- vor 19 Stunden
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00:20Love Is Enough
00:48Mist, schöner Ranzen, ich seh dir hervorragend.
00:51Sehr witzig.
00:52Peckner, bitte.
00:53Ach, da wird Oskar sich aber freuen.
00:55Zeit vergeht so schnell, jetzt wird er schon eingeschult.
00:57Du kommst doch nÀchste Woche zur Party, oder?
00:59Na, ich hab ihn extra frei genommen.
01:01Sehr gut.
01:01Und Kaminski wollte eigentlich, dass ich ihm bei einer laparoskopischen Sacro-Colpopexie assistiere.
01:06Oh, der muss aber sehr zufrieden mit dir sein.
01:08Ja, scheint so.
01:09So, jetzt muss ich aber los, sonst komm ich zu spĂ€t zur Ăbergang.
01:14Ach, Sie werden so schnell erwachsen.
01:17WeiĂt du noch, unser Brennerchen, jetzt ist er Arzt.
01:21Du Quatschkopf.
01:23Jetzt komm, meine Schicht fÀngt gleich an.
01:37Du bist zu spÀt.
01:38Ich weiĂ.
01:41Meine Mittagspause ist vorbei, ich muss in mir den OP.
01:43Ja, aber wir können auch noch schnell einen Kaffee zusammen trinken, oder?
01:46Papa.
01:48Hallo, mein Junge.
01:49Was machst du denn hier?
01:50Ăh, fĂŒhr mich einen Kaffee und packst du mir bitte mein Mittagsgericht ein?
01:54Klar.
01:55Aber du weiĂt, dass ich dir das auch jederzeit nach Hause bringe.
01:58Na klar.
01:59Was ist denn mit dem Pflegedienst, den ich fĂŒr dich bestellte?
02:01Moment.
02:03Charlotte und Barbara, die sind jetzt auf Teneriff angekommen.
02:06Ich soll dich schön grĂŒĂen.
02:07Hast du mit ihr gesprochen?
02:08Wir sprechen jeden zweiten Tag.
02:10Die Kreuzfahrt war ein Traum.
02:12Nichts einmal soll ich ein Lied.
02:13Du weiĂt worĂŒber.
02:15Ăh, musst du nicht in den OP?
02:18Also, mir ist das ĂŒberhaupt nicht recht, dass du alleine einfach hier so herkommst.
02:22Ich wĂŒrde dich am Nutzengleichen wieder nach Hause bringen.
02:24Lass, ich komm schon klar.
02:25Also, ich hÀtte Zeit.
02:27Dann trinken wir ein KĂ€ffchen zusammen und ich begleite dich nach Hause.
02:29Siehst du?
02:31Wer kann da Neid sagen?
02:33Und dir, toi, toi, toi, im OP.
02:39Ich wĂŒrde auch ein Nehm mit Milch und Zucker.
02:41Gerne.
02:42Was machen wir als nÀchstes?
02:43Als nÀchstes trennen sich unsere Wege.
02:49Dieser Fall ist lehrbuchhaft.
02:51Perfekt fĂŒr einen AnfĂ€nger.
02:53Ich ĂŒbernehme einen Patienten alleine?
02:56Aber immer ihren Herrn und Meister fragen, ob sie noch auf dem richtigen Weg sind.
03:00Ich bin gespannt auf ihre Diagnose.
03:03Herr Paul, bitte.
03:06Ihr Patient.
03:11Genau wegen so einem Schiff habe ich meinen Job gekĂŒndigt.
03:14Wieso?
03:16Bitte nehmen Sie Platz.
03:20Ziemlich arrogant der Typ, so wie der gerade mit Ihnen geredet hat.
03:23Ach, das ist Dr. Kaminski's eigener Arzt.
03:25Er meint es nicht so.
03:27Dr. Kaminski ist sehr kompetent.
03:29Ja, ja, das war der letzte Arzt, der mich behandelt hat, angeblich auch.
03:32Ja, ja, hier steht. Sie sind seit einem Jahr in urologischer Behandlung.
03:35Hat alles noch schlimmer gemacht.
03:37ErzÀhlen Sie.
03:38Also das Problem ist wohl meine Prostata.
03:41Das ist zu groĂ.
03:42Ich bekomme davon Blasensteine.
03:44Das ist ein Teufelskreis.
03:45Die ProstatavergröĂerung begĂŒnstigt die Entstehung von Blasensteinen
03:49und verhindert dann auch noch, dass der Körper diese Blasensteine selbst ausschalten kann.
03:54Ich hatte jedenfalls immer so mördermĂ€Ăige Bauchschmerzen.
03:57Und dann hat der andere Arzt mir so eine pflanzliche Pille verschrieben hier.
04:00SĂ€gepalme.
04:01Die hat angeblich kaum Nebenwirkungen.
04:04Das stimmt auch, die wirkt nÀmlich gar nicht.
04:05Es gibt aber noch stÀrkere Mittel.
04:10Wie das hier?
04:13Das hilft auch nicht.
04:15Na doch, doch.
04:15Die Prostata ist schon verkleinert.
04:18Aber dafĂŒr ist jetzt Todrose, verstehen Sie?
04:22Also wenn meine Frau und ich, dann kriege ich halt oft keinen mehr hoch.
04:27Und wir wollen ja vielleicht auch irgendwann mal ein paar Kinderchen haben.
04:30Vom Regen in die Jauche.
04:32Ja, genau.
04:33Sie sagen es.
04:34In die Jauche.
04:35Wir machen erst mal einen Ultraschall.
04:44Danke fĂŒrs Bringen, Sophia.
04:47Ich komme da schon zurecht.
04:49Wird es mich nicht herein?
04:50Nein, mir ist da etwas...
04:54Ach, egal.
04:55Komm rein.
05:01Was ist denn hier passiert?
05:02Das ist mir vorhin runtergefallen.
05:04Tut mir leid.
05:05Mach ich gleich weg.
05:06Du machst es dir jetzt mal schön auf der Couch gemĂŒtlich und trinkst einen Tee.
05:10Ich habe das hier ratzfatz aufgerÀumt.
05:12Danke.
05:13Geht schon.
05:26Sie waren also Krankenpfleger und haben da noch mal obendrauf Medizinstudien.
05:29Es war mein Traumarzt zu werden.
05:33Danke.
05:34Na, alle Achtung.
05:36Ich meine, 99 Prozent der Leute kriegen den Hintern ja nicht mehr hoch, wenn sie erst mal einen festen Job
05:40haben.
05:42Ich glaube, darum sind sie mir auch so sympathisch.
05:46Wir sind aus dem gleichen Holz.
05:48Haben Sie auch schon mal neu angefangen?
05:50Ja, ich habe in einem Möbelhaus gearbeitet.
05:53Logistik.
05:54Das war eigentlich gar nicht so ĂŒbel.
05:55Abgesehen vom Chef.
05:58Und jetzt mal Hand aufs Herz.
06:00Ich meine, Ihr Chef ist auch ziemlich arrogant.
06:02Oder nicht?
06:04Aber soll ich Ihnen mal was sagen?
06:05Das ist auch ein StĂŒck weit Ihrer Schuld, wenn er Sie immer so von oben herab behandelt.
06:08Dem mĂŒssen Sie mal Paroli bieten.
06:11Jetzt wird es mal kalt.
06:12Oh ja, nehme ich mich persönlich.
06:25Sophia, soll ich dir nicht doch helfen?
06:27Unterstehe dich.
06:28Ab zurĂŒck auf die Couch mit dir.
06:29Ich bin hier gleich fertig.
06:33Der Pflegedienst ist schon seit ein paar Tagen nicht hier gewesen.
06:37Deshalb wolltest du Martin auf der Stadt treffen.
06:38Ich will nicht, dass er sich Sorgen um mich macht.
06:43Otto, Sorgen macht er sich so oder so.
06:46Und ganz offensichtlich nicht ohne Grund.
06:48Er hat im Krankenhaus genug um die Ohren.
06:51Wie gut, wenn er von dem Chaos hier nichts erfÀhrt.
06:54Das regt ihn nur auf.
06:56Ich mache erst mal klar Schiffen, dann reden wir weiter, ja?
07:05Naja, ebenfalls, meine Frau und ich, wir hatten es irgendwann so satt, uns immer rumkombandieren zu lassen.
07:09Da haben wir einfach gemeinsam hingeschmissen.
07:12Ja, und nÀchsten Monat, da wandern wir nach Tulum aus.
07:16Wir machen ein CafĂ© auf fĂŒr Biker und Touris mit einem richtig feinen Kuchenangebot nach Rezepten meiner Mutter.
07:22Ach, backen Sie auch so gerne?
07:24Ja, Mama.
07:26Ach, hier, sehen Sie, hier ist die Prostata und da sind auch einige Blasensteine.
07:33Also hier ist ja nur ein Ameisenkrieg.
07:37Wissen Sie, ich freue mich ja auf Mexiko, aber die sind nicht gerade berĂŒhmt fĂŒr ihr Gesundheitssystem.
07:42Ich hatte gehofft, dass wir ein kleines Problem hier endgĂŒltig in den Griff kriegen.
07:47Verstehe, Sie wollen keine Medikamente mehr.
07:49Ja, mit so einem Pindlöschen fĂŒhlt man sich doch wie ein alter Sack.
07:52Aber eine medikamentöse Behandlung ist erste Wahl bei Ihrer Diagnose.
07:58Das ist aber nicht der einzige Weg.
07:59In Ihrem speziellen Fall wĂ€re eventuell eine Operation eine Ăberlegung wert.
08:06Das ist genau, was ich will.
08:08Aber ganz so einfach ist es nicht.
08:10Aber eine Ăberlegung wert.
08:23Verdammt.
08:28Warum hast du den Pflegedienst wieder abgestellt?
08:30Ach, die haben mir so einen Kerl ins Haus geschickt.
08:33Er hat sich aufgefĂŒhrt wie ein Feldwebel, den ganzen Tag rumkommandiert.
08:38Mich behandelt wie ein Altenthalergeist.
08:42Halt den ganzen Tag Sport mit mir machen.
08:44Nur Sport, Sport, Sport.
08:46Und da hast du dir gedacht, du machst das hier alles alleine?
08:48Ja, ich war frĂŒher auch viel alleine.
08:50Hab alles hinbekommen.
08:52Das war vor deinem Unfall.
08:55Ja, der rechte Arm macht noch nicht richtig mit.
08:58Und der linke, der ist das Problem.
09:01Aber sonst geht's mir prima.
09:05Jetzt guck mich nicht so an.
09:08Morte, was mach ich denn jetzt mit dir?
09:09Und vor allem, was sag ich Martin?
09:11Am besten gar nichts.
09:13Das kann ich nicht machen.
09:15Weil mindestens Charlotte hier wÀre.
09:17Charlotte?
09:18WĂŒrde hier durchs Haus wirbeln.
09:20Mich von morgens bis abends versorgen.
09:23Das wĂ€re dann wieder zu viel fĂŒr sie.
09:25Und dann wĂŒrde Martin entscheiden, dass wir hier nicht mehr wohnen können.
09:30Sophia, ich liebe dieses alte Haus.
09:33Und unser Leben hier.
09:35Ich bin hier nicht weg.
09:40Darf ich mal?
09:41Ja.
09:44Ist das La Gomera?
09:45Da wollte ich schon immer mal hin.
09:47Ja.
09:47Wollen Sie mich nÀchstes Jahr ja mitnehmen.
09:59Dr. Kaminski.
10:02Bitte, Herr Kollege.
10:03Herr Paul ist seit einem Jahr in urologischer Behandlung wegen Blasensteinen.
10:07Ihre Anamnese habe ich gelesen.
10:08Danke sehr.
10:10Erektionsstörungen sind eine relativ hÀufig auftretende Nebenwirkung bei diesem Medikament.
10:15Was schlagen Sie vor?
10:18Wir operieren.
10:20Eine einfache Verkleinerung der Prostata.
10:22Herr Paul braucht keine Medikamente mehr und ist folglich auch die Erektionsstörung los.
10:27Interessanter Vorschlag.
10:29Sie sagen, dass eine Operation immer die letzte Option sein soll.
10:32Aber ich bin froh, dass Ihnen das noch eingefallen ist.
10:35Und in der Tat, auch in diesem Fall ist eine Operation unsere letzte Option.
10:40Wir verschreiben Ihnen ein Medikament gegen die Erektionsstörung.
10:44Ein potenzsteigerndes Mittel.
10:46Dieses Medikament kann wieder Nebenwirkungen haben.
10:48Auch Operationen können Nebenwirkungen haben und mitunter sehr unangenehme.
10:52Eine Prostata-Resektion ist ein Routine-Eingriff.
10:54Wir brauchen noch nicht mal eine Vollnarkose.
10:56Darf ich auch mal was sagen?
10:59Ich will die OP.
11:01Meine Frau und ich, wir wandern nÀchsten Monat nach Mexiko aus.
11:04Da möchte ich nicht auf irgendwelche Kontrollen und Medikamente angewiesen sein.
11:07Warum die Symptome behandeln?
11:08Warum packen wir die Ursache nicht bei der Wurzel?
11:13Der Rock erscheint Sie ja mÀchtig beeindruckt zu haben.
11:16Wieso?
11:17Er hat Sie doch ĂŒberredet, die Operation durchzusetzen.
11:20Ich habe aus rein Ă€rztlicher Ăberzeugung argumentiert.
11:23Sicher haben Sie das.
11:26Sie Rebell.
11:29Aber wenn das nĂ€chste Mal Ihre Ă€rztliche Ăberzeugung von meiner abweicht,
11:34dann besprechen Sie das mit mir, bevor wir mit dem Patienten reden.
11:39Alles andere wÀre vielleicht rockerhaft, aber nicht professionell.
11:42Ich hoffe, wir haben uns verstanden, Herr Kollege.
11:46Warum haben Sie der Operation zugestimmt, wenn Sie so dagegen sind?
11:50Ich bin doch nicht gegen die Operation.
11:53Ich halte Sie sogar fĂŒr eine gute Lösung.
11:56Aber eben nur fĂŒr die Zweitbeste.
12:00Da der Patient ĂŒber die Risiken informiert ist, kann ich damit leben.
12:05Normalerweise machen Sie das ja ohne Assistenten.
12:08Aber dĂŒrfte ich trotzdem...
12:10Wenn Sie sich besser darauf vorbereiten, als Sie den Patienten beraten haben, meinetwegen.
12:13Ich fange sofort an.
12:16Ja, Mutti.
12:17Ich kann dich heute Abend doch nicht besuchen.
12:20Ich habe morgen eine Operation, auf die ich mich vorbereiten muss.
12:24Ja, eine transuretrale Prostataresektomie.
12:27Das heiĂt Verkleinerung.
12:29Ja, die...
12:29Die DrĂŒse wird quasi abgeschĂ€lt.
12:33Schicht um Schicht.
12:34Wie eine Zwiebel.
12:36Das nennt man auch Hobelung.
12:39Ja, mit einer Drahtschlinge wird das Gewebe verbrannt.
12:43Meine Aufgabe besteht darin, darauf zu achten,
12:45dass das verbrannte Gewebe sauber ausgespielt wird.
12:49Also, Herr Brenner, ich esse hier.
12:52Da sind auch Zwiebeln drin.
12:55Ich erklĂ€re dir das spĂ€ter. Ja, ich rufe zurĂŒck.
13:12Aha. Guten Abend, ihr beiden.
13:14Hey.
13:15Hallo, mein Junge.
13:17So, wir und ich dachten, wir essen noch zusammen.
13:20Ich hoffe, das ist okay.
13:23Absolut.
13:24Ich habe Hunger.
13:30So, ich nehme mir mal ein Bier.
13:31Du darfst keins.
13:32Leider.
13:33Ist das mit dir?
13:34Danke.
13:37Also, Papa, als du heute im Krankenhaus aufgetaucht bist,
13:40habe ich mir schon Sorgen gemacht.
13:42Aber es sieht ja alles gut aus hier.
13:44Ich kann nicht meckern.
13:46Wann kommt denn der Pfleger? Ich möchte mit ihm mal reden.
13:50Also, heute wird das nichts mehr.
13:53Dann morgen.
13:54Martin, es gibt ein Problem.
13:57Was denn?
13:58Also, wenn ich...
14:00Ottos Pfleger ist krank geworden, ganz kurzfristig.
14:04Und wieso ruft mich von denen keiner an?
14:07Du warst den ganzen Tag im OP.
14:10Und auĂerdem haben wir auch schon eine Lösung gefunden.
14:13Was denn fĂŒr eine?
14:15Mich?
14:16Passkrankenschwester, gerade zwischen zwei Jobs.
14:19Also, auf Dauer brauchen wir eine richtige Lösung.
14:21Ich bin die Beste, die du gerade hast.
14:22Und es ist ja auch nur fĂŒr ein paar Tage.
14:24Dann schauen wir weiter.
14:25Also, ich finde das toll.
14:28Ja, das kann ich mir leper vorstellen.
14:30Ja, dann machen wir es uns richtig muckelig hier.
14:33Es gibt Jockis mit GemĂŒse.
14:52Guten Morgen.
14:55Morgen.
15:06Was ist?
15:08Und wenn du auch, du kannst hören.
15:10Ja, nicht.
15:13Aber das ist Pias und Rolands Salzschlafzimmer.
15:18Und das ist sogar je Bett.
15:20Und das stört dich?
15:22Ja, das fĂŒhlt sich irgendwie komisch an.
15:27Also, ich finde, es ist zumal eine positive Ausstrahlung.
15:32Hier in dem Haus, direkt am See.
15:34Die beiden waren ja bestimmt sehr glĂŒcklich hier.
15:36Ja, aber ich finde meine Wohnung auch sehr schön.
15:40Und deine ist auch super.
15:45Aber fĂŒr ein paar Tage ist das schon in Ordnung.
15:50Du, und falls ich das noch nicht deutlich genug gesagt haben sollte,
15:54finde ich es wirklich toll, dass du Otto hilfst.
15:59Komm, lass uns aufstehen.
16:02Bist du beleidigt?
16:03Nein, ich hab nur zu tun.
16:08Da wir klassisch monopolar und deshalb mit einer elektrolytfreien SpĂŒllösung arbeiten,
16:13besteht, falls die OP lĂ€nger dauert, die Gefahr, dass der Körper die SpĂŒllösung aufnimmt.
16:19In diesem Fall fÀllt der Natriumgehalt im Blutserum ab.
16:22TĂŒckisch und schnell wie bei einer Sandweper.
16:25Wie nennt man das?
16:26Thur-Syndrom.
16:27Sehr gut.
16:27Aber davon sind nur zwei Prozent der Patienten betroffen.
16:31Nur?
16:31Bei zwei Prozent sind das immerhin vier Menschen pro Jahr in der Sachsenklinik.
16:36Ja, bei 200 Operationen.
16:38Ich frage mich, ob Sie den nötigen Respekt vor dem Eingriff haben.
16:42Aber wir sind doch auf alles vorbereitet.
16:43Falls die Operation lÀnger als 60 Minuten dauert,
16:46lasse ich vorsorglich den Natriumgehalt im Blutserum bestimmen.
16:50Na, dann bin ich ja beruhigt und kommen Sie nicht wieder zu spÀt.
16:54Morgen.
16:58So aufmerksam, mein Schatz, dass du mein Lieblingsherd eingepackt hast.
17:02Oh, komm, das steht dir doch. Oder, Otto?
17:04Ja, schick.
17:06So, Papa, dann erzÀhl doch mal, wie geht's Charlotte?
17:09Ist sie auf Teneriffa?
17:10Sie hilft Barbara, den Garten der Finca wieder auf Vordermann zu bringen.
17:14Sie blĂŒht dabei richtig auf.
17:17Und du willst ihr nicht langsam mal sagen, was dir passiert ist?
17:20FĂ€ngst du schon wieder damit an.
17:22Jetzt macht sie seit Jahren mal wieder richtig Urlaub.
17:24Ich will die denn nicht verderben.
17:25Ich wĂŒrde wissen wollen, wie es dir geht.
17:27Hast du sie denn angerufen, als ich im Krankenhaus lag?
17:30Entschuldigung, Papa, ja. Das war eine ganz andere Situation.
17:33Jemand Lust auf Spiegel oder RĂŒhrei?
17:35Oh, nee, fĂŒr mich gern RĂŒhrei.
17:37Super.
17:42Sie ist wirklich ein Schatz.
17:46Danke, dass ihr mir helft.
17:48Das ist keine Frage, Papa.
17:54Brenner, hey. Darf ich Ihnen meine Frau vorstellen? Katharina.
17:58Die Legende lebt.
18:00Oliver hat mir erzÀhlt, wie Sie diese Operation durchgeboxt haben.
18:03Ich tue, was ich kann fĂŒr meine Patienten.
18:05Ehrlich gesagt, hab ich Angst.
18:07Wenn Ihr Chef gegen diese Operation ist, dann hat er doch GrĂŒnde.
18:10Na, der kannte halt unsere Situation ja auch nicht so wie Brenner hier.
18:13Hab ich dir doch alles erzÀhlt.
18:16Ist das wirklich alles?
18:20Alles in Ordnung?
18:21Ja, mir ist noch etwas flau. Ich hab heute noch nichts gegessen.
18:25Und diese OP, ich weiĂ nicht.
18:27Kathi, KĂ€tzchen, mach dir nicht so einen Stress.
18:30Ich will wissen, ob diese Operation gefÀhrlich ist oder nicht.
18:33Aber von Ihnen.
18:35Ihr Mann braucht noch nicht mal eine Vollnarkose.
18:38Wenn ich etwas anderes denken wĂŒrde, hĂ€tte ich Ihnen doch nicht zugeraten.
18:42Warum gehst du nicht einfach nach Hause und entspannst dich ein bisschen?
18:46Entspannend.
18:47Dazu habe ich auch keine Zeit.
18:48Du drĂŒckst dich ja vor dem Termin mit der Umzug, Mama.
18:51Das haben wir geschickt eingefÀdelt.
18:53Was?
18:54Pass auf.
18:55Ich rufe dich an, wenn alles vorbei ist.
18:57Okay.
19:01Viel GlĂŒck, mein Tiger.
19:02Ich rufe dich an, Mio.
19:04Okay.
19:10Bereit?
19:11Bereit, wenn Sie sind.
19:13Okay.
19:20Wenn Ihnen irgendetwas unangenehm ist, melden Sie sich bitte sofort, ja?
19:28Riesdektoskop.
19:29So, wir tragen jetzt die Bucherung scheibchenweise ab.
19:33Ach, so genau muss ich es gar nicht wissen.
19:35Deine Filetchen sind ja schön, Meister.
19:44Stimmt was nicht?
19:45Er hat vermehrte Arhythmen.
19:49Paul, ist Ihnen nicht gut?
19:50Ich kriege ganz schwer Luft.
19:54Sein EKG verÀndert sich.
19:56Er hat schwere Arhythmen.
19:57Schmerzen.
19:59Wir brechen ab.
20:02Herr Brenner, hören Sie mir zu?
20:04Wir brechen ab.
20:06Der Patient kommt auf die Ăberwachung.
20:13So, das Blut geht jetzt ins Labor.
20:16Dann wissen wir vielleicht schon, was mit Ihnen los ist.
20:21Ich spritze Ihnen jetzt dieses Medikament.
20:24Damit sollten Sie besser Luft bekommen.
20:30Geht's wieder?
20:32Ăbel.
20:35Sprich ĂŒbel.
20:36Es tut mir leid, wenn ich das gewusst hÀtte.
20:39Deine Frau.
20:40Besser verstÀndlich.
20:41Schwester Katja, wĂŒrden Sie bitte...
20:43Warten Sie.
20:44Ich mach das persönlich.
20:49Und am Wochenende fahren wir raus in die Schrammsteine.
20:52Uns ein bisschen bewegen.
20:53Ja.
20:54Mir geht's gut.
20:56Alles wie immer.
20:59Lass uns morgen weiter telefonieren.
21:01Nicht mehr Barbara.
21:02Ja?
21:03Kuss.
21:07Entschuldigung, ich wollte nicht stören.
21:08Ach, tust du nicht?
21:11Charlotte ruft jeden zweiten Tag an.
21:13Sag mal, hast du kein schlechtes Gewissen, sie anzulĂŒgen?
21:16Und du hast ein schlechtes Gewissen Martin gegenĂŒber.
21:20Ja.
21:21Wenn der rauskriegt, dass ich ihn angelogen habe, dann...
21:24Ja, sowas Àhnliches macht Charlotte mit mir.
21:28Solange sie denkt, es geht mir gut, ist sie glĂŒcklich.
21:32Warum wird es verderben?
21:34Ja, so gesehen.
21:35Ja, wir tun doch keinem weh.
21:38Was...
21:39Was willst du eigentlich mit diesem alten Ding da?
21:42Das alte Ding da ist fĂŒr dich.
21:44Wir machen ein paar Ăbungen.
21:46Sport?
21:47Oder hast du gedacht, das Leben in mir besteht nur aus Zuckerschlicken?
21:50Um ehrlich zu sein?
21:52Ja.
21:52Tja, auch wenn das kaum einer glaubt, aber ich nehme meine Schwesternausbildung sehr ernst.
21:57Also habe ich ein paar gute Ăbungen fĂŒr dich rausgesucht.
21:59Ja, komm, wenn wir dich schon wieder fit kriegen wollen, dann mĂŒssen wir auch ein bisschen was dafĂŒr tun.
22:03Hauf mit dir.
22:04Wir wissen noch nicht, was die Ursache ist.
22:06Wo ist er?
22:07Gleich hier.
22:08Herr Brenner, kommen Sie schnell.
22:10Informieren Sie Dr. Kaminski.
22:13Was ist mit ihm?
22:14Verdacht auf einen Myokardinfarkt.
22:15Bitte bleiben Sie drauĂen.
22:16Eine Ampulle nach dem Mull.
22:18Herr Paul, ganz ruhig.
22:20Ich spritze Ihnen jetzt was gegen die Schmerzen.
22:24Kammer blimmern, Evi schnell.
22:26Frau Paul, bitte, Sie können nicht hierbleiben.
22:28Die Schwester wird sich um Sie kĂŒmmern.
22:32Laden auf 200.
22:35Weg vom Bett.
22:38Nochmal.
22:43Intubieren Sie schnell.
22:46Innovationsbesteck.
22:50Und was bringt das nun?
22:53Auf diese Weise trainieren wir nicht nur den schwachen Arm, sondern tun gleichzeitig was fĂŒr den Link.
22:58Trotz der Orthese.
22:59Der Körper und der Geist lernen nÀmlich nicht nur durchs Machen, sondern eben auch durchs Spiegelverkehrte zusehen.
23:04Na toll.
23:07Aber schön, dass du hier bist.
23:09Wenn wir die Ăbung zweimal am Tag wiederholen, steigert es deine Prognose um 40 Prozent.
23:13Und was heiĂt das genau?
23:15Das heiĂt, dass wir dich wieder fit kriegen können.
23:19Martin, Martin, ĂŒberzeugen wir auch noch.
23:23Wovon?
23:25Dass ich keinen Pflegedienst brauche, wenn ihr eine Weile hier bleibt.
23:30Von mir aus auch lÀnger.
23:32Wir vier unter einem Dach als glĂŒckliche Familie.
23:36Das ist ein Familienhaus.
23:39Das war schon immer.
23:41Und du fĂŒhlst dich wohl hier.
23:43Das merkt man.
23:45Erstmal mĂŒssen wir weitermachen.
23:53Bleiben Sie sitzen, Frau Paul.
23:57Also, wir konnten Ihren Mann stabilisieren, aber sein Zustand ist kritisch.
24:02Wir mussten ihn in einen kĂŒnstlichen Tiefschlaf versetzen.
24:06Sein Herz ist sehr, sehr schwach.
24:09Sie.
24:11Das ist Ihre Schuld.
24:12Frau Paul.
24:13Sie haben ihn zu dieser Operation ĂŒberredet.
24:16Sie wollten sich profilieren.
24:17Und jetzt stirbt Oliver vielleicht.
24:19Frau Paul.
24:20Ein Brenner trifft keine Schuld.
24:22Die Operation war absolut vertretbar.
24:24Ich habe sie genehmigt und selber durchgefĂŒhrt.
24:26Frau Paul, bitte beruhigen Sie sich.
24:28Kann ich irgendetwas tun?
24:30Ich will Sie nicht mehr sehen.
24:31Sie fassen Oliver nicht nochmal an.
24:33Aber, Herr Brenner, gehen Sie nach Hause.
24:34Wir sehen uns morgen.
24:36Kommen Sie, setzen Sie sich.
24:48Fest steht nur, dass Ihr Mann einen Herzinfarkt hatte.
24:51Die Ursache wissen wir noch nicht.
24:53Ist doch klar.
24:54Die Operation.
24:54So einfach ist das nicht, Frau Paul.
24:57Seine Serum-Elektrolyte sind ausgeglichen.
24:59Es gibt keine nennenswerten Blutverluste.
25:01Im Moment ist ĂŒberhaupt kein Zusammenhang mit der OP zu sehen.
25:09Ich möchte Ihren Mann grĂŒndlich untersuchen.
25:11Wir mĂŒssen herausfinden, was passiert ist.
25:13Nur so können wir ihm helfen.
25:17In einer halben Stunde holen wir ihn ab.
25:19So lange können Sie hierbleiben.
25:25Alles wird gut.
26:06Da sieht man es mal wieder.
26:08Zu viele Damen können echt ein Problem sein.
26:10Also ich bin mit meinem Boden sehr zufrieden.
26:14Ich bin gleich wieder.
26:17Du warst das ganz schön abgezaugt.
26:20In meiner Modelzeit habe ich das Warten am Skat ĂŒberbrĂŒckt.
26:23Mein Manager war ziemlich gut, besonders im Schummeln.
26:25Ihr werdet aber nicht geschummelt.
26:27Es versteht sich ja von selbst.
26:34Bringst du mir ein Bier mit?
26:35Ich habe jetzt irgendwie Lust drauf.
26:45Gern mit Glas.
26:53So, wer gibt?
26:54Immer der, der fragt.
27:10Tun wir eigentlich auch SĂŒĂigkeiten rein?
27:12Ja, aber nicht so viel.
27:13Wir haben haufenweise Spielzeug.
27:15Die Kinder naschen schon genug.
27:17Die sollten nicht noch nachhelfen.
27:19AuĂerdem schenkt Hans-Peter ihm eine Torte.
27:21Aber man hat nur einmal im Leben seinen allerersten Schultag.
27:28Was ist das denn?
27:29Um die Uhrzeit.
27:34Hans-Peter.
27:39Guten Morgen.
27:41Die Einschulung ist erst nÀchste Woche.
27:43Ich weiĂ.
27:44Ich dachte, ich ĂŒberrasche euch mal mit dem FrĂŒhstĂŒck.
27:47FrĂŒhstĂŒck?
27:47Das?
27:48Ich konnte nicht schlafen.
27:49Und da dachte ich, ich backe einen Probekuchen,
27:52damit fĂŒr den groĂen Tag nichts schief geht.
27:55Warum konntest du denn nicht schlafen?
27:59Hans-Peter, was ist los?
28:04Ich habe einen Fehler gemacht.
28:12Einen ganz furchtbaren Fehler.
28:21Wer ist es denn?
28:24Die Klinik.
28:25Ich war zu spÀt.
28:31Ich habe hier eine Nachricht von Ottos Pflegedienst.
28:35Okay, bevor du dich aufregst, lass es mich erklÀren.
28:38Du wusstest davon?
28:41Otto brauchte Hilfe und ich konnte ihm helfen.
28:44Wir fĂŒhlen uns alle ganz wohl hier.
28:47Otto ist mein Vater, der vor kurzem beinahe gestorben wÀre.
28:51Er hatte eine Gehirnblutung.
28:53Der im Folgenden sind nur ĂŒberhaupt nicht abzusehen.
28:55Du kannst mir doch nicht einfach verschweigen,
28:57wie es ihm wirklich geht.
28:58Das ist mein Leben, meine Familie.
29:01Ich habe deinetwegen in der Klinik gekĂŒndigt.
29:03Ja, um vier Wochen spÀter hier bei meinem Vater einzuziehen.
29:05Das ist doch was ganz anderes.
29:06Ich unterstĂŒtze Otto.
29:08Dir passiert doch gar nichts.
29:11Aber wenn es wirklich so schlimm fĂŒr dich ist,
29:13dass ich ein Teil deines Lebens sein will,
29:15dann mach doch Schluss.
29:16DarĂŒber denke ich wirklich ernsthaft nach.
29:28Der Operateur war immer noch Kaminski.
29:31Ja, weil ich das so eingefÀdelt habe.
29:32Und das habe ich nur getan,
29:33weil ich mich mitreiĂen habe lassen von Herrn Paul,
29:37von meinem Patienten.
29:39Ist dir nicht egal?
29:40Wie hÀlt man das aus?
29:42Ich meine,
29:43selbst wenn so eine einfache Operation schief geht.
29:47Es kann immer was schief gehen bei einer Operation.
29:49Ja, aber wie hÀlt man das aus?
29:53Gehört das nicht zum Chirurg sein dazu?
29:56Dann möchte ich lieber kein Chirurg sein.
30:04Das ist ein Prozess.
30:06Du lernst schon noch, damit umzugehen.
30:08Ja, wenn ich das nicht kann?
30:10Wenn ich das nicht lernen kann?
30:11Du weiĂt,
30:13du musst nicht im OP-Saal stehen,
30:15um ein guter Arzt zu sein.
30:17Dein Handy klingelt.
30:18Hörst du das nicht?
30:21Dr. Kaminski.
30:22Ich kann da jetzt nicht drangehen.
30:26Nimm ab.
30:29Na los, sonst legt er auf.
30:33Brentano am Apparat?
30:35Ja, der ist hier.
30:37Ich gebe Sie mal weiter.
30:40Ja, Brenner?
30:44Ich weiĂ nicht.
30:47Ja, ist gut.
30:52Dr. Kaminski weiĂ jetzt,
30:55warum Herr Paul den Herzinfarkt hatte.
31:02Frau Paul,
31:04wir haben die Ursache fĂŒr das,
31:06was gestern passiert ist, herausgefunden.
31:08Der Herzultraschall
31:10und die Blutuntersuchung
31:11haben ergeben,
31:12dass Ihr Mann an einer
31:13genetisch bedingten
31:14Fettstoffwechselerkrankung leidet,
31:15einer sogenannten Hyperlipidemie.
31:18Seine HerzkranzgefĂ€Ăe
31:19sind dementsprechend verengt.
31:21Was?
31:23Ich verstehe das nicht.
31:25Oliver hatte doch noch nie was am Herzen.
31:27Das hĂ€tte weiter fĂŒr eine Untersuchung bedurft,
31:29um das festzustellen.
31:30Und die waren wegen der geplanten Operation
31:32nicht indiziert.
31:33Sie wollen mir doch nicht erzÀhlen,
31:34dass die Operation gestern
31:35nicht die Ursache war?
31:36Die Operation war nicht die Ursache.
31:39Kommen Sie bitte.
31:41Jeder Dauerlauf zum Bus
31:44belastet unser Herz.
31:45Ihr Mann hÀtte jederzeit
31:46einen Infarkt erleiden können.
31:49Es war GlĂŒck,
31:50dass es hier passiert ist.
31:52Es steht Ihnen natĂŒrlich frei,
31:54eine zweite Àrztliche Meinung einzuholen,
31:56aber ich hoffe,
31:57dass Sie das nicht machen.
31:58Denn Ihr Mann sollte
31:59so schnell wie möglich operiert werden.
32:03Sie wollen ihn also nochmal operieren?
32:06Ich bin nur Urologe,
32:07ich bin zwar auch Chirurg,
32:08aber das ist ein sehr komplizierter Eingriff,
32:11der von einem Herzspezialisten
32:12vorgenommen wird.
32:13Dr. Stein ist einer der Besten.
32:17Frau Paul,
32:17ich verspreche Ihnen,
32:18dass wir alles tun werden,
32:19damit es Ihrem Mann wieder gut geht,
32:21aber wir brauchen Ihr EinverstÀndnis.
32:26Und wenn ich die Unterschrift
32:27spÀter bereue?
32:29Glauben Sie mir,
32:31Ihre Entscheidung
32:31zu unterschreiben
32:33ist die richtige.
32:35Das hat mir schon mal
32:36ein Arzt gesagt.
32:40Ich habe jetzt also keine Wahl mehr.
32:52Ich brauche Luft.
32:55Setzen Sie mich.
32:57Frau Paul?
33:01Sie hat erhöhte Temperatur.
33:03Herzrasen.
33:0537,9.
33:12Ganz schön trocken.
33:13Die Sahara ist ein Feuchtgebiet dagegen.
33:15Die Frau ist völlig dehydriert.
33:17Das erklÀrt auch das Herzrasen
33:18und die erhöhte Temperatur.
33:20Schwester Simone,
33:211000 Milliliter Infusion.
33:23Danach sollte es ihr besser gehen.
33:24Aber wieso ist sie dehydriert?
33:27Vielleicht hat sie sich erbrochen.
33:29Ein Magen-Gaum-Virus.
33:32Und sie hat einfach nur vergessen
33:33zu trinken bei dem Stress gestern.
33:35Sagen Sie mir Bescheid,
33:36wenn sie aufwacht.
33:38Ich mache das.
33:41Eigentlich habe ich die Arbeit
33:42als Pfleger immer sehr geliebt.
33:51Danke, dass du einspringst.
33:53Es wird eine schwierige OP.
33:55Ich bin froh, mal vom Papierkram wegzukommen.
33:57Wie geht es in Otto?
33:59Keine Ahnung.
34:00Er hat den Pflegedienst abgestellt.
34:03Und Sophie hat mir ein MĂ€rchen aufgezischt,
34:05dass der Pfleger krank ist.
34:07Ist das zu fassen?
34:08Sie lĂŒgt mir ins Gesicht
34:09und Otto spielt mit.
34:11Ăbertreibst du mich ein bisschen?
34:12Im Grunde hat Sophia mit dir
34:13nichts anderes gemacht
34:14als du mit Charlotte.
34:15Ja, ich weiĂ jetzt,
34:16dass das ein Fehler war.
34:17Charlotte hat ein Recht zu erfahren,
34:18dass Otto einen Unfall hatte.
34:20Und ich werde sie bestimmt
34:21jetzt mal anrufen.
34:22Ist das nicht Ottos Entscheidung?
34:23Nein, finde ich nicht.
34:28Sie ist wach?
34:30Alles gut.
34:31Danke.
34:33Wir haben einen Neuzugang.
34:35Bereiten Sie Zimmer 11 vor?
34:37Ja.
34:37Danke.
34:38Dir soll ich ausrichten,
34:39Frau Paul ist wach.
34:41Sie sagt,
34:42sie hat sich gestern mehrmals ĂŒbergeben.
34:44Deshalb war sie dehydriert.
34:46Dein Kuchen schmeckt super.
34:50Oberschwester,
34:51Frau Paul bleibt ĂŒber Nacht hier.
34:52Sie steht noch unter Schock.
34:53Geben Sie Ihr Thevonal zur BerĂŒhrung.
35:01Brenner,
35:03Sie sitzen im falschen Stockwerk.
35:05Ich mag das Schwesternzimmer.
35:09Auch als Pfleger
35:10kann man nicht verhindern,
35:11dass es manchmal zu Komplikationen kommt.
35:13Aber ich trage dann keine Verantwortung.
35:15Auch als Arzt
35:16tragen Sie fĂŒr die Herzkrankheit
35:17von Herrn Paul keine Verantwortung.
35:19Sie hatten den Mut,
35:20neu anzufangen,
35:21haben jahrelang studiert.
35:23Jetzt sind Sie Arzt.
35:24Zum HinschmeiĂen ist es zu spĂ€t.
35:27Selbst wenn Sie wollten,
35:29können Sie nicht mehr zurĂŒck.
35:30DafĂŒr sind Sie zu gut.
35:32Also Thevonal aber nur eine.
35:39Willst du, Frau Paul,
35:40die Tablette bringen?
35:50Frau Paul,
35:51darf ich reinkommen?
35:56Sie sind nicht schuld an dem,
35:57was mit Olli passiert ist.
36:00Das ist mir inzwischen klar geworden.
36:05Mann, Sie, er schafft das.
36:07Das ist keine leichte Operation.
36:09Aber Dr. Stein ist sehr gut.
36:11Einer der allerbesten.
36:12Aber die Operation wird noch dauern.
36:14Sie sollten irgendetwas tun,
36:16um sich abzulenken.
36:17Ich könnte Ihnen Zeitschriften besorgen.
36:20Nein, ich habe was zu lesen dabei.
36:27Nicht schon wieder.
36:28Ist Ihnen immer noch schlecht?
36:29Schwindelig.
36:31Verstehe ich nicht.
36:32Wenn ich nur den kleinen Finger krumm mache,
36:34sitze ich in der Achterbahn.
36:37FlĂŒssigkeitshaushalt ist ausgeglichen.
36:40Vielleicht hilft dir.
36:42Ja.
36:43Ist ein leichtes Beruhigungsmittel.
36:47Ach, dann nehmen Sie die Tablette nicht.
36:50Ich mache vorhin noch einen Test.
36:51Wir nehmen Blut ab.
36:58Kollegen, das war's. Danke.
37:00Sehr gute Arbeit.
37:02Was machst du denn nun
37:03mit deiner hÀuslichen Situation?
37:06Ich möchte jetzt nicht mit dir darĂŒber reden.
37:08Weil dir meine GesprÀchsbeitrÀge nicht gefallen?
37:12Hör mal.
37:14Sophia hat mich angelogen.
37:16Ja, das hat sie.
37:17Aber sie kĂŒmmert sich auch rund um die Uhr
37:19um deinen Vater.
37:20Das klingt nicht sondern egoistisch.
37:22Da lÀuft doch alles aus dem Bruder.
37:23Ich habe das GefĂŒhl,
37:24ich tippe einmal aufs Gaspedal
37:25und fahre gleich 150.
37:27In Richtung Ehehafen?
37:29Ach, Quatsch.
37:30Das interessiert sich einfach niemand
37:32dafĂŒr, was ich will.
37:33Und was willst du?
37:36Liebst du sie?
37:42Was wĂŒrdest du denn tun an meiner Stelle?
37:44Nichts.
37:45Lass es einfach laufen.
37:47Du bist doch sonst so spontan.
38:03Was ist mit Olli?
38:04Ihr Mann hat die Operation gut ĂŒberstanden.
38:07Er ist bereits auf die Intensivstation gebracht worden.
38:10Ich will zu ihm.
38:11Eine Angelegenheit mĂŒssen wir vorher noch mit ihm besprechen.
38:14Hat Olli SchÀden davon getragen?
38:16Es geht um Sie.
38:17Ihre Ăbelkeit kommt weder von einem Magen-Darm-Virus
38:21noch ist sie die Reaktion auf den Stress gestern.
38:23Ich bin krank.
38:26Hyperemmasis gravidarum,
38:27das Fachwort fĂŒr SchwangerschaftsĂŒbelkeit.
38:29Sie sind schwanger.
38:31Sie sind noch in einem frĂŒhen Stadium der Schwangerschaft.
38:33Sie haben alle Optionen,
38:35falls die Schwangerschaft fĂŒr Sie
38:37keine gute Nachricht sein sollte.
38:39Nein, das ist eine gute Nachricht.
38:42Das ist eine sehr, sehr gute Nachricht.
38:44WeiĂ Olli es schon?
38:46Es wird noch eine Weile dauern, bis er aufwacht.
38:49Ich will es ihm trotzdem erzÀhlen.
38:50Darf ich zu ihm bitte?
38:51Ich bringe sie hin.
38:58Papa!
38:59Jetzt lass das doch.
39:00Das ist doch viel zu anstrengend.
39:02Geht schon.
39:04Ich brauche nur etwas lÀnger.
39:06Pass auf, wir machen das spÀter zusammen.
39:09Ich möchte mit dir was besprechen.
39:12Keine Diskussion.
39:14Ich gehe zurĂŒck in die Reha,
39:16bis Charlotte wieder da ist.
39:19Du brauchst dich um nichts mehr zu kĂŒmmern.
39:21Aber du willst doch gar nicht zurĂŒck in die Reha.
39:23Ich will nicht,
39:24dass Sophia meinetwegen Ărger mit dir hat.
39:26Aber das war nicht nur deinetwegen.
39:30Komm, ich habe euch heute Morgen gehört.
39:32Und dazu will ich was klarstellen.
39:35Ich habe Sophia ĂŒberredet.
39:37Sie wollte dich nicht anlĂŒgen.
39:38Aber sie hat.
39:39Ja.
39:40Was beweist, dass sie eine Frau mit Charakter ist.
39:43Sie weiĂ genau, dass du ĂŒberfordert bist.
39:46Sie wollte dich beschĂŒtzen.
39:54AuĂerdem,
39:56du warst kurz davor, Charlotte anzurufen.
39:58Und dem Spuk hier ein Ende zu bereiten.
40:01Ja.
40:02Und der Spuk wÀre da nicht vorbei, Papa.
40:04Genau darum geht es.
40:06Ich mache mir Sorgen um dich.
40:07Um euch.
40:08So etwas wie neulich,
40:09das kann jederzeit wieder passieren.
40:11Ich habe Angst, dass du...
40:13Ich bin zÀher, als du denkst.
40:14Ja, aber du bist nicht unsterblich.
40:16Nein, das ist keiner.
40:17Ja.
40:19Aber...
40:21Jetzt mal ehrlich.
40:23Hast du...
40:25Was?
40:27Hast du Charlotte angerufen?
40:30Nee.
40:31Aber ich war so kurz davor.
40:35Danke.
40:37Ich will es dir selber sagen.
40:41Aber...
40:42Jetzt noch nicht.
40:52Jetzt noch nicht.
40:57Olli, ich bin's.
41:03Alles wird wieder gut.
41:06Und sogar noch viel besser.
41:09Wir beide werden nÀmlich bald Mama und Papa.
41:12Ich bin's.
41:22Ich bin's.
41:34Ja.
41:37Das ist ein Rett.
41:38Aber...
41:39Wieso?
41:41Wir mĂŒssen einkaufen. Wir brauchen ein Bett.
41:44Kommst du mit?
41:45Na ja, wenn wir jetzt eine Zeit lang hierbleiben,
41:47dann möchte ich auch in unserem eigenen Bett schlafen.
41:49Also vorhin wolltest du dich noch trennen
41:51und jetzt willst du ein Ehebett kaufen?
41:53Na ja, Ehebett.
41:58Dann wirst du doch erstmal Doppelbett.
42:00Und dann schauen wir, wohin sich das Doppelbett entwickelt.
42:04Okay?
42:07Okay.
42:10LĂŒg mich einfach nicht wieder an.
42:14Versprochen.
42:18Martin, ich...
42:20Ich glaube, mir ist das zu eng.
42:22Echt?
42:24Das war ein Witz.
42:36Gute Diagnose, Herr Kollege.
42:39Genau darauf wollte ich vorhin hinaus.
42:41Sie sind jetzt Arzt und nicht mehr Pfleger.
42:44Das Rad lĂ€sst sich nicht zurĂŒckdrehen.
42:46Wie kommen Sie eigentlich auf die Idee, dass ich ins Schwesternzimmer zurĂŒck will?
42:49Nicht?
42:50Umso besser.
42:52Inzwischen wĂŒrde ich Sie ungern als meinen Assistenten verlieren.
42:55In dieser Hinsicht kann ich Ihnen leider nichts versprechen.
42:57Also jetzt bin ich aber völlig verwirrt.
43:00Die Situation im OP.
43:03Diese schnellen Entscheidungen.
43:06Um ein guter Arzt zu sein, muss man nicht zwangslÀufig Chirurg werden.
43:10Sowas Àhnliches hat mir heute schon mal jemand gesagt.
43:13Es ist trotzdem gut und richtig, dass Sie sich diese Fragen stellen.
43:18Sagen Sie mir trotzdem Bescheid, falls ich mir einen neuen Assistenten suchen muss.
43:22Versprochen.
43:23Aber ich rate Ihnen, lassen Sie es nicht so weit kommen.
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