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  • vor 4 Tagen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Nicht, Julias Entwürfe dürfen auf keinen Fall in die Produktion gehen.
00:04Ist es dafür nicht schon zu spät?
00:06Frederik lässt bereits Prototypen anfertigen.
00:09Ja, umso mehr müssen wir uns beeilen.
00:11Wie stellst du dir das vor?
00:12Die Designabteilung und die Formerei arbeiten schon an der Filtrosenserie.
00:16Ja, genau, so machen wir das. Ich werde es ihm ausrichten.
00:19Genau, wiederhören.
00:21Wir sind über Mittag außer Haus, Frau Mertens.
00:23Moment, ich habe doch noch einen Fax für Sie.
00:26Fax ist nicht bis Nachmittag Zeit.
00:27Nein.
00:34Herzlichen Glückwunsch Ihnen beiden.
00:37Freut sich die Jury des Goldberg-Designwettbewerbs,
00:42Ihnen mitteilen zu können,
00:43dass das Wildrosendesign mit dem ersten Preis geehrt wurde.
01:10Was ist es?
01:25Zeig mal hier.
01:28Das darf doch wohl nicht wahr sein.
01:30Der erste Preis im Goldberg-Designwettbewerb.
01:33Das ist ja fantastisch. Gratuliere.
01:36Danke.
01:37Sie sind wirklich eine ganz fabelhafte Designerin.
01:40Sie müssen unglaublich stolz sein auf Ihre Tochter.
01:42Das reicht jetzt langsam, Frau Merkens.
01:44Aber ich freue mich doch nur.
01:46Ja, das wissen wir jetzt. Haben Sie nichts mehr zu tun?
01:49Komm, Patrizia, wir haben noch einiges zu besprechen.
01:55Was war denn mit denen los? Die haben sich ja kein bisschen gefreut.
01:58Naja, anscheinend haben sie nicht damit gerechnet.
02:01Ja, aber entschuldige mal, die haben den renommiertesten Preis in der Branche gewonnen
02:05und sehen aus, als wäre jemand gestorben.
02:08Tja, jeder zeigt sein Glück eben anders.
02:11Also, ich lasse mir meine Freude nicht verderben durch die Gravenberg.
02:14Ich freue mich für Patrizia.
02:21Denkst du gerade über neue Entwürfe nach?
02:24Du hast gerade diesen nachdenklichen Künstlerblick drauf.
02:26Ach.
02:26Wenn du weiter so erfolgreich mit deinen Designs bist, kann ich mir bald eine neue Aushilfe suchen.
02:31Keine Angst, Jan.
02:33Ich arbeite jetzt wieder ganz exklusiv für dich.
02:36Was soll das heißen?
02:37Annabelle Gravenberg war hier.
02:39Oh oh.
02:40Sie hat herausgefunden, dass die Entwürfe von mir sind.
02:43Und jetzt will sie nicht, dass du weiter für sie arbeitest?
02:45Sie hat mir noch mal ganz klar gemacht, was sie von mir hält.
02:48In ihrer unnachahmlich charmanten Art.
02:51Ja, das kann ich mir vorstellen. Sie hat den Charme meiner Abrissbirne.
02:54Aber du bist gut. Du hast Talent.
02:56Das musst du nicht unbedingt an Annabelle Gravenberg verschleudern.
02:58Danke, Jan.
03:00Aber es ist trotzdem schade. Weißt du, es hat mir Spaß gemacht.
03:03Das Geld könnte ich auch sehr gut gebrauchen.
03:06Vielleicht findest du was Neues.
03:09Ohne Studienabschluss?
03:12Naja.
03:14Wenigstens muss ich so nichts mehr mit den Gravenbergs zu tun haben.
03:16Klar. Deswegen hast du dich ja auch mit Marie angefreundet.
03:20Marie ist keine Gravenberg.
03:21Nee, nur die neue alte Flamme deines Ex-Freundes.
03:24Manche behaupten ja, sie gehöre quasi schon zur Familie.
03:27Du bist doch auch mit Daniel befreundet.
03:28Ja, aber um den Rest der Sippe mache ich einen großen Bogen.
03:31Das ist wahrscheinlich die vernünftigste Taktik.
03:34Aber auf mich hört ja keiner.
03:36Dann gehe ich mal den Vertrag aufsetzen, was?
03:38Welchen?
03:39Na, den Exklusivvertrag für Julia Schilling im Cruzy One.
03:47Jan hat recht.
03:48Ich mache jetzt einen großen Bogen um die Familie.
03:51Mit Marie kann ich auch ohne die Gravenbergs befreundet sein.
03:54Sie ist schließlich mehr als nur Daniels Freundin.
03:57Wir hätten uns an jedem Ort der Welt gut verstanden.
04:00Warum nicht auch hier?
04:08Okay, das war's.
04:10Wir können einpacken.
04:11Das werden wir ganz bestimmt nicht tun.
04:13Mutter, dein glorreicher Plan ist soeben in die Hose gegangen.
04:16Frederik nimmt dir jetzt nicht mehr ab,
04:17dass die Konkurrenz ein ähnliches Design produzieren will.
04:20Dann habe ich eben versehentlich falsche Informationen bekommen.
04:24Das Schlimmste, was passieren kann,
04:25ist, dass Frederik die Produktion der Serie wieder aufnimmt.
04:28Und mit welchen Entwürfen, bitte schön?
04:30Darf ich dich daran erinnern, dass du Julia rausgeschmissen hast?
04:32Was heißt denn hier rausgeschmissen?
04:34Offiziell hat sie nie für uns gearbeitet.
04:36Ja, aber inoffiziell.
04:38Ihre Entwürfe haben diesen Preis gewonnen.
04:41Unter meinem Namen, super.
04:43Beschwer dich beim Preiskomitee und nicht bei mir.
04:46Auf jeden Fall brauchen wir jetzt neue Entwürfe von Julia.
04:49Auf gar keinen Fall.
04:50Wir werden nie wieder mit dieser Person zusammenhaben.
04:53Aber dann wird alles auffliegen.
04:55Patricia, jetzt reiß dich mal zusammen.
04:57Du wirst die Designs entwerfen.
04:59Das funktioniert nicht.
05:00Das habe ich doch schon mal versucht.
05:01Doch, das kannst du.
05:02Du hast doch die Vorlagen.
05:04Mutter, Julia und ich,
05:05wir haben vollkommen unterschiedliche Stilrichtungen.
05:07Du wirst doch wohl mit dieser Aushilfskellnerin mithalten können.
05:10Du willst es nicht verstehen.
05:11Ich kann einfach nicht...
05:12Ich will davon nichts mehr hören.
05:14Geh an die Arbeit, gib dir Mühe.
05:16Alles Weitere riegele ich.
05:33Aus des Weiteren bin ich dabei,
05:34ein neues Sicherheitsteam zusammenzustellen.
05:37Die Ladezone und der Produktionsbereich
05:39müssen in Zukunft besser gesichert sein.
05:42Um die Büros kümmere ich mich natürlich selbst.
05:46Das klingt alles sehr gut.
05:48Schön, dass wenigstens bei Ihnen alles glatt läuft.
05:52Bei Ihnen denn nicht?
05:55Ich habe mich in letzter Zeit
05:57ein bisschen mit Industrie-Spionage auseinandersetzen müssen.
06:01Das ist ein weites Feld.
06:03Es gibt eine ganze Reihe von Möglichkeiten,
06:05an vertrauliche Informationen einer anderen Firma zu kommen.
06:10Wurden wir etwa ausspioniert?
06:12Nein, nein.
06:14Ich fürchte, dass wir
06:16auf nicht ganz rühmliche Weise
06:19an Informationen der Konkurrenz gelangt sind.
06:22Das ist auch der Grund,
06:23warum wir die Wildrosenserie gestoppt haben.
06:26Die Konkurrenz will ein ähnliches Design auf den Markt bringen
06:29und ist uns bei Weitem voraus.
06:31Verstehe.
06:33Haben Sie Angst, man könnte Sie deswegen belangen?
06:37Aber es würde den Ruf der Firma schädigen.
06:41Soll ich der Sache mal nachgehen?
06:43Damit wir uns selbst der Industrie-Spionage überführen,
06:45ich glaube, das ist keine gute Idee.
06:48Leider haben wir diese Entwürfe
06:49bereits beim Goldberg-Design-Wettbewerb eingereicht.
06:52Das heißt, Sie werden uns auf jeden Fall
06:54des Plagiats beschuldigen.
06:56Ziemliche Blamage.
06:59Entschuldigen.
07:01Ja?
07:04Stellen Sie durch.
07:07Friedrich Raffenberg?
07:10Äh, was haben wir?
07:13Sind Sie ganz sicher?
07:17Allerdings bin ich überrascht.
07:19Ja, danke.
07:21Auf Wiederhören.
07:25Patrizias Wildrossen-Design hat den ersten Preis gewonnen.
07:29Aber das würde bedeuten...
07:32Ich meine,
07:34anscheinend waren Ihre Informationen falsch.
07:37Kein Design, das
07:38bereits bei der Konkurrenz in Arbeit ist,
07:40würde bei einem solchen Wettbewerb gewinnen.
07:44Richtig.
07:45Dann hat man Sie wohl gezielt in die Irre geführt.
07:49Können Sie sich vorstellen,
07:50wer so etwas tun würde?
07:52Allerdings.
07:55Entschuldigen Sie, Jörg.
07:56Ich muss der Sache sofort nachgeben.
07:58Natürlich.
08:06Kannst du mir das bitte erklären?
08:07Du hast die gute Nachricht also schon gehört?
08:10Dass Patrizia den Goldberger-Wart gewonnen hat?
08:13Ich würde sagen, das ist ein Grund zum Feiern.
08:16Wenn das Wildrossen-Design gewinnt,
08:18wie kann es dann sein,
08:20dass die Konkurrenz mit einem ähnlichen Entwurf schneller gewesen ist?
08:23Ach, das meinst du?
08:26Man kann sich auf seine Leute eben nicht mehr verlassen.
08:29Welche Leute?
08:31Leute von früher eben.
08:33Du wirst doch nicht im Ernst von mir verlangen,
08:34dass ich dir Namen nenne.
08:35Weil du keine Namen hast.
08:37Du hast mich absichtlich mit einer falschen Information beliefert.
08:40Das willst du mir unterstellen?
08:42Dass ich Patrizias Serie boykottiere?
08:45Warum sollte ich das tun?
08:46Das ist nicht das erste Mal, dass du mir schaden willst.
08:49Egal wie.
08:50Frederik, das ist doch lächerlich.
08:52Ich würde doch nicht den Erfolg meiner eigenen Tochter untergraben.
08:55Ich möchte, dass du ihnen in Zukunft erst unterlässt,
08:58andere Firmen auszuspionieren.
09:01Wären meine Informationen richtig gewesen,
09:04wäre der Firma ein großer Verlust erspart geblieben.
09:07Deine Informationen waren falsch.
09:08Ja, glücklicherweise können wir diese ja jetzt doch noch produzieren.
09:12Natürlich werden wir sie produzieren.
09:14Schön.
09:15Dann ist doch alles in bester Ordnung.
09:17Es ist nichts in Ordnung.
09:19Die will ja herausfinden, was du im Felder führst.
09:21Verlass dich drauf.
09:35Hallo.
09:36Marie.
09:38Brauchst du auch frische Luft?
09:40Ja.
09:41Nein.
09:42Ich hatte gehofft, dich hier zu treffen.
09:47Wie läuft die Arbeit an der Familienchronik?
09:51Ich ordne gerade die Briefe,
09:53den Fotos zu.
09:56Es ist erstaunlich,
09:58wie viele Geschichten sich in all den Jahren angesammelt haben.
10:02Zum Beispiel
10:04mein Großonkel Friedrich Georg
10:06und seine Ehefrau Hildegard.
10:101915.
10:12Mein Gott, die waren aber noch jung.
10:15Sie sehen so traurig aus.
10:17Das ist ihr Verlobungsfoto.
10:21Das ist ihr Verlobungsfoto.
10:24Und sie glaubten beide,
10:26dass sie sich nie wiedersehen würden.
10:30Du solltest die Briefe lesen,
10:32die sie aneinander geschrieben haben.
10:35Die gehen einem sehr nah.
10:38Sie müssen sich sehr geliebt haben.
10:41Zum Glück
10:41kam Friedrich zurück.
10:44Die beiden haben sofort geheiratet.
10:47Es ist tröstlich zu wissen,
10:50dass es auch Geschichten mit Happy End gibt.
11:04Was wolltest du denn?
11:07Ich, äh,
11:09wollte dich um einen geschäftlichen Rat bitten.
11:12Hier.
11:14Es geht um ein altes Pariser Kaufhaus.
11:18Hey.
11:19Die sind aber hochverschuldet.
11:21Und das?
11:21Willst du kaufen?
11:23Das weiß ich eben nicht.
11:26Ja, ich kenne mich in der Materie nicht aus.
11:31Und bevor ich dir einen falschen Rat gebe?
11:35Natürlich nicht.
11:37Du solltest das Daniel zeigen.
11:39Daniel ist ein ausgezeichneter Geschäftsmann.
11:43Stimmt.
11:44Das werde ich tun.
11:46Dann habe ich auch einen guten Grund,
11:47ihn im Büro zu stören.
11:50Süß.
12:03Okay, Lili, ich seh mal nach.
12:05Ich weiß.
12:06In deinem Zimmer im Regal
12:07die große Skizzenmappe.
12:10Ja, keine Sorge.
12:11Ich bringe sie dir.
12:12Okay, bis gleich.
12:15Na, alles in Ordnung?
12:17Ja, Lili hat mal wieder eure Mappe vergessen.
12:20Hier.
12:21Von Julia.
12:22Das Geld für die Mieter.
12:24Wieso?
12:25Christa hat mir doch schon Geld gegeben.
12:27Tatsächlich.
12:28Haben die beiden im Lotto gewonnen.
12:30Die waren doch sonst immer pleite.
12:32Liko.
12:34Na ja, Juli arbeitet in letzter Zeit ziemlich viel im Cozy.
12:37Und Christa hat sie inzwischen auch einen Job gefunden?
12:40Sieht so aus.
12:41Sie muss erst mal die Probezeit überstehen.
12:43Ist ja auch egal.
12:43Hauptsache, wir haben das Geld für ihn.
12:45Mir ist das nicht egal.
12:46Es sind nämlich meine Gäste, über die ich mir Gedanken mache.
12:48Ist ja schon gut.
12:51Außerdem frage ich mich auch, wann du mal wieder Geld verdienen willst.
12:54Oder wartest du darauf, ihm Lotto zu gewinnen?
12:55Musst du wieder davon anfangen?
12:57Ja, das muss ich.
12:58Vor allem, wenn ich sehe, dass du keinen Finger rührst.
12:59Na und?
13:00Ich habe mir auch meine Pause verdient.
13:02Eine Pause?
13:03So, so.
13:04Und wie lange soll diese Pause dauern?
13:06Bis ich wieder einen neuen Job gefunden habe.
13:08Natürlich.
13:09Natürlich.
13:10Aber von nichts kommt nichts.
13:12Hör dich auf.
13:13Ich finde schon was.
13:14Und bis dahin, lass mich einfach in Ruhe.
13:22Ich habe Frederik noch nie so wütend erlebt wie eben.
13:25Was auch kein Wunder ist.
13:27Erst betreibst du Industrie-Spionage
13:28und dann sind plötzlich die Informationen falsch.
13:31Hat Frederik also versucht, dich auf seine Seite zu ziehen?
13:34Mit Erfolg, wie ich sehe.
13:36Er hat mir nur erzählt, was passiert ist.
13:37Und ich finde dein Verhalten unmöglich.
13:39Er würde doch alles tun, um mich loszuwerden.
13:42Er versucht, dich zu beeinflussen.
13:45Ich weiß genau, dass du alles tun würdest, um ihn loszuwerden.
13:49Und ich habe ein Recht darauf zu erfahren, was hier geschieht.
13:53Ich dachte, Frederik hat dir alles erzählt?
13:56Ich will wissen, was du damit bezweckt hast.
13:58Womit?
13:59Falsche Informationen auf den Tisch zu legen
14:01und damit die Produktion zu stoppen.
14:02Ich habe Frederik doch schon alles gesagt.
14:05Das war ein Irrtum.
14:07Daniel, jetzt überleg doch mal.
14:08Auf welche Weise hätte ich ihn damit schaden sollen?
14:11Es sind doch Patrizias-Designs.
14:15Ich hoffe, ich kann dir vertrauen.
14:17Die Vereine?
14:20Marie, was für eine schöne Überraschung.
14:23Verstehe ich.
14:25Nein, überhaupt nicht.
14:26Komm, setz dich.
14:29Aber ihr seid mit einem Gespräch.
14:31Wir haben uns gerade über Patrizias Erfolg gefreut.
14:35Sie hat mit ihren Entwürfen den Goldberg-Designpreis gewonnen.
14:38Wow, das ist ja großartig.
14:41Na ja, ich will euch nicht weiter stören.
14:49Hallo.
14:54Genau so einen hätte ich gerne noch mal.
14:56Gerne?
14:57Ich verstehe das nicht.
14:58Alle vier Grafenbergs sind heute schlecht gelaunt.
15:00Dabei hätten sie doch Grund zum Feiern.
15:01Bestimmt.
15:02Erst wird die Serie eingestellt
15:03und dann gewinnt ausgerechnet dieses Design einen Preis.
15:07Ob das miteinander zusammenhängt?
15:09Keine Ahnung.
15:09Na ja, vielleicht sind ja alle nach der Preisverdauung etwas entspannter.
15:12Wer ist denn hier nicht entspannt?
15:14Hallo Jörg.
15:15Was machst du denn hier?
15:17Ich arbeite hier.
15:18Schon vergessen?
15:19Nein, natürlich nicht.
15:21Willst du auch was trinken?
15:23Danke, ich muss gleich weiter.
15:25Ich wollte nur Hallo sagen.
15:27Das ist aber lieb von dir.
15:30Bis später.
15:31Bis später.
15:37Das ist aber lieb von dir.
15:39Ja, ich finde ihn sehr lieb.
15:41Du kennst ihn doch kaum.
15:44Wir lernen uns doch gerade erst kennen Hallo.
15:47Außerdem ist er ein Gentleman.
15:48Oh, ein Gentleman.
15:50Das heißt also, zwischen euch ist noch nichts gelaufen.
15:52Na hör mal, wir lassen es einfach nur langsam angehen.
15:55Ich will bloß, dass du dir nicht wieder die Finger verbrennst.
15:59Aber das weiß man doch vorher nie.
16:05Frederik glaubt, dass Mutter die Produktion absichtlich stoppen wollte.
16:09Warum sollte sie das wollen?
16:10Ich weiß es nicht.
16:11Das ergibt überhaupt keinen Sinn.
16:13Sie ist deine Mutter.
16:15Du solltest dir vertrauen.
16:17Vielleicht hast du recht.
16:21Ich bin übrigens aus einem ganz bestimmten Grund hergekommen.
16:26Weil du Sehnsucht noch mehr hattest?
16:29Ja, das auch.
16:32Ich habe heute Morgen diese Unterlagen von meinem Assistenten bekommen.
16:37Ich wollte dich um einen Rat bitten.
16:40Um was geht es denn?
16:42Um ein altes Pariser Kaufhaus.
16:44Ich könnte es samt Belegschaft übernehmen.
16:46Aber?
16:48Es ist hoch verschuldet und ich würde die Schulden mit übernehmen müssen.
16:52Es gibt zwei Möglichkeiten.
16:55Entweder das Haus wird unter seinem altehrwürdigen Namen in einen Internetshop umgewandelt.
16:59Oder?
17:00Oder ich investiere viel Geld in eine aufwendige Sanierung des Hauses und führe es als normales
17:04Kaufhaus weiter.
17:06Tja, um dir einen Rat geben zu können, müsste ich mir die Papiere durchlesen.
17:10Danke.
17:12Alles klar.
17:15Ja, bitte?
17:18Ja, sagen Sie ihm doch bitte, dass ich später zurückrufe.
17:21Es ist dringend?
17:25Na gut.
17:26Dann stellen Sie bitte durch, Silke.
17:28In zwei Sekunden, ja?
17:30Tut mir leid.
17:31Kein Problem.
17:31Dann besprechen wir das später.
17:33Okay.
17:36Gravenberg?
17:38Ah, Dr. Bromberg.
17:41Ja, Sie haben davon...
17:42Ja, das freut uns auch sehr.
17:45Ja, der Goldberg-Award ist dieses Jahr an uns gegangen.
17:48Vielen Dank.
17:53Ich verstehe nicht, warum Patricia so schlecht gelaunt ist.
17:56Sie hat doch den Designpreis gewonnen.
17:58Erst wurde die Produktion gestabt und jetzt müssen wir die Wildrosenserie plötzlich doch produzieren.
18:02Ich kapiere das nicht.
18:05Hörst du mir überhaupt zu?
18:07Bei ich?
18:09Nee, die Wand hinter dir.
18:20Was machen Sie denn hier?
18:23Lili hat ihre Mappe vergessen.
18:25Ach, wie süß.
18:26Der große Bruder kümmert sich um die kleine Schwester.
18:30Danke, Nico.
18:31Lass dir was einfallen, wie du das wiedergutmachen kannst, ja?
18:34Mach ich.
18:34Also, bis dann.
18:41Ist noch was?
18:43Ich wollte nur...
18:46Wie geht's denn so?
18:48Ich hab zu tun.
18:49Sehen Sie das nicht?
18:51Ja, klar.
19:01Die ist ja echt total schlecht drauf.
19:04Die Leute in Italien sind viel entspannter.
19:07Willst du etwa immer noch nach Mailand gehen?
19:10Das wäre ja nicht für immer.
19:21Oh, Marie.
19:23Hallo.
19:23Hallo.
19:25Willst du hin?
19:26Ja.
19:27Danke.
19:28Hallo.
19:31Habe ich mir jetzt einen Kaffee verdient?
19:32Na klar.
19:38Ganz schön voll heute.
19:40Ja.
19:41Ist die Hand gar nicht da?
19:43Ja, wollte ich ein paar Besorgerungen machen, aber halb zu wild.
19:46Da müsste ich jeden Moment da sein.
19:48Wo kommst du gerade her?
19:50Ich war gerade...
19:53Ich wollte mir einen geschäftlichen Rat holen.
19:55Aber scheinbar kann mir heute niemand helfen.
19:59Einen geschäftlichen Rat?
20:00Danke.
20:00Ja.
20:02Es geht um ein sehr schönes, altes Pariser Kaufhaus.
20:06Ich könnte es übernehmen.
20:07Samt Belegschaft.
20:09Und Schulden.
20:12Die Frage ist, ob ich es aufwendig saniere oder in einen Internetshop umwandele.
20:18Man bleibt von dem Kaufhaus allerdings nicht mehr übrig als der Name.
20:22Da kenne ich mich leider auch nicht so aus.
20:27Was sagt dein Instinkt?
20:30Na ja.
20:33Dass in einem Kaufhaus bereits ein eingearbeiteter Stamm von Mitarbeitern da ist, ist natürlich
20:37ein großer Vorteil.
20:40Außerdem gibt es doch sicher schon einen großen Kundenstamm, oder?
20:43Bestimmt.
20:44Aber um das Haus aus den roten Zahlen zu bekommen, müsste ich eine ganze Menge modernisieren.
20:48Und das kostet wieder eine Menge Geld?
20:51Sehr viel Geld.
20:53Und was ist mit dem Internetshop?
20:55Der würde nur einen Bruchteil von dem Ganzen kosten.
20:59Allerdings bleibt von dem Ambiente dann gar nichts übrig.
21:01Dann fang doch mit dem Internetshop an.
21:04Und von dem Geld, das du da erwirtschaftest, modernisierst du das Kaufhaus.
21:09Gar nicht so schlecht, die Idee.
21:12Und ich würde zusätzlich auch noch Arbeitsplätze schaffen.
21:15Die alte Belegschaft des Kaufhauses behält ihre Jobs.
21:19Wer verliert schon gern seine Arbeit?
21:31Ja?
21:36Hast du die Rohskitzen fertig?
21:39Die man es nimmt.
21:47Patricia, das kann doch nicht dein Ernst sein.
21:51Jeder Laie sieht, dass diese Skizzen von jemand anderem stammen als die vorhergehenden.
21:56Das weiß ich, Mutter.
21:57Die Blüten zum Beispiel.
21:59Sie wirken viel klobiger.
22:02Weniger naturalistisch.
22:04Die Proportionen.
22:05Ich hab dir gesagt, dass ich einen anderen Stil habe.
22:08Tja, wenn du mit dieser Einstellung da rangehst, dann kann das ja nichts werden.
22:12Mutter, ich hab mir wirklich Mühe gegeben, aber...
22:14Gut, dass du das sagst.
22:16Sehen kann man es nämlich nicht.
22:18Ich weiß, was ich kann und was ich nicht kann.
22:21Patricia, du bist eine gute, erfahrene Designerin.
22:24Du wirst doch diese Zeichnungen von dieser Hobbymalerin kopieren können.
22:28Wie du siehst, nein.
22:30Du weißt nicht, was du da sagst.
22:33Es wird doch sowieso alles auffliegen.
22:36Besser, wir sagen Frederik gleich die Wahrheit.
22:40Dann kannst du deinen Job als Designerin gleich an den Nagel hängen.
22:44Frederik wird dich sofort feuern.
22:46Willst du das?
22:47Natürlich nicht, aber...
22:48Ich werde es nicht zulassen, dass Frederik über uns triumphiert.
22:52Aber was willst du denn machen?
22:56Sie ist doch endlich ein, Mutter.
22:58Wir müssen Julia beauftragen, weitere Entwürfe einzufertigen.
23:06Und du?
23:07Was mit deinem Job?
23:09Wie meinst du das?
23:11Na ja, du willst das ja doch nicht ewig machen, oder?
23:14Im Moment sehe ich keine andere Möglichkeit.
23:16Und ich arbeite ganz gerne hier.
23:18Jan ist ein netter Chef.
23:19Ja, aber du hast doch mal Grafik, Design studiert.
23:21Du bist ein Riesentalent.
23:23Danke, Marie.
23:25Aber ich habe keinen Abschluss.
23:27Es ist im Moment keine Möglichkeit, damit Geld zu verdienen.
23:30Aber wenn ich mir Patricia angucke, sie ist auch nicht begabter als du.
23:34Und ihre Arbeiten haben gerade den Goldberg Designpreis gewonnen.
23:37Du könntest doch einfach...
23:38Sie haben was?
23:40Patricia, sie hat den Goldberg Designpreis...
23:42Ich weiß.
23:43Ich meine...
23:44Das ist ja toll.
23:46Ja.
23:47Und das könntest du auch.
23:50Du solltest dein Studium beenden.
23:52Nein, ich glaube nicht, dass das geht.
23:54Warum denn nicht?
23:57Das ist ganz einfach.
23:58Wovon soll ich denn leben?
23:59Ich muss da Geld verdienen.
24:02Aber jemand wie du bekommt doch ganz bestimmt ein Stipendium.
24:06Dafür braucht man Beziehungen, Marie.
24:11Ich kenne ein paar Stiftungen, die junge Künstler fördern.
24:16Ich werde mich mal für dich umhören.
24:18Das ist sehr lieb von dir, aber ich komme schon zurecht.
24:22Julia, ich mache das nicht aus Mitleid.
24:26Sondern?
24:27Weil ich an deine Begabung glaube.
24:31Wenn sie nur wüsste, dass Patricia mit meinen Entwürfen gewonnen hat.
24:36Vielleicht sollte ich Maries Angebot annehmen.
24:39Oder nutze ich sie dann aus?
24:41Sie tut es gern und für mich wäre es eine riesige Chance.
24:45Danke.
24:46Ich habe noch mal mit Mutter gesprochen.
24:48Und?
24:49Sie sagte, dass es ein Irrtum war.
24:51Ach.
24:52Deiner Mutter passieren keine Irrtüme.
24:54Warum denn nicht?
24:56Weil ich niemanden berechnender kenne als deine Mutter.
24:59Frederik, ich weiß, wie ihr zueinander steht.
25:02Aber es kann doch nicht Sinn der Sache sein, dass ihr euch andauernd bekämpft.
25:06Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen.
25:09Das sag mal deiner Mutter.
25:10An mir liegt es nämlich nicht.
25:11Aber du wirfst dir vor, dass sie die Serie boykottieren wollte.
25:16Das Design gewinnt einen Preis und plötzlich sind ihre angeblichen Informationen falsch.
25:20Was für ein Zufall.
25:22Kann es sein, dass du ein kleines bisschen paranoid bist?
25:24Und hinter allem, was meine Mutter tut, einen Sabotageakt vermutest?
25:29Das ist richtig.
25:30Aber nicht, weil ich paranoid bin, sondern weil ich Annabelle kenne.
25:33Das mag doch alles keinen Sinn.
25:34Warum sollte sie das tun?
25:36Ich werde es herausfinden.
25:38Frederik, wir müssen jetzt nach vorne schauen.
25:40Alle wissen, dass wir diesen Preis gewonnen haben.
25:42Und wir präsentieren die Serie unseren wichtigsten Kunden.
25:47Du hast recht, Daniel.
25:49Das ist wirklich ein unglaublicher Erfolg, den wir da haben.
25:52Trotzdem traue ich deiner Mutter nicht über den Weg.
26:05Lili Becker?
26:07Lili, hier ist Julia.
26:08Julia.
26:09Kannst du reden?
26:11Ja, ich bin allein.
26:13Stimmst, dass die Entwürfe...
26:15Ja, sie haben den Goldberg Design Award gewonnen.
26:17Ist das nicht unglaublich?
26:19Das ist nicht zu fassen.
26:21Bist du sicher?
26:22Ja, natürlich.
26:24Patricia hat versucht, dich zu kopieren, aber sie hat es nicht hingekriegt.
26:27Du bist einfach unschlagbar.
26:30Lili.
26:31Was?
26:31Es weiß aber doch niemand, dass die Entwürfe von mir sind, oder?
26:34Ich habe dicht gehalten.
26:36Aber jetzt musst du was sagen.
26:38Nein, Lili, es geht nicht.
26:40Aber dann streicht Patricia den Preis ein.
26:42Das ist unfair.
26:43Irgendwann werde ich es sagen.
26:44Aber nicht jetzt.
26:46Bitte sag es niemandem.
26:49Also gut, Julia.
26:52Auch wenn es mir schwerfällt.
26:53Danke.
26:55Bis bald.
26:56Ciao.
27:09Schlechte Nachrichten?
27:11Nein.
27:13Ganz im Gegenteil.
27:15Ich...
27:15Ich habe den Goldberg Design Wettbewerb gewonnen.
27:18Den was?
27:20Das ist so eine Art Oscar der Porzellanbranche.
27:23Ach so.
27:23Der Töpfer Oscar.
27:25Ja, das ist ja großartig.
27:26Julia, das müssen wir feiern.
27:28Genau genommen bekomme ja nicht ich den Preis, sondern Patricia.
27:32Willst du diese Geheimnis-Nummer immer noch durchziehen?
27:35Aber so erstreicht Patricia den Erfolg für mich sicher ein.
27:38Das ist Betrug, du musst es sagen.
27:40Na, das hat Lili auch gerade gesagt.
27:41Ja, sie hat recht.
27:42Du bist die Künstlerin.
27:43Ja, ich weiß.
27:45Mir wurden die Entwürfe ja nicht gestohlen,
27:47sondern ich habe mich dafür bezahlen lassen.
27:50Wie auch immer, es ist dein Erfolg.
27:52Also, Glückwunsch.
27:55Danke.
28:04Danke.
28:06Das ist kein Zierobst.
28:10Ich esse es später.
28:13Morgen ist also der große Tag.
28:16Was meinen Sie?
28:18Na, Ihr erstes Arbeitstreffen mit Christa Schilling, natürlich.
28:25Als großen Tag würde ich das nun gar nicht bezeichnen.
28:30Hm.
28:31Sie bereiten sich aber sehr gut darauf vor.
28:35Wenn ich schon Frau Schilling treffe,
28:38dann will ich meine Zeit nicht mit ihr sinnlos vergeuden.
28:41Es war Ihre Entscheidung, sich mit ihr zu treffen.
28:47Unter den anderen Bewerbern war nur keiner,
28:51der in Frage gekommen wäre.
28:53Aber Ihre Kochbuchbeiträge haben Ihnen doch gefallen.
28:57Das stimmt.
28:59Ich glaube aber, es gibt einen kleinen Unterschied
29:02zwischen einem humorvollen Kochbuch
29:04und einer seriösen Familienchronik.
29:07Oh ja, natürlich.
29:11Behalten Sie Ihre Ironie für sich, Eva.
29:14Ich werde Frau Schilling treffen
29:16und sehen, was dabei rauskommt.
29:18Aber Ihre Vorurteile gegenüber Frau Schilling
29:20werden Sie wohl nicht ablegen können.
29:23Wundert Sie das?
29:24Nach allem, was passiert ist?
29:27Meine Meinung habe ich jedenfalls
29:28über diese Person nicht geändert.
29:30Ich finde, Sie sollten ihr eine Chance geben.
29:33Treffe ich mich morgen mit ihr oder nicht?
29:35Ich meine, Sie sollten unvoreingenommen
29:39ihr gegenüber sein.
29:42Ich möchte Sie nur um eines bitten.
29:44Erzählen Sie niemandem
29:46von meiner Geschäftsverbindung.
29:51Toi, toi, toi.
29:58Sehen wir uns später?
29:59Das geht leider nicht.
30:01Was ist denn los?
30:02Ich mache mir Sorgen um Kolja,
30:04dass er vielleicht nach Italien geht.
30:06Ach, denkt er immer noch
30:07über diese Schwachsinns-Idee nach?
30:09Ich glaube, er denkt,
30:10seit du und ich zusammen sind,
30:12hat er keine Freunde mehr.
30:14Ach, und deshalb willst du mich
30:16jetzt nicht mehr sehen.
30:17Ich habe Kolja den Abend versprochen.
30:19Ja, dann machen wir halt was zu dritt.
30:21Das geht nicht.
30:23Wir wollen Videos gucken,
30:24alte Fernsehserien.
30:26Das ist so eine Art Ritual.
30:28Das machen wir schon seit Jahren.
30:29Und immer nur zu zweit.
30:31Immer nur zu zweit?
30:33Muss ich mir Sorgen machen?
30:35Wie?
30:37Naja, du,
30:38den ganzen Abend allein
30:39mit einem anderen Mann.
30:42Ich glaube, da gibt es keinen,
30:44bei dem du dir weniger Sorgen machen musstest.
30:47Nee, ist schon klar.
30:48Du willst Kolja jetzt zeigen,
30:49dass er dein bester Freund ist.
30:51Dann bleibt er vielleicht hier.
30:53Ich finde es auch schade,
30:54wenn er gehen würde.
30:55Als Mitbewohner ist er echt
30:58super.
31:09Na dann,
31:10bis morgen.
31:12Okay.
31:14Ciao.
31:15Ciao.
31:17Ciao.
31:18Ciao.
31:18Ciao.
31:19Ciao.
31:19Ciao.
31:51Also das Positive ist, Patricia hat den Goldberg Designpreis gewonnen.
31:55Den Goldberg? Das gibt's ja nicht.
31:57Weißt du, was das für uns bedeutet?
31:59Das ist ein unglaublicher Erfolg.
32:00Es hat sich herumgesprochen, wir haben jetzt schon Anfragen für den Prototypen.
32:04Das kann ich mir denken.
32:06Ich bin wirklich stolz auf Patricia.
32:09Das sind wir alle.
32:16Was ist das Problem?
32:16Problem.
32:19Vater, gab's bei dir eigentlich Industrie-Spionage?
32:23Die gibt es zu allen Zeiten, in jeder Branche.
32:27Allerdings nie bei Feikental Porzellan.
32:33Du willst doch wohl nicht damit andeuten, dass ihr...
32:36Nicht bei uns.
32:39Was ist passiert?
32:44Weißt du, ob Annabelle Kontakte zu Bosemann Porzellan hat?
32:48Annabelle?
32:49Nicht, dass ich wüsste.
32:57Denkst du, dass Annabelle...
32:59Also entweder hat Annabelle Industrie-Spionage betrieben und ist reingelegt worden.
33:03Oder sie hat uns absichtlich mit falschen Informationen versorgt.
33:20Daniel, hallo.
33:22Schön, dich zu sehen.
33:23Ich dachte, es wird spät heute.
33:25Ja, vorhin sah es auch ganz danach aus, aber...
33:28Es tut mir nett, dass ich keine Zeit für dich hatte.
33:29Ach, kein Problem.
33:31Deine Arbeit geht vor.
33:32Aber jetzt habe ich alles geschafft.
33:34Der Abend gehört uns.
33:35Sehr schön.
33:36Ich wollte gleich erstmal in die Bademanne gehen.
33:39Und ich kann mir deine Unterlagen ansehen.
33:41Das brauchst du nicht.
33:44Entspann dich lieber.
33:46Aber ich weiß nicht, wann ich sonst dazu komme.
33:48Ich habe schon eine Entscheidung getroffen.
33:52Tatsächlich?
33:55Großvater hat dir geholfen, stimmt's?
33:57Ähm...
33:58Nein, nicht dein Großvater.
34:00Sondern?
34:04Julia.
34:07Julia.
34:08Ja, ich habe sie vorhin getroffen.
34:11Zufällig.
34:12Nein, ich wollte sie wiedersehen.
34:14Ich habe sie im Cozy One besucht.
34:16Um dir von ihr einen geschäftlichen Rat zu holen?
34:18Nein, ich wollte sie wiedersehen.
34:21Aha.
34:23Daniel, wir sind befreundet.
34:25Ja, aber ihr kennt euch doch erst seit kurzem.
34:28Ich weiß, es ist für uns alle eine schwierige Situation.
34:31Und trotzdem wollt ihr beide versuchen, Freunde zu bleiben?
34:34Ja.
34:35Ich würde es gerne versuchen.
34:38Es ist deine Entscheidung.
34:40Ich mache es.
34:48Hallo.
34:50Du kommst gerade richtig.
34:52Das Essen ist gleich fertig.
34:53Ich habe aber gar nicht so viel Zeit.
34:55Ich muss gleich noch Pauls Schicht übernehmen.
34:57Was?
34:57Schon wieder Doppelschicht?
34:59Ja, wir brauchen das Geld.
35:02Hattest du einen schweren Tag?
35:06Ist viel passiert.
35:08Erzähl.
35:12Ich habe wieder angefangen zu zeichnen.
35:15Ja, das weiß ich doch.
35:17Ja, aber nicht nur so für mich.
35:19Ich habe Patricia Gravenberg Entwürfe von mir verkauft.
35:23Wie jetzt?
35:25Für Falkentalporzellan?
35:28Das heißt, du kannst mit deinen Zeichnungen Geld verdienen.
35:32Das ist doch wunderbar.
35:33War es.
35:34Bis heute.
35:37Annabelle Gravenberg hat entier gleich wieder aufgelöst, als sie herausgefunden hat, dass
35:40ich die Zeichnung angefertigt habe.
35:42Diese Gravenberg muss ihre Nase auch überall reinstecken.
35:45Kann die sich nicht einfach an Luft auflösen?
35:48Da ist noch was.
35:53Meine Entwürfe haben den Goldberg-Design-Wettbewerb gewonnen.
35:57Goldberg was?
35:58Das ist eine ziemlich renommierte Auszeichnung.
36:00Eigentlich die Auszeichnung der Branche.
36:03Wie?
36:03Und da hast du gewonnen bei diesem berühmten Wettbewerb?
36:07Das ist ja unglaublich.
36:10Gratuliere.
36:11Ich bin so stolz auf dich.
36:14Danke, Mama.
36:15Und wie geht das jetzt weiter?
36:21Na ja, ich habe Patrizia zwar die Entwürfe verkauft, aber sozusagen inkognito.
36:29Wie?
36:31Du meinst, sie tut jetzt so, als ob das ihr Preis wäre?
36:34Ja.
36:36Ist zwar schade, aber wir haben dafür Geld bekommen, was wir dringend brauchten.
36:41Aber es sind trotzdem deine Entwürfe.
36:43Das ist doch ungerecht.
36:46Sieh's doch mal so.
36:48Ich hätte ja auch nie den Preis gewonnen, wenn die Gravenbergs meine Entwürfe nicht in die Finger bekommen hätten.
37:03Du sagst schon, was ist los.
37:05Ist was mit Marie?
37:07Ja.
37:09Ich weiß nicht.
37:12Sie hat mir erzählt, dass sie Julia gesehen hat.
37:15Ja, Falkenthal ist ja nicht groß.
37:18Aber es war kein Zufall.
37:21Sie hat Julia in Kosi getroffen.
37:24Was wollte sie denn von ihr?
37:26Ihre Freundin wiedersehen.
37:30Sie will mit Julia befreundet bleiben?
37:35Ich kann ja verstehen, dass das für dich also nicht akzeptabel ist.
37:43Ich kann Maria schlecht vorschreiben, mit wem sie sich trifft und mit wem nicht.
37:47Und irgendwie kann ich sie auch verstehen.
37:50Julia ist bestimmt eine tolle Freundin.
37:52Für eine Frau.
37:56Meinst du denn, dass du auf Dauer damit leben kannst?
37:59Ich meine, mit der Freundschaft zwischen den beiden.
38:04Ich denke, ich sollte mir gar nicht mehr so viele Gedanken machen.
38:08Ich bin jetzt mit Marie zusammen.
38:10Und die Sache mit Julia liegt hinter mir.
38:17So, ich muss los.
38:18Meine Schicht beginnt gleich.
38:19Ab morgen kann ich zum Glück auch etwas zum Lebensunterhalt beitragen.
38:24Dein aller, allererster Arbeitstag mit Werner Grafenberg.
38:27Ja, ich hoffe, es wird alles gut gehen.
38:30Und ich überstehe die Probezeit.
38:31Ach, das wärst du schon.
38:33Zeig ihm einfach, was in dir steckt.
38:34Dann machst du dich bald unentbehrlich.
38:37Naja, immerhin habe ich schon einen Vorschuss bekommen für Büromaterial.
38:41Das ist doch ein gutes Zeichen.
38:42Ja, ich habe ein Diktiergerät davon gekauft.
38:44Und den Rest habe ich Tobias gegeben.
38:47Du auch?
38:49Klar, für die Miete.
38:51Ich habe Tobias auch Geld gegeben.
38:53Das heißt, Nico sollte es ihm weitergeben.
38:58Störe ich?
39:00Nein.
39:00Wir haben gerade über dich gesprochen.
39:02Aha.
39:04Ich wollte mich bedanken für die Miete.
39:07Tobias, das ist doch selbstverständlich.
39:10Ich muss jetzt los.
39:11Tschüss.
39:12Tschüss.
39:15Christa, ihr müsst mir doch nicht so viel Geld geben.
39:18Ihr seid doch im Moment auch nicht so flüssig.
39:21Aber ich habe doch jetzt einen Job.
39:24Ach ja, deinen Job.
39:26Sag mal, willst du mir nicht mal verraten, was du da machst?
39:29Ich werde für deinen Chef arbeiten.
39:33Was?
39:34Du und Werner Grafenberg?
39:36Das gibt's doch nicht.
39:38Doch.
39:39Ich helfe ihm beim Schreiben seiner Familienchronik.
39:41Aber das soll nicht an die große Glocke gehängt werden.
39:44Ach, deshalb wollte ich neulich sprechen.
39:48Also, du wirst sehen,
39:49wenn ihr erst mal
39:50warm miteinander geworden seid,
39:52dann ist er der beste Chef der Welt.
39:55Wer weiß.
39:57Erst mal muss er die Probezeit mit mir überstehen.
40:01Genau.
40:24Ein Whisky, bitte.
40:52Ich muss mit Ihnen reden.
40:58Ich wüsste nicht vorüber.
41:02Können Sie das nicht mal kurz lassen?
41:06Nein.
41:07Denn wie Sie sehen, arbeite ich hier.
41:09Ich möchte Ihnen ein Angebot machen.
41:12Wir nehmen unsere kleine geschäftliche Verbindung wieder auf
41:15und Sie versorgen uns weiterhin mit Ihren Entwürfen.
41:21Wie bitte?
41:23Sie haben mich schon richtig verstanden.
41:25Sie arbeiten wieder für uns.
41:28Das kann jetzt nicht Ihr Ernst sein.
41:30Doch.
41:32Diese Tätigkeit hier wird wohl kaum so berauschend sein für Sie.
41:36Machen Sie sich um mich mal keine Sorgen.
41:38Natürlich zahle ich Ihnen einen Vorschuss.
41:42Ich biete Ihnen den Job Ihres Lebens.
41:46Den können Sie wohl kaum ablehnen.
41:48Doch.
41:54Ich soll jetzt doch wieder für Sie zeichnen.
41:56Aber heimlich.
41:58Mein Name wird nirgendwo erwähnt.
42:00Du würdest über Leichen gehen, um dein Ziel zu erreichen.
42:02Ich werde lediglich dafür sorgen, dass Frederic nach Südafrika zurückgeht.
42:06Annabelle, ich weine dich.
42:07Noch eine Intrige gegen Frederic werde ich dir nicht durchgehen lassen.
42:11Das ist doch klar.
42:11Wer weiß, vielleicht habe ich darauf angelegt, Julia zu begegnen.
42:14War es okay für dich, sie zu sehen?
42:16Ja, natürlich.
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