- vor 21 Stunden
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00:00Musik
00:48Danke.
00:49Er hat dich tatsÀchlich sitzen lassen? Und jetzt?
00:56Keine Ahnung.
00:58Willst du nach Hause?
01:03Wir mĂŒssen auch den GĂ€sten Bescheid sagen.
01:07Wie spÀt ist es denn?
01:09Halb zwölf.
01:12ScheiĂe. Die sind jetzt alle schon da und warten auf uns.
01:15Das ist jetzt nicht wichtig. Ich bring dich nach Hause und dann klÀre ich das.
01:18Wir können auch Martin anrufen. Der ist schon auf dem Schiff.
01:23Ich komm mit. Ich kann mich jetzt nicht verkriechen.
01:30Kann ich irgendwas fĂŒr dich tun?
01:36Bleib du bei mir.
02:02Dr. Peters?
02:04Meine GĂŒte, wie elegant. Ich hĂ€tte sie fast gar nicht erkannt.
02:08Vielleicht könnten Sie ein bisschen weniger erstaunt sein.
02:12Anstaunen ist auch eine Kunst. Es gehört was dazu, GroĂes als groĂ zu begreifen.
02:17Sie mĂŒssen auch nicht zu dick auftragen.
02:20Heute kann man es Ihnen wohl wieder gar nicht recht machen.
02:23Warum sind Sie eigentlich noch nicht umgezogen?
02:25Irgendjemand muss ja hier die Stellung halten.
02:28Wieso ist mir das nicht eingefallen?
02:29Seien Sie doch nicht so negativ. Vielleicht wird es ja ganz amĂŒsant.
02:35Und wenn nicht, dann haben Sie doch den besten Grund jederzeit zu gehen.
02:40Das wird auf einem fahrenden Schiff leider nicht so einfach.
02:44Na der weg. Viel SpaĂ Ihnen beiden.
02:49Jenne, was machst du hier?
02:52Mit dir reden.
02:53WorĂŒber?
02:55Tja, worĂŒber?
02:58Der Geburtstermin ist frĂŒhestens in zwei Wochen.
03:02Selbst du kannst du etwas nicht auf den Tag genau planen.
03:04Ich hĂ€tte dir schon frĂŒh genug Bescheid gegeben, du hĂ€ttest nicht extra herkommen brauchen.
03:08Vielleicht brauche ich ja noch ein bisschen Zeit, um planen zu können.
03:11Hast du dich mittlerweile entschieden, was du willst?
03:16Ich mache alles mit. Ich wĂŒrde sogar nach Leipzig ziehen, um den Kleinen gemeinsam groĂzuziehen.
03:20Zusammen in einer Wohnung oder abwechseln jeder in seiner.
03:22Ja, das hast du mir beim letzten Telefonat auch schon gesagt.
03:26Glaubst du immer noch, dass du das nicht kannst?
03:28Dass du keine gute Mutter bist?
03:30Es ist leider nicht so einfach.
03:32Das ist Unsinn und das weiĂt du.
03:35Aber wenn dir das so viel Angst macht, dann...
03:37Hey, dann ziehe ich das alleine durch.
03:39Dann nehme ich ihn mit nach Schwerin.
03:41Er könnte auf dem Hof meiner GroĂeltern aufwachsen.
03:43Es sind Tiere, Kinder. Es wird ihm aber wirklich gut gehen.
03:47Und du könntest uns jederzeit besuchen, wann immer du willst.
03:52Das ist deine Entscheidung.
03:58Nehm ihn mit nach Schwerin.
04:22Nehm ihn mit nach Schwerin.
04:24Und setz dich ins Ausland ab.
04:26Du machst dich strafbar.
04:27Du bist seine Komplizen.
04:31Roland, du musst mir versprechen, dass du mit niemandem...
04:33Du bist ihm nichts mehr schuldig. Er hat dich im Stich gelassen.
04:37Nein.
04:39Das hat er nicht.
04:42Ich habe ihn freigegeben.
04:46Ich glaube, der weiĂ gar nicht, wie sehr du ihn liebst.
04:50Lass es uns einfach hinter uns bringen.
05:01So, das ist Frau Brandstetter. Sie ist heute Morgen an der Galle operiert worden.
05:06Labroskopische Cholecyst-Ektomie. War zwei Stunden im Aufwachraum.
05:11Kreislauf ist stabil. Und munter ist sie auch schon wieder.
05:15Nicht wahr, Frau Brandstetter?
05:16Hallo, ich bin Schwester Miriam.
05:18Hallo.
05:19So, hier ist die Klingel, falls was ist. Und ich bringe Ihnen gleich noch einen Tee.
05:22Danke, das ist sehr lieb.
05:23Und wir sehen uns morgen zur Visite wieder.
05:30Entlassung ist in fĂŒnf Tagen geplant.
05:32FĂŒnf Tage? Warum?
05:34Keine Ahnung. Anordnung von Dr. Kaminski.
05:37FĂŒnf Tage sind aber ganz schön lang fĂŒr so einen Eingriff.
05:40Sie wirkt doch total fit. Ist sie im Heim?
05:44Nein, sie lebt zu Hause.
05:47Dann wollen wir mal zusehen, dass es ihr bei uns nicht langweilig wird.
05:50FĂŒnf Tage.
05:59Frau Brandstetter?
06:12Das gibt's doch nicht.
06:14Was gibt's nicht?
06:15Sie ist weg?
06:17Frau Brandstetter?
06:19Haben Sie vielleicht eine etwas Àltere Patientin gesehen?
06:22Nein, tut mir leid.
06:25Ja, und ich muss in die OP. Dr. Kaminski wartet schon auf mich.
06:28Ich such weiter. Irgendwo muss sie ja sein.
06:30Danke.
06:43Danke.
07:01Hey.
07:03Wo wart ihr denn so lange? Und wo ist Alexander? Ist alles in Ordnung?
07:08Mama?
07:08Hallo mein Schatz.
07:12Aber du, er kommt nicht.
07:14SĂŒĂe, komm mal her.
07:27Hallo alle zusammen. Schön, dass ihr da seid.
07:32Ja.
07:38Ja.
07:41Ja.
07:46Ja.
07:47Und wenn, ob ihr eure Geschenke wieder mitnehmen könnt und ob ihr sie noch umtauschen könnt.
07:52Nur so viel dazu.
07:54Wir haben lange ĂŒberlegt, Alexander und ich. Und wir, wir sind gemeinsam zu dem Schluss gekommen,
08:00dass es nicht geht.
08:01Es war wohl doch etwas zu ĂŒberstĂŒrzt. Es tut mir leid. Es gibt keine Feier.
08:18Ja.
08:23Ja.
08:26Ja.
08:36Es tut mir wirklich sehr leid.
08:37Es schlieĂlich.
08:40Kann sein, lern.
08:41Du kennst meine Meinung ĂŒber Alexander, aber dass er dich bei der Hochzeit sitzen lĂ€sst,
08:46das ist wirklich das Letzte.
08:47Komm, lass gut sein.
08:48Er flieht vor dem Gesetz.
08:50Er ist eigentlich ein Verbrecher
08:51und du nimmst ihn immer und immer wieder in Schutz.
08:53Es war eine gemeinsame Entscheidung.
08:57Er wÀre geblieben, wenn du ihn darum gebeten hÀttest.
09:03Frau Klosch, das ist wirklich hier.
09:05Es tut mir so leid.
09:07Geht's denn einigermaĂen?
09:09Geht schon.
09:11Die Leute fragen jetzt natĂŒrlich, was passiert.
09:13Soll ich den nach Hause schicken?
09:15Das wÀre das Beste.
09:17Komm, ich fahre dich untereinander raus.
09:21Ich weiĂ nicht.
09:24Das ist doch alles bezahlt.
09:26Ich war doch schade drum.
09:29Schlimmer kannst du ja nicht mehr kommen.
09:43Liebe GĂ€ste, liebe GĂ€ste, liebe Freunde,
09:47Liebe Kollegen, nur auf ein kleines Wort.
09:50Ich weiĂ, das ist gerade kein besonders schöner Moment,
09:54aber wir sind hier auf diesem herrlichen Schiff.
09:56Wir haben zu essen, zu trinken, Musik.
09:59Warum machen wir nicht das Beste daraus?
10:00Ich habe mit Frau Globisch gesprochen
10:02und sie wĂŒrde sich freuen, wenn wir zusammen feiern.
10:06NatĂŒrlich keine Hochzeit, aber das Sachsenklinik Sommerfest.
10:11Und die Klinik spart eine Menge Geld dabei.
10:14Wollen Sie demnÀchst meinen Job machen?
10:16Kein Bedarf.
10:17Wie wÀre es denn, wenn wir das gesparte Festbudget
10:20an die Kinderkrebshilfe spenden?
10:22Sind Sie damit einverstanden?
10:23Gute Idee.
10:25Dann wĂŒrde ich jetzt vorschlagen, Leinen los.
10:29LĂŒtti!
10:40Schade um die Hochzeit.
10:41Ja, absolut.
10:43Könnten wir stattdessen?
10:44Was könnten wir stattdessen?
10:47Heiraten.
10:49NatĂŒrlich jetzt nicht sofort, aber so grundsĂ€tzlich.
10:55Das kommt jetzt ein bisschen ĂŒberraschend.
10:59Das war ja auch nicht ernst gemeint.
11:02Sicher?
11:04Sicher.
11:06Verstehst du keinen SpaĂ?
11:08Doch.
11:27Hallo, Frau Dr. Peters.
11:29Bitte.
11:30Es ist nur Ursaft.
11:32Schade.
11:34So schlimm?
11:38Solche Veranstaltungen sind nicht meine StÀrke und
11:41hochschwanger sein auch nicht.
11:42Es ist ja nicht mehr lang.
11:43Ich meine, die Schwangerschaft.
11:47Wissen Sie schon...
11:48Es wird bei seinem Vater aufwachsen.
11:52Eigentlich wollte ich nur wissen, ob Sie einen Namen haben.
11:56Nein.
11:57DarĂŒber habe ich mir noch keine Gedanken gemacht.
12:00Vielleicht hat ja der Vater schon einen Favoriten.
12:03Vermutlich.
12:08Wird es Ihnen schwer?
12:13Das Kind wegzugeben.
12:19Nein.
12:24Ich muss da mal eine Toilette aufsuchen.
12:41Alexander ist weggefahren.
12:45Und ich weiĂ auch nicht, wohin.
12:55Das ist schwierig zu erklÀren.
12:57Er hat etwas gemacht.
13:01Was nicht richtig war.
13:05Ich meine, nichts wirklich Schlimmes, aber auch nicht erlaubt.
13:13Was ist denn?
13:16Er hat anderen Menschen Geld weggenommen.
13:22So wie Robin Hood?
13:27Nein.
13:30Nicht wie Robin Hood.
13:34Das ist schön.
13:37Hm.
13:39Bist du traurig?
13:44Ich will den nie wiedersehen.
13:59PrÀparier Schere und lange Pinzette.
14:04Warum sind Sie eigentlich nicht auf der Hochzeit?
14:06Ich war nicht eingeladen.
14:08Echt?
14:09Ich auch nicht.
14:10Das war ein Scherz.
14:13Oh.
14:15Was denken Sie?
14:17Ich denke nicht, dass es ein Karzinom ist.
14:19Es kommt sofort in die Histologie.
14:21Wo ist denn der Springer?
14:22MĂŒsste gleich da sein.
14:25Es wÀre schön, wenn Sie Ihre Zigarettenpause das nÀchste Mal...
14:29Was ist das denn?
14:30Frau Brandstetter!
14:31Bringen Sie die Patientin hier raus.
14:33Ja, aber...
14:34Wir sind so gut wie fertig.
14:35Ich komme allein klar.
14:37Frau Brandstetter, was machen Sie denn?
14:39Ich muss doch nach der Melanie sehen.
14:41Hier gibt es keine Melanie.
14:42Kommen Sie, ich bringe Sie auf Ihr Zimmer zurĂŒck.
14:46Frau Brandstetter, wo waren Sie denn?
14:48Ich habe ĂŒberall nach Ihnen gesucht.
14:49Hallo.
14:50Im OP, wÀhrend der OP.
14:52Was?
14:52Das ist ja ein Delir.
14:53Wir mĂŒssen Sie engmaschig ĂŒberwachen und die Ursache finden.
14:57Habe ich irgendetwas falsch gemacht?
14:59Es ist alles in Ordnung, Frau Brandstetter.
15:01Frau Brandstetter, was machen Sie denn fĂŒr Sachen?
15:03Die Melanie suchen.
15:05Melanie?
15:06Ja!
15:07Wer ist denn das?
15:09Die Melanie eben.
15:14Ich nehme an, dass das die Steuerung fĂŒr den Motor ist.
15:16Gut geraten.
15:19200 PS.
15:21250.
15:22Jeder.
15:23Nicht schlecht.
15:30Ich weiĂ nicht, ob das so eine gute Idee war.
15:33Ich glaube, dass es fĂŒr dich besser ist, dass du jetzt nicht alleine bist.
15:36Sicher?
15:37Ich finde, du schlÀgst dich sehr gut.
15:46Man könnte mit meinem Programm die gesamte Steuer anheilen.
15:50Alles in Ordnung?
15:51Alles?
15:52Ja, ja, das geht schon.
15:53Entschuldigung.
15:53Ich weiĂ nicht.
15:54Wow, wow, wow, wow, wow, wow, wow, wow.
15:57Ăh.
15:58Gibt es einen Arzt an Bord?
15:59Ja.
16:00Oh, oh, oh.
16:02Was ist passiert?
16:03Keine Ahnung.
16:04Der ist einfach umgefallen.
16:05Augen auf.
16:06Können Sie mich hören?
16:10Ist das der KapitÀn?
16:11Ja.
16:12Und wer steuert jetzt das Schiff?
16:28Frau Dr. Peters, ist was passiert?
16:31Nein, nein, es ist...
16:33Langsam, ganz langsam.
16:44Ich muss sofort in die Klinik.
16:46Ganz ruhig.
16:48Das Ganze.
16:49Nein, nein, ich rufe den RTW.
16:50Die soll mich abholen.
16:51Sie ist gestĂŒrzt.
16:53Ăhm.
16:54Ein Rettungswagen wird uns nicht viel nĂŒtzen.
16:56Was?
16:58Das da ist nicht das Ufer.
17:01Das ist eine Insel.
17:07Das ist eine Insel.
17:08Ganz ruhig.
17:08Hiemen in den Schuh.
17:09Oh.
17:12Setzen Sie sich.
17:13Oh.
17:14Lernsam.
17:16Das ist gut.
17:17Bei dir alles okay?
17:18Alles okay.
17:21Danke.
17:22Darf ich mal Ihre Brust abhören?
17:25Ja, natĂŒrlich.
17:27Haben Sie schon nach der Operation was getrunken?
17:32Ja, das habe ich.
17:34Hm.
17:39Sie erscheint mir nicht dehydriert.
17:41Sie bekommt trotzdem eine Infusion
17:42und wir mĂŒssen Ihre Nahrungs- und FlĂŒssigkeitsaufnahme ĂŒberwachen.
17:46Die Schmerzmedikation werde ich Àndern.
17:48Haben Sie schon eine Idee, was der Grund sein kann?
17:50Es gibt viele Ursachen, die einen der Leer auslösen können.
17:53Wir machen noch ein groĂes Blutbild
17:54und vielleicht wissen wir danach mehr.
17:56Bekommen Sie was zur Beruhigung?
17:57Lieber nicht.
17:59Benzodiazepine können gerade bei Àlteren Patienten
18:01die Symptome noch verstÀrken.
18:09Meine Schwester.
18:12Ja?
18:18Melanie?
18:21Haben Sie vielleicht einen Nachnamen oder eine Adresse?
18:33Sein Blutzucker liegt bei 5,3.
18:35Er ist leicht hypoglykÀmisch.
18:37Hast du Traumzucker?
18:38Nein.
18:39Wir brauchen was SĂŒĂes.
18:41Apfelsaft, Cola, irgendwas.
18:42Schau weg.
18:43Wie geht's Ihnen?
18:44Was ist denn passiert?
18:48Oh Gott, mir ist etwas flau.
18:51Hat sich das Baby schon gedreht?
18:53Ja.
18:53Er liegt in SchÀdellage, Muttermund auf 4 Zentimeter.
18:57Ich muss in die Klinik.
18:58Wo ist mein Telefon?
19:00Frau Kollegin, es gibt ĂŒberhaupt keinen Grund zur Panik.
19:02Sie hatten eine völlig unkomplizierte Schwangerschaft,
19:05sind jung und gesund,
19:05das Baby liegt in der richtigen Position,
19:07wir haben eine Hebamme an Bord,
19:09wir bekommen das Kind einfach hier.
19:10Ich frag mal unten nach, wie es aussieht.
19:12Ich gebe sie mir in meine Tasche.
19:14Wir schaffen das.
19:18Acht Minuten.
19:25Ihr Blutzuckerspiegel ist wieder normal.
19:27Wie geht's Ihnen?
19:28Besser.
19:29Kommen Sie morgen frĂŒh mal in die Klinik,
19:31dann checken wir Sie durch.
19:33Wie weit ist sie?
19:35Ich weiĂ es nicht.
19:36Arendt ist zuversichtlich,
19:37aber sie muss mitmachen
19:39und momentan sieht es nicht danach aus.
19:45Unsere hochschwangere Kollegin muss dringend an Land
19:47gibt es eine Möglichkeit,
19:48das Schiff wieder flott zu kriegen.
19:49Ja, ich werde mal sehen.
20:17Das Schiff wiederholt,
20:20das Schiff wiederholt.
20:26Wir stecken fest.
20:29Wie lange? Wir haben hier einen Notfall.
20:32Ich verstehe. Ja, dann kann man wohl nichts machen, ja.
20:36FrĂŒhestens, in zwei Stunden, kann das Boot hier sein. Die sind noch im Einsatz.
20:39Ja, das ist zu spÀt.
20:40Sie wollen unbedingt jetzt von Bord?
20:42Ja!
20:42Ja!
20:43Dann mĂŒssen Sie rudern.
20:44Was?
20:45Rudern.
20:47Da!
20:49Das geht schon.
20:52Das ist nicht Ihr Ernst.
20:53Wir werden Sie in Ihren Zustand nicht in ein Ruderboot packen.
20:56Sicher ist es, wenn Sie es hier bekommen.
20:58Auf gar keinen Fall kriege ich das Kind hier.
20:59Ich schaff das nicht.
21:00Sie brauchen keine Angst zu haben.
21:02Es sieht alles gut aus.
21:03Zusammen kriegen wir das hin.
21:04Nein, nicht hier.
21:06Ich kann das nicht.
21:07Ich schaff das nicht.
21:08Worauf warten wir?
21:08Kommen Sie, kommen Sie.
21:17Ach so, das ist die Suppe fĂŒr Frau BrandstĂ€tter.
21:20Und kannst du bitte bei ihr bleiben und darauf achten, dass sie wirklich aufisst?
21:22Ja.
21:23Okay.
21:33Nicht schon wieder.
21:34Komm mit.
21:37Frau BrandstÀtter ist wieder weg.
21:38Einer nach oben, einer nach unten.
21:40Chris, du fragst im OP nach und ich suche am Empfang.
21:47Entschuldigung.
21:47Was?
21:48Ist Frau BrandstÀtter hier?
21:49Raus!
21:50Ja.
21:52Tja, heute Tag der offenen TĂŒr.
21:54Tupfer.
22:01Frau BrandstÀtter?
22:04Frau BrandstÀtter?
22:06Frau BrandstÀtter, was machen Sie denn da?
22:09Wo wollen Sie denn hin?
22:11Zu Melanie?
22:13Ist Melanie eine Freundin von Ihnen?
22:15Meinen Sie nicht, dass es einfacher wÀre, wenn Melanie herkommt?
22:18Sie könnten mir doch Ihre Nummer geben.
22:19Dann ruf ich Sie mal an.
22:20Das wird nicht gehen.
22:22Nein?
22:23Warum denn nicht?
22:24Melanie telefoniert doch nicht.
22:42Wie geht es ihr?
22:44Wie geht es ihr?
22:44Alles gut.
22:45Wir reden kommen regelmĂ€Ăig, aber wir sollten uns beeilen.
22:56Können Sie gerne Bescheid geben?
22:58Es vermutlicht auch in Leipzig.
23:00Mach ich.
23:01TschĂŒss.
23:07Wir bringen Sie in den Kreisler.
23:08Bitte.
23:09Ich wollte immer einen Kaiserschnitt.
23:11Der Muttermund ist auf sieben Zentimeter geöffnet.
23:14Es sieht alles gut aus.
23:15Viele Frauen wĂŒnschen sich eine so gut laufende Geburt.
23:17Ich bin nicht viele Frauen.
23:19Trotzdem gibt es keinen medizinischen Grund fĂŒr einen Kaiserschnitt.
23:31Dr. Kaminski?
23:32Ja.
23:33Das Labor von Frau BrandstÀtter.
23:35Es war doch eindeutig ein Delir.
23:39Das ist alles unauffÀllig.
23:41Ja, dann ist es wohl eher ein postoperatives Delir.
23:44Wie geht es ihr denn jetzt?
23:45Gut soweit.
23:46Sie hat geschlafen.
23:47FĂ€llt Ihnen noch was ein?
23:49Wir mĂŒssen jetzt erst mal abwarten, ob sich Ihr Zustand verbessert.
23:52Ach, Brenner.
23:54Wir dĂŒrfen die Psyche nicht auĂer Acht lassen.
23:57Reden Sie doch mal mit dem psychologischen Dienst.
23:59Ich glaube, es wÀre ganz gut, wenn mal jemand vorbeischaut.
24:02NatĂŒrlich.
24:05Sie machen das sehr gut.
24:07Halten Sie den Mund.
24:08Ich habe bei Ihrer Geburt auch nicht stÀndig auf Sie eingequatscht.
24:13So, der Muttermund ist jetzt vollstÀndig geöffnet.
24:16Wie lange noch?
24:17Ich gar nicht mehr.
24:19Das kann ich Ihnen nicht sagen.
24:21Das hat auch ein bisschen von Ihnen ab.
24:22Was ist mit der PDA?
24:23Kann man nicht höher dosieren?
24:25Nein.
24:26Dann fehlt die Kraft zum Pressen.
24:27Nein.
24:31Was ist das?
24:36Seine Herztöne schwanken etwas.
24:38Was bedeutet das?
24:39Das ist erst mal soweit nichts Ungewöhnliches.
24:41Vielleicht dauert es ihm zu lang?
24:45Sie schlÀft.
24:47Ihre Werte sind alle normal.
24:48Gut.
24:49Ich habe mit dem psychologischen Dienst gesprochen.
24:51Sie wird morgen schon untersucht.
24:58Oh, tut mir leid, ich wollte Sie nicht wecken.
25:00Aber schön, dass Sie ein bisschen schlafen konnten.
25:05Wo wollen Sie denn hin?
25:07Ich, Àh...
25:08Ich muss doch, Àhm...
25:09Wieder zu Melanie?
25:13Aber warum denn Frau Brandstetter?
25:17Weil sie sonst verungert.
25:21Wer ist denn diese Melanie?
25:34Ist das Melanie?
25:49Und?
25:52Es dauert zu lange. Seine HerzzĂŒhne werden schwĂ€cher.
25:55Sie mĂŒssen was tun.
25:57Wir haben keine andere Wahl. Wir fĂŒhren jetzt doch eine Sektio durch.
26:00Ich hab's doch gleich gesagt.
26:03Wir werden ihn jetzt holen.
26:04Sagen Sie dafĂŒr, dass nichts passiert.
26:06Wir bringen Sie jetzt gleich in den OP. Fahren die PDA hoch, dann sind Sie ausreichend betÀubt und können die
26:10Schnittentbindung wach miterleben.
26:11Dr. Arendt, hier. Guten Tag. OP, wir brauchen Notsektio.
26:16Ja, verstehe. Gut, vielen Dank. Wiederhören.
26:22Die Nachbarin sagt, dass die Katze seit fast fĂŒnf Jahren tot ist. Sonst hĂ€tte sie sich schon lĂ€ngst gekĂŒmmert.
26:27Na, ist doch gut.
26:28Chris, die Frau ist fest davon ĂŒberzeugt, dass ihre Katze noch lebt.
26:34Was ist eigentlich mit Frau Brandstetter los? Vor der OP war sie noch völlig klar.
26:37Ein postoperatives, der hier. Ein vorĂŒbergehender Zustand von Verwirrtheit.
26:42Kommt gerade bei Àlteren Patienten sehr hÀufig vor.
26:45Durch die Operation, die Narkose, den Milieuwechsel ins Krankenhaus.
26:49Ich verstehe. Ja, es ist wichtig, dass Frau Brandstetter nicht durch die Klinik lĂ€uft. Das mĂŒssen wir verhindern.
26:54Wir könnten Sie festbinden.
26:55Das ist nur erlaubt, wenn Gefahr fĂŒr Sie oder andere besteht. Und selbst dann brauchst du eine richterliche Anordnung.
26:59Oder sedieren.
27:01Ungern. Sie ist nicht erregt und nicht unruhig.
27:03Gut, wir können aber wirklich schlecht jemanden die ganze Zeit vor Ihre TĂŒr stellen in der Wache schiebt.
27:10Nee, vergessen Sie es. Ich bin seit sechs Uhr morgens hier und ich habe gleich Feierabend.
27:13Und das heiĂt, was machen wir denn jetzt?
27:15Organisieren Sie eine Sitzwoche. Lassen Sie sich was einfallen.
27:33Und, was geht dir durch den Kopf?
27:37Ich weiĂ, was dir jetzt gut tut.
27:40Ach ja?
27:40Ja.
27:41Komm.
27:49Kannst du Tango?
27:51Nein.
27:52Dann musst du mich leider fĂŒr einen Moment entschuldigen.
27:55Okay.
27:59Schade, dass Kaminski nicht da ist.
28:01Wieso?
28:01Darf ich bitten?
28:03Das meinst du nicht im Ernst? Tango? Ich?
28:05Stell dich nicht so an.
28:10Er hat dich nicht verdient. Er ist ein Feigling. Er denkt nur an sich.
28:15Sei sauer. Stink sauer. Das hilft dir jetzt am meisten.
28:28Stört Sie das gar nicht?
28:29Was?
28:30Ihre Freundin mit dem Klinikleiter?
28:33Wieso sollte es?
28:35Soll ich eifersĂŒchtig sein?
28:37Na ja.
28:38Auf, Dr. Heilmann.
28:41Stimmt.
28:49Entschuldigung.
28:50Darf ich?
28:52Gern.
28:53Danke.
28:56Rettest du mich?
28:57Vergiss es.
29:06Das war vorhin ernst gemacht, oder?
29:10Was?
29:11Das mit dem Heiraten.
29:14Ich bin halt manchmal so ein bisschen gefĂŒhlsduselig.
29:23Das Rettungsboot ist da.
29:28Ich bin eben romantisch.
29:29Da ist sie doch.
29:43Lea?
29:45Wie geht's dir?
29:46Sie wird gerade in den OP gebracht.
29:47Kann dabei sein, oder?
29:48Nein, tut mir leid.
29:49Beim Noteingriff geht das nicht.
29:51Wieso denn Noteingriff?
29:53Kaiserschnitt.
29:53Die Herbstöne des Kindes haben sich verschlechtert.
29:55Tut mir leid, ich muss weiter.
29:58Aber die werden's doch beide schaffen, oder?
30:02So, geht los.
30:03Skabel.
30:07Alles gut?
30:08Ja, alles gut.
30:11Wie geht es dem Kind?
30:13Es wird Zeit, dass wir ihn holen.
30:15So, das wird jetzt etwas ruckeln.
30:17FĂŒhlt sich vielleicht etwas eigenartig an.
30:18Ich hab davon gelesen.
30:32Entschuldigung?
30:34Können wir doch bestimmt schon was sagen.
30:35Tut mir leid.
30:36Wie geht's hier?
30:36Noch nicht.
30:37WeiĂ ich nicht.
30:45Abnabeln.
30:46Wie geht es ihm?
30:49Kann ich ihn sehen?
30:51Warum schreit er nicht?
30:53Er muss sich anpassen.
30:55Das ist bei einem Kaiserschnitt
30:56nichts ungewöhnliches.
30:58Ist alles in Ordnung.
31:00Reden Sie mit mir.
31:01Absaugung, bitte.
31:04Was ist da los?
31:14Herzlich willkommen auf der Welt, Kleiner.
31:25Hat sich GlĂŒckwunsch zu dem Vater.
31:30Dankeschön.
31:44Der Kleiner hat ganz schön was geleistet.
31:49Ist die eine schon da?
31:51Ja.
32:00Was ist das?
32:01Das ist das?
32:01Ja.
32:01Ich hoffe.
32:10Oh,
32:34Oh!
32:40Oh!
33:13Hallo, Lea.
33:15Hallo.
33:17Weil er hat mich ein ganz schön Schrecken hingejagt.
33:20Er schlÀft, er musste ganz schön kÀmpfen.
33:22Aber er war richtig topf.
33:29Darf ich?
33:34NatĂŒrlich.
33:35Vielleicht legen Sie erst mal Ihre Jacke ab.
33:37Ja, klar.
33:42Kann nichts passieren.
33:44Sie mĂŒssen nur seinen Kopf stĂŒtzen.
34:01Hallo.
34:32Danke.
34:34WofĂŒr?
34:36Dass ich mir keine dummen SprĂŒche anhören musste von euch.
34:39Sowas wie, wir haben es doch gewusst.
34:40Es war nicht so schwer.
34:50Wir haben noch was vergessen.
34:51Wartet mal.
35:03Wir haben die Hochzeitstorte noch gar nicht angeschnitten.
35:06Hast du auch nicht geheiratet?
35:08Na und?
35:15Was sagt ihr?
35:16Es sah besser aus.
35:18Es sah besser aus.
35:18Eher enttÀuschend.
35:19Wie Alexander.
35:35WofĂŒr?
35:36WofĂŒr?
35:38Entschuldigung.
35:39Und zwar.
35:56Es geht ihm gut, um nicht zu sagen hervorragend.
35:59Ich schaue spÀter noch mal nach ihm.
36:00Danke.
36:04Ich glaube, er hat auf jeden Fall Hunger.
36:06Und wie soll ich das machen?
36:07Ich helfe ihm.
36:11Einfach anbieten.
36:13Den Rest macht er.
36:35Alexander?
36:37Alexander!
36:43Ich hÀtte gedacht, vielleicht ist er ja doch noch da.
36:49Komm mal her.
36:59Soll ich das dort bei Mama im Bett schlafen?
37:01Ja.
37:03Gut, dann mach dich jetzt ganz schnell fertig, ja?
37:06Ich komme gleich und ZĂ€hneputzen nicht vergessen.
37:07Ja.
37:11Ja.
37:40Hallo Mama, hier ist Lukas.
37:41Ăh, ja, ist nur die Mailbox dran.
37:44Ich wollte euch eigentlich gratulieren, aber ihr feiert jetzt bestimmt gerade.
37:47Und du, ich rufe dich einfach morgen nochmal an.
37:50Bis dann.
37:58Wo bringen Sie mich denn jetzt hin?
38:00Ich habe doch gesagt, ich habe eine kleine Ăberraschung fĂŒr Sie.
38:05Da wollte sie jemanden unbedingt besuchen.
38:08Melanie, bist du's?
38:09Ich war gestern Abend nach der Arbeit bei Ihnen zu Hause.
38:13Ihre Nachbarin hat mir aufgemacht und Melanie ging's richtig gut.
38:17Sie hatte genug Futter und Wasser und ihr war halt nur ein bisschen langweilig.
38:23Und da dachte ich mir, bringe ich Sie heute einfach mal her.
38:26Sie beide freuen sich doch bestimmt, oder?
38:35Na ja, aber ich könnte es nicht mehr, aber...
38:37Ja, ich rufe zurĂŒck.
38:44Was ist das?
38:45Ist das eine Katze?
38:46Oh, was soll's denn sonst sein?
38:49Oh, Herr Brenner, schauen Sie mal, die Melanie.
38:53Das ist Melanie?
38:56Melanie ist tot.
38:57Ein Freund von mir arbeitet im Tierheim, da habe ich die Katze her.
39:00Wir haben den Verstand verloren.
39:02Jetzt machen Sie mal halblang.
39:03Sie haben doch genau gehört, was Dr. Kaminski gesagt hat, wie wichtig die Psyche in so einem Fall ist.
39:06Ja, deswegen habe ich die Kollegen vom psychologischen Dienst gebeten, sich die Patientin anzusehen.
39:11Ist doch keine Lösung, Frau BrandstĂ€tte anzulĂŒgen.
39:13Aber es könnte funktionieren.
39:14Damit wird das Problem nur auf spÀter verschoben.
39:16Was ist, wenn sie nach Hause kommt und die Katze ist nicht da?
39:19Frau BrandstÀtte hat ein postoperatives Delir, das haben Sie doch selber gesagt.
39:22Solange sie denkt, dass ihre Katze noch lebt, werden wir sie sowieso nicht entlassen.
39:26Das Wichtigste ist, dass sie im Bett bleibt und sich nicht mehr selbst in Gefahr bringt.
39:29Und das ohne Medikamente und ohne richterliche Anordnung.
39:32Aber die Katze kommt mir nicht in die Klinik, dass das klar ist.
39:36NatĂŒrlich.
39:37FĂŒr wen halten Sie mich?
39:41Guten Morgen.
39:44Morgen.
39:45Wie geht es unserem SchiffsfĂŒhrer?
39:47Soweit gut, der wird gerade auf Diabetes untersucht.
39:50Du wirst er heute freinehmen können.
39:52Vierterwochen?
39:55Zu Hause sitze ich auch bloĂ rum und starr die Wand an.
39:57Das musst du mir nicht erzÀhlen.
39:59Vielleicht hast du recht.
40:00Manchmal ist es besser, sich in Routine zu pflichten.
40:02Dass ich das noch erleben darf.
40:04Was?
40:04Dass du mir recht gibst.
40:06Gewöhn dich bloà nicht dran.
40:15Entschuldigung, aber das ist doch nicht meine Melanie.
40:19Meine Katze ist vor einiger Zeit schon gestorben.
40:23Sie erinnern sich?
40:25Was war denn mit mir los?
40:28Ich bringe sie nachher zu Herrn Brenner.
40:29Der kann Ihnen das genauer erklÀren.
40:32Und was ist mit der Katze?
40:34Die muss wohl wieder ins Tierheim.
40:37Oder ich frage ihre Nachbarin, ob sie auf sie aufpassen kann,
40:40solange sie noch in der Klinik sind.
40:42Danke.
40:58Gut, machst du das.
40:59Hast du was anderes erwartet?
41:02Möchtest du?
41:04Ja, aber wenn du.
41:08SchlÀft ja wirklich die ganze Zeit.
41:11Ich fĂŒrchte, das wird nicht so bleiben.
41:17Was ist denn?
41:18Ich kann das nicht.
41:21Was genau meinst du damit?
41:23Ihn dir ĂŒberlassen.
41:25Ihn weggeben.
41:27Ich konnte mir das bis gestern nicht vorstellen,
41:29aber jetzt, ich sehe ihn an und...
41:34Spielt alles andere keine Rolle mehr.
41:37Das geht mir genauso.
41:41Ich will fĂŒr ihn da sein.
41:44Lass es uns zusammen versuchen.
41:47Bitte.
41:50Ich bin dabei.
41:54Du könntest dir vorerst hier in Leipzig eine Wohnung nehmen.
41:59Das ist schon lĂ€ngst eingetĂŒtet.
42:01Was?
42:01Ich habe gestern eine Wohnung gemietet.
42:03FĂŒnf Minuten von dir entfernt.
42:05Super Angebot.
42:06Ich konnte Ihnen Nein sagen.
42:07Aber ich habe dir gesagt,
42:09du solltest ihn mit nach Sparien nehmen.
42:10Zum GlĂŒck kenne ich dich ein bisschen besser.
42:16Hast du dir schon Namen gebrochen?
42:18Nein.
42:19Du?
42:20Ja, klar.
42:22Ich wollte immer Kinder.
42:23Mein erster Sohn sollte Tim heiĂen.
42:26Tim.
42:29Tim Peters.
42:31Er hat sich doch eigentlich ganz gut an, oder?
42:37Hallo, Tim.
42:38Er hat sich doch eigentlich ganz gut an, oder?
42:39Bis zum GlĂŒck.
42:39Bis zum GlĂŒck.
42:40Bis zum GlĂŒck.
42:40Bis zum GlĂŒck.
42:41Bis zum GlĂŒck.
42:41Bis zum GlĂŒck.
42:41bis zum GlĂŒck.
42:42Bis zum GlĂŒck.
42:42bis zum GlĂŒck.
42:47Untertitelung des ZDF, 2020
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