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  • vor 12 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Haben Sie Wahrheit oder Pflicht?
00:01Das Spiel? Ja.
00:03Ich habe es von amerikanischem Touristen auf meiner Lodge kennengelernt.
00:06Wir haben es in eine etwas abgewandelte Form gespielt, nachts an der Bar.
00:11Es war sehr amüsant und ungeheuer aufschlussreich.
00:15I never have. Also, Sie bilden einen Satz mit
00:19Ich habe noch nie Hund gegessen.
00:23Und was hat man dann davon?
00:25Wenn Sie doch schon mal Hund gegessen haben, dann müssen Sie trinken.
00:30Ich habe noch nie mit jemandem zusammengearbeitet,
00:35in den ich hoffnungslos verliebt war,
00:39in dem Wissen nicht die geringste Chance zu haben.
01:18Ich habe noch nie mit jemandem zusammengearbeitet,
01:24in dem Wissen nicht die Geringste Chance zu haben.
01:46Ich habe noch nie mit meinem Chef ein Trinkspiel gespielt.
01:55Und dabei wollen wir es auch belassen.
01:57Wir haben schon viel zu viel getrunken.
02:01Sie haben recht.
02:03Wir sollten uns auf den Heimweg machen.
02:06Ich kann nicht mehr fahren.
02:09Ich auch nicht.
02:10Wir sollten uns ein Taxi rufen.
02:13Zahlen, bitte.
02:24Soll ich dich nach Hause bringen?
02:26Nein, ist wirklich nicht nötig.
02:28Ja, warte, ich komme mit.
02:29Wir haben ein Stück weit den gleichen Weg.
02:31Oh, schön.
02:33Ähm, bringst du die DVDs weg,
02:35dann muss ich keinen Umweg laufen.
02:36Ja, okay, geht klar.
02:41Oh, danke.
02:44Illa, Rika.
02:46Hä?
02:47Das war Tschüss auf Arabisch.
02:51Das war wirklich ein toller Abend.
02:53Das müssen wir mal wieder machen.
02:55Ja, es war toll.
02:56Illa, gleichfalls.
02:59Dann schnaf gut und bis morgen.
03:03Trank, süß.
03:04Ja, ja, komm.
03:06Wie toll, wie toll.
03:10Tschüssi.
03:11Gürzt es nicht, Lipp?
03:19Armer Kolja.
03:20So eine Enttäuschung.
03:20Jetzt ist Charlie gegangen.
03:22Zum Quatsch, ich bin doch nicht enttäuscht.
03:24Ach nee, deswegen hast du gerade ein Gesicht gemacht
03:26wie ein Affe, dem die Banane geklaut wird.
03:28Hab ich nicht.
03:29Außerdem, Leli bleibt ja auch nicht über Nacht.
03:31Ja, das war so abgesprochen.
03:35Absprachen.
03:35Wie spießig.
03:37Gute Nacht.
03:44Danke für den zauberhaften Abend.
03:47Danke.
03:49Es war wie, wie Eingang vom Alltag.
03:51Das fand ich auch.
03:53Wir sollten das vielleicht bald mal wiederholen.
03:56Diese Gala findet ja nur einmal im Jahr statt.
04:00Das stimmt.
04:02Das Besondere darf man nicht wiederholen.
04:04Sonst wäre es auch nicht mehr besonders.
04:08Das klingt schön.
04:10Sie werden sich wenigstens keine Vorhaltungen anhören müssen,
04:13dass Sie die Gala geschwänzt haben.
04:15Ach, Sie etwa?
04:16Oh.
04:16Mit einer Menge Moralpredigten hören müssen.
04:19Von jedem Familienmitglied einzeln.
04:21Davor hätte ich ja als Firmenchef auch so richtig Angst.
04:24Spotten Sie nur.
04:26Nein, es ist ein bisschen lästig.
04:28Versprochen.
04:29Ich werde es niemandem erzählen.
04:31Bitte nachts, Heide Räckchen.
04:33Bitte nachts.
04:41Meinetwegen müsst ihr nicht aufhören.
04:42Ist doch schön, Tobias.
04:44Danke, Julia.
04:45Aber ich glaube, es ist schon spät und du bist bestimmt ganz müde.
04:48Wie war denn die Gala der Reichen und Schönen?
04:50Erzähl doch mal.
04:52Da muss ich die leider enttäuschen, Mama.
04:54Ich kann dir nichts über die Welt der Reichen und Schönen erzählen.
04:57Wir waren nämlich gar nicht da.
04:58Warum denn nicht?
05:02Bitte versprecht mir, dass ihr nichts sagt.
05:04Ich habe Frederik Gravenberg mein Wort gegeben, nicht darüber zu sprechen.
05:08Heißt das, Frederik war auch nicht auf der Gala?
05:11Genau.
05:11Wir hatten eine Reifenpanne und dann war es zu spät.
05:15Aber was habt ihr dann den ganzen Abend gemacht?
05:18Habt ihr die ganze Zeit auf den Pannendienst gewartet?
05:20Wir waren da noch essen.
05:22Das ist doch bestimmt viel spannender als so eine vor dem Gala.
05:26Ja, es war wirklich sehr schön.
05:28Ich habe lange nicht mehr so viel gelacht.
05:32Ich gehe da mal ins Bett.
05:34Also, gute Nacht dir beide.
05:36Gute Nacht.
05:36Gute Nacht.
05:38Dann hattest du einen schönen Abend mit Frederik Gravenberg.
05:41Ja.
05:42Warum auch nicht?
05:43Der ist sehr nett.
05:44Na ja, er ist Daniels Onkel.
05:47Zugegeben.
05:48Wenn man die Gravenbergs erstmal besser kennenlernt, sind sie wirklich ganz nett.
05:51Die Gravenbergs gibt es gar nicht mehr mal.
05:53Wir sind alle sehr unterschiedlich.
05:56Frederik ist auch ganz anders als Daniel.
06:03Gute Nacht.
06:04Gute Nacht.
06:07Gute Nacht.
06:09Du hattest übrigens recht.
06:11Es war wirklich ein schöner Abend.
06:13Ich hatte viel Spaß mit euch allen.
06:16Wir mögen dieselben Filme.
06:18Das ist doch schon mal viel wert, oder?
06:20Auf jeden Fall.
06:30Charlie, als Tim und ich frisch zusammengekommen sind, da war Kolja auch so komisch.
06:38Wie komisch?
06:41Naja, genauso wie ich in letzter Zeit.
06:44Oberzickig.
06:45Du musst mich für die letzte Nervziege halten.
06:49Quatsch.
06:50Ich habe schon viel Schlimmere erlebt.
06:55Kolja ist mein bester Freund.
06:56Schon seit ewigen Zeiten.
06:58Ich dachte auch, dass das immer so bleibt.
07:00Aber wahrscheinlich war das egoistisch von mir.
07:03Das glaube ich nicht.
07:05Ich denke, ihr werdet immer Freunde sein.
07:08Ja, aber wir sind nicht mehr so, wie wir mal waren.
07:11Aber ich wollte, dass alles so bleibt, wie es ist.
07:13Das meine ich mit egoistisch.
07:16Nichts bleibt, wie es ist.
07:18Das wäre doch langweilig.
07:21Ich bin nicht so mutig wie du.
07:24Wahrscheinlich ist das mein Fehler.
07:27Du bist ziemlich ehrlich und direkt.
07:30Ich finde das schon mutig.
07:34Du, ich muss hier abbiegen.
07:37Ab jetzt sprechen wir immer sofort darüber, wenn irgendwas schief geht, okay?
07:41Okay.
07:42Abgemacht.
07:43Ist mir auch viel lieber so.
07:47Mach's gut.
07:48Du auch.
07:49Gute Nacht.
07:50Gute Nacht.
08:04Es war ein schöner Abend.
08:06Ja, es hat mir auch sehr gefallen.
08:12Ich bin richtig froh, dass Annabelle und Patricia sich wieder vertragen haben.
08:17Auch wenn es wohl ein ewiges Rätsel bleiben wird, wer diese SMS geschrieben hat.
08:23Ach, Marie.
08:25Können wir nicht so tun, als hätte es diese dämliche SMS nie gegeben.
08:29Als hätten wir alles nie beträumt?
08:32Ja.
08:33Das will ich auch.
08:40Vielleicht...
08:42... sollten wir uns mehr Gedanken über unsere Zukunft machen.
08:46Weißt du was?
08:47Wir machen das mit dem Urlaub.
08:49Wir fahren nach St. Moritz.
08:51In ein paar Wochen, wenn du besser mit Charlotte klarkommst.
08:55Und dann machen wir nur Sachen, die uns Spaß machen.
08:58Nur du und ich.
09:02Oder wir machen gleich was Richtiges.
09:05Was Richtiges?
09:07Ja.
09:09Fändest du es nicht auch eine schöne Vorstellung,
09:11irgendwo hinzugehen und zusammen was Neues anzufangen?
09:15Weit weg von hier und den ganzen Problemen.
09:19Ich bin aber ganz gerne hier in Falkenthal.
09:22Und du doch auch, oder?
09:23Ja, natürlich, aber...
09:25... es gibt doch noch so viele andere Möglichkeiten für uns.
09:28Ich will mich ohnehin mehr um meine Kaufhäuser kümmern.
09:31Das wäre doch die Gelegenheit für eine Weile.
09:34Nach New York zu gehen oder nach Zürich.
09:38Aber deine Geschäfte kannst du auch von hier aus führen.
09:41Aber vielleicht habe ich ja vor, in nächster Zeit...
09:43... die Geschäftsführung einiger Häuser zu übernehmen.
09:46Das würde dann auch heißen, dass ich mehr vor Ort sein muss.
09:53Kannst du dir vorstellen, dass du da mitkommen würdest?
09:57Das ist doch im Moment überhaupt kein Thema.
10:00Wir haben doch hier alles, was wir brauchen.
10:03Und Charlotte ist auch hier.
10:09Ich finde es so schön, mit dir hier zu sein.
10:24Vater, du bist noch auf.
10:30Und?
10:31Wie war die Gala?
10:34Gar nicht mal schlecht.
10:36Ist das Parmaschinken, hätte ich auch gerne eine Scheibe davon.
10:40Hat Julia Schilling die Firma anständig repräsentiert?
10:45Sehr anständig.
10:47Sie hätte gar keinen besseren Eindruck machen können.
10:49Da bin ich ja beruhigt.
10:52Die Etikette ist auch nicht mehr wie früher.
10:58Hast du Dr. Wagner getroffen?
11:01Hm, Dr. Wagner?
11:03Sagt mir jetzt gerade nichts.
11:05Der Geschäftsführer von Bosemann.
11:07Hm, ja.
11:08Ja, ja, wir haben kurz miteinander gesprochen.
11:10Er lässt dich herzlich grüßen.
11:11Erstaunlich.
11:12Er spricht seit 30 Jahren nicht mehr mit mir.
11:17Ja, jetzt wo du im Ruhestand bist,
11:19da merkt er erst, wie sehr du im Fählst.
11:22Und hast du dich Kuhn von der Handelskammer vorgestellt,
11:26wie ich es dir geraten habe?
11:28Das habe ich verabsorben.
11:29Das tut mir leid.
11:31Ich bin unheimlich müde.
11:32Ich lege mich ins Bett.
11:33Noch etwas, Frederik.
11:35Wie geht es meinem alten Freund Fritz Breit?
11:37Ach gut, ähm, gut.
11:39Er lässt dich herzlich grüßen.
11:41Ach, wirklich?
11:42Ja.
11:43Ja, ihr seid befreundet, oder?
11:45Mhm.
11:46Er ist seit drei Jahren tot.
11:51Es ist einfach, es ist einfach absurd, dich anzulügen.
11:54Ich war nicht auf der Ghana.
11:56Gibt es da einen guten Grund dafür?
11:58Ja, wir hatten eine Reifenpanne.
12:00Und als wir das Auto wieder flott hatten,
12:01war es eigentlich zu spät.
12:02Und ich gebe zu, es war mir auch nicht ganz unangenehm.
12:05Das sieht dir ähnlich.
12:07Vater, ich bin der Geschäftsführer dieser Firma.
12:09Bitte halt mir jetzt keine Moralpredigt.
12:11Ach was?
12:13Ich verstehe dich, du.
12:14Solche Veranstaltungen sind nichts Halbes und nichts Ganzes.
12:17Man spricht nicht über konkrete Geschäfte.
12:20Privat ist es dann aber auch nicht.
12:22Genauso ist es.
12:25Und warum kommst du erst jetzt nach Hause?
12:31Wir sind noch etwas essen gegangen, Julia und ich.
12:35Es war sehr nett.
12:36Wir haben viel gemeinsam.
12:40Ist das so?
12:42Ja.
12:45Wegen Südafrika.
12:48Es hat sich tatsächlich ein bisschen wie Südafrika angefühlt, ja.
12:53Gute Nacht, Vater.
12:55Schlaf gut.
13:08Hast du dich bei Marie entschuldigt?
13:10Spaß gemacht hat's nicht.
13:13Aber sie hat mir natürlich vergeben.
13:15Na ja, dann ist ja alles okay.
13:17Dass ich meine Mutter aus Rachsucht beschuldigt habe, ist natürlich auch viel leichter zu glauben als die Wahrheit.
13:22Manche Leute wollen einfach belogen werden.
13:25Mutter hat mein Gespräch mit Marie mitbekommen.
13:28Jetzt glaubt sie endgültig, dass ich wieder auf ihrer Seite bin.
13:31Sehr gut.
13:33Deiner Mutter ist so leicht, nichts vorzumachen.
13:35Aber du hast es geschafft.
13:36Mein Kompliment?
13:38Ich brauche jetzt was zu trinken.
13:40Und dann reden wir mal darüber, was konkret wir gegen meine Mutter unternehmen wollen.
13:45Meine Güte, nicht schon wieder.
13:47Wir warten auf die richtige Gelegenheit.
13:50Schau, im Moment läuft es doch.
13:51Sie glaubt, dass du auf ihrer Seite bist und wiegt sich in Sicherheit.
13:55Aber damit wird es ganz schnell vorbei sein, wenn sie dahinter kommt, dass wir gemeinsame Sachen machen.
13:59Mach dir nicht so viele Gedanken.
14:02Und wenn du dir was zu trinken holst, kannst du mir ein Bier mitbringen?
14:06Das wäre großartig.
14:11Tag, Kollege.
14:13Wie stehen die Aktien?
14:14Alles super, so weiter. Und bei dir?
14:16Kann ich klagen.
14:18Äh, du, das geht jetzt nicht. Ich habe noch eine geschäftliche Besprechung.
14:21Ach so, na klar.
14:23So, ein Wodka-Lemmon
14:28und ein Bier.
14:31Danke.
14:33Patricia,
14:35lange nicht mehr gesehen.
14:36Wie geht's?
14:37Was geht dich das an?
14:39Ach, komm schon.
14:40Ich habe doch nur höfliche Fragen.
14:42Und ich habe ehrlich geantwortet.
14:45Soll das denn immer so weitergehen?
14:47Können wir nicht ganz normal miteinander reden?
14:49Worüber?
14:50Wenn du als letztes belauscht und verpfiffen hast, interessiert mich nicht.
14:55Wir können über dich sprechen.
14:57Über mich.
14:59Nicht mal, wenn du der letzte Mensch auf der Erde wärst.
15:02Und wenn du über dich sprechen willst, kauf dir doch einen Hund.
15:05Sonst hört dir nämlich keiner zu.
15:11Also ehrlich, Patricia, musst du mir die Gäste vertreiben?
15:15Keine Sorge, der kommt schon wieder.
15:17Der kann gar nicht anders.
15:19Ach so, und...
15:21Sag mal dem Kollegen Schwarz, dass dein Hausverbot immer noch gilt.
15:37Dein Hausverbot gilt immer noch.
15:39Ach so.
15:50Charlotte.
15:53Cool, ja, sag jetzt nicht, dass du nicht mehr mit mir gerechnet hast.
15:57Naja.
16:02Du denkst doch nicht, dass ich dich die Nacht über alleine lasse, oder?
16:06Doch, irgendwie schon.
16:09Du bist so süß, unschuldig.
16:14Und diese Wachsershirts, also...
16:18Passt zu dir.
16:20Wenn ich gewusst hätte, dass du kommst, hätte ich mir andere angezogen.
16:23Wieso bist du nur vorhin weggegangen?
16:25Ach, wegen Lilly.
16:27Ich wollte nicht, dass sie gleich wieder sauer wird.
16:29Hm.
16:30Lass du mich jetzt rein?
16:32Klar, komm.
16:57Kostenvorenschlag inakzeptabel.
16:59Ich rufe sie morgen zurück, Frenzbaum.
17:15Ich rufe sie morgen zurück.
17:17Frenzbaum.
17:17Ich rufe sie morgen zurück.
17:34Sag mal, Andreas, seit wann stellst denn du Blumen auf den Tisch?
17:37Puh, du, mir war halt einfach so danach.
17:41Aber warum?
17:42Ich meine, man steht doch nicht einfach auf und beschließt, heute stelle ich Blumen auf den Tisch.
17:46Wieso nicht?
17:48Es gibt bestimmten Gründen, du willst es mir ja nur nicht sagen.
17:52Hör zu, Silke, ich möchte gerne Rücksicht auf dich nehmen, also bitte frag mich nicht.
17:58Ich will es aber wissen.
18:03Du hast im Lotto gewonnen.
18:05Nein.
18:08Du hast eine neue Aushilfe gefunden.
18:10Nein.
18:12Nein.
18:13Annabelle Grafenberg ist sechs Wochen krankgeschrieben.
18:17Nein.
18:18Hör auf zu fragen.
18:23Du hast jemanden kennengelernt.
18:29Ja.
18:32Stimmt.
18:34Du hast dich verliebt.
18:37Ach, Quatsch, verliebt.
18:39Ich erkenne ihn doch erst seit gestern.
18:42Keine Ahnung, wie sich das entwickeln wird.
18:47Ach, Silke.
18:49Es tut mir leid, ich hätte dir das nicht sagen sollen.
18:58Ist doch schön, dass es dir gut geht, dass du glücklich bist.
19:02Na, hör mal.
19:04Dir wird es auch bald wieder gut gehen.
19:05Und du wirst bald den richtigen finden.
19:08Das habe ich doch schon.
19:09Aber er will mich nicht.
19:14Jörg hat dich gar nicht verliebt.
19:17Ich will aber nur ihn.
19:18Ich vermisse ihn so.
19:28Hatten Sie gestern einen schönen Abend, Frederik?
19:32Ja, wie war die Gala?
19:36Lass mich raten, Frederik.
19:38Unsere gute Frau Schilling hat uns vor Freund und Feind blamiert.
19:43Konnte sie gar nicht.
19:45Wir waren nämlich nicht dort.
19:47Du hast dir eine Gelegenheit zum Feiern entgehen lassen?
19:50Selten so gelacht.
19:51Es freut mich, zu deiner Belustigung beizutragen.
19:55Was hast du wirklich getan?
20:00Diese Gala ist der wichtigste Branchentreff.
20:02Und Falkenthalporzellan war nicht präsent?
20:05Halt doch einfach mal die Luft an, Annabelle.
20:08Ich weiß ganz genau, was du sagen willst.
20:10Du bist gar nicht autorisiert, mir Vorhaltungen zu machen.
20:12Ich bin der Chef.
20:13Verstanden?
20:14Du hast nichts von einem Chef.
20:16Nicht ein Funkenverantwortungsgefühl.
20:19Danke, Eva.
20:21Mir ist der Appetit vergangen.
20:34Warum waren Sie denn gestern nicht auf der Gala, Frederik?
20:37Wir hatten eine reifen Panne.
20:39Und um ehrlich zu sein, ich habe es als Zeichen genommen, dass ich dort nicht hin muss.
20:43Und Julia?
20:45Die war auch meiner Meinung.
20:47Wir haben uns einen schönen Abend in einem Dorfgasthaus gemacht.
20:51Und dann haben Sie Erfahrungen aus Südafrika ausgetauscht.
20:56Tatsächlich.
20:57Es hat sich wirklich ein bisschen wie Südafrika angefühlt.
21:00Weit weg vom Alltag.
21:02Ich habe es sehr genossen.
21:04Das klingt ja wirklich nach einem sehr schönen Abend.
21:07Wissen Sie, Eva, alle tun immer so, als wäre Julia so eine Unruhestifterin.
21:12Ich glaube gar nicht, dass sie das mit böse Absicht gemacht hat.
21:16Ich mag sie jedenfalls.
21:18Sie sind ja schon immer gegen den Strom geschwommen.
21:21Was meinen Sie damit?
21:22Naja, es sehe Ihnen ähnlich, Julia zu mögen, gerade weil die ganze Familie gegen sie ist.
21:29Soll ich Ihnen was sagen?
21:30Selbst wenn die ganze Familie hingerissen wäre von Julia, würde ich Sie mögen.
21:35Frederik, das will was heißen.
21:39Was meinen Sie denn damit?
21:42Ich muss los.
21:56Guten Morgen.
21:58Guten Morgen.
21:59Ich weiß nicht, ob du schon informiert bist, aber wir sind unter Zeitdruck.
22:03Weshalb denn?
22:05Bosemann hat eine neue Linie angekündigt.
22:07Und wir wollen Ihnen mit einer Produktreihe aus dem Wildrosendesign zuvorkommen.
22:12Und was genau bedeutet das für mich?
22:14Wir müssen unsere Produktpalette erweitern.
22:16Ich habe noch ein Telefonat zu führen und dann stellen wir einen Ideenkatalog zusammen.
22:20Du könntest ja schon mal anfangen.
22:22In Ordnung, dann.
22:22Das mache ich.
22:27Wie war die Gala?
22:30Ganz nett.
22:38Es war sogar sehr nett mit Frederik.
22:42Allein schon, dass wir die Gala gespenst haben.
22:46Frederik benimmt sich deswegen wie ein Schuljunge, der was ausgefressen hat.
22:51Sympathisch.
22:52Und Daniel?
22:54Er ist so distanziert.
22:57Ich habe überhaupt keine Lust, ihm von gestern zu erzählen.
23:01Sieht so jetzt unsere Zukunft aus?
23:04Dass wir nur noch miteinander arbeiten, ohne uns zu erzählen, was uns wichtig ist?
23:11Hast du das gemerkt?
23:13Andreas strahlt wie eine Hundertwattbirne.
23:15Der ist bestimmt verliebt.
23:17Dass Leute sich in dem Alter noch genauso verlieben können wie wir.
23:21Na, so alt ist Andreas auch wieder nicht.
23:24Was meinst du, wann das aufhört?
23:26Die Fähigkeit, sich zu verlieben.
23:28Niemand.
23:31Hi, Lilly.
23:32Hi, Tim.
23:32Koi, ja, du bist aber ganz schön spät dran.
23:35Wir haben verschlafen.
23:36Wir?
23:41Mom.
23:41Moin.
23:43Wer hat dir erlaubt, mein T-Shirt anzuziehen?
23:47Ich habe ihr ein paar von deinen Klamotten gegeben, bevor ich los bin.
23:51Lilly, ich dachte, es wäre okay.
23:54Du willst doch auch nicht in den Klamotten von gestern zur Arbeit, oder?
24:00Lilly.
24:01Lilly, hey.
24:05Seit wann hat Lilly so ein Problem mit Klamotten?
24:08Ich glaube, wir haben richtig Mist gebaut.
24:12Lilly, warte mal.
24:13Was ist denn los?
24:14Du hast mich angelogen.
24:16Ich weiß nicht, was du meinst.
24:18Ich habe dich gefragt, ob du mit Charlotte zusammen bist, und du hast Nein gesagt.
24:21Bin ich ja auch nicht.
24:22Aber ihr schlaft doch miteinander.
24:24Ja, und?
24:26Das verstehe ich nicht.
24:27Man kann auch Spaß miteinander haben, ohne gleich ein Paar zu sein.
24:31Koi, das ist nicht dein Ernst.
24:33Du plapperst doch nur nach, was Charlotte dir einredet.
24:35Hältst du mich wirklich für so einen kleinen Dummtrottel, ja?
24:38Nein, ich finde nur, du bist überhaupt nicht der Typ dafür.
24:40Du hast doch immer von einer richtigen Beziehung geträumt.
24:42Das kann doch noch kommen.
24:44Mit Charlotte, die ist doch nicht ehrlich.
24:47Quatsch.
24:48Ach ja?
24:49Deswegen hat sie auch so getan, als würde sie mit mir nach Hause gehen.
24:52Hat eine Freundschaft gemacht.
24:53Und sich innerlich kaputt gelacht, dass ich so naiv bin.
24:56So war das nicht.
24:57Im Gegenteil, es war nett gemeint, damit du dich nicht aufregst.
24:59Weißt du, was mich aufregt?
25:01Dass ihr mich alle anlügt.
25:09Morgen.
25:10Guten Morgen, Marie.
25:12Komm, setz dich.
25:15Möchtest du einen Kaffee?
25:16Ja, gern.
25:19Daniel ist schon weg?
25:20Ja.
25:21Er ist heute Morgen schon sehr zeitlich in die Manufaktur gefahren.
25:24Er wollte dich nicht wecken.
25:29Komisch.
25:30Daniel verbringt mehr Zeit mit Julia in der Firma, als mit mir.
25:35Ach, so ist es doch gar nicht.
25:38Sie arbeiten doch nur zusammen.
25:41Du hast recht.
25:43Ich muss damit aufhören.
25:45Ja.
25:46Es wird auch wieder ruhiger.
25:48Im Augenblick ist bloß sehr viel zu tun.
25:50Ich hab auch viel zu tun und warte trotzdem auf Daniel.
25:53Wie meinst du das?
25:55Na ja, ich hab in der ganzen Welt Kaufhäuser, um die ich mich kümmern müsste.
25:59Aber ich bin hier in Falkenthal, weil ich bei Daniel sein will.
26:03Ja, aber bist du denn nicht gern hier?
26:07Doch.
26:08Aber darum geht's doch nicht.
26:11Ich würde mir wünschen, dass Daniel sich auch mal nach mir richtet.
26:14Aber er will doch nicht mal mit mir darüber reden, wie es wäre, mit mir wegzugehen.
26:18Da habt ihr euch bestimmt missverstanden.
26:23Ich halte es langsam nicht mehr aus.
26:26Ich würde ihm ja so gerne vertrauen und mit ihm glücklich sein, aber...
26:30...alles, was in den letzten Wochen passiert ist, hat mich so verunsichert.
26:33Ja, aber das ist doch nicht Daniels Schuld.
26:39Ich brauche eine Entscheidung.
26:42Eine Entscheidung für mich.
26:46Wenn Daniel mit mir weggehen würde, dann wüsste ich, dass Julia wirklich keine Rolle mehr für ihn spielt.
26:58Das Übliche wären Sammelteller, aber auf dem Gebiet sind die Verkäufe rückläufig.
27:05Obstschalen vielleicht?
27:07Nein, eher nicht.
27:09Die Konsumenten bevorzugen wärmere Materialien, als wir sie für die Wildrosenserie vorgesehen haben.
27:21Tja, vielleicht sollten wir erst mal eine Ausschlussliste machen.
27:24Aschenbecher zum Beispiel.
27:26Ja, genau.
27:27Aschenbecher, das passt gar nicht gut.
27:30Aber was wäre denn zum Beispiel mit einer Kombination aus Teekanne und Stöfchen?
27:36Das ist nicht gerade neu, aber ich schreibe es mal auf.
27:46Na, wie läuft es?
27:49Im Moment noch nicht so gut.
27:51Hast du eine Inspiration bekommen auf der Gala?
27:54Ah, bekommt man da sowas?
27:57Hätten wir vielleicht doch hingehen sollen, hm?
27:59Wie?
28:01Warum hast du mir erzählt, dass ihr auf die Gala gegangen seid?
28:05Weil...
28:06Daniel, es ist meine Schuld.
28:09Ich habe Julia gebeten, dass sie nichts sagen soll.
28:11Wenn du keine Lust gehabt hast, dann...
28:13Warum hast du nichts erzählt?
28:15Ich wäre gerne mit Marie hingegangen.
28:17Wir haben eine Autopanne gehabt.
28:18Und für den Rest übernehme ich die volle Verantwortung.
28:21Ich bereue es nicht.
28:29Okay, vier Kaffee schwarz, zwei Latte Macchiati, ein Kakao und zwei Milchkaffee.
28:35Okay.
28:36Kommst du damit klar oder soll ich es dir runtertragen in die Formerei?
28:40Nee, danke schön.
28:41Drei Wochen Bangkok machen, eins im Vollprofi.
28:43Ach, du.
28:45Bangkok, ja?
28:47Ja, ich habe mir ein bisschen zu viel Schmuck gekauft und dann hatte ich halt kein Geld mehr.
28:51Und weil ich keine Lust auf einen ewig langen Vortrag von unserem Vermögensverwalter hatte,
28:56musste ich meine Cola halt selbst verdienen.
28:58Mhm, mhm.
28:59Naja, Sachen gibt's.
29:01Ja, Kaffee durch die Gegend tragen kann ich.
29:03Dafür brauche ich kein Praktikum.
29:05Aber es ist ja auch die Aufgabe eines Praktikanten, Kaffee durch die Gegend zu tragen.
29:09Ja.
29:10Aber wenn ich nicht bald mal irgendwas retuschieren oder wenigstens ein Formeln gießen darf,
29:14kann ich auch gleich wieder kündigen.
29:15Naja, das ist doch ein bisschen vorschnell.
29:18Ich kriege immer nur zu hören, fass dies nicht an, das ist zerbrechlich,
29:21komm da nicht gegen, das ist empfindlich, das ist nervig.
29:24Bisschen Geduld, das wird schon.
29:26Geduld ist die Tugend der Schafe.
29:28Mhm, naja, nicht ganz.
29:29Geduld ist die Tugend der Waisen.
29:31Und jetzt abmarsch, sonst wird der Kaffee kalt.
29:34Ja, ja, ist ja gut.
29:36Tschüss, Chef.
29:41Ich habe hier die PR-Strategien für die Vermarktung der Wildrosenserie von Annabelle bekommen.
29:47Mhm.
29:48Und?
29:49Ich meine, schaffen wir das vor Bosemann?
29:51Nein, theoretisch schon, aber...
29:53Aber?
29:54Wir könnten also den Werbekatalog eine Woche früh herausbringen.
29:58Allerdings nur, wenn die gesamte Produktpalette bis übermorgen steht.
30:01Schafft ihr das?
30:05Das ist eine Herausforderung, aber machbar.
30:08Das bedeutet natürlich jede Menge Überstunden, vor allem morgen am Feiertag.
30:12Das macht nichts.
30:13Ich fange dann schon mal an mit Entwürfen für den Teeservice, oder?
30:16Gibt es sonst noch was zu besprechen?
30:18Nein, nein.
30:18Na, fangen Sie nur an.
30:20Gut.
30:21Äh, Daniel, ein Augenblick.
30:25Ich hatte den Eindruck, dass hier nicht so gut miteinander vorankommt.
30:29Das sind ganz normale Startschwierigkeiten, das gibt sich.
30:32Sag mir nicht, was ich hören will, sondern sei ehrlich zu mir.
30:35Kannst du mit Julia konstruktiv zusammenarbeiten?
30:37Natürlich.
30:38Ich kann mit ihr zusammenarbeiten, wie mit jedem anderen Kollegen auch.
30:42Bin ich beruhigt?
30:54Kannst du beschaffen, ist heute alles?
30:56Die Bewegungsmeile im Hof dürften kein Problem sein.
30:58Die haben wir bis zur Mittagspause installiert, und dann...
31:01Hallo, Jörg.
31:02Hast du meinen Brief bekommen?
31:04Ja.
31:07Habe ich für dich gebacken, möchtest du?
31:09Ich mache mir nichts aus Süßkram.
31:15Ich weiß, ich soll mich nicht einmischen, aber...
31:19Wolltest du wirklich so gemeinsam zu Süßkram?
31:22Wenn sie mich wiederhaben will, dann soll sie sich anstrengen, klar?
31:25Ich finde das ziemlich fies.
31:26Es geht aber nicht anders.
31:28Sonst behandeln sie einen, wie Patricia dich behandelt hat.
31:31Ich habe es mitbekommen, gestern, in Cozy.
31:34Da muss es doch irgendwas dazwischen geben.
31:37Eine goldene Mitte.
31:38Vergiss es.
31:40Wir werden den Feiertag nutzen und uns in Form halten.
31:44Dann bleibt es bei unserer Verabredung zum Training morgen.
31:47So, cool.
31:53Hallo, Christoph.
32:02Du siehst umwerfend aus.
32:06Danke.
32:08Ich habe leider überhaupt keine Zeit für dich.
32:13Auf wen muss ich denn eifersüchtig sein?
32:15Ich habe doch den Termin mit Herrn Dravenberg.
32:18Er hasst es, wenn ich zu spät komme.
32:21Wenn du willst, fahre ich dich hin.
32:24Ins Lanzino?
32:26Mit dem Dienstwagen?
32:28Ja.
32:28Warum bist du so erstaunt?
32:30Das letzte Mal, als ich dich gefragt habe, ob du mich mitnimmst,
32:33hast du gesagt, das geht doch nicht.
32:34Mitten im Dienst.
32:35Stimmt.
32:37Aber ich habe beschlossen, wenn ich dich zu Herrn Dravenberg fahre,
32:39dann ist das dienstlich.
32:44Danke, Tobias.
32:46Damit tust du mir einen großen Gefallen.
32:50Ich habe jetzt alles.
32:51Wir können los.
32:55Kannst du mir erklären, was vorhin los war?
33:02Ich verstehe es nämlich nicht.
33:04Wie hätte ich denn deiner Meinung nach reagieren sollen, ha?
33:07Was ist denn das Problem, dass Charlie sich ein paar Klangotten von dir ausleiht?
33:11Du hast sie ihr gegeben.
33:13Und was ist so schlimm daran?
33:16Damit zeigst du, dass du es okay findest, wie Charlotte sich benimmt.
33:18Ach, das ist doch auch okay.
33:21Ich finde es schrecklich, dass du so denkst.
33:23Wieso denn nur?
33:25Na, sie mischt sich in unser Leben ein und sie bringt alles durcheinander.
33:29Also mein Leben nicht.
33:31Aber Koyas.
33:32Sie wird sie noch ganz schön unglücklich machen, glaub mir.
33:35Wie kommst du denn jetzt darauf?
33:38Koyas hat zwar gesagt, er hätte sich nicht in sie verliebt, aber das wird er noch.
33:41Und dann wird sie ihn fallen lassen.
33:44Das sagst du nur, weil du dir Sex ohne Liebe nicht vorstellen kannst.
33:48Nein, das kann ich nicht.
33:50Außer vielleicht bei Charlotte.
33:52Aber bei sonst niemandem.
33:55Dann muss ich dir auch noch einiges beichten.
33:58Ich hatte nämlich einige Affären, bevor ich dich kennengelernt habe.
34:03Da ist auch nichts dabei, solange man ehrlich miteinander umgeht.
34:07Also mach dir keine Gedanken um Koyas.
34:13Und bereust du es, dass du jetzt keine Affären mehr hast?
34:18Nein, überhaupt nicht.
34:21Jetzt habe ich dich.
34:26Nun, dich liebe ich.
34:37Nur zwei Tage für den Ideenkatalog.
34:40Und die Arbeit mit Daniel läuft nicht gerade gut.
34:44Warum hat Friedrich verraten, dass wir nicht auf der Gala waren?
34:47Jetzt stehe ich auch noch als Lügnerin da.
34:50Wie soll Daniel der Vertrauen in meine Arbeit haben?
34:57Ich werde Ihnen beweisen, dass wir ein gutes Team sein können.
35:15Wir haben bestimmt ein Drittel unserer Beziehung im Auto zugebracht.
35:18Ich habe das immer geliebt.
35:20Zusammen mit dir, abgeschlossen vom Rest der Welt.
35:23Ja, wir hatten schöne Momente, meine alten Karre.
35:26Da würde heute höchstens ein Hexenschuss bei rauskommen.
35:29Einen kleinen Wagen kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.
35:32Oder doch?
35:34Also, ich bin ja noch gelenkig genug.
35:48Hast du Lust, später zum Essen zu kommen?
35:52Alleine isst du ja schon mit deinem Gravenberg.
35:54Schade.
35:56Ich muss ja nicht immer lang Zino essen.
35:58Doch.
36:00Also, ich meine, ich würde mich freuen.
36:04Sind Lili und Nico auch da?
36:07Nö, ich glaube, wir haben heute das Haus für uns allein.
36:12Sturmfreier Bude?
36:12Sieht so aus.
36:19Jetzt kommst du mal wirklich zu schwer.
36:27Arigato.
36:28Arigato.
36:31Konnichiwa.
36:32Konnichiwa.
36:35Watachi vasaui sujines.
36:38Watachi vasaui sujines.
36:42Oh, Scheiße.
36:47Charlotte.
36:49Warum bist du denn nicht in der Manufaktur?
36:50Du kannst doch nicht schon Feierabend haben.
36:52Und wenn schon.
36:54Was soll das denn heißen?
36:56Bei diesem blöden Praktikum lenne ich überhaupt nichts.
36:59Die können sich nicht mal selber Kaffee holen.
37:02Aber du willst doch nicht nach einem halben Tag
37:03dein Praktikum schon schmeißen.
37:05Das ist doch nicht dein Ernst.
37:06Ich will was Sinnvolles machen.
37:08Ist das zu viel verlangt?
37:09Aber um was Sinnvolles zu machen, muss man was lernen.
37:12Aber du schmeißt die Schule, jetzt zwängst du diese...
37:14In der Schule lernt man nur Schrott.
37:16Als ob du das beurteilen könntest.
37:19Und ob ich das beurteilen kann?
37:20Ich bin ja schließlich lange genug hingegangen.
37:26Du weißt, dass du dein Erbe nur bekommst,
37:28wenn du einen Abschluss hast.
37:30Ist das vielleicht deine Motivation?
37:33Mein Stolz und meine Freiheit
37:35ist mir mehr wert als alles Geld dieser Welt.
37:38Echt.
37:39Entschuldigung.
37:40Aber jetzt wird man nicht pathetisch.
37:42Du musst was aus deinem Leben machen.
37:46Das sagt mir ja genau die Richtige.
37:48Was machst du denn?
37:49Du sitzt hier den ganzen Tag rum
37:50und wartest auf, dass Daniel nach Hause kommt.
37:53Ich kümmere mich um unsere Geschäfte.
37:54Ja.
37:55Du machst mal ein Telefonat
37:57und schreibst mal einen Brief.
37:58Ganz toll.
38:00Wie viele Geschäftsführer habt ihr?
38:02Drei?
38:03Und zwei Volkswirte?
38:05Komm, als ob die dich im Konzern bräuchten.
38:07Ich habe konkrete Pläne,
38:08mich um die Geschäftsführung selber zu kümmern.
38:11Und ich werde sie in die Tat umsetzen.
38:14Das redest du dir doch nur ein,
38:15um dein Gewissen zu beruhigen.
38:18Haben wir nicht gerade von dir gesprochen?
38:19Du willst doch nur ablenken.
38:21Charlotte, wo gehst du hin?
38:22Ich bin ja nicht fertig.
38:23Ich bin aber fertig.
38:25Ich habe nämlich Hunger.
38:39Entschuldigen Sie, Herr Gravenberg.
38:41Aber ich bin aufgehalten worden.
38:43Das kommt vor.
38:44Bei Ihnen leider häufiger.
38:46Ich arbeite dran.
38:48Ja, nun wählen Sie schon,
38:49damit wir endlich essen können.
38:50Ich habe Hunger.
38:52Danke, ich möchte nur einen Kaffee.
38:53Ich bin heute Abend noch zum Abendessen eingeladen.
38:56Dann essen Sie eben zweimal.
38:59Danke, ich möchte wirklich lieben.
39:01Haben Sie schon gewählt?
39:03Nehmen Sie doch einen Salat.
39:05Herr Gravenberg,
39:06Sie können mich doch nicht zum Essen zwingen.
39:08Oh, der Appetit kommt mit dem Essen,
39:10wenn Sie das Lieblingsgericht der Dame wählen.
39:13Das ist eine ausgezeichnete Idee, junger Mann.
39:15Wir nehmen Antipasti für zwei Personen.
39:18Da kann niemand widerstehen.
39:19Das werden wir ja noch sehen.
39:21Einen Kaffee, bitte.
39:22Natürlich.
39:23So.
39:25Das sind die Überarbeitungen von letztem Mal.
39:28Wenn Sie die jetzt schon lesen möchten.
39:36Wissen Sie, dass Ihre Tochter meinen Sohn
39:41zu einem Geschäftsessen begleiten sollte?
39:44Ja, das weiß ich.
39:46Und?
39:47Sonst weiß ich nichts.
39:50Und Sie hat Ihnen nicht erzählt,
39:51dass Sie die Gala geschwänzt haben?
39:54Ach, das wissen Sie.
39:57Sie hat mir nur erzählt,
39:59dass Sie eine Reifenpann hatten
40:00und einen schönen Abend
40:01und viel gelacht haben.
40:05Sonst hat sie nichts erzählt?
40:09Wahrscheinlich haben Sie sich
40:10über Südafrika unterhalten.
40:11Das liegt ja bei den beiden nah.
40:14Frederiks Platz ist hier.
40:16Er kann niemanden gebrauchen,
40:18der ihm Flausen über Südafrika
40:21in den Kopf setzt.
40:22Sie reden über Frederik Gravenberg,
40:25als wäre er gerade zwölf.
40:28Was soll das heißen?
40:30Das soll heißen,
40:32dass wir uns bei unseren Kindern
40:34nicht einmischen sollten.
40:42Marie, du bist heute so schweigsam.
40:45Entschuldige.
40:46Ich will dich nicht
40:47mit meinen Problemen belasten.
40:49Aber mir geht einfach so viel
40:50durch den Kopf.
40:51Ich hoffe, es geht nicht mehr
40:52um diese alberne SMS.
40:54Nein, die SMS spielt
40:55keine Rolle mehr.
40:57Und Julia werde ich
40:58auch nicht mehr treffen.
40:59Du hast das Richtige getan.
41:02Ich habe das Gefühl,
41:03ich tue nicht genug.
41:04Aber das stimmt doch gar nicht.
41:06Du arbeitest dich
41:07in deine Geschäfte ein
41:08und du kümmerst dich
41:09um Charlotte.
41:11Mit Charlotte
41:11habe ich mich gestritten.
41:13Ach, das ist doch ganz normal
41:14unter Schwestern.
41:16Worum ging es denn?
41:17Sie hat mir ein paar
41:18unangenehme Wahrheiten
41:19an den Kopf geworfen.
41:20Das renkt sich bestimmt
41:22wieder ein.
41:23Vertrau mir.
41:25Jedenfalls finde ich es schön,
41:26dass ihr bei uns seid.
41:28Aber das wird nicht so bleiben.
41:31Aber natürlich wird es das.
41:33Ihr gehört doch zur Familie.
41:36Annabelle,
41:39ich muss etwas verändern.
41:42Ich muss mein Leben
41:43selbst in die Hand nehmen.
41:46Und deshalb habe ich beschlossen,
41:49in die Schweiz zu gehen.
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