- vor 6 Wochen
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00:24Love Is Enough
00:39Wie lange bleibst du denn jetzt noch auf der Computermesse, Felix?
00:42Bestimmt noch eine Woche.
00:44Noch eine Woche? Du hast doch gesagt, du kommst morgen.
00:47Du vermisst mich, was?
00:48Ach Quatsch, wie kommst du denn darauf? Ich vermisse dich doch nicht.
00:52Och, schade.
00:54Guten Morgen, Herr Sonntag.
00:56Guten Morgen, Frau Marquardt.
00:58Guten Morgen, Frau Marquardt.
00:59Guten Morgen, Herr Sonntagmorgen.
01:01Och, das ist ja toll.
01:08Ich hoffe, du bist sicher.
01:14Brenner?
01:15Was ist denn?
01:16Ja, ich komme.
01:18Wenn da...
01:18Kein Notfall.
01:20Du musst Dr. Kaminski vertreten.
01:22Er muss Dr. Kaminski vertreten.
01:26Ich glaube, ich habe dich doch ein bisschen vermisst.
01:28Ja, meine guten Witze.
01:29Ja.
01:30Und, warte.
01:33Bis zum Prozess bleibt Alexander in Urhaft, aber es gibt noch keinen Termin.
01:37WeiĂ man denn inzwischen, wie die Polizei ihn aufspĂŒren konnte?
01:39Es gab wohl einen anonymen Hinweis.
01:42Also, ich weiĂ nicht.
01:43Ich weiĂ, Martin auch nicht.
01:44Woher?
01:45Ihr hÀttet's mir gesagt.
01:47Stimmt.
01:49Eine dringende Bitte habe ich an euch.
01:50Das wĂŒrde ich nicht dauernd fragen, wie es dir geht.
01:53Genau.
01:54Also, wenn du Hilfe brauchst?
01:55Sag ich Bescheid.
01:56Und das lassen Sie einfach so auf Ihrem Konto?
01:59Damit werfen Sie Ihr Geld zum Fenster raus.
02:00Hm, das ist ein kleines Fenster.
02:02Die Ansicht ist grundfalsch.
02:03Geld ist nur dazu da, um sich zu vermehren.
02:05Wo nicht viel ist, kann sich nicht viel vermehren.
02:07Das ist wieder falsch.
02:08Kennen Sie die geometrische Zahlenfolge?
02:111, 2, 4, 8, 16, 32, was ich damit sage.
02:16Vermögen kann aus dem Nichts entstehen.
02:18Herr Brenner, das ist Herr Ruge.
02:20Er ist Anlageberater.
02:21Er ist mit krampfartigen Schmerzen...
02:22Die nach meinen Recherchen auf Nierensteine hindeuten.
02:25Aha.
02:25Ja, zu uns gekommen.
02:27Weil Sie hier einen passabeln Arzt dafĂŒr haben, Dr. Kaminski.
02:30Ich bin zwar nur Herr Brenner und noch in der Facharztausbildung,
02:34aber darf ich Sie trotzdem untersuchen?
02:38Fein.
02:38WĂŒrden Sie den Herrn bitte begleiten?
02:40Aber natĂŒrlich.
02:41Wird es denn gehen?
02:42Ich nehme Ihre Sachen.
02:44Kommen Sie bitte.
02:47Noch in der Ausbildung.
02:53Ja, sowas.
02:55Einen wunderschönen guten Morgen.
02:57Guten Morgen.
02:59Das ist...
03:00Ein bisschen ĂŒbertrieben.
03:01Es gab nur Rosen.
03:03Dankeschön.
03:04Das ist ja eine Ăberraschung.
03:05Ich dachte, Sie wollten Ihren Stellvertreter schicken,
03:08um uns mit dem 3D-Drucker vertraut zu machen.
03:10Das hĂ€tte ich natĂŒrlich getan, wenn es nur um den Drucker ginge.
03:13Bitte.
03:15Bitte.
03:18Bitte nehmen Sie doch Platz.
03:21Danke.
03:25Was fĂŒhrt Sie denn zu uns?
03:29Um es kurz zu machen,
03:31ich bereite mit dem Ministerium zusammen ein sehr spannendes Projekt vor.
03:34Und nachdem das auch was fĂŒr die Sachsen-Klinik wĂ€re,
03:37dachte ich, Sie sollten es zuallererst erfahren,
03:39und zwar von mir persönlich.
03:41Worum geht es denn?
03:43Wir werden ein klinisches Exzellenzzentrum fĂŒr Bioprinting aufbauen.
03:48Aha.
03:49Sie wissen, worum es sich dabei handelt?
03:51Um die Herstellung organischen Gewebes aus dem Drucker.
03:55So könnte man es auf den Punkt bringen, ja.
03:57Ja, aber ist das System wirklich schon so weit ausgereift?
04:00Also Organe aus dem Drucker?
04:01Also natĂŒrlich entwickeln auch wir uns immer weiter
04:04und finden fast tÀglich neue Möglichkeiten.
04:07Letztes Jahr haben wir so groĂe Fortschritte gemacht,
04:09dass wir jetzt in die klinische Testphase gehen können.
04:11Und dafĂŒr suchen wir ein Partnerkrankenhaus.
04:14Da werden sich ja sicherlich viele Kliniken bewerben.
04:18Sie auch?
04:19Ja, also da sage ich doch mal ohne RĂŒcksprache ja.
04:22Fein.
04:23Dann werde ich das gleich Herrn Traum ĂŒbermitteln.
04:25Der liegt doch hier, oder?
04:27Also, an Ihr Tempo muss ich mich wirklich erst gewöhnen.
04:31Eigentlich ist heute eher ein langsamer Tag.
04:33Ich brauche nicht lange,
04:34dann haben Sie den Mann wieder fĂŒr sich.
04:38Ich bringe Sie mal zu ihm.
04:42Und? Hatte ich recht?
04:48Darf ich fragen,
04:49warum Sie nicht zur OP-Vorbesprechung gekommen sind?
04:51Ich musste in die Notaufnahme, weil Sie nicht da waren.
04:54Und seitdem war es nicht im Rahmen Ihrer Möglichkeit,
04:56mich darĂŒber zu informieren.
04:57Sie mĂŒssen Dr. Kaminski sein.
04:59Muss ich nicht, aber ich bin es.
05:02Lukas Ruge, ich wollte eigentlich in Ihre Praxis,
05:04aber die existiert wohl nicht mehr.
05:08Und?
05:09Nefroliten.
05:10Wie ich gesagt habe.
05:12Was schlagen Sie vor?
05:14ESWL.
05:15Extrakorporale StoĂwellen-Lithotripsie.
05:17Verehrter Herr...
05:18...Huge.
05:19Da Sie sich ja offensichtlich mit Ihrem Computer
05:22schon ausfĂŒhrlich darĂŒber unterhalten haben,
05:24sollten Sie sich auch von ihm die Nierensteine entfernen lassen.
05:27Mit einer App.
05:30Klasse Typ.
05:31Wie alt sind Sie?
05:3424.
05:36Eigentlich zu jung fĂŒr Nierensteine.
05:37Ich bin eben in allem etwas schneller.
05:39Wir nehmen Sie jetzt stationÀr auf
05:41und bereiten die ESWL vor.
05:42Ja.
05:44Wann schreiten wir zur Tat?
05:45Vermutlich schon heute.
05:47Genau so habe ich mir das gedacht.
05:53Hallo.
05:56Hey.
05:57Was ist denn du hier?
05:59Ich habe einen Krankenbesuch gemacht.
06:00Privat oder geschÀftlich?
06:02Das gehört doch bei mir immer zusammen.
06:03Stimmt.
06:04Und du?
06:05Ăhm, Computerprobleme.
06:07Die Dinger sind erfunden worden, um Probleme zu machen.
06:10Hm, der Spruch ist ja genauso alt wie du.
06:13Möglich.
06:14Es kann ĂŒbrigens sein, dass ich jetzt öfter hier bin.
06:17Oh.
06:18Ist was?
06:19Frag deine Frau-Freundin.
06:23Alles klar.
06:27Also so ganz habe ich das ehrlich gesagt nicht verstanden.
06:30Nun ja, der Herr Noll ist zufÀlligerweise der Vater meines Freundes.
06:37Dann sind Sie und Herr Noll also quasi Familie?
06:40Ich wollte nur, dass Sie das wissen, damit es zu keinem Gerede kommt,
06:43falls die Sachsen-Klinik sich um das Projekt bewirbt.
06:47Danke fĂŒr die Information.
06:48Das ist wirklich wichtig.
06:50Denn die Meinung von Herrn Noll wird natĂŒrlich mitentscheidend sein
06:52bei der Frage, welche Klinik am Ende den Zuschlag erhÀlt.
06:56Also Herr Noll wird das ganz objektiv entscheiden.
06:58Er wird sich objektiv fĂŒr die Sachsen-Klinik entscheiden,
07:01weil wir die Besten sind.
07:04Wie geht es Ihnen denn?
07:05Danke.
07:06Gut soweit.
07:07Ich werde hier bestens umsorgt.
07:09Wunderbar.
07:09Also wenn Sie irgendwas brauchen,
07:11dann lasse ich Sie jetzt mal allein.
07:12Ich muss mich ja um die Bewerbungsunterlagen kĂŒmmern.
07:15Die Ausschreibung dazu finden Sie ĂŒbrigens ab heute Mittag im Netz.
07:19Oh, danke.
07:21Na dann.
07:23Ich bin eben in allem etwas schneller.
07:26Nein, Herr Kitt.
07:27Das ist alles, was Sie von diesem aufgekratzten JĂŒngling in Erfahrung bringen konnten?
07:34Haben Sie mit ihm ĂŒber seine Lebensweise gesprochen?
07:37Ich meine, er ist einfach zu jung fĂŒr Nierensteiner.
07:39Das werde ich noch tun.
07:40Herr Kollege, das macht man im ersten Anamnese-GesprÀch.
07:44Ich weiĂ, aber ich hatte nicht das GefĂŒhl, dass er...
07:46Ihre und meine GefĂŒhle zĂ€hlen aber nicht.
07:48Auch nicht bei diesem arroganten NaseweiĂ.
07:51Holen Sie das bitte schnellstens nach und veranlassen Sie ein Blutbild.
07:55Das habe ich bereits.
07:58Donnerwetter.
07:59Das Joggen scheint ja doch was bei Ihnen zu bewirken.
08:09Das Bett am Fenster, Herr Ruge.
08:11Danke.
08:12Guten Tag.
08:13Guten Tag.
08:18So, Herr Ruge.
08:20Bitte setzen Sie sich.
08:22Ja.
08:24Jetzt brauchen wir noch ein wenig Blut.
08:28Entschuldigung, es ist total unnötig.
08:30Die Diagnose ist glasklar.
08:31Herr Ruge...
08:32Nee, nee, Entschuldigung, Sie zertrĂŒmmern mir hier die Dinger, ja?
08:36Die Ableitung der Reste erfolgt ganz normal beim Pinken und der Fall ist erledigt.
08:39Ein Blutbild ist immer Bestandteil der Eingangsuntersuchung.
08:42Warum?
08:43Weil Sie könnten auch andere Erkrankungen haben und das...
08:45Ja, habe ich aber nicht.
08:46Und das muss vor jedem Eingriff und sei ja noch so klein abgeklÀrt werden.
08:49Was ist, wenn ich mich weigere?
08:51Dann informiere ich die Ărzte und der Eingriff wird wahrscheinlich nicht durchgefĂŒhrt.
09:08Bitte den Arm freimachen.
09:09Ja.
09:14So.
09:17Rein.
09:21Ich klinge das nicht gut und wir mĂŒssen nicht ĂŒberall dabei sein.
09:25Bioprinting ist eine Zukunftstechnologie.
09:27AuĂerdem wĂ€re das sehr wichtig fĂŒr das Renommee unserer Kiel.
09:30Klingt gut, lÀsst sich schwer realisieren, geht alle an, also diskutieren wir das in Ruhe.
09:36Ich habe aber schon zugesagt.
09:39Was?
09:40Wem?
09:42Herrn Fram und Herrn Null.
09:44Das geht so nicht, Sarah.
09:46Das finde ich aber auch.
09:47Also wir haben uns doch erstmal nur beworben.
09:49Das tun wir nicht, ohne es diskutiert zu haben.
09:51Das wollte ich doch jetzt gerade.
09:53Mit allen.
09:54Das ist eine Dienstanweisung.
09:56Der Chef hat was entschieden, wie schön.
09:59Komisch, dass mich das heute nicht freut.
10:03Sie wagen doch auch gerade einen Neuanfang.
10:05Warum gönnen Sie uns das nicht ein?
10:06Frau Dr. Globisch, Sie möchten bitte auf die ETS kommen.
10:09Ich komme.
10:12Wenn Sie gerne wissen, ist es interessant, aber es geht alle Bereiche.
10:15Meine Lebensweise.
10:16Was meinen Sie denn damit?
10:18Na, was Sie essen, was Sie trinken.
10:21Das geht sich ĂŒberhaupt nichts an.
10:23In dem Moment, wo Sie massive Nierensteine haben, schon.
10:26Sie sollen mir die Dinge doch hier einfach nur entfernen.
10:28Richtig, aber wir wollen auch verhindern, dass sich erneut Steine bilden.
10:32Also dafĂŒr sollten Sie schon ein bisschen kooperieren.
10:34Das kommt ĂŒberhaupt nicht in Frage.
10:37Na dann.
10:41Na gut, aber...
10:42Ja?
10:46Sie dĂŒrfen darĂŒber doch nicht reden.
10:47Herr Ruge, alles, was wir hier bereden, fÀllt unter die Àrztliche Schweigepflicht.
10:54Ich habe im letzten Jahr richtig, richtig viel abgenommen.
10:59Und wie viel?
11:00Ich war dicker als Sie.
11:04Wie viel?
11:0723 Kilo und 805 Gramm.
11:09Stand gestern.
11:12Wollen Sie vielleicht wissen, wie das geht?
11:17ErzÀhlen Sie mal.
11:20Sport, ErnÀhrungsdisziplin und Kalobalan.
11:22Das ist ganz neu, kommt aus den Staaten.
11:23Das nehmen Sie dreimal am Tag, macht satt, gibt Power und hat kaum Kalorien.
11:26Mhm, ein EiweiĂ-Shake.
11:28Ja.
11:29Herr Ruge, eine so starke Gewichtsreduktion in so kurzer Zeit kann auch die Ursache fĂŒr Nierensteine sein.
11:35Ebenso eine sehr protein- und purinhaltige ErnÀhrung.
11:40Das wusste ich nicht.
11:41Sehen Sie?
11:42Genau deshalb stelle ich hier diese Fragen.
11:45War's das?
11:45Ja.
11:49Achso, eine Frage hÀtte ich aber noch.
11:51Bitte?
11:52Was machen Sie eigentlich so mit Ihrem Geld?
11:56Ich gebe es fĂŒr Essen aus.
11:58Das sieht man doch.
12:01Ich verstehe.
12:04Ja, guten Tag, meine Frau, Freundin.
12:14Hallo.
12:16Frau, Freundin.
12:19Was ist denn das fĂŒr eine Anrede?
12:21Du, das ist eine Wortschöpfung meines Vaters.
12:23Hast du den gerade getroffen?
12:24Ja.
12:24Und ich soll dich fragen, warum er jetzt öfters hier sein wird.
12:29DarĂŒber darf ich leider nicht reden.
12:31Das ist ein Betriebsgeheimnis.
12:34Was?
12:361 zu 0 fĂŒr mich.
12:391 zu 0 fĂŒr mich.
12:39Okay.
12:39Okay.
12:39Nicht schlecht.
12:40Nicht schlecht.
12:41Was hat mein Alte wieder vor?
12:43Er tritt eine groĂe Sache mit dem Ministerium los.
12:47Und ich will dabei sein.
12:48Und er will dich natĂŒrlich auch dabei haben.
12:50Ja, ich glaube, er will mich.
12:52Also, als Partnerin.
12:54Also, nicht mich, sondern die Klinik.
12:57HÀttest du ein Problem damit, wenn er jetzt hier öfter auftaucht?
13:00Ich.
13:02Nee.
13:03Du?
13:05Nö.
13:05Warum?
13:10Ach.
13:15Hast mich erschreckt.
13:16Was ist denn so spannend?
13:19Der Laborbefund von Lukas Roge.
13:221,1 Promille Blutalkohol.
13:25Hat man gar nicht gemerkt.
13:26Tja, wenn man eine trainierte Leber hat.
13:28Jetzt ist mir auch klar, warum der sich kein Blut abnehmen lassen wollte.
13:32Vielleicht ist das ja Restalkohol.
13:34Jedenfalls hat er mir das bei meiner Befragung nicht gefeichtet.
13:37Ich werde wohl gleich mal ernsthaft mit ihm reden.
13:40Nee, lass mich das mal machen, bitte.
13:41Gut.
13:42Er bekommt jetzt gleich eine Infusion und in einer Stunde nochmal Kontrolle des Blutalkohols.
13:47So können wir keine ESWL machen.
13:49Sag ihm, er kommt nur dran, wenn er nĂŒchtern ist.
13:50Sorry, danke.
13:52Ich fand, als ich noch Chefarzt war, auch nicht alle deine Ideen gut.
13:55Aber diese Idee ist gut.
13:57Aber ich verstehe auch Katrin.
13:58Als Chefarztin ist sie fĂŒr den laufenden Betrieb zustĂ€ndig.
14:01Aber der wird doch gar nicht beeintrÀchtigt.
14:03Indirekt schon.
14:03Wir mĂŒssen den aktuellen Etat umschichten und könnten keine neuen Stellen schaffen.
14:07Ach, Roland.
14:08Aber die brauchen wir dringend.
14:10Du weiĂt doch auch, wohin die Reise geht.
14:12Siehe DĂ€nemark.
14:13Weniger Kliniken, dafĂŒr bessere.
14:15Diese Idee hat auch bei unseren Entscheidern viele, viele AnhÀnger.
14:19Wir brauchen jedes QualitÀtsmerkmal, das uns besonders macht.
14:22Wir sind gut.
14:23Ja, im alltÀglichen GeschÀft.
14:25Aber wir haben kein Alleinstellungsmerkmal.
14:27Und du denkst, dieses Bioprinting wÀre das?
14:30Das denke ich.
14:32Sarah, könnte das sein, dass dieser Herr Neul...
14:36Dass dieser Herr Neul zufĂ€llig der Vater meines Freundes ist, spielt ĂŒberhaupt keine Rolle.
14:41Ich mag das nicht, wenn du so guckst.
14:43Dann gucke ich eben anders.
14:46Ich habe mir Mut angetrunken, das war Restalkohol.
14:51Trinken Sie öfters?
14:54Nein, natĂŒrlich nicht.
14:57Irgendwas anderes? Drogen? Medikamente?
14:59Nein, was reden Sie denn?
15:04Also gut.
15:07Wenn der nĂ€chste Bluttest in Ordnung ist, dann können Sie zur StoĂwelle.
15:21Haben Sie Angst?
15:25Ja.
15:28Also, das ist nicht so schlimm.
15:31Sie kriegen ein Schmerzmittel.
15:33Ich weiĂ, das ist es auch nicht.
15:38Sondern?
15:41Ich hasse es, die Kontrolle ĂŒber mich abgeben zu mĂŒssen.
15:51Also, Kaminski ist sehr gut, dem können Sie vertrauen.
15:55Ich vertraue niemandem. Ich kann niemandem vertrauen.
16:00Können Sie nicht vielleicht dabei sein?
16:03Nee, das geht leider nicht.
16:08Schade.
16:13Aber morgen bin ich wieder fĂŒr Sie da.
16:37Nein, wir machen das genauso, wie wir das beschlossen haben.
16:40Wiederhören.
16:51Alman, hier ist gerade eine Flasche aus dem Fenster geworfen worden am Klinikeingang.
16:55Könnte die Scherben bitte jemand wegrÀumen?
16:57Danke.
17:00Kruge Anlage.
17:04Erratung.
17:06Wie werde ich MillionÀr?
17:09Diese Frage werden Sie sich schon oft gestellt haben.
17:12Und ich habe die Antwort.
17:14Nie wieder im Dispo.
17:15Nie wieder Sorgen.
17:17Nie wieder arm.
17:20Mit minimalem Risiko zu optimalem Gewinn.
17:23Ach du meine GĂŒte.
17:24Also unter Shorten, meine Herren, versteht man auf einen KursrĂŒckgang zu setzen.
17:28Was passiert da also nun?
17:29Machen Sie bitte den Oberkörper frei.
17:31Ja.
17:33Also stellen Sie sich mal vor, der DAX geht an einem Tag um 2% zurĂŒck.
17:38Das passiert ja hÀufiger.
17:40Wenn Sie jetzt eine Wette auf den DAX getĂ€tigt haben, wird aus minus 2% fĂŒr Sie plus 2%.
17:44Das heiĂt, Sie verwandeln allgemeine Verluste in persönlichen Gewinn.
17:46Ist das nicht verabendhaft?
17:47Jetzt drehen Sie sich bitte auf die rechte Seite.
17:49Es geht noch weiter.
17:51So, jetzt mal nicht sprechen und setzen Sie sich die Kopfhörer auf.
17:57Ganz ruhig liegen bleiben.
18:22Ich muss Dich noch was fragen.
18:24Okay.
18:26Dein Vater.
18:28Ja, ja.
18:29Also.
18:30Ja komm, schieĂ los.
18:32Glaubst du, da wĂŒrde mich in eine Falle locken?
18:35Wie kommst du darauf?
18:38Also er hat mich ja vorab ĂŒber seine PlĂ€ne informiert und sich deutlich bei Fragen fĂŒr mich eingesetzt.
18:44Okay, und weiter?
18:45Wenn wir den Zuschlag bekommen wĂŒrden, dann wĂ€re ich ihm zu Dank verpflichtet und wĂŒrde er das ausnutzen?
18:52Ja.
18:54Hey, du hast vielleicht eine andere Antwort erhofft, aber so macht mein Vater seine GeschÀfte.
19:01Dann lass uns mal in den Tag starten, ha?
19:04Sarah, ich fÀnde es sehr schön, wenn mein Vater in unserer Beziehung keine Rolle spielt.
19:11Das kriegen wir schon hin.
19:16Herr Ruge?
19:19Haben Sie Schmerzen?
19:21Mhm.
19:22Schmerzen in den ersten Tagen sind normal.
19:25Aber Ihr Herz rast.
19:29Ich habe Sie angelogen.
19:31Ich brauche nur eine Phon.
19:34Das ist ein Medikament, das man bei Alkoholismus verschreibt.
19:39Sind Sie suchtkrank?
19:44Lukas, jetzt sagst du mir aber mal die ganze Wahrheit.
19:46Sofort.
19:47Alles.
19:49Ich pushe mich morgens mit einer Pille hoch und schlÀfe mich abends mit ein paar Wodka ein.
19:55Und jetzt hast du das Aufputschmittel abgesetzt?
19:57Ja.
19:58Mit einem iPhone komme ich da durch.
20:00Ich habe es aus dem Internet.
20:01Jetzt ist das alle.
20:02Ich brauche einfach eine neue Packung.
20:03Das muss ich mit Dr. Kaminski klÀren.
20:06Nein, nein, nein.
20:06Dann ist es ja total öffentlich.
20:07Nein, ist es nicht.
20:08Es gibt die Schweigepflicht.
20:09Dann steht das in irgendeiner Krankenakte.
20:11Dann bin ich erledigt.
20:11Sucht ist eine Krankheit.
20:12Dann brauche ich mich nirgendwo mehr bewerben.
20:16Bitte, besorgen Sie mir dieses Medikament.
20:18Das gibt es hier doch bestimmt.
20:20Ich mache danach irgendwo einen Entzug.
20:22Das verspreche ich Ihnen.
20:24Ich rede mit niemandem darĂŒber.
20:26Ich muss mit einem Arzt sprechen.
20:28Das verbiete ich Ihnen.
20:30Wie bitte?
20:31Ich will hier raus.
20:31Lukas!
20:32Ich will mit lassen.
20:32Nein, Lukas!
20:33Lukas!
20:34Beruhige dich!
20:35Beruhige dich!
20:37Ich klÀre das.
20:40Vertrau mir.
20:52Besser?
20:59Die Sachsenklinik, liebe Frau Marquardt, steht einfach nicht fĂŒr Hightech-Medizin.
21:05Sie haben hier fachlich ganz hervorragende Chirurgen.
21:08Stimmt.
21:09Auch wenn der ein oder andere menschliche Defizite hat.
21:13Ich wĂŒsste jetzt nicht, auf ihn das zutreffen könnte.
21:15Wie gesagt, wie gesagt, exzellente Chirurgie.
21:18Da sehe ich den Schwerpunkt und die Kompetenz.
21:23Und da sollten Sie weiter stÀrken.
21:25Da haben Sie völlig recht.
21:29Aber ich habe doch absolut zuverlĂ€ssig gehört, dass gerade Sie vehement dafĂŒr plĂ€dieren,
21:35dass die Sachsenklinik im Bioprinting-Segment ganz nach vorne will.
21:38Ach ja, von wem haben Sie das denn gehört?
21:41Von Herrn Fram.
21:44Da bin ich wohl gestern ein bisschen vorgeprescht, aber mittlerweile...
21:47Dann wird die Sachsenklinik sich also nicht bewerben.
21:51Wir diskutieren das.
21:53Aber ich kenne ja jetzt Ihre Position und die ist mir absolut wichtig.
21:58Auf Wiedersehen.
22:08Ich bin die Einzige, der er vertraut.
22:09Das kann ja alles sein, aber das rechtfertigt noch lange nicht,
22:12dass wir hier so ein halbseitenes Ding drehen.
22:14Aber mein Ansatz ist richtig.
22:16Ich will, dass Lukas Ruge einen Medikamenten- und Alkoholentzug macht.
22:19Das verstehe ich ja...
22:20Wenn wir das an die groĂe Glocke hĂ€ngen, dann fĂŒhlt er sich verraten.
22:23Und das ist kontraproduktiv.
22:25Uns geht es doch immer um das Wohl des Patienten.
22:27Aber wenn Carmen...
22:28Hans-Peter, ich frage dich jetzt als Arzt.
22:30Ist mein Ansatz richtig?
22:33Ich gebe ihm die Tabletten und ich nehme ihm das Versprechen ab,
22:36dass er danach einen Entzug macht.
22:38Das glaubst du doch nicht wirklich.
22:39Aber man muss doch mal vertrauen.
22:41Der gibt dir doch nur das Versprechen...
22:42Man muss vertrauen.
22:44Sonst kommt doch so ein armes WĂŒrstchen nie mehr aus der Sackgasse.
22:47Ach, armes WĂŒrstchen.
22:49Der ist eine 1a NervensÀge.
22:51Ach, Quatsch.
22:52Der hat doch nur Zahlen im Kopf.
22:54Aber hier drin, da ist gar nichts.
22:56Hast du mal seine Website gesehen?
22:58Er spricht doch BĂ€nde.
22:59Ach, lieber nicht.
22:59Sonst werde ich noch MillionÀr.
23:02Also?
23:05Malmifun macht nicht abhÀngig und hat kaum Nebenwirkungen.
23:10Ich denke, ich kann das vertreten.
23:12Danke.
23:13Ich verkaufe ihm das als meinen illegalen Alleingang.
23:15Dann ist er mir verpflichtet.
23:18Vielleicht funktioniert es ja.
23:20Du magst ihn?
23:21Ach, der erinnert mich irgendwie an meinen Sohn.
23:23Die sind im selben Alter.
23:27Frau Stolz aus dieser Station ist gestern Abend eine Wodkaflasche geworfen worden.
23:31Ich hatte sofort angerufen, aber wo die herkam, ist bisher ungeklÀrt.
23:34Was?
23:35Gehen Sie die bitte nach?
23:36Ja, mach ich.
23:38Die Flasche hÀtte mich fast getroffen.
23:51Oh, guten Morgen.
23:52Hallo.
23:55Lukas.
23:59Was du nach deiner Entlassung hier machst, ist klar, ne?
24:03Ich halte mein Wort. Versprochen, ja.
24:06Und die Tabletten bleiben bei mir.
24:11Es gibt eine abends und eine morgens.
24:18Und auĂer uns beiden weiĂt du niemand von?
24:20Niemand.
24:26Niemand.
24:38Warum, warum, warum tun Sie das fĂŒr mich?
24:42Ich weiĂ auch nicht.
24:45Du erinnst mich irgendwie an meinen Sohn, Johannes.
24:47Da kann ich nicht anders.
24:50Haben Sie noch Kontakt?
24:51Ja, also nicht so viel.
24:54Er wohnt in SĂŒddeutschland.
24:55Was macht er da?
24:57Studiert Medizin im zweiten Semester.
25:00Ja, hoffentlich stimmt das auch.
25:01Wieso? Was soll denn das heiĂen?
25:03Meine Mutter denkt, ich wÀre immer noch ein junger, aufstrebender Mitarbeiter der Wertbank AG.
25:11Und warum bist du das nicht mehr?
25:13Weil die mich nach der Ausbildung nicht ĂŒbernommen haben.
25:17Und seitdem lĂŒgst du deine Mutter an?
25:19Ich bin ja ganz so stolz, die Wahrheit wĂŒrde die nicht verkraften.
25:21Ach Quatsch, das ist doch falsch.
25:23Das sehe ich nicht so.
25:24Nee, das ist aber so.
25:24Lukas, ich muss dich jetzt was fragen.
25:26Hast du?
25:28Herr Roge.
25:29Morgen.
25:30Guten Morgen.
25:33Sie hÀtten statt auf fallende Aktienkurse lieber auf Komplikationen bei Ihrem Verlauf hÀtten sollen.
25:40Da wÀre ich jetzt reich.
25:41Steinreich.
25:42Aber das sind Sie sowieso.
25:44Wieso? Was ist denn?
25:46Es sind nicht alle in ihren Steinen zertrĂŒmmert worden, richtig?
25:49Leider.
25:50Das passiert ab und an.
25:52Und was jetzt?
25:55Sind Sie seine Pressesprecherin?
25:57Ja, ist sie.
25:59Und dann?
26:01Tja, ich muss mich noch einmal mit Ihnen befassen.
26:04Kleiner minimalinvasiver Eingriff.
26:06Wir sehen uns gleich im OP.
26:07Dann werden wir den Rest in Handarbeit herausholen.
26:12Pressekonferenz beendet.
26:17Der ist wirklich sehr gut.
26:19Aber sein Humor ist halt ein Gewinn.
26:21Ich mag das.
26:22Ich finde, es muss Menschen geben, zu denen man aufschauen kann.
26:25Ja.
26:26Toll.
26:26Lukas, hast du gestern Abend?
26:28Ja, habe ich.
26:29Ich wollte das Zeug einfach weghaben.
26:31Was?
26:31Und dann wirfst du die Flasche aus dem Fenster?
26:33Sag mal, was ist denn das fĂŒr eine blöde Idee?
26:39Warum nur noch ScheiĂ?
26:40Och, Mensch.
26:44Dein Entlassungsbrief.
26:49Freut mich, dass alles so gut bei dir verlaufen ist.
26:52Mich auch.
26:54Wie geht's dir denn eigentlich?
26:59Alexander ist behaftet worden.
27:01Er sitzt jetzt in der Untersuchungshaft.
27:10Also, falls ich irgendwie helfen kann, der...
27:13Melde ich mich.
27:17Ja, dann.
27:20WĂŒrde mich freuen, wenn wir uns mal wiedersehen.
27:25Au.
27:27Entschuldigung.
27:28Ich wollte mich nur kurz verabschieden.
27:29Ja.
27:30Bitte.
27:31Das ist nett.
27:33Und waren Sie denn zufrieden?
27:35Sehr.
27:36Prima.
27:37Sagen Sie, wird die Sachsenklinik sich denn nun bewerben?
27:40Das diskutieren wir gerade.
27:41Sie wissen aber, dass auch Frau Bader da ein entscheidendes Wörtchen mitzureden hat.
27:45Sie war schon bei mir und hat sich dagegen ausgesprochen.
27:48Ach.
27:50Haben Sie eigentlich mit dieser Angelegenheit ĂŒber meine Position gesprochen?
27:58Nein.
28:00Woher weiĂ sie denn, dass ich mich bewerben will?
28:02Keine Ahnung.
28:03Von mir nicht.
28:04Aha.
28:13Haben Sie was fĂŒr mich?
28:14Ja.
28:14Danke.
28:15Gerne.
28:41Sarah, wann reden wir mal ĂŒber dieses Bioprinting?
28:43Lass mich doch mit diesem Quatsch in Ruhe.
28:49So was hÀltst du davon, wenn ich dir ein Praktikum hier bei uns in der Sachsenklinik besorge?
28:55Du.
28:57Naja, gute Pflegepraktikanten werden immer gesucht.
29:01Du, Johannes, weiĂt du was?
29:02Das ist eine richtig gute Idee.
29:03Ich mach das.
29:04Ja?
29:05Ich kĂŒmmere mich drum.
29:07Ja.
29:07Na klar.
29:09FĂŒr die Percutane Nephrolitolaplexis setze ich den Schnitt hier.
29:13Beginnen.
29:15Skalpel?
29:21Was ist los?
29:22Seine Werte spielen völlig verrĂŒckt.
29:24Ursache.
29:25Diese Nebenwirkung kann Leimefon nicht haben.
29:28Leimefon?
29:28Warum weiĂ ich davon nichts?
29:30Herzbestand.
29:41Weiter, oder soll ich ĂŒbernehmen?
29:43Nein, nein.
29:50Ich hasse das, wenn man mit mir Spielchen spielt.
29:53Ich verstehe ĂŒberhaupt nicht, warum du dich so aufregst.
29:55Das verstehst du nicht?
29:57Nee, verstehe ich nicht.
29:59Warum regt sich denn unsere Verwaltungschefin so auf?
30:01Keine Ahnung, ich hab hier nichts getan.
30:04Das ist doch die Sache von meinem Vater, mit dem er hier in Leipzig ist.
30:06Darum geht es mir doch ĂŒberhaupt nicht.
30:09Besonders?
30:10Bei diesen Ausschreibungen, das ist immer das Gleiche.
30:13Es steht doch schon vorher fest, wer es werden wird.
30:16Die mĂŒssen nur ihre Form warnen und deswegen brauchen die noch ein paar namhafte Bewerber.
30:20Also als FĂŒllmasse sozusagen.
30:22Genau, und als solche fĂŒhle ich mich hier missbraucht.
30:25Wie kommst du darauf?
30:25Dein Vater, der motiviert mich.
30:29Aber Vera Bader hĂ€lt uns fĂŒr ungeeignet.
30:31Das motiviert mich allerdings erst so richtig.
30:33Die weiĂ genau, welche Knöpfe sie bei mir drĂŒcken muss.
30:35Nur, Vera Bader hĂ€lt die Sachsen-Klinik tatsĂ€chlich fĂŒr ungeeignet.
30:40Als Exzellenzzentrum.
30:41Und das wird ja dein Vater, wenn er wiederum mit der Bader intim ist, ja wohl wissen.
30:44Also?
30:46Also?
30:47Nutzt er mich nur aus.
30:48Und das ist es, was ich ihm persönlich ĂŒbel nehme.
30:52Sarah, mein Vater ist GeschÀftsmann.
30:53Bei denen gibt's nicht keinen persönlich.
30:57Glaubst du, der nutzt die Bader auch nur aus?
31:00Wen interessiert's?
31:04Entschuldige.
31:06Ich muss das alles erst verdauen.
31:09Bis spÀter.
31:16Lass mich bloĂ mit dem Quatsch in Ruhe.
31:19Das hat sie gesagt?
31:21Ja.
31:22Da scheint sie ja was persönlich genommen zu haben.
31:26Ich hab auch ne Ahnung, warum.
31:28Warum?
31:31Lass den Blödsinn, ich muss das wissen.
31:34Als ChefÀrztin, die in den Entscheidungsprozess mit eingebunden ist, muss ich es wissen.
31:38Richard Noll ist der Vater von Felix und eine durchaus beeindruckende Persönlichkeit.
31:43Und ich glaube, er hat einen gewissen Eindruck bei Sarah hinterlassen.
31:49Wir haben abgebrochen und ihn in ein kĂŒnstliches Koma versetzt.
31:53Das ist mir also schon wieder passiert.
31:57Wird er ĂŒberleben?
31:58Das war's dann fĂŒr mich.
32:01Naja, das war meine Schuld.
32:02War's nicht.
32:04Ich trage die Verantwortung.
32:05Ja, aber ich hab dich ĂŒberredet.
32:07Ein Arzt, der sich zu so etwas ĂŒberreden lĂ€sst, muss auch die Verantwortung tragen.
32:13Wo willst du denn jetzt hin?
32:15Zu Dr. Kaminski, damit er das Disziplinarverfahren gegen mich einleiten kann.
32:19Aber das Nalmephone...
32:20Es geht doch nicht um das Medikament.
32:22Herr Ruge war durch die Sucht offensichtlich vorgeschÀdigt.
32:26Das hĂ€tte ich Kaminski nie verschweigen dĂŒrfen.
32:29Aber Hans, Peter...
32:30Dann gibt es auch nichts zu deuteln.
32:37Es war die Chance, ihn von seiner Sucht zu heilen.
32:40Deshalb habe ich ihm das Nalmephone verabreicht.
32:46Das sind alle Fakten?
32:52Sind Sie allein auf diese schwachsinnige Idee gekommen?
32:55Ja.
32:57Sie lĂŒgen.
33:00Es ist allein meine Schuld.
33:01Ich wollte einfach, dass der Patient Lukas Ruge mir weiter vertraut.
33:04Damit er nach seiner Entlassung in den Entzug geht.
33:07Ja.
33:07Das können wir nicht kontrollieren.
33:08Ich hatte einfach das GefĂŒhl, dass der mich nicht anlĂŒgt.
33:13Und der selbst stirbt ja jetzt vielleicht.
33:15Ich trage alle Konsequenzen.
33:17Das entscheide ich jetzt nicht.
33:19Vor allem nicht allein.
33:20Sie können gehen.
33:26Ich weiĂ jetzt ĂŒbrigens, wer die Flasche aus dem Fenster geworfen hat.
33:30Herr Ruge.
33:32Ja.
33:37Dass Sie mich nicht vollstĂ€ndig ĂŒber den Zustand des Patienten aufgeklĂ€rt haben, ist unverzeihlich.
33:42Der AnÀsthesist hatte keine Bedenken.
33:45Aber ich bin fĂŒr die OP verantwortlich.
33:48Ich.
33:49Und niemand sonst.
33:54Da habe ich Sie wohl in letzter Zeit ein bisschen zu oft gelobt.
34:03Frau Globisch?
34:05Ich habe mir das Ganze nochmal durch den Kopf gehen lassen.
34:08Und ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es wichtig fĂŒr uns ist.
34:12Wir kriegen das hin.
34:14Bioprinting passt zu uns.
34:20Keine Begeisterung, dass ich meine Vorwahl da aufgegeben habe?
34:23Ich habe Anlass zu der Vermutung, dass wir ĂŒberhaupt keine Chance bei der Ausschreibung haben.
34:28Wir sind reine Deko.
34:31Vera Bader.
34:33In einem perfekten Doppel mit Herrn Neu.
34:35Wir bewerben uns trotzdem.
34:38Aber.
34:39Das entscheide ich jetzt als ChefÀrztin.
34:41Dr. Heilmann werde ich schon davon ĂŒberzeugen.
34:43Da Sie eine persönliche Beziehung zu Herrn Neu haben, sind Sie raus.
34:47Aber sollte es eine unlautere Absprache zwischen der Bader und dem Neu geben,
34:51dann machen wir das Ganze öffentlich.
34:53Ich glaube, die beiden sind ein Paar.
34:55Na, umso besser.
34:56Ja, aber das werden Sie doch nicht öffentlich machen.
34:58Doch.
34:59Notfalls schon.
35:00Herr Neu ist kein unbeschriebenes Blatt.
35:02Er weiĂ, wie man Menschen manipuliert.
35:07Ab jetzt heiĂt es getrennt marschieren, vereinschlagen.
35:24Sie waren beim Chef?
35:26Ja.
35:27Ihnen ist schon klar, warum es in einer Klinik Hierarchien gibt.
35:32Ich habe einfach die Verantwortung fĂŒr mein Handeln ĂŒbernommen.
35:34Die Verantwortung liegt allein beim Kollegen Brenner.
35:37Der hatte keine Chance gegen mich.
35:39Dann taugt er nicht als Arzt.
35:40Er ist ein guter Arzt.
35:42Und ein wunderbarer Mensch.
35:43Und unser Konzept war vernĂŒnftig.
35:47Ruge vertraut mir und ich kĂŒmmere mich nach seiner Entlassung um seinen Entzug.
35:52Nur, dass Herr Ruge deswegen fast gestorben wÀre.
35:54Und zwar bei mir.
35:55Ich ĂŒbernehme die volle Verantwortung.
35:57Die liegt nicht bei Ihnen, sondern beim behandelnden Arzt.
36:00Also beim Kollegen Brenner und bei mir.
36:04Und durch das Fehlverhalten von Herrn Brenner stirbt vielleicht ein Patient.
36:10Gut.
36:11Ich kĂŒndige.
36:13Das könnte Ihnen so passen.
36:15Wenn der Junge stirbt, dann werden Sie und Brenner dabei sein.
36:19Beten Sie, dass das nicht passiert.
36:29Sag mal, worĂŒber denkst du eigentlich die ganze Zeit nach?
36:32Ich habe eine Idee, wie wir den Spieà umdrehen können.
36:35Wie?
36:36Okay, pass auf.
36:37Mein Vater hat doch was mit dieser Wehrenade.
36:39Bader, aber ja, so sah es aus.
36:41Pass auf.
36:41Damit erpressen wir ihn.
36:43Felix.
36:44Wieso?
36:45Mein Papa ist ein Spieler.
36:46Dann hat er halt mal einen Satz verloren.
36:47Nee, also auf gar keinen Fall.
36:50Ich finde es so schön, dass du moralisch so gefestigt bist.
36:53Das hat doch damit gar nichts zu tun.
36:57Ist deine Sache.
36:59Genau.
37:01Ich finde es toll, dass du dich fĂŒr mich einsetzen willst.
37:03Aber bitte, keine Interventionen.
37:07Okay, wie du willst.
37:10Ich habe Hunger.
37:11Ach.
37:12Mhm.
37:13Na dann.
37:14Lade ich dich ein.
37:15Komm.
37:21Frau Marquardt hat also ein Interesse am Vater ihres Freundes entwickelt.
37:26Das ist ein GefĂŒhl.
37:27Ich will ja in einer Welt der Fakten leben.
37:30Gibt's nicht.
37:32Es gibt eine Welt der GefĂŒhle.
37:34Daraus werden dann Fakten.
37:39Und daraus werden dann wieder GefĂŒhle.
37:44Willst du mich heiraten?
37:47Was?
37:49Fakt ist, wir kennen uns schon ewig.
37:51Fakt ist, Alexander wird fĂŒr eine Ehe in Freiheit eine ganze Weile nicht zur VerfĂŒgung stehen.
37:56Aber ich.
37:57Das sind die Fakten.
38:00Und dann kommen die groĂen GefĂŒhle.
38:05Katrin.
38:08Blöd, Mann.
38:10Soviel zu deiner Theorie.
38:14Kaminski fordert eine Abmahnung fĂŒr Brenner.
38:17Ich weiĂ.
38:19Ich finde es richtig.
38:20Siehst du das so?
38:22Ja.
38:24Dann werde ich die morgen vollstrecken.
38:27Kannst du auch anders entscheiden.
38:29Das kann ich nicht.
38:30Du schlÀgst mich ja.
38:32WeiĂt du was?
38:33Wir tun uns wirklich zusammen.
38:35Ich schlage dich heimlich und öffentlich bist du mein Schatz.
38:39Vielleicht funktioniert der so.
38:41Eine stabile Beziehung bei mir.
38:43Nimm Kaminski.
38:44Der ist auch Single.
38:48Ich schlag keine kleinen MĂ€nner.
39:03Morgen, Felix.
39:06Was machst denn du schon wieder hier?
39:08Ich habe jemanden besucht.
39:11Was spielst du eigentlich fĂŒr ein Spiel?
39:13Wie kommst du darauf, dass ich was spiele?
39:15Na ja, weil doch alles fĂŒr dich ein Spiel ist.
39:17Ja, das ganze Leben ist ein Spiel, ja.
39:19Seitdem du gewinnst, alle anderen verlieren, ne?
39:24Ich sag's dir nur einmal.
39:28Lass Sarah in Ruhe.
39:30Was spinnst du?
39:32Was ist denn das eigentlich mit der Bader?
39:34Schon was Ernstes, oder?
39:35Oder ist sie auch nur eine deiner kleinen Schachfiguren?
39:39Sie ist vollkommen bekloppt, oder was?
39:41Sollte keiner wissen, was?
39:43Na dann, schönen Tag noch.
39:51Verstehe ich nicht, Dr. Kaminski ist doch sonst so pĂŒnktlich.
39:54Wir können auch ohne ihn anfangen, ist eh alles klar.
39:57Ja, warten.
40:02Guten Morgen.
40:03Morgen.
40:04Zwei Dinge, Ă€h, und Entschuldigung fĂŒr meine VerspĂ€tung.
40:07Erstens, Herr Ruge wird alles schaglos ĂŒberstehen.
40:12Er ist wieder bei Bewusstsein und kann demnÀchst erneut operiert werden.
40:17Zweitens, ich ziehe meine Bitte um Abmahnung den Kollegen Brenner betreffend hiermit zurĂŒck.
40:23Mir ist klar geworden, sowohl durch Schwester Ulrike, wie auch durch Herrn Ruge selbst,
40:30dass der Kollege Brenner sich von durchaus nachvollziehbaren,
40:34sozusagen komplextherapeutischen Motiven hat leiten lassen.
40:38Dennoch wĂŒrde ich gern von Herrn Brenner hier und jetzt hören,
40:46worin sein eigentlicher Fehler bestand.
40:49Ich habe Sie nicht mit einbezogen.
40:52Richtig.
40:54Und so, denke ich, arbeiten wir in der Sachsen-Klinik nicht.
40:58Genau.
40:59Ich hoffe, das ist auch bei Schwester Ulrike angekommen.
41:02Ja, ist es.
41:03Ja, das war's.
41:04Gut, gibt es noch Fragen?
41:06Dann an die Arbeit.
41:10Das ist ja eine sehr erfreuliche Entwicklung.
41:13Das finde ich auch.
41:14Und deshalb wollte ich Ihnen das persönlich sagen.
41:16Ja, vielen Dank.
41:18Ja, also dann, auf Wiedersehen.
41:19Auf Wiederhören.
41:23Herr Rhein.
41:24Hallo, Schatz.
41:25Hallo, stell dir mal vor, mit wem ich gerade telefoniert habe.
41:28Keine Ahnung.
41:29Mit Vera Bader.
41:30Mit der Vera Bader?
41:31Ja.
41:33Und sie will jetzt, dass die Sachsen-Klinik sich doch um dieses Exzellenzzentrum bewirbt.
41:37Okay, ich dachte, die tut nur so.
41:39Ja.
41:39Dann nicht mĂŒssen wir an dein Laptop?
41:41Das dachte ich ja auch.
41:44Aber jetzt will sie es wirklich.
41:47Dein Vater muss da irgendwie interveniert haben.
41:51Das gefÀllt ihr nicht.
41:52Ich habe förmlich gehört, wie sie mit den ZÀhnen geknirscht hat.
41:55Ja, wie schön.
41:56Da habe ich mich wohl in deinem Vater getÀuscht.
41:59Anscheinend, ja.
42:06Freust du dich denn gar nicht fĂŒr mich?
42:08Doch, doch, mir irre.
42:32So.
42:35Danke.
42:36Du musst dich nicht bedanken.
42:38Halt dein Versprechen und geh in den Entzug.
42:42Mach ich.
42:45Ăbrigens, nĂ€chste Woche kommt mein Sohn nach Leipzig.
42:48Das freut mich fĂŒr Sie.
42:48Ja, er macht ein Pflegepraktikum bei uns.
42:50Da sind wir wieder ein bisschen zusammen.
42:52Dann ist doch alles gut.
42:53Versprichst du mir noch was?
42:55Klar.
42:56Ruf deine Mutter an und erzÀhl ihr, was mit dir los ist.
43:03Ja?
43:08Ja?
43:09Ja.
43:09Ja.
43:09Ja.
43:09Ja.
43:09Ja.
43:09Vielen Dank.
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