35:44Ja.
00:35:48Ja.
00:35:54Ja.
00:35:55Ja.
00:35:56Ja.
00:36:07Ja.
00:36:09Ja.
00:36:13Da.
00:36:32Ja.
00:36:40Barschhund!
00:36:52Barschhund.
00:37:11Hat er Ihnen was getan?
00:37:15Ich weiß nicht. Ich glaube, ich habe irgendwas auf den Kopf bekommen.
00:37:19Das wollte der Kerl auf meinem Boot.
00:37:21Überwintern als blinder Passagier.
00:37:24Kennen Sie ihn?
00:37:25Das kann man wohl sagen. Manfred Borch hat einen Mörder auf der Flucht.
00:37:29Was?
00:37:30Ja.
00:37:32Da bin ich ja froh, dass ich noch lebe.
00:37:35Der tötet nur Frauen.
00:37:39Wie tröstlich.
00:37:41Brauchen Sie einen Arzt?
00:37:43Ich bin selbst einer. Dr. Reza Hammerdin. Leiter der Schönheitsklinik am See.
00:37:49Wendelin Winter, Psychologe. Zuständig für seelische Korrekturen.
00:37:57Darf ich fragen, was Sie hier wollen?
00:38:00Zum Präsidenten von Ihrem Segelklub.
00:38:02Herr Hartlaub.
00:38:04Ist das etwa Ihr Patient?
00:38:06Was nicht ist, kann er noch werden. Wissen Sie, wo ich ihn finde?
00:38:10Da müssen Sie nur der Spur der Eitelkeit folgen.
00:38:14Aha.
00:38:22Werbung, Herrschaften, heißt doch nichts anderes, als das Unverkäufliche käuflich zu machen, lieber.
00:38:28Auf der einen Seite will die Kommune, dass mehr Touristen nach Starnberg kommen und auf der anderen Seite wollen die
00:38:34Einheimischen unter sich bleiben.
00:38:36Also, ein Widerspruch an sich.
00:38:39Von uns verlangt man jetzt einen Spagat der Interessen.
00:38:45Also, lass uns was einfallen.
00:38:48Danke, dass wir es fürs Heißen haben.
00:38:56Hallo, Christian.
00:38:58Na, Stefan?
00:38:59Du weißt, warum ich hier bin.
00:39:02Gib mir noch ein wenig Zeit, du. Ich hab da eine neue Geldquelle aufgetan.
00:39:10Ist sie das? Deine neue Quelle?
00:39:15Eleonore Pfitzer?
00:39:16Die Millionenerbe der Pfitzerwerke?
00:39:19Ich wüsste nicht, was dich das angeht, Stefan.
00:39:22Ich komm auch nur darauf, weil ich sie gerade vor der Kamera hatte.
00:39:25Was soll ich sagen?
00:39:27Sie hat von dir geschwärmt.
00:39:30Und jetzt siehst du, was für ein guter Freund ich bin.
00:39:33Ich hab ihr nicht mal erzählt, was für ein Arschloch du bist.
00:39:37Da bin ich aber stolz, einen guten Freund wie dich zu haben.
00:39:43Also lass sie sprudeln, deine Quelle.
00:39:46Es macht sich nämlich nicht so gut, wenn bekannt wird,
00:39:48dass der Präsident des Segelclubs zahlungsunfähig ist.
00:39:53So etwas verzeiht man nicht in deinen Kreisen.
00:39:57An deiner Stelle würde ich den Ball mal ganz flach halten, mein Freund.
00:40:03Oder glaubst du etwa, ich weiß nicht, was damals auf dem See passiert ist?
00:40:07Wenn du dir so sicher bist, warum gehst du nicht zu Hamadin und erzählst ihm, was du weißt?
00:40:18Lass sie sprudeln, in deine Quelle.
00:40:27Armseliger Knipser.
00:40:39Armseliger Knipser.
00:40:52Armseliger Knipser.
00:40:54Armseliger Knipser.
00:40:59Armseliger Knipser.
00:40:59Das schau an.
00:41:01Winter.
00:41:04Wollen Sie erst doch in meinen Segelclub eintreten?
00:41:07Normalerweise suche ich mir die Menschen aus,
00:41:09mit denen ich in einem Boot sitze.
00:41:11Und ich fürchte, in das passe ich nicht rein.
00:41:14Sehr vernünftig.
00:41:16Und womit habe ich dann Ihre Anwesenheit verdient?
00:41:19Ich suche jemanden, der Frauen kein Glück bringt.
00:41:26Da kommen Sie ausgerechnet zu mir?
00:41:28Sie lachen. Sie sind derjenige.
00:41:31Ich? Bestimmt nicht.
00:41:35Im Allgemeinen betrachten Frauen mich als glücksvoll.
00:41:39Ich weiß nicht, was Sie dazu sagen würde, wenn Sie noch sprechen könnte.
00:41:43Was heißt das, noch sprechen könnte?
00:41:45Was? Gestern noch an Ihrer Seite, heute tot.
00:41:53Tot?
00:41:55In der Noah?
00:41:57Das ist eine unmerkliche Story, nee.
00:41:59Er wirkt in Ihrem Haus.
00:42:01Das Seltsame ist, die zweite Frau, die es mit Ihnen zu tun hatte und plötzlich nicht mehr lebt.
00:42:07Sie nennen das Glücksfall?
00:42:09Wovon reden Sie überhaupt?
00:42:11Herr Hartlau, wir haben uns da was überlegt. Könnten Sie bitte mal kommen?
00:42:15Ja, ja, gut.
00:42:21Ich liebe Frauen. Warum sollte ich sie töten?
00:42:24Sie wären nicht der Erste, der aus Liebe tötet.
00:42:44Winter?
00:42:45Warum haben Sie mir eigentlich nicht erzählt, dass Sie eine so schöne Tochter haben?
00:42:50Borchardt, vielleicht braucht die ja einen starken Mann zum Möbel einräumen oder Bilder aufhängen.
00:42:58Wenn Sie nur in Ihre Nähe kommen. Ich bringe Sie um.
00:43:03Ahne, sehen Sie. Sie sind auch nicht besser als ich.
00:43:07Überhaupt kein Stück.
00:43:09Borchardt, ich warne Sie.
00:43:21Vor zwei Jahren wurde das Leben des renommierten Schönheitschirurgen Prof. Dr. Reza Hamadin durch einen tragischen Unfall erschüttert.
00:43:29Seine Ehefrau Silvia verschwand spurlos von Bord seines Segelschiffes mitten auf dem Scharnberger See.
00:43:35Das Boot wurde führerlos am Segelclub angetrieben.
00:43:39Der Präsident des Clubs, Christian Hartlau.
00:43:41Ich verstehe das alles nicht. Silvia war eine erfahrene Seglerin.
00:43:46Die Wetterlage war ruhig. Kaum Wind, keine Wellenbewegung.
00:43:52Das ist mir völlig unerklärlich.
00:43:54Die Leiche von Silvia Hamadin wurde trotz intensiver Suche nie gefunden.
00:44:00Prof. Hamadin erlitt einen schweren Nervenzusammenbruch, weigert sich bis heute, seine Frau für tot erklären zu lassen.
00:44:07Reza und Silvia Hamadin galten als Vorzeige-Ehepaar, waren seit sieben Jahren verheiratet, keine Kinder.
00:44:19Prof. Dr. Reza Hamadin, der den Frauen das Glück der Jugend zurückbringen soll, wurde selbst vom Glück.
00:44:38Verlassen.
00:44:41Interessante Formulierung. Und so wahr.
00:44:47Entschuldige, wenn ich dich erschreckt habe, aber die Tür stand offen.
00:44:50Meine Tür steht nie offen. Schon gar nicht bei diesem Wetter.
00:44:55Du schreibst über Hamadin?
00:44:58Ja, das, was ich von ihm weiß.
00:45:01Weißt du vielleicht mehr?
00:45:03Nichts, was ich dir nicht schon erzählt habe.
00:45:07Oh Gott, wo steckst du?
00:45:13Ich weiß, dass du da bist.
00:45:21Komm, zeig dich.
00:45:24Die Tür, die sieht gut aus wie dein Gesicht.
00:45:33Ich weiß nicht.
00:45:34Ich will nicht.
00:45:35Können Sie mich zu Hause.
00:45:35Komm, zeig dich.
00:45:36Gut.
00:45:36Gut.
00:45:36Gut.
00:45:37Gut.
00:45:40Gut.
00:45:40Gut.
00:45:40Gut.
00:45:41Gut.
00:45:42Gut.
00:45:43Gut.
00:45:44Gut.
00:46:01Stefan Kroninger, für was bist du sonst so verantwortlich?
00:46:16Auf Wiedersehen. Herr Professor. Ja, Frau Schwertweger. Sie war doch eine Patientin von Ihnen.
00:46:27Ja, das war sie.
00:46:36Entsetzlich. Wer macht so etwas? Zerstört so viel Schönheit.
00:46:43Hoffentlich kriegen Sie ihn. Ja, das hoffe ich auch.
00:47:02Weser! Ich will mit dir reden. Du willst mit mir reden? Ja.
00:47:12Etwa darüber?
00:47:17Jetzt weißt du, wie es ist, wenn man jemanden verliert.
00:47:20Über Nacht.
00:47:23Obwohl ich meine Zweifel daran habe, dass du es hier verstehen wirst, Christian.
00:47:29Frauen. Frauen sind doch nur Mittel für dich, so zu leben, wie du es dir selbst nicht leisten kannst.
00:47:34Währung in deiner grenzenlosen Selbstüberschätzung.
00:47:38So wie bei Eleonore.
00:47:41Und wenn sie dir nicht mehr nützlich sind,
00:47:47dann bist du vielleicht imstande...
00:47:52Hör mal, ich habe mit der Sache nichts zu tun.
00:47:57Ich hatte nie etwas mit der Sache zu tun, Reza.
00:48:01Ich schwöre es dir!
00:48:05Reza!
00:48:29Ich bin mit der Sache.
00:48:36Pappi?
00:48:49Alexander?
00:48:54Morgen, Pappi.
00:48:57Morgen.
00:48:58Kaffee?
00:48:59Oh.
00:49:01Danke.
00:49:04Findest du nicht, dass diese Art zu übernachten nichts mehr für dich ist?
00:49:08Fahr nach Hause und schlaf dich mal richtig aus, hm?
00:49:16Ach, und Pappi?
00:49:18Hm?
00:49:18Ich kann ganz gut auf mich selbst aufpassen. Ich brauch keinen Wachhund vor meiner Tür, hm?
00:49:23Keinen.
00:49:23Hm, hm.
00:49:34Jetzt haben wir es gleich.
00:49:37Ich hoffe, es war auszuhalten.
00:49:39Nur das Ergebnis zählt.
00:49:41Und da gibt es weit und breit niemanden, zu dem ich mehr Vertrauen habe als zu Ihnen.
00:49:46Es gibt immer im Leben einen, der die Fäden zieht. Zufällig bin ich es diesmal. So.
00:49:59Und?
00:50:01Was sagt der Spiegel?
00:50:03Ich komm mir noch ein bisschen fremd vor.
00:50:06Aber...
00:50:07Schön.
00:50:09Da wird sich Ihr Mann aber freuen.
00:50:11Ich weiß nicht so recht.
00:50:13Wieso?
00:50:14Irgendwie...
00:50:15passt er jetzt nicht mehr zu mir.
00:50:17Haben Sie etwas vor, ihn zu verlassen?
00:50:20Aber erst, wenn er Ihre Rechnung bezahlt hat.
00:50:24Herr Professor?
00:50:25Ja?
00:50:26Diese Journalistin wäre jetzt da.
00:50:28Ach ja.
00:50:28Ja.
00:50:29Also.
00:50:31Dann noch alles Gute für Ihre Zukunft, Frau Hellwein.
00:50:34Danke.
00:50:35Jetzt habe ich ja wieder eine.
00:50:36Meine eigene.
00:50:53Frau Winter.
00:50:54Ich nehme an, Sie haben was für mich zu lesen.
00:50:57Versprochen ist versprochen.
00:50:58Eine Journalistin, die Wort hält. Mal was anderes.
00:51:03Ach ja, das Bild. Das...
00:51:05Ich habe mich daran satt gesehen.
00:51:08Die Frau ohne Gesicht?
00:51:09Mir hat es gut gefallen.
00:51:11Mir eigentlich auch. Trotzdem.
00:51:14Man muss sich auch mal trennen können.
00:51:16Um Platz für Neues zu schaffen.
00:51:27Was ist?
00:51:32Dieses Kapitel gehört bestimmt nicht hierher.
00:51:36Das Kapitel mit Ihrer Frau?
00:51:38Aber es ist doch Teil Ihrer Lebensgeschichte.
00:51:41Wer möchte schon erinnert werden an etwas,
00:51:44das so tragisch endet?
00:51:47Niemand, Frau Winter.
00:51:50Niemand.
00:51:51Sie wollen nicht an Ihre Frau erinnert werden?
00:51:54Dieser Artikel wird nicht erscheinen.
00:51:56Keine Zeile.
00:51:58Aber...
00:51:58Haben Sie ein Problem, das zu akzeptieren?
00:52:01Ich kann nur akzeptieren, was ich auch verstehen kann, Professor Hamadin.
00:52:04Vielleicht sollten Sie damit beginnen, auch Dinge zu akzeptieren,
00:52:07die Sie nicht verstehen.
00:52:09Und jetzt entschuldigen Sie mich bitte.
00:52:10Ich werde gebraucht.
00:52:44Grüß Gott, Herr Hartlau.
00:52:46Herr Scherzinger.
00:52:48Herr Hartlau!
00:52:48Habe die Ehre.
00:52:49Wie geht's Ihnen?
00:52:50Danke.
00:52:51Was kann ich für Sie tun?
00:52:52Ich habe da einen Scheck für Sie.
00:52:54Den möchte ich gerne einmessen.
00:52:55Möglichst große Scheine.
00:52:5850.000 Euro.
00:53:00Oh.
00:53:01Von Eleonore Pfütze?
00:53:03Ja.
00:53:04Da muss ich Sie leider enttäuschen.
00:53:07Der Scheck ist nicht gedeckt?
00:53:09Die Staatsanwaltschaft hat alle Pfützerkonten gesperrt.
00:53:12Bis zur endgültigen Klärung des Falls.
00:53:16Soll das heißen...
00:53:18Bedauern.
00:53:20Tja.
00:53:21Das ist allerdings sehr bedauerlich.
00:53:24Hm.
00:53:25Das war für einen guten Zweck gedacht.
00:53:26Wir wollten damit den Siegler-Nachwuchs in unserem Club fördern.
00:53:29Auch gute Zwecke müssen sich an die Gesetze halten.
00:53:32Das werden Sie sicher verstehen, Herr Hartlaub.
00:53:37Tja.
00:53:38Dafür sind die Gesetze ja schließlich da.
00:53:40Richtig.
00:53:40Herr Scherzinger, ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.
00:53:43Gleichfalls.
00:53:52Seit zwei Tagen beobachten wir den, John.
00:53:55Es war der letzte, mit dem die Pfützer Kontakt gehabt hat.
00:53:58Steht ganz oben bei mir auf der Liste.
00:54:03Wie war denn die Verbindung?
00:54:06Pfützer Hartlaub.
00:54:07Sie war reich und einsam.
00:54:10Aha.
00:54:10Bei ihm ist es genau umgekehrt.
00:54:12So ist es.
00:54:13Genau so.
00:54:15Nirgendwo gibt es mehr Millionäre pro Quadratmeter wie hier.
00:54:19Und für so einen wie den ist Stamberg wie Alaska für einen Goldschürfer.
00:54:23Und dieser Hartlaub, der weiß genau, wo was zu holen ist.
00:54:30Sogar seine Werbeagentur hat er abgestoppt.
00:54:33Von so einer Fregatte aus dem Yachtclub.
00:54:36Sie hat ihn finanziert und er hat sich eiskalt abserviert,
00:54:40als er gehabt hat, was er wollte.
00:54:42Und sein letztes Opfer, die Pfützer.
00:54:45Passt genau in sein Beuteschema.
00:54:48Aber ich meine, warum soll der die Kuh schlachten, wenn er sie melken kann, Herr Ackermann?
00:54:53Ach Winter, quälen Sie mich doch nicht wieder die Bauernweisheiten.
00:54:57So kommen wir doch nicht weiter.
00:55:16Schönheitspapst, blöder Idiot ist das.
00:55:18Stefan?
00:55:18Was?
00:55:18Was?
00:55:18Was?
00:55:42Stefan?
00:56:07Bist du da?
00:56:23Stefan?
00:56:24Stefan?
00:56:28Stefan?
00:56:30Stefan?
00:56:42Stefan?
00:56:44Stefan?
00:57:00Hallo?
00:57:09Sie sind doch...
00:57:16Was geht hier vor?
00:57:18Ja.
00:57:59UNTERTITELUNG
00:58:26BAUCHERT
00:58:27Winter, schön, dass Sie kommen konnten.
00:58:34Was wollen Sie?
00:58:38Ich könnte jetzt leicht ein Problem aus der Welt schaffen.
00:58:47Ganz leicht.
00:58:49Es würde nichts daran ändern, dass Sie ein Mörder sind.
00:58:54Nein.
00:59:01Aber es würde etwas an Ihrem Leben ändern, Winter.
00:59:06Sie wären dann nämlich tot. Einfach.
00:59:12Tod.
00:59:15Und jetzt, BAUCHERT?
00:59:18Was jetzt?
00:59:23Ich werde Sie nicht töten.
00:59:26Nein.
00:59:28Ich weiß was Besseres.
00:59:30Angst.
00:59:32Angst um etwas, das einem wichtiger ist als das eigene Leben.
00:59:38Angst.
00:59:41Ihre Tochter Winter.
00:59:43Ihr Fleisch.
00:59:46Und Blut.
00:59:56Sie fühlen sich so stark, BAUCHERT.
00:59:59Dabei ist das, was Sie hier draußen erwartet, viel schlimmer als das, was Sie hinter Gittern hatten.
01:00:08Sie werden eins nie werden.
01:00:13Jemand, den man als Freund haben möchte.
01:00:16Den man umarmt.
01:00:18Den man sein Vertrauen schenkt.
01:00:21Sie, BAUCHERT, sind die personifizierte Einsamkeit.
01:00:25Sie tut mir leid.
01:00:29Sie tut mir leid.
01:00:30Einfach leid.
01:00:36War das alles?
01:00:42Wenn es so ist, wie Sie sagen, Winter.
01:00:48Dann sollen Sie mein Erbe sein.
01:00:53Der Erbe.
01:00:58Ewiger Angst.
01:01:21Hallo, Alexandra.
01:01:24Was machst du denn hier?
01:01:26Du hattest Besuch.
01:01:28So voll?
01:01:29Von wem denn?
01:01:30Von ihr.
01:01:35Von der Frau ohne Gesicht.
01:01:37Silvia Hamardin.
01:01:39Und sie ist genauso wenig tot wie du und ich.
01:01:43Wie kommst du denn da drauf?
01:01:46Sie lebt.
01:01:48Und sie war hier.
01:01:51Ist ja völlig absurd. Magst du auch einen?
01:01:55Egal wer es war, es war sicherlich nicht Silvia Hamardin.
01:01:58Stefan, ich weiß, wen ich vor mir hatte.
01:02:00Was ist mit ihr?
01:02:02Warum schweigt ihr sie alle tot?
01:02:04Warum darf diese Frau nicht existieren?
01:02:12Du machst dir zu viel Gedanken.
01:02:22Was ist mit ihr?
01:02:42Stefan?
01:02:44Wer war das?
01:02:46Meine neue Nachbarin.
01:02:49Was wollte sie?
01:02:52Ich bin Journalistin, ein bisschen neugierig.
01:02:54Weiß sie was?
01:02:56Vielleicht ahnt sie was, aber wissen?
01:02:58Nee, wissen tut sie nichts.
01:03:02Was hast du?
01:03:04Das geht so nicht weiter.
01:03:06Stefan, ich kann das nicht mehr.
01:03:08Guck mal her.
01:03:14Ich kann mich nicht mehr verstecken.
01:03:16Zwei Jahre sind genug.
01:03:18Du musst Geduld haben, Silvia.
01:03:21Irgendwann muss es auch für ihn vorbei sein.
01:03:23Für ihn ist es nie vorbei.
01:03:29Du hast mir geholfen zu verschwinden.
01:03:32Bitte hilf mir, wieder aufzutauchen.
01:03:35Ist dir klar, was das bedeutet?
01:03:37Für dich?
01:03:39Für mich und ihn?
01:03:41Lass uns zusammen weggehen.
01:03:44Lass uns neu anfangen.
01:04:05Lass uns neu anfangen.
01:04:10Was verbindet Stefan Kroninger mit Reza Hamardin?
01:04:18Zwei so verschiedene Männer.
01:04:29Eine Frau.
01:04:31Die selbe Frau.
01:04:35Silvia Hamardin, die Ehefrau des Professors.
01:04:59Die Frage ist, was weiß Kroninger, was Hamardin nicht weiß.
01:05:13Er weiß, dass sie lebt.
01:05:17Er weiß, dass sie lebt.
01:05:17Hamardin nicht.
01:05:21Aber wieso?
01:05:23Warum?
01:05:24Warum?
01:05:47Auch das noch?
01:05:481
01:05:531
01:05:561
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01:05:592
01:06:143
01:06:152
01:06:151
01:06:172
01:06:45UNTERTITELUNG
01:07:01UNTERTITELUNG
01:07:28UNTERTITELUNG
01:07:49UNTERTITELUNG
01:08:19Das ist mein Handy. Das ist mein verdammtes Handy. Das muss doch hier irgendwo sein.
01:08:42UNTERTITELUNG
01:08:59Hallo? Fräulein Winter.
01:09:07Keine Angst. Hol sie hier raus. Alles wird gut, Fräulein Winter. Alles wird gut.
01:09:26Am besten gehen sie gleich wieder um. Wieso? Was ist denn passiert?
01:09:30Da war wieder einer zu schnell unterwegs. Und das bei dem Wetter.
01:09:44Oh mein Gott. Hallo, sind Sie da?
01:09:47Hey, Sie können hier nicht durch. Das ist das Auto meiner Tochter.
01:09:51Wo ist sie? Wo haben Sie sie hingebracht?
01:09:53Da war niemand mehr drin. Wir haben schon das ganze Gelände abgesucht.
01:09:56Ja, aber Sie...
01:09:56Wo ist doch irgendwo sein?
01:09:57Ich sag Ihnen doch, wir haben niemand gefunden.
01:09:59Ja, aber Sie müssen...
01:10:00Jetzt beruhigen Sie sich mal.
01:10:01Unsere Hundestaffel ist gleich da. Die findet ihre Tochter bestimmt. Okay.
01:10:14Oh mein Gott.
01:10:19Borscher!
01:10:23Borscher!
01:10:25Wo ist meine Tochter?
01:10:28Wo ist sie?
01:10:30Oder?
01:10:43O Gott!
01:10:45Bleiben Sie stehen!
01:10:47Winter!
01:10:49Wo bleiben Sie?
01:10:59Borscher!
01:11:04Oh nein! Alexandra!
01:11:17Das war der Butzemann.
01:11:21Aber diesmal geht ein anderer im Kreis herum.
01:11:25Und der, der das getan hat,
01:11:28der hat auch ihre Tochter.
01:11:30Wo ist sie?
01:11:33Wo ist sie?
01:11:38Und für den kleinen Butzewicht
01:11:42hat sogar der Tod ein eitles Gesicht.
01:11:51Und für den kleinen Butzewicht
01:11:53hat sogar der Tod ein eitles Gesicht.
01:11:59Denken Sie scharf nach, Winter!
01:12:12Alexandra!
01:12:19Alexandra!
01:12:33Was verbindet Stefan Koninger mit Reza Hamadin?
01:12:37Was weiß Koninger, was Hamadin nicht weiß?
01:12:40Er weiß, dass sie lebt.
01:12:43Hamadin nicht.
01:12:44Ich bin dann nicht.
01:12:47Ich bin dann nicht.
01:12:53Das war's ja.
01:12:54Und hier, ich bin dann nicht...
01:12:55Einen nicht noch.
01:12:56Ich bin dann doch nicht.
01:12:58Ich bin dann nicht mehr.
01:13:05Und da.
01:13:14Aber es will 한국,
01:13:16Was machen Sie denn im Haus meiner Tochter?
01:13:18Ich wollte zu Alexandra.
01:13:20Mitten in der Nacht?
01:13:23Ich habe Licht gesehen.
01:13:25Und dafür bleiben Sie im Dunkeln?
01:13:27Jetzt hören Sie mal genau zu.
01:13:29Meine Tochter hatte einen Unfall.
01:13:31Ich habe keine Ahnung, wo sie ist.
01:13:33Ich bin krankversorger und weiß nicht, was ich als nächstes tue.
01:13:36Und Sie schleichen in Ihrem Haus herum.
01:13:38Um diese Uhrzeit.
01:13:40Die Tür stand offen.
01:13:41Ja, ja, das weiß ich.
01:13:42Was wollen Sie denn hier?
01:13:43Ich wollte...
01:13:44Tun Sie sich eingefallen.
01:13:46Und lügen Sie mich ja nicht an.
01:13:53Es gibt Narben, die verheilen.
01:13:55Und es gibt Narben, die bleiben.
01:13:59Diese bleibt ganz bestimmt nicht.
01:14:02Das verspreche ich Ihnen.
01:14:04Danke.
01:14:07Danke für alles, was Sie für mich getan haben.
01:14:09Keine Ursache.
01:14:12Auch als schöner Chirurg
01:14:14bin ich in erster Linie Arzt.
01:14:17Und jetzt entspannen Sie sich ein bisschen.
01:14:21Ich bin gleich wieder bei Ihnen.
01:14:31Ist das nicht ein Wink des Schicksals,
01:14:33dass ich gerade in dem Moment vorbeigekommen bin,
01:14:35als es passiert ist?
01:14:39Da können Sie wirklich von Glück reden.
01:14:41So hat unsere Begegnung doch noch etwas Gottgewolltes.
01:14:50Finden Sie sich da auch?
01:14:55Fräulein Winter!
01:15:07Silvia Hammardin lebt?
01:15:09Und Alexander hat das herausgefunden?
01:15:12Ja.
01:15:14Ihre Tochter war ganz nah in der Wahrheit.
01:15:16Eine Wahrheit, die für uns alle gefährlich ist.
01:15:18Wieso?
01:15:19Was ist daran gefährlich?
01:15:22Na, er Hammardin.
01:15:23Ah.
01:15:25Wissen Sie, wie er Frauen sieht?
01:15:26Er stellt sie auf den Sockel,
01:15:28überschüttet sie mit Geschenken
01:15:29und behandelt sie wie sein Eigentum.
01:15:31Ihre eigenen Wünsche, Bedürfnisse, Sehnsüchte
01:15:32sind ihm völlig egal.
01:15:34Bei Kleinigkeiten rastet er aus
01:15:35und hinterher tut es ihm so unendlich leid.
01:15:38Wollen wir Sie ihn da nicht verlassen?
01:15:39Das war gar nicht so einfach.
01:15:41Er hat sie kontrolliert.
01:15:41Sogar beim Einkaufen.
01:15:43Er hat Ihre Handtasche durchsucht.
01:15:44Er hat Ihren Autoschlüssel weggenommen.
01:15:46Er hat Ihr Szenen gemacht,
01:15:47wenn Sie mit einem anderen Mann gesprochen hat.
01:15:48Können Sie sich das vorstellen?
01:15:51Und der andere Mann waren Sie?
01:15:55Nein.
01:15:57Er verdächtigte Hartlo,
01:15:58um eine Affäre mit seiner Frau zu haben.
01:16:00Der Chef vom Segelclub.
01:16:02Und, hat er einen Grund dafür?
01:16:04Ach, überhaupt nicht.
01:16:05Silvia war ihm treu, absolut.
01:16:07Er wollte es einfach nicht glauben.
01:16:08Er konnte es einfach nicht glauben.
01:16:10Egal, was sie tat.
01:16:11Was ist Ihre Rolle in dem Ehe-Drama?
01:16:16Vor circa zwei Jahren kam Silvia zu mir,
01:16:18um sich fotografieren zu lassen.
01:16:20Für ihn.
01:16:21Sein 40. Geburtstag.
01:16:24Es sollte ein Geschenk sein mit Symbolcharakter.
01:16:29Symbolcharakter?
01:16:30Ja.
01:16:32Eine Frau,
01:16:33nackt wie ihre Seele,
01:16:36dir Gesicht verbergt.
01:16:38Aha.
01:16:40Es sollte eine Überraschung sein.
01:16:43Und das war es auch.
01:16:45Hamadine war außer sich.
01:16:46Silvia völlig verzweifelt.
01:16:47Als sobald sie mich ihr zu helfen.
01:16:49Und dann haben Sie ihr geholfen?
01:16:51Ja.
01:16:53Ich habe das Ganze wie einen Segelunfall aussehen lassen.
01:16:56Ich war an Bord,
01:16:57als sie aus seinem Leben verschwand.
01:17:01Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
01:17:13Aber Sie verschwanden nicht aus Ihrem Leben?
01:17:16Nein, nicht aus meinem.
01:17:18Was würde passieren,
01:17:19wenn Hamadine davon erfährt?
01:17:22Das weiß ich nicht.
01:17:24Ich weiß nur eins.
01:17:26Wir alle müssen der Wahrheit
01:17:27irgendwann ins Gesicht sehen.
01:17:29Auch wenn sie noch so hässlich ist.
01:17:34Sagen Sie das nochmal.
01:17:36Es ist an der Zeit der Wahrheit
01:17:37ins Gesicht zu sehen.
01:17:38Auch wenn sie noch
01:17:39so hässlich ist.
01:17:41Ja.
01:17:45Für den kleinen Butze-Wicht
01:17:47hatte sogar der Tod
01:17:48ein eitles Gesicht.
01:17:50Ist es das,
01:17:53was du mir sagen,
01:17:53wie es bei euch hat?
01:18:06Können Sie mich mitnehmen?
01:18:07Mhm.
01:18:09Danke.
01:18:11Ich...
01:18:12Sagen Sie nichts.
01:18:16Ich weiß,
01:18:17wo Sie hin möchten.
01:18:27Ich weiß es.
01:18:34Ich weiß es.
01:18:42Ich weiß es.
01:18:51Ich weiß das.
01:19:09Woher wissen Sie, wohin ich will?
01:19:13Ich weiß noch viel mehr.
01:19:16Ich weiß, dass Sie erst kürzlich eingezogen sind, dass Sie Bettwäsche mit roten Rosen haben und dass Sie schwarze Unterwäsche
01:19:27tragen.
01:19:29Und ich weiß auch, wie Sie heißen, Alexandra Winter. Habe ich recht?
01:19:43Ich weiß jetzt auch, wer Sie sind.
01:19:46Warum glauben immer alle zu wissen, wer ich bin? Ich weiß es selbst nicht.
01:19:51Und am allerwenigsten weiß es Ihr Vater.
01:19:55Wohin bringen Sie mich?
01:19:58Ist es wichtig?
01:20:16Alles dein Werk?
01:20:19Reza.
01:20:21Silvia.
01:20:31Silvia, du...
01:20:36Du lebst.
01:20:37Ja, ich lebe.
01:20:40Ich bin nicht ertrunken.
01:20:43Es wird Zeit, dass du das erfährst.
01:20:47Du führst dein Leben ohne mich.
01:20:52Ohne deinen Mann.
01:20:54Ohne die Gewalt, die du mir angetan hast.
01:20:59Ich habe dich nie angerührt.
01:21:04Nicht körperlich.
01:21:07Seelisch hast du mich gefoltert.
01:21:08Was redest du da?
01:21:10Du hast mich gesteinigt mit deiner Eifersucht.
01:21:16Ich habe dich geliebt.
01:21:26Deine Liebe war ein einziges Missverständnis, Reza.
01:21:29Du bist mein Leben, Silvia.
01:21:33Mein Leben.
01:21:37Ich hätte alles für dich getan.
01:21:41Weißt du, was du am Tag unserer Hochzeit gesagt hast?
01:21:46Jetzt gehörst du mir.
01:21:47Hast du gesagt.
01:21:50Ich hätte keine Ahnung, was du damit meinst.
01:21:54Ich wollte nie eine andere.
01:21:59Lassen Sie los, Hamadie!
01:22:01Sie werden es nicht tun.
01:22:03Sie können es gar nicht.
01:22:05Sie haben es doch schon so oft getan.
01:22:07Diese drei Frauen mussten sterben für Ihre Frau.
01:22:10Hören Sie auf!
01:22:11Immer, wenn diese Frauen sich in ihre Hände begeben haben...
01:22:14Hören Sie auf!
01:22:15Hören Sie ihr Eigentum!
01:22:17Und Sie...
01:22:19Sie fühlten sich betrogen, wenn die ihre eigenen Wege gingen.
01:22:23Und das...
01:22:24... haben Sie nicht ertragen.
01:22:26Und dafür haben Sie sich gestraft.
01:22:29Wegen Untreue.
01:22:30Mit dem Tod Professor Hamadie.
01:22:35Sie sind ein Mörder.
01:22:38Sie sind krank.
01:22:42Nein!
01:22:44Nein!
01:22:45Nein!
01:22:46Nein!
01:22:47Nein!
01:22:48Nein!
01:22:49Nein!
01:22:50Nein!
01:22:51Nein!
01:22:52Nein!
01:22:54Warum?
01:22:56Er hat immer nur Sie getötet.
01:22:59Immer nur Sie.
01:23:28Alexander.
01:23:32Alexander.
01:23:34Papi?
01:23:39Ich bin's schon wieder.
01:23:42Gott sei Dank.
01:24:19Wer hätte das gedacht? Professor Risa Hamarty, der Schönheitspapst von Starnberg, ein Frauenmörder.
01:24:26Und was ist mit Borchardt?
01:24:29Hat sich in Luft aufgelöst.
01:24:32Sagen Sie mal, stimmt das eigentlich, dass der entscheidende Tipp von Borchardt kam?
01:24:37Ja, und den Rest musste ich mir buchstäblich zusammenreimen.
01:24:42Warum hat er mich eigentlich nach Hause gefahren, ohne mir was anzutun?
01:24:45Genau. Was wür ihr uns beweisen, Winter?
01:24:48Dass ich Unrecht hatte mit seiner Sicherheitsverwahrung.
01:24:51Das wäre ja nicht auszuhalten, wenn Sie immer recht hätten, Winter. Was?
01:24:56Da haben Sie jetzt aus, sonst war es immer recht, ja?
01:25:06Die beiden scheinen erleichtert zu sein.
01:25:09Kann man gut verstehen. Zwei Jahre Versteckspiel vor Hamarty sind endlich vorbei.
01:25:17Irgendwann wird er wieder auftauchen. Und dann? Hast du einen Schlüssel?
01:25:25Nee, der liegt drinnen auf dem Tisch.
01:25:27Na bravo.
01:25:32Moment. Was ist das denn?
01:25:45Ist für dich?
01:25:50Dr. Winter, Sie hatten doch recht. Das Leben hier draußen ist grausamer, als ich es je sein kann.
01:25:58Und deshalb würde ich mich stellen. Früher. Oder später. Oder nie.
01:26:07Oh Gott. Du bist und bleibst mir ein Rätsel.
01:26:11Winter, Herrgott, warum nehmen Sie den nicht ab?
01:26:14Ja, weil ich kein Handy mehr hab.
01:26:16Den Hamarty, den Schönheitskönig. Den haben Sie heute morgen tot im See gefunden.
01:26:22Was?
01:26:24Das gibt's doch nicht.
01:26:27Wie seinerzeit unseren Bayernkönig.
01:26:29Ja. Und wie seinerzeit war es wahrscheinlich ein Unfall.
01:26:39Und? Wie fühlst du dich jetzt?
01:26:41Wochen nach dieser Nacht?
01:26:44Sehr gut. Meine Narben sind verheilt.
01:26:47Wie er es mir versprochen hat.
01:26:49Hast du eine Ahnung, was Hamarty in der Nacht bei mir wollte?
01:26:52Schwer zu sagen.
01:26:54Aber du hast natürlich mit deinem Artikel einen Scheinwerfer auf die dunkelste Seite seiner Seele gerichtet.
01:27:00Ja, ohne es zu wissen.
01:27:01Aber er hat es so empfunden. Und?
01:27:04Du hast ihm widersprochen.
01:27:07Aber meinst du, er hätte mir wirklich was angetan?
01:27:10Lässlich glaube ich das nicht.
01:27:12Es fehlte das entscheidende Motiv.
01:27:14Die Eifersucht, die bei all seinen Opfern der Auslöser war.
01:27:22Übrigens, es war kein Unfall, wie es in der Presse stand.
01:27:25Er hat sich das Leben genommen, weil es keinen Sinn mehr für ihn hatte.
01:27:29Aber das passt natürlich nicht in diese feine Starnberger Landschaft.
01:27:34Doch wie wir beide wissen, morgen passieren.
01:27:38Auch in der besten Gesellschaft.
01:27:40Ja, leider.
01:27:56Amen.
01:28:17Untertitelung des ZDF, 2020
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