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  • vor 2 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:10Frau Schilling?
00:13Herr Gravenberg?
00:14Sind wir die Letzten?
00:15Ich denke schon.
00:17Na, endlich.
00:18Den ganzen Tag wie eine Wildfremde zu behandeln, das halte ich auf die Dauer nicht aus.
00:23Wir müssen das aber aushalten.
00:25Sie ist doch positiv, so können wir uns tagsüber wenigstens sehen.
00:29Das stimmt.
00:39Das stimmt.
01:00Das stimmt.
01:13Das stimmt.
01:22Das stimmt.
01:30Das stimmt.
01:33Das stimmt.
01:51Das stimmt.
02:21Das stimmt.
02:24Das stimmt.
02:40Das stimmt.
02:48Das stimmt.
02:51Das stimmt.
03:04Das stimmt.
03:05Das stimmt.
03:06Das stimmt.
03:06Das stimmt.
03:34Das stimmt.
03:36Das stimmt.
04:02Das stimmt.
04:05Das stimmt.
04:16Das stimmt.
04:18Das ist
04:57Das stimmt.
05:00Das stimmt.
05:15Das stimmt.
05:32Das ist
06:19Das stimmt.
06:48Das stimmt.
07:10Das stimmt.
07:40Das stimmt.
07:42Das stimmt.
07:44Das stimmt.
07:51Das stimmt.
07:53Das stimmt.
08:30Das stimmt.
08:52Das stimmt.
09:00Das ist
09:18Das stimmt.
09:29Das stimmt.
09:45Das stimmt.
09:54Das stimmt.
10:57Das stimmt.
11:40Das stimmt.
12:54Das stimmt.
12:57Das stimmt.
12:57Das stimmt.
12:58Das stimmt.
13:26Das stimmt.
13:27Das stimmt.
13:28Dann endet dieser Tag also doch noch mit einer guten Nachricht.
13:42Ich habe geschlafen wie ein Murmeltier.
13:45Keine Eiftronie mehr?
13:47Nichts.
13:48Julia, möchtest du noch einen Kaffee?
13:50Ja, bitte.
13:54Guten Morgen.
13:55Hallo.
13:56Hallo.
13:56Was machst du denn schon hier?
13:58Ja, ich wollte fragen, ob du vielleicht Lust hast,
14:00kurz vor der Arbeit noch in den See zu springen.
14:02Das ist eine prima Idee.
14:04Julia, kommst du mit?
14:07Danke für die Einladung, aber ich frühstücke lieber in Ruhe zu Ende.
14:11Ach, na gut.
14:13Dann bis später.
14:15Tschüss.
14:16Mach's gut.
14:16Tschau.
14:17Tschüss.
14:19Bannst du da was an zwischen den beiden?
14:22Vielleicht.
14:27Was ist?
14:30Nix.
14:30Alles in Ordnung.
14:32Ich bereite mich nur auf einen anstrengenden Tag vor.
14:35Und bei dir?
14:36Was hast du halt so vor?
14:38Ich habe noch nichts geplant.
14:40Vielleicht mache ich einen Spaziergang durch Falkenthal.
14:42Ich habe mich hier noch gar nicht richtig umgesehen.
14:45Gute Idee.
14:47Und Tobias hat erzählt,
14:49dass er mir eine Freundin von sich vorstellen will.
14:52Vielleicht klappt das ja heute.
15:01Guten Morgen, Daniel.
15:03Hast du gut geschlafen?
15:04Danke der Nachfrage.
15:05Können wir gleich zur Sache kommen?
15:06Zu welcher Sache?
15:07Du weißt genau, wovon ich spreche.
15:09Ach, möchtest du immer noch,
15:10dass ich mit deinem Großvater über das Schreiben
15:12an seine Geburtstagsgratulanten spreche?
15:14Ja, Mutter.
15:16Du hast gegen seinen Willen gehandelt.
15:18Du solltest ihm das erklären.
15:19Ach, was gibt es denn da noch zu erklären?
15:21Dass du Chef wirst, ist das einzig Vernünftige.
15:24Oder willst du etwa, dass Frederik den Posten bekommt?
15:27Der ist doch völlig unberechenbar.
15:28Das mag sein, aber das muss Großvater entscheiden
15:30und nicht du.
15:32Vielleicht muss er es ja gar nicht erfahren.
15:34Das könnte ihn viel zu sehr aufregen.
15:37Deshalb möchte ich, dass wir gemeinsam mit ihm darüber sprechen
15:40und dass du ihm erklärst,
15:41dass es ein bedauerlicher Fehler deinerseits war.
15:45Nein, das geht nicht.
15:46Außerdem habe ich gar keinen Fehler gemacht.
15:50Als herzkranker alter Mann
15:52kann Werner die Firma nicht weiterführen.
15:55Frederik als Nachfolger zu berufen,
15:56das wäre geradezu fahrlässig.
16:00Über kurz oder lang muss Werner dich berufen.
16:03Dann werde ich seinem Ruf folgen,
16:05aber dem greife ich doch nicht vor.
16:08Gut, wenn es dir so wichtig ist,
16:10dann werde ich mit ihm reden.
16:11Aber jetzt geht es nicht.
16:13Warum nicht?
16:14Ich habe einen Termin bei meiner Kosmetikerin.
16:17Das ist doch kein Zufall jetzt!
16:19Gut, dann spreche ich mit ihm alleine.
16:22Du, was du nicht lassen kannst,
16:23ich muss jetzt los.
16:29Andreas,
16:31ich möchte mich gern bei dir entschuldigen.
16:32Entschuldigen.
16:34Julia, solange du deine Arbeit nicht vernachlässigst,
16:36geht mich dein Privatleben gar nichts an.
16:40Das mit Daniel und mir,
16:41das ist was Besonderes.
16:42Das sah eher nach etwas Normalem aus.
16:45Ich verstehe, dass du wütend bist,
16:47aber du urteilst über uns,
16:48ohne dass ich was erklären kann.
16:49Das ist nicht fair.
16:51Soll ich mir jetzt eure Kennenlern-Geschichte anhören?
16:53Ja, zum Beispiel.
16:55Nein, danke.
16:56Das, was ich gesehen habe, das reicht mir.
16:57Mehr will ich nicht wissen.
17:02Kannst du dich an die Muschelhälfte erinnern,
17:04die ich mal dabei hatte?
17:05Ja.
17:06Du hast mir damals eine romantische Geschichte erzählt,
17:09von zwei Muschelhälften,
17:10die sich verloren haben
17:11und unbedingt wieder zueinander finden wollen.
17:13Ja.
17:14Und ich habe dir gesagt,
17:15dass ich Südafrika vermisse,
17:16weil ich mich von sehr vielen Dingen verabschieden musste.
17:18Ja und,
17:18jetzt hast du ja Daniel Grafenberg,
17:20um Trost zu finden.
17:20Nein, Andreas.
17:23Es war damals schon Daniel.
17:25Wir haben uns in Südafrika kennengelernt.
17:28Er hat mir die Muschelhälfte gegeben.
17:30Ihn habe ich die ganze Zeit vermisst.
17:34Bitte versprich mir,
17:35dass du es niemandem erzählst.
17:37Das habe ich euch gestern doch schon versprochen.
17:46Dieses Schreiben hat deine Mutter veröffentlicht?
17:48Ja.
17:49Ja.
17:50Großvater, es tut mir leid.
17:51Ich...
17:52Hier steht, dass du mein Nachfolger wirst.
17:55Ich weiß.
17:59Alle wissen,
18:01dass ich Frederik zu meinem Nachfolger machen werde.
18:05Wie konnte dieses Schreiben überhaupt rausgehen?
18:08Ich habe sie gebeten,
18:09die Formulierung zu ändern.
18:10Sie scheint es vergessen zu haben.
18:12So etwas vergisst deine Mutter nicht.
18:14Das ist Berechnung.
18:18Großvater, es tut mir leid, dass es passiert ist.
18:21Das Schreiben war schon verschickt, als ich es bemerkt habe.
18:26Wie konnte sie sich nur so gegen meinen Willen verhalten?
18:34Es tut mir leid, Großvater.
18:36Aber egal, was da drin steht,
18:39ich werde deine Entscheidung für Frederik nach wie vor akzeptieren.
18:42Daniel, ich weiß, dass du nichts damit zu tun hast.
18:47Das alles ist ein Plan von deiner Mutter.
18:54Es ist besser, wenn du jetzt zur Arbeit fährst.
18:57Ich
18:58werde ein bisschen in den Garten gehen.
19:01Soll ich dich begleiten?
19:03Du wirst in der Firma gebraucht.
19:05Ich danke dir, Daniel,
19:07dass du so offen warst.
19:08Das ehrt dich.
19:11Ich möchte nicht, dass du
19:14wegen dieser Sache
19:15deine Arbeit vernachlässigst.
19:17Geh in die Firma.
19:38Ist meine Schwiegertochter im Haus?
19:40Nein, sie hat das Haus heute früh verlassen.
19:42Wenn sie zurück ist, ich muss sofort mit ihr sprechen.
19:44Herr Grafenberg, so gefallen Sie mir gar nicht.
19:46Sie sollen sich nicht aufregen.
19:48Das weiß ich auch, Eva.
19:49Aber im Augenblick gelingt es mir nicht.
19:51Daniel hat vorhin nach Ihnen gefragt.
19:54Entschuldigen Sie, Eva,
19:55dass ich mich so ungehalten aufführe.
19:58Ja.
20:00Ich habe mit Daniel gesprochen.
20:03Er sah ebenfalls sehr besorgt aus.
20:05Das sollte er auch.
20:06Seine Mutter hat sich unmöglich verhalten.
20:08Und da musste Daniel mit Ihnen sprechen?
20:11Annabelle hat das Dankschreiben
20:13an meine Geburtstagsgratulanten
20:14dazu benutzt,
20:15um Daniel zu meinem Nachfolger zu erklären.
20:18Das tut mir aber leid für Sie, Herr Grafenberg.
20:21Annabelle, meine Schwiegertochter,
20:23sollte Ihnen leid tun.
20:24Sie sollen sich nicht aufregen, Herr Grafenberg.
20:26Denken Sie an Ihr Herz.
20:27Sie wissen genau,
20:28dass Annabelle nur aus Liebe zu Daniel so handelt.
20:34Herein.
20:36Hallo.
20:40Endlich sehe ich dich wieder.
20:42Guten Morgen.
20:43Guten Morgen.
20:44Ich habe dich vermisst.
20:46Wie geht es dir?
20:47Ich habe die halbe Nacht wachgelegen und nachgedacht.
20:50Hast du mit Andreas schon gesprochen?
20:52Ja.
20:53Ich glaube, er hält sein Wort.
20:55Lass uns etwas vorsichtiger sein.
20:58Ich lasse dich erst los,
20:59wenn wir uns nachher noch sehen.
21:01Wenn wir alleine sind,
21:02kannst du mich so lange festhalten,
21:03wie du möchtest.
21:05Wie wäre es mit einem Picknick am See?
21:10Ja?
21:12Herr Grafenberg,
21:13Ihr Termin mit dem Zulieferer von Balke und Söhne.
21:15Das Taxi wartet.
21:17Ja, ist gut, Silke.
21:18Ich komme.
21:23Ich freue mich auf Nachher.
21:25Tschüss.
21:34Was riecht denn hier so gut?
21:36Tobias kommt später auf eine Tasse Kaffee vorbei.
21:40Und da habe ich mir gedacht,
21:42Pflaumenkuchen ist genau das Richtige.
21:44Aber wir kriegen doch sicher auch ein Stück Kuchen ab.
21:47Als ob ich mir erlauben könnte,
21:48Pflaumenkuchen zu backen,
21:49ohne dass jeder hier im Haus ein Stück abbekommt.
21:52Dann bin ich beruhigt.
21:54Hey, wo kommt denn der alte Picknick-Kopf her?
21:56Daniel hat danach gefragt.
21:58Daniel macht ein Picknick?
21:59Mit wem denn?
22:02Hallo, Großvater.
22:08Kannst du dich noch an unsere Ausflüge erinnern?
22:11Ja.
22:13Es ist lange her.
22:15Als Kind habe ich diese Ausflüge geliebt.
22:19Der Korb schien unermessliche Ausmaße zu haben.
22:22So viel hatte Eva drin verstaut.
22:23Und dein Schokoladenpudding war einsame Spitze, Eva.
22:26Patricia,
22:28du machst dir viel Unruhe.
22:31Was ist los?
22:32Ich denke nach.
22:35Weißt du, was andere Leute mit 70 Jahren machen?
22:38Die buchen eine Kreuzfahrt,
22:40legen sich in die Sonne und genießen das Leben.
22:42Ich habe ganz andere Sorgen.
22:44Geht es schon wieder um die Firma?
22:46Im Moment handelt es sich in erster Linie
22:48um das Verhalten deiner Mutter.
22:51Was ich aber nicht mit dir diskutieren werde.
22:58Er hat vom Mutterschreiben erfahren.
23:00Mhm.
23:03Ja.
23:05Mhm.
23:13Ja.
23:15Ja.
23:17Ja.
23:24Musik
23:58Musik
24:22Rederic, nun spring doch. Du brauchst keine Angst haben.
24:27Es ist zu hoch.
24:28Er springt zusammen, ja?
24:31An den Händen, okay?
24:37Alles klar, kleiner Bruder?
24:40Los. Eins, zwei, drei.
24:47Ich hab's geschafft, Philipp. Ich hab mich getraut zu springen, so wie du.
24:52Klar, du bist doch auch mein Bruder. Also bist du genauso mutig.
24:56Philipp, was ist passiert? Du blutest ja ein bisschen.
24:59Halb so wild. Ich bin nur auf den Nagel hier gefallen.
25:03Musik
25:07Musik
25:23Musik
25:24Musik
25:24Musik
25:24Musik
25:24Musik
25:27Musik
25:50Auch wenn Daniel einen auswärtigen Termin hat, dann ist die Firma wie ausgestorben.
25:53Na ja, unter ausgestorben stelle ich mir was anderes vor.
25:56Hm. Wie findest du eigentlich, Daniel Gravenberg?
26:02Er ist sehr nett. Und ein guter Chef, denke ich.
26:05Mhm. Ja, das ist er.
26:09Ich komm mir vor wie eine Lügnerin.
26:13Wie soll ich mich Silke gegenüber verhalten?
26:16Ich weiß, dass sie für Daniel schwärmt, aber ich kann dir nicht von uns erzählen.
26:21Sie wär so verletzt, wenn sie wüsste, dass Daniel und ich zusammen sind.
26:27Das war nicht zu übersehen.
26:28Ja?
26:29Ich würde gern heute noch fertig werden.
26:32Entschuldige, ich war gerade mit meinen Gedanken ganz woanders.
26:34Das war nicht zu übersehen.
26:38Keine Sorge, ich werde alles pünktlich fertig haben.
26:50Guten Tag.
26:51Guten Tag.
26:52Guten Tag.
26:52Sehen Sie so gut.
26:53Vielen Dank, Gerda.
26:54Danke sehr.
26:55Eine Flasche Champagner und zweimal die Austern, bitte.
26:58Gerne.
26:58Danke.
27:01Patricia, entschuldige.
27:02Verspät.
27:03Dein Anruf klang, als wärst du in der Bredouille.
27:05Bin ich auch.
27:07Mein Auto war im absoluten Halbüberbot und wurde abgeschleppt.
27:10Und irgendwie muss ich ja meine Einkäufe nach Hause bringen.
27:13Mutter, das darf doch nicht wahr sein.
27:15Du bestellst mich hierher, damit ich dir deine Einkäufe nach Hause trage?
27:19Dir ist vielleicht entgangen, dass ich mit dem Motorrad da bin.
27:21Ich dachte, du hast vielleicht Lust auf ein Mittagessen.
27:24Du kannst dir doch vorstellen, wie die Stimmung zu Hause ist.
27:26Du hast nichts Besseres zu tun, als bummeln zu gehen und mit mir Mittag zu essen.
27:31Wie ist denn die Stimmung?
27:34Großvater hat von ihm Schreiben erfahren.
27:36Er ist wirklich getroffen.
27:37Ich kann nicht sagen, dass ich ihn nicht treffen wollte.
27:41Patricia, merkst du denn gar nicht, dass ich nur zum Wohle der Familie und der Firma handele?
27:45Du setzt sehr fragwürdige Mittel ein.
27:47Der Zweck heiligt die Mittel.
27:49Er wird es schon überleben.
27:52Er muss endlich akzeptieren und verstehen, dass Daniel und ich die Firma übernehmen werden.
27:57Ich habe keine Lust, weiter mit dir darüber zu kommen.
27:59Wie du meinst, aber eines Tages wirst du mich verstehen.
28:20Entschuldigung, kennst du einen Kolja Hertel?
28:22Ja.
28:23Weißt du zufälligerweise auch, wo der gerade ist?
28:25Du musst Tim sein.
28:28Verstehe, du bist Kolja.
28:30Hi, Kolja.
28:31Hi, Tim.
28:31Tut mir leid, dass ich gerade zu spät gekommen bin, aber mein Meister macht gerade total Stress.
28:35Und ich muss auch gleich wieder runter.
28:37Meine Mittagspause ist auch vorbei.
28:39Wollen wir das nicht mit der WG ganz in Ruhe nach Feierabend besprechen?
28:43Kennst du das Cozy One?
28:44Ja, klar.
28:44Cooler Laden, oder?
28:45Wollen wir uns da treffen?
28:46Und dann erkläre ich dir, wie das mit der Wohnung läuft und so.
28:48Du hast noch keinen anderen Mitbewohner gefunden, oder?
28:51Nicht so richtig, ne.
28:53Und ich glaube, wir würden uns ganz gut verstehen.
28:57Guckst du dir gerade noch andere WGs an?
28:59Im Moment nicht.
29:00Ah, aber du suchst noch ein WG-Zimmer.
29:02Ja, ich muss unbedingt von zu Hause ausziehen.
29:04Du wohnst noch bei deinen Eltern.
29:06Ja, aber langsam reicht's.
29:08Ja, ging mir genauso.
29:09Aber ich sag dir, es lohnt sich.
29:12Alleine wohnen ist viel entspannter.
29:14Kann ich mir vorstellen.
29:14Ja, du, ich muss weiter.
29:16Ja, dann bis später.
29:18Wir sehen uns.
29:18Ciao.
29:33Hey, Patricia.
29:35Hallo.
29:37Was ist los?
29:38Ach, lass nur, Onkel Frederik.
29:39Ich ärgere mich über Mutter.
29:41Sie glaubt wirklich, dass ich sie von ihrem Einkaufsbummel abhole und ihr die Taschen
29:44nach Hause trage.
29:46Annabelle hält das Haus ganz schön auf Trab.
29:47Sie ist wirklich anstrengend.
29:50Seit Vater Tod ist, dreht sich für sie alles nur noch um die Firma und um Daniel.
29:54Aber seit du da bist, dreht sie durch.
29:57Ich war heute spazieren.
29:58Ich war auch bei Philipps Grab.
30:01Und bei dem alten Eiskeller.
30:04Gibt's dir noch?
30:05Na klar.
30:07Dein Vater und ich, wir waren dort immer spielen.
30:09Obwohl es natürlich streng verboten war.
30:12Daniel und ich waren auch immer da.
30:16Einmal wollten wir beide vom Türrahmen runterspringen.
30:21Als ich hochgeklettert war, habe ich mich nicht mehr getraut.
30:25Also sind wir zusammengesprungen.
30:28Ich war so mächtig stolz.
30:30Genauso mutig, wie mein großer Bruder zu sein.
30:33Im nächsten Augenblick habe ich gesehen, dass Philipps Hand verletzt war.
30:36Er hatte sich bei der Landung die Hand in einen Nagel reingerannt.
30:43Vater hatte uns nie erzählt, woher seine Naube an seine Hand kommt.
30:46Wir haben die Wunde sogar vor Eva verheimlicht.
30:51Habt ihr es geschafft?
30:59Ich vermisse ihn auch.
31:05Er ist viel zu früh gestorben.
31:08Dann stelle ich ja noch da.
31:12Da gäbe es auch keinen Streit zwischen Großvater und Mutter.
31:15Das stimmt.
31:19Das sieht ja wunderbar aus, Eva.
31:22Soll ich dir noch eine Flasche Wein einpacken?
31:25Champagner.
31:27Ui, das muss ja ein ganz besonderes Frühstück sein.
31:36Hier bist du.
31:37Hast du einen Moment für mich, Daniel?
31:40Ja, natürlich, Großvater.
31:44Ich habe heute lange nachgedacht.
31:54Oh, Entschuldigung, Herr Grafenberg.
31:57Ich wusste nicht, äh...
31:59Eva, Sie kennen meinen Blutdruck.
32:00Das Versteck für die Zigarren.
32:02Wissen, wann ich wie viel Kaffee trinke.
32:04Sie können ruhig bleiben.
32:07Ich denke, es ist das Beste, dass ich alleine mit deiner Mutter rede.
32:15Meinst du nicht, wir sollten zu dritt darüber sprechen?
32:17Nein.
32:18Du solltest nicht zwischen uns geraten.
32:20Aber ich fühle mich irgendwie verantwortlich.
32:23Das weiß ich sehr zu schätzen, Daniel.
32:25Aber ich weiß auch, dass es nicht deine Idee war, den Brief zu schreiben.
32:31Und deswegen möchte ich mit Annabelle unter vier Augen reden.
32:37Wie du willst, Großvater.
32:41Ich bin stolz auf dich.
32:43Und das, was du für die Firma schon alles geleistet hast.
32:48Es tut mir leid, dass es derzeit so unruhig ist.
32:51Du kannst dich auf mich verlassen, Großvater.
32:53Was die Firma betrifft.
32:55Und nach wie vor akzeptiere ich deine Entscheidung für die Nachfolge.
33:00Ich gehe kurz duschen und hole mir dann den Korb, Eva.
33:07Danke, Eva.
33:15Ich bin froh, dass der Junge so ist, wie er ist.
33:20Es muss ein sehr ernstes Gespräch sein, das Sie mit seiner Mutter führen wollen.
33:26Ich habe eine schwerwiegende Entscheidung getroffen.
33:30Ich hoffe, Sie haben sich richtig entschieden.
33:37Ich auch, Eva.
33:39Ich auch.
33:42Die Spülmaschine läuft.
33:44Und?
33:44Was willst du mir damit sagen?
33:46Nichts weiter.
33:48Hast du es eilig, Feierabend zu machen?
33:49Hast du noch eine Verabredung?
33:51Später.
33:52Gut, dann kannst du ja die Kaffeemaschine sauber machen und vergiss den Milchschlauch nicht.
33:57Andreas, so geht das nicht.
33:59Was?
33:59Dein Verhalten.
34:01Ich habe das Gefühl, du gönnst Daniel mir unser Glück nicht.
34:04Das hat nichts mit Gönnen zu tun.
34:06Ich bin sauer, weil du mich verarscht hast.
34:08Ich habe verstanden, dass du sauer warst.
34:11Ich habe dich an meinem zweiten Arbeitstag hängen lassen und dann stellt sich heraus, dass ich mit Daniel zusammen war.
34:15Ja, richtig.
34:16Du hättest mir sagen sollen, dass ihr zusammen seid und nicht hier herumknutschen.
34:20Uns war die Situation ganz genauso peinlich wie dir.
34:24Ich hätte verstanden, wenn du mir gekündigt hättest.
34:26Ich habe versucht, dir alles genau zu erklären.
34:28Aber so wie du mich im Moment behandelst, so möchte ich mich nicht behandeln lassen.
34:32Aber ich fürchte, du verlangst da etwas zu viel von mir.
34:34Andreas, ich verlange Respekt.
34:39Unabhängig von dem, was mit Daniel und mir ist.
34:42Ich brauche diesen Job und ich möchte diesen Job gut machen.
34:44Aber so kann ich nicht mit dir zusammenarbeiten.
34:48Jetzt kannst du mich feuern.
34:51Ich denke gar nicht dran.
34:55Es tut mir leid, ich wollte nicht unfair sein, okay?
34:57Gib mir einfach ein bisschen Zeit, mich an die ganze Situation hier zu gewöhnen.
35:01Ich kann dir alles nochmal erklären.
35:03Nein, bitte nicht.
35:06Behalte eure Geschichte erstmal für euch.
35:09Schau, dass wir mal schnell fertig werden, okay?
35:15Hallo Eva, hier sind die Äpfel.
35:18Danke Tobias, dass du daran gedacht hast.
35:21Das ist meine alte Freundin Christa.
35:23Christa, das ist meine alte Freundin Eva.
35:28Da wir beide alte Freundinnen von Tobias sind, können wir wohl auch du zueinander sagen.
35:33Sehr gerne.
35:35Tobias, ich wusste gar nicht, dass ich eine alte Freundin von dir bin.
35:38Na, wir kennen uns doch nun auch schon über 20 Jahre, oder?
35:40Ja, das kommt hin, ja.
35:43Als ihr damals nach Falkenthal gezogen seid, da lernte Patricia gerade laufen und Daniel ging in den Kindergarten.
35:49Und Lilly war noch gar nicht geboren.
35:51So, ich bringe jetzt mal das Obst in den Keller.
35:53Ja, ist lieb von dir.
35:56Und, ähm, woher kennt ihr euch?
35:59Ach, aus der Schule.
36:00Wir sind in dieselbe Klasse gegangen.
36:02Ach so, aber er hat mir nie etwas von dir erzählt.
36:05Ach, du weißt doch, wie das ist.
36:07Man verliert sich aus den Augen.
36:08Tobias hat geheiratet und ist nach Falkenthal gezogen und ich hab als Theodess angefangen.
36:13Oh, als Theodess.
36:15Klingt aufregend.
36:16Nach Abenteuer.
36:17Ja.
36:19Oh, Besuch, ich will nicht stören.
36:21Das ist Daniel Grafenberg, der Enkel von Herrn Grafenberg.
36:24Und das ist Christa, die alte Freundin von Tobias.
36:28Freut mich, Sie kennenzulernen.
36:29Hallo.
36:30Dein Picknickkorb.
36:32Und viel Spaß.
36:33Danke, werd ich haben.
36:37Wollen wir uns setzen?
36:42Das ist aber ein sehr charmanter junger Mann.
36:46Der begehrteste Junggeselle im Umkreis von 120 Kilometern.
36:49Also, das kann ich mir vorstellen.
36:59Endlich.
37:01Hast du Hunger?
37:03Nein.
37:04Durst?
37:05Mhm.
37:06Was ist denn da?
37:10Ich möchte erst schwimmen.
37:14Na gut.
37:15Hast du mit?
37:16Mhm.
37:17Mhm.
37:21Endlich haben wir etwas Zeit für uns.
37:24Wenn ich mit Daniel zusammen bin, ist es so einfach, den Alltag zu vergessen.
37:28Und den Moment zu genießen.
37:34Werner.
37:35Ich dachte, du hättest dich schon hingelegt.
37:39So.
37:41Dachtest du.
37:42Na ja, du bist nicht mehr der Jüngste.
37:44Da ist es nichts Ungewöhnliches, wenn man sich etwas früher hinlegt.
37:49Ich muss mit dir reden, Annabelle.
37:53Ja, ich weiß.
37:56Annabelle, lass das.
38:03Gut, kommen wir zur Sache.
38:05Du regst dich auf, weil ich unseren Geschäftspartnern mitgeteilt habe, dass Daniel die Linie der traditionellen Unternehmenskultur unserer Firma in
38:16Zukunft fortsetzen wird.
38:17Du hast dich über meinen Willen, Frederik zum Nachfolger meiner Firma zu machen, hinweggesetzt.
38:22Du weißt doch so gut wie ich, dass Frederik die Firma weder übernehmen will, noch kann.
38:29Das steht im Augenblick nicht zur Debatte.
38:31Ich habe doch lediglich eine Entscheidung vorweggenommen, die früher oder später sowieso angefallen wäre.
38:40Du machst dir etwas vor, Annabelle?
38:43Du machst dir etwas vor.
38:45Frederik wird abreisen.
38:47Daniel muss sein Chef der Falkenthaler Porzellanmanufaktur werden.
38:51Du schaffst das einfach nicht mehr.
38:54Ich weiß, wie sehr du Philipp geliebt hast.
38:58Und ich weiß, wie sehr du dich nach seinem Tod um die Belange der Firma gekümmert hast.
39:04Das rechne ich dir hoch an.
39:11Du bist ein guter Verlierer, Werner.
39:15Das muss ich sagen.
39:17Ich bin noch nicht fertig, Annabelle.
39:20Ich habe lange nachgedacht.
39:24Und ich habe eine Entscheidung getroffen.
39:31Champagner!
39:32Die Sonne ist zwar noch nicht untergegangen, aber du hast Feierabend.
39:35Also steht dir Champagner trinken ins Fernweg.
39:38Ich hätte schon auf der Safari gern mit dir Champagner getrunken.
39:40Aber da warst du ja im Dienst.
39:43Als wir da am See gebadet haben,
39:45da habe ich mir gewünscht, dass wir allein gewesen wären, ohne all die anderen Leute.
39:50Hier sind wir ungestört.
40:00Ja, das stimmt.
40:14Sehr gut.
40:31Es kommt mir immer noch für ein kleines Wunder vor, dass wir uns hier wieder befinden können.
40:45Es ist mir nicht leicht gefallen.
40:50Willst du dich etwa gegen deinen Enkel stellen?
40:53Nein, ich stelle mich nicht gegen Daniel, sondern gegen seine Mutter.
40:58Was hast du vor?
40:59Ich beurlaube dich mit sofortiger Wirkung von deiner Position als Leiterin der Marketingabteilung
41:05und erteile dir hiermit Hausverbot für die Falkenthaler Porzellanmanufaktur.
41:18Sie sollten mehr auf Daniel setzen.
41:20Aber Annabelle ist seine Mutter. Verständlich, dass sie einen gewissen Einfluss auf ihn ausgibt.
41:25Du als mein Sohn und als Juniorchef wirst dafür sorgen, dass ich sofort zurück in die Firma komme.
41:30Ich habe irgendwie hellische Angst vor Abschied nehmen, glaube ich.
41:35Vor einem Abschied brauchst du bei mir keine Angst zu haben.
41:39Ich werde immer bei dir bleiben.
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