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KurzfilmeTranskript
00:13Es wird besser werden.
00:15Der Job morgen ist nur der Anfang.
00:17Ich fühle mich auch besser.
00:19Ich habe die Gewissheit, dass ich Daniel irgendwann wiedersehe.
00:23Weil ich weiß, dass er irgendwo da draußen ist.
00:28In diesem Moment scheint der gleiche Mond auf uns herab.
00:31Vielleicht sieht er ihn auch gerade an.
00:34Vielleicht denkt er auch an mich und wünscht sich genauso wie ich, dass wir uns wiedersehen.
00:52Daniel!
01:00Ich hoffe ja, dass er weiterhinkommt.
01:10Ich hoffe ja, dass er weiterhinkommt.
01:11Hey, what you looking for?
01:15No one has the answer.
01:18They just want more.
01:23Hey, who's gonna make it right?
01:39Können Sie denn nicht aufpassen?
01:41Es tut mir leid, ich...
01:43Entschuldigen Sie bitte die Störung, aber Sie wissen ja, gutes Personal ist schwer zu finden.
01:49Warte, ich helfe dir.
01:51Was machst du hier?
01:54Dasselbe könnte ich dich auch fragen.
01:56Ich habe Ihnen Unrecht getan.
01:58Sie sind nicht unzuverlässig, Sie sind absolut unfähig.
02:02Räumen Sie doch das endlich weg.
02:04Daniel, würdest du dich bitte um unsere Gäste kümmern?
02:08Werner wartet schon.
02:10Danke für Ihre Hilfe.
02:12Den Rest schaffe ich schon alleine.
02:18Staatssekretär Friese, haben wir schon auf unser Jubilar angestoßen?
02:23Ja.
02:28Ach, hey, was ist denn hier passiert?
02:31Au!
02:32Oh, sind Sie verletzt? Sie bluten ja.
02:33Ach, das ist nichts.
02:35Um die Scherben kümmere ich mich.
02:36Gehen Sie in die Küche.
02:37Im Schrank über der Spüle sind Pflaster.
02:40Danke, Eva.
02:42Bitte entschuldigt mich einen Augenblick.
02:44Die junge Frau kommt bestimmt doch ohne deine Hilfe raus.
02:49Ein Gentleman in jeder Lebenslage.
02:51Daniel wird seinem Vater immer ähnlicher.
02:55Philipp hätte sich nur mit dem Personal abgekippen.
02:58Um dich hat mein Sohn sich ja wohl gekümmert, als du um eine Sekretärin warst.
03:03Lass doch Daniel ihm Kavalier spielen.
03:07Wir können ja später noch anstoßen.
03:17Hast du dir wehgetan?
03:19Warte, ich helfe dir.
03:20Nein, das ist nur ein kleiner Schnitt.
03:24Tut es sehr weh?
03:26Nein.
03:28Ich kann es doch gar nicht wissen, wie um Himmels Willen.
03:32Als wir uns das letzte Mal gesehen haben, hast du eine Safari geleitet.
03:35Ja.
03:36Touristen, die Schönheiten Südafrikas zu zeigen, ist nur eins meiner zahlreichen Talente.
03:39Normalerweise kann ich sogar mit einem Tablett umgehen.
03:42Ich bin so froh, dich zu sehen.
03:44Geht mir genauso.
03:47Ich hätte nie erwartet, dich hier zu sehen.
03:55Daniel, wenn du deinen Erste-Hilfe-Kurs beendet hast, dann würde Werner gerne weiter deine Gesellschaft genießen.
04:02Ja, ich komme, Mutter.
04:03Und leg den Verbandskasten raus.
04:05Wer weiß, was bei ihr noch alles zu Bruch gehen kann.
04:11Du solltest wirklich wieder reingehen, bevor es noch Ärger gibt.
04:15Ich komme schon klar.
04:16Ich würde am liebsten alles hinwerfen.
04:19Aber Großvater...
04:20Der ist dein Großvater?
04:22Der Gravenberg Senior?
04:24Ja.
04:24Weißt du, dieser Tag ist sehr wichtig für ihn.
04:26Und es gibt so viel, was ich dir erzählen und dich fragen will.
04:31Ich muss mich drinnen wieder blicken lassen.
04:33Natürlich.
04:36Versprich mir, dass du nicht einfach so wieder davonläufst.
04:39Versprochen?
04:41Naja, wir sehen uns spätestens, wenn ich die Häppchen serviere.
04:52Bis gleich.
04:54Ja.
04:55Ja.
05:06Wie fühlst du dich, Vater?
05:10Es ist gut, dass die Familie endlich beisammen ist.
05:13Ich freue mich auch, hier zu sein.
05:15Hätte ich gar nicht gedacht.
05:18Du wärst niemals gekommen, wenn ich nicht meinen Zusammenbruch gehabt hätte.
05:24Frederic, unser Gespräch gestern...
05:26Ich wollte keinen Streit.
05:28Ich weiß, dass ich dir viel Arbeit aufgebürdet habe, weil ich damals in Südafrika geblieben bin.
05:33Aber wer sagt denn, dass du dich für die Firma tut, arbeiten musst?
05:36Ich kann selbst entscheiden, was gut für mich ist.
05:40Und es tut mir gut, dass du da bist.
05:43Deshalb will ich die Zeit, die wir haben, nicht mit Streiten vergeuden.
05:47Ich auch nicht.
05:48Aber ich mache mir Sorgen um dich.
05:51Ich weiß, Frederic.
05:53Störe ich wichtige Gespräche?
05:56Nun, eine Minute länger und wir wären uns sentimental in die Arme gefallen.
06:03Dann bin ich ja entschieden zu früh gekommen.
06:05Das hätten wir doch alle gerne gesehen.
06:07Vor allem du, Annabelle.
06:09Da ist Daniel ja endlich wieder.
06:12Entschuldigt bitte.
06:14Und?
06:15Hat sich die junge Dame von ihrem Schrecken erholt?
06:18Hat sie.
06:19Da kannst du mich ja endlich Herrn Zaito vorstellen.
06:23Unseren wichtigsten Kunden in Fernost, den möchte ich gern persönlich kennenlernen.
06:27Ich finde, du sollst dich heute nicht um die Geschäfte kümmern, Großvater.
06:30Ich will ja nur ein bisschen mit ihm plaudern.
06:34Heute überlasse ich die Geschäfte den Jüngeren.
06:42Habe ich richtig gehört?
06:44Sollte mein alter Herr mit den Jahren doch noch vernünftig werden?
06:48Hat Berner schon mit dir gesprochen?
06:50Ich meine, über die Firma.
06:52Ja.
06:52Er ist sehr zufrieden mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Lodge, wenn du das meinst.
06:56Dann wird sie sicher einen guten Gewinn abwerfen, wenn sie verkauft wird.
07:00Was?
07:01Ich weiß nicht, was kommt.
07:03Deine kleine Freizeitbeschäftigung gehört ja auch zum Firmenbesitz, wenn ich mich nicht irre.
07:07Annabelle, worauf ist denn aus?
07:09Entschuldige.
07:10Frau Dr. Weißkart.
07:11Schön, dass du da bist.
07:14Julia.
07:17Alles in Ordnung mit Ihnen?
07:19Ja, ich bin mit dem Champagner gleich fertig.
07:22Keine Eile.
07:23Andreas, das mit den Gläsern tut mir leid.
07:25Kann doch jedem passieren.
07:26Scherben bringen Glück.
07:28Das gilt, glaube ich, nur für Porzellan, nicht für Glas.
07:31Bei Frau Grafenberg habe ich damit jedenfalls keine Pluspunkte gesammelt.
07:34Hat sie in die Hölle heiß gemacht?
07:35Schlimmer.
07:36Sie ignoriert mich und redet über mich, während ich neben mir stehe.
07:39Das klingt ja nach dem Beginn einer sehr langen Freundschaft.
07:42Nicht, wenn ich es vermeiden kann.
07:44Jedenfalls weiß der Junior, was sich gehört.
07:47In dieser Hinsicht kommt er Gott sei Dank nicht nach seiner Mutter.
07:52Julia, sind nur ein paar Gläser kaputt gegangen.
07:54Weiter nichts.
07:55Also, Kopf hoch, hm?
08:00Lassen Sie uns die durstige Meute da drin mit Nachschub versorgen.
08:06Annabelle Grafenberg ist Daniels Mutter.
08:09Die beiden haben so gar nichts gemeinsam.
08:12Oder doch?
08:15Ich dachte, ich würde Daniel nie wiedersehen.
08:18Und jetzt steht er hier plötzlich vor mir.
08:20Ausgerechnet hier.
08:23Es kann doch kein Zufall sein.
08:33Wenn ich einen Moment um Ihre Aufmerksamkeit bitten dürfte.
08:37Wie Sie alle wissen, ist Werner Grafenberg kein Freund langer Reden.
08:41Schon gar nicht, wenn es um seine eigene Person geht.
08:44Aber heute ist ein besonderer Tag.
08:47Nicht nur, weil unser geliebter und sehr geschätzter Schwiegervater, Großvater und Vater heute seinen 70. Geburtstag feiert,
08:57sondern auch, weil er uns nach seiner plötzlichen Erkrankung solch einen Schrecken eingejagt hat
09:04und sich jetzt allerdings wieder auf dem Weg der Besserung befindet.
09:08Und wie sagt man so schön, Blumen soll man den Lebenden schenken.
09:13Und deshalb wollen wir, lieber Werner, dir heute dieses Geschenk machen.
09:32Die Schlangenhalsvase.
09:33Eine der ersten Vasen der Falkenthaler Porzellanmanufaktur aus dem Jahre 1810.
09:39Werners Vorfahre hat einst sie für Königin Luise anfertigen lassen.
09:48Annabelle.
09:51Die galt als verschollen.
09:56Wie hast du die nur aufgetrieben?
09:59Mit derselben Hartnäckigkeit, mit der du immer noch die Firmengeschäfte leitest.
10:06Und wie diese zerbrechliche Vase und dieses Meisterstück die Jahrhunderte überdauert hat,
10:13so wünschen wir dir, lieber Werner, dass du noch viele Stürme des Lebens überdauerst.
10:25Mutters Gesicht möchte ich sehen, wenn Großvater beschließt, nochmals 200 Jahre zu leben.
10:31Ich auch.
10:33Sag mal, Tücher, weißt du irgendwas über Vaters Geschäftspläne?
10:38Was meinst du?
10:39Hat er irgendwie gesagt, dass er die Lodge verkaufen will?
10:41Nicht, dass ich wüsste.
10:43Ich brauch meine Abwechslung.
10:44Mir wird das hier drin ein bisschen zu feierlich.
10:49Herr Grafenberg?
10:50Ja.
10:50Herr Saito hätte noch eine Frage zu der Vase.
10:53Ja, was möchten Sie denn wissen?
10:55Das ist ja mal wieder typisch, Silke.
10:57Macht einen riesen Fass auf dem Chef ein Golfset zu schenken
11:00und dann, wenn es irgendwie schwierig wird, kneift sie.
11:04Hat sie denn ihren Anteil schon bezahlt?
11:07Klar, Kolja, alle haben bezahlt.
11:09Die ganze Belegschaft, sonst hätten wir dieses Ding ja nicht bezahlen können.
11:13Oder meinst du, dass hier irgendjemand sowas vorstrecken könnte?
11:16Also ich bestimmt nicht.
11:18Ich verstehe sowieso nicht, was so toll am Golfspielen sein soll.
11:21Na ja, man ist an der frischen Luft, bewegt sich
11:24und am Ende hängt einem trotzdem nicht die Zunge aus dem Hals vor lauter Anstrengung.
11:28Tja, genau.
11:30Kilometerlang latschen, um ab und zu mal einen Ball zu treffen.
11:33Es gibt sogar einen blinden Golfweltmeister.
11:35Stell dir das mal vor, der sieht absolut gar nichts
11:37und trifft auf 200 Meter ins Ziel.
11:40Also wenn ich die Tür da hinten treffe, fange ich vielleicht auch mit Blindgolfen an.
11:49Oh Mann, Kolja, pass doch auf.
11:52Oh Lilly, das tut mir leid.
11:54Hat's wehgetan?
11:54Nee, hat's nix.
11:56Lass mal sehen.
11:58Da ist nix.
12:00Hilf mir lieber mal dieses Mal, um einzupacken.
12:03So willst du das Ding überhaupt einpacken?
12:05Sieht doch sowieso jeder, dass das ein Golfset ist.
12:07Ja, aber ohne Geschenkpapier sieht's so wenig feierlich aus.
12:13Lass mich mal.
12:19Bin echt mal gespannt, wie's dem Seniorchef geht.
12:22Als erstes wollten sie die Party ja ganz abblasen.
12:25Ja, dabei sah er bis zu seinem Zusammenbruch total fit aus.
12:28Ich wette, er hat selbst nicht gewusst, wie schnell sowas passieren kann.
12:31Na ja, vielleicht setzt er sich ja jetzt zur Ruhe, macht Daniel zum Chef und spielt den ganzen Tag nur
12:37noch Golf.
12:39So, fertig.
12:44Wow.
12:46Kolja, wenn ich jemals heiraten sollte, versprich mir, dass du die Deko für die Party machen wirst.
12:51Heiraten? Gibt's denn schon einen Termin?
12:53Ich bin hart.
12:54Es gibt ja nicht mal ansatzweise einen Kandidaten.
12:58Hat dein Onkel eigentlich noch etwas über mich gesagt?
13:01Frederik?
13:02Nein.
13:02Wieso?
13:03Na ja, es war wohl offensichtlich, dass er etwas gemerkt hat, als er uns auf der Terrasse gesehen hat.
13:07Und wenn schon.
13:09Dem ist doch ganz egal, ob seine Nichte was mit dem Haustechniker hat.
13:12Ist dir das etwa peinlich?
13:14Mir nein.
13:14Du wirst doch immer, dass keiner was merkt.
13:16Was soll denn keiner merken?
13:23Welchen magst du lieber?
13:25Beide gleich.
13:26Du musst dich für einen entscheiden.
13:32Herzlichen Glückwunsch, Herr Becker.
13:33Sie haben soeben eine Fußmassage gewonnen.
13:35Sie können gleich mit dem Massieren beginnen.
13:39Wie lange geht denn der Geburtstag noch?
13:41Kommt ganz drauf an, wie lange die es da drin schaffen, nett zueinander zu sein.
13:46Opa und Onkel Frederik sind zurzeit ein Herz und eine Seele.
13:50Aber Mutter geht bald durch die Decke.
13:51Darauf wette ich.
13:56Und irgendwas hat sie vor.
13:58Klingt wie ein Wettkampf.
14:00Wir sind eben eine sportliche Familie.
14:04Habe ich den etwa auch gewonnen?
14:06Einseitige Massagen sind schlecht fürs innere Gleichgewicht.
14:13Der Geburtstag dauert sicher noch eine Weile, Nico.
14:16Sie können ruhig gehen.
14:17Wir rufen Sie, wenn wir was brauchen.
14:19Du könntest ruhig etwas freundlicher zu Nico sein.
14:22Er macht seine Arbeit ja wirklich gut.
14:23Keine Sorge, Eva.
14:25Ich bin immer sehr freundlich zu ihm.
14:27Dann wird es Zeit, dass du jetzt zu deinem Großvater gehst und auch ein bisschen nett zu ihm bist.
14:31Muss das sein?
14:32Das muss sein.
14:32Ich brauche den Platz für das Geschirr.
14:44Wie ist denn die Stimmung drin?
14:45Ich würde sagen, die Ruhe vor dem Sturm.
14:51Wie ist denn der Chef?
15:01Lieber Herr Gravenberg, im Namen der gesamten Belegschaft von Falkenthal-Porzellan
15:05möchten wir Ihnen alles, alles Gute zu Ihrem 70. Geburtstag wünschen und viel Gesundheit für die Zukunft.
15:12Herzlichen Glückwunsch von uns allen.
15:16Vielen Dank, Frau Mertens.
15:18Ich freue mich von ganzem Herzen, dass Sie an mich gedacht haben.
15:23Sagen Sie bitte allen in der Firma meinen großen Dank.
15:26Das machen wir.
15:29Herr Gravenberg, Sie sehen gar nicht mehr krank aus.
15:31Ich meine, alles Gute und ich wünsche Ihnen auch ganz viel Gesundheit für die Zukunft.
15:38Ich danke Ihnen.
15:40Und viel Spaß mit unserem Geschenk.
15:46Grüßchen.
15:48Alles Gute.
15:49Ich hoffe, Sie werden viel Spaß damit haben.
15:52Ähm, danke, mein Junge.
15:54Dann werden wir mal wieder gehen.
15:56Nein, nein, auf gar keinen Fall.
15:58Feiert doch ein bisschen mit.
16:00Setz dich erstmal hin.
16:02Danke, Frosari.
16:03Ein Golfset zum Gesundwerden.
16:10Der Tag ist noch jung und du bist es leider nicht mehr.
16:14Ich wünschte, es wäre andersherum.
16:16Das muss doch Salz in deine Wunde sein.
16:19Ich weiß nicht, was du meinst.
16:21Gestern hast du Luftsprünge gemacht, als Großvater und Onkel Frederik Krach hatten.
16:24Und heute sind sie wieder glücklich vereint.
16:27Abwarten.
16:29Irgendwas hast du doch vor, Mutter.
16:32Hat es zufällig was mit Frederiks Lodge in Südafrika zu tun?
16:35Wer weiß.
16:37Ich fürchte, Frederik wird toben, wenn er erfährt, was keiner mit ihm vorhatte.
16:47Julia.
16:51Verzöne mich.
16:52Es ist eine ganz absurde Situation, hier vor deiner Familie zu stehen und zu kellen.
16:57Du sollst der letzte Mensch sein, der für meine Familie kellen hat.
17:01Gewusst hätte, dass du hier bist.
17:02Es ist nur, ich brauchte irgendeinen Job, verstehst du?
17:05Lass uns verschwinden von hier, ganz schnell.
17:08Das geht nicht, das weißt du.
17:11Hast du Berners Pillendöschen gesehen?
17:13Er hat es irgendwo liegen lassen.
17:15Wir haben schon das halbe Haus auf den Kopf gestellt.
17:18Meinen Sie das, du?
17:19Ah ja.
17:21Vielen Dank.
17:32Ach, es tut doch mal gut, die beiden.
17:34Friedlich miteinander zu sehen, oder?
17:36Kein zu glauben.
17:38Darauf sollten wir anstoßen.
17:40Darf ich noch einmal um Ihre Aufmerksamkeit bitten?
17:42Es ist Zeit für einen Toast auf unseren Jubiläum.
17:47Auf Werner Grafenberg, darauf, dass sie die Firma so viele Jahre so erfolgreich geführt hat.
17:53Und darauf, dass sein Sohn Frederik sie weiter erfolgreich führen wird.
18:02Das ist ein Scherz.
18:09Seit 200 Jahren steht Falkenthaler Porzellan nicht nur für handwerkliche Tradition,
18:22sondern auch dafür, dass die Firmenleitung vom Vater auf den Sohn übergeht.
18:30So hat unsere Manufaktur die Wirrnisse und Schrecken der Vergangenheit überstanden.
18:38Ich bin mir sicher, dass mein Sohn Frederik sich dieser Verantwortung bewusst ist
18:46und seinen Platz in der Familie und in der Porzellanmanufaktur einnimmt.
18:56Frederik, mach jetzt bitte keine Szene, nicht vor all den Leuten.
18:59Frederik!
19:09Das Dessert ist angerichtet. Bitte bedienen Sie sich.
19:13Bitte.
19:34Probierst den Wagen.
19:36Soll ich den Wagen?
19:37Nein.
19:38Sind Sie sicher?
19:39Ganz sicher.
19:43Das Autofahn ist das Einzige, was ich hier darf, ohne dass sich jemand einmischt.
20:01Was ist denn in den Ding gefahren?
20:03Papa, stell dir vor, er ist gerade befördert worden.
20:06Sehr glücklich sah aber nicht aus.
20:07Liegt wahrscheinlich am Job.
20:09Zu was ist er denn befördert worden?
20:11Zum neuen Firmenchef der Falkenthaler Porzellanmanufaktur.
20:15Ach, das gibt's für mich.
20:18Die sieht lecker aus. Wollen wir die mal reinbringen oder warten, bis sie warm wird?
20:29Wie konnte sie das nur tun?
20:32Sie wusste genau, wie diese Neuigkeit bei Frederik ankommt.
20:36Vielleicht dachte sie, ihr hättet schon miteinander gesprochen.
20:40Haben wir aber nicht.
20:42Es war nicht der richtige Zeitpunkt, Ihnen in diese Pläne einzuweihen.
20:47Frederik wird bald abreisen.
20:49Wann hättest du es Ihnen denn sagen wollen?
20:52Jedenfalls nicht vor den versammelten Gästen da draußen.
20:56Wie stehen wir jetzt da?
20:58Ein Unternehmen, in dem der Nachfolger nicht einmal darüber Bescheid weiß, dass er ernannt ist.
21:06Vielleicht wäre es besser gewesen, Frederik nicht so lange im Unklaren zu lassen.
21:12Hätte ich ihn damit am ersten Tag begrüßt, wäre er in den nächsten Flieger gestiegen und abgereist.
21:19Frederik ist sofort gekommen, als er gehört hat, dass du krank bist.
21:22Meinst du nicht, er hätte ein bisschen mehr Offenheit verdient?
21:25Ich habe es doch versucht.
21:29Aber so was es um die Führer geht, gibt es Streit.
21:37Und was wirst du jetzt tun?
21:39Ich weiß es nicht, Daniel.
21:44Ich liebe Frederik.
21:47Aber ich fürchte, Annabelle hat erreicht, was sie wollte.
21:52Ihr ist mir jetzt ferner denn je.
21:56Großvater, ich weiß, dass Mutter manchmal zu drastischen Mitteln greift, aber...
22:00...ich glaube nicht, dass sie das mit Absicht getan hat.
22:04Annabelle ist gewohnt zu bekommen, was sie will.
22:10Aber in diesem Kampf werde ich hier den Sieg nicht überlassen.
22:13Ich denke, ein Gespräch mit Frederik würde die Sache ins Reine bringen.
22:18Das hoffe ich.
22:21Und jetzt sag mir, Daniel, auf welcher Seite wirst du stehen, wenn es um die Entscheidung geht?
22:29Ich werde alle deine Entscheidungen respektieren, Großvater.
22:33Aber ich werde mich nicht gegen meine Mutter stellen, wenn du das meinst.
22:40Wir sollten uns jetzt um meine Gäste kümmern.
22:43Sonst denken die noch, ich wäre total senil geworden und hätte sie vergessen.
22:49Ich glaube, du solltest dich noch ein bisschen ausruhen.
22:53Ganz schön aufregen, der erste Arbeitstag, was?
22:55Kann man so sagen.
22:58Grafenbeck hat mal wieder für Aufruhr gesorgt.
23:01Bei ihr weiß man offensichtlich nie, was als nächstes passiert.
23:04Meinsam fängt sie an, mehr Angst zu machen.
23:07Solange man sich nicht in ihre Planung einmischt, kann einem nicht viel passieren.
23:17Danke.
23:24Alle Achtung, Mutter. Du hast ganze Arbeit geleistet.
23:27Es war doch lange überfällig, es Frederik zu sagen oder etwa nicht.
23:31Ja klar. Und da du es vor allen Leuten getan hast, fühlt er sich besonders gedemütigt.
23:35Ach, sei doch nicht so dramatisch.
23:37Ich war doch nur der Überbringer der Nachricht und nicht der Verursacher.
23:41Der wird bestimmt auch besonders gut auf dich zu sprechen sein.
23:44Auch um Werner mache ich mir keine Sorgen.
23:46Er wird Frederik nicht zum Bleiben bewegen können.
23:49Also musst du sich wieder mit mir vertragen.
23:55Wie geht es deinem Großvater?
23:57Er muss sich ausruhen.
24:01Deine Mutter spießt mich gerade mit Blicken auf.
24:05Ich bin mir sicher, in der Küche gibt es noch Kanapés, Herr Grafenberg.
24:23Ganz schön dicke Luft da drin, was?
24:26Ja.
24:27Soll ich wieder rein?
24:29Nein.
24:30Wir gönnen uns jetzt mal eine Pause.
24:33Danke.
24:38Sie arbeiten schon recht lange für die Grafenbergs, oder?
24:41Ja.
24:42Ich habe das Catering übernommen, da hat der Junior noch studiert und in Semesterferien
24:46in der Produktion gearbeitet.
24:49Er sollte den ganzen Laden von Grund auf kennenlernen.
24:51Daniel, ich meine, Herr Grafenberg sollte eigentlich die Firma übernehmen?
24:56Darauf hat er die letzten Jahre hingearbeitet.
24:58Er macht gar nicht den Eindruck, dass ihm sowas so wichtig sei.
25:01Nein.
25:02Täuschen Sie sich da mal nicht.
25:03Das ist ihm sogar sehr wichtig.
25:05Dafür hat er seine ganze Freizeit geopfert.
25:08Ich weiß gar nicht, ob ich ihm jetzt gratulieren, oder ob ich ihn bemitleiden soll, dass er
25:11nicht Chef wird.
25:12Wieso gratulieren?
25:13Sein Vater, Philipp Grafenberg, der kannte auch nur die Firma.
25:17Und die Familie blieb dabei auf der Strecke.
25:20Es wäre wirklich schade um Daniel, wenn es ihm genauso erginge.
25:23Ja, das wäre es.
25:28Ich gehe mal wieder rein.
25:30Lassen Sie sich ruhig noch ein paar Minuten Zeit, okay?
25:32Danke.
25:36Das ist also Daniels Zuhause.
25:40Die Villa der Grafenbergs.
25:44Ich habe Daniel überhaupt nicht so eingeschätzt.
25:47Er wirkte nicht wie jemand, der seit Jahren darauf hinarbeitet, eine riesige Firma zu leiten.
25:52Aber vielleicht habe ich mich geirrt.
25:55Vielleicht habe ich nie nur das gesehen, was ich sehen wollte.
25:59Hoffentlich baut Frederik keinen Unfall, so aufgebracht, wie der war.
26:03Du hättest ihm die Autoschlüssel nicht geben dürfen.
26:05Ich kann auch dem künftigen Firmenchef nicht verbieten, seinen eigenen Wagen zu fahren.
26:09Da wusstest du noch nichts von seiner Ernennung.
26:11Gib mal her.
26:14Meinetwegen kann er gleich bis nach Südafrika fahren.
26:16Warum hat der Senior nicht Daniel seinen Enkel zum Chef ernannt?
26:19Jetzt macht euch mal nicht solche Sorgen um Frederik Grafenberg.
26:24Hey, wo hast du das denn gelernt?
26:26Sagst du keine Korsche aus?
26:28Auf jeden Fall sah er nicht so aus, als wenn er Lust auf den Job hätte.
26:30Was, wenn er seine schlechte Laune an uns auslässt?
26:32Die lässt du jetzt erstmal in meinem Wagen aus.
26:35Ich wette, die Grafenberg hat gewusst, dass sie mit ihrer Ansprache eine Bombe platzen lässt.
26:41Raffiniert und immer für eine Überraschung gut.
26:43Ja, aber irgendwie auch klasse.
26:48Ich meine, stellt euch mal vor, ihr macht eine Bemerkung und alles fängt an zu rotieren.
26:53Nur ihr könnt euch bequem zurücklehnen und genießen.
26:57Eine tolle Methode, ganz schnell alle seine Freunde zu verlieren.
27:00Ich kann einfach nicht begreifen, warum der alter Grafenberg ausgerechnet sein Sohn Frederik zu seinem Nachfolge macht.
27:04Warum nicht sein Enkel Daniel?
27:06Daniel hat viel von seinem Vater geerbt.
27:08Vielleicht fürchtet sein Großvater, dass Daniel sich genauso schnell kaputt arbeiten würde.
27:13Um Frederik müssen wir uns da keine Sorgen machen.
27:16Also ich kann mir nicht vorstellen, dass der sein angenehmes Leben in Südafrika freiwillig aufgibt.
27:20Ich mache mir vielmehr Sorgen, dass der alte Streit wieder hochkocht.
27:24Welcher alte Streit?
27:25Ich weiß schon.
27:27Frederik Grafenberg hat seinem Vater Werner immer Vorwürfe gemacht,
27:31dass er seinen anderen Sohn Philipp so sehr in die Firma eingespannt hat,
27:34dass der schließlich zusammengeklappt ist.
27:36Hatte sie ihn nur dann?
27:37Wer weiß das schon. Die Wahrheit liegt wie immer irgendwo in der Mitte.
27:56Mutter, hier bist du.
27:58Nicht die Party.
28:00Die meisten Gäste haben sich nach deiner kleinen Ansprache bereits verabschiedet.
28:04Und Werner, hat er sich wieder beruhigt?
28:11An deiner Stelle würde ich ihm erstmal aus dem Weg gehen.
28:14Komm, nicht in Frage.
28:16Es wird höchste Zeit, ihm klarzumachen, dass es ein Fehler war, Frederik zum Nachfolger zu berufen.
28:21Mutter, gieß bitte nicht noch Öl ins Feuer.
28:23Daniel, du hast hier jahrelang geschuftet, um Firmenchef zu werden.
28:27Das kannst du dir jetzt nicht einfach so wegnehmen lassen.
28:29Aber Großvater hat nun mal entschieden, Frederik als Nachfolger einzusetzen.
28:33Und hat er dir auch gesagt, warum?
28:36Nein.
28:37Aber ich werde seine Entscheidung respektieren.
28:41Merkst du denn gar nicht, dass Werner nicht mehr zurechnungsfähig ist?
28:44Diese Entscheidung grenzt ja schon an altes Demenz.
28:47Mutter, übertreibnis nicht.
28:49Du hast heute schon mehr als genug unbedachte Worte geäußert.
28:52Du weißt doch, die Firma und die Familie sind mir das Wichtigste im Leben.
28:57Kämpf um deinen Platz an der Spitze.
28:59Ja, aber ich kämpfe mit meinen Mitteln.
29:02Ich hoffe nur, du lässt dir dafür nicht zu viel Zeit.
29:09Mach dir keine Sorgen.
29:10Ich werde Chef von Falkenthal-Portzelaar, wie mein Vater vor mir.
29:15Ich bin sehr stolz auf dich.
29:24So, dann sind wir auch endlich los.
29:30Hallo, Julia.
29:30Ihr seid ja alle noch da.
29:32Ja, kannst du vielleicht jetzt schon Feierabend machen?
29:34Dann können wir nach Hause.
29:36Leider nein.
29:37Bei mir dauert es noch etwas länger.
29:39Na komm, Lilly.
29:40Das war ein eindeutiges Zeichen.
29:41Lass uns gehen.
29:42Okay, wach ich jetzt.
29:44Wollt ihr wirklich schon gehen?
29:45Wir sind die Letzten.
29:47Naja, aber das ist doch kein Grund zu gehen.
29:49Doch, Silke, das ist sogar ein sehr guter Grund.
29:52Aber ich hab noch gar nicht ausgetrunken.
29:54Ich pack sie Ihnen gerne ein.
29:55Für den Nachhauseweg.
29:57Und verabschiedet hab ich mich auch noch nicht.
29:59Ich werde meinem Großvater die Grüße ausrichten.
30:02Und Daniel natürlich auch.
30:05Na, dann.
30:06Komm, lass uns gehen.
30:09Tschüss.
30:10Es wurde aber auch Zeit.
30:12Ich bin dann auch weg.
30:13Falls überhaupt jemanden fragt.
30:29Was ist denn Quatsch?
30:31Schlechte Laune?
30:32Willkommen im Club.
30:33Nur mal vorhin hättest du dir wirklich sparen können.
30:35Oh, bist du jetzt etwa beleidigt?
30:38Und ich dachte, du magst unser kleines Spiel.
30:40Ich mag es nicht dabei, wie ein Trottel auszusehen, okay?
30:43Ach komm, Nico.
30:44Du wusstest von vornherein, dass ich nicht so eine verliebte Tussi bin, die dich den ganzen Tag anhimmelt.
30:48So ist du ja auch gar nicht.
30:52Was ist denn das Problem?
30:54Ich hab keinen Bock drauf, wie ein Dienstbote behandelt zu werden.
30:57Schon gar nicht, wenn andere dabei sind.
30:58Aber das war doch nur Eva.
31:00Mit der rede ich genauso.
31:02Das ist mir ziemlich egal.
31:04Manchmal glaube ich, du wirst genauso mit deiner Mutter.
31:07Ach, Glückwunsch.
31:08Das hat mir wirklich noch keiner gesagt.
31:11Ich meine,
31:12du bist ja eine tolle Frau, deine Mutter.
31:14Was heißt das jetzt?
31:17Ich geh dann besser.
31:18Nee, bleib.
31:20Wozu?
31:21Willst du nicht lieber den Abend mit meiner Mutter verbringen?
31:24War nicht so gemein.
31:25Dann red nicht so ein Schrott.
31:29Was soll ich machen?
31:31Ich möchte jetzt Blühmohn kaufen, Gänze.
31:36Ich dachte da eher an eine körperliche Buße.
31:48Ich hoffe, die Party ist vorbei.
31:50Haben noch alle fröhlich auf mich angestoßen?
31:52Friederik, alle haben sich Sorgen gemacht, wo sie hin sind.
31:54Vor allem Annabelle, wette ich.
31:55Das ist bestimmt keine Lösung und bringt Ihnen nichts weiter ein als ein paar ordentliche Kopfschmerzen.
31:59Ich hätte nichts dagegen, mich heute sinnlos zu besaufen.
32:01Nur beruhigen Sie sich doch erst einmal.
32:04Schlafen Sie drüber.
32:05Und reden Sie dann mit Ihrem Vater.
32:07Reden, ja.
32:08Reden, das kann er wirklich gut.
32:10Wussten Sie, dass er den Verkauf der Lodge bereits hinter meinem Rücken geplant hat?
32:13Das kann ich mir nicht vorstellen.
32:14Er hat alles geplant, von Anfang an.
32:16Ich hätte es mir ja denken können,
32:18als ich die Eilung zu seinem Geburtstag bekommen habe.
32:21Und sein Zusammenbruch, das war sicher auch eine Frage.
32:23Friederik, jetzt reicht's aber.
32:26Ihr Vater ist schwer krank.
32:28Und vor kurzem lag er noch im Krankenhaus.
32:31Und er ist gegen den ausdrücklichen Rat der Ärzte nach Hause gekommen.
32:34Er ist aber nicht zu krank, um mir was vorzulügen.
32:37Wo ist er denn?
32:37Friederik.
32:38Arbeitst du, ne?
32:39Friederik.
32:40Friederik, du gehst jetzt nicht zu ihm.
32:51Entschuldige, Vater,
32:52dass ich deine Geburtstagsfeier so überstürzt verlassen habe.
32:56Aber mir war gelinde gesagt, zum Kotzen zumute.
32:59Denkst du im Ernst?
33:00Ich bin nicht eben so empört über Annabels Verhalten.
33:03Empört?
33:04Warum denn?
33:06In diesem Fall muss ich sagen, bin ich meiner Schwägerin sogar mal dankbar.
33:09Du hast es ja nicht für nötig befunden, mich über deine Pläne in Kenntnis zu setzen.
33:14Unsinn.
33:16Ich wollte dich nicht täuschen.
33:19Hast du schon einen Käufer für die Lodge?
33:20Ich weiß nicht, was du meinst.
33:23Tatsächlich.
33:25Dann hast du dich gestern rein zufällig nach dem wirtschaftlichen Stand der Lodge erkundigt.
33:29Nicht zufällig.
33:31Du bist mein Sohn.
33:32Ich will wissen, wie du lebst und was du tust.
33:35Du wirst mich kontrollieren.
33:36Wie du immer alles kontrollieren wolltest.
33:38Einschließlich mich.
33:40Du hast dich nicht verändert.
33:47Wenn ich dir geschrieben hätte, dass du mich ablösen sollst, wärst du gekommen?
33:53Nein.
33:54Natürlich nicht.
33:55Deshalb habe ich es dir erst hier sagen wollen.
33:59Und dein Zusammenbruch?
34:00Das hat alles durcheinander gebracht.
34:02Denkst du im Ernst?
34:04Ich täusche einen Kollaps vor, um dich hierher zu zwingen.
34:08Ich bin so weit, dass ich sogar das glauben konnte.
34:10Bevor Philipp gestorben ist, war es doch reichlich egal, was mit mir passiert.
34:13Erst als er nicht mehr da war, hast du bemerkt, dass es mich auch gibt.
34:18Du bist mein einziger Sohn.
34:21Was ist falsch daran, wenn ich möchte, dass du die Firma übernimmst?
34:25Alles ist falsch daran!
34:26Weil mich diese Firma nicht interessiert.
34:29Und weil ich mich nicht zu Tode hetzen lasse wie mein Bruder.
34:31Ich habe deinen Bruder nicht zu Tode gehetzt.
34:35Wir wussten nicht, dass er krank war.
34:38Er hat es verschwiegen, bis es zu spät war.
34:40Ich habe mein eigenes Leben, ob es dir passt oder nicht.
34:42Und ich werde es jetzt nicht aufgeben.
34:45Und wenn ich sterbe?
34:48Dann stirbst du ihm?
34:50Ohne mich!
35:01Ich habe ein ganz komisches Gefühl.
35:05Ich hätte Frederik nicht zu seinem Vater gehen lassen dürfen.
35:08Ich weiß nicht.
35:09Die beiden müssen sich jetzt endlich mal die Meinung sagen.
35:12Vielleicht kommt dann ja alles wieder in Ordnung.
35:14Und was ist, wenn Herr Grafenberg wieder einen Schwächeanfall bekommt?
35:20Sollen wir besser mal nach dem Rechten sehen?
35:22Ich weiß es nicht.
35:24So, das sind die letzten Teller.
35:26Das Buffet ist auch schon abgeräumt.
35:28Danke, Julia.
35:29Ich werde dann mal den Schlepp ins Auto laden.
35:31Julia!
35:33Haben Sie irgendetwas aus dem Arbeitszimmer gehört?
35:36Einen Streit oder so?
35:37Nein.
35:39Machen Sie sich Sorgen um einen Grafenberg?
35:41Den Senior, meine ich.
35:44Wenn Sie wollen, kann ich eine Weile alleine weitermachen.
35:46Und Sie schauen mal nach dem Rechten.
35:48Danke.
35:49Andreas kann wirklich froh sein.
35:51Ich wünschte, ich hätte jemanden wie Sie im Haus, der mir zur Hand gehen würde.
35:54Ich fürchte, ich passe hier nicht so gut her.
35:56Das habe ich am Anfang auch gedacht.
35:58Jetzt bin ich seit 42 Jahren hier.
36:00Ich bin gleich wieder da.
36:06Ich könnte 100 Jahre in diesem Haus verbringen und würde nicht hierher passen.
36:12Und Daniel ist hier groß geworden.
36:16Was für ein Mensch wird man, wenn man so aufwächst?
36:19Julia!
36:21Ist da das nächste Glas kaputt gegangen?
36:23Wie lange musst du noch arbeiten?
36:25Es ist nicht mehr viel.
36:27Wir müssen reden, können wir uns treffen?
36:30Was für ein verrückter Tag.
36:31Bist du sicher, dass du Zeit hast?
36:33Wir können uns ja auch morgen, oder?
36:34In einer halben Stunde hinter dem Haus schaffst du das.
36:37Ich denke schon.
36:38Ich muss mich umziehen.
36:39Ich muss aus diesen Klamotten raus.
37:00Wann haben wir uns so auseinandergelebt?
37:04Wir haben uns doch einmal gut verstanden.
37:08Darf ich deiner Erinnerung mal auf die Sprünge helfen, Vater?
37:12Philipp wurde zum Thronfolger ernannt und ich wurde ins Internat abgeschoben.
37:17Das ist 30 Jahre her.
37:20Warum fängst du davon immer wieder an?
37:21Ich werfe dir vor, dass du dich um keinen Deut geändert hast.
37:24Und dass du dieselben Fehler machst wie vor 30 Jahren.
37:27Was meinst du damit?
37:29Ist dir mal in den Sinn gekommen, was du Daniel damit antust?
37:32Dass du mich ihm vor die Nase auf den Chefsessel setzen willst?
37:36Daniels Zeit wird erst noch kommen.
37:39Dafür hat er studiert und jahrelang gearbeitet, damit er jetzt sagen kann, super, mein Onkel Frederik wird Firmenchef.
37:46Daniel ist eingeweiht.
37:48Was?
37:49Er ist mein engster Vertrauter.
37:53Er wusste Bescheid.
37:55Es war für ihn heute keine Neuigkeit mehr.
38:00Daniel also auch.
38:05Frederik.
38:06Spar dir deinen Atem, Annabelle.
38:08Du bist wirklich die Letzte, mit der ich jetzt Lust habe zu reden.
38:14Du spielst so lange mit dem Feuer, bis du dich daran verbrennst.
38:18Es tut mir wirklich leid, Werner, aber woher sollte ich denn wissen, dass ihr noch nicht darüber geredet habt?
38:23Du hast mir vor einigen Tagen das Leben gerettet, als du bei meinem Zusammenbruch rechtzeitig den Arzt gerufen hast.
38:30Aber was du heute getan hast, dafür würde ich dich am liebsten aus dem Hause werfen.
38:35Ich habe nur die Wahrheit gesagt.
38:37Wenn du mich dafür bestrafen willst, bitte.
38:40Für Frederik war es schlimm, es so zu erfahren.
38:43Als ob es einen Unterschied macht, wie er es erfährt.
38:45Für Frederik macht das einen Unterschied.
38:47Und das weißt du.
38:49Und hältst du jemanden, der sich so von seinen Gefühlen leiten lässt, immer noch für die bessere Wahl?
38:54Besser als Daniel?
38:56Wenn du dich noch einmal einmischst, Annabelle, wirst du die Konsequenzen tragen müssen.
39:00Hat Frederik den Chefposten angenommen?
39:07Er wird ihn annehmen.
39:15Stimmt es, dass du über alles Bescheid wusstest?
39:17Ja.
39:18Großvater hat mich darüber informiert, dass du sein Nachfolger werden sollst.
39:21Du trägst das die ganze Zeit mit dir herum, ohne mir was zu sagen?
39:26Er hat darauf bestanden, es dir selber zu sagen.
39:29Hat er dich deshalb nach Südafrika geschickt?
39:30Damit du die Lage checkst, deinen Käufer für die Lodge findest?
39:35Frederik, ich weiß wirklich nicht, wovon du sprichst.
39:36Aber ich kann dir versichern, dass du auf den völlig falschen Sauer bist.
39:41Großvater solltest du erst recht keinen Vorwurf machen.
39:44Er hat sich so gefreut, dich hier zu seinem Geburtstag zu haben.
39:48Und du wärst gar nicht erst aufgetaucht, wenn er nicht krank geworden wäre.
39:51Warum verteidigst du ihn?
39:53Siehst du nicht, dass du nicht nur mir, sondern dir selber schadest?
39:56Wenn es um die Firma geht, kann man eben nicht immer nur an sich selbst denken.
39:59Du hast jahrelang darauf hingearbeitet, Firmenchef zu werden.
40:01Und jetzt willst du mir ganz selbstlos den Vortritt lassen?
40:04Das nehme ich dir nicht ab.
40:05Wenigstens stehe ich zu meiner Verantwortung.
40:08Und lauf nicht weg wie ein Teenager.
40:19Sind Sie in der Küche fertig?
40:20Ja, jetzt ist alles zusammengepackt.
40:22Gut, dann ab in die Firma. Wir müssen doch ausladen.
40:24Ich brauche die meisten Sachen morgen fürs Katering.
40:26Wird das lange dauern?
40:27Haben Sie noch was vor?
40:28Mhm.
40:29Na, eine halbe Stunde vielleicht.
40:31Ich kann es ja dann zu Ihrer Verabredung fahren.
40:33Das wird nicht nötig sein. Danke.
40:34Kommen Sie?
40:35Gleich.
40:48Ich habe mir in Südafrika mein eigenes Leben aufgebaut.
40:51Es wird Zeit, dass ihr hier das endlich mal begreift.
40:54Diese Lodge ist doch nur ein Zeitvertreib für dich, Frederik.
40:56Du lebst dein Leben wie ein Playboy, schlürfst den ganzen Tag Cocktails, übernimmst für nichts und niemanden die Verantwortung.
41:02Du hast es dir in Südafrika doch auch gut gehen lassen.
41:05Bist in der Sonne gelegen und hast die erstbeste Gelegenheit genützt, dich an diese Safari-Brau dran zu schmeißen.
41:10Jetzt reicht's, Frederik.
41:12Es ist besser, wenn du gehst.
41:14Habe ich da vielleicht einen wunden Punkt bei dir getroffen?
41:18Schau dir doch mal an, wie du hier lebst.
41:21Lass dich von deiner Mutter und deinem Großvater einspannen.
41:26Eines Tages werden sie dir vorschreiben, welche Frau du zu heiraten hast.
41:29Im Sinne und zum Nutzen der Firma natürlich.
41:31Und du wirst ihnen gehorchen, braver Junge. Gratuliere.
41:34Du bist einfach Mamis Liebling.
41:36Du hast doch keine Ahnung.
41:38Ja, ich bin ein Grafenberg.
41:39Und wenn es um unsere Zukunft geht, wird die Familie bei mir immer Vorrang haben.
41:43Verstehst du?
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