- vor 15 Stunden
Kategorie
đș
TVTranskript
00:20Love Is Enough
00:37Love Is Enough
01:00Hallo Papa
01:02Bist du noch wach?
01:03Stöch?
01:05Nö
01:07Meine Frau hat mich versetzt
01:10Hat er verabredet?
01:12Ja, aber ich bekomme keine Verbindung
01:13Ist sie ĂŒberhaupt online?
01:19Nein
01:19Siehst du hier? Sie ist off
01:22Wenn ich die nicht hÀtte
01:24Ruf sie doch mal auf dem Handy an
01:26Vielleicht schlÀft sie schon, ist auch nicht so wichtig
01:29Morgen ist auch noch ein Tag
01:33Vermisst du sie?
01:34Wie kommst du nur darauf?
01:38Pia ist bald wieder da
01:39In zwei Wochen fahre ich runter und hole sie
01:41Du hast es gut
01:42Nimmst du mich mit?
01:45Kommt drauf an
01:45Worauf?
01:47Das weiĂt du schon
01:48Ab in die Falle
01:51Gute Nacht
01:52Gute Nacht
02:20Ich bin's Pia
02:22Ich bekomme gerade einen Anruf
02:23Ich melde mich spÀter nochmal bei dir
02:27Oder ruf du doch einfach mal zurĂŒck
02:28Du fehlst mir
02:30Du fehlst uns allen
02:31TschĂŒss
02:34Ach, Dr. Brentano?
02:36Hm
02:36Ja
02:38Herr Funke
02:39Ich weiĂ
02:41Ja
02:41Ich bin schon unterwegs
02:43Bis gleich
02:55Guten Morgen, Herr Funke
02:58Guten Morgen, Herr Funke
03:01Guten Morgen, Dr. Heimann
03:02Das ist Dr. Brentano
03:04Hallo
03:05Ja, aber Sie operieren schon selbst, oder?
03:08Ne
03:09Sobald Sie in Narkose sind, ĂŒbergebe ich an Ihnen
03:12Tut mir leid, aber fĂŒr solche SpĂ€Ăe bin ich gerade echt nicht zu haben
03:15Ich weiĂ schon, dass Sie Chefarztbehandlung haben, der Kollege assistiert
03:18Können wir?
03:19Also
03:20Danke
03:55Ja, bitte?
03:56Guten Morgen
03:57Wir mĂŒssen mit Herrn Hallmann sprechen, ist er da?
04:00Nein, der ist schon weg, auf Arbeit
04:02Worum geht's denn?
04:03Dazu darf ich leider nichts sagen
04:05Wo arbeitet er denn?
04:06Er ist Klinikleiter in der Sachsen-Klinik
04:08Ist was passiert?
04:10Wie gesagt, dazu dĂŒrfen wir leider nichts sagen
04:12Auf Wiedersehen
04:13Wir sehen
04:14Wir sehen
04:14Wir sehen
04:38Herr Funke wollte die optimale Technik beim FallrĂŒckzieher vorfĂŒhren, das ist passiert
04:42Ja, dann war es offenbar nicht die optimale Technik
04:45Wahrscheinlich
04:47Ist er Trainer?
04:48Ne, ne, das ist beim Kicken mit seinem Sohn passiert
04:51Er hat mal in der dritten Liga gespielt
04:53Also ich dachte, dass er zumindest schon mal die Champions League gewonnen hÀtte
04:57Wie kommen Sie denn da raus?
04:59Naja
05:00Wenn er schon bei einer simplen Radiusfraktur auf Chefarztbehandlung besteht
05:03Das ist ein bisschen ĂŒbertrieben, oder?
05:05Er ist gut versichert
05:14Moment
05:16FĂŒr Sie
05:17Jetzt nicht
05:18Dringend
05:19Was gibt's?
05:21Aha
05:22Und was wollen die ausgerechnet jetzt?
05:26Na gut, dann
05:27Ich komme gleich dazu
05:29Sie ĂŒbernehmen
05:30Wenn Herr Funke aufwacht, bin ich wieder da
05:33Ich komme gleich dazu
06:03Dr. Heimann
06:04Ja, und wer sind Sie?
06:06Polizeihauptmeisterin Schmidt, mein Kollege Retzler
06:08Bitte
06:10Was kann ich fĂŒr Sie tun?
06:11Oder besser gesagt, was habe ich verbrochen?
06:13Ihnen ist schon klar, dass Sie mich gerade mitten aus einer OP geholt haben
06:16Es geht um Ihre Frau
06:17Ah, die ist gerade in Italien
06:20Das kam von der Deutschen Botschaft in Rom
06:22Und was soll das?
06:26Ja
06:27Ja, das finde ich gut
06:31Ja
06:33Nein, nein, nein
06:42Entschuldigung, was haben Sie gerade gesagt?
06:48Hören Sie, kann ich Sie spĂ€ter nochmal zurĂŒckrufen?
07:08Morgen
07:10Morgen
07:18Dack
07:20Dack
07:20Dack
07:36Dack
08:01Musik
08:06In der Gegend um Siena kam es im Laufe des gestrigen Tages infolge starker RegenfÀlle zu mehreren Erdrutschen und Schlammlawinen,
08:15bei denen mindestens acht Menschen starben, darunter auch zwei Deutsche.
08:20Das Wetter, die Temperaturen von 9 Uhr.
08:44Musik
08:47Herr Funkel, ist es gut soweit? Wo ist Dr. Heilmann?
08:52Der ist momentan leider verhindert.
08:54Schade. Ich hÀtte nÀmlich ganz gerne erfahren, wie es gelaufen ist.
08:58Sehr gut. Keine Komplikationen.
09:01Das wĂŒrde ich lieber vom Chef persönlich hören.
09:03Der wĂŒrde Ihnen nichts anderes sagen.
09:06Können Sie nicht anpiepen?
09:08Ich versichere Ihnen, der Chef wird sich bei Ihnen melden, sobald er wieder verfĂŒgbar ist.
09:12Ich habe wirklich sehr gute GrĂŒnde, auf die bestmögliche Behandlung zu bestehen.
09:16Das glaube ich Ihnen gerne. Und die zu gewÀhrleisten, ist auch mein Beruf.
09:20Wozu bezahle ich denn diese ĂŒberteuerte Versicherung? Glauben Sie, ich mache das zum SpaĂ?
09:25NatĂŒrlich nicht. Vertrauen Sie mir. Es ist alles gut. Wirklich.
09:30Gar nichts ist gut.
10:09Ich komme jetzt weg mit.
10:10Ich habe mich noch.
10:16Ich gehe aus.
10:17Und die berĂŒhreiber dort werden.
10:17Deine Tunde muss aufpassen.
10:23Schau.
10:24Es ist alles gut.
10:24Es geht nicht.
10:25Die Behandlung locker.
10:28Es geht nicht.
10:29Es geht nicht.
10:30Ja.
10:30Morgen.
10:39Ist irgendwas passiert?
10:46Pierre ist tot.
11:19Alles in Ordnung bei Ihnen? Sicher?
11:24Ja, danke.
11:25Soll ich einen Arzt rufen?
11:27Nein.
11:28Aber Ihnen geht es nicht gut, das sehe ich doch.
11:33Nichts fĂŒr ungut, aber trotzdem, ich meine...
11:35Jetzt hauen Sie endlich ab.
11:56Ich hole Ihnen mal ein Wasser.
12:02Aber wir haben doch vorgestern erst telefoniert.
12:06Vorgestern war es, ja?
12:12Schau dich mal an.
12:16Willst du mich?
12:17Geht schon wieder.
12:29Wenn die Infusion durch ist, geht ihr nach Hause.
12:33Es geht schon wieder.
12:35Ich kann dich auch stationÀr aufnehmen.
12:40Schandotte.
12:42Lass uns nach Hause gehen.
12:44Ich rufe die Aushilfe an.
12:46Du legst dich hin und rufst dich aus.
12:48Doch jetzt nicht.
12:50Ich muss mich um die Kinder kĂŒmmern.
12:52Wissen die denn schon Bescheid?
12:55Und was ist mit Roland?
12:57Wo ist der ĂŒberhaupt?
12:58Keine Ahnung.
12:59Sein Handy ist aus.
13:02Ich gebe dir mal was zu bereuen.
13:04Das will ich nicht.
13:06Oh, Locke.
13:09Sei bitte vernĂŒnftig.
13:11Das ist doch alles ganz schrecklich.
13:27Linnflutartige RegenfÀlle lösten vor allem in der Gegend um Siener Schlammlawinen aus.
13:31Die genaue Zahl der Toten und Verletzten konnten die Behörden bisher noch nicht beziffern.
13:42Letzte Woche.
13:43Ich war gerade zurĂŒck aus der Reha.
13:45Da habe ich das letzte Mal mit ihr telefoniert.
13:48Sie war gerade auf dem Weg zu irgendwelchen Nachbarn, die sie eingeladen hatten.
13:53Wo ist Roland?
13:56Keine Ahnung.
13:58Ich habe versucht ihn zu erreichen.
13:59Ich habe ihn mehrmals auf dem mailbox gesprochen.
14:02Er steht heute zweimal auf dem OP-Plan.
14:06Wir mĂŒssen improvisieren.
14:09Sagen Sie...
14:11Glauben Sie, Roland wird irgendwas machen?
14:20SelbstverstÀndlich, Dr. Burgisch.
14:22Ich ĂŒbernehme die OP.
14:24Okay.
14:34Wo warst du denn?
14:36Ich habe schon alles vorbereitet.
14:38Du kannst gleich damit anfangen.
14:40Dann machen wir mal.
14:56Was ist los?
15:02Dr. Allmanns Frau ist tot.
15:05Wie bitte?
15:06und ich bin dran und ich bin dran.
15:32Das sind zwei und zwei.
15:33Ich bin dran.
15:34Ich brauche die OP-Plan.
15:47Papa, was ist los? Du holst uns doch nie ab.
15:51Jonas hat doch jetzt auch Schluss, oder?
15:52Ja, keine Ahnung, wo der bleibt.
15:55Jonas, kommst du bitte?
15:59Was gibt's denn?
16:00Wir laufen ein StĂŒck.
16:02Was hast du denn vor?
16:04Kommst du bitte?
16:04Ich bin aber gleich verabredet.
16:12Echt, Opa, kannst du mal vorher sagen, wenn du was mit uns vorhast?
16:15Das dauert jetzt ja hoffentlich nicht so lange, oder?
16:17Bist du einmal wieder fertig mit deinem Rumgeheule?
16:20Was ist eigentlich los? Wo gehen wir denn jetzt hin?
16:23Jonas, du nervst. Das ist bestimmt eine Ăberraschung fĂŒr uns, oder Papa?
16:28Wir holen jetzt erstmal Jakob ab.
16:30Ach, wollen wir jetzt nach MĂŒnchen?
16:33Jakob trifft sich da mit einem Kollegen wegen Zukunftsplanung, weil er doch den Jakobiner verkauft hat.
16:42Dann wartet ihr her, ich bin gleich wieder da.
16:51Irgendwas stimmt nicht.
16:59Jakob, ich bin's.
17:00Jakob, ich rufe dich an.
17:07Pia, also deine Mutter.
17:10Sie.
17:16Deine Mutter ist tot.
17:30Was passiert denn jetzt?
17:35Wir mĂŒssen doch irgendwas machen.
17:40Papa, wir mĂŒssen doch irgendwas tun.
17:48Ja, ihr mĂŒsst gar nichts machen.
17:54Wo ist Oma denn jetzt?
17:58Noch in Italien?
18:02Du musst sie holen.
18:05Ja.
18:08Vielleicht wird's auch hergebracht.
18:10Aber darĂŒber mĂŒssen wir jetzt nicht reden.
18:16Und meine Seele spannt weit ihre FlĂŒgel aus.
18:21Flog durch die Lande, als flöge sie nach Haus.
18:27Vorher kennst du das.
18:32Die hat mir erzÀhlt, dass das Alinas Liebnigs Gedicht war.
18:38Und ihr ist auch.
18:40Und ihr ist auch.
19:09Ich hab noch was zu erledigen.
19:12Du willst wieder los?
19:16Papa?
19:17Ja?
19:21Ach, nichts.
19:22Bis spÀter.
19:24Otto und Charlotte warten auf euch.
19:34Was muss er denn jetzt erledigen?
19:36Warum lÀsst er uns allein?
19:39Ich weiĂ es nicht.
19:43Komm.
19:53Was fĂŒr ein Wetter.
19:54Was fĂŒr ein Tag.
19:55Tag.
19:56Wie war's in Hamburg?
19:58Wunderbar.
19:58Ich liebe die Stadt.
20:00Leider werden diese Pharmafirmen immer geiziger.
20:02FrĂŒher hat so ein Kongress drei bis vier Tage gedauert.
20:05Jetzt maximal zwei.
20:07DafĂŒr immerhin ein FĂŒnf-Sterne-Hotel mit Alsterblick.
20:10Ich soll Sie ĂŒbrigens von einem Kollegen grĂŒĂen, Dr. Mahn.
20:15Sie haben zusammen studiert, sagt er.
20:16Frau Lieber, den gibt's doch.
20:17Ja, ihr leitet jetzt eine Klinik in Konstanz.
20:20Er lĂ€sst auch Ihre Frau ganz herzlich grĂŒĂen.
20:28Sie hat offenbar einen Verehrer.
20:30Oder einfach nur ein dankbarer Patient.
20:34Ja, ja.
20:34Wird wohl so sein.
20:36Meine Post, bitte.
21:07Herzlich willkommen.
21:07Wie geht's Ihnen, Funke?
21:10Ăh, gut soweit.
21:13Er hat sich natĂŒrlich beschwert, dass Sie nicht da waren.
21:16Ich kĂŒmmere mich tauchen.
21:17Nicht nötig.
21:18Wir haben die OP ohne Komplikationen abgeschlossen.
21:21Nach dem Eingriff habe ich mit Ihnen gesprochen.
21:22Welches Thema hat er?
21:25Zwölf.
21:26Aber Sie mĂŒssen jetzt nicht gleich wieder...
21:28Sie sind mein Patient.
21:35Also, ich könnte das jetzt nicht...
21:37Ich fang gleich ans Geheu.
21:39Nicht nur du.
21:47Ach, Sie hören Sie an.
21:50Jetzt bekÀmen Sie sich ja doch noch her.
21:51Wie geht's Ihnen?
21:52Na ja, ganz gut.
21:54Abgesehen davon, dass ich mich völlig verarscht fĂŒhle.
21:56Ich muss mich entschuldigen, aber aufgrund...
22:00...gewisser Vorkommnisse...
22:01Komm, Sie erzÀhlen Sie mir doch nichts.
22:02Sie hatten den nÀchsten Privatpatienten auf dem Tisch.
22:04Da haben Sie sich vom Acker gemacht.
22:05Nein, nein, sowas nicht.
22:06Nein, natĂŒrlich nicht.
22:07Aber sowas lasse ich mir nicht bieten, damit das klar ist.
22:10Ich werde meine Versicherung informieren.
22:12Herr Funk, es tut mir sehr leid, dass ich persönlich nicht zugegen war.
22:15Aber ich kann Ihnen versichern, dass Sie Dr. Brentano ebenso gut betreuen wird wie ich.
22:19Ich fĂŒhle mich aber nicht gut betreut.
22:21Ihrer Versicherung stellen wir die Chefarztbehandlung selbstverstÀndlich nicht in Rechnung.
22:25Das wÀre ja noch schöner.
22:26Ich will nicht von irgendeinem x-beliebigen Arzt behandelt werden, sondern von Ihnen.
22:29Dr. Brentano ist Ihr Oberarzt.
22:31Wer oder was auch immer der ist, ist mir scheiĂegal.
22:33Auf jeden Fall wird die Sache Ihr Konsequenzen haben.
22:37Darf ich Sie was fragen?
22:39Ja, bitte.
22:42Haben Sie irgendein Interesse an einem sachlichen Argument?
22:44Wenn Sie eine weitere Ausrede meinen.
22:46Nein, danke.
22:47Jetzt reicht's!
22:57Du musst nichts sagen.
22:59Was machst du hier?
23:00Geh nach Hause.
23:02Die Nachresiktion von Kreiden ist geklÀrt.
23:04Gut.
23:05Und den O-P-Plan hat Katrin auch schon umgesteckt.
23:07Ein paar Tage, das wird gehen.
23:08Ich bin gleich mit dir.
23:09Das ist im BĂŒro.
23:10Kann ich irgendwas tun?
23:12Mach einfach deine Arbeit.
23:23Ich hab mit Bastian gesprochen.
23:25Er ist total im Schock.
23:28Ich dachte, er könnte sich vielleicht ein bisschen um Jonas kĂŒmmern.
23:32Und?
23:34Traut sich nicht, er hat Angst.
23:37Meint, er könne sowieso nichts fĂŒr ihn tun.
23:39Womit er ja auch irgendwie recht hat.
23:42Ich kann eigentlich auch nur meine eigene Hilflosigkeit akzeptieren.
23:48Wessen Idee war das mit der Blume im Foyer?
23:54Frau Chaos, aber ich, ich meine, wir fanden das auch eine gute Idee.
23:58Du musst erst gleich die ganze Klinik wissen.
24:00Das ist meine ganz private Angelegenheit.
24:02Ich will auch nicht, dass sich irgendjemand verpflichtet fĂŒhlt, mir dazu etwas sagen zu mĂŒssen.
24:07Roland, kannst du dir vorstellen, dass das fĂŒr die meisten hier ein BedĂŒrfnis ist und keine Pflicht?
24:12Das ist nicht nur deine Privatsache, auch wenn es dich am hÀrtesten trifft.
24:16Pia ist auch meine Freundin.
24:19Sie hat wenigstens Rosen geliebt.
24:25Martin sagt, du hast den Dienstplan schon geÀndert?
24:29Ja.
24:31Zumindest fĂŒr die nĂ€chsten drei Tage.
24:32Das mĂŒsste ausreichen.
24:33Roland.
24:36Können wir irgendwas fĂŒr dich tun?
24:38Nein.
24:38Es gibt doch jetzt eine Menge zu erledigen.
24:41Ja.
24:54Guten Tag, Herr Heilmann.
24:56Ja, wir hatten telefoniert.
24:58Mein aufrichtiges Beileid.
25:01Können wir uns gleich auf etwas verstÀndigen?
25:04Ja, worauf denn?
25:05Ich will das alles so sachlich wie möglich durchziehen.
25:07Ja, natĂŒrlich.
25:08Gut.
25:09Was fĂŒr Informationen brauchen Sie?
25:11ZunÀchst einmal, ob es eine Feuer- oder Erdbestattung sein soll.
25:14Es gibt eine Ohrngrabstelle auf dem SĂŒdfriedhof.
25:17Gut, wir sprechen also ĂŒber eine Kremierung.
25:19Dann kommen diese SĂ€rge ja schon mal nicht in Frage.
25:21Die sind nur fĂŒr Erdbestattungen.
25:22Wieso nicht?
25:23Weil diese SÀrge MetallbeschlÀge haben.
25:26Die sind bei Kremierungen nicht zulÀssig.
25:29In diesem Land ist wirklich alles geregelt.
25:32Sie sagen es.
25:33Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare.
25:36Ja, hier stehen die SĂ€rge fĂŒr Feuerbestattung.
25:39Was ist mit dem?
25:42MetallbeschlÀge.
25:48Französische Buche.
25:50Sehr edel.
25:53Aber kostspielig.
25:54Aber man sollte auch nicht an der falschen Stelle sparen, wenn Sie mich fragen.
25:58Andererseits kann ich es auch verstehen, wenn die Leute ihr Geld, na wie soll ich sagen,
26:01nicht einfach so verbrennen, sondern lieber in einen schönen Grabstein investieren wollen.
26:12Ich weiĂ nicht, irgendwie kommt mir die SĂ€rge her, alle zu klein vor.
26:26Er wird hier in drei Tagen wieder auf der Matte stehen und sich in die Arbeit stĂŒrzen.
26:30Ich kenne ihn.
26:32Da spiele ich aber nicht mit.
26:33Das ist verantwortungslos.
26:35Ich werde zumindest erst mal die nÀchste Woche nicht mit ihm planen.
26:38Mach das.
26:41Als Chef muss er das nicht akzeptieren.
26:43Hier geht es doch nicht um Hierarchien.
26:44Aber es kann sein, dass er sich genau darauf zurĂŒckzieht.
26:47Er will nicht, dass wir ihm zu nahe kommen.
26:49Was heiĂt denn zu nahe, Martin?
26:51Wir sind seine Freunde.
26:52Ja.
26:54Und?
26:56Und?
27:08Na, dann faxen Sie mir doch gleich die Papiere.
27:12Schaffen Sie es denn bis zum Morgen?
27:15Gut.
27:16Bedanke ich mich erst mal.
27:18Wiederhören.
27:25Und haben Sie sich inzwischen entschieden?
27:28Es bleibt bei der französischen Woche.
27:31Gut.
27:32Ich hatte eben die deutsche Botschaft am Telefon.
27:37Ihre Frau kommt morgen 9.30 Uhr mit der Maschine aus Florenz.
27:40Mit der Maschine aus Florenz?
27:42Das klingt normal.
27:44Machen Sie solche ĂberfĂŒhrungen öfter?
27:47Ja.
27:47Deswegen hat Ihnen die Botschaft den Kontakt zu mir gemacht.
27:50Ach.
27:52Jetzt habe ich vergessen, nach den persönlichen Sachen Ihre Frau zu fragen.
27:55Wir können bleiben, wo Sie sind.
27:57Die brauche ich nicht.
27:57Sicher?
27:59Den Ehring.
28:01Aber den trÀgt sie ja.
28:02Wie Sie wĂŒnschen.
28:04Also ich hÀtte Ihnen sonst auch anbieten können, dass wir...
28:06Nein, nein, danke.
28:08Ja.
28:09Dann wĂŒrde ich vorschlagen, dass wir jetzt zum Frito fahren und uns ĂŒber den Ablauf der Beisetzung verstĂ€ndigen.
28:15Lassen Sie uns das bitte hier erledigen.
28:17Aber ich muss mir doch vor Ort selbst ein Bild machen.
28:19Ich gebe Ihnen die Nummer der Grabstelle, dann gehen Sie alleine hin.
28:22Das finde ich, ehrlich gesagt, keine so gute Idee.
28:26Ich möchte das nicht selbst entscheiden, wo zum Beispiel die Musiker stehen.
28:31Welche Musiker?
28:32Wir können natĂŒrlich auch eine CD abspielen.
28:37Haben Sie da eine Vorstellung, welche Musik es sein soll?
28:41Keine Musik.
28:44Vielen unseren Kunden ist es wichtig fĂŒr den feierlichen Rahmen.
28:51Gut.
28:53Keine Musik.
28:55Wird ein Pfarrer kommen?
28:57Nein.
28:58Dann brauchen Sie also einen Redner.
29:01Nein.
29:03Aber wie?
29:06Wie sollte es denn ablaufen?
29:10In aller Stelle.
29:20Alles gut bei dir?
29:22Ja.
29:24Bei mir wird es heute spÀter.
29:26Wir mussten den ganzen Plan umstellen.
29:31Zeig mal.
29:33Ich muss heute noch was Schönes sehen.
29:44Ich hÀtte Frau Heimann so gerne erzÀhlt, dass wir noch ein Kind bekommen.
29:52Sie hat es bestimmt erfahren.
30:02Ganz schön groĂ, die Kleine.
30:06Oh, Herr Funke schon wieder.
30:08Lass mal.
30:09Den ĂŒbernehmen.
30:10Sehr vorsichtig.
30:11Dr. Heimann hat ihn wohin wohl richtig verÀrgert.
30:16Aha.
30:22Oh.
30:26Ich hatte eigentlich nach einer Schwester gerufen.
30:29Tja, und jetzt bekommen Sie einen Oberarzt.
30:32Können wir bitte normal miteinander reden?
30:35An mir soll es nicht liegen.
30:37Was kann ich fĂŒr Sie tun?
30:40Ich bin vorhin ein bisschen spazieren gegangen.
30:42Im Flur.
30:44Auf dem Hof.
30:46Ich war auch in der Cafeteria.
30:48Und da habe ich im Vorbeigehen so ein paar GesprÀche aufgeschnappt.
30:50Und mitbekommen, dass irgendwas mit Dr. Heimanns Frau passiert ist.
30:54Richtig.
30:56Und?
30:59Naja, ich hÀtte ja nicht so einen Fass aufgemacht, wenn ich das gewusst hÀtte.
31:06Jedenfalls möchte ich mich bei ihm entschuldigen.
31:09Und auch bei Ihnen.
31:11Ich werde das Dr. Heimann so ausrichten.
31:13Danke.
31:15Was ist denn passiert?
31:19Sie gestorben.
31:26Das ist furchtbar.
31:30Ich habe auch meine Frau verloren.
31:35Vor zwei Jahren.
31:39Bei einer simplen Blindenarm-OP.
31:44Sie war gerade 28 und unser kleiner Sohn drei.
31:52Das tut mir leid.
31:54Das muss es nicht.
31:57Aber vielleicht können Sie jetzt verstehen, warum ich so misstrauisch bin und mich hier so auffĂŒhre.
32:04Das ist einfach nur die Angst.
32:08Es tut mir so leid.
32:16Danke fĂŒr alles.
32:18Danke.
32:26Danke.
32:32Danke.
32:33Danke.
32:36Danke.
32:38Danke.
32:40Danke.
32:41Danke.
32:42Danke.
32:43Danke.
32:44Danke.
32:44Danke.
32:45Danke.
32:45Danke.
32:46Danke.
32:47Danke.
33:11Guten Abend.
33:15Was machst du denn hier?
33:25Ich gehe schlafen.
33:28Jakob hat dann gerufen.
33:30Er fĂ€hrt morgen frĂŒh ganzzeitig los.
33:33Gut.
33:34Du solltest vielleicht noch mal nach den Kindern sehen.
33:38Ja, klar.
33:40Vielleicht.
33:48Jetzt setz dich doch noch mal zu uns, bitte.
33:54Und dann?
33:57Katrin kommt.
33:59Nachher auch noch.
34:00GrĂŒĂe bitte.
34:01Bitte.
34:19Kannst du das noch mal aufsagen, bitte?
34:22Es war, als hĂ€tte Himmel die Erde still gekĂŒsst, dass sie im BlĂŒtenschimmer von ihm nun trĂ€umen mĂŒsst.
34:30Und meine Seele spannte weit ihre FlĂŒgel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.
35:05Und dann geht's.
35:11Papa?
35:15Papa?
35:17Aber er schlÀft doch.
35:18Na und?
35:19Er darf jetzt nicht alleine sein.
35:35Könnt ihr nicht schlafen?
35:36Dass du schlafen kannst?
35:43Augen zu.
36:00Die Jungen sterben.
36:05Wie ein Steinald.
36:11Das Leben ist zu ungerecht.
36:17Das Leben ist zu spÀt.
36:26Das Leben ist zu spÀt.
36:30Das Leben ist zu spÀt.
36:55Das Leben ist zu spÀt.
36:57Das Leben ist zu spÀt.
36:59Das Leben ist zu spÀt.
37:03Jakob wird in ungefÀhr zwei Stunden hier sein.
37:08Aber was machen wir mit Jonas und Lisa?
37:11MĂŒssen die unbedingt zur Schule?
37:13Keine Ahnung, was denkst du denn?
37:15Die sollten hierbleiben, bei uns.
37:17Ja, gut, wenn Sie das wollen.
37:20Ich war gestern noch beim Bestatter.
37:25Ganz allein?
37:26NatĂŒrlich, ich komme schon klar.
37:28Was heiĂt das?
37:29Ja, dass ich nachher auch mal hinfahre.
37:31Und Bier in Empfang nehme.
37:33Und dann?
37:35Ja, dann wird es eingeÀschert.
37:37Und es gibt eine Beisetzung im engsten Familienkreis.
37:40Ja, weil die anderen, Freunde, Kollegen...
37:42Ich will kein groĂes Brimborium.
37:44Brimborium.
37:45Respektiert das bitte.
37:47Wenn Menschen Abschied nehmen wollen...
37:57Roland hat klar signalisiert, dass er keine Auszeit wĂŒnscht.
38:00Warum auch?
38:02Weil es ihn vielleicht irgendwann zerreiĂt, Frau Kollegin?
38:05Oder auch nicht, weil er sich mit Arbeit ablegt.
38:07Roland ist kein Ăbermensch.
38:08Er wird irgendwann zusammenbrechen.
38:10Jetzt wird philosophisch.
38:12Bitte jetzt keinen Nietzsche.
38:13Ich hÀtte auch noch einen Goethe zu bieten.
38:16Kaum bist du Herr vom ersten Kinderwillen,
38:19so glaubst du dich schon Ăbermensch genug.
38:20Dr. Kaminski, wĂŒrden Sie uns verschonen?
38:23Auch ohne Lyrik wĂŒrde ich der Kollegin zustimmen.
38:25Schmerz mit Arbeit zu betÀuben,
38:26ist immer noch eine probate Methode, damit umzugehen.
38:29Bis er irgendwann zusammenbricht?
38:30Vielleicht mitten im OP?
38:31Wenn Sie es sagen.
38:34Deshalb bauen wir ja auch in den Dienst- und OP-Plan
38:35einige Sicherheiten ein.
38:37Ich teile Ihre Schwarzmalerei zwar nicht,
38:39aber ich werde da sein, wenn Sie mich brauchen.
38:42Danke.
38:43Es ist rĂŒhrend zu sehen,
38:44dass Sie hier so basisdemokratisch agieren.
38:47Aber Sie sind die Chefin.
38:48Machen Sie einfach eine klare Ansage und gut.
38:51Danke fĂŒr den Tipp.
38:57Hallo?
39:02Hallo?
39:05Papa?
39:13Wo sind denn alle?
39:16Otto sieht nach Charlotte.
39:18Da geht's nicht so gut.
39:22Und Papa?
39:23Mein Bestatter.
39:31Kommt mal her.
39:45Der Flieger hat etwa 45 Minuten VerspÀtung.
39:51Danke.
39:57Können Sie mich bitte alleine lassen?
39:59Aber natĂŒrlich.
40:27Du bist da.
40:29Hat Roland schon mit dir gesprochen?
40:32Er will uns alle bei der Beerdigung nicht dabei haben.
40:35Niemand von uns.
40:36Wie jetzt?
40:37Das hat mein Vater mir gerade erzÀhlt.
40:38Er will kein Brimbole-Lung.
40:40Guten Morgen.
40:41Guten Morgen.
40:43Aber er kann uns doch nicht einfach den Abschied verweigern.
40:46Hast du eine Idee, wie wir ihn wieder zur Vernunft bringen?
40:49Noch nicht.
41:27Untertitelung des ZDF fĂŒr funk, 2017
41:45Untertitelung des ZDF fĂŒr funk, 2017
42:16Untertitelung des ZDF fĂŒr funk, 2017
42:57Untertitelung des ZDF fĂŒr funk, 2017
42:57Amen.
Kommentare