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KurzfilmeTranskript
00:00Gehen Sie schon.
00:08Gehen Sie.
00:28Gehen Sie.
00:31Gib uns noch eine Chance.
00:34Ich liebe dich, Julia.
00:40Gehen Sie.
01:07Gehen Sie.
01:16Gehen Sie.
01:19Gehen Sie.
01:48Gehen Sie schon wieder.
01:51Gehen Sie sich weiter üben, wären Sie wahrscheinlich noch richtig schlagfertig.
01:53Gehen Sie.
01:58Gehen Sie.
02:00Sprich.
02:01Was?
02:04Silke, ich bin's, Andreas.
02:07Ja, und?
02:09Der Andreas, der dich genauso gut kennt wie du dich selbst.
02:12Also raus mit der Sprache.
02:18Ich hab Julia gestern im Lanzino
02:22Rotwein über die Bluse gekippt.
02:26Das ist das Problem.
02:30Na ja, es war ein bisschen tollpatschig von dir,
02:33aber es gibt ja Fleckensalz.
02:34Nein, es war nicht tollpatschig, es war Absicht
02:37und es war ganz schön bekloppt von mir.
02:40Aber wieso hast du das gemacht?
02:43Ach, Julia soll endlich aufhören, sich an Jörg ranzumachen.
02:47Moment, Moment, Moment.
02:49Jetzt mal ganz langsam und zum Mitschreiben.
02:51Julia macht sich an Jörg ran
02:52und du schüttest ihr deshalb Rotwein über die Bluse?
02:55Ja, und Frederik Grafenberg,
02:58der war auch noch dabei.
03:01Also erstens glaube ich,
03:02dass Julia die Letzte ist,
03:03die dich an Jörg ranmacht
03:04und zweitens ist es tatsächlich dämlich,
03:07vor dem Chef Rotwein über die Bluse von Julia zu schütten.
03:10Ja, also mit dem Rotwein
03:11ergib ich dir völlig recht.
03:15Was soll ich denn jetzt machen?
03:17Na, wie wär's denn damit,
03:18wenn du dich bei ihr entschuldigst?
03:20Nein, nein, auf keinen Fall.
03:22Ich werde nicht zulassen,
03:23dass sich jemand zwischen Jörg und mich stellt.
03:46Danke, Marie.
03:48Entschuldige,
03:49dass du warten musstest.
03:52Das macht nichts.
03:53Ich bin auch gerade erst gekommen.
03:57Wie ich sehe,
03:58bist du in Gedanken
03:58schon ganz bei deinem bevorstehenden Urlaub mit Daniel.
04:04Der Urlaub mit Daniel?
04:06St. Moritz ist wundervoll.
04:08Besonders um diese Jahreszeit.
04:11Philipp und ich,
04:12wir waren oft dort,
04:14als wir noch jung und verliebt waren.
04:19Wie lange willst du dir noch umrühren?
04:23Das hab ich gar nicht gemerkt.
04:26Marie, ist irgendwas.
04:28Es ist alles in Ordnung.
04:30Es ist nur,
04:32wenn du Sorgen hast.
04:33Du weißt doch,
04:34du kannst mir alles erzählen.
04:38Ich glaub, du hattest recht.
04:41Julia liebt Daniel noch
04:42und will ihn zurückhaben.
04:46Wie bitte?
04:47Woher denn diese plötzliche Einsicht?
04:49Ich hab gerade eine SMS von ihr gelesen an Daniel.
04:52Sie fleht ihn an,
04:53ihnen noch eine Chance zu geben.
04:55Was?
04:57Hat er dir das gesagt?
04:58Nein.
05:00Er hatte sein Handy zu Hause vergessen.
05:01Ich hab die SMS direkt gelesen.
05:04Kann ich diese SMS einmal sehen?
05:08Nein.
05:19Und Daniel weiß noch nichts davon?
05:21Ich hab noch nicht mit ihm drüber gesprochen.
05:28Ich glaube,
05:29es ist besser,
05:29wenn er nichts davon erfährt.
05:31Warum?
05:32Daniel ist doch derjenige...
05:33Marie,
05:34du kannst froh sein,
05:35dass du diese Nachricht
05:36zuerst gesehen hast.
05:38Ich glaube,
05:39wir beide müssen jetzt
05:40sehr klug handeln.
05:41und Daniel vor dieser Frau beschützen.
05:49Ja,
05:50schön, dich zu sehen.
05:52Schau mich an
05:53und sag mir,
05:53was du siehst.
05:54Also,
05:55ich sehe
05:55dich
05:58und...
05:59Sag mir,
06:00was du siehst.
06:02Ich sehe
06:02einen wunderschönen Mann
06:04mit tollen,
06:06aber bösen Augen.
06:08Du siehst also keinen Trottel?
06:09Nein,
06:10natürlich nicht.
06:10Warum fühle ich mich
06:11dann wie ein Trottel?
06:13Ich weiß nicht.
06:14Ich sag's dir.
06:16Ich fühle mich wie ein Trottel,
06:17weil du dich von meinem Chef
06:17lächerlich gemacht hast.
06:19Aber was habe ich denn getan?
06:20Du hast mir nicht gesagt,
06:21dass Frederik Grafenberg dabei war,
06:23als du Julia den Wein
06:24über den Kopf geschüttet hast.
06:25Das habe ich wohl...
06:26Dann...
06:27Was soll das?
06:28Meine Freundin,
06:29die Frau an meiner Seite,
06:30dreht vor den Augen
06:30des Chefs komplett durch?
06:31Julia soll aufhören,
06:32sich zwischen uns zu drängen.
06:34Jörg, ich...
06:35Ich will kein Jörg,
06:35ich oder irgendwas hören.
06:37Alles, was ich hören will,
06:38ist Entschuldigung.
06:40Ich verspreche,
06:41dass so etwas nie mehr vorkommt.
06:44Entschuldigung.
06:44Ich verspreche,
06:45dass so etwas nie wieder vorkommt.
06:50Ich hasse es,
06:50so mit dir sprechen zu müssen,
06:51aber du lässt mir
06:53keine andere Wahl.
06:54Es tut mir leid.
06:56Sollte es auch.
06:58Aber ich will großzügig sein
06:59und dir vergeben.
07:02Nur solltest du meine Geduld
07:04wirklich nicht überstrapazieren.
07:14Und du meinst wirklich,
07:15dass es das Beste ist,
07:16wenn Daniel nichts von der SMS erfährt?
07:18Du vertraust ihm doch.
07:20Ja, das tue ich.
07:22Also was für einen Grund
07:24gibt es ihm davon zu erzählen?
07:26Weil er derjenige ist,
07:27um den sich hier alles dreht?
07:30Auf den ersten Blick
07:31hast du natürlich recht.
07:32Aber diese Julia Schilling
07:34ist eine sehr geschickte Manipulatoren.
07:37Nein.
07:38Sie ist meine Freundin.
07:40Natürlich ist sie das.
07:41Aber in erster Linie
07:43ist sie eine Frau.
07:44Eine Frau, die liebt.
07:46Genau wie du.
07:48Und aus Liebe zu allem fähig ist?
07:50So ist es.
07:52Schließlich ist es kein feiner Zug von ihr,
07:54sich hinter deinem Rücken
07:55an deinen Freund ranzumachen
07:57und dir die treue Freundin vorzuspielen.
08:00Trotzdem, ich kann mir nicht vorstellen,
08:01dass Julia mich so hintergehen würde.
08:04Ich glaube nicht,
08:05dass sie das mit Absicht macht.
08:06Es liegt einfach in ihrer Natur.
08:09So wie ein Instinkt.
08:11Und deshalb ist es besser,
08:13wenn wir die ganze Sache
08:14unter den Tisch kehren.
08:18Wahrscheinlich hast du recht.
08:20So können wir Daniel
08:21vor unnötiger Verwirrung schützen.
08:24Marie, du kannst froh sein,
08:26dass du diese Nachricht
08:26zuerst entdeckt hast.
08:29Allerdings,
08:30was wird passieren,
08:32wenn Julia jetzt jeden Tag
08:33in der Manufaktur arbeitet?
08:36Darüber habe ich auch schon nachgedacht.
08:38Tja, kein schöner Gedanke.
08:40Aber was kann man da schon tun?
08:43Marie, mach dir nicht allzu viele Sorgen.
08:45Geh du jetzt zu Daniel
08:46und zeig ihm,
08:47wie sehr du ihn liebst.
08:49Das ist das Beste,
08:50was du jetzt tun kannst.
08:54Danke, Annabelle.
08:57Ich weiß gar nicht,
08:58was ich ohne dich gemacht hätte.
09:01Das ist doch selbstverständlich.
09:07Obwohl es mir nicht leicht fallen wird,
09:08Daniel etwas zu verheimlichen.
09:15Bringen Sie mir bitte
09:16ein kleines Steak.
09:17Aber blutig.
09:19Das brauche ich jetzt irgendwie.
09:37Die ganzen Lieder hier drin.
09:41Und zu jedem Lied
09:42gibt es eine Erinnerung.
09:45Erinnerst du dich noch?
09:49Wise men say
09:52Only fools rush in
09:54Warte mal.
09:55Nein, sag's nicht.
09:56Mir fehlt noch ein
09:58dein altes Auto.
10:00Ja.
10:00Das weißt du noch.
10:01Na klar.
10:03Wir kamen gerade vom Skiurlaub
10:04und sind mitten auf der Autobahn
10:06eingeschnallt.
10:07Genau.
10:09Und da war meterhoher Schnee.
10:11Die ganze Straße war blockiert.
10:13Und dann sind auch noch
10:14diese Holländer gekommen.
10:16Welcher Holländer?
10:16Ja, dieses holländische Pärchen,
10:18das sich bei uns aufgewärmt hat,
10:20weil ihm der Sprit ausgegangen ist.
10:22Ach ja.
10:23Hatten die nicht auch
10:24so einen Hund dabei?
10:25Ja, der hat die ganze Zeit
10:25immer bei jedem Lied mitgejohlt.
10:28Das war so romantisch.
10:30Eingeschneit in deinem alten Auto
10:32wie in einem Iglu.
10:35Ja, das war's.
10:39Ja, und vier Monate später
10:41warst du plötzlich weg.
10:46Na, du warst weg und
10:49hast dich ja dann ewig
10:50nicht mehr gemeldet.
10:53Ich war dir einfach
10:54zu langweilig, oder?
10:56Nein, Tobias,
10:57das war's nicht.
10:58Es lag nicht an dir.
11:00Ich war jung.
11:02Ich wollte einfach raus.
11:03Was von der Welt sehen.
11:06Und mit mir wäre das
11:07nicht gegangen?
11:11Ich will mit dir damals
11:13überall hin.
11:15Ich weiß.
11:17Aber
11:18vielleicht war genau das
11:19das Problem.
11:22Ich hab Jahre gebraucht,
11:23um zu begreifen,
11:23was das für ein Geschenk ist,
11:24einen richtig guten,
11:26ehrlichen Mann zu haben.
11:29Ich glaub,
11:30ich muss da mal los.
11:31Es müssen nur ein paar
11:33Erledigungen
11:33für die Grafenbergs machen.
11:35Tobias,
11:37wirst du mir
11:37irgendwann verzeihen können?
11:43Ganz ehrlich,
11:47ich weiß es nicht.
11:56Erinnerst du dich noch
11:57an meinen allerersten
11:58Arbeitstag hier im Catering?
12:00Natürlich.
12:01Seitdem ist ganz schön
12:02viel passiert, oder?
12:04Ja, du hast
12:04Falkenthal ganz schön
12:05aufgemischt.
12:07Oder Falkenthal nicht.
12:09Wie wird das?
12:12Stell dir vor,
12:14ich könnte wieder
12:14für die Grafenbergs arbeiten.
12:17Was?
12:18Du fängst wieder
12:18bei mir im Catering an?
12:20Nein.
12:22Frederik Grafenberg
12:23hat mir eine Festanstellung
12:24als Designerin angeboten.
12:27Ist nicht wahr.
12:30Wahnsinn.
12:31Gratuliere.
12:32Ja, komm her.
12:35Ist ja der Armand.
12:37Von der Catering-Assistentin
12:39zur Designerin
12:40bei Falkenthal Porzellan.
12:41Hm, nicht schlecht.
12:43Wenn du so weitermachst,
12:44bist du in zwei Jahren
12:44Chef von Falkenthal Porzellan
12:46und dann beförderst du mich
12:47zum Caterings-Frühstücks-
12:50Direktor.
12:51Ich hab da noch gar nichts
12:52zugesagt.
12:53Mhm.
12:54Ich weiß.
12:55Annabelle wird dir
12:56das Leben zur Hölle machen.
12:57Silke wird eifersüchtig sein.
13:00Und Daniel.
13:01Hm, genau.
13:03Und trotzdem
13:04solltest du's machen.
13:07Meinst du wirklich?
13:09Na, hör mal.
13:11Designerin bei Falkenthal Porzellan.
13:13Das ist doch ne super Referenz.
13:15Außerdem, was können sie dir anhaben,
13:17was du nicht schon überstanden hast?
13:20Vielleicht hast du recht.
13:22Ich werd einfach noch mal
13:24mit Daniel drüber sprechen.
13:25Mach das.
13:26Lass dich nicht unterkriegen.
13:29Du wirst echt klasse.
13:32Na ja.
13:34Deswegen bin ich auch hier.
13:36Oder glaubst du,
13:38ich bin nur
13:38eingestellt worden,
13:40um
13:40Schnittchen zu schmieren?
13:50Na, wunderbar.
13:52Kommt's ja hinten wieder.
13:54Das könnt ihr halt,
13:55ihr Männer.
13:56So, meine Sie,
13:57Lilly, lass'n los.
13:58Wir haben ne schöne Pause
13:59am See
14:00und du bist knatschig.
14:02Was ist nix los?
14:03Was soll sein?
14:05Naja.
14:06Wenn ich nicht irre,
14:07hast du grad eine
14:08Ihr-Männer-Diskussion
14:09losgetreten.
14:10Hab ich nicht.
14:11Passt du wohl.
14:13Ja, okay.
14:14Ich geb's zu.
14:15Aber nur,
14:15weil man euch Männer
14:16auch einfach nicht verstehen kann.
14:17Dann war's schon wieder.
14:18Wer ist denn euch Männer?
14:20Kolja oder wer?
14:21Ja,
14:21der ist so ein Idiot.
14:23Er will einfach nicht
14:23den Mund aufmachen.
14:24Erzählt mir nicht,
14:25was mit dieser Charlotte läuft.
14:26Das erzählst du mir
14:27jetzt zum x-ten Mal
14:28und zum x-ten Mal
14:29versteh ich nicht,
14:30warum du dich
14:30sogar drüber auflegst.
14:33Ich hab Kolja
14:34immer alles erzählt.
14:35Alles.
14:36Ach ja, wirklich?
14:38Auch von uns?
14:40Na ja,
14:40vielleicht nicht ganz alles,
14:42aber immerhin doch.
14:44Auf welcher Seite
14:45stehst du eigentlich?
14:46Was ist denn das
14:47jetzt für eine Frage?
14:48Musst du dich auch
14:49noch über mich lustig machen?
14:50Ich mach mich nicht
14:51über dich lustig, Lilly.
14:53Das ist mir verdammt ernst,
14:55mit Kolja.
14:55Aber du bist anscheinend
14:56zu bescheuert,
14:56um das zu kapieren.
14:57Lilly,
14:58so war das nicht gemeint.
15:00Lilly?
15:02Lilly,
15:03warte mal.
15:05Marie,
15:07das ist ja eine Überraschung.
15:10Ist alles in Ordnung?
15:12Ja.
15:13Alles gut.
15:15Ich
15:16hab dir dein Handy mitgebracht.
15:18Ah, das ist sehr gut.
15:19Hat jemand angerufen?
15:21Nein, ich glaub nicht.
15:23Da ist es.
15:25Danke.
15:26Keiner angerufen?
15:27Dann bin ich anscheinend
15:28doch nicht so wichtig,
15:29wie ich dachte.
15:30Hast du einen schönen
15:31Vormittag gehabt?
15:32Komm, setz dich.
15:36Ja, ich hab deine Mutter
15:37zum Mittagessen getroffen.
15:38Aha.
15:40Dann hat sie dir wahrscheinlich
15:41empfohlen,
15:42zu welchem Friseur
15:43in St. Moritz man gehen kann
15:44und zu welchem nicht.
15:44Ja, genau.
15:49Und wie laufen deine Geschäfte?
15:51Ausgezeichnet.
15:52Wir haben ein bisschen
15:53über beide Ohren zu tun
15:53mit der neuen Design-Serie,
15:54die jetzt anläuft.
15:56Die Serie,
15:57die Julia entworfen hat.
15:58Ja, genau.
15:59Die ist einfach großartig.
16:01Weißt du,
16:01es ist ja immer etwas anderes,
16:02ob man die Entwürfe sich ansieht
16:04oder das fertige Porzellan.
16:07Hat Julia sich eigentlich
16:08schon entschieden,
16:09ob sie die Festanstellung
16:10als Designerin annehmen wird?
16:12Nein, noch nicht.
16:14Aber du hast recht gehabt.
16:16Die Zusammenarbeit funktioniert
16:17viel besser,
16:18als ich geglaubt habe.
16:19Ja?
16:19Ja.
16:20Sie ist sehr professionell
16:21und sie macht einfach
16:22großartige Arbeit.
16:24Ich muss sagen,
16:25ich bin mittlerweile wirklich froh,
16:26dass wir zusammenarbeiten.
16:29Ja.
16:31Ich glaube,
16:33ich gehe dann mal wieder
16:34und lasse dich
16:35in Ruhe arbeiten.
16:37Marie,
16:39bald haben wir Urlaub.
16:41Ganz viel Zeit
16:42noch für uns.
16:43Ja.
16:44Und darauf freue ich mich
16:45schon sehr.
16:51Marie?
16:53Ist wirklich alles in Ordnung?
16:55Ja.
16:56Alles bestens.
16:58Gut.
17:00Bis später.
17:01Bis später.
17:18Marie.
17:19Hallo.
17:20Schön, dich zu sehen.
17:23Hallo.
17:24Wolltest du mich besuchen?
17:26Nein, ich war bei Daniel.
17:30Wollen wir einen Kaffee
17:31zusammen trinken?
17:33Ich habe leider keine Zeit.
17:35Entschuldige.
17:37Ich habe einen wichtigen Termin
17:39mit meinem Vermögensverwalter.
17:42Schade.
17:45Ich muss los.
17:48Äh,
17:50denkst du an unsere Verabredung
17:51heute Abend?
17:51Ach so.
17:52Ja, klar.
18:03Wie war es am See?
18:05Toll.
18:06Schön für dich.
18:10Sag mal,
18:11sag mal,
18:11Koya,
18:11wann bist du so cool geworden?
18:15Ich war schon immer cool.
18:16Du hast es nur noch nie bemerkt.
18:19Koya,
18:19hör endlich auf mit diesem Theater
18:21und werd mal wieder normal,
18:22so wie früher.
18:24Weißt du,
18:24Lilly,
18:24alles ist in Bewegung.
18:26Menschen verändern sich,
18:27ich verändere mich.
18:28So ist das Leben.
18:29Du redest echt Schrott.
18:31Ich dachte,
18:32bei uns wäre das anders.
18:34Ich dachte,
18:34wir würden uns immer gut verstehen.
18:36Klar verstehen wir uns gut.
18:38Wir spielen nur nicht mehr
18:39gemeinsam mit dem Sandkasten.
18:40Dann brauche ich dich wohl
18:41auch nicht zu fragen,
18:42ob du Lust auf einen
18:43gemeinsamen Videoabend hast,
18:44oder?
18:45Ich hätte schon Lust,
18:46aber ich bin schon mit Charlotte.
18:47Charlotte, ja.
18:48Klar.
18:53Ich gehe ins Catering.
18:54Soll ich dir was mitbringen?
18:55Nö.
18:57Wirklich nicht?
18:58So eine kalte Limo
19:00oder dein Lieblingsbananen-
19:01Schokomilchshake?
19:02Ich will nichts.
19:04Ich dachte ja nur.
19:09Oder ein Stück Kuchen?
19:10Koya, gib's auf.
19:27Patricia.
19:29Ich muss mit dir reden.
19:31Haben wir noch was zu bereden?
19:32Ich verstehe dich nicht.
19:34Warum lässt du dir das
19:35so einfach gefallen?
19:37Was gibt es denn?
19:39Julia Schilling ist dabei,
19:41dir deinen Job
19:41endgültig wegzunehmen.
19:43Ich muss mich wirklich fragen,
19:45ob du meine Tochter bist.
19:47Du bist nicht die Einzige,
19:48die sich wünscht,
19:49dass das anders wäre.
19:50Aber
19:52vielleicht ist es ja auch von Vorteil,
19:53dass ich nicht so bin wie du.
19:55Was willst du damit sagen?
19:57Meine Gedanken müssen sich nicht
19:58die ganze Zeit um die Firma drehen.
20:00Willst du damit sagen,
20:01dass es dich kalt lässt,
20:02von einer Dilettantin
20:03ohne Uniabschluss
20:05ausgebotet zu werden?
20:06Vielleicht habe ich auch einfach
20:07keine Lust mehr.
20:08Auf die Firma,
20:10die ganzen Intrigen,
20:11auf dich.
20:12Ach, Patricia,
20:13das ist absurd.
20:14Und das weißt du auch.
20:15Ansichtssache.
20:16Ich habe keine Lust mehr
20:17auf diese Spielchen mit dir.
20:20Wenn du meine Hilfe brauchst,
20:22dann lass es mich wissen.
20:23Darauf kannst du lange warten.
20:25Patricia,
20:25ich warne dich.
20:27Komm mir nicht in die Quere,
20:28sonst...
20:28Sonst was.
20:38Ja?
20:41Störe ich dich?
20:43Nein, überhaupt nicht.
20:44Bitte komm rein.
20:45Ich kann auch später wiederkommen,
20:47wenn es dir da besser passt.
20:49Nein, als Chef ist es meine Aufgabe,
20:51mich um meine Mitarbeiter zu kümmern.
20:54Um dich natürlich ganz besonders.
20:57Bitte einen Platz.
20:58Ich habe Marie gerade
20:59am Fahrstuhl getroffen.
21:00Sie war irgendwie komisch.
21:01Ist was passiert?
21:03Nein, Marie, geht es gut.
21:05Uns beiden geht es hervorragend.
21:07Das freut mich.
21:09Das ist schön.
21:13Aber deswegen bist du
21:14doch nicht hergekommen.
21:15Nein.
21:17Ich wollte mit dir noch mal
21:19über das Jobangebot
21:20deines Onkels sprechen.
21:22Also mich würde es sehr freuen,
21:24wenn du weiter für uns arbeitest.
21:26Es wird dich freuen.
21:28Ja, natürlich.
21:30Es läuft doch alles wunderbar.
21:32Wir verstehen uns gut.
21:34Du machst hervorragende Arbeit.
21:37Also ich würde mich sehr freuen,
21:39wenn du den Job annimmst.
21:41Ja, wir verstehen uns gut.
21:42und die Arbeit macht auch Spaß.
21:45Bloß Patricia...
21:45Patricia hat mit der Sache nichts zu tun.
21:50Oder gibt es da noch ein Aber?
21:53Befürchtest du,
21:54dass die Zusammenarbeit mit Annabelle
21:55nicht gut geht?
21:57Nein.
22:01Ich wollte nur sicher sein,
22:02dass du nichts dagegen hast.
22:06Dann sind wir uns also einig.
22:10Ja, ich denke, das sind wir.
22:16Dann, Julia.
22:20Ich bekomme an Bord.
22:23Danke.
22:35Daniel scheint es ja wirklich
22:36ganz locker zu nehmen.
22:38Ich habe mir völlig umsonst Sorgen gemacht.
22:41Hey,
22:42ich habe einen tollen Job.
22:44Und darüber sollte ich mich freuen.
23:00Na,
23:01Sehnsucht nach dem Liebsten?
23:06Was ist denn mit dir passiert?
23:08Wieso?
23:10Marie,
23:12auch wenn wir uns jahrelang
23:13nicht gesehen haben,
23:13ich bin deine Schwester
23:14und check, wenn es dir nicht gut geht.
23:16Es ist alles
23:18in Ordnung.
23:19Ist was mit Daniel?
23:22Nein.
23:23Was soll denn sein?
23:24Mit Daniel ist alles wunderbar.
23:26Aber?
23:27Nichts aber.
23:30Marie,
23:32ich kenne dieses Gesicht.
23:34Sag mir die Wahrheit.
23:38Okay,
23:38aber halt es für dich, ja?
23:41Eine Ex-Freundin von Daniel
23:42versucht,
23:43ihn zurückzubekommen.
23:46Ich wusste es.
23:47Siehst du,
23:48Daniel ist einfach nicht gut für dich.
23:49Wieso?
23:50Was hat Daniel denn damit zu tun?
23:51Das hast du früher auch immer gesagt.
23:54Charlotte,
23:54ich will jetzt mit dir
23:55nicht darüber reden, okay?
23:56Gut.
23:57Du musst es ja wissen.
23:58Ja,
23:59das weiß ich auch.
24:05Das gefällt mir sehr gut,
24:06wie Sie diese Passage
24:08formuliert haben.
24:11Frau Schilly.
24:13Was?
24:14Entschuldigung,
24:16ich war gerade in Gedanken
24:17ganz woanders.
24:18Sie sind nicht bei der Sache.
24:20Was ist los?
24:22Nichts.
24:25Ich habe mir nur Gedanken
24:27über mein Leben gemacht.
24:29Wollen Sie jetzt statt der Chronik
24:31eine Autobiografie schreiben?
24:34Nein.
24:35Das würde ein ziemlich trauriges Buch werden.
24:37Na ja,
24:38also so schlimm
24:39kann es doch nicht sein.
24:40Doch.
24:41Ich habe viele Fehler gemacht
24:42in meinem Leben.
24:44Jeder macht Fehler.
24:46Man muss sich damit abfinden
24:48oder daraus lernen.
24:50Ich weiß.
24:52Aber
24:54haben Sie sich nie gefragt,
24:55was passiert wäre,
24:56wenn Sie einen ganz bestimmten Fehler
24:57nicht gemacht hätten?
24:59Ja.
25:01Doch.
25:02Ich glaube,
25:03ich wollte immer zu viel.
25:06Ich war nie zufrieden
25:07mit dem, was ich hatte.
25:09Aber viel im Leben zu wollen,
25:12ist doch grundsätzlich nicht schlecht.
25:14Ja.
25:15Aber
25:16es darf nicht auf Kosten anderer sein.
25:20Ich habe Menschen verletzt
25:21und zurückgelassen.
25:24Manchmal
25:25bekommt man im Leben
25:27noch eine zweite Chance.
25:38Trotzdem habe ich Angst,
25:40es ein zweites Mal
25:41falsch zu machen.
25:43Sie glauben doch nicht wirklich,
25:45dass Sie den gleichen Fehler
25:46noch einmal machen.
25:48Ich weiß nicht.
25:50Es wäre doch möglich, oder?
25:52Denken Sie daran,
25:54Angst ist immer
25:54ein schlechter Ratgeber.
25:56Da haben Sie recht.
25:59Dann machen wir jetzt weiter
26:00mit der Chronik
26:01oder
26:01der Biografie.
26:05Also, Herr Gravenberg,
26:06Sie überraschen mich
26:07immer wieder.
26:08Es macht richtig Spaß,
26:10sich mit Ihnen zu unterhalten.
26:12Frau Schilling,
26:13die Arbeit
26:14wartet.
26:17hat sich mit Ihnen zu unterhalten.
26:23Und das ist sehr gut.
26:28Und das ist sehr gut.
26:30Und das ist sehr gut.
26:39zu haben. Und Julia
26:41bin ich auch begegnet. Sie war ganz offen und freundlich.
26:43Natürlich, das ist ihre Masche.
26:46Das macht solche Menschen so gefährlich.
26:47Es will mir einfach nicht in den Kopf, dass sie
26:49das getan hat.
26:52Julia Schilling hat die seltene
26:53Gabe, einem eiskalt
26:55mitten ins Gesicht zu lügen. Das kann ich
26:57mir nicht vorstellen.
26:59Unser Verstand weigert sich, in solchen
27:01Momenten anzuerkennen, dass wir uns so
27:03getäuscht haben. Schließlich hast du
27:05sie für deine Freundin gehalten. Und ich dachte
27:07immer, ich hätte ein gutes Gespür für Menschen.
27:09Das hast du auch, Marie.
27:12Du darfst dir keinen Vorwurf machen, dass du
27:13auf eine professionelle Lügnerin reingefallen
27:16bist. Gemeinsam
27:18werden wir ihr einen Strich durch die Rechnung
27:19machen.
27:23Frau Schilling,
27:25haben Sie im Moment Zeit für mich?
27:27Ja, natürlich. Ich wollte auch schon zu Ihnen.
27:30Haben Sie sich mein Angebot
27:31noch mal überlegt? Ja.
27:36Ich würde den Job gerne annehmen.
27:38Das ist großartig.
27:41Aber unter einer
27:42Bedingung. Und die wäre?
27:45Ich wollte eigentlich wieder
27:46studieren, um meinen
27:48Abschluss als Grafikdesignerin zu machen.
27:51Sie wollen an die Uni?
27:52Ich habe mir überlegt, ein Fernstudium zu machen.
27:55Vielleicht ließe sich das ja mit
27:56dem Job vereinbaren.
27:58Das ist überhaupt kein Problem.
28:00Damit sind Sie einverstanden?
28:01Sicher bin ich anverstanden.
28:03Es ist ja auch im Sinne der Manufaktur,
28:05dass Sie einen ordentlichen Abschluss haben.
28:08Für diese Chance bin ich Ihnen
28:10wirklich dankbar.
28:11Wollen wir Ihre Entscheidung nicht mit einem
28:13Glas Champagner heute im Lazino feiern?
28:16Heute habe ich leider schon was vor.
28:19Dabei dürften Sie diesmal den Champagner
28:21sogar trinken.
28:21Und müssten ihn sich nicht durch die Bluse
28:23kippen lassen.
28:26Danke, Herr Gravenberg.
28:27Vielleicht ein andermal.
28:28Klar.
28:29Das ist ein großer Schritt in Ihrer Karriere.
28:32Willkommen an Bord.
28:33Danke.
28:34Und das mit dem Champagner
28:35holen wir einfach mal nach.
29:05Sind Sie so von meiner Erscheinung geblendet,
29:07dass Sie eine Sonnenbrille brauchen?
29:10Du hast mich schon mit Sachen unterhalten,
29:11die wesentlich aufregender waren
29:12als eine Scherze.
29:20Ach, du bist es.
29:22Es muss mich ja nicht gleich jeder erkennen.
29:24Stimmt.
29:25Es gibt kaum eine unauffälligere Tarnung
29:27als eine Sonnenbrille an einem Winterabend.
29:30Lass uns nicht lange
29:31um den heißen Brei herumreden.
29:35Deine super Strategie,
29:37wir sollten abwarten,
29:38ist voll nach hinten losgegangen.
29:41Julia hat eine Festanstellung
29:42angeboten bekommen.
29:44Bleib cool.
29:46Und meine Mutter nervt.
29:48Sie hat mir angeboten,
29:49mir zu helfen,
29:50zurück in die Firma zu kommen.
29:51Und?
29:52Und mich hat es unglaublich
29:53viel Mühe gekostet,
29:54ihr vorzumachen,
29:55dass mich das überhaupt nicht interessiert.
29:58Ich bin stolz auf dich.
29:59Langsam lernst du dazu.
30:01Bist du sicher,
30:02dass es so funktioniert?
30:05Annabelle wird so und so
30:06alles dran setzen,
30:08Julia aus der Firma zu jagen.
30:09Warum sollen wir uns damit
30:10die Finger schmutzig machen?
30:11Ja, ich weiß.
30:13Aber ich habe keine Lust,
30:14ewig zu warten.
30:16Aber haben wir nicht
30:17eine wunderbare Möglichkeit gefunden,
30:18die Zeit,
30:19bis dahin zu überbrücken.
30:20Haben wir das?
30:21Ja, das haben wir.
30:24Manchmal habe ich das Gefühl,
30:26du zögerst unsere Zusammenarbeit
30:27absichtlich heraus.
30:29Wäre das so schlimm?
30:31Ehrlich gesagt...
30:36Nein.
31:05Marie!
31:06Daniel.
31:08Kommst du gleich nach Hause?
31:10Du, ich habe noch
31:11eine Menge Arbeit vor mir.
31:13Hast du denn
31:13einen Moment Zeit?
31:14Ja, natürlich.
31:16Was gibt es denn?
31:17Ich habe noch mal
31:18über unseren Urlaub nachgedacht.
31:20Vielleicht sollten wir ihn
31:21noch ein paar Tage verschieben.
31:23Warum denn?
31:23Ich meine,
31:24wir haben uns auch so drauf gefreut,
31:25ein paar schöne Tage
31:26miteinander zu verbringen.
31:27Ja, aber der Urlaub
31:28war ja auch für Charlotte.
31:30Ich glaube,
31:30sie macht es mir nur so schwer,
31:32um herauszufinden,
31:32wie ernst ich es meine.
31:33Deshalb weigert sie,
31:34sich mitzufahren.
31:35Ihr braucht etwas Zeit,
31:36um wieder miteinander
31:37klarzukommen.
31:38Eben.
31:39Und deshalb möchte ich ihr zeigen,
31:40dass ich nicht sofort
31:41wieder verschwinde,
31:42so wie früher.
31:43Weißt du was?
31:44Dann bleiben wir einfach hier.
31:47Und sonst?
31:49Wie war dein Tag so?
31:50Prima.
31:51Alles läuft wunderbar.
31:53Julia hat den Vertrag angenommen.
31:55Die ersten Zahlen
31:56für die das kommende Quartal
31:57fallen absolut positiv aus.
31:59Julia hat den Job angenommen?
32:00Ja.
32:02Sie hat heute den Vertrag unterschrieben.
32:03Schön.
32:05Ja.
32:06Sie gibt Falkenthal-Porzellan
32:07völlig neue Impulse
32:08mit ihren kreativen Fähigkeiten.
32:10Ja, Julia ist sehr kreativ.
32:15Daniel?
32:16Ja?
32:18Gehören wir noch zusammen?
32:21Machst du dir darüber Sorgen?
32:23Jetzt sag schon,
32:24gehören wir noch zusammen?
32:25Natürlich gehören wir noch zusammen.
32:27Wieso fragst du?
32:29Tut mir leid,
32:29es war nur ein kleiner Nadelstich.
32:31Es ist schon vorbei.
32:32Entschuldige.
32:32Okay.
32:33Marie, ich beeile mich
32:34und dann komm ich nach Hause.
32:35Nein, nein, lass dir ruhig Zeit.
32:37Ich wollte sowieso noch mal raus.
32:38Na gut.
32:39Dann lass ich mir Zeit
32:40und dann sehen wir uns später.
32:42Okay.
32:43Bis später.
32:57Sag mir, ist dir nicht kalt?
32:59Nein.
33:03Also mir wäre kalt,
33:04wenn ich du wäre.
33:07mir ist nicht kalt, Nico,
33:08kümmere dich um deinen eigenen Kram.
33:15Es wird jetzt schon ganz schön verdunkel, oder?
33:18Nico,
33:20ich will alleine sein, okay?
33:23Wo ist das Problem?
33:24Es gibt kein Problem.
33:27Okay.
33:34Es ist in letzter Zeit alles schief gelaufen.
33:37Keuer ist zu einem kompletten Vollidioten mutiert
33:39und deswegen habe ich mich auch noch mit Tim gestritten.
33:45Männer.
33:46Meine Rede.
33:48Woher weißt du das?
33:51Lebenserfahrung?
33:52Hm.
33:53Ja, klar.
33:54Mein großer Bruder
33:55mit seinem riesigen Koffer
33:56voller Lebenserfahrung.
33:58Du musst ja nicht mit mir reden.
34:05Ich verstehe nicht,
34:06wie Kolja sich so schnell verändern konnte.
34:10Das muss wohl
34:11die Macht der Liebe sein.
34:15Was ist denn mit dir passiert?
34:17Liest du heimlich Frauenzeitschaften?
34:20Kombinationsgabe.
34:23Wenn du dich so ärgerst,
34:26muss Kolja sich wohl
34:27in eine andere verliebt haben.
34:29Was soll denn jetzt der Blödsinn?
34:32Kolja war nie in mich verliebt.
34:34Hm.
34:34Klar.
34:37Nico, weißt du was?
34:39Mir ist jetzt doch kalt.
34:42Also, wenn ich mit dem...
34:45Das mit Kolja
34:46wird sich mit der Zeit schon geben,
34:48wenn sie sich die erste Leidenschaft gelegt hat.
34:52Wie?
34:52Die erste Leidenschaft?
34:54Das heißt,
34:54die haben Sex?
34:57Nee.
34:59Oder?
35:00Weißt du da was?
35:02Tut mir leid,
35:03von mir erfährst du nichts.
35:15Sag mal, Daniel,
35:16ist da irgendetwas?
35:18Wieso?
35:18Was soll es sein?
35:19Du bist total nervös.
35:21Weißt du noch,
35:21was der alte Stieger
35:22in der sechsten Klasse
35:22mal dazu gesagt hat?
35:24Grafenberg,
35:25halt die Hände still,
35:26sonst nagel ich sie dir
35:27auf die Tischplatte.
35:28Ich weiß.
35:29Eigentlich ganz schön brutal,
35:30wenn man drüber nachdenkt.
35:32Stimmt.
35:34Aber erzähl mal,
35:35was ist los?
35:37Ach,
35:37ich weiß auch nicht.
35:39Marie ist irgendwie komisch im Moment.
35:41Ich glaube,
35:42sie denkt,
35:42da ist noch was zwischen Julia und mir.
35:43Ist es aber natürlich nicht.
35:45Nein,
35:45natürlich nicht.
35:46Blöde Frage.
35:47Entschuldigung,
35:48ich dachte ja nur.
35:56Hallo.
35:57Hallo.
35:58Von Dana her gehört
35:59alles Gute zu deinem neuen Job.
36:01Danke, Jan.
36:01Ich freue mich auch schon.
36:03Wir freuen uns auch sehr für dich,
36:04Julia.
36:05Also ich als Repräsentant
36:06der Manufaktur.
36:07Willst du dich immer gleich wichtig machen?
36:09Lass ihn doch.
36:09Ich kenne das schon von ihm.
36:11Ja, ja,
36:11macht euch nur lustig über mich.
36:13Wo ist denn Marie?
36:14Ist zu Hause.
36:17Das heißt,
36:17wir waren eigentlich hier verabredet.
36:19Hat sie bestimmt vergessen.
36:20Das kann gut sein.
36:21Sie ist ein bisschen durch den Wind.
36:23Ich werde sie gleich mal anrufen.
36:25Das klärt sich sicher auf.
36:26Mach das.
36:45Marie Vermond.
36:46Hallo Marie,
36:47es ist Julia.
36:47Wo steckst du denn?
36:49Hallo Julia.
36:51Ist was passiert?
36:52Wir waren noch verabredet.
36:53Ach ja,
36:54die Verabredung.
36:56Die habe ich wohl vergessen.
36:57Tut mir leid.
36:58Ach so.
37:00Ich habe im Moment so viel um die Ohren.
37:02Vielleicht klappt es ja ein andermal.
37:04Sollen wir schon mal was ausmachen?
37:06Sorry.
37:08Mein Zeitplan ist im Moment so eng.
37:11Da kann ich nicht einfach...
37:14Verstehe,
37:14da kann man dann wohl auch nichts machen.
37:16Das müssen wir einfach ganz spontan machen.
37:18Ganz spontan.
37:20Alles klar Marie,
37:21bis dann.
37:22Bis dann,
37:23Julia.
37:25Was ist denn nun mit Marie los?
37:27Ist sie jetzt doch sauer,
37:28weil ich in der Manufaktur arbeite?
37:31Vielleicht merkt sie jetzt erst,
37:32wie eng ich mit Daniel zusammenarbeiten muss.
37:36Vertraut sie mir nicht?
37:38Ich muss unbedingt mit ihr reden.
37:41Musst du schon wieder gehen?
37:42Ja, ich muss los.
37:44Tschüss.
38:00Jörg, ich bin's.
38:04Machst du mir bitte auf?
38:12Hallo, Jörg.
38:14Warst du im Bad?
38:15Hallo, Silke.
38:17Mensch, Jörg,
38:18du könntest ruhig mal öfter lüften.
38:19Hier ist ja überhaupt kein Sauerstoff drin.
38:22Also,
38:22ich riech nichts.
38:24Ist ja auch egal.
38:26Freust du dich,
38:27mich zu sehen?
38:28Sicher.
38:29Mach's dir bequem.
38:31Bin gleich bei dir.
38:39Was ist das denn?
38:49Ist ja irgendwas?
38:49Du schaust zu komisch.
38:51Bist du sicher?
38:52Ja, alles in Ordnung.
38:55Du bist mir aber nicht noch böse,
38:57wegen meiner Sternpauke.
39:06Warum hast du dir kein Licht an, Marie?
39:09Ich fühle mich im Dunkeln
39:10eigentlich ganz wohl
39:11und geborgen.
39:15Eine außergewöhnliche Eigenschaft
39:16von einer Mitteleuropäerin.
39:18Du vermisst Südafrika, ne?
39:21Ja.
39:22Und nein.
39:24Ich vermisse die Wärme und die Sonne.
39:27Die Menschen.
39:28Und diese atemberaubende Natur.
39:32Und nein?
39:33Ich fühle mich ganz wohl
39:34mit dem, was ich hier mache.
39:37Die Firmenleitung
39:38ist eine wirkliche Herausforderung
39:39für mich.
39:43Wer hätte das gedacht?
39:45Wer hätte das gedacht?
39:48Deine Freundin Julia
39:49hat einen großen Anteil daran.
39:50Ich habe das Gefühl,
39:51da entsteht wirklich etwas Neues.
39:53Ja?
39:54Absolut.
39:55Mit zwei so jungen,
39:56dynamischen Menschen
39:56an meiner Seite.
39:57Daniel und Julia.
39:58Da kann man wirklich was bewegen.
40:05Hey, Alter.
40:06Wo ist denn Lilly heute Abend?
40:07Keine Ahnung.
40:08Frag sie selber.
40:10Oh.
40:11Gereist?
40:11Hast du Lust,
40:12mit uns ins Cozy zu gehen?
40:14Danke.
40:14Keinen Bock.
40:16Lass den mal.
40:17Der hat Stress
40:18mit seiner Freundin
40:19und macht jetzt einen
40:20auf Depri-Abend
40:21vor der Glotze.
40:22So ein Schwachsinn.
40:23Man muss doch nicht
40:23jeden Abend miteinander verbringen.
40:25Außerdem sind wir
40:26kein frisch verliebtes Pärchen mehr.
40:28Wir doch auch nicht.
40:30Gut,
40:31dass es ganz anders aussieht.
40:34Jetzt stell dich nicht so an, Tim.
40:35Das Gelb läuft hier nicht weg.
40:37Außerdem ist dieses Level
40:38sowieso total langweilig.
40:39Du bist ja der Experte.
40:46Sag mal,
40:48spinnst du?
40:49Mann,
40:49jetzt komm schon mit.
40:50Koya lädt uns doch ein.
40:51Wie,
40:52ich lade euch ein.
40:54Dann lade ich euch eben ein.
40:58Na gut.
40:59Aber nur,
41:00wenn keine verliebt
41:00in die Augen gucken
41:01Pärchen-Geschichten ablaufen.
41:03Okay,
41:03kann ich gerade echt nicht gebrauchen.
41:05Es ist doch stressig, Lily.
41:07Versprochen.
41:08Kein verliebtes Getun.
41:09Jetzt komm schon.
41:10Ja.
41:33Julia.
41:36Ich möchte mit dir reden.
41:38Ich weiß nicht,
41:39was wir zu besprechen haben.
41:41Marie,
41:41sag mir jetzt,
41:42was los ist.
41:43Du gehst mir aus dem Weg,
41:44du hältst dich nicht
41:45an unsere Verabredung,
41:45du behandelst mich
41:46wie eine Fremde.
41:48Habe ich irgendwas falsch gemacht?
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