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  • vor 7 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Diebstahl, Zechprellerei, Mietschulden, die Liste ist lang.
00:05Kann es sein, dass Sie finanzielle Probleme haben?
00:10Ja, wir haben finanzielle Probleme.
00:13Aber deswegen habe ich Ihnen trotzdem die Wahrheit gesagt.
00:17Sehen Sie, Frau Schillig, die von Ihnen Beschuldigten haben einen guten Läumund.
00:22Es liegt nichts gegen diese Personen vor und Sie, Sie haben keine Beweise.
00:25Aber was soll ich denn noch tun?
00:27Ich habe niemanden verleumdet.
00:29Ich habe die Wahrheit gesagt.
00:31Wenn man Geld braucht, dann macht man manchmal große Dummheiten.
00:35Das habe ich oft erlebt in meinem Job.
00:38Und wenn ich Ihnen einen Rat geben darf, ziehen Sie die Anzeige zurück.
00:43Ich bin mir sicher, dass Annabelle Gravenberg andernfalls juristische Schritte gegen Sie einleiten wird.
00:49Juristische Schritte?
00:50Gegen uns.
00:51Ja.
00:52Und bei Ihrer Vorgeschichte kann das sehr unschön für Sie ausgehen.
00:57Glauben Sie mir.
01:10Ich bin mir sicher, dass Sie die Anzeige zurückkehren müssen.
01:17Ich bin mir sicher, dass Sie die Anzeige zurückkehren können.
01:22Ich bin mir sicher, dass Sie die Anzeige zurückkehren können.
01:39Glauben Sie wirklich, ich habe mir das alles nur ausgedacht?
01:42Aber darum geht es nicht.
01:43Frau Schilling, hier steht Aussage gegen Aussage.
01:46Und dem Gericht fällt es leichter, jemandem wie Jörg Schwarz oder Annabelle Grafenberg zu glauben.
01:50Leichter als Ihnen mit ihrem, ja, sagen wir mal, chaotischen Lebenslauf.
01:54Sie glauben tatsächlich, ich mache das alles nur, um den Grafenbergs zu schaden, um so an ihr Geld zu kommen?
01:59Mich würde schon interessieren, was Sie sich eigentlich von dieser Anzeige versprochen haben.
02:03Jörg Schwarz hat mich bedroht. Und Daniel Grafenberg, warum sollte ich ihn denn sonst anzeigen?
02:08Motive gibt es so viele. Rache, Publicity und nicht zuletzt das Geld.
02:15Julia, bitte, sei vernünftig. Hör auf, die Kommissarin.
02:20Vielen Dank für deine Unterstützung.
02:22Ihre Mutter hat recht. Ziehen Sie die Anzeige zurück.
02:26Ich weiß nicht, was du meinst.
02:27Mama, du weißt doch, wozu Jörg fähig ist. Bitte sag es ihr.
02:35Ich weiß nicht, was du meinst.
02:40Ja, was meinen Sie denn, Frau Schilling?
02:44Nichts. Vergessen Sie es.
02:58Bitte, das ist nervtötend.
03:03Wenn das an die Öffentlichkeit kommt,
03:06was das für Folgen haben kann.
03:08Annabelle Grafenberg,
03:09wegen Erpressung angezeigt.
03:12Julia hat nicht Mutter angezeigt,
03:14sondern Jörg.
03:15Als ob das einen Unterschied macht.
03:17Sie hat behauptet,
03:18ich hätte ihn beauftragt.
03:20Mich will sie treffen.
03:22Mich und die Familie.
03:24Wenn wir in der Klatschpresse auftauchen,
03:27ist unser Ruf ruiniert.
03:28Und auch das Image von Falkenthal-Porzellan.
03:31Die Vorwürfe sind völlig haltlos.
03:33Das wird sich von selbst erledigen.
03:35Das ist mir wirklich unangenehm.
03:37Gerade jetzt, wo
03:38Marie bei uns ist,
03:40muss sie diese lächerliche Affäre mitbekommen.
03:43Wenn jemand Verständnis dafür hat,
03:45dann Marie.
03:46Ich kann mich noch gut daran entsingen,
03:48wie die Klatschpresse hinter ihr her war.
03:50Ja, die Ärmste.
04:00Ja, Grafenberg.
04:02Guten Abend.
04:05Aha.
04:07Ja, ich verstehe.
04:11Ja.
04:12Guten Abend.
04:15Ja, und?
04:22Die Anzeige ist zurückgezogen worden.
04:25Wie schön,
04:26dass man sich auf die Polizei verlassen kann.
04:29Julia, bitte hör auf,
04:30mich so anzusehen.
04:31Ich bin dir nicht in den Rücken gefallen.
04:33Ich hab nur gesagt,
04:34dass du vernünftig sein sollst.
04:36Warum bist du nicht über deinen Schatten gesprungen
04:38und hast die Sache mit dem Touristen erzählt?
04:41Als ob es dir geholfen hätte,
04:43wenn ich mich selbst in Gefahr bringe.
04:44Das hätte es, Mama.
04:47Jörg hat die Leiche verschwinden lassen
04:48und uns damit erpresst.
04:49Das ist der einzige Beweis,
04:51dass er Dreck am Stecken hat.
04:52Soll ich ins Gefängnis,
04:53damit du Jörg dran kriegst?
04:55Mama, dir wäre überhaupt nichts passiert.
04:56Es war notwehr.
04:57Ja.
05:00Herein.
05:03Sag mal,
05:03was wollte denn die Polizei gerade hier?
05:06Lägen wir das unbedingt wissen?
05:07Ich will das wissen,
05:09du etwa nicht?
05:10Die Sache hat sich erledigt,
05:12das ist nichts.
05:13Wie jetzt?
05:16Die Kommissarin hat mir nicht geglaubt.
05:18Ich hab die Anzeige zurückgezogen.
05:20Warum?
05:21Warum?
05:21Weil mir sonst
05:22eine Verleumdungsklage gedroht hätte.
05:25Willst du jetzt einfach aufgeben?
05:26Lilly, was soll ich denn machen,
05:28wenn mir nicht mal die Polizei glaubt?
05:29Vielleicht ist es für alle das Beste.
05:32Wie meinst du das jetzt?
05:35Julia, es ist einfach unglaubwürdig,
05:37dass Annabelle Gravenberg
05:38ihren Sohn in Gefahr bringt.
05:40Tobias hat recht.
05:41Ich bin erleichtert,
05:43dass es vorbei ist.
05:44Es ist besser so.
05:47Was ist besser so?
05:49Dass ich Daniel verloren hab?
05:59Ein Bier, bitte.
06:01Kommt sofort.
06:04Falkental ist wirklich
06:05ein schönes Städtchen.
06:06So idyllisch.
06:07Und grün.
06:10Ursprünglich hatte ich ja nur
06:11einen Kurzbesuch vor,
06:12aber jetzt
06:14freue ich mich,
06:14dass ich
06:15länger bleiben kann.
06:17Na dann,
06:18Prost.
06:19Danke.
06:21Stimmt so.
06:24Danke?
06:25Sagen Sie,
06:26kennen wir uns?
06:28Sie kommen mir irgendwie bekannt vor.
06:30Trinken Sie ein Bier mit mir?
06:31Tut mir leid,
06:32ich trinke nicht im Dienst.
06:34Vorbild,
06:34ich auch nicht.
06:38In meinem Job
06:39brauche ich einen klaren Kopf.
06:42Was arbeiten Sie denn?
06:44Wie soll man das nennen?
06:46Ich bin
06:48Dirigent.
06:50Ich dirigiere die Leute
06:51dahin, wo ich sie haben will.
06:54Ist ja interessant.
06:54Sie dirigieren also
06:55Leute?
06:57Ja.
06:58Am liebsten in die Sackgasse.
07:05Ich kann es wieder zu bringen,
07:07Ihren besten Freund zu verraten.
07:09Das ist nicht besonders schwer,
07:10nach meiner Erfahrung.
07:12Ich könnte Sie dazu bringen,
07:15das Gegenteil von dem zu tun,
07:17was Sie tun wollen.
07:20Ja, sicher.
07:23Sie sind Jörg Schwarz.
07:26Sie haben schon von mir gehört.
07:29Ja, und das hat mir nicht gefallen,
07:31was mir Julia über Sie erzählt hat.
07:33Trinken Sie Ihr Bier woanders.
07:35Bei mir haben Sie ab heute Hausverbot.
07:38Damit kann ich gut leben.
07:39Ja.
07:40Der Laden hier ist ja
07:41eher was für Verlierer.
07:45Schönen Gruß an Julia.
07:47Ja.
08:10Lass mich los, du tust mir weh.
08:11Dir wird noch viel mehr weh tun und es hören mir gut so.
08:15Noch bevor jetzt Falkenthal verschwindet, deine Mutter und du, trennst du dich von Daniel.
08:19Sonst wird ihm etwas zustoßen.
08:23Der einzige Ort, wo ich euch gemeinsam hinlasse, ist ein Grab.
08:27Wir können leben, wie wir wollen, Julia.
08:29Nein, das können wir nicht.
08:33Das macht doch alles keinen Sinn.
08:36Was?
08:38Was macht keinen Sinn?
08:40Ich liebe dich nicht.
08:42Nicht mehr.
08:44Wenn ich eins in meinem Leben gelernt habe, dann das nichts vorhersehbar ist.
08:58Und wenn ich zurückdenke an die schönen Augenblicke mit Daniel,
09:02dann kommt es mir vor, als wäre es in einem anderen Leben, einer anderen Welt gewesen.
09:07War das alles nur ein schöner Traum?
09:10Wie ist es möglich, den Menschen, den man am meisten liebt, dadurch zu verlieren, dass man versucht hat, ihn zu
09:16beschützen?
09:24Was bin ich froh, dass diese Angelegenheit erledigt ist?
09:27Ich möchte deine Freude ja nicht trüben, Werner.
09:30Aber wir sollten damit rechnen, dass diese Person andere Wege suchen wird, um uns zu schaden.
09:36Woran denkst du dabei?
09:38Ja, sie könnte sich zum Beispiel direkt an die Presse wenden.
09:42Warum sollte sie das tun?
09:45Aus Rache, Geldgier.
09:47Soweit ich weiß, zahlt die Klatschpresse nicht schlecht für solche Sensationsnachrichten.
09:53Siehst du eine andere Möglichkeit, wie man dagegen vorgehen kann?
09:57Wir könnten mit einer Verleumdungsklage gegensteuern.
10:00Davon würde ich euch abraten.
10:02Damit erreicht ihr in der Öffentlichkeit nur das Gegenteil.
10:08Ach, Marie, es tut mir unendlich leid, dass du das alles mitbekommen musst.
10:12Ist mir peinlich. Das muss es nicht.
10:14Wenn ich daran denke, was die Leute über mich alles geschrieben haben...
10:18Ich begreife einfach nicht, wie ich uns in so eine Situation bringen konnte.
10:21Ich muss absolut blind gewesen sein.
10:23Schon gut, Daniel.
10:26Wir streichen diese Person einfach aus unserem Gedächtnis.
10:30Und werden ihren Namen nie wieder aussprechen.
10:34Jeder Mensch hat das Recht, einen Fehler zu machen.
10:37Auch ein Daniel Gravenberg.
10:48Können wir uns aus dem Bewusstsein verletzen,
10:51auf der Wherever geschehen,
10:53wo wir es sein,
10:54und wir gehen.
11:04Was immer weniger glatt.
11:08Natürlich.
11:12Du kennst das.
11:12Abs Tenemos uns auch.
11:15Was ist es für kein Andy,
11:16Den Weißer zu bewegen,
11:17wenn ihr euch weitergeholt und ihreckelter is,
11:28Musik
11:53Guten Morgen, Langschläferin. Ich habe Pfannkuchen gemacht.
11:58Ich habe keinen Hunger.
12:00Aber du musst etwas essen.
12:03Bist du mir immer noch böse?
12:05Ich habe jedenfalls über Nacht nicht vergessen, dass du mir in den Rücken gefallen bist.
12:09Die Kommissarin hätte mir genauso wenig geglaubt wie dir.
12:12Das kannst du überhaupt nicht wissen, weil du es gar nicht versucht hast.
12:16Hast du vergessen, was Jörg gesagt hat?
12:18Nichts. Kein Mensch kann ihm nachweisen, dass er Hermann weggeschafft hat.
12:24Er hat es aber getan. Und das hättest du der Kommissarin auch sagen müssen.
12:28Aber wir haben keine Beweise. Das hätte alles nur noch schlimmer gemacht.
12:33Noch schlimmer kann es gar nicht kommen.
12:36Nein. Wahrscheinlich nicht.
12:40Das Beste wäre, wenn wir nach vorne schauen und die Vergangenheit einfach hinter uns lassen.
12:47Ja, genau. So hast du es doch immer gemacht.
12:50Nein, nicht so wie immer.
12:53Ich werde nie wieder weglaufen.
13:00Und für dich geht das Leben auch weiter.
13:06Leben ohne Daniel.
13:09Ja.
13:11Wahrscheinlich ohne Daniel.
13:13Aber es geht trotzdem weiter.
13:20Gib mir noch ein bisschen Zeit, Mama.
13:23Dann fangen wir nochmal neu an.
13:25Okay.
13:27Gut.
13:30Wollen wir mit dem Pfannkuchen anfangen?
13:40Ich habe hier das Angebot eines bulgarischen Kaolinwerks vorliegen.
13:44Es ist wesentlich günstiger als unser jetziger Lieferant.
13:47Ich möchte gerne um elf Uhr mit meinem Neffen darüber reden.
13:49Und fände es gut, wenn Sie auch dabei sind, Herr Schmidt.
13:51Ja? Okay, dann bis später.
13:52Herein.
13:54Guten Morgen, Jörg.
13:55Guten Morgen, Herr Grafenberg.
13:58Gibt es Schwierigkeiten? Sie sehen so ernst aus.
14:01Nein, keine Schwierigkeiten.
14:03Danke.
14:05Jedenfalls keine neuen.
14:07Und was waren die alten Schwierigkeiten?
14:10Die Anzeige von Frau Schilling ging mich.
14:13Ah, die hat Sie doch zurückgenommen.
14:14Es ist mir schrecklich unangenehm, Herr Grafenberg, dass Ihre Familie da mit reingezogen wurde.
14:19Können Sie doch nichts dafür.
14:20Ich hoffe sehr, dass Sie sich nicht von diesen Lügen beeinflussen lassen.
14:23Ich arbeite gerne für Ihre Firma und Ihre Familie.
14:27Wenn meine Schwägerin jemanden beauftragt hätte, um mich aus dem Weg zu räumen, das hätte ich ja geglaubt.
14:32Aber Ihren heißgeliebten Sohn?
14:34Das ist wirklich absurd.
14:35Nein, Jörg, machen Sie sich keine Sorgen.
14:38Niemand hält Sie für schuldig.
14:39Danke.
14:41Da bin ich erleichtert.
14:43Es ist natürlich sehr seltsam.
14:46Was denkt sich Frau Schilling dabei?
14:48Und wie kommt es, dass gerade Sie Ihr erklärter Sündenbock sind?
14:52Aus Rache nehme ich an.
14:54Ich habe Ihrem Neffen Daniel ein paar unschöne Wahrheiten über Julia verraten.
14:59Tatsächlich?
15:01Sagen Sie bitte Ihrer Familie, dass es mir leid tut.
15:06Werde ich ausrichten.
15:07Danke, Jörg.
15:08Ich bedanke mich.
15:11Wiedersehen.
15:22Tobias, du hast immer was zu tun.
15:24Ich erwische dich nie beim Nichtstun.
15:26Hast du trotzdem kurz Zeit für mich?
15:28Bist du deshalb gekommen, um mich beim Nichtstun zu erwischen?
15:32Nein, nein, natürlich nicht.
15:34Es ist nur wegen gestern Abend die Sache mit der Polizei.
15:39Ich hatte noch nie die Polizei im Haus.
15:41Sie sind ja nicht wegen dir gekommen.
15:45Jetzt mal ganz ehrlich, Christa.
15:47Was ist denn an Julia gefahren?
15:49Sie kann doch nicht einfach hingehen und die Gravenbergs anzeigen.
15:53Das hat sie doch nicht.
15:54Sie hat Jörg angezeigt.
15:56Ja, und gleichzeitig behauptet, der ließ sie sich von Annabelle Gravenberg bezahlen.
16:00Jörg verfolgt sie bis auf die Arbeit und belästigt sie.
16:03Das habe ich selbst miterlebt.
16:05Ja, und warum hat euch die Polizei nicht geglaubt?
16:07Weil wir keine Beweise haben.
16:10Es tut mir leid, Christa.
16:11Die ganze Sache ist wirklich sehr unangenehm.
16:13Wir leben hier in einer Kleinstadt und solche Sachen sprechen sich rum.
16:17Willst du, dass wir gehen?
16:20Nein, so war das doch auch nicht gemeint.
16:22Aber du schämst dich für uns.
16:25Christa, ich arbeite schon sehr lange bei den Gravenbergs und ich kenne sie sehr gut.
16:30Aber das, was sich Julia da zusammengesponnen hat, das kann ich einfach nicht glauben und ich will es auch nicht.
16:35Julia ist keine Lügnerin.
16:36Sie dreht fast durch vor Liebeskummer.
16:41Vielleicht ist das ja der Grund für ihr Verhalten.
16:45Damals, als du mich verlassen hast, da sind mir auch die verrücktesten Gedanken durch den Kopf gegangen.
16:52Ich hoffe sehr, dass Julia sich wieder fängt und nicht mehr solchen Unsinn rumerzählt.
17:06Wie konnte ich nur so naiv sein und erwarten, dass mir geglaubt wird, nur weil ich die Wahrheit sage?
17:13Was nutzt einem das Wissen um die Wahrheit, wenn niemand bereit ist, sie zu glauben?
17:18Dein Name Gravenberg, der Ruf und das Geld dieser Familie haben mehr Gewicht als jede Wahrheit.
17:24Wie konnte ich hoffen, dagegen eine Chance zu haben?
17:28Das war der letzte Schritt, den ich gehen konnte.
17:31Und jetzt muss ich mich endgültig damit abfinden, dass Daniel mir niemals glauben wird.
17:41Und wie findest du es jetzt?
17:43Die Reisschale ist jetzt richtig schön, aber der Sushi-Teller ist noch zu kantig.
17:49Ich kriege es einfach nicht hin.
17:51Wie sieht es bei dir aus?
17:53Hier.
17:54Das helle Gelb wirkt als Komplementärfarbe zu dem Ultramarinenblau, was Saito haben will.
18:00Ich verstehe, was du meinst.
18:02Gib doch noch einen Tick Grün dazu.
18:03Grün? Bist du sicher?
18:04Ja, versuch es einfach.
18:07Oh Mann, das ist so nervig, dass die Chefin jetzt im Urlaub ist.
18:10Wir sind bloß Azubis, wir können das nicht können.
18:13Wir kriegen das schon hin.
18:14Vielleicht brauchen wir einen Versuch mehr, aber das geht schon.
18:17Morgen.
18:18Na, sind die ersten Versuche schon fertig?
18:20Wir arbeiten dran.
18:22Zeig mal hier.
18:24Das sieht doch super aus.
18:27Was meint ihr?
18:28Es wäre schon besser, wenn ihre Nichte da wäre.
18:31Die hat einfach mehr Erfahrung.
18:32Ich weiß, das ist eine harte Woche für euch.
18:35Aber es können hier nicht alle Räder auf einmal stillstehen, nur weil die Chefdesignerin in Urlaub ist.
18:40Wenn Patricia nächste Woche kommt, dann kriegt das den letzten Schliff.
18:45Ihr macht das klasse.
18:47Ah, Illy, was ist eigentlich mit Nikolos?
18:50Ich habe ihn in der Villa gar nicht gesehen.
18:53Der lässt sich entschuldigen, er ist krank.
18:56Nichts Ernstes.
18:57Nur eine Erkältung.
18:59Gute Besserung.
19:00Sag ich.
19:02Ähm, Herr Grafenberg?
19:04Ja?
19:05Koya, du brauchst doch...
19:06Ich brauche gar nichts.
19:07Das hat sich schon erledigt.
19:10Genügsame Mitarbeiter sind mir die Liebsten.
19:15Koya, wieso sagst du denn nichts wegen der Klassenfahrt?
19:18Du brauchst doch seine Unterschrift dafür.
19:20Ich habe keinen Bock darauf.
19:22Du spinnst ja echt.
19:24Eine Woche Mailand, das kannst du dir doch nicht einfach so entgehen lassen.
19:28Ich kann doch hier nicht weg.
19:30Wir müssen das Tor zum asiatischen Markt öffnen.
19:43Das ist aber kein gesundes Frühstück.
19:45Hm, reine Nervenhau.
19:47Ist noch welche am Kühlschrank, wenn du magst.
19:49Nee, danke.
19:49Ich hatte schon Pfannkuchen.
19:50Vielleicht später.
19:51Ich fürchte, ich brauche heute eine Menge Nerven.
19:54Hm, da könntest du recht haben.
19:56Deine Anzeige gegen Jörg Schwarz hat sich schnell rumgesprochen.
19:58Und alle halten mich für eine Lügnerin, stimmt's?
20:00Ich habe ein richtig schlechtes Gewissen.
20:02Ich hätte ja nicht raten sollen, zur Polizei zu gehen.
20:04Lass nur, Jan.
20:07Das war ja meine eigene Entscheidung.
20:10Was diesen Typen angeht, das war völlig richtig.
20:12Aber die Grafenbergs, man kann es den Leuten wirklich nicht verdenken,
20:15dass sie dir nicht glauben.
20:16Ich weiß, dass sie Jörg beauftragt hat, Daniel und mich auseinanderzubringen.
20:21Aber ob sie eine Ahnung davon hatte, wie er es angestellt hat...
20:23Wohl kaum.
20:26Ich habe Angst, dass sie gar nicht weiß, wie gefährlich Jörg wirklich ist.
20:30Und wenn sie es merkt, dann wird es zu spät sein.
20:32Ich traue dem Typen mittlerweile alles zu.
20:34So wie der sich letzte Nacht hier aufgeführt hat.
20:37Hat er dich etwa auch bedroht?
20:39Er hat nur den selbstgefälligen Großkotz raushängen lassen.
20:42Jetzt hat er Hausverbot.
20:43Oh, danke, Jan.
20:45Nicht zu danken.
20:46Und merkt ihr, es kommt nicht darauf an, wie oft man auf die Nase fällt,
20:49sondern wie oft man wieder aufsteht.
20:51Wenn ich dich im Moment nicht hätte, werde ich, glaube ich, durchdrehen.
20:54Na, dann beweist mal deine Dankbarkeit und beleg ein paar Brötchen in den Büros gegenüber.
20:58Ist gleich Mittagspause.
20:59Mach ich.
21:15Was machen Sie da?
21:17Ich überprüfe den Sicherheitsstandard der Computer.
21:20In meinem Büro und Absprache?
21:22Es gehört hier zu meiner Arbeit, Frau Grafenberg.
21:25Und mir gehört die Firma.
21:27Ich kann sofort veranlassen, dass Sie hier gefeuert werden,
21:30wenn Sie weiter Ihre Nase in Dinge stecken, die Sie überhaupt nichts angehen.
21:33Das werden Sie nicht, weil mich Ihr Schwager und Vorgesetzter hier eingestellt hat.
21:37Haben Sie eine Ahnung?
21:39Ich muss nur das Wort Industrie-Spionage fallen lassen.
21:42Erst bin ich aber gekränkt.
21:44Wo ich doch genau das verhindern will.
21:46Das glaube ich Ihnen aufs Wort.
21:47Wissen Sie, was Ihre Mitarbeiter machen?
21:49Die nehmen den Namen Ihrer Kinder als Passwort.
21:52Man könnte Ihnen die Firma unter dem Hintern wegklauen, Frau Grafenberg.
21:56Und Sie werden sofort Ihren Hintern von meinem Platz erheben.
22:02Sie haben so eine natürliche Autorität.
22:04Die hätte ich auch gern.
22:07Wie ich höre, haben Sie ja andere Fähigkeiten.
22:10Zum Beispiel sollen Sie Jetski fahren.
22:17Angeblich kann das jeder, der als Kind Dreirad gefahren ist.
22:20Ich weiß aber nicht, ob das stimmt.
22:22Ich habe es noch nie ausprobiert.
22:24Da Sie als Sicherheitschef von Berufs wegen neugierig sind,
22:29darf ich mir eine persönliche Frage erlauben?
22:32Bitte?
22:34Sie haben sehr viel Geld von mir bekommen.
22:37Sie wären auf diesen Job hier nicht angewiesen.
22:41Warum haben Sie ihn trotzdem angenommen?
22:45Ich arbeite gerne.
22:47Ich bin eine treue Seele.
22:50Besonders, was Frauen angeht.
22:52Na, hoffentlich sind Sie da nicht enttäuscht.
22:57Julia Schilling kehrt wieder nach Südafrika zurück.
23:01Soweit ich weiß, hat sie bereits ein Flugticket.
23:05Da habe ich ja einen Grund, mal wieder runterzufliegen.
23:09Den Abschlussbericht meiner Sicherheitsprüfung
23:12haben Sie morgen auf Ihrem Schreibtisch.
23:23Weißt du,
23:25ich glaube, wenn meine Eltern nicht so früh gestorben wären,
23:28wäre es mir nicht so schwer gefallen, das Erbe anzutreten.
23:30Du bist jung, Marie.
23:32Du wirst noch lernen, euer Unternehmen zu führen.
23:35Dir stehen alle Möglichkeiten offen.
23:38Das stimmt.
23:40In der Klinik ist mir erst richtig bewusst geworden,
23:43warum ich krank geworden bin.
23:47Du hast deine Eltern vermisst, nehme ich an.
23:50Es war der Druck,
23:52den ich nach ihrem Tod gespürt habe,
23:54dass ich sie ersetzen muss
23:56und es nicht kann.
23:58Aber
23:59es hat sich doch niemand unter Druck gesetzt.
24:01Doch.
24:02Ich selber.
24:11Es ist nicht gut,
24:14dass ein junger Mensch
24:15ganz auf sich allein gestellt ist.
24:18Nein, das ist es nicht.
24:20Aber Gott sei Dank hatte ich ja euch.
24:21Ohne euch wäre ich bestimmt schon viel früher abgestürzt.
24:25Es ehrt dich, Marie,
24:27dass du das sagst.
24:29Es ist mein Ernst.
24:31Ich wünschte trotzdem,
24:33wir wären aufmerksamer gewesen
24:34und hätten rechtzeitig bemerkt,
24:37wie es um dich steht.
24:38Wenn ich das richtig mitbekommen habe,
24:41hast du deine Herzprobleme
24:43auch ganz gut verheimlicht.
24:56Julia Schilling?
24:59Keine Sorge,
24:59ich will Sie nicht lange aufhalten.
25:01Aber nach dieser peinlichen
25:03Polizeigeschichte
25:04können Sie es sicher kaum erwarten,
25:06das Land zu verlassen.
25:07War es doch nicht vorausschauend,
25:08von mir Ihnen eine Flugdecke zu schenken?
25:11Was genau wollen Sie, Frau Grafenberg?
25:12Ich wollte Ihnen nur eine gute Reise
25:14nach Südafrika wünschen.
25:16Da muss ich Sie enttäuschen,
25:17ich habe die Tickets zerrissen.
25:19Das war vielleicht etwas voreilig.
25:21Ich lasse mich nicht vertreiben,
25:23weder von Ihnen noch von Jörg.
25:25Dann würden Sie also
25:26eine Verleumdungsklage vorziehen?
25:28Eine Verleumdungsklage würde
25:30überhaupt keinen Sinn machen.
25:31Ich habe die Anzeige zurückgezogen.
25:32Na, wenigstens diesmal
25:33haben Sie sich vernünftig behalten.
25:35Dann bleibt mir ja nur noch übrig,
25:37Ihnen alles Gute
25:38für die Zukunft zu wünschen.
25:40Auf Wiederhören.
25:41Warten Sie, Frau Grafenberg.
25:43Egal, wie wir beide zueinander stehen,
25:44Jörg Schwarz ist viel, viel gefährlicher,
25:46als Sie denken.
25:47Er ist nicht loyal.
25:48Er arbeitet nur für sich selbst.
25:49Ich weiß nicht,
25:50wovon Sie sprechen.
25:51Herr Schwarz ist Sicherheitschef
25:53der Manufaktur.
25:54Und damit hat es sich.
25:55Ich weiß, dass Sie das nicht wollten.
25:57Aber er hat Daniel bedroht.
25:58Das ist die Wahrheit.
26:00Auf Wiederhören, Frau Schillen.
26:06Du liest Kontakt anzeigen?
26:08Ist da eine reingesetzt?
26:09Ja, für dich.
26:10Wie?
26:11Das ist nicht witzig.
26:14Ich mache nur Spaß.
26:15Im Ernst.
26:16Gibt es was Neues
26:17von deinem Liebesleben?
26:19Also, ich habe die Hoffnung
26:20noch nicht ganz aufgegeben.
26:21Solange Leli mit Tim,
26:22also solange Leli noch keinen Sex will
26:25mit Tim,
26:26solange ist sie sich auch noch nicht sicher,
26:27ob er wirklich der Richtige ist.
26:28Über solche Sachen redet ihr?
26:31Ja, Leli erzählt mir immer alles.
26:33Obwohl das natürlich nicht so prickelnd ist,
26:34wenn sie von Tim schwärmt.
26:35Aber wenigstens weiß ich dann immer,
26:37was Sache ist.
26:38Ihr habt wirklich
26:39eine außergewöhnliche Beziehung,
26:41ihr zwei.
26:42Ja.
26:43Was würdest du an meiner Stelle machen?
26:44Bei Leli und Tim bleiben
26:45oder nach Mailand fahren?
26:48Mailand.
26:48Die Stadt der Mode.
26:51Aber was spricht dagegen,
26:52das zu machen?
26:54Ja, vielleicht schlafen die beiden
26:55dann miteinander
26:56und ich kriege das gar nicht mit.
26:58Mensch, fahr nach Italien!
27:02Aber dann laufe ich die ganze Zeit
27:03durch Mailand
27:04und denke daran,
27:04was hier passieren könnte.
27:06Vielleicht ist es aber auch
27:07genau umgekehrt
27:08und Leli merkt,
27:09wenn du weg bist,
27:09dass du ihr fehlst.
27:11Meinst du?
27:12Ja, klar.
27:13Was wirklich wichtig ist,
27:14das merkt man doch immer erst,
27:15wenn es weg ist.
27:17Aber was nicht wichtig ist,
27:18das fällt nicht auf,
27:19wenn es weg ist.
27:20Na.
27:21Ich glaube,
27:21ich bleibe lieber hier.
27:24Fahr.
27:26Die hier.
27:28Das Vasenensemble,
27:28die würde ich nehmen.
27:29Sehr schön.
27:30Genau das hätte ich vor.
27:31Ich wollte nur sicher gehen.
27:32War das alles
27:32oder wolltest du sonst noch was
27:33mit mir besprechen?
27:34Nein, das war alles.
27:36Gut.
27:36Ich hoffe,
27:37ich habe dich nicht
27:37von irgendetwas Wichtigem abgehalten.
27:40Nein, hast du nicht.
27:41Übrigens,
27:42gute Arbeit.
27:43Die Serie ist sehr effektvoll.
27:45Danke.
27:46Das höre ich gern.
27:48Daniel,
27:49ich finde,
27:50du hast Ringe unter den Augen.
27:52Hast du schlecht geschlafen?
27:53Nein.
27:55Den Umständen entsprechend
27:56habe ich eigentlich ganz gut geschlafen.
27:58Den Umständen entsprechend?
28:00Na komm schon,
28:01du weißt genau,
28:02was ich meine.
28:03Julia und diese Anzeige.
28:04Das war einfach peinlich
28:06und Großvater hat sich so aufgeregt.
28:09Entschuldige,
28:09das war unsensibel von mir.
28:12Ich bin nur noch wütend auf Julia.
28:15Aber das ist auch ein Fortschritt.
28:18Daniel,
28:19noch eins.
28:22Ich glaube,
28:23ich sollte mich bei dir entschuldigen.
28:26Ich hätte dich vorher fragen sollen,
28:27ob es dir recht ist,
28:29wenn ich Marie mitbringe.
28:30Das brauchst du nicht.
28:31Es ist schön,
28:32dass sie da ist.
28:33Und es geht ihr wirklich gut.
28:35Ja,
28:35es ist schön,
28:36mit anzusehen,
28:36wie sie aufblüht.
28:38Wenn mich jemand sprechen will,
28:39ich arbeite zu Hause weiter.
28:41Ist gut, Mutter.
28:43Apropos zu Hause.
28:44Ich habe Julia
28:45ein Flugticket geschenkt.
28:47Nach Südafrika.
28:49Wann?
28:50Und warum?
28:52Ich dachte,
28:52sie würde nach Hause zurück wollen,
28:54aber sie hat es einfach zerrissen.
28:57Wenn ich geahnt hätte,
28:59dass sie uns mit einer Anzeige kommt,
29:00aber naja,
29:01lassen wir das.
29:03Ich weiß auch nicht,
29:04was sie sich dabei gedacht hat.
29:05Sie soll uns endlich in Ruhe lassen.
29:06Daniel,
29:06ich wollte dich nicht aufregen.
29:08Ich habe dir das nur erzählt,
29:09weil ich befürchte,
29:10dass sie noch weitere Dummheiten plant.
29:13Schon gut, Mutter.
29:14Bis später.
29:15Bis später.
29:21Die Rinder
29:22sind
29:23was?
29:29Die Kinder
29:31sind wohl auf.
29:33Mein Gott,
29:34Heinrich Jakob,
29:34du hast vielleicht eine Sauklaue?
29:38Geh.
29:46Entschuldigen Sie die Störung,
29:48Herr Gravenberg.
29:50Ja,
29:51Sie stören in der Tat.
29:55Ich bin mit Eva hier verabredet.
29:58Wir wollen an unserem Kochbuch schreiben.
30:00Eins mit Zaubersprüchen
30:02und Hexentränken,
30:03Emilian.
30:04Nein,
30:05eins mit internationaler Küche
30:07und Geschichten dazu.
30:08Frau Schilling,
30:09machen Sie,
30:09was Sie wollen,
30:10aber machen Sie es woanders.
30:13Gerne.
30:14Aber ich bin mit Eva verabredet.
30:16Ich werde Frau Landmann ausrichten,
30:18dass Sie hier waren.
30:22Ich werde hier warten.
30:24Nein,
30:24das werden Sie nicht.
30:25Sie sind in diesem Hause
30:26nicht willkommen.
30:28Sieht Eva das auch so?
30:29Verschwinden Sie!
30:30Oder ich werfe Sie
30:31eigenhändig raus
30:33und wagen Sie es ja nicht,
30:35jemals meinen Grund und Boden
30:36wieder zu betreten.
30:44Noch ein Ursaft
30:45und eine Apfelsaftschorle.
30:47Julia,
30:48die Leute am Tisch drei
30:48wollen seit einer halben Stunde zahlen.
30:50Hier.
30:51Ach,
30:51das tut mir leid.
30:52Es ist heute einfach nicht mein Tag.
30:57Daniel.
30:58Wenn du uns noch einmal
30:59die Polizei ins Haus schickst,
31:01Julia,
31:01dann wirst du das bereuen.
31:02Jetzt hör mir doch zu.
31:03Ich will dir doch nicht schaden.
31:04Nein,
31:04du hörst mir zu.
31:06Du hast mir in letzter Zeit
31:07nichts als Schaden zugefügt.
31:09Und wahrscheinlich
31:09gefällt dir das sogar.
31:10Wie kannst du das denn sagen?
31:13Und immer,
31:13wenn ich mich halbwegs
31:14aufgerappelt habe,
31:15hast du erneut zugeschlagen.
31:16Ich bin doch nicht
31:17dein Feind.
31:18Du hättest das Flugticket
31:20von meiner Mutter
31:20annehmen sollen.
31:22Bitte tu mir
31:22und dir den Gefallen
31:23und verschwinde endlich.
31:24und ich.
31:38Julia,
31:39mach Feierabend für heute.
31:40Bruno und ich
31:41schaffen das schon.
31:43Soll ich dich
31:44nach Hause fahren?
31:57Annabelle!
31:59Hallo!
32:01Möchtest du
32:02einen Tee mit mir trinken?
32:03Er ist ganz frisch.
32:05Also,
32:06jetzt muss ich es dir
32:07doch einmal sagen.
32:08Jedes Mal,
32:08wenn ich dich sehe,
32:09denke ich,
32:10wie gut du aussiehst.
32:11Wie das blühende Leben.
32:12Danke.
32:13Das Kompliment
32:14kann ich nur zurückgeben.
32:15Du bist schammernd
32:16wie eh und je.
32:18Nur,
32:19Daniel macht mir
32:20langsam Sorgen.
32:22Ich finde,
32:23man sieht es ihm an,
32:24dass es ihm schlecht geht.
32:25Oder
32:26bilde ich mir das mal ein?
32:28Besonders glücklich
32:29sieht er nicht aus.
32:30Das ist offensichtlich.
32:31Ich würde ihn so gerne
32:33wieder mal lachen sehen,
32:34aber nach dieser Geschichte
32:35mit dieser unsäglichen Person
32:38wirkt er wie erstarrt.
32:39Diese Frau
32:40muss ihm wirklich
32:41viel bedeutet haben.
32:43Sagen wir mal so,
32:43sie war sehr geschickt darin,
32:45seine Schwächen auszunutzen.
32:47Du weißt ja selbst,
32:48Daniel hat manchmal
32:49ein viel zu großes Herz.
32:51Trotzdem glaube ich nicht,
32:52dass er sich so leicht
32:53täuschen lässt.
32:55Diese Person war raffinierter,
32:57als wir uns das alle
32:57vorstellen konnten.
32:59Eben eine professionelle
33:01Betrügerin.
33:03Ich wünschte,
33:04er hätte jemanden,
33:05der ihn auf andere
33:06Gedanken bringt.
33:07Ich als Mutter
33:08komme da wohl eher
33:09nicht in Frage.
33:10Schließlich ist er
33:11kein kleiner Junge mehr.
33:12Und sein angeblich
33:14bester Freund
33:15hat sich auch
33:16mit ihm zerstritten.
33:17Jan?
33:18Das kann ich gar nicht glauben.
33:20Ja, glaub es ruhig.
33:23Jan hat sich
33:24mit seiner Ex
33:25verbündet.
33:26Die hat ihn auch
33:27um den Finger gewickelt.
33:29Ich weiß,
33:30wie es ist,
33:30wenn man plötzlich
33:30ohne Freunde dasteht.
33:32Oder mit den Falschen.
33:33Entschuldige,
33:34ich plappere dich
33:35mit meinen Problemen voll.
33:36Nein,
33:37ich fühle mich
33:38nicht vollgeplappert.
33:40Mein Falke.
33:44Was für eine hübsche
33:45Zeichnung.
33:46Ist die von dir?
33:47Ja.
33:49Kann ich sie haben?
33:51Ja, gerne.
33:52Auch wenn ich sie
33:52nicht so gelungen finde.
33:54Das ist sie.
33:56Du bist immer viel
33:57zu bescheiden.
33:58Das musst du dir
33:58abgewöhnen.
34:07Und wie findest du es jetzt?
34:10Hey.
34:12Jetzt hat der Sushi-Teller
34:13genau die gleiche Linie
34:14wie die Reisschale.
34:16Du bist ein Genie, Kolja.
34:18Danke.
34:19Es ist aber noch
34:20nicht ganz fertig.
34:21Musst du das denn
34:22heute noch fertig machen?
34:23Die Zeichnung, ja.
34:24Also ich brauche noch
34:25circa ein, zwei Stunden.
34:27Also ich bin fertig,
34:28für heute.
34:29Mir flimmern schon
34:29die Farben vor den Augen.
34:32Na, ihr beiden?
34:34Macht ihr mal Feierabend?
34:35Bei mir dauert es
34:36noch ein bisschen.
34:38Und wie ist es bei dir?
34:38Kommst du heute Abend
34:39mit in die WG?
34:40Heute nicht, Tim.
34:42Und warum nicht,
34:43wenn ich fragen darf?
34:45Ich bin total im Stress.
34:46Patricia ist im Urlaub
34:48und ich muss noch
34:48die Entwürfe
34:49für den Saito-Auftrag
34:50fertig kriegen.
34:51Du kleine Streberbund.
34:53Was ist denn los mit dir?
34:56Tut mir leid, Tim.
34:57Ich muss gehen.
34:58Tschüss, Koja.
35:00Sei nicht böse, ja?
35:06Kannst du mir mal erklären,
35:07was mit der Lilly los ist?
35:08Die geht mir nur noch
35:09aus dem Wege.
35:10Das ist genauso,
35:11wie sie gesagt hat.
35:11Wir stecken bis zum Hals
35:12in Arbeit.
35:13Ich habe deswegen sogar
35:14meine Klassenreise
35:15nach Mailand abgesagt.
35:16Du bist so ein Vollstreber
35:17und jetzt steckst du auch noch
35:18Lilly an.
35:35Herr Grafenberg,
35:37haben Sie zufällig
35:38Christa Schilling gesehen?
35:44Eva,
35:46wenn Sie wirklich
35:47die Freundschaft
35:48mit dieser Person
35:49aufrechterhalten wollen,
35:51dann tun Sie das bitte
35:52in Ihren eigenen vier Wänden.
35:54In diesem Hause
35:55ist sie nicht willkommen.
35:57Seien Sie doch
35:57nicht so verbohrt,
35:58Herr Grafenberg.
35:59Christa Schilling
36:00hat doch mit der Anzeige
36:02Ihrer Tochter
36:02überhaupt nichts zu tun.
36:03Das ist mir völlig egal.
36:05Ich habe Sie gerade
36:06des Hauses verwiesen.
36:08Sie haben was?
36:10Sie haben Christa Hausverbot
36:11erteilt?
36:12Jetzt tun Sie nicht so empört.
36:14Suchen Sie Ihre Freunde
36:15lieber etwas sorgfältiger aus.
36:17Jetzt will ich Ihnen
36:18mal was sagen.
36:19Ich kann befreundet sein,
36:21mit wem ich will.
36:24Seit vier Jahrzehnten
36:25leben Sie in diesem Hause.
36:28Ich hätte von Ihnen
36:29wenigstens etwas mehr
36:31Loyalität erwartet.
36:35Eva?
36:37Ich bin sehr enttäuscht
36:39von Ihnen.
36:41Sie sind enttäuscht
36:43von mir.
36:45Ich bin enttäuscht
36:46von Ihnen.
36:48Und soll ich Ihnen
36:49auch mal sagen,
36:49warum?
36:50Weil Sie ein intoleranter,
36:53sturköpfiger
36:54Tyrann sind.
36:56vor allem,
37:14wie Sie sind ошибste,
37:14weil sieそれh Muchas
37:14pat'n.
37:14Und weil Sie
37:14ausoye und
37:14ausoye sleekes
37:15auslösen.
37:155 Nej L escal le rewrite просite
37:26auslösen.
37:29Es hat sich wirklich gar nichts verändert.
37:32Als wäre die Zeit stehen geblieben.
37:35Wir haben uns verändert.
37:38Es ist viel passiert, seit du weg bist.
37:41Möchtest du alleine sein? Soll ich wieder gehen?
37:43Nein, bitte, bleib doch.
37:46Es ist schön, dich in der Nähe zu haben.
37:53Es ist wichtig, dass man einen Ort hat, in dem man in Ruhe nachdenken kann.
37:57In der Schweiz hatte ich auch so einen Platz.
38:03Ach, ich grüble und grüble und finde einfach keine Antwort.
38:10Wie konnte ich mich nur so in einem Menschen täuschen?
38:14Vielleicht, weil wir alle furchtbar komplizierte und einmalige Wesen sind.
38:18Ach, ich finde, ich bin eigentlich recht unkompliziert.
38:22Im Vergleich zu mir? Auf jeden Fall.
38:25Du bist immer so offen, geradlinig, klar?
38:28Das habe ich an dir geliebt, weil ich selber meilenweit davon entfernt war.
38:33Aber?
38:36Warum hast du dich in diese Frau verliebt?
38:41Ich weiß es nicht.
38:43Siehst du?
38:46Wenn du nicht mal diese einfache Frage beantworten kannst,
38:49wie willst du dann deinen anderen Menschen verstehen?
38:54Hör auf zu grübeln, Daniel.
38:56Lass zu, dass es dir passiert ist. Nur so kannst du damit fertig werden.
39:01Es ist so leicht gesagt, Marie.
39:03Das braucht Zeit.
39:05Du wirst damit fertig. Und du wirst dich neu verlieben. Ganz bestimmt.
39:10Könnte ich bis dahin bitte ins Koma fallen?
39:26Julia, ich brauche dringend deine Hilfe.
39:28Das mit Tim, das ist echt eine Katastrophe.
39:34Nee, das ist gerade kein so guter Moment.
39:37Oh.
39:39Ich verstehe.
39:42Tut mir leid.
39:44Schon gut.
39:46Ich brauche einfach gerade...
39:48Du willst deine Ruhe haben?
39:51Kann ich irgendwas für dich tun?
39:54Nein.
40:03Ich hätte Lilly nicht wegschicken sollen.
40:09Ich hätte versuchen sollen, ihr zu helfen.
40:12Auch wenn ich das Gefühl habe, dass sich meine guten Absichten immer ins Gegenteil verkehren.
40:19Ich habe alles versucht, Daniels Vertrauen zurückzugewinnen.
40:22Und dadurch hat er sich immer weiter von mir entfernt.
40:27Aber ich bin noch nicht bereit, die Hoffnung aufzugeben.
40:31Weil sie alles ist, was mir geblieben ist.
40:42Du musst das nicht tun, weißt du?
40:45Also, du musst dir nicht meine Probleme aufladen.
40:51Aber du tust es trotzdem.
40:54Du bist einfach da.
40:57Und schon geht's mir besser.
41:02Ich mache dir минут.
41:09Du bist einfach da.
41:09Du bist einfach da.
41:11Untertitelung des ZDF, 2020
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