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Transkript
00:20Love Is Enough
00:43Zudem sind wir heute in der Notaufnahme krankheitsbedingt unterbesetzt.
00:47Dr. Peters, wĂŒrden Sie den Dienst heute Vormittag ĂŒbernehmen?
00:49Sicher.
00:50Danke.
00:51Wissen Sie denn, wann uns Ihr verehrter Klinikschiff wieder mit seiner Anwesenheit beehren wird?
00:57Ich weiß nicht mal, wie es Ihnen geht.
01:00Dr. Heilmann baut weiterhin Überstunden ab.
01:03Ich denke, wir können nÀchste Woche wieder mit ihm rechnen.
01:06Gut, das war's. Vielen Dank.
01:10Störe ich?
01:11Wir sind gerade fertig.
01:12Ach, wunderbar.
01:14Frau Dr. Peters, hĂ€tten Sie wohl einen Moment fĂŒr mich?
01:16NatĂŒrlich.
01:18Vielen Dank.
01:22FĂŒr meine Belegschaftsplanung mĂŒsste ich wissen, wie lange Sie in Ihrer Elternzeit gehen wollen.
01:26Gar nicht.
01:27Ach, sehr schön. Also nur die acht Wochen Mutterschutz nach der Geburt.
01:30So sieht es der Gesetzgeber vor, auch wenn es in meinem Fall völlig unnötig ist.
01:34Ah.
01:34Wenn das Kind erst einmal da ist, dann werden Sie froh sein, nicht mehr arbeiten zu mĂŒssen.
01:38Das kann sein, aber ich werde das Kind nicht behalten.
01:42Nicht?
01:43Ich habe es bereits zur Adaption angemeldet.
01:46Ich bin dann in der Notaufnahme.
01:54Hast du davon gewusst?
01:55Nein.
01:56Und das interessiert dich auch nicht, oder?
01:58Nein.
01:58Frau Dr. Lusch.
02:01Waren Sie einen geweiht?
02:03Nein.
02:04Aber ich bin sicher, Dr. Peters hat sich Ihre Entscheidung gut ĂŒberlegt.
02:07Tja, wahrscheinlich.
02:08Hat sich Roland in letzter Zeit bei Ihnen gemeldet?
02:10Nee, bei Ihnen?
02:11Frau Marquardt, ich brÀuchte bitte eine Unterschrift.
02:13Ja.
02:14Und ich sollte Sie noch an das Testessen erinnern.
02:17Oh, schön.
02:18Sie wollten mir wirklich langsam sorgen. Er ist schon zwei Wochen auf dieser HĂŒtte.
02:21Er nimmt sich die Zeit, die er braucht. Er muss sein Leben neu sortieren.
02:24Das kann eine Weile davon.
02:26Ich bin froh, dass er es tut.
02:27Das bin ich auch. Aber ob es ihm wirklich gut geht?
02:30Keine Ahnung. Und selbst wenn nicht, es gehört dazu. Er wird schon klarkommen.
02:35Hoffentlich.
02:36In der HĂŒtte gibt es nicht mal fließendes Wasser.
02:39Na und?
02:40Martin, ich bin mir nicht mal sicher, ob Roland weiß wie man ein Ei kocht.
03:07Uff!
03:15Uff!
03:17Uff!
03:26Uff!
03:36Musik
04:06Tut das weh?
04:08Nein. Wie weit sind Sie?
04:11FĂŒnfter Nummer?
04:12Und wie ist das jetzt?
04:14Ah!
04:17Ich bin ganz am Anfang.
04:19Achte Woche.
04:21GlĂŒckwunsch! Da drĂŒcke ich Ihnen die Daumen.
04:23Danke. Ich weiß, man sollte eigentlich nicht drĂŒber reden,
04:25aber fĂŒr mich ist das alles so furchtbar aufregend.
04:28Und das kann ich mir vorstellen.
04:31Die Beschwerden in Iran sind auf ein Kapaltunnelsyndrom zurĂŒckzufĂŒhren.
04:35Was ist das?
04:36Der Nerv, der die Hand versorgt, wird im Bereich der Handwurzel eingeklemmt.
04:41Was machen Sie beruflich?
04:44Meist ist eine Überbelastung die Ursache.
04:47Ja, ich hab zwei Bars hier in Leipzig.
04:51Mixen, zapfen, Kisten schleppen.
04:53Damit sollte aber bald Schluss sein.
04:54Ja, ich hab schon vorgesagt.
04:56Ich hab jetzt genĂŒgend angestellt, um nicht selbst hinterm Friesen zu stehen.
04:59Außer, wenn ich mich mit den GĂ€sten unterhalte.
05:01Gut so.
05:02Die Hormonumstellung in der Schwangerschaft und damit verbundene Wassereinlagerungen
05:06können ein Kapaltunnelsyndrom begĂŒnstigen.
05:08Ich spritze Ihnen jetzt lokal Kortison gegen die akuten Schmerzen.
05:12Dann bekommen Sie noch eine Schiene, die Sie bis zur nÀchsten Kontrolle bitte nur zum Duschen abnehmen.
05:17Die Schiene ist in Ordnung, aber das Kortison will ich nicht.
05:21Ich weiß nicht, welche Auswirkungen das fĂŒr mein Baby hat.
05:26Embryo.
05:27Bitte?
05:28Es ist ein Embryo. SpÀter spricht man von einem Fötus.
05:31Reden Sie auch von Ihrem Kind so? Als wÀre es eine Sache?
05:34FĂŒr mich ist es jedenfalls mein Baby und ich will kein Risiko eingehen.
05:39Also bitte nur die Schiene.
05:44Es ist Ihre Entscheidung.
05:52Ich will schrittweise umstellen auf leichteres Essen.
05:56Viel Eiweiß, fettarm, weniger Kalorien.
05:59Das hört sich gut an.
06:00Da schwebt ja das Essen förmlich ĂŒber dem Teller.
06:02Das ist der Plan.
06:03Wir in der Sachsen-Klinik leisten keinen Beitrag mehr zur Arterienverfettung.
06:07Das ist ein wirklich gutes Signal.
06:10Wir könnten das doch in unserer KlinikbroschĂŒre erwĂ€hnen.
06:12Hallo zusammen.
06:14Ich hoffe, ihr habt Hunger.
06:15Es gibt Buletten.
06:18Na bloß, weil ich nicht mehr da bin, heißt das ja nicht, dass ihr auf die dicken Dinger verzichten mĂŒsst.
06:25Charlotte, in Zukunft werden wir aber auf die dicken Dinger verzichten.
06:28Weil wir umstellen.
06:29Auf gesĂŒnder, fettĂ€rmer und weniger Fleisch.
06:33Aber die Leute lieben meine Buletten.
06:34Vielleicht kannst du sie ja anders machen.
06:36Wie denn anders?
06:37Aus Tofu oder GeflĂŒgel oder Fisch.
06:40Das wÀre toll.
06:41Und kleiner mĂŒssten sie werden.
06:42Viel kleiner.
06:44Dann sind es aber nicht mehr meine dicken Dinger.
06:47Das ist ja auch nicht mehr meine Cafeteria.
06:50Du schmeißt das alles weg.
06:53Das ist doch noch gut.
06:55Ja, aber es passt eben nicht mehr.
06:57Ich werde die Cafeteria im Sinne Charlotte's weiterfĂŒhren.
07:00Was ist denn daraus geworden?
07:02Ein bisschen VerÀnderung muss halt sein.
07:05Ich verstehe.
07:07Nehme ich die Buletten besser wieder mit.
07:09Jetzt landen die auch noch im MĂŒll.
07:11Ach, Charlotte.
07:12Willst du nicht mal probieren, was ich anbieten will?
07:14Nein, danke.
07:24Moni?
07:27Moni?
07:28Das ist aber eine Überraschung.
07:30Ja?
07:31Ach, Sie arbeiten hier.
07:33Das ist mein Krankenhaus.
07:37Sie sind also wirklich Arzt.
07:39Und Sie?
07:41Was fĂŒhrt Sie hier?
07:42Zu viel GlĂ€ser gespĂŒlt.
07:44Ei, ei, ei.
07:44Warum sind Sie nie auf einen Drink vorbeigekommen?
07:46Ich könnte es persönlich nehmen.
07:48Ich habe viel um die Ohren und unser jĂŒngster Familienzuwachs hĂ€lt uns ganz schön auf Trab.
07:51Das Baby ist schon da?
07:53Mhm.
07:53MĂ€dchen?
07:54Mhm.
07:54Oh, Gott, ja.
07:56Oh, wie schön.
07:57Danke.
07:59Wenn Sie vorbeikommen, lade ich Sie auf einen Drink ein und Sie zeigen mir Fotos.
08:02Gerne.
08:03Aber lassen Sie sich nicht zu lange Zeit.
08:06Ich bin nÀmlich bald im Mutterschutz.
08:08Nein.
08:10Die sind schwanger?
08:11Ist doch ganz am Anfang.
08:13Ich gratuliere.
08:14Da komme ich gleich heute Abend vorbei.
08:15Darauf mĂŒssen wir anstoßen.
08:16Ja, so machen wir.
08:18Oh, halten Sie mal.
08:19Mhm.
08:23Kein Mist.
08:25Was Schlimmes?
08:25Ja, die Aushilfe hat abgesagt.
08:27Sie haben sich zu fÀhig Lust einzuspringen?
08:29Ich glaube, das eine Intermezzo reicht mir.
08:32Schade.
08:33Aber bei heute Abend bleibt es.
08:35Auf jeden Fall.
08:36Bis dann.
08:40Das ist der sĂŒĂŸe Abschluss.
08:42Chia-Kokos-Flam.
08:43Das lasse ich mir natĂŒrlich nicht entgehen.
08:46Mhm.
08:47Ich bin wirklich ĂŒberzeugt.
08:49Egal, was Frau Gauss sagt, Sie machen das genau richtig.
08:52Vielen Dank.
08:54Hallo, Lisa.
08:55Du kommst gerade rechtzeitig zum Dessert.
08:57Kann ich gut gebrauchen.
08:58Und ich bin total fertig.
09:00Schule ist sowas von...
09:02Wichtig.
09:02FĂŒr den Rest deines Lebens.
09:04Das wolltest du doch bestimmt sagen, oder?
09:05Mhm.
09:07Hast du was von Roland gehört?
09:09Äh, ja.
09:10Es geht ihm ganz gut.
09:11Er ist noch in der HĂŒtte.
09:13Hat er gesagt, wann er wiederkommt?
09:15Mhm.
09:16Dann richte ihm mal schöne GrĂŒĂŸe aus.
09:19Ich muss jetzt wirklich zurĂŒck zur Arbeit.
09:21Aber vielen, vielen Dank.
09:23Immer gern.
09:25Kannst du nicht bei uns in der Schule kochen?
09:27So was hebt echt die Stimmung.
09:31Keine Abwerbeversuche.
09:33Äh, Jakob.
09:35Ich brĂ€uchte die Speisekarte immer bis 7 Uhr frĂŒh am Montag.
09:38Dann könnte ich es als PDF-Datei gleich ins Kliniksystem einstellen.
09:41Wird gemacht.
09:42TschĂŒss, Lisa.
09:42TschĂŒss.
09:44Das schmeckt echt gut.
09:45Du kannst mir gleich noch einen bringen.
09:47Bekommst du.
09:48Und dann erzÀhlst du mir, was gerade so schlimm ist.
09:50Lieber nicht.
09:51Aber ich nehm trotzdem noch einen Pudding.
09:54Hallo, Jakob.
09:57Nur auch eins.
09:59Wieso warst du denn so schnell weg?
10:02Nur so.
10:05Ist doch in Ordnung, oder?
10:07Solange du dich nicht wieder hinter den Friesen stellst.
10:09Monika fand ich einen guten Barkeeper abgegeben.
10:11Dann ĂŒberlege ich nochmal, ob ich dich da ĂŒberhaupt hingehen lasse.
10:15Sie kommt ganz nach der Mutter.
10:17Zum GlĂŒck.
10:18Aber den tollen Blick, den hat sie von mir.
10:20Dann wollen wir euch mal nicht lÀnger von der Arbeit abhalten.
10:23Darf ich das machen?
10:24Na klar.
10:27Kannst du die bitte Dr. Peters geben und sag dir, die ist von mir.
10:31Klar.
10:32Was ist das?
10:32Babysachen.
10:33Die Kleine ist schon aus den ersten Sachen rausgewachsen.
10:36Sie wird sie brauchen.
10:37Und sie ist wirklich nicht der Typ, der durch BabylÀden rennt.
10:39Dr. Peters wird das Kind nicht behalten.
10:44Sie will es nach der Geburt zur Adoption freigeben.
10:46Ich weiß nicht, wie es euch geht.
10:48Aber mich ĂŒberrascht das nicht.
10:50Naja.
10:51Es kann sich alles noch Àndern.
10:52Bei jeder anderen wĂŒrde ich dir recht geben.
10:54Aber bei Dr. Peters...
11:02Nur noch leichte Kost.
11:04Naja.
11:05Wenn die meinen.
11:07Das war doch nicht persönlich gemeint.
11:11Ich nehme es aber persönlich.
11:16Nicht die Buletten.
11:18Die will doch eh keiner mehr.
11:19Oh doch.
11:23Was wollen denn die Kinder schon hier?
11:24Ich denke, die wollen bei Jakob essen.
11:27Hm.
11:28Das durfte nach meinem Lieblings-Bulett machen.
11:30Ach Roland.
11:32Das ist aber eine Überraschung.
11:34Lisa.
11:35Was denn?
11:36Hast du das gesehen?
11:38Diana aus deiner Klasse schreibt, dass du nackt in der Jungsumkleide warst und zu Max in
11:42eine Dusche wolltest?
11:42Kannst du das bitte einfach ignorieren?
11:44Stimmt das?
11:46Nein.
11:47Ich habe Max' Geldbörse vor der Halle gefunden und wollte sie ihn zurĂŒckgeben.
11:51Deswegen war ich in der Umkleide.
11:52Ich war weder nackt noch habe ich sonst was gemacht.
11:55Warum behauptet dann Diana so ein Mist?
11:56Die ist total verknallt in Max und einfach nur eifersĂŒchtig.
12:00Dann schreib das doch so zurĂŒck.
12:01Bist du verrĂŒckt?
12:02Das liest Max doch alles.
12:04Jetzt liest er, dass du ihm nackt in die Umkleide gefolgt bist.
12:07Ich will einfach nicht mal darĂŒber reden.
12:18Das.
12:20Was ist?
12:21Das ist ja.
12:22Was denn?
12:24Opa ist wieder da.
12:27So.
12:28Das RĂŒckenmark liegt jetzt frei.
12:30Man sieht deutlich die Engstelle.
12:33Die Beschwerden können nicht erst seit kurzem aufgetreten sein.
12:36Mehr im Haken ziehen.
12:37Mehr nach lateral.
12:38Sonde.
12:48Stimmt was nicht?
12:49Instrumente raus.
12:50Was ist los?
12:52Ein Moment.
12:54Dr. Peters?
12:56Es geht wieder.
12:59Was soll ich denn?
13:01Kindsbewegungen.
13:01Ich war kurz abgelenkt.
13:03Soll ich ĂŒbernehmen?
13:04Nein, nicht nötig.
13:05War das das erste Mal?
13:07Ja.
13:07Und deshalb konnte ich es nicht genau einschÀtzen.
13:10Aber jetzt weiß ich es ja.
13:12Meine Frau war vorhin da.
13:13Sie hat Babykleidung fĂŒr Sie dagelassen.
13:15Falls Sie es sich doch anders ĂŒberlegen.
13:17Saugen bitte.
13:19Vielleicht kann ja der Vater des Kindes was damit anfangen.
13:21Herr Derbeck hat mit der Sache nichts zu tun.
13:23Stanze?
13:24Weiß er ĂŒberhaupt, dass Sie...
13:25Instrumente raus.
13:28Dr. Brantano, ich operiere hier gerade am offenen RĂŒckenmark.
13:31Ich wĂ€re Ihnen dankbar, wenn Sie mein Privatleben außen vor lassen könnten und uns alleine auf die Arbeit konzentrieren.
13:37NatĂŒrlich.
13:38Danke.
13:39Stanze.
13:43Du hast ja richtig Farbe bekommen.
13:45Mhm.
13:46Frische Luft und Bewegung.
13:47Deine WĂ€sche kannst du mir aber trotzdem zum Waschen geben.
13:50Das musst du nicht machen, Charlotte.
13:51Das ist doch keine Arbeit.
13:55Hallo.
13:56Papa.
14:00Wir wussten gar nicht, dass du heute kommst.
14:02Das sollte eine Überraschung sein.
14:04Ist dir gelungen.
14:05Schön, dass du wieder da bist, Opa.
14:06Geht's euch gut?
14:08Ja, wie war's im Wald?
14:09Was hast du die ganze Zeit gemacht?
14:11Ich hab nachgedacht und Holz gehackt.
14:13Das war wie ein Abenteuer.
14:14Abenteuer klingt gut.
14:16Find ich auch.
14:16Das braucht man manchmal, was Neues.
14:18Und deshalb hab ich mir etwas ĂŒberlegt.
14:24Wir ziehen aus.
14:27Was?
14:29Warum?
14:30Weil wir einen Neuanfang brauchen.
14:32Ich brauche einen Neuanfang.
14:34Aber ich nicht.
14:36Du kannst das nicht einfach ĂŒber unseren Kopf hinweg entscheiden.
14:38Du musst uns wenigstens fragen.
14:40Na, dann frag ich dich.
14:41Willst du ausziehen?
14:41Nein!
14:47Was guckst du mich denn so an?
14:49Soll ich jetzt auch noch Partei fĂŒr dich ergreifen?
14:55Ich geh mal hinterher.
15:05Entschuldige, da muss ich hingehen.
15:17Tschin, Tschin.
15:18Auf Ihre kleine Familie.
15:19Auf meine sehr kleine Familie.
15:21Wir sind nur zu zweit.
15:24Dann haben Sie und der Vater sich getrennt?
15:27Der Vater ist ein junger, gesunder Mann, der nie erfahren wird, wer die Nutznießerin seiner Samenspende ist.
15:34Ich hab in Spanien eine In-Vitro-Fertilisation machen lassen.
15:38Tisch fĂŒnf.
15:40Entschuldigung, ich wollte da nicht so nachbohren.
15:43Ist das nicht peinlich?
15:45Wenn die Natur nicht will, muss man eben ein bisschen nachhalten.
15:48Ich wollte immer Mutter sein.
15:50Und ich war mir auch ganz sicher, dass es irgendwann einfach passiert.
15:54Ist es aber nicht.
15:55Nein, viel Zeit hab ich ja nicht mehr.
15:57Also musste ich handeln.
15:59Da kommt einiges zusammen.
16:02Sie allein, die Bars.
16:05Ich schaff das schon.
16:06Machen Sie sich da mal keine Sorgen.
16:09Entschuldigung.
16:10Im Moment ist es ein bisschen viel.
16:13ErzÀhlen Sie mir doch lieber von Ihrem Familienzuwachs.
16:18Sie heißt Pauline.
16:20Ist zuckersĂŒĂŸ.
16:23Und sieht zum GlĂŒck genauso aus wie Ihre Mutter.
16:26SĂŒĂŸ.
16:28Was zum Fressen.
16:31Und das mit Ihrer Hand?
16:34Körpal.
16:35Dingsbums.
16:36Tut weh.
16:37Wird aber schon besser.
16:39Nehmen Sie noch Hormone?
16:41Wegen der Schwangerschaft?
16:44Ist das jetzt ein Hausbesuch oder?
16:47Beruf und Hobby.
16:49Könnte ich noch nie trennen.
16:51Also?
16:53Estradiol-Tabletten.
16:54Östrogenpflaster.
16:55Und gestern gehen Kapseln.
16:57Alles bis zur elften Woche.
16:58Danach wird nach Planen reduziert.
17:00Machen Sie sich keine Sorgen.
17:01Mir geht's gut.
17:02Naja.
17:04Hormone sind immer so eine Sache.
17:05Ohne Hormone wÀre ich nicht schwanger geworden.
17:07Also sind Hormone fĂŒr mich eine gute Sache.
17:16Ich verstehe immer noch nicht, wozu das gut sein soll.
17:19Viele unserer Klienten nehmen das Angebot gern an, um sich ein Bild von den zukĂŒnftigen Eltern zu machen.
17:24Aber nach der Adoption wird es keinen Kontakt mehr geben.
17:27Nein, es gibt nur dieses einmalige Treffen.
17:32Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es vielen MĂŒttern leichter fĂ€llt, wenn sie ihr Kind in wirklich guten HĂ€nden wissen.
17:39Also gut, dann machen wir es so.
17:40Sehr schön.
17:41Dann bestĂ€tige ich den Termin fĂŒr morgen Abend.
17:43Danke.
17:53Frenzano hier.
17:55Störe ich?
17:56Nicht direkt.
17:57Worum geht's?
17:58Frau Wilbrandt ist doch eine Ihrer Patientinnen.
18:01Ja, sie war heute bei mir in Behandlung.
18:03Könnte es nicht sein, dass Ihre Probleme durch die Schwangerschaft bedingt sind?
18:07NatĂŒrlich, die Hormonumstellung befördert ein Kapaltunnelsyndrom.
18:11Das entspricht genau meiner Diagnose.
18:12Ich meine nicht den normalen Einfluss, den eine Schwangerschaft auf den Körper hat.
18:16Welcher Einfluss sollte das sonst sein?
18:18Ich habe gerade erfahren, dass Frau Wilbrandt eine IVF hatte.
18:22Sie nimmt immer noch Hormone zur UnterstĂŒtzung der Schwangerschaft.
18:25Und auch das könnte die Symptomatik befördern.
18:27Ich habe unlÀngst eine schwedische Studie gelesen.
18:29Da wurde der Zusammenhang zwischen In-vitro-Fertilisation und Thrombose-Risiko untersucht.
18:34Im Kontext des Alters der Patientinnen.
18:38Wenn im Fall von Frau...
18:39Das wÀre mir bei der Sonografie aufgefallen.
18:42Sie hat definitiv keine Thrombose im Arm.
18:45Aber wenn es Sie beruhigt, dann können Sie mir gerne den Artikel morgen mal zeigen.
18:49Schon passiert.
18:52Danke, Herr Kollege.
18:54Ist eine Zusammenfassung, Dr. Peters.
18:56Das schaffen Sie schon.
18:57Bis morgen.
19:00Ich dachte, du warst in der Bar.
19:04War ich auch.
19:05Und kaum raus aus der Bar, rufst du in der Klinik an?
19:09Ja.
19:10Und jetzt?
19:11Was meinst du?
19:14Heißt das, der Rest des Abends gehört jetzt uns?
19:19Schwierig.
19:38Störig?
19:40Störig?
19:45Du bist sauer.
19:47Weil du ausziehen möchtest?
19:49Ich habe eigentlich an uns drei gedacht.
19:52Irgendwie kann ich es ja verstehen.
19:53Einfach wegziehen und neu empfangen.
19:56Das hat schon was.
19:58Also kannst du der Idee etwas abgewinnen?
20:01Australien wÀre gut.
20:03Ich dachte erst mal an Leipzig Zentrum, nÀher an der Klinik und ihr könnt ihr mit dem Fahrrad zur Schule
20:09fahren.
20:10Falsche Richtung.
20:11Wieso?
20:12Hast du Ärger in der Schule?
20:13Nicht wirklich.
20:14Das ist nur so ein unwichtiger Kram.
20:16Da musst du dir keine Gedanken machen.
20:26Wenn Pia noch da wĂ€re, wĂŒrdest du jetzt darĂŒber mit ihr sprechen?
20:32Vielleicht.
20:34Und mit mir?
20:37Eher nicht.
20:39Weil ich keine Ahnung habe oder weil du mich mit deinen Sorgen nicht belÀstigen willst?
20:45Beides.
20:46Du musst keine RĂŒcksicht nehmen.
20:48Keine Sorge, ich bin ein ganz normaler Teenager.
20:50Das Wort RĂŒcksicht muss ich erst im Lexikon nachschlagen.
20:53Jetzt machst du Witze.
20:55Aber ich meine es ernst.
20:57Ich bin immer fĂŒr euch da.
20:59FĂŒr dich, fĂŒr Jonas und fĂŒr Jakob.
21:03Okay.
21:04Und jetzt mach nicht mehr so lange, es ist spÀt.
21:27Ich weiß, es wĂ€re besser gewesen, euch in die Entscheidung mit einzubeziehen.
21:34Selbsterkenntnis ist der erste Schritt zur Besserung.
21:36Aber manchmal geht das nicht.
21:41Diesmal ging es nicht.
21:44Aber ich verspreche dir, dass ich euch in Zukunft in alle Familienangelegenheiten mit einbeziehen werde.
21:50Das hast du Weihnachten auch schon gesagt.
21:52Ich kann dich nicht zwingen, aber ich wĂŒrde mir wirklich wĂŒnschen, dass du mitkommst.
21:57Wollte ich drĂŒber nachdenken.
21:59Tu das.
22:05Weißt du, was mit Lisa los ist?
22:07Frag sie.
22:08Habe ich versucht.
22:09Sie will nicht, dass du dir Sorgen machst.
22:11Hat nicht funktioniert.
22:17Eine von der Schule.
22:19Die postet LĂŒgen ĂŒber Lisa auf Social Spot.
22:22Aber damit musst du dich jetzt echt nicht beschÀftigen.
22:25Ehrlich gesagt, habe ich noch nicht ganz verstanden,
22:27wo das Problem liegt.
22:28Siehst du, genau deswegen kĂŒmmern wir uns selbst darum.
22:46Kannst du nicht schlafen?
22:48Ist das ein Wunder?
22:53Bulettenrezepte.
22:54Dein Sohn mag meine Buletten nicht.
22:57Zu groß, zu schwer, zu ungesund.
22:59Sie schmecken, das ist doch die Hauptsache.
23:01Sie passen nicht in sein Konzept.
23:03Tja, damit mĂŒssen wir wohl leben.
23:06Die Dinge Àndern sich.
23:08Im besten Falle Àndern wir uns mit.
23:10Manche von uns sind nicht mehr so jung,
23:12dass sie alles, was sie sich aufgebaut haben,
23:14einfach ĂŒber den Haufen werfen.
23:16Seit wann stellst du dich keinen neuen Herausforderungen mehr?
23:19Jetzt lenk nicht ab.
23:20Ich habe die Cafeteria abgegeben, um mehr Zeit fĂŒr dich und die Kinder zu haben.
23:25Und jetzt hast du das GefĂŒhl, ich lasse dich im Stich.
23:27Du lÀsst mich im Stich.
23:29Kannst du mich denn kein bisschen verstehen?
23:33In jedem Winkel dieses Hauses steckt Pia.
23:37Die Kante da am TĂŒrrahmen, die hat Pia reingauern,
23:40als sie diesen hÀsslichen Stuhl vom Flohmarkt angeschleppt hat.
23:42Der Brandfleck hier, das war Pia zu Silvester.
23:44Mit den Wunderkerzen.
23:45Erinnerst du dich?
23:46Es gibt hier keinen Zentimeter, der mich nicht an sie erinnert.
23:50Ich will nicht ohne Pia leben, aber ich muss es.
23:53Und deshalb muss ich mir und auch den Kindern die Chance geben, neu anzufangen.
23:56Ich weiß.
23:58Aber das hier ist das Zuhause von Lisa und Jonas.
24:02Sie mussten schon mit so vielen VerÀnderungen klarkommen.
24:05Meinst du, dass noch eine das Richtige fĂŒr sie wĂ€re?
24:08Ja, das meine ich.
24:34Frau Wilbrandt, ist was passiert?
24:37Es ist seit gestern schlimmer geworden.
24:39Der Hand geht's gut.
24:40Das ist beintot.
24:41Es ist aber immer so weh.
24:42Wir bringen Sie in den Behandlungsraum.
24:43Und ich sag Frau Dr. Peters Bescheid.
24:50Das Bein ist warm.
24:52Die Haut fĂŒhlt sich gespannt an.
24:55Die Schmerzen kamen ganz unvermittelt.
24:56Es fing gestern Abend mit einem Kribbeln an.
25:00Meine Aushilfe hatte abgesagt und da bin ich eingesprungen.
25:03Ich weiß, dass das mit der Arbeit fĂŒr mich nicht gut ist, aber...
25:06Die Arbeit ist nicht das Problem.
25:07Ultraschall, bitte.
25:09Warum haben Sie mir nicht gesagt, dass Sie durch eine In-vitro-Fertilisation schwanger geworden sind?
25:14Sie haben mich nicht gefragt.
25:16Außerdem hatte ich nicht den Eindruck, dass Sie sich brennend fĂŒr meine Schwangerschaft interessieren.
25:20Mich interessiert alles, was den Körper meiner Patienten betrifft.
25:30Es spricht alles fĂŒr eine tiefe Wehenthrombose in Ihrem Bein.
25:35Und hier haben wir Sie auch schon.
25:38Warum ist denn das von Ihnen?
25:41Es gibt nicht die eine Ursache.
25:43Die Schwangerschaft, Ihr Alter.
25:45Möglicherweise haben Sie zu wenig getrunken.
25:48Ich denke, in Ihrem Fall war die Hormontherapie ausschlaggebend.
25:54Haben Sie schon einmal darĂŒber nachgedacht, dass es einen Sinn hat, warum Sie nicht auf natĂŒrlichem Wege schwanger werden konnten?
26:01Hat es denn einen Sinn, dass Sie schwanger sind?
26:04Hier geht es nicht um mich.
26:05Nein, aber Sie sprechen mir gerade das Recht der Familie.
26:09Nein, das tue ich nicht.
26:10Und hier geht es auch nicht um Recht oder Unrecht.
26:12Es ist die Natur, die entscheidet.
26:18Sie bekommen ein Rezept fĂŒr maßgenaue KompressionsstrĂŒmpfe, die Sie ganztĂ€gig tragen mĂŒssen.
26:24Außerdem ein Medikament, Heparin, das sollte den Trombus schnell auflösen.
26:27Schwester Miriam wird Ihnen zeigen, wie Sie sich die Spritzen zu Hause selbst setzen können.
26:31Ich will kein Heparin.
26:34Bitte?
26:36Kein Medikament, das meinem Kind schadet.
26:41Heparin ist ein absolut sicheres Medikament.
26:43Und eine unbehandelte Thrombose schadet vor allen Dingen Ihnen.
26:47Sie setzen unnötig Ihre Gesundheit aufs Spiel.
26:49Und das kann weder in Ihrem noch im Interesse des Kindes sein.
26:52Also bitte seien Sie vernĂŒnftig.
27:03Gute Besserung.
27:04Und lassen Sie sich bitte gleich noch einen Kontrolltermin geben.
27:07Ja.
27:42Ich will kein Heparin.
27:44Guten Morgen.
27:46Morgen.
27:47Du musst heute erst zur zweiten Stunde.
27:49Ja.
27:50Dann freue ich mich ĂŒber deine Gesellschaft.
27:54Das, was dieses MĂ€dchen ĂŒber dich geschrieben hat, das ist ĂŒble Nachrede.
27:58Das ist ein Straftatbestand.
28:00Ja und?
28:02Ich werde heute einen Termin mit deiner Direktorin machen und dafĂŒr sorgen, dass es aufhört.
28:06Papa, bitte nicht.
28:08Das ist echt total peinlich.
28:09Wenn du da jetzt auftauchst, machst du alles noch viel schlimmer.
28:12Mobbing ist schlimm.
28:13Ja, aber VĂ€ter sind ja echt keine große Hilfe.
28:18Bitte, ja?
28:28Ah, Dr. Peters.
28:31Haben Sie Frau Wilbrand gesehen?
28:32Sie ist nicht mehr im Behandlungsraum.
28:34Vermutlich ist sie schon nach Hause.
28:36Sie hat nach mir rufen lassen.
28:38Offenbar hatte sie Zweifel wegen eines Medikaments.
28:41Ach, tatsÀchlich.
28:43Sie haben also Heparin verordnet?
28:47Ja, sie hat die Behandlung erst verweigert, sich dann aber einsichtig gezeigt.
28:50Wie es aussieht, hat sie das wohl nicht.
28:53Wie bitte?
28:54Und die Klinik ohne Behandlung verlassen.
28:55Das kann ich mir nicht vorstellen.
28:57Ich schon.
28:58Ja, aber warum sollte sie...
28:59Sie glaubt eben, das Beste fĂŒr ihr Kind zu tun.
29:01Das Beste fĂŒr ihr Kind ist eine gesunde Mutter.
29:04So ein Verhalten wÀre vollkommen irrational.
29:06Kommt bei Schwangeren schon mal vor.
29:09Ich glaube, ich weiß, wo sie ist.
29:20Möchtest du vielleicht was essen?
29:22Nein.
29:25Da habe ich es also geschafft, es mir mit allen zu verderben.
29:28Was soll ich dazu sagen?
29:30So ist das Leben.
29:32Das ist gemeint, Charlotte.
29:33Das Leben?
29:34Ja.
29:35DafĂŒr ist es auch bekannt.
29:37Ich brauche mal deinen Rat.
29:39Es geht um Lisa.
29:40Sie hat Probleme mit einem MĂ€dchen aus der Schule.
29:42Die hat Sachen ĂŒber Lisa in so ein soziales Netzwerk gestellt.
29:46Keine netten Sachen.
29:47Ich muss das MĂ€dchen irgendwie dazu bringen, das zurĂŒckzunehmen.
29:50MĂ€dchen in dem Alter?
29:52Die sind grausam.
29:54Schwierig, wollte ich sagen.
29:56Mit ihr zu reden, wĂŒrde es nur schlimmer machen.
29:58Meint Lisa auch.
30:00Vielleicht musst du das auch gar nicht.
30:02Mach es doch selber.
30:03Wie meinst du das?
30:04Na, wenn sie da in dieses Netzwerk irgendwas geschrieben hat,
30:08dann schreib du doch auch was hin.
30:10Aber das wÀre Lisa peinlich.
30:11Doch nicht in deinem Namen.
30:13Weißt du noch damals die Beschwerdebriefe,
30:15dass die Cafeteria von außen nicht zugĂ€nglich sei?
30:18Das war eine richtige Welle,
30:20empörter Rollstuhlfahrer und Rollator-Nutzer.
30:22Ich habe alle Briefe selber geschrieben
30:24und habe meine Rampe bekommen.
30:26Da siehst du mal, wofĂŒr ich alles gut bin.
30:29Daran hatte ich auch nie den geringsten Zweifel.
30:31Stört es dich?
30:32Nein, nur zu.
30:34Glaubst du, Jonas ĂŒberlegt sich das nochmal?
30:36Mit dem Umzug?
30:38Ich hoffe nicht.
30:40Die GetrÀnkelieferung kommt gegen 17 Uhr.
30:42Seien Sie bitte pĂŒnktlich.
30:43Laden aufschließen, ausladen, einrĂ€umen.
30:46Moni!
30:48Philipp!
30:49Was soll das denn?
30:51Kerstin, gehen Sie doch bitte in den Keller
30:53und schließen das neue Fass an, ja?
30:59Sie können eine Thrombose nicht einfach unbehandelt lassen.
31:01Das ist keine Bagatelle.
31:03Ich trage die StrĂŒmpfe, trinke viel Wasser, bewege mich
31:06und die Schmerzen sind auch schon weniger.
31:08Das muss nichts bedeuten.
31:10Im schlimmsten Fall löst sich der ThrombusgerÀt in den Lungenkreislauf
31:12und löst eine Embolie aus.
31:14Dann gehe ich eben nicht vom schlimmsten Fall aus.
31:17Der Thrombus wird sich nicht von alleine auflösen.
31:19Und wenn Sie weiterhin Hormone nehmen,
31:22besteht das Risiko, dass sich weitere bilden.
31:23Ich kann die Hormone nicht einfach absetzen.
31:25Sie wissen ja gar nicht, was ich alles auf mich genommen habe,
31:27um dieses Kind zu kriegen.
31:29WĂ€hrend alle anderen um mich herum schwanger wurden
31:32und Familien gegrĂŒndet haben.
31:35Ich meine, gucken Sie sich an.
31:38Moni?
31:38FĂŒr Sie war das nie ein Thema.
31:41FĂŒr mich das Einzige.
31:43Moni, ganz ruhig, ganz ruhig, ganz ruhig.
31:47Ganz ruhig.
32:01Was ist passiert?
32:02Verdacht auf Lungenembolie.
32:03Ich war bei ihr, als sie zusammengebrochen ist.
32:05Zugang lieb?
32:06Sie bekommt Sauerstoff, ist aber ansprechbar.
32:08Dann direkt ins CT.
32:09Wir dĂŒrfen keine Zeit machen.
32:13Der Thrombus sitzt an der rechten Lungenmaterie.
32:18Katheterframmentation?
32:19Ich sehe keine Alternative.
32:22Eine Thrombolyse kommt wegen der Schwangerschaft nicht infrage.
32:35Hören Sie mich?
32:37Wir mĂŒssen Sie operieren
32:38und die Durchblutung in Ihrem Lungenkreislauf wiederherstellen.
32:42Verstehen Sie das?
32:44Wir werden minimalinvasiv vorgehen.
32:47Über einen Katheter.
32:48Sie können ganz beruhigt sein.
32:50Das ist ein sehr schonendes Verfahren.
32:53Wir kriegen das wieder hin.
32:55Ich weiß.
32:58Wir sehen uns im OP.
33:03Das wird schon.
33:07Und am Mittwoch hÀtte ich dich gern bei der Stand-Einlage dabei.
33:10Also, wenn du Zeit hast.
33:12Mittwoch, warte mal.
33:13Ich hÀtte Zeit, falls du einen Assistenten brauchst.
33:17Roland, hey!
33:19Hey!
33:20Gut siehst du aus.
33:21Mir geht's auch gut.
33:22Seit wann bist du zurĂŒck?
33:23Seit gestern.
33:24Kommt ihr heute Abend zum Essen?
33:26Macht ihr eine Willkommensparty?
33:28Na, Willkommensparty trifft's nicht ganz.
33:29Ich zieh mit den Kindern aus.
33:31Sobald ich eine Wohnung habe,
33:32Markler ist schon angefragt.
33:34Wenn ihr mir das ausreden wollt.
33:37Wenn ihr mir das ausreden wollt.
33:37Nein.
33:38Wieso?
33:40Und Charlotte und Otto wissen bestand.
33:41Ja.
33:42Und?
33:43Ah ja.
33:45Aber die Kinder freuen sich.
33:46Kommt ihr?
33:47Sicher.
33:48Ja.
33:49Dann, bis heute Abend.
33:50Ich muss noch was einkaufen.
33:56Wie schÀtzen Sie die Situation ein?
33:58Muss sie die Hoffnung auf ein gesundes Kind jetzt aufgeben?
34:01Ich muss zugeben, dass Frau Wilbrand mich beeindruckt.
34:03Was?
34:04Wie meinen Sie das?
34:07Sie wĂŒrde alles fĂŒr ihr Kind tun.
34:10Wenn das Kind auf die Welt kommt,
34:11dann hĂ€tte es zwar nicht die jĂŒngste und fitteste Mutter,
34:14aber ganz bestimmt die engagierteste.
34:17So eine Mutter hĂ€tte ich mir gewĂŒnscht.
34:21Wie war sie denn?
34:23Ihre Mutter.
34:26Entschuldigung, geht mich nichts ein.
34:29Meine Mutter war immer beschÀftigt.
34:34Sie ist auch Ärztin.
34:36Als ich zehn war, ist sie in die USA gegangen, um zu forschen.
34:40Ohne sie?
34:42Anwesend oder abwesend.
34:44Und meiner Mutter hat das keinen Unterschied gemacht.
34:46Wer Kontrastmittel wird?
34:52Nicht alle Eltern sind perfekt.
34:55Aber solange sie keinen Schaden anrichten,
34:57ist das den Kindern egal.
34:59Hauptsache, sie sind da.
35:03Da wÀre ich mir nicht so sicher.
35:05Kinder spĂŒren sehr genau,
35:06ob sie einen Platz im Leben ihrer Eltern haben oder nicht.
35:26Wie geht es, mein Baby?
35:28Die Operation war erfolgreich, Frau Föhlbrand.
35:31Haben Sie Schmerzen?
35:34Geht mir gut.
35:37Sie mĂŒssen in den nĂ€chsten Monaten
35:38Gerinnungshemme nehmen,
35:39damit so etwas nicht wieder passiert.
35:44Ja, das werde ich tun.
35:47Frau Dr. Peters,
35:50was ist denn mit einem Kind?
35:54Bei so einer frĂŒhen Schwangerschaft
35:56besteht leider immer das Risiko,
35:57dass der Embryo abgeht.
35:59Da reicht schon weniger als eine Lungenembolie.
36:01Ja, vielleicht durch ihr GlĂŒck.
36:07Es ist nicht leicht,
36:08so etwas zu akzeptieren.
36:10Aber es ist ihr Körper,
36:11der entscheidet.
36:12Und in der Regel entscheidet er richtig.
36:15WĂŒrden Sie das genauso sagen,
36:17wenn ich verheiratet
36:19und Anfang 30 wÀre?
36:22Wie meinen Sie das?
36:24Sie denken doch,
36:25dass ich egoistisch bin,
36:26eine alleinstehende Frau,
36:28eine 40,
36:30die sich unbedingt ein Kind wĂŒnscht,
36:32obwohl alles dagegen spricht.
36:35Nein, ich sage das,
36:36weil ich gesehen habe,
36:37wie unglaublich sicher
36:38die Natur in ihren Entscheidungen ist.
36:41Und dann gibt es Frauen,
36:42die schwanger sind,
36:43obwohl sie es gar nicht wollten.
36:46Was will uns die Natur
36:47heute Abend sagen?
36:51Das zeigt,
36:52dass biologische Prozesse
36:53manchmal wenig
36:54mit unseren persönlichen WĂŒnschen
36:55zu tun haben.
36:58Ich hole ein UltraschallgerÀt
36:59und dann sehen wir uns
37:00ihren Bauern.
37:02Danke.
37:13Hallo, Papa.
37:15Guten Abend, Lisa.
37:17Sie hat sich entschuldigt.
37:18Wer denn?
37:19Diana aus meiner Klasse,
37:20die diese fiesen Sachen
37:21ĂŒber mich geschrieben hat.
37:23Einfach so?
37:24Nicht ganz.
37:25Auf Social Spot steht,
37:26dass Nilo aus der 12. gesehen hat,
37:28dass ich gar nicht
37:28in der Jungsumkleide war
37:29und dass Diana gelogen hat.
37:31Das war ja ganz schön peinlich.
37:33Das wÀre es mir an ihrer Stelle auch.
37:35Hat sie sich auch online entschuldigt?
37:37Ja.
37:37Ich bin auch fĂŒr den Rest
37:38der digitalen Welt
37:39nicht mehr die nackte VerrĂŒckte
37:40aus der Jungsdusche.
37:43Ich habe ĂŒbrigens
37:44einen Makler engagiert.
37:45Der schickt heute noch
37:46ein paar VorschlÀge.
37:47Wie sehe ich mir dann an?
37:49Heißt, dass du kommst mit?
37:50Wenn ich ein gutes Zimmer bekomme.
37:53Essen gibt es in einer halben Stunde.
37:54Ich kann nicht garantieren,
37:55dass es schmeckt,
37:56aber gut sieht es aus.
37:57Passt schon.
37:59Weißt du, was komisch ist?
38:00Was denn?
38:021912. gibt es gar keine Nele.
38:04Ach, das ist ja seltsam.
38:08Hast du gut gemacht, Papa.
38:10Was denn?
38:11Du weißt schon.
38:19Ich habe Dr. Bretan dazu gebeten.
38:21Sind Sie einverstanden?
38:22NatĂŒrlich.
38:27Bitte mal den Bauch freimachen.
38:30Ich habe Angst.
38:32Hatte ich das schon erwÀhnt?
38:33Gleich im Weg, in Wissheit.
38:35Der Embryo ist zwar erst
38:36seit acht Wochen in Ihrem Körper,
38:38aber bei einer In-Vitro-Fertilisation
38:39rechnen wir anders.
38:41Sind Sie bereit?
38:42Ja.
38:43WÀren Sie auf regulÀrem Weg
38:45schwanger geworden,
38:45wÀren Sie rechnerisch
38:46jetzt in der neunten, zehnten Woche.
38:49Ja, da ist es.
38:50Das Herz.
38:52Und ein krÀftiger,
38:55regelmĂ€ĂŸiger Herzschlag.
38:57Alles, wie es sein sollte.
39:01Tag.
39:02Tag.
39:06Moment mal.
39:07Was ist los?
39:08Wann hatten Sie Ihren letzten Ultraschall?
39:11Vor zwei Wochen?
39:13Stimmt das nicht?
39:14Das können nur Sie beurteilen.
39:16Sehen Sie hier.
39:18Was ist das?
39:19Eine zweite Fruchthöle.
39:20Und ein zweites Herz.
39:22Wie witzig.
39:24Es sind Zwillinge.
39:27GlĂŒckwunsch.
39:29Bei einer kĂŒnstlichen Befruchtung
39:31nicht ganz ungewöhnlich.
39:32Um von einer stabilen
39:34Zwillingsschwangerschaft
39:35sprechen zu können,
39:36mĂŒssen Sie natĂŒrlich
39:36noch ein paar Wochen warten.
39:38Ich weiß.
39:39Danke, Dr. Peters.
39:42Aber es ist ein Anfass.
39:51Danke ĂŒbrigens
39:52fĂŒr den Thrombose-Hinweis.
39:54Nicht zu danken.
39:55Sein Kollege.
39:58Ja.
39:59Na dann.
40:00Schönen Abend.
40:02Sie missbilligen
40:03meine Entscheidung, oder?
40:08Ich bin nicht die erste Mutter,
40:09die Ihr Kind zur Adoption freigibt.
40:10Ja, das stimmt.
40:12Trotzdem verstehe ich es nicht.
40:14Schon gar nicht in Ihrem Fall.
40:15Das Kind hat einen Vater.
40:16Das haben alle Kinder.
40:18Und er hat Rechte.
40:19Warum wollen Sie das Kind
40:20wildfremden Leuten geben?
40:23Sie werden dem Kind
40:24nicht fremder sein
40:25als ein leiblicher Vater.
40:29Ich verstehe Sie einfach nicht.
40:31Empfinden Sie gar nichts
40:32fĂŒr das Kind?
40:34Naja.
40:35Geht mich auch alles
40:35gar nichts an.
40:36Denken Sie,
40:37es fÀllt mir leicht?
40:39Denken Sie,
40:40ich wĂŒrde nicht anders handeln,
40:42wenn ich...
40:44wenn ich könnte.
40:46Man kann immer,
40:46wenn man will.
40:48Das Einzige,
40:49was dir im Wege steht,
40:50ist dein Ego.
41:03Dr. Peters,
41:04da sind zwei junge Leute
41:05fĂŒr Sie.
41:06oder?
41:29Musik
41:36Das ist fĂŒr dich. Hat gerade ein Kurier abgegeben.
41:39Was ist das?
41:39Das ist vom Makler. Das sind die WohnungsvorschlÀge.
41:42Was suchst du denn?
41:43Vier Zimmer, Altbau, zwei BĂ€der, Innenstadt, mit Balkon oder Dachterrasse.
41:48Gib mal her.
41:49Moment. Erstmal schau ich die durch.
41:51Ich hab die erste Wahl, was das Zimmer angeht.
41:53Ja, und wovon trÀumst du nachts?
41:55Das ist meine Bedingung.
41:56Bedingung? Spinnst du jetzt?
41:58Du weißt doch nicht mal, wie mein Grundriss entziffert.
42:00Wir nehmen nur eine Wohnung, in der es fĂŒr jeden von uns das passende Zimmer gibt.
42:05Du machst ja NÀgel mitköpfen.
42:08Geh mal den Sekt holen.
42:34Gerdbeck. Hallo?
42:37Hallo? Hallo?
42:42Lea, bist du das?
42:52Krieg ich auch ein Sekt?
42:53Ich glaube nicht.
42:55Also dafĂŒr, dass du gekocht hast, schmeckt das richtig gut.
42:59Man entdeckt eben immer wieder neue Seiten an sich und wÀchst mit seinen Aufgaben.
43:03Na, fĂŒr dich wird sich auch einiges Ă€ndern.
43:06Hier wird bald jede Menge Platz sein.
43:08Aber du erwartest jetzt nicht, dass ich hier wieder eins sehe.
43:11Ich nicht.
43:20Ich finde, wir sollten jetzt mal auf Roland anstoßen.
43:23Ja, auf deine RĂŒckkehr.
43:24Und auf den Neuanfang.
43:26Auf Roland.
43:27Auf Roland.
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