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Transkript
00:20Love Is Enough
00:49Was treibst du denn so lange da drin?
00:50Ich schminke mich.
00:52Das bringt doch eh nichts.
00:53Jonas, lass Lisa in Ruhe.
00:55Ich muss auch ins Bad.
00:56RĂ€um lieber auf, hier liegt noch dein ganzes Zeug rum.
00:59Wann kommen denn eigentlich Charlotte und Otto aus Italien zurĂŒck?
01:01Die sind nicht da, um euch alles hinterherzurÀumen.
01:03Das ist von Lisa.
01:05Ich mein das da.
01:06Ja, ja.
01:08Na endlich.
01:11Wie soll man sich hier konzentrieren?
01:13Wir sind das Telefon.
01:18Hier.
01:21Heimat.
01:24Zu spÀt.
01:26Aus Italien.
01:31Verbindung zur Zeit nicht möglich.
01:33Prima.
01:35Pierre ruft bestimmt noch mal an.
01:52Warum will Hanna eigentlich immer von dir in die Schule gebracht werden?
01:55Sie mag meinen Fahrstil.
01:56Es gefÀllt dir, wenn sie beim Anfahren in den Sitz gepresst wird.
02:00Weißt du schon, wie lange du bleibst?
02:02Jetzt bin ich gestern gekommen und du wirst mich schon wieder loswerden?
02:05Also ein paar Tage schon.
02:07Aber ich muss leider arbeiten.
02:09Ja, wir sehen uns abends.
02:11Was machst du tagsĂŒber?
02:13Shoppen, in den Zoo gehen, vielleicht einen Töpferkurs.
02:17Nein, ich will ein paar alte Kontakte wieder auffrischen.
02:20So langsam mal wieder die FĂŒhler ausstrecken.
02:22Wonach?
02:23Keine Sorge, ich werde mich da wieder anknĂŒpfen, wo ich aufgehört habe.
02:25Das glaube ich dir.
02:27Aber ob du ĂŒberhaupt anders kannst als Vollgas?
02:30Das werden wir dann sehen.
02:33Also, bis heute Abend.
02:39Hallo?
02:41Kein Empfang. Ja. Moment.
02:45Hallo?
02:49Ja. Verstehen Sie mich jetzt besser?
02:52Ja. Okay.
02:54Wasser lÀuft nicht.
02:56Ja. Und kalt.
03:00Kalt. Ja, wann?
03:02Wann?
03:04Hallo?
03:06Verstehen Sie mich jetzt besser?
03:11Kalt. Ja. Ja.
03:14Ja.
03:28Die in meiner Klasse waren alle ganz neidisch, dass ich so einen coolen Praktikumsplatz bekommen habe.
03:33Wieso machen die anderen denn so?
03:34Keine Ahnung, alles Mögliche. Aber ein OP-Saal sieht von denen bestimmt keiner.
03:38Du auch nicht.
03:39Nicht mal, wenn keine Operation stattfindet?
03:41Wir haben doch ĂŒber alles gesprochen. Du lernst erst mal die AblĂ€ufe kennen, dann darfst du zu den Ärzten.
03:45Heute sortierst du erst mal Akten in meinem BĂŒro.
03:51Morgen.
03:52Morgen.
03:53Na, Lisa, bist du schon aufgeregt?
03:55Ja.
03:56Lisa hat gerade erfahren, dass sie nicht operieren darf.
04:00Sag mal, Roland, bist du eigentlich mein Strategiepapier durchgegangen?
04:04Überflogen.
04:05Ich möchte das heute noch mal ganz grĂŒndlich mit dir durchgehen.
04:07Der Strauer kommt doch erst morgen.
04:09Und er ist nicht angetan von der Aufstockung der Bettenzahl. Wir mĂŒssen wirklich sehr gut vorbereitet sein.
04:14Alman?
04:15Ja, ich komme.
04:17Lisa, du gehst schon ins BĂŒro. Du weißt ja, wo es ist. Ich komme gleich nach.
04:21Muss ich wirklich Akten sortieren?
04:23Also ich hĂ€tte da eine etwas bewegungsintensivere Aufgabe fĂŒr dich. Komm mal mit.
04:30Zu Ihrem Personalinkliff. Wir haben nichts gefunden.
04:33Was ist passiert?
04:34Junge Frau, vermutlich von der Treppe gestĂŒrzt.
04:36Vermutlich?
04:37Wir haben sie im Hinterhof gefunden, aber es gab keine Zeugen. Verdacht auf SchÀdel-Hörntraum.
04:41Ist sie ansprechbar?
04:42Initial bewusstlos.
04:43Sie kommt langsam zu sich. Hallo?
04:45Können Sie mich verstehen?
04:46Ja. Ja. Wo bin ich?
04:49In der Sachsen-Klinik. Sie sind gestĂŒrzt.
04:51Wir kĂŒmmern uns jetzt nicht.
04:52Also los.
04:55Großes Blutbild. Gerinnungsstatus.
04:59Keine Stufe tastbar. Das ist gut.
05:01Tut Ihnen außer dem Kopf noch etwas weh? Zum Beispiel hier im Bauch?
05:05Nein.
05:08Karim. Karim, wo ist Karim?
05:10Können Sie mir sagen, wie Sie heißen?
05:12Jan-Dali.
05:13Alia Jan-Dali.
05:15Jan-Dali. Frau Jan-Dali.
05:17Folgen Sie bitte mal meinem Finger.
05:20Und weiter?
05:22Deutlich verlangsamt.
05:24Karim? Wer ist Karim?
05:27Bruder.
05:29Bruder.
05:30Was genau ist passiert? Können Sie sich erinnern?
05:33Gefallen die Treppe. Karim, bitte. Karim ist sieben Jahre alt.
05:43Sie verliert das Bewusstsein.
05:45CT, SchÀdel und Abdomen gleich mit zur Sicherheit.
05:49Die NotÀrztin hat gar nichts von einem kleinen Jungen gesagt.
05:51Darum kĂŒmmern wir uns spĂ€ter. Wir werden operieren mĂŒssen.
06:05Ja, was gibt's?
06:05Alexander, ich bin's. Kannst du heute Hanna abholen? Ich schaff's leider nicht.
06:09Kein Problem.
06:10Ja, danke. Heute ist hier wieder mal die Hölle los und jetzt auch noch eine ungeplante OP.
06:14Aha.
06:14Eine junge Frau wurde als Notfall eingeliefert.
06:16Mit unklarem Hintergrund. Wir wissen praktisch nichts, außer dass sie einen kleinen Bruder hat.
06:24Ah, hast du alles bekommen?
06:26Ja.
06:26Super. Stell's einfach da auf dem Sessel ab. Wunderbar. Du bist dein Schatz.
06:32Wer isst denn so viel SĂŒĂŸkram?
06:35Unser Gesundheitsdezernent. Der soll sich schließlich wohlfĂŒhlen.
06:39Gibt es auch etwas Sinnvolleres zu tun?
06:41Das war sinnvoll.
06:42Ja, fĂŒr sie vielleicht, aber nicht fĂŒr mich und fĂŒr die Patienten auch nicht.
06:46Du wirst dich wundern. Indirekt kommt das den Patienten zugute.
06:49Aber ich hab jetzt eine Aufgabe, die nah am Patienten ist.
06:54Kennst du dich mit Computern aus?
06:56Im Prinzip.
06:57Das hier sind die Kassenabrechnungen der Patienten und die mĂŒssen digitalisiert werden.
07:02Die alle?
07:03Ja, und die.
07:05Und wie?
07:06Indem du jedes Blatt einscannst.
07:10Klassische Epiduralblutung, keine SchÀdelfraktur.
07:13Ich mach eine Bohrlochtrepanation zur Druckentlastung. Kannst losgehen?
07:16Ja, aber ihr Blutdruck gefÀllt mir nicht. Der ist sehr niedrig.
07:20Das sollte nicht lange dauern. Sky Pay.
07:26Wie lÀuft's zu Hause?
07:28Wenn Otto und Charlotte aus Italien zurĂŒck sind, bin ich reif wie im Besuch bei Pia.
07:33Tupfen?
07:34Etwas höher.
07:36Haken.
07:40Mehr nach Lateral ziehen.
07:43Jetzt spielt ihr Blutdruck total verrĂŒckt.
07:45Kommst du das in den Griff?
07:46Muss ich. Aber ihre Gesamtverfassung gefÀllt mir nicht.
07:51Inzettel?
07:55Irgendwas stimmt hier nicht.
07:59Hora.
08:00Ich sehe Zeichen einer beginnenden Hirnschwellung.
08:03Richtig.
08:04HirndrĂŒck senkende Maßnahmen wurden bereits eingeleitet.
08:07Veranlassen Sie bitte noch eine BGA bei den Patienten.
08:09Ja.
08:10Ach, Herr Kollege, könnten Sie auch schnell mal einen Blick auf eine Nierensonographie werfen?
08:13NatĂŒrlich, sicher.
08:17Entschuldigung, es war ein Scherz, Brenner.
08:22Wie geht's denn Ihrem Vater?
08:24Seitdem er medikamentös eingestellt ist, ganz gut soweit.
08:28Frau Dr. Peters?
08:29Ja.
08:30Die LaborwÀrter von Frau Kovac.
08:32Danke.
08:34Aber er wohnt noch bei Ihnen?
08:36Der Psychiater hĂ€lt es fĂŒr besser und ich auch.
08:40FĂŒr meinen Sohn wĂ€re es wahrscheinlich ein Albtraum, wenn ich bei ihm einziehen wĂŒrde.
08:44Obwohl Sie eine so gewinnende Art haben?
08:47Eben.
08:49In den Zoo?
08:51Das machst du doch nur, weil es da die besten Pommes frites gibt.
08:53Und weil deine Tochter Elefanten liebt.
08:55Das ist eine klassische Win-Win-Situation.
08:58Habt ihr denn jetzt den Bruder eurer jungen Patientin gefunden?
09:01Kannst du Gedanken lesen?
09:02Na, inzwischen kenne ich dich gut genug, um zu wissen, was dich beschÀftigt.
09:05Der Rettungsdienst hat keinen Jungen gesehen.
09:08Und der Anrufer?
09:09Anonym. Die Polizei ist informiert.
09:11Wenn sie gar nichts weiß, ich hatte keine Papiere, keine Jacke, kein Handy.
09:15Dann liegt es doch nahe, dass sie da wohnt, wo sie gefunden wurde.
09:18Nur hilft uns das hier auch gerade nicht weiter.
09:22Ich habe noch ein bisschen Zeit, bevor ich Hannah abhole.
09:24Gib mir doch mal die Adresse, wo die gefunden wurde.
09:26Dann mache ich einen kleinen Abstecher und schaue mich da mal um.
09:29Das wÀre toll.
09:30Danke, warte mal einen Augenblick. Ich suche die Adresse raus.
09:34Die gibt mir nur Aufgaben fĂŒr Doofe.
09:37Das passt.
09:38Dann spiel doch einfach mit und stell dich noch doofer an.
09:40Vielleicht lÀsst sie sich dann in Ruhe.
09:41Das klappt bei Mama immer.
09:43Hast du gehört?
09:44Na, ihr beide mĂŒsstet euch nicht groß verstellen.
09:46Haha, witzig.
09:49Jonas?
09:50Ich glaube, ich mache jetzt besser mal Schluss.
09:52Ist alles in Ordnung?
09:53Ja, ja.
09:57Ach, Frau Elster, wĂŒrden Sie mal bitte nachsehen, ob dieser Vorgang noch beim Archiv...
10:01Rate mal, was so eine Knieprothese kostet.
10:05Das Doppelte.
10:06Ja, genau. Unser Chemielehrer.
10:08Der KĂŒhler.
10:09Jetzt wissen wir, warum der immer so schnell sich lÀuft.
10:11Beide Knie operiert.
10:12Okay, warte, ich mache ein Foto von der Rechnung.
10:14Bleib kurz dran.
10:17Fett.
10:18Was machst du denn da?
10:19Nichts.
10:20Ähm, ich wollte nur...
10:22Vertrauliche Daten an deine Freundin schicken?
10:25Bist du wirklich so naiv?
10:26Das wÀre doch unter uns geblieben.
10:28Hier werden ĂŒberhaupt keine Fotos gemacht.
10:31Ich mache dann jetzt weiter.
10:32Auf keinen Fall.
10:34Diese Aufgabe ist nicht die richtige fĂŒr dich.
10:37Sieh dich einfach in der Klinik um, aber fass nichts an.
10:45Das ist doch nicht wirklich so blöd.
10:47Das ist doch nicht so blöd.
10:48Das ist doch nicht so blöd.
10:57Das ist doch nicht so blöd.
11:02Das ist doch nicht so blöd.
11:36Moin.
11:36Wohnt ihr hier?
11:38Wieso?
11:39Ich suche einen Jungen.
11:40Karim, sieben Jahre alt.
11:42Die Schwester heißt Alia.
11:44Zehn Euro.
11:53Also was ist jetzt?
11:54Kennt ihr den oder nicht?
11:55Nö, Alter.
11:57Falsche Antwort.
11:58Abflug.
12:04Ja.
12:06Ja.
12:12Ja.
12:21Ja.
12:30Hey, bist du Karim? Warte doch mal! Warte doch mal, Karim! Ich tu dir nichts! Karim?
12:52Gibt es eigentlich was Neues von Brantano?
12:54Hat sich noch nicht entschieden. Ich habe ihm ein Vertragsangebot gemacht, aber mehr kann ich momentan nicht tun.
13:00Du könntest ihn anrufen und nachhaken.
13:02Na sicher.
13:03Ich habe deinen Text nochmal gelesen. Wieso kommst du jetzt auf Seite 11 auf die Bettenzahl zu sprechen?
13:10Verhandlungsstrategie. Aber Roland, kurz nochmal was anderes.
13:15Lisa ist doch eigentlich ein patentes und aufgewecktes MĂ€dchen.
13:18Ich denke schon.
13:20Ich hatte sie gebeten, KV-Abrechnungen einzuscannen und sie wollte eine fotografieren und an ihre Freundin schicken.
13:26So blöd ist Lisa nicht. Sie weiß, was Datenschutz bedeutet.
13:29Und damit hat sie erreicht, dass ich sie von der Aufgabe abziehe, weil sie ihr nicht sinnvoll erscheint.
13:34Auch Einkaufen war ihr nicht nah genug am Patienten.
13:36Du hast sie fĂŒr dich einkaufen lassen? Das ist nicht Sinn eines Praktikums.
13:39Das möchte ich jetzt gar nicht erst vertiefen.
13:42Was ist das eigentlich fĂŒr eine Sache mit dieser jungen Frau ohne Papiere?
13:46Was soll das fĂŒr eine Sache sein?
13:48Ist die KostenĂŒbernahme geklĂ€rt?
13:49Die Patientin war kaum ansprechbar, deshalb konnten wir das nicht erörtern.
13:53Wir werden das nachholen zu deiner Beruhigung.
13:57Zu Stauber.
13:59Ich weiß, er besteht auf die Einrichtung von FrauenparkplĂ€tzen, obwohl das die sĂ€chsische Garagenverordnung gar nicht zwingend vorschreibt.
14:23Lise?
14:24Ja.
14:25Suchst du deinen Vater?
14:26Ähm, nein, ich mache ein Schulerpraktikum.
14:29Ah.
14:40So, wir sind da.
14:48Na, dann kommen wir mit.
14:52Na, los.
14:54Ich muss keine Angst haben.
15:01Hallo, bist du der Karin?
15:03Ich bin Katrin und das ist die Bettina.
15:06Die bringt dich jetzt zu deiner Schwester, ja?
15:08Okay?
15:09Mal gucken.
15:10Hier sind sie.
15:13Danke.
15:16Weißt du von ihm, dass sie FlĂŒchtlinge sind?
15:17Nein, nein, von einer Nachbarin.
15:19Die hat mir auch erzĂ€hlt, dass die beiden vor fĂŒnf Monaten eingezogen sind.
15:23Und wohnen die beiden da allein?
15:25Offenbar.
15:25Das ist alles so ein bisschen undurchsichtig in dem Haus.
15:27Das ist auch eine echte Bruchbude.
15:28Nicht jeder hat deine AnsprĂŒche.
15:30Was?
15:31AnsprĂŒche?
15:32Die Heizung funktioniert nicht, das Wasser geht nur sporadisch, der Putz kommt von der
15:35Decke, durch die Fenster zieht's.
15:38Du scheinst dich ja da intensiv umgesehen zu haben.
15:40Die Nachbarin hat sich ausfĂŒhrlich bei mir beschwert.
15:42Sie dachte wohl, ich wÀre jemand Wichtiges von der Stadt.
15:45Das ist deine natĂŒrliche AutoritĂ€t, die du ausstrahlst.
15:49Ich habe ihr jedenfalls zugesagt, ich wĂŒrde die MĂ€ngelliste weitergeben.
15:53Und die Ärmste denkt jetzt passiert was?
15:55Ja, vielleicht rufe ich ja wirklich bei der Stadt an und sag denen mal, wie es in ihrer
15:57Immobilie aussieht.
15:59Ja, du brauchst wirklich dringend eine neue Aufgabe.
16:02Ja.
16:03Aber erstmal habe ich ein Date.
16:05Mit Pommes und Elefanten.
16:07Genau.
16:08Gib Hannah einen Kuss von mir bis heute Abend.
16:16Deine Schwester schlÀft so tief, weil sie Medikamente bekommt.
16:19So kann sie sich am besten erholen.
16:22Und der Schlauch hier sorgt dafĂŒr, dass sie genug Luft bekommt.
16:26Aber wir sollten sie jetzt in Ruhe lassen.
16:28Komm.
16:31Du kannst morgen wiederkommen.
16:33Na komm.
16:33Nein.
16:35Nein.
16:35Nein.
16:41Was machst du denn hier?
16:42Ich ist...
16:43Und das ohne Schutzkleidung, weißt du denn nicht, wie gefĂ€hrlich das fĂŒr die Patienten hier ist?
16:47Ich habe nicht drĂŒber nachgedacht.
16:48Als Tochter eines Klinikchefs hÀtte ich dir mehr Verstand zugetraut.
16:52Was ist denn mit dem Jungen und dem MĂ€dchen?
16:54Los raus.
16:58Gratuliere, wirklich ein gelungener Einstand.
17:00Wie stellst du dir den weiteren Verlauf deines Praktikums vor?
17:04Nicht als kostenlose Arbeitskraft fĂŒr idiotische AuftrĂ€ge.
17:07Wenn Sie einverstanden sind, ich finde es schon eine Aufgabe fĂŒr Lisa.
17:12Das mache ich mit dem Kleinen.
17:14Wenn keine Angehörigen da sind, mĂŒssen wir das Jugendamt verstĂ€ndigen, wegen Ihnen Obhutnahme.
17:18Geht es um Karin?
17:20Es wÀre gut, wenn er wenigstens so lange hierbleiben könnte, bis seine Schwester wach ist.
17:23Der Junge ist doch jetzt schon total verstört.
17:24Das Jugendamt sperrt ihn ja nicht in ein Heim.
17:27Sie werden ihn in eine erfahrene Kurzzeit Pflegefamilie geben, bis seine Schwester wieder fĂŒr ihn sorgen kann.
17:31Das weiß ich auch.
17:32Aber wenn seine Schwester ihm selbst erklÀren könnte, wie es weitergeht, wenn er sieht, dass es ihr besser geht, dann
17:38wĂ€re das alles einfacher fĂŒr ihn.
17:39Wir kriegen das Sinn. Es wĂ€re ja nur fĂŒr ein oder zwei NĂ€chte. Um das Jugendamt knurre ich mich.
17:44Wo soll der Junge schlafen? Auf der Kinderstation?
17:46Können wir ihn nicht zu seiner Schwester legen?
17:47Auf die ETS? Meinst du das im Ernst?
17:51Ja, es gibt genug Platz fĂŒr ein zweites Bett. Und er wĂŒrde nah bei ihr sein.
17:56Gut. Karin bleibt bei seiner Schwester.
18:04Wenn du da bist, ist hier Wasser fĂŒr dich.
18:04Komm mal.
18:18Falls du Durst hast, ist hier Wasser fĂŒr dich.
18:23Guten Nacht.
18:37Haben Sie unseren PJler gesehen?
18:39Nein.
18:41Ich habe eine Patientin, der Blut abgenommen werden mĂŒsste.
18:44Das kann doch jemand vom Pflegepersonal erledigen.
18:47Kann.
18:50Sie können ihn nicht besonders gut leihen, oder?
18:53Und seinen Brenner?
18:57Hat er sich bei Ihnen beschwert?
19:00Nein, aber ich finde, er gibt sich große MĂŒhe, seinen Job gut zu machen.
19:03Herr Brenner zeigte sich stets bemĂŒht.
19:07Ein solcher Satz in einer Beurteilung kommt einem Todesurteil gleich.
19:11Sie wissen, was ich meine.
19:13Es reicht nicht, sich MĂŒhe zu geben, sich Wissen anzueigen, gute Abschlussnoten zu haben.
19:17Um ein guter Arzt zu sein, braucht es etwas mehr. Demut. Und das wissen Sie so gut wie ich.
19:23Und die fehlt, Herr Brenner?
19:24Das wird sich zeigen.
19:26Ich werde jedenfalls alles dafĂŒr tun, dass am Ende dieses Jahres in seiner Beurteilung nicht nur steht, Herr Brenner, war
19:31stets bemĂŒht.
19:33Und jetzt rufe ich mir eine Schwester, die Blut abnimmt.
19:51Sarah.
19:54Wer hat er denn die Schnapsidee, den kleinen Jungen zu seiner Mutter auf die ITS zu legen?
19:58Du meinst zu seiner Schwester.
20:00Und wenn es seine Oma wÀre? Wir sind doch kein Hotel.
20:03Wer hat das veranlasst?
20:04Das ist eine absolute Ausnahme. Wir wollten den Jungen nicht noch weiter verstören.
20:08Er hat niemanden außer seiner Schwester.
20:10Wie dem auch sei, der Junge kann nicht hierbleiben.
20:15Doch. Kann er und wird er.
20:28Dann habe ich beim CT mitgeholfen. Das war cool.
20:31Du bist doch nicht wÀhrenddessen im CT-Raum geblieben.
20:35Ja, ich habe mich dazugelegt. War das falsch?
20:37Was ist denn hier los?
20:41Sag mal, geht's noch?
20:44Ey, was soll das denn?
20:45Machst du es dir mit Kerzen gemĂŒtlich? Wer rĂ€umt dein Chaos weg?
20:48Ja, das hÀtte ich schon noch gemacht.
20:49Klar. Ihr rÀumt auf.
20:51Basti ist schon lÀngst zu Hause?
20:52Du und Lisa.
20:54Was habe ich damit zu tun?
20:55Dir dein Verhalten. Als Strafe bei Sarah.
21:01Geht nicht.
21:02Die geht nicht.
21:03Sicherung ist rausgeflogen.
21:04Einfach so?
21:05Ja.
21:08Nein. Wegen der Anlage. Basti wollte den VerstÀrker reparieren.
21:12Grandios.
21:13Warum hast du die Sicherung nicht wieder reingedrĂŒckt?
21:16Habe ich aber sucht. Ging nicht.
21:20AufrÀumen.
21:26Warum treffen wir uns nicht einfach vor Ort und gehen die MĂ€ngel gemeinsam durch?
21:31Besten ist morgen. Zehn Uhr. Gut. Bis dann.
21:35Wer war das?
21:37Gleich. Ich sag nur schnell, Hanna, Gute Nacht.
21:39Halt. Sie ist schon angeschlafen.
21:40Nachdem sie mir dreimal von den Elefanten erzĂ€hlt hat und wie großartig das heute war.
21:45Danke, dass du dich so gekĂŒmmert hast.
21:49Noch graus mit der Sprache. Mit wem hast du dich verabredet?
21:52Es hat endlich jemand von der Hausverwaltung erreicht.
21:55Was lautet deine Patientin, diese Bruchbude?
21:57Und da hast du gleich mal einen Termin gemacht?
21:59Sonst passiert da ja nichts.
22:03Also, nimmst du das jetzt selbst in die Hand?
22:06Irgendeiner muss denn ja mal auf die Fuße treten.
22:10Und der eine, der bist du.
22:12Ja. Warum nicht?
22:16Okay.
22:18Und was springt fĂŒr dich da mal raus?
22:22Nichts.
22:24Ich kann das nur einfach nicht mit ansehen.
22:26Schönes Haus in einer guten Gegend.
22:28Ich verstehe nicht, dass man das so verkommen lÀsst.
22:30Vielleicht fehlen die Gelder.
22:32Nein, die Leute denken einfach nicht wirtschaftlich.
22:34Wegen der MĂ€ngel werden ja jetzt schon geminderte Mieten bezahlt.
22:37Einige Wohnungen stehen leer.
22:39Mit ein paar einfachen Sanierungsmaßnahmen könnte man das ganz schnell Ă€ndern.
22:42Das werde ich dir morgen mal erklÀren.
22:45Mach das.
22:55Aber Aso hat doch gesagt, sie kann mich brauchen.
22:58Mir wÀre lieber, du bleibst in meiner NÀhe.
23:00Morgen.
23:00Morgen.
23:01Da muss ich ja am OP-Tisch stehen.
23:03Wie du willst.
23:04Habe ich was verpasst?
23:06Lisa denkt, sie kann selbst entscheiden, wie sie ihr Praktikum gestaltet.
23:10Die Oberstwester hat gesagt, dass ich ihr eine Hilfe bin.
23:12Und dass sie gut fÀnde, wenn ich bei ihr in der Abteilung bleibe.
23:15Das ist doch schön.
23:16Eben.
23:17Er will nur, dass ich sein BĂŒro aufrĂ€ume.
23:19Auch nicht besser als die Marquardt.
23:20Immer noch Frau Marquardt.
23:25Nein, Karim ist jetzt bei uns.
23:27Ja, ist gut.
23:28Wir halten sie auf dem Laufenden.
23:29Ja, tschĂŒss.
23:31Waren das dein Eltern?
23:32Nee, die Schule.
23:33Der junge Mann geht da seit zwei Monaten in die erste Klasse.
23:36Und was sagen die?
23:38Die sind einverstanden, dass er dem Unterricht fernbleibt.
23:40Bis es deiner Schwester besser geht.
23:42Ich könnte doch ein bisschen mit ihm lernen.
23:44Ja, das ist super.
23:45Das ist gut.
23:46Ich sage Oberschwester Asu Bescheid.
23:47Die hat bestimmt nichts dagegen.
23:48Ist er wenigstens ein bisschen abgelenkt.
23:53Hi, ich bin Lisa.
23:56Und du bist Karim?
24:00Hallo.
24:04Du redest wohl nicht so viel.
24:10Magst du Fußball?
24:13Mein Bruder auch.
24:15Deutschland, super.
24:19Zeig mir mal deine Schuhsachen.
24:26Danke.
24:28Aha.
24:29Du Stamensalat.
24:30Von arm bist sie.
24:32Die Werte sehen gut aus.
24:34Ich habe die Sedierung vor zwei Stunden runtergefahren.
24:37Sie musste jetzt bald wach werden.
24:38Frau Jandali?
24:40Frau Jandali, können Sie mich hören?
24:43Frau Marquardt.
24:44Ja, Sarah?
24:45Roland, wo bleibst du denn?
24:47Herr Strauber ist schon da.
24:50Strauber, den hatte ich völlig vergessen.
24:53Na geh.
24:54Ich komme hier schon klar.
24:57Ich bin unterwegs.
25:03Das ist er.
25:04Bitte sehr.
25:10Du siehst ja verschlafen aus, ausgerechnet heute.
25:13Bedanklich bei deinem Sohn.
25:14Seineswegen musste ich letzte Nacht den Elektrikern Notdienst rufen.
25:17Wie bitte?
25:17Er hat dafĂŒr gesorgt, dass meine Hauptsicherung rausgeflogen ist.
25:20Ich hoffe, du bist versichert.
25:22Guten Tag, Herr Strauber.
25:23So, Herr Dr. Halmer.
25:24Bleiben Sie sich dran.
25:25Ja, bitte schon.
25:27Ja.
25:33So, womit wollen wir denn beginnen?
25:35In Anbetracht meiner knappen Zeit.
25:38Na, ich wĂŒrde sagen, mit dem problematischsten Punkt hier.
25:41Seite 11.
25:42Aufstockung der Bettenzahlen.
25:44Sehr gut.
25:45Ja.
25:45So problematisch ist das ja gar nicht.
25:47Sie mĂŒssen einfach nur Ja sagen.
25:50Ja, Herr Roland, vielleicht legst du mal aus medizinischer Sicht dar,
25:54warum diese Maßnahme so wichtig wĂ€re fĂŒr die Sachsenklinik.
25:58Gut, Sie wissen, so wie ich, die Sachsenklinik steht fĂŒr eine hochwertige Grundversorgung
26:02und zieht denen entsprechend immer mehr Patienten an.
26:05Besonders die GefĂ€ĂŸchirurgie erfreut sich großen Bedarfs.
26:08Mit ĂŒber 300 operativen Behandlungen von GefĂ€ĂŸkrankheiten
26:11wird das eindrucksvoll deutlich.
26:14So, ich hab's raus.
26:18Ganz ruhig.
26:20Sie können jetzt schlucken.
26:24Sie kommt langsam zu sich.
26:26Aliyah, können Sie mich hören?
26:30DrĂŒcken Sie mal meine Hand, bitte.
26:33Ja, gut so.
26:35Können Sie sprechen?
26:38Karin.
26:39Ihrem Bruder geht es gut.
26:41Er ist ganz in der NĂ€he im Schwesternzimmer und lernt fĂŒr die Schule.
26:46Hab getrÀumt.
26:47Ich spĂŒrt, er war da.
26:49Er hat direkt neben Ihnen geschlafen.
26:52Haben Sie Schmerzen?
26:54Nein.
26:55Nee.
26:56Was ist passiert?
26:58Sie hatten eine Kopfverletzung.
27:00Wir mussten Sie operieren.
27:02Aber es ist alles gut verlaufen.
27:04Sie werden sich schnell wieder erholen.
27:08Sie kommen aus Syrien?
27:10Ja.
27:10Wo sind Ihre Eltern?
27:18Mama.
27:19Mama ist tot.
27:22Wo mein Papa ist, ich weiß es nicht.
27:26Aber nicht Karim sagen.
27:29Dali.
27:30Ihr Putsch ist hoch.
27:31Halt nur mich.
27:32Ganz ruhig bleiben.
27:34Nicht aufregen.
27:34Frau Jandali, nicht aufregen.
27:36Am die Beutel, schnell.
27:38Ganz ruhig.
27:40Kopf da runter.
27:41Wir mĂŒssen Sie wieder intubieren.
27:43Ganz ruhig atmen.
27:45Ruhig atmen.
27:50Ich sage Ihnen, Frau Herreraus, ĂŒberzeugt bin ich nicht.
27:54Wie viele Argumente brauchen Sie denn noch, Herr Strauber?
27:57Ich möchte Sie einfach mal bitten, ĂŒber alles noch mal genau nachzudenken,
28:00bevor Sie eine Entscheidung treffen.
28:01Das ist ja verstÀndlich, Frank Mayfurt.
28:03Das mache ich schon.
28:05Kommen wir mal zum nÀchsten Punkt.
28:06Die FrauenparkplÀtze.
28:08Nein.
28:08Die Entsorgung des medizinischen Abfalls.
28:11Ist meine Anwesenheit dabei erforderlich?
28:13Das ist ein sehr wichtiges Thema, Herr Dr. Heilmann.
28:15Mit einem verbesserten Abfallwirtschaftskonzept kann man enorm an der Kostenschraube drehen.
28:19So ist es.
28:20Wann haben Sie denn zuletzt die umwelthygienischen Kriterien angepasst?
28:25Ach, Entschuldigung.
28:26Heilmann?
28:27Ja, Roland, ich bitte.
28:28Ich wollte dich nur kurz informieren.
28:29Ich musste Frau Jandali wieder intubieren.
28:31Ich komme sofort.
28:32Musst du nicht.
28:35Ein Notfall.
28:36Sind Sie der Einzeige, der Herr operieren kann oder wie oder was?
28:43Greifen Sie doch bitte zu.
28:45Ja, danke.
28:55Was kann das sein?
28:57Es ging ihr relativ gut.
28:58Sie war zwar etwas kraftlos, das ist aber bei einer SchÀdelverletzung nichts Ungewöhnliches.
29:02Das GesprĂ€ch ĂŒber ihre Eltern hat sie möglicherweise aufgeregt.
29:05Ja, das kann schon sein, aber so eine Reaktion?
29:07Sie war ja regelrecht ateminsuffizient.
29:11Eine Nachblutung?
29:13Hirnschwellung?
29:13Wir machen einen KontrollschÀdel-CT.
29:16Ich melde sie an.
29:18Du bist aber nicht hier, weil du denkst, ich habe das nicht im Griff, oder?
29:20NatĂŒrlich nicht.
29:22Aber diese Sitzung mit Sarah und Straube.
29:29Und wie heißt diese Farbe?
29:30Gelb.
29:31Ja, gut.
29:32Und wenn man gelb und blau mischt, ergibt das?
29:35Fußball.
29:36Nein.
29:37Nein, grĂŒn.
29:39Hattet ihr schon Farben, Leere?
29:42Du, Spanien ist Deutschland.
29:46Na gut.
29:48Los.
29:56Tor fĂŒr mich.
30:14Es tut mir leid, wir haben nur ein bisschen Fußball gespielt.
30:17Wolltet ihr nicht was fĂŒr die Schule machen?
30:19Ja, ja, haben wir auch.
30:21Aber ich dachte zwischendurch eine Pause.
30:23Ja, das ist eine gute Idee.
30:24Sag mal, du schießt ja wie Ronaldo.
30:27Kommen Sie mal her.
30:29Können Sie ihn noch ein bisschen beschÀftigen?
30:30Es gibt Komplikationen bei seiner Schwester.
30:33Du.
30:35Ja, na komm.
30:37Wir spielen gleich.
30:38Kein Ödem, keine Blutung und auch sonst keine Anzeichen einer Komplikation.
30:43Aber was ist dann mit ihr los?
30:45Und wenn es im Hintergrund eine andere Erkrankung gibt?
30:48Etwas, woran sie schon vor dem Sturz litt.
30:51Vielleicht Tetanus?
30:52Sie sollten sich auf Diagnostik spezialisieren, Herr Brenner.
30:55Es gibt zehn TetanusfÀlle im Jahr in ganz Deutschland.
30:59Die Patientin kommt aber aus Syrien.
31:01Die Symptomatik passt nicht dazu.
31:04Vielleicht hat der Brenner doch nicht ganz Unrecht.
31:06Wir können nicht davon ausgehen, dass sie durchgeimpft ist.
31:08Man mĂŒsste die Frau befragen.
31:11Das geht nicht.
31:12Sie ist bewusstlos.
31:15Vielleicht kriege ich was aus dem Bruder raus.
31:20Schön, dass Sie da waren, Herr Strauber.
31:22Tja.
31:24Im Gegensatz zu Ihrem Klinikchef.
31:26Herr Strauber, Sie wollen schon gehen?
31:28Sagen Sie bloß, Sie haben jetzt Zeit.
31:30Sie können sich ja bei Frau Markwart erkundigen.
31:34WorĂŒber wir hier gesprochen haben.
31:35Einen schönen Tag noch.
31:36Auf Wiedersehen.
31:37Auf Wiedersehen.
31:37Auf Wiedersehen.
31:38Ist doch gut gelaufen.
31:40Das glaubst auch nur du.
31:42Mit deinem offensichtlichen Desinteresse an allem,
31:44was nicht mit der Erhöhung der Bettenzahl zu tun hat,
31:46da hast du ihn regelrecht brĂŒskiert.
31:48Wieso?
31:48Der Dr. ganz zufrieden.
31:49Pia hat recht.
31:50Du bist ein Stoffel.
31:51Wann hat sie das gesagt?
31:52Schon öfter.
31:53Ach, egal.
31:56Wenn Strauber sich gegen die Betten entscheidet,
31:58dann ist das ganz allein deine Schuld.
32:01Schade fĂŒr die Patienten, die davon profitiert hĂ€tten.
32:07Karin, wir mĂŒssen unbedingt wissen,
32:10ob deine Schwester schon vor dem Unfall
32:12irgendwelche Schmerzen hat.
32:14Vielleicht hier oder hier.
32:18Karin, heute ist Donnerstag.
32:21Ja, gestern war Mittwoch.
32:24An dem Tag ist Alia die Treppe runtergefallen.
32:27Ging es ihr Dienstag auch schon schlecht?
32:30Kopfweh.
32:32Und Montag?
32:34Montag auch.
32:35Und hatte sie nur Kopfweh?
32:36Oder hat sie sich vielleicht auch ĂŒbergeben?
32:39So ging es mir mit der Blinddarmansyndrom.
32:42Sie hat keinen mehr.
32:44Und wir haben ein CT vom Bauchraum gemacht.
32:46Da war nichts AuffÀlliges.
32:47Kopfschmerzen, Bauchschmerzen, Übelkeit,
32:49das sind alles unspezifische Symptome.
32:52War noch irgendwas anderes mit Alia?
32:54Hat sie noch irgendwas gemacht,
32:56was sie sonst nicht macht?
32:58Sie hat den Stuhl umgelaufen.
33:02Vielleicht konnte sie nicht richtig sehen.
33:07Habt ihr Pilze gegessen?
33:10Oder vielleicht Fisch?
33:12Dose, nur Alia.
33:13Fisch aus der Dose.
33:15Und dann war Alia schlecht
33:16und sie konnte nicht mehr richtig sehen.
33:19Und hat sie auch komisch gesprochen?
33:22Wie mĂŒde.
33:25Das ist es.
33:26Du hast uns sehr geholfen, Karin.
33:36Die Benommenheit, die Kraftbindungen,
33:37das passt alles genauso
33:38zu ihrem SchÀdenhörntrauma.
33:41Die Symptomatik hat sich ĂŒberlagert.
33:43Wenn ich den Jungen richtig verstanden habe,
33:45dann hat sie Dosenfisch gegessen.
33:46Er nicht, er mag keinen Fisch.
33:47GlĂŒckspilz.
33:48Lassen Sie die Probe auf Nahrungsmittelbotulismus testen.
33:51Es ist eilig.
33:53Die lange Inkubationszeit
33:54spreche fĂŒr eine geringe Toxinmenge.
33:57Trotzdem, wir können mit der Gabe des Antitoxins
33:59nicht warten, bis der Laborbefund da ist.
34:00Die Leitlin besagen,
34:01bei hinreichendem Verdacht
34:02sofort mit der Therapie zu beginnen.
34:05Na dann los.
34:22Sag mal, was machst du denn da?
34:24Du hast doch gerade was eingesteckt.
34:26Was hast du denn da?
34:30Bist du stumm?
34:31Leg das sofort wieder auf den Tisch.
34:33Was ist los?
34:34Er hat irgendwas eingesteckt.
34:36Das ist los.
34:37Was hast du genommen, Karim?
34:40Aliyah.
34:44Naja, trotzdem.
34:45Man kann ja nicht einfach was nehmen,
34:47was einem nicht gehört.
34:48Legst du das bitte wieder dahin?
34:54Gut.
35:05Hier.
35:08Wenn ich es dir schenke,
35:10kannst du es nehmen
35:11und zu Aliyah bringen.
35:14Nimm.
35:18Nein, Sie können die Seele wechseln,
35:20aber der Opina bleibt...
35:21Sie bekommt jetzt das Antitoxin.
35:23Dazu Scholin, Esterase, HĂ€mmer.
35:25Vier Milligramm
35:25aller 24 Stunden intravenös.
35:30Wie hast du das eigentlich
35:31aus dem Jungen rausbekommen?
35:34Mit Lisas Hilfe.
35:35Wie sie sich um den Jungen kĂŒmmert,
35:37ist wirklich großartig.
35:38Man muss eben meiner Tochter
35:39eine vernĂŒnftige Aufgabe geben.
35:43Nicht auszudenken,
35:44was passiert wÀre,
35:45wenn sie in ihrer Wohnung
35:46zusammengebrochen wÀre.
35:47So gesehen hatte der Sturz
35:48etwas Gutes.
35:50So.
35:52Jetzt warten wir mal ab,
35:54wie sie reagiert.
35:57Botulismus-Toxin.
35:58Ein einziges Kram wÀre
35:59fĂŒr 10 Millionen Menschen tödlich.
36:01Alli hÀtte sterben können, oder?
36:03Ist ich aber nicht
36:04dank deiner Hilfe.
36:07Trotzdem Ärztin will ich nicht werden.
36:09Musste auch nicht.
36:12Aber BĂŒrofrau
36:13ist auch nichts fĂŒr dich.
36:14Du bist also nicht mehr sauer,
36:16dass ich getrickst habe?
36:17WĂ€re sauer gewesen,
36:18wenn du wirklich
36:18Informationen weitergegeben hÀttest,
36:20aber so nein.
36:22Irgendwie scheint
36:22Trickste so ein Frauending zu sein.
36:26Du sagst ja gar nichts.
36:28Ich will mich nicht streiten.
36:31Auch so ein Frauending.
36:37Also ganz ehrlich,
36:38fĂŒr Ihr Problem
36:39bin ich die beste Lösung.
36:41Nein, auf gar keinen Fall.
36:43Da mĂŒssen wir noch mal drĂŒber reden.
36:45Kein Problem, machen Sie das.
36:48War das noch mal
36:49die Hausverwaltung?
36:52Du ratierst schon wieder
36:53wie frĂŒher.
36:55Ich habe Neuigkeiten.
36:58Ich bin ganz ohr.
37:00Ich kaufe das Haus,
37:01in dem Alia und ihr Bruder wohnen.
37:03Ich denke,
37:04das ist ein Bruchbude.
37:06Ich habe mir das alles
37:07noch mal genau angesehen.
37:09Die Stadt sucht bereits
37:10seit zwei Jahren
37:11einen KĂ€ufer fĂŒr das Objekt.
37:13Kein Wunder.
37:14Ja, aber unter der Auflage,
37:16dass ich die besprochenen
37:17Sanierungsmaßnahmen durchfĂŒhre,
37:19hat man mir
37:19einen sehr guten Preis gemacht.
37:21Und die Mieter?
37:23Bekommen zumutbaren Wohnraum
37:24zu langfristig
37:25moderat angepasster Miete.
37:28Alexander,
37:28das ist doch völlig irre.
37:29Tja,
37:30und alle gewinnen dabei.
37:32Mir ist nur noch nicht klar,
37:33was du dabei gewinnst.
37:35Das ist ein interessantes
37:36Steuersparmodell.
37:37Eine Immobilie mit Zukunft
37:38in einem prosperierenden Stadtteil.
37:40Und dazu kommt,
37:41ich habe die Zeit,
37:42mich um alles zu kĂŒmmern.
37:43Wenn man das Dach ausbaut,
37:44bekommt man ein Loft
37:45mit fantastischer Weitsicht.
37:48300 Kalt sind da locker drin.
37:53Oder Eigenbedarf?
37:55Ich sage es doch.
37:58Irre.
38:10So, jetzt haben wir es raus.
38:13Frau Jan Dali,
38:14alles in Ordnung?
38:16Und wie sieht es aus?
38:17Das Labor hat die Diagnose bestÀtigt.
38:19Clostridium botulinum.
38:20Sie hat das Antitoxin gut aufgenommen.
38:22Ich hoffe,
38:22dass es ihr bald besser geht.
38:24Sie sind jetzt noch sehr mĂŒde,
38:26Frau Jan Dali.
38:26Das ist ganz normal.
38:29Können Sie uns verstehen?
38:37Was sind erste vorbereitende Maßnahmen?
38:40Eine Eigenblutspende,
38:41um einen erhöhten Blutverlust
38:42wÀhrend der Operation auszugleichen,
38:43sowie Untersuchungen
38:45zum allgemeinen Gesundheitszustand
38:47und NarkosefÀhigkeit des Patienten.
38:48Also EKG, Labor, Thorax, Röntgen.
38:51Was noch?
38:53Ähm,
38:54Absetzen der Gerinnungshemmer.
38:56Gut.
38:56Unser Medikus macht sich langsam.
38:58Dr. Peters,
39:00Frau Kovac ist aus der Narkose aufgewacht.
39:02Und hier einmal der Befund.
39:02Ja, danke.
39:04Herr Brenner,
39:05wenn Sie Zeit haben,
39:06könnten Sie mir kurz behilflich sein?
39:09Dann fĂŒhlen Sie sich persönlich beleidigt,
39:11weil ich es gewagt habe,
39:12Medizin zu studieren
39:13und Arzt zu werden.
39:14Ich wollte Sie eigentlich nur bitten,
39:16mir am PC im Behandlungsraum zu helfen.
39:18Sie haben doch neulich
39:19die Verbindung zum Drucker
39:20wieder hingekriegt.
39:21Also ich bin zu blöd dazu.
39:23Ach so, ja.
39:24NatĂŒrlich.
39:25Verzeihung.
39:26Ich bin gleich wieder da.
39:30Fördern und fordern.
39:34Na ja.
39:40Alles bestens.
39:42Danke.
39:43Sie sind eine gute Krankenschwester.
39:45Wenn Sie das sagen.
39:46Ich bin auch Krankenschwester.
39:48Ach,
39:49dann melden Sie sich,
39:50wenn Sie wieder auf dem Damm sind.
39:52Gutes Pflegepersonal
39:53können wir immer gebrauchen.
39:54Wo ist Karin?
39:56Er kommt gleich.
39:57War ja in der Schule.
39:58Nein.
39:59Alles in Ordnung.
40:00Die wissen dort Bescheid.
40:01Er muss lernen.
40:02Und das hat er auch.
40:04Mit unserer Praktikantin Lisa.
40:10Karin.
40:15Geht's dir gut?
40:17Ja.
40:18Ich hab mit dem Fußball gespielt.
40:21Fußball?
40:24Gut.
40:29Hattest du Spaß?
40:31Ja.
40:31Ich hab mit dem Fußball gespielt.
40:36Hast du eine neue Freundin gefunden?
40:41Aber der Junge schlÀft nicht mehr auf der Intensivstation?
40:43Nein, auf der Kinderstation.
40:45Aber auch nicht als Dauerzustand.
40:47Nur bis Frau Jandali wieder nach Hause kann.
40:49Wir haben das mit dem Jugendamt abgestimmt.
40:51Die sind einverstanden.
40:53Hast du schon was von Straube gehört?
40:54Und auch Themenwechsel?
40:56Ja, da seh ich schwarz.
40:58Ich war dir keine große Hilfe.
41:00Das kann man so sagen.
41:03Aber schwamm drĂŒber.
41:04Ich find schon noch eine Möglichkeit, ein paar Bitten zu finanzieren.
41:07Einsparung?
41:09Ja, was denn sonst?
41:10Aber die Stelle von Dr. Brentano wird nicht ersatzlos gestrichen?
41:14NatĂŒrlich nicht.
41:15Liegst du nicht, ich hinde zurĂŒck.
41:17Ich auch.
41:19Aber das ist ganz allein Dr. Brentano's Entscheidung.
41:22Schönen Feierabend.
41:23Ihnen auch.
41:25Steigst du nicht mit ein?
41:26Nein, nein.
41:26Ich muss noch meine Tochter einsammeln.
41:38Karin, Schule ist nicht weit von der Klinik.
41:40Ich könnte ihn hinbringen und wieder abholen.
41:43Aber PrioritÀt hat ein Praktikum.
41:46Und du unterschÀtzt Sarah nicht?
41:48Du stehst unter Beobachtung.
41:51Sag mal, Jonas.
41:53Bist du gekocht?
41:54Ja, Auflauf.
42:02Nur aufgewÀrmt.
42:03Halt da kommen sie mitgebracht.
42:12Wahrscheinlich zu viel Oberhitze.
42:14Grandios.
42:15Hallo.
42:16Wir sind wieder da.
42:18Hallo.
42:19Wir haben euch noch gar nicht zurĂŒck erwartet.
42:21Wir sollen euch ganz herzlich von Pia grĂŒĂŸen.
42:25Wie war es denn in Italien?
42:27Herrlich.
42:28Ja, unten ist schon Sommer.
42:29Wir konnten abends sogar draußen sitzen und das Essen.
42:31Wie immer.
42:32Köstlich.
42:33Im Gegensatz zu dem hier.
42:37Das kann man ja gar nicht essen.
42:39Du, Àh.
42:40Mach doch gar nichts.
42:41Wir haben doch die Antipasti.
42:44Unmittelbar vorm Abflug gekauft.
42:45Ganz frisch.
42:47Einmal.
42:50Und zweimal.
42:51Schön, dass ihr wieder da seid.
42:53Ich mach uns noch ein paar Nudeln.
42:55Lisa, Wasser.
42:59Oh.
43:00Was ist denn jetzt los?
43:01Ich war's nicht.
43:02Die Nummer vom Elektriker liegt noch am Telefon.
43:05Na super.
43:07Sag mal, kann man nicht Antipasti auch kalt essen?
43:09Na klar.
43:10Komm.
43:10Ja.
43:10Ja.
43:12Ja.
43:12Ja.
43:13Ja.
43:13Ja.
43:13Ja.
43:13Ja.
43:13Vielen Dank.
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