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Transkript
00:20Love Is Enough
00:50Also nicht, dass du denkst, ich wÀre so eine, die mit jedem aus der Bahn mitgeht.
00:55Keine Sorge. Ich bin ja mit dir mitgegangen.
01:01Also, eigentlich bist du die reine Unschuld.
01:05Ja, ich bin ja mit dir mitgegangen, nicht du mit mir.
01:08Stimmt, ich bin die reine Unschuld.
01:15Du, ich muss nur mal kurz ins Bad. Machst dir ja schon mal gemĂŒtlich.
01:21Gut.
01:25Ich bin ja mit dir.
02:03Mist.
02:04Gut, dann gehe ich in die Bibliothek und bringe dir die morgen mit.
02:07Ich kann das auch machen.
02:08Ja, dann mach ich schon.
02:09Wie lange wollt ihr das eigentlich noch durchhalten?
02:12Ja, das hier jeden Abend bis an die Nacht an meinem Bett steht.
02:15Stört dich das?
02:16Mama, ich hatte einen Autounfall.
02:18Und das hier wird wohl noch eine Weile dauern.
02:21Und wir mĂŒssen uns unsere KrĂ€fte einteilen, oder?
02:24Ja, das ist doch nicht.
02:32Das ist eine alberne Macke von mir.
02:33Wie viele sind denn das?
02:3534.
02:36Ich wĂŒnsche mir jedes Jahr zum Geburtstag genau ein PlĂŒschtier und so wĂ€chst der Zoo.
02:44Du, Àhm, wÀrst du sehr enttÀuscht, wenn wir jetzt nicht miteinander schlafen?
02:56Nein.
02:57Ist okay.
03:00Gehst du jetzt?
03:00Na, du willst ja jetzt sicher lieber alleine sein.
03:04Ich hab dich in der Bar angesprochen, weil du so einsam aussahst.
03:07Ach, das hast du gesehen.
03:11Damit kenne ich mich aus.
03:15Du kannst ruhig bleiben.
03:16Ich mach uns einen Tee, okay?
03:34Das ist schon merkwĂŒrdig.
03:37Was?
03:39Dass erst sowas passieren musste, damit ich meinem Sohn wieder nÀher komme.
03:44Da seid ihr nicht die einzigen.
03:48Moritz scheint damit zu begreifen, dass das alles ein bisschen lÀnger geworden wird.
03:52Morgen ist die letzte OP und dann...
03:54Morgen wird er erstmal seine Fixateure los.
03:57Dann beginnen wir so schnell wie möglich mit der Mobilisierung.
04:02Wenn er sich erstmal wieder bewegen kann,
04:05dann sieht die Welt fĂŒr ihn gleich wieder optimistisch aus.
04:08Ich werd ihm dabei helfen.
04:11Ich werd jeden Tag fĂŒr ihn da sein.
04:17Meine UnterstĂŒtzung hörst du.
04:20Hm.
04:49Guten Morgen.
04:52Guten Morgen.
04:55Da wollte ich dir gestern mein ganzes Leben erzÀhlen,
04:57aber du bist schon wÀhrend meiner Einschulung eingeschlafen.
05:00Entschuldigung.
05:02Wie spÀt ist das?
05:04Um acht.
05:06Mist.
05:06Ich muss los.
05:08Ohne Kaffee?
05:10Ja.
05:10Ohne Kaffee.
05:11Tut mir leid.
05:14Woher musst du denn hin?
05:16In die Klinik.
05:17Warum?
05:18Ich bin Arzt.
05:20Echt?
05:21Wo denn?
05:22Sachsenklinik.
05:24Ja, und wie heißt du?
05:25Martin?
05:27Das weiß ich.
05:28Und weiter?
05:29Stein.
05:32Die Fixateure werden entfernt.
05:34Und die Frakturen mit einem Marknagel versorgt.
05:37Schau.
05:39Wie kommt der Nagel da rein?
05:41Mit einem Hammer oder was?
05:42Naja, nein.
05:43Also, wie beim Dachdecker ist das nicht.
05:45Aber damit kann ich bald wieder laufen.
05:48Sobald die Fixateure entfernt sind,
05:49können wir mit der Mobilisierung beginnen, ja.
05:51Aber mein Schatz,
05:53das wird eine ganze Weile dauern.
05:54Du hast dir beide Beine gebrochen.
05:57Wie lange?
06:00Das kann man so allgemein gar nicht sagen.
06:02Das hĂ€ngt auch vom Verlauf ab, weißt du?
06:04Mama.
06:08Morgen.
06:09Morgen.
06:10Mama, will mir nicht sagen,
06:11wie lange das dauert,
06:12bis ich wieder fit bin
06:13mit diesen langen NĂ€geln in meinen Knochen.
06:17Ist doch ganz egal, wie lange das dauert.
06:20Hauptsache, du wirst wieder völlig gesund.
06:22Außerdem werde ich jeden Tag fĂŒr dich da sein.
06:24Dir wird schon nicht langweilig.
06:26Heißt, dass du kommst mit nach MĂŒnchen?
06:28Wieso?
06:28Moritz kann doch auch in Leipzig bleiben.
06:30Nein, kann er nicht.
06:31NatĂŒrlich geht das.
06:31Alexander, bitte.
06:32Bitte, Moment.
06:33Entschuldigung.
06:34Könnt ihr euch bitte spĂ€ter ĂŒber mich streiten?
06:37Ich werde gleich repariert.
06:40Entschuldige.
06:46Hallo.
06:56Guten Morgen.
06:57Guten Morgen.
07:02Wenn ich Ihnen irgendwie behilflich sein kann,
07:04lassen Sie es mich unbedingt wissen.
07:06Ja, ich suche Martin.
07:08Also, Doktor Stein.
07:10Naja, das war ja klar.
07:12Doktor Stein, bitte ĂŒbernehmen Sie.
07:17Entschuldige.
07:17Entschuldige, dass ich hier einfach so aufrausche, aber ich wollte...
07:19Kommst du bitte mal mit?
07:20Ja, kommst du bitte mal mit?
07:21Aufrauschen.
07:22Ich rausche auf, du rauscht auf, ihr, sie, es, rauschen auf.
07:27Ihr rauscht auf, sie, rauschen ab.
07:31Die Oberschwester ist in der Elternzeit und Schwester Ulrike, ihre Vertretung ist krank.
07:35Sie sehen, es ist also genug zu tun.
07:36Oh, damit habe ich kein Problem.
07:38Im Gegenteil, ich habe lieber zu viel zu tun als zu wenig.
07:40In der Klinik, in der ich zwischendurch gearbeitet...
07:44Entschuldigung, ich rede manchmal etwas viel.
07:45Das wÀre mir jetzt gar nicht aufgefallen.
07:47Also willkommen zurĂŒck, Schwester Miriam und viel Erfolg an Ihrem ersten Arbeitstag.
07:51Guten Morgen.
07:52Guten Morgen.
07:53Guten Morgen.
07:53Ja, komm, zwei Kaffee bitte.
08:03Ich musste mal auf die Station.
08:04Ja, ich muss auch wieder zur Arbeit.
08:06Deswegen habe ich nicht mit dir geschlafen.
08:08Es ist mir wichtig, dass du das weißt.
08:09Das war kein Spiel oder Taktik oder...
08:11Beide Brusten?
08:14Ja, aber vor allem die linke.
08:16Und hast du dir denn die Brusten machen lassen?
08:20Ja, keine Sorge, er ist taub.
08:30Bitte schön.
08:36Ich habe mir die BrĂŒste machen lassen bei Udo, mein Manager...
08:39Wahrscheinlich liegt es an den Implantaten, aber das klÀren wir jetzt ab.
08:44Das heißt?
08:45Wir machen einen Ultraschall.
08:46Ich soll hierbleiben?
08:48Naja, wir untersuchen dich erstmal.
08:50Ich hasse KrankenhÀuser.
08:52Aber du bist doch auch hergekommen.
08:54Ja, wegen dir.
08:56Nee, du hattest Schmerzen.
08:59Als du gestern in meinen Armen eingeschlafen bist.
09:02Okay, anfangs dachte ich prima.
09:05Aber dann...
09:06Bei der Einschulung hattest du keine SchneidezĂ€hne, dafĂŒr heftige Ohrenschmerzen.
09:16Ultraschall.
09:24Wie lange wird es noch dauern?
09:27Der Nagel ist drin, ich fange jetzt an zu verriegeln.
09:31Dann Wundverschluss, Kittelwechsel, frisch abdecken und dann die zweite Seite.
09:36Etwa eine Stunde?
09:37Eher anderthalb bis zwei.
09:39Warum?
09:41Mir gefÀllt das alles nicht.
09:42Sein Blutdruck schwankt.
09:43Er hat immer wieder Extrasystolen.
09:48Er hat bei dem Unfall ein heftiges Thorax-Trauma erlitten.
09:51Der Zusammenhang ist nicht zwingend, aber auch nicht auszuschließen.
09:54Das kann gut sein.
09:55Aber er hat sich gerade erst von dem Blutverlust erholt.
09:58Und jetzt?
10:00Ich wĂŒrde lieber abbrechen, sobald das Bein fertig ist und die andere Seite verschieben.
10:08Das ist keine lebensnotwendige Operation.
10:10Mir ist das Risiko einfach zu hoch.
10:13Gut, dann belassen wir es bei einem Bein.
10:16Aber es wird dem Patienten nicht gefallen.
10:18Ein, zwei Wochen lÀnger im Fixateur, das schafft er auch noch.
10:22Ich erklÀre es ihm.
10:24Wir sind ein Heerkrankenhaus.
10:27Herr Brenner ist Medizinstudent im letzten Ausbildungsjahr.
10:30Ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass er den Ultraschall macht.
10:35Klar.
10:36Habt ihr bestimmt nicht so oft hier, oder?
10:41Und was glauben Sie, was ich beruflich mache?
10:44Das ist es nicht.
10:46Was ist es dann?
10:48Ich bin Model fĂŒr Kataloge.
10:50Spezialgebiet, DĂŒrne, Trachten, Brautmoden.
10:52Und da brauchen wir es nun mal.
10:53Warten Sie.
10:54Hier.
10:55Wie ich es mir gedacht hatte.
10:57Das Implantat ist unnicht.
10:58Machen Sie weiter die andere Seite, bitte.
11:00Aber das kann nicht sein.
11:01Die haben mir damals gesagt, dass die Dinger niemals...
11:03Ich weiß ja nicht, welches Implantat hier eingesetzt wurde.
11:05Aber die Haltbarkeit ist immer begrenzt.
11:08Das werden Sie dir wahrscheinlich so deutlich nicht gesagt haben.
11:12Sehen Sie hier auch.
11:16Scheiße.
11:19Ja, und jetzt?
11:21Ja, die Implantate mĂŒssen entfernt werden.
11:24Was, niemals? Das geht nicht.
11:26Das muss aber gehen.
11:27Nein, ich hab Fototermine.
11:29Auslaufendes Silikon kann deinem Körper erheblichen Schaden zufĂŒgen.
11:33Und das umliegende Gewebe wird sich auch schon entzĂŒndet haben.
11:36Aber...
11:37Ja, hier.
11:37Die Lymphknoten sind deutlich angeschwommen.
11:40Ja.
11:41Wir nehmen Frau MĂŒller stationĂ€r auf.
11:44Einverstanden?
11:49Ja.
11:51Ich hab mir alle Bilder und Befunde ansehen dĂŒrfen.
11:54Wenn es gut lÀuft, ist Moritz in einem Jahr wieder ganz fit.
11:57Eher wohl nicht.
11:59Das ist die rein physische Seite.
12:01Aber wir mĂŒssen auch an seine Psyche denken.
12:03Er braucht sein Umfeld, seine Freunde, die Schule.
12:06Und er braucht jemanden, der Zeit fĂŒr ihn hat.
12:09Die hast du nicht.
12:10Richtig.
12:11Aber ich.
12:12Deshalb bin ich ja dafĂŒr, dass Moritz in Leipzig bleibt.
12:15Leipzig, MĂŒnchen.
12:16Mit dem Flieger ist das eine Stunde.
12:17Mit Auto oder Zug vier bis fĂŒnf.
12:19Wo ist da das Problem?
12:20Na, ja.
12:21Du nimmst dir eine kleine Wohnung in unserer NĂ€he
12:23und dann kannst du bei ihm sein, wann immer du willst.
12:26Aber...
12:26So sind wir beide fĂŒr ihn da.
12:28Aber er braucht auch seine Freunde.
12:31Alexander, das ist enorm wichtig.
12:32Er darf uns jetzt nicht noch in eine Depression rutschen.
12:38Gut.
12:39MĂŒnchen.
12:42Und?
12:43Es geht ihm soweit gut.
12:46Wir konnten allerdings nur einen Fixateur entfernen
12:48wegen einer Herzrhythmusstörung.
12:51Können wir tun?
12:52Ja.
12:56NatĂŒrlich.
13:00Wir verklagen diesen Pfuscher.
13:03Martin sagt, sowas kann passieren nach zehn Jahren.
13:06Martin?
13:06Wer ist Martin?
13:08Ein Arzt.
13:10Ach.
13:10Und woher kennst du den?
13:14Ich hab ihn gestern Abend kennengelernt.
13:16Und hast mit ihm geschlafen?
13:18Nein.
13:20Es wĂ€r außerdem nicht gegangen bei den Schmerzen.
13:22Klar.
13:23Ihr habt einfach nur gekuschelt.
13:25Ja.
13:27Und er ist in meinen Arm eingeschlafen.
13:30Udo, ich glaub, der fĂŒhlt sich richtig wohl bei mir.
13:33Die Nummer ist gelaufen.
13:36Ja.
13:36Ich hab mich total verknallt.
13:38Ja, prima.
13:39Und der will dich jetzt natĂŒrlich sofort operieren.
13:42Ja, weil er sagt, das ist Silikon.
13:44Sophia, Hase.
13:45Das find ich ja auch richtig.
13:47Aber erst in drei Wochen.
13:49Bis der neue Landmodekatalog durchfotografiert ist.
13:52Dann haben wir Zeit dafĂŒr.
13:53Udo, ich hab Schmerzen.
13:55Ja, dagegen gibt's was.
13:57Bestimmt auch was Homöopathisches.
14:00Ich red mal mit deinem Super-Doc.
14:02Wie heißt denn der richtig?
14:04Dr. Stein.
14:07Dr. Martin Stein.
14:12Drei Wochen.
14:15Okay.
14:17Du redest mit ihm?
14:18Das mach ich.
14:29Warum ist das Ding noch dran?
14:32Reg dich nicht auf, mein Schatz.
14:33Es ist alles gut.
14:34Nein, du...
14:35Du hast gesagt, dass du das heute abbehandeln wĂŒrdest.
14:38Ja, aber...
14:40Es gab leichte Komplikationen wÀhrend der OP.
14:43Und...
14:43DarĂŒber reden wir spĂ€ter.
14:53Miss Sachsen.
14:56Neidisch?
15:02Da hatte sie noch ganz normale BrĂŒste.
15:04Ja, mein Wissen, Alter.
15:06Wachsen eben nur noch die FĂŒĂŸe und die Ohren.
15:14Miss Sachsen.
15:16Also nicht, dass Sie jetzt denken, dass wir...
15:17Ich denke ĂŒberhaupt nichts.
15:18Und Sie doch auch nicht, oder?
15:20Frau MĂŒller kann um 15 Uhr operiert werden.
15:23Gut.
15:23Wollen Sie mir assistieren?
15:25Gerne.
15:26Gut.
15:26Dann bereiten Sie die Patientin vor.
15:28Jawohl.
15:30Herr Dr. Stein?
15:31Ja?
15:32Karlsson, ich bin der Manager von Frau MĂŒller.
15:34Haben Sie mal einen Augenblick?
15:36Gerne.
15:38Kommen Sie.
15:42Wahrscheinlich hat er ihr die großen BrĂŒste eingeredet.
15:47Der Landmodekatalog ist in diesem Jahr Ihr Hauptauftrag.
15:49Und die EntzĂŒndung in Frau MĂŒllers linker Brust ist bereits fortgeschritten.
15:53Bitte Sie, wir reden hier von drei Wochen.
15:55Ich kann das aber nicht verantworten.
15:56Herr Dr. Stein, ich weiß ja, dass Sie sich, Sophia, besonders verbunden fĂŒhlen, aber...
16:01Das ist eine rein medizinische Frage und da lasse ich ĂŒberhaupt nicht mit mir diskutieren.
16:06Gut, dann beenden wir das hier.
16:07Frau MĂŒller hat sich ja bereits entschieden.
16:08Sie hatte mich nur gebeten, es Ihnen mitzuteilen.
16:12Wenn Sie wirklich freiwillig entlassen werden möchte, dann muss sie mir eine ErklÀrung unterschreiben.
16:16Und dann kann Sie gehen.
16:18Gut.
16:19Aber ich werde Sie noch ĂŒber die Risiken aufklĂ€ren.
16:21Da bin ich dabei.
16:22Nein, das sind Sie nicht.
16:23Das ist ein vertrauliches Arzt-Patienten-GesprÀch.
16:26Gehen wir Sie doch fragen?
16:31Sie hat schon mal bereut, eine wichtige Entscheidung ohne mich getroffen zu haben.
16:36Na gut, dann kommen Sie.
16:38Mein Vorschlag.
16:41Ach mein Schatz, ich weiß, ein Jahr ist furchtbar lang.
16:45Und wie lange bleibt das jetzt noch so?
16:49Maximal zwei Wochen.
16:52Das heißt, ich liege jetzt hier noch zwei Wochen rum und werde dann nochmal operiert.
16:58Ja.
17:00Geh ran.
17:02Moritz, du hattest wÀhrend der OP schwere Herzrhythmusstörungen.
17:06Das ist gefÀhrlich.
17:07Ich bin sehr dankbar, dass Frau Dr. Globisch so entschieden hat.
17:09Geh endlich ans Telefon.
17:10Ist bestimmt deine Klinik.
17:12Moritz, Schatz.
17:13Es ist doch immer deine Klinik.
17:14Ich bin sehr dankbar, dass du dich in der OP schwere Herzrhythmusstörungen hast.
17:19Weber?
17:21Ja.
17:25Das darf doch alles nicht wahr sein.
17:31Nach der Entnahme der alten Implantate können mir also wieder neue eingesetzt werden.
17:34Wenn es keine Komplikationen gibt, ja.
17:37Und wie lange falle ich da aus?
17:38Nach etwa einer Woche werden die FĂ€den gezogen, aber den Kompressionsverband, den soll die
17:42so...
17:42Gut, dann verschieben wir das Shooting um eine Woche.
17:45Ich kann auch heute noch operiert werden, oder?
17:47So war es geplant, ja.
17:48Sophia, wenn ich der Agentur sage, dass der Termin verschoben werden muss, dann nehmen
17:52die sofort eine andere.
17:53Ja, das wirst du ja wohl abwenden können.
17:55WofĂŒr bezahle ich dich, hm?
17:57Gut, dann ziehe ich mich mal wieder um.
18:03Hey, Herr Carlsen, hm?
18:15Bist du eigentlich immer noch so ein Bastelfreak?
18:17Hm?
18:18Na ja, vielleicht können wir das Ding da als Antenne verwenden.
18:21Um mich fernzusteuern, oder was?
18:26Ich komme ĂŒbrigens mit nach MĂŒnchen.
18:29Was?
18:31Ich werde mir in eurer NĂ€he eine kleine Wohnung suchen und werde dir jeden Tag auf die Nerven gehen.
18:36Aber du hast MĂŒnchen.
18:39Stimmt.
18:42Das tut man nicht alles fĂŒr seinen Sohn.
18:45Ist jetzt nicht viel.
18:49Das wird sich Àndern.
18:53Wo ist deine Mutter eigentlich hin?
18:54Mit ihrer Klinik telefonieren.
18:56Das kann dauern.
18:58Ja.
19:04Das ist ein Fleck.
19:07Witzig.
19:15Wie lÀuft denn so Ihr praktisches Jahr?
19:18Danke.
19:19Sehr gut.
19:20Auf Station darf ich schon sehr viel selber machen.
19:22Hm.
19:23Auf Station.
19:25Dann ĂŒbernehmen Sie doch mal.
19:28Ehrlich?
19:30Ja, bitte.
19:32Danke.
19:33Entfernen Sie das Implantat.
19:37Ja.
19:38Ja.
19:39Ja, richtig reingreifen.
19:41Nicht so zagreifen.
19:41Mit beiden HĂ€nden.
19:45So.
19:47Bitte nicht gleich entsorgen.
19:49Ich will mir das Implantat nochmal anschauen.
19:51So.
19:52Ich inspiziere jetzt die Wundhöhle.
19:58Was ist?
19:59Eine VerhÀrtung.
20:02Darf ich mal?
20:06Könnte eine Kapselfibrose sein.
20:10Hat man die nicht im Ultraschall gesehen?
20:13Könnte eine Überlagerung.
20:15Die Implantat sein.
20:16Das war sehr viel FlĂŒssigkeit.
20:18Deutlich entzĂŒndlich.
20:20Deshalb die Lymphknotenschwellung.
20:23Also?
20:24Ja, unter den UmstÀnden können wir keine neuen Implantate einsetzen.
20:27Richtig.
20:28Und?
20:29Wir könnten allerdings eine Bruststraffung machen.
20:32Ohne Implantate.
20:34Vielleicht mit Eigengewebe.
20:36Medizinisch richtig, juristisch falsch.
20:38FĂŒr so eine Maßnahme muss die Patientin ihre Einwilligung.
20:42Also Abstrich und Versorgung und Abwarten.
20:45Sehr gut.
20:55Du willst nach MĂŒnchen ziehen?
20:57Nein, nein.
20:58Das kann man so nicht sagen.
20:59Du willst dir eine Wohnung in der NĂ€he deiner Ex nehmen,
21:02damit du jeden Tag bei Moritz sein kannst.
21:04Was habe ich daran bitte falsch verstanden?
21:05Ich ziehe nicht nach MĂŒnchen.
21:07Ich bin auch nicht in der NĂ€he von Maria.
21:10Sondern?
21:11Ich bin einfach mal ein Jahr fĂŒr meinen Sohn da,
21:13der da unten in seinem Bett liegt und heult.
21:16Aber ich bin davon ausgegangen,
21:18dass wir beide das hier in Leipzig auch gut hinkriegen.
21:22Das wĂŒrden wir auch, ja.
21:24Aber in einem Punkt hat Maria recht.
21:28Womit?
21:29Moritz braucht auch seine Kumpels.
21:30Und die Schule.
21:32Bei Moritz das?
21:33Oder wollt ihr das?
21:35Maria hat außerdem sowieso nicht wirklich Zeit fĂŒr ihn.
21:38Gerade vorhin hat sie einen Anruf gekriegt aus ihrer Klinik
21:40und dann war sie zwei Stunden beschÀftigt.
21:42Aber Schatz, das spricht doch erst recht dafĂŒr,
21:44dass Moritz hier bei uns in Leipzig bleibt und deine Ex pendelt.
21:51Du hast die Sache schon beschlossen.
21:55Ich habe es Moritz zugesagt, ja.
21:59Also hast du das ohne mich beschlossen?
22:03Katrin, bitte, lass uns das doch in Ruhe auf dem Nachhauseweg.
22:06Geh schon mal vor.
22:07Ich habe noch zu tun.
22:14Es tut mir leid, dass ich dir nichts anderes sagen kann.
22:21Aber so kann es doch nicht bleiben.
22:24Wird es auch nicht.
22:26Die beste Möglichkeit ist eine Bruststraffung.
22:29Wir bringen deine BrĂŒste wieder in ihre frĂŒhere Form.
22:32Alles wird schön.
22:35Nur kleiner.
22:37Du hast mir versprochen,
22:39dass mir neue Implantate eingesetzt werden.
22:41Ja, aber es ging beim besten Willen nicht.
22:44Die EntzĂŒndung war viel ausgeprĂ€gter,
22:46als ich es erwartet hatte.
22:48Dann hattest du noch eine Kapselfibrose und...
22:59Sophie, ich...
23:00Ich weiß, was das fĂŒr dich bedeutet
23:02und es tut mir wirklich sehr leid.
23:24Aber ich habe deinen Vater gerade mĂŒhsam von MĂŒnchen ĂŒberzeugt.
23:28Ja, aber ich will das nicht.
23:31Und warum nicht?
23:32Naja, er fĂŒhlt sich in MĂŒnchen nicht wohl
23:35und ich komme auch gut in Leipzig klar.
23:38Das ist ja rĂŒhrend,
23:39wie du dich um deinen Vater sorgst,
23:40der sich um dich nie gekĂŒmmert hat.
23:44Gut.
23:45Du entscheidest.
23:47Ja.
23:47Das mache ich.
23:51Ja.
24:16Das mache ich.
24:22Ich habe Fotos von Ihnen gesehen.
24:24Als Miss Sachsen.
24:27Da hatten sie noch ganz natĂŒrliche BrĂŒste.
24:30Und die waren sehr schön.
24:35Das ist lange her.
24:38Zwei Mal.
24:41Das wird wieder.
24:45Danke.
24:47Ich komme alleine klar.
24:50Das bin ich schon immer.
24:52Aber der Verband,
24:55der bleibt dran.
24:57Ja.
25:12Das hast du ja wieder prima hingekriegt.
25:16Wovon sprichst du?
25:18In MĂŒnchen fĂŒhlt er sich nicht wohl
25:19und ich komme auch in Leipzig klar.
25:21Sag das Moritz.
25:22Weil du ihn unter Druck gesetzt hast.
25:24Das redest du dir ein, wie immer.
25:25Das rede ich mir nicht ein.
25:26Das hat er gerade genauso zu mir gesagt.
25:28Langsam frage ich mich,
25:29ob es dir wirklich um das Wohl unseres Sohnes geht oder...
25:31Oder was?
25:32Ob du einfach nur am Ende wieder Recht haben willst.
25:35Was du ja immer willst.
25:36Jetzt redest du aber von dir,
25:38mein Lieber.
25:42Ja.
25:56Das hat ja wunderbar geklappt.
26:00Hat dich dein Martin operiert?
26:04Ja, und was sagt er nun?
26:07Er redet mir dringend von neuen Implantaten ab.
26:10Das hat er doch gar nicht zu entscheiden.
26:13Aber er hat ganz gute Argumente.
26:19Und wenn du dich immer so verliebst.
26:21Und wenn ich auf die Oberweite verzichte
26:24und ein bisschen mehr aus meinem Gesicht mache.
26:27Hase,
26:28du bist 34
26:29und dein Markenzeichen waren nie
26:32deine sĂŒĂŸen KrĂŒppchen.
26:34Witzig.
26:35Ja, so bin ich.
26:37Und jetzt?
26:38Dein Super Martin
26:40muss dich eben wieder vollkommen herstellen.
26:41mit Implantaten.
26:43Dazu ist er verpflichtet.
26:45Nur unter der Voraussetzung
26:47hast du in die OP eingewilligt.
26:48Das kann ich bezeugen.
26:50Ja.
26:52Soll ich...
26:52Nein.
26:54Ich kriege das schon alleine.
26:57Ach, Sophia.
27:01Tut mir leid, wie in gestern.
27:04Schon gut.
27:05Von Genies beschimpft zu werden
27:07ist Bestandteil meines zwielichtigen Berufs.
27:12Gestern hat mich ĂŒbrigens Maria
27:13noch ordentlich beschimpft.
27:16Tja,
27:17da hast du sie nur
27:17mit deinen beiden Frauen verscherzt.
27:19Zu viel MitgefĂŒhl.
27:21Danke.
27:22Bitte.
27:24RĂ€umst du ab?
27:25Ich muss los.
27:28Auch wenn es in unserer Beziehung
27:29gerade schwer kriselt,
27:31das kriege ich hin.
27:33Denk ja nicht,
27:33dass du mich so rumkriegst.
27:35Wie lange gedenkst du denn zu schmollen?
27:37Ein Jahr?
27:39Das ist lang.
27:40Kein Problem.
27:41Du bist doch das Jahr in MĂŒnchen.
27:43Deine Entscheidung.
28:02Ich bin ein GlĂŒckskind.
28:04So viel steht fest.
28:07Sophia, ich hab dir schon erklÀrt,
28:08dass das fĂŒr deine Gesundheit
28:09extrem gefÀhrlich ist.
28:11Du musst Geduld haben.
28:12Die Wunden mĂŒssen erst einmal verheilen.
28:14Aber du hast mir vor der OP
28:15fest zugesichert,
28:16dass nach der Entnahme
28:16der alten Implantate
28:17wieder neue eingesetzt werden.
28:19Ja.
28:20Also dann.
28:21Aber nur,
28:22wenn es keine Komplikationen gibt.
28:23Und die hat es gegeben.
28:25Ja, aber das hÀtte man
28:26noch vorher alles sehen mĂŒssen.
28:27Das Ausmaß wurde erst
28:29wÀhrend der OP deutlich.
28:30Und leider ist keine Operation
28:32ohne Risiko.
28:34Bekomme ich jetzt neue Implantate?
28:36Nein.
28:37Ich unterschreibe auch alles.
28:39Und ĂŒbernehme jegliche
28:40Verantwortung dafĂŒr, bitte.
28:41Aber ich nicht.
28:42Und du wirst auch
28:43keinen anderen Arzt finden,
28:44der das in dieser Situation macht.
28:48Wir können.
28:56eine Minute.
29:00Hören Sie bitte schon vor?
29:05DafĂŒr kann eine
29:06unausstehliche Zicke sein.
29:08Das ist sie aber nur deswegen,
29:10weil sie panische Angst hat,
29:11ihren Job zu verlieren
29:12und wieder abzusteigen.
29:13Herr Karlsson,
29:14wenn Sie mich dauernd unterbrechen,
29:15dauert es lÀnger als eine Minute.
29:18Na gut.
29:19Als ich Sophia kennenlernte,
29:20war sie eine ehemalige Miss Sachsen.
29:22Sie dachte,
29:23sie wird berĂŒhmt,
29:23hat ihre Ausbildung geschmissen
29:24und nach dem Supermarkt
29:25die Regale aufgefĂŒllt.
29:27Übergangsweise,
29:27dachte sie.
29:28Um ĂŒberhaupt irgendwie
29:30besonders zu sein,
29:31wollte sie sich dann
29:32von Kopf bis Fuß
29:32tÀtowieren lassen.
29:33Kommen Sie bitte mal zum Punkt.
29:34Aber jetzt,
29:35jetzt ist sie wer
29:36und sie will es auch bleiben.
29:38Ach, und das verdankt sie
29:39alles ihren kĂŒnstlichen BrĂŒsten.
29:40Sie sind ein Top-Chirurg.
29:42Dazu braucht man ein gutes Auge
29:43und eine ruhige Hand.
29:45Und Sophia ist ein
29:46top gebuchtes Model.
29:47Dazu braucht sie ihre BrĂŒste.
29:49DarĂŒber kann man jetzt lĂ€stern,
29:51aber das wÀre ein bisschen zu einfach.
29:52Jeder Job
29:53hat seine Voraussetzungen.
29:54Aber das spielt jetzt
29:55ĂŒberhaupt keine Rolle.
29:56Sie mĂŒssen ein weiteres
29:57Implantat verhindern.
29:59Das ist ihre Verantwortung.
30:01Sie waren doch
30:02in ihrer Wohnung.
30:04Und was hat das damit zu tun?
30:0734 Kuscheltiere.
30:09Einsamer kann ein Mensch
30:10doch gar nicht sein.
30:11Was Sophia braucht,
30:13ist ein sanfter,
30:14langsamer Ausstieg
30:15aus dem Business.
30:16Kein plötzlicher Absturz.
30:17Und das,
30:18Herr Dr. Stein,
30:20das ist meine Verantwortung.
30:22Rudolf,
30:23wir gehen.
30:24Sagen Sie wenigstens dafĂŒr,
30:26dass sie ihren Verband trÀgt.
30:35Sie verlÀsst uns schon wieder?
30:37Ja.
30:38Schade.
30:39Sie hat gut zu Ihnen gepasst.
30:41Ab vorher.
30:49Das wollte ich nicht.
30:50Das weiß ich doch.
30:55Und jetzt sind Mama
30:56und Katrin sauer auf dich.
30:59Ja, war so richtig.
31:01Und jetzt?
31:02Jetzt?
31:04Machen wir das,
31:04was MĂ€nner immer gerne machen.
31:07Wir spielen auf Zeit.
31:09Du legst hier
31:10die nÀchsten zwei Wochen
31:11mit deiner Antenne
31:11sowieso fest.
31:13Bis dahin haben sich
31:13die Wolken
31:14hoffentlich
31:16verzogen.
31:17Ja, aber irgendwann
31:18mĂŒssen wir eine Entscheidung treffen.
31:20Ja.
31:21Aber du machst bitte
31:22nur das,
31:23was du fĂŒr richtig hĂ€ltst.
31:24Du hörst nur auf dich.
31:27Mönchen.
31:27Leid sich.
31:29Mönchen.
31:29Leid sich.
31:31Aber irgendjemanden
31:32verarger ich damit
31:33doch in jedem Fall.
31:35Ja, das ist so.
31:37Das nennt man Leben.
31:39Ich sorge dafĂŒr,
31:40dass deine Entscheidung
31:41von allen akzeptiert wird.
31:43Okay.
31:46Eine Patientin verlÀsst
31:48gegen meinen Willen
31:49die Klinik
31:49und wird damit
31:50vermutlich
31:51ihre Gesundheit ruinieren.
31:53Naja, und mehr
31:53brauchte ich im Moment
31:54auch nicht zu interessieren.
31:56Das Model?
32:01Ich habe nicht mit dir geschlafen.
32:04Ich weiß.
32:05Nur gekuschelt.
32:09Martin,
32:10wir sind die Sachsen-Klinik.
32:12Hier kĂŒmmert sich der eine
32:13noch um den anderen
32:14und jeder weiß
32:14ĂŒber jeden Bescheid.
32:15Wer hat dir das erzÀhlt?
32:18Na prima.
32:26Und?
32:27Gehst du jetzt mit
32:28nach MĂŒnchen?
32:33Katrin,
32:34das ist die Sachsen-Klinik.
32:36Hier kĂŒmmert sich der eine
32:37noch um den anderen.
32:38Ich weiß es nicht.
32:42Gut.
32:43Wir haben noch
32:43eine OP vorzubereiten
32:45und wir haben ja jetzt
32:45ja auch ausfĂŒhrlich
32:46ĂŒber unser Privatleben
32:47gesprochen.
32:51Was stört dich eigentlich
32:52daran, dass Alexander
32:53sich so gut
32:53um seinen Sohn kĂŒmmert?
32:55Weil er plötzlich
32:56alles allein entscheidet?
32:59Und warum
33:00redest du ihm das
33:00nicht aus?
33:02Halt du mal
33:03das Model davon ab,
33:03sich neue Implantate
33:04einsetzen zu lassen.
33:07Ich fĂŒrchte,
33:08das kann ich nicht.
33:09Siehst du?
33:11Genauso hilflos
33:12fĂŒhle ich mich auch gerade.
33:14Lass uns in den OP gehen.
33:16Da ist die Welt
33:17noch in Ordnung.
33:19Hast du eigentlich
33:20mal was von Roland gehört?
33:21Der ist immer noch
33:22in dieser HĂŒtte im Wald,
33:23soviel ich weiß.
33:27Ja, das wird schon.
33:28Sophia fÀllt nur
33:29ganz kurz aus
33:30und fĂŒr heute haben wir
33:31ja mit der reizenden
33:32Jana...
33:32Janine.
33:33Mit der reizenden Janine
33:34einen ganz tollen Ersatz.
33:40Tja, Überraschung.
33:42Kann ich dich mal
33:43allein sprechen?
33:43Ach, nicht nötig.
33:44Danke, dass du fĂŒr mich
33:45einspringen wolltest.
33:45Das finanzielle
33:46redet Herr Kalsson.
33:47So, wo muss ich hin?
33:48Hier, oder?
33:51Was hat sie denn da unter?
33:52Kein Wort jetzt.
34:04Hallo.
34:05Guten Tag.
34:07Ich wusste ja gar nicht,
34:07dass Moritz
34:08so dicke BĂŒcher liest.
34:10FrĂŒher habe ich ihn
34:10davon nicht wegbekommen
34:11und jetzt will ich,
34:12dass er wieder
34:12dahin zurĂŒckfindet.
34:13Mama, willst du es?
34:15Sporte nur.
34:16Bisher ist genau das
34:17unserem Sohn
34:17sehr gut bekommen.
34:18Man kriegt zwar
34:19keinen Dank dafĂŒr,
34:20aber es bringt was.
34:21Mehr zu, Maria.
34:21Vielleicht sollten wir
34:23unsere ganzen
34:25Empfindlichkeiten
34:25und unsere verkorkste
34:26Vergangenheit
34:27einfach mal beiseite lassen
34:28und...
34:28Wenn du das kannst.
34:31Bemerkenswert.
34:32Du fÀllst mir ins Wort,
34:33genau wie frĂŒher.
34:35Entschuldige.
34:37Ich höre.
34:39Ähm.
34:41Du warst bei
34:44und...
34:45Was ich sagen wollte,
34:47vielleicht sollten wir
34:48Moritz entscheiden lassen,
34:49wo er genesen will.
34:50Mönchen Leipzig ist doch
34:51völlig egal.
34:53Einer von uns beiden
34:53wĂŒrde ein bisschen
34:54mehr Stress haben.
34:55Ja?
34:56Verglichen mit dem Stress,
34:57den Moritz hat,
34:57ist das nichts.
35:02Ich hÀtte es nicht
35:02besser sagen können.
35:04So machen wir es.
35:41Ein Arzt!
35:43Schnell, ein Arzt!
35:53Die Wunde ist wieder aufgegangen.
35:56Es ist zu einer Nachblutung gekommen.
35:58Sie in den Verband
35:59nicht abnehmen dĂŒrfen.
36:03Wir revidieren das im OP.
36:05Dazu legen wir eine Drainage.
36:10Sophia, das kommt wieder in Ordnung.
36:12Sobald alles abgehellt ist,
36:13werden wir deine BrĂŒste
36:14mit körpereigenem Gewebe
36:16wieder aufbauen.
36:24Ist das okay fĂŒr dich?
36:29Bereiten Sie bitte alles vor.
36:31Wir sehen uns im OP.
36:38Was ist denn nun eigentlich
36:39dein Problem?
36:40Das habe ich dir doch erklÀrt.
36:42Ich war sauer,
36:43weil du alles allein entschieden hast.
36:47Tut mir leid,
36:47aber ich habe irgendwie das GefĂŒhl,
36:48das ist nur die halbe Wahrheit.
36:52Was sollst du denn jetzt hören?
36:55Dass ich eifersĂŒchtig bin?
36:57Ja, das möchte ich hören.
36:59Na, dann hast du das ja jetzt geschafft.
37:01Ich habe das gespĂŒrt.
37:02Aber das ist kompletter Unfug.
37:05Maria bedeutet mir nichts mehr.
37:07Aber du vielleicht ihr?
37:13Du hast wirklich keine Ahnung von Frauen.
37:17Mal abgesehen davon,
37:19wenn es wirklich zu MĂŒnchen kommt,
37:20wo soll da bitte schön Platz
37:21fĂŒr Anna und mich sein?
37:23Moritz entscheidet das.
37:25Und sollte es zu MĂŒnchen kommen,
37:26dann regle ich das schon,
37:27dass wir drei da zusammen sein können.
37:36Was?
37:37HĂ€tte ich nicht gedacht,
37:38dass du eifersĂŒchtig sein könntest.
37:40Und ich hÀtte nicht gedacht,
37:42dass du sowas hören willst.
37:43Ist das jetzt unser nÀchstes Problem?
37:45Ja.
37:46Schmollzeit?
37:48Drei Wochen.
37:49Oh, bei Scheißen ja.
37:58So, Blutung steht.
38:00Nochmal spĂŒlen.
38:01Das Wichtigste ist,
38:02dass sich die Wunde konsolidiert.
38:05Deine Arche vorbereiten.
38:10Wollen Sie die in Atem machen?
38:14Die machen Sie mal lieber selbst.
38:16Warum?
38:17Erstens, weil Sie dazu 100% besser sind als ich.
38:21Und zweitens, weil ich das so ein GefĂŒhl habe,
38:23dass Ihnen die Frau MĂŒller
38:24noch eine Weile erhalten bleiben wird.
38:43Wo ist der Hin, wo ist der Herr?
38:45Ich behalte dich trotzdem in meiner Karte.
38:48Das ist lieb von dir.
38:50Aber völlig sinnlos.
38:51Ja, aber wir können doch...
38:52Aufhören, uns was vorzumachen, richtig?
38:55Es ist vorbei.
38:57Ich bin jetzt wieder die ganz normale Sophia MĂŒller,
39:00fĂŒr die sich niemand interessiert.
39:01Na, na, na, na, na, na.
39:03Hase.
39:04Du bist 34 und dein Markenzeichen war noch nie
39:07deine FĂŒĂŸengrĂŒbchen?
39:09Ja, ich rede oft ums Zeug.
39:11Nein, du sagst immer die Wahrheit.
39:13Und dafĂŒr mag ich dich.
39:15Sehr.
39:17Wir bleiben aber Freunde.
39:18Na klar.
39:19Wir gehen weiter mit deinem dicken Dackel spazieren
39:22und unterhalten uns ĂŒber die schönen Zeiten,
39:23die wir immer hatten.
39:25Und was willst du jetzt machen?
39:27Ich denke, Frau MĂŒller sollte sich jetzt erst mal ausschlafen.
39:31Gut, dann...
39:32Dann gehe ich jetzt mal.
39:38Also, bis morgen.
39:41Ja, bis morgen, Udo.
39:49Udo Karlsson.
39:51Mein einziger Freund.
39:53Ich finde es sehr mutig, wie Sie sich der Wahrheit stellen.
39:56Ich will mir nur nichts mehr vormachen.
39:59Und wieder neu anfangen.
40:00Ja, aber jetzt?
40:03Jetzt erst mal ausschlafen.
40:04Hallo.
40:06Ach, kommt denn der Dr. Stein noch mal nach mir gucken?
40:09Ich frage mal, ob er noch im Haus ist.
40:25Obwohl wir gerade eine Krise haben,
40:26habe ich uns Abendbrot gemacht.
40:28Toll.
40:34Moritz möchte, dass ich sofort komme.
40:36Schreibt er mir auch?
40:37Ist was passiert?
40:38Nicht, dass ich wĂŒsste.
40:41Na, dann los.
40:42Aha.
40:51Alles gut gelaufen.
40:53In ein paar Tagen kannst du die Klinik verlassen.
40:56Und wenn du möchtest,
40:57können wir morgen ĂŒber die weiteren Eingriffe spucken.
41:03Kannst du mir verzeihen?
41:10Ich habe so bescheuert reagiert,
41:12weil ich panische Angst hatte.
41:15Ja, ich weiß.
41:16Vergiss es.
41:18Das kann ich aber nicht.
41:21Ich mache immer alles falsch, wenn ich...
41:23Wenn ich...
41:24Wenn du was?
41:26Wenn ich mich verliebt habe.
41:30Ja, und das mache ich dann auch noch falsch.
41:32Was?
41:35Dass ich es demjenigen auch noch sage.
41:39Vergiss es einfach.
41:42Ist gut.
41:44Wir vergessen beide.
41:48Okay.
42:00Frau Bela.
42:02Sie sind jetzt erst mal meine Patientin.
42:05Und ĂŒber alles andere reden wir in der Klinik nicht.
42:07Klar.
42:15Es tut mir leid, dass ich euch so einen Stress bereite.
42:18Ich muss eine Entscheidung fĂŒr etwas treffen.
42:21Die aber auch eine Entscheidung gegen etwas ist.
42:24Ich brauche euch alle drei.
42:28Ja.
42:30Wie wÀre es, wenn wir nach Leipzig ziehen?
42:35Oder ihr nach MĂŒnchen?
42:38Na gut, ich kann natĂŒrlich auch zu dem Kumpel
42:40nach EisenhĂŒttenstadt ziehen.
42:41EisenhĂŒttenstadt?
42:42Das war ein Scherz.
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