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  • vor 22 Minuten

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Transkript
00:20Love Is Enough
00:41Ich lasse Pauline noch 10 Minuten schlafen.
00:44Übrigens finde ich das super, dass sie sich in der Krippe so wohlfĂŒhlt.
00:47Allerdings, dann brauchen wir vielleicht bald keinen Babysitter mehr.
00:50Naja, es wird immer mal Situationen geben, wo es eng wird.
00:54Nicht mehr lange.
00:56Was soll das heißen?
00:58Was schreibst du denn da immer?
00:59Ich optimiere unseren morgendlichen Ablauf.
01:02Aha.
01:04Du stellst das Chaos sozusagen auf eine wissenschaftliche Grundlage.
01:08Und genau dadurch schaffe ich es ab.
01:13Gib das her!
01:14Gib das sofort her!
01:17Gib das her!
01:19Gib das her!
01:20So, gleich werden wir aus in den Garten.
01:23Dann könnt ihr das weiter ausdiskutieren.
01:26Alles ist lösbar, wenn man es erstmal wissenschaftlich durchdrungen hat.
01:31Du weißt schon, dass es unglĂŒcklich macht, sich Ziele zu setzen, die man nicht erreichen kann.
01:35Ich erreiche aber mein Ziel.
01:38Geordnete AblĂ€ufe und dadurch mehr Zeit fĂŒr uns beide.
01:43Bitte notieren Sie, Kornflecks sind runtergefallen.
01:46Du wirst dich noch wundern.
01:47Ich frage mich nur, was wir mit der vielen Freizeit anfangen, die wir dann demnÀchst haben.
01:51Hm, da fÀllt uns schon was ein.
02:00Du hast ja schon wieder eine Doppelschicht.
02:05Warum?
02:06Och, ich finde es schön, dass es hier nachts so still ist.
02:10Ist doch nicht so gut, dass deine Mama bei dir wohnt, ne?
02:13Ist ja nicht mehr fĂŒr lange.
02:14Wir suchen gerade nach einer Wohnung fĂŒr sie.
02:16Dann ist alles tip top.
02:18Ja, total.
02:19Schön, dass ihr euch so gut versteht.
02:21Mhm.
02:21Dann kann sie doch eigentlich die ganze Zeit bei dir wohnen bleiben.
02:24Dann spart ihr beide einen Haufen Geld.
02:26Bringen Sie bloß nicht auf die Idee.
02:28Na, ich guck mal.
02:29Untersteh dich.
02:31Keine Sorge, Herr Lummer.
02:32Es ist gleich jemand fĂŒr Sie da.
02:34Sehr schön.
02:36Dr. Brentano, guten Morgen.
02:39Das ist Herr Lummer, Verdacht auf Sprunggelenkfaktor links.
02:41Er ist beim Rollerblick.
02:42Ich kann jetzt nicht.
02:43Mein Sohn ist vom Baum gestĂŒrzt und hat sich den Arm aufgerissen.
02:46Er braucht eine Wundversorgung und melden Sie ihn bitte zum Röntgen an.
02:48Okay, mache ich.
02:51Es kĂŒmmert sich gleich jemand um Sie.
02:53Ja, danke.
02:54Herr Dr. Stein, könnten Sie Herrn Koma ĂŒbernehmen?
02:55Lummer.
02:57Hat Ihr Sohn sich verletzt?
02:58Ja, und nicht zu knapp.
03:01Gut, Herr Lummer.
03:02Dann schauen wir mal, was wir fĂŒr Sie tun können.
03:04Schockraum zwei.
03:11Das ist original Kalter Hund.
03:14Nach dem Rezept von meiner Großmutter.
03:18Mh, ist doch köstlich.
03:21Und das ist echter Hefekuchen aus der...
03:25Mama?
03:27Oberlausitz.
03:27Hallo, Miri, da bist du ja.
03:29Was machst du denn hier?
03:30Ich habe dir Kuchen mitgebracht.
03:33Hier, probieren Sie mal.
03:37Hefekuchen.
03:39Meine Kindheit.
03:41Machen Sie das beruflich?
03:42Nein, das ist nur ein Hobby.
03:47Aber eigentlich ist das die Idee.
03:49Wissen Sie, ich bin nÀmlich gerade auf Arbeitssuche, weil ich...
03:51Mama?
03:52Kann ich dich bitte mal alleine sprechen?
03:54Ja, gleich.
03:55Jetzt.
04:09Und das ist beim RollerblÀden passiert?
04:11Ja.
04:12Ich bin wohl ein bisschen eingerostet.
04:14Tut das hier weh?
04:16Ja.
04:17Naja, es gibt ungefÀhrlichere Sportarten.
04:20Nordic Walking.
04:21Zum Beispiel.
04:22Ist nichts fĂŒr mich.
04:23Wieso?
04:24Das ist eine der gesĂŒndesten Sportarten ĂŒberhaupt.
04:28Tut das weh?
04:29Ja.
04:31Nordic Walking ist doch nur was fĂŒr alte Frauen.
04:34Ist das so?
04:34Ja, die reden die meiste Zeit ĂŒber basisches Fasten, Feldenkreis und wie heißt das gleich?
04:42BlutgruppendiÀt und...
04:43Und das hier ist gesĂŒnder?
04:46Weiß ich nicht, aber man redet nicht so viel dabei.
04:50Was ist denn nun mit meinem Fuß?
04:51Das Sprunggelenk ist geboren.
04:53So viel kann ich Ihnen schon mal sagen.
04:55Wir werden jetzt mal röntgen, aber ich denke, das muss operiert werden.
04:59Wunderbar.
05:01Er ist auf den Baum geklettert, abgerutscht und beim Runterfallen an einem Nagel hÀngen geblieben oder ein Ast.
05:07Klingt nicht gut.
05:09Das sah auch nicht gut aus, das können Sie mir glauben.
05:11Tiefe Risswunde, die Sehnen lagen frei.
05:13Gebrochen ist nichts, keine Fremdkörper, das ist schon mal was.
05:16Aber die Wunde mĂŒssen wir versorgen, auf jeden Fall im OP.
05:20Ich melde ihn an und sag der AnÀsthesiebescheid.
05:21Gut, aber Sie operieren nicht selbst.
05:24So sind die Regeln.
05:25Und wer soll das dann machen?
05:28Das ĂŒbernehme ich.
05:30Sie haben ja gleich die Sprunggelenkfraktur bei Herrn Limmer.
05:33Lohmann.
05:36Danke.
05:40Ich verstehe dein Problem ĂŒberhaupt nicht.
05:42Du kannst hier nicht einfach auftauchen.
05:43Aber warum denn nicht?
05:44Weil ich hier arbeite.
05:47Du schĂ€mst dich fĂŒr mich.
05:49Wie kommst du denn jetzt darauf?
05:53SpĂŒre ich doch.
05:54Ist doch Quatsch, du kannst gern vorbeikommen.
05:57Aber nur zum Feierabend ins Foyer und nicht mitten in der Schicht ins Schwesternzimmer.
06:00Du hast ja dauernd Schicht.
06:04Und ich sitze alleine zu Hause.
06:07Schwester?
06:21Und deshalb musst du operiert werden.
06:23Aber erst heute Nachmittag.
06:25Und bis dahin darfst du auch nichts essen.
06:27Aber du bist sowieso nicht hungrig, oder?
06:30Mach dir keine Sorgen.
06:32Es wird alles gut.
06:35Und ich werde bei dir sein, wenn du einschließt und wieder aufwachst.
06:42Die OP, machst du das?
06:44Nein, das macht der Chef.
06:46Aber du bist dabei?
06:48Nein, ich habe jetzt gleich einen Eingriff und bin auch danach normal verplant.
06:53Aber wie ist das?
06:54Alles gut.
06:56So sind die Regeln.
07:00Ich muss jetzt zu meinem Patienten.
07:02Der ist beim RollerblÀden hingefallen und hat sich das Sprunggelenk gebrochen.
07:06Und der muss auch operiert werden.
07:08Genau wie du.
07:09Aber ich komme nachher nochmal vorbei.
07:10Ja?
07:12Bis spÀter.
07:14TschĂŒss, Papa.
07:29Deine Zahlen, die sind ja anscheinend gut.
07:34Aber der Kuchen?
07:36Den Kuchen beziehe ich neuerdings aus einer Bio-BĂ€ckerei.
07:39Das schmeckt man aber auch.
07:41Woran denn?
07:43Der schmeckt so gesund.
07:45Und ein Kuchen muss doch ne SĂŒnde sein und auch nach SĂŒnde schmecken.
07:49Lass mich raten, seitdem du den Kuchen von dieser BĂ€ckerei beziehst, ist dein Umsatz zurĂŒckgegangen?
07:53Ja, schon.
07:54Aber vielleicht mĂŒssen sich die Leute doch einfach nur dran gewöhnen.
07:57Es gibt einfach Dinge, an die möchte man sich nicht gewöhnen.
07:59Wenn sich erstmal rumspricht, dass der Kuchen nicht schmeckt, dann werden die Leute vielleicht auch ihr Essen woanders holen.
08:03Denk mal da drĂŒber nach.
08:05Oh, danke.
08:11Ich werde den Bruch richten und mit einer Platte fixieren.
08:14Die kommt dabei wieder raus.
08:16Ja, wahrscheinlich. In einem Jahr etwa.
08:20Ja, bitte.
08:22Danke.
08:24Sie haben eine Sulfenamid-Allergie?
08:26Ja, das sagt zumindest meine HausÀrztin.
08:29Na, dann wird's stimmen.
08:31Ist aber fĂŒr den Eingriff erstmal nicht relevant.
08:33Sie haben hier niemanden angegeben, den wir anrufen könnten, falls...
08:38Da ist auch niemand.
08:41Gut.
08:44Ich hab einen Sohn, der interessiert sich aber nicht mehr fĂŒr mich.
08:50Wir sehen uns im OP.
08:51Herr Doktor, geben Sie mir das bitte nochmal.
08:57Rufen Sie bitte meinen Sohn an und sagen ihm, dass es mir sehr schlecht geht.
09:05Ich kann Ihren Sohn gerne anrufen, aber ich werde ihn nicht anlĂŒgen.
09:08Dann kommt er bei mich.
09:10Das tut mir wirklich sehr leid, aber das kann ich nicht Àndern.
09:12Sie mĂŒssen ihm doch nicht sagen, dass ich im Sterben liege, sondern nur, dass es mir sehr, sehr schlecht geht.
09:18Und warum rufen Sie ihn nicht selber an?
09:20Er spricht nicht mit mir, seit ich vor acht Jahren seine Mutter verlassen habe.
09:25Herr Lummer, bis gleich.
09:41Ich hÀtte da ein paar Sachen sofort im Angebot.
09:44Was denn?
09:46Original kalter Hund nach dem Rezept von meiner Großmutter, Oberlausitzer Hefekuchen und Obsttörtchen.
09:52Also, ich biete hier eher gesunde und leichte Kost an.
09:56Die aber bei Ihrer Chefin nicht besonders gut ankommt.
09:59Kuchen muss sĂŒndig sein und auch so schmecken.
10:02Sie ist nicht meine Chefin.
10:04Recht hat sie trotzdem.
10:06Und Sie könnten liefern.
10:08Aber ja.
10:18Gut.
10:19Dann machen wir das so.
10:21Ja.
10:26Mama.
10:30Was habt ihr beide denn da besprochen?
10:35Er braucht anderen Kuchen.
10:36Wer sagt das?
10:38Er.
10:38Und so eine Frau, die nicht seine Chefin ist, aber so mit ihm redet, als wenn sie es wÀre.
10:42So eine Blonde.
10:44Bisschen fĂŒllig.
10:45Frau Marquardt?
10:46Ja.
10:47Kann sein.
10:48Und du bÀgst ihm den Kuchen.
10:50Jemand muss ihm doch helfen.
10:51Mama, das lÀsst du bitte bleiben.
10:53Warum?
10:54Du kannst doch nicht eine ganze Klinik beliefern.
10:56Ich weiß.
10:57Ich muss ein Gewerbe anmelden.
10:59Ich brauche ein Gesundheitszeugnis.
11:01Und eine BĂ€ckerei finden, die den hygienischen Standards entspricht.
11:03Ach, das kriege ich alles hin.
11:05Mama, ich finde es schön, dass du nach Leipzig gekommen bist.
11:08Aber?
11:09Aber ich will nicht, dass du hier in der Klinik arbeitest.
11:12Also, dass wir beide hier arbeiten.
11:14Geh du bitte zu Herrn Halber und sag ihm das alles wieder ab.
11:33Ich wollte mal nach Oskar sehen.
11:35Wie geht's ihm denn?
11:37Er schlÀft jetzt.
11:39Der Arm ist fix und fertig.
11:41Es fang ziemlich schlimm, was Philipp erzÀhlt hat.
11:43Der ganze Unterarm aufgerissen.
11:46Philipp ist gleich mit ihm hierher.
11:47Ich habe Max und Pauline noch weggebracht.
11:52Ritter?
11:53Ja?
11:56Was?
11:58Ja, ich komme.
11:59Was ist denn?
12:00Der Kindergarten.
12:02Max hat sich ĂŒbergeben und lĂ€sst niemanden an sich ran.
12:04Es gibt so Tage.
12:06Ja, was soll ich denn jetzt machen?
12:07Ich muss doch arbeiten.
12:08Und Oskar.
12:09Die Kollegen kommen auch mal kurz ohne dich klar.
12:11Und Oskar schlÀft.
12:13Das stimmt.
12:14Und ich habe nachher Pause.
12:15Kann ich auch nach ihm sehen.
12:17Danke.
12:19Ich beein' mich.
12:23Kollege Brentano kam vorhin mit einem seiner Jungs in die Notaufnahme.
12:26Die Risswunde am Arm.
12:28Oskar ist vorm Baum gefallen.
12:29Ich operiere ihn heute Nachmittag.
12:32Roland, kannst du nachher die OP fĂŒr mich ĂŒbernehmen?
12:35Ich habe vergessen, dass Hannah heute ihre Musikaufhörung macht.
12:38Na, wie konntest du das denn vergessen?
12:40Ja, sie hat es mir einfach so oft gesagt, dass ich mir sicher war, dass ich es nicht vergesse.
12:43Das klingt absolut logisch.
12:45Also, kannst du?
12:46Wenn ich Oskars OP vorziehen könnte, mĂŒsste das gehen.
12:50Aber ich muss vorher noch die Eltern informieren.
12:52Du bist meine Rettung.
12:53Danke.
12:53Was spielt Hannah eigentlich fĂŒr ein Instrument?
12:56Glaubflöte.
12:57Nein, Querflöte.
12:58Willst du mitkommen?
13:01Ähm, ich habe da ein Magenbandimplantat.
13:04Ja, das kann ich doch auch noch ĂŒbernehmen.
13:06Das kann ich nicht annehmen.
13:08Doch, ich weiß doch, wie sehr du Querflöte magst.
13:12Schon gut.
13:13Ich sage euch einfach beim nÀchsten Mal Bescheid.
13:14Ja, bitte.
13:15Bitte, unbedingt.
13:16Viel Spaß.
13:18Danke.
13:18Ich freue mich jetzt auf mein Magenband.
13:29SpĂŒlung?
13:39Saugen, bitte.
13:43B2.
13:45Ja.
13:46Platte?
13:47Ja, ich richte es aus.
13:53Bore.
13:54Die OP von Oskar verlÀuft nach Plan, aber wir können Ihre Frau leider nicht erreichen.
13:58Hm.
13:59Danke.
14:04Nochmal saugen, bitte.
14:05LĂ€ngenmesser.
14:08Wie geht's Ihnen?
14:09Er ist soweit stabil.
14:15Du hast mit allem, was du deiner Mutter gesagt hast, recht.
14:18Und jetzt rennt sie irgendwo rum und heult.
14:25Ist auf der Stadt hier was passiert?
14:26Nein, alles gut.
14:28Es ist nur privater Stress.
14:30Entschuldigung.
14:30Ich habe vorhin probiert, es zu erreichen.
14:32Die OP von Oskar wurde vorverlegt.
14:34Was?
14:35Ja.
14:36Dr. Heimann ist auch schon fertig.
14:37Alles gut gelaufen.
14:39Können Sie kurz auf Max aufpassen?
14:41Ja, klar.
14:44Mama kommt gleich wieder, ja?
14:46Danke.
14:48Hey, Max.
14:49Hey, Chris.
14:50Boah.
14:51Na, wie geht's dir?
14:52Gut.
14:53Achtung.
14:54Bum.
14:55So.
14:56Machen wir jetzt die Klinik unsicher, oder was?
14:58Ja.
14:58Ja.
15:05Jetzt du.
15:08Ich kann das nicht.
15:09Doch, war gut.
15:19Es tut mir so leid.
15:23Der Akku von meinem Handy war leer.
15:27Ich dachte doch, du wirst erst am Nachmittag operiert.
15:30Und da wÀre ich da gewesen.
15:32Ich musste doch zu Max.
15:34Mir war plötzlich schlecht geworden.
15:41Wahrscheinlich war das der Schreck,
15:44weil du dich heute Morgen verletzt hast.
15:51Die OP hast du davor ĂŒberstanden.
15:55Und jetzt bin ich ja wieder da.
16:15Entschuldigung, ist jetzt hier Dr. Brentano?
16:17Ja.
16:18Dann haben Sie meinen Vater operiert.
16:19Wer ist denn Ihr Vater?
16:20JĂŒrgen Lummer.
16:22Den habe ich gerade operiert, ja.
16:24Wird er ĂŒberleben?
16:27Ihrem Vater geht es gut.
16:28Er ist jetzt wieder auf Station.
16:29Sie können gerne zu ihm.
16:31Sven.
16:32Ja?
16:32Das ist der Sohn von Herrn Lummer.
16:34Können Sie ihn bitte zu ihm bringen?
16:35Ah ja, alles klar.
16:36Kommen Sie.
16:37Danke.
16:42Und?
16:44Furchtbar.
16:44Schmeckt so gesund.
16:46Und wird irgendwie im Mund immer mehr.
16:48Dann muss ich jetzt wirklich sehen, dass ich Ersatz bekomme.
16:51Ich wĂŒsste doch schon vorher.
16:53Ach ja?
16:54Ja.
16:54Die Mutter von Schwester Miriam, die macht einen kalten Hund.
16:58Da wird es einem ganz warm ums Herz.
16:59Ja, sie war schon hier und hat mir das auch angeboten.
17:02Ehrlich?
17:03Ja.
17:04Und?
17:05Ihre Tochter hat das wieder abgesagt.
17:07Warum?
17:08Weil Ihre Mutter das wohl nicht schaffen wĂŒrde.
17:10Also die Frau Schneider, also die Mutter von Schwester Miriam,
17:12hat gesagt, sie kann das?
17:14Ja.
17:15Ja.
17:16Ja.
17:24Was hat denn sein Vater?
17:26Sprung in der Exfraktur.
17:27Daran stirbt man doch nicht.
17:28Ja, das ist so eine komplizierte Elternkindgeschichte.
17:31Ja.
17:34Das ist manchmal nicht so einfach.
17:39Oskar ist beleidigt, weil ich nicht bei ihm war.
17:42Du wirst bei der Operation sowieso nicht dabei gewesen.
17:44Aber vorher, wenn er einschlÀft und nachher, wenn er aufwacht.
17:47Wenn der Chef schon selber operiert, kann ich ihm nicht vorschreiben, wann er operiert.
17:51Ich habe Oskar ĂŒberhaupt nicht erreicht.
17:57Er hat sich weggedreht und macht völlig zu.
18:05Ich rede mal mit ihm.
18:07Mach das.
18:08Ich suche Max.
18:09Der ist mit Chris hier irgendwo unterwegs.
18:12Bis gleich.
18:15Ich fass es nicht.
18:16Da sagst du mir am Telefon, dass du wahrscheinlich stirbst und dabei liegst du hier fröhlich rum.
18:20Schön, dass du da bist.
18:23Warum lĂŒgst du?
18:24Immer lĂŒgst du.
18:27Als wÀre es dir ja nicht gekommen.
18:28Bin auch schon wieder weg.
18:30Warte.
18:34Was ist das?
18:35Etwa wieder Geld?
18:37Es ist die Einladung zu meinem 65. Geburtstag.
18:41Behalt sie.
18:43Und viel Spaß bei der Feier.
18:45Sebastian!
18:56Das war die dĂŒmmste Idee, die ich hier hatte.
19:01Ich habe ihm am Telefon erzÀhlt, dass ich in Lebensgefahr schwebe.
19:08Ich wollte ihn mal wieder bei mir haben.
19:10Das kann ich sehr gut verstehen.
19:12Aber das war wahrscheinlich der ganz falsche Weg.
19:16Aber es gab keinen anderen.
19:18Wirklich nicht?
19:19Wir kaufen manchmal im selben Supermarkt ein.
19:23Da ignoriert er mich einfach.
19:26Oh.
19:27Das tut weh.
19:38Ich wollte mal wieder mit ihm reden.
19:41Wie hat er reagiert?
19:44Haben Sie ja gesehen.
19:50Darf ich kurz ĂŒber Ihrem Sprunggelenk?
19:53Wie ist die OP verlaufen?
19:55Gut.
19:55Danke.
19:57Es reicht mir.
20:10Und, hast du Max gefunden?
20:11Wahrscheinlich steckt er mit Chris das ganze WĂ€schelager auf den Kopf.
20:18Alles in Ordnung?
20:18Ja, ja, ich war gerade bei Herrn Blummer.
20:21Dem Patienten mit der Sprunggelenksfraktur.
20:24Mhm.
20:25Er hat seinem Sohn tatsÀchlich erzÀhlt, dass er am Sterben liegt.
20:29Warum tut er das?
20:31Um ihn mal wieder zu sehen.
20:33Die beiden wohnen 800 Meter auseinander und...
20:36sein Sohn spricht nicht mehr mit ihm.
20:38Wie Oskar heute mit mir.
20:41Das ist furchtbar.
20:43Das kann ich gut verstehen, dass dieser Herr Lohr so was macht.
20:46Entschuldigung.
20:47Hey.
20:48Es geht um Max.
20:50Was ist mit ihm?
20:51Ich habe gerade mit ihm fanggespielt und habe da gesehen, dass er hinkt.
20:54Er hinkt?
20:55Ja.
20:55Er sagt, ihm tut nichts weh, aber ich habe es genau beobachtet und...
20:58er hinkt.
21:00Ist er kurz vorher gestĂŒrzt?
21:02Wenn ja, können Sie uns das ruhig sagen.
21:03Nein, da ist nichts passiert und es kommt auch mehr aus der HĂŒfte raus.
21:07Das sehe ich mir gleich mal an.
21:08Wo ist er?
21:17Max, stopp.
21:19Komm zurĂŒck.
21:21Sie haben recht, der hinkt leicht.
21:24Haben Sie eine Ahnung, was das sein könnte?
21:26Nein, aber ich werde es herausfinden.
21:27Und nun?
21:29Max war doch erkÀltet.
21:32Du vermutest ein HĂŒftschnupfen?
21:34Es kommt doch vor, dass Kinder einige Tage nach dem ErkÀltungsinfekt plötzlich humpeln.
21:39Ich untersuche ihn jetzt.
21:41Dann wissen wir mehr.
21:41Da bin ich aber dabei.
21:43Musst du nicht auf der Station sein?
21:45Ich mache das schon.
21:47Danke.
21:50Mama und Papa gehen jetzt mit dir ein bisschen Ton.
21:59Richtig mal hin.
22:02So, schön locker lassen.
22:05Ich drĂŒcke dein Knie jetzt ganz vorsichtig nach unten.
22:12Jetzt die andere Seite.
22:16Aua!
22:18Jetzt mĂŒssen wir rindgeben.
22:20So, komm hier.
22:21Jetzt machen wir ein paar Fotos von deinen Beinen.
22:29Warum kommen Mama und Papa nicht?
22:31Die kommen spÀter.
22:32Die untersuchen gerade Max.
22:34Immer geht es nur um Max.
22:35Oskar.
22:36Und um Pauline.
22:38Oder um dich.
22:39Nie.
22:40Oskar, wenn man das GrĂ¶ĂŸte der Geschwister ist, dann...
22:43Wie bist du denn das GrĂ¶ĂŸte deiner Geschwister?
22:47Ich bin ein Einzelkind.
22:48Da weißt du gar nichts.
23:03Oskar, wenn du das GrĂ¶ĂŸte deiner Geschwister ist, dann ist das GrĂ¶ĂŸte deiner Geschwisterin.
23:19Und Krankengymnastik.
23:20Sicher?
23:22Vielleicht sollte man doch operativ vorgehen.
23:24Warum?
23:26Um eine bleibende Deformation mit absoluter Sicherheit zu verhindern.
23:30Sie haben die Untersuchungen gemacht.
23:32Sie haben die Bilder vor sich.
23:33WĂŒrden Sie bei einem anderen Kind ĂŒber eine OP nachdenken?
23:37Nein.
23:39Beim eigenen Kind ist man offensichtlich ĂŒberbesorgt.
23:43Das ist normal.
23:44Deswegen haben Sie mich konsultiert.
23:45Zweite Meinung.
23:46Wir gehen den konservativen Weg und ĂŒberwachen das.
23:49Ich rufe Dr. Arendt an.
23:50Als leiblicher Vater sollte er ĂŒber solche Dinge informiert werden.
23:53Ich muss dann wieder.
23:54Alles klar.
23:55Vielen Dank.
24:04Ja?
24:08Was?
24:13Oskar.
24:14Oskar, bitte wach auf.
24:16Oskar.
24:17Oskar.
24:18Was ist passiert?
24:18Ich weiß nicht.
24:19Ich habe gedacht, er schlÀft, aber ich kriege ihn nicht wach.
24:21Oskar?
24:22Was ist mit Oskar?
24:23Oskar, wach auf.
24:24Oskar, wach auf.
24:27Rufen Sie Dr. Heimann und sagen Sie ihm im OP Bescheid.
24:31Lass zwei Konserven einkreizen.
24:44Ja, ich habe es.
24:45Hier ist es.
24:48Eine atriielle Blutung.
24:50Warum haben wir das vorhin nicht gesehen?
24:53Vermutlich eine intime Einrollung.
24:56Oder ein GefĂ€ĂŸspasmus.
24:58Ja, und als das Adrenalin nach dem Unfall aus dem Körper raus war, ist es zu der exzessiven
25:02Blutung gekommen.
25:04Saugen.
25:08Naht.
25:14Warum habe ich nicht öfter nach ihm gesehen?
25:17Er hat geschlafen.
25:18Du wolltest sie nicht stören und außerdem musstest du arbeiten.
25:21Trotzdem.
25:22Mit so einer Blutung konnte niemand rechnen.
25:26Wenn Dr. Heimann es nicht schafft, die Blutung zu stoppen.
25:30Das wird er.
25:31Ganz bestimmt.
25:32Fahr nach Hause.
25:33Ich kann doch jetzt nicht gehen.
25:35Ich bin da.
25:36Philipp ist da.
25:37Und Max, warte darauf, dass du ihn nach Hause bringst.
25:41Stimmt.
25:44Ich muss noch Pauline abholen.
25:46Rufst du mich bitte sofort an, wenn du was weißt?
25:49NatĂŒrlich.
25:49Ich oder Philipp.
25:52Es wird alles gut.
25:53Komm.
26:00Wie geht's ihm?
26:02Soweit gut.
26:03Aber nach einer Konserve ist dein Blutdruck noch immer ziemlich niedrig.
26:08Saug, ich sehe nichts.
26:20Mama?
26:22Hallo.
26:23Du kannst mich nicht abholen.
26:24Ich habe doch Doppelschicht.
26:25Ich komme nicht, um dich abzuholen.
26:28Sondern?
26:29Ich will mich nur von dir verabschieden.
26:32Mama, ich wollte dir vorhin nicht wehtun.
26:35Es war keine gute Idee, dir so nahm auf die Pille zurĂŒck.
26:38Aber du kannst doch jetzt nicht einfach so...
26:39Ich muss los.
26:42Mach's gut, meine Kleine.
26:44Aber du kommst doch jetzt gar nicht mehr bis nach Schwellen.
26:50Onkel Willi holt mich ab.
27:08Oh, und?
27:11Die OP ist gut verlaufen.
27:13Es geht ihm gut.
27:19Halmer und Stein haben die Blutdruck stoppen können.
27:21Und nach zwei Blutkonserven ist er jetzt stabil.
27:24Wie er da lag.
27:26Und das ganze Blut...
27:29Ein Moment lang warte ich.
27:33Es...
27:34...ist alles gut gegangen.
27:37Was machen die anderen beiden?
27:39Schlafen.
27:43Pauline war total aufgedreht.
27:45Und irgendwann ist ja auch die Puste ausgegangen.
27:48Und fĂŒr Max war das auch ein aufregender Tag.
27:50FĂŒr uns alle.
27:53Ja.
27:56Übrigens hat er mir vorhin erzĂ€hlt,
27:57warum er glaubt, dass er benachteiligt wird.
28:00Und warum?
28:01Weil Pauline ein MĂ€dchen ist.
28:03Max zwei VĂ€ter hat und er nur einen.
28:07Und was hast du ihm gesagt?
28:13Dass ich ihn so lieb habe, wie zwei VĂ€ter zusammen.
28:26Auf jeden Fall hat mir das nochmal gezeigt,
28:29dass wir uns mehr Zeit fĂŒreinander nehmen mĂŒssen.
28:33Es darf uns nicht mehr passieren,
28:35dass sich irgendjemand benachteiligt wird oder glaubt.
28:39Er wird weniger geliebt.
28:41Das stimmt.
28:43Schaffen wir das?
28:45NatĂŒrlich schaffen wir das.
28:51Ich raue mich jetzt ein bisschen hin.
28:55Es lÀuft gut.
28:56Du auch.
28:58Gute Nacht.
29:21Guten Morgen.
29:23Wie kann man nur so ekelhaft wach sein?
29:26Das war natĂŒrlich.
29:26Wie geht's dir?
29:28Alles gut.
29:33Was gibt's Neues von Mutti?
29:34Sie war gestern Abend hier, um sich zu verabschieden.
29:37Ist sie wieder nach Hause gefahren?
29:38Ja, mit Onkel Willi.
29:41Das ist doch gut.
29:42Chris, du hÀttest sie sehen sollen.
29:43Sie wirkte plötzlich total alt und einsam.
29:45Ja, aber...
29:47Sie ist wieder nach Hause gefahren.
29:48Das ist genau das, was du wolltest.
29:50Oder nicht?
29:52Ich war kurz davor, sie anzurufen.
29:53Hast du aber nicht getan.
29:54Ja, und jetzt habe ich ein schlechtes Gewissen.
29:56Ja, natĂŒrlich hast du ein schlechtes Gewissen.
29:58Vielleicht ist es auch genau das, was sie wollte.
30:00Meine Mama ist nicht so.
30:01Nö, vielleicht nicht.
30:02Vielleicht aber auch doch.
30:03Mit der Klammern gerne.
30:04Aber es ist dein Recht, dich dagegen zu wehren
30:06und du bist nicht fĂŒr sie verantwortlich.
30:08Und was mache ich jetzt?
30:09Jetzt gehst du erst mal schlafen.
30:11Guck dich mal an.
30:12Und dann?
30:12Und dann genießt du deine Freiheit.
30:14Und wenn sie sich nicht meldet?
30:16Dann bleibst du hart.
30:17Aber ich...
30:18Nicht aber!
30:19Wann kommst du da nie raus?
30:22Station 3.1, Chris Haas.
30:23Komm.
30:27Ja?
30:29Ich kenne meine Miriam.
30:31Sie denkt jetzt, ich will sie erpressen.
30:32Sie sind abgereist.
30:34Das ist doch keine Erpressung.
30:35Aber ich habe es einfach so gemacht.
30:36Manchmal muss man Sachen einfach so machen.
30:39Ihre Tochter hat ja auch einfach so entschieden,
30:41dass sie es hier mit der Kuchenversorgung
30:42in der Cafeteria nicht schaffen.
30:49Miriam.
30:50Da gehen Sie ran.
30:53Ich kann irgendwie nicht.
30:55Aber Sie sind extra aus Schweinitz.
30:56Schwellnitz.
30:58Schwellnitz angereist.
30:59Aber doch nur deswegen.
31:05Brenner?
31:06Nein, ich habe das Telefon Ihrer Mutter,
31:09weil...
31:09weil Sie gerade auf Toilette ist.
31:12Ja.
31:13Nein, die WohnungsschlĂŒssel sind hier bei mir.
31:16Ja, sie hat sie extra vorbeigebracht.
31:20Ja.
31:21Und?
31:22Ihre Tochter holt die SchlĂŒssel hier ab.
31:25Ich fahre wieder.
31:26Nein, Frau Schneider, Sie bleiben.
31:28Aber Sie bleiben.
31:38Hallo.
31:59Ganz ruhig, Herr Lomar.
32:00Es kommt gleich Hilfe.
32:01Ganz ruhig.
32:03Es kommt gleich Hilfe.
32:04Alles gut.
32:05Einherzen.
32:05Gebrochenen Arzt.
32:06Schnell.
32:07Einen Atmen.
32:09Einen Atmen.
32:10Einen Atmen.
32:15Der Papa wird das jetzt alles super gut organisieren.
32:19Wie denn?
32:20Na so, dass wir alle mehr Zeit fĂŒreinander haben.
32:22Also Mama und ich fĂŒreinander und wir fĂŒr euch.
32:26Aber ihr habt dann fĂŒr jeden von uns die gleiche Zeit ĂŒbrig?
32:29Klar.
32:30Niemand kommt da mehr zu kurz.
32:32Auch ich nicht?
32:33Auch du nicht.
32:35Ersprochen?
32:36Ersprochen.
32:37Übrigens habe ich mit Dr. Heimann gesprochen.
32:39Und er hat gesagt, wenn wir aufpassen, dass du dich schonst,
32:42kannst du heute schon entlassen werden.
32:44Das ist ja super.
32:45Und Max, du bekommst gleich deine Orthese angepasst.
32:48Und dann könnt ihr beide mit der Mama nach Hause.
32:50Ja!
32:50Ja!
32:56Sehr gut.
32:58Röntano?
33:01Ich komme.
33:03Da muss ich jetzt hin.
33:13Herr Haas hat ihn bewusstlos auf dem Boden gefunden.
33:15Laut CT eine fulminante Lungenembolie.
33:18Er hat nach der OP einen Gerinnungshemmer bekommen wie ĂŒblich.
33:21Vermutlich liegt eine bisher unerkannte Gerinnungsstörung vor.
33:25Die Diagnostik dazu lÀuft noch.
33:27Oder er hatte schon vor dem Unfall eine Thrombose.
33:30Gibt es Angehörige?
33:31Ja, einen Sohn.
33:33Dann rufen Sie den lieber an.
33:34Das sieht nicht gut aus.
33:37Das sieht nicht gut aus.
33:37Ja.
33:39Musik
33:41Musik
34:13Na ja, ich komme schon rein.
34:21NatĂŒrlich ist das Ihre Entscheidung, ob Sie zu Ihrem Vater kommen oder nicht.
34:27Ich wollte Sie auch nur darĂŒber informieren, dass sich sein Gesundheitszustand akut verschlechtert hat.
34:35Ja, ich weiß, Ihr Vater hat mir von Ihrem schwierigen VerhĂ€ltnis erzĂ€hlt.
34:41Schwester Miriam, bitte. Ich kenne meine Miriam. Sie denkt jetzt, ich will Sie erpressen.
34:48Aha.
34:49Das hat Ihre Mutter gesagt. Und sie ist deshalb auch nicht wieder abgereist.
34:53Und arbeitet jetzt als Aushilfe in der Cafeteria, obwohl ich das nicht will.
34:58Was haben Sie eigentlich dagegen?
35:00Meine Mutter hat vier Jahre lang in meiner Schule das Essen ausgegeben. Das war die Hölle.
35:04Warum?
35:04Weil sie immer um mich herumgeschlichen ist. StÀndig ist sie irgendwo aufgetaucht und hat einem das Ohr abgekaut.
35:09Den Lehrern, meinen Freunden, jeder in der Schule wusste alles ĂŒber mich.
35:13Verschriee.
35:14Nach der Schule bin ich auf jeden Fall sofort von zu Hause ausgezogen.
35:17Sie brauchten Abstand.
35:18Ja, und meine Mutter hat das nie verstanden.
35:20Ja, haben Sie nicht versucht, ihr das zu erklÀren, dass Sie Ihre Freiheit brauchen?
35:23Nein. Das wĂŒrde Sie auch gar nicht verstehen.
35:26Wie können Sie da so sicher sein, wenn Sie es nicht versucht haben?
35:29Sie kennen meine Mutter nicht so gut wie ich.
35:31Tun Sie mir einen Gefallen?
35:33Gehen Sie in die Cafeteria.
35:35Reden Sie mit ihr.
35:37Sie mĂŒssen das ein fĂŒr alle Mal klĂ€ren.
35:48Meine Mutter?
35:50Die sucht sich auf Station.
36:01Kommst du mal bitte kurz?
36:07Hallo, Ma.
36:12Schön, dass Sie gekommen sind.
36:14Sie wissen, was mein Vater veranstaltet hat?
36:17Ja.
36:18Warum tut er so was?
36:20Er wollte Sie sehen und wusste nicht, wie er es sonst hinkriegen soll.
36:24Ich soll nur unbedingt bei seinem Geburtstag aufkreuzen,
36:27damit nach außen hin alles intakt wirkt.
36:29Das ist das Einzige, worum es ihm geht.
36:32Gehen Sie trotzdem hin.
36:34Warum sollte ich das tun?
36:36Dass er sich aus seiner Beerdigung nicht mehr mit Ihnen versöhnen kann.
36:41Er liegt auf der Intensivstation.
36:44Kommen Sie, bringen Sie hin.
36:48Oh je, jetzt bin ich wohl eine von diesen MĂŒttern geworden.
36:52Dass ich nach Leipzig gekommen bin,
36:54ich wollte einfach, dass wir wieder eine Familie werden.
36:57Ich wollte dir nicht zu nah auf die Pelle rĂŒcken.
37:00Das weiß ich doch.
37:02Trotzdem gut, dass du das mit dem Kuchen wieder abgesagt hast.
37:05Aber dann hast du es dir anscheinend noch mal anders ĂŒberlegt.
37:08Wie kommst du denn darauf?
37:10Na, die Cafeteria-SchĂŒrze hast du vorhin ja schon anprobiert.
37:13Ach, das war doch ein Scherz.
37:15Der junge Mann hat einfach nur mal versucht, mich zu ĂŒberreden.
37:19Er hat mir sogar angeboten, dass ich in der Cafeteria arbeiten kann.
37:23Vollzeit.
37:26Ich habe natĂŒrlich Nein gesagt.
37:34Sie haben vorhin gesagt,
37:35Ihr Vater will Sie nur bei seinem Geburtstag dabei haben,
37:37um den Schein zu fahren.
37:39Das war ihm schon immer das Wichtigste.
37:42Dass wir nach außen eine heile Familie sind.
37:48Ich weiß nicht, was zwischen Ihnen vorgefallen ist.
37:51Ich weiß nur,
37:54dass er sehr darunter leidet, dass Sie keinen Kontakt mehr haben.
37:57Sie meinen, er ist einsam?
37:59Nein.
38:01Ich meine, er vermisst Sie.
38:05Er wusste sich einfach anders nicht zu helfen.
38:24Miri, weißt du, warum ich damals bei dir in der Schule angefangen habe?
38:28Dein Vater und ich, wir hatten uns gerade getrennt.
38:30Ich weiß, wie sehr ihr Kinder darunter gelitten habt.
38:33Und dann hat mir deine Lehrerin auch noch erzÀhlt,
38:35dass du nichts isst.
38:37Ich habe mir solche Sorgen gemacht.
38:39Ich hatte einfach Angst, dass du...
38:42Deshalb wollte ich mich persönlich darum kĂŒmmern,
38:44dass du anstÀndig isst.
38:46Na, das hat dann ja mal gut geklappt.
38:48Entschuldigen Sie bitte.
38:50Sind Sie die Dame mit den phÀnomenalen Kuchensorten?
38:54Ja, bin ich.
38:55Hallo, Sarah Marquardt.
38:56Ich bin die Verwaltungschefin der Klinik.
38:58Herr Heilmann hat mir ja gerade erzÀhlt,
39:00dass Sie gestern angeboten hatten,
39:02hier selbstgebackenen Kuchen zu liefern.
39:04Ja, habe ich.
39:05Und dass Sie das Angebot Ihrer Mutter zurĂŒckgezogen haben.
39:09Ja.
39:10Warum?
39:12Das hat meine Tochter ganz in meinem Sinne entschieden.
39:16Das ist auch wirklich Ihr letztes Wort?
39:19NatĂŒrlich nicht.
39:20Und meine Mutter wĂŒrde auch gerne Ihr Angebot annehmen,
39:22in der Cafeteria zu arbeiten.
39:27Ja, sehr gut.
39:28Sie können direkt nÀchste Woche anfangen.
39:33Danke.
39:34Das lÀsst mich hoffen.
39:35Ihr kalter Hund ist...
39:36Spitz.
39:38Willkommen, Team.
39:40Ja.
39:45Ist das fĂŒr dich wirklich in Ordnung?
39:47Irgendjemand muss hier doch auf mich aufpassen.
39:50Oh, Onkel Willi wollte mich eigentlich gerade wieder abholen.
39:53Dann rufst du ihn an und sagst mir, dass es nicht nötig ist.
39:55Du kommst mit zu mir und dann suchen wir dir endlich eine neue Wohnung.
40:00Wollen wir das Geld nicht sparen?
40:02Nein, Mama.
40:03Wollen wir nicht.
40:06Ich wollte deiner Mutter nie wehtun.
40:08Das musst du mir glauben.
40:10Und dir schon gar nicht.
40:13Wie du dich damals auf ihre Seite gestellt hast,
40:16das...
40:17das tat weh.
40:22Aber...
40:22irgendwie war ich auch stolz auf dich.
40:25Dass du deine Mutter so verteidigst.
40:28Sie hatte ja auch sonst niemanden.
40:32Ich hatte gehofft, dass wir...
40:36...irgendwann mal wieder alle...
40:38...miteinander reden können.
40:42Wenn genug Zeit vergangen ist.
40:44Und wenn die Zeit nicht alle Wunden heilt,
40:47dann hilft vielleicht Geld.
40:53Ich hab gedacht, damit etwas wieder gut machen zu können.
40:59Aber ich hab alles nur schlimmer gemacht.
41:03Ich war ein Idiot.
41:09Stimmt.
41:15Schön, dass du trotzdem willkommen bist.
41:29Schloss Goldsdorf.
41:32Gibt's da ne...
41:34...Kleiderordnung?
41:39Kommt, wie du willst.
41:42Dann komm ich im Wrack.
41:44Auch gut.
41:47Aber jetzt musst du erst mal auf die Beine kommen.
41:54Mein Gerber.
42:09Hallo, danke.
42:11Rein mit euch.
42:17Wir fragen mal gleich, wo er ist.
42:20Oder wir lassen ihn ausrufen.
42:22Ja.
42:23Dr. Brantano, kommen Sie bitte gleich in die Regenungshalle.
42:27Was macht ihr denn alle hier?
42:28Papa!
42:30Wir holen den Papa ab.
42:32Aha. Das wĂ€re eine große Überraschung.
42:35Wir fahren zusammen nach Hause und verbringen so mehr Zeit miteinander.
42:39Effektives Zeitmanagement nennt man sowas.
42:41Bin beeindruckt.
42:42Ich dachte, ich zeig dir mal, wie das geht.
42:46So, und heute Abend gibt es Pizza.
42:48Und jeder kann sich drauflegen, was er will.
42:50Ich möchte GummibÀrchen.
42:52Ich auch.
42:53Äh, das ist eklig.
42:54Die GummibÀrchen gibt es danach. Einflischern?
42:56Okay.
42:57Gut. Ab nach Hause.
42:59Ab nach Hause!
43:00Ab nach Hause!
43:01Ab nach Hause!
43:08Ab nach Hause!
43:11Vielen Dank.
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