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Transkript
00:20Love Is Enough
00:37Love Is Enough
01:00Love Is Enough
01:02Love Is Enough
01:03Love Is Enough
01:03Love Is Enough
01:15Love Is Enough
01:20Love Is Enough
01:32Love Is Enough
01:49Love Is Enough
01:50Love Is Enough
01:54Love Is Enough
01:57Love Is Enough
02:29Love Is Enough
02:48Love Is Enough
02:53Love Is Enough
02:54Love Is Enough
03:21Love Is Enough
03:23Love Is Enough
03:35Love Is Enough
03:37Love Is Enough
03:38Love Is Enough
03:38Love Is Enough
03:38Love Is Enough
04:05Love Is Enough
04:08Alles in Ordnung?
04:09Ja.
04:10Dr. Stein, was haben Sie denn mit Frau Bader gemacht?
04:13Ich?
04:14Sie war auf 180.
04:16Ich habe meinen ganzen Charme spielen lassen.
04:18Wer glaubt die eigentlich, wer sie ist?
04:21Vorsicht.
04:23Dr. Peters?
04:25Ja?
04:25Wegen des OP-Plans. Soll ich Sie wirklich weiterhin einteilen?
04:28SelbstverstÀndlich.
04:30Übertreiben Sie es bitte nicht.
04:31Ich weiß aus Erfahrung, dass die letzten Wochen vor der Geburt...
04:34Ich fĂŒhle mich zwar dick und hĂ€sslich, aber sonst...
04:36Sie sind in der 32. Woche.
04:38Dessen bin ich mir durchaus bewusst.
04:40Wie Sie wollen. Ihre Entscheidung.
04:45Ich stimme selten mit unserer ChefĂ€rztin ĂŒberein, aber in diesem Fall hat sie unbedingt recht.
04:52Und Sie sind natĂŒrlich nicht dick und hĂ€sslich.
05:00Einen erneuten Herzinfarkt konnten wir zum GlĂŒck schnell ausschließen.
05:03Ob bei einer HerzbeutelentzĂŒndung Erleichterung angebracht ist?
05:06Naja.
05:07Wichtiger scheint mir die Frage nach der Ursache zu sein.
05:10Die Diagnostik ist noch nicht abgeschlossen.
05:12Ja.
05:14Nimm Platz.
05:16Woher geht's?
05:17Herr Straube hat uns gegenĂŒber Frau Bader von der Ă€rztlichen Schweigepflicht entbunden.
05:22Na dann!
05:24Eine Perikarditis fÀllt ja nicht vom Himmel.
05:26Ich frage mich zum Beispiel, ob bei der Bypass-OP irgendetwas schiefgelaufen sein könnte, was jetzt zu diesen Komplikationen fĂŒhrt.
05:33Bitte?
05:33So wie Sie sich vorhin verhalten haben, kann man leicht auf den Gedanken kommen, dass hier irgendetwas unter den Teppich
05:38gekehrt werden soll.
05:39Was meinen Sie genau damit?
05:41Ich bin lang genug im Gesundheitsdezernat tÀtig.
05:43Mit einer Unterbrechung von ein paar Jahren Haft, wenn ich mich recht erinnere.
05:47Ich hab da schon einiges erlebt. Vergessene Tupfer, BauchtĂŒcher, Scheren.
05:51Ach wo das denn? Im GefÀngnis?
05:52Dr. Stein.
05:53Wollen wir uns alle erstmal beruhigen?
06:01Ich hab jetzt eine Blutkultur angesetzt. Wird ein paar Tage dauern, bis das Ergebnis da ist, bis dahin bekommt der
06:06Antibiotikum zur Sicherheit.
06:09Im Moment ist sein Zustand stabil.
06:11Gut. Es geht doch, meine Herren. Ich erwarte, dass Sie mich auf dem Laufenden halten.
06:21Schönen Tag noch.
06:29Musst du dich so mit ihr anlegen?
06:31Sie sorgt sich einfach nur um ihren Chef.
06:33Ach, sie sorgt sich einfach nur so um ihren Chef, so ohne Hintergedanken.
06:37Das meinst du doch nicht ernst.
06:40Herr Strauber?
06:42Ah, Frau Wader.
06:44Ich hab Ihnen etwas mitgebracht.
06:46Das aber das.
06:47Haben Sie Schmerzen?
06:49Ach, es geht, es geht.
06:50Ich liege hier rum und in drei Tagen entscheidet die Kommission ĂŒber eine Nachfolge.
06:57Das ist doch jetzt nicht so wichtig.
06:59Die Zeit ist knapp.
07:01Ich muss mit Professor Simoni.
07:04Jetzt drohen Sie sich erstmal aus.
07:06Das ist wirklich viel wichtiger.
07:07Ja, ja, aber ich will nicht, dass Sie Ihren Job verlieren, wenn ich nicht mehr da bin.
07:14Ich weiß doch, dass ich mich auf Sie verlassen kann.
07:16Und das kann ich auch noch, wenn Sie wieder gesund sind.
07:20Das haben Sie aber nett gesagt.
07:28Lauter leere Zimmer.
07:30Ihr findet schon was zum Einstellen.
07:32Ja, Möbel vielleicht.
07:34Aber trotzdem bleiben Sie leer.
07:36Ach, schon, Leute.
07:37Ach, gut.
07:38Das ist das Chaos.
07:40Hilft mir jemand bei meinem Regal?
07:42Ja, ich.
07:48Guten Abend, Herr Professor.
07:50Guten Abend.
07:51Wie geht es Herrn Strauber?
07:53Sein Zustand ist inzwischen stabil.
07:56Guten Tag, Herr Professor.
07:57Tag.
07:57Herr Professor Simoni.
07:59Wollen wir uns setzen?
08:00Ja, gern.
08:01Komm, Ute, wir mĂŒssen noch in den Keller.
08:03Wie ist es gelaufen?
08:04Ja, eigentlich ganz gut.
08:07Die meisten Kommissionsmitglieder kenne ich ja in KĂŒrze, seit Jahren.
08:11Wir hatten ein sehr konstruktives GesprĂ€ch ĂŒber die zukĂŒnftige Ausrichtung des Dezernats.
08:18Also sind Sie gut im Rennen?
08:20Ja, zumal ich ja prinzipiell die UnterstĂŒtzung von Strauber habe.
08:25Jedenfalls glaube ich nicht, dass Sie sich eine neue Verwaltungsdirektorin suchen mĂŒssen.
08:30Das heißt, sie hat nochmal richtig da Ehrgeiz gepackt.
08:34Das ist fĂŒr mich.
08:37Anfangs habe ich das nur, naja, zum Scherz gehalten.
08:42Oh, hallo.
08:43Aber inzwischen, Herr Mann, man kann etwas gestalten, etwas bewegen.
08:49Es geht um die finanzielle Ausstattung der KrankenhÀuser, Ausbildung von Heilberufen,
08:54Gesundheitsprogramme in Schulen.
08:56Papa?
08:59Hallo, Roland.
09:00Guten Abend, Sarah.
09:02Guten Abend.
09:03Ja, nimm Platz.
09:06Nein, danke.
09:07Ich möchte nicht stören.
09:08Du störst ĂŒberhaupt nicht.
09:10Das können wir auch morgen besprechen.
09:13Bitte.
09:14TschĂŒss.
09:17Was ist los?
09:18Was ist los?
09:51Was tun Sie denn hier?
09:53Suchen Sie was Bestimmtes?
09:55Ja.
09:57Wir mĂŒssen doch irgendwo noch TransparentverbĂ€nde sein.
10:03Hier.
10:06Danke.
10:10Machen Sie die TĂŒr zu.
10:17Von außen.
10:19Was haben Sie vor?
10:21Eine Elektroneurographie des mittleren Armnervs?
10:26Ich hatte in meiner ersten Schwangerschaft auch ein Kapaltunnel-Sendrom wegen der Wassereinlagerung.
10:31Scheint mein Schicksal zu sein.
10:33Was denn?
10:34Dass Sie alle mit Ihrer Schwangerschaftserfahrung aufwarten mĂŒssen.
10:37War bei mir genauso.
10:41Schmerzen, die in Daumen, Zeig- und Mittelfinger strahlen?
10:45Missempfindung?
10:45Ja.
10:47Warum lassen Sie sich nicht von einem Kollegen untersuchen?
10:49Ach, das alles.
10:50Das geht doch niemandem was an.
10:53Ich helfe ihn.
11:05Die Nervenleitung ist gestört.
11:08Haben Sie Beschwerden auf beiden Seiten?
11:13Bei mir war es damals nur links.
11:24Strauber ist auf der ITS?
11:26Guten Morgen, Sarah.
11:27Ja, seit gestern.
11:28Martin kĂŒmmert sich.
11:30Morgen.
11:30Morgen.
11:31Warum bist du gestern Abend nicht einfach reingekommen?
11:34Was hat denn Professor Simoni so erzÀhlt?
11:37Er sagt, es ist gut gelaufen.
11:39Ah ja.
11:39Also mein VorstellungsgesprÀch war auch sehr gut.
11:42Die Kommission hat positiv auf meine Ideen zur Neuausrichtung des Dezernats reagiert.
11:47Was denn?
11:49Sarah, ich brauche dich hier.
11:52Ich will dich nicht verlieren.
11:53Aber ihr werdet mich doch nicht verlieren.
11:55Ich bin quasi nur auf einer anderen Position fĂŒr die Sachsenklinik.
11:59An einer viel einflussreicheren sogar.
12:02Warum nicht mal eine Gesundheitsdezernentin?
12:05Genau.
12:08Das ist Gleichberechtigung an einer falschen Stelle.
12:10Darum geht es gar nicht.
12:11Worum geht es dann?
12:12Ich weiß ĂŒberhaupt nicht, wie ich das hier alles ohne Sarah machen soll.
12:18Mein lieber Herr Strauber.
12:20Ach.
12:21Wie geht es Ihnen denn?
12:24Frau Markwell, ich wollte sowieso mit Ihnen leiden.
12:30Es handelt sich um Frau Bader, wissen Sie?
12:35Frau Bader ist mir sehr, sehr ans Herz gewachsen.
12:41Ja, ich wollte mich zuallererst erkundigen, ob hier auch wirklich alles zu Ihrer Zufriedenheit lÀuft.
12:48Also, Dr. Stein ist ja auf seinem Gebiet einer der Besten.
12:51Da mĂŒssen Sie sich ĂŒberhaupt keine Sorgen haben.
12:53Sollte es dennoch irgendwelche Probleme geben, dann befohlen kann Sie bitte nicht.
12:59Herr Strauber?
13:01Nicht schon wieder.
13:02Herr Strauber, was ist denn?
13:04Herr, Herr, Herr, Herr, Luft.
13:07Es kommt sofort hier.
13:08Herr Strauber.
13:09Bitte.
13:11Haben Sie wegen Herrn Strauber im Labor nachgehakt?
13:14Ja, aber bisher gibt es keine Hinweise auf Bakterien im Blut, was nichts heißen muss bei der KĂŒrze der Zeit.
13:18Oder auch nicht.
13:19Das Antibiotikum hat keine VerÀnderung gebracht.
13:22Was wiederum dafĂŒr spricht, dass es sich um ein Virus handelt, was ich nicht glaube.
13:26Oder?
13:27Oder was?
13:28Vielleicht gibt es gar keine Erreger.
13:31Bypass-OP und Herzinfarkt liegen zwei Wochen zurĂŒck.
13:34Spielen wir ein Ratespiel?
13:36Kommen Sie.
13:37Ein Dressler-Syndrom.
13:39Könnte natĂŒrlich sein.
13:40Gut, dann geben wir Glucocorticoide.
13:42Wenn es sich tatsĂ€chlich um eine Dressler-Myokarditis handelt, mĂŒssten wir es damit in den Griff bekommen.
13:47Strauber.
13:52Sarah hat mich angerufen, was ist passiert?
13:54Wie ich vermutet habe.
13:56Eine Herzbeuteltamponade.
13:57Der Pericarderguss.
13:59Die FlĂŒssigkeitsmenge hat sich seit gestern mindestens verdreifacht.
14:02Der Druck auf den Herzmuskel wird zu groß.
14:07Frau Marquardt, was ist mit ihm?
14:10Ich weiß nicht, ich wollte nur mit ihm reden und dann plötzlich...
14:14Er ist nicht mehr lange durch.
14:15Wir mĂŒssen das Herz entlasten.
14:17Ich komme mit in den OP.
14:18Dr. Weber assistiert.
14:19Ich bin mir diesmal nicht so sicher.
14:22Wie geht es, Herr Straub?
14:23Raus.
14:24Er ist mein Patient.
14:25Ich operiere, also stelle ich auch mein Team zusammen.
14:27Wie du meinst.
14:28Gut.
14:29Aus dem Blick.
14:32Oh, war da.
14:33Oh.
14:35Mir haben damals Lymphdrainagen geholfen.
14:38Aber Sie sollten das von einer Physiotherapeutin machen lassen.
14:41Das hier ist ja eine Leinvennismassage.
14:43Ich werde mir eine Schiene fĂŒr die Nacht besorgen.
14:47Ultima Ratio wÀre, mir Cortison ins Gelenk spritzen zu lassen.
14:51Cortison?
14:52Sie sind hochschwanger.
14:55Daran brauchen Sie mich nicht zu erinnern.
14:58Aber es ginge.
14:59Es ist ungefĂ€hrlich fĂŒrs Kind.
15:04Ähm.
15:11Wir sind auch fertig.
15:19Warum gehen Sie nicht eher in Mutterschutz?
15:22Um hauptberuflich schwanger zu sein?
15:25Tolle Idee.
15:26Ganz bestimmt nicht.
15:29Ja, es ist auch schon viel besser.
15:32Danke.
15:41Schmerzen bitte.
15:42Sie waren ja gerade ganz schön heftig.
15:44Wieso?
15:44Lass mich einfach nicht gerne in meine Arbeit reinreden.
15:47Auch nicht vom Chef.
15:48DafĂŒr ist er doch da, dachte ich.
15:55Frequenz steigt.
15:57Wir sind gleich fertig.
16:05Herzstil statt.
16:06Reanimation.
16:07KarnĂŒle geht wieder raus.
16:08Tisch runter.
16:14Verdammt.
16:18Komm schon.
16:32Frau Marquardt.
16:33Dr. Heinmann hĂ€tte anstelle dieser Frau Weber mit in den OP gehen mĂŒssen.
16:36Ganz egal, was Stein dazu sagt.
16:38Soweit ich weiß, haben die beiden Herrn Strauber schon erfolgreich operiert?
16:42Erfolgreich nennen Sie das.
16:45Ich komme.
16:49Wir haben den Perikaterguss punktiert.
16:52Dabei kam es leider zu Komplikationen.
16:55Herzstedt stand.
16:55Was?
16:57Wir mussten reanimieren.
16:58Und jetzt?
16:59Wie geht es ihm?
17:00Es besteht keine akute Lebensgefahr mehr.
17:03Du hattest recht, es ist bei Strauber keine Infektion.
17:05Sondern?
17:06Vieles spricht fĂŒr eine immunologische Reaktion am Perikard.
17:10Ausgelöst durch Herzmuskelzellantikörper.
17:12Das sogenannte Dressler-Syndrom.
17:14Hier spricht, dass die Gabe von Antibiotika bisher wirkungslos war.
17:17Dr. Stein, geben Sie doch zu.
17:19Sie haben in Wirklichkeit keine Ahnung, was Herr Strauber hat.
17:21Sie schwimmen total in...
17:22Frau Wader, ich muss Sie bitten.
17:24Alle Befunde weisen auf das Dressler-Syndrom hin.
17:27Herr Strauber bekommt...
17:27Ich möchte jetzt zu ihm.
17:33Kommen Sie.
17:38Ach, Ihr Wanderbursche, dieser Herr...
17:42Ja, der hat angerufen mehrfach.
17:44Ach ja?
17:45Er konnte Sie auf Ihrem Handy nicht erreichen
17:47und ich soll Ihnen ausrichten, dass Sie sich melden sollen.
17:50Was haben Sie jetzt getan, danke.
17:52Es hat sich dringend angehört.
17:54Ich werde ihn spĂ€ter zurĂŒckgerufen.
17:58Haben Sie eigentlich immer noch vor, das Kind zur Adoption freizugeben?
18:03Das geht Sie gar nichts an.
18:05Also ja.
18:06Wir haben diesbezĂŒglich noch keine Entscheidung getroffen.
18:09Und nein, ich habe nicht vor, dieses Thema mit Ihnen zu diskutieren.
18:13Ist angekommen.
18:15Das wir in Ihrem Satz ĂŒbrigens auch.
18:22Ich habe mich offenbar nicht klar genug ausgedrĂŒckt.
18:25Ich verlange, dass Herr Strauber die beste medizinische Versorgung bekommt.
18:28Die bekommt er bereits.
18:29Durch Dr. Stein und seine Assistentin dieser HĂ€nde...
18:31Dr. Stein und Dr. Weber bleiben die behandelnden Ärzte.
18:37Kann ich irgendwas fĂŒr Sie tun?
18:39Sorgen Sie dafĂŒr, dass er seine Meinung Ă€ndert.
18:41Wenn Dr. Heilmann keinen Grund dafĂŒr sieht?
18:43Dann finden Sie einen.
18:44Ach, Frau Bader.
18:45Sonst könnten Ihre politischen Ambitionen schneller vorbei sein,
18:48als Sie das Wort Sachsenklinik sagen können.
18:50Frau Marquardt.
18:55Sachsenklinik.
18:59Sie haben mich anrufen lassen?
19:00Thomas Geisler, 28 Jahre alt, hat sich in das Handgelenk gesÀgt.
19:03Der hat viel Blut verloren.
19:04Ich könnte etwas UnterstĂŒtzung im OP gebrauchen.
19:06Oh, sie braucht UnterstĂŒtzung.
19:08Sie wollen doch nicht ernsthaft in Ihrem Zustand noch operieren.
19:14Solange die Kugel hinter den OP-Tisch passt.
19:20Oh Gott.
19:28Frau Bader.
19:30Herr Strauber.
19:31MĂŒssten Sie nicht im BĂŒro sein?
19:34Irgendjemand muss doch den Ärzten hier ein bisschen auf die Finger schauen.
19:37Sie mochten sich ja wirklich sagen.
19:39Sie haben mich damals auch nicht im Stich gelassen im GefÀngnis.
19:42Manchmal war Ihr Besuch das Einzige, woran ich mich festhalten konnte.
19:46Und als ich dann rausgekommen bin,
19:48ich habe ja selbst nicht mehr daran gekloppt, noch einen Job zu finden.
19:51Aber bei Ihren Qualifikationen?
19:54Sie wissen genau, dass eine Vorstrafe unter UmstÀnden mehr zÀhlt als das.
19:59Sie haben einen Fehler gemacht und dafĂŒr bezahlt.
20:02Es gibt nicht viele, die das so sehen.
20:08Ohne sie wĂŒsste ich nicht, wo ich jetzt wĂ€re.
20:14Ich kann das nicht wieder gut machen.
20:19Aber ich kann wenigstens versuchen, Ihnen ein bisschen davon zurĂŒckzugeben.
20:38Sind das hier schon meine potenziellen Nachfolger?
20:41Initiativbewerbungen.
20:42Es hat sich rumgesprochen, dass du wechseln willst.
20:44Es sind ein paar ganz gute Leute dabei.
20:49Tja.
20:51Vielleicht solltest du Dr. Stein doch von der Behandlung von Strauber abziehen.
20:54Weil Vera Bader das verlangt?
20:55Weil ich finde, es wĂ€re gut, wenn du die Behandlung ĂŒbernimmst.
20:59FĂŒr wen wĂ€re das gut?
21:00Ich wĂŒrde nichts anderes machen als Martin.
21:01Ich kann schon nachvollziehen, dass Dr. Stein sowohl auf Frau Bader als auch auf unseren Patienten einen unsouverÀnen Eindruck macht.
21:08Weil er seine PrimÀrdiagnose nicht bestÀtigt sieht und nun einen anderen Behandlungsansatz wÀhlt, das ist normales Àrztliches Vorgehen, Sarah.
21:16Sie hat sich auf ihn eingeschossen und er behandelt sie auch nicht gerade wie Prinz Charming?
21:22FrĂŒher hast du dich gegen Vera Bader und ihre Einmischung vehement gewehrt.
21:26Ich suche einfach nur nach dem taktisch besten Weg, mit ihr umzugehen.
21:30Klar. Hauptsache deine Chance und Gesundheitsdezernentin zu werden, geraten nicht in Gefahr.
21:34Gut, ja, das ist auch ein Aspekt. Strauber wird ein Wörtchen mitzureden haben bei der Auswahl.
21:39Und die Bader hat einen großen Einfluss auf ihn.
21:42Da mache ich nicht mit.
21:43Warum nicht? Weil du nicht willst, dass ich den Posten bekomme?
21:45Weil ich das armselig finde.
21:54Epoi?
21:58Blutung steht.
22:00Pinzett.
22:05Das sieht nicht gut aus.
22:07Die Beugesehne ist durch.
22:09Der Knochen hat auch was abgekriegt.
22:11Fixateur?
22:12Nein, nein, das wird nicht nötig sein.
22:14Ich nÀhe jetzt die Sehne, mehr Licht.
22:20Schweiß?
22:24Alles okay?
22:27Klar.
22:28Die Handschuhe sind nur etwas eng.
22:42Ich ĂŒbernehme.
22:43Nein, nein, ich hab's gleich.
22:45Ich sagte, ich ĂŒbernehme.
22:49Danke.
23:03Das Licht bitte aufs OP-Feld.
23:11Eine Dresdler-Myokarditis.
23:13Davon gehen wir aus.
23:16Tag, Herr Professor.
23:17Tag.
23:18Ich hab jetzt die Laborergebnisse.
23:20Die PerikardflĂŒssigkeit war kein Fall.
23:23BestÀtigt deine Diagnose.
23:25Ja.
23:26Sobald er wach ist, können Sie natĂŒrlich zuhören, Herr Professor.
23:29Danke, Dr. Stein.
23:31Bis heute Abend.
23:33Ja, ich hab Otto versprochen, beim Umzug zu helfen.
23:35Aber vielleicht ĂŒberlege ich mir das ja nochmal.
23:39Ich hab mich bei den Kommissionsmitgliedern mal umgehört.
23:43Im Grunde warten alle auf eine Empfehlung von Stauber.
23:46Und?
23:47Ja.
23:48Ich habe getan, was ich konnte.
23:50Und wenn man sich nicht fĂŒr mich entscheidet, dann werde ich damit leben können.
23:55Und ich kann mir eine neue Verwaltungschefin suchen.
24:00Sie hĂ€tten gar nicht in den OP gehen dĂŒrfen.
24:03Es ist alles in Ordnung.
24:04Nichts ist in Ordnung.
24:06Es ist ein vorĂŒbergehendes Problem, Dr. Kaminski.
24:09Das glauben Sie doch selbst nicht.
24:12Es gibt keinen Grund, irgendetwas zu dramatisieren.
24:14Es ist alles gut gegangen.
24:16Dieses Mal.
24:19Was wollen Sie denn?
24:22Es steht Ihnen natĂŒrlich frei, mich bei der ChefĂ€rztin zu verpĂ€nzen.
24:28Vielleicht sollte ich das wirklich tun.
24:33Wenn Sie sich dann besser fĂŒhlen.
24:39Das Essen ist fertig.
24:41Ich erwarte etwas mehr UnterstĂŒtzung von Roland.
24:44Die bekommst du, aber du musst erst mal Diplomatie lernen.
24:46Und wie soll die aussehen?
24:48Der Bart ein Arschkriegchen.
24:50Das kann er.
24:51Das hört doch auf.
24:52Das ist eine kriminelle Intrigante.
24:53Weiß ich doch, aber es Ă€ndert erst mal gar nichts.
24:56Jonas, du sitzt auf meine RĂ€der.
24:58Ich gehe nicht ab.
24:59Wir haben eh bald alle neun.
25:01Ja, und bis dahin kannst du da drĂŒben sitzen.
25:02Und jetzt runter.
25:03Kinder, aber sind Sie...
25:04Runter.
25:04Das geht nicht auch noch auf.
25:06Runter, runter, danke.
25:07Könnt ihr jetzt endlich mal aufhören, alle?
25:12Es sind die letzten Tage, die wir hier gemeinsam verbringen.
25:15In diesem Haus.
25:17Als Familie.
25:20Charlotte, auch wenn wir bald nicht mehr zusammen wohnen, das bedeutet nicht, dass wir keine Familie mehr sind.
25:28Ja, guten Appetit.
25:30Gib mir deinen Teller.
25:31Ein Kloß?
25:32Richtig.
25:33Ja.
25:43Herr Strauber bekommt nun Glucocorticoide.
25:46Sein Zustand ist weiterhin kritisch.
25:48Es ist nicht auszuschließen, dass sich erneut einer Guss im Perikard bildet.
25:52Dann kĂ€men wir um einen grĂ¶ĂŸeren Eingriff nicht herum.
25:55Danke.
25:58Und Dr. Peters?
26:00Ein Glioblastom im Frontallappen gut abgegrenzt.
26:04Der Patient hat bereits neurologische AusfÀlle.
26:06Ich werde heute Nachmittag eine Komplettresektion vornehmen.
26:10Große Sache.
26:11Ja, die einiges an Geschick abverlangt.
26:13Insofern freue ich mich ĂŒber den Eingriff.
26:16Na, dann hoffen wir mal, dass der Patient das genauso sieht.
26:20Gut.
26:21Vielen Dank.
26:22Das war's dann fĂŒr heute, Kollegen.
26:28Ach, Dr. Peters, da ist noch was.
26:30Ich hab gehört, Sie hatten gestern eine Not-OP.
26:32Und Dr. Kaminski hat ĂŒbernommen?
26:35Übernommen?
26:36Nein.
26:37Wir haben gemeinsam operiert.
26:39Ein Routine-Eingriff.
26:40Alles völlig normal gelaufen.
26:42Dem Patienten geht es gut.
26:44Er wird die Hand wieder vollstÀndig bewegen können.
26:48Danke.
26:55Tag.
26:56Dr. Stein, Moment.
26:58Ich war gerade bei Herrn Strauber.
27:00Es geht ihm immer noch nicht besser.
27:02Ja, wir werden uns alle gedulden mĂŒssen, Frau Bader.
27:05Geduld.
27:05Wissen Sie, was ich glaube?
27:07Lassen Sie mich raten.
27:08Sie liegen falsch.
27:09Ich wusste, dass Sie das sagen wĂŒrden.
27:11Es war ein Fehler, das Antibiotikum abzusetzen.
27:13Ihr ganzer Ansatz ist vollkommen...
27:14Ich bin ja gerne bereit, Ihnen zu erlÀutern,
27:16warum wir eine andere Behandlungsoption gewÀhlt haben.
27:19Aber ich werde das nicht mit Ihnen diskutieren.
27:21Morgen.
27:23Worum geht es hier?
27:23Das wĂŒrde mich auch mal interessieren.
27:25Um Herrn Strauber natĂŒrlich.
27:26Worum sonst?
27:27Sind Sie da sicher?
27:27Ich habe keine Ahnung, wovon Sie sprechen.
27:30Finden Sie eine bessere Lösung
27:31oder ich lasse ihn in eine andere Klinik verlegen.
27:33Das wird nicht nötig sein, Frau Bader.
27:37MĂŒssen Sie die Frau stĂ€ndig provozieren?
27:39Sie provoziert doch mich, nicht umgekehrt.
27:41Das ist doch ganz offensichtlich.
27:42Ja, aber trotzdem.
27:44Auf wessen Seite stehen Sie eigentlich?
27:49Dr. Stein reizt die Bader bis aufs Blut.
27:52Oder Sie ihn.
27:53Er verhÀlt sich komplett ungeschickt,
27:55also harmlos ausgedrĂŒckt.
27:56Sarah, ich lasse mich von dir vor keinen Karn spannen.
27:59Es geht doch hier nicht um mich, Roland.
28:01Was ist, wenn sich sein Zustand verschlechtert
28:03oder noch was viel Schlimmeres passiert?
28:05Du weißt, was das fĂŒr unsere Klinik bedeutet?
28:07Unsere Klinik?
28:08Ja, natĂŒrlich unsere Klinik.
28:09Aber darum geht es doch gar nicht.
28:10Doch, genau darum geht es.
28:14Jetzt lass mich bitte arbeiten.
28:30Danke fĂŒr vorhin.
28:35Wenn Sie so weitermachen,
28:37setzen Sie nicht nur Ihre Karriere aufs Spiel,
28:39sondern auch das, was Ihnen am heiligsten ist.
28:43Das Leben Ihrer Patienten.
28:47Meine GĂŒte, Sie wissen doch,
28:48dass Sie an einem Karpaltunnel-Syndrom leiden.
28:51Sie wissen aber nicht,
28:53ob die Beschwerden bei einer OP wiederkommen werden.
28:56Und was soll ich Ihrer Meinung nach tun?
28:58Das Kind zur Welt bringen und erst dann wieder arbeiten.
29:01Ich muss arbeiten.
29:01Ich bin Chirurin.
29:03Was, wenn beispielsweise bei der anstehenden Tumorresektion
29:06irgendwas schieflÀuft?
29:07Tut es nicht.
29:08Das wÀr's gestern aber beinahe auch.
29:10Sehen Sie sich diesen Tumor in Dauern.
29:12Ohne eine Operation wird dieser Patient sterben.
29:15Es wird doch noch andere Neurochirurgen geben.
29:17Ich weiß, dass ich dem Patienten helfen kann.
29:19Er braucht mich.
29:19Nein.
29:20Er braucht eine Ärztin,
29:22der ihr guten Gewissens
29:23sein Leben anvertrauen kann.
29:28Dr. Peters sagt, sie kann operieren.
29:31Sie ist eine verantwortungsvolle Kollegin.
29:33Aber Roland, ich weiß doch,
29:34wie das am Ende einer Schwangerschaft ist.
29:35Man muss da ordentlich aufs Klo.
29:36Der Bauch ist ĂŒberall im Weg.
29:37Das wird beschwerlich.
29:39Letztlich muss Dr. Peters entscheiden,
29:40was sie kann und was sie nicht kann.
29:43Ja?
29:43Du wolltest mich sprechen.
29:44Nehm bitte Platz.
29:46Es geht um Herrn Strauber.
29:48Sein Zustand ist unverÀndert schlecht.
29:53Ich werde dich und Dr. Weber
29:54bei der weiteren Behandlung unterstĂŒtzen.
29:56Und was denn?
29:57Vertraust du mir nicht?
29:58Doch.
29:59Aber?
30:00Was ist denn das Problem?
30:01Ich werde nicht gerne kontrolliert.
30:03Wirst du doch gar nicht.
30:04Sieht aber so aus.
30:06Mann, das war so klar, dass du umfÀllst.
30:08Mein Gott, ich habe dich gewarnt.
30:09HĂ€ttest du dich etwas diplomatischer
30:11gegenĂŒber Frau Bader verhalten?
30:12Sag mal, siehst du nicht, was sie vorhat?
30:14Sie treibt einen Keil zwischen Schrauber und die Klinik.
30:16Denkst du, das weiß ich nicht.
30:17Darum mache ich doch, dass sie alles.
30:20Du bleibst bei deiner Entscheidung?
30:21Gut, dann ĂŒbernimmst du allein die Behandlung.
30:23Ohne mich.
30:24Und Dr. Weber soll dich dabei unterstĂŒtzen.
30:26Ja, dann ebenso.
30:39Die Narbe sieht sehr gut aus.
30:41Ich habe gehört, du machst Dr. Stein die Hölle heiß.
30:45Ich halte ihn nicht unbedingt fĂŒr eine KoryphĂ€e.
30:47Was soll dieses Ablenkungsmanöver?
30:49Mir geht es doch gar nicht um ihn.
30:51Kann ich mich jetzt wieder anziehen?
30:54Willst du Sarah Marquardt an den Karren fahren,
30:56in dem du die Sachsenklinik angreifst?
30:59Oder Simoni?
31:00Oder beide?
31:01Warum sollte ich?
31:02Damit keiner von beiden Gesundheitsdezernent wird, zum Beispiel.
31:06Wieso sollte mich das interessieren?
31:08Sie kennen dich.
31:09Sie wĂŒrden dich als erstes absehen.
31:12Mir geht es ausschließlich um Herrn Strauber.
31:14Er liegt mir nun mal sehr am Herzen.
31:18Dir liegt niemand am Herzen.
31:21Das wissen wir doch beide.
31:23Wieso musst du immer das Schlechte im Menschen sehen?
31:25Nicht bei allen.
31:34Der Patient ist gleich soweit.
31:38Sie hatten ĂŒbrigens recht.
31:39Eine komplette Resektion ist zwar eine Herausforderung, aber wenn wir...
31:42Wir sagen die OP ab.
31:48Stoppen Sie die Vorbereitung und lassen Sie den Patienten zurĂŒck auf Station bringen.
31:52Was ist denn los?
31:55Ich kann nicht operieren.
32:22Ich kann nicht operieren.
32:33Wahrscheinlich ein neuer Perikarderguss.
32:34Wir machen den Ultraschall.
32:35Das soll ich falsch machen.
32:37Das soll ich falsch machen.
32:41Ganz ruhig, Herr Strauber.
32:43WĂ€hrenddoll mĂŒssen wir eine Perikardfensterung ins Auge passen.
32:46Das sieht gut aus.
32:48Eine neue Ergussbildung.
32:52Hier tut's weh.
32:53Ja, ja, ja.
32:54Das sind zwei gebrochene Rippen.
32:55Oh Gott.
32:56Ich kann ein FalsbruchstĂŒck erkennen.
32:58Wahrscheinlich hat es die Lunge verletzt.
33:00Das ist von der Herzdruckmassage.
33:01Wir machen einen Thorax-CT und dann sofort in den OP sagen Sie Martin Bescheid.
33:05Wenn er Theater macht, schleifen Sie ihn an den Haaren her.
33:08Ich brauche ihn hier.
33:09Jawohl.
33:09Schwester Julia, kommen Sie mal bitte.
33:16Dass du ausgerechnet mich bei der OP dabei haben wolltest...
33:19Das ist ja nicht die beleidigte Leberwurst.
33:21Ich muss hier gar nichts spielen.
33:22Saugen.
33:23Pinzette.
33:27Nein, die anatomische.
33:31Hier ist die Blutungsquelle.
33:33Overhauled.
33:35Migatur vorbereiten.
33:37Es lÀuft und lÀuft.
33:38Wir brauchen mehr Konserven.
33:39Wie geht's ihm?
33:40Er wird zunehmend instabil.
33:41Immer wieder Extrasystolen.
33:43Dann machen Sie was.
33:43Wir brauchen hier noch Zeit.
33:55Hallo Frau Marquardt.
33:56Frau Bader.
33:59Ach, hat Ihnen offenbar doch geklappt, dass Dr. Heilmann sich um Herrn Strauber kĂŒmmert.
34:03Haben wir Ihnen diese Maßnahme zu verdanken?
34:05Das war ganz alleine Dr. Heilmanns Entscheidung.
34:07Bei uns im Haus entscheiden die Ärzte, nur dass Sie das wissen.
34:10Wo Frau Marquardt recht hat, hat sie recht.
34:12Zu Herrn Strauber können Sie noch nicht.
34:15Warum das denn?
34:16Da musste nochmal operiert werden.
34:18Was?
34:19Dann hat Dr. Stein also doch einen Fehler gemacht.
34:22In einer gut gefĂŒhrten Klinik hĂ€tte man schon lĂ€ngst abgelöst.
34:25Also ich sage das jetzt genau noch einmal.
34:27Dr. Stein ist ein hervorragender Arzt.
34:29Und er lag mit seiner Diagnose völlig richtig.
34:31Was ist passiert?
34:32Bei der gestrigen Wiederbelebung sind offenbar zwei Rippen gebrochen.
34:35Also doch.
34:36Das ist eine hÀufige Komplikation bei dieser Intervention.
34:39Richtig.
34:39Und das ist in dem Fall nicht aufgefallen, weil Herr Strauber diesbezĂŒglich keine Beschwerden hatte.
34:44Heute Morgen muss ich ein BruchstĂŒck verschoben haben und das hat die Lunge verletzt.
34:48Die Lunge?
34:49Aufgrund der BlutverdĂŒnnungsmittel, die Herr Strauber einnehmen muss, ist es zu einer starken Blutung gekommen.
34:54Und das Blut hat die Atmung behindert.
34:56Wie ist die OP gelaufen?
34:58Es geht ihm jetzt besser.
34:58Aber er ist noch nicht wach.
35:00Heute Abend können Sie zu ihm.
35:03Kommen Sie, wir trinken einen Kaffee.
35:19Es war richtig, die OP abzusagen.
35:21Glauben Sie mir.
35:24Was soll ich denn jetzt machen?
35:27Zu Hause DĂ€umchen drehen?
35:30Ich brauche die Arbeit.
35:31Ja, natĂŒrlich.
35:35Sie mĂŒssen sich ja ablenken, nicht, dass Sie am Ende noch GefĂŒhle zu Ihrem Baby aufbauen.
35:43Dieses Baby.
35:45Ich verliere die Kontrolle erst ĂŒber meinen Bauch, meine Blase, meine HĂ€nde und wenn ich das so laufen lasse ĂŒber
35:53mein ganzes Leben.
35:55Liebe Frau Kollegin, ein Kontrollverlust kann durchaus etwas Befreiendes haben.
36:02Letztlich ist er oft der Weg zum GlĂŒck.
36:05Woher wollen ausgerechnet Sie das wissen?
36:08Aus unzÀhligen Liebesromanen.
36:15Ja, das Wir war in meinem Leben auch eher ein Versuch.
36:22Aber einem Versuch ist es dennoch wert.
36:27Ja, Jan ist bestimmt ein guter Vater.
36:30Aber ich, ich weiß, wie es ist, wenn man als Kind spĂŒrt, dass man von seiner Mutter nicht genug geliebt
36:40wird.
36:46Mein Platz im Leben ist in der Klinik, im OP.
36:49Okay, ich brauche diese Arbeit. Das ist alles, das ist alles, was ich brauche.
36:58Wenn Ihnen das reicht und Sie damit glĂŒcklich sind.
37:05Wieso selbstverstĂ€ndlich was fĂŒr ein GlĂŒck?
37:08Das ist doch sowieso ein völlig ĂŒberholter Begriff.
37:13Wahrscheinlich.
37:16Aber trotzdem, was wÀre die Alternative?
37:21Keine Ahnung.
37:22Das Leben ist, wie es ist.
37:25Seien Sie nicht immer so pathetisch.
37:31So, Ihre Blutwerte sind gut.
37:33Die EntzĂŒndungsprozesse am Herzen klingen langsam ab.
37:36Jetzt mĂŒssen nur Ihre Rippen wieder fallen.
37:40Ich sollte mich wohl bei Ihnen entschuldigen, Dr. Stein.
37:44Geschenkt.
37:46Danke schön.
37:58Er hasst mich.
38:00Beruht das nicht auf Gegenseitigkeit?
38:02Ich wollte nur das Beste fĂŒr Sie.
38:03Ja, ja, ich weiß, ich weiß.
38:06Wenn man hier so liegt, dann fĂŒhlt man sich irgendwie hilflos.
38:11Sie können sich gar nicht vorstellen, wie gut es tut zu wissen, dass da jemand ist, der sich um einen
38:16kĂŒmmert.
38:17Glauben Sie mir, ich weiß genau, wie das ist.
38:20Dankeschön.
38:21DafĂŒr wird Frau Marquardt die nĂ€chstbeste Gelegenheit nutzen, mir meinen Misstrauen gegen die Sachsenklinik heimzuzahlen.
38:25Ja, ich habe ja Simoni prÀferiert.
38:29Ich muss deswegen nochmal mit ihm reden.
38:33Also ich fĂŒrchte, weder Frau Marquardt noch Professor Simoni werden mich als Assistentin im Dezernat halten wollen.
38:39Frau Bader, ich habe Ihnen doch was versprochen.
38:43Machen Sie sich keine Sorgen.
38:45Das ist leicht gesagt.
38:48Wenn wir wenigstens einen anderen Kandidaten hÀtten.
38:51Ein aussichtsreicher.
38:52Ja, das wĂ€re natĂŒrlich die Lösung.
38:55Ich wĂŒsste da vielleicht jemanden.
38:58So.
39:00Aber der ist schwer durchsetzbar.
39:09Liebe Frau Bader, also nichts fĂŒr ungut, aber ich glaube, das kriegt man nicht durch.
39:18Ich verstehe.
39:23So eine zweite Chance gilt nicht fĂŒr jede Position.
39:36Die Kassenabrechnung mache ich heute Abend zu Hause fertig.
39:41Danke fĂŒr die SchĂŒtzenhilfe.
39:43Gegen die Bader haben wir doch eigentlich immer ganz gut zusammengehalten, ne?
39:46Ja, gegen so manchen Gegner.
39:49Das hat immer bestens funktioniert.
39:51Meistens.
39:52Ich bin dann weg.
39:54Der Termin im Rathaus, der ist morgen, oder?
39:58Morgen frĂŒh.
39:58Ich wĂŒnsche dir viel GlĂŒck.
40:00Oh.
40:01Obwohl Simoni eigentlich dein Lieblingskandidat ist.
40:03Ja, ist er.
40:04Aber wenn dir dieser Karriereschritt so viel bedeutet, will ich dir nicht im Weg stehen.
40:08Danke.
40:10Naja, ich meine, bei so vielen Bewerbungen, da wird ja bestimmt auch ein geeigneter Nachfolger dabei sein.
40:14Dutzende.
40:18Wir haben so viel gestritten und uns versöhnt und so viel miteinander erlebt.
40:24Aber ĂŒber kurz oder lang ist eben doch jeder ersetzbar, ne?
40:28Trotzdem kann ich mir ĂŒberhaupt nicht vorstellen,
40:30dass da nebenan jemand Fremdes an deinem Schreibtisch sitzt.
40:35Das armselig habe ich nicht so gemeint.
40:38Geschenkt.
40:40Deine Entscheidung hast du immer im Sinne der Sachsenklinik getroffen.
41:00Das dauert und dauert.
41:06Jetzt schon anderthalb Stunden.
41:09Warum lassen die uns so lange warten?
41:12Das werden wir schon noch erfahren.
41:14Es geht immerhin um die Berufung zum Gesundheitsdezernenten.
41:18Ach, das ist jetzt sowieso alles egal.
41:20Sie haben gewonnen.
41:22Hast du denn gewonnen?
41:24Ich werde meine Bewerbung zurĂŒckziehen.
41:27Was denn jetzt auf den letzten Metern?
41:29Können Sie einfach aufgeben?
41:30Ja.
41:32Ich gehöre in die Sachsenklinik.
41:34Ich bin da noch lange nicht fertig.
41:38Was machen Sie beide denn noch hier?
41:41Na ja, heute soll doch die Ernennung stattfinden.
41:44So viel ich weiß,
41:44hat die Kommission sich fĂŒr einen anderen Kandidaten entschieden.
41:47Das haben Sie gewusst.
41:48Das habe ich ĂŒberhaupt nicht gewusst.
41:50Es wird gleich eine Pressekonferenz geben.
41:53Wenn Sie so lange warten wollen.
41:58Kommen Sie bitte, Frau Gesundheitsdezernentin.
42:00Ja.
42:12Es ist noch nicht abzusehen,
42:14was es fĂŒr die Klinik bedeutet.
42:15Jedenfalls ist es keine gute Nachricht.
42:17Das gibt es doch nicht.
42:19Und Sarah mag was?
42:20Bleibt uns erhalten.
42:21Dann wird sie aber einen Monat lang
42:23ihre schlechte Laune an dir auslassen.
42:24Von mir aus gerne.
42:27Dr. Peters wird ĂŒbrigens bis zur Geburt Ihres Kindes
42:29nicht mehr im OP stehen.
42:30Das wird ihr nicht leicht fallen.
42:31Nein, das ist aber durchaus vernĂŒnftig.
42:33Ich die Post habe.
42:36Kannst du ihm die frohe Botschaft ĂŒberbringen,
42:37oder soll ich?
42:39Sarah bleibt Verwaltungschefin.
42:43Was ist die frohe Botschaft?
42:44Das ist sie.
42:45Na gut, wenn Sarah mag,
42:47weil das nicht geworden ist,
42:48dann ist es wahrscheinlich...
42:49Vera?
42:49Bader.
42:51Und dann weißt du ja jetzt auch,
42:53worauf sie ist die ganze Zeit
42:54abgesehen hatte.
42:55Dann bist du immer noch beleidigt.
42:57Ich habe nur versucht zu deeskalieren.
43:00Nimm mir einen,
43:01der an meiner Stelle nicht sauer wÀre.
43:02Katrin.
43:03Oh, lass mich da bitte raus, ja?
43:05Also was, was willst du?
43:07Eine Entschuldigung wÀre ein Anfang.
43:09WofĂŒr?
43:09Ich habe nicht eine Sekunde
43:10an deiner Kompetenz gezweifelt,
43:11auch nicht an deiner Diagnose.
43:19Entschuldigung, angenommen.
43:21Können wir jetzt was essen gehen?
43:25Und das war halt so schwer.
43:27Ja, weil du immer so eine große Sache
43:28draußen machst.
43:29Jetzt fÀngst du schon wieder
43:30mit der Streiterei an.
43:31Leute!
43:32ĐŒĐŸĐ¶Đ”ŃˆŃŒ mehr mich da levant su Jesus box
43:34TschĂŒss!
43:35TschĂŒss!
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