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KurzfilmeTranskript
00:00:00WDR mediagroup GmbH
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00:01:45Dramatische Musik
00:02:15Untertitelung des ZDF, 2020
00:02:45Meine Freunde sagen, dass nur Alkoholiker Leberkrebs kriegen.
00:03:08Stimmt das?
00:03:12Das stimmt nicht, Sophia.
00:03:15Die Krankheit deiner Mutter, die hat nichts mit Alkohol zu tun.
00:03:27Mama wird wieder gesund.
00:03:29Das verspreche ich dir.
00:03:34Sophia, alles wird gut.
00:03:36Bis später, Papa.
00:03:37Papa.
00:03:38Oh, oh, oh, oh.
00:04:08Ja? Hallo Pia. Hallo Henning. Schön, dass du auch mal zurückrufst.
00:04:16Wieso das denn? Du, ich habe einen Riesenärger mit meinem Mann wegen deinem neuen Roman.
00:04:21Ich dachte, ihr freut euch, wenn ich euch mal vorab was zum Lesen schicke.
00:04:27Es geht um die Widmung. Für Pia in Liebe. Du bist mein Ex-Mann. Das kannst du doch nicht bringen.
00:04:34Ich dachte, du freust dich. Es langt doch, dass du unsere gemeinsamen Fälle für deine Romane ausschlachtest.
00:04:41Da muss es nicht auch noch sein. Für Pia reicht völlig. Ich möchte, dass du das änderst.
00:04:46Okay. Ich werde sehen, ob ich noch was machen kann. Aber dafür könntest du mir auch einen Gefallen tun.
00:04:51Um was geht's?
00:04:53Meine Literaturagentin Maria Hausschild rief gerade an. Sie ist im Haus einer Freundin, von der sie seit ein paar Tagen nichts mehr gehört hat.
00:05:00Und befürchtet, ihr könnte etwas zugestoßen sein, weil sie Blutspuren an der Tür entdeckt hat.
00:05:04Na gut. Ich fahre da hin, wenn du versprichst, die Widmung zu ändern.
00:05:11Besprochen.
00:05:14Wo muss ich hin? Komm.
00:05:16Frau Hausschild?
00:05:33Ja. Guten Morgen.
00:05:34Guten Morgen. Pia Sander.
00:05:36Danke, dass Sie gleich gekommen sind.
00:05:38Ich versuche schon seit Tagen, meine Freundin Heike zu erreichen, aber sie geht nicht ans Telefon und sie antwortet mir auch nicht auf meine Mails und meine Nachrichten.
00:05:50Ja, das habe ich auch schon versucht.
00:05:54Sie wurde vor kurzem fristlos gekündigt und jetzt fürchte ich, dass sie sich vielleicht was angetan hat.
00:05:59Herr Kirchhoff meinte, Sie hätten Blutspuren entdeckt.
00:06:03Ja. Ja, ich zeige Ihnen die Stelle.
00:06:08Der Winterscheid Verlag war wie eine Familie für Heike. Seit über 30 Jahren. Sie lebt für ihre Arbeit und ihre Autoren und jetzt hat sie nichts mehr.
00:06:17Winterscheid. Das ist doch der Verlag, bei dem auch Herr Kirchhoff ist.
00:06:20Ja. Schauen Sie. Das ist doch Blut, oder?
00:06:29Sie sollten sich nicht gleich das Schlimmste ausmalen. Kann es nicht sein, dass Ihre Freundin einfach nur verreist ist?
00:06:37Wenn sie einen Job verloren hat, braucht sie vielleicht einen Tapetenwechsel.
00:06:40Ich glaube das nicht. Sie war am Samstag als Gast zu einer Literatursendung im Fernsehen eingeladen und ist nicht erschienen.
00:06:47Ohne abzusagen. Das passt einfach nicht zu Heike.
00:06:53Was machen Sie denn da?
00:06:56Ich finde, wir sollten drinnen nachsehen.
00:07:01Ich zahle Heike den Schaden.
00:07:03Ich gehe da rein.
00:07:06Sie warten hier.
00:07:14Hallo?
00:07:17Frau Verge?
00:07:28Frau Verge?
00:07:28Ich hab ihr noch gesagt, wir sollen draußen warten.
00:07:58Es tut mir leid, ich weiß.
00:08:05Warum hat ihre Freundin ihren Job verloren?
00:08:09Neu Verleger setzt mehr auf Unterhaltungsliteratur als auf schwere Kosten.
00:08:13Dafür hat ihn Heike sowohl im Verlag als auch in den Medien angegriffen.
00:08:18Aber für eine fristlose Kündigung braucht es noch einen triftigen Grund?
00:08:23Ja. Die Geschäftsführung hat herausgefunden, dass Heike einen eigenen Verlag gründen und dafür Autoren und Kollegen von Winterscheid abwerben wollte.
00:08:32Sieht tatsächlich so aus, als sei ihre Freundin nicht nur verreist.
00:08:51Sieht aus, als sei ihre Freundin nicht nur verreist.
00:08:58Sieht aus, als sei ihre Freundin nicht nur verreist.
00:09:17Oliver.
00:09:22Herr Kosi.
00:09:28Die, die sich haben testen lassen, die...
00:09:33kommt für die Leberspende nicht in Frage.
00:09:38Die Ärzte sagen, dass...
00:09:41Sophia natürlich als meine Tochter
00:09:44wahrscheinlich in Frage kommt, aber das will ich nicht.
00:09:49Dann lass ich mich jetzt erst mal testen.
00:09:52Mhm.
00:09:54Das ist zu riskant.
00:09:59Sophia braucht dich.
00:10:02Lass mich da einfach erst mal den Test machen.
00:10:06Vielleicht komm ich als Schwender gar nicht in Frage.
00:10:14Ja?
00:10:16Hey Oliver, ich hab versucht, dich zu erreichen.
00:10:19Es ging grad nicht. Entschuldige.
00:10:21Mhm.
00:10:22Wir haben eine vermisste Person. Ich schick dir die Adresse.
00:10:24Mhm.
00:10:26Mach mich gleich auf den Weg.
00:10:27Ja.
00:10:28Bis gleich.
00:10:29Wir haben eine vermisste Person.
00:10:31Heike Wersch, 56 Jahre.
00:10:32Bitte hört euch in der Nachbarschaft um, ob jemandem was aufgefallen
00:10:35und wann sie das letzte Mal gesehen worden ist.
00:10:37Denkbar, dass wir es mit einem Gewaltverbrechen zu tun haben.
00:10:38Alles klar.
00:10:39An der Hintertür sind Blutspuren.
00:10:40Die zerbrochene Scheibe könnt ihr ignorieren, dass zwar die Freundin der vermissten.
00:10:43Okay.
00:10:44Machst du das?
00:10:45Ja.
00:10:46Alles klar.
00:10:47Auf geht's.
00:10:48Auf geht's.
00:10:49Auf geht's.
00:10:50Auf geht's.
00:10:51Auf geht's.
00:10:52Auf geht's.
00:10:53Auf geht's.
00:10:54Auf geht's.
00:10:55Auf geht's.
00:10:56Auf geht's.
00:10:57Auf geht's.
00:11:02Ok.
00:11:03Machst du das?
00:11:05Ja.
00:11:06Alles klar.
00:11:07Auf geht's.
00:11:08Ich nehme die Eingangstür.
00:11:09Frau Hauschild!
00:11:11Grüße.
00:11:12Ja.
00:11:13Danke.
00:11:14Als wir mit dem Haus brauchen wir eine DNA-Probe,
00:11:20damit wir sie bei der Spurenauswertung ausschließen können.
00:11:23wie wir sie bei der Spurenauswertung ausschließen können.
00:11:26Ja, kein Problem.
00:11:29Haben Sie eine Idee, wie Ihre Freundin etwas angetan haben könnte?
00:11:33Vielleicht jemand aus dem privaten Umfeld?
00:11:37Heike hat eigentlich kein Privatleben.
00:11:39Wenn, dann käme nur irgendjemand aus dem Verlag in Frage.
00:11:42Aber da weiß ich jetzt auch nicht, wer.
00:11:48Gut, wir machen jetzt hier unsere Arbeit.
00:11:51Wenn Ihnen noch was einfällt, was uns weiterhelfen könnte,
00:11:54dann rufen Sie jederzeit an.
00:11:56Das mache ich gerne. Danke, dass Sie so schnell da waren.
00:12:00Ihr Hund?
00:12:01Ja, danke Ihnen. Na komm, Max.
00:12:21Brimora?
00:12:24Hallo, Frau Brimora.
00:12:25Ja?
00:12:26Hier ist Hennen Kirchhoff.
00:12:27Wir müssen leider noch was an meinem Manuskript ändern.
00:12:30Oh, das dürfte schwierig werden.
00:12:32Ich habe letzte Woche den Satz freigegeben.
00:12:34Das Manuskript ist schon zur Druckerei geschickt worden.
00:12:37Ich würde Sie nicht anrufen, wenn es nicht wirklich wichtig wäre.
00:12:39Ich habe meiner Ex-Frau fest versprochen, die Widmung zu ändern.
00:12:43Es soll einfach nur für Pia heißen.
00:12:45Also nichts Einhaltliches.
00:12:46Ja, das könnten wir dann wahrscheinlich hinkriegen.
00:12:49Haben Sie eigentlich in letzter Zeit mal was von der Lektorin gehört,
00:12:52die kürzlich entlassen wurde?
00:12:54Von Heike Wersch?
00:12:56Nein, schon länger nicht mehr.
00:12:59Gibt es einen Grund, warum Sie fragen?
00:13:02Meine Agentin, Frau Hauschild, kann sie seit ein paar Tagen nicht erreichen
00:13:06und ist zu ihr gefahren, weil sie sich Sorgen macht.
00:13:09Und?
00:13:10Was ist dabei rausgekommen?
00:13:12Ich weiß nichts genaueres.
00:13:14Frau Hauschild hat mir gerade geschrieben, dass weitere Beamte und die Spursicherung angefordert wurden.
00:13:19Oh, das hört sich nicht gut an.
00:13:21Na gut, wie auch immer.
00:13:23Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie das mit der Widmung erledigen könnten.
00:13:26Klar, ich schreibe sofort eine Mail an die Druckerei.
00:13:28Tschüss und vielen Dank.
00:13:30Ich weiß nicht, was wir noch machen können.
00:13:32Es muss einen Weg gehen, Heike Wersch zum Schweigen zu bringen.
00:13:34Ihr Wachefeldzug schadet uns mehr, als du wahrhaben willst.
00:13:39Aber was willst du machen?
00:13:41Willst du sie verklagen?
00:13:42Dann kriegt sie nur noch mehr Aufmerksamkeit.
00:13:44Wir dürfen ihr nicht noch mal Munition liefern.
00:13:46Ja!
00:13:47Guten Morgen.
00:13:49Guten Morgen.
00:13:50Tut mir leid, dass ich störe, aber ich habe gerade mit Professor Kirchhoff gesprochen.
00:13:54Gibt doch hoffentlich keine Probleme.
00:13:56Nein, er hat mich nur darum gebeten, die Widmung in seinem Buch zu ändern.
00:13:59Aber bei der Gelegenheit hat er mir erzählt, dass Heike Wersch vermisst wird.
00:14:04Die Polizei und die Spurensicherung ist in ihrem Haus.
00:14:08Also ich vermisse sie nicht.
00:14:10Ist doch eine gute Nachricht.
00:14:12Red doch bitte keinen Scheiß.
00:14:13Das Letzte, was wir jetzt brauchen können, ist noch ein Skandal.
00:14:16Frau Brimora, wenn Sie kurz Zeit hätten, dann würde ich gerne noch mit Ihnen über die neue Autorin reden, die Sie an Land gezogen haben.
00:14:21Ja.
00:14:22Klar.
00:14:23Ja.
00:14:24Ja.
00:14:25Ja.
00:14:26Ja.
00:14:27Ja.
00:14:28Hallo, Oliver.
00:14:29Gut, dass du da bist.
00:14:31Hat länger gedauert als ich dachte.
00:14:32Ich war bei meiner Ex-Frau.
00:14:33Also.
00:14:34So.
00:14:35So.
00:14:36So schlimm.
00:14:37Später, okay?
00:14:38Ja.
00:14:39Ja.
00:14:40Ja.
00:14:41Ja.
00:14:42Ja.
00:14:43Ja.
00:14:44Ja.
00:14:45Ja.
00:14:46Ja.
00:14:47Ja.
00:14:48Ja.
00:14:49Ja.
00:14:50Ja.
00:14:51Ja.
00:14:52Ja.
00:14:53Ja.
00:14:54Hallo, Oliver.
00:14:55Gut, dass du da bist.
00:14:57Hat länger gedauert als ich dachte.
00:14:59Ich war bei meiner Ex-Frau.
00:15:01Ja.
00:15:02Ja.
00:15:03Ja.
00:15:04Also.
00:15:05So schlimm.
00:15:06Später, okay?
00:15:11Heike Wersch, eine ehemalige Lektorin des Winterscheid Verlags, wird vermisst.
00:15:15Heike Wersch?
00:15:16Ja.
00:15:17Kennst du die?
00:15:18Die hat doch bis vor ein paar Jahren zusammen mit Paula Roth im Fernsehen diese Literatursendung
00:15:22gemacht.
00:15:23Du schaust Literatursendungen?
00:15:25Ja.
00:15:26Pia?
00:15:27Ich bin beeindruckt.
00:15:28Oliver.
00:15:29Kommt ihr mal?
00:15:31Ja.
00:15:32Ja.
00:15:33Ja.
00:15:34Hier hat jemand mit wenig Erfahrung noch versucht sauber zu machen, wusste aber anscheinend
00:15:48nicht, dass man dafür Bleiche braucht, um die Blutspur nachhaltig zu entfernen.
00:15:52Das Opfer ist bei so einer Menge Blutverlust schwer verletzt oder tot.
00:16:00Ich denke, wir können davon ausgehen, dass das Blut von Heike Wersch stammt.
00:16:05Kröger.
00:16:06Kröger.
00:16:07Hier.
00:16:08Komm mal zum Auto, du hast Blut an der Stoßstange.
00:16:12Komme.
00:16:13Kröger.
00:16:14Was ist das?
00:16:28Was ist das?
00:16:43Bio-Hühnchen. 1,3 Kilo, mit Innereien, frisch.
00:16:48Wo weißt du das so genau?
00:16:49Ich habe das unglaubliche Talent, Etiketten lesen zu können.
00:16:53Das ist auch Blut, aber nicht von unserem Bio-Hühnchen.
00:16:56Es sieht aus, als hätte jemand was Blutiges im Kofferraum gezarrt.
00:17:00Das könnte bedeuten, dass jemand Heike Wersch mit dem Wagen abtransportiert hat.
00:17:04Möglich. Also wenn es ihr Blut ist, wird uns das Labor sagen.
00:17:07Ich gleich das mit den Spuren von der Tür ab.
00:17:09Dann sehen wir uns mal diesen Verlag an, würde ich sagen.
00:17:12Ja.
00:17:24Das wollen wir doch erst mal sehen.
00:17:26Da habe ich ja wohl als Arnteilseigner auch noch ein Wörtchen mitzubringen.
00:17:32Aber Karl, das ist schon im Druck.
00:17:45Es tut mir leid. Ich muss dafür sorgen, dass das neu gemacht wird.
00:17:47Das muss raus. Das ist genau unser Problem.
00:17:49Das vermittelt den Eindruck, dass Unterhaltungsliteratur trivial ist.
00:17:52Aber wir sind ausgezogen, um das Gegenteil zu beweisen.
00:17:55Okay. Okay, kein Problem.
00:18:01Was fällt dir ein?
00:18:04Erst kündigst du Heike Wersch, der besten Lektorin, die dieser Verlag jemals hatte.
00:18:11Und jetzt willst du unseren renommiertesten Auto rauswerfen?
00:18:15Einen Büchner-Preisträger?
00:18:16Vater, bitte.
00:18:17Schlimm genug, dass du den Aufsichtsrat dazu gebracht hast, dir meinen Posten zu geben.
00:18:24Aber ich habe immer noch Anteile.
00:18:26Und ich werde nicht zulassen, dass du den Verlag ruinierst.
00:18:30Den Verlag ruinieren, ja? Das ist lustig.
00:18:32Ich hatte eher das Gefühl, dass du das die ganze Zeit versucht hast.
00:18:34Das ist übrigens auch der Grund, warum der Aufsichtsrat mir deinen Posten gegeben hat.
00:18:37Und nicht, weil ich sie zu irgendetwas gebracht hätte.
00:18:39Lass es einfach gut sein. Das ist hier nicht der richtige Rahmen.
00:18:42Wenn es der passende Rahmen ist, entscheide ich selbst, Dorothea.
00:18:46Lieber Henry, es wird dir doch nicht entgangen sein, dass es mir in den letzten 18 Monaten gelungen ist,
00:18:50das Verlagshaus Winterscheid, das du, mit Verlaub, kurz vor dem Konkurs gewirtschaftet hast, wieder rentabel zu machen.
00:18:56Mit Liebesromanen und Krimis?
00:18:59Von irgendwelchen unbedeutenden Schmierfinken?
00:19:03Und Pipi-Mädchen?
00:19:05Winterscheid steht für Literatur.
00:19:07Nicht für so einen Schund.
00:19:10Wie kommen Sie dazu, so despektierlich über unsere Autoren zu sprechen?
00:19:14Sie haben nicht das Recht, diese Schriftsteller, die wunderbare Bücher geschrieben haben, derart zu beleidigen.
00:19:22Erlaubst du deinen Mitarbeitern so mit mir zu reden?
00:19:27Herr Winterscheid, die Herrschaften sind von der Polizei.
00:19:31Guten Tag.
00:19:33Bodenstein-Krippe-Hofheim.
00:19:35Das ist meine Kollegin Sander.
00:19:37Tag.
00:19:37Guten Tag.
00:19:39Karl Winterscheid.
00:19:41Wie kann ich Ihnen helfen?
00:19:43Sind Sie der Verlagsleiter?
00:19:45Der Verleger, ja.
00:19:48Und wer sind Sie?
00:19:49Das ist Alexander Roth, unser Programmleiter.
00:19:58Das ist Dorothea Winterscheid-Fink, unsere Vertriebsleiterin und meine Cousine.
00:20:03Das ist Julia Brimora, eine unserer besten Lektorinnen.
00:20:05Und das ist mein geschätzter Onkel Henry Winterscheid, ehemals Verleger von Winterscheid.
00:20:10Was können wir für Sie tun?
00:20:15Ihre ehemalige Mitarbeiterin Heike Wersch wird vermisst.
00:20:19Wir befürchten, dass sie Opfer eines Gewaltverbrechens geworden sein könnte.
00:20:23Wenn also irgendjemand von Ihnen Informationen hat, die uns weiterhelfen können...
00:20:26Ich denke, es wäre das Beste, wenn wir das in meinem Büro weiterbesprechen.
00:20:29Können Sie mir bitte folgen würden?
00:20:32Gerne.
00:20:32Frau Wersch war eine Frau, die schon aus Prinzip den Leuten vor den Kopf gestoßen hat.
00:20:45Es wäre für mich keine große Überraschung, wenn sie mal bei irgendjemandem zu weit gegangen ist.
00:20:48Bitte, entsetzen Sie sich.
00:20:50Sie sprechen bereits in der Vergangenheit von ihr.
00:20:52Ja.
00:20:53Weil Frau Wersch für unser Haus der Vergangenheit angehört.
00:20:55Kaffee?
00:20:56Danke.
00:20:58Von dem Tag an, als ich die Leitung im Winterscheid-Verlag übernommen habe,
00:21:01hat Frau Wersch offen gegen mich intrigiert.
00:21:06Ich hätte gerne einen Espresso in die Bibliothek, bitte. Danke.
00:21:11Ich habe also Ihren Posten als Programmleiter an Alexander Roth weitergegeben.
00:21:15Sie hat weiterhin Ihre Autoren als Rektorin betreut, aber es wurde immer schlimmer.
00:21:19Mir blieb eigentlich gar nichts anderes übrig, als sie zu kündigen.
00:21:23Aber auch danach hat sie Ihnen persönlich und dem Verlag noch ziemlich einen Ärger gemacht.
00:21:27Hat sie öffentlich diffamiert.
00:21:28Hatte vor, einen eigenen Verlag zu gründen, Ihre Autoren abzuwerben?
00:21:32Es wollte ja aber kaum einer unserer Autoren mit ihr gehen.
00:21:34Nein, Frau Wersch hat etwas weitaus Schlimmeres gemacht.
00:21:37Sie hat einen ihrer eigenen Autoren, Severin Felten, ans Messer geliefert.
00:21:41Sie hat öffentlich gemacht, dass er die Geschichte in seinem neuen Roman fast komplett von irgendeinem unbekannten chilenischen Autor abgeschrieben hat.
00:21:47Damit wollte sie mir eins auswischen, hat aber Herrn Feltenes Karriere ruiniert.
00:21:50Eine ihrer eigenen Schützlinge, den sie über Jahre hinweg aufgebaut hat.
00:21:53Also, wenn Sie mich fragen, Herr Felten hat allen Grund, sauer zu sein.
00:22:00Haben Sie Heike Wersch in den letzten beiden Wochen gesehen oder gesprochen?
00:22:04Nein, in den vier Wochen seit der Kündigung, nein.
00:22:07Ich habe mich aber auch bemüht, der Frau aus dem Weg zu gehen.
00:22:12Aber wenn Sie mehr über Frau Wersch wissen wollen, dann fragen Sie doch meinen Programmleiter, Alexander Roth.
00:22:16Er und Frau Wersch kennen sich seit ihrer Jugend. Er sitzt drei Räume weiter.
00:22:18Waren Sie mal bei Heike Wersch zu Hause?
00:22:27Nein, nein. Wie gesagt, ich habe mich bemüht, der Frau aus dem Weg zu gehen.
00:22:33Wären Sie bereit, uns eine DNA-Probe zu geben?
00:22:39Wozu soll das gut sein?
00:22:44Gut, ich werde mich mit meinem Anwalt dazu beraten, aber ich fürchte, er wird Nein sagen.
00:22:48Soll ich Herrn Roth Bescheid sagen?
00:22:50Brauchen Sie nicht.
00:22:51Nein, gut.
00:22:53Drei Räume weiter.
00:23:15Ja?
00:23:15Hätten Sie kurz Zeit, mit uns zu sprechen?
00:23:23Ja, klar, sicher.
00:23:26Bitte nehmen Sie Platz.
00:23:29Ihr Chef meinte, Sie könnten uns vielleicht etwas mehr über Heike Wersch erzählen.
00:23:33Aha.
00:23:35Wie gut kennen Sie sie?
00:23:35Sie ist eine langjährige Freundin.
00:23:41Wir kennen uns seit unserer Schulzeit und haben 30 Jahre lang hier im Verlag zusammengearbeitet.
00:23:49Sie haben hier Ihren Job weggeschnappt.
00:23:52Machen Freunde sowas?
00:23:53Ja, so war das nicht ganz, wie Sie es jetzt darstellen.
00:23:57Carla hat ihren Posten weggenommen, weil sie sich hier einfach wirklich unmöglich aufgeführt hat.
00:24:01Sie hätten ablehnen können.
00:24:06Ja, wissen Sie.
00:24:11So ein Angebot lehnt man nicht ab.
00:24:13Haben Sie vielleicht eine Idee, wer Heike Wersch was angetan haben könnte?
00:24:21Ja, spontan fällt mir jetzt da niemand ein.
00:24:26Also außer Säberin fällt natürlich.
00:24:27Das haben Sie ja bestimmt mitbekommen.
00:24:30Das war schon schlimm, was sie ihm da angetan hat.
00:24:32Verstehe ich immer noch nicht.
00:24:36Was ist so schlimm daran, einen Plagiator zu entlarven?
00:24:39Entschuldigen Sie.
00:24:41Als Lektorin, da sind Sie, da sind Sie die engste Vertraute des Autors.
00:24:47Ja?
00:24:48Eine Art Geburtshelferin für sein Werk.
00:24:52Das ist wirklich sehr intim, so ein Verhältnis.
00:24:56Und jemand dann so in die Öffentlichkeit zu zerren.
00:24:59Und zuzusehen, wie Sie ihn fertig machen.
00:25:02Ihn so den Wölfen hinzuwerfen.
00:25:04Also, das ist der schlimmste Verrat, den man sich vorstellen kann.
00:25:14Nein, die sind jetzt weg.
00:25:19Die fangen gerade los.
00:25:22Ist gut.
00:25:23Die fangen gerade los.
00:25:53Oh.
00:25:53Untertitelung des ZDF, 2020
00:26:23ZDF, 2020
00:26:53Okay, was gibt's Neues? Was habt ihr zusammengetragen?
00:27:16Also, wir wissen inzwischen, dass sowohl das Blut in der Küche als auch das im Kofferraum von Heike Wehr stammt.
00:27:22Da in den umliegenden Krankenhäusern aber keine schwer verletzte Frau eingeliefert worden ist, können wir von einem Mord ausgehen.
00:27:27Wir haben versucht, ihr Handy zu orten, aber ohne Erfolg.
00:27:32Severin Felken? Was macht denn der jetzt?
00:27:37Einer ihrer erfolgreichsten Autoren.
00:27:39Sie hat allerdings vor kurzem öffentlich gemacht, dass er bei seinem neuen Roman Der einbeinige Kranich bei jemand anderem abgeschrieben hat.
00:27:45Sie hat seinen Ruf zerstört. Felken ist ein wunderbarer Autor.
00:27:48Ja, danke.
00:27:49Ein Nachbar hat sich noch gemeldet. Heike Wehr hat in der Nacht von Freitag auf Samstag um 23.30 Uhr seinen Hund fast totgefahren.
00:27:58Allerdings hat er nur den Wagen erkannt und nicht Frau Wehr selber.
00:28:01Das passt zu der Aussage, dass sich Severin Felden am Freitag vorm Haus von Heike Wehr rumgetrieben hat.
00:28:07Meine Zeugin hat ihn wiedererkannt, weil er in letzter Zeit öfter in Fernsehen und Presse zu sehen war.
00:28:12Severin Felden hätte gute Gründe, sie umzubringen.
00:28:15Er könnte derjenige gewesen sein, der Heike Wehr abtransportiert hat.
00:28:20Ja. Dann fahrt hin und vernimmt ihn.
00:28:31Da können Sie lange klingeln, der ist verreist.
00:28:54Woher wissen Sie das?
00:28:55Der ist am Samstag mit einem großen Koffer aus dem Haus.
00:28:59Wissen Sie vielleicht, wo er hingefahren ist?
00:29:00Nein, so gut kenne ich ihn nicht.
00:29:08Kai, kannst du bitte Felden zur Fahndung ausschreiben?
00:29:12Ja. Danke.
00:29:14Danke.
00:29:14Danke.
00:29:26Mhm.
00:29:56Heike ist verschwunden.
00:30:16Die Polizei war heute im Verlag.
00:30:26Scheiße.
00:30:33Komm her.
00:30:42Sie befürchten, dass hier was passiert ist.
00:30:48Paul, hoffentlich finden Sie sie.
00:30:56Die Polizei war heute im Verlag.
00:31:26Die Polizei war heute im Verlag.
00:31:46Weißt du, was ich gerade rausgefunden habe?
00:31:49Nein.
00:31:50Mein Vater hat sich von Heike überreden lassen, seine Anteile am Verlag zu verkaufen, um damit Heikes neuen Verlag zu finanzieren.
00:32:00Den wollen Sie übrigens Winterscheid und Wersch nennen.
00:32:06Winterscheid und Wersch.
00:32:08Wusstest du eigentlich, dass Heike am Samstag als Überraschungsgast in Paulas Literatursendung vorgesehen war?
00:32:17Ja.
00:32:18Um dich bloßzustellen?
00:32:19Ja.
00:32:20Aha.
00:32:22Warum bist du trotzdem hingegangen?
00:32:26Fragst du mich das gerade ernsthaft?
00:32:27Ich könnte dir nicht verübeln, wenn du versucht hättest, zu verhindern, dass sie dich mit noch mehr Schmutz bewirft.
00:32:37Herr Bär.
00:32:43Ich will nicht stören, Herr Winterscheid.
00:32:44Ich wollte nur fragen, ob noch etwas anliegt. Sonst fahre ich jetzt in die Villa zu Ihrem Onkel.
00:32:55Ähm, nein, Herr Bär. Vielen Dank. Es liegt nichts mehr an.
00:33:00Bei mir auch nicht, Waldemar. Dankeschön.
00:33:04Schönen Abend.
00:33:05Ihnen auch.
00:33:06Ach, und richten Sie doch bitte ganz liebe Grüße aus.
00:33:15Ich will nicht.
00:33:45Untertitelung. BR 2018
00:34:15Untertitelung. BR 2018
00:34:45Untertitelung. BR 2018
00:35:15Morgen.
00:35:23Danke.
00:35:25Morgen.
00:35:26Hallo, Henning.
00:35:38Hallo, Pia. Oliver.
00:35:41Der Starautor persönlich. Wir fühlen uns geehrt.
00:35:44Ah, die liegt hier schon ein paar Tage. Wenn es hier jemals Spuren gab, hat der Regen sie längst weggespült.
00:35:49Das ist Heike Berge.
00:35:57Ja.
00:36:00Kann sie beim Walken hier runtergestürzt sein?
00:36:03Die Frau war nicht Walken. Wer darauf kommt, woran man das sieht, bekommt von mir Karten für meine Buchpremiere.
00:36:09Die Stöcke sind zu kurz. Bei einer Frau dieser Größe müssten sie länger sein. Jemand hat sie nicht weit genug auseinandergezogen.
00:36:17Sehr gut. Meine Schule.
00:36:19Nee, seine.
00:36:20Kannst du uns schon was zur Todesursache sagen? Die Verletzung wird sich ja wohl kaum beim Sturz zugezogen haben.
00:36:27Das sind Impressionsfrakturen. Verursacht durch Schläge, die mit großer Gewalt ausgeführt wurden.
00:36:33Könnte ein Hammer oder etwas ähnliches gewesen sein. Ein klarer Fall von Übertötung.
00:36:37Wahrscheinlich hätte ein Schlag ausgereicht. Aber der Täter hat immer wieder zugeschlagen.
00:36:46Also ein Täter mit großer Wut oder unbedingten Tötungswillen.
00:36:51Ja, oder ein völlig unerfahrener Täter, der keine Ahnung hat, wie oft man zuschlagen muss, bis jemand tot ist.
00:36:59Das würde auch die leidenhafte Kurzaktion in der Küche erklären.
00:37:04Und dass er nicht mal das Blut am Kofferraum entfernt hat.
00:37:08Und was mit dem Todeszeitpunkt?
00:37:10Ich würde sagen, dass sie hier seit vier bis fünf Tagen liegt.
00:37:14Aber genaueres kann ich erst nach Analyse der Gewebeproben sagen.
00:37:18Kanntest du sie?
00:37:19Nee. Aber ich habe natürlich von ihr gehört. Allerdings nicht viel Gutes.
00:37:24Alle hatten großen Respekt vor ihr.
00:37:26Aber selbst die von der alten Garde im Verlag wollten nicht unbedingt was mit ihr zu tun haben.
00:37:31Danke.
00:37:32Ja?
00:37:35Wer ist denn das rausgefunden?
00:37:37Gut. Wir fangen gleich dorthin.
00:37:42Und danke.
00:37:43Gute Arbeit.
00:37:46Das war Kai.
00:37:48Er hat sich im Netz paar alte Interviews mit Felken angesehen.
00:37:51Und da ein Haus entdeckt, der sich regelmäßig zum Schreiben zurückzieht.
00:37:54Er schickt mir die Adresse aufs Handy.
00:37:56Dann mach mal los.
00:37:57Ja.
00:37:58Ich nehme an, du kommst ohne uns, klar?
00:37:59Es kann nur einfacher werden.
00:38:01Es kann nur einfacher werden.
00:38:01Ich nehme an, du kommst ohne uns.
00:38:04Ich nehme an.
00:38:05Hier muss es irgendwo sein.
00:38:35Da lang, schätze ich mal.
00:39:05Herr Felton?
00:39:24Polizei!
00:39:29Wir würden gerne mit Ihnen sprechen.
00:39:34Ich habe schon mit Ihnen gerechnet.
00:39:37Kommen Sie bitte rauf.
00:39:39Zeigen Sie Ihre Hände.
00:40:01Ich wollte mich freiwillig bei Ihnen stellen, sobald ich mit dem Manuskript fertig bin.
00:40:09Ich kann nämlich endlich wieder schreiben.
00:40:16Ich habe Heiko umgebracht.
00:40:21Keine Idee.
00:40:23Keine Inspiration.
00:40:25Und plötzlich fließen mir die Wörter nur so aus den Fingern.
00:40:29Ich bin nicht mehr der passive Beobachter, der ängstlich hinter dem Vorhang steht und aus dem Fenster schaut und nur das sieht, was die anderen Leben nennen.
00:40:42Nein.
00:40:43Ich habe einen Menschen mit meinen eigenen Händen getötet.
00:40:49Ich muss Sie bitten, uns jetzt zu begleiten, Herr Felton.
00:40:55Jetzt hören Sie mal auf zu tippen.
00:41:00Wir müssen Sie darauf hinweisen, dass alles, was Sie jetzt sagen, gegen Sie verwendet werden kann.
00:41:08Sie haben das Recht zu schweigen, wenn Sie sich ansonsten selbst belasten.
00:41:15Und Sie haben das Recht, sich mit einem Anwalt zu besprechen.
00:41:18Ich brauche keinen Anwalt.
00:41:19Ich habe ja zugegeben, dass ich es war.
00:41:22Legen Sie mir jetzt Handschellen an.
00:41:26Nur wenn Sie Widerstand leisten.
00:41:29Kann ich nicht bei Ihnen vorbeikommen, wenn ich mit dem Manuskript fertig bin?
00:41:35Man, Jane, hat er sich denn widersetzt?
00:41:51Er hat darauf bestanden.
00:41:54Ich habe Heike gesagt, dass ich nicht mehr schreiben kann.
00:42:09Aber sie wollte unbedingt ein Buch von mir.
00:42:12Und dann hat sie mir die Novelle von diesem chilenischen Autor gegeben und gesagt, ich soll mich davon inspirieren lassen.
00:42:18Und das habe ich dann getan.
00:42:21Leider.
00:42:26Ich konnte nicht ahnen, dass sie das benutzen wird, um mich zu ruinieren.
00:42:29Warum hat sie das getan?
00:42:31Ich sollte mit in ihren Verlag kommen.
00:42:34Aber das wollte ich nicht.
00:42:36Und das war ihre Rache.
00:42:40An mir und an Karl.
00:42:43Weil er sie rausgeworfen hat.
00:42:46Ich hatte nicht vor Heike etwas anzutun.
00:42:51Aber in dem Moment, wo ich ihr mit dem Laptop ins Gesicht schluck und das Knacken vernahm, als ihr Schädel brach,
00:43:03da ist in meinem Schädel einen Knoten geplatzt.
00:43:08Und dann bin ich zu meinem Agenten nach Frankfurt.
00:43:12Nachdem Sie, Herr Heike Wersch, totgeschlagen haben,
00:43:18was haben Sie mit ihr gemacht?
00:43:21Liegen lassen?
00:43:22Zeigen Sie mal, wie Sie mit dem Laptop zugeschlagen haben.
00:43:34Jetzt?
00:43:35Ja.
00:43:36Ja.
00:43:59Wie oft haben Sie zugeschlagen?
00:44:03Einmal.
00:44:06Seine Angaben zum Tathergang stimmen nicht mit den Verletzungsmustern überein.
00:44:10Und auch seine Beschreibung des Nachtatverhaltens passt nicht zu dem, was wir vorgefunden haben.
00:44:15Und warum gestillt Felton einen Mord, den er nicht begangen hat?
00:44:18Vielleicht hat es den Streit mit Heike Wersch so gegeben, wie er sagt.
00:44:21Und er hat auch zugeschlagen.
00:44:23Aber das hat wahrscheinlich nicht zum Tod geführt.
00:44:25Und die eigentliche Tat ist später von jemand anderem begangen worden.
00:44:29Wir befragen seinen Agenten.
00:44:30Gut.
00:44:36Ich kann auch allein zu Felton ins Agenten fahren.
00:44:51Danke, Pia.
00:44:52Geht um Cosima.
00:44:53Ich erklär's dir später, ja.
00:44:54Ich erklär's dir später, ja.
00:44:55Ich erklär's dir später, ja.
00:44:56Musik
00:45:25Herr Moosburger?
00:45:33Ja?
00:45:35Sander, wir haben gerade telefoniert.
00:45:38Ich habe Ihnen gesagt, dass ich jetzt eigentlich keine Zeit habe.
00:45:40Ja, Herr Felten hat ausgesagt, dass er am Freitag nach einem Streit mit Heike Wersch zu Ihnen gekommen ist.
00:45:45Können Sie mir sagen, wann er bei Ihnen eingetroffen ist und wie lange er geblieben ist?
00:45:51Ja, er war so gegen halb zehn bei mir und hat dann die ganze Nacht geschrieben.
00:45:55Sein Tippen hat mich wachgehalten. War wie Gold in meinen Ohren.
00:46:01Wissen Sie, Heike hätte ihm diese chilenische Novelle niemals geben dürfen.
00:46:06Severin hat ein fotografisches Gedächtnis. War doch klar, dass da ein Plagiat bei rauskommt.
00:46:13Was hat Herr Felten Ihnen von dem Streit erzählt?
00:46:15Nichts. Hat er die ganze Zeit geschrieben.
00:46:20Haben Sie sie danach nochmal gesprochen?
00:46:22Nein. Ich habe noch ein paar Mal versucht, sie zu erreichen.
00:46:27Wir sind ja alte Freunde.
00:46:29Jetzt verträgt man sich wieder, wenn man eine Meinungsverschiedenheit hatte.
00:46:32Außerdem wollte ich mich bei ihr bedanken, dass Severin nach dem Streit endlich wieder schreiben kann.
00:46:40Aber ich konnte sie nicht erreichen.
00:46:42Hier.
00:46:45Keine Lesebestätigung.
00:46:46Für keine davon.
00:46:50Sie wird Ihre Nachrichten auch nicht mehr lesen, Herr Moosbrugger.
00:46:52Ja. Wir haben heute Morgen die Leiche für den Heike Wersch gefunden.
00:46:58Oh Gott.
00:47:02Und jetzt verdächtigen Sie Severin?
00:47:05Wir ermitteln derzeit in alle Richtungen.
00:47:22Wir haben heute Morgen.
00:47:37Wir sehen uns nochстроен.
00:47:37Wir sehen uns tutto.
00:47:39Wir sehen uns.
00:47:39Wir sehen uns.
00:47:41Wir sehen uns.
00:47:42Wir sehen uns.
00:47:47Wir sehen uns.
00:47:48Musik
00:48:18Hallo, Mama.
00:48:45Hallo, Schatz.
00:48:48Deinem Vater geht es schlecht.
00:48:54Wusstest du, dass er vorhat, seine Verlagsanteile zu verkaufen,
00:48:58um damit Heikes neuen Verlag zu finanzieren?
00:49:01Sie hat ihm versprochen, dass der dann Winterscheid und Werch heißen soll.
00:49:06Dabei hat er leider vergessen, dass ihr dann aus der Villa raus müsst.
00:49:09Sollte ich etwas stillschweigend zusehen, wie ich aufs Altenteil abgeschoben werde?
00:49:18Wir haben den Jungen nach dem Tod seiner Mutter aufgenommen.
00:49:24Wir haben ihm sein Wirtschaftsstudium in den Staaten bezahlt.
00:49:27Und was macht er?
00:49:29Er kommt zurück, tut so, als ob er alles besser weiß
00:49:32und macht aus unserem Verlag einen Supermarkt für billigen Schund?
00:49:37Hat es nicht gereicht, dass du mich mehr als 30 Jahre mit dieser Frau betrogen hast?
00:49:42Sollte ich wegen der noch auf der Straße landen?
00:49:44Ja, das hat sich doch jetzt erledigt.
00:49:46Sie ist tot.
00:49:47Man hat ihre Leiche gefunden.
00:50:15Herr Winterscheid?
00:50:18Ja.
00:50:20Bitte, kommen Sie rein.
00:50:25Bitte.
00:50:27Es tut mir total leid, dass ich gestern so auf Ihren Onkel losgegangen bin.
00:50:32Ach nein, ich bitte Sie.
00:50:33Das hat er absolut verdient.
00:50:35Es hat mir sehr gut gefallen, wie Sie sich für Ihre Autoren eingesetzt haben.
00:50:37Bitte.
00:50:38Danke.
00:50:42Ich muss Sie um einen persönlichen Gefallen bitten.
00:50:44Heute war ein anonymer Umschlag bei mir in der Post und darin waren ein Foto und ein auf Schreibmaschine
00:50:51geschriebenes Manuskript.
00:50:52Ja, welche Leute versuchen es halt.
00:50:55Dieses ist anders.
00:50:56Als Autorin ist meine verstorbene Mutter angegeben und es ist mir gewidmet.
00:51:02Ist das irgendein perfider Trick?
00:51:03Also hat Ihre Mutter überhaupt geschrieben?
00:51:05Ich weiß leider so gut wie gar nichts über meine Mutter.
00:51:07Wenn dieses Foto nicht dabei gewesen wäre, dann hätte ich es auch für einen kranken
00:51:10Scherz gehalten.
00:51:12Die waren damals alle eng befreundet.
00:51:13Ist das Alexander Roth?
00:51:19Ja.
00:51:21Und das sei gehört?
00:51:23Ja.
00:51:23Das ist Maria Hauschild und das ist Stefan Fink, der Mann von Dorothea.
00:51:27Hier ist mein Vater, John Winterscheidt und das ist meine Mutter.
00:51:36Und wer ist das neben ihr?
00:51:38Das ist Götz, mein Cousin.
00:51:40Er ist in diesem Sommer gestorben.
00:51:42Ertrunken im Meer.
00:51:45Gerade mal 21 Jahre alt.
00:51:49Na, Mathieu.
00:51:50Juli 1993.
00:51:52Meine Familie besaß damals dort ein Haus.
00:51:54Mein Onkel Henry hat es nach Götztod relativ schnell verkauft.
00:52:03Mir ist noch nicht ganz klar, was ich für Sie tun kann.
00:52:07Ich weiß, es ist ein sehr persönliches Anliegen und es ist absolut verständlich, wenn Sie ablehnen.
00:52:12Aber ich frage Sie dennoch.
00:52:15Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie es lesen könnten und mir Ihre Meinung darüber mitteilen.
00:52:21Ich...
00:52:22Es ist mir zu nah.
00:52:26Natürlich nur, wenn es Ihre Zeit erlaubt.
00:52:28Ich habe gerade die Nachricht erhalten, dass Sie als Spender in Frage kommen.
00:52:51Aber das will ich nicht.
00:53:00Ich weiß, Cosima.
00:53:04Aber ich will.
00:53:04Hast du denn schon mal zu wir gesprochen?
00:53:13Nee, noch nicht.
00:53:15Ihr werdet erstmal die nächsten Untersuchungen abwarten.
00:53:20Vor allem müssen sich deine Werte verbessern, dass die OP überhaupt möglich ist.
00:53:23Ich habe vorhin erfahren, dass ich als Spender für Cosima in Frage komme.
00:53:50Was?
00:53:58Und machst du es?
00:54:00Ich denke schon.
00:54:04Du hast doch gesagt, dass du dich nicht testen lässt.
00:54:07Dass es total gefährlich ist.
00:54:09Ich meine, toll, dass du das machst, aber...
00:54:11Es ist natürlich nicht ohne Risiken.
00:54:14Aber es ist Cosimas einzige Chance.
00:54:15Und ich bin fit.
00:54:21Ich werde allerdings eine ganze Weile ausfallen.
00:54:24Aber du hast mich ja schon mal vertreten.
00:54:27Darum geht es doch gar nicht.
00:54:31Ich mache mir einfach Sorgen um dich.
00:54:33Und?
00:54:34Hat Feltensagent sein Alibi bestätigt?
00:54:37Ja?
00:54:39Gut.
00:54:43Außerdem ist Henning mit der Obduktion durch und hat bestätigt, dass der Laptop auf keinen Fall die Tatwaffe sein kann.
00:54:50Das Knacken, das Felden gehört hat, kam sicher nicht vom Schädelknochen, sondern eher vom Laptop.
00:54:54Hm.
00:54:54Wir behalten ihn trotzdem hier.
00:55:00Ich war gerade bei ihm und er hat mich geradezu angefläht, dass er hierbleiben darf.
00:55:05Er sagt, die Zelle inspiriert ihn.
00:55:07Und solange wir die Zelle nicht brauchen.
00:55:15Okay.
00:55:17Ja.
00:55:19Danke.
00:55:21Das ist super.
00:55:22Wir kommen auch gerade rein.
00:55:23Ja.
00:55:24Ich melde mich.
00:55:28Henning kann den Todeszeitpunkt jetzt eingrenzen.
00:55:31Er geht aufgrund des Gewebeverfalls davon aus, dass Heike Wersch in der Nacht von Freitag auf Samstag gestorben ist.
00:55:37Und jetzt ratet mal, wer laut Zeugenaussage am Freitagnachmittag bei ihr vor der Tür stand.
00:55:43Alexander Roth.
00:55:46Das hat er uns verschwiegen, als wir gestern mit ihm gesprochen haben.
00:55:50Das ist auch noch nicht alles.
00:55:51Kröger hat auf ihrem Handy diverse SMS gefunden.
00:55:55Die lesen sich jedoch so, als sei das Verhältnis zwischen Wersch und Roth ziemlich angespannt gewesen.
00:56:00Schickst du uns hier aufs Handy?
00:56:03Ja, mach ich.
00:56:05Was ist denn mit Heike Wersch Computer?
00:56:07Schwer beschädigt.
00:56:08Die Kollegen arbeiten gerade dran, die Daten wieder herzustellen.
00:56:11Was mit dem E-Mail-Verkehr?
00:56:12Der Zugriff wurde schon beantragt, aber ihr wisst ja, das kann dauern.
00:56:18Danke, Kai.
00:56:18Heike Wersch ist tot aufgefunden worden.
00:56:43Und was hab ich damit zu tun?
00:56:45Sie können uns erzählen, was Sie letzten Freitag bei Heike Wersch gemacht haben.
00:56:49Und warum Sie uns das gestern verschwiegen haben.
00:56:51Verschwiegen?
00:56:53Ich hab's jetzt nicht verschwiegen.
00:56:55Ich wusste nicht, dass das wichtig ist.
00:56:56Das entscheiden wir immer noch gern selbst.
00:56:58Wollen Sie sich nicht setzen?
00:56:59Also, was wollten Sie da?
00:57:01Was ich da wollte?
00:57:04Ich hab mir Sorgen gemacht.
00:57:07Heike hat sich ewig nicht bei mir gemeldet.
00:57:08Ich wollte einfach wissen, wie es hier geht.
00:57:10Und außerdem, meine Frau moderierte eine Literatursendung im Fernsehen, wie Sie vielleicht wissen.
00:57:24Und sie hat mir erzählt, dass Heike ihre Redaktion überredet hatte, sie in einer Sendung mit Karl Winterscheidt überraschend auftauchen zu lassen, um ihn dort bloßzustellen.
00:57:34Deswegen war ich auch bei Heike.
00:57:36Um ihr klarzumachen, dass sich damit nur selber schadet.
00:57:38Und wie hat sie reagiert?
00:57:41Sie hat mich hier ausgelacht.
00:57:43Sie meinte, sie hätte nichts mehr zu verlieren.
00:57:45Also haben Sie sich mit ihr gestritten.
00:57:47Gestritten? Nein.
00:57:48Mir war schnell klar, dass ich sie nicht überzeugen kann.
00:57:50Also bin ich gegangen.
00:57:53Aber Heike Wersch ist bei der Sendung nicht aufgetaucht.
00:57:55Dafür hat jemand gesorgt.
00:57:57Vielleicht hat sie ja doch über meine Worte nachgedacht.
00:58:03Glauben Sie im Ernst,
00:58:05ich hätte irgendwas damit zu tun?
00:58:08Ich habe ihr noch gesagt, Heike und ich, wir waren Freunde.
00:58:13Wie kannst du so etwas tun, du niederträchtige Egoistin?
00:58:27Das wird dir auf die Füße fallen, das kann ich dir versprechen.
00:58:30Glaubst du im Ernst, dass dich nach der Nummer noch irgendjemand unterstützt?
00:58:35Antwort?
00:58:36Das sagst gerade du, du rückgratloser Zauderer.
00:58:39Ja, du bist es doch, der plötzlich die Seite gewechselt hat.
00:58:42Kommt Ihnen das bekannt vor?
00:58:44Ja, das kommt mir bekannt vor.
00:58:46Ja.
00:58:46Das ist nur ein Teil der nicht besonders freundlichen Kommunikation zwischen Ihnen und Frau Wersch,
00:58:51die wir auf Ihrem Handy gefunden haben.
00:58:52Hört sich für mich jetzt nicht nach alten Freunden an.
00:58:56Das habe ich Ihnen noch erzählt.
00:58:59Das war, als Sie Severin Felden als Plagiator geoutet hat.
00:59:03Da war ich sauer, und zwar zu Recht.
00:59:05Warum bezeichnet Sie sie als Zauderer?
00:59:06Weil sie mich auch abwerben wollte.
00:59:10Sie hat mir ständig in den Ohren gelegen.
00:59:11Aber ich wollte das nicht.
00:59:12Ich hatte keine Lust.
00:59:15Und darüber war sie ziemlich verärgert.
00:59:17In der Nacht von Freitag auf Samstag.
00:59:19Wo waren Sie da ab 22 Uhr?
00:59:26Ich habe hier lange gearbeitet.
00:59:30Und...
00:59:31Dann war ich was trinken.
00:59:46Im Ellington.
00:59:48Die halbe Nacht.
00:59:50Da können Sie jede Menge Zeugen finden.
00:59:53Ich bin da ziemlich bekannt.
00:59:57Ja.
00:59:58Trotzdem möchten wir gerne
01:00:01Ihre Fingerabdrücke abnehmen
01:00:02und einen DNA-Abstrich machen.
01:00:06Und wenn ich das nicht möchte?
01:00:08Dann sagen wir uns einen richterlichen Beschluss.
01:00:10Das kostet uns nur Zeit.
01:00:13Na gut.
01:00:15Vorher habe ich noch eine Frage, Herr Roth.
01:00:17Ach ja?
01:00:18Wenn Sie wussten,
01:00:19dass Ihr neuer Chef
01:00:20in der TV-Sendung in eine Falle läuft,
01:00:22haben Sie ihn als loyaler Mitarbeiter
01:00:24doch sicher gewarnt.
01:00:25Na klar habe ich ihn gewarnt.
01:00:26Also?
01:00:33Jetzt ist es für möglich,
01:00:34dass Karl Winterscheid
01:00:35die Konfrontation mit Heike Werch gesucht hat?
01:00:39Vielleicht wusste er auch,
01:00:40dass sie schon tot ist
01:00:41und deswegen in der Sendung
01:00:42nicht auftauchen wird.
01:00:45Ja.
01:00:47Ist auch möglich.
01:00:48Was wollte die Polizei von dir, Alexander?
01:00:59Sie haben rausgefunden,
01:01:00dass sie am Freitag bei Heike war.
01:01:07Hast du ihnen gesagt,
01:01:08dass ich dich darum gebeten habe,
01:01:09mit ihr zu reden?
01:01:09Nein.
01:01:14Aber sie wollten wissen,
01:01:15ob ich dich wegen der Fernsehsendung
01:01:16gewarnt habe.
01:01:19Und was hast du ihnen gesagt?
01:01:24Was ist bei Heike passiert, Alexander?
01:01:26Nichts.
01:01:28Ich habe versucht,
01:01:29sie zur Vernunft zu bringen.
01:01:30Aber sie hat mich rausgeschmissen.
01:01:36Das ist doch gut.
01:01:37Verstehst du es nicht?
01:01:39Sie ist tot.
01:01:43Sie ist einfach tot.
01:01:45Schwäge, Schwäge.
01:01:46Scheiße.
01:02:01Hat meine Mutter geschrieben?
01:02:02Was?
01:02:04Hat meine Mutter geschrieben?
01:02:05Romane, Geschichten,
01:02:05irgendwie sowas.
01:02:06Deine Mutter?
01:02:07Nein.
01:02:11Bist du ganz sicher, ja?
01:02:12Ja, klar bin ich sicher.
01:02:16Ich weiß,
01:02:21es ist schwer, Alexander,
01:02:22aber ich versuche,
01:02:24klarzukommen, ja?
01:02:26Du wirst hier gebraucht.
01:02:27Ja.
01:02:45Ja?
01:02:46Ich habe mal versucht,
01:02:47alle Handys zu ermitteln,
01:02:48die sich Freitagnacht
01:02:49sowohl in die Funkzellen
01:02:50von Heike Werschs Haus
01:02:51als auch in die vom Leichenfund
01:02:53und Nahe Bad Soden eingewählt haben.
01:02:55Ist das denn erlaubt?
01:02:57Boah, bleibt unter uns, oder?
01:03:00Jedenfalls gibt es einen Treffer.
01:03:03Ihr wisst schon, was das heißt, oder?
01:03:04Das muss unser Täter sein.
01:03:07Und wem gehört das Handy?
01:03:09Feltensagent Josef Moosburger.
01:03:10Sie waren in der Nacht von Freitag auf Samstag
01:03:17nahe dem Haus von Heike Wersch
01:03:19und am Fluss, wo wir Ihre Leiche gefunden haben.
01:03:22Was hatten Sie da zu tun?
01:03:29Woher wissen Sie das?
01:03:30Was Sie da zu tun hatten?
01:03:48Ich habe Heike nicht umgebracht.
01:03:50Sie war schon tot, als ich gekommen bin.
01:04:01Als Sie wohin gekommen sind?
01:04:02Severin war bei mir
01:04:12und hat mir erzählt,
01:04:14dass er bei Heike war
01:04:17und ihr im Streit mit ihrem Laptop
01:04:19über den Kopf geschlagen hat.
01:04:25Ich war total
01:04:26sicher,
01:04:29dass sie
01:04:29sauer auf mich ist,
01:04:31weil sie auf meine Anrufe
01:04:33nicht reagiert hat.
01:04:37Also bin ich hingefahren.
01:04:40Aber sie war nicht sauer.
01:04:43Sie war tot.
01:04:46Lag auf dem Boden.
01:04:48In der Küche.
01:04:50Es war alles voll Blut.
01:04:54Ihr Schädel war regelrecht zertrümmert.
01:04:56Ich habe sowas noch nie
01:05:01in meinem Leben gesehen.
01:05:04Der arme Severin
01:05:05ist so ein
01:05:07feinfühliger,
01:05:10lebensuntüchtiger Kerl.
01:05:14Ihr wollt ihn beschützen.
01:05:18Und Ihnen ist nicht eingefallen,
01:05:20die Polizei zu rufen?
01:05:21Nein.
01:05:28Ich habe sie dann weggebracht
01:05:29mit Heikes Wagen.
01:05:33Bin mit ihr zum Fluss gefahren,
01:05:36wollte es wie ein Unfall
01:05:37aussehen lassen.
01:05:39Dann bin ich zurück
01:05:40und habe geputzt.
01:05:41Und um Ihre Tat
01:05:46zu vertuschen,
01:05:47haben Sie Frau Wersch angerufen
01:05:48und ihr Nachrichten geschickt,
01:05:50weil Sie wussten,
01:05:50dass man das
01:05:51auf ihrem Handy sehen würde.
01:05:53Ja.
01:06:01Er sagt,
01:06:01er hat die Leiche
01:06:02und die Spuren beseitigt,
01:06:03um Sie in Felden zu schützen.
01:06:06Genug,
01:06:07um ihn erstmal
01:06:07in Haft zu behalten.
01:06:09Wenn noch eine Zelle frei ist.
01:06:10Der Provider
01:06:13hat uns endlich
01:06:13den Mailverkehr
01:06:14von Heike Wersch geschickt.
01:06:16Schaut euch die Bitte
01:06:17sofort an.
01:06:20Unser Krüge
01:06:21soll sich nochmal
01:06:21das Haus von Heike Wersch vornehmen.
01:06:23Vielleicht finden wir da
01:06:24ja irgendwelche Hinweise
01:06:25auf das Tatmotiv.
01:06:26Aha.
01:06:28Mach ich.
01:06:30Ich drücke euch
01:06:30das mal schnell aus, ja?
01:06:31Danke.
01:06:32Danke.
01:06:34Danke.
01:06:35Danke.
01:06:36Danke.
01:06:36Danke.
01:06:37Können Sie jetzt aufhören?
01:06:40Hey!
01:06:48Ich bin nicht leid, ich bin nicht leid.
01:07:07Wir müssen reden.
01:07:37Wir müssen reden.
01:08:07Wir müssen reden.
01:08:37Wir müssen reden.
01:09:07Wir müssen reden.
01:09:37Wir müssen reden.
01:10:07Wir müssen reden.
01:10:36Wir müssen reden.
01:11:06Wir müssen reden.
01:11:36Wir müssen reden.
01:12:07Alexander ist wie ein Sohn für uns.
01:12:08Wir bleiben hier.
01:12:11Wir bleiben natürlich auch.
01:12:12Ja, ich auch.
01:12:13Ja, klar, macht doch, was ihr wollt.
01:12:14Ja, klar, macht doch, was ihr wollt.
01:12:15Macht ihr ja sowieso immer.
01:12:16Aber glaubt bloß nicht, dass ihr damit irgendwas wieder gut machen könnt.
01:12:19Ihr seid nämlich schuld, dass Alexander wieder rückfällig geworden ist.
01:12:23Und das werde ich euch auch nie verzeihen.
01:12:26Ich bin zur Hölle mit euch allen wirklich.
01:12:28Ja, ja, ja, ich kann das.
01:12:29Ja, ja, ja.
01:12:32Ich weiß nicht.
01:12:34Ich weiß mehr, als ihr denkt.
01:12:36Ich kenne all eure kleinen Intrigen hier.
01:12:40Die ganzen schmutzigen Geheimnisse, der ganze Dreck, der hier unter den Teppich gekehrt wird.
01:12:44Also tut nicht so, als wären wir hier alle eine große Familie.
01:12:47Es ist zum Kotzen.
01:13:07Ach, die Arme.
01:13:09Guten Morgen, Frau Roth.
01:13:17Entschuldigen Sie, dass ich störe.
01:13:19Bodenstein, Krippehofheim.
01:13:21Haben Sie im Moment Zeit für mich?
01:13:25Es geht um den Mord an Heike Wersch.
01:13:28Wir haben E-Mails gefunden, die sich so lesen,
01:13:31als hätte sie irgendetwas gegen ihren Mann in der Hand gehabt.
01:13:34Davon weiß ich nicht.
01:13:36Sie hat ihn eindeutig unter Druck gesetzt.
01:13:39Ja, sie schreibt unter anderem,
01:13:41was glaubst du, was passiert, wenn die Winterschals erfahren,
01:13:45was für eine falsche Natter sie all die Jahre an ihrem Busen genährt haben?
01:13:48Du bist einfach nur auf deinen...
01:13:50Wissen Sie, warum ich hier bin?
01:13:52Ich meine, wollen Sie Alexander jetzt den Mord an Heike anhängen?
01:13:57Jetzt, wo er da liegt und sich nicht wehren kann?
01:13:59Nein, natürlich nicht.
01:14:01Aber Ihr Mann war offenbar einer der Letzten,
01:14:03der Sie lebend gesehen hat.
01:14:05Wann soll das gewesen sein?
01:14:08Letzten Freitag.
01:14:10Er wollte Sie angeblich persönlich davon überzeugen,
01:14:13nicht in Ihre Sendung zu gehen.
01:14:15Hat er Ihnen davon nichts gesagt?
01:14:19Nein, aber er erzählt nie viel.
01:14:29Der Verlag und die Ewigen, die sind ihm immer wichtiger als ich und meine Arbeit.
01:14:35Die Ewigen?
01:14:36Ja.
01:14:37Sondern nicht die alten Freunde meines Mannes.
01:14:40Wieso geben Sie Ihnen die Schuld an seinem Unfall?
01:14:45Weil die ihn davon hätten abhalten sollen, wieder mit dem Trinken anzufangen.
01:14:51Ich...
01:14:52Ich hab's versucht, aber...
01:14:54Ich hab's nicht geschafft.
01:14:56Der Druck im Verlag, der ist einfach zu groß.
01:14:59Was meinten Sie eben mit den Geheimnissen, die Sie kennen?
01:15:02Pff...
01:15:03Das hab ich nur so gesagt.
01:15:05Nur so.
01:15:07Die tun immer so, als wären sie die besten Freunde.
01:15:12Aber dann haben Sie Alexander mit seinen Problemen komplett allein gelassen.
01:15:17Und wann genau hat er wieder angefangen zu trinken?
01:15:22Vor ein paar Wochen.
01:15:26Irgendwas muss ihm schrecklich zugesetzt haben.
01:15:29Eines Abends ist er vollkommen betrunken nach Hause gekommen.
01:15:35Hat gelallt, dass er unwürdig sei.
01:15:38Und dass er...
01:15:40Hat gesagt, dass er furchtbar Angst hätte, dass...
01:15:43Das aufliegt, dass sein ganzes Leben auf einer Lüge aufgebaut ist.
01:15:49Was kann er damit gemeint haben?
01:15:52Ich weiß es nicht.
01:15:55Keine Ahnung.
01:15:57Ich weiß es nicht.
01:16:00Morgen.
01:16:01Morgen.
01:16:02Ich bin so schnell gekommen, wie ich konnte.
01:16:03Wie geht's ihm?
01:16:04Nicht gut.
01:16:07Seine Frau hat mir gerade erzählt, dass er vor einiger Zeit wieder mit dem Trinken angefangen hat,
01:16:11weil ihn irgendwas bedrückt hat.
01:16:13Vielleicht die Tatsache, dass sie den Heike Wersch bedroht hat?
01:16:15Wenn sie wirklich was gegen ihn in der Hand hatte, hätte er gute Gründe, sie zu ermorren.
01:16:22Wissen wir schon, was er über sein Alibi für Vater macht?
01:16:24Nee.
01:16:25Das hätte ich dir gesagt.
01:16:29Ich muss da noch kurz was wissen.
01:16:30Okay.
01:16:31Haben Sie eine Idee, was Frau Roth damit eben gemeint hat?
01:16:36Dass sie all ihre schmutzigen Geheimnisse kennt?
01:16:42Keine Ahnung.
01:16:46Paula...
01:16:48Paula hat immer schon so ein bisschen Schwierigkeiten mit uns.
01:16:50Mit den Ewigen.
01:16:51Das ist eher so ein Blitz.
01:16:52Weil die halt schon alle ewig befreundet sind.
01:16:53Meine Familie hatte früher ein Haus an der Atlantikküste, in Noa Moutier.
01:16:55Und die ganze Clique hat da immer Ferien gemacht.
01:16:56Ich nicht.
01:16:57Ich hatte keine Lust.
01:16:58Aber mein Mann war immer mit dabei.
01:16:59Und was wollte Ihre Mutter eben damit sagen?
01:17:00Dass Alexander für sie wie ein Sohn ist?
01:17:01Alexander hat eine Zeit lang.
01:17:02Und was wollte Ihre Mutter eben damit sagen?
01:17:03Dass Alexander für sie wie ein Sohn ist?
01:17:05Alexander hat eine Zeit lang bei uns in der Villa gewohnt.
01:17:06Wie ist es denn dazu gekommen?
01:17:08Und die ganze Clique hat da immer Ferien gemacht.
01:17:13Ich nicht.
01:17:15Ich hatte keine Lust.
01:17:17Aber mein Mann war immer mit dabei.
01:17:21Und was wollte Ihre Mutter eben damit sagen?
01:17:23Dass Alexander für sie wie ein Sohn ist?
01:17:27Alexander hat eine Zeit lang bei uns in der Villa gewohnt.
01:17:33Wie ist es denn dazu gekommen?
01:17:35Götz.
01:17:41Dothias Bruder und Alexander waren sowas wie beste Freunde.
01:17:48Und in unserem letzten Urlaub, da ist Götz ertrunken.
01:17:53Das war schlimm.
01:17:55Alexander hat im Grunde den Platz von Götz eingenommen.
01:18:00Hat sie das als Schwester von Götz nicht gekränkt?
01:18:02Nee.
01:18:04Ich habe immer versucht, mich von meiner Familie nicht allzu sehr vereinnahmen zu lassen.
01:18:10Das Verhältnis zu meinem Vater war nie besonders gut.
01:18:14Aus was für einem Grund?
01:18:15Weil mein Vater schon in meiner Jugend hinter meinen Freundinnen her war.
01:18:21Bis er sich dann Heike Wersch geschnappt hat.
01:18:25Die beiden hatten 30 Jahre ein Verhältnis.
01:18:28Bis mein Vater dann vor zwei Jahren einen Schlaganfall hatte.
01:18:31Und hat Ihre Mutter das gewusst?
01:18:35Ja, natürlich.
01:18:37Sie hat furchtbar darunter gelitten, aber sie hat es hingenommen unter der Voraussetzung, dass es nicht öffentlich wird.
01:18:44Der gute Ruf ist für meine Mutter sehr wichtig.
01:18:53Trotz Ihrer Vorbehalte gegen Ihren Vater arbeiten Sie im Verlag.
01:18:57Ich bin da erst eingestiegen, als Karl die Leitung übernommen hat.
01:19:02Und Sie arbeiten auch für den Verlag?
01:19:06Nee.
01:19:08Naja, indirekt.
01:19:10Ich leite eine Druckerei, die eng mit dem Winterscheid Verlag zusammenarbeitet.
01:19:14Komm, lass uns mal wieder hochgehen.
01:19:16Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben.
01:19:19Gerne.
01:19:22Wir sind gleich da.
01:19:23Das war Kröger.
01:19:28In Heike Werschhaus ist eingebrochen worden.
01:19:53Ja.
01:20:13Hast du eine Vermutung, wann der Täter hier war?
01:20:16Naja, es muss relativ früh heute Morgen gewesen sein. Zwischen vier und sechs hat es nämlich geregnet.
01:20:20Und die Holzsplitter.
01:20:23Danke.
01:20:24Vom Einbruch vor der Tür waren furztrocken.
01:20:31Dann kann es nicht Alexander Rot gewesen sein.
01:20:34Hier klebt noch ein Preisetikett drauf.
01:20:37Wollen wir nur für den Einbruch gekauft?
01:20:40Nicht die Arbeit von Profis.
01:20:44Ja?
01:20:45Das tut mir leid.
01:20:51Danke, dass Sie angerufen haben.
01:21:00Das war Maria Hauschild.
01:21:02Alexander Rot ist gestorben.
01:21:09Henning soll sofort eine Abduktion ansetzen.
01:21:11Mitten Sie gerade ein paar Minuten?
01:21:27Ich bin durch mit dem Minuskript.
01:21:28Nein, jetzt nicht. Ich muss alle Autoren anrufen, mit denen Alexander gearbeitet hat.
01:21:33Ja.
01:21:37Habe ich ihn überfordert? War die Beförderung zu viel für ihn?
01:21:42Nein, das glaube ich nicht.
01:21:47Er wirkte sehr stolz darauf.
01:21:49Ja?
01:21:53Danke.
01:22:02Ihr hattet recht.
01:22:03Rot ist nicht an den Folgen eines Fahrradunfalls gestorben, sondern an einer Methanolvergiftung.
01:22:19Kann er das auch aus Versehen zu sich genommen haben?
01:22:22Das glaube ich nicht. Wahrscheinlicher ist, dass ihm das jemand heimlich beigebracht hat.
01:22:26Lässt sich vom Geschmack her von normalem Alkohol nicht unterscheiden.
01:22:30Danke.
01:22:32Danke, Henning.
01:22:33Gerne.
01:22:39Das ist der Durchsuchungsbeschluss.
01:22:44Tun Sie, was Sie tun müssten.
01:22:46Wussten Sie, dass Herr Roth wieder getrunken hat?
01:22:48Ich habe bemerkt, dass etwas mit Ihnen nicht stimmt.
01:22:52Ja.
01:22:58Bitte, Sir.
01:23:02Ich kann nicht bleiben, wir haben eine Krisensitzung, aber unser Hausmeister Herr Bär wird gleich für Sie da sein.
01:23:06Danke.
01:23:19Guten Abend.
01:23:21Guten Abend.
01:23:23Sie müssen Herr Bär sein.
01:23:26Danke, dass Sie uns zur Verfügung stehen.
01:23:28Kein Problem.
01:23:33Ist da noch was drin?
01:23:37Das muss der Reinigungsdienst mal wieder übersehen haben.
01:23:41Wie lange haben Sie Herrn Roth schon gekannt, Herr Bär?
01:23:46Was mein ganzes Leben lang.
01:23:49Herr Roth war ein Kindergartenfreund von Götz Winterscheid.
01:23:54Ich bin in der Villa aufgewachsen, denn meine Eltern haben auch schon für die Winterscheids gearbeitet.
01:23:59Seit 1988 bin ich angestellt und verantwortlich für das Verlagshaus und für die Verlegervilla.
01:24:06Wussten Sie, dass Herr Roth wieder angefangen hatte zu trinken?
01:24:12Ja.
01:24:14Ich habe im Ölcontainer leere Wodkaflaschen gefunden.
01:24:18Es war seine bevorzugte Marke.
01:24:21Haben Sie ihn darauf angesprochen?
01:24:23So was steht mir nicht zu.
01:24:25Ich bin hier nur der Hausmeister.
01:24:27Nach dem, was Sie uns gerade erzählt haben, sind Sie für die Familie mehr als nur der Hausmeister.
01:24:31Ich bin immer das, was gerade gebraucht wird.
01:24:44Noirmoutier.
01:24:46Davon haben doch Dorothea Fink und ihr Mann erzählt.
01:24:50Können Sie mir sagen, wer die Leute auf dem Bild sind?
01:24:52Heike Wersch, Alexander Roth, Maria Hauschild, Stefan Fink, Götz Winterscheid.
01:25:05Und das neben ihm ist Katharina Winterscheid, die Mutter unseres jetzigen Verlegers.
01:25:10Die war damals neu in der Clique.
01:25:13Arbeitet sie auch hier im Verlag?
01:25:14Nein.
01:25:16Sie ist gestorben, als der junge Herr Winterscheid sechs Jahre alt war.
01:25:21Und wer ist das da?
01:25:23Das ist ganz am Rand.
01:25:25Das ist dein Vater Johannes Winterscheid, genannt John.
01:25:29Leider auch schon lange tot.
01:25:31Herzentwagt.
01:25:33Ziemlich viele Tote bei Herrn Winterscheid und in ihrem Umfeld.
01:25:37Ja.
01:25:39Schrecklich.
01:25:401993, das war das Jahr, in dem der Götz Winterscheid gestorben ist.
01:25:48Das erste Jahr, in dem ich nicht dabei war.
01:25:52Sie sind mit den Winterscheids in Urlaub gefahren?
01:25:55Ja, wie schon gesagt.
01:25:57Wir sind zusammen groß geworden.
01:25:59Und es gab da unten auch immer etwas zu tun.
01:26:01Also haben Sie auch Heike Wersch sehr gut gekannt?
01:26:04Ja.
01:26:08Heike.
01:26:10Sie hat mich sehr enttäuscht.
01:26:13Sie hatte der Familie Winterscheid alles zu verdanken.
01:26:16Sie hatte kein Recht, sich so gegen sie zu wenden.
01:26:27Kann ich noch irgendetwas für Sie tun?
01:26:29Nein, danke, Herr Peer. Ich denke, wir kommen ohne Sie klar.
01:26:31Gut.
01:26:40Ich denke, damit ist Heike Wersch erschlagen worden.
01:26:50Ich denke, damit ist Heike Wersch erschlagen worden.
01:26:52Ich denke, dass Sie nicht mehr auf dem Weg sind.
01:26:53Das ist ganz gut, wenn Sie nicht mehr auf dem Weg sind.
01:26:55Ich denke, dass Sie nicht mehr auf dem Weg sind.
01:26:56Untertitelung des ZDF, 2020
01:27:26Hallo?
01:27:56Hallo?
01:28:26Hallo?
01:28:28Hallo?
01:28:29Hallo?
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