- vor 20 Stunden
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00:20Love Is Enough
00:44Also Charlotte und Barbara haben uns dank dieser RiesentaschentĂŒcher bestimmt noch drei Kilometer weit gesehen, ne?
00:50Ach, zu ihrer Kreuzfahrt musste die beiden ja auch richtig verabschiedet werden.
00:54Ja, schade, dass du nicht mitfahren konntest.
00:57Ach, die Frauen wollten mal wieder unter sich sein.
00:59Ist doch schön fĂŒr Charlotte, dass Barbara sie mal wieder einlĂ€dt.
01:03Stimmt. Und jetzt bist du ja erstmal ne Weile alleine und ich hab mir das so vorgestellt.
01:08Diese StaubfÀden da oben, die stören Charlotte schon seit Wochen.
01:13Also in den nÀchsten Wochen, da könnten Sophia und ich vorbeikommen und dann könnten...
01:17Mach mir fĂŒr mich keine Gedanken, ich komm schon alleine klar.
01:19Sicher?
01:20Ja.
01:22Hab ihr noch einiges vor.
01:24Was denn?
01:24Wenn Charlotte zurĂŒckkommt, dann strahlt die HĂŒtte.
01:28Und das heiĂt?
01:29Na, guck doch mal da hoch.
01:32Aha.
01:33Ja, die VorhĂ€nge mĂŒssen auch mal wieder gewaschen werden, sagt Charlotte.
01:36Du kletterst da nicht hoch.
01:38Nein, nein.
01:41Was ist denn jetzt los?
01:46Otto, Otto, Charlotte hat ihren Pass liegen lassen.
01:49Was?
01:50Wo ist sie denn?
01:51Na, im Taxi.
01:52Sie telefoniert mit dem Reiseveranstalter.
01:54Er soll auf der Kommode liegen.
01:56Kommode?
01:56Moment, hier.
01:57Ja, hier.
01:58Danke.
01:59Na, was ist, ihr zwei?
02:00Kommt ihr noch mal winken?
02:01Es war zu schön.
02:03Wow.
02:05TschĂŒss.
02:06Viel SpaĂ euch beiden.
02:15Papa, du turnst da nicht rum.
02:18Sag mal, musst du nicht in die Klinik?
02:20Doch.
02:22Dann?
02:23Mhm.
02:29Eine faszinierende Idee ist eine gute Sache.
02:32Noch besser ist es jedoch, die Umsetzung dieser Idee in den HĂ€nden zu halten und zu sehen,
02:37wie sie funktioniert.
02:38Hast du das auch gekriegt?
02:39Was ist denn das?
02:40Eine Einladung zur PrÀsentation von 3D-Drucktechnik.
02:43Habe ich nicht gekriegt.
02:45Da liegt sie.
02:47Ach.
02:48Das ist die Zukunft.
02:49Da gehen wir hin.
02:50Wann soll das sein?
02:51In zwei Stunden.
02:52Nee, da kann ich nicht.
02:52Ich habe noch was Wichtiges vor.
02:54Du hast doch erst heute Nachmittag eine OP.
02:56Was du alles weiĂt.
02:58Und der 3D-Druck hÀlt Einzug in die Medizin.
03:01Ărzte simulieren Eingriffe an Modellen, setzen maĂgeschneiderte Implantate ein und treiben
03:05die Technologie maĂgeblich voran.
03:07Sarah, das ist Werbung.
03:09Roland, man experimentiert bereits mit kĂŒnstlichen Organen, die aus dem 3D-Drucker kommen.
03:15Ein Herz aus Pappen.
03:15Ich habe alles darĂŒber gelesen.
03:18Da gehen wir hin.
03:20Na klar.
03:22Na klar.
03:29Habe ich mir doch gedacht.
03:34Kontrollierst du mich jetzt etwa?
03:35Besser ist es.
03:36Kommst du runter von der Leiter?
03:38Papa, bitte.
03:39Ja, ja, ja.
03:48Was wird das denn jetzt?
03:49Gibt es hier noch eine Leiter im Haus?
03:51Na, wieso?
03:51Gut, so.
03:54Warte, Moment.
03:55Das kannst du nicht machen.
03:57Ich verspreche dir, ich organisiere das mit dem Putzen.
04:00Aber ich wollte Charlotte ĂŒberraschen.
04:01Sie wĂŒnscht sich, seit Roland ausgezogen ist, dass hier endlich mal jemand richtig aufrĂ€umt.
04:06Sobald ich Zeit habe, werde ich dir helfen.
04:08Aber bis dahin steigst du mir nicht alleine auf eine Leiter.
04:12Steck mich doch gleich ins Altersheim.
04:14Ja.
04:37Dieses Modell zum Beispiel dient der OP-Vorbereitung.
04:40Anhand des Modells kann man die Situation optimal einschÀtzen und prÀoperativ vorbereiten.
04:46Ach, grĂŒĂe die Sachsen-Klinik, Hölkert, neu.
04:49Sie wissen, wer wir sind?
04:50Na ja, wenn ich das nicht wĂŒsste, wĂ€re ich eine Fehlbesetzung.
04:54Frau Markwart.
04:58Dr. Heimer?
04:59Hallo.
05:00Schön, dass Sie beide gekommen sind.
05:01Bei meinem Vortrag gleich werde ich Ihnen noch etwas viel Interessanteres zeigen.
05:05Unsere Firmengruppe arbeitet nÀmlich sehr intensiv in der Bioprint-Forschung.
05:08Die Fortschritte in diesem Bereich, die sollen ja enorm sein.
05:10Ja, ich bin gespannt.
05:12Na, ich hoffe, Sie auch.
05:13Bitte.
05:16So, ich wĂŒrde sagen, wir fangen dann an.
05:19Das war aber nicht nett.
05:22Ich muss ihn doch vor sich selbst schĂŒtzen.
05:26Aber doch nicht, indem du ihn entmĂŒndigst und ihm dann einfach die Leiter weckmĂ€rmst.
05:29Was soll ich denn sonst tun?
05:31Er hört ja nicht auf mich.
05:32Kannst du nicht einfach mit ihm reden und ihm sagen, dass du ihm Haushalt nicht mehr zutraust?
05:38Ich meine, das kann man ja auch irgendwie schonend machen.
05:40Gab ja, das habe ich versucht.
05:42Es fÀllt bestimmt schwer zu begreifen, dass man irgendwann Helfer annehmen muss.
05:47Ich habe damals bei meiner Mutter auch viel falsch gemacht.
05:51Ich habe ihr alles abgenommen, wollte sie nichts mehr machen lassen.
05:54Ich war so ungeduldig mit ihr und spÀter tat es mir leid.
05:59Dich bedrĂŒckt doch auch, dass du dich mit deinem Vater gestritten hast.
06:02Wir haben uns nicht gestritten.
06:05Na Gott, es war auch nicht schön.
06:09Ihn bedrĂŒckt es bestimmt auch.
06:11Wo finden Sie?
06:14Papa, warum gehst du nicht ans Telefon?
06:20Wo steckst du?
06:23Papa!
06:32Hörst du mich?
06:35Hörst du mich?
06:52Hörst du mich?
07:10Lass uns, ich mach das.
07:11Was ist passiert?
07:12Otto ist vom Stuhl gestĂŒrzt. Initial bewusstlos, Kopfplatzwunde, fragliche WirbelsĂ€ulenverletzung, Ellbogengluxation.
07:18Kreislauf?
07:19Stabil, auf niedrigem Niveau.
07:21Kriegst du das hin?
07:22Ja!
07:23Ich melde ihn schon mal beim ZIT her.
07:30Ja, schade, dass ich Ihren Chef nicht so richtig begeistern konnte.
07:33Wenn ich sein sorgenvolles Gesicht sehe, da ist irgendwas in der Klinik.
07:36Aber Sie haben die ganze Zeit gestrahlt.
07:40Pure Ratlosigkeit. So viel verstehe ich nur auch wieder nicht von der Materie.
07:45Nein, aber mal im Ernst, ich suche mir immer jemanden im Publikum, den meine Technik wirklich interessiert.
07:50Und das waren diesmal Sie.
07:53Ich muss in die Klinik.
07:54Was ist denn passiert?
07:56Irgendwas mit Otto.
07:58Das war wirklich sehr interessant, Herr Neue.
08:00Ich stehe Ihnen fĂŒr jede Nachfrage zur VerfĂŒgung.
08:03Soll ich dich fahren?
08:03Nein, nein.
08:04Sie haben mir ein Taxi geschickt.
08:08Tja, dann laufe ich jetzt mal in mein Hotel.
08:12Ich kann Sie auch fahren.
08:15Sie haben gehofft, dass ich Sie das frage.
08:18Ihnen macht man nichts vor.
08:20Aber nein, danke.
08:21Ich laufe.
08:21Gut.
08:23Wie kommt man eigentlich zu einem offiziellen Termin bei Ihnen?
08:27Indem Sie fragen.
08:29Dann war das eine Frage.
08:30Morgen um zehn.
08:31Passt.
08:33Einen schönen Abend noch.
08:35Ihnen auch.
08:37Es donnert.
08:44Die WirbelsÀule ist in Ordnung.
08:46Keine Fraktur.
08:47Das ist die gute Nachricht.
08:49Jetzt kommt die schlechte.
08:51Ein subturales HĂ€matom.
08:53Ziemlich ausgedehnt.
08:58Vielleicht sollten wir noch nicht operieren.
08:59Der Blutdruck ist sehr niedrig.
09:01Ich habe einen Neuzugang.
09:03Ich brÀuchte das CT.
09:04Wir sind gleich durch.
09:06Ein akutes subturales HĂ€matom.
09:08Muss sofort entlastet werden.
09:10Kann eine Kreislaufstabilisierung abwarten?
09:13Der Patient ist bewusstlos?
09:15Ja.
09:1571 Jahre alt, Hypoton.
09:18Trotzdem.
09:19Bei der Ausdehnung.
09:21Ich operiere Sie assistieren.
09:23Den Neuzugang ĂŒbernimmt jemand anderes.
09:25Was mache ich?
09:25Du kĂŒmmerst dich danach um Otto.
09:27Aber ich...
09:28Martin, es gibt die Regeln.
09:29Das sind die Bilder von Ihrem Vater.
09:51Du bringst mich nochmal um.
10:03Magst du weinen?
10:05Ja.
10:06Ja.
10:16Wie war dein Tag?
10:19Och.
10:20Ich war bei so einem mĂ€Ăig interessanten Vortrag mit Roland.
10:24Und dann viel Papierkram.
10:27Und danach...
10:29...hatte ich einen Ă€uĂerst attraktiven, viel zu jungen, aber akzeptablen Liebhaber.
10:35Akzeptabel.
10:45Ist Liebhaber eigentlich eine Steigerung zur AffÀre?
10:48Ich denke schon.
10:50Na gut.
10:50Dann bin ich einverstanden.
10:56Oh, ich bin ganz schön mĂŒde.
10:58Dann lassen wir Kino einfach.
11:00Oh Gott, ja das schaffe ich heute nicht mehr.
11:04Dann ĂŒbermorgen Abend.
11:06Morgen kann ich leider nicht.
11:07Wieso?
11:07Was hast du denn vor?
11:10Ich treffe meinen Vater.
11:12Dein Vater ist in Leipzig?
11:15Ja.
11:16Und wahrscheinlich will er mich nur fragen, wenn ich nach meinen Verirrungen als Elektriker
11:21endlich beim Einsteiger um die Firma zu ĂŒbernehmen.
11:23Ihr versteht euch nicht besonders gut, hm?
11:26Kann man so sagen.
11:29Egal.
11:30Ăbermorgen gehen wir ins Kino.
11:31Und du kaufst das Popcorn?
11:33Ich kauf das Popcorn.
11:37Du bist mĂŒde.
11:38Sehr.
11:39Sehr.
11:40Ja, ich auch.
11:41Du kannst jetzt hier nichts tun, ich weiĂ.
11:44Aber ich möchte gerne in seiner NÀhe bleiben.
11:47Dr. Brentano, Katrin und ich kĂŒmmern uns um ihn.
11:52Otto wird ein paar Sachen brauchen, wenn er hier in der Klinik bleiben muss.
11:56Schlaf dich jetzt aus.
11:58Ich rufe dich an, wenn wir mehr wissen.
12:02Das machen wir mit Charlotte.
12:04Und die wird die Reise abbrechen.
12:06Und kann ihr auch nichts tun.
12:10Ich rufe dich an.
12:18Vielen Dank.
12:52Vielen Dank.
13:28Vielen Dank.
13:33Morgen.
13:37Bist du denn hier reingekommen?
13:40Roland hat mir euer SchlĂŒsselversteck verraten.
13:44Wie geht's Otto?
13:46Er ist stabil.
13:47Aber wir lassen ihn noch eine Weile im kĂŒnstlichen Tiefschlaf, damit er sich erholen kann.
13:52Konntest du schlagen?
13:55Du brauchst jetzt ein gutes FrĂŒhstĂŒck.
13:57Nee, ich hab keine Ahnung.
13:58Martin, ich war sogar bei deinem LieblingsbÀcker.
14:01Ach, Katrin, ich wusste gar nicht, dass ich einen habe.
14:03Hast du.
14:08Martin, du musst was essen, bitte.
14:14Na gut.
14:17Dann dusche ich noch kurz und dann fahren wir.
14:19Ja.
14:22Nach dem FrĂŒhstĂŒck fahren wir.
14:26Wo triffst du dich denn heute mit deinem Vater?
14:29Wieso?
14:30Na ja.
14:32Ich könnte ja mitkommen.
14:35Glaub mir, das willst du gar nicht.
14:36Das ist doch bloà peinlich, deine Àltere Freundin vorzustellen.
14:39Stimmt.
14:40Ich wĂŒrde dich auch nie als meine aktuelle Freundin vorstellen.
14:43Sondern?
14:45Als meine Psychotante.
14:50Ja, ja, ja.
14:54Papa, ich bin hier in Leipzig ganz schön unter die RÀder gekommen.
14:58Und ich komme deshalb als Firmenerbe nicht in Frage.
15:01Ja, und ich als seine Psychotherapeutin, ich schaffe es gerade so, ihn so weit zu stabilisieren,
15:06dass er ein klĂ€gliches Leben als Elektriker fĂŒhren kann.
15:11Du, fĂŒr meinen Vater wĂ€re das GesprĂ€ch da beendet.
15:14FĂ€nde er das nicht witzig.
15:15Der hat keinen Humor.
15:16Das macht ihn so unterhaltsam.
15:26Sag mal, beschÀftigt dich diese Frage wirklich?
15:30Welche jetzt?
15:31Unser Altersunterschied.
15:32Ja, das ist ja keine Frage.
15:34Das ist eine Tatsache.
15:37FĂŒr mich nicht.
15:48Es tut mir leid, Papa.
15:54Morgen.
16:03Ich hĂ€tte ihn nicht allein lassen dĂŒrfen.
16:06Oder geht es soweit gut?
16:07Ich gebe ihm noch ein bisschen Zeit und dann könnt ihr bald wieder streiten, soviel ihr wollt.
16:13Ich muss mich mehr um ihn kĂŒmmern.
16:15Um ihn und Charlotte.
16:16Wir verbringen kaum noch Zeit miteinander.
16:18Die Arbeit ist viel.
16:19Aber das ist keine Entschuldigung.
16:24Was ist, wenn er nicht mehr gesund wird, wenn er nicht mehr gesund wird, dann finden wir auch eine Lösung.
16:31Er braucht jetzt vor allem Ruhe.
16:36Ich komme gleich.
16:47Ich komme gleich.
16:50Verzeihen Sie, Herr Neuer.
16:52Ich war noch bei einer Besprechung.
16:53Gar kein Problem.
17:03Ich habe Ihnen etwas mitgebracht.
17:06Ich habe Ihnen etwas mitgebracht.
17:09Aus dem Drucker?
17:11Also bitte kein Wasser geben.
17:14Aber sehr authentisch.
17:16Bitte schön.
17:18Die Gebiete, auf denen wir wirklich etwas leisten, sind natĂŒrlich ganz andere.
17:22Ich weiĂ, Sie arbeiten ja schon eng mit einigen Kliniken zusammen.
17:27Und das wĂŒrde ich Ihnen auch gerne anbieten.
17:29Unser GeschÀftsmodell ist folgendes.
17:30Entschuldigen Sie.
17:34Mögliche Investitionen bespreche ich prinzipiell nicht alleine.
17:38NatĂŒrlich.
17:40Aber vielleicht erlauben Sie mir, dass ich Ihnen bei einem Essen in aller Ruhe erklÀre,
17:45warum wir beide davon profitieren, wenn unsere Technik hier Einzug hÀlt.
17:49Bei einem Essen, das geht leider gar nicht.
17:51Wir haben hier wirklich sehr strenge Compliance-Regeln.
17:54Klar.
17:55Aber ich möchte Sie nicht bestechen.
17:57Ich möchte Ihnen nur erklÀren, warum es Ihre Klinik fast nichts kostet.
18:03Sie meinen so eine Art Leasing-Modell?
18:04Nicht ganz.
18:05Aber um das zu erklÀren, braucht man Zeit, die Sie offensichtlich jetzt nicht haben.
18:09Wie lange sind Sie denn noch in Leipzig?
18:13Bis Freitag.
18:18Rufen Sie mich doch an.
18:19Wenn Sie mögen.
18:21Gut.
18:24Danke nochmal.
18:36Kommen wir zu unserem neuen Zugang Otto Stein.
18:39Ein akutes, subturales Hematom, das sofort operativ entlastet wurde.
18:45Dazu eine Ellenbogenluxation, die ohne Probleme reponiert werden konnte.
18:50Die Ruhigstellung erfolgt mit einer Orthese.
18:54Wie ist der Hirndruck im Moment?
18:56Vor einer Viertelstunde lag er bei 20.
18:58Grenzwertig?
18:58Ja.
19:00Eine Hirnblutung?
19:02Klinisch deutet nichts Dauer hin.
19:04Ist ja nicht mein Fachgebiet, aber möglicherweise liegt zusÀtzlich eine VorschÀdigung vor.
19:08Das wÀre möglich, aber das können wir im Moment nicht exakt untersuchen.
19:11Er braucht noch einen Kontroll-CT.
19:13Wir mĂŒssen eine Nachblutung sicher ausschlieĂen.
19:15NatĂŒrlich.
19:16Und so lange werden wir die Sedierung auch fortsetzen.
19:23Martin, Roland und Dr. Brentano wĂŒrden fĂŒr heute deine OPs ĂŒbernehmen.
19:27Und das denn?
19:28Ich kann operieren, danke.
19:45Hallo, Charlotte.
19:49Du kannst Otto nicht erreichen.
19:50Das ist ja komisch.
19:51Ich habe nÀmlich gerade mit ihm geredet.
19:55Ja, hier ist alles in Ordnung.
19:56Otto macht das ganz prima.
20:00Ja, gut.
20:01Das sage ich Ihnen.
20:02Und jetzt gibt nicht mehr so viel Geld fĂŒrs Telefonieren aus.
20:06Ja.
20:07TschĂŒss, Charlotte.
20:11Was soll ich denn machen?
20:13Ihr die Wahrheit sagen und Sie auch noch beunruhigen?
20:16Was denn, Frau Gaus?
20:18Auf einer Kreuzfahrt.
20:20Ach so, verstehe.
20:22Na, die soll Sie besser genieĂen.
20:24Sie haben schon richtig entschieden.
20:27Da bin ich mir nicht so sicher, ehrlich gesagt.
20:30Aber Sie kommt doch da jetzt sowieso nicht so leicht weg, oder?
20:33Ja, was ist, wenn man...
20:37Wenn Sie sich nicht von ihm verabschieden kann.
20:39Das wird Sie mir nie verzeihen.
20:46Jetzt ist die LĂŒge in der Welt.
20:48Ja.
20:51Ich rufe die Gregoleit an und erklÀre ja alles.
20:54Und dann kann sie vielleicht...
20:55Soll Sie das durchhalten, dass die Charlotte nichts sagen darf?
20:59Das mĂŒssen wir irgendwie hinkriegen.
21:02Wird Otto das schaffen?
21:05Er hat gute Chancen.
21:07Ach, Roland.
21:08Du kennst die MortalitÀtsrate bei dieser Art von Verletzung.
21:11Ja.
21:13Und in den OP lasse ich dich nicht.
21:17Aber es tut mir gut.
21:18Nicht, wenn was passiert.
21:19Ich sehe doch, was alles in dir rumgeistert.
21:21Da kann man sich schwer konzentrieren.
21:24Bitte.
21:26Na gut.
21:28Ich sehe doch, was passiert.
21:59Also jetzt soll ich doch mitkommen?
22:00Ja.
22:02Gut, ich bin dabei.
22:04Super.
22:05Und wenn mein Vater wieder mit der alten Leier anfÀngt, dann bitte...
22:08Dann ziehe ich die Therapeutinnenkarte.
22:14Bis spÀter.
22:15Bis spÀter.
22:22Hallo. Darf ich?
22:24Na klar.
22:28Du strahlst der so.
22:29Ist das was Besonderes?
22:31Nö.
22:32Ich gehörte abends nur essen.
22:34Mit dem 3D-Drucker?
22:36Nein, mit Felix.
22:38Der stellt mir heute Abend seinen Vater vor.
22:40Boah, da wÀre der da wohl eine Familie?
22:42Ja.
22:43Was dachtest du denn?
22:44Dass das nur so eine AffÀre ist?
22:45Da dachte ich ehrlich gesagt gar nichts.
22:47Danke.
22:51Wahrscheinlich ist sein Vater genauso alt wie ich.
22:53Ja, na und?
22:54Da stehst du doch drĂŒber, oder?
22:56Ja.
23:05Also der Teppich ist hin.
23:07Kaufen wir einen neuen.
23:13Warum hast du mir nicht frĂŒher Bescheid gesagt?
23:19Wollte ich nicht damit belasten.
23:22Wir sind doch fĂŒr einander da, hm?
23:26Ja.
23:26Einen guten wie einen schlechten Tag.
23:30Keine Sorge, ich mach dir nicht schon wieder einen Heiratsantrag.
23:33Obwohl, vielleicht, vielleicht hab ich mir ja beim letzten Mal nicht genug mehr gegeben.
23:36FĂŒr ja.
23:38Bitte nicht.
23:42Danke, dass du hier bist.
23:49Ja?
23:55Papa.
23:57Da bist du ja wieder.
23:59Er macht auf.
24:01Hallo Otto.
24:02Du bist in der Sachsen-Klinik.
24:04Du hattest einen Sturz.
24:06Kannst du dich daran erinnern?
24:08Sie?
24:10Sie sind Arzt?
24:12Ich bin dein Arzt.
24:14Wir mussten dich am Kopf operieren.
24:16Es ist alles gut gegangen.
24:19Herr Stein?
24:20Ich bin Dr. Brentano.
24:22Ich werde Ihnen jetzt ein paar Fragen stellen.
24:24Ist das fĂŒr Sie in Ordnung?
24:27Herr Stein, kennen Sie diesen Mann?
24:35Gut.
24:36Kein Problem.
24:40Das muss nichts bedeuten.
24:42Er ist gerade erst aufgewacht.
24:45Eine retrograde Amnesie, ein postoperatives Delir, alles möglich.
24:48Aber das sieht mir nicht danach aus.
24:50Und er hat ein schweres SchÀdel-Hirntrauma.
24:51Martin, keine Panik.
24:53Wir können eine dauerhafte HirnschĂ€digung nicht ausschlieĂen.
24:56Und dann wird er vielleicht zum Pflegefall.
24:57Dr. Brentano untersucht ihn jetzt erst mal umfassend.
25:00Dann sehen wir weiter.
25:02Das Gehirn hat eine hohe Erholungsrate.
25:05Auch wenn es vielleicht ein langer Weg sein wird.
25:08Wir mĂŒssen Charlotte Bescheid sagen.
25:10Ja, sollten wir machen.
25:13Wie sollen das denn die beiden schaffen?
25:15Charlotte kann das doch nicht alles alleine stemmen.
25:17Dann organisieren wir eine Hilfe.
25:22Das ist alles meine Schuld.
25:24Das ist Unsinn.
25:25Otto hĂ€tte in jeder x-beliebigen Situation unglĂŒcklich stĂŒrzen können.
25:30Ich muss in den OP.
25:32Sehen wir uns heute Abend.
25:33Und ĂŒberlegen, wie wir weiter vorgehen.
25:40Wir kriegen das hin.
25:42Ja.
25:54Schön, dass du da bist.
25:57Ist er nicht gekommen?
25:58Doch, doch.
25:59Er ist nur kurz auf die Toilette.
26:01Darf ich Ihnen jemanden aufnehmen?
26:02Ja.
26:03Dankeschön.
26:03Gerne.
26:06Du siehst nicht gerade glĂŒcklich aus.
26:08Ja.
26:09Sagen wir es so.
26:09Ich bin froh, dass meine Therapeutin da ist.
26:11Ich bin froh, dass meine Therapeutin da ist.
26:17Oh noll.
26:23Ihr kennt euch?
26:24Ja.
26:25FlĂŒchtig.
26:26Von einem Vortrag.
26:29Okay.
26:30Ja gut, dann machen wir es jetzt ganz offiziell.
26:34Sarah darf ich vorstellen.
26:36Das ist mein Vater.
26:52Hier war ich schon mal.
26:57Wissen Sie, es kommt mir alles sehr bekannt vor.
27:05Du und Charlotte, ihr habt hier mal die Cafeteria betrieben.
27:09Charlotte.
27:10Ja, Charlotte.
27:12Hier.
27:13Deine Frau.
27:15Sie können mir ja viel erzÀhlen.
27:17Aber die sieht nett aus.
27:24Frau, Sie dĂŒrfen mir nicht böse sein.
27:28Ich weiĂ wirklich nicht, woher wir uns kennen.
27:31Es wird schon wieder.
27:33Sie sind der Arzt, Sie mĂŒssen es ja wissen.
27:39Haben Sie Hunger?
27:40Soll ich dir was zu essen bringen?
27:42Aus der Cafeteria?
27:46Kann man denen dann vertrauen, die die jetzt betreiben?
27:48Ich meine, in den KrankenhÀusern ist das mit dem Essen ja so eine Sache.
27:53Das stimmt.
27:56Die Sachsen-Klinik.
27:59Die sind ja alle so nett zu mir.
28:05Ich hole dir mal was Leckeres.
28:06Ich schlafe dann noch ein bisschen.
28:19Ich glaube grundsÀtzlich nicht an irgendwelche digitalen Startups.
28:22Was du davor hast, das gibt schon tausend Mal.
28:24Du verrennst dich da in was.
28:25Und du verpasst wesentliche Entwicklungen.
28:34Entschuldigen Sie, wir reden die ganze Zeit ĂŒber die Arbeit, Sarah.
28:37Das ist sehr unhöflich.
28:39Darf doch Sarah sagen?
28:40Ăh, natĂŒrlich.
28:41Richard.
28:43Und nein, Sie sind ja auch jung.
28:46Vater, Sohn, Probleme zu besprechen, ja.
28:49So wollte ich das jetzt nicht sagen, aber...
28:51Du hÀttest doch recht.
28:53Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, dass Sie ein paar Dinge klÀren.
28:57Ja, Sarah hat recht.
28:59Wir sollten in Ruhe und vernĂŒnftig ĂŒber alles reden.
29:06Warum hast du eigentlich nicht erzÀhlt, dass ihr euch kennt?
29:08Ich wusste es nicht.
29:12Felix zeigt den Namen seiner Mutter aus der Entscheidung.
29:14Ich glaube nicht, dass das Sarah interessiert.
29:17Die schwarzen TrĂŒffel in diesem Restaurant sollen unbeerfet sein.
29:20Wirklich?
29:21Die machen Hunger.
29:22Ihr seid natĂŒrlich meine GĂ€ste.
29:24Nein.
29:26Also ich meine, danke, Papa.
29:28Aber ihr seid natĂŒrlich meine GĂ€ste.
29:34Willst du hier eigentlich wieder einziehen?
29:38DarĂŒber denke ich tatsĂ€chlich ernsthaft nach.
29:41Ich habe mich ja immer sehr wohl gefĂŒhlt.
29:45Willst du wieder zurĂŒck?
29:46Nein.
29:47Aber wenn du Hilfe brauchst.
29:49Hast du auf dem Schiff schon jemanden erreicht?
29:52Nein.
29:52Vielleicht Handys aus.
29:54Kein Empfang.
29:55Ich versuche es morgen wieder.
29:57Otto ist alt geworden.
29:59Und wir auch.
30:02Aber wir können noch fĂŒr uns selber sorgen.
30:05Noch.
30:06Ich bin jĂŒnger als du.
30:08Na, dann kannst du mich doch spÀter pflegen.
30:11Das ĂŒberlasse ich lieber Sophia.
30:13Na, das ist ja noch was.
30:17Charlotte und Otto sollen so lange hier wohnen, wie sie wollen.
30:20Tja, sie brauchen unsere Hilfe.
30:22Das könnte ein Problem werden.
30:23Otto hat letztens zu mir gesagt.
30:25Dann schick mich doch gleich ins Heim.
30:27Dann mĂŒssen wir beide ihn ĂŒberzeugen.
30:30Brust.
30:31Brust.
30:31Zwei Bier, die Herren?
30:33Mmh.
30:34Oh, danke.
30:35Gerne.
30:36Darf es denn sonst noch was sagen?
30:39Schnittchen vielleicht?
30:40Das könnte ich so passen.
30:43Ich gebe dir ja prinzipiell recht.
30:46Aber...
30:46Aber was?
30:50Wenn du mir deine Argumente in der GeschĂ€ftsfĂŒhrung um die Ohren hauen wĂŒrdest.
30:54Als Vorstand IT Innovation zum Beispiel.
30:56Nicht schon wieder.
30:58Felix, lass deinen Vater bitte ausreden.
31:01Das tue mich doch die ganze Zeit schon.
31:02Aber ich will ihm mein eigenes Leben fĂŒhren und nicht der Juniorchef von Papas Gnaden sein.
31:06Ich möchte doch nur, dass du Erfolg hast.
31:09Ach, und ohne dich schaffe ich es nicht, oder was?
31:12Ich wĂŒrde jetzt ganz gerne gehen.
31:15Können wir zahlen, bitte?
31:16Sehr gerne.
31:18Ich finde, er hat recht.
31:19Er hat sich entschieden und er muss seinen eigenen Weg finden.
31:25Ich habe das alles doch nicht gemacht, damit die Firma nach meinem Tod an irgendwelche Finanzhaie verscherbelt wird.
31:29Ich hoffe, dass wir schon sehr nicht unverantwortlich machen.
31:31Dann zerstĂŒckelt und ausgeschlachtet.
31:33Wir sind seit ĂŒber 100 Jahren ein erfolgreiches Familienunternehmen.
31:37So was wirft man doch nicht einfach weg.
31:41Papa, verstehst du doch bitte?
31:43Ich will mir was Eigenes aufbauen.
31:47Na, Fitness-App fĂŒr frisch Operierte.
31:50Das hört sich doch ganz interessant an.
31:54Ich glaube nur an Solides.
31:57An Maschinen, die etwas Reales produzieren, nicht an Apps.
32:00Ja, aber dafĂŒr passen Sie wesentliche Entwicklungen.
32:04Sie passen wirklich sehr gut zu meinem Sohn.
32:10Ich möchte dir einen letzten Vorschlag machen.
32:13Ich finanziere dein Projekt, auch wenn ich es nicht verstehe.
32:16Was heiĂt das?
32:17So das jetzt? Willst du mich kaufen, oder was?
32:19Hm?
32:20Ich möchte dir meine Hilfe anbieten.
32:22Danke. Aber ich komme klar.
32:25Können wir?
32:26Ja.
32:29Hat mich sehr gefreut.
32:31Mich auch.
32:33Danke fĂŒr die Einladung.
32:36Gerne.
32:44Genau so habe ich mir den Abend vorgestellt. Genau so.
32:48Ich werde niemals von dem Geld annehmen. Niemals.
32:51Aber das ist doch irgendwie...
32:54Du verstehst es nicht, oder?
32:56Es geht ihm doch nur darum, dass es am Ende sein Erfolg ist.
32:59Ja.
33:00Wenn es einer wird.
33:02Sehr witzig.
33:03Entschuldige.
33:05Aber ich glaube, du tust deinem Vater ein bisschen Unrecht.
33:08Ach, bist du jetzt auf seiner Seite?
33:09Nein, aber ich kann ihn auch irgendwie verstehen.
33:14Sarah.
33:16Mein Vater.
33:18Mein Vater liebt nur sich selbst.
33:21Und seine Firma.
33:24Das war schon immer so.
33:34Komm, lass uns jetzt hier einen Punkt machen, hm?
33:37Ich habe morgen einen ganz anstrengenden Tag vor mir.
33:44Ach, eins noch.
33:47Wieso hast du mir eigentlich nicht von deiner Idee erzÀhlt?
33:50Ach, ich wollte dich nicht in einen Gewissenskonflikt bringen.
33:52Verstehe.
33:55Verstehe.
33:57Verstehe.
34:22Guten Morgen.
34:27Roland.
34:29Das klingt gut.
34:32Martin.
34:34Fein Junge.
34:36Endlich bist du wieder da.
34:37Wieso?
34:39War ich denn weg?
34:40Du warst bewusstlos.
34:43Du bist vom Stuhl gestĂŒrzt.
34:45Vom Stuhl?
34:48Was habe ich denn auf dem Stuhl gemacht?
34:51Geputzt.
34:51Du hattest eine schwere Kopfverletzung.
34:53Wir mussten dich operieren.
34:54Hast du Schmerzen?
34:56Nein.
34:58Dass ich den Sturz vergessen habe.
35:01Wer hat mich denn gefunden?
35:02Na, dein Sohn.
35:04Hat keiner gekommen, ja?
35:05Ich meine...
35:07Charlotte, die ist doch auf dem Schiff.
35:09DarĂŒber brauchst du jetzt gar nicht nachzudenken.
35:11Freu dich lieber auf das gute KlinikfrĂŒhstĂŒck.
35:13So doll ist das ja nun wirklich nicht.
35:16Und wenn du so meckerst, gefÀllt es uns wieder richtig gut.
35:19Was, was, was, was...
35:21Soll das denn?
35:22Du hast dir den Ellbogen ausgerengt beim Sturz.
35:25Du wirst jetzt eine Zeit lang mit einem Arm klarkommen mĂŒssen.
35:28Du bleibst im Bett.
35:29Absolute Ruhe.
35:30Ja, aber kann ich wenigstens Charlotte anrufen?
35:32Ich meine, ich muss ja doch sagen, dass es mir wieder besser geht.
35:36Ja, Papa, das machen wir dann nachher zusammen.
35:39Ja? Einverstanden?
35:45Morgen.
35:47Morgen.
35:48Dann entschuldige, dass ich gestern einfach abgehauen bin.
35:51Ich muss mal fĂŒr mich sein.
35:52Ist schon okay.
35:53Jeder hat mal das Recht darauf, allein sein zu wollen.
35:55Ja, aber ich hÀtte wenigstens Gute Nacht sagen können, also...
35:57Das stimmt allerdings.
36:00Von meiner Idee wĂŒrde ich dir dann gerne heute Abend erzĂ€hlen.
36:03Wollten wir nicht ins Kino?
36:05Na ja, klar.
36:05Dann ein anderes Mal.
36:07Wir können auch das Kino verschieben.
36:09Ich...
36:09Ich bin wirklich interessiert.
36:11An mir.
36:12Und an deiner Idee.
36:14Okay, aber jetzt muss ich wirklich los.
36:16Ja, Sarah.
36:19Danke fĂŒr gestern.
36:20Du warst echt toll.
36:27Jederzeit wieder.
36:29SpÀter.
36:34Danke, mein Junge.
36:35Das sieht ja gut aus.
36:37Ach ja?
36:37Ich dachte, das FrĂŒhstĂŒck ist ja nicht so dolle.
36:39War doch nicht so gemeint.
36:41Schlimmt ja auch gar nicht.
36:42Ich weiĂ.
36:43Hallo, Herr Zwein.
36:45Hallo.
36:46Martin.
36:47Gut, dass du kommst.
36:49Wann können wir Charlotte anrufen?
36:52Das machen wir gleich.
36:53Ich wĂŒrde gerne vorher mit dir noch was besprechen.
36:55Gut.
36:56FrĂŒhstĂŒcken kann ich spĂ€ter.
36:58Wenn ihr wollt, kriegt ihr meinen Laptop.
36:59Dann seht ihr euch beim Telefonieren.
37:01Ja, das wÀre schön.
37:02Gut.
37:02Bis dann.
37:03Bis spÀter.
37:11Ich muss mich bei dir entschuldigen.
37:14Warum das denn?
37:15Wollt ihr dir Sorgen um deinen alten Vater gemacht?
37:18Das ist so ein Quatsch.
37:19Du musst dich doch nicht entschuldigen.
37:20Doch.
37:22Ich habe mich aufgespielt, anstatt in Ruhe mit dir zu reden.
37:26Und dass ich dir dann auch noch die Leiter weggenommen habe.
37:28Ja, das mit der Leiter, das war blöd.
37:29Ja, das war blöd.
37:33Aber weiĂt du, irgendwann kommt man in dein Alter, da sollte man nicht mehr auf Leitern steigen.
37:39Dass das wiederum es auch war.
37:42Versuch Charlotte das schon seit langem zu erklÀren.
37:46Wir leben jetzt hier allein.
37:48Aber ihr seid nicht allein.
37:51Du kannst ja nicht die ganze Zeit auf uns aufpassen.
37:54Nein, nicht die ganze Zeit.
37:55Aber ich kann euch helfen.
37:56Und Roland kann euch helfen.
37:58Und ansonsten können wir auch Hilfe organisieren.
38:01Du meinst doch nicht so einen Pflegedienst.
38:04Nein.
38:05Jemanden, der bestimmte Aufgaben ĂŒbernimmt.
38:09Charlotte, dir wird das gar nicht gefallen.
38:11Aber das Haus ist doch definitiv zu groĂ fĂŒr euch.
38:16Du schaffst den Garten nicht mehr.
38:18Und Charlotte kann sich nicht mehr alleine ums Putzen kĂŒmmern.
38:23Ja.
38:25Wir sind alt geworden.
38:29Ăber Nacht.
38:34Gestern da dachte ich noch, ich schaff das alles.
38:38Und jetzt?
38:41Papa, das kannst du auch noch.
38:42Aber wir können dir helfen.
38:45Du musst uns nur lassen.
38:54Keine Angst.
38:56Komm jetzt nicht jeden Tag in Ihr BĂŒro.
38:58Ich hab keine Angst.
39:00Nehmen Sie doch Platz, bitte.
39:08Oh, das tut mir so leid, dass Sie und Felix,
39:13dass Sie nicht gemeinsam an einem Strang ziehen.
39:17Danke.
39:19Aber irgendwie kann ich meinen Sohn ja sogar verstehen.
39:22Ach, tatsÀchlich?
39:23Ja, dann solltest du ihm das mal sagen.
39:26Ja, das sollte ich wohl.
39:29Ich nehme an, es hat wenig Sinn, Sie dabei, um UnterstĂŒtzung zu bitten.
39:35Ja, das hÀtte wenig Sinn.
39:41Ja, dann wĂŒnsche ich Ihnen wirklich GlĂŒck.
39:46Sie haben's verdient, Sie beide.
39:50Danke.
39:51Aber das hört sich so nach Abschied an?
39:53Ja, ich reise heute ab.
39:55Ach, wollten Sie nicht der Sachsen-Klinik noch ein unwiderstehliches Angebot machen?
39:58Es wird ein Kollege von mir ĂŒbernehmen.
40:03Er ist mein Stellvertreter.
40:06Was unsere Produkte anbelangt, weiĂ er genauso gut Bescheid.
40:10Gut, dann soll der einen Termin machen.
40:13Wenn Sie mich mit Felix in Fellbach mal besuchen wollen.
40:18Immer gerne.
40:20Werde ich ihm ausrichten.
40:29Wenn wir uns unter anderen UmstÀnden kennengelernt hÀtten, dann...
40:34Haben wir aber nicht.
40:36Nein.
40:38Viel GlĂŒck.
40:53Muss ich jetzt drĂŒcken.
40:56Da.
40:57Papa, Roland und ich, wir haben was gesprochen.
41:01Wegen Charlotte, ne?
41:03Also, ja.
41:04Der Hut ist eine glÀnzende Idee.
41:08Achtung.
41:12Ah, Barbara.
41:14Hallo, Otto.
41:16Steht ihr gut, der Hut?
41:18Wo ist denn Charlotte?
41:19In ihrer Kabine, sie schlÀft.
41:21Ah, na ja, die Seeluft macht mĂŒde und die KĂ€lte bei euch im Norden sicher auch.
41:26Ah ja, und der Seegang, weiĂt du?
41:30Dr. Heimann, hallo.
41:32Dr. Stein?
41:33Hallo, Frau Grigoleit.
41:36Aber sonst geht Charlotte gut?
41:38Ja, ja, es geht dir wieder sehr viel besser.
41:41Aber Otto, was ist mit dir?
41:43Du liegst doch im Bett.
41:44Ist alles in Ordnung?
41:45Ja, ne kleine Routineuntersuchung.
41:49Bei uns in der Sachsen-Klinik.
41:51Ach so?
41:52Ja, vielleicht sollte ich Charlotte schnell wecken und dann könnt ihr...
41:57Ăh, Ă€h, Ă€h, besser nicht.
41:58Lass sie schlafen.
41:59Ach, Otto?
42:00So, nach unserer Kreuzfahrt, da wĂŒrde Charlotte noch ganz gerne mitkommen in unser Ferienhaus auf Teneriffa, okay?
42:08Dann soll es euch aber auch richtig gut gehen.
42:10Ja, wieso uns? Wir haben gedacht, du besuchst uns dort.
42:16Ja, vielleicht, vielleicht ja.
42:19GrĂŒĂ ganz herzlich, Charlotte.
42:22Weg.
42:23Also, das war eine gute Ausrede, das mit der Routineuntersuchung.
42:27Ja, man muss ja Charlotte auch nicht unnötig aufregen.
42:29Sie kann ja eh nicht von Bord. Und jetzt, wo sie auch noch seekrank ist.
42:33Aber, ihr habt ihr nichts gesagt, oder?
42:36Nein.
42:38Das ist vielleicht auch besser so.
42:40Na, man kann sie ja dann schon beibringen, wenn es ihr wieder gut geht.
42:44Oder wenn sie beruhigt ist.
42:48Das verzeiht sie euch nie.
42:51Nein, nein.
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