Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 2 Tagen

Kategorie

đŸ“ș
TV
Transkript
00:20Love Is Enough
00:30We can make it for stormy weather
00:33As long as we stay together
00:37Love Is Enough
00:40Papa?
00:41Morgen.
00:42Hab ich euch geweckt?
00:44Nein, auch andere mĂŒssen frĂŒh raus.
00:46Wo bist du denn?
00:50Oh Mann.
00:51War nur eine Frage.
00:54Wie?
00:55Ja, Entschuldigung, ich war kurz abgelenkt.
00:58Wie geht's dir denn?
01:00Also euch.
01:01Alles gut.
01:03Wir sollten uns mal wieder treffen.
01:05Also, im Essen oder im Café.
01:09Okay.
01:11Ja.
01:12Gut dann.
01:14Bis dann.
01:16Ja, ciao.
01:27Und was sagt dein Plan?
01:28Wie lange sind wir heute unterwegs?
01:30Mein Plan sagt, es sind heute genau 86 Kilometer.
01:34Okay.
01:35Guck mal hier, die HĂ€lfte der Strecke geht in der Saale lang.
01:38Na, von mir aus könnten wir auch gleich weiterfahren.
01:42Klar.
01:43Ja.
01:47Wir sind dann mal weg.
01:50Nee, das sind wir nicht.
01:52Ich plane doch nicht diese ganze Tour total akribisch, um dann alles ĂŒber den Haufen zu werfen.
01:56So was nennt man SpontanitÀt.
01:58Nein, so was nennt man unlogisch.
02:00Guck mal, wir haben uns doch extra fĂŒr diese Testfahrt entschieden, damit wir die richtige Tour optimal planen können.
02:05Ja.
02:06Und an der AusrĂŒstung, da kann man noch einiges optimieren.
02:12Ich weiß, Geduld war noch nie meine StĂ€rke.
02:14Aber daran arbeiten wir auch noch im kommenden Jahr.
02:16Da freuen sich auch deine SchĂŒler.
02:19Kann's losgehen?
02:20Na klar.
02:49Oh, oh, oh.
02:52Das klingt aber nicht gut.
02:54Was machst du denn hier?
02:56Gleiche könnte ich dich fragen, so wie du dich anhörst.
02:59Mir fehlt nur ein bisschen Schlaf.
03:02Hast du das Wochenende nicht zu Hause?
03:05Weil MĂŒnchen hat eine OP.
03:08Macht nicht Jakob die EinkÀufe?
03:10Der Junge kann ja nicht alles machen.
03:12Warte, ich mach das.
03:13Nein, nein, nein.
03:14Lass mal.
03:15Lieber einen Kaffee, oder?
03:17Besser noch.
03:17Ich mach dir einen Tee mit Honig.
03:19Oh ja.
03:19Komm mit.
03:22Oh, Papa.
03:23Nee, ich bin zu spÀt dran.
03:24Ich, ja.
03:25Wir mĂŒssen uns verschieben.
03:37Guten Morgen.
03:39Was haben wir?
03:40Lutz Kleinschmidt, 45, Fahrradunfall.
03:42Er ist mit einem anderen Radfahrer kollidiert.
03:44Mit meiner Frau.
03:45Ich musste doch diesen Wagen ausreichen.
03:48Ja, genau in mich rein.
03:49Es tut mir so leid.
03:51Aber ich bin doch nur froh, dass es dir nichts passiert ist.
03:52Herr Kleinschmidt ist erst auf den Lenker geprallt und dann auf dem Asphalt gelandet.
03:56Verdacht auf SHT und auf Radiusfraktur links.
03:58Kreislauf?
03:59Stabil.
03:59Ich bin Dr. Brentano.
04:01Wir sehen uns das gleiche an.
04:02In den Schockraum, bitte.
04:06Kommen Sie, lassen Sie sich.
04:07Wir kĂŒmmern uns bei Ihnen, oder?
04:08Okay.
04:13Fangen Sie mal im Stift?
04:18Diese Radtour, das war eigentlich nur die Generalprobe, bevor es in zehn Tagen richtig losgeht.
04:23Wo soll es denn hingehen?
04:24Na, so weit wie wir kommen.
04:25Vielleicht sogar einmal rundherum.
04:28Auf deinem Fahrrad?
04:29Um die Welt?
04:31Das mĂŒssen Sie wohl verschieben.
04:33Ja, das geht nicht.
04:34Das Handgelenk.
04:35Das starke Schulden.
04:38Erstmal Röntgen.
04:39Linkes Handgelenk auf zwei Ebenen.
04:41Da ist nichts gebrochen.
04:43Das sehen wir dann.
04:45Und selbst wenn es nicht gebrochen ist, damit sollten Sie in der nÀchsten Zeit keinen Lenker halten.
04:52Außerdem haben Sie eine GehirnerschĂŒtterung.
04:54Wir werden Sie ein paar Tage hier behalten zur Beobachtung, um Schlimmeres auszuschließen.
04:58Ja, aber ich hatte doch einen Helm auf.
04:59Also meine Frau zwingt mich, dieses Ding zu tragen.
05:02Danken Sie ihr.
05:03Ohne Helm wÀre es vielleicht schlimmer gekommen.
05:06Ich seh mir jetzt mal Ihre Frau an.
05:08Ja, ja.
05:10Ich bringe Sie jetzt zum Röntgen.
05:12So?
05:13Ja.
05:22Haben Sie Kopfschmerzen oder ein SchwindelgefĂŒhl?
05:25Ach, nee.
05:25Ist das alles gut?
05:27Bei Ihnen scheint soweit alles in Ordnung zu sein.
05:30Ja.
05:30Schwester Svenja kĂŒmmert sich um Ihre Schiffung.
05:33Danke.
05:36Ach, wie geht's meinem Mann?
05:38Er ist jetzt beim Röntgen.
05:39Ach, ja, hoffentlich ist es nichts Schlimmes.
05:42Lutz wĂŒrde lieber heute erst morgen losraden.
05:45Wissen Sie, wir haben uns ein ganzes Jahr Zeit genommen.
05:48Da haben Sie aber was vor.
05:49Schafft man das?
05:50Also in einem Jahr mit dem Fahrrad und die ganze Welt?
05:53Na ja, wenn nichts Gravierendes dazwischen kommt.
05:56Aber Lutz sagt immer, es ist ja kein Wettrennen.
05:58Stimmt.
05:59Man reist nicht, um anzukommen, sondern um zu reisen.
06:03Das stand in einem Kalender im Schwesternzimmer.
06:05Na ja, das steht in fast jedem Reiseblock.
06:07So auch in unserem.
06:08Da muss ja was dran sein.
06:10Das hört sich auf jeden Fall toll an.
06:11Total aufregend.
06:12Wie schaffen Sie das beruflich?
06:14Ja, das war wirklich das Schwierigste.
06:16Mein Chef hat mir ganz schön viele ZugestĂ€ndnisse abgepresst fĂŒr dieses Sabbatjahr.
06:21Bei meinem Mann war das viel leichter.
06:23Der ist Lehrer und den Schulen, da wissen die sowieso.
06:26So nach zehn Jahren Mittel- und Oberstufe, da braucht fast jeder eine Hauszeit.
06:33Das Handgelenk ist gestaubt mit einer Bandruptur ersten Grades.
06:36Ich werde Herrn Kleinschmidt zur Beobachtung eine Nacht hier behalten.
06:39Ich denke, morgen können wir wieder ein Blast.
06:40Herr Dr. Kaminski, Sie operieren Frau Engelmann.
06:44Wieso?
06:45Wollen Sie mir bei einer Blasenruptur assistieren?
06:47Ich dachte an Herrn Kremmer.
06:50Im Rahmen seiner Ausbildung ist es wichtig, OP-Erfahrung zu sammeln.
06:53Wir glauben, Erfahrungen zu machen, aber die Erfahrungen machen uns.
06:57Herr Brenner kann viel von Ihnen lernen.
06:59Ja, ja. Ich lasse ihn anfordern.
07:02Ach, Herr Brenner, wie auf Stichwort.
07:05Fördern Sie ihn.
07:07Ich wĂŒrde Sie gern fördern und fordern.
07:10Ach ja?
07:11Was in seinem Fall natĂŒrlich dasselbe ist.
07:14Erst umziehen.
07:17Noch mal spĂŒlen, bitte.
07:25GespĂŒlter, Kollege.
07:28Gefahr einer Peritonitis oder einer Orosepsis wird so minimiert.
07:33Grau ist alle Theorie.
07:36Pinzette, Naht, bitte.
07:41Die Riptur war ja ĂŒbersichtlich.
07:45Dann ist es ja fĂŒr Sie eine leichte Übung.
07:49Nicht zu schĂŒchtern, Herr Kollege. Eine simple Naht.
07:53Die Riptur war ja ĂŒbersichtlich.
07:57Schweiß, bitte.
08:02Wie verbringen Sie eigentlich Ihre Abende, Brenner?
08:05Sie sind doch eher der hÀusliche Typ.
08:07Kann man so sagen.
08:08Backen und kochen gerne.
08:10Zum Beispiel gibt es heute Abend Krustenbraten an einer GemĂŒsevariation.
08:14Der Braten wird vermutlich mit Garn gewickelt.
08:17Mit KĂŒchengarn?
08:19Na dann ĂŒben Sie mal in Ihrer KĂŒche weiter.
08:21Wir sind hier im OP-Saal und nicht in der Änderungsschneiderei an der Ecke.
08:27Beginnen Sie mit Fleisch.
08:29Danach gehen Sie zu diffizilerem Material ĂŒber.
08:32Die Kohl- und SalatblÀtter zum Beispiel.
08:34Üben Sie die RĂŒckstichnaht-Technik und naht die Al-Gövernaht, bis Sie es perfekt beherrschen.
08:43Dann dĂŒrfen Sie wieder.
08:47Dein Kaffee.
08:49Danke, Otto.
08:50Sag mal, hast du Martin heute schon gesehen?
08:52Noch nicht?
08:52Also, ich habe...
08:54Hier.
08:55Was ist das?
08:56Deine Eintrittskarte.
08:57Wir gehen heute ins Theater.
08:59Das wĂŒsste ich aber.
09:00Das sind Premierenkarten.
09:01Alles, was Rang und Namen hat, wird da sein.
09:03Strauber.
09:04Muss das sein?
09:05Du bist der Klinikchef.
09:06Ich bin die Verwaltungschefin.
09:07Strauber sitzt im Stadtrat und vergibt die Gelder.
09:09Nur Fragen?
09:11Ich hole dich ab.
09:12Wann?
09:12Nein, ich hole dich ab.
09:14Nicht, dass du mir noch kneifst.
09:1519 Uhr, Anzug, aber keine Krawatte.
09:18Ich trage nie Krawatte.
09:21Dann kann ich nur sagen, Augen auf bei der Berufswahl.
09:26Martin, er braucht eine zweite Meinung.
09:28Wenn du mich fragst, Martin ist krank, der gehört ins Bett.
09:39Hey.
09:42Na, was macht die Hand?
09:44Gehst du schon wieder richtig gut?
09:47Haben Sie noch Schmerzen oder andere Beschwerden?
09:50Kopfschmerzen, Schwindel.
09:53Bei der Stauchung kam es zu einem anderes des KapolonÀlen Bandes zwischen Kahnbein und Mondbein.
10:01Wie lange wird das dauern?
10:03Das Handgelenk sollte vier bis sechs Wochen ruhiggestellt werden.
10:06Dann können Sie mit der schrittweisen Belastung beginnen.
10:09Das ist mehr als einen Monat.
10:10Lassen Sie es ruhig angehen, bevor Sie wieder aufs Rad steigen.
10:21Vielleicht sollten wir die Tour besser ganz verschieben.
10:26Das ist doch Quatsch.
10:27Das Gelenk ist stabil mit der Schiene.
10:29Aber du kannst doch so nicht fahren.
10:30Wieso, wenn wir zu Beginn auf die flacheren Strecken ausweichen?
10:33Nein, wir verschieben die Tour mindestens ein, zwei Monate.
10:36Gut, wir kommen dann vielleicht nicht ganz so weit wie geplant, aber...
10:40Hey, immerhin...
10:41Und wenn wir die verlorene Zeit wenigstens hinten dranhÀngen?
10:44Du weißt doch selbst, wie mein Chef reagiert hat.
10:47Deine Direktorin, die wĂŒrde auch nicht glĂŒcklich sein.
10:52Oder was?
10:54Ich gehe nicht zurĂŒck.
10:58Ich habe gekĂŒndigt.
10:59Du hast was?
11:03Gut, wir gehen endovaskulÀr rein.
11:07Nein, die Akte geht an Dr. Globes, danke.
11:09Ach, Moment mal.
11:11Du hast am opietischen Nichts gesuchende Daimzuchat.
11:13Ich habe einen kleinen Infekt.
11:15Du hast ja in letzter Zeit zu viel zugemutet.
11:18Ich bin Single.
11:19Marie ist ausgezogen.
11:21Ich kĂŒmmere mich um die Arbeit.
11:28Du hast eine akute Pharyngitis.
11:31Statt an den Wochenenden zu arbeiten, solltest du gerne Akkus mal wieder richtig aufladen.
11:35Oh, dann, mir geht's gut.
11:37Sobald du dich zu Hause auskuriert hast.
11:40Ist das eine Anordnung?
11:42Wenn es dir das leichter macht.
11:45Ich hoffe, du hast niemanden angesteckt.
11:48Obwohl, soll ich mir vielleicht den Theaterbesuch heute Abend ersparen.
11:52Sarah nennt das Networking.
11:54Nee, da musst du durch.
11:56DafĂŒr ist die Inkubationszeit zu kurz.
11:58Mach dich nur lustig ĂŒber mich.
11:59Pia hat auch laut gelacht.
12:00Das kann ich mir vorstellen.
12:02WĂ€re gleich angedroht, dass ich mit ihr auch ins Theater muss, wenn sie zurĂŒck ist.
12:05Aber warum denn warten?
12:07Fahr doch hin.
12:07Italien hat so schöne Theater.
12:10Ab nach Hause, ins Bett.
12:13Aber ich verstehe das nicht.
12:15Wenn es einen sicheren Beruf gibt, dann doch Lehrer.
12:19Du weißt nicht, wie das ist?
12:22Jedes Jahr versuchst du, einen Lehrplan abzuarbeiten.
12:25FrĂŒher gab es wenigstens einen oder zwei, die ich fĂŒr Geschichte begeistern konnte.
12:28Aber mittlerweile, wenn sie nicht gerade pennen oder irgendwelche Videos auf ihren Smartphones gucken,
12:32dann pöbeln sie dich an, weil du sie mit deinem Unterricht dabei störst.
12:37Und die Lehrer, jeder kĂ€mpft fĂŒr sich alleine.
12:40Die meisten haben lÀngst aufgegeben.
12:42Gut, das verstehe ich ja.
12:44Du bist halt ausgebrannt.
12:46Du brauchst eine Pause.
12:47Aber deswegen machen wir doch jetzt diese Auszeit.
12:49Und wann wolltest du mir denn davon erzÀhlen?
12:52Ich wollte erst mal herausfinden, was ich will.
12:54Ob ich ĂŒberhaupt noch Lehrer sein will.
12:57Und ich hatte gehofft, mir irgendwann auf unserer Fahrt darĂŒber klar zu werden.
13:07Die Polizei wollte unsere FahrrÀder ins Krankenhaus bringen.
13:11Ich werde mal sehen, ob sie schon da sind.
13:14Nora.
13:15Bitte.
13:20Lutz!
13:23Schwester!
13:31Alles gut.
13:35Hey.
13:36Hi, Marie.
13:37Wie geht's dir?
13:38Ganz gut.
13:40Und wie lÀuft's in der Berufsschule?
13:42Besser als mit Chemie, ne?
13:44Und die Wohnung?
13:45Habt ihr euch schon gut eingelebt?
13:47Ja.
13:48Na, Marie.
13:50Probleme.
13:51Ja, Steffen ist so ein Chaos.
13:53Der hat monatelang den Strom nicht bezahlt.
13:56Einfach vergessen.
13:57Ich meine, wozu gibt's denn EinzugsermÀchtigungen?
13:59Oder Online-Banking-Manage-Wegen?
14:01Er hÀngt doch sowieso die ganze Zeit im Netz.
14:03Braucht ihr Geld?
14:04Nee, Steffen neigt sich was.
14:06Das ist alles sowas von unnötig.
14:09Ihr sagt Papa nichts, bitte, ja?
14:11Der ist sowieso nicht da.
14:12Mein Vater hat ihn nach Hause geschickt.
14:14Wieso?
14:15Er hat sich irgendwas eingefangen.
14:16Charlotte will nachher zu ihm fahren.
14:18Sie kocht ihm ihre legendĂ€re HĂŒhnersuppe.
14:21Ach so.
14:22Na, das kann ich doch machen.
14:23Dann steckt ihr euch nicht an und ich bin sowieso frisch geimpft.
14:26Wegen der Ausbildung in der Kita.
14:27Sehr gut, wenn du nichts anderes zu tun hast.
14:30Tja, rufe ich Charlotte an.
14:31Wegen dem Rezept.
14:32Super.
14:34Super.
14:57Marie?
15:00Oh, Papa.
15:02Was machst du denn hier?
15:03Ja, Opa meinte, du könntest was warmes gebrauchen.
15:08Du willst mich bekochen?
15:09Ja, aber ich halte mich streng an Charlottes Rezept.
15:17Ich geh schon ran.
15:18Das ist bestimmt Steffen.
15:21Ist deine SpĂŒlmĂ€rchen hier kaputt?
15:23Nee, aber dauert doch immer Tage, bis die voll ist.
15:26Ja, klar.
15:28Warte, ich spĂŒle schnell weg.
15:30Du bleibst schön liegen, ich kriege das schon alleine hin.
15:36Die gute Nachricht.
15:37Das CT zeigt,
15:39Sie haben sich bei dem Sturz keine Hirnverletzung zugezogen.
15:42Habe ich doch gleich gesagt.
15:44Ein belegtes Brötchen
15:45und wir hÀtten uns den ganzen Aufwand sparen können.
15:47Sie haben gerade gesagt, die gute Nachricht.
15:49Was ist denn die schlechte?
15:51Wir haben was entdeckt.
15:53Eine BandwurmzĂŒste.
15:58Moment, ich habe einen Wurm im Gehirn.
16:02Im Menschen siedeln sich nur die Larven an.
16:04Sie entwickeln sich nicht zu WĂŒrmern weiter.
16:06Der Mensch ist sozusagen ein Fehlwirt.
16:09Was heißt das nun wieder?
16:10Ich gehe von einem Hundebandwurm aus,
16:12der normalerweise den Hund als Wirt nutzt.
16:14Der Mensch kann sich aber auch infizieren.
16:16Diese Larven bilden abgekapselte Strukturen aus.
16:20Zysten, die sie vor der Erkennung
16:23durch das menschliche Immunsystem schĂŒtzen.
16:25Und ist das jetzt gefÀhrlich?
16:27Die Zysten wachsen langsam.
16:28Beschwerden werden oft erst nach Jahren erkannt.
16:31Unter UmstÀnden
16:32trage ich dieses Ding also schon lÀnger mit mir rum.
16:35Die Inkubationszeit kann
16:37bis zu 15 Jahre betragen.
16:40Und diese Schwindelattacke vorhin?
16:42Hatte die was mit diesem Ding zu tun?
16:44Bei der Lage und der GrĂ¶ĂŸe der Zyste eher nicht.
16:46Ich denke, ihr Mann war tatsÀchlich einfach nur unterzuckert.
16:50Diese Zysten werden fast immer zufÀllig entdeckt.
16:55Und wie werde ich die wieder los?
16:57Also ich werde sie doch wieder los.
17:12Marie.
17:19Nee, Steffen.
17:20Nichts ist gut.
17:22Ey, das ist schon wieder so eine typische Aktion von dir.
17:26Ich hab grad echt keine Lust auf die Diskussion.
17:28TschĂŒss.
17:33Du sollst auch liegen bleiben.
17:35Du musst auf die Suppe aufpassen.
17:37Ja, ich hab das im Griff.
17:42Ist alles okay?
17:44Äh, ja, klar.
17:46Siehst du doch, leg dich aufs Sofa.
17:50Na, Brenner, was steht in Ihrem schlauen Buch?
17:53Nach der Aufnahme gelangen die Eier
17:55ĂŒber die DarmgefĂ€ĂŸe zunĂ€chst in die Leber.
17:57Von dort aus können Sie im Verlauf weitere Organe erreichen.
18:00Haben Sie sowas schon mal gesehen?
18:02WĂ€hrend meines Studiums.
18:06Allerdings hatte sich in dem Fall die Zyste in die Leber eingenistet.
18:10In den Organen entwickeln sich die Eier zu Larven,
18:12die sich zystisch abkapseln.
18:14Herr Brenner, wie nennt man eine Echinokokose im Gehirn?
18:18Neurozysti-Zerkose.
18:20Ja, ist schon faszinierend, wie perfekt Sie sich ins Gewebe integrieren.
18:25Und unser Immunsystem kann Ihnen nichts anhaben?
18:28Nein.
18:29Im Laufe der Evolution haben Sie gelernt,
18:31die Abwehrreaktionen des Körpers zu unterdrĂŒcken.
18:34Sie setzen entzĂŒndungshemmende Substanzen frei.
18:36Raffinierte Bieste.
18:38Ja.
18:40Und?
18:42Wie gehen wir jetzt vor?
18:45Die einzige Möglichkeit einer kompletten Heilung
18:49wÀre die radikale operative Entfernung der Zyste.
18:52Ein schwieriger Eingriff.
18:53Der manchmal mehr Schlechtes als Gutes bewirbt.
18:56Mithilfe moderner OP-Verfahren wie mikrochirurgischem Instrumentarium,
19:01intraoperativer Navigation ist das Risiko mittlerweile erheblich gesunken.
19:06Und wenn es doch schief geht?
19:07Können EinschrÀnkungen die Folge sein?
19:10EinschrÀnkungen?
19:11Was heißt das?
19:13Die Zyste ist vom umgebenden Gewebe klar abgegrenzt.
19:17Aber der Zugangsweg dorthin ist schwierig.
19:21Sollte es zu Verletzungen oder Blutungen kommen,
19:25können motorische oder kognitive EinschrÀnkungen die Folge sein.
19:28Motorisch und kognitiv?
19:30Das heißt, ich kann eventuell nicht mehr laufen,
19:32aber bin zu blöd, es zu realisieren?
19:34Ja, großartig.
19:36Noch was?
19:38Sie brauchen mich nicht zu schonen.
19:40Hinzu kommt die Gefahr, dass die Zyste wÀhrend der Operation platzt
19:44und es zu einer Aussage der Larven kommt.
19:47Das kann eine schwere allergische Reaktion auslösen.
19:51Bis hin zu Schock
19:53oder Tod.
19:56Und wenn man nicht operiert?
20:00Solange keine Symptome auftreten,
20:02kann Abwarten sinnvoll sein.
20:04Ja, dann keine OP.
20:06Erreicht die Zyste eine bestimmte GrĂ¶ĂŸe,
20:08drĂŒckt sie auf das umliegende Hirngewebe,
20:10ganz wie bei einem Hirntumor.
20:12Folge wÀren Kopfschmerzen,
20:15PersönlichkeitsverÀnderungen,
20:16Ausfallerscheinungen.
20:17Und es bleibt das Risiko
20:18des spontanen Platzens der Zyste.
20:21Also im Grunde das Gleiche,
20:22was passieren kann, wenn die OP schief geht.
20:26Wir haben hier im Haus
20:27eine hervorragende Neurochirurgin,
20:30die Àhnliche Eingriffe
20:31erfolgreich durchgefĂŒhrt hat.
20:33Ja, und warum ist die nicht hier?
20:35Frau Dr. Peters ist heute noch auf einer Tagung.
20:37Ich habe sie aber bereits mit ihrem Fall vertraut gemacht.
20:41Also, Sie raten zu dieser Operation?
20:45Ja.
20:56Eigentlich soll die Superjahr noch ein paar Stunden köcheln.
20:59Erst dann ist sie richtig perfekt.
21:00Ja, so lange musst du aber nicht hier bleiben.
21:03Ja, wir sehen uns nur selten.
21:05Hast du selbst gesagt?
21:08Stimmt, aber...
21:10Steffen, warte doch.
21:11Ja, der kann auch mal ein Abend ohne mich auskommen.
21:16Guten Appetit.
21:17Danke fĂŒrs Kochen.
21:19Gerne.
21:24Und?
21:25Cool.
21:27Aha.
21:28Ist gut, aber sehr scharf.
21:30Ja, Charlotte hat gemeint,
21:32das hilft beim Ausschwitzen.
21:44Ist denn alles okay bei euch?
21:46Oder habt ihr Streit?
21:56Ich weiß, ich bin dein Vater, aber...
22:00Ich könnte ja auch mal dein Kumpel sein.
22:03Oh Mann.
22:05Ich bin ein sehr guter Zuhörer.
22:10Komm schon.
22:11Wir sind los.
22:16Entschuldige.
22:22HĂ€tten Sie mich doch bloß nicht in diese Röhre geschoben.
22:25Aber Sie haben es doch mal gemacht.
22:27Und ich bin auch froh, dass Sie diese Ziste entdeckt haben,
22:29bevor wir zu unserer Weltreise aufgebrochen sind.
22:31Wieso?
22:32Vielleicht wÀre ja gar nichts passiert.
22:35Du hast doch gehört, dass diese Dinge oft zufÀllig entdeckt werden.
22:39Was, wenn sie niemals entdeckt worden wÀre?
22:41Ach Gott, das ist doch völlig mĂŒĂŸig, darĂŒber nachzudenken.
22:43Ich meine, jetzt wissen wir, was los ist.
22:47Klingt so, als hÀttest du dich schon entschieden.
22:50Ach, du hast gehört, was Dr. Brentano gesagt hat.
22:52Eine vollstÀndige Heilung ist nur mit dieser Operation möglich.
22:55Ja.
22:56Wenn sie gut geht.
22:57Wenn die Zyste wÀhrend der OP nicht platzt
22:59und sie kein anliegendes Gewebe verletzen.
23:01Sei doch nicht so pessimistisch.
23:03Noah, das ist mein Kopf, den Sie hier aufbohren wollen.
23:05Ja, natĂŒrlich ist es dein Kopf.
23:07Du triffst in letzter Zeit eh alle Entscheidungen fĂŒr dich allein.
23:28Ich habe das GefĂŒhl, ich kenne dich gar nicht mehr.
23:35Merkst du echt, wie du dich verÀndert hast?
23:57Wer geht denn bitte freiwillig ins Theater?
23:59Gute Frage.
24:00Also ich wĂŒrde gerne mal wieder ins Theater gehen.
24:03Ist doch voll öde.
24:04Wie oft warst du denn schon im Theater?
24:06Einmal mit der Schule.
24:07Das hat gereicht.
24:08Was seht ihr euch denn an?
24:10Eine Komödie.
24:12Ernst sein ist alles.
24:14Was kawallt Bambury.
24:15Davon gibt es auch eine Verfömung.
24:17Warum geht man dann ins Theater?
24:18Noch mal eine gute Frage.
24:20Weil es schön ist, mal aus dem Haus zu kommen
24:22und was Besonderes zu erleben.
24:24Außerdem ist ein Theaterbesuch eine intensivere Erfahrung
24:27und viel unmittelbarer, als sich einfach mal so einen Film reinzuziehen.
24:30Was soll das denn, Heisen?
24:32Theater ist mehr als nur Unterhalt.
24:35Warum sagt sie das nicht?
24:37Ach, das wird Sarah sein.
24:39Viel Spaß.
24:43Moment mal.
24:44Was ist denn?
24:45Du hast mich gerade auf eine Idee gebracht.
24:48Welche Idee?
24:50Wart's ab.
24:53Nora?
24:56Nora?
24:57So, noch eine kleine StÀrkung.
25:00Haben Sie meine Frau gesehen?
25:01Sagen Sie mal, Sie haben ja Ihre Brötchen gar nicht aufgegessen.
25:04Ich habe einen Wurm im Kopf, da ist mir ein wenig der Appetit vergangen.
25:12Entschuldigung.
25:14Wir haben uns gestritten.
25:17Nora will, dass ich mich operieren lasse.
25:20Und Sie wollen es nicht?
25:22Naja, selbst wenn bei der Operation alles gut laufen wĂŒrde,
25:26werden wir unsere Reise nicht machen können.
25:28Können Sie sie nicht verschieben?
25:35Verraten Sie mir, warum Ihnen diese Reise so wichtig ist.
25:43Ich wollte einfach nochmal von vorne anfangen.
25:46Mit der Arbeit.
25:48Mit Nora.
25:50Tja.
25:52Und heute habe ich ihr erzĂ€hlt, dass ich gekĂŒndigt habe.
25:55Sie kann das nicht verstehen.
25:57Sie braucht diese Sicherheit.
26:00Nicht zu wissen, was als nÀchstes passiert.
26:02Nicht planen zu können.
26:03Das macht sie wahnsinnig.
26:05Und Sie?
26:06Kommen Sie damit klar?
26:08Normalerweise schon.
26:09Aber jetzt?
26:12Vielleicht hat Nora recht.
26:15Vielleicht hat dieses Ding in meinem Kopf mich wirklich verÀndert.
26:18Und wenn ich mich jetzt operieren lasse und alles gut lÀuft,
26:23vielleicht bin ich dann wieder normal.
26:26Oder es geht schief.
26:27Aber dann ist sowieso alles egal,
26:28weil ich es nicht mehr mitbekomme.
26:31Aber wenn ich mich nicht operieren lasse,
26:34wer weiß,
26:34vielleicht kann ich ganz normal weiterleben.
26:37Wie heißt es,
26:38wenn eines ĂŒber die Zukunft gewiss ist,
26:41dann ist es Ihre Ungewissheit.
26:44Na, wenn Sie schon so schlaue SprĂŒche auf Lager haben,
26:46dann sagen Sie mir doch,
26:47was ich machen soll.
26:48Ja,
26:49Sie mĂŒssen sich fragen,
26:50ob und wie Sie mit dem Wissen klarkommen.
26:52Mit dem Risiko einer Verschlimmerung.
26:54Und mit der Angst.
26:56Das muss man nÀmlich aushalten können.
26:58Und nicht nur Sie alleine.
27:00Reden Sie mit Ihrer Frau.
27:04Ich kann Ihnen nur raten,
27:06treffen Sie die Entscheidung gemeinsam.
27:10Danke.
27:27Diese Fahrradtour.
27:30Was bringt ein Menschen eigentlich dazu,
27:32sich solchen Belastungen auszusetzen?
27:36Abenteuerlust?
27:37Oder die Herausforderung,
27:39die sowas mit sich bringt?
27:40Was war es bei Ihnen?
27:41Ich weiß nicht.
27:42Vielleicht wollte ich einfach wissen,
27:43ob wir es schaffen.
27:45In einem Jahr mit dem Fahrrad
27:47die Welt umrunden.
27:48Nein.
27:49Ganz so ehrgeizig bin ich auch nicht.
27:52Wie wissen Sie,
27:52wenn man
27:54ganz fern vom Alltag,
27:56Tag aus,
27:57Tag ein zusammen ist,
27:58aufeinander angewiesen ist,
27:59sich hundertprozentig
28:01auf den Partner verlassen muss.
28:02Das macht auch was mit einem.
28:05Da weiß man,
28:05wie stark eine Beziehung wirklich ist.
28:07Hm.
28:08Oder sehen Sie das anders?
28:10Nein.
28:11Ich denke nur,
28:12dass das alltÀgliche Leben
28:13schon genug Herausforderungen bietet,
28:16als dass man solche Strapazen
28:17auf sich nehmen mĂŒsste.
28:18Finden Sie Larven im Gehirn alltÀglich?
28:20Nein.
28:21Nein.
28:22So war das nicht gemeint.
28:24Ich habe ja mit allem Möglichen gerechnet,
28:26aber nicht,
28:27dass es uns vor Beginn der Fahrt
28:28schon so aus der Kurve haut.
28:31Verstehe.
28:34Wir sprechen uns morgen.
28:36Schönen Abend.
28:53Hey.
28:56Hey.
29:00Nora, ich...
29:01Kannst du mich bitte in den Arm nehmen?
29:02Ja, klar.
29:06Ja, klar.
29:17Ich habe Angst.
29:19Ich weiß.
29:23Und ich habe dir auch nicht die ganze Wahrheit
29:25ĂŒber die KĂŒndigung erzĂ€hlt.
29:29Ich bin ausgerastet.
29:33Ja, Brico hat es im Unterricht geworfen,
29:35weil er einen anderen bespuckt hat.
29:37Ich habe ihm gesagt,
29:38ich wĂŒrde seine Eltern informieren.
29:40Weißt du, was er da zu mir gesagt hat?
29:41Ja.
29:43Er sagte, er wisse, wo ich wohne
29:45und er wĂŒrde vorbeikommen,
29:46wenn ich nicht zu Hause bin,
29:48um es dir richtig zu besorgen.
29:54Und ich habe ihm eine gescheuert.
29:57Warum hast du mir das nicht gesagt?
29:59Ich weiß nicht.
30:01Vielleicht, weil ich mir selbst
30:02fremdgeboren bin.
30:05Vielleicht, weil ich nicht wollte,
30:06dass du dir Sorgen machst.
30:14Ich bin kein Mensch,
30:16keine Pflanze,
30:17kein Tier.
30:19Was bleibt denn da noch?
30:21Denk doch mal nach.
30:23Vielleicht eine Fantasiefigur?
30:25Nicht Vorsagen.
30:26Du ein kleiner Typ.
30:28Keine Sorge,
30:29es ist keine Figur aus dem Theater.
30:32Ich rate mal.
30:34Bin ich der Weihnachtsmann?
30:35Nein.
30:37Seit wann ist der eine Fantasiefigur?
30:43Es gibt Dinge,
30:45mit denen kann ich umgehen.
30:47Wenn du mir sagst,
30:49du kannst deinen Job nicht mehr machen,
30:52gut,
30:53dann finden wir eine Lösung dafĂŒr.
30:58Aber womit ich nicht umgehen kann,
31:00das ist diese Unsicherheit.
31:05Zu wissen, dass
31:07dass da etwas in deinem Kopf ist.
31:11Was dich jeden Moment umbringen kann.
31:14Das halte ich nicht aus.
31:19Und ich
31:21will da nicht allein sein mit dir.
31:23Irgendwo.
31:34Du und Steffen,
31:35ihr seid wirklich sehr unterschiedlich.
31:38Und das ja auch schon von Anfang an.
31:40Ja, und du hast es von Anfang an gewusst.
31:43Stimmt.
31:45Es hat mich nicht gewundert,
31:47dass ihr Probleme miteinander habt.
31:49Und
31:49das wird man ja auch mal sagen dĂŒrfen.
31:53Ich hasse es einfach,
31:54wenn du recht hast.
31:55Steffen und ich sind sehr verschieden.
31:58Ja,
31:58aber das kann auch eine enorme Anziehungskraft haben.
32:02nicht auf Dauer.
32:05Auch wenn ich es mir noch so sehr wĂŒnsche.
32:08Naja,
32:09du hast mich ja gewarnt.
32:11Ja,
32:11und zum GlĂŒck
32:12hast du nicht auf mich gehört.
32:16Diese Erfahrung
32:17muss man selber machen.
32:20Einiges wird eben
32:21auch erst klar,
32:22wenn man sich mal lÀngere Zeit
32:24auf der Pelle hockt.
32:27Das ist kein Trost,
32:28ich weiß.
32:29Aber lieber jetzt als
32:31vom Trauertal?
32:35Heiraten.
32:36Wenn es der Richtige ist?
32:38Oder
32:38die Richtige?
32:45Also ich freue mich,
32:46dass du heute Nacht hier schlÀfst.
32:49Und morgen sieht die Welt
32:50schon wieder ganz anders aus.
32:52Und ich werde Steffen
32:54jetzt nicht mehr erwÀhnen.
33:23nicht mehrmals.
33:31Ich werde Steffen
33:31nicht mehrmals.
33:31Ich werde Steffen
33:47nicht mehrmals.
33:56Du bist dir ganz sicher?
33:58Ja.
34:09Schwester Lurike sagt, Sie haben sich entschieden.
34:11Ja, wir machen die OP.
34:13Holen Sie das Ding aus meinem Kopf raus, am besten so schnell wie möglich.
34:16Gut, dann können wir sofort mit den Vorbereitungen beginnen.
34:19Dr. Peters wird Sie vor der OP nochmal ĂŒber die möglichen Risiken aufklĂ€ren.
34:23Ich schicke Ihnen gleich eine Schwester vorbei, die hilft Ihnen, die Sachen zusammenzupacken.
34:26Wir verlegen Sie nach der OP in ein anderes Zimmer. Kommen Sie bitte.
34:33Ich bin da, wenn du wach wirst.
34:47Na, wie warst du denn im Theater?
34:49Gut, sehr gut.
34:51Die Inszenierung, hat sie dir gefallen?
34:54Ausgezeichnet.
34:55Er ist eingeschlafen.
34:56Oh, ich habe mit geschlossenen Augen nachgedacht.
34:58Unsere Sitznachbarn haben sich ĂŒber sein Schnarchen beschwert.
35:02Ich schÀtze, da bleibt mir das Networking in Zukunft erspart.
35:06Einen Kaffee.
35:07Ja.
35:11Na, das dachte ich mir doch, dass ich Sie hier finde.
35:14Der war noch in seinem Zimmer.
35:15Danke.
35:16Bitteschön.
35:17Die Operation schon begonnen?
35:19Äh, Dr. Peters hat gerade mit Ihrem Mann gesprochen.
35:22Er wird jetzt auf die OP vorbereitet.
35:24Ach, das nur fĂŒr mich.
35:26Bitte?
35:27Die Operation.
35:29Er wĂŒrde sich nicht operieren lassen.
35:32Er macht das nur fĂŒr mich.
35:36Ach, wissen Sie, wenn man so eine Tour platen,
35:38rutscht einem schon manchmal das Herz in die Hose.
35:41Und diese ganzen Berichte liest ĂŒber katastrophale StraßenzustĂ€nde.
35:45Mangelnde Hygiene, von der Höhe, Hitze, KÀlte.
35:48Ja, ist schon ein ganz schönes Abenteuer.
35:50Deswegen habe ich mich ja auch um die ganzen Vorbereitungen gekĂŒmmert.
35:53AusrĂŒstung, BehördengĂ€nge, Karten.
35:56Das gibt mir Sicherheit.
35:58Ja, das glaube ich.
35:59Ich brauche dieses GefĂŒhl, auf alles vorbereitet zu sein.
36:02Kalkulieren zu können.
36:07Wissen Sie, was Lutz immer gesagt hat?
36:10Wenn ich mit einem neuen Problem zu ihm gekommen bin,
36:12dann improvisieren wir eben.
36:14Okay.
36:17Vielleicht hat er recht.
36:19Dann kann ich auf alles vorbereitet sein.
36:24Ich will Sie nicht aufhalten.
36:26Das ist kein Problem.
36:28Sie sagen mir Bescheid, wenn die OP losgeht, ja?
36:30NatĂŒrlich.
36:40Gibt es noch Fragen Ihrerseits?
36:43Sie werden auch bei der OP dabei sein?
36:44Ja, ich assistiere.
36:47Dann sehen wir uns im OP.
36:48Schwester Ulrike wird Ihnen jetzt den Kopf rasieren.
36:51Danach geht es los.
36:54Und?
36:56Bereit?
36:58Noch was, von dem ich mich verabschieden kann.
37:01So, bitte mal nach vorne beugen.
37:03Noch mehr.
37:04Kopf runter.
37:07Und es geht los.
37:26Heute sagte eine der Schwestern zu mir,
37:28wenn ĂŒber die Zukunft eines gewiss ist,
37:32dann ist es ihre Ungewissheit.
37:34Mit anderen Worten, es gibt keine Garantie.
37:36Wir können Wahrscheinlichkeiten berechnen.
37:39Und doch wird da immer dieser kleine Rest Ungewissheit bleiben.
37:42Und genau dieser kleine Rest Ungewissheit war es,
37:45der fĂŒr mich den Reiz dieser Reise ausgemacht hat.
37:49Ich habe Nora gestern von meiner KĂŒndigung erzĂ€hlt.
37:52Von meiner Angst, die Kontrolle zu verlieren.
37:56Aber vielleicht ist es genau das, was es gebraucht hat.
37:59Alle Sicherungen kappen.
38:01Nach meiner KĂŒndigung dachte ich,
38:03ich mĂŒsste Angst haben
38:04oder mir wenigstens Sorgen um meine Zukunft machen.
38:07Aber das tat ich nicht.
38:09TatsĂ€chlich fĂŒhlte es sich an wie ein Befreiungsschlag.
38:13Zum ersten Mal seit Jahren
38:14habe ich mich wieder lebendig gefĂŒhlt.
38:17So lebendig und frei wie damals,
38:18als Nora mir sagte,
38:20dass sie sich in mich verliebt hat.
38:22Dahin will ich zurĂŒck.
38:24Dieses GefĂŒhl, dass alles möglich ist,
38:27dass die Zukunft offen ist,
38:30das wollte ich wieder erleben.
38:32Ich werde morgen der Operation zustimmen.
38:35Auch hier keine Garantie.
38:38Die Zukunft ist ungewiss.
38:40Aber eines weiß ich.
38:42Die Frau, die hier in meinen Armen liegt,
38:44wÀhrend ich das schreibe,
38:46werde ich immer lieben.
38:47Egal, was morgen geschieht.
38:49Selbst wenn ich sie nicht mehr erkenne.
38:53Können wir?
38:54Ja, wir können.
39:04Lass dich nicht operieren!
39:08Wir nehmen uns dieses Jahr.
39:30Gehen Sie zum Picknick doch in den Innenhof.
39:34Meine Hausaufgaben von gestern.
39:36Hier, Krustenbraten mit Algewe und Donati,
39:39RĂŒckstichnĂ€hte.
39:40Hier, Aubergine, Tomate, Kohl,
39:45EinzelknopfnÀhte.
39:46Die waren ein bisschen frickelig.
39:48Aber mit dem Vier-Nuller-Faden
39:49ging es ganz gut.
39:54Probieren Sie als nÀchstes
39:55eine Naht Intrakutan zu legen.
40:12Oh, hab ich dich geweckt?
40:13Oh, nee.
40:15Was machst du da?
40:16Ich hab mir deinen Wagen geliehen
40:18und einfach schon mal ein paar Sachen geholt.
40:19Du hast noch geschlafen,
40:20das ist okay, oder?
40:21Ja.
40:23Heißt das, dass Steffen und du eben...
40:26Ja, wir brauchen einfach ein bisschen Abstand.
40:31Habt ihr euch getrennt?
40:34Er hat schon lĂ€nger das GefĂŒhl,
40:35dass er sich irgendwie verstellen muss.
40:38Also, sollte sich das nicht anfĂŒhlen?
40:40Nee.
40:42Ich bin, wie ich bin
40:43und Steffen ist eben anders.
40:45Das mochte ich immer an ihm,
40:46aber in letzter Zeit nervt mich das nur noch.
40:49Ich kann nicht wieder
40:50in mein Alterszimmer zurĂŒck.
40:53Also vorĂŒbergehend.
40:54VorĂŒbergehend?
40:56Ja.
40:57FĂŒhl dich wie zu Hause.
40:59So, hier.
41:00Die schenke ich Ihnen.
41:02Die können Sie bestimmt gut gebrauchen
41:03auf Ihrer Reise.
41:04Danke.
41:05Tut mir wirklich leid.
41:06Mit der Glatzer hÀtten Sie sich
41:07ein bisschen frĂŒher entschieden.
41:08Ich finde, es steht ihm gut.
41:11Wir sehen uns dann in einem Jahr zur OP.
41:13Ihre Medikamente haben Sie?
41:14Ja.
41:15Ich wĂŒnsche Ihnen alles Gute.
41:16Danke.
41:16TschĂŒss.
41:18TschĂŒss.
41:18TschĂŒss.
41:20So, und du bist sicher,
41:21dass das geht mit der Hand?
41:22Ja, mit der Schiene kein Problem.
41:24Aber du?
41:25Bist du sicher,
41:26dass du dich aufs Abenteuer einlassen willst?
41:28Das habe ich doch schon vor vielen Jahren.
41:32Als ich dir das Ja-Wort gegeben habe.
41:35Du bist so sĂŒĂŸ.
41:38Na dann.
41:51Äh, Papa?
41:51Mhm?
41:52Du, bei uns ist die Waschmaschine
41:53jetzt schon eine Weile kaputt
41:54und Steffen hat es einfach nicht auf die Reihe gekriegt,
41:57die reparieren zu lassen.
41:58Das macht nichts.
41:59Ich hÀtte noch ein paar HÀnden,
42:00die du mitwaschen kannst.
42:02Ach, soll ich auch noch bĂŒgeln?
42:03Also, das wĂ€re natĂŒrlich...
42:05Aber du musst nicht.
42:06Glaub bloß nicht,
42:07dass ich dir jetzt hier den Haushalt schmeiße.
42:09Auch nicht vorĂŒbergehend.
42:11Eins habe ich durch Steffen gelernt.
42:13FĂŒr seinen Kram ist jeder alleine verantwortlich.
42:16Und was ist mit gemeinsamen Kram?
42:19Na, wie wÀre es mit einem WG-Plan?
42:21Also, wir sind jetzt eine WG.
42:23Ja, auf jeden Fall kein Hoteltochter.
42:25Ja, auf jeden Fall kein Hoteltochter.
42:26Ja, auf jeden Fall kein Hoteltochter.
42:28Ja, auf jeden Fall kein Hoteltochter.
42:30Ja, auf jeden Fall kein Hoteltochter.
42:30Ja, auf jeden Fall kein Hoteltochter.
42:30Ja, auf jeden Fall kein Hoteltochter.
42:30Ja, auf jeden Fall kein Hoteltochter.
Kommentare

Empfohlen