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Transkript
00:20Love Is Enough
00:37Love Is Enough
00:43Natürlich fordere ich die vollständige Erstattung meines Praxisinventars.
00:49Nein, der Zeitwert nützt mir nichts.
00:55Aber werden die das auch akzeptieren?
01:01Ja. Ja, danke.
01:05Guten Abend.
01:06Guten Abend. Entschuldigen Sie, ich wollte nicht stören.
01:08Ja, schon gut. Das war nur mein Anwalt.
01:10Der sieht toll aus.
01:12Sie kennen meinen Anwalt?
01:13Woher sollte ich?
01:15Ach so.
01:18Der ist für meinen Enkel.
01:20Der ist noch da?
01:21Ja, deswegen bin ich noch hier.
01:23Zu Hause ist an Ruhe nicht zu denken.
01:25Wann reißt denn Ihre Familie ab?
01:28Morgen bin ich das heilslose Ungeheuer endlich wieder los.
01:32Also ein Opa, der so einen schönen Löwen verschenkt, der will doch gar nicht, dass sein Enkel wieder abreißt.
01:37Aber ein Opa wie ich würde das auch niemals zugeben.
01:40Natürlich nicht.
01:44Ach, Kaminski.
01:46Ich wünsche Ihnen morgen viel Glück vor Gericht.
01:49Ja, ja.
01:50Vor Gericht und auf hoher See sind wir in Gottes Hand.
01:54Ja.
01:58Ich bin nicht dazu gekommen, mich nochmal mit ihm auszusprechen.
02:01Das können Sie nachholen, wenn er wieder bei Bewusstsein ist.
02:05Und was ist, wenn er es nicht schafft?
02:07Ich habe in den letzten Tagen viel über das Guillain-Barré-Syndrom gelesen.
02:10Und je ausgeprägter die Lähmung, desto schlechter die Prognose.
02:14Und bei Patienten, die beatmet werden müssen, da ist die Sterblichkeit deutlich erhöht.
02:18Ihr Bruder ist noch jung und hat keinerlei Vorerkrankung.
02:20Er wird es schaffen.
02:27Aber er liegt jetzt schon seit einer Woche im künstlichen Koma.
02:30Seine Atmung hat sich in den letzten Tagen deutlich verbessert.
02:32Die Maschine unterstützt ihn nur noch.
02:34Und wann können Sie ihn aufwachen lassen?
02:35Wir haben die Sedierung beendet.
02:37Wenn sein Zustand über Nacht stabil bleibt, können wir ihn morgen vom Beatmungsgerät nehmen.
02:41Morgen schon?
02:42Wenn er stabil bleibt.
02:44Heißt das dann, dass er auch bald seine Arme und Beine wieder bewegen kann?
02:47Ich gehe davon aus.
02:48Aber es wird eine Weile dauern.
03:00So, muss los. Danke, dass du dich um die Kinder kümmerst.
03:03Was macht ihr eigentlich?
03:06Sie sollten versuchen, mehr Raum für Zweisamkeit zu schaffen, außerhalb des gewohnten Umfelds.
03:11Sie werden erstaunt sein, wie inspirierend es sein kann.
03:14Hat das euer Therapeut gesagt?
03:17Wortwörtlich.
03:17Dann drücke ich mal die Daumen, dass es klappt.
03:19Ich glaube es eher nicht.
03:20Komm, aber bitte nicht mitten in der Nacht. Ich möchte gerne durchschlafen.
03:22Das wird Pauline zu verhindern, bis sie zahen schon wieder.
03:25Also, wie sehe ich aus?
03:27Na, wie immer, wenn ihr ausgeht.
03:29Ja.
03:30Du siehst toll aus.
03:31Ehrlich?
03:32Ja, nur schieb ab.
03:33Also, wenn was ist, dann...
03:34Hoffentlich ist Arsene nicht genauso nervös wie du.
03:36Die ist die Ruhe selbst.
03:38Ja.
03:47Oh, pass nicht mehr rein.
03:53Ja.
04:02Na ja, sind wir doch schon mal ganz schön weit gekommen.
04:08Was meinst du? Kommt es hier rein?
04:10Ja, irgendwo dort, wo das reinkommt, ja.
04:15Hallo.
04:17Opa!
04:19Mama.
04:21Guck mal, was ich dir mitgebracht habe.
04:24Danke.
04:28Guck mal.
04:35Was ist passiert?
04:36Ja, auf der Rutsche war ein bisschen Kies und er ist kurz auf den Knien gerutscht.
04:41Aber das ist nur eine kleine Schramme und er wollte einfach ein Pflaster haben.
04:44Ach so.
04:45Ja, da muss Luft dran, dann heilt es besser.
04:50Guck mal da oben.
04:53Ui, ui, ui.
04:54Die Schürfung ist aber ganz schön tief.
04:57Das macht Opa gleich nochmal richtig.
05:02Das ganze Mittag ist ja noch da.
05:03Hat er nichts gegessen?
05:04Hat er keinen Hunger?
05:06Kann ich dann jetzt gehen?
05:07Ja, na klar.
05:09Und danke.
05:10Ja, kein Problem.
05:11Ciao, Große.
05:12Und grüß mich aus Dreihen.
05:14Mach ich's.
05:15Tschüss.
05:16Tschüss.
05:17So.
05:18Es wird jetzt ein bisschen kalt, aber brennen tut es nicht.
05:27Schon passiert.
05:29Mutig wie ein Löwe.
05:32Und?
05:32Jetzt was essen?
05:37Ich würde dir auch deine Lieblingsseierkuchen machen.
05:41Bist du aufgeregt, weil es morgen zurückgeht nach Hause?
05:46Nein.
05:47Ich mach das Essen trotzdem warm.
05:49Opa hat ja auch Hunger.
05:52Ich mach das Essen.
06:40Es ist offen.
06:42Ich bin gleich da.
06:44Mach's dir schon mal bequem.
06:45Ich bin gleich da.
06:50Hallo?
06:52Chantal?
06:55Chantal?
06:57Ich kenn den Mann nicht.
07:00Ich bin auch nicht Chantal.
07:02Oh.
07:09Ich dachte, es ist die einzige Möglichkeit, meine Ehe zu retten.
07:16Fremdgehen?
07:18Verstehen Sie das?
07:21War das vielleicht eine Idee eines gewissen Herrn Wagemut?
07:27Was mein Mann damit sagen will, Sie müssen versuchen, mehr Raum für die Zweisamkeit zu schaffen.
07:34Außerhalb des gewohnten Umfelds.
07:35Sie werden erstaunt sein.
07:37Sie werden erstaunt sein, wie inspirierend das sein kann.
07:41Was meine Frau sagen will ist, fahren Sie doch mit Ihrer Gattin einfach mal in ein richtig schönes Hotel.
07:50Und tun Sie so, als würden Sie fremdgehen.
08:00Entschuldigung.
08:01Kein Problem.
08:03Noch mal für...
08:03Alles Gute.
08:08Danke.
08:23Ich mache das aber nicht für Geld, mein Herr, sondern aus therapeutischen Gründen.
08:28Aha.
08:30Aha.
08:30Na gut, dann zahlst du die Krankenkasse.
08:43Jetzt mach dich nicht verrückt.
08:46Das kann doch mal passieren.
08:48Na toll.
08:50Wird impotent.
08:51Das wirst du nicht.
08:53Du bist einfach nur zu angespannt.
08:56Deine Psyche hat ja einen Streich gespürt.
08:59Warum bin ich zu angespannt, wenn ich mit meiner Frau schlafen will?
09:03Weil es so eine blöde therapeutische Situation ist.
09:06So eine, jetzt muss alles toll sein Nummer.
09:09Dieser blöde Psychodok.
09:11Wir haben es ja gleich gewusst.
09:13Der meint es doch nur gut.
09:14Das hat ja wunderbar funktioniert.
09:16Das haben wir ja gerade gesehen.
09:18Stimmt.
09:20Wir lernen uns jetzt wirklich ganz neu kennen.
09:24Ja.
09:25Wirklich sehr komisch.
09:26Sehr komisch.
09:27Jetzt komm mal her.
09:28Willst du jetzt kuscheln oder was?
09:29Ja.
09:30Wir kuscheln jetzt.
09:32Das haben wir lange nicht mehr gemacht.
09:37Bekehrst du mich noch?
09:39Was war denn jetzt die Frage?
09:56Was?
09:58Was?
09:58Oh.
10:04Hey.
10:05Kannst du mich hören?
10:08Wird noch eine Weile brauchen, bis er vollständig aufgewacht ist.
10:11Das weiß ich eigentlich auch.
10:13Ich seh' später nochmal nach ihm.
10:16Dr. Heilmann, ich glaub' er wacht auf.
10:23Hey, ich bin's, Anja.
10:26Anja.
10:28Alles gut, ich bin hier.
10:31Er ist so unruhig.
10:32Bleiben Sie hier, reden Sie mit ihm, das beruhigt und erleichtert ihm das Aufwachen.
10:36Das mach' ich.
10:37Wenn irgendwas ist, klingeln Sie einfach.
10:41Willkommen zurück, kleiner Bruder.
10:50Junge, der Kleine hat Fieber.
10:52Das hat er immer, wenn's auf Reisen geht.
10:54Wahrscheinlich wird ihm auch gleich wieder schlecht und er muss sich übergeben.
10:58Ist das wirklich immer so, bevor ihr auf Reisen geht?
11:01Jedes Mal.
11:02Selbst wenn's nur 20 Kilometer bis zum Strand sind.
11:05Im Ernst jetzt?
11:08Ja.
11:10Na, dann wünsch' ich euch einen guten Flug.
11:14Wird die vermissen was?
11:16Ich denke schon.
11:20Was'n' das?
11:23Ich würde sagen, das sieht aus wie ein Leipziger Löwe.
11:27Und der soll mit nach Australien, oder wie?
11:29Hey, keine Angst. Der hat Handgepäckgröße.
11:34Jack, ist dir schlecht?
11:36Ja.
11:38Komm, schnell auf Toilette. Sag' ich doch.
11:48Ich würde sagen, wir beenden diesen ganzen Therapiequatsch.
11:51So? Hat doch wunderbar funktioniert.
11:54Philipp.
11:57Ich will nach Hause.
12:01Ich bring die Sache schon mal ins Auto.
12:22Ich bring die Sache schon mal ins Auto.
12:28Was?
12:28Ist Jack schon weg?
12:31Jetzt durfte er schon in der Luft sein.
12:33Sie sehen ihn ja bald wieder.
12:35Toi, toi, toi.
12:36Dr. Krawinski?
12:37Ja?
12:37Ihr Enkel wird gerade eingeliefert.
12:39Was ist los?
12:40Ja, kommen Sie in die Notaufnahme.
12:47Ich dachte wirklich, es wäre das übliche Reisefieber.
12:50Erst Fieber und Bauchschmerzen und dann Erbrechen.
12:52Bei Eintreffen war er ansprechbar und kreislaufstabil.
12:55Aber weil er so schlapp war und sich übergeben hat,
12:57hat man ihn nicht mit an Bord genommen.
12:59Zum Glück, Australien ist kein Pappenstiel.
13:01Könnte es eine Appendizite sein?
13:03Oder eine Vergiftung. Wir haben schon mal Blut abgenommen.
13:05Sehr gut.
13:06Schwester, du hast ein Blutbild.
13:09Entzündungsparameter, das übliche.
13:10Ist Ihnen sonst was in den letzten Tagen aufgefallen?
13:12Er hat eine Verletzung am Knie.
13:14Die Wunde war luftdicht abgedeckt.
13:15Eine infizierte Wunde.
13:16Denken Sie an den Beginn des Sepsis?
13:18Das kann eigentlich nicht sein, nach so kurzer Zeit.
13:20Sie sehen aber nicht gut aus.
13:22Setzen Sie sich hier kurz hin.
13:23Mein Sohn!
13:24Wir kümmern uns um ihn.
13:25Und ich gebe Ihnen Bescheid, wenn wir es nicht los wissen.
13:34Warst du die ganze Woche hier?
13:36Nee, ich war ein paar Tage am Auszimmer.
13:38Ich bin eigentlich erst gestern zurückgekommen.
13:40Natürlich war ich die ganze Zeit hier.
13:45Es tut mir leid.
13:46Was?
13:47Es tut mir leid.
13:51Was?
13:51Es tut mir leid.
13:53Ja, ich war total ungerecht.
14:02Lass uns da ein Andermal drüber reden.
14:04Jetzt musst du erstmal wieder gesund werden.
14:05Ich möchte das nochmal loswerden.
14:08Das, was ich gesagt habe.
14:10Dass du mich als Ausrede benutzt, weil du dein eigenes Leben nicht auf die Reihe kriegst.
14:14Das war Quatsch.
14:16Und ich total daneben.
14:18Das war ja auch nicht ganz falsch.
14:20Ich habe mich wirklich immer zu sehr danach gerichtet,
14:21was...
14:22was du willst oder was Tim will.
14:27Ich bin trotzdem froh, dass du da bist.
14:30Ich kann immer noch nichts bewegen.
14:32Meine Arme, meine Beine. Nicht.
14:35Ja, aber das wird wieder.
14:36Dr. Heimann ist ganz zuversichtlich.
14:38Ich habe trotzdem eine scheiß Angst.
14:41Wusste nicht.
14:42Ich bin ja da.
14:49Aber das ist doch großartig.
14:50Was bitte daran ist großartig,
14:52wenn ich bei meiner Frau keinen mehr hochkriege?
14:54Haben Sie es denn in der Nacht noch mal versucht?
14:57Nein.
14:58Warum nicht?
14:59Einmal reicht ja wohl.
15:07Also, was ist nun bitte daran ganz großartig,
15:10dass mein Mann da plötzlich ein Problem hat.
15:16Kommt da noch was von Ihnen, Herr Wagemuth?
15:20Dass Ihr Mann ein Erektionsproblem hatte,
15:22beweist doch nur, dass er sich der Besonderheit
15:24der Situation bewusst war.
15:27Und das ist jetzt gut, oder was?
15:29Sie beide haben sich aufeinander gefreut.
15:31Sie haben sich schick gemacht.
15:33Sie waren angespannt.
15:34Quasi wie beim ersten Mal.
15:36Und genau das sollte passieren?
15:38Ja, sowas hatte ich gehofft.
15:39Sie haben die Situation ernst genommen
15:41und damit haben Sie auch sich ernst genommen.
15:45Also für mich ist jetzt hier Schluss mit dem Quatsch.
15:48Für mich auch.
15:48Ja, aber warum denn?
15:49Sie haben doch was enorm Verbindendes miteinander erlebt.
15:52Hä?
15:53Sie haben doch sicher viel miteinander geredet,
15:55eben weil Sie nicht miteinander geschlafen haben.
15:57Nein.
15:58Haben wir nicht.
16:00Ah.
16:02Tausend Dank dafür, Herr Wagemuth.
16:04Und tschüss.
16:05Einen kleinen Moment.
16:06Ich gebe Ihnen noch einen Fachartikel von mir,
16:08der Sie interessieren dürfte.
16:12Ich glaube nicht, dass wir...
16:17dass wir den brauchen.
16:30Also eine Blinddarmentzündung ist es schon mal nicht.
16:33Auch keine freie Flüssigkeit.
16:35Keine Luft.
16:38Normale Peristaltik.
16:42Aber hier.
16:44Die Niere ist gestaut.
16:46Die Laborwerte sind da.
16:49Die Entzündungsparameter sind deutlich erhöht.
16:52Die Nierenwerte sehen nicht gut aus.
16:55Wir verlegen ihn auf die ITS.
16:56Ich brauche seinen Urinstatus.
17:00Ach, wissen Sie, wo mein Sohn ist?
17:02Ich muss ihm Bescheid geben.
17:04Ja, ich informiere ihn.
17:05Danke.
17:09Wir bringen Sie direkt zum Rindgen.
17:11Wahrscheinlich haben Sie sich das Becken gebrochen.
17:13Ja, vielen Dank, dass Sie mich hier gleich persönlich...
17:15So weit ist unsere Ablehnung Ihrer Therapie ja nun nicht,
17:18dass wir uns nicht persönlich um Sie kümmern.
17:20Herr Wagemuth!
17:21Frau Marquardt!
17:22Was ist denn passiert?
17:24Ja, die beiden waren gerade bei mir.
17:26Und da wollte ich Ihnen einen Fachartikel auslernen.
17:28Das ist ein Notar.
17:29Also ein Fachartikel und...
17:30Das ist ein Notar.
17:31Ein ganz normaler Patient.
17:40Hier sind Sie.
17:42Geht's Ihnen besser?
17:44Was mit Jack?
17:45Eine Vergiftung oder Blindermentzündung konnten wir ausschließen.
17:48Die Blutwerte deuten allerdings auf eine beginnende Sepsis hin.
17:51Eine Blutvergiftung?
17:55Kann ich zu ihm?
17:57Ja, Jack wird jetzt auf die Intensivstation verlegt.
18:00Die Untersuchungen laufen aber noch.
18:02Wir wissen die Ursache noch nicht.
18:04Aber das kriegen wir in den Griff.
18:06So eine Blutvergiftung ist doch lebensgefährlich, oder?
18:08Ja, aber Ihr Vater macht alles, was möglich ist.
18:15Morgen beginnen die Dreharbeiten.
18:18Weißt du, wem sie jetzt meine Rolle gegeben haben?
18:19Keine Ahnung.
18:20Ist ja auch egal.
18:22Das mit der Filmkarriere hat Dreh erledigt.
18:24Quatsch.
18:25Wirst du wie viele Filme jedes Jahr gedreht werden?
18:28Du musst nur dranbleiben, wenn das ist es, was du wirklich willst.
18:31Na, irgendwie muss es ja weitergehen.
18:33Ich kann ja nicht ewig Internetclips über irgendwelche neuen Clubs drehen.
18:36Na ja, kannst du schon.
18:37Es hat die Frage, ob sie dich da noch reinlassen.
18:40Wann das doch eh immer albern, was ich gemacht habe?
18:42Also erstens, stimmt das nicht.
18:44Und zweitens, kommt es drauf an, was du willst.
18:47Na, ich wollte mal Schauspieler werden, kein Internetclown.
18:50Du bringst die Leute zum Lachen.
18:52Ich finde, es gibt keinen besseren Job.
18:54Ja, aber welcher Club neu aufgemacht hat, wo es die besten Drinks gibt?
18:59Superflotte Sprüche, das ist doch total belanglos.
19:01Sind deine 5.000 Follower anders?
19:0350.000.
19:05Angeber?
19:07Meine Vermutung war falsch.
19:10Sie haben keinen Beckenbruch.
19:12Aha.
19:14Sondern eine Schenkelhalsfraktur.
19:17Das ist aber jetzt nicht besser, oder?
19:19Nicht wirklich.
19:20Aber es ist gut, dass Sie gestürzt sind.
19:24Was bitte soll denn gut daran sein, dass ich gestürzt bin?
19:27Sie haben doch bestimmt schon lange Schmerzen im Hüftbereich und sind in Ihrer Beweglichkeit stark eingeschränkt.
19:33Ja.
19:35Haben Sie Sport gemacht?
19:37Badminton.
19:38Das geht ja jetzt nicht mehr.
19:41Es fehlt Ihnen.
19:43Sehr.
19:47Herr Wagemuth, Sie haben eine ausgeprägte Hüftgelenksarthrose.
19:50Deshalb werde ich nicht nur den Hüftkopf ersetzen, sondern gleich eine Totalennoprothese implantieren.
19:55Sie kriegen ein künstliches Hüftgelenk.
19:57Und sind schmerzfrei und wieder mobil.
20:00Selbst Badminton ist dann in Maßen natürlich wieder möglich.
20:04Wupp, wupp, wupp.
20:05Operation kommt überhaupt nicht in Frage.
20:08Wieso nicht?
20:10Gibt es noch konservative Möglichkeiten?
20:12Die gibt es, aber...
20:14Ja, dann nehmen wir die.
20:15Keine OP.
20:17Herr Wagemuth, warum wollen Sie nicht dem Rat meines Mannes folgen?
20:21Weil bei meinem Vater eine angeblich so einfache Hüft-OP gründlich schief gegangen ist.
20:27Inwiefern?
20:30Er hatte Keime an diesem künstlichen Hüftgelenk und ist danach zwölf Mal operiert worden.
20:36Vor vier Monaten hat er sich umgebracht.
20:40Doch.
20:43Das tut mir leid.
20:45Ja.
20:47Jede Operation birgt ein Risiko.
20:49So eine schwere Komplikation ist aber sehr, sehr selten.
20:53Es bringt mir meinen Vater nicht zurück und mir hilft es auch nicht.
20:57Ich verstehe Ihre Angst.
21:00Aber wenn wir nicht operieren, besteht ein hohes Risiko für eine schlechte Heilung mit Funktionsverlust.
21:07Ich kann nicht mehr laufen.
21:12Gut, wir nehmen Sie jetzt erst mal stationär auf.
21:15Sie bedenken alles in Ruhe und dann reden wir noch mal.
21:20Ich bräuchte noch ein paar Angaben.
21:23Heroin-Status im Zusammenhang mit den Blutwerten.
21:26Es sieht nach einer Urosepsis aus.
21:28Das sehe ich auch so.
21:29Hat er schon mal Probleme mit der Niere?
21:31Nein.
21:33Es gab bisher keinen Anlass, seine Nieren zu untersuchen.
21:36Ja, so eine Stauungsniere ist ja häufig ein Zufallsbefund.
21:40Es könnte eine Abgangsstimnose sein.
21:43Melden Sie ihn bitte zum Zitären.
21:45Ja.
21:54Ist das alles, was du tun kannst?
21:59Reisefieber.
22:08Der Psychodoklet hat gerade Selbstentscheidung.
22:11Das passt.
22:13Ja, tut er leid.
22:15Woher kennen Sie Herrn Wagemut eigentlich so genau?
22:18Ich, ähm...
22:20Naja.
22:22Und, haben seine Methoden bei Ihnen geholfen?
22:26Zuerst war ich wahnsinnig wütend auf ihn.
22:28In der Phase sind wir gerade.
22:30Aber dann habe ich was verstanden.
22:33Ich bin nämlich gar nicht so bindungsunfähig.
22:36Es ist nur so, dass ich...
22:38Naja, wie soll ich sagen...
22:40Ist ja egal, das ist ja auch schon vorbei.
22:43Und jetzt ist der weise Mann gestürzt?
22:45Und hat eine Schenkelhalsfraktur.
22:46Wann wird er denn operiert?
22:48Genau das will er nicht.
22:49Weil es bei seinem Vater schief gelaufen ist.
22:52Verstehe.
22:54Dann werde ich ihn mal besuchen.
22:55In welchem Zimmer ist er denn?
22:56Zimmer 23.
22:58Aber wir haben nicht über ihn gesprochen.
23:00Natürlich nicht.
23:01Und es erfährt auch niemand, was uns mit Herrn Wagemut verbindet.
23:05Wer war nochmal gleich Herr Wagemut?
23:10Die Krankheit ist zum Stillstand gekommen. Das ist ein sehr gutes Zeichen.
23:14Heißt das, dass ich mich bald wieder bewegen kann?
23:16Das wird noch eine Weile dauern.
23:18Das Rumliegen macht mich noch wahnsinnig.
23:20Sie haben das Schlimmste hinter sich. Jetzt geht's nur noch bergauf.
23:23Wir werden Sie bald auf die Normalstation verlegen.
23:26Danke.
23:27Können Sie dann auch bald mit den Reha-Maßnahmen beginnen?
23:29Ja, das wird ein langer Weg. Aber es sieht gut aus.
23:34Dr. Hallmann.
23:39Ich muss mich noch bei Ihnen allen entschuldigen.
23:41Dass ich Ihnen was vorgemacht habe.
23:43Sie haben uns nicht mehr etwas vorgemacht.
23:44Sie haben uns mutwillig getäuscht und unsere Arbeit behindert.
23:48Es tut mir leid.
23:49Ich dachte, wenn Sie mir glauben, dass ich was mit dem Herzen habe,
23:52dann tun die Zuschauer das auch.
23:54Ich war so nervös wegen diesem Film.
23:57Ich wollte, dass das alles klappt.
23:58Dafür gibt's Schauspielkurse.
24:00Ich weiß.
24:02Ich hab nur an mich gedacht.
24:06Das scheint generell so ein Problem von mir zu sein.
24:10Ich seh später noch mal nach Ihnen.
24:13Und haben Sie Geduld.
24:21Das hast du gut gemacht.
24:24Mandarine?
24:28Herr Brenner, wissen Sie etwas über den Enkel vom Kollegen Kaminski?
24:31Stauungsniere und Beginne. Urosepsis. Diagnostik läuft noch.
24:35Wie ist der Zustand des Kindes?
24:36Nicht gut.
24:37Nicht gut.
24:38Das sehe ich mir an.
24:40Sie haben damals zu mir gesagt,
24:42nur weil Ihre Mutter dieses Problem hatte,
24:45müssen Sie das nicht auch haben.
24:47Das sei eine faule Ausrede.
24:49Danach sind Sie nie wieder aufgetaucht.
24:51Ja, ich war total wütend.
24:53Ich hatte mir Mitgefühl oder Mitleid oder sowas erwartet.
24:56Stattdessen kam nur eine knallharte Ansage.
24:59Und wie geht's Ihnen heute?
25:03Getrennt. Single.
25:05Aber ganz glücklich.
25:09Und jetzt wollen Sie mir sagen,
25:11nur weil bei meinem Vater diese Komplikationen aufgetreten sind,
25:14heißt das noch lange nicht, dass ...
25:16Das ist ja toll, dass Sie mich so schnell verstehen.
25:20Ja.
25:22Aber ich hab wirklich Angst.
25:24Ja, das ist doch klar.
25:25Jeder hat Angst vor Operationen.
25:27Aber ...
25:29Sie können doch damit umgehen.
25:31Alles andere ist eine faule Ausrede.
25:34Das haben Sie sich gemerkt.
25:35Das hat auch gesessen.
25:38War ich damals zu drastisch?
25:40Allerdings.
25:44Hat Dr. Bretano Sie geschickt?
25:47Sehe ich aus wie jemand, den man irgendwo hinschickt?
25:50Nein.
25:51Also.
25:52Also?
25:56Eine Operation?
25:58Das ist ein sehr guter erster Gedanke.
26:19Er kann auf sein Zimmer zurück.
26:27Er hat tatsächlich eine Ureterabgangstenose.
26:30Die Symptomatik ist uncharakteristisch und vielgestaltig.
26:33Viele Patienten zeigen sehr lange überhaupt keine Anzeichen.
26:36Tja.
26:37Jedenfalls kennen wir jetzt die Ursache seiner Probleme.
26:40Und wir können operieren.
26:42Ich habe da vielleicht etwas begriffen.
26:48Dass Sie sich jetzt doch operieren lassen.
26:50Ich habe vielleicht einen Fehler mit Ihnen gemacht.
26:56Und unter Umständen meine Methodik bei Ihnen falsch dosiert.
27:02Er war gemutet.
27:03Jetzt lass ihn doch mal ausreden.
27:07Es war natürlich nicht gut, dass Sie, äh, dass Sie nicht mit Ihrer Frau schlafen kommen.
27:13War wahrscheinlich ziemlich furchtbar für Sie.
27:18Und ich lasse mich operieren.
27:25Eine sehr kluge Entscheidung.
27:29Wir legen ihm intraoperativ einen Doppelj-Katheter als Schiene ein.
27:33Der kommt nach sechs Wochen per Zystoskopie wieder raus.
27:36In Kurznarkose.
27:37Ich leite alles in die Wege.
27:39Danke.
27:40Ich habe gehört, dass Jack operiert werden soll.
27:41Stimmt das?
27:43Ich kann es dir gerne erklären.
27:46Jack hat eine sogenannte Stauungsniere aufgrund einer Verhängung im Harnleiter.
27:50Knie, Blinddarm, Vergiftung, Sepsis und jetzt die Niere.
27:53Du tapst doch völlig im Dunkeln.
27:56Das bei deinem Enkel.
27:59Fabian.
28:02Bei derartig allgemeinen Symptomen dauert es immer eine Weile, bis man eine sichere Diagnose hat.
28:08Aber jetzt haben wir sie.
28:10Du kannst uns vertrauen.
28:13Nee, tut mir leid. Das kann ich nicht.
28:15Junge, jetzt hör mir mal zu.
28:17Hallo, ich bin Dr. Heilmann, der Klinikleiter.
28:20Sie sind der Vater von Jack?
28:23Ja.
28:23Wir haben bei ihm eine Verengung des Harnleiters gefunden.
28:26Durch die Engstelle kann der Urin nicht richtig in die Blase abfließen und staut sich in die Niere zurück.
28:31Das kann zu unterschiedlichen Entzündungen führen, im Falle von Jack zu einer sogenannten Urosepsis.
28:36Aber das kann man behandeln?
28:38Ja, wir führen einen Nierenbeckenplastik durch.
28:40Der Harnleiter wird vom Nierenbecken abgetrennt, die Engstelle entfernt und der gesunde, normal weite Teil des Harnleiters mit dem Nierenbecken
28:48verbunden.
28:48Die Erfolgsrate dieses Eingriffs liegt bei über 95 Prozent.
28:52Dr. Heilmann wird diesen Eingriff vornehmen.
28:54Ihr Vater wird mir assistieren. Er ist ein erstklassiger Urologe. Auf ihn will ich nicht verzichten.
29:00Einverstanden.
29:02Ha.
29:08Der Psycholog lebt Selbstentscheidung.
29:11Und ich weiß auch warum. Er sagt Leuten Dinge, die sie nicht hören wollen.
29:16Und, hat's geklappt?
29:22Was meint sie?
29:24Nichts.
29:26Kennt Bargemuth und...
29:30Hast du ihr etwa von unserer Therapie erzählt?
29:36Und von meinem Problem.
29:38Na klar.
29:40So unter Frauen?
29:42Das kann ich doch nicht für mich behalten.
29:46Meine Güte, das kann doch nicht wahr sein.
29:49Denken Sie denn, das wäre besser gelaufen, wenn ich dabei gewesen wäre?
29:56Trotzdem danke.
29:58Ja, wiederhören.
30:01Wie ist es denn bei Gericht gelaufen?
30:03Suboptimal.
30:05Angeblich habe ich meine Praxis zu gering versichert.
30:08Und dann auch noch nicht genügend gesichert.
30:11Sie gehen doch bestimmt in Revision.
30:15Jetzt kümmere ich mich erstmal um meinen Enkel.
30:17Und das machen Sie ganz großartig.
30:19Danke sehr.
30:31Ich bin überhaupt nicht durchgedrungen zu meinem Sohn.
30:35Deshalb lassen wir bei nahen Angehörigen immer einen Kollegen ran.
30:38Trotzdem danke, dass Sie mich mit an den Tisch genommen haben.
30:41Purer Egoismus.
30:42Ich will wenigstens einen Fachmann im OP haben.
30:46Und?
30:46Alles in Ordnung.
30:49Mit einem Langstreckenflug wird's erstmal nichts.
30:52Es gibt Schlimmeres für einen Opa.
30:55Naht?
30:57Enkel sind schon was Wunderbares.
30:59Man muss nicht mehr erziehen, man kann nur noch genießen.
31:03Und vor allem merkt man, was man an den eigenen Kindern alles falsch gemacht hat.
31:10Schere?
31:12Mein Vater hat seine Praxis nicht mehr?
31:14Wussten Sie das nicht?
31:15Nee.
31:17Ich weiß überhaupt wenig über ihn.
31:19Er hatte heute einen wichtigen Gerichtstermin.
31:22Und den hat er einfach so ausfallen lassen?
31:23Richtig.
31:29Und ich fahr ihn so an.
31:32Machen Sie sich keine Vorwürfe.
31:34Wenn das eigene Kind in Lebensgefahr ist, ist alles entschuldigt.
31:40Ich war total ungerecht.
31:42Keine Sorge, Ihr Vater weiß das einzuordnen.
31:44Da erleben wir hier noch ganz andere Dinge.
31:50Diese Warterei macht mich wahnsinnig.
31:53Gehen Sie ein bisschen um den Block, das hilft.
31:54Aber ich...
31:55Ruf Sie an, wenn es was Neues gibt.
31:59Gut.
32:00Dann...
32:01Geh ich mal nach draußen.
32:03Danke.
32:12Spülung.
32:18Graspel.
32:39Au.
32:40Verdammt.
32:42Das gibt's doch nicht.
32:44Die Haspel ist abgebrochen.
32:47Gut, dann versuchen wir mal das Ding wieder rauszuholen.
32:50Tut mir leid, das wird jetzt eine Weile dauern.
32:51Klemme.
32:56Ausgerechnet.
32:58Ich brauch was zum Hebeln.
33:03Herr Wagemuth.
33:05Das wird jetzt hier bitte nicht die sich selbst erfüllende Prophezeiung.
33:09Oberschloss, dann wissen Sie, warum die Operation von Herrn Wagemuth so lange dauert?
33:14Nein.
33:16Ich wollte ihn gerade im Aufwachraum besuchen, aber er ist noch gar nicht da.
33:18Ja.
33:19Das ist wirklich merkwürdig.
33:20Hoffentlich gibt's keine Komplikationen.
33:22Das krieg ich für Sie raus und rufe Sie an.
33:25Danke.
33:27Sie sind ja richtig besorgt um ihn.
33:31Naja, ich hab ihn überzeugt und außerdem mag ich den Mann irgendwie.
33:36Ist schon komisch.
33:37Was?
33:37Ein Paartherapeut, der in Scheidung lebt.
33:41Kennen Sie einen Arzt, der gesund lebt?
33:43Nein.
33:44Na bitte.
33:45Ich melde mich bei Ihnen.
33:46Danke.
33:48Schönen Feierabend.
33:49Ihnen auch.
33:52Da bleibt nichts zurück.
33:55Er wird ein ganz normales Leben führen können.
34:01Die Niere ist durch die Stauung verändert, aber das wird sich bald normalisieren.
34:06Er muss allerdings regelmäßig per Ultraschall überwacht werden.
34:11Und wenn wir in Deutschland sind, machst du das?
34:14Was?
34:15Wir kommen nämlich jetzt öfter.
34:18Ach ja?
34:21Hör mal.
34:25Entschuldige bitte.
34:26Ja, ja.
34:27Schon gut.
34:28Schon gut.
34:31Wie lange muss er denn im Krankenhaus bleiben?
34:34Ich denke, spätestens in sieben Tagen kann er hier raus.
34:38Und, äh, bis er wieder fliegen kann, können wir bei dir wohnen?
34:43Blöde Frage, wo denn sonst?
34:46Okay.
34:50Ja, also, wenn du willst, kannst du jetzt nach Hause gehen.
34:53Und du?
34:54Ja, ich bleib hier.
34:56Wir haben ja einen Ruheraum, da kann ich schlafen.
34:58Ich will auch hier bleiben.
34:59Ja, aber dann musst du hier im Sitzen schlafen.
35:01Das ist überhaupt kein Problem, das bin ich gewohnt von meinen langen Flügen.
35:04Vielleicht kannst du ja auch im Ruheraum und ich, äh...
35:06Das kommt überhaupt nicht in Frage.
35:07Du wirst doch gebraucht hier morgen, und zwar fit.
35:10Das stimmt allerdings.
35:14Mach dir keine Sorgen, wenn was ist, dann bin ich in spätestens einer Minute hier.
35:18Aber es wird nicht sein.
35:19Okay.
35:25Also.
35:27Papa.
35:28Ja.
35:30Vielen Dank.
35:33Für alles.
35:54Die Infusion bitte weiter nach Plan laufen lassen.
35:57Lassen Sie ruhig.
35:58Ich mach das schon.
35:58Danke schön.
35:59Ach so.
36:00Du hast so lange gebraucht?
36:01Ist was schiefgegangen?
36:02Die Raste ist abgebrochen und in Knochen stecken geblieben.
36:04Du Arme.
36:05Aber du hast es hingekriegt.
36:07Ja.
36:08Herr Wagemuth und ich, wir sind kein Paar, das sich Glück bringt.
36:16Das würde ich so nicht sagen.
36:25Das würde ich so nicht sagen.
36:33Ich muss den Dienst übernehmen.
36:35Ich muss den Dienst übernehmen.
36:35Ich werde in der Klinik übernachten.
36:37Das ist eine gute Idee.
36:40Dann stellen uns die Kinder nicht.
36:44Die Kinder nicht mehr.
36:44Ich muss den Dienst übernehmen.
36:47Ich muss den Dienst übernehmen.
36:51Ich muss den Dienst übernehmen.
36:52Bernd, dass wir auch in der Klinik übernehmen.
37:07Wir haben einen Lektoren untersucht.
37:10Du hast die Kinder nicht zufrieden.
37:10Nimm mal ein Mitleidungszimmer.
37:11Die Kinder sind dann nicht mehr fede.
37:11Was wollen Sie denn hier?
37:12Oh, Entschuldigung.
37:14Hörst du schläft?
37:15Gawinski?
37:16Gawinski!
37:19Wer ist eigentlich meine Kinder?
37:20Welche Kinder?
37:22Wie heißen Sie gleich?
37:23Meine Eltern.
37:25Dann haben Sie ja Zeit für mich, Chantal.
37:28Wenn das unsere Ehe rettet.
37:32Philipp, das ist das Wäschelager.
37:34Ja, und?
37:36Stehst du unter Erfolgsdruck?
37:37Nö.
37:38Ist das die Wahrheit?
37:39Nö.
37:40Keine Sorge, dann kriegen wir das alles hin.
37:52Morgen.
37:54Und, wie sieht's aus?
37:55Schwester Anja ist seit nächsten Monat wieder im Dienst.
37:58Hey, wenn du noch eine Referenz brauchst,
38:00ich kann bestätigen, dass du eine 1A-Krankenschwester bist.
38:03Danke.
38:03Aber ich glaube, so ein Internet wird sie mit mir als Referenz zu unseriös.
38:09Warnwitz.
38:10Ich weiß.
38:11Aber ich hab nachgedacht.
38:13Über das, was du gesagt hast.
38:14Über die Schauspielerei.
38:16Und?
38:17Vielleicht werde ich ja mal Schauspieler.
38:19Aber ich mach mir deswegen keinen Stress mehr.
38:21Ich bin gut.
38:22Bis dahin.
38:24Du hast recht, Leute zu unterhalten, ist ja auch ein Talent.
38:27Du musst da bloß mehr raustellen als bisher.
38:29Auf jeden Fall.
38:31Ich hab auch schon eine Idee für ein neues Format.
38:33Lass mich raten, eine Krankenhausserie?
38:36Comedy.
38:37Über einen Typ mit Panikattacken und viel zu großem Ego.
38:40So einen kenn ich.
38:41Ist die Pest, aber wenn er will, kann er ganz lustig sein.
38:44Er hat auch eine super spießige Schwester.
38:46Aber auf ihre Art und Weise ist sie ganz cool.
38:48Jetzt krieg ich Angst.
38:49Brauchst du nicht.
38:51Die Handlung für den ersten Clip steht schon.
38:53Willst du hören?
38:54Leg los.
38:58Was ist?
39:01Meine Hand.
39:04Yes.
39:06Siehste?
39:07Und jetzt wird's jeden Tag besser und bald kannst du wieder laufen.
39:14Ja.
39:19Ich hab mir solche Sorgen um dich gemacht.
39:21Das brauchst du nicht.
39:22Opa hat mich doch operiert.
39:24Und Opa ist der beste Arzt der Welt.
39:28Na, wenn du das sagst.
39:30Wir bleiben jetzt auch noch ein bisschen bei Opa, ja?
39:33Cool.
39:34Aber nur so lange, bis du wieder ganz gesund bist.
39:38Okay.
39:40Guck mal, da kommt der Herr Brenner.
39:42Der Herr Brenner hat mir geholfen, dich wieder gesund zu machen.
39:45Und der hier, der ist für dich unser Leipziger Löwe.
39:50Aber so einen hab ich doch schon.
39:52Oh.
39:53Ja, aber der Herr Brenner hat sich ja was dabei gedacht.
39:57Jetzt hast du zwei Löwen.
39:59Der hier, der bleibt nämlich hier bei mir.
40:02Und den nimmst du mit nach Australien.
40:04Dann hast du immer einen, wenn wir Opa besuchen kommen.
40:06Mhm.
40:07Einverstanden.
40:08Aber ja.
40:17Hallo.
40:22Ist das jetzt Ihr ständiger Begleiter?
40:24Es ist die einzige Möglichkeit hier in der Klinik immer eine Flasche Whisky dabei zu haben.
40:28Wie geht es Jack?
40:30Gut.
40:30Alles läuft normal.
40:31Danke.
40:32Ach.
40:32Ja.
40:34Danke, dass Sie Bastian keinen Vorwurf gemacht haben.
40:36Warum sollte ich das tun?
40:37Naja.
40:38Jack hat sich das Knie aufgeschlagen, während Bastian auf ihn aufgepasst hat.
40:41Kinder schlagen sich Knie auf.
40:43Das ist völlig normal.
40:44Grüßen Sie Ihren Sohn und sagen Sie ihm, alles ist gut.
40:47Danke.
40:50Schwester?
40:52Abgebrochen?
40:53Ja, aber wir konnten die Operation erfolgreich zu Ende führen.
40:57Kann ich denn bald entlassen werden?
40:59Wieso?
41:00Gefällt es Ihnen nicht bei uns?
41:02Das ist ein Krankenhaus.
41:03Kein besonders inspirierender Ort.
41:06Das würde ich so nicht sagen.
41:11Sie beide wirken so vergnügt?
41:15Ach was.
41:16Sollte meine Therapie doch etwas bewirkt haben?
41:20Ja.
41:22Das heißt aber nicht, dass Sie das zu Ihrem ständigen Therapieansatz machen sollten.
41:27War das eigentlich alles so geplant?
41:32Ja.
41:32Bis auf den Sturz, ja.
41:34Das glaube ich ja jetzt nicht.
41:41Da.
41:42Ich rette Ehen, indem ich von Leitern stürze.
41:45Dafür werden Sie bestimmt noch berühmt.
41:47Oder ich gelte als Idiot.
41:48Sie haben die Wahl.
41:50Ich behalte es besser für mich.
41:52Ich glaube auch.
41:55Ohne mich hätten Sie sich ja gar nicht operieren lassen, oder?
41:59Ich muss zugeben, Ihre Argumentar haben mir zu denken gegeben, ja.
42:03Und jetzt überlegen Sie ganz bestimmt, wie Sie sich bei mir bedanken können.
42:07Ja, so gesehen...
42:10Ich komme zu Ihnen.
42:12Umsonst natürlich.
42:14Das ist aber auch mal schön, Sie sprachlos zu sehen.
42:17Gute Besserung.
42:19Ich...
42:20ARD Text im Auftrag von Funk
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