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  • vor 5 Wochen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Ich weiß jetzt, warum Sie mich vor Frederik schützen wollten.
00:02Ach ja?
00:03Ja.
00:05Sie wollten einen Freund gewinnen.
00:08Aber nicht irgendeinen.
00:11Eine Grafenberg-Erbin zum Freund zu haben.
00:13Kann doch nicht schaden auf dem steinigen Weg nach oben, oder?
00:17Und so ein kleiner Angestellter wie Sie muss schon lange stricken,
00:20um auf der Leiter wirklich ein paar Schritte höher zu kommen.
00:23Warum dann nicht eine Abkürzung nehmen?
00:25Was wollen Sie?
00:28Tja, das will ich.
00:30Das Paket der Feindgesellschaft ist glatt, aber ich will Ihnen helfen.
00:35Tatsächlich?
00:38Wenn Sie mir helfen.
00:40Wobei?
00:41Es sitzt jemand auf dem Platz, der mir zusteht.
00:45Helfen Sie mir, Julia Schilling loszuwerden.
01:16Helfen Sie mir, Julia Schilling loszuwerden.
01:24Ich muss mir die Sache durch den Kopf gehen lassen.
01:30Na, dann überlegen Sie mal nicht zu lange.
01:33Was glauben Sie eigentlich, wie oft ich jemandem wie Ihnen so ein Angebot mache?
01:37Vermutlich so lange, bis Sie die Antwort kriegen, die Sie hören wollen, Frau Grafenberg.
01:40Sie können ja richtig geistreich sein.
01:43Bevor ich eine Partnerschaft angehe, muss ich wissen, was ich dafür bekommen werde.
01:48Ich habe den Eindruck, dass Sie nicht für alle Ewigkeit Sicherheitschef der Firma bleiben wollen.
01:53Da haben Sie recht.
01:55Mir schwebt da eher was in der Chefetage vor.
01:57Chefetage?
01:58Sonst noch was?
01:59Wollen Sie für den Rest Ihres Lebens in der Designabteilung versauern?
02:02Sie haben doch mehr drauf.
02:04Vielleicht reicht mir das aber.
02:05Eine Frau wie Sie will immer mehr.
02:09Zuerst helfen Sie mir mal, Julia Schilling loszuwerden.
02:12Und dann sehen wir weiter.
02:15Wenn wir uns einig wären, spielen wir nach meinen Regeln.
02:19Und was sind Ihre Regeln?
02:21Regel Nummer eins.
02:22Abwarten.
02:23Abwarten.
02:24Mhm.
02:25Verstehe.
02:25Wir warten so lange, bis Julias Chefin der Manufaktur geworden ist.
02:29Super Plan.
02:30Ich sehe schon, Geduld ist nicht gerade Ihre Stärke.
02:33Wenn Sie mein Partner sein wollen, sollten Sie das schleunigst lernen.
02:37Wenn Sie mich jetzt entschuldigen, ich muss zur Arbeit.
02:51Jetzt bin ich tatsächlich Designerin bei Falkenthal Porzellan.
02:54Ich arbeite in dem Beruf, den ich immer schon machen wollte.
02:58Das fühlt sich wunderbar an.
03:00Auch wenn ich ein bisschen Angst habe.
03:02Es gibt so viele Dinge zu lernen, zu erfahren, von denen ich während der wenigen Semester an der Universität viel
03:07zu wenig mitbekommen habe.
03:10Jetzt heißt es Learning by Doing.
03:14Ich werde mich auf meinen Instinkt verlassen.
03:16Einfach ins kalte Wasser springen und darauf vertrauen, dass ich schwimmen kann.
03:21Daniel gefallen meine neuen Entwürfe.
03:23Er hält mich für begabt.
03:25Ich bin gespannt, wie die Zusammenarbeit mit ihm wird.
03:28Tag für Tag, Tür an Tür.
03:32Jedenfalls fühlt es sich gut an, wieder in seiner Nähe zu sein.
03:41So ruhig und friedlich wie jetzt wird es wohl nicht bleiben.
03:46Wie lange wird es dauern, bis Daniels Mutter und ich aneinander geraten?
03:56Herr Schwarz, wie schön, dass Ihre Manieren es Ihnen erlauben, auch ohne Aufforderung einzutreten.
04:02Ich hatte irgendwie den Eindruck, Sie wollten mich unbedingt sprechen, Frau Grafenberg.
04:05Allerdings.
04:08Um was geht es denn?
04:11Herr Schwarz, Sie pokern ziemlich hoch.
04:14Passen Sie auf, dass Sie nicht irgendwann alles verlieren.
04:16Ich weiß jetzt nicht, was Sie meinen.
04:19Ich spreche von der Wanze, die in meinem Büro installiert war.
04:24Sie haben eine Abwehrwanze in Ihrem Büro gefunden.
04:26Darf ich?
04:27Bitte.
04:28Warum haben Sie mir nichts gesagt?
04:30Schließlich bin ich der Sicherheitschef.
04:32Herr Schwarz, wir wissen doch beide, wer diese Wanze installiert hat und wer sie dann auch wieder entfernt hat.
04:37Wenn sie nicht mehr da ist, können wir ja beruhigt sein.
04:41Das bin ich ganz sicher nicht.
04:42Aber ich kann Sie beruhigen.
04:44Die Abhöraktion war ohne Erfolg.
04:47Ich konnte das Schlimmste verhindern.
04:49Das habe ich mir schon gedacht.
04:51Einen Gegner wie Sie sollte man nicht unterschätzen.
04:54Für gewöhnlich erreiche ich, was ich mir vornehme.
04:57Ihre Erfolgsbilanz ist dagegen äußerst beschämend.
05:01Oder konnten Sie Julia Schilling etwa aus Falkenthal vertreiben?
05:06Mich stört es nicht, dass sie jetzt hier arbeitet.
05:08Im Gegensatz zu Ihnen scheint mir.
05:11Mitarbeiter kommen und gehen, das ist der Lauf der Welt.
05:14Aber es muss schwer für sie sein, dass Julia jetzt hier arbeitet und zu wissen, dass sie sie hasst.
05:21So gesehen hat offenbar keiner von uns in Bezug auf Julia erreicht, was er wollte.
05:35Auf die Frauen.
05:42Man kann nicht mit Ihnen und man kann nicht ohne Sie.
05:46Mögen Sie sich mit Ihren Stöckl schon noch den Hals brechen?
05:49Ein bisschen hart, oder?
05:50Wieso?
05:52Dir geht es doch auch nicht besser.
05:54Hast du nicht gerade erzählt, dass die tolle Charlie am nächsten Morgen aus dem Boothaus einfach verschwunden war?
05:59Und du wolltest ihr sogar Frühstück bringen.
06:01Deswegen muss sie sich doch noch nicht gleich den Hals brechen.
06:04Hat sie sich schon bei dir gemeldet und sich entschuldigt?
06:07Nein, das hat sie nicht.
06:08Aber das will sie jetzt nachholen.
06:11Entschuldigung, dass ich einfach so abgehauen bin.
06:12Aber ich hätte echt noch was Wichtiges zu erledigen.
06:15Kein Problem.
06:16Ich habe mir einfach nur Sorgen gemacht.
06:19Hast du nicht gesagt,
06:20du kennst keinen Falkenthal?
06:22Stimmt.
06:23Aber deshalb muss man trotzdem wichtige Dinge erledigen, oder nicht?
06:26Einkaufen zum Beispiel.
06:29So, wollen wir uns jetzt den ganzen Abend streiten,
06:31oder lieber was zusammen unternehmen?
06:34Na schön.
06:35Was schlägst du vor?
06:37Ich bin gleich wieder da.
06:39Überlegt euch was.
06:45Und was sagst du?
06:46Wozu?
06:47Wie findest du sie?
06:50Ich finde sie ganz cool.
06:53Jedenfalls tausendmal besser als so meine reiche, verwöhnte Tante,
06:57die dich wie ein Spielzeug lang
06:59und danach wegwerft.
07:01Klingt nach einer miesen Erfahrung.
07:12Schau mal, ist das hier das richtige Rot?
07:15Und ein bisschen Karmesin.
07:18Mit einem Schuss blau,
07:20dass der Ton ein bisschen kühler wird.
07:22Siehst du?
07:22Da oben?
07:23Mann, das kriegen wir nie rechtzeitig zur Präsentation fertig.
07:27Ach, Quatsch.
07:28Natürlich kriegen wir das fertig.
07:30Wir sind doch ganz gut dabei.
07:32Aber wenn du gehen möchtest,
07:33verstehe ich das.
07:34Du hast seit zwei Stunden Feierabend.
07:36Kommt gar nicht in Frage.
07:37Ich gehe nicht, bevor wir fertig sind.
07:40Das könnte aber eine lange Nacht werden, Lilly.
07:43Dann machen wir eben das Beste draus.
07:47Traubenuss oder Joghurt.
07:50Ja.
08:04Oh.
08:06Lilly.
08:09Ich glaube,
08:10jetzt ist es wirklich Zeit,
08:11dass du nach Hause gehst.
08:13Aber ich kann dich doch nicht
08:14mit dem ganzen Kram hier alleine lassen.
08:16Doch, das kannst du.
08:17Ich bestehe sogar drauf.
08:19Schließlich bin ich quasi deine Chefin.
08:21Wow, du kannst ja richtig streng sein.
08:23Und jetzt raus mit dir.
08:25Aber Julia,
08:26mach nicht mehr so lange.
08:27Es reicht,
08:28wenn die Gravenberg über Stunden schiebt.
08:30Bleibt die eigentlich abends öfter länger?
08:32Ja, die macht dauernd Überstunden.
08:34Die hat ja sonst nichts zu tun.
08:35Das ist nichts Besonderes.
08:37Ruhe dich gut aus.
08:48Ja.
08:50Verzeihung, Frau Gravenberg.
08:51Ich wollte nur sagen,
08:52dass ich gern Feierabend machen möchte.
08:54Sie können gehen, Frau Mertens.
08:56Ich habe nichts mehr für Sie.
08:58Ach, Frau Mertens,
08:59würden Sie bitte in der Designabteilung
09:01das Licht ausmachen, bevor Sie gehen?
09:02Oh, da wird noch gearbeitet,
09:04Frau Gravenberg.
09:05Julia Schilling ist noch da.
09:08Ja, ich habe auch noch zu tun.
09:32Genau so habe ich mir das vorgestellt.
09:35Meine Liebste im Arm.
09:37Kuschelt auf dem Sofa.
09:41Du machst jetzt auch viel öfter
09:42früher Feierabend.
09:44Mhm.
09:44Das bekommt ihr.
09:48Sogar die kleine Sorgenfalt
09:49ist verschwunden.
09:50Mhm.
09:52Mir geht es ja auch gut.
09:54In der Firma läuft alles prima.
09:57Ich fühle mich so wohl bei dir.
10:00Ich finde es wirklich bewundernswert,
10:02wie du dich hältst.
10:04Ich meine,
10:04erst der ganze Stress mit Patricia
10:05und jetzt arbeitet auch noch Julia
10:07in der Manufaktur.
10:10Julia und ich,
10:12wir haben eine Art
10:14professionellen Umgangston gefunden.
10:17Mhm.
10:18Wenn wir uns unterhalten,
10:19dann reden wir über die Arbeit
10:21und nicht mehr über
10:22Gefühle.
10:24Mhm.
10:28Was hältst du davon,
10:30wenn ich mir ein paar Tage
10:30freinehme
10:31und wir einfach wegfahren?
10:36Eine wunderbare Idee.
10:41Ich hätte eh schon überlegt,
10:43ob ich Charlotte besuchen gehe.
10:45Ist sie nicht mehr in der Nacht?
10:46Doch, in der Schweiz.
10:48Sie würde sich bestimmt freuen.
10:50Und ich freue mich auch.
10:52Mhm.
10:54Warum eigentlich nicht?
10:55Weißt du was?
10:56Dann fahren wir in die Schweiz.
11:14Waren wir verabredet?
11:16Nein.
11:17Aber ich,
11:18ich habe dich vermisst.
11:19Dich und
11:21deine Zärtlichkeit.
11:24Hatte ich immer gesehen?
11:25Nein.
11:26Aber wir sind ja auch
11:27nicht mehr in der Firma.
11:28Und deine Nachbarn,
11:29die werden sich jetzt
11:30wohl dran gewöhnen müssen,
11:31dass sie,
11:31dass sie mich jetzt öfter sehen.
11:38Willst du hier einziehen?
11:41Nein.
11:42Ähm.
11:44Das ist nur für heute Nacht.
11:47Na, dann sind wir uns ja einig.
11:48Ja.
11:51Soll ich uns was zu essen machen?
11:53Ich habe was mitgebracht.
11:54Ich meine nur,
11:55wenn du noch nicht gegessen hast.
11:57Nein, habe ich noch nicht.
11:59Du weißt,
11:59wo alles steht.
12:01Übrigens, Silke,
12:02du siehst toll aus.
12:03Verabend.
12:06Danke.
12:06pom Acting so,
12:13verabend.
12:21Was hat mir Spaß gemacht?
12:40Hey, der kommt doch nicht etwa auf den Sperrmüll.
12:45Na, der hat etwas Gott schon bessere Zeiten gesehen.
12:48Wird Zeit, dass das alte Ding mal wegkommt.
12:51Aber das ist doch die Gitarre, auf der du mir mal vorgespielt hast.
12:55Die kannst du doch nicht einfach wegwerfen.
12:56Woodstock ist vorbei, Christa. Endgültig.
12:59Und das gute Stück hier hat es hinter sich, glaub mir.
13:02Das Katzengehammer kann sich sowieso keiner mehr anhören.
13:05Also, ich hab mir doch damals auch deine ersten Klampfversuche angehört.
13:09Und glaub mir, schön war das nicht.
13:11Also, du warst auch nicht gerade eine zweite Janis Joplin.
13:14Also, wenn ich dann deine Version von mir und Bobby McGee denke...
13:18Freedom's just another word for nothing left to lose.
13:22Nothing, and that's all that Bobby left me.
13:28Feeling good was easy, Lord, when he sang the blues.
13:33Feeling good was good enough for me.
13:37Good enough for me and my Bobby McGee.
13:41Sie waren doch ziemlich gut.
13:43Und vor allem ziemlich laut.
13:45Und?
13:46Willst du sie immer noch wegwerfen?
13:48Ah, ich denke ja.
13:49Die ist einfach nicht mehr zu retten.
13:51Dann habe ich wohl keine Chance mehr, dass du mir noch mal was vorspielst.
13:55Wer weiß, wenn ich irgendwo noch ein paar Seiten finde?
14:09Naja.
14:12Ein Zombie für die Lady.
14:15Du guckst gern alte Filme, oder?
14:18Woher hast denn du solche Sprüche?
14:21Jahrelange Übungen.
14:22Aha.
14:23Was man in Falkenteilen nicht so alles lernt.
14:26Ja.
14:26Wir lassen uns so einiges einfallen.
14:28Du musst mal zum Seefest im Sommer herkommen.
14:30Was gibt's da?
14:31Wilde Orgien am Strand?
14:34Nee.
14:35Eine Regatta mit allem, was so schwimmt.
14:37Letztes Jahr sind Lilly und ich Zweiter geworden.
14:39Mit einem alten, umgebauten Bett meiner Großmutter.
14:42Respekt, Captain.
14:44Und selbst schon mal auf hoher See gewesen?
14:46Ach, in Italien, im Urlaub mit meinen Eltern.
14:49Gondel oder Yacht?
14:50Wir sind in irgendwelchen Touri-Booten an der Küste langgeschüppert.
14:54Klingt doch super.
14:56Naja, Campingurlaub mit den Eltern, ich weiß ja nicht.
14:58Ist doch okay, oder sind die so schwierig?
15:01Nee, aber anstrengend.
15:03Mein Vater ist Lehrer und meint, den Reiseleitern andauernd erklären zu müssen,
15:07wie die Geschichte der Renaissance wirklich abgelaufen ist.
15:10Was? Und was sagt deine Mutter?
15:11Ach, die findet's toll, dass er so viel weiß.
15:14Sie ist Sekretärin.
15:15Ich weiß gar nicht, was du hast.
15:16Mein Vater ist Handwerker und meine Mutter ist Hausfrau.
15:18Und die finden Campen in Italien auch super.
15:23Wollt ihr noch was? Letzte Bestellung für heute.
15:25Nee, danke so.
15:26Aber dürfen wir das Glas mitnehmen? Ich bring's morgen zurück.
15:28Ja, ist okay.
15:29Danke.
15:30Und jetzt?
15:34Vielleicht wieder ins Bootshaus?
15:37Ich mein, das würde doch zu unserem Thema passen, oder?
15:55Sie sind ja auch noch hier.
15:57Ich musste noch die Präsentation für morgen vorbereiten.
16:01Kann es sein, dass Ihnen das richtige Zeitmanagement fehlt?
16:04Wie meinen Sie das, Frau Grafenberg?
16:07Ganz einfach.
16:08Wer seine Zeit richtig plant, wird auch rechtzeitig mit seiner Arbeit fertig
16:12und muss sich die halbe Nacht durcharbeiten.
16:16Und was ist bei Ihrer Planung heute schiefgelaufen?
16:21Falls Sie es vergessen haben, Frau Schilling,
16:23diese Firma gehört meiner Familie.
16:25Wir arbeiten sozusagen rund um die Uhr.
16:28Ich werde jetzt gehen, Frau Grafenberg.
16:31Einen schönen Abend noch.
16:33Ich wünsche Ihnen einen erholsamen Feierabend, Frau Schilling.
16:37Danke sehr.
16:39Danke.
16:41Danke.
16:54Danke.
16:55Danke.
16:58Danke.
17:00Danke.
17:01Danke.
17:02Danke.
17:03Danke.
17:03Danke.
17:05Danke.
17:06Danke.
17:06Danke.
17:07Danke.
17:08Danke.
17:09Danke.
17:17Das war's.
17:41Jan, komm rein.
17:43Wenn man dich erwischen will, muss man früh aufstehen.
17:46Hier, deine Strickjacke, die hast du im Kosi vergessen.
17:48Ah, das ist ja lieb von dir. Die hab ich ganz vermisst.
17:51Und? Wie läuft's so?
17:56Jan, ich möchte mich bei dir entschuldigen.
17:59Du hast mich die ganze Zeit unterstützt.
18:01Und ich hab dich sang- und klanglos im Stich gelassen.
18:03Ja, das war mir von Anfang an klar. Das ist schon in Ordnung.
18:06Es war doch logisch, dass jemand wie du nicht lange am Kosi Gläser spült.
18:09Du bist echt ein Schatz.
18:11Die Frau, die dich mal kriegt, geht echt das große Losge zu.
18:15Julia, wenn du sie siehst, dann sag ihr, sie soll sich beeilen.
18:18Ich warte schon.
18:19Also, du bist jetzt richtig Designerin und entwürfst Kaffeepötter und so.
18:24Ja, mit Blüten und Blättern und allem drum und dran.
18:26Ich bin beeindruckt, ehrlich.
18:28Genauso siehst du auch aus.
18:33Du bist müde, nicht wahr? Hast du lange gearbeitet?
18:36Ist gestern ein bisschen spät geworden.
18:38Außerdem hat mich Annabelle Grafenberg auf ihre charmante Art willkommen geheißen.
18:42Verstehe, verstehe. War es sehr schlimm?
18:44Nicht schlimmer als sonst.
18:47Sie sucht an der Gelegenheit, um mich so schnell wie möglich loszuwerden.
18:51Das wirst du dir hoffentlich nicht gefallen lassen.
18:53Nein!
18:55Aber diese dauernden Streitereien, die kosten einfach Kraft.
18:58Lass dich nicht unterkriegen, Julia.
19:00Du schaffst es.
19:02Danke.
19:15Guten Morgen.
19:18Deine schlechte Laune ist inzwischen sprichwörtlich, Patricia.
19:23Dann lass mich doch in Ruhe, wenn dir meine Laune nicht passt.
19:26Du könntest langsam aus deiner Schmollecke rauskommen.
19:29Schließlich bist du kein kleines Kind mehr.
19:31Kann es sein, dass ich gute Gründe habe, mich zu verkriechen?
19:35Selbstmitleid hilft dir jetzt auch nicht weiter.
19:38Soll ich mich noch bei dir dafür bedanken, dass ich meinen Job verloren habe?
19:41Du könntest kämpfen.
19:42Dir was Neues überlegen, wie du deine Situation verbessern kannst.
19:46Das würde jedenfalls ich tun.
19:48Weil ich dein letzter Rat, dass ich einen Vertrag mit Julia abschließen soll?
19:52Und?
19:53Wohin hat mich das gebracht?
19:55Du siehst alles viel zu schwarz.
19:57Das Problem, Julia Schilling, wird sich bald erledigt haben.
20:02Wo habe ich das schon mal gehört?
20:07Patricia, dir fehlt einfach der Weitblick.
20:10Vertrau mir und hab Geduld.
20:14Nein, Mutter.
20:15Auf dich werde ich mich garantiert nicht mehr verlassen.
20:18Ab jetzt werde ich selbst was unternehmen.
20:30Kolja, du kommst aber früh nach Hause.
20:35Warst du die ganze Nacht unterwegs?
20:37Ja.
20:41Unser schweigsamer Held einsam durchstreifte die dunkle, kalte Falkenthaler Nacht,
20:47um dann bei seiner Mama zu übernachten?
20:50So ungefähr.
20:52Na komm, jetzt sag schon.
20:53So viele Möglichkeiten gibt es ja nicht.
20:54Warst du im Cosi?
20:56Ja, da auch.
20:58Müsst du nicht langsam mal los?
21:00Ja, Lilly, wir sind spät dran.
21:01Ja doch.
21:02Kommst du mit?
21:03Ich komme später nach.
21:05Ich nehme noch schnell eine Dusche.
21:06Sag Julia bitte Bescheid.
21:09Okay.
21:13Komisch, so war der noch nie.
21:16Wahrscheinlich mal ein schlechter Einfluss, seitdem wir hier zusammen wohnen.
21:20Hey, du nimmst mich überhaupt nicht ernst.
21:22Ich mache mir echt Sorgen.
21:26Was?
21:33Da bin ich.
21:34Gestiefelt und gespornt.
21:35Wir können gehen.
21:37Wieso wir?
21:38Na, du fährst doch jetzt Herrn Gravenberg ins Lanzino, oder?
21:41Ja, schon, aber...
21:42Naja, da kannst du mich doch gleich mitnehmen.
21:45Immerhin sind wir da verabredet.
21:48Also, Christa, es tut mir leid, aber das geht nicht.
21:52Ich kann dich nicht einfach in der gravenbergischen Limousine mitnehmen.
21:56Jedenfalls heute nicht.
21:58Wieso denn nicht?
21:59Das ist doch kein Umweg.
22:00Eher im Gegenteil.
22:02Du bist keine Gravenberg und ich bin kein Taxi-Unternehmen.
22:06Jetzt sei doch nicht so kleinlich.
22:09Herr Gravenberg hat bestimmt nichts dagegen, da bin ich mir sicher.
22:13Christa, wenn der Senior dich nach eurem Treffen mitfahren lässt und zu Hause absetzt,
22:17dann ist das seine Entscheidung.
22:19Aber ich kann ihn doch nicht einfach vor vollendete Tatsachen stellen.
22:22Was heißt denn vollendete Tatsachen?
22:27Ich habe mich darauf verlassen.
22:29Ich werde zu spät kommen.
22:31Christa, es tut mir leid.
22:33Vielleicht will Herr Gravenberg nicht mit dir zusammenfahren.
22:38Habe jetzt wie vorher fragen sollen.
22:52Julia, guck dir das mal an.
22:53Es ist so weit.
22:55Wie konnte denn das passieren?
23:02Vermutlich ist der Putzdienst heute Morgen an den Tisch gestoßen und dann ist das halt passiert.
23:10Das ist aber ganz schön merkwürdig.
23:14Ich glaube, wir brauchen erst mal einen Kaffee.
23:20Kolja kann dir ja nachher helfen.
23:22Er kommt ein bisschen später.
23:23Das ist doch in Ordnung, oder?
23:24Ja, klar, okay.
23:29Alles zerstört.
23:30Und ich habe die halbe Nacht daran gearbeitet, um die Entwürfe rechtzeitig fertig zu bekommen.
23:36Das war Absicht.
23:38Und ich kann mir auch denken, wer dahinter steckt.
23:41Nur habe ich wieder mal keinerlei Beweise.
23:52Möchten Sie auch einen?
23:54Nein, danke.
23:56Warum setzen Sie sich nicht, Frau Gravenberg?
23:59In meiner Pause würde ich gerne etwas entspannen.
24:00Sie haben ja die Ruhe weg.
24:03Wollten Sie sich nicht um Julia kümmern?
24:05Ich dachte, wir wären Partner.
24:07Ja, das stimmt.
24:09Wir sind Partner.
24:11Und ich werde auch was gegen Julia unternehmen.
24:13Aber dann, wenn ich es für richtig halte.
24:15Und wann wird das endlich sein?
24:18In Südafrika bin ich oft zur Jagd gegangen.
24:21Oh, bitte.
24:21Jetzt keine Hemingway-Anekdoten.
24:24Jedenfalls habe ich eins gelernt.
24:28Nicht die Ausrüstung.
24:29Nicht das beste Gewehr.
24:32Entscheidend darüber, ob man ein guter Jäger ist oder ein schlechter.
24:35Sondern?
24:37Wissen.
24:38Wissen.
24:41Sie müssen Ihre Beute kennen.
24:44Sie genau studieren.
24:46Sie müssen wissen, wo Ihre Weidegründe sind und Ihre Wasserstellen.
24:51Ich weiß, wo Julia sich rumtreibt, Sie Schlaumeier.
24:54Das ist ja gerade das Problem.
24:56Kennen Sie auch Ihre Gewohnheiten und Ihre Schwachstellen?
24:59Julia Schilling ist nicht die leichte Beute, für die Sie sie halten.
25:03Das müssten Sie doch mittlerweile bemerkt haben.
25:08Vertrauen Sie mir.
25:09Ich werde das Problem mit Julia lösen.
25:11Aber wir müssen auf den richtigen Moment warten.
25:15Na schön.
25:17Aber warten Sie nicht zu lange.
25:29Ich weiß, ich weiß.
25:30Ich bin zu spät.
25:32Tut mir leid.
25:32Ich bin es nicht gewohnt, dass man mich warten lässt.
25:36Pünktlichkeit ist die Höflichkeit der Könige.
25:38Stimmt.
25:39Aber Könige haben es auch leichter.
25:41Die werden chauffiert.
25:43Wenn Sie damit auf meinen Wagen und Tobias anspielen,
25:46dann kann ich Ihnen nur sagen,
25:47ich wäre auch pünktlich, wenn ich mit dem Fahrrad kommen müsste.
25:51Oder gar zu Fuß.
25:52Ich wäre ja pünktlich gewesen,
25:54wenn mich Ihr Tobias mitgenommen hätte.
25:56Ich stand fix und fertig da.
25:58Als er losgefahren ist, um Sie abzuholen, Herr Grafenberg.
26:02Jetzt sagen Sie bloß,
26:04ich bin schuld, dass Tobias Sie nicht mitgenommen hat.
26:08Er ist mein Chauffeur.
26:10Ich finde, wir haben jetzt genug Zeit verschwendet.
26:13Wir sollten mit der Arbeit anfangen.
26:15Ja, bitte.
26:15Ich weiß gar nicht, warum wir uns so lange aufhalten.
26:19Wo waren wir denn das letzte Mal stehen geblieben?
26:22Bei Ihrem Urgroßvater Alfred.
26:24Er hat die erste Serienproduktion aufgebaut.
26:27Stimmt's?
26:28Wann war das?
26:301872, am 12. Februar.
26:39Wo willst du denn hin?
26:41In die Manufaktur.
26:41Ich bin spät ran.
26:43Bist du deshalb heute früh sozeitig aus dem Bootshaus verschwunden?
26:45Ich konnte nicht schlafen.
26:47Ich bin todmüde.
26:49Ich hatte Rückenschmerzen.
26:51Ja, selber schuld.
26:52Du hattest dich ja neben mich legen können.
26:54Ich habe jedenfalls geschlafen wie ein Murmeltier.
26:58Hier wohnst du also, hm?
27:01Nett.
27:03Ja, ich teile mir die Wohnung mit Tim.
27:05Wie hast du es eigentlich gefunden?
27:07Ach, es war ganz einfach.
27:09Ich habe Paul aus dem Kosi gefragt.
27:12Ich will ja nicht unhöflich sein, aber ich muss langsam wirklich los.
27:17Du hast recht.
27:18Du bist unhöflich.
27:20Das ist ein glatter Rausschmiss.
27:22Charlotte, so war das nicht gemeint.
27:24Ja, schon gut.
27:26Ich gehe ja schon.
27:29Trotzdem schade.
27:30Ich habe gedacht, du könntest mir vielleicht ein bisschen was von Falkenthal zeigen.
27:34Den Regattasit zum Beispiel.
27:37Ich könnte mir frei nehmen.
27:40Aber erst ein paar Tagen.
27:42Wir bereiten gerade eine Präsentation vor und wir haben sehr viel zu tun.
27:46So engagiert, hm?
27:49Na gut, dann gehe ich eben alleine spazieren.
27:54Okay.
28:05Hallo, Silke.
28:07Ja, hier ist Kolja.
28:09Ich bin total erkältet.
28:12Ja.
28:13Kannst du bitte Julia Bescheid sagen?
28:17Danke.
28:18Ich melde mich morgen.
28:20Tschüss.
28:23Nicht schlecht.
28:25Machst du es was öfter?
28:26Das war das erste Mal.
28:29Aber irgendwann ist immer das erste Mal.
28:33Jetzt komm.
28:44Da ist nichts mehr zu retten.
28:46Die Entwürfe müssen komplett neu angefertigt werden.
28:48Das schaffe ich.
28:49Wirklich.
28:51Fragt sich nur, wann.
28:53Sie kennen den Termin für die Präsentation.
28:55Wie konnte denn das passieren?
28:58Ein Missgeschick.
28:59Ich habe gestern noch lange gearbeitet.
29:01Ja, sehr lange.
29:01Wir haben gestern alle Entwürfe fertig gemacht.
29:04Wahrscheinlich habe ich das Fläschchen mit der Tinte nicht richtig zugeschraubt, als ich gegangen bin.
29:08Und am Morgen ist der Putzdienst dagegen gestoßen.
29:11Wahrscheinlich.
29:12Wahrscheinlich.
29:15Auf jeden Fall müssen wir den Termin für die Präsentation verschieben.
29:18Es tut mir leid.
29:20Mir auch.
29:22Warum haben Sie die Entwürfe denn über Nacht nicht weggeschlossen?
29:26Daran habe ich gar nicht gedacht.
29:30Wie soll ich das dem Kunden jetzt erklären?
29:36Am besten, ihr fangt gleich an, die Entwürfe neu zu zeichnen.
29:38Und ich kümmere mich um Schadensbegrenzung bei Herrn Huber.
30:07Und ich kümmere mich um Schadensbegrenzung bei Herrn Huber.
30:22Das hier ist der See.
30:24Ah!
30:25Auch irgendein See.
30:26Ja, sondern...
30:28DER See.
30:33Sag mal, gibt's hier eigentlich noch mehrere Seen, oder ist es derselbe See, an dem auch das Putzold steht?
30:38Nee, das ist ein anderer. Wir haben hier Dutzende von Seen. Die berühmte Falkenthaler Seenplatte.
30:43Das ist derselbe See! Du denkst, ich bin blöd!
30:46Nee, aber aus der Stadt.
30:47Hast du eine Ahnung?
30:49Hab ich?
30:51Was?
30:52Eine Ahnung davon, wer du bist? Woher du kommst?
30:57Wieso? Ich hab dir doch schon alles erzählt.
31:00Oder brauchst du einen kompletten Lebenslauf, bevor du mir deine Geheimplätze zeigen kannst?
31:05Ist schon gut.
31:07Kannst du haben. Als Tochter des Gymnasiallehrers Michael und der Sekretärin Barbara wurde ich in einem Wunderschön...
31:15Ist egal. Da gibt es etwas, was ich dir noch unbedingt zeigen will.
31:21Lachen Sie?
31:22Nee, ein Baum. Eine alte Eiche.
31:27Es ist wirklich wunderschön hier.
31:29Na komm!
31:31Oh mein Gott!
31:46Hallo, Julia.
31:47Hallo.
31:49Kommst du gut voran?
31:50Mhm.
31:50Sicher.
31:53Schön, dass du dich so gut eingelebt hast in der Firma.
31:55Ja, alles klar.
31:59Frederik hat mir erzählt, was passiert ist.
32:02Das wirft unseren Terminplan ganz schön durcheinander.
32:05Gibt es denn schon einen neuen Termin für die Präsentation?
32:08Nein.
32:09Aber Frederik versucht, den Kunden zu erreichen.
32:16Herr Huber ist ein sehr temperamentvoller Mensch. Ich hatte schon mit ihm zu tun.
32:23Na gut. Bis später.
32:25Wirst du denn bei der Präsentation dabei sein?
32:28Nein.
32:29Das bekommt ihr auch allein hin.
32:31Frederik und du.
32:32Okay.
32:34Also dann.
32:34Bis dann.
32:38Hätte ich Daniel von meinem Verdacht erzählen sollen?
32:41Würde er mir überhaupt glauben?
32:43Ich kann ja nicht beweisen, dass ausgerechnet seine Mutter meine Arbeit sabotiert.
32:47Und ich will auch nicht wie ein kleines Mädchen petzen gehen.
32:50Nein.
32:50Das werde ich allein mit Annabelle Grafenberg klären.
32:52Und mich nicht von ihr unterkriegen lassen.
32:57Außerdem ist es zwischen Daniel und mir sowieso schon schwierig genug.
33:01Wozu soll ich ihm jetzt auch noch erzählen, dass seine Mutter einen miesen Kleinkrieg gegen mich führt?
33:05Ja.
33:23Ui, ui. Satisfaction.
33:26Ja.
33:27Kennst du das Lied doch gar nicht?
33:29Nicht mal Mick Jagger will es wieder kennen.
33:31Also nochmal, es ist nicht Satisfaction.
33:34Was dann?
33:35Greensleeves, ein altes irisches Volkslied.
33:37Es heißt Heinrich der Achte.
33:39Hat es geschrieben.
33:42Wahrscheinlich um Heinrich den Siebten vom Thron zu vertreiben.
33:46Dürfte ihm nicht schwergefallen sein mit dem Lied.
33:49Du bist und bleibst dein musikalischer Banause, mein Junge.
33:52Also von mir hast du das nicht.
33:59Papa, das klingt grausam.
34:04Dann ist nur dieses alte Ding schuld.
34:06Völlig im Eimer.
34:08Das will ich an deiner Stelle auch behaupten.
34:19Und?
34:21Sind Sie endlich fertig?
34:23Sie müssen sich schon gedulden.
34:25Ich beeile mich, aber das wird noch dauern.
34:26Sie brauchen sich nicht so aufzuregen.
34:28Schließlich ist es Ihre eigene Schuld, dass Sie jetzt die doppelte Arbeit haben.
34:32Ach wirklich?
34:34Wie bitte?
34:35Es würde wesentlich schneller gehen, wenn ich in Ruhe arbeiten könnte.
34:39Mir scheint, Sie haben noch nicht die richtigen Nerven für diesen Job.
34:42Sie müssen noch einiges lernen im Geschäftsleben, meine Liebe.
34:46Was denn zum Beispiel?
34:48Zum Beispiel, dass Sie rechtzeitig Bescheid sagen, wenn Sie nicht fertig werden,
34:52damit wir unseren Kunden informieren und die Präsentation rechtzeitig absagen können.
34:58Ich werde rechtzeitig fertig sein.
35:00Ihren Optimismus möchte ich haben.
35:17Hallo.
35:18Hallo.
35:22Schau mal, was ich gerade gefunden habe.
35:24Ein Bildband über die Dolomiten.
35:26Oh, schön, oder?
35:28Ja, sehr schön.
35:30Aber da wollen wir doch gar nicht hinfahren.
35:31Aber vielleicht können wir ja einen kleinen Umweg machen.
35:33Oh, ich finde die Berge so schön.
35:35Wirklich?
35:36Das wusste ich ja gar nicht.
35:38Es gibt vieles, was du noch nicht weißt.
35:41Dann sollten wir das unbedingt ändern.
35:43Du musst mir alles erzählen.
35:47Und du meinst, du kannst dir wirklich ein paar Tage Urlaub nehmen?
35:50Ja.
35:51Ich denke, Frederik kommt.
35:52Auch gut ohne mich, klar.
35:54Zumindest eine Weile.
35:55Mhm.
35:58Daniel.
35:59Mhm.
35:59Oh.
36:00Der Bildband.
36:02Mhm.
36:06Ach, entschuldige, bitte.
36:12Und wie macht sich Julia in der Manufaktur?
36:17Ganz gut.
36:18Ganz gut eigentlich.
36:20Ist was passiert?
36:23Na ja, sie hat die Entwürfe für die Präsentation für Huber über Nacht nicht im Safe eingeschlossen.
36:30Und als sie heute Morgen zur Arbeit kam, war Tosche drüber gelaufen.
36:34Danke.
36:34Oh nein.
36:36Und jetzt?
36:38Na ja, jetzt muss sie alles nacharbeiten.
36:40Was ziemlich ärgerlich ist.
36:42Doppelte Arbeit für eine Nachlässigkeit.
36:45Oh je.
36:46Das tut mir leid für Julia.
36:48Sie hat sich sicherlich viel Mühe mit den Entwürfen gemacht.
36:51Ja.
36:53Frederik versucht einen neuen Termin für die Präsentation zu finden.
36:56Aber wenn ihm das nicht gelingt, dann muss sie sich ziemlich beeilen.
36:59Ich drück euch die Daumen.
37:01Nicht, dass doch noch was dazwischen kommt und wir uns einen Urlaub verschieben müssen.
37:05Oh, das hoffe ich auch.
37:12Was hältst du davon, wenn wir unsere kleine Unterredung oben weiterführen?
37:17Was meinst du damit?
37:44Das hier ist die Villa der Gravenbergs.
37:47Oh, du meinst, hier leben echte Menschen?
37:50Ja.
37:51Der Gravenbergs gehört die Manufaktur, in der ich arbeite.
37:54Ach.
37:55Hast du nicht Schiss, die können dich hier sehen?
37:56Ich meine, du liegst doch eigentlich nicht im Bett, oder?
37:59Erinnere mich bloß nicht dran.
38:00Es könnte echt Ärger geben, wenn mich einer der Chefs hier sieht.
38:06Hey, cool, eine Küche.
38:08Ich hab langsam Hunger, du auch?
38:11Spinnst du? Du kannst da nicht rein.
38:13Oh Mann, Nicole, jetzt sind wir nicht so ein Feigling.
38:17Es sind bestimmt alle in der Manufaktur in dieser Zeit.
38:21Da, wo du übrigens sein solltest.
38:23Er sollte uns schon sehen.
38:26Also mir reicht's, ich geh jetzt.
38:33Es ist offen.
38:43Charlie!
38:45Ich habe euch hierher gebeten, damit wir unser Problem lösen.
38:49Was heißt hier unser Problem?
38:51Soweit ich weiß, hat Frau Schilling heute...
38:54Annabelle, bitte lass das jetzt.
38:55Wenn eine so wichtige Präsentation nicht stattfindet,
38:58dann betrifft uns das wirklich alle.
39:00Du willst sie also absagen?
39:02Das bedeutet einen großen Imageverlust.
39:05Als Marketingchefin kann ich dir das sagen.
39:07Nein, ich will sie nicht absagen.
39:09Genau darum geht es hier.
39:12Na, da bin ich immer gespannt.
39:14Ich habe mit Hubert telefoniert, er hat leider keine Zeit für einen anderen Termin.
39:17Wir werden die Präsentation also wie vorgesehen durchziehen.
39:20Hm, interessant.
39:21Und womit bitte, wenn die Entwürfe nicht rechtzeitig fertig werden?
39:25Sie werden fertig werden.
39:27Eine mutige Behauptung.
39:29Was ich heute Morgen gesehen habe...
39:32Annabelle, bitte halte dich zurück.
39:35Julia hat versichert, dass sie diese Entwürfe zustande kriegt,
39:38also verlasse ich mich drauf.
39:39Ich zumindest tue es.
39:40Sie können sich auf mich verlassen, Herr Grafenberg.
39:42Das hoffe ich auch.
39:43Nochmal, so eine Panne können wir uns nicht leisten.
39:45Dazu ist dieser Kunde wirklich zu wichtig.
39:47Du hast wirklich ein großes Vertrauen in die Menschen, Frederik.
39:50Das habe ich.
39:52Auch in dich, Annabelle.
39:53Deshalb gehe ich davon aus, dass du Julia unterstützt und mit ihr zusammenarbeitest.
39:58Hast du das nicht ein bisschen viel verlangt?
40:00Soll ich ihr etwa die Farben anmischen?
40:02Warum nicht?
40:03Ich dachte aber eher darin, dass du sie berätst
40:05und ihr vor allem erklärst, wie so eine Präsentation abläuft.
40:08Das erwarte ich von dir.
40:11Team Gast erwarte ich auch von Ihnen, Julia.
40:13Wie von jedem, der hier arbeitet.
40:24Charlie!
40:27Guck mal, Fotos!
40:31Lass das stehen!
40:34Guck dir dir doch mal an, wie der aussieht!
40:38Ich glaube, wir sollten lieber machen, dass wir hier wegkommen.
40:41Mann, Mann, jetzt, Kolja tritt dich ein.
40:43Es ist doch keiner da.
40:45Kein Mensch.
40:47Ich weiß nicht, mir ist nicht so wohl dabei.
40:49Und was ist, wenn doch einer kommt?
40:50Dann lass ich mir schon was einfallen.
40:58Kolja!
41:04Charlotte!
41:05Was machst du denn hier?
41:08Überraschung.
41:09Charbett singt.
41:11Auf Wiedersehen!
41:12Untertitelung des ZDF für funk, 2017
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