- vor 7 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:01Ich finde, man sieht es ihm an, dass es ihm schlecht geht.
00:05Oder bilde ich mir das mal ein?
00:08Besonders glücklich sieht er nicht aus, das ist offensichtlich.
00:11Ich würde ihn so gerne wieder mal lachen sehen,
00:13aber nach dieser Geschichte mit dieser unsäglichen Person wirkte wie erstarrt.
00:19Diese Frau muss ihm wirklich viel bedeutet haben.
00:22Sagen wir mal so, sie war sehr geschickt darin, seine Schwächen auszunutzen.
00:26Ich wünschte, er hätte jemanden, der ihn auf andere Gedanken bringt.
00:30Ich als Mutter komme ja da wohl eher nicht in Frage.
00:33Schließlich ist er kein kleiner Junge mehr.
00:36Du bist einfach da.
00:39Schon geht es mir besser.
01:07Bis zum nächsten Mal.
01:25Day of my life
01:34Entschuldige, ich...
01:35Sag nichts.
01:37Es war ein sehr schöner Nachmittag mit dir, Daniel.
01:43Ich gehe jetzt besser.
01:45Ich bring dich nach Hause.
01:46Nein.
01:48Ich möchte noch ein bisschen alleine spazieren gehen.
01:52Bist du sicher, dass alles in Ordnung ist?
01:54Ja.
01:58Es geht mir bestens.
02:12Herr Grafenberg hat mich aus der Villa gejagt.
02:14Was?
02:15Ja, ich wollte mit Eva an unserem Kochbuch schreiben.
02:19Da kommt der alte Grafenberg und schmeißt mich aus der Villa raus.
02:22Ich habe Hausverbot.
02:24Auf Lebenszeit.
02:26Ach Mama.
02:28Das tut mir leid.
02:31Dabei hat die Anzeige noch nicht mal was gebracht.
02:34Das ist so ungerecht.
02:37Können wir denn gar nichts dagegen tun?
02:38Uns glaubt doch keiner.
02:41Niemand kann sich vorstellen, dass Annabelle Grafenberg hinter Jörgs Erpressung steckt.
02:44Dass sie ihn bezahlt hat, um mich unter Druck zu setzen.
02:47Nicht einmal Daniel.
02:50Daniel glaubt seiner Mutter.
02:52Er will von mir nichts mehr wissen.
02:55Mama, wir sollten uns von den Grafenbergs erstmal fernhalten.
02:59Dabei hatte ich mich gerade so gut mit Eva angefreundet.
03:24Hi, Kolja.
03:26Hey, Lilly.
03:27Alles klar?
03:28Frag nicht.
03:28Ich versuche gerade neues Make-up.
03:30Wie, du schminkst dich?
03:32Seit wann das denn?
03:33Ich versuche gerade Smoky Eyes.
03:37Das sagt mir gar nichts.
03:38Und, wie sieht es aus?
03:40Normalerweise wie bei Brigitte Badeau.
03:42Ja, und bei dir?
03:45Adams Family?
03:47Am besten du bleibst so, wie du bist.
03:50Du siehst toll aus.
03:52Danke, Kolja.
03:53Aber ich wollte mal was Neues probieren.
03:54Für Tim, weißt du?
03:56Ich glaube, das ist ihm nicht so wichtig.
04:01Meinst du, er ist noch sauer auf mich?
04:04Wieso sollte er sauer sein?
04:06Na ja, weil ich vorhin gekniffen habe und ich mit zu euch gekommen bin.
04:11Also im Moment sieht er nicht sehr wütend aus.
04:13Er hört zu?
04:15Nein, Herr Schläf.
04:16Lass die blöden Witze.
04:17Ich meine es ernst.
04:19Na ja, so begeistert war er natürlich nicht, aber...
04:23Ihr seid doch jetzt zusammen, oder?
04:25Ja, schon.
04:27Aber können wir nicht auch einfach zusammen sein, ohne gleich miteinander in die Kiste zu springen?
04:32Nein, meinetwegen gern.
04:35Du musst mit ihm sprechen.
04:36Sag ihm, was du willst.
04:40Ja, aber das ist echt anstrengend.
04:42Ich meine, red du mal mit deiner Freundin über Sex, wenn du eine hast.
04:45Lilly, ich kann dich nicht gut verstehen.
04:47Red etwas deutlicher.
04:49Kolja, ich kann jetzt nicht.
04:51Wir reden morgen, okay?
04:52Okay.
04:53Mach's gut.
04:55Lilly?
04:56Hm?
04:57Ich mag dich so, wie du bist.
04:59Bis morgen.
05:01Wer war das?
05:02Nur Kolja.
05:04Ah, nur Kolja.
05:06Nicht vielleicht sein Mitbewohner?
05:08Tim schläft schon.
05:11Wofür hast du dann diese Kriegsbemalung aufgelegt?
05:15Ich wollte was ausprobieren.
05:18Und? Hat es geklappt?
05:20Sieht das vielleicht so aus?
05:23Warum bist du denn so gereizt?
05:25Ich bin überhaupt nicht gereizt.
05:50Marie?
05:51Warum hast du kein Licht?
05:53Ich habe gar nicht gemerkt, dass es schon dunkel ist.
05:55Ich habe nachgedacht.
05:58So?
05:59Worüber denn?
06:01Über Daniel und mich.
06:02Und unsere gemeinsame Zeit.
06:05Fällt es dir schwer, hier zu sein?
06:07Nein.
06:08Gar nicht.
06:09Im Gegenteil.
06:10Es geht mir gut.
06:12Die Therapie bewährt sich auch in der Praxis.
06:16Wenn es dir zu viel wird, kannst du kommen und gehen, wie es dir gefällt.
06:20Nein, ich fühle mich wohl.
06:22Ich hätte gedacht, dass mich das Wiedersehen mit Daniel unter Druck setzt.
06:25Aber das tut es nicht.
06:28Dann versteht ihr euch also noch so gut wie früher?
06:33Was ist passiert?
06:37Entschuldige.
06:37Ich bin so neugierig.
06:38Du musst es mir nicht sagen, wenn du nicht willst.
06:41Daniel und ich...
06:44Wir waren am Bootshaus und wir haben uns geküsst.
06:47Mhm.
06:48Jetzt machst du dir darüber Sorgen.
06:50Das ist nicht richtig.
06:52Er steht gerade da, wo ich nach unserer Trennung stand.
06:55Vor einem riesen Scherbenhaufen.
06:58Du warst seine erste große Liebe.
07:00Du bedeutest ihm sehr viel.
07:02Er braucht deine Freundschaft jetzt.
07:05Meine Freundschaft.
07:06Mehr nicht.
07:07Ich möchte nicht, dass er sie falsch versteht.
07:09Ich kenne meinen Sohn.
07:11Im Moment ist er emotional sehr aus der Bahn geworfen.
07:15Aber er tut nichts, was er nicht auch tun will.
07:18Bevor ich in die Klinik kam, war ich so weit, dass ich jeden geheiratet habe.
07:21Das hätte der nur freundlich guten Tag zu mir gesagt hat.
07:23Nur, um nicht alleine zu sein.
07:26Siehst du, Marie, du verstehst jetzt Daniel besser als jeder andere.
07:31Und deshalb möchte ich ihn nicht zu etwas bringen, was er später bereut.
07:35Hm.
07:39Daniel tut es gut, dass du hier bist.
07:43Gib ihm alle Liebe, die du ihm geben kannst.
07:46Einen besseren Freundschaftsdienst kannst du ihm gar nicht erweisen.
07:50Ich bin froh, hier zu sein.
07:53Ich wünschte, ich hätte eine Mutter wie dich gehabt.
07:56Jede Mutter sorgt sich um ihr Kind.
07:58Meine Mutter hat das nicht getan.
08:01Hm.
08:10Ich wollte dir nichts sagen, aber ich finde auch, du solltest in deinem Outfit arbeiten.
08:15Sehr witzig.
08:17Sag mir lieber, was mit deiner Schwester los ist.
08:19Wieso?
08:20Was soll mit ihr sein?
08:22Sie liest diese Zeitungen, versucht sich zu schminken.
08:27Neuerdings tuschelt sie am Telefon.
08:29Mit Tim?
08:30Wird ja langsam mal Zeit, dass sie einen Freund hat.
08:32Es ist 17.
08:33Eben.
08:36Kennst du diesen Tim genauer?
08:37Nur ein bisschen.
08:41Und?
08:42Du hast ihn doch auch kennengelernt.
08:43Er ist ein netter Kerl.
08:45Ja, nett.
08:46Nett sind sie alle am Anfang.
08:49Ich frage ihn halt, wenn du was wissen willst.
08:56Hat Lilly schon Sex?
09:00Woher soll ich das wissen?
09:02Na, ihr redet doch miteinander.
09:03Aber doch nicht darüber.
09:06Aber würde der darüber reden, wenn sie welchen hätte?
09:09Papa, keine Ahnung.
09:10Und wenn sie welchen hat, dann hoffentlich safe.
09:13Tim sieht nicht gerade so aus, als könnte er sich Nachwuchs leisten.
09:17Meinst du, ich sollte mit Lilly reden?
09:20Wenn du das berühmte Blümchen- und Bindchen-Gespräch meinst.
09:24Ja, dann bist du wohl ein bisschen Spech dran.
09:26Also hatte sie schon Sex.
09:28Ich weiß es nicht.
09:30Aber sie weiß bestimmt, wie es geht.
09:33Gehst du noch weg?
09:34Ja.
09:36Musst du morgen nicht arbeiten?
09:37Frederik hat mir Freigegeben.
09:39Tatsächlich?
09:40Du, ich muss los.
09:45Safer Sex.
09:51Bratkartoffeln.
09:53Gibt es einen schöneren Duft, der durchs Haus ziehen kann?
09:59Die sind für Daniel.
10:03Und ich?
10:04Der Joghurt ist im Kühlschrank.
10:09Sind Sie immer noch sauer auf mich wegen Ihrer Freundin, Eva?
10:12Wieso?
10:13Sollte ich?
10:16Wen ich in meinem Hause dulde und wen nicht, das ist immer noch meine Sache.
10:21Aber in meiner Küche kann ich empfangen...
10:23Auch in meiner Küche und Sie sind immer noch meine Angestellte.
10:28Ja.
10:29Seit über 40 Jahren.
10:31Und von all den Dummheiten, die ich mir in den Jahren anhören musste, war das die Größte.
10:37Das steht Ihnen nicht zu.
10:39Ich kann ja verstehen, dass Sie böse auf Julia sind.
10:42Aber Christa hat Ihnen doch gar nichts getan.
10:46Wenn ich die eine dulde, öffne ich der anderen die Tür.
10:51Sie haben Christa wie einen Hund vom Hof gejagt.
10:54Ist das die grafenbergsche Art?
10:56Ich habe schon einmal gesagt, dass ich mit diesen Schillings nichts mehr zu tun haben will.
11:00Und ich erwarte, dass Sie das respektieren, Eva.
11:06Und jetzt verlange ich meine Bratkartoffeln gleichgültig, ob das gesund ist oder nicht.
11:13Begehen Sie sich doch selbst!
11:45Ich bin ein wilder Falke, ich wollte mich schwingen.
11:52Und ich wollte mich niederlassen vor meines Grafenhaus.
11:57Guten Morgen.
12:00Guten Morgen, Daniel.
12:04Normalerweise ist es meine Mutter, die mit dem Falken spricht.
12:07Ich dachte, ein bisschen Poesie tut ihm ganz gut.
12:11Was war das?
12:13Ein ganz altes Lied.
12:16Ich glaube, es hat ihm gefallen.
12:18Du solltest auch mal mit ihm sprechen.
12:20Ich fürchte, mir fallen nicht die richtigen Themen ein.
12:25Marie, ich wollte mit dir sprechen wegen gestern.
12:29Ja.
12:30Ähm, lass uns Freunde sein.
12:34Lass uns nichts wieder aufwärmen, was schon lange vorbei ist.
12:36Natürlich nicht.
12:39Ohne Hintergedanken.
12:40Ohne Hintergedanken.
12:41Das sehe ich ganz genauso.
12:43Gut.
12:48Ich wollte gerade reingehen.
12:50Ich komme gleich nach.
12:52Eva müsste das Frühstück schon fertig haben.
12:55Gut.
13:00Und du magst die auch nicht, wa?
13:06Wir hatten uns schon einmal fast verloren.
13:08Daniel und ich.
13:10Und nur seine Entschlossenheit, sein Glaube an unsere große Liebe hat uns wieder zusammengebracht.
13:20Er hat damals nicht aufgehört, daran zu glauben, dass wir zusammengehören.
13:26Auch als alles dagegen sprach.
13:37Julia.
13:39Du hast dein Leben, ich habe meins.
13:42Dabei sollten wir es belassen.
13:52Warum kann er mir nicht einfach in die Augen sehen?
13:54Und erkenne, dass ich die Wahrheit sage.
14:00Ich habe keine Lust, dass unser Tag etwas so zu Ende geht.
14:13Jetzt gehört dieser Tag noch aus.
14:15Was?
14:24Und er ist da, das ist der Tag.
14:25Wir sind da, es ist der Tag.
14:28Es ist der Tag.
14:29Ich werde mir nicht aufgehört.
14:30Ich werde mich bei uns, bei uns, bei uns, bei uns, bei uns.
14:45Und er ist das Tag.
14:45Wir sehen uns, bei uns, bei uns.
15:06Wo ist mein Obstsalat?
15:07Den mögen Sie doch sowieso nicht
15:09Aber er tut mir gut
15:11Dann besorgen Sie sich eine Krankenschwester, die Ihnen welchen schnippelt
15:14Wie bitte?
15:16Ja, ich bin hier als Haushälterin engagiert, nicht als Mädchen für alles
15:20Aber Eva, Sie haben sich doch immer darum gekümmert
15:26Außerdem habe ich mich heute so auf Pfannkuchen gefreut
15:30Hm, ich bin engagiert dafür, dass ich hier alles am Laufen halte
15:35Für Extrawünsche wie Obstsalat oder Pfannkuchen
15:39Bin ich nicht zuständig, das steht nicht in meinem Vertrag
15:42Aber wozu sind Sie denn überhaupt noch da?
15:44Dann jagen Sie mich doch aus dem Haus
15:45Dann werden Sie schon sehen, was hier alles liegen bleibt
15:51Himmelherrgott, Eva
15:52Sie können doch jetzt nicht einfach den Dienst verweigern
15:54Nur weil ich vor meinem Hausrecht Gebrauch mache
15:59Ich beschränke mich nur auf das, was nötig ist
16:02Und was ist das?
16:04Einkaufen zum Beispiel
16:05Sonst haben Sie morgen weder Obstsalat noch Brot zum Frühstück
16:13Würde es einen Unterschied machen, wenn ich mich bei Ihnen entschuldige?
16:17Nein, bei mir müssen Sie sich nicht entschuldigen
16:23Niemals
16:24Bei dieser Frau Schilling werde ich mich nicht entschuldigen
16:26Ich mache mich doch nicht zum Narren bei ihr
16:29Und jetzt? Machen Sie sich nicht zum Narren?
16:34Wo gehen Sie hin?
16:35Einkaufen
16:36Oder soll ich es lassen?
16:38Ganz wie Sie wollen
16:57Hast du heute schon den Daniel gesehen?
17:00Vorhin auf der Terrasse
17:01Und habt ihr nochmal über gestern gesprochen?
17:04Ja
17:05Wir sind beide der Meinung, dass es ein rein freundschaftlicher Kuss war
17:09Na siehst du, du machst dir viel zu viele Gedanken
17:12Die Hauptsache ist doch, dass ihr euch gut versteht
17:14Und wer weiß schon, wo die Freundschaft aufhört und die Liebe anfängt
17:18Bei uns ist es Freundschaft
17:21Und alte Verbundenheit
17:25Du ahnst gar nicht, wie erleichtert ich bin, dass du hier bist
17:29Ich habe mich bei euch immer sehr wohl gefühlt
17:32Dabei gibt es Leute, die behaupten, dass wir pausendlos Intrigen spinnen
17:35Ach Annabelle
17:37Ich würde mir die Sache mit Daniels Ex-Freunde nicht zu sehr zu Herzen nehmen
17:42Als meine Eltern gestorben sind, wart ihr meine zweite Familie
17:45Ohne euch
17:46Du bist hier jederzeit willkommen
17:48Das weißt du
17:50Danke
17:59Hast du Tim heute schon gesehen?
18:02Er hing die halbe Nacht vorm Fernseher und hat irgendwelche Videospiele gespielt
18:06Heute Morgen war er immer noch nicht ansprechbar
18:10Sag mal, findest du es blöd?
18:11Ich meine, weil ich mit dem Sex noch warten will?
18:15Hey, das ist vollkommen normal
18:16Mach dir da mal keine Gedanken
18:18Ja, aber Tim will jetzt schon
18:19Muss er jetzt Rücksicht auf mich oder ich auf ihn nehmen?
18:24Ihr müsst euch eben in der Mitte treffen
18:27Küssen ja, Sex nein
18:31Ich will ja eigentlich auch
18:34Ach so
18:37Ja, dann vereinbart einen Termin, an dem es passieren soll
18:41Das ist ja wie eine Nummer ziehen und warten, bis man drankommt, nee
18:44Also willst du jetzt meine Ratschläge hören, oder nicht?
18:46Ja, klar
18:48Tim ist meine erste Beziehung und ich will alles richtig machen, aber wie kann man alles richtig machen, wenn es
18:54das erste Mal ist?
18:57Wer sagt denn, dass du irgendwas falsch machst?
18:59Das sagt mir mein Gefühl
19:03Genauso wie mir mein Gefühl sagt, dass irgendwas mit dieser Tasse nicht stimmt
19:07Sag mal, müssen die Blätter nicht in die andere Richtung zeigen?
19:10Ich find sie schön
19:13Irgendwas stimmt da nicht
19:16Dann schau doch in den Entwürfen nach, dazu sind sie ja da
19:19Ja
19:26Ähm, wo sind denn die Entwürfe hin?
19:29Vielleicht hast du sie mit nach Hause genommen
19:33Ah, ich hab die irgendwo liegen lassen
19:37Weißt du denn wo?
19:39Nicht so ganz genau
19:41Aber so ungefähr?
19:44Oh, Lilly, es gibt richtig viel Ärger, wenn du die nicht mehr findest
19:47Na, du kannst einem ja richtig Mut machen, Kolja
19:52Es war eine gute Idee, Marie für ein paar Tage herzuholen
19:55Findest du?
19:57Ja
19:59Es tut ihr gut und mir auch
20:03Dabei hatte ich solche Angst, dass ihr euch vielleicht nicht mehr mögen würdet
20:08Nein, wir verstehen uns bestens
20:10Das ist schön
20:11Sie ist auch ganz die Marie, in die du dich einmal verliebt hast
20:15Mutter
20:16Wir sind Freunde, sonst nichts
20:18Natürlich
20:20Wir haben beide nicht das geringste Interesse daran, unsere Beziehung wieder aufleben zu lassen
20:25Aber du musst doch zugeben, dass dich mit Marie weit mehr verbindet, als mit diesen Mädchen aus Südafrika
20:32Marie hätte dir sowas nie angetan
20:34Mutter, ich möchte nicht mit dir darüber sprechen
20:36Alles was ich sage ist, dass Marie eine ganz andere Klasse ist
20:41Du kannst ihr in allem vertrauen
20:45Woher willst du das so genau wissen?
20:47Eine Mutter spürt, was gut für ihr Kind ist
20:51Und ich habe dir ja von Anfang an gesagt, dass diese Julia Schilling nicht gut für dich ist
20:55So
20:56Ich bin jetzt fertig
20:57Wir können fahren
20:58Ja
21:00Solange Patricia nicht da ist, muss wenigstens eine Gravenberg die Stellung in der Firma halten
21:17Als ich noch gezeichnet habe, konnte ich alles um mich herum vergessen
21:24Ich bin einfach eingetaucht
21:26In die Welt aus Farben und Formen und habe mich treiben lassen
21:34In Südafrika hatte ich dieses Gefühl auch
21:37Wenn ich auf Safari war und Kilometer lang über die Ebenen blicken konnte
21:54Ich war so glücklich in Südafrika
22:00Das ist derjenige, der hier sitzt, aber ziemlich kurze Beine haben
22:03Das hoffe ich aber nicht, dass ich die habe
22:22Als ich Daniel das erste Mal gesehen habe, wusste ich sofort, dass wir füreinander bestimmt sind
22:27Ich habe noch nie für jemanden so viel empfunden wie für Daniel
22:31Aber so groß die Gefühle zwischen uns waren, so groß ist jetzt auch meine Traurigkeit
22:39Vielleicht hätte ich die Flugtickets von Annabelle Gravenberg doch annehmen sollen
22:44Dann könnte ich versuchen, irgendwo ein neues Leben zu beginnen
23:07Mehr
23:25Eier
23:26Eier
23:33Eier und Salz. Salz im Pfannkuchen?
23:42Ja, Salz im Pfannkuchen.
23:49Und ein bisschen...
23:54Was machst du denn da?
23:57Das siehst du doch. Ich backe Pfannkuchen.
24:01Aha, so sieht das bei dir aus. Und wieso?
24:08Ich habe Hunger.
24:11Willst du nicht warten, bis Eva wieder zurück ist?
24:13Nein.
24:16Sie könnte dir eventuell assistieren.
24:18Ich brauche Eva nicht und deine Ratschläge auch nicht. Ich kann das selber machen.
24:28Na dann, viel Erfolg.
24:30Danke. Den werde ich haben.
24:33Äh, Vater, es riecht irgendwie verbrannt.
24:38Ich mag sie knusprig.
24:41Dachte ich.
24:49Ich habe es doch nicht verlernt.
24:52Ich kann beim Zeichnen alles vergessen.
24:55Wenn nur noch Auge und Stift.
24:58Alles andere hört auf zu existieren.
25:03Und man hat Ruhe vor seinen Problemen.
25:05Vor seinen Gedanken.
25:08Zumindest für einen Augenblick.
25:15Ach, Gott.
25:30Kein Papier hier.
25:39Es zieht mich immer wieder hierher.
25:44Dieser Ort gehört nur Daniel und mir.
25:48Hier haben wir unsere schönsten Momente erlebt.
25:50Hier gab es nur uns beide.
25:52Unsere große Liebe.
25:54Und unsere Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft.
25:59Und ich glaube, Jörg, nicht, dass Daniel mich vergessen hat
26:01und es eine andere Frau in seinem Leben gibt.
26:03Ich glaube, Jörg, nicht, dass Daniel mich vergessen hat.
27:00Was riecht denn hier so angebrannt?
27:06Ich rieche nichts.
27:10Entweder ist was mit Ihrer Nase nicht in Ordnung oder mit meiner.
27:15Und wer hat hier im Kühlschrank gebührt?
27:18Die ganzen Eier sind weg.
27:30Die ganzen Eier sind weg.
27:52Was ist?
27:55Ich warte.
27:57Worauf?
27:58Auf eine Erklärung.
28:03Sie meinen eine Kapitulationserklärung.
28:07Nennen Sie es, wie Sie wollen.
28:13Pfannkuchen sind nicht gerade meine Stärke.
28:16Das habe ich gesehen. Und?
28:21Und? Die Küche ist ihr reich.
28:25Aha.
28:29Und ich denke, es ist nichts dagegen zu sagen, wenn Sie wieder hier die Führung übernehmen.
28:38Und wenn Sie manchmal Freunde empfangen wollen, habe ich auch nichts dagegen.
28:48Auch wenn es Frau Schilling ist.
28:51Aber bitte, Eva, sorgen Sie dafür, dass sie sich auf die Küche beschränkt.
28:55Das wird sie. Keine Sorge, sie wird in der Küche bleiben.
28:59Haben Sie denn jetzt schon etwas gegessen?
29:05Dann werde ich Ihnen wohl ein paar schöne Pfannkuchen machen.
29:14Haben Sie vielleicht auch Bratkartoffeln?
29:18Hm.
29:23Bitte schön.
29:25Hallo.
29:26Hallo.
29:31Entschuldigen Sie.
29:32Ist Jan vielleicht da?
29:34Nein, tut mir leid.
29:36Kann ich Ihnen weiterhelfen?
29:37Er ist ein alter Freund von mir. Ich wollte ihn besuchen.
29:40Möchten Sie ihm eine Nachricht hinterlassen?
29:42Nein. Ich komme ein andermal wieder.
29:43Ja. Sagen Sie ihm bitte nicht, dass ich da war. Es soll eine Überraschung sein.
29:48Dann kommen Sie morgen. Heute ist nämlich ausgerechnet sein freier Tag.
29:52Typisch.
29:53Ich sollte das Gegenteil von dem tun, was ich vorhabe, damit mal was klappt.
29:57Das Gefühl, das kenne ich.
30:00Möchten Sie was trinken? Einen Kaffee vielleicht?
30:02Danke. Ich wollte mir noch die Stadt anschauen.
30:04Sind Sie zu Besuch?
30:05Ja.
30:07Gehen Sie zum See. Der ist um diese Zeit jetzt wunderschön.
30:09Besser nicht.
30:12Eine Menge Erinnerungen und nicht nur die besten.
30:17Tut mir leid.
30:18Es macht nichts.
30:20Und Sie? Kommen Sie nie aus der Gegend?
30:23Nein, ich bin noch nicht lange hier.
30:25Aber für ein paar schlechte Erinnerungen hat es auch schon gereicht.
30:31Ich glaube, ich nehme doch einen Kaffee.
30:34Wenn es Sie nicht stört, dass ich Ihnen einen Moment Gesellschaft leiste?
30:37Ganz im Gegenteil. Es ist ja auch kaum was los.
30:40Bruno, ich mache mal kurz eine Pause.
30:42Was hätten Sie denn gern?
30:44Eine Latte Macchiato ohne Zucker?
30:46Woher wissen Sie das?
30:48Berufsgeheimnis.
30:51Außerdem hätte ich das Gleiche genommen.
30:56Diese Frau ist mir ein Rätsel.
30:59Ich verstehe Sie einfach nicht.
31:02Dass sie mir eins auswischen will, okay.
31:04Aber dass sie dich und deine Familie da mit reinzieht.
31:10Vielleicht wäre es besser, ich kündige.
31:11Ziehe in eine andere Stadt.
31:13Nein.
31:15Auf keinen Fall.
31:16Die Firma braucht einen fähigen Security-Chef.
31:19Und außerdem hätte Julia damit Erfolg mit ihren Lügen.
31:26Wenigstens weißt du es, mit wem du es zu tun hast.
31:28Ja, das weiß ich.
31:30Allerdings.
31:30Sie ist ein falsches Biest, Daniel.
31:33Ich habe es schon in Südafrika kommen sehen.
31:35Als sie sich an dich rangemacht hat.
31:37Und mit dir zusammen im See geschwommen ist.
31:40Du wolltest mich warnen.
31:42Und ich habe gedacht, du seist eifersüchtig auf uns.
31:48Falls dich das tröstet, war es nicht der Einzige.
31:51Julia und ihre Mutter haben die Nummer bei etlichen Männern abgezogen.
31:57Jörg.
31:58Ja?
32:01Ich hoffe, ich kann in dieser Polizeigeschichte auf deine Verschwiegenheit zählen.
32:05Falkenthal-Porzellan darf nicht durch meine Dummheit
32:07in irgendwelchen Schmierenblättern durch den Kakao gezogen werden.
32:11Ich wäre ein miserabler Sicherheitschef, wenn ich darüber plaudern würde.
32:16Gut.
32:17Und sollte Julia noch einmal versuchen, sich Zutritt zur Firma zu verschaffen,
32:22ruft die Polizei.
32:24Wird gemacht, Chef.
32:27Ich muss dann jetzt los.
32:31Ich habe Besuch zu Hause, an den ich mich gerne kümmern würde.
32:34Hoffentlich ein angenehmer Besuch.
32:35Das ist auch angenehm und außergewöhnlich schön.
32:38Ah.
32:40Sie sehen nicht so aus, als wollten Sie Ihr Leben lang kellnern.
32:43Studieren Sie?
32:44Habe ich mal, ja.
32:45Grafikdesign, aber nicht abgeschlossen.
32:48Und danach habe ich so ungefähr jeden Job, den es gibt, mindestens einmal gemacht.
32:53Vier Semester Romanistik, ganz interessant.
32:56Zwei Semester Kunstgeschichte, oh, langweilig.
32:59Ein Semester BWL, noch langweiliger.
33:02Und, nicht zu vergessen, drei Monate Praktikum in einer Anwaltskanzlei.
33:06Kein Albtraum.
33:08Aber immerhin kann man Ihnen nicht vorwerfen, Sie seien zu festgefahren.
33:11Darf ich Sie was fragen?
33:13Wollen wir uns nicht duzen?
33:14Das wäre meine Frage gewesen.
33:17Ich bin Marie.
33:18Julia.
33:19Ich freue mich, dich kennenzulernen, Julia.
33:21Ganz meinerseits.
33:24Und was hat dich nach Faltenthal verschlagen?
33:27Ach, das ist eine lange Geschichte.
33:29Eine lange Geschichte.
33:31Ist meist die galante Umschreibung für eine chaotische Liebesbeziehung.
33:36Ich sehe, du kennst dich aus.
33:39Das ist noch nicht so lange her.
33:44Hast du schon mal darüber nachgedacht, wegzugehen?
33:46Das ist manchmal ganz gut, um ein bisschen Abstand zu bekommen.
33:50Ja, aber meine Mutter lebt auch hier und ich kann sie nicht alleine lassen.
33:54Verstehe.
33:57Außerdem habe ich die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass diese Liebe ihre Chance bekommt.
34:02Und solange du dabei nicht zum Fall für den Therapeuten wirst...
34:05Das hoffe ich nicht, dass ich auf der Couch lande.
34:08Das kann schneller gehen, als man denkt.
34:10Ich spreche aus Erfahrung.
34:13Als meine große Liebe mich verlassen hat, bin ich...
34:17Naja, sagen wir mal...
34:20ein bisschen abgestürzt.
34:25Wie lange ist das jetzt her?
34:27Ein paar Jahre.
34:30Und tut's noch weh?
34:32Es wird immer wehtun.
34:35Aber ich kann damit umgehen.
34:41Hat er dich wegen einer anderen sitzen lassen?
34:44Nein, nein.
34:46Das war ein bisschen komplizierter.
34:48Seine Mutter hatte die Finger im Spiel.
34:50Die böse Schwiegermutter.
34:54Man kann auch Glück haben.
34:56Meine Schwiegermutter,
34:58beziehungsweise
34:59meine ehemalige Fast-Schwiegermutter
35:01ist einfach wunderbar.
35:04Marie,
35:05es ist so schön, mit dir zu quatschen,
35:07aber ich müsste jetzt langsam zurück an die Arbeit.
35:09Schade.
35:13Es ist merkwürdig.
35:14Was denn?
35:16Ich hab das Gefühl, dass wir uns schon ewig kennen.
35:18Geht mir ganz genauso.
35:21Na gut, dann...
35:22Dann seh ich dich hoffentlich morgen,
35:23wenn du kommst.
35:24Ich bestehe darauf.
35:26Bis dann.
35:27Bis dann.
35:44Bis dann.
35:46Guten Abend, Werner.
35:48Marie, du strahlst ja so.
35:50Ja.
35:52Ich war in der Stadt.
35:53Ich hab Kaffee getrunken
35:55und mich sehr nett unterhalten.
35:57Unterhalten?
35:58Mit wem denn?
36:00Mit einer neuen Freundin.
36:03Du würdest sie mögen.
36:05Sie ist ganz bezaubernd.
36:06Wenn man neue Freundschaften schließt,
36:09heißt das,
36:09dass man bleiben möchte.
36:11Das kann schon sein.
36:15Möchtest du eine Tasse Tee?
36:17Nein, danke.
36:18Ja, solltest du aber.
36:19Ich hab hart um ihn gekämpft.
36:22Lege dich nie mit deiner Haushälterin an.
36:25Was?
36:28Du hast dich mit Eva gestritten?
36:31Ach,
36:32es ging um Daniels Ex-Freundin.
36:36Nachdem diese junge Frau
36:37so viel Unheil über uns gebracht hatte,
36:39wollte ich auch ihre Mutter nicht mehr sehen.
36:41Aber da war Evas Dickkopf davor.
36:44Ich kann mir gar nicht vorstellen,
36:46dass Daniel sich so in einem Menschen täuschen konnte.
36:50Sie muss ihn wirklich sehr verletzt haben.
36:53Der Junge war wie von Sinn.
36:56Ich bin froh,
36:58dass das jetzt vorbei ist.
36:59Und du da bist.
37:03Das bin ich auch.
37:14Liebst du ihn noch?
37:17Nein.
37:18Wir sind nur gute Freunde.
37:21Liebst du ihn?
37:27Ich bin froh,
37:44Ruf doch die Polizei.
37:45Die wird sich freuen,
37:46schon wieder von dir zu hören.
37:48Sag, was du loswerden willst,
37:49und dann verschwinde.
37:56Ich will mich nur bei dir bedanken.
37:58Wofür?
37:59Dafür, dass du es mir so leicht gemacht hast, Jürgen.
38:02Ich habe alles bekommen, was ich wollte.
38:05Viel Geld, Arbeit.
38:07Und du bist nicht nur mit diesem reichen Faske zusammen.
38:10Ja, Glückwunsch, Jörg.
38:11Du bist wirklich ganz toll.
38:13Einen mieseren Lügner und Betrüger als dich
38:14kann ich mir auch nicht vorstellen.
38:16Hast du wirklich geglaubt?
38:18Ich hätte Daniel etwas angetan?
38:20Du bist so einfältig, Julia.
38:23Genauso wie dein Daniel.
38:25Dann glaub doch klar,
38:26ich bin jetzt dein neuer, treuer Freund.
38:29Ganz egal, was du dir einfallen lässt, Jörg.
38:32Eins wirst du niemals ändern.
38:34Dass ich Daniel liebe.
38:36Und er mich.
38:41Bist du dir das so sicher?
38:44Ganz sicher.
38:50Soweit ich weiß,
38:51hat er sein Auge schon auf die nächste geworfen.
38:54Du blöpfst, Jörg.
38:55Und ich fall nicht mehr auf dich rein.
39:13Ach, hier bist du.
39:14Hallo, Daniel.
39:19Ich hab dich schon überall gesucht.
39:20Ihr habt das alte Boot ja immer noch.
39:22Ja.
39:24Vater und ich haben es zusammengebaut.
39:26Ich würde es niemals weggeben.
39:28Und bist du inzwischen mal raus damit auf den See?
39:31Ohne Mast und Ruder?
39:33Stell dir vor, ein Sturm zieht auf.
39:35Nein, nein.
39:36So lebensmühe bin ich dann doch nicht.
39:38Okay.
39:39Okay.
39:43Entschuldige.
39:45Was rede ich denn da?
39:48Reingefallen.
39:49Du glaubst doch nicht, dass ich mich zwei Jahre in einer der teuersten und besten Kliniken der Schweiz therapieren lassen
39:54habe,
39:54damit mir so eine Bemerkung noch was ausmacht.
40:00Es zieht mich immer wieder zum Bootshaus.
40:05Dieser Ort gehört nur Daniel und mir.
40:08Hier haben wir unsere schönsten Momente erlebt.
40:10Hier gab es nur uns beide.
40:13Unsere große Liebe.
40:14Und unsere Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft.
40:19Und ich glaube, Jörg, nicht, dass Daniel mich vergessen hat und es eine andere Frau in seinem Leben gibt.
40:27Daniel, du musst aufhören, mich wie ein rohes Ei zu behandeln.
40:30Es geht mir gut.
40:34So, so.
40:36Ich behandle dich also wie ein rohes Ei, ja?
40:41Allerdings.
40:43Gut.
40:44Was lässt sich ändern, Marie?
40:49Weil ich dich nämlich ins Wasser schweißen werde.
40:52Ich will dich gerne mal noch nicht schwimmen.
40:55Lass mich los.
40:56Das wirst du nicht warten.
40:57Ich bin bei mir auch nicht.
40:59Ich bin bei mir auch nicht.
40:59Ich bin bei mir auch nicht.
41:02Bitte nicht.
41:03Gut, ganz gut.
41:05Dann kitzel ich dich eben durch.
41:07Ich bin mal in Seichwalt.
41:09Ich bin bei mir auch nicht.
41:10Bitte nicht.
41:11Ich kriege keine Luft mehr.
41:12Kleine Pause.
41:13Kleine Pause.
41:14Und weiter geht's.
41:16Lass los.
41:17Lass los, lass los.
41:19Lass los.
41:20Untertitelung. BR 2018
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