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  • vor 2 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:02Schön, dass wir so gute Geschäftspartner sind.
00:05Wir sind keine Partner.
00:06Sie haben einen Auftrag für mich erledigt und dafür wird der jetzt bekommen.
00:11Dass Julia Schilling ihren Sohn in Ruhe lässt, war Ihnen ja einiges wert?
00:14Ich bin gewohnt zu bekommen, was ich will.
00:17Aber verraten Sie mir noch eins.
00:19Wir haben es geschafft.
00:21Berufsgeheimnisse pflege ich zu bewahren.
00:24Sie haben bekommen, was Sie verlangt haben.
00:26Das Traumpaar hat sich getrennt.
00:27Einen schönen Tag noch.
00:29Frau Grafenberg.
00:40Frau Grafenberg!
00:43Was tun Sie denn hier?
00:45Ich kann es nicht glauben, was ich gerade eben gehört habe.
00:48Dann tun Sie es eben nicht und lassen Sie mich gefährlichst in Ruhe.
00:51Sie stecken hinter dieser Erpressung?
00:54Was denn für eine Erpressung?
00:55Was wollen Sie mit dieser lächerlichen Anschuldigung behaupten?
00:59Sie haben mir Jörg Schwarz auf den Hals gehetzt.
01:01Damit ich mich von Daniel trenne?
01:04Sie waren das.
01:12Hey, what are you looking for?
01:18No one has the answer.
01:21They just want more.
01:25Hey, who's gonna make it right?
01:33This could be the first day of my life.
01:40Was reden Sie denn da?
01:42Sie haben Daniel mit Ihren Intrigen in Gefahr gebracht.
01:46Was sind Sie bloß für eine Mutter?
01:48Ich weiß gar nicht, was Sie von mir wollen.
01:50Sie haben Jörg Schwarz dafür bezahlt, dass er Daniels Leben bedroht.
01:54Wer hat Ihnen denn den Unsinn erzählt?
01:56Ich habe selbst gesehen, wie Sie ihm Geld gegeben haben.
02:00Ja, wissen Sie, wen ich schon alles bezahlt habe.
02:02Aber lassen wir das.
02:04Wie heißt dieser Herr, sagten Sie?
02:06Jörg Schwarz.
02:08Früher Security-Chef auf der Lodge Ihres Schwagers Frederik.
02:10Security-Chef?
02:11Kenne ich nicht.
02:13Oh doch, Frau Grafenberg, Sie kennen ihn.
02:14Und Sie haben ihn dafür bezahlt, dass er Daniel und mich auseinandergebracht hat.
02:18Liebe Frau Schilling, das habe ich aber etwas anders in Erinnerung.
02:22War es nicht so, dass Sie sich von meinem Sohn getrennt haben?
02:25Weil Jörg damit gedroht hat, ihn umzubringen.
02:27Und es sogar versucht hat.
02:30Sie unterstellen mir, dass ich einen Killer auf meinen eigenen Sohn ansetze?
02:34Nur damit er nicht mit Ihnen zusammen ist?
02:36Ist ja völlig absurd.
02:39Diese Geschichte wird Ihnen niemand abnehmen.
02:41Mein Sohn hat Sie abgeschrieben, das sollten Sie endlich akzeptieren.
02:49Das mag zwar bitter für Sie sein, Frau Schilling, aber Daniel geht es gut.
02:53Er lebt viel besser ohne Sie.
03:16Ich habe dir ein bisschen kaltes Hähnchenfleisch mitgebracht.
03:24Und dein Lieblingskäse.
03:27Weißt Großvater, dass du hier bist?
03:30Daniel, du tust deinem Großvater Unrecht.
03:35Entschuldige, Eva, es war nicht so gemeint.
03:40Ich habe aber gar keinen Hunger.
03:42Aber du musst was essen.
03:45Wozu?
03:48Daniel, hör mal zu.
03:52Das Ende einer Beziehung ist noch lange nicht das Ende der Welt.
03:58Vielleicht doch.
04:00Vor allem, weil ich immer noch nicht weiß, warum Julia sich von mir getrennt hat.
04:04Vielleicht war sie doch die Falsche.
04:06Eva, bitte, ich kann es nicht mehr hören.
04:11Du musst lernen, mit deinem Verlust zu leben.
04:15Und du bist nicht allein, auch wenn es dir im Augenblick so vorkommt.
04:21Entschuldige, Eva, aber da irrst du dich.
04:22Ich bin allein.
04:25Spätestens seit meinem Auftritt gestern in der Villa.
04:30Du hast deinen Großvater sehr verletzt.
04:34Ich weiß.
04:36Ja, und möglicherweise hast du ein Geschäft mit Saito kaputt gemacht.
04:42Wenn es nur das wäre.
04:49Ich schäme mich so.
04:51Aber für deinen Großvater ist gestern eine Welt zusammengebrochen.
04:56Daniel, du brauchst deine Familie und deine Familie braucht dich.
05:01Du kannst uns doch nicht im Stich lassen.
05:03Ich kann aber nicht rückgängig machen, was passiert ist.
05:07Aber du kannst versuchen, es wieder gut zu machen.
05:09Komm zurück und rede mit deinem Großvater.
05:13Das hat keinen Sinn.
05:15Ich kenne ihn doch.
05:17Das verzeiht er mir niemals.
05:19Du musst es versuchen.
05:20Um deinen Willen.
05:22Und wegen deines Großvaters.
05:24Ich mache mir wirklich Sorgen um ihn.
05:28Komm zurück.
05:42Herr Becker, was für eine Überraschung.
05:45Wir müssen reden.
05:46Jetzt wird es interessant.
05:50Du hast Friedrich immer noch nicht gesagt, dass du das Porzellan zerkloppt hast.
05:53Na und?
05:54Er hat Collie und Lilly dafür verantwortlich gemacht.
05:57Jetzt führe dich mal nicht als Rächer der Enterbten auf, Nico.
05:59Das nervt.
06:01Du bist auch nur stolz drauf, die beiden auflaufen zu lassen, oder?
06:03So ein Quatsch.
06:05Aber ich hätte Friedrich wohl schlecht sagen können, dass ich ihn sabotiert habe.
06:09Was hast du aber getan?
06:10Aber nur, um die Firma zu retten.
06:13Damit hast du doch total daneben gelegen.
06:18Jetzt spiel mal nicht den Moralapost.
06:20Lass uns lieber ein ruhiges Plätzchen suchen.
06:24Weißt du was, meine Liebe?
06:25Hm?
06:27Ich habe jetzt keine Lust, mit dir in die Kiste zu springen.
06:32Chance verpasst.
06:40Ich habe mich abfertigen lassen wie ein kleines, dummes Mädchen.
06:45Aber was habe ich erwartet?
06:48Dass Daniels Mutter gesteht, hinter der Erpressung zu stecken?
06:52Daniels Leben war in Gefahr.
06:55So etwas tut doch selbst eine Annabelle Grafenberg nicht.
07:04Schwarz.
07:04Wie können Sie es wagen, meinen Sohn zu bedrohen?
07:07Frau Grafenberg, das nenne ich eine Überraschung.
07:09Gerade eben habe ich an Sie gedacht.
07:10Was kann ich für Sie tun?
07:11Sie sollten dafür sorgen, dass Julia Schilling aus dem Leben meines Sohnes verschwindet.
07:16Was mir mit aller Bescheidenheit ja auch gelungen ist, oder?
07:19Außerdem haben Sie mir versprochen, dass sie die Stadt verlassen würde.
07:22Ja, und?
07:24Gerade stand diese Person vor mir und hat behauptet, dass Sie das Leben meines Sohnes aufs Spiel setzen.
07:31Und darauf fallen Sie erst auch rein?
07:33Sie haben ihr gedroht, meinen Sohn umzubringen.
07:37Und Julia Schilling ist darauf reingefallen und Sie auch.
07:40Herr Schwarz, überspannen Sie den Bogen nicht.
07:43Wenn Sie reden wollen, kommen Sie ins Land Sino.
07:45Ich werde es nicht zulassen, dass meinem Sohn auch nur das Geringste geschieht.
07:49Ist das klar?
08:01Kann ich auch ein Stück haben?
08:03Nimm dir ein Glas.
08:08Warum sitzt du eigentlich hier so einsam herum?
08:11Möchtest du deine Ruhe haben?
08:13Soll ich wieder verschwinden?
08:14Ach, Quatsch.
08:16Dann lass es dir schmecken.
08:20Worüber ich die ganze Zeit nachdenke.
08:22Ist der sauer.
08:27Den hat sie Eva sicher selbst gemacht.
08:29Mit den sauren Äpfeln aus Tobias Garten.
08:31So schmeckt er jedenfalls.
08:33Es ist doch verdammt merkwürdig, dass alle Ausstellungsstücke für die Porzellanmesse zu Bruch gegangen sind.
08:37Und das noch bei uns in der Firma.
08:41Findest du?
08:42Irgendwie wirkt es so, als hätte jemand die Kiste absichtlich runtergeworfen.
08:46Aber wer sollte sowas machen? Und warum?
08:51Ich halte Kolja eigentlich auch für sehr loyal.
08:54Das passt einfach nicht zu ihm.
08:56Er hat doch selbst eingestanden, dass es seine Schuld war.
08:59Irgendwas stimmt an der Sache nicht.
09:02Vielleicht hat er ja Liebeskummer und konnte diesen Romantik-Kram einfach nicht mehr ertragen.
09:07Patricia, ich möchte dir nicht zu nahe treten, aber es muss dir einfach bewusst sein,
09:11dass die Arbeit deiner Abteilung entscheidend für Falkenton Porzellan ist.
09:15Wir können uns da keine Fehler oder Ausfälle leisten.
09:17Ich habe alles im Griff, keine Sorge.
09:19Das wollte ich von dir hören.
09:22Das, was ich vorhin in der Firma gesagt habe, das meine ich wirklich ernst.
09:26Wir können das Spiel nur im Team gewinnen.
09:28Also, wenn es irgendetwas gibt, komm zu mir, ich habe ein offenes Ohr und für alles Verständnis.
09:33Naja, für fast alles.
09:48Warum hast du nicht gleich gesagt, dass du keine Kohle dabei hast?
09:50Dann hätten wir uns den Weg in die Pizzeria sparen können.
09:53Ich dachte, du hast welches.
09:56Ausnahmsweise bin ich auch mal pleite.
10:01Sag mal, wie bist du eigentlich schon wieder drauf?
10:03Grübelst du immer noch über diese Porzellan-Geschichte?
10:09Ich verstehe nicht, warum du dich da so heiß machst.
10:11Hast du das Zeug zerschmissen oder nicht?
10:12Ja, natürlich nicht.
10:13Ja, also, warum sagst du es dann nicht?
10:15Weil es keiner glauben würde.
10:17Das ist doch völliger Quatsch.
10:18Das ist kein Quatsch.
10:19Ich hätte eben auf den Kurier warten müssen.
10:21Ja, okay, aber die Chefs können doch nicht allen Ernstes davon ausgehen,
10:24dass du deine eigene Arbeit kaputt machst, mal eben so.
10:27Wie soll ich das beweisen, du Schlaumeier?
10:31Keine Ahnung.
10:32Siehst du, hast du auch keine Ahnung.
10:35Hey, du machst dich total irre.
10:37Ich habe einfach Angst, was da vielleicht noch nachkommt.
10:40Ich weiß noch nicht, wie der neue Chef reagiert und Patricia auch nicht.
10:42Ich hätte es einfach nicht sagen dürfen,
10:43dass du nicht auf den Kurier gewartet hast.
10:46Ich nehme auch eine Cola.
10:49Ich glaube, das war die letzte.
10:53Na toll.
10:57Es ist mir leid, Mann.
10:59Ich hatte sowieso keinen Durst.
11:13Du weißt gar nicht, wie glücklich du mich machst, Julia.
11:15Du willst also wirklich hierbleiben?
11:17Zumindest so lange, bis ich herausgefunden habe, was da gelaufen ist.
11:20Wie, was da gelaufen ist?
11:22Ich habe jemanden beobachtet.
11:27Jörg.
11:28Mit Annabelle Grafenberg.
11:30Wie bitte?
11:31Die beiden haben sich getroffen.
11:33Jörg und die Mutter von Daniel?
11:35Und sie hat ihm Geld gegeben.
11:37Du weißt nicht, was du sagst.
11:40Das würde doch bedeuten...
11:41Genau.
11:43Das würde bedeuten, dass Daniels Mutter hinter allem steckt.
11:46Du machst Witze.
11:49Ich kann Frau Grafenberg ja auch nicht leiden,
11:50aber das traue ich ihr wirklich auch nicht zu.
11:53Sie hat sogar bestritten, dass sie Jörg kennt.
11:56Siehst du?
11:58Du hast mit ihr geredet?
11:59Ja.
12:00Steiger dich da nicht rein.
12:02Aber ich habe die beiden doch zusammen gesehen.
12:07Trotzdem.
12:08Eine Mutter wird doch niemals das eigene Kind gefährden.
12:12Selbst eine Annabelle Grafenberg nicht.
12:14Ja, wahrscheinlich hast du recht.
12:16Ganz bestimmt habe ich recht.
12:19Es sei denn...
12:20Es sei denn was?
12:22Jörg hat nur geblufft.
12:24Und Daniel war nie ernsthaft in Gefahr.
12:29Du meinst...
12:36Sehen Sie,
12:37so lässt sich doch alles viel einfacher besprechen.
12:39Zwischen uns gibt es nichts mehr zu besprechen, Herr Schwarz.
12:43Das ist...
12:44Das ist wirklich ein herrliches Gesöff.
12:47Das allein ist Grund genug, hier zu bleiben.
12:50Noch einen, bitte.
12:51Wagen Sie es nicht noch einmal,
12:53auch nur in die Nähe meines Sohnes zu kommen.
12:55Frau Grafenberg,
12:57Sie glauben doch nicht ernsthaft,
12:59dass sich das Leben Ihres Sohnes
13:00wirklich in Gefahr gebracht hätte.
13:02Dann ist ja alles geklärt.
13:04Danke.
13:07Das war's für mich von Anfang an.
13:10Gut.
13:11Dann möchte ich,
13:13dass Sie Falkenthal jetzt verlassen.
13:15Ich habe für Sie einen Auftrag ausgeführt.
13:18Und Sie haben Geld dafür bekommen.
13:20Viel Geld.
13:21Damit sind wir quitt.
13:22Was ich jetzt mache,
13:25geht Sie einen Dreck an.
13:26Frau Grafenberg.
13:28Legen Sie sich nicht mit mir an, Herr Schwarz.
13:30Also verschwinden Sie besser schnell.
13:39Zahlen, bitte.
13:42Frederik, komm rein.
13:44Ich sortiere gerade ein paar alte Fotos.
13:48Vielleicht können wir Herrn Saito
13:51mit der Vergangenheit beeindrucken,
13:54wo ihn die Gegenwart doch so brüskiert hat.
13:57Vater.
13:58Ja, ich weiß.
13:59Ein paar alte, vergilbte Fotos
14:01helfen uns auch nicht weiter.
14:02Aber ich kann doch nicht zusehen,
14:04wie alles einfach so zerstört wird.
14:07Das wird es ja nicht.
14:10Daniels Auftritt bei dem Empfang
14:11war ein Rückschlag.
14:13Aber nicht mehr.
14:16Es ist wichtig,
14:17dass wir zusammenstehen.
14:18Das sehe ich auch so.
14:19Ich habe vorhin mit der Belegschaft gesprochen
14:21und Ihnen die Situation erklärt.
14:23Sie sind alle bereit,
14:24sich zu engagieren.
14:25Als Team werden wir die Krise meistern.
14:29Ich werde dir in den nächsten Tagen
14:30unter die Arme greifen.
14:32Ich könnte ab morgen schon wieder
14:33in die Firma kommen.
14:35Ich glaube nicht,
14:36dass das nötig ist.
14:37Ich habe mich eingearbeitet
14:38und habe die Sache im Griff.
14:40Daniel war eine große Hilfe,
14:41aber...
14:42Daniel.
14:44Der hat sich gegen die Firma entschieden.
14:48Letztendlich
14:50brauche ich Daniel nicht mehr.
14:53Ich glaube,
14:54es ist momentan am wichtigsten,
14:55dass wir Normalität nach außen dokumentieren.
14:57Da würde mein Erscheinen
14:59wohl eher für Unruhe sorgen.
15:03Danke für dein Vertrauen.
15:05Friedrich,
15:07ich bin froh,
15:08dass du wieder da bist.
15:19Darf ich?
15:19Ja, Lilly, komm rein.
15:21Willst du was trinken?
15:22Nein, danke.
15:23Ist Julia schon wieder da?
15:25Ja, sie ist da.
15:25Und soll ich dir noch was sagen?
15:26Sie bleibt auch da.
15:28Was?
15:28Julia geht nicht weg?
15:30Oh, ich dachte schon...
15:31Julia,
15:32Lilly ist hier.
15:36Hallo.
15:37Ich...
15:38Eigentlich wollte ich mich bei dir entschuldigen,
15:40weil ich heute so wütend reagiert habe.
15:42Das war alles nur irgendwie so...
15:45Ist doch schon vergessen.
15:49Hat ja offensichtlich geholfen.
15:51Du bleibst?
15:53Erstmal jedenfalls.
15:55Und Daniel und du,
15:56ihr habt euch wieder vertragen?
15:58Nein, so einfach ist das nicht, Lilly.
16:01Aber wieso denn nicht?
16:03Du liebst ihn doch.
16:04Und wenn man jemanden liebt,
16:05dann kann man den nicht einfach so gehen lassen.
16:07Sag mal, Lilly,
16:08sprichst du da aus Erfahrung?
16:10Naja, ein bisschen vielleicht.
16:14Ich hab mich in Tim verknallt.
16:16Ihr wisst schon,
16:17Koyas Freund.
16:19Um den würde ich auf jeden Fall kämpfen.
16:21Ach, Lilly.
16:24Ist wahrscheinlich nicht so leicht, ha?
16:28Ich freu mich auf jeden Fall,
16:29dass du bleibst.
16:34Ich muss dann,
16:35weil Papa wartet mit dem Abendessen.
16:37Okay.
16:38Tschüss.
16:39Gute Nacht.
16:40Gute Nacht.
16:49Vielleicht hat Lilly recht.
16:52Vielleicht musst du wirklich kämpfen.
16:53Ich kann doch nicht einfach zu Daniel hingehen
16:55und ihm sagen,
16:56das ist deine eigene Mutter.
16:57Warum denn nicht,
16:58wenn es so stimmt?
17:01Vielleicht mache ich damit alles noch schlimmer.
17:03Meinst du?
17:18Sie haben den Apfelsaft gefunden.
17:21Vernünftig,
17:22dass Sie mal ein paar Vitamine zu sich nehmen.
17:24Naja.
17:26Kann ich sonst noch was für Sie tun?
17:29Danke, nein.
17:36Ich,
17:38ich war bei Ihrem Enkel.
17:43Ich glaube,
17:44es geht ihm nicht gut.
17:46Er hat natürlich nichts gesagt.
17:52Herr Grafenberg,
17:54ich nehme Ihnen einfach nicht ab,
17:55dass Daniel Ihnen gleichgültig ist.
17:58Darum geht es nicht.
18:01Daniel hat sich von uns allen losgesagt.
18:04Aber er gehört doch immer noch zur Familie.
18:07Er braucht Sie
18:08und Sie brauchen ihn.
18:09Nein.
18:10Die Familie kommt ohne ihn klar.
18:13und Frederik kommt in der Firma sehr gut zurecht.
18:17Sie haben Frederik auch eine Chance gegeben.
18:20Daniel hat auch eine Chance verdient.
18:24Frederik
18:24ist zurückgekommen.
18:27Daniel ist gegangen.
18:30Kann es sein,
18:32dass Daniel recht hat,
18:34dass Sie
18:36immer nur seinen Vater in ihm gesehen haben
18:39und nicht ihn selbst.
18:40Jetzt kommen Sie auch noch mit diesem Unsinn.
18:43Ich habe große Stücke auf Daniel gesetzt.
18:47Und er hat mich schwer enttäuscht.
18:50Ich hoffe nur,
18:51dass Sie nicht eines Tages enttäuscht sind.
18:53Dass Sie den Jungen so...
18:56Ach,
18:57das werde ich ganz bestimmt nicht.
18:59Und hier,
18:59nehmen Sie den Apfelsaft wieder mit.
19:01Ja.
19:05In zehn Minuten gibt's Abendbrot.
19:16Ja, es gibt der alte Grafenberg,
19:18jetzt auch noch Daniel.
19:20Das ist alles ziemlich blöd.
19:22Das ist doch völlig egal,
19:23wer auf dem Chefsessel sitzt.
19:25Jetzt hast du doch keine Ahnung.
19:26Ich habe mit dem alten Grafenberg
19:27und mit Daniel
19:28so eine Art Fördervereinbarung.
19:29Die Manufaktur
19:30will mich nach der Ausbildung
19:31bei dem Designstudium sponsern.
19:34Echt jetzt?
19:34Das wusste ich gar nicht.
19:36Ja, nur ich weiß halt nicht,
19:37wie der Frederik darauf reagiert.
19:39Aber das fang nicht schon wieder
19:40mit diesen paar Tassen an.
19:43Wenn der neue Chef klug ist,
19:44dann wird er dich auch fördern.
19:45Ja, hoffentlich.
19:48Davon abgesehen,
19:49ich glaube,
19:49dass Daniel Grafenberg
19:50wieder zurück in die Firma kommt.
19:52Bei dem Auftritt,
19:53den er vor seiner Familie hingelegt hat?
19:55Stimmt.
19:56Eher unwahrscheinlich, ne?
19:57Was Lilly und Nico erzählt haben,
19:58das klang richtig übel.
20:01Ja,
20:01trotzdem kann ich ihn irgendwie verstehen.
20:04Ihm liegt einfach noch
20:04die Trennung von seiner,
20:05von seiner Freundin in den Knochen.
20:06Ach, Quatsch.
20:07Trennung und Liebe
20:08gehören zusammen wie
20:10Brot und Leberwurst.
20:12Das eine schmeckt,
20:13und das andere nur halb so gut.
20:15So ein Quatsch.
20:15Das meinst du doch nicht ernst.
20:17Ach, was, ich will's das noch?
20:19Nee, nimm ruhig.
20:21Würdest du dich dann auch so
20:22ohne weiteres von Lilly trennen?
20:24Was hat denn das jetzt
20:25mit Lilly zu tun?
20:27Willst du hier den großen Bruder spielen,
20:29oder?
20:33Ach, irgendwie heuer,
20:36hab ich heute gar kein Ohr.
20:38Ich verrate auch niemanden,
20:39dass du dich den ganzen Nachmittag
20:40in der Küche rumgetrieben hast.
20:41Daniel,
20:43das ist schön,
20:44dass du vorbeikommst.
20:46Komm, setz dich,
20:47ich leg dir noch ein Gedeck auf.
20:48Danke.
20:51Patricia, gibst du mir die Platte, bitte?
20:55Guten Abend zusammen.
20:56Hallo.
20:57Danke.
21:01Ich will mich entschuldigen.
21:06Ich hab mich gestern
21:08daneben benommen.
21:10Und das tut mir sehr leid.
21:14Großvater,
21:19ich weiß,
21:20dass ich dich gestern
21:21sehr verletzt habe.
21:24Das wollte ich nicht.
21:28Bitte verzeih mir.
21:33Was passiert ist,
21:34ist passiert.
21:35Ich find's toll,
21:35dass du hier bist.
21:36Komm, setz dich zu uns.
21:38Iss mit uns,
21:38du gehörst zu uns.
21:50Mit dieser Reaktion
21:51hab ich gerechnet.
21:53Es ist wirklich bewundernswert,
21:55wie sich Daniel verhält.
21:56Die Größe muss man erst mal haben,
21:58seine Fehler einzugestehen.
22:00Du kannst es nicht lassen, oder?
22:01Was denn?
22:03Daniel.
22:04Dankeschön, Eva.
22:25Ich bin mir sicher,
22:27dass Annabelle Gravenberg
22:28hinter Jörgs Erpressung steckt,
22:29auch wenn sie's abstreitet.
22:31Aber soll ich Daniel das sagen?
22:34Würde ich uns damit retten?
22:36Oder würde ich nicht
22:37noch mehr kaputt machen?
22:40Diese Wahrheit
22:42müsste ihn doch zerstören.
22:50Früher hatte ich Angst,
22:51dass Daniel sich meinetwegen
22:52von seiner Familie entfremdet.
22:55Und jetzt ist genau das passiert.
23:00Würde ich ihm nicht
23:01den Letzten halten,
23:02wenn ich ihm alles sage,
23:04dass seine Mutter
23:05sein Leben riskiert hat?
23:07Kann ich mich denn da raushalten?
23:20Das haben Sie ja wunderbar hinbekommen.
23:25Jetzt haben Sie Ihren Enkel
23:26endgültig aus dem Haus vertrieben.
23:32Daniel hat sich selbst vertrieben.
23:36Schieben Sie immer nur
23:37alles auf die anderen.
23:39Daniel hat den ersten Schritt getan.
23:41Was wollen Sie denn noch?
23:45Sie haben ihn dazu angestiftet?
23:47Nein, ganz und gar nicht.
23:50Der Junge hat nämlich
23:51selbst einen Kopf zum Denken.
23:53Und ein Herz,
23:55das hat er auch.
23:56Und als Drittes?
23:57Und das Herz hängt
23:58an seiner Familie,
23:59besonders an seinem Großvater.
24:01Auch wenn der das
24:02nicht wahrhaben will.
24:04Das können Sie doch gar nicht wissen.
24:05Doch.
24:06Ich weiß immerhin,
24:08wie sehr Sie an Ihrer Familie hängen.
24:10Und ich weiß auch,
24:12dass Daniel unter dieser Situation
24:14sehr leidet.
24:15Er ist selber schuld.
24:18Wenn Sie sich schon nicht
24:19mit Ihrem Enkelsohn
24:21wegen der Familie aussöhnen,
24:23dann tun Sie es doch
24:24der Firma zuliebe.
24:25Die Firma ist dem doch
24:26völlig gleichgültig.
24:28Sonst hätte er die Geschäfte
24:29mit Herrn Seito
24:30doch nicht kaputt gemacht.
24:31Überlegen Sie doch einmal,
24:33was Daniel alles
24:34für die Firma getan hat.
24:36Sie brauchen ihn.
24:37Frederik hat in der Firma
24:39längst alles fest im Griff.
24:41Ach, Frederik.
24:42Daniel hat für die Firma gelebt.
24:44Das tut Frederik
24:47inzwischen auch.
25:03Hey, Frederik.
25:05Wie war es in Südafrika?
25:08Wie ist es zu tun?
25:09Ich habe die Zylinderkopfdichtung
25:10fürs Motorrad bekommen.
25:13Super.
25:15Wann kommst du denn mal vorbei
25:16die Maschine begutachten?
25:17Wenn ich ein bisschen Luft habe.
25:18Zurzeit schaue ich es nicht
25:19bei mir Rasierklinge zu kaufen.
25:20Wenn du willst,
25:21ich muss nachher sowieso in die Stadt.
25:22Ich könnte welche mitbringen.
25:24Das wäre toll.
25:25Kein Problem.
25:27Dann ist später.
25:29Danke.
25:35Kein Problem.
25:37Bist du jetzt Frederiks Leibdiener?
25:39Nicht sein Diener,
25:40sondern sein Freund.
25:41Wer es glaubt.
25:43Würde dir nicht einfallen,
25:44für andere etwas zu tun, oder?
25:45Was soll das jetzt wieder heißen?
25:47Das soll heißen,
25:47dass andere für dich
25:48ihren Kopf hinhalten müssen.
25:50Kolja hat freiwillig zugegeben,
25:51dass er das Porzellan kaputt gemacht hat.
25:53Von mir kam da überhaupt nichts.
25:55Eben.
25:56Von dir kommt nichts.
25:58Da beklagt sich ja der Richtige.
26:00Du hast doch wohl schon oft genug
26:02was von mir bekommen.
26:29Denkst du immer noch
26:30über Daniels Mutter und Jörg nach?
26:33Die ganze Zeit.
26:35Julia,
26:36du machst dich noch völlig verrückt.
26:38Soll ich Daniel nicht doch alles erzählen?
26:41Und dann?
26:42Würde Daniel dir glauben?
26:46Das ist doch völlig absurd.
26:48Eine Mutter
26:49soll jemand beauftragen,
26:50den eigenen Sohn umzubringen.
26:53Aber ich habe die beiden noch gesehen.
26:55Ich habe doch Frau Grafenberg gesehen,
26:56wie sie Jörg das Geld gegeben hat.
26:59Und ich habe ihre Augen gesehen,
27:01als ich ihr die Wahrheit gesagt habe.
27:03Die Wahrheit?
27:04Was ist schon die Wahrheit?
27:06Mama, ich weiß,
27:07dass du es mit der Wahrheit
27:08manchmal nicht ganz so genau nimmst.
27:09Aber was soll das denn heißen?
27:13Na ja.
27:14Ich bin dabei, mich zu bessern.
27:17Ja?
27:19Ich habe öffentlich darüber gesprochen,
27:21dass ich ein Problem mit dem Spielen hatte.
27:23Das stimmt, Mama.
27:27Als Daniel unsere Verlobung verkündet hat.
27:31Vielleicht solltest du wirklich mit Daniel reden.
27:34Du glaubst mir doch, oder?
27:37Natürlich.
27:38Du denkst dir doch sowas nicht aus.
27:41Außerdem sehe ich doch,
27:42wie es dir geht.
27:44Ich habe alles kaputt gemacht.
27:46Nein, nicht du.
27:48Sondern Jörg und Daniels Mutter.
27:51Komm.
27:52Wir gehen was frühstücken.
27:55Ein bisschen Stärkung wird dir gut tun.
27:58Komm.
28:16Warum ist Tim denn nicht mitgekommen?
28:18Er stand noch unter der Dusche,
28:20als ich los bin.
28:21Schade.
28:22Sollt ihr jetzt eigentlich so richtig zusammen?
28:25Ich weiß nicht.
28:26Ich glaube schon, oder?
28:32Bist du glücklich?
28:34Glaubst du, er ist der Richtige?
28:35Da mache ich mir doch jetzt noch keine Gedanken drüber.
28:38Aber er ist doch total lieb.
28:40Naja.
28:42Ich habe mich gestern wieder mit Julia vertragen.
28:44Sie bleibt in Falkenthal.
28:46Ist sie wieder mit Daniel zusammen?
28:48Leider nicht.
28:50Manchmal kommen zwei eben einfach nicht zusammen,
28:51obwohl sie sich lieben.
28:52Es muss schrecklich für sie sein.
28:54Ich habe wirklich geglaubt,
28:56dass Julia und Daniel nichts trennen kann.
29:07Eva, so wütend habe ich dich ja noch nie
29:09über den alten Herrn Grafenberg reden hören.
29:10Ist doch wahr.
29:12So viel Verstocktheit auf einmal.
29:15Da muss man doch.
29:19Aber vielleicht ist ja auch alles meine Schuld.
29:22Wie bitte?
29:23Ich hätte ihn nicht so reizen sollen.
29:25Dann hätte er Daniels Entschuldigung
29:27sicher entgegengenommen.
29:29Wie?
29:30Daniel hat sich bei seiner Familie entschuldigt?
29:33Hat er ihm doch vor Marta, Junge.
29:35Alle Achtung.
29:36Finde ich ja auch.
29:38Und trotzdem hat ihm sein Großvater
29:41nicht die geringste Chance gegeben.
29:43Er hat ihn einfach stehen lassen.
29:45Ich fürchte, der Vorwurf seines Enkels
29:46hat ihn ziemlich getroffen.
29:48Wahrscheinlich, weil was Wahres dran ist.
29:50Natürlich.
29:51Werner Grafenberg hat in seinem Enkel Daniel
29:54oft dessen Vater Philipp gesehen.
29:57Ja, aber nur als er es drauf ankam,
29:58hat er ihm seinen Sohn Frederik vorgezogen.
30:00Na ja, da ging es ja noch um die Nachfolge.
30:03Aber dass er seinen Enkel jetzt derart zurückweist,
30:06also das habe ich nicht für möglich gehalten.
30:09Zur Zeit geht hier wirklich alles drunter und drüber.
30:12Ich hätte mir auch nie vorgestellt,
30:13dass sich Julia von Daniel trennt.
30:15Julia hat Daniel sehr wehgetan.
30:18Also ich finde ihr Verhalten
30:20ziemlich sonderbar.
30:23Ja, es passt nicht zu ihr.
30:25Also ich werde das Gefühl nicht los,
30:27dass da irgendwas Schlimmes dahinter steckt.
30:30Also ich finde die ganze Geschichte
30:31sehr merkwürdig.
30:33Aber ich habe im Moment mehr Sorgen um Daniel
30:35als um Julia.
30:37Ja, das kann ich verstehen.
30:39Du kennst ihn ja auch seit seiner Geburt, ne?
30:42Ja.
30:43Und es tut mir sehr weh,
30:45wenn ich sehe, wie sehr er leidet.
30:49Du hättest meinen Großvater sehen sollen.
30:52Er ist aufgestanden, ohne ein Wort,
30:54hat seine Seriette auf den Teller geworfen
30:55und ist gegangen.
30:57Ja, aber du kennst ihn doch.
30:58Nach deinem Auftritt war es doch völlig klar,
31:00dass sein Großvater nicht sofort einlenken würde.
31:05Ja, aber dass er so abblockt.
31:07Jedenfalls bringt es nichts,
31:08wenn du dich weiter verkriechst.
31:11Mit Frederik hat er sich doch auch wieder vertragen.
31:14Aber wenn er nicht einmal mit mir reden will.
31:18Immerhin hast du deinem Großvater
31:19ein paar ziemlich heftige Schläge versetzt.
31:22Also erst willst du alles stehen und liegen lassen,
31:23dann verjagst du den momentan
31:25wichtigsten Kunden eurer Firma
31:26und wirfst ihm schließlich auch noch vor.
31:27Ja, ich weiß.
31:30Ich hätte nicht von meinem Vater anfangen sollen.
31:32Dein Großvater braucht einfach noch ein bisschen Zeit.
31:37Außerdem,
31:37du verhältst dich doch auch nicht viel anders.
31:39Muss bei euch in der Familie liegen.
31:41Wie meinst du das?
31:43Oder hast du vielleicht schon irgendwas mit Julia geklärt?
31:46Da gibt es nichts zu klären.
31:48Wenn du meinst?
31:49Ja, meine ich.
31:52Außerdem
31:55muss ich dir sagen,
31:56dass ich bald anfange,
31:57an meiner Mutter zu glauben.
31:58Was denn?
31:59Dass Julia nur dein Geld wollte?
32:02Ich weiß es doch auch nicht.
32:04Ich glaube,
32:04niemand versteht,
32:05warum Julia sich von dir getrennt hat.
32:07Es ist logisch,
32:08dass du
32:10verletzt bist
32:11und wütend.
32:12Aber du solltest nicht ungerecht werden.
32:14Ungerecht?
32:16Also,
32:17wenn hier jemand ungerecht ist,
32:18dann ist es doch wohl Julia.
32:28Ja.
32:31Gut,
32:31dass du kommst.
32:32Ich habe mir gerade die Kalkulationen
32:33für die romantische Ehe durchgesehen.
32:36Ich dachte,
32:36die könnten wir nach dem Eclat
32:37von Hans Aito zu den Akten packen.
32:39Auf keinen Fall.
32:41Deine Arbeiten sind doch wunderbar angekommen.
32:43Mutter,
32:43auch wenn ich dieses Zeug
32:45irgendwann mal entworfen habe.
32:46Ich hasse diesen Kitsch mittlerweile.
32:49Außerdem
32:49willst du jetzt plötzlich
32:51Frederik zuarbeiten.
32:52Natürlich nicht.
32:53Aber wir müssen alles vorbereiten
32:55für Daniels Rückkehr.
32:57Und dazu gehört auch,
32:58dass wir Saito als Kunden zurückgewinnen.
33:01Als Daniels Kunden natürlich.
33:02Daniel, Daniel, Daniel.
33:04Gibt es eigentlich noch was anderes,
33:05was dich interessiert?
33:06Hast du Stress mit deinem Liebhaber?
33:11Glaubst du wirklich ernsthaft,
33:12dass Daniel in absehbarer Zeit
33:14in die Firma zurückkommen will?
33:15Und kommen darf?
33:17Sein Platz ist hier.
33:19Es ist ihm jetzt klar geworden,
33:20nachdem diese dumme Affäre
33:22endlich vorbei ist.
33:23Und Werner wird sich
33:24schon wieder beruhigen.
33:26Guck mal.
33:27Es gibt auch noch gute Nachrichten.
33:29Marie ist wieder da.
33:30Wer?
33:31Marie Vermond.
33:32Sie und Daniel
33:33waren doch früh mal zusammen.
33:35Marie Vermond?
33:37Es freut mich,
33:38dass es ihr wieder besser geht.
33:39Sie war doch mal in der Klinik
33:41wegen ihrem Zusammenbruch.
33:43Und jetzt ist sie wieder gesund?
33:45Scheint so.
33:47Jedenfalls war sie
33:47auf irgendeiner
33:49Wohltätigkeitsveranstaltung
33:49und hat mehrere
33:51hunderttausend Euro
33:52gespendet.
33:52Aha.
33:57Marie Vermond.
33:58Glaubst du,
33:59ihre gesundheitlichen Probleme
34:01hingen mit der Trennung
34:02von Daniel zusammen?
34:04Daniel hatte nichts
34:05damit zu tun.
34:06Sie war schon immer
34:07etwas kränklich.
34:09Ich mochte sie.
34:16Lilly hat erzählt,
34:17dass Julia jetzt doch
34:18in Falkenthal bleibt.
34:21Der arme Daniel.
34:22Na ja.
34:24Ja, wieso stimmt doch,
34:25dass er leidet wie ein Hund?
34:26Ja, und was ist mit Julia?
34:28Die hat doch wohl
34:29viel mehr verloren als er.
34:30Bei ihr geht es ja richtig
34:30um die Existenz.
34:31Also, ich weiß nicht.
34:33Es ist doch ihre eigene Schuld.
34:34Wie kommst du denn darauf?
34:36Na, sie hat sich doch
34:38von ihm getrennt.
34:39Woher willst du wissen,
34:40was da abgelaufen ist?
34:43So was spürt eine Frau einfach.
34:45Außerdem kann es gar nicht
34:46anders gewesen sein,
34:47weil sonst würde Daniel
34:47nicht so leiden.
34:48Und Julia führt wahrscheinlich
34:49Freudentänzer auf, oder?
34:51Ich hoffe jedenfalls,
34:52dass die beiden sich
34:53wieder versöhnen.
34:54Also, ich weiß nicht.
34:55Nach allem, was passiert ist.
35:11Was willst du?
35:12Mit dir reden.
35:14Es gibt nichts zu bereden.
35:17Daniel, ich verstehe doch,
35:18dass du mich bist.
35:22So?
35:23Da bist du mir ein ganzes Stück
35:24voraus.
35:25Ich verstehe dich nämlich
35:26nicht mehr.
35:27Dann lass es mich erklären.
35:29Und ich glaube auch nicht,
35:30dass ich dich noch verstehen möchte.
35:32Es ist vorbei.
35:36Aber wir...
35:38Ja, wir.
35:40Wir hatten einiges vor,
35:41zusammen.
35:42Wir wollten zusammen leben.
35:48Es ist alles ganz anders,
35:50als du denkst.
35:51Nein.
35:52Es war alles ganz anders,
35:53als ich dachte.
35:55Aber jetzt ist ja alles klar.
35:56Nein, es ist nicht...
35:58Ich...
35:58Stimmt.
36:00Für dich ist natürlich
36:01überhaupt noch nichts klar.
36:03Schließlich hast du immer noch
36:03nicht mein Geld, oder?
36:06Nein.
36:07Oder kannst du mir erklären,
36:09warum du mich genau
36:09in dem Moment verlassen hast,
36:11als ich mein Erbe ausgeschlagen
36:12und meine Familie verlassen habe?
36:15Nein.
36:17Nein.
36:19Aber...
36:21Eigentlich...
36:22Es ist besser,
36:23du gehst jetzt.
36:35Na?
36:36Hast du deine Botengänge
36:37schon erlebt?
36:38Wenn du es genau wissen willst,
36:39ja.
36:41Willst du nicht mir
36:41erst ein bisschen
36:42Gesellschaft leisten?
36:43Du, ich weiß nicht,
36:44eigentlich...
36:45Jetzt komm,
36:45ich lade dich ein.
36:48Haben Sie noch
36:49von dem Hühnerbrötchen?
36:52Bier-Huhn-Sandwich
36:53habe ich noch.
36:54Das nehmen wir.
36:55Mit Doppeltun, bitte.
36:58Setz dich doch.
37:00Frederik wartet
37:01wahrscheinlich schon.
37:02Auf seine Rasierklinge.
37:07Jetzt sag schon.
37:08Was willst du von ihm?
37:10Geht's um
37:10das Porzellan?
37:14Vielleicht.
37:17Besser wäre natürlich,
37:18du würdest das mit ihm klären.
37:20Und noch besser wäre,
37:21du würdest dich da raushalten.
37:23So,
37:23ein Bier-Huhn-Sandwich
37:24mit Doppeltun.
37:25Ich glaube,
37:26ich gehe doch besser
37:27erst mal zum Chef.
37:41Daniel,
37:43ich mache mir ernsthaft
37:44Sorgen um dich.
37:46Du kannst dich doch hier
37:47nicht auf Dauer verstecken.
37:49Mutter.
37:51Komm wieder mit nach Hause.
37:53Dein Großvater
37:54beruhigt sich schon wieder.
37:55du gehörst doch zu uns.
37:57Ich kann nicht.
37:59Du hast dich geirrt.
38:01Das kommt vor.
38:04Manchmal wünschte ich,
38:05ich wäre Julia nie begegnet.
38:06Ach,
38:07du bist sie schneller vergessen,
38:08als du denkst.
38:09Wenn du dann erst mal
38:10der richtigen Frau begegnest.
38:12Übrigens,
38:13weißt du schon...
38:13Ich habe die Nase voll von Frauen.
38:15Ja, natürlich.
38:16Verstehe ich ja.
38:18Komm doch erst mal
38:19wieder mit nach Hause.
38:21Alles andere findet sich.
38:23Wir schaffen das.
38:25Ich weiß nicht.
38:27Ich habe sogar schon
38:28einen Termin mit Saito gemacht.
38:30Ich fliege morgen hin.
38:32Ich bringe das in Ordnung
38:33für dich.
38:35Danke.
38:41Danke, Mutter.
38:42Für alles.
38:54Daniel glaubt jetzt auch,
38:56dass ich sein Geld wollte.
38:58Er denkt wirklich,
38:59dass ich ihm meine Liebe
39:00vorgespielt habe.
39:05Wie soll ich ihm je
39:06die Wahrheit erklären?
39:08Er wird mir nie mehr glauben.
39:14Er hat sich meinetwegen
39:22von seiner Familie losgesagt.
39:24Und ich habe
39:25unsere Liebe verraten.
39:29Aber wie kann er
39:30diese schrecklichen Lügen
39:32seiner Mutter denn nur glauben?
39:35Einen Kaffee bitte,
39:36möglichst stark, wenn es geht.
39:37Klar.
39:38Danke.
39:42Na, schon wieder hier?
39:44Wie du siehst.
39:45Was gibt es Neues
39:46von der Familienfront?
39:48Hat sich dein Großvater
39:49wegen der Sache
39:50mit diesem Japaner beruhigt?
39:52Nein.
39:54Aber dafür ist meine Mutter
39:55jetzt unterwegs
39:55zu Herrn Saito.
39:57Sie versucht,
39:58ihn davon zu überzeugen,
39:59dass er seine Meinung
40:00doch noch ändert.
40:00Na, dann ist doch
40:01der Erfolg vorprogrammiert.
40:03Wir kennen doch schließlich
40:03alle die Überredungskünste
40:05deiner Mutter.
40:06Na, endlich.
40:08Was?
40:09Na, du lächelst mal wieder.
40:10Kam in letzter Zeit
40:10nicht so oft vor.
40:12Ich hatte ja auch
40:12nicht wirklich Grund dazu.
40:15Willst du nicht doch
40:16nochmal versuchen,
40:16die Sache mit Julia
40:17zu lösen?
40:18Das ist schon geschehen.
40:20Ich habe sie vorhin getroffen.
40:22Und ich habe ihr klar gemacht,
40:23dass ich endgültig
40:24keine ihrer Lügen
40:25mehr hören will.
40:28Fühlst du dich jetzt besser?
40:30Daniel, ich verstehe dich nicht.
40:31Es ist doch offensichtlich,
40:32wie viel der Julia
40:32immer noch bedeutet.
40:33Warum kämpfst du nicht um sie?
40:35Wozu?
40:35Was macht das für einen Sinn?
40:37Jan, sie hat mir
40:37eindeutig gezeigt,
40:38dass sie nicht genauso fühlt.
40:40Außerdem war sie von Anfang
40:41an hinter meinem Geld her.
40:43Ja, na klar.
40:44Und deswegen rennt sie dir
40:44ja auch hinterher
40:45wie so ein liebeskrankes Huhn.
40:46Was weiß ich,
40:47vielleicht hat sie mitbekommen,
40:49dass ich mich mit meiner
40:50Familie aussöhnen will.
40:52Vielleicht versucht sie
40:52auf diese Weise
40:53an mein Vermögen
40:54heranzukommen.
41:06Hallo, Julia.
41:07Schön, dass du endlich kommst.
41:09Ich habe schon
41:10auf dich gewartet.
41:12Wo ist meine Mutter?
41:15Vielleicht einkaufen.
41:17Wie bist du hier reingekommen?
41:19Du warst bei deinem Daniel.
41:21Das geht dich überhaupt nichts an.
41:24Verschwinde.
41:25Natürlich geht mich das etwas an.
41:27Wir haben eine Vereinbarung.
41:28Schon vergessen?
41:29Wir haben keine Vereinbarung.
41:31Du hast mich erpresst.
41:33Aber das ist jetzt vorbei.
41:35Ich weiß Bescheid.
41:39Ich weiß, dass Anna
41:40bei Gravenbeck hinter allem steckt.
41:48Hätte ich sie nie kennengelernt,
41:49dann wäre alles wieder in Ordnung.
41:50Ich wünschte,
41:51ich könnte es Daniel erklären,
41:52aber das geht eben nicht.
41:54Sie hat so viel kaputt gemacht.
41:56Ihretwegen habe ich
41:56meine Familie verraten.
41:58Springen Sie doch
41:59über Ihren eigenen Schatten.
42:01Er hat sich wirklich
42:01unmöglich benommen.
42:03Und er kann nicht erwarten,
42:05dass ich einfach
42:06darüber hinwegsehe.
42:07Ich liebe Daniel
42:09und ich werde ihn auch immer lieben.
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