- vor 5 Wochen
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KurzfilmeTranskript
00:00:00Ich kenne alle eure kleinen Intrigen hier.
00:00:17Die ganzen schmutzigen Geheimnisse, der ganze Dreck, der hier unter den Teppich gekehrt wird.
00:00:21Aber ich weiß mehr, als ihr denkt.
00:00:24Also tut nicht so, als seien wir hier alle eine große Familie.
00:00:27Wir zur Hölle mit euch allen, wirklich.
00:00:40Hallo?
00:00:40Hallo?
00:00:43Hallo?
00:00:47Hallo?
00:00:48Hallo?
00:00:49Hallo?
00:00:50Hallo?
00:00:51Hallo?
00:00:52Hallo?
00:00:53Hallo?
00:00:54Hallo?
00:00:55Hallo?
00:00:56Hallo?
00:00:57Hallo?
00:00:58Hallo?
00:00:59Hallo?
00:01:00Hallo?
00:01:01Hallo?
00:01:02Hallo?
00:01:03Hallo?
00:01:04Hallo?
00:01:05Hallo?
00:01:06Hallo?
00:01:07Hallo?
00:01:08Hallo?
00:01:09Hallo?
00:01:10Hallo?
00:01:11Hallo?
00:01:12Hallo?
00:01:13Fünf auf diesem Foto sind bereits tot. Zwei von ihnen wurden vor kurzem ermordet. Alexander Roth, vergiftet mit Methanol.
00:01:21Und Heike Wersch, Roths Vorgängerin, die eine Woche zuvor erschlagen wurde.
00:01:26Beide haben für den Winterscheidt Verlag gearbeitet. Stellt sich die Frage, ob die Morde mit dem Verlag zu tun haben.
00:01:33Karl Winterscheidt, der neue Verleger, hat Heike Wersch entlassen. Daraufhin hat sie alles unternommen, um dem Verlag und ihm zu schaden.
00:01:40Er war auch dabei, als Paula Roth im Krankenhaus gesagt hat, dass sie die Intrigen und die schmutzigen Geheimnisse der Ewigen kennt.
00:01:49Wir müssen herausbekommen, was sie damit gemeint hat.
00:02:07Hey.
00:02:10Hör zu.
00:02:16Ich hab das nur so gesagt.
00:02:21Alexander, Alex.
00:02:25Alexander hat mir keine Geheimnisse erzählt.
00:02:33Und wichtige Unterlagen, die würde der bestimmt nicht hier verstehen.
00:02:36slaughter.
00:02:43Hörst du?
00:02:47Hey.
00:02:49Hey.
00:02:57Hey.
00:02:57Hey.
00:02:58Hey.
00:02:58Hey.
00:02:59Hey.
00:02:59Hey.
00:03:04Hey.
00:03:04Hey.
00:03:06Hey.
00:03:06Untertitelung. BR 2018
00:03:36Guten Morgen, Herr Winterscheid.
00:03:47Guten Morgen.
00:03:48Wie gesagt, ich bin durch mit dem Manuskript und wollte Sie fragen, ob Sie jetzt vielleicht Zeit haben.
00:03:53Äh, ich...
00:03:54Dann wissen Sie, was Sie haben recht. Ich habe Ihnen das Manuskript gegeben, dann soll ich mir auch die Zeit nehmen, Ihre Meinung anzuhören.
00:04:06Das Manuskript ist gut. Sogar sehr gut. Sehr schade, dass Ihre Mutter es nicht beendet hat.
00:04:21Wenn meine Mutter es auch geschrieben hat. Nicht beendet?
00:04:24Auf Seite 134 ist Schluss. Mitten in der Handlung.
00:04:27Und wovon handelt es?
00:04:32Nach dem, was Sie mir erzählt haben, scheint die ganze Geschichte autobiografische Züge zu tragen.
00:04:36Ein junger Verlegersohn fährt mit seiner Clique nach Noir-Mautier und ertrinkt.
00:04:44Nachdem er betrunken von einem Felsen gestürzt ist.
00:04:47Ha.
00:04:48Eine junge Studentin, die neu in dieser Clique ist, vermutet, dass mit dem Tod des Verlegersohns etwas nicht stimmt.
00:04:54Und dass die gesamte Clique die Wahrheit verschweigt, weil eine Mordermittlung ihrer Karriere schaden würde.
00:04:59Sie erfinden eine Lügengeschichte, die sie den Eltern des Verstorbenen erzählen.
00:05:08Wenn das autobiografisch...
00:05:12Mein Cousin Götz ist damals tatsächlich 1993 auf Noir-Mautier betrunken von einem Felsen gestürzt und ertrunken.
00:05:22Meine Mutter war auch da.
00:05:24Genauso mein Vater, Götz' Onkel.
00:05:25Den sie dann...
00:05:29Kurz danach geheiratet hat.
00:05:37Sie hat sich das Leben genommen, da war ich gerade mal sechs Jahre alt.
00:05:42Kurz vor meinem ersten Schultag.
00:05:46Nach dem Tod meines Vaters ist sie depressiv geworden.
00:05:48Und eines Abends ist sie einfach vom Balkon unserer Wohnung im fünften Stock gesprungen.
00:05:58Und war sofort tot.
00:06:01Hat nicht mal einen Abschiedsbrief hinterlassen.
00:06:03Das tut mir sehr leid.
00:06:12Ach.
00:06:14Ist lange her.
00:06:17Wussten Sie, dass Ihre Mutter geschrieben hat?
00:06:19Nein.
00:06:21Ich muss vielen Dank, dass Sie sich die Mühe gemacht haben.
00:06:24Das war keine Mühe.
00:06:25Wie gesagt, das Buch ist sehr gut.
00:06:27Sie sollten es lesen.
00:06:29Ja, ja.
00:06:30Später.
00:06:32Vielleicht.
00:06:32Ich bin nicht.
00:07:02Nicola, kann ich dich kurz sprechen?
00:07:30Ja.
00:07:32Du weißt ja, dass Cosima Leberkrebs hat.
00:07:35Ja, klar.
00:07:36Wie geht's dir denn?
00:07:37Nicht gut.
00:07:38Sie braucht dringend eine Leberspende.
00:07:40Und es hat sich jetzt rausgestellt, dass ich als passender Spender in Frage komme.
00:07:44Wir müssen natürlich noch warten, bis der Zustand...
00:07:47Ja, hallo Sande, hier Kripo Hofheim.
00:07:48Ich bin auf der Suche nach Paula Roth.
00:07:50Können Sie mir weiterhelfen?
00:07:51Und nach der OP werde ich für eine Weile ausfallen.
00:07:53Aber ich habe mit Pia schon gesprochen, dass sie...
00:07:56Krögers Leute haben die geschreddeten Papiere, die ihr in Alexander Roths Büro gefunden habt,
00:08:01wieder zusammengesetzt.
00:08:02Ich weiß, was du 1993 getan hast und du weißt es auch.
00:08:091993?
00:08:10Das ist wie das Gruppenfoto.
00:08:12Es gibt noch zwei Kopien von handbeschriebener Seiten, die sich wie Teile eines Tagebuchs
00:08:17lesen.
00:08:18Ich habe jemanden im Sender erreicht.
00:08:20Paula Roth sollte heute zu einer Redaktion zu kommen, ist nicht erschienen, ohne sich
00:08:25zu entschuldigen.
00:08:26Wir fahren zu ihr.
00:08:27Ja, mach das und über das andere reden wir noch.
00:08:31Ja.
00:08:32Ja.
00:08:33Ja.
00:08:34Ja.
00:08:35Ja.
00:08:36Ja.
00:08:37Ja.
00:08:38Ja.
00:08:39Ja.
00:08:40Ja.
00:08:41Ja.
00:08:42Ja.
00:08:43Ja.
00:08:44Ja.
00:08:45Ja.
00:08:46Ja.
00:08:47Ja.
00:08:48Ja.
00:08:49Ja.
00:08:50Ja.
00:08:51Ja.
00:08:52Ja.
00:08:53Ja.
00:08:54Ja.
00:08:55Ja.
00:08:56Ja.
00:08:57Ja.
00:08:58Ja.
00:08:59Ja.
00:09:00Ja.
00:09:01Ja.
00:09:02Ja.
00:09:03Ja.
00:09:04Ja.
00:09:05Ja.
00:09:06Ja.
00:09:07Ja.
00:09:08Ja.
00:09:09Mir geht es mit der Leberspende nicht aus dem Kopf.
00:09:16Ich meine, bist du dir ganz sicher?
00:09:22Es ist Cosima's einzige Chance.
00:09:24Und was ist, wenn was schief geht?
00:09:27Dann verliert Sophia vielleicht beide Eltern.
00:09:32Tut mir leid.
00:09:33Geht mir nichts an.
00:09:36Ich finde es schön, wenn du dich um mich sorgst.
00:09:39Ist halt meine einzig wahre Freundin.
00:10:09Ich bin lieber Bein.
00:10:11Ich bin lieber Bein.
00:10:12Bist du etwas?
00:10:12Ich bin lieber Bein.
00:10:13Bist du weißt?
00:10:16Ich bin lieber zu.
00:10:17Oh, oh, oh, oh, oh.
00:10:47Oh, oh, oh, oh.
00:11:17Oh, oh, oh.
00:11:47Oh, oh, oh.
00:12:17Oh, oh, oh.
00:12:47Oh, oh, oh.
00:13:17Oh, oh, oh.
00:13:47Hallo, Professor Kirchhoff.
00:13:49Tut mir leid, Sie zu stören, aber ich habe da eine Frage an Sie.
00:13:54Gibt es bei Selbstmord eigentlich auch eine gerichtliche Untersuchung?
00:13:58Ja, wenn es die zuständige Staatsanwaltschaft anordnet.
00:14:02Und das ist meist nur der Fall, wenn die Umstände zweifelhaft sind.
00:14:05Gibt es einen konkreten Grund für Ihre Frage?
00:14:06Ja, es geht um eine Sache, auf die ich zufällig gestoßen bin.
00:14:14Eine Frau, die sich vor mehr als 20 Jahren das Leben genommen hat.
00:14:20Aber, ja, mir sind Zweifel gekommen, ob es wirklich Suizid war.
00:14:25Ja, und warum?
00:14:27Ja, das ist so ein Gefühl.
00:14:31Ich weiß nicht, vielleicht ist das total Quatsch.
00:14:33Nein, nein, das ist kein Quatsch.
00:14:35Oft haben Polizisten nur so ein Gefühl.
00:14:37Man könnte es auch Instinkt nennen.
00:14:39Wie lange müssen denn Ermittlungsunterlagen aufbewahrt werden?
00:14:42In der Regel werden Unterlagen in Leichensachen 30 Jahre bei der Staatsanwaltschaft aufgehoben.
00:14:47Wenn Sie mir den Namen der Person sagen, sehe ich mir das gern mal an.
00:14:50Ja, die Sache ist ein bisschen heikel.
00:14:53Es geht um die Mutter meines Chefs, Katharina Winterscheid.
00:14:59Herr Kirchhoff?
00:15:01Bin gleich da.
00:15:03Hören Sie, ich muss gerade weg.
00:15:04Aber ich könnte von unterwegs erst mal klären,
00:15:06ob wir die rechtsmedizinischen Unterlagen überhaupt noch in unserem Archiv haben.
00:15:11Das wäre ein erster Schritt, bevor ich bei der Staatsanwaltschaft nachhake.
00:15:14Ja, ähm, gerne.
00:15:17Kommen Sie doch einfach hier vorbei, wenn Sie Feierabend machen.
00:15:20Vielleicht habe ich dann schon was für Sie.
00:15:22Ja, wunderbar, vielen Dank.
00:15:36Wir sind jetzt mit der Befragung fast durch, aber niemand aus dem näheren Umfeld des Verlags
00:15:48hat im Grunde ein belastbares Alibi für die Tatzeit.
00:15:54Wenn wir nur ein paar Minuten früher dran gewesen wären.
00:15:57Ja, wenn, wenn, wenn, wenn.
00:15:59Ich weiß, was du getan hast und du weißt es auch.
00:16:13Ich denke, wir können davon ausgehen, dass all unsere Morde mit dem zu tun haben, was damals passiert ist.
00:16:18Ich habe die Tagebuchseiten ja gelesen.
00:16:20Also der Text stammt von einer Frau, die neu in der Klicke war und die mit jemandem zusammen war, der John hieß.
00:16:24Das kann eigentlich nur Katharina Winterscheidt gewesen sein, die Mutter von Karl.
00:16:29Ja, ich habe euch die interessantesten Stellen mal markiert, ja?
00:16:32Danke.
00:16:37Frankfurt, 12. August 1993.
00:16:40Gestern war Götz Beerdigung, es war der blanke Horror.
00:16:43Ich wünschte, ich wäre nicht hingegangen.
00:16:45Natürlich hat keiner den trauenden Eltern verraten, dass Götz die ganze Klicke am Abend vor seinem Tod rausgeworfen hat.
00:16:51Dass er ihnen gesagt hat, dass er nichts mehr mit ihnen zu tun haben will.
00:16:57Das weiß ich von Stefan, aber der hält auch feige den Mund.
00:17:01Ich hätte große Lust, den Eltern von Götz die Wahrheit über ihn und Stefan zu sagen, aber sie würden mir sowieso nicht glauben.
00:17:09Sie hassen mich, weil sie glauben, dass ich Götz das Herz gebrochen habe.
00:17:14Sie ahnen nicht, dass ich nur seine Tarnung war, damit nicht rauskommt, was zwischen ihm und Stefan gelaufen ist.
00:17:21Soll das die Lüge gewesen sein, auf die Alexander Roth seine Karriere aufgebaut hat?
00:17:29Hat er sich deswegen unwürdig gefühlt?
00:17:32Weil er den alten Winterscheid verschwiegen hat, dass ihr Sohn Götz eine homosexuelle Beziehung hatte?
00:17:37Nee.
00:17:38Denke ich auch.
00:17:39Es muss irgendetwas sein, von dem sich der Täter existenziell bedroht fühlt.
00:17:47Schaut man hier.
00:17:49Was ist das?
00:17:50Das sind die Fotos der Sachen, die Krüger noch im Haus von Heike Wersch gefunden hat.
00:17:54Das sind das T-Shirt und die Brille, die Götz Winterscheid auf dem Gruppenfoto trägt.
00:18:02Und auf dem T-Shirt ist Blut.
00:18:06Doch, Matheike, wer ist da so lange aufgehoben?
00:18:11Als Beweis.
00:18:12Gehen wir davon aus, dass Götz Winterscheid nicht infolge eines Unfalls, sondern infolge einer Auseinandersetzung von der Klippe gestürzt ist.
00:18:26Und die anderen Ewigen haben es gewusst und bewusst verschwiegen.
00:18:31Dann hätten tatsächlich alle auf dem Foto ihr Leben auf einer Lüge aufgebaut.
00:18:34Und das ist ein Geheimnis, das man um jeden Preis hüten müsste.
00:18:39Weil Mord nicht verjährt.
00:18:40Wir müssen die Akten der französischen Behörden anfordern.
00:18:44Unbedingt.
00:18:45Lass uns auch nochmal mit Stefan Fink und Maria Hauschelt sprechen.
00:18:48Ja.
00:18:49Wir Kollegen waren am Bankschließrach von Heike Wersch.
00:18:52Wisst ihr was drin, na?
00:18:54Neben jeder Menge Unterlagen auch ihr Testament.
00:18:58Und wem hat sie ihr gesamtes Vermögen vermacht?
00:19:02Waldemar Bär.
00:19:04Der hat gestern nicht gerade gut von dir gesprochen.
00:19:34Wir würden sehr gerne mit Herrn Bär sprechen. Wissen Sie vielleicht, wo er ist?
00:19:46Tut mir leid, dass Sie extra dafür hier rausgekommen sind.
00:19:49Herr Bär ist noch für uns unterwegs.
00:19:50Vielleicht hätten Sie vorher anrufen sollen.
00:19:54Nach unseren Informationen waren Sie und Ihr Mann an dem Abend, als Heike Wersch ermordet wurde,
00:19:58mit Herrn Bär bei einer Lesung in Frankfurt.
00:20:00War Herr Bär die ganze Zeit mit Ihnen zusammen?
00:20:04Nein, wenn er uns zu solchen Veranstaltungen fährt, wartet er entweder im Wagen oder man sucht sich was in der Nähe.
00:20:10Es gibt noch etwas, über das wir gerne mit Ihnen sprechen wollen.
00:20:13Ja.
00:20:13Alexander Roth hat kurz vor seinem Tod etwas bekommen, das für uns aussieht wie ein Erpresser schreiben.
00:20:20Auf einem Blatt steht, ich weiß, was du 1993 getan hast und du weißt es auch.
00:20:25Dazu gehören zwei Seiten, die sich lesen, wie der Auszug aus einem Tagebuch.
00:20:28Darin wird angedeutet, dass ihr Sohn Götz damals ein Verhältnis mit Stefan Fink hatte.
00:20:33Das ist absolut lächerlich. Unser Sohn war nicht homosexuell.
00:20:39Wer soll denn das geschrieben haben?
00:20:40Offenbar stand der Text von Ihrer Schwägerin Katharina.
00:20:43Sie schreibt, dass sie davon wusste und die beiden gedeckt hat.
00:20:46Das ist gelogen.
00:20:48Stefan ist seit fast 30 Jahren mit unserer Tochter verheiratet.
00:20:52Sie haben Kinder. Was fällt Ihnen ein, so etwas zu behaupten?
00:20:56Und unser Sohn Götz war damals mit Katharina zusammen.
00:21:00Erst hat sie ihm völlig den Kopf verdreht, dann hat sie ihn einfach fallen lassen, hat sich meinen Schwager John geangelt.
00:21:06Der Arme Götz hat sich sinnlos betrunken.
00:21:08Als sie mit dem Schluss gemacht hat, ist er besser auch gestürzt.
00:21:13Woher wissen Sie das alles so genau? Das Ganze ist doch auf Nourmotiv passiert.
00:21:17Götz' Freunde haben es uns erzählt.
00:21:21Es gibt Hinweise, dass bei dem Tod Ihres Sohnes offenbar nicht alles mit rechten Dingen.
00:21:26Das ist seine Brille.
00:21:43Und sein T-Shirt.
00:21:46Ist das...
00:21:48sein Blut?
00:21:50Genau das wollen wir feststellen.
00:21:53Dafür müssen wir einen DNA-Abgleich machen.
00:21:56Haben Sie vielleicht irgendwas von Ihrem Sohn, was uns da helfen könnte?
00:22:02Ja, ich...
00:22:03Ich hab eine Kiste mit Babysachen aufgehoben.
00:22:07Da ist auch...
00:22:10eine kleine Locke.
00:22:11Ja?
00:22:22Ja?
00:22:25Was?
00:22:26Wieso das?
00:22:29Ja.
00:22:31Danke.
00:22:32Das war Kröger.
00:22:40Das Blut auf dem T-Shirt ist nicht von Götz Winterscheid.
00:22:44Woher will er das wissen?
00:22:46Wir bringen ihm doch gerade das Material für den DNA-Abgleich.
00:22:49Weil er die DNA bereits kennt.
00:22:51Das Blut stammt von Alexander Roth.
00:22:53Warum sollte Heike Wärschen T-Shirt von Götz Winterscheid aufheben, auf dem sich das Blut von Alexander Roth befindet?
00:23:03Um ihn zu erpressen?
00:23:05Oder fällt dir ein anderer Grund ein?
00:23:07Das Blut.
00:23:27Das war's ist grundsätzlich.
00:23:28Und wie wird das Fotoshooting?
00:23:52Sehr gut.
00:23:54Hallo.
00:23:56Ist gut, komm weg.
00:23:58Danke, dass Sie mir das Manuskript hingelegt haben.
00:24:00Ich habe angefangen zu lesen.
00:24:04Dass meine Mutter Romane geschrieben hat, das habe ich nicht gewusst.
00:24:06Aber ich kann mich noch sehr gut an das Klackern der Schreibmaschine erinnern.
00:24:10Ich dachte nur, das gehört zu Ihrer Arbeit.
00:24:13Ich weiß noch genau, wie sich das angefühlt hat.
00:24:14Der ganze Tisch hat vibriert von dem Klack, Klack, Klack, Klack.
00:24:18Die Katze hat es auch sehr gemocht.
00:24:21Sie hatten eine Katze?
00:24:22War sie zufällig schwarz mit weißen Pfoten und hieß Flördesail?
00:24:28Ja.
00:24:30Woran wissen Sie das?
00:24:31Die kommt im hinteren Teil des Manuskripts vor.
00:24:35Das ist irgendwie komisch.
00:24:37Mich erinnert es an etwas, aber ich komme einfach nicht drauf.
00:24:41Frau Bemora, kommen Sie mal bitte.
00:24:43Entschuldigen Sie.
00:24:44Ich bitte.
00:24:44Natürlich.
00:24:44Wunderbar, ich finde es schon wirklich sehr gut.
00:24:51Ich würde nur gerne noch eine Variation ausprobieren, dann haben wir es.
00:24:54Frau Horschild, guten Tag.
00:25:13Guten Tag.
00:25:14Hallo.
00:25:15Ihr Kaffee ist gar nicht so schlecht.
00:25:16Freut mich.
00:25:17Wie war das eigentlich mit Götz Winterscheid und Stefan Fink?
00:25:25Ich hatte mir schon gedacht, dass Sie mich irgendwann mal dazu befragen werden.
00:25:29Dann wäre es gut gewesen, uns gleich davon zu erzählen.
00:25:32Auch einen?
00:25:33Nee, danke.
00:25:34Jemand hat Alexander Roth kurz vor seinem Tod einen anonymen Brief geschickt, in dem es darum ging.
00:25:41Haben Sie auch so etwas bekommen?
00:25:43Ja.
00:25:45In dem Brief stand, ich weiß, was du 1993 getan hast.
00:25:50Was haben Sie getan?
00:25:51Wir haben Götz Eltern verschwiegen, warum er sich damals betrunken hat.
00:26:01Und wir haben Katharina, der Mutter von Karl Winterscheid, die Schuld dafür gegeben.
00:26:06Ach, kommen Sie.
00:26:07Roth bekommt einen Erpresserbrief und muss dann sterben.
00:26:10Ihr Leben könnte auch in Gefahr sein.
00:26:13Da ging es doch um mehr.
00:26:15Hat es was damit zu tun?
00:26:18Das haben wir im Haus von Heike Wersch gefunden.
00:26:21Wir wissen inzwischen, dass das Blut von Alexander Roth stammt.
00:26:24Warum hat Heike Wersch die Sachen aufgehoben?
00:26:26Hat sie damit Alexander Roth erpresst?
00:26:29Was ist wirklich mit Götz Winterscheid passiert?
00:26:35Es war kein Unfall und es war auch kein Selbstmord.
00:26:43Götz hatte wieder die ganze Clique zu sich eingeladen, obwohl ihm dieses ständige Gerede über Literatur
00:26:49und die Wichtigtuerei von Heike und Alex nur mehr auf die Nerven ging.
00:26:54Ihm war sehr bewusst, dass wir nur durch ihn und seine Familie diesen exklusiven Zugang zur Literaturszene in Frankfurt hatten
00:27:01und dass wir deshalb wie die Kletten an ihm klebten.
00:27:06Und das störte ihn mehr und mehr.
00:27:11Und an diesem Abend eskalierte das und kam zu einem schrecklichen Streit.
00:27:17Und Götz schrie uns an, er wolle nichts mehr mit uns zu tun haben.
00:27:20Und wir sollten verschwinden und wir sollten uns fern von ihm und seiner Familie halten.
00:27:25Er ist vollkommen ausgerastet.
00:27:30Obwohl er einfach nur frustriert war, weil Stefan sich von ihm getrennt hatte kurz vorher.
00:27:34Und dann ist Götz einfach gegangen.
00:27:40Ich hatte eigentlich überlegt abzureisen, aber als er dann nicht kam, bin ich raus, um ihn zu suchen.
00:27:48Und da sah ich, wie Heike und Alex schon unterwegs waren zu ihm.
00:27:53Er saß oben auf dem Felsen, seinem Lieblingsplatz, trank Wein, schaute ihn aus aufs Meer.
00:27:59Alex fing an, ihn zu beschimpfen und dann rangelten die beiden miteinander.
00:28:08Heike blieb etwas entfernt.
00:28:13Und erst als Alex auf die Brille von Götz getreten ist, hörten sie auf mit dem Gerangel und ich dachte schon, es wäre vorbei.
00:28:20Aber dann, wie aus dem Nichts, ist Alex auf ihn zu und gab ihm einen gezielten Stoß.
00:28:29Wussten Alexander Roth und Heike Wersch, dass sie das Ganze beobachtet haben?
00:28:57Nein.
00:28:57Warum haben Sie bei der polizeilichen Untersuchung nicht erzählt, was Sie gesehen haben?
00:29:07Das waren meine Freunde.
00:29:11Außerdem hätte es Götz nicht wieder lebendig gemacht.
00:29:13Sie müssen das verstehen.
00:29:14Wir waren jung, wir waren ehrgeizig und
00:29:16obwohl wir noch studierten,
00:29:20gingen wir auf Partys mit berühmten Schriftstellern.
00:29:24Wir waren Teil von etwas Großem.
00:29:26Und das hätten wir verloren, wenn es zu einer Mordermittlung gekommen wäre.
00:29:32Also gaben sie Katharina die Schuld, die offiziell Götz Geliebte war und...
00:29:38Ich habe geschwiegen.
00:29:47Warum sollte ich für etwas leiden, was Heike und Alex getan haben?
00:29:52Bekomme ich deswegen jetzt Probleme?
00:29:55In Deutschland hätten sie sich wegen Strafvereitelung nach Paragraf 258 strafbar gemacht.
00:30:00Aber das wäre längst verjährt.
00:30:05In Frankreich ist es sicher auch so.
00:30:07Haben Sie eine Idee, wer Ihnen und Alexander Roth diese Briefe geschickt haben könnte?
00:30:12Nein, leider nicht.
00:30:13Und wer die alten Tagebücher von Katharina Winterscheid hat?
00:30:18Wir brauchen in jedem Fall die Tagebuchseiten, die Sie bekommen haben.
00:30:21Ja.
00:30:51getötet hat. Heike Wersch war dabei und Maria Hauschild hat die Tat beobachtet.
00:31:00Warum tut das denn her?
00:31:03Nee, das ist Quatsch.
00:31:10Alexander Roth und Maria Hauschild haben anonyme Schreiben bekommen.
00:31:15Sie auch?
00:31:18Nee.
00:31:21Ich weiß, was du 1993 getan hast und du weißt das auch?
00:31:26Ja, habe ich auch bekommen. Habe ich verbrannt.
00:31:30Da waren sicher auch Kopien aus Katharina Winterschalls Tagebuch dabei. Was stand da drin?
00:31:37Auch so belangloses Zeug über unsere Clique damals.
00:31:44Stand da nicht eher die Wahrheit über Sie und Götz Winterschall drin?
00:31:48Wenn das wissen, warum fragen Sie mich ihn dann?
00:31:51Weil wir mitten in einer Mordermittlung stecken und inzwischen sicher sind, dass alles, was passiert ist, mit den damaligen Ereignissen zu tun hat.
00:32:01Nehmen wir mal an, Sie sind vor kurzem in den Besitz der Tagebücher gekommen.
00:32:05Dann wäre es doch nur verständlich, wenn das zwischen Ihnen und Ihren alten Freunden zu Streit geführt hätte.
00:32:09So was läuft schnell mal aus dem Ruder.
00:32:12Haben Sie die Briefe verschickt?
00:32:14Haben Sie deshalb selber keinen, den Sie vorweisen können?
00:32:17Götz hat sich umgebracht. Götz und ich, wir waren damals, wir hatten eine Affäre. Für mich war das mehr so eine Art Ausprobieren, aber für Götz war das mehr. Der wollte, dass wir uns outen.
00:32:39Wollte sich von seinen Eltern los sagen. Die hätten das nie akzeptiert, dass Ihr Sohn...
00:32:45Und das wollten Sie nicht?
00:32:52Nein, das wollte ich nicht.
00:32:55Ich hatte mich ja damals auch gerade in Doro verliebt.
00:33:10An dem Abend, als Götz gestorben ist, da habe ich mit ihm Schluss gemacht.
00:33:14Und dann habe ich den großen Fehler gemacht und bin ins Dorf gefahren, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe. Sein Wein.
00:33:27Sonst hätte ich es vielleicht verhindern können, dass er betrunken wie er war, raus ist auf die Klippe.
00:33:36Sind Sie nie auf die Idee gekommen, dass an der ganzen Sache etwas nicht gestimmt haben könnte?
00:33:40Götz hat sich wegen mir das Leben genommen.
00:33:50Alexander und Heike, die sind dann auf die Idee gekommen, Skatharina in die Schule zu schieben.
00:33:55Dass Götz sich wegen ihr besoffen hat, weil sie mit ihm Schluss gemacht hat wegen John.
00:34:03Die war sauer.
00:34:05Und darauf haben Sie sich eingelassen?
00:34:06Meine Familie war damals vom Winterscheid Verlag abhängig und Katharina, die Winterscheids konnten die nicht leiden.
00:34:15Aber jemand muss diese Briefe verschickt haben.
00:34:18Jemand, der Katharinas Tagebücher hat.
00:34:20Eine Idee, wie das sein könnte?
00:34:24Nee.
00:34:26Wie ist sie eigentlich zu Tode gekommen?
00:34:28Katharina?
00:34:29Mhm.
00:34:30Ja, die hat sich auch umgebracht.
00:34:33Ein paar Monate nachdem John an einem Herzinfarkt gestorben ist.
00:34:36Wer hat denn ihre Sachen an sich genommen?
00:34:39Puh, das weiß ich nicht.
00:34:43Könnte Ihre Frau das wissen?
00:34:50Ja, vielleicht.
00:34:51Vielleicht.
00:34:52Vielleicht.
00:34:53Ja.
00:35:19Kommt vor, ihr werdet das von hinten kriegen.
00:35:21Du bist her.
00:35:24Tschüss, Mutter.
00:35:28Hattest du was mit meinem Bruder?
00:35:29Hattest du ihn einfach gegen mich ausgetauscht?
00:35:33Das...
00:35:34Das ist kompliziert.
00:35:35Das ist...
00:35:36Was ist denn daran kompliziert?
00:35:37Bist du schwul?
00:35:38Hattest du ein Verhältnis mit Götz?
00:35:39Götz?
00:35:40Götz?
00:35:41Götz?
00:35:42Götz?
00:35:43Götz?
00:35:44Götz?
00:35:46Götz?
00:35:47Götz?
00:35:48Götz?
00:35:49Götz?
00:35:50Götz?
00:35:51Götz?
00:35:52Götz?
00:35:53Götz?
00:35:54Götz?
00:35:55Götz?
00:35:56Götz?
00:35:57Götz?
00:35:58Götz?
00:35:59Götz?
00:36:00Götz?
00:36:01Götz?
00:36:02Götz?
00:36:03Götz hat das damals gewollt.
00:36:04Aber für mich war das anders.
00:36:05Für mich war das im Spiel.
00:36:07Götz war an mich verliebt.
00:36:09Das habe ich überhaupt nicht gefragt.
00:36:12Ich will wissen, warum du mich geheiratet hast.
00:36:15Vielleicht können Sie das später besprechen.
00:36:17Wir haben noch Fragen an dich.
00:36:18Nein!
00:36:19Götz?
00:36:20Götz?
00:36:21Götz?
00:36:22Götz?
00:36:23Götz?
00:36:24Götz?
00:36:25Götz?
00:36:26Götz?
00:36:27Götz?
00:36:28Götz?
00:36:29Götz?
00:36:30Götz?
00:36:31Götz?
00:36:32Wer hat all die Jahre gewusst, dass du mit meinem Bruder gefögelt hast?
00:36:39Hättest du mit mir Schluss gemacht, wenn er nicht gestorben wäre?
00:36:50Ich habe an dem Abend mit ihm Schluss gemacht, weil ich mich für dich entschieden hatte.
00:36:58Aua.
00:36:59Doro.
00:37:00Fass mich nicht an!
00:37:01So, jetzt können Sie Ihre Fragen stellen.
00:37:19So, jetzt können Sie Ihre Fragen stellen.
00:37:35Können Sie uns sagen, wo Ihr Mann in der Nacht von Freitag auf Samstag war?
00:37:39Ja, hier, bei mir.
00:37:42Kann er das Haus verlassen haben, ohne dass Sie es gemerkt haben?
00:37:46Nein, wir schlafen im selben Bett.
00:37:49Nach dem Tod von Katharina Winterscheidt, wer hat da Ihre Wohnung aufgelöst?
00:38:00Meine Mutter.
00:38:03Sie hat sofort alles an sich gerissen, wie sie das immer macht.
00:38:09Hat den kleinen Karl mit zu uns in die Villa gebracht.
00:38:14Der war ja noch total verstört.
00:38:17Das muss man sich mal vorstellen.
00:38:21Liegt im Nebenzimmer und schläft, während seine Mutter sich umbringt.
00:38:26Scheiße.
00:38:31Ihre Mutter hat also die Wohnung Ihrer Schwägerin aufgelöst?
00:38:36Ja.
00:38:36Ja, natürlich nicht Sie persönlich. Das hat Waldemar Bär gemacht.
00:38:49Was war das gerade?
00:38:50Der Suizid von Katharina Winterscheid.
00:38:55Das ist der kleine Junge, in seinem Bett lag, während es sich passierte.
00:39:00Ich habe mich plötzlich daran erinnert.
00:39:02Das war an meiner ersten Fälle bei der Kripo in Frankfurt damals.
00:39:06Das war natürlich nicht mein Fall.
00:39:08Ich habe da nur die Laufarbeit gemacht und so.
00:39:09Aber an eins erinnere ich mich genau, wie schockiert wir alle waren.
00:39:14Dass die Frau sich vom Balkon gestürzt hat, während ihr sechsjähriger Sohn friedlich in seinem Bett geschlafen hat.
00:39:19Das war Karl Winterscheid.
00:39:30Das ist der Obduktionsbefund von Katharina Winterscheid.
00:39:33Ich gratuliere. Ihr Instinkt hat sie nicht getäuscht.
00:39:36Die Verletzungen sind typisch für einen Sturz aus großer Höhe.
00:39:39Knochenbrüche, Schädelfraktur, Zerreißungen von Lunge, Milz, Leber, Darm und Herz.
00:39:44Aber es wurden auch Prellungen und Schürfwunden an der Hüfte und der linken unteren Rückenseite festgestellt,
00:39:51die meines Erachtens nicht ins Verletzungsmuster des Sturzes passen.
00:39:55Die Kollegen haben sie damals den Folgen des Sturzes zugeordnet, ohne andere Möglichkeiten in Betracht zu ziehen.
00:40:01Und darüber wundere ich mich.
00:40:04Erkennen Sie das?
00:40:08Das ist ein Oberarm?
00:40:11Greifen Sie mal nach meinem.
00:40:14Nur zu.
00:40:20Fester.
00:40:24Sie haben nicht so fest zugedrückt, wie derjenige, der Katharina Winterscheid gepackt hatte.
00:40:29Das da ist gleich wieder verschwunden.
00:40:31Würde ich aber innerhalb der nächsten Minute sterben, würden sich diese Flecken nicht mehr zurückbilden.
00:40:37Mir ist offen gestanden nicht klar, wie die Kollegen das damals übersehen konnten.
00:40:40Ebenso die Schürfwunden und Prellungen.
00:40:45Ein deutliches Indiz dafür, dass sie über die Balkonbrüstung gezerrt wurde und keineswegs freiwillig gesprungen ist.
00:40:50Die Polizei ist wahrscheinlich damals automatisch von einem Selbstmord ausgegangen, weil die Frau nach dem Tod ihres Mannes wegen Depressionen in Behandlung war.
00:41:01Das kann ich nicht beurteilen.
00:41:03Ich habe hier nur das Ergebnis der Leichenöffnung.
00:41:05Alles andere liegt bei der Staatsanwaltschaft.
00:41:07Ein Angehöriger könnte mithilfe eines Anwalts Akteneinsicht beantragen.
00:41:13Und das sollte Herr Winterscheid meiner Meinung nach dringend tun.
00:41:16Die Polizei ist nicht mehr als Anwalts Akteneinsicht beantragen.
00:41:46Genau.
00:41:50Beim Winterscheid?
00:41:52Die Polizei war da.
00:41:55Sie haben nach Ihnen gefragt.
00:41:58Ich werde Sie anrufen und fragen, was Sie wollten.
00:42:09Sie haben nach Ihrem Alibi gefragt.
00:42:11Ich denke, das tun Sie bei allen.
00:42:24Na dann.
00:42:24Okay.
00:42:33Danke.
00:42:34Danke.
00:42:34Danke.
00:42:35Danke.
00:42:35Danke.
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01:06:43Gut sein, dass Katharina Winterscheidt noch wesentlich mehr geschrieben hat.
01:06:46Entschuldigung.
01:06:48Ist gerade schlecht.
01:06:49Das Manuskript, das ich lesen sollte, entstammt der Feder der Bestseller-Autorin Anita K.
01:06:55Anita K.?
01:06:58Dafür lege ich meine Hand ans Feuer. Das ist eindeutig ihr Stil.
01:07:01War Mitte der 90er einer der erfolgreichsten Autoren Deutschlands.
01:07:05Ihre Bücher wurden in 24 Sprachen übersetzt.
01:07:08Außerdem waren sie in Amerika und in England ein Erfolg.
01:07:12Ihre Bücher wurden verfilmt.
01:07:13Die Frau hat Millionen verdient.
01:07:15Das war doch die Autorin, die nie öffentlich aufgetreten ist. Eine Art Banksy der Literatur.
01:07:20Genau die.
01:07:22Mein Gott, ist das frech.
01:07:27Anita K. steht für Katharina. Ein Anagramm.
01:07:33Wisst ihr, wer diese mysteriöse Autorin vertreten hat?
01:07:37Die Agentur Hauschild.
01:07:38Maria Hauschild ist Anita K.
01:07:46Besorge einen Haftbefehl. Ihr fahrt hin und bringt sie her.
01:07:49Ja.
01:07:50Das mit den gestohlenen Manuskripten ist klar. Aber warum hat sie Heike Bärsch, Alexander Roth und seine Frauen gebracht?
01:08:13Vielleicht hat das Gleichgewicht des Schreckens nicht mehr funktioniert.
01:08:17Was meinst du denn damit?
01:08:18Maria Hauschild hat beobachtet, wie Alexander Roth und Heike Bärsch Götz Winterscheid umgebracht haben.
01:08:25Damit hatte sie ihre Freunde in der Hand.
01:08:27Und Roth und Bärsch konnten somit nichts sagen, als sie mitbekamen, dass Maria die Manuskripte von Katharina gestohlen und sich daran bereichert hatte.
01:08:34Ja, und das alles ist so lange gut gegangen, bis die anonymen Briefe kamen.
01:08:38Heike Bärsch gekündigt wurde und sie nichts mehr zu verlieren hatte.
01:08:41Sie muss Roth damit gedroht haben, zu verraten, dass er es war, der Götz umgebracht hat.
01:08:46Und damit hätte Maria Hauschild ihr Druckmittel gegen ihn verloren.
01:08:50Und ihn hätte nichts mehr daran gehindert, zu verraten, dass sie sich an etwas bereichert, was ihr gar nicht gehört.
01:08:55Also hat sie Heike Bärsch umgebracht.
01:08:57Und Alexander, als klar war, dass wir gegen ihn ermitteln und das Risiko zu groß war, dass er alles ausplaudert.
01:09:04Und seine Frau hat den Fehler begangen, zu behaupten, sie kenne die Geheimnisse der Gruppe.
01:09:09Das war ihr Todesurteil.
01:09:11Und Waldemar Bär hat vielleicht nichts anderes getan, als die Tagebuchseiten zu verschicken.
01:09:18Meinst du Maria Hauschild hat auf Katharina Winterscheid umgebracht?
01:09:23Skrupellos genug wäre sie.
01:09:27Das Apartment von Frau Hauschild ist hier.
01:09:42Moment.
01:09:57Polizei!
01:10:09Frau Hauschild!
01:10:14Frau Hauschild!
01:10:27Oh, scheiße.
01:10:29Ja, scheiße.
01:10:36So viele spontane Reaktionen sind eigentlich ziemlich ungewöhnlich für mich.
01:10:44Mein Leben war immer sehr kontrolliert.
01:10:46Aber ich hörte mal der Wut auf meiner Mutter, weil sie mich allein gelassen hat.
01:10:55Jetzt stellt sich heraus, dass das nicht stimmt, demnächst.
01:10:59Habe ich gar nichts mehr.
01:11:06Die Menschen begegnen einem immer irgendwie mit Mitleid, wenn sie erfahren, dass man seine Eltern verloren hat.
01:11:10Als ob es eine Schwäche wäre.
01:11:17Aber das Gegenteil ist der Fall.
01:11:18Es macht einen stark.
01:11:21Das Leben geht weiter.
01:11:26Das Leben geht weiter.
01:11:27Was trinken?
01:11:37Gerne.
01:11:52Ja, na.
01:11:53Ja, na.
01:11:53Ja, na.
01:11:57Die Fahndung nach Maria Hauschild ist raus.
01:12:08Wir gehen davon aus, dass sie sich nach Frankreich abgesetzt hat.
01:12:12Die Kollegen haben den Festnetzanschluss von Waldemar Bär ausgewertet.
01:12:16Er hat in den letzten Wochen regelmäßig einen anderen Festnetzanschluss in Frankreich angerufen.
01:12:20Gehört einem Bauunternehmer, François Bonner.
01:12:22Ja, da bei dieser Bonner und auch seine Frau auch schon eine ganze Weile tot sind, können wir beinahe davon ausgehen, dass Waldemar Bär mit Cigulain gesprochen hat.
01:12:33Scheiße.
01:12:36Maria Hauschild weiß aus dem Tagebuchauszug, dass Katharina ihre Manuskripte bei Cigulain versteckte.
01:12:42Wenn sie jetzt auch noch weiß, dass Cigulain noch lebt...
01:12:44Ja, dann wird sie denken, dass sie immer noch im Besitz der Tagebücher ist.
01:12:47Wir können die französischen Kollegen um Amtshilfe bitten, aber ich weiß nicht, wie engagiert die da vorgehen werden.
01:12:55Und es gibt leider keine freien Flüge vom Morgennachmittag.
01:12:58Dann fahren wir.
01:13:01Wir können sie abwechseln.
01:13:03Ich lasse euch dann wissen, wo die Kollegen aus Frankreich euch treffen und bitte, seid vorsichtig, die Frau ist gefährlich.
01:13:09Ja, ich lasse euch.
01:13:39Ich lasse euch.
01:14:09Ich lasse euch.
01:14:39Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:15:09Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:15:39Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:16:09Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:16:39Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:17:09Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:17:11Untertitelung im Auftrag des ZDF, 2020
01:17:16Darf ich Ihnen was abnehmen?
01:17:19Dankeschön
01:17:19Dann müsste mal wieder richtige Ordnung schaffen
01:17:28Ja
01:17:30Sie wurde sich wieder wundig machen
01:17:44und dabei ist sie auf die Tasche gestoßen, die sie damals aus Frankfurt mitgenommen hat
01:17:49Katharina, Ihre Mutter, Herr Winterscheid, hatte sie gebeten darauf zu achten
01:17:53für den Fall, dass hier etwas zustößt
01:17:56Und was war in der Tasche? Ihre Tagebücher?
01:17:58Ja
01:17:58Und das Manuskript, das ich Ihnen geschickt habe
01:18:01Féboulin wollte sie Ihnen wiederbringen, aber sie wusste nicht wie
01:18:05als sie mal zu mir einen Brief geschrieben
01:18:09Ich habe nicht gezögert, ich bin sofort hierher gefahren
01:18:13Und dann habe ich die Tasche aufgemacht
01:18:30und die Tagebücher gelesen
01:18:32Das war das Skript
01:18:34Ich weiß, das hätte ich nicht tun dürfen
01:18:38Aber ich wusste ja, dass alle von ganz tot profitiert hatten
01:18:43Also kam mir die Idee, Ihnen allen eine Lektion zu erteilen
01:18:46Ach Quatsch
01:18:47Ihnen Angst zu machen
01:18:50indem ich Ihnen die Seiten aus den Tagebüchern schicke
01:18:53Mir war nur nicht klar, was ich damit anrichte
01:18:57Aber bei unserem Wiedersehen hat sie mir gesagt
01:19:08Zumindest weiß ich jetzt endlich, warum Zéboulin damals einfach verschont ist
01:19:14Ohne ein Wort
01:19:16Ihr Onkel Henry Winterscheid hat Zéboulin vergewaltigt
01:19:26Sie war als 19
01:19:28Er hat sie vergewaltigt
01:19:31und geschlagen und gewürgt
01:19:33Während sie nebenan im Kinderzimmer geschlafen haben
01:19:37Ihre Mutter ist früher nach Hause gekommen
01:19:42als sie erwartet hat
01:19:43Sie hat ihn von Zéboulin weggezerrt
01:19:47und wollte die Polizei rufen
01:19:49Und dann hat er sie gepackt
01:19:54Dann hat er Zéboulin getrunken
01:19:57Und dann hat er Zéboulin getrunken
01:19:58Und dann hat er Zéboulin getrunken
01:19:59Dann hat er sie jemals irgendjemandem davon erzählen würde
01:20:01Und dann hat er sie jemals irgendjemandem davon erzählen würde
01:20:03Und dann hat er sie jemals irgendjemandem davon erzählen würde
01:20:16Und dann hat er ihre Familie zu stören
01:20:29Ich war klug von dir eine Waffe zu besorgen aber
01:20:31Weniger klug sie hier liegen zu lassen
01:20:33Ich war klug von dir eine Waffe zu besorgen aber
01:20:38Weniger klug sie hier liegen zu lassen
01:20:42Karl
01:20:44Ich hätte schon damit gerechnet dass du hier auftauchst aber ich dachte nicht dass du so schnell bist
01:20:49Wir sind zu spät
01:20:56Wir sind zu spät
01:21:11Wir sind zu spät
01:21:13Wir sind zu spät
01:21:14Wir sind zu spät
01:21:16Wir sind zu spät
01:21:18Und jetzt haben wir eine Waffe zu entdecken
01:21:19Und sie sind zu spät
01:21:21Sie sind zu spät
01:21:22Wir sind zu spät
01:21:23Es ist eine Waffe zu besorgen
01:21:25Baldemar, ihr hattet offensichtlich nicht nur die Tagebücher, sondern auch einen angefangenen
01:21:37Roman von Katharina, den ich noch nicht kannte. Ich will wissen, ob es da noch mehr gibt und
01:21:43ich will die Original-Tagebücher. Sofort. Die haben wir nicht. Du solltest mich jetzt
01:21:51besser nicht anlügen. Ich zähle jetzt bis 10 und wenn ich bis dahin die Papiere nicht
01:22:12habe, hat deine Freundin ein Loch im Kopf. Eins. Die Kollegen dürfen aus einer Geiselnahme
01:22:16nicht eingreifen. Aber sie haben schon ein Spezialkommando angefordert. Dann ist es vielleicht zu spät.
01:22:21Wir haben hier keine Handlungsbefugnis. Vier. Fünf. Hör auf. Sechs. Sieben. Ich, äh, ich hab's in meiner Wohnung gelassen.
01:22:36Ich will doch kein Quatsch.
01:22:42Pia!
01:22:43Acht.
01:22:44Wer sagt die Wahrheit, Maria?
01:22:45Halt dich da raus!
01:22:47Neun.
01:22:48Waffe runter!
01:22:50Legen Sie die Waffe runter, Frau Hauschild. Es ist vorbei.
01:23:01Die Tagebücher sind bei der Polizei. Darunter ist auch eine Liste der Titel, die Sie nach Ihrem Tod aus Katharinas Wohnung gestohlen haben.
01:23:09Wir wissen auch, dass Sie die Bücher unter dem Pseudonym Anita K. veröffentlicht und alle Einnahmen daraus kassiert haben.
01:23:15In der Totenkammer nichts stehlen. Katharina hat ihre eigene Arbeit nicht gewürdigt. Sie hat sie versteckt.
01:23:24Erst durch mich sind ihre Romane einem Millionenpublikum bekannt geworden. Ihr solltet mir dankbar sein.
01:23:29Sie haben Alexander Roth, Heike Wersch und Paula Roth ermordet. Es gibt hier nichts mehr für Sie zu gewinnen.
01:23:37Legen Sie die Waffe weg.
01:23:41Julia, kommen Sie mal bitte zu mir.
01:23:43Nein.
01:23:47Kommen Sie jetzt mal bitte schnell zu.
01:23:54Julia, Julia, Julia.
01:24:05Jetzt lass sie uns gehen.
01:24:07Wir lassen sie los!
01:24:09Was holst du?
01:24:11Was?
01:24:12Wer?
01:24:18Sie lebit.
01:24:20Ich bin hier.
01:24:21Ich bin hier raus.
01:24:22Ich lege.
01:24:23Ich sage es.
01:24:24Alles geht gut.
01:24:25Ich sage es.
01:24:26Untertitelung des ZDF, 2020
01:24:56ZDF, 2020
01:25:26ZDF, 2020
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01:25:58ZDF, 2020
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01:26:11ZDF, 2020
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01:26:25ZDF, 2020
01:26:26ZDF, 2020
01:26:28Vom Grosemmer.
01:26:45Ihre Werte haben sich verbessert.
01:26:58Bereit?
01:27:19Auf jeden Fall.
01:27:23Na dann.
01:27:27Alles gut.
01:27:57Alles gut.
01:28:04Alles gut.
01:28:11Alles gut.
01:28:18Alles gut.
01:28:25Alles gut.
01:28:27Alles gut.
01:28:34Alles gut.
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