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Transkript
00:20Love is Enough
00:30It can make it for stormy weather
00:33As long as we stay together
00:37Love is Enough
00:50Mirko!
01:23I'm so happy that you're here
01:25Love is
01:29How are you?
01:31We're not going to be here
01:36We're not going to be here
01:37We're not going to be here
01:39Übermorgen bin ich beim Anwalt. Der meint, es sĂ€he gut aus. LĂ€uft wahrscheinlich auf
01:44eine BewÀhrungsstrafe hinaus. Bei ihm gehört allerdings Optimismus zum GeschÀft.
01:52Also kann es sein, dass du doch ins GefÀngnis musst?
01:55Na, wir mĂŒssen die Verhandlung abwarten.
02:00Ich kann mir das einfach nicht verzeihen, dass ich euch da reingezogen habe. Die Hausdurchsuchung...
02:05Das Schlimmste war, dass ich nicht wusste, was los ist.
02:13Und was wird jetzt? Aus uns beiden?
02:17Jetzt kommst du erst mal mit nach Hause.
02:40Frau Marquardt!
02:42Frau Reinhold?
02:43Sie als Verwaltungsdirektoren können mir eventuell verraten, was man hier tun muss, um behandelt zu werden.
02:49Was ist denn passiert?
02:50Nichts! Die medizinische Betreuung gipfelt ja anscheinend im Satz, es kommt gleich jemand.
02:55Einen Moment. Dr. Kaminski?
02:58Ja, Entschuldigung.
03:00Möchten Sie sich bitte um Frau Reinhold kĂŒmmern. Sie wartet schon eine Ewigkeit.
03:03Maximal fĂŒnf Minuten.
03:05Wie dem auch sei, sie ist mir sehr wichtig.
03:07Sind das nicht all unsere Patienten?
03:09Dr. Kaminski wird sich kĂŒmmern.
03:13Ja, mein Name ist Dr. Kaminski. Was fĂŒhrt Sie zu uns?
03:15Das habe ich dir jetzt schon zweimal erzÀhlt. Also gut, dann nochmal, bevor ich es aufs CD brenne.
03:21Ich habe seit gestern heftige Schmerzen im rechten Unterbauch. Fieber seit heute Nacht.
03:28VerspĂŒren Sie Übelkeit, Brechreiz?
03:30Ich habe die halbe Nacht im Bad zugebracht. Das ist eine BlinddarmentzĂŒndung.
03:33Guten Tag Frau Reinhold. Mein Name ist Brenner, ich bin Ihr Arzt. Entschuldigen Sie bitte, dass Sie so lange warten
03:39mussten.
03:40Wie denn? Erst gar kein Arzt und dann gleich zwei?
03:45Ich werde Sie gleich untersuchen. Schwester Miriam, bringen Sie bitte Frau Reinhold in Behandlung zwei.
03:56So, passiert ja hier doch noch was. An was dachten Sie?
03:59Das muss heißen, woran dachten Sie? Das wollen wir mal.
04:05Ach, Herr Brenner, laut Frau Marquardt ist das eine sehr wichtige Patientin.
04:12Sind das hier nicht alle?
04:17Nein.
04:20Nein.
04:22Nein.
04:26Nein.
04:28Nein.
04:38Du hattest deinen Albtraum.
04:46Plötzlich sitzt du in so einer winzigen Zelle, hörst die TĂŒr hinter dir ins Schloss fallen und weißt, dass du
04:51nur noch warten kannst.
04:53darauf, dass das alles endlich vorbei ist.
04:59Als die mich vom PolizeiprÀsidium
05:01am Nachmittag in die Urhaft gefahren haben,
05:03da habe ich all die Menschen gesehen,
05:05die gerade von der Arbeit nach Hause gekommen sind,
05:08einkaufen gegangen sind
05:09und da habe ich mir nur gewĂŒnscht,
05:10auch so ein Leben zu haben.
05:16Du hattest so ein Leben.
05:18Ja.
05:20Ich habe es mir selber kaputt gemacht.
05:22Jetzt bist du erst mal hier.
05:25Katrin, ich...
05:27Ich hÀtte dir von Anfang an alles sagen sollen.
05:29Es tut mir leid.
05:30Lass uns jetzt nicht verliehen.
05:32Nein, ich will nur sagen,
05:34ich habe Fehler gemacht.
05:36Aber ich will das jetzt alles besser machen
05:38mit uns, mit dir.
05:42Katrin, du bist der wichtigste Mensch in meinem Leben.
05:46Und deshalb will ich den Rest davon
05:47mit dir und mit Anna verbringen.
05:54Ich will dich heiraten, Katrin.
05:57Nicht irgendwann.
05:57Jetzt.
06:02Findest du, das ist jetzt der richtige Zeitpunkt,
06:05um ĂŒber eine Heirat nachzudenken?
06:07Ja, fĂŒr mich schon.
06:09In meinem Leben ging es bisher immer nur darum,
06:11dass ich mehr reiche, mehr Geld verdiene.
06:13Mich bis oben durcharbeite.
06:17Jetzt will ich einfach nur die Gewissheit haben,
06:19dass ich jeden Morgen neben dir aufwachen darf.
06:22Heirat mich, Katrin.
06:25Alexander, warte mal bitte.
06:26Das geht mir jetzt einfach zu schnell.
06:29Heute Morgen warst du noch in Haft.
06:32Wir wissen nicht,
06:32was nach deiner Verhandlung passiert.
06:35Ich kann das doch nicht alles einfach so verdrÀngen.
06:44Ich weiß nicht, ob es Ihnen bekannt ist.
06:46Der Blinddarm sitzt rechts.
06:49Tut das weh?
06:51Sie haben sehr weiche HĂ€nde, Doktor.
06:59Und das nennen wir den kontralateralen Loslassschmerz,
07:03Blumbergzeichen positiv.
07:04Das wird jetzt mal kalt.
07:06FĂŒrs Labor brauche ich ein kleines Blutbild,
07:08CRP, Blutgerinnung und Blutzutern.
07:15Wandverdickung, KokadenphÀnomen,
07:17FlĂŒssigkeit um den Appendix.
07:19Ja, jetzt warten wir noch die Laborwerte ab.
07:21Aber das sieht alles nach einer klassischen BlinddarmentzĂŒndung aus.
07:25Ja, das sage ich doch.
07:27Wunderbar, ich muss operiert werden.
07:29Wann haben Sie zuletzt gegessen?
07:30Das Essen von gestern kam dauernd aus der entgegengesetzten Richtung.
07:34Ja, dann werden wir Sie heute operieren.
07:36Ich melde Sie gleich an.
07:38Schwester Miriam, wir nehmen Frau Reinhold stationÀr auf.
07:41Ich kĂŒmmere mich.
07:43Schwester.
07:46Sollten wir jemanden benachrichtigen, dass Sie hier sind?
07:50Ich glaube kaum, dass mein Sohn in Frankfurt am Main alles stehen und liegen lÀsst,
07:53wegen meines Blinddarms.
07:54Und sein Vater?
07:55Wir sind seit Jahren geschieden.
07:57Tut mir leid.
07:58Das muss es ja nun wirklich nicht.
08:03Werden Sie mich operieren?
08:05Ein Mann mit solchen HĂ€nden.
08:07Der hat mein volles Vertrauen.
08:14Ist denn bei Frau Reinhold alles glattgegangen?
08:17Reinhold?
08:18Ach so, davon gehe ich ganz stark aus.
08:21Und was hat sie jetzt?
08:22Das mĂŒssen Sie Herrn Brenner fragen.
08:24Ich habe doch ausdrĂŒcklich Sie darum gebeten.
08:26Was kann ich denn bei einem akuten Bauch anders machen als er?
08:30Ich möchte einfach die bestmögliche Behandlung fĂŒr Sie.
08:32Frau Reinhold hat darauf bestanden, dass Brenner Sie untersucht.
08:35Ach, ich habe gehört, sie mag seine HÀnde.
08:40Das ist natĂŒrlich was anderes.
08:45Wer ist diese Reinhold ĂŒberhaupt?
08:47Die Referentin von Vera Bader?
08:49Schön wÀr's.
08:51Es ist die Deutschlehrerin von Bastian.
08:54Der Filius hÀngt in Deutsch.
08:55Bei der wortgewaltigen Mutter?
08:58Ich hatte kĂŒrzlich an einem Elternabend einen kleinen Disput mit ihr.
09:02Na ja, die HelikoptermĂŒtter.
09:03Also hören Sie mal, es ist ja wohl völlig legitim,
09:06wenn ich versuche fĂŒr meinen Sohn die optimalen Bedingungen rauszuholen.
09:09Das war doch bei Ihrem Sohn nicht anders.
09:11Dazu mĂŒsste ich jetzt weiter ausholen.
09:13Ja, Kaminski.
09:14Versprechen Sie mir einfach nur, dass Sie ein Auge auf die Sache haben und auf Brenner?
09:17Was?
09:18Ja, ja, natĂŒrlich.
09:20Nein, ich bin auf dem Weg zu Ihnen.
09:35Hey, du warst am Telefon so aufgeregt.
09:38Was ist denn los?
09:40Kommt erst mal rein.
09:43Nein, der Unterbauchwechsel steht.
09:45Nein, der Unterbauchwechsel steht.
09:47Entschuldigung, ich komme gleich wieder.
09:48Herr Brenner, ist schön, dass ich Sie erwische.
09:50Sind Sie nervös?
09:51Nein, ich bereite mich gerade auf eine OP vor.
09:53Frau Reinhold, ich weiß.
09:55Da darf nichts schief gehen, das ist Ihnen klar?
09:57NatĂŒrlich.
09:58Sie wissen, was auf dem Spiel steht?
10:00Die Gesundheit unserer Patientin?
10:02Ja, natĂŒrlich.
10:03Es geht aber auch um Bastian's Abitur.
10:06Ach, Frau Reinhold unterrichtet Ihren Sohn.
10:08Sie betreut sein Abitur und das wollen Sie nicht auf dem Gewissen haben.
10:11Haben Sie verstanden?
10:12Sicher.
10:13Dann wĂŒnsche ich Ihnen viel Erfolg bei der OP.
10:15Danke.
10:22Also dann, eröffnen Sie Brenner.
10:25Gut, Unterbauchwechselschnitt, Skalpell.
10:34Ruhhaken.
10:38Schwere Pinzette.
10:41Übrigens, unser Arrangement hat einen kleinen Nebenschauplatz.
10:44Frau Reinhold ist die Lehrerin von Bastian Marquardt.
10:47Ich weiß.
10:48Frau Marquardt war bei mir, um mich ĂŒber den Promi-Status von Frau Reinholdt aufzuklĂ€ren.
10:53Mich wundert nur, dass die Marquardt keinen Spezialisten aus den USA hatte einfliegen lassen.
10:58Also dann, fĂŒr das Abitur von Marquardt Junior.
11:01Lassen Sie Ihr Licht leuchten.
11:03Ja, mehr Licht, bitte.
11:06Klemmel.
11:08Weber will Dich jetzt heiraten?
11:10Und was willst Du?
11:13Vielleicht mit meinen Freunden darĂŒber sprechen?
11:15Aber Eure Reaktion sagt der Schnallis.
11:18Katrin, der hat nicht mal eben so ein bisschen Steuern hinterzogen.
11:21Das waren mehr als eine Million Euro.
11:23Und ist es nicht so, dass er Bares ihn auf Schadenersatz verklagt hat?
11:26Also, Alexander wandert ins GefÀngnis und er wird ein Leben lang verschuldet sein.
11:31Und da fragst Du uns allen Ernstes, ob Du seinen Antrag annehmen sollst?
11:35Deshalb muss er nicht gleich das Strafgericht hier tagen.
11:38Er ist noch nicht verurteilt, oder?
11:40Hast Du vergessen, was hier los war bei Dir in letzter Zeit?
11:42Was er Dir zugemutet hat?
11:44Und jetzt macht er plötzlich auch Familie?
11:46Aber die Sachen, um die es da geht, das war alles weit vor meiner Zeit.
11:50Alexander hat sich geÀndert.
11:52Ich habe einen völlig anderen Mann kennengelernt. Glaubt mir doch.
11:59Wenn man vom Teufel spricht.
12:01Willst Du nicht rangehen?
12:04Ich gehe jetzt erstmal in den Keller.
12:07Da weinen es alle.
12:13Also von uns aus steht dem Einzelabi von Bastian Marquardt nichts im Wege.
12:17Auf jeden Fall bekommt sie noch eine postoperative Antibiose die nÀchsten ein, zwei Tage.
12:22So wie ich die Dame in der Notaufnahme erlebt habe, könnte sie gut ein paar StimmungsauffĂŒller gebrauchen.
12:27Nach der Untersuchung war sie ganz moderat.
12:31Wie machen Sie das nur?
12:32Tja, man hat es oder man hat es eben nicht.
12:36Ja, ja.
12:37Die soll den Weber in die WĂŒste schicken. Das ist das Beste fĂŒr Sie.
12:40Versetzt sich doch mal in Ihre Lage. Sie liebt ihn zwischen den Beinen. Liegt es ganz gut. Jetzt hat er
12:44Probleme.
12:45Das Ă€ndert ja nichts an Ihren GefĂŒhlen.
12:47Der hat Sie angelogen. Immer und immer wieder.
12:52Und was hat sie fĂŒr eine Perspektive mit einem Mann im Knast, der Schulden der Millionenhöhe hat.
13:03Entschuldigt hat ein bisschen gedauert.
13:07Katrin, egal wofĂŒr du dich entscheidest, Martin und ich sind an deiner Seite.
13:13Wir machen uns einfach Sorgen um dich.
13:16Ich dachte, ihr wĂŒrdet mir helfen.
13:22Aber das hilft mir nicht.
13:24Was hast du denn erwartet?
13:27Ich weiß nicht.
13:29Musst du einfach mal drĂŒber reden.
13:33Und da seid zufÀllig nur ihr beide mir eingefallen.
13:36Ist das schlimm?
13:38Das ist nicht schlimm.
13:40Du wolltest unsere Meinung hören, oder?
13:51Ist das das erste Mal, dass Sie Fieber messen?
13:53Pssst.
13:58So.
13:59Ihr Blinddarm ist raus.
14:01Die EntzĂŒndung war schon ziemlich weit fortgeschritten.
14:04Kurz vorm Durchbruch.
14:05Dann muss ich wohl eine Weile hierbleiben.
14:08Das erspart mir die leidige Klassenfahrt.
14:10Ihr Bauchfell, also die Schicht, die den Bauchraum auskleidet und die Organe bedeckt,
14:16hat sich entzĂŒndet.
14:17So etwas kann sehr gefÀhrlich werden.
14:20Aber keine Angst, Sie bekommen ein Antibiotikum ĂŒber die Infusion.
14:24Und in den nÀchsten Tagen sollte das abklingen.
14:28Also es hÀtte sich wirklich nicht gelohnt, Ihren Sohn zu beunruhigen.
14:31Ja, mein Sohn ist nicht der Typ, der sich Sorgen um andere macht.
14:35Der kommt nach seinem Vater.
14:37Gut aussehend, erfolgreich und abenteuerlustig.
14:41Viele Frauen wĂŒrden so ihren Traummann beschreiben.
14:44Ja.
14:45HĂ€tte ich damals gewusst, was ich heute weiß,
14:50also ich hÀtte mir einen kultivierten, feinsinnigen Mann ausgesucht.
14:58Jemanden wie Sie, Dr. Brenner.
15:02Ja.
15:03Also Frau Reinhold, eigentlich bin ich noch gar kein Doktor.
15:07Ich mache gerade hier meine Facharztausbildung.
15:08Na, jetzt habe ich Sie aber in Verlegenheit gebracht.
15:10Sie werden mir immer sympathischer.
15:16Jetzt habe ich euch euren MĂ€nnerabend versaut.
15:19Du kannst uns jederzeit anrufen.
15:22Danke.
15:23Lass dich nicht unter Druck setzen.
15:25Danke.
15:33Danke.
16:01Habt ihr was vergessen?
16:04Tut mir leid, ich habe dich vorhin völlig ĂŒberfahren.
16:07Ich kann mir vorstellen, wie egoistisch mein Antrag geklungen haben muss, aber ich meine es ernst.
16:15Können wir einfach mal nicht reden.
16:48Guten Morgen.
16:52Haben Sie gut geschlafen?
16:54Wie man so schlÀft im Krankenhaus.
16:58Danke, Schwester Miriam.
17:01Ich gehe ja schon.
17:07Na, wie geht es Ihnen?
17:09Noch ein bisschen schlapp.
17:11Wir können ja nachher versuchen, ein paar Schritte zu gehen. Das bringt den Kreislauf in Schwung.
17:19Wollen Sie eigentlich immer in dieser Klinik bleiben?
17:22Ich bin Arzt, das bietet sich doch an.
17:25Ich könnte Sie mir gut in einer Hausarztpraxis vorstellen.
17:28Sie haben so etwas FĂŒrsorgliches, man fasst ganz schnell Vertrauen.
17:32Das ist aber auch in einer Klinik sehr wichtig.
17:35Es kann ĂŒbrigens sein, dass Dr. Kaminski nachher nochmal nach Ihnen sieht.
17:38Dann werde ich ihm sagen, wie großartig Sie sind und wie gut Sie Ihre Arbeit machen.
17:41Aber bitte, erwÀhnen Sie nicht meine HÀnde.
17:49Du könntest sie auch gut mal besuchen.
17:51Aber nur, um die GerÀte abzustellen.
17:54Du kommst bei mir vorbei.
17:56Gehst zu ihr, weil du gehört hast und sagst Hallo.
17:58Mama, die Rheinhöld ist niemand, bei der man einfach mal so vorbeigeht und Hallo sagt.
18:02Genau darum machst du es.
18:03Ich bin der Lesicht in meiner Klasse, wenn sich das rumspricht.
18:05Das bekommt doch keiner mit.
18:06Denk an deine Noten und nicht an das, was die Kollegen in deiner Klasse sagen.
18:11Also ich muss jetzt zur Arbeit.
18:12Warte mal, was ist denn jetzt mit dem Geld?
18:15Mit welchem Geld?
18:16Naja, fĂŒr meine neuen Sneaker.
18:19Aber mit den alten Latschen hier gehe ich nicht auf Klassenfahrt.
18:22Also gut, komm nach der Schule zu mir in die Klinik und dann sehen wir weiter.
18:26Schönen Tag, mein Großer.
18:31Schicken Sie mir die Auswahl, ich rufe dann zurĂŒck.
18:34Ja.
18:37Du planst unsere Hochzeit, ohne meine Antwort abzuwarten?
18:40Ich will dir nur beweisen, dass ich es ernst meine.
18:44Auf die Gefahr, dass ich ĂŒbergriffig bin.
18:46Kaffee?
18:48Danke.
18:49War das nicht vielleicht?
18:54Ich habe nichts gesagt.
18:58Also gut, auch wenn es nicht leicht war trotzdem.
19:05Ja.
19:06Ja.
19:08Ja.
19:09Ja?
19:10Ja.
19:13Ja.
19:13Ja.
19:18Und was hÀttest du gemacht, wenn ich Nein gesagt hÀtte?
19:21Hast du nicht.
19:24Nein, hast du nicht.
19:26Ich sehe es direkt vor mir.
19:28Du im weißen Kleid, barfuß, palmengesĂ€umter Strand.
19:35Die Ozean vor uns, Sonnenuntergang.
19:38Du darfst gar nicht raus aus Deutschland.
19:42Na, wir finden doch hier irgendwas, was großartig ist.
19:46Es geht ja auch nur um dich und mich.
19:48Wir können auf jedem Standesamt heiraten.
19:50FĂŒr dich ist es nicht die erste Ehe.
19:53Und ich bin auch keine 20 mehr.
19:55Nein, nein, nein, nein.
19:56Das soll ein Tag werden, an den du dich immer erinnerst.
20:00Das werde ich.
20:10Guten Morgen.
20:11Morgen, Herr Doktor.
20:12Wissen Sie, wo vor Arnold liegt?
20:13Der Appendix von gestern.
20:14Herr Brenner ist gerade drin.
20:16Danke.
20:21Herr Kollege, jetzt ziehen Sie erst nach Ihrer Patientin?
20:25Noch vor der Visite.
20:27Komplikation?
20:28Nein, nein.
20:28Ich meine unsere engagierte Verwaltungsdirektorin.
20:32Frau Marquardt hat mich gestern einmal angerufen, um sich nach Frau Reinholz' Befinden zu erkundigen.
20:37Das ist jetzt aber nicht der Grund, warum Sie sich fĂŒr Frau Reinholz' Fall so ĂŒbermĂ€ĂŸig engagieren.
20:42Sie ist eine sehr charmante Person, sehr freundlich und erklĂ€rt mir dauernd, was ich fĂŒr einen doller Arzt.
20:48Dann fĂŒhlen Sie sich natĂŒrlich geschmeichelt, statt dass die Alarmglocken bei Ihnen losgehen.
20:52Ich hatte letztens eine Àltere Patientin.
20:54Ja, ja, wir hatten alle schon solche Patientinnen.
20:57Was dagegen, wenn ich mal zu ihr reinziehe?
20:59Ich komme mit.
21:00Wozu? Wollen Sie mein HĂ€ndchen halten?
21:05Umso mehr weiß ich heute, was im Leben wirklich zĂ€hlt.
21:08Und deshalb werde ich die Arbeit meines VorgÀngers in seinem Sinne positiv und mit aller Entschlossenheit fortsetzen.
21:16Ich danke Ihnen.
21:19Was hier so possierlich aussieht, kann in freier Wildbahn tödlich enden.
21:23Das werden wir sehen.
21:24Noch Fragen?
21:25Nein.
21:26Das war's.
21:28Können wir noch mal kurz?
21:30Ja.
21:31Bist du gestern gut nach Hause gekommen?
21:33Ja.
21:35Ich wollte mich noch mal bei euch bedanken.
21:39Und ich wollte dir sagen, dass ich Alexanders Antrag angenommen habe.
21:43Wir werden heiraten.
21:45Na, da hast du dich ja schnell umentschieden.
21:47Wenn man nun mal alles allein entscheidet, wird man irgendwann effizient.
21:50Die Entscheidung hÀtten wir dir wirklich nicht abnehmen können.
21:54Da wÀre noch was.
21:56Ich dachte immer, wenn ich irgendwann mal heirate, dann frage ich Pia, ob sie meine Trauzeugin wird.
22:01Und da ich es jetzt erst schaffe, wollte ich dich fragen.
22:06Braucht man das heute ĂŒberhaupt noch?
22:07Na ja, offiziell nicht.
22:09Aber ich könnte schon ein bisschen Beistand gebrauchen.
22:11Bist du dir wohl doch nicht so sicher?
22:13Du warst immerhin lange verheiratet.
22:15Ich sehe dich eher als emotionale StĂŒtze.
22:17Da hast du dir genau den richtigen ausgesucht.
22:24Oh mein Gott.
22:25Was ist denn das?
22:27Ein Schiff?
22:28Alexander will auf einem Schiff feiern.
22:30Auf hoher See, damit du nicht weg kannst.
22:32Meinst du nicht, so kurz vor seiner Verhandlung wÀre eine Nummer kleiner angebracht?
22:37Bist du nie einfach mal nur deinem GefĂŒhl gefolgt?
22:41War eine rhetorische Frage.
22:43Alexander und ich, wir haben uns geeinigt, dass er sich um alles kĂŒmmert.
22:46Ich mach den Trauzeugen.
22:48Danke.
22:51Ach, und nimm dir bitte heute nichts vor.
22:53Ich brauch dich.
22:56Herr Brenner hat Ihnen doch sicher erklÀrt, dass ein bisschen Fieber am ersten postoperativen Tag nichts Ungewöhnliches ist.
23:03Er hat auch regelmĂ€ĂŸige Laborkontrollen angeordnet.
23:06Ich fĂŒhle mich bei Dr. Brenner sehr gut aufgehoben.
23:10Ich bin ĂŒberrascht, dass er allein lebt.
23:13Ja, also das entzieht sich völlig meiner Kenntnis.
23:15Aber Sie können mir vielleicht sagen, womit ich ihm eine Freude machen könnte.
23:19Nein.
23:21Das heißt, doch, einen Tipp hĂ€tte ich.
23:26Werden Sie einfach ganz schnell wieder gesund.
23:32Wie ich sehe, geht es Ihnen schon wieder besser.
23:34Das freut mich aber sehr.
23:35Ich soll Ihnen auch ganz herzliche GrĂŒĂŸe von Bastian ausrichten.
23:38So, so.
23:39Ja, er hat sich mehrfach nach Ihnen erkundigt.
23:41Er wollte Sie auch gerne besuchen.
23:43Ich werde dann mal jemanden organisieren, der Ihnen Blut abnimmt.
23:45Dr. Brenner soll das machen.
23:47Ich vertraue ihm.
23:48Es ist fĂŒr gewöhnlich die Aufgabe einer Schwester und nicht eines Arztes.
23:52Ja, und Dr. Brenner wird das sicherlich gerne machen, nicht wahr, Dr. Kaminski?
23:56Wenn Sie es sagen.
23:58Dann ist ja wieder alles in Ordnung.
24:00Ja.
24:17Mandelkrokant.
24:17Es geht so.
24:18Nur, wenn man Zahnsegel dabei hat.
24:20Ich probiere mal Nougat.
24:21Mhm.
24:23Ganz schön großzĂŒgig von Frau Reinhold.
24:24Ich höre immer, die wÀre so ein Drachen.
24:26Nur zu uns, zu Herrn Brenner, ist sie zuckersĂŒĂŸ.
24:29Sie hat mich vorhin gefragt, womit sie ihm eine Freude machen kann.
24:31Keine Ahnung, ich habe einfach gesagt, irgendwas mit Schokolade.
24:33Und dann musste ich die hier besorgen.
24:35Ich habe natĂŒrlich die grĂ¶ĂŸte und teuerste genommen.
24:37Dann bist du also der große Spender, ja?
24:40Oh, wow! Sie haben ja wirklich sehr weiche HĂ€nde.
24:44Nicht witzig.
24:45Nehmen Sie es doch als Kompliment.
24:46Das reicht.
24:48Wir gehen wieder zurĂŒck an die Arbeit, ja?
24:50So mit so einem StĂŒckchen Marzipan arbeite ich bestimmt gleich doppelt so effektiv.
24:56Danke.
24:58Und, welcher bin ich?
25:04Also, ihr Humor ist nicht jedermanns Ding, aber ich mag die.
25:08Ich finde sie frech.
25:09Ja, frech ist gut.
25:20Na?
25:23Wir sitzen raus.
25:24Gehen wir heute Abend eintrinken?
25:26Ich treffe mich gleich mit Katrin.
25:27Sie braucht einen Rat.
25:29Schon wieder?
25:30Sie hat mir was antragen.
25:31Angenommen.
25:33Oh nein.
25:35Was will sie denn dann noch mit dir besprechen?
25:37Ich bin ihr Trauzeuge.
25:39Ihr Trauzeuge?
25:40Der will ich ins Boot holen.
25:42Das kommt von ihm.
25:42Nein, sie hat ja immer an Pia gedacht.
25:48Sie braucht UnterstĂŒtzung.
25:51Sollten wir sie nicht eher dabei unterstĂŒtzen, grobe Fehler im Leben zu vermeiden?
25:56Lieber zu heiraten ist ihre Entscheidung.
25:58Wie soll denn die Ehe dann aussehen?
26:00Besuchstag in der JVA?
26:01Was soll sie denn machen?
26:02Sie liebt ihn.
26:04Wo die Liebe hinfÀllt.
26:06Liebe ist nichts SelbstverstÀndliches.
26:08Da muss man auch mal was riskieren.
26:09Oh, dann spar dir die Worte fĂŒr deine Trauzeugenrede, ja?
26:16Es gibt sogar BrautkleiderbÀlle, weil mit einem Mal trÀgt sie es ja nicht ab.
26:26Und?
26:31Wie findest du das?
26:34Weiß steht dir.
26:38Alexander wollte sich um die Kleider kĂŒmmern.
26:40Aber welches es wird, das entscheidet immer noch ich.
26:43Und er erfÀhrt es erst vom Trauertal.
26:49Was mache ich hier eigentlich?
26:52Du bereitest dich auf deine Hochzeit vor.
26:54Du bist nervös.
26:56Entscheidungen immer allein treffen macht vielleicht effizient, aber auch einsam.
27:02DafĂŒr habe ich ja jetzt dich.
27:07Bin ich nicht doch dabei, eine Riesentumme zu begehen?
27:10Ich denke gerade drĂŒber nach, was Pia jetzt raten wĂŒrde.
27:15Tragst du dich das oft?
27:16Ja.
27:17Ich auch.
27:19Wahrscheinlich wĂŒrde sie sagen, wenn du es nicht probierst, wirst du es nie erfahren.
27:26Das wÀren genau Ihre Worte gewesen.
27:28Was machen wir denn nun mit den Kleidern?
27:30Willst du dich nicht von einer Frau beraten lassen?
27:32Zum Beispiel von Sarah, die hat einen guten Geschmack.
27:35Ach, von Sarah.
27:36Mit der habe ich mich heute gerade wieder ĂŒber den OP-Plan gestritten.
27:41Ach, Herr Brenner.
27:44Ich fĂŒrchte, Sie haben recht.
27:46Womit denn?
27:48Diese Frau Reinhold.
27:50Ich habe mich mit ihr unterhalten.
27:52Sie hat, wenn Sie mich fragen, eine fortgeschrittene, massive Renneritis.
28:02Finden Sie das lustig?
28:05Ausgesprochen.
28:07Und woran merken Sie das?
28:09Ich habe mich, wie gesagt, mit ihr unterhalten.
28:13Sie hat von allen Personen, zu denen sie hier im Hause Kontakt hat, eine sehr negative Meinung.
28:19Aber wenn sie von Ihnen spricht...
28:21Naja, ich weiß, ich weiß.
28:24Wenn Sie meinen Rat wollen, gehen Sie ein bisschen auf Distanz.
28:27Und wenn das nicht wirkt, hilft immer noch ein offenes Wort, möglichst emotionslos.
28:31Aber wem sage ich das?
28:33Sie sind ja schon ein großer Junge.
28:35Ja, danke.
28:46Alexander?
28:49Ja?
28:51Alles in Ordnung.
28:53Ja, die Kleider sind alle angekommen.
28:58Nein, du darfst natĂŒrlich nicht hierher kommen.
29:02Weil ein BrÀutigam dabei absolut nichts zu suchen hat.
29:06Nein.
29:08Wir sehen uns morgen, wie verabredet.
29:11Ja?
29:13Ich dich auch.
29:14Bis morgen.
29:20Wenn du mich fragst als deine emotionale StĂŒtze, solltest du das von Anfang an klĂ€ren.
29:27Ist nicht leicht.
29:28Er ist ein Perfektionist.
29:30So wie ich das sehe, willst du eine intime Trauung im Standesamt und er wĂŒrde am liebsten die Oper mieten.
29:35Hm, er schießt manchmal ĂŒbers Ziel hinaus.
29:39Aber er meint es gut.
29:40Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.
29:51Es gibt gute Nachrichten.
29:53Die EntzĂŒndungswerte sind rĂŒcklĂ€ufig.
29:56Sie befinden sich eindeutig auf dem Weg der Besserung.
29:59Wir können sie bald entlassen.
30:06Wenn Sie es sagen, klingt es wirklich gut.
30:08Das heißt, ich muss hier nicht dauernd reinplatzen.
30:11Aber das macht es doch gerade hier ertrÀglich.
30:13Sie tun mir einfach gut.
30:15Ja, danke sehr.
30:18Und das Konfekt von heute Mittag.
30:20Ja, ich weiß, das war ein bisschen daneben, oder?
30:23Frau Reinhold.
30:24Ja, aber was macht man denn, wenn man einfach mal Danke sagen möchte?
30:27Wir tun ja all nur unsere Arbeit.
30:29Ja, aber man merkt doch, ob ein Arzt so schnell wie möglich hier wieder raus will.
30:33Oder ob er so einfĂŒhlsam ist wie Sie.
30:37Sie mĂŒssen verstehen, dass wir hier noch jede Menge andere Patienten haben.
30:40Nebenan liegt eine Àltere Dame, die ich heute operiert habe.
30:44Ihr muss sich genauso zugewandt sein wie Ihnen.
30:47Ist Ihnen das klar?
30:50NatĂŒrlich ist mir das klar.
30:53WofĂŒr halten Sie mich?
30:55Wenn Sie noch etwas brauchen, dann klingeln Sie nach der Schwester.
30:58Guten Abend.
31:11Es gibt ja offenbar dieses Ritual, der Braut etwas Altes, etwas Neues, etwas Geliehenes
31:16und etwas Blaues zu geben, das soll GlĂŒck bringen.
31:23Die hat Pia gehört.
31:26Der Verschluss war kaputt.
31:27Den habe ich vom Juwelier erneuern lassen.
31:29Das ist eine Leihgabe.
31:32Ich glaube, das wÀre der Pia gefallen.
31:57Das ist mir sehr unangenehm.
31:59Ich bin nicht inkontinent.
32:01Das muss Ihnen nicht peinlich sein.
32:03Wir sind hier im Krankenhaus.
32:04Das hat so etwas EntwĂŒrdigendes.
32:07Das Alter, in dem man allmÀhlich wieder zum Kind wird, habe ich wirklich noch nicht.
32:11Machen Sie sich doch darĂŒber keine Gedanken.
32:13Was hat das alles zu bedeuten?
32:15Ist Ihnen das schon öfter passiert?
32:17Nein, noch niemals.
32:18Ich schwöre es.
32:20Sie haben wÀhrend der Operation ein Blasenkatheter bekommen.
32:23Nach einer Vollnarkose kann es sein, dass es nicht gleich wieder klappt mit der Blasenentleerung.
32:28Also gibt sich das wieder?
32:29Sicher.
32:30Das hat mir mehr Sorge gemacht.
32:32Sie haben wieder Fieber.
32:33Sie sind ganz schweißig.
32:35Und Ihr Puls ist beschleunigt.
32:37Tja, da wÀre aber die Klassenfahrt mit meinen kleinen Lieblingen die bessere Lösung gewesen.
32:41Ich lasse noch mal eine Laborkontrolle machen.
32:53Brenner, der Befund wird jeden Moment da sein.
32:59Na bitte.
33:06CRP und Leukose sind massiv gestiegen.
33:09Das könnte eine Peritonitis sein.
33:11Ja.
33:13Und, wie gehen Sie jetzt vor?
33:15Ich werde Sie untersuchen, mache ein Ultraschall des Bauchraums.
33:17Genau.
33:20Ich verstehe das nicht.
33:23Die OP ist reibungslos verlaufen.
33:24Die EntzĂŒndungswerte sind unter der Antibiose erwartungsgemĂ€ĂŸ gefallen.
33:28Und jetzt...
33:29Beruhigen Sie sich.
33:30Wir gehen genauso vor, wie Sie gesagt haben.
33:31Ultraschall des Bauchraums.
33:32Trotzdem.
33:33Und dann sehen wir weiter.
33:34Wenn ich was falsch gemacht habe...
33:36Haben Sie aber nicht.
33:38Und sonst?
33:39Ich habe gestern mit Ihnen gesprochen.
33:41Zum Thema Arzt-Patient-VerhÀltnis.
33:43Sie rĂŒckte ganz verstĂ€ndlich.
33:45Wenn Sie Hilfe brauchen, melden Sie sich.
33:59Frau Reinhold, was machen Sie denn da?
34:01Die Stimme ist abgegangen.
34:02Ich habe mich ohne Spur zu heftig bewegt.
34:03Einfach geht das doch nicht ab.
34:05Ich habe sehr starke Schmerzen.
34:07Die Laborwerte decken sich mit ihrem Zustand.
34:09Ich will Sie nochmal untersuchen.
34:10Und machen Sie bitte den Bord frei.
34:18Das sieht nach einer Peritonitis aus.
34:20Ich muss Sie genauer untersuchen.
34:23Sie haben immer noch mein volles Vertrauen, Dr. Brenner.
34:28Ich verstehe das Problem nicht.
34:29Wenn Ihnen die Kleider nicht gefallen, bestelle ich eben eine neue aus.
34:32Genau darum geht es.
34:32Das ist mir alles zu viel.
34:36Alexander, du kennst mich lange genug.
34:38Du weißt, dass ich unabhĂ€ngig bin.
34:40Ich habe dich gebeten, dich um die Hochzeit zu kĂŒmmern,
34:42weil ich hier genug um die Ohren habe.
34:44Aber hast du dir mal ĂŒberlegt, wie das vor Gericht wirkt?
34:47Wenn rauskommt, mit welchem Aufwand du jetzt heiratest?
34:49Ich verstehe dich nicht.
34:50Du bist doch immerhin ChefÀrztin.
34:52Und ich bin...
34:53Ja.
34:54Und du stehst unter Anklage.
34:56Und ich kann mittlerweile damit umgehen.
34:58Aber genau deshalb spielen wir hier nicht Prinz und Prinzessin.
35:01Das machen wir doch gar nicht.
35:03Mit dieser Robe und mit deinen so großartigen PlĂ€nen.
35:06Ich mache das alles nur fĂŒr dich.
35:07Alexander, ich brauche das alles nicht.
35:12Ich wĂŒrde gleich auf Ihr Angebot zurĂŒckkommen auf der KMZ.
35:15Die Patientin zeigt alle Zeichen der Peritonitis, Abwehrspannung,
35:19freie FlĂŒssigkeit, verminderte MotilitĂ€t des Darmes.
35:22Ich habe sie schon zur Lavage im OP angemeldet.
35:24Herr Brenner?
35:25Ja, und ich habe da was gesehen.
35:27Ja, bis gleich. Danke.
35:35Ich liebe dich.
35:36Und ich will dich heiraten, weil wir eine Familie sind.
35:39Egal, was jetzt mit dir wird.
35:42Aber dieses aufgeblasene Festes macht das alles so unglaubwĂŒrdig.
35:49So will ich nicht heiraten.
35:52Und so will ich nicht leben.
35:54Und wenn du das nicht siehst, dann können wir es gleich lassen.
36:03Wow.
36:06Ich habe noch nie so eine wunderbare LiebeserklÀrung bekommen.
36:13Mach jetzt bitte kein Musical draus.
36:22Sie meinen, sie hat die Infusion manipuliert?
36:26Sie haben doch gestern Klartext mit ihr geredet.
36:30Und seitdem macht sie sich die Infusionen ab.
36:33Auch eine Reaktion.
36:34Sie meinen, sie will mich bestrafen?
36:36Sie will ihre Aufmerksamkeit um jeden Preis, Frau Einhold.
36:39Sie ist eine so selbstbewusste Frau.
36:41Da kommt sie natĂŒrlich niemals mit ihren GefĂŒhlen durcheinander.
36:45Menschenskind-Brenner.
36:45Auch selbstbewusste Frauen weinen manchmal nachts in ihre Kissen.
36:49Ja, sie kennen sich ja aus.
36:51Ja, man kommt eben so rum im Leben.
36:55Warum sollte ich das getan haben?
36:57Ja, sagen Sie es mir.
36:58So eine BauchfellentzĂŒndung ist lebensgefĂ€hrlich.
37:00Wenn Sie sich, ich nehme an, seit gestern oder vorgestern die Infusion abgemacht haben.
37:05Ich habe Ihnen doch gesagt, warum Sie das Antibiotikum brauchen.
37:09Ihnen muss doch klar sein.
37:10Sie wollen doch nicht an einer Blutvergiftung sterben.
37:14Nein, natĂŒrlich nicht.
37:16Sie sind ein wunderbarer Arzt.
37:20Bitte helfen Sie mir.
37:21Ja, das tun wir.
37:23Aber wir lassen nicht zu, dass Sie unsere Arbeit sabotieren.
37:25Die OP-Schwester hat den Tisch falsch vorbereitet.
37:27KlÀren Sie das bitte.
37:32Sie wissen, in welche Lage Sie meinen Kollegen bringen?
37:35Was meinen Sie?
37:37Herr Brenner ist Arzt mit Leib und Seele.
37:39Leider trifft er bei Ihnen auf eine Patientin, die ihren Zustand durch eigenes Handeln verschlechtert.
37:44Aus GrĂŒnden, die ich hier nicht bewerten will.
37:46Herr Doktor, ich...
37:47Wir sind dazu da, Sie wieder auf die Beine zu stellen.
37:50Der Rest ist nicht unser Handwerk.
37:53Ich empfehle Ihnen dringend, sich therapeutisch beraten zu lassen.
37:57Ich benehme mich wie die törichte Alte.
38:00Wenn es das ist, was Sie mir sagen wollen.
38:05Als ich hier ankam...
38:08Ich kann das gar nicht erklÀren.
38:10Dr. Brenner hat sich von Anfang an so...
38:15Frau Reinhold?
38:17Frau Reinhold?
38:18Sie ist kollabiert!
38:20Frau Reinhold?
38:23Stiltupfer bitte?
38:25Bibo und Pinzette fĂŒr mich.
38:27Ich habe eine Frage.
38:28Nur zu?
38:29Warum haben Sie mich vorhin rausgeschickt?
38:31Es gab keine Probleme mit dem Tisch.
38:33Ich wollte mit der Patientin unter vier Augen reden.
38:35Das hatte ich doch gerade getan.
38:37Ich weiß.
38:38Aber falls das hier irgendwelche Kreise zieht, ist es besser, wenn wir beide eingebunden sind.
38:42Glauben Sie mir.
38:44Eine ausgedehnte Vier-Quadranten-Peritonitis.
38:47Kochsalz-Lösung ist bereit.
38:48Wir brauchen zehn Liter.
38:51Kann es mit der SpĂŒlung losgehen?
38:52Bitte.
38:59Sie hatten sehr großes GlĂŒck.
39:01Sie haben die Operation gut ĂŒberstanden.
39:03Wir haben alles grĂŒndlich gespĂŒlt und vier große Drainagen belassen.
39:08Das klingt ziemlich gefÀhrlich.
39:11Wir werden Sie engmaschig beobachten.
39:13Und darauf sollten Sie diesmal nicht verzichten.
39:18Ich weiß.
39:20Das war dumm.
39:21Da kann ich nicht widersprechen.
39:24Es ist lange her, dass ich mich mit jemandem so wohl gefĂŒhlt habe.
39:29Das hat mich ĂŒberrascht und ĂŒberrumpelt.
39:32Kann Sie das nachvollziehen?
39:34Ja.
39:36Und dass man sich darauf einlassen möchte,
39:39obwohl einem alles, wirklich alles sagt, dass man gar keine Chance hat.
39:47Eigentlich habe ich gar nicht gemerkt, dass mir etwas fehlt.
39:52Bis ich...
39:53Sie sind eine abharte Person, Frau Reinhold.
39:56Und wenn Sie wollen, werden Sie auch jemanden kennenlernen.
40:00Und woran dachten Sie?
40:02Soll ich mich wieder jeden Abend in eine Bar setzen und warten, bis ich angesprochen werde?
40:06Es gibt effektivere Methoden, sich zu verabreden.
40:12Online zum Beispiel.
40:14Aber ist das nicht ein bisschen...
40:17Verzweifelt? Nein, warum?
40:19Warum?
40:20Wenn Sie wollen, dann zeige ich Ihnen ein seriöses Portal.
40:29Gut.
40:42Hallo.
40:43Hallo, Schatz.
40:44Du bist zu frĂŒh, oder?
40:46Nein, du bist nicht zu frĂŒh.
40:48PĂŒnktlich auf die Minute.
40:52Wie war es beim Anwalt?
40:53Gut. Er ist zuversichtlich.
40:55Bin nicht vorbestraft, habe eine gĂŒnstige Sozialprognose.
40:59Die hast du ja mittlerweile wirklich.
41:01Mhm.
41:01Bin so froh, wenn diese ganze Sache endlich vorbei ist.
41:06Es wird wohl noch ein bisschen dauern.
41:08In der Zwischenzeit lade ich dich zum Essen ein.
41:11Ich habe einen Tisch reserviert bei deinem Lieblingsitaliener.
41:15Darfst du auch Champagner bestellen?
41:17Klingt gut.
41:18Ich muss bloß noch dem Babysitter Bescheid sagen, dass wir...
41:21Aber weißt du, was ich mir am meisten wĂŒnschen wĂŒrde?
41:24Was?
41:26Nudeln mit Tomatensauce. Zu Hause.
41:28Nur du, Hanna und ich.
41:33Okay.
41:41Oh.
41:43Martin.
41:44Hallo.
41:47Herzlichen GlĂŒckwunsch.
41:48Euch bald.
41:50Danke.
41:56Und dann sehen Sie nach, ob Sie Post von einem Verehrer haben.
41:59Das klappt doch nie.
42:01Schon probiert?
42:02Also wer auf diese Seite geht, will erst einmal dasselbe wie Sie jemanden kennenlernen.
42:06Oder sich einen Spaß machen.
42:08Also wenn meine SchĂŒler das erfahren, bin ich erledigt.
42:10Ach, seit wann haben Sie Angst fĂŒr Ihren SchĂŒlern?
42:16Frau Reinhold, ich wollte noch mal nach Ihnen sehen.
42:20Frau Reinhold hilft mir gerade bei einem Computerproblem.
42:22Ach, das ist ja wunderbar.
42:23Ich muss meine Meinung ĂŒber die Sachsen-Klinik wirklich korrigieren.
42:27Sehen Sie.
42:28Ach, und Bastian wĂŒrde Sie morgen gerne besuchen.
42:32Es ist schön, dass Sie das sagen, aber wirklich nicht nötig.
42:38Dann gute Nacht.
42:44Eif.
42:49Heute kommen wir aber zu unserem Feierabendbier, oder?
42:52Ja, unbedingt.
42:53Du kannst sagen, was du willst.
42:56Die beiden sind ein schönes Paar.
42:59Ich hoffe, sie weiß, was sie tut.
43:01Das weiß sie.
43:02Und sie wirkt sehr glĂŒcklich.
43:05Gewöhnen wir uns dran.
43:07Bis zum nÀchsten Mal.
43:07Bis zum nÀchsten Mal.
43:08Bis zum nÀchsten Mal.
43:08TschĂŒss.
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