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KurzfilmeTranskript
00:09Und nun?
00:11Warum sollte ich hier anhalten?
00:14Ist doch schön hier, oder?
00:16Sehr schön.
00:18Wollen Sie Landschaftsaufnahmen machen?
00:20Ich dachte, wir gehen essen.
00:23Keine Lust auf einen Appetit haben.
00:28Willst du wissen, worauf ich Appetit habe?
00:33Ich habe da so ein Gefühl, wir haben einen ganz ähnlichen Geschmack.
00:37Ach ja?
00:38Ganz sicher.
00:58Daniel?
01:00Daniel?
01:30Untertitelung des ZDF für funk, 2017
01:52Was ist es?
01:53Nichts.
01:59Irgendwie bist du doch nicht ganz bei der Sache.
02:01Was soll ich denn sonst sein?
02:21Was ist denn das für ein Außentermin, wohin Jörg unterwegs ist?
02:24Ach, irgendwas furchtbar Wichtiges.
02:27Hm, naja.
02:28Hätte mich auch sehr gewundert, wenn Jörg etwas tut, was nicht furchtbar wichtig ist.
02:32Jetzt hör mal zu.
02:33Jörg kann einfach nicht über alles reden.
02:35Da geht es schließlich um interne, vertrauliche Firmenangelegenheiten.
02:39Klar.
02:40Klar.
02:41Ja.
02:42Privat ist ja ganz anders so romantisch.
02:44Ich habe immer Flugzeuge im Bauch, wenn wir uns sehen.
02:47Naja, solange dich keine Bruchlandung erwartet.
02:50Neidisch.
02:51Weil dir keiner das Frühstück ans Bett bringt und dich auf Händen trägt.
02:55Ich weiß ja nicht, was du daran so romantisch findest.
02:58Frühstück im Bett.
02:59Das gibt doch nur Krümel.
03:02Endlich habe ich den Mann meines Lebens gefunden.
03:04Und jeder versucht mir, diese Liebe malig zu machen.
03:10Du hast einfach keine Ahnung von Romantik.
03:13Deswegen bist du auch immer noch Single.
03:22Jörg ist doch mit Silke zusammen.
03:25Was hat er mit Patricia vor?
03:42Nie im Leben ist Jörg in Patricia verliebt.
03:46Sein widerlicher Blick eben.
03:48Er hat es genossen, dass ich ihn mit Patricia überrascht habe.
03:52Er will sich doch nur Macht über die Grafenbergs verschaffen.
03:55Und Silke ist für ihn nur eine Puppe, die er wegwirft, wenn er sie nicht mehr braucht.
03:59Ich muss versuchen, sie vor Jörg zu warnen.
04:02Und Daniel auch.
04:10Ich verstehe gar nicht, wieso du so hellwach bist, während ich mich wie vom Elch getreten fühle.
04:15Wieso? War doch ein witziger Abend, oder?
04:17Ja, ich bin es nur nicht gewohnt, so lange nicht zu schlafen.
04:22Deshalb bekommst du jetzt von mir auch eine Extra-Ladung Vitamine mit Mineralien und Mineralien mit Vitaminen.
04:29Ähm, habt ihr irgendwie einen Mixer oder sowas?
04:32Nee.
04:34Und das hilft gegenüber Müdung und Kopfschmerzen?
04:37Immer.
04:40So.
04:44Fertig.
04:48Und was ist da drin?
04:50Ähm, Joghurt, Tomatensaft, Salz, Pfeffer...
04:54So genau will ich das gar nicht wissen.
04:59Danach fühlst du dich wie ausgewechselt.
05:02Ach.
05:04Aber für die Arbeit ist es trotzdem zu spät.
05:08Na, ähm, wollen wir dann nicht noch was zusammen unternehmen?
05:11Oder hast du ein schlechtes Gewissen, weil du gestern auch schon nicht arbeiten warst?
05:14Irgendwie schon.
05:15Das ist das erste Mal, dass ich blau gemacht habe.
05:17Na, dann wird's mal Zeit.
05:20Eigentlich arbeite ich ganz gerne.
05:22Ach, die werden schon noch einen Tag ohne dich auskommen.
05:25Ja, schon, aber...
05:27Aber?
05:29Ich verdanke den Grafenberg sehr viel.
05:31Äh, besonders Daniel.
05:34Wieso?
05:35Ich hatte nicht gerade ein super Zeugnis und er hat mir trotzdem die Leerstelle gegeben.
05:40Ach, komm, Kolja, der gute Daniel ist trotzdem kein Heiliger.
05:43Wie meinst du das?
05:45Ach, seines Wegen ging es meiner Schwester mal ziemlich beschissen.
05:49Wieso?
05:50Ach.
05:52Marie und Daniel waren schon mal ein Paar.
05:55Er hat sie dann verlassen.
05:59Sie sind doch jetzt wieder zusammen, oder?
06:02Ja.
06:03Sieht ganz so aus.
06:06Vielleicht haben sich beide verändert und es funktioniert jetzt.
06:11Wenn Daniel Marie ein zweites Mal sitzen lässt,
06:16das übersteht sie nicht.
06:21Inschalotte.
06:21Ja.
06:24Schon gut.
06:27Wollen wir noch ein paar Videos gucken?
06:29Ja, aber es sind nicht gerade so die aktuellsten.
06:34Egal.
06:42Für eine Anfängerin bist du ziemlich gut, Christa.
06:45Als Anglerin.
06:47Meinst du wirklich?
06:49Hör mal.
06:50Bei mir hat noch kein einziger Stichling angebissen
06:53und bei dir kommen die dicksten Barsche in fünf Minuten teils.
06:57Anfängerglück.
07:01Ich wusste gar nicht, dass Angeln so entspannend ist.
07:05Also so einen Hecht, wie du ihn gerade rausgeholt hast,
07:07also den habe ich überhaupt noch nie gesehen.
07:10Warum haben wir früher nicht geangelt?
07:12Wir hatten den See auch nicht direkt vor der Haustür.
07:16Kannst mich ja öfter mitnehmen.
07:19Das ist mir zu riskant.
07:21Wieso?
07:22Weil ich dir alle Fische wegangle?
07:25Weil ich doch nicht mehr zum Angeln kommen würde.
07:42Hast du sonst noch irgendwelche Fragen?
07:45Mal sehen.
07:46Also Farben bei Rogal bestellen.
07:48Zuständig für Gladbrand, Manfred Kempowski.
07:51Gabrielle Halle vom Materiallager ist der Mutterschutz.
07:53Den Schlüssel von Silke aus.
07:54Habe ich das wirklich so hartlein aufgezählt?
07:57Ja.
08:00Entschuldige.
08:01Ich vergesse manchmal, dass es noch andere Menschen gibt,
08:03die ihren Job so ernst nehmen wie ich.
08:05Das war ein Kompliment.
08:07Mhm.
08:08Julia, es freut mich wirklich,
08:10dass du dich so gut in die Designabteilung eingearbeitet hast.
08:12Danke, das freut mich auch.
08:15Daniel, kann ich dich noch was fragen?
08:17Natürlich.
08:19Wie geht's Patrizia?
08:22Ihr geht es gut.
08:24Sie muss ja jetzt das Gefühl haben,
08:26ich hätte ihr ihren Platz weggenommen.
08:29Julia, du hast niemandem etwas weggenommen.
08:31Patrizia muss ihr Verhalten ganz allein verantworten.
08:35Ich weiß.
08:37Aber was ist, wenn sie sich auf die falsche Art über ihre Entlastung hinweg tröstet?
08:42Worauf willst du hinaus?
08:44Ich mache mir einfach Sorgen um Patrizia.
08:47Das ist aber reizend,
08:48dass ausgerechnet du dich um mich sorgst.
08:50Es geht mir blendend.
08:51Danke der Nachfrage.
08:54Ich orientiere mich an den einfachen Genüssen des Lebens sozusagen.
08:58Es tut mir leid, wenn du...
09:00Du bist die Letzte,
09:01von der ich Verständnis oder Mitgefühl vorgeheuchnet bekommen will.
09:05Entschuldige, ich...
09:06Ich wollte dir nicht zu nahe treten.
09:08Julia, ich glaube, Marie wollte noch mit dir sprechen.
09:11Sie wartet im Wohnzimmer.
09:15Danke.
09:29Darf ich ihn helfen?
09:31Oh, Jörg, hast du mich erschreckt?
09:33Hast du jemand anderes erwartet?
09:35Nein, aber ich dachte, du bist nur auf deinem Außentermin.
09:38Ich hatte so Sehnsucht nach dir.
09:40Und hab mich beeilt.
09:42Warst du erfolgreich?
09:44Sehr erfolgreich.
09:45Das freut mich.
09:46Kannst du darüber reden?
09:48Silke, du weißt doch, das ist alles vertraut.
09:50Natürlich.
09:51Ich kann klatsch und bratsch sowieso nicht ausstehen.
09:53Also.
09:55Weißt du, was ich gelesen habe?
09:5793% aller Männer glauben, dass eine stabile Partnerschaft dazu beiträgt,
10:02dass sie beruflich erfolgreich sind.
10:04Und über die Hälfte davon gibt an,
10:06dass sie nach einem besonders starken sexuellen Erlebnis
10:08die schwierigsten Verhandlungen lösen können.
10:13Da ist was Wahres dran.
10:15Die Nacht mit dir war unglaublich.
10:24Entschuldige.
10:27Falkenthal, Porzellan, Mertens am Apparat.
10:29Was kann ich für Sie tun?
10:31Kompliment, Annabelle.
10:34Deine Schlussfolgerungen aufgrund der Marktanalysen sind brillant.
10:37Und hervorragend ausgearbeitet.
10:39Danke.
10:41Ja?
10:43Ja, mein Schwager ist noch bei mir.
10:46Einen Moment.
10:47Die Mertens will wissen, wo sie das Gespräch mit Blomberg für dich leiten soll.
10:52Äh, wenn sie nicht stört, nehme ich es hier an.
10:56Stellen Sie durch, Frau Mertens.
10:58Herr Blomberg, guten Tag, wie geht's?
11:00Danke.
11:01Ausgezeichnet.
11:03Ja, freut uns auch.
11:07Ja, natürlich.
11:09Gerne.
11:11Werde ich ausrichten, danke.
11:12Äh, dann melde ich mich bei Ihnen.
11:14Ja, gerne, wiederhören.
11:16Blomberg.
11:17Das ist doch ein Einrichtungsgeschäft für exklusive Wohnaccessoires in Hamburg, wenn ich mich nicht irre.
11:24Mit einer florierenden Filiale in Düsseldorf und demnächst auch in London.
11:27Hm, ein neuer Kunde?
11:29Vielleicht.
11:30Blomberg hat von dem Erfolg unserer Wildrosenserie gehört.
11:32Und möchte, dass wir eine eigene Linie für seine Läden entwerfen.
11:36Na, worauf wartest du?
11:38Ruf Patricia an.
11:40Patricia arbeitet nicht mehr für Falkenthal-Portional.
11:43Wenn jemand in der Lage ist, auf einen individuellen Kundenwunsch einzugehen, dann Patricia.
11:49Blomberg besteht auf der Designerin, die das Wildrosendesign entworfen hat.
11:54Auf diese Schilling?
11:57Ich finde das eine wirklich gute Idee.
11:59Frederik, das kannst du nicht machen.
12:01Die ist mit so einem Auftrag völlig überfordert.
12:04Du scheinst zu vergessen, dass Julias Entwürfe einen renommierten Designpreis gewonnen haben.
12:08Ein Zufallstreffer.
12:10Sie hatte wirklich Glück, weil gerade Rosen im Trend liegen.
12:13Wer weiß, wie die Jury entschieden hätte, wenn nicht Patricias Name.
12:17Aber, komm, lassen wir das.
12:19Julia Schilling hat keinen blassen Schimmer, wie man seine eigene Linie entwickelt.
12:24Dazu gehört schon ein bisschen mehr.
12:27Das sehe ich anders.
12:28Ich möchte, dass Julia einige Probeentwürfe für Blomberg anfertigt.
12:33Falkenthal-Porzellan wird von einer Aushilfskellnerin repräsentiert?
12:37Was für ein absurder Gedanke, Frederik.
12:39Dann wirst du dich dran gewöhnen müssen.
12:42Übrigens solltest du dir einen anderen Ton zulegen,
12:44wenn du über unser neues Design-Talent, Frau Julia Schilling, sprichst.
12:49Natürlich, Frederik.
12:51Wenn du es wünschst.
13:11Das ist also Charlotte?
13:12Ja.
13:14Sie konnte richtig süß sein.
13:16Ich werde nie vergessen.
13:19Einmal gab es bei uns Erbsen zum Mittagessen.
13:21Und dann habe ich sie gefragt, ob sie noch welche haben möchte.
13:24Und dann hat sie ganz ernst überlegt
13:27und mich dann angeschaut und gesagt,
13:30ja, aber nur eine.
13:34Süß.
13:36Sag mal, Marie, wie verstehst du dich eigentlich mit Daniels Schwester?
13:41Sehr gut, wir sind eng befreundet.
13:42Schon eine Ewigkeit.
13:44Warum fragst du?
13:46Naja, meinetwegen ist Patrizia jetzt nicht mehr Chefin der Design-Abteilung.
13:50Naja, so ganz stimmt das ja nicht.
13:52Hast du etwa ein schlechtes Gewissen?
13:54Nein.
13:55Ich mache mir nur Sorgen um sie.
13:57Warum?
13:59Hast du nichts bemerkt in letzter Zeit?
14:02Naja, sie verfällt ab und zu
14:05in einen kleinen Kaufrausch, aber
14:07das passiert doch jeder Frau schon mal.
14:09Manche Frauen flüchten sich auch in irgendwelche Affären,
14:12wenn sie Probleme haben.
14:15Ich hatte ein Gespräch mit ihr über Beziehungen.
14:17Aber da hat sie nichts von einer aktuellen Affäre erzählt.
14:21Nein, das wüsste ich, wenn da was wäre.
14:24Was macht dich da so sicher?
14:26Du machst dir ja wirklich Sorgen.
14:27Gibt es da einen konkreten Anlass?
14:30Nein, es ist nur so ein Gefühl.
14:32Du meinst, ihr angeschlagenes Selbstbewusstsein macht sie anfällig?
14:37So in der Art.
14:40Oder es könnte auch jemand ihren Zustand ausnutzen
14:42und sie für seine Zwecke einspannen.
14:46Ich werde mich um Patrizia kümmern.
14:48Versprochen.
14:55Ist irgendwie einen komischen Geschmack, was Firma angeht.
14:59Normalerweise sucht Lilly die immer aus.
15:02Guckst du oft Videos mit Lilly?
15:04Jetzt nicht mehr.
15:05Früher hatten wir so etwas wie einen rituellen Videoabend.
15:10Verstehe.
15:12Und seitdem Lilly mit Tim zusammen ist,
15:14hat sie keine Zeit mehr,
15:15mit ihrem Sandkistenfreund Romantik-Schwarzen zu gucken.
15:18Ich habe jetzt auch keine Lust mehr.
15:20Willst du ein Saft?
15:22Ey!
15:24Brauchst du nicht deine Gefühle zu verstecken?
15:26Tue ich doch gar nicht.
15:29Du bist in Lilly verknallt.
15:32Charlotte, ich habe dir schon mal gesagt,
15:34dass das nicht der Fall ist.
15:35Dann sieh mir in die Augen und sag mir,
15:36dass du nicht in Lilly verknallt bist.
15:38Ich bin nicht in Lilly.
15:44Du hattest was sagen?
15:46In Lilly verknallt.
15:57Nee.
15:58So ganz glaube ich dir das nicht.
16:01Wieso?
16:03Du küsst nicht zurück.
16:19Schon besser.
16:28Ich könnte noch ewig mit dir weiterquatschen,
16:30aber ich muss jetzt langsam mal los zurück in die Manufaktur.
16:35Sag mal,
16:36was ist eigentlich aus der Geschichte
16:37mit dem verbrannten Tischtuch geworden?
16:40Davon weißt du?
16:42Annabelle hat davon erzählt.
16:45Tja,
16:46irgendjemandem hat mein Entwurf
16:47anscheinend nicht ganz so gut gefallen.
16:49Und du hast keinen Verdacht,
16:51wer es gewesen sein könnte?
16:52Ich hatte einen Verdacht, ja.
16:54Deshalb bist du mit Annabelle aneinandergeraten.
16:56Das hat sie dir auch erzählt?
16:58Na ja,
16:59sie war ziemlich empört.
17:01Aber du glaubst nicht wirklich,
17:03dass sie sowas tun würde,
17:04deinen Entwurf anzünden, oder?
17:07Nein.
17:08Das ist nicht ihr Stil.
17:10Du warst sicher etwas unter Druck
17:12und hast ein bisschen überreagiert.
17:14So wird's bestimmt gewesen sein.
17:16Und jetzt?
17:18Habt ihr euch verständigt?
17:19Ich meine,
17:21kommst du mit Annabelle zurecht?
17:24Sagen wir mal so.
17:26Wir geben uns beide Mühe.
17:29An dem Punkt bin ich mit Charlotte auch gerade.
17:32Wobei ich mir ja nicht mal sicher bin,
17:34ob sie sich wirklich Mühe geben will.
17:36Sie ist erst seit ein paar Tagen hier
17:38und tanzt mir auf der Nase herum.
17:40Aber für sie ist die Situation
17:41bestimmt auch nicht einfach.
17:44Überleg mal, wie es dir ging in dem Alter.
17:47Ich muss jetzt echt los.
17:49Ich bring dich noch zur Tür.
18:03Lindy.
18:04Hallo.
18:04Du hast noch lange hier.
18:05Hm, bin gleich fertig.
18:09Stell dir vor,
18:10Keuer ist tatsächlich den ganzen Tag nicht aufgetorfen.
18:12Nicht mal angerufen hat er
18:13und wenigstens so getan, als wäre er krank.
18:15Na, sein Problem.
18:16Ich könnte übrigens Karten fürs Länderspiel organisieren.
18:19Hast du Lust mitzukommen?
18:21Fußball?
18:22Was ist mit Koja?
18:26Wahrscheinlich nicht einen Besuch am Krankenbett.
18:29Tim, ich finde das nicht lustig.
18:31Er fehlt den dritten Tag schon bei der Arbeit
18:33und das nur, weil er mit Charlotte
18:34nächtelang um die Häuser zieht.
18:35Nicht aufregen, Koja ist erwachsen.
18:38Koja ist mein Freund und deiner auch
18:40und deswegen werden wir uns heute Abend um ihn kümmern.
18:42Er braucht nämlich uns und nicht diese Charlotte.
18:45Sag mal, Lilly, kann es eigentlich sein,
18:46dass du sauer auf Charlotte bist,
18:48weil Koja sie mag?
18:50Quatsch.
18:52Wir werden heute Abend zu euch gehen
18:54und Fischgäbchen machen.
18:56Das ist nämlich eins von Kojas Lieblingsessen
18:58und dazu gibt es Kartoffelsalat.
19:00Hm?
19:01Mhm.
19:02Kommst du?
19:09Was kann ich nur tun, um zu verhindern,
19:11dass Jörg immer mehr Macht an sich reißt?
19:14Er liebt es, anderen Menschen Angst einzuflüssen.
19:17Das ist wohl das Einzige, was ihn wirklich befriedigt.
19:20Er ist besessen davon, Macht auszuüben.
19:23Er will beherrschen und besitzen.
19:25Und Silke und Patricia sind für Jörg nur Marionetten.
19:30Warum durchschaut ihn niemand?
19:32Oder kann er sich wirklich so gut verstellen?
19:37In Afrika habe ich ja selbst noch nicht gewusst,
19:39wie viel Boshaftigkeit in ihm steckt.
19:42Da war Jörg einfach ein aufdringlicher Kollege,
19:44der nicht kapieren wollte, dass ich nichts von ihm will.
19:47Und das hat er mir bis heute nicht verziehen.
19:56Mit Patricia kann ich darüber nicht sprechen.
19:58Sie wird mir nicht mal zuhören.
20:00Aber vielleicht schaffe ich es wenigstens Silke,
20:03die Augen über Jörg Schwarz zu öffnen.
20:12Du siehst so nachdenklich aus.
20:14Was?
20:15Nein.
20:17Ich freue mich auf den Urlaub mit dir und Charlotte.
20:20Weißt du schon, dass wir sie mitnehmen wollen?
20:22Ich dachte, vielleicht sprechen wir besser mit ihr zusammen.
20:24Okay.
20:26Wo geht es denn jetzt eigentlich hin?
20:27Hast du dir was ausgesucht?
20:30Hauptsache, wir erleben ein paar ruhige, erholsame Tage.
20:34Bist du dir sicher, dass Charlotte Wert auf ein paar ruhige, erholsame Tage wird?
20:39Vielleicht sollten wir sie in unsere Planung doch mit einbeziehen.
20:42Wie wäre es mit, ähm, St. Moritz?
20:46Da hätte Charlotte den Trubel, den sie braucht und wir könnten in aller Ruhe die herrliche Stimmung der Alpen genießen.
20:53Eine wunderbare Vorstellung.
20:57Weißt du, dass mir gerade durch den Kopf geht?
21:00Vielleicht sollten wir Patricia auch mitnehmen.
21:03Wieso ausgerechnet Patricia?
21:05Ich glaube, dass ihr die Entlassung aus der Manufaktur mehr zu schaffen macht, als sie zugibt.
21:10Also als ich sie das letzte Mal gesehen habe, sah sie ganz entspannt aus.
21:13Du meinst, sie wird mit der Situation schon alleine fertig?
21:17Nur weil sie im Moment ein bisschen durcheinander ist, heißt das nicht, dass wir sie mit Samthandschuhen anfassen müssen.
21:22Ich dachte, sie ist vielleicht ein bisschen einsam.
21:25Weißt du, wir Gravenbergs brauchen diese Rückzugsphasen manchmal.
21:30Nach meinem peinlichen Auftritt vor Herrn Saito, habe ich mich auch eine ganze Woche im Bootshaus verkrochen und wollte niemanden
21:35sehen.
21:36Ja, du.
21:40Patricia wird es überstehen.
21:42Heute lässt sie den Kopf hängen und morgen strahlt sie wieder, als ob nichts gewesen wäre.
21:47Vielleicht hast du recht.
21:49Sie ist deine Schwester.
21:50Ja, du kennst sie sicherlich am besten.
22:02Was machst du denn schon wieder hier?
22:04Ich wollte was mit dir besprechen, Isil.
22:06Du warst nicht da, da habe ich auf dich gewartet.
22:09Ach ja, was denn?
22:10Wir haben uns doch ganz gut verstanden.
22:12Wir waren noch befreundet, als ich hier beim Cajun gearbeitet habe.
22:14Seitdem ist aber eine Menge passiert.
22:16Und ich weiß, dass du anders bist, als du immer tust.
22:19Hat Jörg das gesagt?
22:20Ja.
22:21Und den Rest kann ich mir selbst zusammenreimen.
22:23Jörg verdreht die Tatsachen, wie sie in sein Konzept passen.
22:26Hör auf.
22:27Warum glaubst du ihm?
22:28Ausgerechnet Jörg.
22:30Weil wir ein Paar sind, Jörg und ich.
22:32Genauso wie Daniel und Marie.
22:34Aber das kannst du natürlich nicht akzeptieren.
22:36Deshalb erfindest du deine Lügen, weil du uns unser Glück nicht gönnst.
22:39Silke, ich gönne dir, Daniel und Marie alles Glück der Welt.
22:42Aber wie kommst du darauf, dass ausgerechnet Jörg es ernst mit dir meint?
22:45Er hat es mir gesagt.
22:48Und ich weiß, dass er mich liebt.
22:51Silke.
22:52Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn Jörg sich das Vertrauen eines Menschen erschleicht.
22:56Ich habe durch ihn die große Liebe meines Lebens verloren.
22:59Weil ich dachte, er ist ein Freund.
23:01Weil ich ihm vertraut habe.
23:03Ach, Julia.
23:04Gib dir keine Mühe.
23:05Und jetzt entschuldige mich.
23:06Ich habe zu tun.
23:14Und der ist wirklich in unserem See herumgeschwommen?
23:17Ja, bis Christian rausgeholt hat.
23:19Und die anderen Fische?
23:20Er hat auch alle Christe gehangelt.
23:23Äh, was wollt ihr denn mit eurem, ich meine, mit Christas Fang anfangen?
23:28Also für uns alleine sind das zu viele.
23:31Also wir haben uns gedacht, wenn wir dir einen Teil für den Haushalt überlassen...
23:34Dann zauberst du uns eine Fischplatte à la Faltental.
23:38Aha.
23:39Na dann mal los.
23:40Ich hole die Kräuter und du kümmerst dich um den Fisch.
23:50Ich muss verrückt sein.
23:52Wieso?
23:54Mein Herz klopft wie verrückt.
23:57Wirklich?
24:00Fühlst du es?
24:03Hey, der kratzt aber ganz schön.
24:05Mach mal.
24:14Lili, du bist ja schon da.
24:17Hey, zwei.
24:19Ich dachte, ich besuche dich, weil du ja krank wirst.
24:22Dachte ich.
24:23Aber du hast dich schon besucht.
24:26Setzt euch doch.
24:31Du siehst gar nicht mehr so krank aus.
24:34Ich fühle mich auch gar nicht mehr so krank.
24:37Und was habt ihr dann die ganze Zeit gemacht?
24:39Ich meine, wenn du nicht krank bist?
24:41Och, nichts Besonderes.
24:44Wir haben Videos geguckt.
24:46Mhm.
24:48Was haltet ihr davon, wenn wir zusammen ins Cozy gehen?
24:50Wir haben doch extra Fischstäbchen besorgt.
24:54Ja, danke, aber ich muss mich zu Hause mal wieder blicken lassen.
24:57Ich bring dich.
25:06Ciao.
25:07Ciao.
25:08Ciao.
25:10Kannst du mir mal sagen, was Koya an der findet?
25:14Keine Ahnung, Lili.
25:16Komm, dann gehen wir zusammen ins Cozy.
25:26Was machen Sie da?
25:29Ich versuche, mich durch Farben, Muster und Formen inspirieren zu lassen.
25:33Sieht interessant aus.
25:35Ach, das ist mir eine Spielerei.
25:36Eine Fingerübung.
25:37Die haben wir an der Uni im ersten Semester fast jeden Tag gemacht.
25:42Kann ich irgendwas für Sie tun?
25:45Ich wollte mich bei Ihnen bedanken.
25:47Für den Einsatz, den Sie in den letzten Tagen hier gezeigt haben.
25:49Damit meine ich nicht nur Ihre Arbeit im Allgemeinen, sondern vor allem, wie Sie sich bei uns einbringen.
25:55Das ist doch ganz selbstverständlich.
25:58Mir macht die Arbeit in der Manufaktur ja auch Spaß.
26:01Es tut mir leid, dass das Tischtuch verbrannt wurde.
26:03Ich hätte es wirklich gar nicht gerahmt gesehen.
26:05Ach, das war vielleicht auch besser so.
26:08Mir ist so viel Aufwand eher unangenehm.
26:10Das Einzige, was mir an Ihnen nicht gefällt, ist, dass Sie einfach zu bescheiden sind.
26:15Das haben Sie nicht nötig.
26:17Danke.
26:18Es ist an mir, mich zu bedanken.
26:20Ich hätte es gern getan in Form eines Abendessens im Melanzino.
26:26Wenn Sie nichts Besseres vorhaben.
26:28Nein, ich habe nichts vor.
26:29Ich war nämlich etwas voreilig.
26:31Ich habe Frau Mertens bereits seinen Tisch reservieren lassen.
26:34Na, dann kann ich ja auch nicht mehr Nein sagen.
26:36Genau.
26:37Gut, ich hole Sie um sieben zu Hause ab.
26:40Einverstanden?
26:40Einverstanden.
26:49Weißt du, was mir die ganze Zeit durch den Kopf geht?
26:51Ich habe nicht den blassesten Schimmer.
26:55Meinst du, Koya und Charlotte, die...
26:58Was?
27:00Na ja, die waren so anders.
27:02Anders.
27:05Vermutlich sind sie sich ein wenig näher gekommen.
27:08Du meinst, die haben sich geküsst oder so?
27:11Wie Koya aussah, ist da noch einiges mehr gelaufen.
27:15Die haben miteinander geschlafen?
27:18Lilly.
27:21Nee, nie im Leben.
27:24Das kann ich mir echt nicht vorstellen.
27:25Das ist doch total unromantisch.
27:27Mitten am Tag auf dem Sofa.
27:28Ach, warum denn nicht?
27:30Mensch, Tim, für Koya wäre es das erste Mal.
27:32Da lässt er sich doch nicht auf so eine peinliche Sofanummer ein.
27:37Weißt du, was ich nicht verstehe?
27:38Warum du dich so echauffierst?
27:39Sondern bist du eifersüchtig auf Charlotte.
27:42Ich auf Charlotte.
27:44Das ist doch albern.
27:45Eben.
27:46Wir sind zusammen.
27:48Schon vergessen?
27:49Nee, aber ich werde auch gerne mal dran erinnert.
27:59Wow.
28:01Bist du mit deinem Schleppnetz durch unseren See gezogen?
28:04Ob du es glaubst oder nicht, ich habe keinen einzigen Stichling gefangen.
28:08Die Fische hat alle Christa rausgeholt.
28:10Christa kann angeln?
28:11Tja, wer hat dir das gedacht?
28:13Da war ein Hecht dabei.
28:15Knapp fünf Kilo.
28:16Der war so groß.
28:19Ihr hattet da so eine Menge Spaß tun, Christa.
28:22Und wie?
28:23Dass ich sowas noch mehr erlebe.
28:25Was?
28:27Ach, nichts Bestimmtes.
28:33Anscheinend hat dein Gitarrenspiel, Christa schwer beeindruckt.
28:36Meinst du?
28:37Klar.
28:38Frauen stehen auf sowas.
28:40Romantische Schnulzen.
28:42Sonnenuntergänge am See.
28:44Ja, was ist denn dagegen einzuwenden?
28:45Gar nichts.
28:46Ab einem gewissen Alter ist es allerdings oberpeinlich, da immer noch drauf reinzufallen.
28:51Hm?
29:02Hallo, Julia.
29:03Hallo, Mama.
29:06Was liest du denn da?
29:08Angeln in europäischen Süßwassergewässern.
29:11Mir Tobias gegeben.
29:13Seit wann interessierst du dich denn für Angeln?
29:15Seit heute.
29:17Tobias und ich waren Angeln.
29:21Und, habt ihr was gefangen?
29:23Hm?
29:23Ein Hecht so groß.
29:26Tobias hat gesagt, er wusste gar nicht, dass es in dem See so riesige Fische gibt.
29:31Das hier oder das hier?
29:32Kommt drauf an, was du vorhast.
29:34Friedrich Gravenberg hat mich ins Lanzino eingeladen zu einem Geschäftsessen.
29:38Hm, dann würde ich das nehmen.
29:39Okay.
29:40Du, ich wusste gar nicht, dass mir Angeln mal so viel Spaß machen würde.
29:45Tobias hat mir alles erklärt, wie man den Blinker in die Schnur knüpft
29:48und...
29:50Was wird der Gravenberg sein?
29:53Fährt er dich?
29:54Mhm.
29:55Sehe ich okay aus?
29:57Perfekt.
29:58Danke.
30:00Du erzählst mir einfach morgen von deinem Anglerglück, ja?
30:04Mach ich.
30:05Na, schönen Abend.
30:06Danke.
30:06Dir auch.
30:09Tschüss.
30:17Tschüss.
30:21Wow, deswegen bist du so stark.
30:23Komm, probier mal.
30:24Ja, was ist gut?
30:28Ja.
30:29Mehr, mehr, mehr so?
30:30Mhm.
30:33Aber ich weiß noch was, wie das rauskommt.
30:45Seit wann, seit wann, seit wann trägst du das Hemd?
30:48Was?
30:48Seit wann du dieses Hemd trägst, will ich wissen.
30:50Das ist doch jetzt völlig uninteressant.
30:52An dem Kragen ist Lippenstift, hier.
30:54Ja, und?
30:56Ja, der ist nicht von mir.
30:58Woher willst du das wissen?
30:59Weil, Mann, jetzt hör mal auf, weil ich diese Farbe nicht tragen würde.
31:04Sie steht mir nicht.
31:08Bedrückst, bedrückst du mich?
31:10Nein, natürlich nicht.
31:14Von wem ist der Lippenstift?
31:18Eigentlich wollte ich es dir ersparen.
31:21Du triffst, du triffst dich mit einer anderen Frau und das nennt sich dein Außentermin.
31:25Silke, für mich gibt es nur dich, mein Schatz.
31:29Und in deinem Herzen weißt du das auch, oder?
31:33Wer ist es?
31:35Julia.
31:39Julia?
31:49Frederik ist heute abends auswärts.
31:51Dann sind wir also zu sechst.
31:55Der Fisch, den Christa und Tobias gefangen haben, der würde für eine Großfamilie mit einem
32:03Dutzend Enkelkindern reichen.
32:05Das klingt ja fast, als würdest du es bedauern, nur für sechs Personen zu kochen.
32:10Du siehst heute ganz besonders gut gelaunt aus, Marie.
32:14Ja?
32:14Hm?
32:16Ich habe ja auch allen Grund dazu.
32:18Ist das Leben nicht manchmal einfach wunderbar?
32:21Ja.
32:23Ich freue mich so darauf, mit Daniel und Charlotte ein paar Tage wegzufahren.
32:27Ah.
32:27Meinst du, dass das gut geht?
32:30Du und Charlotte, ihr habt euch doch in den letzten Jahren nicht sehr häufig gesehen.
32:35Jetzt verdirbt mir mal nicht die Laune.
32:37Ich weiß, dass wir uns auseinandergelebt haben.
32:39Hm.
32:42Aber könnte es nicht sein, dass sich Charlotte als fünftes Rad am Wagen vorkommt?
32:48Nein, gar nicht.
32:50Ich glaube, dass es ihr gut tun wird, auch Daniel ein bisschen besser kennenzulernen.
32:55Ich bin ihm wirklich dankbar, dass er sich etwas um sie kümmern will.
32:58Charlotte hat viel zu früh ihren Vater verloren.
33:03Wo soll denn die Reise hingehen?
33:05Das wissen wir noch nicht.
33:07Wir wollten sie in die Planung mit einbeziehen. Wir dachten schon mal an St. Moritz.
33:11Hm.
33:12Charlotte weiß noch gar nichts von euren Reiseplänen.
33:15Nein.
33:15Wir wollten ganz in Ruhe mit ihr darüber sprechen.
33:18Na.
33:19Hoffentlich teilt sie deine Begeisterung für eine Reise mit Daniel.
33:23Also ich bin da ganz zuversichtlich.
33:26Wünschen würde ich es dir.
33:30Wie kannst du nur glauben, ich würde dich betrügen?
33:33Das... das klingt alles so unwahrscheinlich.
33:35Julia hat dich geküsst, aber du sie nicht.
33:38Ich meine...
33:41Julia erträgt es einfach nicht, dass ich jetzt mit dir zusammen bin.
33:44Und dass wir sehr glücklich sind.
33:50Das... das stimmt.
33:53Das stimmt.
33:54Julia versucht mir die ganze Zeit einzureden, dass ich mit dir nicht glücklich werden kann.
33:59Sie ist eifersüchtig, Silke.
34:01Und deshalb versucht sie, mit allen Mitteln uns auseinanderzubringen.
34:09Ja.
34:10Julia versucht mir einzureden, dass ich mit dir nicht glücklich werden kann.
34:14Und als sie gemerkt hat, dass du dich davon nicht beirren lässt, hat sie es bei mir versucht.
34:21Ach.
34:22Und da ist das mit dem Lippenstift passiert.
34:25Sie hat sich mir an den Hals geworfen.
34:26Mich angefleht.
34:27Ich soll mich von dir trennen.
34:28Nein.
34:29So was Gemeines.
34:33Es tut mir so leid, Silke.
34:35Kannst du mir nochmal verzeihen?
34:37Ich bin derjenige, der dich um Verzeihung bitten müsste.
34:41Ach, Jörg.
34:44Kannst du verstehen, dass ich nach all dem heute lieber alleine sein möchte?
34:48Ja, natürlich.
34:49Selbstverständlich.
34:50Das verstehe ich.
34:52Danke.
34:55Julia ist zu weit gegangen.
34:56Ich werde ihr ein für alle Mal sagen, dass es so nicht geht.
35:51Ich werde ihr ein für alle Mal sagen, dass es so nicht geht.
35:54Weißt du, dass du an einem der schönsten Orte der Welt lebst?
35:57Ja.
35:59Genauso wie du.
36:01Mhm.
36:13Hast du eigentlich, Julia, was von unserem Angelausflug erzählt?
36:18Sie hat es so eilig.
36:19Friedrich Grafenberg hat sie zu einem Geschäftsessen eingeladen.
36:23Wolltest du es ihr denn erzählen?
36:27Weiß nicht genug.
36:28Und du?
36:29Ich meine, hast du Nico und Lilly was gesagt?
36:34Ja, Lilly ist nicht da.
36:35Und Nico?
36:39Also, Nico kann sich kaum vorstellen, dass sich sein alter Vater noch mal bis über beide Ohren richtig verliebt.
36:47Verliebt?
36:47Bist du denn verliebt?
36:51Wenn ich mich richtig erinnere, fühlt sich verliebt sein genauso an, wie ich mich jetzt fühle.
37:00Das hast du schön gesagt.
37:01Und du?
37:05Es verwirrt mich.
37:08Hast du was dagegen, wenn wir uns gemeinsam verwirren lassen?
37:17Was war denn das?
37:19Na ja, vielleicht eine Maus oder eine Fischotter vom See.
37:26Also, wir stellen uns wirklich wie Teenager an, die Angst haben, beim Küssen von ihren Eltern erwischt zu werden.
37:33Nur, dass wir Angst haben, von unseren eigenen Kindern erwischt zu werden.
37:48Hallo, Patricia.
37:50Ich bin's, Jörg.
37:53Danke, gut.
37:55Und dir?
37:57Hast du Lust, vorbeizukommen?
38:03Bis gleich.
38:11Worauf trinken wir?
38:13Auf das Leben?
38:14Auf das Leben.
38:15Und die Überraschung, die es uns bietet.
38:18Gesundheit.
38:29Was haben Sie?
38:31Sie geben mir immer wieder Rätsel auf.
38:34Wieso?
38:36Als erstes sind Sie Safari-Leiterin in Südafrika.
38:38Dann tauchen Sie hier in Falkenthal als Freundin meines Neffen auf.
38:42Arbeiten bei uns in der Manufaktur im Cateringers Aushilfskellner.
38:45Und jetzt sitzen Sie hier wieder ganz anders vor mir.
38:50Worauf wollen Sie hinaus?
38:53Wer sind Sie wirklich?
38:55Außerdem haben Sie es geschafft, ziemlich viel Trubel in meiner Familie auszulösen.
38:59Können Sie mich nicht einfach als die sehen, die im Moment vor Ihnen sitzt?
39:02Das wäre?
39:04Ihre Angestellte?
39:08Eine Angestellte, die ich gerne für länger an Falkenthal-Porzellan binden würde.
39:15Länger?
39:17Das kommt jetzt sehr plötzlich.
39:20Julia, Sie sind wahnsinnig talentiert.
39:21Und ich würde es ganz ungern sehen, Sie eines Tages an die Konkurrenz zu verlieren.
39:25Ich stehe ja noch ganz am Anfang.
39:28Silke!
39:29Was ist das?
39:30Wonach sieht es denn aus?
39:32Lippenstift.
39:33Ja, pass mal auf, du süße Lügnerin.
39:35Hör auf, dich an Jörg ranzumachen.
39:37Er will nichts mehr von dir wissen.
39:38Jetzt beruhige dich doch erst mal.
39:42Hast du es jetzt kapiert?
39:44Ich bin mit Jörg zusammen.
39:53Friedrich Gravenberg hat mir angeboten, länger in der Porzellanmanufaktur zu arbeiten.
39:57Ich meine, Julia, fest anzustellen, dauerhaft, das stelle ich mir ziemlich schwierig vor.
40:02So schwierig, dass es dich in deiner Arbeit beeinträchtigen würde.
40:05Wäre es dir sehr unangenehm, wenn ich sehr lange so eng mit Daniel zusammenarbeite.
40:09Kein Problem.
40:10Die Julia Schilling, die ich kenne, würde keine Gelegenheit auslassen, um sich wieder an Daniel ranzumachen.
40:18Ich bin mit Jörg.
40:18Untertitelung des ZDF, 2020
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