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Transkript
00:18Liebe ist genug
00:36Liebe ist genug
00:39Liebe ist genug
01:10Liebe ist genug
01:24Liebe ist genug
01:33So wie es aussieht
01:34habe ich heute sturmfreie Bude
01:36Ist das eine Einladung?
01:37Ja
01:39Ich komme sehr gern
01:40Soll ich diesmal kochen?
01:42So weit kommt es noch
01:43Ich lade dich ein und du kochst
01:44Hab ich kein Problem mit
01:46Na dann so gegen acht
01:50So um acht
02:09Guten Morgen, ist die Post schon da?
02:13Schwester, bring Sie einen Rollstuhl, kann ich Ihnen helfen?
02:15Ja bitte, ich hab so Druck im Bauch hier, Wahnsinn
02:18Setzen Sie sich
02:22Wo genau haben Sie Schmerzen?
02:23Hier, im ganzen Bauch
02:26Bring Sie den Herrn in den Schockraum, ich komme gleich zu Ihnen
02:28Ja, danke
02:29Ja, danke
02:32Guten Morgen
02:32Guten Morgen
02:33Empfangen Sie Ihre Patienten heute persönlich im Foyer?
02:37Was hat der Mann denn?
02:39Druckempfindlicher Oberbauch, Iktarus, reduziert der Alkameinzustand
02:42Klingt nach einem Leberproblem
02:45Und?
02:46Haben Sie und Ihre Familie sich schon eingelegt in den neuen Wurde?
02:49Na ja, die letzten Sachen sind auch endlich ausgepackt
02:52So ein Umzug ist ja doch immer stressiger als man denkt
02:54Na ja, so ein Umzug an sich finde ich nicht schlimm
02:57Ich finde es eher anstrengend, wenn einen dann die ganzen Nachbarn unbedingt kennenlernen wollen
03:08In die Halle!
03:10Mann, wo bleiben denn deine Eltern?
03:12Immer besetzt
03:13Wir mĂŒssen langsam los
03:14Jetzt ist frei
03:16Mama, wo bleibt ihr denn? Ihr wolltet doch schon lÀngst hier sein
03:19Was? Bei euch wurde eingebrochen?
03:23Was? Bei Oma und Opa wurde eingebrochen?
03:26Pssst, geh du schon mal los
03:28Meinst du wirklich? Heute haben nicht mal Hort und Kindergarten auf
03:30Ich regel das schon irgendwie
03:32Ab zur Arbeit
03:35TschĂŒss Jungs
03:35TschĂŒss Papa
03:37Nein, macht euch keine Sorgen
03:39Wir finden schon jemanden fĂŒr die Kinder
03:41Und bitte meldet euch, wenn wir euch irgendwie helfen können
03:44Ja, Mama?
03:45Ja, wir kommen
03:46Bis spÀter
03:47TschĂŒss
03:49Ach Jung, seid doch mal ein bisschen ruhig
03:57Anna hat die Grippe
03:59Carola ist auf Dienstreise
04:00Na klar
04:06Geh ran, geh ran
04:08Hallo
04:09Hallo?
04:10Ja, Sie wissen schon, dass ich heute frei habe?
04:12Ja, darum rufe ich an
04:13Ich hoffe nicht, dass ich fĂŒr irgendjemand einspringen muss
04:15Nein, ist doch klar, dass man auch mal was anderes sehen muss als weiße Kittel
04:19Nee, weil Sie mich nur sonst so nie angerufen haben
04:22Außer
04:23Einmal, dass ich babysitten sollte
04:24Und jetzt raten Sie mal, warum ich diesmal anrufe
04:32Und was macht der Patient?
04:35Sag ich richtig mit meiner Diagnose?
04:37Das CT hier bestÀtigt die bisherigen Laborbefunde
04:42Leberzirrhose
04:43DafĂŒr ist er noch relativ jung
04:44Alkohol wÀre das Naheliegendste
04:46Er hat eine chronische Hepatitis C
04:48Frau Kollegin, hier ist eine E-Mail von seinem Hausarzt fĂŒr Sie
04:54Ja, Peters?
04:56Ja, ich bin gleich unten
04:57Welche Behandlungsraum?
04:58Ja, gut, danke
05:00Entschuldigung, und?
05:01Bei der letzten Untersuchung konnten keine Viren mehr nachgewiesen werden
05:05Immerhin war es
05:06Die grĂ¶ĂŸten Beschwerden hat der Moment durch den Druck im Bauch
05:09Wir sollten schnellstmöglich punktieren
05:11Sehe ich genauso
05:12Ich muss allerdings jetzt dringend runter
05:14Ich ĂŒbernehme das
05:15Sehr gut, danke
05:18Da bist du ja
05:19Danke
05:20Und die Kinder?
05:22Sind bestens versorgt
05:24Von Chris
05:25Er hat heute frei und hat sofort zugesagt
05:27Muss es unbedingt dieser Halotri sein?
05:29Er ist doch in letzter Zeit viel verantwortungsbewusster geworden
05:32Und mit den Kindern kann er super umgehen
05:34Aber eine Dauerlösung ist das nicht?
05:36NatĂŒrlich nicht, genauso wenig wie meine Eltern
05:38Bis zu den Ferien mĂŒssen wir jemanden finden
05:42Warum musste Franzi sich auch ausgerechnet in dich verlieben?
05:47Sie war die ideale Babysitterin
05:52Bis spÀter
05:58Guten Tag
06:01Dr. Peters hatte einen Notfall
06:03Deshalb ĂŒbernehme ich die Behandlung
06:05Darf ich mich vorstellen?
06:06Ich bin...
06:06Herr Dr. Heilmann
06:09Sie kennen mich?
06:10Ja
06:11Sie haben vor drei Jahren meine Frau behandelt
06:15Schön, Sie zu sehen
06:16Da geht es mir gleich ein bisschen besser
06:18Na, da kann er ja bei der Behandlung Ihrer Frau
06:20Nicht so viel falsch gemacht haben
06:22Ganz im Gegenteil
06:24Sie haben ihr das Leben gerettet
06:25Sie leidet am Brugada-Syndrom
06:27Und alle dachten, ihre Symptome wÀren was Psychisches
06:30Ich leider mit eingeschlossen
06:33Dann sind Sie...
06:35Oliver Heller
06:37Der Mann von Kerstin Heller
06:38Also damals noch
06:43Ist irgendwas, Herr Dr. Heilmann?
06:46Sieht es sehr schlecht aus
06:47Bitte sagen Sie es mir ganz offen
06:51Bei Ihnen wurde vor gut zwei Jahren
06:53Eine Hepatitis C-Infektion festgestellt
06:55Ja
06:55Und der Virus hat sich im Laufe der Jahre vermehrt
06:59Sagt mein Hausarzt
07:01Die antivirale Therapie hat sehr gut angeschlagen
07:03Die Hepatitis selbst gilt als geheilt
07:05Nur kam die Therapie Jahre zu spÀt
07:08Sodass Ihre Leber schon stark geschÀdigt wurde
07:11Ja, ich weiß
07:12Ihre Leberzirrhose fĂŒhrt zu vielen Problemen
07:15Unter anderem zu einer starken FlĂŒssigkeitsansammlung im Bauch
07:20Ich habe Wasser im Bauch
07:22Naja, das ist medizinisch Aszitis
07:25In Ihrem Fall ist die FlĂŒssigkeitsmenge so groß
07:27Dass es diesen starken Druck verursacht
07:30Wir möchten darum eine Entlastungspunktion durchfĂŒhren
07:33Ist das eine richtige OP mit Narkose in allem?
07:37Nein, nein, wir machen das unter örtlicher BetÀubung
07:39Mit Ultraschallkontrolle
07:41Und wann wollen Sie das machen?
07:43Gleich
07:44Damit es Ihnen erstmal besser geht
07:46Okay
07:48Ja, dann
07:49Dann
07:50Legen Sie einfach mal los
07:53Ich habe vollstes Vertrauen zu Ihnen
07:57Das ehrt mich
08:01Jetzt kriege ich euch
08:03Jetzt kriege ich euch
08:04Ja
08:05Ja, ja, ja, ja, ja, ja, ja.
08:20Okay, zeig mal her.
08:25Willst du mal bitte einen Lapp mit kaltem Wasser?
08:28Also wenn du GlĂŒck hast, gibt es eine richtig coole Beule.
08:32WĂ€re das cool?
08:33Ja.
08:33Du musst das Weckschlerbubbern.
08:37Weckschlerbubbern?
08:37Ja, das hat Franzi immer gemacht.
08:39Wer geht denn Weckschlerbubbern?
08:41Das weißt du nicht.
08:42Warte, ich hol Franzi an.
08:44Aber die kommen doch nicht mehr.
08:48Egal.
08:51Hallo, Franzi, hier ist Oskar.
08:53Max hat sich an der Stirn wehgetan.
08:55Du musst das Weckschlerbubbern.
08:56Chris kann das nicht.
09:03Hallo?
09:04Nee, ist nur eine ganz kleine Beule.
09:07Nein, ich bin hier ganz alleine.
09:09Die Eltern sind beide auf der Arbeit.
09:11Okay, perfekt. Bis gleich. TschĂŒss.
09:13Yippie, Franzi kommt!
09:15Franzi kommt!
09:16Franzi kommt!
09:17Franzi kommt!
09:21Roland!
09:23Setz dich doch zu mir.
09:33Ist irgendwas?
09:37Oliver Heller.
09:40Der mit der Leberzirrhose.
09:42Wie verlief denn die Asthitis-Punkition?
09:44Völlig komplikationslos.
09:47Oliver Heller ist der Ex-Mann meiner Nachbarin.
09:51Deiner Nachbarin.
09:52Also, die Nachbarin, mit der du...
09:56Hallo, guten Appetit.
09:57Ebenfalls.
09:58Genau.
09:59Ja, von der Nachbarin.
10:02Und weiß er, dass du mit seiner Frau...
10:04Ex-Frau.
10:04Na gut, dann meinetwegen Ex-Frau.
10:06Mahlzeit.
10:07Ich darf doch.
10:08Mahlzeit.
10:14Mahlzeit.
10:27Ah, der Dr. Heilmann.
10:30Wie geht's Ihnen?
10:31Viel besser.
10:32Der Druck ist so gut wie weg.
10:34Das freut mich.
10:35Aber es ist nur ein kurzfristiger Erfolg.
10:37Es wird sich neue FlĂŒssigkeit bilden.
10:40Aufgrund der Leberzirrhose.
10:43Und wie geht's jetzt weiter mit mir?
10:46ZunĂ€chst mĂŒssen wir abwarten, wie Ihr Körper auf den Eingriff reagiert.
10:49Dann sehen wir weiter.
10:51Sie brauchen jetzt vor allem Ruhe.
10:52Versuchen Sie etwas zu schlafen.
10:54Das mach ich.
10:57Gibt es Angehörige oder andere nahestehende Personen, die wir benachrichtigen sollen?
11:03Nein, es gibt niemanden.
11:05Gut.
11:06Dann verabschiede ich mich hiermit von Ihnen.
11:09Falls Sie etwas brauchen, wenden Sie sich an das Pflegepersonal.
11:12Ja, vielen Dank.
11:19Hallo Kinder.
11:20Papa ist da.
11:22Ja.
11:27Franzi.
11:29Philipp.
11:32Es war nicht meine Idee zu kommen.
11:35Ich dachte, du bist in Argentinien.
11:39Das hat sich zerschlagen.
11:41Es war eh eine blöde Idee.
11:43Aha.
11:44Oskar hat mich angerufen, weil Max sich wehgetan hat.
11:47Und Chris wusste nicht, wie man ein Aua wegschlappwubbert.
11:50Aua?
11:50Was Ernstes?
11:51Nein, nur eine kleine Beule.
11:53Aha.
11:54Franzi, es tut mir leid, dass es so gekommen ist.
11:56Das ist doch nicht deine Schuld.
11:59Das war eben ein großer Mux zwischen uns.
12:01Ja.
12:02Da hast du sicher recht.
12:06Trotzdem.
12:08Danke, dass du Arso nicht erzÀhlt hast.
12:10Das ist, dass wir beide so noch was waren.
12:20Guten Tag, Dr. Pantano.
12:30Wie war ich?
12:31Als Koch?
12:33Als Lieferservicebesteller und Tischdekorierer.
12:36Was absolut perfekt.
12:38Und dann hast du ja auch noch rein zufÀllig meinen Lieblingswein besorgt.
12:41Kriege ich es noch im Glas?
12:42Na klar.
12:42Das war wirklich reiner Zufall.
12:50Sollen wir es uns ein bisschen gemĂŒtlich machen?
12:54Na klar.
13:02Ein bisschen Musik?
13:03Oh ja, gerne.
13:22Auf das Leben.
13:23Auf das Leben.
13:47Ist irgendwas?
13:49Nein, wieso?
13:51Ich weiß nicht, du wirkst heute so ein bisschen abwesend.
13:56Na, das kann schon sein.
13:57Ich bin ziemlich fertig in der Klinik, war heute.
14:01Einiges los.
14:04Du, wir können doch einfach nur hier sitzen und Musik hören.
14:11Ja.
14:12Also, wenn ich bin.
14:15Ich bin wirklich mĂŒde.
14:20Verstehe.
14:24Na dann.
14:28Ruhe dich aus.
14:34Du.
14:36Es tut mir leid.
14:40Muss es nicht.
14:42Bis dann.
14:43Bis dann.
14:50Ich möchte echt nicht wissen, was du jetzt denkst.
14:54Ich denke generell nicht viel.
14:56Schon gar nicht ĂŒber Sachen, die mich nichts angehen.
15:02Ich habe es ja erst gar nicht kapiert, dass ich mich in Philipp verliebt habe.
15:07Ja, und dann habe ich mir eingeredet, ich hatte alles im Griff.
15:11War aber nicht so.
15:14Und dann habe ich die Notbremse gezogen und bin da weg.
15:20Ja, so blöd das auch ist.
15:23FĂŒr die Jungs.
15:25Und fĂŒr Asu.
15:28FĂŒr Philipp.
15:30Ja.
15:32Und fĂŒr mich.
15:39Sorry, wenn meine Bahn kommt, ich muss los.
15:53Kerstin, ich bin so ein Trottel.
15:56Also, ob du ein Trottel bist, kann ich nicht sagen.
15:58Aber ich bin definitiv nicht Kerstin.
16:00Nein.
16:02Was machst denn du hier?
16:03Ich habe meine Englisch-Sachen fĂŒr morgen vergessen.
16:05Und meinen WohnungsschlĂŒssel.
16:09Welche Kerstin eigentlich?
16:10Hast du jemanden kennengelernt?
16:12Nein.
16:15Ja.
16:17Also, irgendwie haben wir hier vertauschte Rollen.
16:19Eigentlich solltest du mich sowas fragen und ich sollte dann komisch rumdrucksen.
16:24Sag Bescheid, wenn es was Ernstes wird.
16:26Und bis dahin viel Spaß.
16:32Danke.
16:34Schönen Abend.
16:54Morgen.
16:55Morgen.
16:55Wie lÀuft es mit der Nachbarin?
16:58Hast du nicht eine eigene Freundin, fĂŒr die du dich interessieren solltest?
17:01Ach, sie ist inzwischen schon deine Freundin?
17:03Dr. Heilmann, haben Sie einen Augenblick? Es geht um Herrn Heller.
17:06Ich komme sofort.
17:07ErzÀhl es mir in der Mittagspause, mir gÀbe es nichts zu erzÀhlen.
17:10Ja, das stimmt eine ganze Menge zu erzÀhlen.
17:18Guten Morgen.
17:19Guten Morgen, Dr. Brentano.
17:20Guten Morgen.
17:23Was verschafft mir die Ehre Ihrer Gesellschaft?
17:27Möglicherweise haben Sie da gestern in meinem Haus was missverstanden.
17:30Ich habe ĂŒberhaupt nichts verstanden, weder Mist noch sonst was.
17:33Na, dann ist ja alles klar.
17:35War das jetzt eine Frage?
17:38Eine Feststellung.
17:38Ach so.
17:41Wobei, wo Sie mich jetzt so darauf ansprechen, fange ich natĂŒrlich schon an, mir Gedanken darĂŒber zu machen, was da
17:45alles so vorgefallen ist in Ihrem Haus.
17:47Ich kann ja einfach mal Ihre Frau fragen.
17:49Herr Haas.
17:49FĂŒr Sie, Chris.
17:51Mit K.
17:52Sie hatten bereits mehr als eine Abmahnung.
17:55Da ist Ihnen sicherlich bewusst, dass Sie sich keine weiteren Probleme am Arbeitsplatz leisten können.
18:02Kommt mir das nur so vor, oder drohen Sie mir gerade, Dr. Brentano?
18:15Ich habe wieder Wasser im Bauch, stimmt's?
18:17Ja, nach nur einem Tag.
18:19Ich muss wieder punktieren.
18:22Was habe ich mir gedacht?
18:25Seit drei Jahren passiert mir nur noch Mist.
18:28Was denn fĂŒr Mist?
18:31Nachdem Sie bei meiner Frau das Brogade-Syndrom festgestellt hatten und ihr den Schrittmacher implantiert haben, dachte ich eigentlich, unsere
18:38Ehe wÀre gerettet.
18:40Naja, aber es war schon zu viel passiert zwischen uns.
18:43Sie hat sich dann von mir getrennt.
18:45Und von da an ging es komplett bergab.
18:48Die Hepatitis wurde entdeckt.
18:49Ich habe ein Vermögen ausgegeben fĂŒr die ganzen Behandlungen.
18:53Und als es mir körperlich endlich wieder ein bisschen besser ging, bekam ich die KĂŒndigung.
18:57Was haben Sie denn beruflich gemacht?
19:00Ich war Marketingleiter bei einem Sportartikelhersteller.
19:03Und Sie können sich ja vorstellen, in der Branche ist es nicht gerade von Vorteil, wenn man aussieht wie seine
19:08eigene Leiche.
19:11Und jetzt habe ich auch noch eine fortgeschrittene Leberzirrhose, ohne dafĂŒr wenigstens fröhlich gesoffen zu haben.
19:19Weiß Sie Ihre Frau?
19:20Ex-Frau.
19:22Weiß denn Ihre Ex-Frau von Ihren gesundheitlichen Problemen?
19:26Nein, natĂŒrlich nicht.
19:28Soll Sie mich etwa in dem Zustand sehen?
19:31Nein, ich werde mich erst wieder bei ihr melken, wenn es mir gut geht.
19:35Wenn ĂŒberhaupt.
19:37Ich setze jetzt die örtliche BetÀubung.
19:43Am Ende kommt sie noch aus Mitleid zu mir zurĂŒck.
19:46Und das will ich auf keinen Fall.
19:49Herr Dr. Heilmann, Kerstin ist wirklich eine tolle Frau.
19:54Sie hat aber was Besseres verdient als ein menschliches Wrack.
20:00Oh nein.
20:08Au, Sammer.
20:09Warum stehst du hier so rum wie ein Pilz im Wald?
20:12Ich stehe hier rum wie ein Arzt vorm Fahrstuhl.
20:14Zieh du doch, wo du hintrittst.
20:16Ja, tut mir leid.
20:17Ich mache das schon.
20:18Danke.
20:23Was ist denn mit dir los?
20:26Wieso?
20:26Eine hĂŒbsche Frau strahlt dich an und du wĂŒrdigst sie keines Blickes.
20:30Mit dir stimmt doch was nicht.
20:33Dir kann man auch nichts vormachen.
20:36Dr. Brentano nervt mich einfach.
20:38Philipp?
20:39Ja, er ist mir gerade ziemlich blöd gekommen.
20:42Das hat er bestimmt nicht persönlich gemeint.
20:44Doch, er hat mir gerade eine ganz persönliche Abmahnung gegeben.
20:47Trotzdem, nimm es nicht persönlich.
20:49Bei den Brentanos liegen zur Zeit die Nerven blank.
20:52Wegen des Stresses mit der Babysitterin.
20:55Ach, du weißt, dass er was mit der Babysitterin hatte?
20:59Was?
21:01Okay, pass auf, vergiss ein bisschen, was ich gerade gesagt habe.
21:03Ja, es war einfach nur wirres Gelaber von einem Pfleger, der ein bisschen ĂŒberarbeitet ist, ja?
21:16Hallo, Kerstin.
21:18Ich wollte mich entschuldigen, dass ich gestern so ungesellig war.
21:25Das heißt, du wĂŒrdest heute Abend nochmal zum Essen kommen?
21:29Na klar, kannst du diesmal kochen.
21:32Oder was bestellen.
21:36Sagen wir so ab 18 Uhr?
21:41Ich freue mich auch. Bis spÀter.
21:48Wenn Sie bei Frau Greifswald gleich das Pflaster wechseln, dann passen Sie bitte auf, dass Sie keine Haare mit ankleben.
21:53Frauen mögen es nicht, wenn bei jedem Pflasterwechsel die halbe Frisur flöten geht.
21:58Sie haben so eine charmante Art, mir meine Fehler vorzuhalten.
22:01Und Sie haben so eine charmante Art, mit meiner Kritik umzugehen.
22:04Wir sind ja das perfekte Team.
22:07Philipp, warte mal kurz.
22:09Ich habe gerade erfahren, dass Chris und Franzi sich gestern noch ein bisschen unterhalten haben.
22:16Schönen Tag noch, Dr. Brentano.
22:23Franzi hat mich heute Morgen angerufen. Sie wollte sich nochmal bei mir entschuldigen.
22:27Ach ja?
22:28Ja, wegen gestern.
22:29Ich habe ihr erklÀrt, dass das so eine Art Notfall war.
22:32Die Jungs vermissen sie eben.
22:35Ich habe Chris ĂŒbrigens Franzis Nummer gegeben.
22:37Warum?
22:38Ich habe den Eindruck, die beiden verstehen sich ganz gut.
22:42Wer weiß. Vielleicht geht da ja was.
22:44Der passt doch ĂŒberhaupt nicht zu ihr.
22:46Besser als du.
22:49Na gut, ich muss.
22:53Wir können gar nicht so schnell punktieren, wie sich die FlĂŒssigkeit nachbildet.
22:57Die hÀufigen Punktionen erhöhen das Infektionsrisiko erheblich.
23:01Dazu die permanente Gefahr einer GefĂ€ĂŸverletzung.
23:06Er wĂ€re ein Kandidat fĂŒr eine Bauchpumpe.
23:09Ja, das wĂŒrde seine LebensqualitĂ€t enorm verbessern.
23:12Gut, dann nehmen wir das morgen frĂŒh auf den Plan.
23:15WĂŒrden Sie operieren?
23:17Möchten Sie das nicht selber machen?
23:19Nein, in diesem Fall nicht.
23:21Also nicht aus fachlichen GrĂŒnden.
23:22Ich kenne den Patienten.
23:24Nicht persönlich, aber seine...
23:27Sein Umfeld.
23:30Verstehe.
23:31Ja, ich kann das gerne ĂŒbernehmen.
23:33Danke, dann spreche ich jetzt mit Herrn Heller.
23:39Sie wollen mir eine Pumpe in den Bauch einbauen?
23:42Nein, danke.
23:44Wir sind doch hier nicht bei Dr. Frankenstein.
23:47Ich verstehe Ihre spontane Abwehr sehr gut.
23:50Aber die Alternative wÀre mindestens eine Punktion pro Woche.
23:54Dazu mĂŒssten Sie jedes Mal in die Klinik.
23:56Ja, aber so ein GerÀt im Bauch mit Batterien.
23:59Muss ich dann jedes Mal operiert werden, wenn die Batterie alle ist, oder wie?
24:03Nein, nein, aufgeladen wird sie mit einem speziellen LadegerÀt durch den Bauch.
24:09Die Pumpe ist nicht viel grĂ¶ĂŸer als ihre halbe HandflĂ€che.
24:12Um sie im Bauchraum zu platzieren, sind nur drei kleinere Schnitte nötig.
24:19Und wo wird das Wasser ĂŒberhaupt hingepumpt?
24:21Es wird durch einen dĂŒnnen Schlauch von der Pumpe aus der BauchhĂŒlle gesaugt
24:25und dann durch einen weiteren Schlauch in die Blase geleitet.
24:28In die Blase?
24:29Mhm.
24:30Das heißt also, jedes Mal, wenn ich aufs Klo muss,
24:33dann pinkele ich sozusagen mein eigenes Bauchwasser aus.
24:37Ja, so kann man das sagen.
24:40Ja.
24:42Also vom rein technischen hört sich das natĂŒrlich gut an.
24:46Denken Sie an Ihre LebensqualitÀt.
24:48Keine Punktion mehr, keine Klinikbesuche, kein Druck mehr im Bauch.
24:54Ja gut, dann machen wir das.
24:57Hauptsache, ich habe endlich Ruhe vor meiner Leber.
25:01Na, das sind zwei verschiedene Dinge.
25:03Die Leber sind Ihre FunktionsfÀhigkeit bereits so beeintrÀchtigt,
25:07dass Sie eine Lebertransplantation brauchen werden.
25:11Was?
25:14Oh Gott.
25:16Wollen Sie nicht auch Ihre Ex-Frau verstÀndigen?
25:19Ihnen steht eine schwierige Zeit bevor.
25:24Sie weiß ja noch nicht mal, dass ich Hepatitis hatte.
25:29Nein, ich will Sie erst wieder sehen,
25:33wenn ich wieder ganz ich selbst bin.
25:50Hallo Roland.
25:53Kerstin.
25:57Du, ich muss dir was gestehen.
25:59Was denn?
26:01Ich habe keine Lust zu kochen.
26:03Ich habe uns einen Tisch bestellt in einem Restaurant in der Weißen Elster.
26:07Ist das okay?
26:08Na klar.
26:10Ich freue mich, dich zu sehen.
26:19Es ist ja unangenehm hier vor der...
26:22Nein.
26:24Es ist nur...
26:24Ich wollte das eigentlich mit ihr beim Essen besprechen.
26:29Ja?
26:30Wir haben ja einen besonderen Patienten, der mich etwas ĂŒberfordert.
26:34Was denn fĂŒr einen Patienten?
26:36Dein Ex-Mann.
26:41Oliver?
26:42Hm.
26:44Ist das ernst?
26:45Ist das ein Unfall?
26:46Kein Unfall, aber es ist was Ernstes.
26:50Seit wann ist er denn, dein Patient?
26:53Seit gestern.
27:01Ich glaube, heute muss ich unsere Verabredung mal absagen.
27:06Ich bring dich auf die Station.
27:16Hans-Peter.
27:18Wir mĂŒssen die Bestandsdokumentation der BetĂ€ubungsmittel machen.
27:21HĂ€ttest du kurz Zeit?
27:21Das ist im Moment ganz schlecht.
27:22Was ist denn los?
27:23Du hast doch auch gleich Feierabend.
27:25Ich muss ganz dringend mit Dr. Kaminski sprechen.
27:27Der ist im Urlaub.
27:29Ich meine die ja auch, Dr. Katrin.
27:32Also Dr. Globisch.
27:33Mit der muss ich dringend sprechen.
27:35Die ist im Weimar auf einem Kongress?
27:51Kerstin?
27:52Kann ich reinkommen?
27:54Ich weiß nicht.
27:56Was machst denn du hier?
27:58Wie hast du mich ĂŒberhaupt gefunden?
28:00Das ist eine lÀngere Geschichte.
28:02ErzĂ€hl ich dir, aber nicht so zwischen TĂŒr und Angeln.
28:06Wenn es dich stresst, dass du gerade kein Paradebeispiel an Kraft und Ausdauer bist, dann entspann dich.
28:11Du hast mich auch schon im Krankenhaus gesehen.
28:13Ich wollte dich eigentlich erst wieder kontaktieren, wenn es mir besser geht.
28:17Du hast dich das letzte Mal vor knapp drei Jahren gemeldet.
28:21Das heißt jetzt aber nicht, dass du seitdem krank bist, oder?
28:25Das heißt es doch?
28:28Komm rein.
28:29Das ist nĂ€mlich auch nichts, was man zwischen TĂŒr und Angeln erzĂ€hlen kann.
28:41Kein schöner Anblick, ich weiß.
28:43Als Kranker sieht man eben nicht aus wie ein Model aus einem deiner Turnschuhkataloge.
28:49Dein Humor, den könnte ich jetzt gut gebrauchen.
28:56Du musst dir das nicht antun, wirklich nicht.
28:59Oliver, jetzt mach nicht so ein Gedöns.
29:01Wir sind nicht mehr verheiratet, aber wir sind immerhin noch sowas wie Freunde.
29:06Jetzt erzÀhl mir die ganze Geschichte, und zwar jedes gruselige Detail.
29:09Ich kann das schon ab.
29:11Okay.
29:15Es tut echt gut, dass du da bist.
29:17Es lenkt nicht ab.
29:19Na, raus mit der Sprache.
29:45Guten Morgen.
29:47Ich bringe Sie jetzt zur OP-Vorbereitung.
29:49Guten Morgen.
29:49Na, gut geschlafen?
29:51Na ja, nicht so toll.
29:52DafĂŒr werde ich ja jetzt stundenlang schlafen.
29:54Nehmen Sie die mal bitte.
29:55Was ist denn das?
29:56Zur Beruhigung.
30:01Sehr gut.
30:05Kopf hoch, ne?
30:06Das wird schon.
30:07Das hat bei mir ja auch geklappt.
30:10Ich warte hier.
30:11Ich bin da, wenn du aufwachst.
30:12Danke.
30:23Guten Morgen, Hans-Peter.
30:25Morgen.
30:26Komm, lass uns schnell die Bestandsdokumentation machen, dann haben wir es hinter uns.
30:29Morgen.
30:30Morgen.
30:31Morgen.
30:31Komm schon, kriegst du auch einen Kaffee.
30:33Pauline hat die halbe Nacht einen Aufstand gemacht.
30:37Meine Eltern kapieren einfach nicht, dass man kurz vorm Schlafen gehen keine wilden Spiele
30:42spielen darf.
30:46Du siehst aber auch aus, als hÀttest du nicht gut geschlafen.
30:51Habe ich auch nicht.
30:53Was ist denn passiert?
30:55Ach, nichts.
30:57Hans-Peter, ich kenne dich doch.
30:59Ach, nichts.
31:00Heißt bei dir meistens mittelschwere Katastrophe.
31:03Ich stecke da in einer ZwickmĂŒhle.
31:07Ja.
31:10Wegen seiner schlechten Gerinnungswerte mĂŒssen wir mit stĂ€rkeren Blutungen rechnen.
31:15Wir sind darauf vorbereitet.
31:16Gut.
31:21Wie geht es eigentlich Ihrem Sohn?
31:23Sehr gut.
31:24WĂ€chst, gedeiht und ist so eigensinnig wie seine Mutter.
31:31Wie sind die Vitalwerte?
31:33Alles stabil.
31:34Gut.
31:35Pumpe?
31:36Haken.
31:39Wenn Sie doch ĂŒbernehmen möchten, können Sie das jederzeit sagen.
31:42Ich habe vollstes Vertrauen in Ihre FĂ€higkeiten.
32:02Ich muss mit denen sprechen.
32:05Was ist mit dem Bettfangen?
32:06Stehen lassen und reinkommen.
32:12Hinsetzen!
32:21So.
32:22Ihr Tee.
32:22So.
32:23Dankeschön.
32:24Bitte.
32:25Entschuldigung, wissen Sie, wo Dr. Heilmann ist?
32:27Im OP.
32:28Da operiert er in Heller.
32:39Die Pumpe funktioniert tadellos.
32:41Wir können zumachen.
32:49Eine Blutung.
32:51Saugen.
32:52Super.
32:55Ich sehe nicht, wo das herkommt.
32:56Das muss atelier sein.
32:57Parken.
33:01Jetzt haben Sie bessere Sicht.
33:02Ja, gut.
33:04Hier ist es.
33:05Klemme.
33:07Bipo.
33:11Na komm schon.
33:13Na komm schon.
33:15Na komm schon.
33:17Blutung steht.
33:39Du wirst mir jetzt ganz genau sagen, was da los war.
33:43Was wo los war?
33:45Zwischen dir und Franzi.
33:49Nichts war da los.
33:50Oh doch.
33:52Versuch nicht, dich rauszureden.
33:53Ich weiß es.
33:55Was weißt du?
34:03Dass du mit Franzi geschlafen hast.
34:05Wie bitte?
34:06Ich habe nicht mit Franzi geschlafen.
34:09Hat Hans-Peter aber gesagt.
34:10Hans-Peter?
34:11Was hat denn der damit zu tun?
34:13Hans-Peter hat das von Chris.
34:16Und Chris hat mitbekommen, wie du mit Franzi darĂŒber gesprochen hast.
34:18Versuch nicht, das abzustreiten.
34:22Ich habe auch Chris zur Rede gestellt.
34:27Okay, ich habe gestern mit Franzi gesprochen.
34:30Über...
34:31Über ihre GefĂŒhle zu mir.
34:34Warum fiel der Satz dabei?
34:37Danke, Franzi, dass du also nicht gesagt hast, dass da noch mehr war.
34:47Ja, Franzi hat dir tatsÀchlich nicht alles gesagt.
35:03Soll das heißen, du hast doch mit ihr.
35:04Nein, habe ich nicht.
35:08Du hast dich auch in sie verliebt.
35:09Nein.
35:11Was ist es dann?
35:16Wir haben uns gekĂŒsst.
35:20Wie bitte?
35:22Wir haben uns gekĂŒsst.
35:26Ihr habt euch gekĂŒsst?
35:27Einmal.
35:29Wie oft ist doch egal.
35:32Du hast eine andere Frau gekĂŒsst.
35:35Und ein Kuss ist nie nur ein Kuss.
35:36Und weißt du, was das Schlimme daran ist?
35:39Dass du mir nichts davon erzÀhlst.
35:43Weil es nicht wichtig fĂŒr mich war.
35:47Ich habe zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise ihre GefĂŒhle erwidert.
35:53Da ist nichts weiter passiert.
35:56Ich schwöre.
36:20Hallo, Kerstin.
36:22Hallo.
36:25Die Operation ist erfolgreich verlaufen.
36:28Es gab eine grĂ¶ĂŸere Blutung aufgrund seiner schlechten Blutgerinnung.
36:31Die konnten wir stoppen.
36:32Die Pumpe ist implantiert und funktioniert sehr gut.
36:35Wie geht das jetzt weiter?
36:36Ich habe ihn heller auf die Warteliste fĂŒr eine Lebertransplantation setzen lassen.
36:40Da keine AlkoholabhÀngigkeit vorliegt und der Patient sehr gut kooperiert.
36:44Hat er durchaus Chancen, bald ein Organ zu bekommen.
36:48Langfristig ist eine Prognose deshalb gar nicht schlecht.
36:52Gibt es sonst noch was?
36:54Nein.
36:57Vielleicht irgendwas, das uns betrifft?
36:59NatĂŒrlich.
37:03Lass uns das spÀter besprechen.
37:17Roland!
37:19Warte mal, ich muss das jetzt besprechen.
37:25Das mit uns.
37:26Das war ein wunderschönes Intermezzo.
37:29Nicht mehr und nicht weniger.
37:31Ja?
37:31Sieh mal, ich kann mir gut vorstellen, dass das keine besonders erbauliche Situation ist mit meinem Ex-Mann hier als
37:37Patienten in deiner Klinik.
37:38Und ich kann zumindest ansatzweise nachvollziehen, wie schwer das sein muss, den Partner zu verlieren und dann mit zwei Kindern
37:44plötzlich alleine dazustehen.
37:47Aber?
37:49Ich hÀtte mir gut vorstellen können, mich darauf einzulassen.
37:52Auf uns.
37:53Aber dafĂŒr hĂ€tte ich ein paar Signale gebraucht.
37:56Aber da kamen keine.
37:58Und da werden auch keine mehr kommen, stimmt's?
38:02Sieh mal, ich merke ja, dass du mich magst und dass ich dir sympathisch bin.
38:05Aber du bist nicht verknallt in mich.
38:08Ich erwarte ja keine permanent lodernde Leidenschaft.
38:11Aber dafĂŒr, dass wir uns gerade erst kennengelernt haben, bist du mir eine Spur zu...
38:17schnarchig.
38:19Verzeih mir meine Direktheit.
38:21Dann könntest du möglicherweise recht haben.
38:23Von meinem Charakter her war ich noch nie ein Vulkan.
38:30Deine Ehrlichkeit wiederum ist sehr liebenswert.
38:36Ich wĂŒrde dir jetzt gerne zum Abschied einen Kuss geben, aber ich glaube, das ist hier auf dem Gang keine
38:41besonders gute Idee.
38:45Darum...
38:49Mach's gut, Roland.
38:52Du bist eine wunderbare Frau und ich wĂŒnsche dir alles, alles Gute.
38:58Danke.
38:59Ich dir auch.
39:09Aber dir ist schon klar, dass wir uns wahrscheinlich öfter mal im Hausfloh begegnen werden.
39:13Da freue ich mich jetzt schon drauf.
39:29Hallo.
39:30Hallo.
39:31Wie Sie sehen, Oberschwester, mache ich fast keine Überstunden mehr.
39:34Sehr vernĂŒnftig.
39:35Wer weiß.
39:37Ehrlich gesagt bin ich auch nicht mehr so leistungsfĂ€hig wie frĂŒher.
39:40So ein Quatsch.
39:41Sie leisten doch viel mehr als frĂŒher.
39:43Sie mĂŒssen alles, was mit dem Kind zusammenhĂ€ngt, dazu rechnen.
39:46Stimmt.
39:47So gesehen haben Sie recht.
39:48Und seltsamerweise freue ich mich jetzt auf zu Hause.
39:51Aber wem sage ich das?
39:53Sie mit Ihrer großen glĂŒcklichen Familie wissen ja am besten, wie gerne man nach Hause kommt.
39:58Schönen Abend.
40:00Gleichfalls.
40:08Wie geht's dir?
40:09Ganz gut.
40:12FĂŒr einen, der eine Maschine im Bauch hat.
40:20Kerstin, in solchen Situationen, wenn es um Leben und Tod geht, da hat man manchmal ganz wichtige Erkenntnisse.
40:29Wie den RealitÀtscheck aber nicht immer bestehen.
40:34Ich liebe dich.
40:36Lass mal, Oliver.
40:37Das mag dir jetzt vielleicht so vorkommen, aber das, was du fĂŒr Liebe hĂ€ltst, ist nicht das, was ich mir
40:41darunter vorstelle.
40:43Das weiß ich schon seit vielen Jahren und darum habe ich dich auch verlassen.
40:46Aber warum bist du hier?
40:48Das muss doch mehr als nur Freundschaft sein.
40:50Nein.
40:52Das ist nicht mehr als Freundschaft.
40:54Ich hÀtte doch gar nichts erfahren von deinem Zustand, wenn Dr. Heilmann mir nichts gesagt hÀtte.
40:59Und das hat er gegen deinen ausdrĂŒcklichen Wunsch getan.
41:03Und dafĂŒr werde ich ihm fĂŒr immer dankbar sein.
41:10Hast du mal darĂŒber nachgedacht, warum er mich so schnell finden konnte?
41:14Na ja, so viele Kerstin Hellers wird's ja wohl nicht geben.
41:18Er dachte eben, deine UnterstĂŒtzung könnte mir helfen.
41:22Das auch, ja.
41:25Und weil wir was miteinander hatten.
41:27Er ist mein Nachbar.
41:34Du hattest was mit Dr. Heilmann?
41:36Spiel du hier mal nicht den EifersĂŒchtigen.
41:39Er ist dein Nachbar, also...
41:41Entschuldige, aber schön finde ich das nicht.
41:43Nun steigere dich da jetzt nicht rein.
41:45Das hat sich ja schon erledigt.
41:49Das heißt jetzt aber nicht, dass da fĂŒr dich eine Stelle frei geworden ist.
41:52Das mit uns ist vorbei und das bleibt auch vorbei.
41:55Ist das so?
41:57Ich stehe dir zur Seite jetzt mit deinem Leberproblem und so.
42:00Als Freundin kannst du auf mich zÀhlen.
42:04Abwarten.
42:10Hast du Lust, mit mir noch ein Bier trinken zu gehen?
42:13Ich dachte, du hÀttest heute Abend was Besseres vor.
42:16Mit einer schönen Frau.
42:18Nein.
42:20Probleme mit der Nachbarin?
42:22Also mit der Nachbarin hat sich erledigt.
42:25Es tut mir leid.
42:26Es muss dir nicht leid tun.
42:28Irgendwie bin ich sogar erleichtert.
42:31Vielleicht bist du einfach noch nicht so weit.
42:35Darf ich dich was fragen?
42:37Klar.
42:38Findest du, ich bin schnarchig?
42:40Ehrliche Antwort?
42:42Über nicht.
42:43Aber Roland, du bist nicht schnarchig.
42:45Du bist wie ein funkensprĂŒhender Vulkan.
42:48Bist ein wahrer Freund.
42:50Bist ein wahrer Freund.
42:51Bist ein wahrer Freund.
42:52Bist ein wahrer Freund.
42:53Bist ein wahrer Freund.
42:54Bist ein wahrer Freund.
42:54Bist ein wahrer Freund.
42:54Bist ein wahrer Freund.
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