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KurzfilmeTranskript
00:0021.30 Uhr das Kosiwan verlassen.
00:02Der Schlag gegen Marie-Vermont fand wahrscheinlich gegen 24 Uhr statt.
00:05Wann sind Sie im Bootshaus angekommen?
00:07Das kann ich Ihnen nicht sagen.
00:08Herr Gravenberg, Sie verschweigen uns so etwas.
00:10Ich kann mich nicht erinnern, das habe ich Ihnen doch schon mal gesagt.
00:12Sie haben für die Tatzeit kein Alibi.
00:14Wir wissen, dass Sie auch früher schon zu aggressiven Verhalten leigten unter Alkoholeinfluss.
00:18Wir haben eine Zeugenaussage, die beweist, wie groß Ihr Hass auf Marie-Vermont war.
00:22Sie haben also ein starkes Motiv.
00:24Ist das alles?
00:26Sie planen übermorgen nach Japan zu fliegen, ist das richtig?
00:30Ja. Unser langjähriger Kunde, Herr Saito, erwartet mich in Tokio.
00:34Ich fürchte, daraus wird leider nichts.
00:36Damit bestimmt die Flugtgefahr.
00:40Was wollen Sie damit sagen?
00:49Hier, für Maries Blumen.
00:51Dankeschön.
00:54Möchtest du auch was dazugeben?
00:55Oh, ja, natürlich, Torin.
01:00Gib es mir bitte ein Thunfisch-Sandwich und ein Mineralwasser.
01:03Sehr gern.
01:07Daniel kann den Strauß ja dann mit ins Krankenhaus mitnehmen.
01:10Wir können hier schließlich nicht alle auf der Intensivstation aufkreuzen.
01:15Julia?
01:35Hey, what you looking for?
01:41No one has the answer.
01:45They just want more.
01:49Hey, who's gonna make it right?
01:56This could be the first day of my life.
02:05Die Polizei spinnt doch.
02:07Die können doch nicht wirklich glauben, dass Daniel...
02:09Das ist doch Schwachsinn.
02:11Kann ich irgendwas tun, Willi?
02:14Nein, Willi, danke.
02:15Ich...
02:15Entschuldige mich.
02:20Lass nur, ich gehe schon.
02:23Falkenthal-Porzellan, Birgit Hertel am Apparat.
02:26Was kann ich für Sie tun?
02:27Oh, Frau Krahl, ja.
02:30Ah, Herrn Grafenberg-Junior.
02:32Ähm, eine Sekunde, bitte.
02:35Herr Grafenberg, hier ist diese Julia Krahl vom Wirtschaftsministerium.
02:39Sie möchte ihren Neffen sprechen.
02:40Keine Ahnung, was soll ich sagen?
02:43Ich gehöre mich drum.
02:46Herr Friedrich Grafenberg.
02:48Ah, Frau Krahl.
02:50Ähm, mein Neffe ist gerade außer Haus.
02:52Kann ich Ihnen weiterhelfen?
02:55Aha.
02:57Jetzt hat die Polizei Daniel tatsächlich festgenommen.
03:03Er muss schreckliche Angst haben.
03:06Wenn ich doch nur irgendwas tun könnte.
03:11Egal, was zwischen Marie und ihm passiert ist.
03:13Ich kann nicht glauben, dass er es war.
03:16Daniel ist nicht in der Lage, so etwas Schreckliches zu tun.
03:21Julia.
03:22Ja?
03:24Bist du okay?
03:25Das hat dich ziemlich umgehauen, Freunde.
03:27Die hatte ich nicht.
03:28Ich meine, die Polizei...
03:30Die denken wirklich, Daniel wäre dazu in der Lage, Marie fast umzubringen.
03:33Das ist doch absurd.
03:35Siehst du doch genauso, oder?
03:36Ich finde Daniels Festnahme genauso entsetzlich wie du.
03:40Aber?
03:43Man hat Daniel etwas Schreckliches angetan.
03:45Dann bist du also der gleichen Meinung wie die Polizei und denkst, Daniel hat Marie fast erschlagen?
03:49Sie hat ihm monatelang eine Schwangerschaft vorgemacht.
03:51Das weiß ich doch, Friedrich.
03:52Und trotzdem...
03:52Sie hat sogar zugelassen, dass er mein Kind trauert, dass es nicht gegeben hat.
03:56Also ich könnte verstehen, wenn ihm eine Sicherung durchgebrannt wäre.
03:58Das macht ihn noch lange nicht zum brutalen Schläger.
04:01Ich weiß am besten, wie es ist, die Kontrolle zu verlieren.
04:03Nur noch rot zu sehen.
04:04Sprichst du jetzt von Annabelle und dir?
04:06Das ist doch was völlig anderes gewesen.
04:08Ach ja?
04:09Hast du denn davor gedacht, dass ich in der Lage bin, auf jemanden so loszugehen, ihn fast umzubringen?
04:17So schwer es sein mag, aber ich glaube, wir müssen der Tat rein ins Auge sehen,
04:20dass momentan etwas alles gegen Daniel spricht.
04:24Für dich vielleicht und die Polizei.
04:27Für mich nicht.
04:30Daniel ist unschuldig.
04:31Ich fühle das.
04:31Und nichts und niemand wird mich vom Gegenteil überzeugen.
04:50Ausgerechnet Daniel.
04:51Wie kann die Polizei glauben, dass ausgerechnet er zu sowas Furchtbarem imstande ist?
04:57Was da zwischen ihm und seiner Verlobten abgelaufen ist, das war schon zu mir heftig.
05:01Was soll das denn heißen?
05:03Glaubst du etwa auch, er ist schuldig?
05:07Keine Ahnung, ich weiß es nicht.
05:09Also, auch wenn es krass ist, aber ich kann das schon verstehen.
05:14Was?
05:15Du kannst verstehen, dass ein Mensch einem anderen Menschen sowas antut?
05:18Nein, also, was ich sagen möchte ist, ist doch nicht so abwegig, dass Daniel komplett durchgedreht ist.
05:24Ach, Tim, du kennst doch Daniel.
05:26Du glaubst doch nicht wirklich, dass er sowas machen würde.
05:27Ja, hättest du Charlies Schwester zugetraut, dass sie eine Schwangerschaft vortäuscht und eine Fehlgeburt?
05:34Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich am Telefon noch sagen soll.
05:37Alle fragen mich, ist Herr Gravenberg im Haus, wird er heute noch zurückrufen?
05:41Na ja, früher oder später wird sich das sowieso rum sprechen.
05:45Du, äh, Sylke, ich hab ganz vergessen in der Aufregung, dir das Geld für den Blumenstrauß für Frau Vermund zu
05:51geben.
05:52Den Blumenstrauß?
05:54Den hab ich ja total vergessen.
05:56Eigentlich wollte ich den ja Daniel mitgeben.
05:58Ich könnte Charlie fragen, ob sie ihn vielleicht mit ins Krankenhaus nimmt.
06:02Ich wollte sowieso gleich ins Cozy.
06:04Oh ja, das ist eine gute Idee, vielen Dank.
06:07Willst du Charlie von der Sache mit Daniel erzählen?
06:10Ja, ich denke schon.
06:11Besser, wenn sie es von mir erfährt, als von irgendeinem anderen oder von der Polizei oder so.
06:15Ja, das wird ein ziemlicher Schock für sie.
06:17Aha.
06:18Ähm, Lillian, ich könnte mitkommen, wenn du möchtest.
06:21Ja, ich könnte mit.
07:20Untertitelung. BR 2018
07:50Untertitelung. BR 2018
08:12Noch hier, bitte?
08:15Na ja, ich dachte, Sie würden so schnell wie möglich das Weite suchen, bevor die Polizei noch anfängt, an Ihrer
08:20Unschuldsnummer zu zweifeln.
08:22Offensichtlich wissen Sie es noch nicht.
08:24Was?
08:26Die Polizei hat bereits einen neuen Hauptverdächtigen.
08:31Doch nicht etwa Daniel.
08:33Doch. Sie haben ihn vorhin festgenommen und abgeführt, vor der gesamten Belegschaft.
08:37Ja. Diese Vollidioten.
08:41Und sowas finanziert man auch nur von seinen Steuergeldern.
08:44Mein Sohn ist unschuldig.
08:46Da sind wir zum ersten Mal einer Meinung.
08:48Na, ich hab keine Zeit jetzt mit Ihnen zu plaudern.
08:50Schließlich muss sich ja jemand darum kümmern, dass Daniel nicht zu lange im Gefängnis bleibt.
08:54Oder wollten Sie das gerade tun?
09:04Tut mir leid, ich hab Charlotte heute noch nicht gesehen.
09:07Und sie hat sich auch nicht bei dir gemeldet?
09:08Nein, obwohl wir eigentlich heute ihre nächsten Geschichten besprechen wollten.
09:12Ich versuch's nochmal auf dem Handy.
09:15Was ist denn los?
09:17Ist das was mit Marie?
09:18Nein, mit Daniel.
09:21Wieso? Was ist mit ihm?
09:24Sie haben ihn vorhin verhaftet.
09:28Scheiße.
09:30Und?
09:31Was heißt da und?
09:33Achso, na, ich meine, aus welchem Grund haben Sie ihn dann verhaftet?
09:37Das wissen wir auch nicht so genau, aber wahrscheinlich ist er verdächtig, weil er Marie gefunden hat.
09:42Ja, das wird sich alles schon aufklären.
09:44Ja, ich weiß nicht.
09:44Also.
09:48Hast du sie erreicht?
09:49Nee, nur die Mailbox.
09:50Aber diesmal hab ich draufgesprochen.
09:52Ich will ja echt nicht stressen, aber Mittagspause ist um.
09:56Ja.
09:57Was ist, kommst du mit?
09:58Ah, ich geh sie suchen.
10:00Ich hab irgendwie ein komisches Gefühl.
10:02Dann komm ich mit.
10:03Das heißt, wenn es okay ist.
10:05Ja, klar.
10:07Und du?
10:08Ich würd ja gerne, aber nach der Abmahnung letztens kann ich mir keinen Stress mit meinem Meister erlauben.
10:12Ja, dann sag in der Firma Bescheid.
10:14Ja, mach ich.
10:15Und ihr sagt Bescheid, wenn ihr Charlie gefunden habt.
10:16Mach.
10:17Ja.
10:18Tschüss.
10:19Tschüss.
10:22Also, wo fangen wir an?
10:24Ich hab da so eine Idee.
10:26Ach, hören Sie.
10:28Mir sind Ihre Bestimmungen völlig egal.
10:31Wozu sind Sie Anwalt?
10:35Ich möchte meinen Sohn noch heute im Gefängnis besuchen.
10:38Dann werden Sie es eben möglich machen.
10:41Wozu bezahle ich Sie schließlich?
10:44Was haben Sie gesagt?
10:45Daniel ist...
10:46Ja, Sie haben richtig gehört.
10:48Daniel wurde verhaftet.
10:50Und das hat er ja wohl zu einem guten Teil Ihnen zu verdanken.
10:53Wie können Sie so etwas behaupten?
10:55Behauptungen sind ja wohl eher Ihre Sache.
10:59Wie mir unser Anwalt gerade berichtet hat, ist Daniel aufgrund belastender Aussagen verhaftet worden.
11:04Aber ich habe doch nur der Polizei erzählt, dass Marie am Boden lag nach dem Streit mit Daniel und ich...
11:11Tja, und was hat sich die Frau Kommissarin wohl daraufhin gedacht?
11:15Frau Grafenberg, ich weiß nicht, was Sie mir hier eigentlich unterstellen wollen.
11:19Ich habe nur gesagt, wie es gewesen ist.
11:21Was hätte ich denn Ihrer Meinung nach tun sollen?
11:23Den Mund halten zum Beispiel.
11:26Ich glaube, dass Daniel unschuldig ist.
11:28Aber etwas zu verschweigen oder sogar zu lügen,
11:31das hätte die Situation für ihn sicher nur noch verschlimmert.
11:34Was kann es Schlimmeres für Daniel geben, als im Gefängnis zu landen?
11:39Ich hatte immer gedacht, es liegt Ihnen etwas an meinen Kindern.
11:53Sie haben Ihnen Handschellen abgeführt, wie ein Verbrecher.
11:57Was sollen wir denn jetzt machen, Jan?
11:59Wir müssen Daniel doch irgendwie helfen.
12:01Du glaubst doch auch, dass das nicht wahr.
12:03Ja, natürlich, aber...
12:05Aber was?
12:07Jan, du bist dein bester Freund, du kennst ihn doch.
12:10Ich glaube, ich muss dir was sagen.
12:13Was?
12:14An dem Abend, als das mit Marie passiert ist,
12:16da war Daniel doch hier.
12:18Ich weiß, er hat sich betrunken.
12:20Und dabei ein paar ziemlich üble Dinge über Marie erzählt.
12:23Ja.
12:24Weil er sich geärgert hat, weil er herausgefunden hat,
12:26dass sie ihn die ganze Zeit belogen hat.
12:28Er hat noch was anderes gesagt.
12:29Was denn?
12:30Er hat angedeutet, dass er...
12:34Naja...
12:35Dass er sich wünscht,
12:36Marie wäre nicht mehr da.
12:39Wie?
12:40Nicht mehr da?
12:41Er hat sich gewünscht,
12:42dass sie tot wäre.
12:45Aber das hat er doch niemals so gemeint, Jan.
12:47Er war wütend, er war betrunken.
12:49Ja, das habe ich der Polizei auch gesagt.
12:51Was davon weiß die Polizei schon?
12:54Ich hätte die Klappe halten sollen.
12:58Aber...
13:01Du hast halt getan,
13:03was du für richtig gehalten hast.
13:05Und dafür sitzt mein bester Freund jetzt im...
13:09Knast.
13:15Ach.
13:17Auch das noch.
13:19Warte, Eva, ich helfe dir.
13:23Dank dir.
13:25Was ist los mit dir?
13:26Du zitterst ja.
13:28Ist was mit Marie?
13:30Du weißt es noch gar nicht.
13:32Warst du denn nicht in der Manufaktur?
13:34Nein, ich...
13:35Ich hatte einen Außentermin mit einem Kunden.
13:38Was ist denn passiert?
13:41Daniel.
13:42Daniel ist im Gefängnis.
13:44Nein.
13:46Also doch.
13:48Wie meinst du denn das?
13:49Also doch.
13:51Naja.
13:52Irgendwie war wohl damit zu rechnen.
13:54Aber du glaubst doch nicht, dass Daniel...
13:56Nein, natürlich nichts.
13:59Was spricht so vieles gegen ihn?
14:03Ich hätte vielleicht der Polizei doch nichts erzählen sollen von dem Streit.
14:07Von welchem Streit?
14:09An diesem Tag haben Marie und Daniel sich gestritten.
14:13Und ich bin zufällig am Zimmer vorbeigekommen.
14:16Und da lag Marie am Boden.
14:19Daniel hatte sie weggeschubst.
14:20Mein Gott, ein Streit.
14:22Das kommt doch in den besten Familien vor.
14:26Hör auf, Eva.
14:28Es war bestimmt nicht deine Schuld, dass Daniel unter Verdacht steht.
14:31Das ist deine Mutter aber ganz anderer Meinung.
14:34Meine Mutter hat dir Vorwürfe gemacht?
14:35Ja.
14:36Und ich glaube, sie hat recht.
14:38Ich hätte nichts sagen dürfen.
14:39Oh, ihr seht, Eva.
14:41Du hast genau das Richtige getan.
14:43Du hättest Daniel doch nicht geholfen, wenn...
14:45wenn du die Polizei auch noch belogen hättest.
14:47Er war es nicht und Punkt.
14:51Ich hol mal Schaufel und Handfeger.
14:53Pass auf.
14:55Sonst schneidest du dich noch.
15:05Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben musst.
15:10Es hat dir das Herz gebrochen.
15:26Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:29Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:36Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:40Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:41Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:42Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:43Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:44Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:44Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:44Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:46Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:47Ich bin froh, dass du das alles nicht miterleben kannst.
15:54Ich glaube nicht, dass Charlie hier ist. Hier, wo das mit Marie passiert ist?
15:58Ach komm schon, Versuch ist es wert.
16:01Charlie!
16:02Was ist hier?
16:04Was machst du denn hier?
16:06Wir haben uns Sorgen gemacht.
16:10Ich weiß nicht.
16:15Ich dachte, ich verstehe es, wenn ich einfach nur mehr herkomme.
16:20Na ja, komm, wir bringen dich jetzt erstmal hier weg.
16:25Ja, am besten zu mir jetzt. Das ist am nächsten dran, ja?
16:30Komm, komm.
16:56Ein Nein akzeptiere ich nicht, Herr Jansen.
17:00Ich möchte meinen Sohn sehen, und zwar noch heute.
17:05Dann müssen Ihre Argumente eben bestechender sein.
17:09Wenn Sie verstehen, was ich meine.
17:13Drehst du jetzt völlig durch?
17:15Wie bitte?
17:16Wie kommst du dazu, Eva irgendwelche Vorwürfe zu machen?
17:19Sie ist völlig fertig.
17:21Ich habe nur gesagt, wie es ist.
17:24Oder meinst du etwas nutzt Daniel, wenn irgendwelche Angestellten der Polizei von einem Handgemenge zwischen ihm und Marie berichten?
17:33Und das sagst ausgerechnet du?
17:36Was soll das heißen?
17:39Wenn du schon irgendwelche Schuldzuweisungen brauchst, dann fang am besten bei dir selber an.
17:46Wer hat denn Marie zurück nach Falkenthal gebracht, obwohl sie hier schon mal unglücklich geworden ist?
17:51Und zwar, weil Daniel sie verlassen hat.
17:54Die beiden hatten eine zweite Chance für die.
17:56Eine zweite Chance?
17:58Du wolltest doch nur Julia Schilling loswerden.
18:01Und Maries Vermögen war doch auch nicht zu verachten.
18:06Was ist?
18:07Habe ich da etwa einen wunden Punkt getroffen?
18:11Bist du fertig?
18:13Nein, bin ich nicht.
18:16Daniel hat Marie nie geliebt.
18:18Und nur weil du ihr immer das Gegenteil eingeredet hast,
18:21musste sie sich eine Scheinschwangerschaft ausdenken, um Daniel zu halten.
18:25Willst du mich jetzt für diese Lüge verantwortlich machen?
18:28Du bist dafür verantwortlich.
18:30Und dafür, dass Marie diesmal nicht im Sanatorium, sondern auf der Intensivstation gelandet ist.
18:41Hallo.
18:44Arbeitest du von zu Hause weiter?
18:46Nein.
18:48Ich habe mir freigenommen diesen Nachmittag.
18:51Ich wollte noch mal mit dir reden, wegen vorhin.
18:54Ich glaube, du hast mich da falsch verstanden.
18:56Das glaube ich nicht.
18:58Du hast gesagt, dass du Daniel einen Mordversuch zutraust.
19:01Ich habe gesagt,
19:03dass ich unter den gegebenen Umständen verstehen kann,
19:05wenn Daniel die Tat begangen hätte.
19:07Das ist ein riesiger Unterschied.
19:08Frederik, du solltest Daniel am besten kennen.
19:10Ihr standet euch mal so nah.
19:11Deshalb begreife ich doch, wie sehr er in die Sache mit Marie getroffen haben muss.
19:16Julia.
19:18Ja?
19:20Du weißt doch genau,
19:22was Daniel für diese angebliche Schwangerschaft aufgegeben hat.
19:26Und wie schwer ihm das gefallen ist.
19:30Und jetzt stellt sich raus, dass das alles eine riesige Lüge ist,
19:34dass Marie ihn die ganze Zeit manipuliert hat.
19:44Und wenn Frederik recht hat,
19:48vielleicht ist es falsch,
19:49an Daniels Unschuld zu glauben.
19:50Alle Fakten und Hinweise sprechen gegen ihn.
19:55Nein.
19:57Ich weiß nicht, wieso.
19:58Ich kann es nicht begründen,
19:59aber ich spüre es.
20:01Ich weiß es einfach.
20:05Daniel hat Marie das nicht angetan.
20:07Ich weiß nicht,
20:59Zeit, Herr Röscher.
21:28Willkommen.
22:02Charlotte, wir wollten hier vorhin etwas sagen.
22:04Die Polizei hat jemandem festgenommen.
22:09Sie wissen, wer Marie das angetan hat?
22:15Was ist das denn?
22:16Nichts.
22:22Charlotte.
22:23Das ist doch Blut.
22:29Ist es etwa Daniels Hemd?
22:32Nico wollte es gestern schon weggeschmissen haben.
22:35Wegschmeißen?
22:36Das ist ein Beweis, statt das gehört zur Polizei.
22:39Charlie, Daniel ist derjenige, der verhaftet wurde.
22:43Wenn wir das zur Polizei bringen, dann belasten wir ihn vielleicht noch mehr.
22:48Ja?
22:49Das kann natürlich gut sein.
22:51Und an solcher Blutspritzer kann man feststellen, wie so eine Tat abgelaufen ist.
22:55Ich...
22:55Ihr könnt das hier nicht verstehen, dass ich wissen will, wer Marie das angetan hat, oder?
23:00Glaubst du etwa auch, dass Daniel Gravenberg zu sowas...
23:02Nein, aber glaubst du, die Polizei nimmt ihn einfach nur fest, weil sie gerade nichts Besseres zu tun hat, oder
23:06was?
23:06Selbst wenn die Polizei recht hat, dann war es bestimmt ein Unfall.
23:10Daniel hätte sowas nie mit Absicht gemacht.
23:14Sei mir nicht böse.
23:15Aber darüber kann ich und will ich mir überhaupt gar keine Gedanken machen.
23:20Und weißt du wieso?
23:22Weil meine Schwester vielleicht nie wieder aufwachen wird.
23:25Deshalb.
23:35Charlie.
23:37Charlie, so war das nicht gemeint.
23:40Charlie.
24:21Charlie, so war das nicht gemeint.
24:25Dopamin muss rauf.
24:273-Ampolen-Supra dazu.
24:31Defibrillator.
24:38Wo bleibt das Gerät?
24:46Kann ich bitte noch einen haben?
24:48Na klar.
24:51Sag mal, hast du das vorhin ernst gemeint?
24:54Also ich meine, dass du tatsächlich glaubst, dass Daniel schuldig ist.
24:59Ich hab gesagt, ich weiß es nicht.
25:01Aber du kennst doch Daniel.
25:04Glaubst du tatsächlich, der ist zu sowas Schrecklichem imstande?
25:06Ich meine, wenn's um Jörg geht, klar, aber...
25:10Also ich find, es ist jetzt ein bisschen naiv.
25:16Ja, entschuldige, aber bei dir scheint's ja nur Gut und Böse zu geben.
25:19Das ist doch totaler Quatsch!
25:21Warst du noch nie so wütend, dass du dir gedacht hast, du bist zu allem fähig?
25:25Ja doch, schon!
25:26Ja, bitte.
25:27Warum glaubst du denn, dass Daniel damit nichts zu tun hat?
25:31Also, jemand ist so lange unschuldig, bis das Gegenteil bewiesen ist.
25:36Und die Polizei hätte ihn bestimmt mitgenommen, wenn sie nichts gegen ihn in der Hand hätte.
26:00Du hast Daniel und mich auseinandergebracht! Du hast unsere Liebe zerstört!
26:04Wie konntest du das tun?
26:09Weil ich Daniel liebe!
26:11Weil ich mit ihm zusammen sein wollte, weil...
26:14Du weißt überhaupt nicht, was Liebe ist, Marie!
26:16Hallo, Julia!
26:17Hallo, Kolja!
26:19Hast du Charlotte gesehen?
26:21Nein, tut mir leid.
26:22Ich hatte gehofft, sie hier zu finden.
26:25Wieso ist was passiert? Geht's Marie schlechter?
26:28Ich weiß nicht, keine Ahnung.
26:31Weißt denn, Charlotte, das von Daniel schon?
26:33Ja, Lilly und ich haben es ihr vorhin gesagt.
26:36Aber sie schien nicht besonders überrascht.
26:38Hast du was anderes erwartet?
26:39Ja, irgendwie schon.
26:40Ich meine, ich weiß, dass sie Daniel nie besonders leiden konnte, aber dass sie ihm das zutraut.
26:44Sie will sogar sein Hemd der Polizei geben.
26:48Welches Hemd?
26:49Naja, das Hemd, das Daniel anhatte, als er Marie gefunden hat.
26:51Wieso das denn?
26:53Als Beweis, wegen der ganzen Blutflecken und so.
27:02Danke, dass wir so schnell kommen konnten.
27:03Sie sagten am Telefon, sie hätten ein neues Geweihstück für uns?
27:06Ja.
27:08Das hier gehört Daniel Gravenberg.
27:10Und der hat das an, als meine Schwester niedergeschlagen wurde.
27:13Sie wissen aber schon, dass Daniel Gravenberg bereits festgenommen wurde.
27:16Ja?
27:17Und Blutspuren haben wir auch auf seinen anderen Kleidungsstücken gefunden.
27:20Aber ich dachte, das hilft Ihnen vielleicht trotzdem.
27:22Ja, es ist sehr nett von Ihnen, Frau Vermont, dass Sie uns helfen wollen.
27:25Aber ich muss Ihnen sagen, die Kleidung von Daniel Gravenberg bringt uns keinen wirklichen Beweis.
27:31Wie? Das, das verstehe ich nicht.
27:33Ja, dadurch, dass er die Verletzte transportiert hat, konnte das Blut ja überall an seine Kleidung geraten.
27:38Und hat eventuelle alte Spuren dadurch unbrauchbar gemacht.
27:41Es ist einfach nicht mehr nachzuvollziehen, ob das Blut nun bei der Tat oder später an die Sachen kommen konnte.
27:48Aber Sie sind sich trotzdem sicher, dass es Daniel war?
27:52Sagen wir mal so, es gibt verschiedene Zeugenaussagen, die ihn sehr belasten.
27:56Und er hat kein Alibi.
27:58Es deutet vieles darauf hin, dass es sich um eine Beziehungstat handelt.
28:04Ist alles in Ordnung?
28:06Ja, klar. Danke.
28:08Dann will ich mich mal wieder auf den Weg machen.
28:11Oh, Entschuldigung.
28:13Redmann?
28:14Ja.
28:15Gibt's was Neues?
28:17Ach, verstehe.
28:21Und geht's ihr wieder besser?
28:24Ja.
28:25Dankeschön.
28:27Es war das Krankenhaus.
28:31Ist was mit meiner Schwester?
28:34Offensichtlich hat sich ihr Zustand wieder verschlechtert.
28:36Also die Ärzte konnten sie wieder stabilisieren, aber...
28:39Ich geh jetzt sofort zu.
28:44Ja?
28:56Schwierig?
28:57Nein, komm ruhig rein.
28:59Ich kann mich eh nicht wirklich konzentrieren.
29:03Das mit Daniel habe ich schon gehört.
29:08Wie geht's ihm denn?
29:11Ich weiß es nicht.
29:13Im Moment darf ihn niemand besuchen.
29:15Aber ich denke mal, beschissen.
29:20Und dir?
29:22Wie soll's mir schon gehen?
29:26Ich habe irgendwie das Gefühl, dass gerade alles um mich herum zusammenbricht.
29:31Wenn du wieder mit jemandem eine Motorradtour machen willst, um den Kopf freizukriegen.
29:36Das ist lieb von dir, danke.
29:39Aber ich glaube, das hilft mir im Moment auch nicht wirklich.
29:43Schon klar.
29:44Ich will nur, dass du weißt, wenn ich irgendwas für dich tun kann.
29:48Wenn du denjenigen findest, der Marie wirklich zusammengeschlagen hat?
29:54Ja?
29:56Ja?
29:56Grafenberg?
29:58Nein.
30:21Hey, Marie.
30:25Ich bin Charlotte.
30:30Du hast mir ganz schön Schrecken eigentlich gehabt.
30:32Weißt du was?
30:36Marie, du musst kämpfen.
30:38Hörst du?
30:40Du darfst nicht aufgeben.
30:42Bitte, Marie.
30:43Ich brauche dich.
30:44Verdammt, ich brauche dich.
30:45Schade, das riecht dir an in die Spitze.
30:47Ich verstehe.
31:03Sollte sich noch mal irgendeine Veränderung ergeben, dann rufen Sie mich bitte sofort an, ja?
31:09Alles klar.
31:11Vielen Dank.
31:14Was ist denn passiert?
31:15Wie ist?
31:16Marie.
31:19Sie hatte vorhin den Herz-Kreislauf-Versagen.
31:22Und jetzt?
31:23Wie geht's dir?
31:24Sie haben sie stabilisiert, aber trotzdem.
31:28Es sieht nicht gut aus.
31:32Ist schon okay.
31:35Sorry.
31:37Ich wollte dir nicht zu nahe treten.
31:39Ich dachte nur...
31:41Was hast du neulich gesagt?
31:44Du und ich, wir sind doch nur gute Freunde.
31:47So war das doch, oder?
31:48Na ja, Frau, die können sich doch auch mal in den Arm nehmen, oder?
31:55Okay, verstehe.
31:57Nico.
32:16Also dann, in einer Stunde vor dem Gefängnis.
32:20Ja, alles klar, Dr. Janssen.
32:24Bis dann.
32:27Guten Tag, Frau Grafenberg.
32:29Gibt's Neuigkeiten von Daniel?
32:30Ja, ich darf ihn noch heute Abend besuchen.
32:33Oh, Gott sei Dank.
32:35Können Sie ihm was ausrichten von mir, bitte?
32:37Sagen Sie ihm, dass ich an ihn glaube und dass ich weiß, dass er es nicht getan hat.
32:43Können wir unsere Differenzen dieses eine Mal vergessen?
32:47Entschuldigen Sie, aber ich muss mich jetzt fertig machen.
32:50Wir stehen doch auf derselben Seite.
32:53Das werden wir nie, Frau Schilling.
32:55Hören Sie, ich weiß, dass Sie mich nicht mögen und das geht mir mit Ihnen ganz bestimmt genauso.
32:58Aber jetzt geht's doch gar nicht um uns, sondern um Daniel.
33:02Er braucht uns und wir können ihm helfen, seine Unschuld zu beweisen, wenn wir zusammenarbeiten.
33:11Okay.
33:17Okay.
33:28Okay.
33:33Okay.
33:43Musik
34:13Musik
35:00Ich bin nicht froh, dich zu sehen.
35:02Tut mir leid, dass du das nicht gestattet.
35:05Das ist mein Sohn.
35:06Schön.
35:22Wie geht's dir denn? Behandelt man dich gut?
35:26Wir leben nicht mehr im Mittelalter. Wie du siehst, trage ich auch gar keine Fußfesseln.
35:30Mach mir doch nur Sorgen um dich.
35:32Ich weiß.
35:39Ich habe mich übrigens mit Dr. Janssen...
35:41Keine Berührungen, bitte.
35:45Ich habe mich übrigens mit Dr. Janssen in Verbindung gesetzt.
35:49Er macht sich gerade mit deinem Fall vertraut.
35:52Danke.
35:54Du musst dich doch nicht bedanken.
36:00Du weißt, du kannst dich immer auf mich verlassen.
36:04Ja.
36:07Ich möchte, dass du mich in der nächsten Zeit vertrittst.
36:11Wie meinst du das?
36:13Ich will, dass du die Leitung der Manufaktur übernimmst für die Zeit, die ich hier bin.
36:22Also, noch nichts Neues von Daniel.
36:26Ich habe zumindest nichts gehört.
36:28Er ist es nicht gewesen.
36:33Was macht sie da so sicher?
36:36Schon als kleiner Junge war Daniel so harmoniebedürftig.
36:40Also, ich weiß noch, eines Tages, da kam er völlig zerzaust nach Hause.
36:45Ja, mit einer Schürflunde am Knie.
36:48Ein Mitschüler hat ihn geschubst und Patricia hat ihn gehänselt und gefragt, warum er nicht zurückgeschlagen hat.
36:54Daniel hat nur gelächelt und ihr klargemacht, dass sein Mitschüler in Zukunft viel mehr gestraft sein würde,
37:00wenn er seine Mathematikarbeiten allein schreiben müsste.
37:05Daniel hat seine Probleme immer auf seine Weise gelöst, aber nie mit Gewalt.
37:12Menschen ändern sich.
37:17Glauben Sie nicht, dass es mir genauso nahe geht wie Ihnen?
37:21Daniel ist mein Neffe.
37:23Er bedeutet mir viel.
37:26Aber Sie können doch nicht wirklich glauben, dass Daniel zu einem Mordversuch fähig ist.
37:33Nein.
37:35Aber ich glaube, es ist zumindest denkbar unter den gegebenen Umständen, dass er die Nerven verloren hat.
37:42Daniel ist dazu überhaupt nicht in der Lage.
37:44Schon gar nicht, wenn er jemanden liebt.
37:47Hat er denn das jemals?
37:51Was?
37:51Sie geliebt.
37:54Marie wirklich geliebt.
38:19Natürlich werde ich die Manufaktur in deinem Sinne leiten.
38:22Du kannst dich ganz auf mich verlassen.
38:25Ich weiß.
38:26Ich bin mir sicher, du kommst in den nächsten Tagen hier schon wieder raus.
38:30Schließlich ist Dr. Jansen einer der besten Anwälte überhaupt.
38:34Ja, vielleicht mag es sein.
38:36Vielleicht.
38:38Daniel, du bist unschuldig.
38:40Die Polizei muss dich wieder gehen lassen.
38:42Und wenn nicht, was ist, wenn ich es wirklich war?
38:46Daran darfst du erst gar nicht denken.
38:49Ich kann mich an nichts mehr erinnern.
38:52Ich war vollkommen getrunken und ich habe mir in der Öffentlichkeit gewünscht, Marie wäre tot.
38:56Und wenn schon?
38:58Du fachst es nicht.
39:00Wie kannst du dir das so sicher sein?
39:13Hey, du hast nicht zufälligerweise irgendwas Essbares mitgebracht?
39:17Mhm.
39:19Hey, alles klar?
39:21Sehe ich so aus?
39:23Ja, Lilly hat mir schon erzählt, dass es mit Charlie nicht so gut lief.
39:27Ja, dann weißt du ja alles.
39:30Hast du nur mit ihr gesprochen.
39:32Das macht momentan irgendwie alles keinen Sinn.
39:34Sie versteht alles falsch.
39:36Ja, Charlie macht im Moment einfach eine miese Zeit durch.
39:39Ja, danke für die Info.
39:41Ja, ich meine, vielleicht ist es einfach besser, dass du sie im Moment ein bisschen in Ruhe lässt.
39:46Verstehe.
39:47Ja, wenn es Lilly so richtig dreckig gehen würde, würdest du dich einfach zurückziehen, ja?
39:50Wow, so ein Freund wünscht sich jede Frau.
39:52Mein Gott, ja, das habe ich nicht gemeint.
39:53Ich meine nur, dass...
39:54Lass mal stecken, Tim.
39:57Hast du trotzdem Bock auf eine Pizza?
39:59Ich hole sie auf.
40:01Warum nicht?
40:13Daniel, du bist mein Sohn.
40:16Ich weiß, du wärst niemals in der Lage, Marie so etwas anzutun.
40:20So, die zweite Sohn.
40:21Kommen Sie mal bitte.
40:22Bitte halte durch.
40:31Ich hole dich hier raus.
40:33Dafür sorge ich.
40:36Bravo.
40:38Was für ein Auftritt, Annabelle.
40:40Man könnte meinen, du meinst das Ernst.
40:44Frau Grafenberg, kommen Sie dann bitte.
40:46Das tue ich.
40:47Ja, ja.
40:51Und warum sagst du dann nicht die Wahrheit?
40:56Es sind so viele Beamte hier.
40:59Erzähl ihnen doch, dass du Marie niedergeschlagen hast.
41:03Und dann ist Daniel heute Abend wieder auf freiem Fuß.
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