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  • vor 6 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Ich bin froh, dass es so gut zwischen uns funktioniert.
00:02Ich auch.
00:04Das hatte ich ehrlich gesagt gar nicht erwartet, nach allem, was passiert ist.
00:09Hast du gedacht, wir schlagen uns die Köpfe ein?
00:11Nein, das nicht unbedingt. Das ist ja auch nicht passiert.
00:15Aber wir haben eine Menge geleistet.
00:17Ich bin froh, dass du so denkst.
00:19Ich war ein bisschen unsicher, ob das wirklich klappen kann, wenn wir so eng zusammenarbeiten.
00:27Interessant.
00:28Dankeschön.
00:29Was denn?
00:31Tja, wir sind einfach ein sehr gutes Team, Julia.
00:37Ja, das sind wir wohl.
01:05Hey, who's gonna make it right?
01:11This could be the first day of my life.
01:22Daniel.
01:24Was ist denn?
01:25Hast du noch eine Idee für die Serie?
01:27Lass mich erraten. Diesmal ist es bestimmt eine Sechse.
01:31Hallo, Marie.
01:34Daniel, ich denke, es ist besser, wenn ich jetzt gehe, wo deine Familie...
01:38Tja, gut. Bist du einverstanden, wenn wir morgen weitermachen? Obwohl Feiertag ist, das wäre...
01:41Gar kein Problem. Wir sehen uns in der Ferne.
01:43Okay.
01:48Tschüss.
01:50Hallo.
01:52Setzt euch doch.
01:53Entschuldige bitte.
01:54Wir werden dich bei der Arbeit unterbrechen.
01:56Ich hoffe, du kommst gut voran.
02:01Ja, natürlich.
02:21Friedrich, ohne Hefe. Das schmeckt doch gar nichts.
02:26In Gera ist ein ganz einfaches Fladenbrot. Wo glauben Sie, dass Sie einen Buschhefe herbekommen?
02:32Wenn es manchmal auch nicht so scheint, aber wir sind doch hier nicht im Busch.
02:37Friedrich, soll ich Ihnen nicht vielleicht doch so ein paar kleine Steaks marinieren?
02:42Nein, danke. Es ist doch der Gag. Es soll genau so sein, wie im Feld.
02:48Das heißt Busch auf Afrikaans.
02:50Wir essen Biltonk. Das ist getrocknetes, rohes Fleisch, geschmeckt köstlich.
02:54Und trinken südafrikanischen Shiraz.
02:57Sie sehen, ich gehe der Zivilisation nicht völlig verloren.
03:00Dann höre ich hier etwas von Wein.
03:04Ja, keine Angst, Eva. Ich möchte nur noch etwas von Ihrem Tee haben, wegen meines Magens.
03:10Den machen Sie sich aber diesmal selbst. Oder? Nehmen Sie das hier.
03:15Mein Mitleid mit Ihrem Vater hält sich ab jetzt in Grenzen.
03:19Seitdem er im Lanzino ein Vorspeisenteller für zwei Personen allein essen musste.
03:30Was planst du denn?
03:33Eine Reise nach Südafrika.
03:36Bevor du dich aufregst, es wird nur ein kleiner Abstecher in einem Falkenthaler Busch.
03:41Ich möchte jemanden überraschen und mich bedanken.
03:47Also, langsam weiß ich nicht mehr, was du wirklich ernst nimmst. Das Geschäft jedenfalls nicht.
03:53Nur weil ich so eine langweilige Gala verpasst habe.
03:56Weil ich manchmal von Südafrika träume.
03:58Ich verspreche dir was.
03:59Ich werde meine Träume ab jetzt nur noch in die arbeitsfreie Zeit legen.
04:07Und ein zweites Haus in der Schweiz zu eröffnen, ist das nicht ein bisschen gewagt?
04:10Die Analysten haben die prognostizierten Absatzzahlen noch einmal nur geprüft.
04:15Sieht sehr vielversprechend aus.
04:20Hier, entschuldigt mich kurz.
04:22Ja.
04:26Marie, es tut mir leid, dass im Moment so viel zu tun ist in der Firma.
04:29Das habe ich gesehen.
04:32Julia und ich hatten ein Arbeitsessen.
04:33Nach ungefähr zehn Stunden Arbeit wollten wir uns einfach mal...
04:36Kannst du dir eigentlich vorstellen, wie ich mich eben gefühlt habe?
04:38Den ganzen Tag versuche ich mit dir zu sprechen.
04:40Nicht über irgendwas, sondern über uns.
04:42Und dann komme ich hier hin und du sitzt hier mit deiner Ex-Freundin, gut gelaunt.
04:46Marie, es war ein absoluter Zufall, dass wir uns ausgerechnet jetzt und ausgerechnet hier getroffen haben.
04:52Es tut mir leid, ich glaube nicht an Zufälle.
05:03Das musste ja schief gehen.
05:06Für Marie sah das ganz bestimmt nicht nach einem Arbeitsessen aus.
05:09Warum haben wir uns das Essen nicht einfach in die Firma bestellt?
05:13Auf der anderen Seite, warum soll ich dauernd auf alle anderen Rücksicht nehmen?
05:18Marie weiß, dass Daniel und ich zusammenarbeiten.
05:20Muss ich mich dafür auch noch entschuldigen?
05:29Wo ist Marie?
05:31Sie ist gegangen.
05:34Na großartig.
05:38Daniel, manchmal frage ich mich wirklich, was in dir vorgeht.
05:44Willst du Marie absichtlich aus dem Haus treiben?
05:47Wie bitte?
05:48Warum soll ich das tun?
05:49Was hast du dir denn dabei gedacht, mit dieser Person hierher zu kommen?
05:53Muss ich das alles wirklich noch einmal erklären?
05:55Ich hatte mit Julia ein Arbeitsessen.
05:58Was sollen eigentlich diese blödsinnigen Vorwürfe?
06:00Ich liebe Marie.
06:01Dann zeig es ihr auch.
06:03Warum ist sie weggerannt?
06:04Ich habe ihr versucht zu erklären, dass ich mit Julia hier zum Arbeiten...
06:07Bitte verschone ich für den Rest des Tages mit dem Namen dieser Frau.
06:12Mach dir lieber Gedanken, wie du Marie davon abhältst, in die Schweiz zu reisen.
06:17Ehrlich gesagt habe ich keine Lust, mit dir darüber zu diskutieren.
06:20Du musst dich aber damit auseinandersetzen.
06:22Das werde ich auch, aber mit Marie.
06:24Wir hatten bisher keine Zeit, uns damit zu beschäftigen.
06:27Und diese Schweizpläne sind noch überhaupt keine beschlossene Sache.
06:30Für Marie schon.
06:31Und was ist, wenn sie wirklich geht?
06:34Dann könnten wir eine Beziehung über die Distanz führen.
06:37Dann wären wir nicht die Ersten.
06:40Eine Fernbeziehung.
06:41Du jeden Tag im Büro zusammen mit dieser Frau?
06:45Von den Arbeitsessen mal ganz abgesehen.
06:49Glaubst du, Marie macht das mit?
06:50Mutter, lass es bitte.
06:53Marie hat ihre eigenen Pläne.
06:56Ich kann sie wahrscheinlich sowieso nicht aufhalten.
06:59Wenn Marie geht, dann solltest du mit ihr gehen.
07:03Wie bitte?
07:05Was soll das denn jetzt?
07:07Ich dachte, ich sollte die Firma nicht verlassen, damit Frederik nicht allzu fest in seinem Sattel sitzt.
07:12Das waren deine Worte.
07:14Nichts ist wichtiger als deine Beziehung zu Marie.
07:17Und ihr würdet ja nicht für immer gehen.
07:19Ein, zwei Jahre.
07:20Und wer weiß, wo Frederik dann ist.
07:22Ich habe keine Ahnung, wovon du redest, Mutter.
07:25Aber ich werde garantiert nicht die Firma für ein oder zwei Jahre im Stich lassen.
07:36Möchten Sie jetzt vielleicht bestellen?
07:39Nein, danke.
07:41Mir ist der Appetit vergangen.
07:59Hey, was soll das?
08:01Du bist nicht zum Fernsehgucken hier.
08:04Nimm's mir nicht übel, Jörg.
08:06Aber ich bin so fertig.
08:08Ich muss nur noch ein bisschen relaxen und dann...
08:10Du kannst ja gerne morgen wiederkommen.
08:13Aber jetzt wäre es gut, wenn du dich endlich anziehst.
08:16Das ist jetzt nicht dein Ernst, oder?
08:18Allerdings.
08:22Das zwischen uns ist eine reine Bettgeschichte.
08:27Oder habe ich jemals gesagt, dass ich eine Kuschelbeziehung mit Fernseher gucken will?
08:30Das nicht.
08:32Aber wenn ich mich recht erinnere, hast du von einem Plan gesprochen, mit dem man meiner Mutter eins auswischen kann.
08:38Der kommt auch noch. Nur Geduld.
08:41Meine Geduld hält sich in Grenzen.
08:44Keine Angst.
08:45Ich werde mich nicht in den Schlaf weinen, wenn du mich verlässt.
08:49Ich bin nicht Nico.
08:51Na, da bin ich aber froh.
08:53Ich habe nämlich genug von dummen kleinen Jungs.
08:57Und du hast Glück.
08:59Noch habe ich Geduld.
09:16Ich werde mich nicht in den Schlaf weinen, wenn du dich in den Schlaf weinen möchtest.
09:23Ich werde mich nicht in den Schlaf weinen, wenn du dich in den Schlaf weinen möchtest.
09:30Auf jeden Fall sind wir verabredet.
09:34Beziehungsprobleme.
09:34Sag mal, hast du ein Separee für Pärchen in Notfrei?
09:37Klar.
09:38Boxhandschuhe oder Versöhnungsdrinks.
09:40Aha.
09:41Tim und ich, wir haben wirklich was Wichtiges zu klären.
09:44War nicht so gemeint.
09:47Sag mal, war Patrizia Grafenberg heute schon zufällig hier?
09:51Nicht, dass ich wüsste.
09:53Vielleicht weiß Paul was.
09:54Soll ich ihn fragen?
09:55Nee, lass mal.
09:56Ich habe eine Motorradwinter festgemacht.
09:59Wenn sie da gewesen wäre, hätte ich ihr einen Schlüssel geben können.
10:03Du machst immer noch solche Arbeiten für die Grafenbergs?
10:06Ich dachte, die Haustechnikernummer hast du völlig abgehakt.
10:09Habe ich auch.
10:10Ich war nur noch einen Gefallen schuldig.
10:13Aber das ist eine längere Geschichte.
10:15Weißt du schon, was du trinken wirst?
10:31Haben Sie Ihren Afrikan zu vergessen?
10:33Guten Abend, junge Frau.
10:35Frederik.
10:37Entschuldigung.
10:38Ist schon in Ordnung.
10:40Nein, habe ich nicht.
10:41Ruinant, Miner.
10:42Wollen Sie zu Nico?
10:43Eigentlich wollte ich zu Ihnen.
10:46Wenn Sie sich von mir nicht überfallen fühlen,
10:48wollte ich fragen, ob Sie Lust hätten, mit mir südafrikanische Erinnerungen aufzufrischen.
10:52Klar, gerne.
10:52Kommen Sie doch mit.
10:53Ah, ich muss Ihnen was zeigen.
10:56Na gut.
10:58Sind zwar nicht die Sterne der Südhalbkugel,
10:59aber wir können sie uns vielleicht vorstellen.
11:01Ich kann mir sogar vorstellen, wie der Frühling in Südafrika ist,
11:04aber hier ist ja leider Herbst.
11:05Naja, eine Nacht in der Kalahari kann genauso kalt sein wie hier.
11:16Wir haben einen Buschgrill zum Aufwärmen.
11:19Wir machen uns in Gera.
11:22Ein echtes Breifleiß.
11:24Ja.
11:25Barbecue auf südafrikanisch.
11:28Ich habe Tobias im Erlaubnis gebeten.
11:30Es ist nicht wie in Südafrika,
11:32aber mit Ihrer Hilfe holen wir uns das Feld hier nach Falkenthal.
11:36Bildung, das ist ganz großartig.
11:40Danke, Miner.
11:42Pläse mi flu.
11:49Das ist ziemlich unhöflich.
11:52Was?
11:52Ernstes Gesetz am Tresen, man redet mit dem Barkeeper.
11:56Sorry, Jan, aber ich verstehe einfach nicht, wo Tim bleibt.
11:59Wenn du es gar nicht mehr aushältst, die WG ist nicht weit.
12:02Das sind bestimmt Keuer und Charlotte.
12:04Ich will mit Tim alleine sein.
12:05Allein?
12:06Das ist wohl kaum die richtige Bezeichnung für Skousy heute.
12:09Aber das ist jetzt eh zu spät.
12:13Hey, Lilly.
12:16Was macht sie denn hier?
12:18Lilly, auch schön dich zu sehen.
12:21Hör mal, das in der Firma war völlig harmlos.
12:24Ach ja, und warum hängst du schon wieder mit ihr rum?
12:26Sie war gerade oben in der WG und...
12:28Ja?
12:30Ja?
12:31Weißt du was?
12:31Ich habe keine Lust, mich wegen jeder Kleinigkeit rechtfertigen zu müssen.
12:35Hör einfach mit deiner verdammten Eifersucht auf.
12:37Oder was?
12:39Ganz im Ernst.
12:41Die schönen Momente sind in letzter Zeit zwischen uns eher ragesellt.
12:46Wenn du das so siehst.
13:00Ich befürchte, Lilly ist drauf und dran, ihre erste Beziehung aufs Spiel zu setzen.
13:05Wieso?
13:06Ja, sie ist eifersüchtig.
13:08Ich kann die Situation nicht genau beurteilen, aber...
13:11Ich habe das Gefühl, Tim hat da wenig Verständnis dafür.
13:15Ich war früher genauso.
13:17Ganz schnell eifersüchtig.
13:19Bisschen übertrieben vielleicht.
13:23Habe ich dir jemals dafür einen Grund gegeben?
13:26Naja, bei den ganzen Mädels um dich herum.
13:29Ja, aber ich habe mich nicht mit allen getroffen.
13:32Ja, nicht mit allen, aber mit manchen.
13:34Du hattest einfach Glück, dass ich so treu war.
13:44Kanntest du Julias Vater auch schon als wir noch...
13:47Was soll denn die Frage?
13:49Glaubst du, dass ich dich damals betrogen habe?
13:53Entschuldige aber, so war das nicht gemeint.
13:55Wir haben vorhin darüber geredet.
13:57Tobias, das hast du falsch verstanden.
13:59Ich will lieber nicht über diese alten Geschichten reden.
14:25Patricia, für dämliche Ansagen scheinst du ja viel Zeit zu haben.
14:28Es wäre schön, wenn du dich stattdessen auch mal um deinen Bruder kümmern würdest.
14:34Er und Marie haben Probleme.
14:38Ach was, komm einfach nach Hause.
14:43Ja.
14:46Annabelle.
14:48Weißt du, ob mit Daniel und Marie alles in Ordnung ist?
14:52Sie erschienen mir so bedrückt.
14:54Tja, Werner, das ist ja schön, dass du auch mal bemerkst, was um dich herum vorgeht.
14:59Aber du beschäftigst dich ja nur seelenruhig mit deiner Chronik,
15:03während bei uns die ganze Familie auseinanderzubrechen droht.
15:08Daniel und Marie haben Streit.
15:12Ich hoffe, es ist nichts Ernstes.
15:14Wie man es nimmt.
15:16Marie möchte zurück in die Schweiz.
15:18Und Daniel will hierbleiben.
15:21Und ich fürchte, das haben wir wieder mal Frau Schilling zu verdanken.
15:24Daniel würde lieber weiter hier mit dieser Person zusammenarbeiten,
15:28als Marie zu begleiten.
15:30Ich fände es auch schade, Marie zu verlieren.
15:34Schade? Es wäre eine absolute Katastrophe.
15:36Trotzdem ist es eine Entscheidung, die Marie und Daniel treffen müssen.
15:41Ich verstehe ja, dass du wahrscheinlich die Tragweite dieser Entscheidung nicht ganz begreifst.
15:46Am besten, ich spreche nochmal mit mir.
15:47Ich bin sicher, dass Marie und Daniel ihre Probleme selbst lösen können, ohne deine Einmischung.
15:54Deine Ruhe möchte ich haben.
15:55Aber die hattest du ja auch schon, als du Daniel die Leitung der Firma entzogen hast.
16:01Und Patrizia entlassen wurde.
16:14Marie, lass uns doch darüber reden.
16:18Was willst du denn hören?
16:21Ja, gut, ich hätte mich melden können.
16:23Ja, das hättest du.
16:25Weißt du, wie ich mich heute gefühlt habe?
16:27Wie eine Ehefrau.
16:28Oder wie das Klischee von einer Ehefrau, die von ihrem Mann versetzt wird,
16:30weil er sich lieber mit seiner Angestellten vergnügt.
16:33Ach ja?
16:33Und weißt du, wie ich mich fühle?
16:35Nicht wie ein Ehemann.
16:37Oder gehört es zur Ehe, dass die Frau einfach ins Ausland verschwinden will,
16:40ohne ihrem Mann Bescheid zu sagen?
16:49Lilly, das hat Tim bestimmt nicht so gemeint.
16:51Das war doch ganz eindeutig.
16:52Er hat mir klipp und klar gesagt,
16:54dass wir in letzter Zeit keine schönen Momente mehr zusammen hatten.
16:57Und, hattet ihr?
16:58Na klar.
17:00Zum Beispiel, als wir uns neulich vertragen haben.
17:03Ja, aber danach bist du gleich wieder wie eine Furie auf ihn losgegangen.
17:06Bin ich jetzt schuld, oder was?
17:09Du bist eifersüchtig.
17:11Oh, nee.
17:12Jetzt du nicht auch noch.
17:13Aber das ist doch nicht schlimm.
17:15Das kann ich bei Charlotte sogar verstehen.
17:17Haha, ich finde das überhaupt nicht witzig.
17:20Im Gegenteil, ich finde das grässlich.
17:22Ich kann überhaupt nichts dagegen machen.
17:23Ich will das nicht.
17:25Doch, kannst du.
17:27Wahrscheinlich ist sowieso schon alles zu spät
17:29und ich hab's komplett verdorben.
17:32Ach, Quatsch.
17:32Weißt du was?
17:34Wir beide gehen jetzt runter ins Cozy
17:35und du sprichst nochmal mit Tim, okay?
17:38Oh, nee, Kolja, das kann ich nicht.
17:39Echt nicht.
17:40Dann käme ich mir total bescheuert vor,
17:42wenn ich da unten jetzt wieder auftauche.
17:48Ich muss nach Hause.
17:49Und wie du meinst?
17:55Danke, Kolja.
18:05Willst du noch einen Drink?
18:09Das wäre ja gerade eben eine super Aktion von dir.
18:12Also wenn mir jemand sagen würde,
18:13dass die Beziehung nicht mehr schön ist,
18:14dann würde ich auch so treffen.
18:15Wenn's aber im Moment so ist...
18:19Kann mir einer mal sagen, was mit Lilly los war?
18:23Die ist im Moment einfach nicht gut drauf, glaub ich.
18:27Lilly ist fertig, weil Tim die Beziehung runtergemacht hat.
18:31Lilly ist in letzter Zeit eine Zumutung.
18:33Sie ist ständig eifersüchtig und das völlig ohne Grund.
18:36Ja, und wenn schon.
18:37Wenn man eifersüchtig ist,
18:39dann ist es nur ein Zeichen dafür,
18:40dass man jemanden wirklich liebt.
18:42Hast du darüber schon mal nachgedacht?
18:44Ja, war mir ja klar.
18:47Ja, soll ich jetzt Lillys Eifersucht gut finden?
18:50Nee, aber du könntest ihr zeigen,
18:52dass du sie wirklich liebst.
18:53Dann würde sie vielleicht doch nicht mal eifersüchtig sein.
18:58Du liebst sie doch, oder?
19:00Ja, klar.
19:02Ja, dann mach was.
19:04Und halt hier nicht mit mir ein Pläuschchen.
19:08Wenn ich dir mal einen Tipp geben darf, ja?
19:10Wir Frauen finden's toll,
19:11wenn ihr einfach mal einen Aufriss macht.
19:14So, jetzt kannst du mir einen neuen Drink holen.
19:24Auf jeden Fall hab ich über eine Stunde in einem Baum gehockt,
19:27bis dieses blödsinnige Vieh
19:28wieder in seinem Fluss verschwunden ist.
19:30So doof.
19:32Dabei weiß ich ja,
19:33dass man seine Zähne nicht in einen Fluss reinhält,
19:35in dem ein Flusspferd wohnt, oder?
19:37Na, dann bin ich aber auch blöd.
19:39Nee.
19:40Doch.
19:44Sie haben gar nicht viel erzählt.
19:46Sind meine Geschichten so faszinierend,
19:48oder bedrückt sich was?
19:50Entschuldigung.
19:52Ich weiß gar nicht,
19:53ob ich das überhaupt sagen soll.
19:56Ich würd schon gerne wissen,
19:57warum ich heute Abend eigentlich
19:59fast alles Bildung essen musste.
20:00Oh.
20:03Also,
20:05ach, es gab da so ne dumme Situation im Lanzino,
20:07für die ich eigentlich gar nichts konnte,
20:09aber ich fühl mich trotzdem schuldig.
20:11Das können Sie wahrscheinlich nicht verstehen.
20:14Ich verstehe nur,
20:16dass Sie sich in letzter Zeit
20:17ständig schuldig fühlen.
20:21Wollen wir das nicht einfach heute Abend vergessen,
20:23diese Schuld und Verpflichtungen und Arbeit?
20:26Na gut.
20:28Das ist nämlich genau die Welt,
20:29in die ich eigentlich nicht zurückkehren wollte.
20:31Die Welt der Gravenbergs.
20:34Die Welt meines Vaters und meines Bruders.
20:37Und exakt diese Welt,
20:38in die ich nie, nie zurückkommen wollte.
20:42Bin ich eigentlich auch schon zum Gravenberg?
20:44Nein, das sind Sie nicht.
20:47Wollen wir uns nicht duzen?
20:50Ich mein, wer am Nostop River
20:51den Sonnenuntergang gesehen hat
20:52und wer über eine Stunde
20:55vor einem Hypo im Baum gesessen ist.
20:57Und
20:58jemand, mit dem man Trinkspiele in Gasthöfen spielt.
21:01Der gehört eigentlich
21:02zu einer verschorenen Gemeinschaft,
21:05die quasi die Pflicht hat,
21:06sich zu duzen.
21:07Mhm.
21:08Genau.
21:11Danke.
21:14Prost.
21:16Julia.
21:17Frederik.
21:29Das alles hat mir heute einmal mehr gezeigt,
21:31dass ich meine eigenen
21:33Entscheidungen treffen muss.
21:36Ich gehe auf jeden Fall in die Schweiz.
21:40Ich muss mich um meine Kaufhäuser kümmern.
21:47Euer Familienunternehmen
21:48liegt jedoch auch im Herzen, oder?
21:50Warum sollte das bei mir anders sein?
21:54Ich habe mich lange genug
21:55mit mir beschäftigt.
21:56Es ist an der Zeit,
21:57meine Pflichten anzugehen.
22:02Auch wenn du das vielleicht nicht verstehst.
22:05Was ist denn jetzt, Marie?
22:07Natürlich tue ich das.
22:09Aber
22:10mich einfach vor
22:11verendete Tatsachen zu stellen,
22:12das verstehe ich nicht.
22:14Ich dachte, wir sind ein Paar.
22:15Dachte ich auch.
22:17Und?
22:17Treffen Paare solche Entscheidungen
22:18ohne Absprache?
22:20Manchmal sind Paare dazu bereit,
22:21zusammen wegzugehen.
22:25Und?
22:26Gehst du mit mir in die Schweiz?
22:29Marie.
22:31Ich habe dir schon erklärt,
22:32dass ich die Firma im Moment
22:33nicht im Stich lassen kann.
22:34Die Firma?
22:35Ja.
22:37Oder Julia?
22:42Ja.
22:55Oder vielleicht,
22:56Lilly, willst du mein Supermodel sein?
22:58Und warum schreiben wir nicht gleich,
23:00Lilly, du bist zu fett,
23:01bitte mager dich
23:02auf dein Idealgewicht runter.
23:05Frauen sind manchmal
23:05sowas von kompliziert.
23:07Wir sind nicht kompliziert, Schätzchen.
23:09Wir nennen sowas sensibel.
23:13Nico,
23:15du kennst deine Schwester doch am besten.
23:16Welche Liebeserklärung
23:18könnte man auf so
23:18transparent schreiben?
23:21Ähm,
23:22Lilly,
23:24du bist super?
23:28Und was kommt als nächstes?
23:30Lilly,
23:30ich finde dich jetzt
23:31gar nicht so schlecht,
23:32aber
23:33also Jungs,
23:34bis jetzt ist das alles
23:35ziemlich lahm.
23:36Weißt du was Besseres?
23:41Was ist denn mit dir?
23:43Es geht ja schließlich um euch.
23:45Das hat doch alles
23:46keinen Zweck.
23:47Alter,
23:48Lilly liebt dich.
23:49Sie will einfach nur sehen,
23:50dass du das auch machst.
23:50Du gehst morgen in die Manufaktur,
23:53hängst das Transparent auf
23:54und am nächsten Morgen,
23:56wenn Lilly kommt,
23:56fällt sie dir vor Begeisterung
23:57um den Hals.
23:59Naja,
23:59bei den Sprüchen bis jetzt
24:00fällt sie eher wieder
24:01rückwärts aus der Tür.
24:02Wir finden schon noch einen.
24:04Aber egal,
24:05welchen Spruch wir haben,
24:07wie kommen wir überhaupt
24:08am Feiertag
24:08in die Manufaktur?
24:10Nico,
24:12als Security-Mensch
24:13bekommt man doch sicherlich
24:14einen Generalschlüssel, oder?
24:15Nee,
24:16das könnt ihr vergessen.
24:18Ach,
24:18komm schon,
24:19für das Glück deiner kleinen Schwester
24:21für einen Monat
24:23Freigetränke.
24:25Okay,
24:26aber ich bin nicht bestechlich.
24:28Ich mach's nur
24:29für die Ruhe zu Hause, ja?
24:31Klar.
24:33Ich verspreche dir,
24:34das nächste Barbecue
24:35gibt es erst im Frühjahr.
24:39Ich bin froh,
24:40dass du bei uns
24:40in der Firma bleibst.
24:44Oh je,
24:45du bist ja immer noch nicht sicher.
24:47Ich weiß es einfach nicht.
24:50Die Arbeit mit Daniel
24:51läuft ja eigentlich
24:51wieder ganz gut,
24:52aber
24:54nach der Sache
24:55jetzt im Land Sino,
24:57ich weiß einfach nicht,
24:58ob ich mir das immer wieder
24:58antun will.
24:59Und auch Marie.
25:03Ist das kein Traumjob,
25:05die besten Designs
25:06in der Porzellanbranche
25:07zu entwerfen?
25:09Ich glaube,
25:10meinen Traumjob,
25:11den hatte ich in Südafrika.
25:13Der Umgang mit den Tieren,
25:14da.
25:16Hast du schon mal
25:17über eine Umschulung nachgedacht?
25:18Zur Försterin?
25:20Ich glaube,
25:21das würde dir gutstellen,
25:22einen Loden,
25:22Käpern,
25:23grüner Hut,
25:23einen Rauhartag
25:24lander Seite.
25:24Ich denke,
25:25mir reicht die Natur hier
25:26als Inspiration
25:27für die Designs.
25:29Das heißt,
25:30du bleibst?
25:32Das heißt,
25:32ich habe zugesagt,
25:33den Vertrag zu unterschreiben.
25:36Ich würde nie
25:37darauf bestehen,
25:37dass du ihn einhältst.
25:40Allerdings will ich dich
25:41natürlich auch nicht
25:41verlieren als Mitarbeiterin.
25:43Schon gar nicht
25:43als Freundin.
25:45Mit wem sollte ich
25:46denn sonst am Feuer sitzen,
25:47Bildtung kauen
25:49und sehnsuchtsvoll
25:50von Südafrika träumen?
25:52Ich möchte auch
25:53ungern auf dich verzichten.
25:55Als Freund.
26:09Willst du noch was trinken?
26:10Nein, danke.
26:11Ich habe schon genug.
26:13Was machen Nico
26:14und Lilly eigentlich?
26:17Wieder mal ausgeflogen.
26:22Wie lange sollen wir
26:23das eigentlich noch
26:23geheim halten?
26:24Also das mit uns.
26:26Also ich finde,
26:27die Kinder sollten
26:28es bei der Fahne.
26:29Naja,
26:31bis der richtige
26:32Zeitpunkt da ist.
26:33Mhm.
26:36Du,
26:37sag mal,
26:38ist da Licht
26:38auf dem Hof?
26:40Ach so,
26:41stell dir vor,
26:42Frederik Gravenberg
26:43wollte ein Barbecue
26:44mit Julia veranstalten.
26:45Wie romantisch.
26:47Ja,
26:48er wollte sich bei
26:48Julia für irgendetwas bedanken.
26:51Die beiden
26:52scheinen sich ja ganz gut
26:52zu verstehen, ne?
26:54Aber es ist
26:54ziemlich kalt draußen.
26:56Julia kommt
26:57bestimmt bald wieder rein.
26:59Ja,
27:00bestimmt.
27:02Ja,
27:03also,
27:05eigentlich muss ich
27:06auch schlafen gehen.
27:08Ich meine,
27:09ich muss morgen früh
27:10raus.
27:11Ich habe doch den Termin
27:12mit Herrn Gravenberg.
27:13Ich weiß.
27:14Ich muss ihn ja fahren.
27:23ich glaube,
27:23ich gehe dann mal lieber hin.
27:26Wir sehen uns doch morgen.
27:28Ja,
27:28auf jeden Fall.
27:29Gute Nacht.
27:33Gute Nacht.
27:47Das war's dann wohl.
27:51Ja,
27:52leider.
27:56Frederiks tut mir leid,
27:57aber ich muss jetzt
27:58ins Warme.
28:00Soll ich dir ein Taxi rufen?
28:02Hm.
28:04Keine Sorge,
28:05ich fahre nicht mehr.
28:07Ich mache es mir hier
28:08für den Sternen bequem.
28:11Das ist doch viel zu kalt.
28:13Komm mit in die Ferienwohnung,
28:15wir finden schon ein Plätzchen
28:16für dich.
28:17So kalt kann das in der Kalahari
28:19gar nicht werden.
28:20Habe ich dir eigentlich
28:21schon mal von den
28:21frostkalten Nächten
28:22auf der Trekkingtür
28:24in den Drayton-Bad
28:25mal und das erzählt?
28:26Also gut,
28:27ich gebe es auf,
28:28aber ich will nicht schuld sein,
28:30wenn mein Schelfall friert.
28:33Hoi na,
28:34mi frü.
28:35Hoi na,
28:36Frederik.
28:37Danke.
29:16Good morning, Julia.
29:17Good morning, Mama.
29:20Der ist leider nicht für dich.
29:23Sondern?
29:25Für Frederik Gravenberg.
29:26Der hat halt Nacht
29:27auf der Hollywood-Schaukel
29:28geschlafen draußen.
29:29Der Chef der Falkenthaler
29:31Porzellanmanufaktur
29:32schläft in unserem Garten
29:33im Herbst?
29:34Ja,
29:34er hat ein bisschen
29:34zu viel getrunken.
29:35Ich habe ihm hier
29:36einen Platz angeboten,
29:37aber er musste ja
29:38partout beweisen,
29:39was er für ein harter Kerl ist.
29:41Passiert da irgendetwas,
29:42was ich wissen sollte
29:43zwischen Frederik und dir?
29:45Quatsch.
29:46Wir haben uns einfach
29:47angefreundet.
29:48Ach so.
29:50Und du?
29:51Was und ich?
29:53Hattest du nicht gestern
29:54noch ziemlich spät Besuch?
29:58War das Tobias,
29:59der da aus unserer Wohnung
30:00über den Hof schlich?
30:01Oder habe ich mich
30:02da im Dunkeln verguckt?
30:04Ach so, ja.
30:05Tobias war noch ganz kurz hier.
30:07Gibt's da irgendwas,
30:09was ich wissen sollte?
30:11Du hast einfach zu viel
30:12Fantasie.
30:13Ich mache mich mal
30:15lieber fertig.
30:17Möchtest du meinen Tee, Mama?
30:19Nein.
30:20Herr Grafenberg
30:21hat mich doch
30:22zum Frühstück eingeladen.
30:23Ich mache mich mal
30:24lieber auf den Weg.
30:26Dann bringe ich
30:26Friedrich jetzt den Tee,
30:27falls er noch nicht
30:28erfreund ist.
30:41Ich mache dir Friedrich jetzt den Tee,
30:43falls er noch nicht erfreund ist.
30:56Ich mache mich mal
31:14und ich mache mich mal
31:21und ich mache mich mal
31:22nicht erfreund ist.
31:23Marie?
31:29Marie?
31:54Marie, lass uns doch darüber reden.
32:03Marie!
32:32Ich glaube, Frederic empfindet mehr für mich. Auch wenn er sagt, wir sind nur Freunde. Und ich?
32:44Ich mag seine Nähe. Er tut mir gut.
32:48Ich dachte, dass ich in der Savanne auch wache. Schade.
32:58Aber, du hättest mir da einen Tee gebracht.
33:02Bist du schon lange wach?
33:05Ich wollte mal warten, ob du den Tee kalt werden lässt, bevor der mich aufbaut.
33:10Jetzt tue bloß nicht so, als ob du keine kleine Aufwärmung vertragen könntest.
33:14Es war kuschelig warm hier heute Nacht.
33:17Ah ja.
33:18Jetzt auf mit der Eski, wunderbar.
33:21Komm mit ins Ferienhaus.
33:39Morgen.
33:40Guten Morgen, Marie.
33:45Bitte, setz dich dran.
33:46Danke, ich möchte nur eine Tasse Tee mit nach oben nehmen.
33:50Ach, Kind.
33:52Konntet ihr den dummen Streit immer noch nicht beenden?
33:56Daniel hat mir deutlich zu verstehen gegeben, dass er die Firma nicht im Stich lassen will.
34:01Oder war es, Julia?
34:02Komm, bleib doch einen Moment.
34:15Daniel liebt dich.
34:16Und warum fällt es ihm dann so schwer, zu mir zu stehen?
34:20Marie, mit dir in die Schweiz zu gehen, ist für ihn ein großer Schritt.
34:25Sollte es das sein, wenn er mich wirklich liebt?
34:28Daniel fühlt sich unter Druck gesetzt.
34:30Er reagiert immer abweisend, wenn man ihn vor veränderte Tatsachen stellt.
34:35Ich kenne meinen Sohn.
34:38Letztendlich wird er das Richtige entscheiden.
34:41Bist du dir da sicher?
34:42Du hast doch selbst gesagt, dass sein Platz vier ist.
34:45Natürlich habe ich meinen Sohn gerne hier bei mir.
34:48Aber es ist doch nur entscheidend, dass ihr zusammen seid.
34:50Was ist mit der Manufaktur?
34:53Nichts ist wichtiger als euer Glück.
34:56Du liebst Daniel doch, oder?
34:58Ja.
34:59Dann rede nochmal in Ruhe mit ihm.
35:02Ich bin mir sicher, dass es eine Lösung für euch geben wird.
35:06Ich hoffe sehr, dass du recht hast.
35:10Auf den, wer gewinnt.
35:12Also ich würde mit Sturm der Liebe auf Platz setzen.
35:15Oh, entschuldigen Sie sich bitte.
35:19Und ich würde mit Tessa auf Sieg gehen.
35:23Die Pferde, bitte.
35:24Sie werden kein Glück haben mit Ihrer Wahl.
35:29Entschuldigen Sie bitte, aber...
35:33Ich kenne mich aus.
35:34Ach, wirklich?
35:36Das Rennen in Backbergstein, das hat ein schwieriges Geläuf und das geht über 4000 Meter.
35:41Da ist ein Steher gefragt.
35:47Guten Morgen.
35:50Ich kann mich nicht erinnern, dass ich Mittag gesagt hätte.
35:55Solange ich früher wach bin als der Chef der Falkenthaler Porzellanmanufaktur?
36:02Friedrich hat heute Nacht bei uns im Garten geschlafen.
36:06Julia und er haben, glaube ich, ihre Leidenschaft für Südafrika ausgelebt.
36:11Und gegrillt.
36:12Im Herbst.
36:13Das muss man sich mal vorstellen.
36:17Friedrich?
36:19Und Ihre Tochter?
36:22Ah, das Dankeschön.
36:24Ich verstehe.
36:26Ich finde, die beiden sind ein ganz hübsches Paar.
36:30Ich mag Ihren Humor, wirklich.
36:32Aber ich finde ihn in diesem Fall nicht ganz angebracht.
36:36Wieso?
36:38Finden Sie, meine Tochter passt nicht in Ihre Familie?
36:43Sie sind eigentlich die Letzte, mit der ich dieses Thema besprechen sollte.
36:49Ihre Tochter ist für meine Familie ein rotes Tuch.
36:51Und Sie wissen auch, warum.
36:53Moment, Herr Grafenberg.
36:54Ich muss Sie bitten, nicht so über Julia zu sprechen.
36:59Christa, ich schätze Sie wirklich sehr.
37:02Ach ja?
37:05Ich denke, es ist besser, wenn wir in Zukunft dieses Thema meiden
37:09und überhaupt nicht mehr über Ihre Tochter sprechen.
37:16Es ist schwierig.
37:21Also gut.
37:23Um des lieben Friedens willen.
37:45Ich habe beschlossen, in die Schweiz zu gehen und von dort aus meine Geschäfte zu führen.
37:50Wenn Marie geht, dann solltest du mit ihr gehen.
37:54Ich dachte, wir sind dein Paar.
37:55Hm, dachte ich auch.
37:57Und, treffen Paare solche Entscheidungen ohne Absprache?
38:00Manchmal sind Paare dazu bereit, zusammen wegzugehen.
38:08Ich habe dir schon erklärt, dass ich die Firma im Moment nicht im Stich lassen kann.
38:11Die Firma?
38:12Ja.
38:13Oder Julia?
38:18Wir sind einfach ein sehr gutes Team, Julia.
38:21Ja.
38:23Das sind wir.
38:24Ja.
38:30Weißt du, wie ich mich heute gefühlt habe?
38:32Wie eine Ehefrau.
38:33Oder wie das Klischee von einer Ehefrau, die von ihrem Mann versetzt wird,
38:36weil er sich lieber mit seiner Angestellten vergnügt.
38:38Ach ja?
38:39Und weißt du, wie ich mich fühle?
38:40Nicht wie ein Ehemann.
38:42Oder gehört es zu einer Ehe, dass die Frau ins Ausland verschwinden will,
38:45ohne ihrem Mann Bescheid zu sagen?
38:47Nein.
38:48Nein.
38:51Nein.
38:52Nein.
38:54Nein.
38:54Nein.
38:55Morgen.
38:56Morgen.
39:02Und?
39:05Was machst du heute am Feiertag?
39:07Ich?
39:09Oh.
39:10Keuer, Tim und ich entwerfen gerade ein Plakat für Lilly.
39:14Das soll eine Überraschung werden.
39:17Aber...
39:18Ja.
39:19Alles klar.
39:20Ich hätte mich auch gewundert, wenn es dich wirklich interessiert hätte.
39:23Doch.
39:24Doch, es interessiert mich.
39:25Entschuldige bitte, Charlotte.
39:29Aber...
39:29Was?
39:30Hast du immer noch keinen gefunden, der mit dir in die Schweiz geht?
39:34Auch wenn du es vielleicht nicht glaubst, ich hätte mich gefreut, wenn du mitkommst.
39:38Du bist meine Schwester.
39:39Ich liebe dich.
39:43Aber du hattest recht.
39:45Ich habe mich mit Daniel gestritten.
39:47Ich habe ihn gebeten, mitzukommen.
39:49Und?
39:50Ich glaube, er versteht gar nicht, wie wichtig das für mich ist.
39:53Ganz ehrlich?
39:54Ich verstehe es auch nicht.
39:56Es ist noch gar nicht so lange her, da wolltest du überhaupt nicht weg aus Falkenthal.
40:02Ich weiß, es geht dir ums Geschäft, aber es ist wirklich so dringend...
40:06Du hast dich jahrelang nicht drum gekümmert.
40:08Warum jetzt?
40:09Ja.
40:11Warum jetzt?
40:15Es geht dir gar nicht ums Geschäft, richtig?
40:19Auf Dauer drehe ich hier durch.
40:21Marie, das ist...
40:22Nein, nein, nein.
40:23Nicht so wie du meinst.
40:24Du musst dir keine Sorgen um mich machen.
40:26Aber ich kann doch nicht ewig hier sitzen und warten.
40:29Wenn ich ihm wenigstens vertrauen könnte.
40:32Oder...
40:33Oder mir selbst.
40:35Aber ich mache mir zu viele Gedanken.
40:37Das muss aufhören.
40:39Ja, das muss aufhören.
40:41Mach dich nicht so abhängig von Daniel.
40:43Du weißt, worin das ändert.
40:46Aber ich liebe ihn.
40:48Und ich will ihn nicht verlieren.
40:53Und was ist, wenn er nicht mitkommt?
40:57Dann gehe ich allein.
41:01Sorry, Marie, aber das nehme ich dir nicht ab.
41:03Dann wirst du dich über deine Schwester noch wundern.
41:13Also, wegen mir könnten wir eigentlich auch im Freien frühstücken, hm?
41:16Ach komm, mir ist es doch wenigstens zu,
41:18dass ein heißer Tee und eine warme Wohnung
41:20um diese Jahreszeit nicht zu verachten sind.
41:22Okay.
41:22Ich werde es mal nicht als Fluch der Zivilisation werden, hm?
41:25Aber die Sterne heute Nacht waren ein Traum.
41:27Alles klar.
41:27Ich überlege ernsthaft,
41:28ob ich nicht mein Wetter auf die Terrasse rausstellen soll.
41:31Dass es nicht Patricias Mutter hat?
41:32Ich glaube schon.
41:34Arbeitet Nico da drin?
41:34Ich habe ihn dran rumschrauben gesehen, ja.
41:37Entschuldige.
41:38Besser?
41:39Ich bin anscheinend nicht so kälteresistent wie du.
41:42Soll ich dein Geheimnis verraten?
41:43Auch so harte Jungs wie ich frieren.
41:45Es war ein Schreit.
41:55Du bist mein Chef.
41:57Wir sollten da Grenzen einhalten.
42:00Daniel, ich kann doch nicht die ganze Zeit hier sitzen,
42:02während du dich mit Julia in der Firma vergnügst.
42:04Julia hat das Design entworfen.
42:06Ich muss mit ihr zusammenarbeiten.
42:08Bist du deshalb den ganzen Tag so komisch zu mir?
42:10Weil du denkst, dass Frederik bei mir geschlafen hat?
42:12Bist du eifersüchtig?
42:15Schöneister, dich ist tipisch zu mir.
42:15Viele wissen ja.
42:20Untertitelung des ZDF, 2020
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