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  • vor 6 Wochen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Völlig recht. Ich passe nicht in eure Welt.
00:03Ich würde dann nie mehr sein als das Kellner-Mädchen,
00:05für das der feine Herr Grafenberg seine gute Kinderstube vergessen hat.
00:08Aber du wirst für mich immer Julia sein.
00:11Die Julia, in die ich mich in Südafrika verliebt habe.
00:13Aber du bist für mich nicht mehr Daniel.
00:16Nicht mehr der Daniel, in den ich mich in Südafrika verliebt habe.
00:19Nicht hier.
00:20Nicht in deiner Firma.
00:21Vor deiner Familie.
00:23Die Familie, die Firma, das ist meine Heimat.
00:26Da bin ich zu Hause.
00:27Aber das ist doch nicht alles.
00:28Ich bin doch nicht nur das.
00:30Was bist du denn?
00:33Es ist mir egal, was du von meiner Familie hältst.
00:37Und was sie von dir halten.
00:39Ich weiß, dass wir beide zusammengehören.
00:41Wie die zwei Muschelhälften.
00:44Wir haben uns in Südafrika gefunden.
00:47Und uns gewünscht, dass diese wundervolle Zeit nicht einfach so vorbeigeht.
00:50Deswegen haben wir unsere Muschelhälften in den Baum gelegt.
00:56Unser Wunsch ist in Erfüllung gegangen.
00:58Bitte, lass uns diese Chance nutzen.
01:01Ich...
01:03Ich liebe dich, Julia.
01:05Ich...
01:07Ich liebe dich mehr, als ich jemals einen Menschen geliebt habe.
01:14Ich liebe dich, ich liebe dich, die Menschen geliebt haben.
01:16Hey, what you looking for?
01:20No one has the answer.
01:23They just want more.
01:27Hey, who's gonna make it right?
01:35This could be the first day of my life
01:51Daniel, ich...
01:52Ich musste es dir sagen.
01:55Ja.
01:57Es ist nur ich...
01:58Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
02:00Daniel, ich will dich nicht drängen.
02:03Nein.
02:04Versteh mich nicht falsch, bitte.
02:07Daniel, was ist denn jetzt? Ich warte.
02:10Ich komme, Mutter.
02:13Julia, könntest du dann bitte noch den Servierwagen abräumen?
02:16Natürlich.
02:19Daniel!
02:22Ich muss gehen.
02:23Ja.
02:27Wir haben einiges zu besprechen und wenig Zeit.
02:30Ich weiß.
02:31War ein harter Tag, war's?
02:34Ja.
02:36Auch.
02:38Ja, deswegen machen wir jetzt auch Schluss.
02:41Schönen Feierabend.
02:42Dir auch, Andreas. Danke.
02:52Weißt du, Vater, ich fühle mich in Südafrika nicht nur deswegen so wohl, weil dort die Sonne viel öfter scheint
02:58als hier.
02:59Ja, Frederik.
03:01Ich habe dort in vergleichsweise kurzer Zeit so viel geschaffen. Das wäre mir hier nie gelungen.
03:08Mais, wie im Leben.
03:08Jedenfalls nicht so schnell.
03:11Die Lodge, das ist wirklich mein Baby.
03:15Ich habe aus dieser alten Farm ein First Class Hotel gemacht
03:20Ich erinnere mich noch genau an die eingefallenen Holzhütten
03:26Ich habe in den letzten Jahren eine ganze Menge Geld in die Lodge investiert
03:31Geld der Familie, ich weiß
03:33Daran habe ich jetzt überhaupt nicht gedacht
03:36Aber ich habe vor allem ungeheuer viel Arbeit
03:39Und eine ungeheure Menge an Ideen in diese Lodge investiert
03:43Wir sind mittlerweile ein wichtiger Wirtschaftsfaktor dort geworden
03:46So was erreichst du nicht als kocktischlürfender Playboy
03:49Da steckt eine Menge harter Arbeit dahinter
03:51Ich habe nie daran gezweifelt, dass du ein hervorragender Geschäftsmann bist
03:57Das sagst du jetzt nicht nur, weil mich immer noch auf den Chefsessel der Porzellarmanufaktur hieven willst?
04:01Ach, natürlich wirst du mir immer noch am liebsten, wenn du die Firma übernimmst
04:07Glaubst du, ich will mein Lebenswerk irgendeinem Dummkopf anvertrauen?
04:13Du hast sehr geschickt und umsichtig agiert in Südafrika
04:19Das hat mir schon die ganze Zeit imponiert
04:23Warum hast du das nie gesagt?
04:26Ja, ich dachte, du weißt das
04:28Ja, woher denn?
04:31Ich dachte immer, die Lodge und meine Arbeit interessieren dich nicht
04:34Sind ja eher lästig
04:35Und ich habe befürchtet, du würdest das als Einmischung empfinden
04:41Wenn ich dich zu oft nach der Lodge frage
04:45Du weißt wahrscheinlich gar nicht, wie sehr ich all die Jahre auf ein Lob, auf ein ermutigendes Wort von dir
04:50gewartet habe
05:00Ich wollte Daniel antworten
05:02Ich wollte ihm sagen, dass ich ihn auch liebe
05:05Aber ich konnte nicht
05:07Ich war wie gelähmt
05:10Ich habe doch die ganze Zeit darauf gewartet, dass er mir sagt, was er fühlt
05:15Und ich will nichts mehr, als mit ihm zusammen sein
05:18Aber ich hatte Angst davor, was passiert, wenn ich ihm sage, was ich fühle
05:22Wenn er das jetzt missversteht
05:25Wenn er glaubt, dass ich nichts mehr für ihn empfinde
05:35Hast du endlich etwas gefunden?
05:37Bitte?
05:38Du blätterst in der Karte seit zehn Minuten, als ob du sie auswendig lernen willst
05:42Ich kann mich nicht entscheiden
05:44So schwer kann das nicht sein
05:46Eigentlich habe ich gar keinen Hunger
05:48Lass mal sehen
05:54Das Carpaccio-Duett vom Schwert und Thunfisch
05:57Das wäre doch was
05:58Und danach die Tagliatelle mit schwarzen Trüffeln im Parmesanleib
06:05Soll ich dir das bestellen?
06:08Was ist denn los mit dir?
06:11Beschäftigt dich immer noch die Versöhnung von Frederik und Werner?
06:15Nein, ich freue mich für die beiden
06:19Was ist denn dann?
06:21Ach, es ist gar nichts
06:22Wir wollten doch über die Danksagung für die Gratulanten zu Großvaters Geburtstag sprechen
06:26Genau
06:27Wir sind uns ja einig, dass wir uns unseren Kunden gegenüber als leistungsstarkes, aber vor allen Dingen als zuverlässiges Unternehmen
06:34präsentieren wollen
06:36Ich sehe zwar die Gefahr, dass unsere Geschäftskunden irgendwie verunsichert sein könnten
06:41Nicht als ganz so groß an wie du, aber bitte
06:44Unterschätzt das nicht, Daniel
06:45Werners Zusammenbruch hat für einigen Wirbel gesorgt
06:48Und gerade jetzt sollten wir handeln
06:52Wir müssen uns jetzt als Familie so zeigen, dass man die Entschlossenheit sieht und den Zusammenhalt
07:05Es ist gut, dass du auf den abgesagten Geburtstag von Großvater eingehst
07:10Selbstverständlich
07:11Die Grußkarten haben wirklich gezeigt, dass unsere Kunden sich große Sorgen um Werner machen
07:18Das ist genau der richtige Ton
07:23Was soll das, Mutter?
07:25Mit weiteren Kontakt wenden Sie sich bitte an den neuen Geschäftsführer, Herrn Daniel Grafenberg?
07:30Ja und? Werner hat jedoch die Geschäfte übertragen
07:33Aber doch nur vorübergehend, bis die Frage der Nachfolge geklärt ist
07:36Was gibt's denn da noch zu klären?
07:38Alles? Jedenfalls kannst du mich nicht einfach nebenher zum Chef machen
07:41Du bist der Chef
07:42Du machst doch schon seit Jahren fast alles
07:44Das wird Großvater nicht dulden
07:47Was soll er denn machen?
07:48Soll er vielleicht einen Brief hinterher schreiben?
07:51Entschuldigung, großer Irrtum, aber mein Enkel ist gar nicht der Chef
07:54Wenn Großvater das Gefühl bekommt, dass er hintergangen wird
07:57Um Werner kümmere ich mich schon
07:59Wichtig ist, dass das gute Ansehen der Falkenthaler Porzellanmanufaktur nicht beschädigt wird
08:08Trotzdem, da mach ich nicht mit
08:09Was soll das heißen?
08:11So etwas unterzeichne ich nicht
08:13Ach, jetzt sei nicht albern, Daniel
08:15Wir als Firma müssen auf die Grußkarten reagieren
08:19Aber doch nicht so
08:23Das ist doch alles nur eine Frage der Formulierung
08:25Dann, dann ändere ich das eben
08:27Ähm
08:29Wenden Sie sich, wie immer, an Daniel Grafenberg
08:34Besser
08:36Also, das ist doch kein Grund, dass wir uns streiten
08:40Herr Ober
08:43Nelly, macht dir dein Beruf eigentlich Spaß?
08:46Mhm
08:48Ich meine so richtig
08:50Was meinst du denn das, Kolja?
08:53Naja, kannst du dir vorstellen, dein ganzes Leben lang in der Porzellanmanufaktur zu arbeiten?
08:57Wieso nicht? Ist doch netter, oder?
08:59Ja klar, vor allem, weil wir beide auch im gleichen Büro sitzen
09:02Ja
09:02Die Firma ist wie eine riesengroße Familie
09:05Äh, Familie?
09:07Naja, die Grafenberg sind ja sowieso eine Familie
09:09Aber wir zum Beispiel, wir sind doch auch wie Bruder und Schwester
09:12Aha
09:13Findest du nicht?
09:15Naja, vielleicht nicht ganz wie Geschwister
09:17Naja, natürlich
09:19Wir wohnen ja auch nicht zusammen oder sowas
09:22Aber
09:22Ist doch auch egal
09:23Hauptsache, wir verstehen uns
09:25Ja, da hast du auch wieder recht
09:30Manchmal, wenn ich so rumliege
09:32Dann denke ich daran, wie es wäre, mich zu verlieben
09:35In wen denn?
09:37Wenn ich das wüsste
09:41Gibt es denn niemanden, der dir gefällt?
09:42In der Firma zum Beispiel?
09:45Wer sollte das denn sein?
09:46Kennst du vielleicht jemanden, der zu mir passen würde?
09:49Eigentlich nicht
09:51Siehst du?
09:54Wer weiß
09:55Vielleicht gibt es ja doch jemanden
09:58Sag mir einfach Bescheid, wenn du denjenigen entdeckt hast, okay?
10:03Nee, ich muss gehen
10:05Sofort
10:06Wieso denn jetzt schon?
10:13Schade
10:14Ich hatte so sehr gehofft, Daniel hier zu treffen
10:17Jeden Wunsch kann der Baum also doch nicht erfüllen
10:20Und er kann auch nichts daran ändern, dass ich eigentlich gar nicht in Daniels Welt passe
10:35Na endlich
10:37Ich dachte schon, diese Dusche lässt sich überhaupt nicht mehr reparieren
10:41Was machst du hier?
10:44Wonach sieht es denn aus?
10:46Keine Ahnung
10:48Normalerweise bist du aber nicht so ahnungslos
10:52Du kannst es nicht lassen, oder?
10:54Sollte ich?
10:58Unterstehe dich
10:58Aber müssen wir das gesamte Haus zingeln?
11:01Na klar
11:01Diese Wende soll doch auch mal ein bisschen Leidenschaft zu spüren bekommen
11:08Aber wenn Daniel hier reinspaziert, erklärst du ihm die Situation
11:12Diese Situation wird sogar mein Bruder sofort verstehen
11:18Aber keine Sorge
11:19Der ist mit meiner Mutter im Lanzino
11:21Die kommen so schnell nicht nach Hause
11:24Wie schnell das so ist?
11:27Hm
11:30Ah, Frau Mertens, gut, dass Sie noch da sind
11:32Dann brauche ich Sie nicht extra anrufen
11:34Bitte warten Sie
11:34Wieso denn anrufen?
11:36Ist meine Tochter noch da?
11:38Nein, die ist schon nach Hause
11:39Ich soll Ihnen das hier geben
11:41Ah, sehr schön
11:43Ja, Sie meint, es müsste nur unser Text eingefügt werden
11:47Haben Sie die Adresskliste sämtlicher Gratulanten fertig?
11:51Ja, selbstverständlich, Frau Kaufenberg
11:53Dann können Sie ja gleich verwenden
11:56Ja, aber ich wollte gerade nach Hause gehen
11:59Ja, das habe ich bemerkt
12:00Aber es tut mir leid, Frau Mertens, die Karten müssen heute noch raus
12:03Aber ich bin wirklich ziemlich erledigt
12:06Na, die halbe Stunde haben Sie auch noch
12:08Dann können Sie auch gleich den Text einfügen
12:10Und machen Sie so viele Kopien, wie Sie Adressen rausgeschrieben haben
12:15Wenden Sie sich bitte an unsere neuen Geschäftsführer
12:19Daniel Gravenberg
12:20Ihr Sohn übernimmt die Geschäftsführung
12:23Ja, selbstverständlich
12:24Das ist ja eine erfreuliche Nachricht
12:26Na, sehen Sie, und schon machen die Überstunden Freude
12:29Sie können wirklich richtig stolz sein auf Ihren Sohn
12:33Tja, das bin ich auch
12:34Ich kann es mir glauben
12:37Trotzdem stimmt es
12:38Ich war von Anfang an begeistert davon
12:42Wie entschlossen und doch klug
12:45Du die Lodge in Südafrika aufgebaut hast
12:48Jedenfalls hast du diese Begeisterung gut von mir versteckt, Vater
12:53Ist schon komisch
12:55Gerade deine Verweigerung bestärkt mich noch einmal darin
12:58Dass du genau der Richtige wärst
13:01Als mein Nachfolger
13:04Dennoch respektiere ich
13:05Dass du nicht einfach alles stehen und liegen lassen kannst
13:09Ich fühl mich inzwischen in Südafrika wirklich zu Hause
13:13Außerdem kann ich meine Leute nicht im Stich lassen
13:16Schon gerade jetzt nicht
13:19Habe ich dir eigentlich von meinen aktuellsten Plänen erzählt, Vater
13:22Die Geschäfte gehen wirklich gut
13:24Die Casinoeröffnung war ein durchschlagender Erfolg
13:27Aber die Konkurrenz schläft natürlich nicht
13:29Ich muss expandieren deshalb
13:31Ein Nachbargrundstück steht zum Verkauf
13:34Es ist noch bezahlbar
13:36Und ich könnte dort eine große
13:41Vater?
13:44Vater?
14:09Danke
14:15Komischer Gedanke, dass Daniel als Kind vielleicht genau hier gespielt hat
14:19Hier aufgewachsen ist
14:22Ich wüsste gern, was er für ein Kind war
14:24Was er hier schon alles erlebt hat
14:28Ich will so vieles von ihm wissen
14:32Bevor wir uns Sorgen darum machen, ob unsere Liebe funktionieren kann
14:35Müssen wir es erst mal versucht haben
14:38Und zuallererst bin ich ihm eine Antwort schuldig
14:41Ich muss ihm sagen, was ich fühle
14:50Sag nichts, sondern lass mich raten
14:51Du hast noch mal mit Julia gesprochen
14:55Alles auf eine Karte gesetzt
14:57Ihr gesagt, was du empfindest und so
15:01Deiner Stimmung nach zu urteilen, ist das nicht so gut gelaufen
15:03Was hat sie gesagt?
15:07Nichts
15:09Wie nichts?
15:11Also ich hab ihr gesagt, dass wir zusammengehören
15:13Und dass wir unsere Chance nutzen sollten
15:14Und sie hat nichts dazu gesagt?
15:18Fast nichts
15:18Also nichts Richtiges
15:21Mensch, Daniel, hat sie was Falsches gesagt?
15:23Hat sie dich stehen lassen?
15:26Sie hat mich angestarrt
15:28Ja
15:28Und dann sah es fast so aus, als würde sie gleich was sagen
15:32Und dann kam meine Mutter und dann kam Andreas
15:35Stopp mal, Moment
15:36Du willst aber jetzt nicht behaupten
15:38Du hast dir dein Geständnis in der Firma gemacht?
15:41Wieso nicht?
15:42Weil es anderthalb Millionen romantische Orte für eine Liebeserklärung gibt
15:46Als ausgerechnet deine Porzellanbude
15:48Das ist doch mal wieder ein toller Tipp, Jan
15:49Und wie zum Teufel soll ich sie an einem dieser anderthalb Millionen romantischeren Orte kriegen?
15:53Jetzt mach mich mal nicht dafür verantwortlicher
15:55Dass dir deine Julia in Anwesenheit deiner Mutter
15:57Und der halben Belegschaft nicht sofort um den Hals gefallen ist
16:00Ich kann das irgendwie nachvollziehen, verstehe mal
16:01Sie hat ja noch genug Zeit, bevor meine Mutter gekommen ist
16:03Ich verstehe sie einfach nicht
16:08Also wirklich, Keuer, ich verstehe dich nicht
16:10Stimmt
16:11Als erstes quatschst du, als ob du nie mehr aufhören wolltest
16:14Und jetzt musst du plötzlich nach Hause
16:15Na und?
16:17Ich will wissen, was los ist
16:18Gar nichts, ich hab einfach keine Lust, mich mit dir zu unterhalten
16:22Mann, du benimmst dich wie ein eingeschnapptes Kleinkind
16:24Und du wie die Prinzessin auf der Erbse
16:27Wie bitte?
16:29Tust du, als ob du eine Prinzessin wärst, für die nicht mal ein Prinz genug wäre
16:33Du weißt ganz genau, dass ich das so nicht gemeint hab
16:37Und wenn schon, hast du in Falkenthal vielleicht schon mal irgendjemanden gesehen
16:40Der annähernd wie ein Prinz ausgesehen hat und den ich mir anschauen könnte?
16:43Du weißt gar nicht, wie arrogant du klingst
16:46Mensch, Keuer, ich hab doch nur gesagt, dass ich manchmal Lust habe, mich zu verlieben
16:49Ja, dann muss es natürlich gleich der Traumprinz sein
16:53Du tickst ja echt nicht mehr ganz richtig
16:54Aber wenn du nicht mehr weiter weißt, dann tust du so, als ob ich spinne
16:58Keuer, weißt du, das ist mir jetzt echt zu blöd
17:00Ja, wenn man dir die Wahrheit sagt, dann ist dir immer alles zu blöd
17:05Tut mir leid, Daniel
17:07Ach, macht's ja nichts, ist ja nicht deine Schuld
17:10Es war nur so ein schrecklicher Moment, weißt du
17:12Ich sage ihr, was ich fühle und sie antwortet einfach nicht
17:15Äh, was hättest du denn gerne von Julia gehört?
17:19Was meinst du denn jetzt schon wieder?
17:20Ich meine, was hätte sie sagen sollen?
17:23Bohr nur in offenen Wunden
17:24Ganz im Ernst, Daniel
17:26Was wolltest du hören?
17:29Sie hätte eigentlich gar nichts sagen müssen, weißt du
17:32Es hätte mir völlig gereicht, wenn sie mir irgendein Zeichen gegeben hätte
17:35Und mir gezeigt hätte, dass sie genauso fühlt wie ich
17:38Daniel?
17:40Julia
17:41Wie lange stehst du denn schon hier?
17:43Ich bin gerade erst gekommen
17:47Ich muss dir was Wichtiges sagen
17:49Ich muss mal eben in die Küche
17:53Ich liebe dich auch, Daniel
18:08Werner
18:12Hier bist du
18:17Ich habe gehört, dass du mit Frederik einen Ausflug gemacht hast
18:20Sehr richtig, Annabelle
18:22Und habt ihr euch gut vertragen?
18:24Sehr gut sogar
18:26Das ist ja wunderbar
18:28Ein schöneres Geburtstagsgeschenk hätte dir dein Sohn doch nicht machen können, nicht wahr?
18:32Du hast recht
18:34Annabelle
18:35Der Tag mit Frederik bedeutet mir sehr viel, aber das wird dich eher weniger interessieren
18:40Ich habe mir nur ernsthaft Sorgen gemacht, als ich hörte, dass du mit Frederik unterwegs bist
18:44So?
18:45Hast du?
18:46Immerhin bist du noch geschwächt nach deinem Zusammenbruch
18:50Deine Fürsorge in allen Ehren, Annabelle
18:53Aber mir geht es gut?
18:55Erzähl mir lieber, was gibt es Neues aus der Firma?
18:58Nur Gutes
18:58Daniel agiert sehr umsichtig als Chef
19:02Ich weiß, dass ich mich auf Daniel verlassen kann
19:04Er ist sehr stolz darauf, dich in der Firma unterstützen zu dürfen
19:08Das freut mich, solange er nicht vergisst, dass er mich nur vertritt als Chef
19:12Sag mal, wir haben uns überlegt, Daniel und ich, ob es nicht sinnvoll wäre, wenn wir allen deinen Gratulanten Dankeskarten
19:18schicken
19:19Gute Idee
19:20Ja, dann will ich dich nicht weiter stören
19:23Ich werde mich um alles kümmern
19:24Und du kannst dir sicher sein
19:26Daniel hat alles im Griff
19:33Ich hoffentlich auch
19:35Ich glaube, ich bin durch Heid Falkenthal gelaufen
19:37Du hast mich gesucht
19:39Es tut mir leid, ich...
19:40Das ist schon gut
19:41So hatte ich wenigstens Zeit zum Nachdenken
19:45Ich hätte dir Hoffnung schon fast aufgegeben
19:47Es ist so schön, dass du da bist
19:52Daniel, ich konnte dir vorher nicht antworten
19:54Das ist doch jetzt nicht mehr wichtig
19:56Doch
19:57Mir ist das wichtig
19:58Ich möchte, dass du mich verstehst
20:01Weißt du, ich habe mir so, so sehr gewünscht, dich zu sehen
20:03Aber als du dann da plötzlich vor mir standst
20:05Zwischen all den Leuten in eurer Villa
20:07Beim Geburtstag deines Großvaters
20:09Da war ich einfach völlig durcheinander
20:12Das kann ich mir gut vorstellen
20:14So ging es mir im Grunde die ganze Zeit
20:16Ich...
20:17Ich wusste einfach nicht, woran ich bei dir bin
20:20Ich hätte dir gerne in Südafrika alles von mir erzählt
20:23Aber dann kam die Nacht und die Nachricht von Großvaters Zusammenbrauch
20:26Und ich musste abreisen
20:28Dann warst du gar nicht an der Schranke der Lodge, wo wir uns verabredet hatten
20:32Nein
20:32Aber ich habe dir eine Nachricht hinterlassen
20:34Habe ich nicht bekommen
20:36Nicht?
20:38Du konntest dich also gar nicht melden?
20:39Du hast nicht gewusst, dass ich meine Nummer in dein Handy getippt habe?
20:43Deine Telefonnummer?
20:44Nein
20:46Du konntest dich also gar nicht melden
20:48Ich habe versucht, dich zu erreichen in der Lodge
20:49Aber du warst nicht mehr da
20:52Es tut mir so leid, Julia
20:53Du musst gedacht haben, ich bin der unzuverlässigste Idiot auf der Welt
20:56Ich wusste ja nicht, dass du nicht an der Schranke warst
20:58Ich war ja auch nicht da
21:00Wieso?
21:03Weil
21:06Ich musste auch ganz plötzlich abreisen, weil
21:09meiner Mutter, der ging es nicht gut
21:11Hat sie das Klima nicht vertragen?
21:14Geht sie denn wieder besser?
21:16Ja, es geht ihr schon viel besser
21:18Ich hatte die ganze Zeit deine Nummer in meinem Handy
21:21Ich habe sie reingetippt, als du getanzt hast am Feuer
21:24Albern, oder?
21:25Nein, überhaupt nicht
21:26Aber es hätte sowieso nichts genutzt
21:27Weil meine SIM-Karte in Deutschland gar nicht funktioniert
21:31Und ich, Idiot, dachte, du willst mich nicht anrufen
21:34Daniel, ich hätte nichts lieber getan, als mit dir zu sprechen
21:46Das Essen war einfach köstlich
21:48Ja, den Fisch haben wir wirklich ganz gut hinbekommen
22:10Dass du dich daran noch erinnerst?
22:13Dann haben wir eigentlich das letzte Mal so zusammengesessen
22:15Das ist schon unheimlich lange her
22:17Trotzdem ist es gar nicht so ungewohnt, oder?
22:21Naja, bisschen unsicher fühle ich mich schon
22:24Naja, nach 27
22:25Oder warte mal
22:26Ach, lass doch
22:28Lass mich doch mal nachrechnen
22:29Wie lange ist es her, dass wir Schluss gemacht haben?
22:32Und du mir das Herz gebrochen hast
22:38Tobias, warum willst du denn alte Wunden aufbrechen?
22:41Also wenn, dann sind sie wohl meine Wunden, lieber Christa
22:43Immerhin hast du mich verlassen
22:45Was aber nicht heißt, dass nur du darunter gelitten hast
22:48Wie meinst du das?
22:50Ich habe es durchaus bereut, dass ich gegangen bin
22:54Oft genug
22:57Das hätte ich nicht gedacht
23:01Aber jetzt denk nicht, dass Julia und ich deswegen hier sind
23:04Nein, keine Sorge
23:05Keine Sorge? Was denn für Sorgen?
23:07Hat dir vielleicht noch jemand Sorgen?
23:09Wie wärst du mit einer Begrüßung, Fräulein?
23:11Hallo Papa, hey Christa
23:13Ich habe mich nur gerade so geärgert
23:15Worüber denn?
23:16Das war über Kolja
23:17Der ist in letzter Zeit wirklich komisch
23:19In der einen Sekunde ist er total gut gelaunt
23:22Und in der nächsten das ganze Gegenteil
23:23Habt ihr euch gestritten?
23:25Und wie?
23:26Er hat mich eine arroganze Prinzessin genannt
23:28Das ist bestimmt ein Missverständnis, Lili
23:31Hoffentlich
23:32Ich habe nämlich echt keinen Bock, meinen besten Freund zu verlieren
23:34Jetzt fahr mal ab
23:36Morgen sieht alles schon wieder ganz anders aus, hm?
23:38Manchmal reicht es ja, wenn man eine Nacht drüber schläft
23:41Da hat dein Vater recht, Lilly
23:44Ich gehe jetzt lieber ins Bett
23:48Gute Nacht
23:49Gute Nacht
23:50Gute Nacht, Christa
23:52Der Abend hat mir sehr gefallen
23:55Mir auch
23:56Vielen Dank
23:57Gute Nacht
23:59Gute Nacht
24:00Gute Nacht
24:00Gute Nacht
24:02Người
24:03Gute Nacht
24:24Gute efter
24:29Schließt einfach ab und werft den Schlüssel in den Kasten, okay?
24:33Jan, entschuldige, ich wusste nicht, dass du...
24:35Kein Problem zu machen.
24:38Wie spät ist es?
24:40Keine Ahnung.
24:42Bist du müde?
24:43Nein, überhaupt nicht.
25:23Lili, warum bist du noch wach?
25:25Ach, kann nicht schlafen.
25:30Streit mit Papa?
25:32Nee, mit Kolja.
25:34Mit Kolja? Ihr seid doch ein Herz und eine Seele.
25:37Wir waren.
25:39Was ist passiert?
25:41Komm, erzähl ich schon, Schwesterchen.
25:44Irgendwie habe ich das Gefühl, als hätte ein völlig neues Leben angefangen.
25:48Hat es auch. Unser Leben hat neu begonnen.
25:51Und ich lasse nicht zu, dass sich irgendwer oder irgendwas wieder dazwischenstellt.
25:54Du meinst, weil eher meine Unentschlossenheit.
25:57Auch die wird keine Chance mehr haben.
26:00Komm, lass uns einfach vergessen, was in den letzten Tagen schiefgelaufen ist.
26:04Lass uns doch einmal anfangen.
26:05Von vorn.
26:07Mit den wichtigen Dingen.
26:10Das ist alles?
26:12Und dann hat er noch gesagt, dass ich arrogant sei.
26:14Und dass ich denke, dass nicht mal ein Prinz gut genug für mich ist.
26:17Na ja, vielleicht ist Kolja verknallt.
26:21Kolja? Quatsch, das wüsste ich doch. Wir sind Freunde.
26:24Ihr spielt aber nicht mehr im Sandkasten, Lili.
26:27Offensichtlich wird sogar Kolja erwachsen.
26:29Noch ein Grund mehr, nicht erwachsen zu werden.
26:31Da würde ich lieber die Zeit zurückdrehen und wieder am Sandkasten sitzen.
26:35Es gibt aber auch schöne Seiten des Erwachsenwerdens.
26:38Und welche?
26:40Man kann Spaß haben.
26:41Wie denn?
26:43Zum Beispiel, indem man so tut, als ob man den Prinzen oder die Prinzessin schon gefunden hat.
26:49Super Idee. Am besten tut man da noch so, als hätte man sich verliebt.
26:52Spaß haben kann man auch so.
26:55Das ist nicht mein Ding, glaube ich.
26:56Probier's doch mal.
26:58Sag bloß, du hast hier Spaß mit irgendwem.
27:00Wieso nicht?
27:02Mit wem? Sag schon.
27:03Na, keine Chance.
27:06Hast du etwa eine Freundin?
27:07Wer sagt das dann?
27:10Wer ist sie? Nico, komm, erzähl's mir.
27:12Ab ins Bett. Es ist schon fast morgen.
27:18Vergiss es.
27:23Ich wünschte, ich könnte die Zeit anhalten.
27:26Dann verpasst du aber, was wir alles noch zusammen erleben werden.
27:30Denn das möchte ich. Ich möchte mit dir zusammen sein.
27:32Dir alles zeigen. Alles von dir erfahren.
27:35Jeden Stein, jeden Baum.
27:37Jede Blume auch mit deinen Augen sehen.
27:40Ich möchte die ganze Welt neu mit dir entdecken.
27:50Die Sonne geht schon auf.
27:53Schade. Die Nacht ist doch vorübergegangen.
27:57Ich möchte gar nicht daran denken, wie es ist, ohne dich nach Hause gehen zu müssen.
28:03Stell dir einfach vor, wir würden morgens aus unserem Zelt krabbeln,
28:06die Arme strecken und die würzige, frische Morgenluft Südafrikas einatmen.
28:12Und zum See rennen und ins Wasser springen.
28:15Ja.
28:16Leider zu schön, um wahr zu sein.
28:20Überhaupt nicht.
28:22Wir haben zwar keine Elefanten, die durchs Wasser warten,
28:24aber ein See hat Falkenthal auch.
28:31Komm.
28:49Ich bin so glücklich, ich fände die ganze Welt umab.
28:54Könntest du mit mir ein Vorlieb nehmen für das Erste?
29:03Wie habe ich das nur ausgehalten, nicht mit ihm zusammen zu sein?
29:07Ich fühle richtig, wie ich innerlich aufatme.
29:11Es ist unglaublich, wie wundervoll es hier ist.
29:14Wie gut sich alles anfühlt.
29:24Wie gut sich alles anfühlt.
29:43Wie gut sich alles anfühlt.
29:55Wie gut sich alles anfühlt.
30:05Hm?
30:08Morgen, Christa.
30:10Morgen, Krias.
30:15Siehst du dir ganz erschöpft aus.
30:16Hast du nicht gut geschlafen?
30:18Doch, doch, alles in Ordnung.
30:21Ich bring dir die Zeit von heute vorbei.
30:24Lieb von dir, dass du daran denkst.
30:25Brauchst du nicht mehr, hab sie schon gelesen.
30:28Dann musst du aber früh aufgewiesen sein.
30:30Ja, ich bin ja auch nicht im Urlaub.
30:32Muss gleich zur Arbeit.
30:33Hast du Julia gesehen?
30:36Nein, wieso?
30:37Ich bin mir nicht sicher, ob sie heute Nacht überhaupt zu Hause war.
30:41Deswegen siehst du so erschöpft aus.
30:43Machst dir Sorgen.
30:45Ach was.
30:46Julia ist schließlich erwachsen.
30:49Geht mir mit Lilly auch so.
30:52Aber sag mal, hat sie den gar nicht angerufen?
30:54Nein.
30:54Ja, also wenn sie sich nicht meldet, dann sollten wir besser die Polizei einschalten.
30:58Nein, Tobias.
31:00Vielleicht hat sie einfach jemanden kennengelernt.
31:02Ich würde es ihr wünschen.
31:03Ja, vielleicht hast du ja recht.
31:05Ich meine, was sollte hier auch in Falkenthal passieren, ne?
31:07Wo sie in Afrika Löwen gebändigt hat.
31:12Ja.
31:15Ich danke dir für den gestrigen Abend.
31:18Hat mir auch viel Spaß gemacht.
31:20Dann ist ja gut.
31:22Ja, ich muss mal los.
31:24Schönen Tag noch.
31:32Eva, eine Tasse Kaffee kann doch nicht so schlimm sein.
31:36Nein, Herr Grafenberg.
31:37Eine halbe!
31:38Nein, nein.
31:39Sie haben gestern genug gesündigt.
31:42Aber ich...
31:43Was hat Professor Driesler gesagt?
31:45Keinen Kaffee, kein Fett, keinen Alkohol und viel frische Luft.
31:51Guten Morgen.
31:52Morgen einerseits.
31:53Morgen, Friedrich.
31:53Wickelt er sie schon wieder um den Finger?
31:55Wie immer.
31:56Aber wie immer vergeblich.
31:58Sie behandelt mich, als wäre ich todsterbends krank.
32:01Dabei habe ich mich noch nie so wohl gefühlt.
32:04Apropos, hast du deine Pillen schon genommen?
32:07Ja.
32:08Und den Tee?
32:09Hast du den Tee getrunken?
32:10Ja, doch.
32:12Jetzt fängst du auch noch an.
32:13Seien Sie froh, dass sich überhaupt jemanden Sorgen um Sie macht, Herr Grafenberg.
32:18Ja, verbündet euch nur gegen mich.
32:20Kaffee, Friedrich?
32:21Gerne.
32:27Sagen Sie, Eva, glauben Sie nicht, wir könnten heute eine klitzekleine Ausnahme machen?
32:43Hast du gut geschlafen, Vater?
32:46Ja, sehr gut.
32:49Ich habe mich lange nicht mehr so gut gefühlt.
32:53Und was machen wir heute?
32:55Schon wieder einen Ausflug?
32:58Willst du mich wieder durch die Landschaft schleifen, Friedrich?
33:02Wir machen, was du willst.
33:04Ich glaube, ein bisschen Ruhe würde mir ganz gut tun.
33:07Okay, wir setzen uns auf die Terrasse und genießen den Sommer.
33:10Wenn Sie nur den Tag gemeinsam verbringen.
33:13Und Eva serviert uns eines ihrer unübertreffbaren Mittagessen.
33:18Wie wäre es mit Bratkartoffeln und einem ordentlichen...
33:23Schnitzel.
33:25Schnitzel.
33:26Besser ist Vollkornreis mit gedünstetem Gemüse.
33:31Es wäre ja auch zu schön gewesen.
33:46Hallo Julia, gut, dass du da bist.
33:47Wir haben viel zu tun heute.
33:48Guten Morgen, Andreas.
33:49Was haben wir denn heute zu tun?
33:51Entschuldige, Silke.
33:52Ich habe gehofft, dass Julia endlich zur Arbeit erscheint.
33:54Ja, ist sie denn noch nicht da?
33:55Nein, und sie hat sich auch nicht gemeldet.
33:57Das ist seltsam.
33:59Könntest du das schon mal auf den Wagen da drüben stellen?
34:01Ja, gerne.
34:03Du, kann ich dir sonst noch irgendwie helfen?
34:04Das wäre super.
34:05Ich bin ziemlich im Stress.
34:06Was kann ich denn machen?
34:07Du kannst mir hier mit dem Brot und für die Konferenz helfen.
34:10Okay.
34:12Sag mal, hast du Daniel heute schon gesehen?
34:15Nein, und das interessiert mich auch eher, ob Julia schon gesehen wurde.
34:18Ja, aber wir müssen ihm doch gratulieren.
34:20Warum?
34:21Gestern kam die Grafenberg noch mal ins Bürogerauschen.
34:23Hat mir Überstunden aufgebrummt.
34:25Echt, du Ärmste, wo sie doch gestern gar nicht so gut ging.
34:28Tut mir leid, Frau Mertens, aber die Karten, die müssen heute noch raus.
34:33Und?
34:35Ja, das waren die Dankschreiben an die Gratulanten zu Werners Geburtstag.
34:40Silke.
34:41Mit der Unterschrift von Daniel.
34:44Ja, warum nicht?
34:46Als Geschäftsführer.
34:47Es ist doch egal, welcher Grafenberg die Firma leitet.
34:50Nein, ich bin davon überzeugt, dass Daniel ein hervorragender Geschäftsführer wird.
34:54Ja, bei dir habe ich auch nichts anderes erwartet.
34:56Bis später.
35:08Guten Morgen.
35:09Guten Morgen.
35:10Ist Julia noch da?
35:12Julia ist schon weg.
35:14Schade.
35:15Ich wollte mit ihr zusammen zur Arbeit fahren.
35:17Tut mir leid, Lili.
35:18Aber ich habe Julia auch noch nicht gesehen.
35:21Dann ist sie bestimmt schon in der Firma.
35:24Hast du denn den Streit zwischen Collie und dir ein bisschen vergessen?
35:27Na ja, so richtig kapiere ich immer noch nicht, was gestern plötzlich mit ihm los war.
35:34Nico meint, Collie ist möglicherweise verknallt.
35:38Und?
35:38Wäre doch möglich.
35:40Collie?
35:41Niemals, das wüsste ich.
35:42Er ist wie mein Zwillingsbruder.
35:45Richtig doch mal mit ihm.
35:47Vielleicht sieht ja auch heute schon wieder alles ganz anders aus.
35:50Ja, vielleicht.
35:53Lili?
35:54Hm?
35:56Sag mal, weißt du, ob Julia gestern verabredet war?
35:59Nee, mit wem denn?
36:00Keine Ahnung.
36:01Ich dachte, du weißt was.
36:03Nee, tut mir leid, Christa.
36:06Ich muss los.
36:08Tschüss.
36:09Tschüss.
36:09Einen schönen Tag noch.
36:10Ja.
36:28Ich kann dich nicht mehr.
36:31Wer zuerst im Ufer ist.
36:33Was kriegt der?
36:38Eine Dusche.
36:39Na, warte.
36:42Na, warte.
36:46Ich fühl mich so frei.
36:47Ich fühl mich so frei.
36:51Einen Tag, die ganze Nacht, die werde ich nie vergessen.
36:55Und ich werde dich sie nie vergessen lassen.
37:27Hallo, Julia.
37:29Lilly, ich hab dich gar nicht gehört.
37:31Und trotzdem bin ich da.
37:38Ich hab dir ein Schokokroissant mitgebracht.
37:41Ein Schokokroissant von meinem Lieblingsbäcker?
37:44Aha.
37:44Ich bin heute Morgen extra dort vorbeigefahren.
37:47Das ist lieb von dir.
37:51Lilly, wegen gestern, da wollte ich mich bei dir entschuldigen.
37:55Ich bin keine Prinzessin auf der Erbse.
37:58Blödsinn.
38:01Sag mal, Korya.
38:02Hm?
38:04Hast du dich vielleicht verknallt?
38:06Ich?
38:07Quatsch.
38:09Ach, hab ich ja auch gesagt.
38:10In wen denn auch?
38:12Ja, genau.
38:13In wen denn auch?
38:15Aber was war denn dann mit dir los?
38:18Ich war einfach nur ein bisschen durch den Wind.
38:21Echt?
38:23Weißt du was, Lilly?
38:24Lass uns die Sache einfach vergessen.
38:26Okay?
38:28Wenn du meinst.
38:37Entschuldige Silke, ich hab dich nicht gesehen.
38:39Und ich dachte, Daniel kommt.
38:41Sag mal, kannst du dich auf deine Arbeit konzentrieren, wenn du ständig an Daniel denkst?
38:45Gerade deswegen warte ich auf ihn, weil ich an meine Arbeit denke.
38:48Natürlich.
38:49Ja, ich brauch dringend ein paar Unterschriften.
38:51Mhm, verstehe.
38:53Naja, ich könnte ja mal die Grafenberg fragen, ob sie unterzeichnet.
38:56Mach das so.
39:00Silke, sag mal, Julie hat sich nicht gemeldet.
39:02Nein?
39:04Das ist ja seltsam.
39:06Sie hat doch so zuverlässig gewirkt.
39:07Ja, das fand ich auch.
39:10Wäre schade, wenn wir uns geirrt hätten.
39:11Es gibt sicherlich eine Erklärung.
39:13Willst du sie anrufen?
39:14Ich hab ihre Nummer.
39:15Ja.
39:26Jetzt bin ich aber gespannt.
39:32Und?
39:34Geht keiner ran?
39:36Seltsam.
39:39Das macht mir regelrecht Sorgen.
39:42Ich verstehe dich.
39:44Ich geh dann mal.
39:54Er?
39:56Frau Grafenberg, ich bräuchte ein paar Unterschriften von Ihnen.
39:59Wenden Sie sich an meinen Sohn.
40:02Genau das ist das Problem.
40:04Können Sie mir sagen, wann Ihr Sohn heute kommt?
40:06Ja, ich geh davon aus, dass er längst hier ist.
40:09Leider nicht.
40:10Wie bitte?
40:12Er ist heute noch überhaupt nicht hier gewesen.
40:14Dann wird er einen Termin außer Haus haben.
40:16Soweit ich weiß, hatte er überhaupt keinen Termin.
40:19Dann ist er eben unterwegs.
40:21Bestimmt.
40:21Es ist nur so, die Schecks müssen bis mittags zur Bank.
40:24Geben Sie mal her.
40:25Das hat er noch nie vergessen.
40:26Ist gut, Frau Mertens.
40:27Ich kümmere mich drum.
40:29Vielen Dank.
40:35Was ist das?
40:36Das könnte ich jeden Morgen machen.
40:38Ich habe auch schon daran gedacht, warum ich das nicht schon viel öfter gemacht habe.
40:41Manchmal vergisst man leider, was gut für einen ist.
40:43Manchmal braucht man nur jemanden, der einem sagt und zeigt, was gut für einen ist.
40:56Mein Handy.
40:58Sie ist mein Handy.
40:59Das muss hier irgendwo liegen.
41:02Hier.
41:05Meine Mutter.
41:08Was machst du denn?
41:09Ich habe keine Lust, jetzt mit ihr zu reden.
41:10Vielleicht ist es wichtig.
41:12Wahrscheinlich wundert sie sich nur, ob ich noch nicht lange schon in der Firma bin.
41:16Da hat sie völlig recht.
41:17Ich müsste auch schon mal im Catering stehen.
41:19Ich habe keine Lust, dass unser Tag einfach so zu Ende geht.
41:23Was wäre, wenn unser Tag einfach weiterginge?
41:27Wie soll das denn gehen?
41:37Was?
41:39Was?
41:46Ein Platz, bei dem man alles vergessen und sich vor der Welt verstecken kann.
41:51Daniel ist nicht in der Firma.
41:53Gönnen Sie ihm doch ruhig mal einen Aussetzer.
41:55Genau das ist der Grund, weshalb ich glaube, dass Daniel noch nicht so weit ist.
41:59Großvater will doch nach wie vor, dass Frederik sein Nachfolger wird.
42:01Glaubst du im Ernst, dass ich das zulassen werde?
42:04Am liebsten würde ich die Zeit anhalten, damit dieser Tag nie zu Ende geht.
42:13Untertitelung des ZDF, 2020
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