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  • vor 8 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Guten Morgen.
00:01Möchten Sie...
00:03Möchtest du einen Kaffee?
00:05Ja, gern.
00:07Es ist spät geworden gestern.
00:09Ich weiß.
00:10Ach ja?
00:12Andreas hat es gerade erzählt.
00:15Ja, schade, dass du schon so schnell verschwunden bist.
00:18Ich war ziemlich müde.
00:20Natürlich.
00:22Vielleicht beim nächsten Mal.
00:24Vielleicht.
00:25Wahrscheinlich gibt es das ja auch gar nicht.
00:27Große Liebe. Vielleicht gehört ihr doch nicht zusammen.
00:29Ich meine, sowas gibt es nur im Märchen.
00:31Und Wünsche gehen nicht von allein in Erfüllung.
00:33Genau. Gut, dass du es endlich kapiert hast.
00:35Jetzt tu aber auch was.
00:37Du hast völlig recht.
00:39Bis dann.
00:49Julia!
01:02Bis dann.
01:10Bis dann.
01:15Bis dann.
01:18I'd be the first day of my life.
01:29Was machst du hier?
01:33Und du?
01:39In dem Baum waren beide Muschelhälften.
01:44Beide.
01:45Ja, das heißt, wir hatten beide dieselbe Idee?
01:59Ich sollte wieder gehen.
02:03Tut mir leid.
02:14Habe ich was verpasst? Kommt eine Busladung Kaninchen zu Besuch?
02:17Karotten sind gesund.
02:18Auch in diesen Mengen?
02:20Dein Großvater und Frederik haben sicher großen Hunger, wenn sie zurückkommen.
02:24Wieso? Wo sind sie denn hin?
02:26Angeln.
02:27Angeln? Ausgerechnet. Großvater hasst Angeln.
02:30Frederik hat ihn eingeladen.
02:33Vielleicht versöhnen die beiden sich ja wieder, wenn sie ein wenig Zeit miteinander verbringen.
02:38Wie ich die beiden kenne, verarbeiten die sich eher gegenseitig zu Fischfutter.
02:41Meinst du?
02:43Ach was.
02:45Wichtig ist nur, dass Herr Grafenberg seine Medizin pünktlich bekommt.
02:48Die wird Frederik ihm schon eintrichtern.
02:50Weil er weiß, dass er Großvater damit ärgern kann.
02:53Nein, nein, nein, nein, nein. Die vertragen sich, da bin ich mir sicher.
02:57Wie lange sind sie denn schon weg?
02:59Seit heute Morgen.
03:00Also langsam fange ich an, mir Sorgen zu machen.
03:03Dann sollten wir sofort einen Suchtrupp losschicken.
03:06Ja klar, Feuerwehr, DHW, Polizei, BGS. Am besten auch gleich ein Seenotrettungsdienst.
03:11Patricia, jetzt hör aber auf.
03:14Und iss mir nicht meine Arbeit weg. Nimm wenigstens die Ungeschälten.
03:19Wasser bitte.
03:22Bist du nicht schon nass genug? Was passiert? In den Pool gefallen?
03:25Patricia, gib dem Jungen was zu trinken, sonst fällt er hier noch um.
03:39Damit könntest du glatt in der Werbung auftreten.
03:41Ich hab die ganze Zeit Rasen gemäht.
03:43Es wurde auch Zeit. Mein Kräuterbeet war schon vollkommen zugewachsen.
03:47Das hast du wahrscheinlich auch gemäht. Hast du?
03:50Quatsch.
03:51Ich muss sowieso mal schauen, wo meine beiden Angler bleiben.
03:55Wenn mein Boritsch nicht mehr steht, gibt's Ärger.
04:00Was ist ein Boritsch?
04:02Ach, irgend so ein Kraut mit ganz unanständig beharrten Blättern.
04:07Und so was esst ihr?
04:08Am liebsten dreimal am Tag.
04:12Da würde mir mal was Besseres einfallen.
04:14Ach ja?
04:16Willst du zeigen?
04:19Hier zwischen dem Kaninchenfutter, da weiß ich was Besseres.
04:33Ein Prachtstück. Der hat mindestens drei Kilo.
04:36Nie im Leben. Die wiegt nicht mal eins.
04:38Zweieinhalb. Ein richtiger Brocken.
04:40950 Gramm im Höchstfall.
04:42Zwei.
04:44Ich durchschaue dich, Vater. Du wirst die Wette gewinnen.
04:48Das wäre mir auch fast gelungen.
04:49Keine Chance.
04:51Ich habe gesagt, ich streite nicht mit dir.
04:53Und ich werde die Wette gewinnen.
04:56Komm, Eva macht sich sicher schon Sorgen.
05:00Wir sollten uns bei Eva bedanken.
05:03Ohne sie hätten wir wahrscheinlich diesen Ausflug nie gemacht.
05:06Hey, das war ganz allein meine Idee.
05:09Naja, sie hat ein bisschen nachgeholfen.
05:11Vor allem hat sie dich überzeugt mitzukommen.
05:13Also ich war von Anfang an dafür.
05:18Außerdem bin ich froh, dass wir endlich mal wieder was zusammen unternommen haben.
05:25Ich habe es auch sehr genossen.
05:27Ich habe mich dir seit langem nicht mehr so nah gefühlt.
05:30Kein Wunder. Ich bin ja sonst in Südafrika.
05:34Jetzt lass die Witze, Frederik.
05:38Also wenn du mir jetzt vorschlägst zu bleiben, damit wir öfter Angel gehen können,
05:41dann kann es sein, dass du deine Wette noch gewinnst.
05:47Was machen wir mit dem?
05:51Essen.
05:53Da wird ja nicht einmal einer davon satt.
05:55Aber allemal. Über zwei Kilo.
05:58Nicht einmal eins.
06:05Aber die vielen Geräten.
06:08Furchtbar viele Geräten.
06:20Was hat das alles zu bedeuten?
06:23Wenn Daniel sich dasselbe gewünscht hat wie ich,
06:26warum haben wir uns dann so weit voneinander entfernt?
06:29Weil wir zu unterschiedliche Leben haben?
06:32Deshalb war er gerade an unserem Baum.
06:34Weil er auch eingesehen hat, dass es uns nichts werden kann.
06:37Julia!
06:38Hi.
06:39Warum läufst du weg?
06:40Das weißt du.
06:41Nein, das weiß ich nicht.
06:42Daniel, ihr habt mir vorhin sehr genau gezeigt,
06:44wohin ich gehöre, deine Mutter und du.
06:46Julia, das...
06:47Kannst du dir vorstellen, wie ich mich gefühlt habe,
06:48als sie mich in deinem Büro beschimpft hat?
06:50Julia, ich weiß, meine Mutter kann manchmal ziemlich grob sein,
06:53aber es hat doch nichts mit uns beiden zu tun.
06:56Ihr habt völlig recht.
06:57Ich passe nicht in eure Welt.
06:59Ich würde da nie mehr sein, als das Kellner-Mädchen,
07:01für das der feine Herr Grafenberg seine gute Kinderstube vergessen hat.
07:05Aber du wirst für mich immer Julia sein.
07:07Die Julia, in die ich mich in Südafrika verliebt habe.
07:10Aber du bist für mich nicht mehr Daniel.
07:12Nicht mehr der Daniel, in den ich mich in Südafrika verliebt habe.
07:15Nicht hier.
07:16Nicht in deiner Firma.
07:17Vor deiner Familie.
07:19Die Familie, die Firma, das ist meine Heimat.
07:22Da bin ich zu Hause.
07:23Aber das ist doch nicht alles.
07:25Ich bin doch nicht nur das.
07:26Was bist du denn?
07:30Wie fühlst du das nicht?
07:35Julia.
07:37Du hast dein Leben, ich habe meins.
07:39Dabei sollten wir es belassen.
07:49Das glaube ich dir nicht.
07:55Glaub dir nicht, dass du nichts fühlst.
08:03Warum muss man sowas überhaupt lernen?
08:06Arbeitsrechtparagrafen.
08:06Das ödeste Fach der Welt.
08:08Mir gefällt's.
08:10Ich gehe tausendmal lieber in die Firma.
08:12Das sind wenigstens Andreas und Silke.
08:15Und Annabelle.
08:17Und Daniel.
08:18Und ich.
08:19Du bist doch sowieso überall, wo ich bin.
08:22Störst du dich dann?
08:23Quatsch.
08:23Das wäre ja so, als würde mich mein eigener Schatten stören.
08:26Ach.
08:26Ich bin also nur dein Schatten.
08:28Oh, jetzt krieg doch nicht gleich wieder alles in den falschen Hals.
08:30Soll ich etwa den ganzen Tag schreien, hurra, hurra, der Kolja, der ist da?
08:33Na ja, vielleicht nicht jeden Tag.
08:35Ich kann mich so schon kaum erinnern, wann wir mal länger als 24 Stunden nicht zusammen waren.
08:42Vielleicht willst du ja, dass ich ganz wegbleibe, hm?
08:44Oh, super.
08:45Was?
08:47Einen Salat fix und fertig.
08:49Den hat bestimmt Christa gemacht.
08:52Julias Mutter macht Salat für euch?
08:56Das sind die besten Feriengäste, die wir je hatten.
08:59Ich dachte, die bleiben jetzt länger.
09:01Ja, machen sie doch auch.
09:02Sonst sind auch keine Feriengäste mehr.
09:05Danke für den Unterricht, Herr Oberlehrer.
09:07Entschuldigung, ich habe bloß mal was festgestellt.
09:09Weißt du, was dein Problem ist, Kolja?
09:11Nee.
09:12Du stehst ja manchmal einfach selbst im Weg.
09:14Freu dich doch einfach über den Salat.
09:16Du musst es ja wissen.
09:20Frau Grafenberg, darf ich Ihnen die Glückwunschkarten mitgeben?
09:23Und was höre ich damit?
09:25Hatte ich etwa Geburtstag?
09:27Aber wenn Herr Grafenberg doch nicht ins Büro kommen kann.
09:30Zeigen Sie mal her.
09:35Wünschen wir Ihnen, lieber Werner, herzlichst zu Ihrem Jubeltag.
09:40Jubeltag, habt ihr in der Ahnung.
09:41Es kommen noch immer mindestens 20 Stück am Tag.
09:44Hier, da ist sogar eine mit Musik.
09:47Ministerialrat Böhme.
09:48Zehn Millionen schwer, aber das ist ziemlich arm.
09:50Soll ich Sie Ihrem Schwiegervater vielleicht in die Villa schicken?
09:54Mein Schwiegervater ist krank, das wissen Sie doch.
09:57Der hat besseres zu tun, als sich bejubeln zu lassen.
10:00Ja, aber...
10:02Wozu haben wir einen Aktenvernichter?
10:03Ich soll Sie schreddern?
10:05Die ganzen Karten?
10:06Wir wollen Sie vielleicht nur die halben Karten vernichten?
10:08Was ist los mit Ihnen, Frau Mertens?
10:10Also mir geht's heute nicht so gut.
10:12Ja, das sehe ich.
10:14Deswegen wollte ich auch fragen, ob ich vielleicht früher Feierabend machen kann.
10:17Sie haben doch zwei Beine und eine Arm und Uhr.
10:19Ja.
10:20Dann halten Sie sich auf Ersteren, schauen auf Zweitere.
10:24Und wenn's irgendwie nicht mehr geht, dann sagen Sie mir Bescheid.
10:28Jawohl, Frau Koffenberg.
10:30Moment mal, sie war auch an dem Wunschbaum?
10:32Und hat er auch ihre Muschel drum?
10:38Vergiss alles, was ich gesagt hab.
10:40Noch verliebter können zwei Menschen gar nicht sein.
10:45Und dann hat sie mich einfach stehen lassen.
10:48Verstehst du das?
10:49Ja, das verstehe ich.
10:50Dann erklär es mir bitte.
10:52Hast du dich schon mal gefragt, wie es für sie ist, dich plötzlich in der Firma zu sehen?
10:56Was soll das denn jetzt?
10:58Daniel, guck mal, wir kennen uns schon ewig.
11:00Wir haben zusammen die Schulbank gedrückt.
11:02Wir waren auf etlichen Partys, waren einmal sogar an dasselbe Mädchen verliebt.
11:05Aber als ich dich das erste Mal in deiner Firma besucht habe, da dachte ich, mein Gott, wer ist der
11:11Typ in dem Anzug?
11:12Du warst auf einmal ganz der Junior-Chef.
11:16Ich bin kein Junior-Chef.
11:18Nicht mehr.
11:20Außerdem ist das völlig normal.
11:22Niemand ist zu Hause wie in der Firma.
11:24Aber für eine, die dich gerade in Südafrika, also quasi in freier Wildbahn erlebt hat, und sich in dich verliebt
11:29hat, ist das erst mal ziemlich starker Tobak.
11:32Das kann nicht der Grund sein.
11:33Und dazu deine Mutter, die die Messer wetzt.
11:36Das ist Grund genug.
11:40Ich würde alles darum geben, um mit ihr wieder zusammen zu sein.
11:43Dann zeig ihr, dass es den Daniel, den sie in Südafrika erlebt hat, auch in Falkenthal gibt.
11:48Was soll ich tun?
11:49Zu Bongo-Musik mit ihr tanzen, am Lagerfeuer?
11:52Du kannst auch einen Rakatak dazu nehmen.
11:53Nur wenn du jetzt nichts unternimmst, dann ist der Zug abgefahren.
11:56Außen vorbei, Ende Gelände, aus die Mose.
12:00Der Zug ist bereits abgefahren.
12:02Sie hat mir meine Muschelhälfte zurückgegeben.
12:05Wenn du dich damit zufrieden geben willst, dann hast du diese Frau auch gar nicht verdient.
12:12Sag mal, kann es sein, dass du mir jedes Mal genau das Gegenteil von dem rätst, was du mir beim
12:17letzten Mal geraten hast?
12:19Warum hörst du überhaupt auf mich?
12:21Hör doch endlich mal auf dein Gefühl.
12:28Warum ausgerechnet hier?
12:30Weil es Spaß macht.
12:32Ähm, hier liegen aber überall Akten rum.
12:35Du musst sie ja nicht lesen.
12:38Ähm, ich, ähm, ich fühle mich irgendwie fehl am Platz.
12:51Du bist hier genau richtig.
12:54Ich bin nicht so ein Bürotyp.
12:57Verstehst du das Prinzip nicht?
12:58Prinzip?
12:59Wir wollen doch einfach nur Spaß.
13:00Eben.
13:01Und er wird umso größer, je spaßloser das Umfeld ist.
13:05Verstehe ich nicht.
13:06Würdest du aber, wenn du ein bisschen Ahnung von Komplementärfarben hättest?
13:10Hören wir mal mit der Theorie, okay?
13:12Ähm, gerne.
13:23Patricia, ich hab echt ein bisschen Schießt, dass uns jemand sieht.
13:27Wirklich?
13:29Sehr gut.
13:35Tobias, sehen Sie mal.
13:42Ist das nicht ein Prachtexemplar?
13:44Ja, machen Sie mal auf.
13:45Jetzt sagen Sie mir nicht, den haben Sie selbst gefangen.
13:47Mit eigenen Händen.
13:48Und ein paar Finger von Frederic waren auch noch dabei.
13:52Alle Achtung.
13:53Vor ein paar Tagen noch mit einem Kollaps im Bett und heute schon so einen Fang.
13:57Der wiegt ja mindestens drei Kilo.
14:00Da hörst du's.
14:02Tobias ist ein Angestellter, der ist parteiisch.
14:04Mit diesem Fisch gehe ich zu jedem unabhängigen Gutachter.
14:09Soll ich mal wiegen?
14:09Nein, nicht nötig.
14:12Wir haben gerade beide eine Wette gewonnen.
14:15Ich habe eine Wette gewonnen.
14:16Ob du sie gewinnst, wird sich noch herausstellen.
14:18Es ist noch nicht aller Tage Abend.
14:20Warte, wie oft noch?
14:22Ich habe dir gesagt, ich streite mich heute nicht mit dir.
14:24Herr Grafenberg, der Fisch.
14:30Behalten Sie ihn, Tobias.
14:32Ich mache mir sowieso nicht viel aus Fisch.
14:34Du hast dich jetzt drum gerissen.
14:36Wann soll denn das gewesen sein?
14:38Als die noch nicht selbst gefangen und nach Hause getragen hast.
14:52Ah, Julia, nicht schon wieder Scherben.
14:54Ich habe sie gar nicht gesehen.
14:56Die gehört doch gar nicht dahin.
14:58Das Gefühl kenne ich.
15:00Was erwartest du?
15:01Da spielt sich alles noch ein.
15:03Im Moment habe ich das Gefühl, ich hätte mich besser nicht von dir überreden lassen sollen.
15:06Was heißt denn hier überreden?
15:08Ich habe Hilfe gebraucht und du einen Job.
15:10Und deswegen bist du hier.
15:12Wenn das so einfach wäre, Andreas.
15:14Na sag schon, wer hat dich denn geärgert?
15:16Es ist nichts.
15:17Außer dem üblichen Anschnauzer von Frau Grafenberg.
15:21Nicht hinhören.
15:22Einfach auf Durchzug schalten.
15:23Ich hoffe, das gelingt mir.
15:25Du bekommst schon noch ein Gefühl dafür,
15:27wem du zuhören musst und bei wem du besser weghören solltest.
15:31Deine Kopfschmerztabletten sind Placebos, Andreas.
15:33Hast du noch eine?
15:35Silke zum Beispiel.
15:36Bei ihr ist es manchmal lebensnotwendig, wegzuhören.
15:40Was ist mit mir?
15:41Andreas will dich nur ärgern.
15:43Hör nicht hin, Silke.
15:44Wahnsinnig aufregend.
15:45Dafür habe ich heute überhaupt keinen Kopf.
15:47Quarkteilchen, Silke.
15:48Oh, geh mal weg mit Essen.
15:50Du, da muss es ja ernst sein.
15:52Warum gehst du nicht einfach nach Hause?
15:54Weil die Grafenberg mich heute hier dringend braucht.
15:57Als abschreckendes Beispiel für Alkoholmissbrauch?
16:00Ich hatte gestern höchstens zwei Gläser Prosecco.
16:03Eins muss wohl schlecht gewesen sein.
16:05Ich sollte das cosy verklagen.
16:06Der Prosecco war ganz in Ordnung.
16:08Nur waren es nicht zwei Gläser, sondern eher zwei Flaschen.
16:10Nee, das glaube ich nicht.
16:12Tja, es gehört eben mehr dazu, als nur ein Kaffee kochen.
16:16Manchmal musst du die Krankenschwester spielen
16:18und manchmal den Kummerkasten.
16:20Auch für die Chefetage?
16:22Für die ganz besonders.
16:24Aber ich bin wirklich froh, dass du jetzt da bist, Julia.
16:43Sie waren aber lange unterwegs.
16:47Naja, das Wetter war ja auch danach.
16:53Sie hätten aber trotzdem ruhig mal anrufen können.
16:56Sie hatten beide ihr Handy dabei.
16:58Man macht sich doch schließlich Sorgen.
17:02Also ist was passiert?
17:05Nur reden Sie doch.
17:10Ich hab's geahnt.
17:12Sie haben sich wieder gestritten.
17:1428 Sekunden.
17:16Ich hab es gewusst.
17:17Danke, Eva.
17:18Sie haben mich nicht enttäuscht.
17:19Wir haben gewettet, wie lange Sie brauchen,
17:21uns zu fragen, ob wir gestritten haben.
17:23Ich habe gesagt, Sie halten es keine 30 Sekunden aus.
17:27Ach so.
17:28Sie haben sich nicht gestritten.
17:31Warum sollten wir?
17:33Worüber denn?
17:34Also war der Angelausflug ein voller Erfolg.
17:38Wie zu erwarten war.
17:39Genau.
17:41Er war wunderbar.
17:43Dann wette ich jetzt mal, ja?
17:45Zum Beispiel, dass zwei Angler einen riesengroßen Hunger haben.
17:49Schon gewonnen.
17:51Und leider nichts gefangen haben.
17:53Da haben Sie jetzt wieder Pech gehabt, Eva.
17:55Das heißt?
17:56Wir haben einen drei Kilo schweren Zander aus dem See geholt.
18:01Allerdings wollten wir sie nicht mit einem toten Fisch belasten,
18:04also haben wir ihnen Tobias geschenkt.
18:05Aber wir können ihn von Tobias zurückholen.
18:08Nein, nein, nein, nein, nein, nein.
18:09Ich will mal nicht so sein.
18:11Hm?
18:13So.
18:16Rohkost.
18:17Ja.
18:18Naja, besser als gar nichts.
18:20Sie glauben doch nicht ernsthaft,
18:22dass ich sie Kilometer weiter rumlaufen lasse,
18:27um ihnen dann
18:30Karotten zu servieren.
18:36Eva,
18:37Sie sind der barmherzige Samariter.
18:43Wo ist der Schlüssel?
18:45Welcher Schlüssel?
18:46Mit dem du abgesperrt hast.
18:48Wieso sollte ich absperren?
18:50Du hast nicht abgesperrt?
18:54Aber wenn jemand reingekommen wäre...
18:57Hausmeister beglückt Tochter aus Porzellan-Imperium.
19:00Glaubst du, das interessiert irgendwen?
19:01Das kann mich meinen Job kosten.
19:03Oh, da hast du aber viel zu verlieren.
19:04Ja, hab ich. Ich kann es mir nicht leisten.
19:06Oh, Nico, bleib locker.
19:07An deiner Stelle würde ich das auch alles locker sehen.
19:10Bei mir geht es wohl mal ein bisschen mehr.
19:11Hey, wir wollten auch Spaß haben.
19:13Entspann dich.
19:18Ich passe schon auf.
19:21Schlimmstenfalls sorg ich für dich.
19:23Brauchst du nicht.
19:44Julia, bist du abgetaucht?
19:46Wir brauchen noch sieben O-Saft, zweimal Apfel, einmal Ananas
19:49und sind die Lachsbrötchen fertig.
19:50Die stehen im Kühlschrank.
19:55Wo kommt die denn her?
19:57Die haben sie sicher als Deko mitgeliefert.
19:59Nein, das ist meine.
20:01Oh, sorry.
20:02Die ist aus Südafrika, weißt du?
20:03Eine Erinnerung.
20:04Verstehe ich.
20:05Bei mir sind ja mit so einer Muschel auch nur angenehme Dinge verbunden.
20:08Sommer, Meer, Urlaub.
20:10Ein Flirt.
20:12Warum nicht?
20:15Für mich steht sie für die Zufälle des Lebens.
20:18So eine Muschel besteht aus zwei Hälften, die perfekt zusammenpassen.
20:22Aber irgendwann werden sie getrennt und kommen nie wieder zusammen.
20:26Und wenn doch?
20:28Dann könnte das das höchste Glück bedeuten.
20:31Oder?
20:32Oder die tiefste Enttäuschung, weil die beiden Hälften sich verändert haben.
20:38Bei der einen ist vielleicht ein Stück abgebrochen,
20:40der anderen hat der Meeressand die Kante glatt geschliffen.
20:43Du hast Sehnsucht nach Südafrika, stimmt's?
20:47Ich musste da einiges zurücklassen.
20:50Aber man muss sich manchmal von etwas trennen, um etwas Neues finden zu können.
20:57Hallo Christa.
20:58Hallo.
20:59Sag mal, war der Salat im Kühlschrank von dir?
21:02Mhm.
21:03Habt ihr den gefunden?
21:04Ja.
21:05Und?
21:05Hat er geschmeckt?
21:06Super lecker.
21:07Besonders die Oliven waren klasse.
21:09Und habt ihr denn Tobias auch was übrig gelassen?
21:12Ups, ich dachte, der hat schon gegessen.
21:15Siehst du, ich hab's dir gesagt.
21:16Ach, das ist nicht so schlimm.
21:19Salat ist das Einzige, was ich immer wieder super lecker hinkriege.
21:22Ich mache ihm einfach einen neuen.
21:25Eigentlich wollten wir dich fragen, ob du Lust hast, mit uns zum See zu kommen.
21:29Das ist aber lieb von euch.
21:32Aber ich möchte euch lieber nicht stören.
21:34Quatsch, du störst doch nicht.
21:37Ein junges Paar ist doch lieber alleine, oder?
21:41Wie kommst du denn auf sowas?
21:43Keu und ich, wir kennen uns schon aus der Sandkiste.
21:46Ach so, ich dachte nur...
21:49Aber das ist doch kein Hindernis, sondern viel eher ein Grund.
21:53Ah, wahrscheinlich kennen wir uns einfach zu lange.
21:55So wie du und Papa, ihr kennt euch doch auch schon eine Ewigkeit.
22:27Hm.
22:28Du hast nur einen Wunsch frei.
22:30Ich wünsche mir, dass wir jetzt zum See gehen.
22:32Also was ist, Christa? Kommst du mit?
22:34Ich bin gerade wunschlos glücklich da, wo ich bin.
22:37Fahrt ihr mal lieber alleine.
22:38Okay, dann bis später.
22:40Ciao.
22:41Viel Spaß.
22:42Danke.
22:50Sag mal, sind die beiden Angler eigentlich wieder aufgetaucht?
22:52Ja, und nicht nur aufgetaucht.
22:56Sag bloß, die haben was gefangen.
22:57Das auch.
22:58Einen drei Kilo schweren Zander, wenn man deinem Großvater glauben darf.
23:03Das ist ja gruselig.
23:04Wo ist denn das Monstrum?
23:05Sie haben ihn Tobias geschenkt.
23:07Aber das Wichtigste.
23:10Dein Großvater und Frederik haben sich wieder versöhnt.
23:14Die haben was?
23:15Sich versöhnt.
23:17Ich kapiere die beiden nicht.
23:19Seit Frederiks Beförderung streiten die doch um die Wette.
23:21Und jetzt?
23:21Ja, und jetzt haben sie gewettet, sich nicht zu streiten.
23:24Fragt sich nur, wie lange.
23:26Ich glaube, sie haben jetzt endlich begriffen, dass es nichts bringt, immer gegeneinander zu kämpfen.
23:33Glaubst du, zwischen den beiden hat jetzt eine Ära des Friedens und der Wonne begonnen?
23:36Mhm.
23:37Da wird sich Mutter aber freuen.
23:38Deine Mutter sollte sich ein Beispiel nehmen.
23:41Lieber beißt sie sich die Zunge ab.
23:47Sag mal, Eva.
23:49Du hast nicht noch zufällig einen Nachtisch in der Hinterhand?
23:53Hm.
23:57Aber es steht noch Pudding im Kühlschrank.
24:02Die E-Joghurt.
24:030,1% Fett.
24:04Beruhig den Magen.
24:05Och, danke.
24:07Ich kann die Karten doch nicht alle schreddern.
24:10Geburtsdiskarten für den Grafenberg?
24:12Wieso willst du denn die schreddern?
24:14Weil es die Grafenberg befohlen hat.
24:18Und wenn du sie einfach ein paar Tage versteckst?
24:20Vielleicht kommt der Senior ja mal in die Firma.
24:24Wenn die Grafenberg das erfährt, dann bin ich dran.
24:30Hallo, Herr Grafenberg.
24:31Kaffee gefällig?
24:32Ja, sehr gerne.
24:41Ich wünschte, Sie hätten sich mehr Zeit für Ihre Mittagspause genommen.
24:45Die Pause war ausreichend.
24:47Vielleicht kann ich Ihnen beim nächsten Mal besser erklären, was ich meine.
24:51Das wird nicht nötig sein.
24:52Vielen Dank.
24:56Ich habe zu tun.
24:57Andreas, bringen Sie mir bitte den Kaffee in mein Büro.
25:05Was ist dem denn über die Leber gelaufen?
25:07Keine Ahnung.
25:08Aber es ist vielleicht besser, wenn du heute die Krankenschwester für ihn spielst.
25:11Hm?
25:22Vorsicht, der ist heiß.
25:24Und der ist kalt.
25:28Ist das der riesige Fisch, der Herrn Grafenberg gefangen hat?
25:32Wie, du weißt schon alles?
25:33Na, du etwa auch?
25:36Also ehrlich gesagt, der wiegt nie im Leben mehr als ein Kilo.
25:39Höchstens 900 Gramm.
25:41Aber Herr Grafenberg war so froh drüber.
25:42Ja, das hätte keiner gedacht, dass das so einfach beim Angeln passiert.
25:47Wieso? Passiert was denn?
25:48Na, ich denke, du weißt schon alles.
25:51Hm?
25:52Ist dir denn nichts aufgefallen bei den beiden?
25:54Bei den Grafenbergs?
25:56Hm.
25:56Ja, doch, Sie haben sich die ganze Zeit gestritten.
25:59Was?
26:00Gestritten?
26:01Na, eher so gewettet.
26:03Ach so, die Wette, die kenne ich.
26:05Die ist harmlos.
26:06Dann verdrangen Sie sich die beiden wieder?
26:07Hm.
26:09Das sind ja gute Neuigkeiten.
26:11Ja, und was ist mit der Firmenachfolge?
26:13Na, darüber haben Sie noch nicht gesprochen.
26:15Der Frieden ist also trügerisch.
26:16Der Anfang ist wenigstens gemacht.
26:19Alles Weitere wird sich finden.
26:21Aber eins verstehe ich trotzdem nicht.
26:22Wieso gehen die beiden angeln und schenken mir dann den einzigen Fisch, den sie gefangen haben?
26:27Weil es beim Angeln manchmal um weit mehr geht, als ums Fische fangen, Tobias.
26:31Mhm.
26:39Hallo, Mutter.
26:40Die Tür ist eigentlich zum Anklopfen da.
26:42Und ich dachte zum Reinkommen.
26:46Es gibt Neuigkeiten.
26:48Gute oder schlechte?
26:50Schöne.
26:50Werner und Frederik waren Angeln.
26:53Was sollen daran schön sein?
26:55Sie haben einen monstergroßen Fisch gefangen.
26:59Und sich wieder versöhnt.
27:00Was?
27:01Ein Herz und eine Seele.
27:04Wenn man Eva glauben darf.
27:06Hm.
27:06Du machst Witze.
27:07Nein.
27:08Sie haben gewettet, sich nicht zu streiten.
27:10Und sie haben es geschafft.
27:12Du hast dich zu früh gefreut.
27:14Vater und Sohn sind stärker vereint denn je.
27:17Deine Schadenfreude ist völlig fehl am Platze.
27:20Sollte auch in deinem Interesse sein, dass Daniel Werners Nachfolger wird und nicht Frederik.
27:25Was soll das an meiner Position in der Firma ändern, wenn Frederik hier der Chef wird?
27:29Na alles.
27:31Frederik könnte zum Beispiel die Designabteilung auslagern.
27:34Du willst doch auch am liebsten die Produktion auslagern.
27:36Hier geht es nicht um irgendwelche Arbeiter in der Formerei.
27:39Hier geht es um die Firmenleitung.
27:41Aber dass Frederik sich mit Großvater versöhnt hat, heißt doch noch lange nicht, dass er bleibt.
27:47Also ich werde jedenfalls nicht warten, bis Frederik sich irgendwann zu irgendwas entschieden hat.
27:52Aha.
27:52Du hast mal wieder einen Plan.
27:55Sag mal, sind die Unterschriften von Daniel und Werner für die Standardbriefe immer noch im System?
28:03Klar.
28:05Dann besorg mir mal ein hübsches Foto von den beiden.
28:08Wozu brauchst du das denn?
28:10Hier stapeln sich die Glückwunschkarten von all den Gästen, die wir wegen Werners tragischem Zusammenbruch ausladen mussten.
28:17Ich finde, wir sollten denen mal ein paar nette Zahlen schreiben.
28:23Ein Lob der Bäckerin.
28:25Und Nachschub bitte.
28:27Erst wenn Sie mir sagen, wie Sie das gemacht haben.
28:30Das war ganz einfach.
28:31Ich habe den leeren Teller genommen, bin aufgestanden, ein paar Schritte nach links und plötzlich wie durch Zauberhand stand ich
28:38hier.
28:39Sie wissen genau, was ich meine.
28:42Wie haben Sie es geschafft, dass Sie sich mit Ihrem Vater seit heute Morgen so gut verstehen?
28:47War gar nicht so schwer.
28:49Wir haben über die Vergangenheit geredet, über die Gegenwart und haben die Zukunft fein säuberlich ausgespart.
28:56Und ich hatte gehofft, Sie würden die Gelegenheit benutzen und vor allem über die Zukunft mit Ihrem Vater zu reden.
29:04Leicht gesagt.
29:07Mein Vater will immer noch, dass ich hierbleibe und die Firma übernehme.
29:10Und? Was ist daran so schlimm?
29:12Ich bin längst in Südafrika zu Hause.
29:14Und außerdem habe ich...
29:15Wollen Sie sich nichts vorschreiben lassen?
29:17Das ist das eigentliche Problem.
29:20Umso wichtiger ist es, dass Sie miteinander reden.
29:25Erinnern Sie sich noch an die Sechs in der Mathearbeit?
29:30Der neunten Klasse.
29:32Ich habe mich fast nicht nach Hause getraut.
29:34Aber ich brauchte Vaters Unterschrift, weil sonst wäre am nächsten Tag der Klassenlehrer hier aufgekreuzt.
29:38Und? Wie hat Ihr Vater reagiert?
29:40Er hat nicht einmal gebrüllt.
29:43Er hat nur gesagt, dass ich selbst wissen müsste, was für mich wichtig ist und dass ich ihn enttäuscht habe.
29:50Eine Trasch Prügel wäre mir lieber gewesen.
29:53Er sitzt im Garten.
29:59Kuchen!
30:01Und dann gehe ich.
30:11Frau Mertens, haben Sie die Glückwunschkarten vernichtet?
30:14Ja, also ich meine, so gut wie.
30:18Na, haben Sie?
30:20Ich wollte wirklich, aber ich bin noch nicht dazu gekommen.
30:24Na, wenigstens auf Ihre Trägheit ist Verlass.
30:26Ich werde mich jetzt sofort und gleich drum kümmern.
30:29Nein, Sie werden mir jetzt eine komplette Adressliste sämtlicher Gratulanten machen.
30:33Adressen?
30:34Ja, aber wo soll ich die denn herkriegen?
30:35Die stehen nur auf den Karten.
30:38Ja, dann morgen früh ist die Liste auf Ihrem Tisch.
30:41Heute Abend.
30:42Heute Abend?
30:43Und was mache ich dann mit den Karten?
30:45Schreddern.
30:51Christa, störe ich?
30:52Nein, nein.
30:53Jetzt, wo Julia arbeitet, habe ich eher zu viel als zu wenig Ruhe.
30:58Ich habe auch den Eindruck, dass du dich hier ein wenig vergräbst.
31:01Ach, ich versuche nur, mich von Südafrika zu erholen.
31:05Na, du sahst auch ganz schön mitgenommen aus.
31:07Na, danke.
31:09Komplimente machen war ja schon immer deine Stärke, Tobias Becker.
31:13Aber du hast ja recht.
31:14Diese langen Flüge stecke ich einfach nicht mehr so gut weg wie früher.
31:18Sag mal, was hältst du davon, wenn wir zusammen essen?
31:22Lili hat den Salat gegessen.
31:23Zusammen mit ihrem Freund.
31:27Dafür habe ich hier einen schönen Zander.
31:29Der reicht locker für zwei.
31:34Den einzigen Fisch, den ich kann, ist der aus der Tiefkültruhe.
31:37Ich zeige dir, wie es geht.
31:38Tobias, du weißt, dass ich mit Küchen auf Kriegsfuß stehe.
31:42Da hat sich wenigstens daran nichts geändert.
31:44Komm, lass uns rausgehen und den Grill anwerfen.
31:50Vielleicht hätte ich nicht so abweisend zu Daniel sein sollen.
31:54Immerhin ist er mir hinterhergegangen.
31:56Und als er mich ansah, war wieder dieser Ausdruck in seinem Blick, den ich aus Südafrika kannte.
32:03Aber dann fing er mit seiner Familie an, mit seiner Mutter, die mich hasst.
32:06Und das sieht er einfach nicht.
32:09Vielleicht war ich trotzdem zu abweisend.
32:12Immerhin lag auch seine Muschelhälfte im Baum.
32:15Wenn er doch etwas für mich empfindet, warum geht er da nicht einen kleinen Schritt weiter?
32:19Warum bekennt er sich nicht zu seinen Gefühlen?
32:22Wenigstens vor mir.
32:24Ausgerechnet beim Angeln versöhnen sich die beiden.
32:27Werner hasst angeln.
32:31Bitte?
32:32Hörst du mir überhaupt zu?
32:34Ja, natürlich.
32:35Werner hasst angeln.
32:39Und Werner entdeckt seine Zuneigung zu Frederik.
32:42Mutter, Frederik ist sein Sohn.
32:47Ich kann mir gut vorstellen, dass du ihn nicht auf dem Chefsessel haben willst, aber...
32:50Daniel, wach auf.
32:52Hier geht es nicht um eine rührselige Vater-Sohn-Vereinigung.
32:55Hier geht es um deine Zukunft.
32:57Aber Frederik hat doch klipp und klar gesagt, dass er nicht die Absicht hat, hier zu bleiben.
33:01Und wenn er seine Meinung ändert?
33:03Wir müssen vorbereitet sein.
33:06Es gibt keinen Grund, irgendwas zu unternehmen.
33:09Was hast du denn?
33:11Bedrückt dich irgendwas?
33:13Nein, es ist nichts.
33:15Wie ich dich kenne, hast du dir schon längst was ausgedacht.
33:18Patrizia kommt gleich in meinen Büro rum, ich will nicht alles zweimal sagen.
33:21Aber es wird dir heute ein bisschen länger dauern.
33:26Und jetzt ab damit auf den Grill.
33:29Das war die sinnvollste Anweisung, die du mir bisher gegeben hast.
33:33Tobias, ich hab dir gesagt, dass ich nicht kochen kann.
33:36Ja, und ihr?
33:37Was esst ihr denn immer so?
33:38Brot und Nudeln.
33:40Die kann ich wirklich gut.
33:41Wie aufregend.
33:42Und so abwechslungsreich, ne?
33:44Ja, manchmal mach ich auch einen sehr, sehr schönen Salat.
33:47Bei uns gibt's auch viel zu oft Tiefkühlpizza oder Dosensuppen.
33:52Einsicht ist der erste Weg zur Besserung.
33:58Früher hat Inge immer gekocht.
34:01Jeden Mittag für mich und die Kinder.
34:06Ja, und du?
34:07Hattest du auch mal jemanden, der für dich gekocht hat?
34:10Ja, wobei die Betonung auf mal liegt.
34:14Mal hier, mal da.
34:15Du warst nie verheiratet?
34:17Wundert dich das?
34:19Ja, du bist der Julian, ne?
34:22Ja, und du, Nico und Lili.
34:24So.
34:27Wir beide haben jetzt einen Fisch auf dem Grill.
34:56Verdammt, ich hab meine Badehose vergessen.
34:58Geh doch ohne oder in deiner Boxerscheid.
35:02Nee.
35:03Ach, sieh doch sowieso nur ich.
35:05Das ist halt so wild.
35:06Ich warte am Ufer auf dich.
35:08Ach, nö.
35:09Ohne dich geh ich auch nicht ins Wasser.
35:12Ja, dann machen wir es uns halt einfach gemütlich.
35:15Hier?
35:16Ja, ist doch total schön hier.
35:23Wenn du einen Wunsch frei hättest, was würdest du dir wünschen?
35:26Bist du immer noch bei dem Wunschbaum?
35:28Ja, nur mal angenommen.
35:38Als erstes würde ich mir wünschen, dass du...
35:43Ich?
35:44Du.
35:45Dass du mir sagst, was du dir wünschst.
35:49Ja, so gut.
35:51Und ich würde mir wünschen, dass...
35:55Jetzt sag schon.
35:59Fange ich halt doch an.
36:01Also, ich wünsche mir,
36:05dass Christa und Julia noch ganz lange bei uns bleiben.
36:08Dass ich eine perfekte Porzellanmalerin werde.
36:11Und dass mein Leben in Zukunft ein bisschen aufregender wird als jetzt.
36:16Aber das sind ja ganz viele Wünsche.
36:17Na und?
36:19Außerdem wünsche ich mir,
36:21dass mir noch ganz viele andere Wünsche erfüllt werden.
36:23Das gilt nicht.
36:24Fang nicht schon wieder an, mich zu belehren.
36:27Entschuldigung.
36:29Hättest du deine Badehose nicht vergessen,
36:31müssten wir hier nicht rumsitzen
36:32und uns über blöde Wünsche unterhalten.
36:40Hm.
36:51Was ist denn jetzt, Mutter?
36:54Ja, wir nehmen dieses hier.
36:57Und wofür soll das sein?
36:59Mutter will sich bei Großvaters Gratulanten bedanken.
37:03Aha.
37:03Und ich dachte,
37:04du hast dir sonst was ausgedacht.
37:06Du hast also nichts dagegen?
37:07Nein, warum?
37:08Ich muss jetzt los, ich hab noch zu tun.
37:10Mutter will das Schreiben nur in Großvaters und deinem Namen verfassen.
37:15Wie bitte?
37:16Ja, du bist der Junior-Chef.
37:19Unsere Geschäftspartner kennen dich seit Jahren.
37:22Warum sollten wir sie also mit einem Dankeschreiben von Frederic verwirren?
37:25Also Großvater weiß gar nichts von diesem Dankeschreiben.
37:28Und was soll da drin stehen?
37:30Genau darüber wollte ich mit dir sprechen.
37:33Braucht ihr mich dazu?
37:34Du machst bitte das Layout.
37:36Und hast du den Entwurf fertig?
37:38Sagen wir,
37:39einer Stunde?
37:40Heute noch?
37:41Ja, natürlich.
37:42Die Karten müssen heute noch raus.
37:49Also gut.
37:52Was möchtest du unseren Geschäftsfreunden hinter Großvaters Rücken schreiben?
37:56Lass uns darüber lieber in Ruhe reden.
37:57Ich hab uns heute einen Tisch im Lanzino reservieren lassen.
38:01Ich kann ihn nicht weg.
38:02Warum nicht?
38:04Also gut.
38:05Eine Stunde, nicht länger.
38:07Länger wird's nicht dauern.
38:19Wenn das Eva wüsste.
38:22Im Grunde ist es nur Wasser.
38:25Außerdem weiß Eva alles über mich.
38:28Fürchte ich.
38:29Nimm dir auch einen.
38:38Danke, mein Sohn.
38:41Für den herrlichen Tag.
38:44Ich danke dir, Vater.
38:51Ich hätte nie gedacht, dass wir uns je wieder vertragen.
38:58Ich ehrlich gesagt auch nicht.
39:00Ja, schließlich wollte jeder seine Wette gewinnen.
39:03Haben wir es tun, nichts vermieden darüber zu sprechen, wie es weitergehen soll.
39:07Vater, ich...
39:07Walter, du musst wissen, Frederik.
39:11Ich will dich zu nichts überreden und schon gar nicht zu irgendetwas zwingen.
39:17Ich wünsche mir nichts so sehr, als dass du zurückkommst und die Firma übernimmst.
39:23Ich weiß, aber...
39:24Ich sehe auch, was die Lodge für dich bedeutet.
39:30Das ist dein Leben.
39:32Ich muss das akzeptieren.
39:36Ich werde das akzeptieren.
39:40Ich will dich nicht auch noch verlieren.
39:46Vater.
39:48Aber eine Bedingung habe ich noch.
39:51Dass du nicht erst wieder zwei Jahre verstreichen lässt, um nach Hause zu kommen.
39:55Versprochen.
39:57Und dann holen wir einen richtig großen Fisch aus dem See.
40:04Wäre es nicht besser, wenn du mir das Golfspielen beibringst?
40:07Angenommen.
40:08Aber was hältst du davon, wenn du nach Südafrika kommst und ich bring es dir dort bei?
40:22Zwanzig.
40:23Die trinken ganz schön was weg.
40:24Wie lange machen wir denn heute noch?
40:26Keine Sorge, für die Nachtschicht ist gesorgt.
40:28Die kommen auch ohne uns klar.
40:30Ich bring die mal eben weg, ja?
40:32In Lanzino haben sie seit neuestem Fettuccine an der Champagne.
40:36Mh, köstlich.
40:38Mhm.
40:39Mutter, ich habe noch was Wichtiges vergessen.
40:41Ich komme gleich nach.
40:42Mhm.
40:43Mhm.
40:53Es ist mir egal, was du von meiner Familie hältst.
40:56Und was sie von dir halten.
40:58Ich weiß, dass wir beide zusammengehören.
41:00Wie die zwei Muschelhälften.
41:04Wir haben uns in Südafrika gefunden.
41:07Und uns gewünscht, dass diese wundervolle Zeit nicht einfach so vorbeigeht.
41:10Deswegen
41:11haben wir unsere Muschelhälften in den Baum gelegt.
41:15Unser Wunsch ist in Erfüllung gegangen.
41:17Bitte lass uns diese Chance nutzen.
41:21Ich...
41:23Ich liebe dich, Juni.
41:24Ja, ich...
41:27Ich liebe dich mehr, als ich jemals einen Menschen geliebt habe.
41:32Daniel?
41:34Ich muss dir was Wichtiges sagen.
41:36Ich dachte immer, die Leute von meiner Arbeit interessieren dich nicht.
41:38Und ich habe befürchtet, du würdest das als Einmischung empfinden.
41:44Was soll das, Mutter?
41:46In weiteren Kontakt wenden Sie sich bitte an den neuen Geschäftsführer, Herrn Daniel Grafenberg.
41:50Irgendwie habe ich das Gefühl, als hätte ein völlig neues Leben angefangen.
41:53Hat es auch.
41:55Ich habe einecie.
41:58Ich bin immer dran.
41:58Es brav� GODFORM著 Wort, der manager, der kohle ist dvertânt ihr.
41:59Mein Leben ist eine fertbooksdauer, Frau FAS.
41:59Ich bin ja selbst erstes.
41:59Leben ist mir sicher sagt, dass Kind des needalles geht,
41:59die Natur es auch jer homme dieser Wilder haben gegenseت
41:59Untertitelung des ZDF, 2020
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