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  • vor 6 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Julia?
00:07Wenn du nicht gewesen wärst.
00:14Ich hab gewusst, du darfst die Hoffnung nicht aufgeben.
00:21Am Ende siegt doch immer die Wahrheit.
00:58Untertitelung des ZDF, 2020
01:08Ich werde Frederik heilwarten.
01:24Der Unternehmer Daniel Grafenberg im Fall Vermont entlastet.
01:30Da steht auch was über dich drin.
01:32Über mich?
01:33Jörg S. versuchte sich seiner Festnahme zu widersetzen und brachte Julia S. in seine Gewalt.
01:40Dank Frederik Grafenbergs Hilfe gelang es Kommissarin Tanja Redmann, den mit einem Messer bewaffneten Jörg S. zu überwältigen und Julia
01:49S. zu befreien.
01:51Wer hast du das angestellt?
01:53Ich hab ihn niedergequasselt.
01:55Und das hat ihn beeindruckt?
01:57Naja, dann hab ich ihm noch einen Holzschalter in den Kopf geworfen.
01:59Du bist ein wahrer Held.
02:02Ich mein, wenn, wenn Julia wirklich was passiert wäre.
02:05Du bist wie ein Ritter aus dem Märchen.
02:07Befreist deine Prinzessin vor den Klauen des bösen Drachen.
02:11Wenn mir etwas wichtig ist, dann empfehle ich.
02:14Du gibst niemals auf.
02:16Niemals.
02:18Das letzte Wort hat aber immer die Prinzessin.
02:21Ich weiß.
02:24Und die nimmt sich dann den, der wirklich für sie da ist, wenn's drauf ankommt.
02:28Meistens jedenfalls.
02:31Danke für den Tipp.
02:33Ich glaub, ich fahr besser nach Hause.
02:35Julia soll wissen, dass ihr Ritter in der Nähe ist.
02:38Und nach all dem, was gestern passiert ist, möchte sie vielleicht darüber reden.
02:41Und nach all dem, was gestern passiert ist, möchtest du uns nicht mehr so ein bisschen mehr so ein bisschen
02:45mehr so ein bisschen mehr so ein bisschen mehr so ein bisschen mehr.
03:14Doch natürlich...
03:15Wenn Frederik nicht gewesen wäre, hätte ich's vielleicht gar nicht geschafft, deine Unschuld zu beweisen.
03:21Ja, er muss dich wirklich sehr lieben.
03:25Ja.
03:30Du wirst ihn sicherlich sehr glücklich machen.
03:35Eine Frau wie dich...
03:38...zu lieben.
03:41Was kann ein Mann sich mehr wünschen?
03:46Wieder geliebt zu werden.
03:51Ich wünsche euch...
03:57...passt gut auf eure Liebe auf.
04:14Es hat ihn verletzt, dass ich es ihm in diesem Moment gesagt hab.
04:18Aber ich musste es doch dann ihr gleich erzählen, dass Frederik und ich heiraten werden.
04:23Weil da immer noch dieses merkwürdige Band zwischen uns ist, diese Anziehungskraft.
04:28Aber ist das Liebe?
04:30Nein.
04:33Frederik ist der Mann, den ich wirklich liebe.
04:35Der für mich da ist, wenn ich ihn brauche.
04:38Der Mann, mit dem ich glücklich werden kann.
04:44Die beliebtesten Blumen- und Pflanzenornamente der Unterglasurmalerei.
04:49Rosen, Efeu, Weinlaub und Feilchen.
04:53Was würdest du, wenn du jetzt die Wahl hättest, am allerliebsten tun?
04:59Äh...
04:59Ach, du meinst jetzt im Moment?
05:01Ja, stell dir einfach vor, wir hätten diese blöde letzte Prüfung schon hinter uns.
05:06Oh, ich würde alle Bücher und Unterlagen aus dem Fenster werfen.
05:10Und dann ins Cozy gehen und auf unser Gesellenstück trinken.
05:13Morgen haben wir es geschafft.
05:15Ja, und dann ein paar Tage mit Charlie relaxen.
05:19Wollt ihr wegfahren? Oder habt ihr schon andere Pläne?
05:22Äh... Hauptsache, wir haben wieder mehr Zeit füreinander,
05:24ohne dass Charlie irgendwie auf meinen Prüfungsstress Rücksicht nehmen muss.
05:28Hm.
05:29Ganz im Gegensatz zu Tim.
05:31Für ihn ist alles easygoing.
05:33Rücksicht heißt, ich melde mich gar nicht erst.
05:36Hast du dir Sorgen?
05:39Nein, eigentlich nicht, aber...
05:42Ach was.
05:43Tim ist halt einfach nicht so ganz der sensible Typ, wie du zum Beispiel.
05:49Ja, vielleicht solltest du mal mit ihm darüber sprechen.
05:52Ich glaube, Tim hat einfach eine ganz andere Vorstellung von einer Beziehung als ich.
05:57Und du willst das jetzt einfach alles so weiterlaufen lassen?
06:02Ja, ich meine...
06:04Nach den Prüfungen wird sich das bestimmt alles wieder normalisieren.
06:08Ich meine, ich liebe Tim ja auch, weil er so ist, wie er ist.
06:12Er ist eben nicht der Softie, der dir ständig an der Backe klebt und dir jeden Wunsch von den Augen
06:17abliest.
06:17Das macht unsere Beziehung auch irgendwie spannend.
06:22Abwechslungsreicher.
06:24Klar.
06:29Also weiter.
06:31Ähm...
06:32Schön, dass ich dich jetzt wieder öfter hier sehe.
06:34Macht dir nicht zu viele Hoffnungen.
06:36Ich habe fest vor, morgen wieder in der Manufaktur anzufangen.
06:40Willst deiner Mutter unvorwarnend das Heft aus der Hand nehmen?
06:43Sie hat die Firma nur kommissarisch geleitet.
06:45Sie wusste, dass ich wieder Chef bin, wenn ich aus dem Gefängnis entlassen werde.
06:48Und was ist jetzt der eigentliche Grund für deinen Anschluss?
06:50Ich habe einfach Lust, wieder zu arbeiten.
06:52Hör mal, wenn ich wochenlang...
06:55...unschuldig im Knast gesessen hätte, würde ich erst mal ein paar Tage in Acapulco dranhängen und mich erholen.
06:59Statt mich Hals über Kopf in die Arbeit zu stürzen.
07:01Ich habe Julia getroffen.
07:05Du hast dir hoffentlich gesagt, was die Idee immer noch bedeutet?
07:11Sie wird Frederik heiraten.
07:20Verstehe.
07:21Sie hat eine Entscheidung getroffen und die werde ich respektieren.
07:25Und wie geht es dir damit?
07:28Ich denke, diese Hochzeit ist eine gute Lösung.
07:31Für uns alle drei.
07:34Sie ist ein Zeichen dafür, dass es zwischen Julia und mir endgültig vorbei ist.
07:38Wenn ich dir irgendwas für dich tun kann, sag mir Bescheid, ja.
07:51Hallo.
07:52Hey.
07:53Willst du mit uns Kaffee trinken?
07:54Birgit kommt gleich.
07:55Und ich habe einen Rhabarberkuchen im Ofen.
07:57Ich wollte eigentlich nur kurz meine Jacke holen.
08:00Was hast du?
08:02Nichts.
08:03Ich bin einfach nur erleichtert und froh.
08:06Über Jorks Verhaftung?
08:08Natürlich auch.
08:10Aber vor allem, weil ich endlich weiß, es ist richtig und gut, dass ich Frederik heirate.
08:14Ich habe ihn die ganze Zeit im Unklaren gelassen über meine Gefühle.
08:18Deswegen will ich jetzt auch so schnell wie möglich einen Termin beim Standesamt kriegen.
08:21Ich werde mich gleich morgen um den Papierkamen kümmern.
08:24Julia, du weißt, wie froh ich über eure Verbindung bin und wie sehr ich euch von ganzem Herzen Glück wünsche.
08:31Aber?
08:35Muss das denn alles so schnell gehen?
08:38Warum denn nicht?
08:41Wir gehören zusammen.
08:42Das können wir doch aller Welt zeigen.
08:44Aller Welt?
08:45Oder?
08:47Ich liebe Frederik.
08:49Deswegen wollen wir heiraten.
08:51Das hat mit Daniel überhaupt nichts zu tun.
08:56Julia, ich will dir die Hochzeit doch überhaupt nicht ausreden.
09:00Und Frederik ist ganz bestimmt ein wundervoller Partner.
09:04Aber er ist auch ziemlich verletzlich.
09:08Ich weiß.
09:09Ich will nicht, dass du ihm was vormachst.
09:12Und auch dir nicht.
09:15Das tue ich doch gar nicht.
09:19Weißt du, was du mir versprochen hast?
09:25Ich soll dich zum Altar führen.
09:27Das ist mir wirklich wichtig.
09:31Mir auch.
09:33Also, ganz egal wo, egal wann und egal wen du heiratest,
09:38dein Brautvater steht bereit.
09:43Danke.
09:55Daniel.
09:57Du hast jemand anderen erwartet.
10:00Möchtest du auch was trinken?
10:01Mhm.
10:02Wie fühlt man sich so als freier Mann?
10:04Ich genieße es in vollen Zügen.
10:07Aber du, ich habe gehört,
10:09du willst dir freiwillig Fesseln anlegen lassen.
10:13Julia hat mir von euren Hochzeitsplänen erzählt.
10:17Du hast mit ihr gesprochen?
10:19Vorhin.
10:22Wir haben uns nur zufällig getroffen.
10:25Ja, das ist ja alles noch nicht wirklich amtlich.
10:29Wir haben darüber geredet, aber...
10:32Es ist nichts konkret.
10:33Weder Ort noch Zeit und...
10:36Ob wir uns kirchlich trauen lassen oder nur standesamtlich.
10:40Jedenfalls...
10:42Ich freue mich sehr für euch.
10:44Ehrlich.
10:47Danke.
11:03Frau Mertens, wenn Sie so nett wären,
11:06das hier müsste...
11:07Ach, Sie wollten gerade Feierabend machen?
11:10Eigentlich schon, ja.
11:12Wie ärgerlich.
11:13Ausgerechnet jetzt ist Frau Hertel noch zwei Tage krankgeschrieben.
11:16Ich bin ja noch da.
11:18Ja, natürlich, aber in Ihrem Zustand kann ich ja unmöglich verlangen,
11:22dass Sie Überstunden machen.
11:23Worum geht es denn?
11:25Lediglich um ein paar Briefe,
11:26die heute noch unbedingt raus müssten.
11:29Kein Problem.
11:31Sind Sie ganz sicher?
11:32Ja, ich fühle mich topfit.
11:34Also, wenn Sie meinen.
11:36Es freut mich, dass man sich auf Sie verlassen kann.
11:50Du weißt schon, dass du das nicht machen musst?
11:52Ja.
11:53Warum tippt denn Madame die paar Briefe nicht selbst?
11:56Sie war doch auch mal Sekretärin
11:58und anscheinend war sie so gut,
11:59dass der Chef Sie geheiratet hat.
12:01Bestimmt, um die Lohnkosten zu sein.
12:03Andreas, es lass doch mal.
12:04Es ist doch eine gute Gelegenheit,
12:06zu zeigen, dass ich auch als Mutter voll einsatzfähig bin.
12:09Die bringt es noch fertig
12:10und fragt dich im Kreißsaal,
12:11ob du ein paar Briefe tippen kannst.
12:13Das ist doch kein Akt.
12:14Aber eine ziemlich dicke Akte,
12:16die du dir da aufgehalst hast.
12:19Na, schon gut.
12:20Ich sag ja nichts mehr.
12:21Schließlich sind wir ja nicht bei.
12:31Der Arzt wollte gar nicht glauben,
12:33dass die Schwellung so schnell zurückgegangen ist.
12:35Ich hab ihm von deiner Massage erzählt.
12:37Er war ganz begeistert.
12:39Ja, du solltest dich auch nur ein bisschen schonen
12:41und den Fuß nicht zu sehr belasten.
12:43Ach, in der Manufaktur sitze ich sowieso meistens.
12:47Willst du schon wieder arbeiten gehen?
12:49Ja, der Arzt sagt,
12:50in zwei Tagen kann ich wieder gehen.
12:52Ich will Silke in ihrem Zustand
12:54mit der doppelten Belastung
12:55nicht so lange alleine lassen.
12:56Tja, dann werde ich wohl auf die langen
12:59Kaffee- und Kuchen-Nachmittage mit dir
13:01wohl verzichten müssen.
13:03Manchmal hab ich ja auch Frühschicht.
13:05Und wenn du wieder so einen leckeren
13:06Rhabarberkuchen packst?
13:08Ich lass mich gerne einladen.
13:14Denkst du an Julia und Frederik?
13:17Entschuldige, aber...
13:19Wir haben fast den ganzen Nachmittag
13:20nur über die Hochzeitspläne der beiden gesprochen.
13:23Weißt du, wenn Colle jetzt zu mir käme
13:25und sagen würde,
13:26Mama, stell den Sekt kalt,
13:27das ist meine neue Frau.
13:29Ich würde auch über nichts anderes reden.
13:32Ja, aber...
13:33Mir kommt das alles so überstürzt vor.
13:35Na und?
13:36Das muss kein Nachteil sein.
13:38Denk mal an Dietmar und mich.
13:39Wir waren fast ein Jahr verlobt.
13:41Und jetzt?
13:42Ja, ebenhin hat eure Ehe
13:43etliche Jahre gehalten.
13:45Ja, aber bestimmt nicht,
13:46weil wir so lange gewartet haben.
13:47Und die Entscheidung, sich zu trennen,
13:49die kam ja dann auch ganz plötzlich.
13:53Übrigens,
13:57ich werde jetzt endlich die Scheidung einreichen.
14:01Bei mir und Inge
14:02ist das ziemlich glimpflich abgelaufen.
14:04Wir haben uns zusammengesetzt,
14:05miteinander geredet.
14:07Uns beiden war ja klar,
14:08dass unsere Ehe nur noch
14:10auf dem Papier existiert hat.
14:12Tja,
14:14ihr habt euch eben friedlich geeinigt.
14:16Also das würde ich euch auch wünschen.
14:18Ich meine, so ein Rosenkrieg
14:19nützt keinem was.
14:21Ich weiß nicht,
14:22ob Dietmar da so einsichtig ist.
14:23Wenn dem irgendwas nicht passt,
14:25dann geht der gleich auf Konfrontation.
14:29Mir platzt gleich der Kopf.
14:32Noch eine halbe Stunde
14:33und wir können den Stoff im Schlaf.
14:35Okay.
14:36Was ist hier denn los?
14:37Ist euch schlecht geworden
14:38oder tut mir das alte Sofa nicht mehr?
14:41Ich habe gerade ein paar Typen getroffen.
14:43Richtig cool.
14:44Die ziehen gerade eine Eventagentur hoch.
14:46Mhm.
14:47Bei euch hat das in Ordnung?
14:49Wir haben die Gesellenstücke zurückbekommen.
14:51Aha, und?
14:52Keuja hat eine 2+.
14:53Wow, gratuliere, Mann.
14:56Und bei dir?
14:58Oh, das tut mir leid.
15:00Ja, bei mir hat es nur zu einer 1 gereicht.
15:01Ja, aber das ist doch auch nicht...
15:04Leli.
15:05Toll.
15:07Ich hätte auch nicht gedacht,
15:08dass das so super noch wird.
15:09Ich meine, ich habe Stunden
15:10an dieser blöden Theke gesucht.
15:12Ja, aber ey,
15:12wenn das nicht ein Grund zum Feiern ist.
15:14Ich habe doch gerade von diesen Jungs erzählt,
15:16die feiern heute Abend im Umspannenwerk
15:18eine richtig fette Party.
15:20Du, wir sind gerade mitten beim Lernen
15:21für die Prüfung.
15:23Ja, ich meine ja nur,
15:24damit jemand irgendwie auf andere Gedanken kommt.
15:28Weißt du was?
15:29Geh doch einfach allein auf die Party,
15:31wenn du magst.
15:31Ich kann nicht gern noch irgendwas abfragen oder so.
15:34Nein, ist schon in Ordnung.
15:36Und es wird dir nichts ausmachen,
15:37wenn ich allein gehe?
15:38Ich kann ja dann das nächste Mal mitkommen.
15:41Okay, versprochen.
15:42Dann kommst du das nächste Mal mit.
15:43See.
15:49See.
16:10So, geschafft.
16:11Lediglich ein paar Briefe, ja?
16:13Naja, so schlimm war es jetzt auch wieder nicht.
16:15Sie hat sich nicht mal dafür bedankt.
16:17Aber sie hat gesagt,
16:18sie kann sich auf mich verlassen.
16:20Weißt du, am meisten ärgert mich,
16:21dass du auf dieses Honiggeschmuse reinfällst.
16:24Ich habe jetzt nur noch Lust
16:25auf eine schöne, heiße Badewanne.
16:27Und danach leg ich mich ins Bett.
16:30Hast du noch was vor?
16:30Mhm.
16:32Dir das Mutterschutzgesetz vorlesen,
16:34und zwar jeden Paragrafen einzeln.
16:36Währenddem ich in der Badewanne sitze?
16:40Ich weiß nicht,
16:40ob das so eine gute Idee ist.
16:43Ich glaube,
16:44dass man auf dich aufpassen muss.
16:45Und das willst du übernehmen?
16:47Ja, wer denn sonst?
17:08Ich weiß nicht, ob du das auch noch sagst,
17:12wenn ich alt und grau bin.
17:14Überlegst du dir gut?
17:16Vielleicht willst du mich ja doch lieber nicht mehr heiraten.
17:20Wie wäre es mit morgen?
17:21Ich hätte noch eine halbe Stunde Zeit zwischen zwei Terminen.
17:24Ich fürchte,
17:24morgen bekommen wir keinen Termin beim Standesamt.
17:27Aber ich tue trotzdem alles,
17:28damit wir so schnell wie möglich heiraten können.
17:30Versprochen.
17:34Julia,
17:35bist du dir ganz sicher?
17:37Ich meine,
17:37als wir beschlossen haben zu heiraten,
17:39da saß Daniel im Gefängnis,
17:40und wir waren emotional unheimlich aufgewühlt.
17:42Es war eine Ausnahmesituation.
17:46Bereust du es ja gesagt zu haben?
17:50Ich liebe dich.
17:52Ich liebe dich mehr,
17:54als ich jemals jemanden geliebt habe,
17:55und ich wünsche mir nichts sämlicher,
17:57als dein Mann an deiner Seite zu sein.
18:00Aber?
18:02Aber wir haben alle Zeit dieser Welt.
18:04Warum sollten wir noch länger warten?
18:10Eva!
18:12Hast du was dagegen,
18:13wenn ich dir ein bisschen Gesellschaft leiste?
18:15Im Gegenteil.
18:16Komm nur herein.
18:22Julia und Frederik wollen heiraten.
18:27Frederik hat so etwas in der Richtung angedeutet.
18:32Meinst du denn,
18:33dass Julia mit ihm glücklich wird?
18:36Er liebt sie.
18:40Und sie liebt ihn.
18:43Und Liebe ist nicht die schlechteste Voraussetzung für eine Ehe.
18:47Alles andere findet sich.
18:49Irgendwie.
18:51Das habe ich früher auch mal gedacht.
18:54Manchmal ändern sich die Gefühle,
18:55die man einem anderen Menschen entgegenbringt.
18:58Und übrig bleiben dann
19:01Dankbarkeit, Mitleid und Freundschaft.
19:03Julia hat alles Menschenmögliche getan,
19:06um deine Unschuld zu beweisen.
19:08Bedeutet dir das gar nichts?
19:09Doch, das bedeutet mir sehr, sehr viel.
19:12Aber...
19:15Ihr wart euch einmal sehr nah.
19:18Und vielleicht...
19:20verbindet euch immer noch...
19:23ein Band, das stärker ist als alles andere.
19:28Aber offensichtlich...
19:30seid ihr beide nicht dazu bestimmt,
19:33miteinander glücklich zu werden.
19:38Es ist gut,
19:40dass du wieder so offen mit mir sprichst wie früher.
19:46Ja.
19:48Aber ich schätze,
19:49du wirst mich ab morgen nicht mehr oft zu Gesicht bekommen.
19:52Ich habe nämlich vor,
19:53wieder voll in die Manufaktur einzusteigen.
19:54Wie früher.
19:56Ja.
19:58Ja.
19:59Ja.
20:00Ja.
20:01Ja.
20:02Ja.
20:04Ja.
20:08Friedrich, gib mir die Geborgenheit,
20:09nach der ich mein ganzes Leben lang gesucht habe.
20:14Wie kann ich ihn nur davon überzeugen,
20:15dass wir beide zusammengehören?
20:19Für immer.
20:21Wenn wir zusammen vor dem Altar stehen,
20:23uns in die Augen sehen und uns versprechen,
20:25uns zu lieben und zu achten,
20:26bis der Tod uns scheidet,
20:28dann wird er verstehen,
20:29wie ernst es mir mit uns beiden ist.
20:33dass er nicht länger fürchten muss,
20:34mich zu verlieren.
20:37Dann wird er meinen Gefühlen endlich vertrauen können.
20:46Wie weit bist du mit den Rechnungen deiner Scheinfirmen?
20:50Das mache ich in Ruhe,
20:51wenn alle aus dem Haus sind.
20:54Hallo.
20:55Habt ihr Geheimnisse?
20:57Ach.
20:58Deine Mutter war so freundlich,
20:59mich bei einer einigen meiner
21:01finanziellen Angelegenheiten zu beraten.
21:03Willst du dich nicht setzen?
21:05Nein, danke.
21:05Ich habe es eilig.
21:07Du bist gerade mal zwei Tage in Freiheit
21:09und hast es eilig?
21:10Ich werde heute wieder die Leitung der Manufaktur übernehmen.
21:14Bist du mit meiner Art,
21:15die Firma zu leiten, nicht zufrieden?
21:18Du hast mich kommissarisch vertreten,
21:20solange ich verhindert war.
21:22Es war nie die Rede davon,
21:23dass daraus ein Dauerzustand wird.
21:25Natürlich nicht.
21:26Ich dachte nur,
21:27du möchtest vielleicht noch ein paar Tage ausspannen.
21:30nach den Strapazen in den letzten Wochen.
21:32Das ist nicht nötig.
21:33Mir geht es hervorragend.
21:34Bis später.
21:35Ach, dann können wir doch vielleicht gleich zusammen.
21:38Nein?
21:39Ich werde mich später bei dir melden.
21:41Oder hast du einen dringenden Termin?
21:43Wie du meinst.
21:45Tschüss.
21:48Was für ein Langweiler.
21:50Wenn schon im Morgengrauen ins Büro
21:53wie ein Angestellter der Stadtbücherei.
21:56Dani nimmt seine Verantwortung
21:58als Chef der Manufaktur sehr ernst.
22:00Genau, wie der Rest der Familie.
22:03Lauter, brave und tüchtige Frühaufsteher.
22:06Abgesehen von dir natürlich, liebe Tante.
22:08Wieso?
22:09Na, die liebe Cousine Patricia
22:11und die liebe Schwägerin Julia
22:13hatten es heute auch sehr eilig,
22:14in die Manufaktur zu kommen.
22:17Vielleicht sollte ich auch besser mich beeilen.
22:19Nein, es ist besser,
22:20wenn wir uns von hier aus
22:21um die Kontobewegung kümmern.
22:23Hier stört uns niemand.
22:25Und du kannst in Ruhe
22:26deine Rechnungen schreiben.
22:35In zwei Wochen.
22:36Das ist ja...
22:37Ja, das passt uns.
22:39Was müssen wir dafür vorlegen?
22:42Die Geburtsurkunde.
22:43Bis wann brauchen Sie die denn?
22:46Kein Problem, das schaffe ich.
22:48Ach klar.
22:49Frederik Gravenberg
22:51und Julia Schilling.
22:54Bis wann müssen wir uns
22:55auf den Familiennamen geeinigt haben?
22:59Alles klar.
23:00Danke wiederhören.
23:04Sag jetzt nichts.
23:07Tu einfach so,
23:08als hättest du gar nichts gehört.
23:09Ja?
23:10Ich hätte nicht gedacht,
23:11dass Frederik sich irgendwann
23:12tatsächlich ernsthaft
23:13auf eine Frau einlässt.
23:15Es ist nur so,
23:16wir wollen es zusammen
23:16offiziell bekannt geben.
23:19Also wenn ihn nicht
23:19irgendwer gezwungen hat,
23:20dann muss es wohl an dir liegen,
23:22dass er derart einknickt.
23:26Keine Sorge.
23:27Von mir erfährt niemand was.
23:29Danke.
23:36Oh, du bist ein Schatz.
23:38Danke.
23:39Ist irgendwas vorgefallen?
23:40Nein, hat keiner bemerkt,
23:42dass du heute etwas später
23:43dran bist als sonst.
23:43Was eigentlich nach den Überstunden
23:47gestern Nacht
23:48kein Problem sein dürfte.
23:50Naja.
23:52Ich würde gern
23:53etwas mit dir besprechen.
23:56Wegen der Überstunden?
23:58Nein.
23:59Ja, also nicht direkt.
24:03Oh, Entschuldige.
24:06Falkenthal, Porzellan, Mertens.
24:08Ja, ein Augenblick.
24:10Ja, ich verbinde.
24:13Also weißt du,
24:15Orangen, Möhren, Äpfel,
24:17das ist der feinste Vitaminkocktail
24:19und du hast ihn noch nicht mal
24:20probiert.
24:22Hä?
24:22Seit wann haben wir denn das
24:23mit Kolumbien zu tun?
24:25Also soweit ich weiß,
24:26sind die Orangen aus Andalusien
24:27und die Möhren und Äpfel
24:29sind aus ökologischem Anbau
24:31hier in der Gegend.
24:33El Destinatorio
24:34Transatlas Corporation
24:36y el Número de Cuenta
24:38no están conforme.
24:41Das ist Spanisch.
24:43Und heißt so viel wie
24:459500 Euro Retour,
24:46weil Empfänger und Konto
24:48nur noch nicht übereinstimmen.
24:52Hallo zusammen.
24:54Frau Mertens,
24:55wie geht's Ihnen und Ihrem Baby?
24:56Herr Grabenberg, ja.
24:58Sehr gut, danke.
24:59Das freut mich.
25:00Herr Grill, wenn Sie so nett
25:01mir einen Espresso
25:01und ein Eis-Sandwich zu bringen.
25:02Ja, sehr gerne.
25:03Vielen Dank.
25:05Ich erwarte Frederik
25:06und meine Schwester
25:07und Julia Schilling
25:08zu einer Besprechung
25:09in meinem Büro.
25:09Würden Sie das ausrichten?
25:10Jetzt gleich?
25:11Sobald alle im Haus sind.
25:13Herr Grabenberg.
25:14Ja?
25:14Also,
25:16kommen Sie jetzt öfter
25:17zu uns in die Firma wieder?
25:18Ich meine,
25:19es geht mich ja nichts an,
25:19aber...
25:20Warum sollte Sie das
25:20nichts angehen?
25:22Schließlich müssen Sie wissen,
25:23wer Sie in Zukunft
25:23herumkommandieren wird, oder?
25:25Ich komme jetzt öfter.
25:26Und mit allem,
25:27was die Geschäftsleitung betrifft,
25:28kommen Sie bitte ab sofort zu mir.
25:31Danke.
25:33Was für ein Glück.
25:36Was ist mit ihm los?
25:38Was denn?
25:39Also, ich erkenne Daniel kaum wieder.
25:42Ich schon.
25:43Da steht man ja richtig stramm
25:44vor lauter Ella an.
25:46Ach,
25:46jetzt habe ich ihm ganz vergessen,
25:47das Fax zu zeigen.
25:49Naja,
25:49vielleicht besser,
25:50wenn ich selber mal rausfinde,
25:51was da mit der Überweisung
25:52schiefgelaufen ist.
25:54Als erstes trinkst du jetzt mal
25:55dein Vitaminsaft.
26:06Du wolltest mit mir reden?
26:09Ja.
26:13Entschuldige.
26:15Falkenthal Porzellan Mertens,
26:17was kann ich für Sie tun?
26:19Später, ja.
26:23Wenn Daniel sich in der Manufaktur
26:25wieder eingearbeitet hat,
26:27dann muss er doch automatisch
26:28auf die Transaktionen stoßen.
26:30Bis zum nächsten Inventur
26:31merkt kein Mensch was.
26:33Und dann wird deine größte Sorge sein,
26:35unter welche Palme
26:36lege ich mich heute?
26:37Oder fliege ich doch nach Dubai,
26:38um ein paar Kleinigkeiten zu shoppen?
26:41Ich will doch gar nicht weg
26:42aus Falkenthal.
26:44Die Geldüberweisungen
26:46sind nur für den Notfall.
26:48Dann machst du die Transaktionen
26:49eben wieder rückgängig
26:50und schiebst irgendjemand anderen
26:52den schwarzen Peter zu.
26:53Das dürfte dir doch nicht schwerfallen.
26:55Noch haben wir nicht die Rückmeldung
26:56von den südamerikanischen Banken,
26:58dass das Geld eingegangen ist.
27:00Das hat mit der Zeitverschiebung zu tun.
27:02Wahrscheinlich haben die wieder
27:03irgendeinen Feiertag oder Karneval.
27:04Also bleib einfach ganz ruhig, ja?
27:08Ist ja nicht deine Familie.
27:10die du vielleicht für immer verlassen musst.
27:12So sentimental?
27:15Dafür ist es jetzt zu spät.
27:17Ab einem gewissen Punkt
27:18gibt es kein Zurück mehr.
27:20Und diesen Punkt
27:21hast du schon längst überschritten.
27:26Gut, Punkt zwei.
27:28Miller ist in der Stadt.
27:29Er wünscht ein Treffen
27:30mit der verantwortlichen Designerin
27:32für das Jugendstildesign.
27:34Ich werde Julia begleiten
27:35und mit ihm ein paar Details besprechen,
27:37was unseren Preis betrifft.
27:38Sollte nicht lieber Patrizia...
27:40Er hat ausdrücklich von dir gesprochen.
27:42Bei deinem Charme
27:43küsst du ihn doch mit Leichtigkeit
27:44um den Finger.
27:45Ich finde,
27:46wir sollten ihn
27:46mit unserer Arbeit überzeugen.
27:49Gut, dass wir gerade
27:50eine größere Menge
27:51Goldpulver bestellt haben.
27:52Wenn Miller den Auftrag
27:54jetzt nicht aus irgendeiner Laune
27:55heraus absagt,
27:56dann können wir gleich loslegen.
27:59Gibt es sonst was zu besprechen?
28:00Ich meine, personalpolitisch...
28:01Nein, außer du hast etwas
28:03auf dem Herzen.
28:05Frederik,
28:05du bist doch als Personalchef
28:06nicht wirklich voll ausgelastet.
28:10Was hieltest du davon,
28:11wieder mehr in das
28:12Firmengeschehen involviert zu werden?
28:14In welcher Funktion?
28:16So wie Großvater es wollte.
28:18Dass wir gemeinsam
28:19die Manufaktur leiten.
28:21Ich brauche einen Stellvertreter,
28:22auf den ich mich
28:22hundertprozentig verlassen kann.
28:24Ist das dein Ernst?
28:26Ja, natürlich.
28:28Ich dachte,
28:28du arbeitest mit deiner Mutter zusammen.
28:30Nicht mehr.
28:31Dann lassen wir Miller nicht warten.
28:33Ich habe einen Tisch
28:33im Lanzino bestellt.
28:35Haben die überhaupt offen?
28:37Der Laden gehört doch Jörg
28:38und der sitzt seit zwei Tagen
28:39in U-Haft.
28:40Der Chefkoch hat mir versichert,
28:41dass der Restaurantbetrieb
28:42ganz normal weitergeführt wird.
28:46Viel Spaß bei den Verhandlungen.
28:48Tschüss.
28:55Denk immer dran,
28:55wer dem bösen Drachen
28:56den Kopf abgeschlagen hat.
29:04Also,
29:05worüber willst du mit mir reden?
29:08Entschuldige.
29:11Falkenthal Porzellan Mertens?
29:14Ach ja.
29:16Sind Sie sicher?
29:17Kein Eintrag?
29:20Die Firma heißt
29:21Transatlas Corporation.
29:25Ach, das kann doch nicht sein.
29:27Na gut,
29:27kein Irrtum möglich, ja?
29:29Okay.
29:31Wiederhören.
29:37Falkenthal Porzellan Mertens?
29:38Ja, Silke.
29:39Ich bin's.
29:40Ach, Andreas.
29:41Warum kommst du denn nicht rüber?
29:42Ja, weil du ständig
29:43am Telefon hängst.
29:44Da kommt man doch kaum zu Wort.
29:47Für solche Scherze
29:48habe ich jetzt wirklich keine Zeit.
29:50Warte, warte, warte, warte.
29:56Willst du mich heiraten?
30:09Wieso fragst du mich denn das jetzt?
30:11Ja, ich weiß,
30:11dass du eigentlich
30:13keinen Grund mehr hast,
30:14mich zu heiraten.
30:15Jörg ist ja im Gefängnis
30:16und keine Gefahr mehr
30:17für dich und für den Kleinen.
30:18Eben.
30:19Aber ich,
30:21ich habe die ganze Nacht
30:22kein Auge zugetan.
30:24In meinen Wann hat denn
30:25ein schwuler Mann
30:26schon die Möglichkeit,
30:26eine eigene Familie zu gründen,
30:29einen Jungen großzuziehen,
30:30überhaupt die Verantwortung
30:32für ein Kind zu übernehmen.
30:35Ich weiß,
30:36ich liebe dich nicht,
30:38aber...
30:39und du wirst mich auch nie lieben.
30:43Willst du mich trotzdem heiraten?
30:48Immerhin kommt Jörg
30:49ja auch mal wieder
30:50aus dem Gefängnis raus.
30:52Ja,
30:52aber du weißt nicht,
30:53ob wir es dich da einlässt.
30:54Doch.
30:56Ich muss mit dir
30:56von einem Brautladen
30:57zum nächsten wandern.
31:06Tja,
31:06so ganz ohne deinen Charme
31:08hätten wir Miller
31:09wahrscheinlich nicht
31:09zu diesem Preis hochtreiben können.
31:11Du warst aber auch sehr
31:12konkret in deinen Preisvorstellungen.
31:15Zu konkret,
31:16zu fordernd vielleicht.
31:18Du hast dich verändert.
31:21In geschäftlichen Dingen
31:22muss man manchmal härter erscheinen,
31:23als man tatsächlich ist.
31:25Und wenn ich einen Preis nenne,
31:26dann tue ich das zum Wohl
31:27der Manufaktur.
31:28Das war auch kein Vorwurf, Daniel.
31:30Wir brauchen den Auftrag
31:31und ich freue mich
31:32auf die Arbeit.
31:35Ich habe Miller
31:35extrem kurze Lieferzeiten zugesagt.
31:38Schafft ihr das?
31:39Es wird schon eng,
31:41aber wenn das Gold
31:41für das Dekor
31:42heute noch geliefert wird,
31:43dann schaffen wir das.
31:46Julia,
31:46ich wollte noch etwas anderes
31:47mit dir besprechen,
31:47was nichts mit
31:48geschäftlichen Dingen
31:49zu tun hat.
31:52Hat das etwas damit zu tun,
31:53was ich dir gestern erzählt habe?
31:56Indirekt schon.
32:00Es geht um Jörg.
32:06Jörg?
32:07Oh, ich wusste nicht,
32:08dass Sie hier sind.
32:09Ich wollte Herrn Gravenberg
32:10die Post bringen.
32:11Ja, dann legen Sie
32:12ihn auf den Schreibtisch.
32:16Was ist das?
32:20Darüber muss ich
32:21mit Herrn Gravenberg persönlich reden.
32:22Dazu ist es nämlich
32:23wirklich zu vertraulich.
32:25Frau Mertens,
32:26Sie scheinen zu vergessen,
32:26mit wem Sie gerade sprechen.
32:28Pardon,
32:29nicht, dass Sie mich
32:29falsch verstehen.
32:30Es handelt sich um
32:31eine Fehlbuchung
32:32von einer nicht ganz
32:33unbeträchtlichen Summe
32:34von immerhin 9500 Euro.
32:36Und darüber muss ich
32:37mit Ihrem Sohn persönlich reden,
32:38bevor er diesen Vorgang
32:39auf seinem Schreibtisch findet.
32:41Eine Fehlbuchung
32:42in dieser Höhe?
32:43Ja.
32:44Soweit ich weiß,
32:45haben wir mit einer
32:45Transatlas-Corporation
32:46keinerlei Geschäftsverbindung.
32:48Und das ist der Buchhaltung
32:49nicht aufgefallen?
32:51Ja,
32:53offensichtlich nicht.
32:54Ich werde das
32:55mit meinem Sohn
32:56persönlich besprechen,
32:57sobald er von seinem Termin
32:58zurück ist.
32:59Herr Gravenberg
33:00hat mir vorhin gesagt,
33:02dass ich mit Angelegenheiten,
33:03die die Geschäftsführung betreffen,
33:05nur zu ihm kommen soll.
33:07Keine Sorge,
33:08Frau Mertens,
33:09es ist doch auch für Sie besser,
33:10wenn mein Sohn
33:11diese unerfreuliche Nachricht
33:12von mir erfährt.
33:13Es wäre peinlich,
33:14wenn einer unserer Lieferanten
33:15diese 9500 Euro
33:17nicht bekäme,
33:17weil das Geld
33:18in Kolumbien gelandet ist.
33:19Und uns womöglich
33:20eine Mahnung schickt.
33:22Am besten,
33:23müssen wir behandeln
33:23diesen Vorfall
33:24so diskret wie möglich.
33:28Ja,
33:28wahrscheinlich haben Sie recht.
33:31Ich werde das mit meinem Sohn
33:32unter vier Augen klären.
33:46Wieso hasst Jörg uns so?
33:49Er hätte mich im Gefängnis
33:50schmoren lassen.
33:50Warum?
33:53Weil du alles hast,
33:54was er gerne hätte.
33:59Aber du,
33:59ich meine,
34:00warum?
34:01Warum hat er es
34:02auf dich abgesehen?
34:04Er erträgt es nicht,
34:05wenn andere Menschen
34:06glücklich sind.
34:12Entschuldige.
34:16Danke.
34:17Danke.
34:23Jörg, erpresst dich.
34:26Er hält mein Alibi zurück.
34:29Er wird gegen dich
34:30und Frederik gewalttätig.
34:32Ich fange an zu begreifen,
34:33wozu dieser Mann fähig ist.
34:37Also ist das,
34:38was du ihm im letzten Sommer
34:39vorgeworfen hast,
34:40auch wahr?
34:42Es ist lange her.
34:44Du hast gesagt,
34:46dass er dich dazu zwingen wollte,
34:47dich von mir zu trennen.
34:49Daniel.
34:50Du bist sogar noch
34:51einen Schritt weitergegangen.
34:51Du hast gesagt,
34:52dass meine Mutter
34:52ihn dazu angestiftet hat.
34:54Ja,
34:55ich habe die beiden
34:55im letzten Sommer
34:56zusammen gesehen,
34:57aber lass uns.
34:59Ich habe dir nicht vertraut,
35:03sondern ich habe Jörg
35:04und meine Mutter geglaubt.
35:06Du konntest nicht anders.
35:08Es sprach so vieles
35:09gegen mich.
35:12Ich muss in die Manufaktur.
35:15Herr Ober.
35:17Also,
35:18du wickelst,
35:19ich stille.
35:20Das ist besser
35:21als umgekehrt.
35:22Absolut.
35:22Wir führen eine offene,
35:24moderne Ehe.
35:25Keiner ist dem anderen
35:25irgendeine Rechenschaft
35:26schuldig darüber,
35:27über irgendwelche
35:29eventuellen Liebschaften.
35:31Es sei denn,
35:33irgendwelche Pflichten...
35:34Haushaltspflichten?
35:37Haushaltspflichten
35:38werden dadurch vernachlässigt.
35:39Mhm.
35:40Weißt du,
35:41ich bin schon sehr gespannt darauf,
35:43mit was für einem Typen
35:44du mich das erste Mal
35:45betrügen wirst.
35:46Mhm.
35:47Und wehe,
35:47du spannst mir irgendeinen
35:49potenziellen Liebhaber mal aus.
35:52Bleiben Sie ruhig sitzen.
35:55Sie können die Briefe einwerfen,
35:57wenn Sie Feierabend machen.
36:05Wissen Sie,
36:05was das für eine Lieferung ist?
36:07Das ist Gold
36:08im Wert von mehreren tausend Euro.
36:11Oh Gott.
36:11Die habe ich ja total vergessen.
36:13In der ganzen Hektik,
36:14vorhin das Fax
36:15und dann noch
36:16wir wollen eigentlich ja...
36:17Wenn sich unsere Angestellten
36:18privat gut verstehen,
36:19freut uns das.
36:20Das ist aber kein Grund,
36:22eine so wertvolle Lieferung
36:23für jedermann zugänglich
36:24auf ihrem Schreibtisch
36:25aufzubewahren.
36:26Es tut mir so
36:26unglaublich leid.
36:28Mir ist bekannt,
36:29dass Spangere
36:30aufgrund ihrer Hormonumstellung
36:32zur Vergesslichkeit neigen,
36:33aber
36:34sowas darf einfach nicht passieren.
36:41das war doch nur weil...
36:43weil...
36:44Kopf hoch!
36:46Du schließt das Ding
36:47jetzt in den Tresor ein
36:48und dann machen wir
36:48drei Mittagspause, okay?
36:51Also.
36:52Okay.
36:54Du hast dir ja
36:55verdammt viel Zeit gelassen.
36:58Ich musste auf das Taxi warten
37:00oder hätte ich etwa
37:02Evas Fahrrad nehmen sollen.
37:06Du hast dich
37:07bei der Überweisung vertippt.
37:08Bei den paar Ziffern.
37:11Wie kann man bloß
37:12so blöd sein?
37:15Dann überweisen wir
37:16die 9500 eben nochmal
37:18an Transatlas Corporation.
37:19Wenn's nur das wär.
37:21Wo bitte ist dein Problem?
37:23Das Problem ist,
37:24dass unsere gute Frau Mertens
37:25das Fax gesehen hat.
37:28Frau Mertens?
37:30Die Sekretärin
37:31am Empfang
37:31und übereifrig wie sie ist,
37:33hat sie natürlich
37:34sofort angefangen
37:35Nachforschungen anzustellen.
37:37Ja und?
37:38Was soll sie herausfinden?
37:39Es gibt keinerlei Verbindung
37:40zwischen Falkentalporzellan
37:42und Transatlas Corporation.
37:44Was, wenn sie Daniel
37:45von dem Vorgang erzählt?
37:47Ja, das musst du
37:47natürlich verhindern.
37:50Was soll ich ihn machen?
37:51Sie über den Haufen fahren?
37:53Eine Schwangere überfahren.
37:54Also macht man denn sowas?
37:56Und was schlägst du vor?
37:59Abwarten
37:59und ruhig bleiben.
38:02Wenn Daniel tatsächlich
38:02anfängt Fragen zu stellen,
38:04dann musst du dir
38:04irgendwas einfallen lassen.
38:06Das ist dir doch sonst
38:07auch ganz gut gelungen, oder?
38:11Ja, vielleicht hast du recht.
38:14Keine schlafenden Hunde wecken.
38:17Ich hol mir ein Sandwich.
38:20Willst du auch eins?
38:25Du siehst nach Ärger aus.
38:26Was ist los?
38:28Hat Melan Rückzieher gemacht?
38:30Nein, nein, er besteht nur
38:32auf extrem kurzfristigen Lieferzeiten.
38:34Wie schnell?
38:36Eine Woche.
38:37Ups, das wird knapp.
38:40Aber es ist machbar.
38:42Wir legen gleich heute los.
38:44Julia kommt nach der Mittagspause.
38:46Sie wollte noch zum...
38:48Sie hat noch in der Stadt
38:49etwas zu erledigen.
38:52Du scheinst dich gar nicht richtig
38:53darüber zu freuen,
38:54dass mit Milla
38:55alles wie am Schnürchen läuft.
38:56Entschuldige.
38:57Ich weiß natürlich,
38:58dass es vor allem dein Verdienst ist.
39:00Das meine ich nicht.
39:01Dich bedrückt was,
39:02das sehe ich doch.
39:05Ich habe mit Julia
39:06über Jörg gesprochen.
39:08Wozu?
39:09Jörg sitzt im Gefängnis
39:10und der wird da hoffentlich
39:12auch noch eine ganze Weile bleiben.
39:16Als im letzten Sommer
39:18alle dachten,
39:18Julia hätte sich die Geschichte
39:19mit Jörg ausgedacht,
39:21da hat sie recht gehabt.
39:25Jörg hat Julia
39:26tatsächlich unter Druck gesetzt,
39:27dass...
39:29dass sie sich von dir trennt?
39:34Zutrauen würde ich es ihnen.
39:38Der Polizei gegenüber hat Julia gesagt,
39:40dass es eine Verbindung gibt.
39:43Von Jörg zu Mutter.
39:45Daniel,
39:46das...
39:48das passt
39:49zu Jörg
39:51und zu Mutter.
39:59Daniel?
40:01Was?
40:13Deine Mutter hat Jörg
40:14aus Südafrika geholt.
40:17Sie wollte uns
40:18in jedem Preis
40:18auseinanderbringen.
40:21Du musst mir glauben.
40:30Julia hat mir erzählt,
40:31dass sie erpresst wird
40:32und dass du hinter
40:33dieser Erpressung steckst.
40:34Und was hätte ich
40:35sie denn erpressen sollen?
40:36Damit,
40:37dass sie mich verlassen muss.
40:39Sonst würde mir etwas passieren.
40:41Etwas Schlimmes.
40:41Diese Frau ist doch verrückt.
40:43Wir sollten
40:43die Polizei einschalten.
40:45Wer weiß,
40:46womit sie dich
40:47demnächst belästigen wird.
40:59Daniel,
41:01hast du mich erschreckt?
41:03Ich muss mich wohl
41:04erst wieder daran gewöhnen,
41:04dich in der Manufaktur
41:05zu sehen.
41:08Und wie sieht's aus?
41:09Hat Miller
41:10sich nochmal gemeldet?
41:12Er hat unseren Preis
41:13akzeptiert.
41:14Wie schön.
41:16Das sollten wir feiern.
41:18Mir ist nicht noch
41:19feiern zumute.
41:21Ja, du hast
41:21schwere Zeiten hinter dir.
41:23Vielleicht wäre es das Beste,
41:24wenn du dich
41:25noch etwas ausrust.
41:27Ich hätte genug Zeit,
41:28um mich auszuholen.
41:30Du
41:31wirkst etwas angespannt.
41:33Mich beschäftigt
41:34eine Frage.
41:37Ja?
41:40Du hast im letzten Sommer
41:41Jörg Schwarz
41:41damit beauftragt,
41:42Julia und mich
41:43auseinanderzubringen.
41:45Stimmt das?
41:47Ja.
41:48Ja.
41:48Vielen Dank.
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