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KurzfilmeTranskript
00:00sein. An ihrer Stelle würde ich mich nach einer neuen Beschäftigung umsehen. Ich glaube
00:04kaum, dass wir ihre Dienste hier noch länger in Anspruch nehmen wollen. Es reicht, Frau
00:08Grafenberg. Silke hat sich nichts zu Schulden kommen lassen. Ach, sieh mal eine an. Sie
00:16beide passen ja wunderbar zusammen. Pack hält zusammen. Deine Mutter hat heute Silke niedergemacht
00:23und ganz furchtbar gedemütigt. Sie hat was? Silke ist völlig fertig. Deine Mutter hat
00:29dir nahegelegt zu kündigen. Wie kommt sie dazu? Sie denkt halt immer noch, dass du was
00:35mit Silke hast. Regen der Rose, die eigentlich für mich war. Ich hatte schon befürchtet, ich
00:50muss den ganzen Tag hier alleine stehen. Du glaubst gar nicht, wie oft ich den ganzen Tag
00:59über an diesen Moment gedacht habe. Bestimmt nicht so wie ich.
01:20Du bist gut.
01:21No one has the answer. They just want more. Hey, who's gonna make it right? This could
01:49Ich möchte keinen Tag mehr ohne dich sein.
01:52Ich auch nicht. Aber ohne Lügen und ohne Geheimnisse.
01:56Gut. Dann müssten wir nur heiraten, Kinder bekommen und alt werden. Lass uns gleich anfangen.
02:02Das klingt ganz herrlich, Daniel. Aber was ist mit deiner Familie?
02:07Ich möchte mit dir glücklich werden. Wenn meine Familie damit nicht klarkommt, dann sollen sie sehen, wo sie bleiben.
02:15Hast du das gehört?
02:21Da ist niemand. Wir sind die Letzten.
02:23Lass uns gehen, Daniel.
02:26Wie wäre es, wenn wir die ganze Nacht hier blieben? Andreas hat bestimmt noch Prosecco im Kühlschrank.
02:30Willst du, dass der Pferdner uns einschließt?
02:32Hast du dir noch nie gewünscht, eine Nacht in einem Kaufhaus zu verbringen?
02:35Bei allem Respekt, Herr Grafenberg. Das ist ja kein Kaufhaus, sondern Ihre Firma.
02:38Ja. Diese Firma war heute allerdings mehr ein Irrenhaus.
02:43Ich möchte dich um etwas bitten. Es war ganz lieb von dir, dass du mir diese Rose schenken wolltest.
02:49Die dann bei Silke gelandet ist. Erinnere mich bitte nicht daran.
02:53Die hat nur Ärger gemacht. Keine Rosen mehr in der Firma, versprochen.
02:57Deine Mutter hat Silke wie den letzten Dreck behandelt. Nur weil sie dachte, sie hätte was mit dir.
03:02Du hast keine Schuld. Bei Silke habe ich mich schon entschuldigt.
03:05Ja, das hat sie allen erzählt. Den ganzen Nachmittag hat sie gestrahlt.
03:09Ich wünschte, ich könnte ihr sagen, dass ich schon vergeben bin.
03:12Daniel, ich habe Angst, dass wir noch mehr Menschen wehtun, weil wir versuchen, unsere Liebe geheim zu halten.
03:18Wenn wir heute Nacht hier blieben, wäre Silke morgen früh die Erste, die uns findet.
03:22Das wäre gar nicht gut. Das wäre sehr schlimm für sie.
03:25Ich weiß einen anderen Ort. Einen, der nur uns gehört.
03:29Ach so.
03:51Das Gefühl, aufzuwachen und Daniel neben mir zu wissen, ist unvergleichlich.
03:56Die Momente mit ihm entschädigen für alles.
04:02Ich wünschte, wir könnten ewig hier liegen bleiben.
04:06So fühlt sich pures, sattes Glück an.
04:13Guten Morgen.
04:15Guten Morgen.
04:18Ach, es gibt doch nichts Schöneres, als neben dir aufzuwachen und dich zu sehen.
04:24Wie spät ist es denn?
04:26Es ist bald Zeit zu gehen.
04:30Können wir nicht verschlafen.
04:32Wenn wir hierbleiben, dann findet uns doch keiner.
04:36Ich kann Andreas nicht nochmal ohne Vorwarn hängen lassen.
04:41Er wird es überleben.
04:42Und was ist mit den Mitarbeitern, die in Chef gehen?
04:47Übergangschef.
04:49Denkst du, dein Onkel wird den Posten nicht annehmen?
04:53Nein.
04:55Ich kann mich nicht daran gewöhnen, dass ich bald die ganze Firma übernehmen werde.
05:01Für mich bist du einfach Daniel.
05:04Mein Daniel.
05:20Ich habe gehört, du warst gestern in der Manufaktur.
05:26War ich?
05:27Und?
05:30Wieso darf Annabelle dort wieder arbeiten?
05:34Ich bin nicht.
05:37Es ist Messezeit.
05:40Annabelle leitet das Marketing.
05:42Sie ist erstklassig.
05:44Wir brauchen sie.
05:47Und was ist mit all den Intrigen, die sie gegen dich und mich angezettelt hat?
05:53Damit hat sie ja nichts erreicht.
05:55Du bist immer noch hier.
05:57Und ich hoffe immer noch, dass du bleibst.
06:07Guten Morgen.
06:08Dieser Morgen gut ist, das wird sich erst noch zeigen.
06:11Stimmt was nicht?
06:12Das kann man wohl sagen.
06:15Ich weiß jetzt endlich, wer Daniel dermaßen den Kopf verdreht hat.
06:19Dass er all seine Pflichten der Familie und der Firma gegenüber vernachlässigt.
06:24Sie ist blond, süß und zu ungeschickt, ein Tablett mit Gläsern gerade zu halten.
06:30Doch, Silke?
06:31Unsinn.
06:32Es ist die junge Frau vom Catering, die beim Geburtstagsempfang alle Gläser zerdebattert hat.
06:37Julia Schilling?
06:39Da wäre ich nie drauf gekommen.
06:41Hätte von Daniel auch mehr Stil erwartet.
06:44Woher weißt du das?
06:46Ich habe sie gestern Abend im Büro erwischt.
06:51Die haben es im Büro getrieben?
06:53Alle Achtung.
06:54Sie haben sich geküsst und sentimentale Liebesschwüre ins Ohr geflüstert.
06:59Das heißt gar nichts.
07:00Gönn Daniel doch diese kleine Affäre.
07:02Nein.
07:03Das ist keine kleine Affäre.
07:06Da hättest du sie hören sollen.
07:08Und wenn schon.
07:09Daniel hat bisher immer das getan, was du von ihm erwartet hast.
07:13Diesmal ist es anders.
07:15Er entgleitet mir.
07:18Was willst du tun?
07:19Daniel verbieten, verliebt zu sein?
07:21Nein.
07:24Aber ich werde mich ein wenig genauer mit diesem Blondchen auseinandersetzen.
07:30Und wenn ich mit ihr fertig bin,
07:32dann wird sie sich wünschen, Daniel niemals begegnet zu sein.
07:40Ich habe dir gesagt, dass ich in Südafrika zu Hause bin.
07:42Du wolltest es respektieren.
07:45Hast du das vergessen?
07:47Ich habe es nicht vergessen.
07:50Und ich respektiere es.
07:52Worüber reden wir dann?
07:54Ich möchte, dass du dir ein Bild von der Firma machst.
07:57Was versprichst du dir davon?
08:00Dass du mich dann besser verstehst.
08:03Das klingt so, als würde mich eine böse Überraschung erwarten.
08:07Die Konkurrenz aus Fernost wird immer stärker.
08:10Um ihr die Stirn zu bieten,
08:13muss frischer Wind in die Firma.
08:14Das kann Daniel genauso gut leisten wie ich.
08:17Stimmt.
08:18Aber es geht nicht nur um Innovation.
08:21Die Firma braucht auch eine starke Hand.
08:25Und diese Hand kann nicht die von Annabelle sein.
08:29Darum geht es also.
08:31Du möchtest, dass ich Annabelle in Schach halte?
08:33Sie hat großen Einfluss auf Daniel.
08:36Und sie ist der Familie nicht verpflichtet.
08:40Sie könnte ohne weiteres eines Tages die ganze Firma verkaufen.
08:45Wer sagt dir, dass ich nicht dasselbe täte, wenn es Profit bringt?
08:49Du?
08:51Du bist ein Grafenberg.
08:53Du kannst noch so weit wegrennen.
08:55Deine Wurzeln sind hier.
08:57Du gibst erst Ruhe, wenn du gewonnen hast.
09:00Wenn ich hier festgekettet bin.
09:05Es geht schon lange nicht mehr darum, zu gewinnen.
09:13Ich weiß, dass ich dich nicht halten kann.
09:17Aber das tut mir unendlich weh.
09:19Dass du nicht hier um mich bist.
09:23Frederik.
09:26Weil ich dich liebe.
09:33Auf einmal sagst du alles, was ich immer hören wollte.
09:40Weißt du nicht, dass es ein bisschen zu spät dafür ist?
09:43Ja.
09:45Viel zu spät.
09:48Und es ist kaum noch Zeit, um dir zu sagen,
09:51wie wichtig du mir bist.
09:57Wie soll ich denn darauf reagieren?
10:01Wie wäre es mit...
10:04Wie wäre es mit...
10:04Ich bleibe?
10:05Wie wäre es mit...
10:14Ich bleibe vorerst?
10:17Und sehe mir bei der Gelegenheit die Geschäfte etwas näher an?
10:24Das ist keine Zusage.
10:27Ich habe mich für nichts entschieden.
10:30Hörst du?
10:38Einverstanden.
10:49Wer ist diese Julia überhaupt?
10:51Wo kommt sie her?
10:52Was hat sie gemacht?
10:53Frag sie doch, ob sie eine Leiche im Keller hat.
10:55Nicht nötig.
10:56Wozu gibt es Personalakten?
10:59Da steht sowas drin?
11:01Mich interessiert der Lebenslauf,
11:03die Schulen,
11:05die Jobs,
11:06die Arbeitgeber.
11:07Klingt ja ungeheuer skandalträchtig.
11:10Jeder hat einen wunden Punkt.
11:12Man muss nur lang genug danach suchen.
11:14Wozu das Ganze?
11:15So wie ich Großvater bearbeitet habe,
11:17steht der Krach mit Frederik unmittelbar bevor.
11:19Das hoffe ich.
11:20Und dann wird Daniel ohnehin Chef.
11:22Ob mit oder ohne Freundin.
11:24Jedenfalls ohne diese Julia.
11:26Darauf kannst du dich verlassen.
11:31Guten Morgen allerseits.
11:33Guten Morgen, Daniel.
11:35Du bist spät nach Hause gekommen.
11:36Hast du gut geschlafen?
11:38Ausgezeichnet.
11:39Wie ein kleines Baby.
11:42Wie aufregend.
11:43Mann, hab nicht einen Hunger.
11:45Frag doch Eva, ob sie dir ein paar Eier macht.
11:47Wir haben viel Protein.
11:49Habe ich irgendwas verpasst?
11:50Deine Lahn ist umwerfend.
11:51Ich hoffe, das wirkt sich günstig auf unsere Geschäfte aus.
11:54Lass mich erst mal frühstücken,
11:55dann können wir zusammen in die Firma fahren.
11:56Keine Zeit.
11:58Ich habe sehr viel zu tun.
11:59Wir haben da im Büro ein schnuckeliges Catering.
12:01Frühstück doch da.
12:04Ich wäre stark klar.
12:07Viel Spaß.
12:16Guten Morgen.
12:17Warst du spazieren?
12:19Guten Morgen, Mama.
12:21Du bist ja schon früh auf.
12:22Konntest du nicht schlafen?
12:23Doch.
12:24Ich habe wunderbar geschlafen.
12:26Ich bin fit wie ein Turnschuh.
12:28Soll ich uns Pfannkuchen machen?
12:30Danke.
12:31Nein, ich bin nicht hungrig.
12:33Ich aber.
12:37Dabei habe ich schon so viel gegessen gestern Abend mit Eva und Tobias.
12:40Hattet ihr einen schönen Abend?
12:43Eva ist wunderbar.
12:45Sie hat ein Schweinefiedel gemacht.
12:47Und du hast bestimmt wieder die Geschichte vom stummen Hund zum Besten gegeben, oder?
12:50Stimmt.
12:53Genau das Richtige für unser Kochbuch.
12:55Ihr wollt wirklich ein Kochbuch schreiben?
12:57Ja, natürlich.
12:58Eva liefert die Rezepte und ich die dazu passenden Geschichten.
13:01Aber es ist doch was anderes, ob man nur eine Geschichte erzählt oder sie aufschreibt.
13:06Das kann ich schon.
13:07Du wirst sehen, das Buch wird ein Knüller.
13:10Mama, ich habe dich ewig nicht mehr so entspannt gesehen.
13:17Danke, dass du so viel Geduld mit mir hattest.
13:20Ich habe einfach Panik bekommen, als ich diesen Zeitungsartikel über Hermann gefunden habe.
13:26Das war ein Unfall.
13:27Seine Leiche wurde weit, weit weg von der Lodge in Südafrika gefunden.
13:30Was der Himmel, wie er da hingekommen ist.
13:33Ich habe ihn auf jeden Fall nicht da hingebracht.
13:35Niemand wird dich je mit seinem Tod in Verbindung bringen können.
13:39Außer die Leute, die uns in der Lodge gesehen haben.
13:42Und die sind weit weg.
13:43Wir können hier endlich zur Ruhe kommen, Mama.
13:45Stell dir vor, wenn das Buch ein Erfolg wirkt, dann können wir eine größere Wohnung nehmen.
13:52Das wäre toll.
13:53Ich würde mich wirklich gerne in Falkenthal bleiben.
13:56Guten Morgen.
13:58Hey.
13:59Fahren wir zusammen zur Arbeit?
14:00Oh, Lilly, das tut mir leid, aber ich bin noch gar nicht fertig.
14:04Na nun, was hast du da denn?
14:06Hat mir einen Freund geschenkt.
14:08Kolja, das ist ja nett von ihm.
14:10Nee, das war ein anderer Freund.
14:12Das ist ein Nasalik, ein türkischer Talisman.
14:15Das kennst du?
14:16Hm, ich kenne jeden Bazar-Schmuck zwischen Marrakesch und Neu-Delhi.
14:22Er soll mich für bösen Blicken beschützen.
14:24Dann hast du ja von Annabelle Grafenberg nichts mehr zu befürchten.
14:27Genau das hat Tim auch gesagt.
14:36Hast du Frau Grafenberg schon gesehen?
14:37Nein.
14:38Nee.
14:39Ich habe so eine Angst, hier über den Weg zu laufen.
14:42Ach, beruhig dich, Selke.
14:43Deine hat sich doch bei dir entschuldigt und selbst gesagt, du brauchst nicht zu kündigen.
14:46Ja, aber das macht sie bestimmt noch wütender.
14:48Sie denkt eben, du verdrehst ihm den Kopf.
14:50Ja, und deswegen hat sie mich auf den Kieker.
14:52Ich kündige am besten gleich freiwillig.
14:57Ach, Frau Merkens.
14:58Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen.
15:01Ich hoffe, Sie nehmen den kleinen Zusammenstoß von gestern nicht übel.
15:04Was?
15:05Was? Ich... Also, das ist ja alles meine Schuld gewesen.
15:08Nicht doch. Ich habe Sie völlig falsch eingeschätzt.
15:11Ich hoffe, dass wir von nun an gut miteinander auskommen werden.
15:14So wie früher.
15:16Vielleicht sogar noch besser.
15:17Bringen Sie mir bitte einen frischen Orangenslack.
15:19Sehr gern, wenn es noch einen Augenblick Zeit hat.
15:21Ich kann im Moment leider nicht weg, aber Julia müsste ja jeden Augenblick da sein.
15:25Offenbar hängt hier vieles von Frau Schilling ab.
15:27Dabei hatte sie nicht mal Bewerbungsunterlagen dabei.
15:30Die hat sie nachgereicht, wie vereinbart.
15:32Ah, sehr schön.
15:34Bringen Sie mir diese doch mal in mein Büro.
15:37Zeugnisse, Lebenslauf, alles was wir haben.
15:39Sind Sie so lieb?
15:40Selbstverständlich, Frau Grabenberg.
15:42Sag mal, wie war das nochmal mit deiner freiwilligen Kündigung?
15:46Jetzt bin ich verwirrt.
15:50Daniel, es gibt etwas, was ich dir sagen möchte.
15:55Ich höre.
15:57Ich habe heute noch einmal mit meinem Vater gesprochen.
16:03Großvater hat sich nichts mehr gewünscht, als dich in seiner Nähe zu haben.
16:07Er wäre nur der Letzte, der es öffentlich zugibt.
16:09Ja, und heute hat er es zugegeben.
16:13Es hat mich sehr gerührt.
16:15Ich habe ihm versprochen, dass ich mich mit den Geschäften vertraut mache.
16:20Du übernimmst die Firmenleitung?
16:22Nein, nein, es ist nichts entschieden.
16:24Ich informiere mich lediglich.
16:27Das heißt, du kommst jetzt öfter ins Büro?
16:30Ja, so sieht es aus hier.
16:33Na dann.
16:36Herzlich willkommen, Frederik.
16:39Danke, Daniel.
16:42Ich möchte, dass wir zusammenarbeiten als Freunde.
16:45Ja, das wünsche ich mir auch.
16:48Was ist denn eigentlich mit der Lodge in Südafrika?
16:51Ähm, die wird erst mal alleine funktionieren.
16:54Dann pendeln vielleicht.
16:57Ich brauche auf jeden Fall deine Hilfe.
17:00Ja, natürlich.
17:03Und der Experte fürs Porzellan bist du.
17:06Das wirst du auch immer bleiben.
17:14Morgen, Silke.
17:15Alles okay bei dir?
17:16Hallo, Julia.
17:17Bei mir geht's wunderbar.
17:19Das ist gut, dass du dir die Vorwürfe von Frau Grafenbeck nicht so zu Herzen nimmst.
17:22Stell dir vor, sie hat sich vorhin bei mir entschuldigt.
17:26So viel Anstand hätte ich ihr gar nicht zugetraut.
17:28Naja, sie war ja auch wirklich schrecklich zu mir.
17:31Sind das meine Unterlagen?
17:32Ja, Frau Grafenbeck hat sie angefordert.
17:35Warum das denn?
17:36Nur pro forma.
17:37Muss ja alles seine Ordnung haben.
17:39Aber Andreas hat mich noch eingestellt.
17:41Ja, du hattest die Unterlagen bei deiner Bewerbung nicht dabei.
17:44Und jetzt will sie sie lesen.
17:48Mach dir keine Sorgen.
17:50Du hast den Job ja sicher.
17:52Andreas gibt dich bestimmt nicht wieder so schnell her.
18:00Hi.
18:01Gut, dass du da bist.
18:02Da ist mal wieder der Wurm drin.
18:04Warum?
18:04Was ist denn los?
18:05Naja, tausend Sonderbestellungen.
18:07Der Lieferant ist noch nicht da und aus dem habe ich schlecht geschlafen.
18:09Wohl eher zu wenig.
18:11Kann es sein, dass du mal wieder etwas zu lange im Cosi warst?
18:14Ja, aber zu Hause lernt man ja niemanden kennen.
18:26Hallo, Herr Grafenbeck.
18:28Haben Sie Ihre alte Maschine im Schuppen gefunden?
18:30Habe ich.
18:31Aber wenn Sie mich noch mal sitzen, dann sieze ich Sie zurück.
18:35Die Maschine schaut schlimm aus.
18:38Ich fürchte, sie ist wirklich schrottreif.
18:39Diese alten Motorräder halten eine Menge aus.
18:42Wenn du willst, sehe ich sie mir noch mal an.
18:45Kannst gar nicht dein Glück versuchen.
18:46Wäre doch klasse, wenn ich die Maschine wieder fit kriege.
18:48Und was ist mit den Ersatzteilen?
18:50Die kann man übers Internet bestellen.
18:51Baupläne auch.
18:52Damit bekommt man fast jedes Motorrad wieder zum Laufen.
18:55Wenn ich dich so reden höre, kriege ich Lust mitzuschrauben.
18:57Das ist die Idee.
18:59Zusammen geht es schneller.
19:00Richtig.
19:01Und wenn ich jetzt schon regelmäßig ins Büro muss,
19:04dann tut mir eine Abwechslung richtig gut.
19:06Du bleibst im Falkental?
19:07Klasse.
19:08Ich hatte schon Angst, ich müsste für jedes Ersatz in der Südafrika telefonieren.
19:13Langsam.
19:14So lange bleibe ich nicht, bis die Maschine fertig ist.
19:16Ach so.
19:18Es hört sich eben so an, als würdest du für immer bleiben.
19:21Du hast recht.
19:23Es hört sich wirklich so an.
19:26Ich fürchte, ich kann es mir selbst noch nicht glauben.
19:29Aber es wäre wirklich klasse.
19:31Wann fangen wir an?
19:32Gleich heute.
19:34Einverstanden.
19:35Ich will die Maschine mit nach Hause nehmen.
19:37Da gibt es mehr Werkzeug.
19:39Ich schaue nachher vorbei.
19:40Bis dann.
19:41Tschüss.
19:49Hallo, Nico.
19:50Hallo.
19:50Das Haus ist ja riesig.
19:53Weißt du, wo ich Eva finde?
19:54Die ist gleich hinten.
19:55Einmal ums Haus rum, da ist die Terrasse.
19:57Danke.
19:58Kein Problem.
20:16Das kam ja plötzlich.
20:18Wie habe ich ja Glück gehabt.
20:19Haben wir Platz.
20:21Ich habe meine gesammelten Rezepte rausgesucht.
20:24Das sind ja viele.
20:25Da können wir ja locker zwei Bücher draus machen.
20:28Zuerst müssen wir mal Ordnung in diesen ganzen Zettelkram bringen.
20:31Mal sehen, was da noch übrig bleibt.
20:34Na, Geschichten fallen mir auf jeden Fall genügend ein.
20:36Eva, haben Sie meine Pillen weggeräumt?
20:38Herr Grafenberg, ich habe nichts weggeräumt.
20:41Sie werden sie wieder irgendwo haben liegen lassen.
20:43Wir haben Besuch.
20:44Ja, das ist Christa Schilling, eine Freundin.
20:47Guten Tag, Herr Grafenberg.
20:48Ich wollte sowieso gerade gehen.
20:50Aber warum denn?
20:51Ich freue mich über jedes nette Gesicht.
20:53Besonders, wenn ich es noch nicht kenne.
20:55Vielen Dank.
20:56Eva, haben Sie eine Idee, wo ich meine Pillen finden könnte?
20:59Kommen Sie einfach zu mir.
21:00Ich habe jetzt immer einen kleinen Vorrat bei mir, damit nicht noch mal was passiert.
21:04Danke, Eva.
21:06Das würden Sie nur ohne mich tun.
21:09Ohne Sie, Eva.
21:10Ich würde nie mehr Schonkost essen.
21:18Was für ein reizender, alter Herr.
21:21Und er hat nichts dagegen, dass du Besuch bekommst?
21:24Ich halte den ganzen Haushalt in Schuss.
21:26Da kann ich ruhig mal etwas Abwechslung haben.
21:30Soll ich dir das Haus zeigen?
21:33Gerne.
21:35Na, komm.
21:36Na, komm.
21:39Praktikum in einer Werbeagentur Messehostess.
21:45Drei verschiedene Wohnorte in einem Jahr.
21:47Es geht doch nichts über eine klare Lebensplanung.
21:50Sie ist unbeständiger als jedes Aprilwetter.
21:53Aber daraus kannst du Julia noch keinen Strick drehen.
21:56Abwarten, wir finden etwas.
21:58Vielleicht ist sie ja illegal verheiratet.
22:00Sie war in Südafrika.
22:03Stimmt.
22:06Ist es nicht ein merkwürdiger Zufall?
22:08Was soll daran merkwürdig sein?
22:10Sie hat die halbe Welt mit ihrer Anwesenheit beglückt.
22:13Aber das war ihr letzter Wohnort, bevor sie nach Falkenthal gekommen ist.
22:17Hm, du hast recht.
22:19Sie war zur selben Zeit da wie Daniel.
22:22Haben wir eine Spur, Sherlock?
22:24Ach, lass deine Witze.
22:25Was hat sie denn gemacht in Südafrika?
22:30Jetzt wird's wirklich albern.
22:33Sie hat für eine Tierschutzorganisation gearbeitet und Safaris geleitet.
22:38Sie hat ein Herz für Tiere.
22:40Damit bringst du Daniel bestimmt nicht gegen sie auf.
22:43Irgendeinen wunden Punkt muss diese Frau haben.
22:47Das ist das Wohnzimmer.
22:51Hier findet sich die ganze Familie zusammen.
22:53Wie schaffst du das dann, so ein riesiges Haus in Schuss zu halten?
22:57Ich hab' ne Putzhilfe.
22:59Außerdem wird nur ein Teil des Hauses bewohnt.
23:02Warum das denn?
23:03Naja, früher hat die ganze Familie hier gewohnt.
23:06Onkel, Neffen, Tanten.
23:08Da gab's auch mehr Personal.
23:09Und das ganze Haus wurde bewirtschaftet.
23:12Und wo sind die alle hin?
23:14Einige sind umgezogen.
23:15Ein paar gestorben.
23:17Friedrich.
23:24Friedrich hat eine Lodge in Südafrika.
23:30Guten Tag.
23:32Ich würde mich freuen, Sie heute Abend persönlich bei der Öffnung unseres Roulette-Tisches begrüßen zu dürfen.
23:37Dann sind Sie sicher.
23:39Ja, gerne.
23:41Na, wenn man vom Chef höchstpersönlich eingeladen wird.
23:45Na ja.
23:52Südafrika.
23:53Aber im Augenblick ist er hier.
23:56Aber ich glaube, er bleibt nicht mehr langer.
23:59Der hier ist in Falkenthal?
24:02Ja.
24:03Vielleicht lernt Sönja kennen, bevor er abreist.
24:05Eva, ich muss gehen.
24:08Aber, äh, Christa, ich meine, wir haben doch noch gar nicht über meine Rezepte gesprochen.
24:11Ich muss sofort los.
24:14Sofort.
24:21Christa.
24:29Ja?
24:39Und?
24:40Hat sich deine Mutter gefragt, wo du die ganze Nacht gewesen bist?
24:42Nein, die hat überhaupt nichts gemerkt.
24:45Bei mir hat jeder was gemerkt.
24:47Es traut sich nur keiner offen, was zu sagen.
24:49Dafür passiert bei euch ständig irgendwas heimlich und hintenrum.
24:52Wieso?
24:53Was meinst du?
24:54Ich weiß es nicht.
24:56Was ist los?
24:57Deine Mutter hat Silke heute Morgen nach meinem Lebenslauf gefragt.
25:01Was will sie damit?
25:04Hat sie dir gegenüber nichts erwähnt?
25:06Nein, nichts.
25:07Sie ist sicher verärgert, weil ich mich gestern vor Silke gestellt habe.
25:10Aber ich konnte einfach nicht zugucken, wie sie sie fertig gemacht hat.
25:15Tja, und was hat das mit deinem Lebenslauf zu tun?
25:17Vielleicht versucht sie irgendwas zu finden, um es gegen mich zu verwenden.
25:23Ich glaube nicht, dass es irgendetwas gibt, um es gegen dich zu verwenden.
25:27Irgendwas gibt es immer.
25:30Hat es wieder mit deiner Mutter zu tun?
25:34Pass auf.
25:35Ich spreche mit meiner Mutter und versuche herauszufinden, um was es geht.
25:39Einverstanden?
25:41Okay.
26:04Julia Schilling, ich bin momentan nicht zu erreichen.
26:07Bitte hinterlassen Sie eine Nachricht.
26:08Danke.
26:21Können Sie mich bitte mit der Falkenthaler Porzellanmanufaktur verbinden?
26:24Es ist dringend.
26:26Bitte, Andreas.
26:27Tu es doch für mich.
26:28Silke, es geht jetzt nicht.
26:29Komm, wenn alle Mittagspause haben.
26:31Wenn alle Mittagspause haben, dann klingelt mein Telefon wieder.
26:34Nur ein Sandwich und ein paar Erdbeeren.
26:37Nein.
26:38Außerdem klingelt mein Telefon jetzt schon.
26:40Also, ich habe vorne gestanden, wenn jemand kommt.
26:45Wie spät?
26:46Nach fünf Minuten bis zur Pause.
26:48Das wird eng.
26:49Julia, deine Mutter soll ich durchstellen?
26:53Sag ihr bitte, ich rufe sie zurück, ja?
26:56Hören Sie bitte?
26:57Julia kann jetzt leider nicht.
26:58Sie ruft zurück.
26:59Wieder hören.
27:24Ich rufe sie zurück.
27:33Wo ist denn deine gute Laune von heute Morgen geblieben?
27:37Wie ich höre, interessierst du dich neuerdings für die Lebensläufe unserer Mitarbeiter.
27:40Ich dachte, es ist auch in deinem Interesse, wenn ich mich mehr um unsere Angestellten kümmere.
27:46Was willst du mit dem Lebenslauf von Julia Schilling?
27:48Ihn lesen?
27:50Bei ihrer Bewerbung hatte sie keinen dabei.
27:53Sie hat nichts mit deiner Abteilung zu tun.
27:56Daniel, diese junge Frau war sogar bei uns zu Hause.
27:59Wir wissen nichts über sie.
28:02Sie hat dich gestern vor allem in deine Schranken gewiesen.
28:05Ist es das?
28:06Ich weiß nicht, was du meinst.
28:09Mutter, gib mir dein Wort, dass dieser Lebenslauf nichts damit zu tun hat, dass sie sich gestern für Silke eingesetzt
28:14hat.
28:16Du hast mein Wort.
28:18Es hat nichts damit zu tun.
28:23Gestern hast du Frau Mertens verteidigt, heute Julia.
28:26Was ist bloß los mit dir?
28:28So kenne ich dich ja gar nicht.
28:31Mutter, du bist so versessen darauf, mich auf dem Chefsessel sitzen zu sehen,
28:34dass ich Angst habe, dass auch Unbeteiligte dabei zu Schaden kommen.
28:38Mich interessiert nur, wer dir im Wege steht.
28:41Dann sei nur vorsichtig, dass du nicht eines Tages selbst auf diesem Weg stehst.
28:50Guten Appetit!
28:51Bitte kein Kommentar über mein Essen.
28:55Nicht einmal Worte des Bedauerts?
28:58Sag mir lieber, wie es in der Firma war.
29:01Ich habe mit Daniel gesprochen.
29:03Ich habe ihm gesagt, dass ich bleibe.
29:05Und? Wie hat er es aufgenommen?
29:08Es hat ihn mehr erstaunt, als er zugibt.
29:11Und du?
29:13Bereust du deine Entscheidung?
29:15Im Gegenteil.
29:16Mir ist etwas Merkwürdiges passiert.
29:18Was denn?
29:19Ich habe Nico getroffen und wir haben uns über mein altes Motorrad unterhalten.
29:23Ich ahne Schlimmes.
29:25Er hat mir vorgeschlagen, dass wir es gemeinsam restaurieren könnten.
29:30Du armes Fein, Tade.
29:33Und plötzlich ist mir klar geworden, das Motorrad ohne mich ist wie ein Museumsstück.
29:41Da habe ich es gespürt.
29:43Ich bleibe.
29:45Wegen des alten Motorrads?
29:47Nein.
29:49Weil du recht hast.
29:52Weil ich hierher gehöre.
29:55Ich kann dir gar nicht sagen, wie glücklich du mich machst.
29:58Ich habe mir immer eingeredet, dass ich nichts vermisse.
30:01Aber ich habe etwas vermisst.
30:05Südafrika wird es weiterhin geben.
30:08Aber dich?
30:09Keine Spekulation, wie viel Zeit mir noch bleibt.
30:16Ich kann also verkünden, dass du meine Nachfolge antrittst.
30:26Eine Brücksehe kann ich jetzt wohl nicht mehr machen.
30:39Danke, wie komme ich zu der Ehre?
30:41Du hast heute noch gar keine Pause gemacht.
30:43Ich wollte gerade zum Catering kommen.
30:45Ich muss gleich wieder los. Wir sind draußen ganz schön am rotieren.
30:49Du, ich habe mit meiner Mutter gesprochen.
30:51Dein Lebenslauf hat nichts mit gestern zu tun.
30:55Glaubst du ihr das?
30:56Mir bleibt nichts anderes übrig.
30:58Warum wollte sie ihn sonst haben?
31:01Was ist denn daran so ungewöhnlich, wenn man die Unterlagen neue Mitarbeiter durchschaut?
31:07Nichts.
31:09Wenn du mir endlich von deinen Sorgen erzählen könntest.
31:12Ich muss jetzt los.
31:14Siehen wir uns nachher noch. Im Bootshaus.
31:16Das wäre schön. Kannst du denn hier weg?
31:20Ich nehme mir die Zeit.
31:24Bis dann.
31:24Bis dann.
31:32Ich bin schon wieder dabei, mich für mein Leben und meine Vergangenheit zu schämen.
31:38So werde ich nie mit Daniel in Frieden leben können.
31:43Ich darf nicht ewig vor der Vergangenheit wegrennen.
31:51Was sagt der Partner?
31:53Sieht nachher eine Menge Arbeit aus.
31:56Habe ich doch gesagt.
31:58Aber sie ist wunderschön.
32:00Ja.
32:01Das ist sie wirklich.
32:04Dein Großvater hat sie 1959 gekauft.
32:07Ganz schön alt, oder?
32:08Die ist damals schon über 130 Stundenkilometer gegangen.
32:12Damit würde man heute aber nicht mehr weit kommen, oder?
32:15Mit sowas fährt man auch nicht, um anzukommen.
32:17Mit sowas fährt man, um zu genießen.
32:18Ich hoffe, sie fährt überhaupt noch.
32:20Die muss auch über 20 Jahre im Schuppen gestanden haben.
32:24Jetzt auch, seid ihr niemand damit gefahren?
32:26Nee.
32:27Philipp hatte keine Lust auf Motorräder und dein Vater hasst die Dinge.
32:31Das gibt's doch gar nicht.
32:33Ist das nicht Ihre alte Maschine, Grafenwerk?
32:36Oder das, was von ihr übrig ist.
32:39Ich kann mich noch erinnern, wie Sie damit die ganze Gegend unsicher gemacht haben.
32:42Fliegerbrille, offener Helm und immer eine neue Freundin auf dem Sozius.
32:46Das waren tolle Zeiten.
32:48Und was habt ihr damit vor?
32:50Wir wollen die alte Maschine wieder fit machen.
32:53Das wird doch noch ein schönes Stück Arbeit, hm?
32:57Ja, aber ich habe jetzt genügend Zeit hier in Faltenthal.
33:00Aha.
33:03Heißt das, ich kann ab jetzt einen neuen Chef in die Firma fahren?
33:08Ich fürchte, ja.
33:10Herzlichen Glückwunsch.
33:13Ihr Vater hat gerade angerufen, möchte in die Firma.
33:16Wollen Sie mitfahren?
33:17Die Firma sehe ich noch oft genug.
33:19Heute bleibe ich hier.
33:20Und zerlege mit Nico gemeinsam meine alte Maschine.
33:25Ja, dann viel Erfolg.
33:35Ich störe nur ungern beim Essen, aber ich würde Sie gern mal sprechen.
33:40Worum geht's denn?
33:41Ich würde mich gerne bei Ihnen entschuldigen für unser, nun, wie soll ich sagen, verkorkstes
33:47Kennenlernen.
33:48Ja, das war ziemlich verkorkst.
33:52Ich habe gerade Ihre Akten gelesen, sehr aufschlussreich.
33:57Und ich würde gerne einen Neuanfang machen und Sie herzlich in unserer Firma bekommen heißen.
34:03Vielen Dank.
34:04Ich freue mich sehr, hier arbeiten zu dürfen.
34:06Auf gute Mitarbeit.
34:19Was hast denn der in den Kaffee getan?
34:21So freundlich habe ich die noch nie erlebt.
34:23Ja, ich weiß nur nicht, ob ich mich freuen oder lieber beunruhigt sein soll.
34:29Julia, wieder deine Mutter.
34:31Soll ich durchstellen?
34:32Ja, danke.
34:36Danke.
34:39Hallo, Mama.
34:40Alles in Ordnung?
34:41Nichts ist in Ordnung.
34:43Warum rufst du denn nicht zurück?
34:44Ich hatte bis gerade eben zu tun.
34:46Was ist denn los?
34:47Er ist hier.
34:48Der Lodge-Besitzer aus Südafrika ist hier in Falkenthal.
34:51Was?
34:52Hast du ihn gesehen?
34:53Ein Foto von ihm.
34:54Es ist ein Grafenberg.
34:56Frederik Grafenberg.
34:57Eva hat gesagt, er ist hier in Falkenthal.
34:59Frederik Grafenberg ist der Besitzer der Lodge in Südafrika?
35:02Ja.
35:03Ja, und er hat mich und Hermann zusammen Roulette spielen sehen.
35:06Mama, jetzt beruhig dich bitte.
35:07Du hast mit dem Unfall von diesem Hermann nichts zu tun.
35:10Und wer glaubt mir?
35:12Wenn ein Grafenberg gegen mich aussagt.
35:14Es sagt doch niemand gegen dich aus.
35:16Das Beste ist, wir reisen sofort ab.
35:18Mama, wir reisen nirgendwo hin.
35:19Jetzt warte bitte, bis ich komme.
35:20Bleib in der Ferienwohnung.
35:22Und wenn er mich sucht?
35:23Niemand sucht dich.
35:26Ich habe solche Angst.
35:27Das brauchst du nicht.
35:29Ich komme, sobald ich kann.
35:30Ja?
35:31Ja?
35:44Hallo, Kolja.
35:46Na, hat alles funktioniert mit den Konzertkarten?
35:48Also, für Ihren Freund?
35:49Da ist leider was dazwischen gekommen.
35:51Hm.
35:52Gab es keine Karten mehr?
35:53Doch, aber sie hatte schon was anderes vor.
35:56Tja, das tut mir leid.
35:58Vielleicht probieren Sie es mit was anderem.
35:59Lieber nicht.
36:00Vielleicht ist es besser so.
36:06So einfach darf man nicht aufgeben.
36:09Es lohnt sich, für seine Liebe zu kämpfen, Kolja.
36:11Meinen Sie?
36:14Daniel.
36:16Werner hat angerufen.
36:17Er will herkommen und uns eine wichtige Mitteilung machen.
36:21Wie?
36:22Jetzt sofort?
36:23Er müsste jeden Moment da sein.
36:25Weißt du, worum es geht?
36:28Ich ahne etwas.
36:31Werner.
36:32Ach, schön, dich hier zu sehen.
36:33Was verschafft uns die Freude?
36:35Ach, die Freude ist ganz auf meiner Seite.
36:38Ich kann euch endlich verkünden,
36:40mein Nachfolger ist gefunden.
36:44Frederik hat mir eben gesagt,
36:46dass er in Falkenthal bleiben
36:47und den Chefsessel übernehmen will.
36:55Ja, mit ein paar mehr Reaktionen
36:57habe ich eigentlich schon gerechnet.
36:59Ja, das kommt irgendwie überraschend.
37:05Ich verhandle mit Frederik seit Tagen.
37:08Du hattest genug Zeit, dich daran zu gewöhnen.
37:11Großvater, ich gratuliere dir,
37:12dass du dein Ziel erreicht hast.
37:14Das hat sich niemand für möglich gehalten.
37:17Wie wär's mit Champagner
37:18für alle zur Feier des Tages?
37:20Das ist ja eine gute Idee.
37:30Was bitte hat das so bedeuten?
37:32Hast du nicht gesagt,
37:33es ist nur eine Frage der Zeit,
37:35bis Werner und Frederik sich zerstreiten?
37:37Aber du hast selber gesagt,
37:38dass es auch schief gehen kann.
37:39Das ist eine Katastrophe.
37:41Du hättest ja auch selber
37:41mit Werner reden können.
37:43Dann wärst du wahrscheinlich
37:43wieder beurlaubt worden
37:44oder rausgeflogen.
37:45Jetzt, wo Frederiks Chef ist,
37:47kann ich mir sowieso
37:47einen neuen Job suchen.
37:48Jetzt warte doch erst mal ab,
37:50wie das mit Frederik wird.
37:51Auf wessen Seite stehst du eigentlich?
37:53Hast du dich hinter meinem Rücken
37:55mit ihm verbündet?
37:56Wenn du jetzt vorhast,
37:57paranoid zu werden,
37:57dann tust du das lieber alleine.
37:59Daniel turzt mit dieser Julia herum.
38:02Das interessiert ihn alles gar nicht.
38:04Ein Entschalt mit buddhistischer Gelassenheit.
38:05Warum aufregen,
38:07wenn man eh nichts dagegen tun kann?
38:08Man kann immer etwas dagegen tun.
38:10Und was willst du unternehmen?
38:13Hier ist eine Liste
38:14mit sämtlichen Namen
38:15und Adressen aus ihrem Lebenslauf.
38:18Ich gebe nicht eher Ruhe,
38:20bis wir etwas gegen sie
38:21in der Hand haben.
38:40Du siehst müde aus.
38:42Es nimmt dich alles ziemlich mit.
38:46Frederik hat mich heute Morgen
38:47in der Firma besucht.
38:50Er sagt, er wollte sich nur mal umschauen,
38:52aber wenn er wirklich alles übernimmt...
38:58Stimmt es,
38:58dass ihm die Lodge in Südafrika gehört?
39:01Ja, das hast du nicht bewusst.
39:03Nein.
39:04Wir sind uns da nie begegnet.
39:08Jetzt will er pendeln.
39:10Falkenthal, Südafrika.
39:12Es ist nur eine Frage der Zeit,
39:13bis er vollständig hier bleibt.
39:16Ich wünschte nur,
39:17ich hätte ihn damals nicht besucht
39:18in Südafrika.
39:22Aber dann hätten wir uns
39:23nie kennenlernen.
39:25Du bist das Allerbeste,
39:27was mir je passiert ist.
39:30Daniel,
39:32warum bricht um uns
39:33ein Chaos aus,
39:34wenn wir versuchen,
39:34glücklich zu sein?
39:37Liegt das an uns?
39:40Es ist mir allmählich egal,
39:42ob ich die Firma übernehme oder nicht.
39:45Mir ist nur noch eins wichtig.
39:49Dass wir zusammen sind.
40:04Wenn ich mir Patricia
40:05mit ihrem Motorrad so ansehe,
40:06die ist nicht so leicht zu beeindrucken.
40:08Sie sind aber lieber als einer,
40:09die keine Jobber von einem Roller unterscheiden kann.
40:13Patricia ist eben
40:13ein verdammt volles Mädchen.
40:15Oder?
40:16Sie hat doch schon gesagt,
40:17er läuft nichts.
40:19Ich dachte,
40:20wir sind Kumpels.
40:22Also,
40:24von mir weißt du nichts, okay?
40:26Okay.
40:28Es ist nur eine Affäre.
40:30Affären hat man mit 40.
40:32Wir haben einfach nur Spaß miteinander,
40:34das ist alles.
40:36Pass nur auf,
40:37dass nichts Ernstes aus wird.
40:39Patricia kann so ziemlich
40:40mit allem umgehen,
40:41außer mit Gefühlen.
40:51Ich dachte,
40:52ich könnte hier ankommen
40:53und glücklich sein.
40:54Aber es ist nur eine Frage der Zeit,
40:56bis Mama Friederik begegnet.
40:58Und dann,
41:01und dann wird sie in Panik geraten.
41:04Aber ich will jetzt nicht daran denken.
41:07nur einen Augenblick.
41:10Nur einen Augenblick.
41:10Ich bin wieder.
41:16Ich bin wieder.
41:20Wie geht es?
41:27Ich bin wieder.
41:43Ach, Julia, wie gerne würde ich dir helfen.
41:45Daniel, ich...
41:45Ich weiß, du kannst nicht darüber sprechen.
41:47Es ist nicht mehr viel übrig von dem Mädchen,
41:49dass ich mich vor 30 Jahren verliebt habe.
41:52Tut mir leid, ehrlich.
41:53Lass du damit, ist alles gegessen, ja?
41:55Die Sisse Lilly schnippst mit den Fingern
41:56und zack, machen alle, was sie will.
41:58Ich möchte dir raten,
41:59einer Feindschaft mit mir,
42:01aus dem Weg zu gehen.
42:02Danke, dass du mich nicht drängst.
42:04Dass du einfach nur da bist.
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