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  • vor 6 Wochen

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Kurzfilme
Transkript
00:00Die ganze Familie hier gewohnt. Onkel, Neffen, Tanten.
00:02Da gab es auch mehr Personal.
00:04Und das ganze Haus wurde bewirtschaftet.
00:06Und wo sind die alle hin?
00:08Einige sind umgezogen, ein paar gestorben.
00:12Frederik.
00:18Frederik hat eine Lodge in Südafrika.
00:24Südafrika?
00:25Aber im Augenblick ist er hier.
00:28Aber ich glaube, er bleibt nicht mehr lange.
00:31Der hier ist in Falkenthal?
00:34Ja. Vielleicht lernst du ihn ja kennen, bevor er abreist.
00:37Eva, ich muss gehen.
00:55Hey!
00:56What you looking for?
01:00No one has the answer.
01:03They just want more.
01:07Hey!
01:09Who's gonna make it right?
01:14This could be the first day of my life.
01:35Ah, noch zweimal das Gleiche.
01:37Das wäre doch was für uns zwei Hübschen.
01:40Roulette spielen.
01:42Wie bitte?
01:44Roulette?
01:45Guten Tag.
01:47Für mich freuen Sie heute Abend persönlich bei der Öffnung unseres Roulette-Tisches begrüßen zu dürfen.
01:52Und Sie ziehen.
01:53Ja, gerne.
01:55Na, wenn man vom Chef höchstpersönlich eingeladen wird.
02:00Na ja.
02:05Man muss die Feste feiern, wie sie fallen.
02:08Na klar.
02:10Yes.
02:19Na ja.
02:23No.
02:24Sie sind die Feste.
02:31Na ja.
02:34Na ja.
02:36Na ja.
02:38Na ja.
02:38Na ja.
02:38Na ja.
02:39Ja.
02:39Na ja.
02:40Na ja.
03:06Ja, hallo, Julia, stell dich vor...
03:09Ach, guten Tag, Frau Mertens.
03:12Kann ich bitte Julia sprechen? Das ist sehr dringend.
03:18Ja. Danke.
03:33Schade, dass wir schon wieder in die Firma müssen.
03:35Am liebsten den ganzen Tag mit dir verbringen.
03:36Ja, das wäre Traum.
03:38Aber die Nachricht von Fredericks Chefnachfolge hat wahrscheinlich schon die Runde gemacht in der Belegschaft.
03:43Es ist besser, wenn ich dort vor Ort bin.
03:45Wie willst du deinem Onkel denn jetzt begegnen?
03:47Das ist doch bestimmt komisch für dich, dass er jetzt der Chef ist.
03:51Gerade weil du die Nachfolge antreten wolltest.
03:54Ja, weißt du, ich denke, wir werden zusammen entscheiden.
03:57Frederik braucht meine Erfahrung. Er hat sich nie mit Porzellanherstellung beschäftigt.
04:02Das braucht er in Südafrika ja auch nicht.
04:05Was ist denn?
04:07Könntest du mir einen Gefallen tun?
04:08Natürlich jeden.
04:11Bitte sag Frederik nichts davon, dass ich auch in Südafrika war.
04:16Er könnte rausfinden, dass wir uns dort kennengelernt haben und dahinter kommen, dass wir zusammen sind.
04:21Ist es nur unseretwegen?
04:23Oder doch wieder wegen deiner Mutter?
04:26Und den anderen Mysterien, die du mir verschweibst?
04:31Ich verstehe.
04:34Ach Julia, wie gerne würde ich dir helfen.
04:37Daniel Licht.
04:38Ich weiß, du kannst nicht darüber sprechen.
04:40Schon gut.
04:42Ich werde Frederik nichts erzählen.
04:45Danke.
05:06Obwohl er wahrscheinlich der Einzige in unserer Familie ist, der Verständnis für uns hätte.
05:29Ich würde Daniel so gern alles sagen.
05:31Ihm sagen, dass meine Mutter glaubt, in Südafrika für den Tod eines Menschen verantwortlich zu sein.
05:37Dass sie Angst hat, Daniels Onkel Frederik könnte sie erkennen.
05:42Aber es geht nicht.
05:45Ich habe es ihr versprochen.
06:11Nico, schön, dass du kommst.
06:12Was gibt's denn?
06:15Sag mal...
06:17Der Typ, mit dem du eben am Motorrad gestanden hast.
06:20Frederik?
06:21Ist der schon wieder weg?
06:22Ja, er ist doch noch in die Firma gefahren.
06:24Hast du mich deshalb hergerufen?
06:26Nein.
06:27Ich wollte nur wissen, wer der gutaussehende Mann ist.
06:31Das war einer der Grafenbergs.
06:33Irgendwer der sympathischste von allen.
06:35Er war lange Zeit in Südafrika,
06:37hat dort eine Lodge aufgebaut, die Safaris für Touristen anbietet
06:40und die mittlerweile das beste Haus am Platz ist.
06:43Interessant.
06:44Ja, er liebt dieses Land genauso wie ihr.
06:46Vielleicht könnt ihr euch ja demnächst mal Südafrika-Abenteuer erzählen.
06:50Hast du ihm von uns erzählt?
06:51Nein, wieso?
06:53Ja, weil wir ja auch mal in Südafrika waren.
06:56Hab wohl gerade nicht daran gedacht.
06:59Sag mal, und wird er denn bald wieder zurückkehren zu seiner Lodge?
07:05Zum Glück bleibt er bei Falkenthal und uns noch eine Weile erhalten.
07:08Er hat also seinen Aufenthalt verlängert.
07:11Aufenthalt würde ich das nicht meinen.
07:13Er wird wohl eher seine Zelte in Südafrika abbrechen jetzt,
07:16wo der alte Grafenberg ihn zu seinem Nachfolger nannt hat.
07:33Der ist nicht für Sie.
07:35Ich weiß, Eva, viel zu ungesund.
07:38Zum Glück können Sie mich nicht 24 Stunden am Tag überwachen.
07:43Sie haben in der Firma wieder heimlich Kuchen gegessen, stimmt's?
07:46Warum sind Sie eigentlich schon hier?
07:52Ich habe irgendwie das Gefühl zu stören.
07:56In Ihrer eigenen Firma?
07:59Es ist nicht mehr meine eigene Firma.
08:04Es wird immer Ihre Firma sein.
08:07Nur kümmern sich jetzt eben mal die Jüngeren.
08:10Sie haben lange genug Zeit und Energie und Kraft in das Unternehmen eingesetzt.
08:16Frederik und Daniel werden das schon hinbekommen.
08:19Wenn Frederik so weitermacht, habe ich meine Zweifel.
08:22Was ist denn passiert?
08:24Ich kündige Frederik in der Firma als meinen Nachfolger an.
08:28Und wer ist nicht da?
08:30Mein Sohn.
08:32Er wird einen Grund gehabt haben.
08:34Ja, sicher.
08:36Tobias hat mir gesagt, dass es für ihn wichtiger war,
08:39an seiner alten Maschine herumzuschrauben.
08:43Sie müssen Frederik Zeit geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen.
08:47Er weiß, was Verantwortung heißt.
08:50Schließlich führt er seine Lodge in Südafrika auch erfolgreich.
08:53Aber wir sind hier nicht in Südafrika.
08:55Hier herrschen andere Regeln und Gesetze.
08:57Und Regeln und Gesetze waren noch nie Frederiks Sache.
09:01Vielleicht ist es auch gut so.
09:02Er ist nicht Daniel, der zielstrebig und diszipliniert seinen Weg geht.
09:08Frederik hat eine ganz andere Sicht auf die Dinge.
09:10Und deshalb ergänzen sich die beiden.
09:12Und die werden die Firma erfolgreich weiterführen.
09:22Ich frage dich doch lediglich, was du zu tun gedenkst.
09:26Was soll ich denn deiner Meinung nach tun?
09:28Etwas gegen Frederik unternehmen.
09:30Ich verstehe gar nicht, wie du so ruhig bleiben kannst.
09:34Du solltest Werners Nachfolger antreten.
09:37Dafür hast du jahrelang gearbeitet.
09:40Willst du das alles jetzt einfach so wegwerfen?
09:42Und Frederik, der nie einen Finger für diese Firma gerührt hat,
09:47freiwillig den Vortritt lassen?
09:48Was erwartest du von mir?
09:50Soll ich gegen ihn arbeiten?
09:52Ihnen schlecht aussehen lassen?
09:54Womöglich der Firma schaden?
09:55Natürlich sollst du nicht der Firma schaden.
09:57Du sollst dich nur gegen ihn durchsetzen.
10:00Deine Position sichern.
10:02Großvater hat Frederik als Geschäftsführer eingesetzt.
10:05Aber er möchte, dass wir gemeinsam die Firma leiten.
10:07Anfangs vielleicht.
10:09Aber vergiss nicht.
10:11Frederik ist Werners Sohn.
10:13Er möchte Frederik an der Firmenspitze sehen.
10:17Wenn Frederik erst mal von deiner Erfahrung profitiert hat,
10:22dann wird er dich verdrängen.
10:23Dich und mich.
10:26Geht es dir um meine Karriere oder um deine Position in der Firma?
10:30Daniel, ich bitte dich.
10:32Dein Vater hat sich für diese Firma bis zum Schluss aufgeopfert.
10:38Um Philipps Willen.
10:40Nimm diese Situation nicht einfach so kampflos hin.
10:43Großvater hat entschieden, Frederik als Nachfolger einzusetzen.
10:47Und diese Entscheidung werde ich respektieren.
10:50Und jetzt entschuldige mich bitte.
10:56Julia, ruf endlich an.
11:13Ja, hallo, ich hätte gerne die Nummer von der Zugauskunft.
11:17Ja, danke.
11:20Guten Tag.
11:21Ich hätte gerne eine Zugverbindung.
11:23Ja, heute von Falkenthal nach.
11:26Ach, egal wohin.
11:36Was kann ich für dich tun, Mutter?
11:39Die Frage ist ja wohl eher, was wir für Daniel tun können.
11:43Damit er endlich zur Vernunft kommt.
11:46Du hast mit ihm gesprochen.
11:49Er weiß aber nicht, dass wir mittlerweile wissen, wer seine Angebetete ist.
11:52Natürlich nicht.
11:54Mit Daniel kann man im Augenblick über gar nichts reden.
11:58Diese Julia hat ihm das Hirn vernebelt.
12:00So habe ich ihn überhaupt noch nie erlebt.
12:02Er ist nicht im Ansatz bereit zu kämpfen.
12:05Tja, liebe Wachtblind.
12:07Und taub und stumm.
12:08Aber jetzt ist Schluss.
12:10Ich werde es nicht zulassen, dass er wegen dieser Kellnerin alles aufs Spiel setzt.
12:15Hast du schon was in ihrem Lebenslauf gefunden?
12:18Ich bin auf einer Spur.
12:20Und glaub mir, ich werde auch etwas finden.
12:24Und du wirst alles tun, um Daniel den Rücken zu stärken.
12:28Und helfen, dass Frederik so schnell wie möglich Falkenthal verlässt.
12:32Und warum sollte ich das tun?
12:34Weil es nur eine Frage der Zeit ist, bis Frederik scheitert.
12:37Er hat nicht den Biss und nicht die Erfahrung, eine Firma erfolgreich zu führen.
12:42Denk drüber nach.
12:44Wenn du dich klug entscheidest, wird es sicherlich möglich sein,
12:48für dich eine zukünftige Position zu finden,
12:50die weit über deine jetzigen Möglichkeiten hinausgehen.
13:04Schon irre, dass bald passiert ist.
13:06Naja, so wild war es auch wieder nicht.
13:08Nein, es geht ja bloß um die Zukunft der Firma und ganz peripher um unsere Jobs.
13:12Aber es war doch klar, dass der Senior das Zepter früher oder später weiterrechnen wird.
13:15Ja, aber nicht an Frederik.
13:17Alle waren sich sicher, dass Daniel den Job übernehmen wird.
13:20Er selbst inklusive.
13:21Außerdem hat sich Frederik ja auch nie für die Firma interessiert.
13:24Also ich hätte nicht gedacht, dass Daniels Großvater so unrecht ist.
13:28Vielleicht möchte er einfach seinen Sohn an der Führungsspitze sehen.
13:31Hat ja nur noch einen.
13:33Aber Daniel ist sein Enkel und er hat noch nie irgendeinen Fehler gemacht.
13:37Ich werde nicht zusehen, wie ihm der Neue das Wasser abgräbt.
13:40So kampfeslustig kenne ich dich ja gar nicht.
13:43Noch hat sich dieser Frederik ja nicht als Chef aufgespielt.
13:46Und was willst du machen, Silke?
13:48Kündigen?
13:49Ich kann doch Daniel in dieser Situation nicht alleine lassen.
13:52Natürlich nicht.
13:54Sondern?
13:55Ich gehe in den Widerstand.
14:01Du wusstest es schon, oder?
14:03Mhm.
14:04Und wie geht es ihm jetzt?
14:06Er wird damit klarkommen.
14:08Im Übrigen, die Chefin möchte gerne mit den Abteilungsleitern sprechen wegen der Porzellanmesse.
14:13Die Chefin?
14:14Ja.
14:14Ich fürchte, das wird sie immer bleiben.
14:16Da kann der alte Grafenberg bestimmen, wen er will.
14:18Aber die Fäden hält am Ende Annabelle in der Hand.
14:23Und niemand sollte sich verunsichern lassen durch die neue,
14:27Konstellation in der Führungsspitze.
14:30Es wird sich nichts verändern
14:31an der altbewährten Falkenthaler Firmenphilosophie.
14:35Sollte Frederik nicht auch hier sein?
14:37Natürlich wird mein Sohn weiterhin ihr aktueller Ansprechpater sein.
14:42Oh, es tut mir leid, Frau Grafenberg, ehrlich.
14:44Aber das macht doch nichts, meine Liebe.
14:46Das kann jeden mal passieren.
14:53Tja, da bin ich schon wieder.
14:55Sie haben es sicher schon gehört.
14:59Ich dachte, es wäre vielleicht angebracht,
15:02mich der Belegschaft noch heute persönlich vorzustellen.
15:05Wie Sie meinen.
15:08Helfen Sie mir auf die Sprünge.
15:09Sollten wir nicht vielleicht ein Meeting ansetzen?
15:11Das läuft bereits.
15:14Das Meeting, das mich offiziell zum Nachfolger meines Vaters ankündigt, läuft bereits?
15:19Ja.
15:20Es geht aber auch um die Porzellanmesse.
15:23Und das finden Sie gar nicht sonderbar, dass ich da nicht dabei bin?
15:26Wenn Sie mich so fragen.
15:29Hab ich irgendwas versäumt?
15:33Ich weiß nicht, was Sie meinen, Herr Grafenberg.
15:36Bin ich Ihnen vielleicht auf irgendeine Art und Weise zu nahe getreten?
15:38Nein.
15:40Ähm, wären Sie dann so freundlich, mir zu verraten, wo dieses Meeting ohne mich gerade stattfindet?
15:46In der Designabteilung.
15:48Sehen Sie?
15:49Geht doch.
15:51Gern.
15:52Wir sehen uns.
15:57Ich würde mir das mit dem Widerstand nochmal überlegen.
16:00Jetzt ist er hier der Boss.
16:02Und wenn du so weitermachst, dann gibt es Krieg.
16:04Und den wirst nicht du gewinnen.
16:05Wenn er Krieg will, dann soll er Krieg haben.
16:10Falkenthal Porzellan, Silke Mertens, was kann ich für Sie tun?
16:13Ach, Frau Schilling.
16:15Na, das tut mir leid.
16:16Julia ist immer noch nicht zu sprechen.
16:18Ja.
16:20Mach ich.
16:21Wiederhören.
16:23Morgen sind die ersten Negativabgüsse fertig und ich denke, wir liegen mit dieser Reihe voll im Trend.
16:29Ist dann bereits entschieden, wer in der Führungsspitze in Zukunft welche Kompetenzen hat?
16:34Ich meine, es stehen wichtige Entscheidungen für die Messenpräsentation an.
16:38Da mein Onkel und ich gemeinsam die Führung übernommen haben, werden wir auch gemeinsam entscheiden.
16:44Selbstverständlich wird mein Sohn diese Entscheidungen treffen.
16:46Schließlich kann er auf eine langjährige Firmenerfahrung zurückblicken.
16:57Da hat meine Schwägerin völlig recht.
17:01Ohne Sie, werte Mitarbeiter, und ohne die weitreichenden Kenntnisse meines Neffen, bin ich quasi aufgeschmissen.
17:07Ich möchte Sie deshalb alle bitten, meine Neffen und vor allem mich zu unterstützen.
17:12Wenn wir alle an einem Strang ziehen, dann wird Falkenthal Porzellan genauso erfolgreich bleiben,
17:17wie es das unter der Führung meines Vaters und meines Bruders war.
17:29Wer ist da?
17:31Ich bin's, Tobias.
17:33Hallo, Tobias.
17:37Danke, das ist aber lieb von dir.
17:38Aus unserer Plantage.
17:40Sie sind dieses Jahr besonders fruchtig.
17:42Vielleicht sollte ich Wärchen der Safterei geben, was meinst du?
17:45Was?
17:47Geht's dir nicht gut?
17:49Komm ich ungelegen?
17:50Nein, nein, alles in Ordnung.
17:52Ich warte nur auf einen Anruf von Julia.
17:55Ich verstehe.
17:56Aber ich fürchte, das kann dauern.
17:59Julia teute sich ja mehr um die Ohren als sonst.
18:02Wieso?
18:04Gerade ihm habe ich den neuen Chef in die Firma gefahren.
18:07Na, da wird's einiges zu besprechen geben.
18:09Und dann hat sicher das Catering auch alle Hände voll zu tun.
18:12Ja, ja, natürlich.
18:15Ha, wer hätte gedacht, dass Frederik, der verschollene Sohn aus Südafrika, einmal diesen Laden hier übernimmt.
18:21Ja, ja, hat Nico schon erzählt.
18:24Sag mal, was ist das denn?
18:28Willst du verreisen?
18:32Und wenn schon?
18:33Was geht dich das an?
18:35Ich hab ja nur gefragt.
18:38Muss ich mich denn hier für alles rechtfertigen?
18:41Nein, natürlich nicht.
18:42Aber du kannst mir doch sagen, wenn du verreisen willst.
18:44Christ, wir kennen schließlich ein paar Tage, oder?
18:48Christa.
18:50Kann ich dir helfen?
18:52Wenn du irgendwelche Probleme oder Sorgen hast.
18:55Ich bin da.
18:57Wer sagt denn, dass ich Probleme habe?
18:59Meine Güte, ich versuche wirklich, dich zu verstehen, Christa.
19:03Oder machst du es deiner Umwelt wirklich nicht gerade leicht?
19:12Es ist nicht mehr viel übrig von dem Mädchen, das ich mich vor 30 Jahren verliebt habe.
19:26Ich weiß Ihre Hilfe wirklich zu schätzen.
19:29Vielleicht hätten Sie besser einen männlichen Kollegen für Ihre Einrichtungsarbeiten geholt.
19:33Ich wollte aber Sie.
19:35Ich vertraue auf Ihren guten Geschmack und Ihr Stilgefühl.
19:41Fingernagel abgebrochen.
19:42Oh, ich glaube, der wird in Ihrem Alter noch nachwachsen, oder?
19:46Danke.
19:46Den Rest mache ich jetzt alleine.
19:52Da hast du ja ein Herz im Sturm erobert.
19:55Ich glaube, das ist schon vergeben.
19:57An meinen Neffen.
19:59Wer kann es ihr verübeln?
20:01Daniel ist ein wunderbarer Chef.
20:03Es wird für alle schwer werden, in der Firma eine neue Führung zu akzeptieren.
20:08Ich werde das Gefühl nicht los, dass du mir irgendetwas sagen willst.
20:13Daniel gehört auf diesem Posten und du weißt es.
20:17Berners Sentimentalitäten werden der Firma schaden.
20:20Denn wir wissen doch alle, dass du vom Porzellangeschäft keine Ahnung hast.
20:24Du unterschätzt meine Lernfähigkeit.
20:27Überlass Daniel die wichtigen Entscheidungen, er weiß, was zu tun ist.
20:31Du wirst deinen Vater schon noch früh genug enttäuschen.
20:35Durchhaltevermögen war ja noch nie deine Stärke.
20:39Ich weiß, dass du die Erste bist, die eine Flasche Champagner öffnet, wenn ich scheitere.
20:44Aber so weit ist es noch nicht.
20:47Daniel und ich werden uns arrangieren unter einer Bedingung.
20:49Du hältst dich raus.
20:51Das wird schlecht möglich sein.
20:53Immerhin halte ich eigene Anteile an der Firma.
20:56Ich schätze, du meinst die Anteile meines Bruders?
20:58Lass Philipp aus dem Spiel.
21:00Warum?
21:02Du hast ihn geheiratet und eine Firma dazubekommen.
21:05Das ist doch ein guter Schnitt, oder?
21:09Frederik.
21:11Wir wissen doch beide, dass wir niemals Freunde werden.
21:17Aber ich möchte dir raten, einer Feindschaft mit mir aus dem Wege zu gehen.
21:23Höre ich da so etwas wie eine Drohung heraus?
21:27Das würde ich doch niemals tun.
21:35Nein, die Karte kostet 35 Euro und nicht 20.
21:39Das Konzert ist ausverkauft.
21:42Nee, lass mal gut sein.
21:45Und wenn wir doch zusammen hingehen?
21:47Ich will doch nicht, dass du das Treffen mit Tim absagst.
21:50Du bist immer noch sauber.
21:52Wieso sollte ich?
21:53Nur weil ich mir vom Juniorchef Geld geliehen habe, damit Madame die unerhörten 5 sehen kann
21:57und sie mir kurzfristig absagt, weil sie schon was Besseres vorhat.
22:00Weißt du was?
22:02Ich rufe Tim an.
22:03So wichtig ist das Kino auch nicht.
22:05Hör zu, Lilly.
22:05Wir sind doch erwachsen.
22:07Mir ist es verdammt egal, ob du mit Tim ins Kino gehst oder nicht, okay?
22:11Hallo?
22:13Ja, zwei Karten.
22:14Aha.
22:16Ja, das klingt doch gut.
22:25Frau Grabenberg?
22:27Oh, tut mir leid, das wollte ich nicht.
22:29Damit bin ich gerade fertig geworden.
22:32Jetzt kann ich nochmal von vorne anfangen.
22:36Vielleicht müssen wir das ja alle.
22:40Heute drehen ja echt alle am Rad.
22:46So.
22:47Boah, das hat uns gerade noch gefehlt.
22:49Bitte sag mir nicht, dass die Spülmaschine kaputt ist.
22:52Naja, war ja nur eine Frage der Zeit, bis der alte Karte seinen Geist aufgibt.
22:55Oh nein.
22:56Alles mit der Hand spülen.
22:58Wenigstens ist die Chefin super süß zu mir.
23:00Ja, komisch.
23:02Ich weiß auch nicht, was los ist mit ihr.
23:04Die war, hat sich sogar bei mir entschuldigt.
23:06Naja, vielleicht hat sie ja endlich begriffen,
23:08dass man so nicht mit den Mitarbeitern umgehen kann.
23:10Irgendwie kann ich das nicht recht glauben.
23:13Kann ich irgendwas für Sie tun?
23:16Ich glaube, Sie haben schon mehr als genug getan, Frau Merz.
23:19Wie machen Sie denn das?
23:22Wie ich hörte, verstehen Sie sich ausordentlich gut mit meinem Onkel.
23:25Es wäre besser, wenn Sie ihn unterstützen.
23:28Gerade jetzt am Anfang braucht er unsere Hilfe.
23:32Also, ich gebe mir wirklich größte Mühe, aber wenn es nach mir ginge...
23:35Geht es aber leider nicht.
23:38Ich weiß, Ihre Solidarität sehr zu schätzen.
23:40Vielen Dank.
23:41Wenn Sie mir jetzt vielleicht die Unterlagen von Dr. Siebert raussuchen könnten.
23:45Natürlich, gerne.
23:53Hallo, wie geht es dir, mein Schatz?
23:55Gut.
23:57Was hast du denn mit meiner Mutter angestellt?
23:59Das ist mir auch schon aufgefallen.
24:00Sie ist wie ausgewechselt.
24:01Ich befürchte das Schlimmste.
24:02Dass du immer gleich das Schlechteste denken musst.
24:04Wahrscheinlich hat sie einfach nur bemerkt,
24:05dass du etwas ganz Besonderes bist.
24:08Das wird sofort erledigt, Herr Grafenberg.
24:10Bitte.
24:11Vielen Dank.
24:15Selke, Telefon.
24:17Ach, Mensch, das habe ich ganz vergessen.
24:19Deine Mutter hat schon zweimal angerufen.
24:21Was wollte sie denn?
24:23Keine Ahnung, sie wirkte irgendwie aufgeregt.
24:25Tut mir leid, du weißt ja, was hier heute los ist.
24:30Falkenthal Porzellan, Silke Mertens...
24:31Ach, Frau Schilling.
24:33Ja, ich stelle sie durch.
24:36Julia ist da.
24:38Danke.
24:43Mama.
24:43Julia, endlich.
24:45Ich habe ihn gesehen.
24:46Wen?
24:47Friedrich Grafenberg?
24:48Ja, er ist hier.
24:50Du hast gesagt, er sucht mich nicht.
24:52Aber er ist hier.
24:53Was machen wir denn jetzt?
24:54Ja, aber offensichtlich ist er nicht deinetwegen hier.
24:57Er wird die Nachfolge von Werner Grafenberg antreten.
25:00Ja, genau.
25:01Und das heißt, er bleibt hier.
25:03Was sollen wir denn jetzt nur machen?
25:04Mama.
25:06Bitte beruhig dich.
25:07Leg dich hin, ruhe dich aus.
25:08Ich komme so schnell wie möglich nach Hause, ja?
25:11Versprich mir, dass du dich beeilst.
25:13Ich versuche es.
25:14Okay?
25:16Bis später.
25:20Sagst du, okay?
25:21Okay.
25:26Jetzt ist es also passiert.
25:28Sie hat Friedrich getroffen.
25:29Das mache ich jetzt bloß.
25:33Hoffentlich beruhigt sich Mama.
25:36Ich muss so schnell, es geht zu ihr.
25:46Warum bist du denn vorhin einfach abgehauen?
25:48Wir wollten doch zusammen nach Hause gehen.
25:50Ich hatte noch was zu erledigen.
25:52Bist du die Karte noch losgeworden?
25:54Hm.
25:55Zum doppelten Preis.
25:58Das hat sich ja richtig gelohnt, du Glückspilz.
26:02Ich gehe übrigens doch nicht mehr Tim ins Kino.
26:05Ja und?
26:07Ich dachte, vielleicht interessiert dich das.
26:09Dachtest du?
26:12Ja komm, jetzt mach es mir nicht so schwer.
26:15Ich weiß, das ist alles total blöd gelaufen.
26:17Aber ich entschuldige mich auch.
26:20Also, tut mir leid, ehrlich.
26:23Glaubst du, damit ist alles gegessen, ja?
26:25Die süße Lilly schnippst mit den Fingern
26:26und zack machen alle, was sie will.
26:28Das sagt doch keiner.
26:30Ach, aber genau, was willst du?
26:31Soll ich dir was sagen?
26:32Ich mach da nicht mehr mit.
26:42Hallo?
26:44Endlich mal ein freundliches Gesicht.
26:48Heute scheint sich ja überhaupt niemand zu freuen, mich zu sehen.
26:50Was für ein Tag.
26:52Tja, aller Anfang ist schwer.
26:55Ja, wenn Sie es sagen.
26:56Ich wollte fragen, ob Herr Grafenberg, also...
26:59Äh, es gibt zwei von uns.
27:02Sie meinen sicher den Junior.
27:04Ob Sie beide noch was wünschen?
27:07Hm.
27:08Ich, ähm, ich denke eigentlich nicht.
27:10Daniel ist gerade in einem Kundengespräch
27:12und wir wollten danach gemeinsam nach Hause fahren.
27:18Äh, Niko hat mir erzählt,
27:20Sie wohnen im Ferienhaus von Tobias mit Ihrer Mutter.
27:23Ja, fürs Erste.
27:24Hm.
27:25Tja, dann könnten wir uns ja vielleicht wieder mal sehen.
27:28Ich bin da manchmal draußen,
27:29um mit Niko mein altes Motorrad wieder auf die Reihe zu kriegen.
27:32Schön.
27:33Ja.
27:33Ich muss jetzt erst mal, es ist noch viel zu tun.
27:36Ja, ja.
27:36Naja, wenn Sie müssen,
27:39dann...
27:40dann müssen Sie.
27:44Er wirkte nicht, als hätte er einen Verdacht.
27:47Aber es ist trotzdem merkwürdig, dass er sich so sehr für uns interessiert.
27:51Ob er mehr weiß, als er zeigt?
27:54Weiß er vielleicht, dass wir in Südafrika waren?
27:59Was gibt's denn so Wichtiges?
28:02Ich habe mit der letzten Arbeitsstelle dieser Schilling telefoniert.
28:06Und?
28:09Unser Blondchen hat ihre Safaris in Südafrika auch für die Kunden der Lodge durchgeführt.
28:15Aber doch nicht etwa auf Fredericks Lodge.
28:17Doch.
28:19Interessant, was?
28:20Und es kommt noch viel besser.
28:23Wo meinst du, haben sich denn unsere zwei Turtel-Täubchen kennengelernt?
28:27Ich schätze mal, mein lieber Bruder konnte so viel Blond am Catering-Tresen nicht übersehen.
28:32Also, ich glaube ja, die beiden kennen sich schon länger.
28:37Sie sind sich schon auf Daniels Reise in der Lodge begegnet?
28:40Ja.
28:41Und was dafür spricht, ist die Tatsache,
28:44dass sie ihren Job bei dieser Tierschutzorganisation
28:46genau an Daniels Abreisetag hingeschmissen hat.
28:50Du meinst, sie hat das seinen Wegen getan?
28:53Das wird sich noch zeigen.
28:56Das sind die wichtigsten Dinge, welche ich da nach und nach einarbeiten habe.
28:59Okay.
29:00Ich freue mich, dass wir zusammenarbeiten, Daniel.
29:03Ja.
29:05Ich freue mich auch.
29:06Jetzt lass uns mal den Einstand feiern, hm?
29:10Geh du schon vor, ich komme gleich nach.
29:12Viel Erfolg.
29:14Mit mir wollte sie jedenfalls nicht reden.
29:20Hallo.
29:21Hallo.
29:22Was wollte Frederik von dir?
29:23Er wollte nur höflich sein, glaube ich.
29:27Ist alles in Ordnung?
29:30Ja.
29:36Danke, dass du mich nicht drängst.
29:38Dass du einfach nur da bist.
29:40Ich liebe dich, weißt du.
29:55Telefonieren wir später.
30:04Ich liebe schön, Sarah.
30:11Ja, das könnte sie wirklich, wenn das Leben einem nicht ständig einen Strich durch die Rechnung machen würde.
30:18Wenn ich Daniel nur alles sagen könnte.
30:20Wenn wir das dann geschafft haben, dann machen wir Feierabend.
30:22Besprochen.
30:38Was ist denn los mit dir?
30:40Ist immer noch sauer, oder was?
30:42Du hättest mir ruhig sagen können, dass du mit Lilly ins Kino gehst.
30:44Sie hat übrigens abgesagt.
30:45Wir gehen gar nicht mehr ins Kino.
30:46Ich dachte, wir sind Kumpels.
30:48Das hättest du mir nicht verheimlichen dürfen.
30:52Das war keine Absicht.
30:53Außerdem wusste ich ja nicht, dass es dich so brennend interessiert.
30:55Tut es aber.
30:57Wenn ich es nicht genauer wüsste, würde ich denken, du bist in Lilly verknallt.
31:08Ich habe mir sagen lassen, Golf wäre ein Sport für ganz weit draußen.
31:15Ja, ich bin eben kein Sportler.
31:16Nie gewesen.
31:17Ich weiß, wie man eine Firma leitet, Mitarbeiter führt, Porzellan herstellt.
31:23Aber das scheint ja niemanden mehr zu interessieren.
31:26Selbstmitleid ist genau das, was Sie jetzt brauchen.
31:28Jetzt kommen Sie bloß noch mit Ihrer Hobbypsychologie.
31:31Ich habe nur gesagt, dass ich lieber mein Hirn anstrenge als meine Hüfte.
31:36Übrigens, Ihr Sohn hat gerade angerufen.
31:39Ja, und? Was wollte er?
31:40Er und Daniel wollen Sie im Land Sino treffen.
31:43Soll ich den beiden lieber absagen?
31:45Nein, nein, nein.
31:47Lassen Sie nur.
31:48Die brauchen sicher meine Hilfe.
31:50Ist Tobias noch da?
31:51Ja, er wartet am Wagen auf Sie.
31:58Lilly und ich kennen uns einfach schon verdammt lange.
32:00Das ist sowas wie eine Sandkastenfreundschaft.
32:02Weiter nichts.
32:03Und wo ist dann das Problem?
32:04Da gibt es kein Problem.
32:05Ich fand es einfach nur blöd, dass ihr euch hinter meinem Rücken verabredet habt.
32:08Und ich reiße mein Bein aus für diese Karten.
32:09Da kommt man sich schon irgendwie idiotisch vor.
32:12Kann ich verstehen.
32:12Sorry.
32:14Ey, wenn es Ihr Lieber ist, treffe ich mich einfach gar nicht mehr mit Lilly.
32:16Ich finde die ganz süß, aber das war es eigentlich auch schon.
32:19Frauen machen aus der Gesunde nur Stress.
32:23Ey, war das der Grund, warum du bisher nicht eingezogen bist?
32:28Oder hast du keinen Bock mehr auf WG?
32:30Doch schon, aber ich bin zur Zeit ziemlich pleite.
32:33Ich habe ja zwar mehr Geld für die Karten bekommen, aber ich muss ja Daniel noch was zurückgeben.
32:37Ja, gut, du brauchst eine Kohle.
32:38Ist doch alles da.
32:40Küche, Badezimmer, ein paar Regale, du brauchst nur deine Klamotten und los geht's.
32:44Apropos Kohle, kannst du mir 10 Euro leihen.
32:46Ich muss meinen Deckel im Cosino bezahlen.
32:50Jetzt nur bis morgen.
33:05Wenn wir wieder mit fertig sind, dann kriegst du von mir den Orden für die Mitarbeiterin des Monats.
33:13Ich hoffe, Mama ist einigermaßen ruhig geblieben und hat nichts Unüberlegtes angestellt.
33:21Warum passiert uns das immer?
33:24Egal, wo wir hingehen, früher oder später holen uns die alten Probleme wieder ein.
33:29Ich wünschte, ich könnte diesen Unfall ungeschehen machen.
33:32Wäre ich an dem Abend in Südafrika nur selbst zu ihr gefahren und hätte nicht Jörg geschickt,
33:36dann wäre vielleicht alles anders gekommen.
33:39Dann hätte Mama nicht gespielt
33:41und sie würde jetzt nicht glauben, am Tod eines Menschen schuld zu sein.
33:46Und ich bräuchte Daniel nicht belügen.
33:53Warum können wir nicht einfach irgendwo glücklich werden?
34:23Ich bin's, Lili.
34:29Hallo, Christa.
34:31Ist Julia mal da?
34:34Sie muss aber jeden Moment kommen.
34:37Vielleicht kannst du mir ja helfen.
34:39Ich bräuchte mal einen Rat.
34:41Ja, gut.
34:43Ähm, Koi ist verdammt sauer auf mich, weil ich nicht mit ihm auf dieses Konzert wollte.
34:50Und dann gab's da noch dieses Missverständnis mit Tim.
34:52Und dann hat es...
34:53Lili, tut mir leid, aber ich hab wirklich keine Zeit, dir länger zuzuhören.
35:01Aber ich...
35:02Ein andermal, okay?
35:22Ich hätte nicht gedacht, dass du damit so locker umgehst,
35:24dass Werner mich zu seinem Nachfolger bestimmt hat.
35:27Jeder andere würde mir wahrscheinlich die Pest an den Hals wünschen
35:29oder so viele Steine in den Weg legen, wie nur möglich.
35:32Was meinst du, was ich ab morgen vorhabe?
35:37Grüß dich, Vater.
35:38Ah, na, bitte sitzen.
35:40Na, schon fertig mit deiner alten Maschine?
35:44Das war natürlich wichtiger, als in die Firma zu kommen.
35:47Großvater Frederik war an der Firma.
35:49Tja, dann müssen wir uns ja wohl verpasst haben.
35:52Entschuldige, Vater.
35:53Ich hätte da sein sollen, als du mich als dein Nachfolger angekündigt hast.
35:56Ich staune, dass ihr zur Messezeit jetzt schon ins Lanzino gehen könnt.
36:01Gab's nix mehr zu tun in der Firma?
36:03Ganz der Alte.
36:04Großvater, du kannst an nichts anderes denken, als an die Firma, oder?
36:08Das bin ich gewohnt.
36:09Das hab ich ein Leben lang so...
36:12gemacht.
36:14Bis jetzt jedenfalls.
36:16Na?
36:17Na also, sag doch mal.
36:20Wo drückt der Schuh?
36:21Eva hat gesagt, ihr wolltet mit mich sprechen.
36:24Wir wollten eigentlich nur ein wenig mit dir gemeinsam feiern.
36:27Frederik gibt seinen Einstand.
36:29Ach so.
36:31Oder ist es in Falkenthal nicht üblich?
36:34Doch, doch.
36:35Natürlich, mein Junge.
36:37Wer weiß, wann ich je wieder ein so üppiges Menü bekomme.
36:43Die Fettwerte dieses Abends werdet ihr natürlich für euch behalten.
36:47Das heißt, wir sollen vor Eva für dich lügen?
36:50Ja.
36:50Nicht lügen.
36:52Schweigen.
36:54Mit ihren Quark und Sellerieattacken bringt sie mich noch um.
37:01Schade, dass Philipp jetzt nicht bei uns ist.
37:04Ich wäre sicher, er würde sich sehr freuen, uns alle so vereint zu sehen.
37:11Ich danke dir für dein Vertrauen, Vater.
37:13Und ich verspreche dir, mein Bestes zu geben.
37:16Und auf eine gute Zusammenarbeit, Daniel.
37:19Zum Wohle der Firma und auf die Familie.
37:23Auf euch.
37:38Lass mich warten.
37:40Das sind die Idioten.
37:46Na ja, nicht alle.
37:47Du bist eine Ausnahme.
37:51Ich vermute, du hast dich mal wieder mit Kolja gestritten, hm?
37:56Und was hat er dir diesmal getan?
37:58Ach.
38:00Er hat gar nichts getan.
38:01Ich bin die blöde Kuh.
38:07Also erzähl.
38:09Na, Kolja wollte mit mir in dieses Konzert, zu den unerhörten Fünf.
38:13Ey, Kohl, die unerhörten Fünf.
38:16Und dann kam Tim und er wollte mit mir ins Kino gehen.
38:19Und dann...
38:20Und du wolltest natürlich beides.
38:23Ich hab gedacht, dass das Konzert an einem anderen Tag ist.
38:26Und dann kam Tim und hat von diesem tollen Film erzählt.
38:30Und dann war Kolja sauer.
38:31Weil das Konzert an dem Tag war, dass Tim mit dir ins Kino gehen wollte.
38:35Ja, woher weißt du das?
38:38Irgendwie läuft die Geschichte darauf hinaus.
38:42Also, wo ist jetzt eigentlich das Problem?
38:44Und wer ist eigentlich dieser Tim?
38:46Ein Freund.
38:47Dein Freund?
38:49Nein, Koljas Freund.
38:51Drei sind immerhin einer zu viel.
38:54Da muss ich Nico recht geben.
38:56Ich meine, vielleicht war Kolja ganz einfach sauer,
38:58weil du diesen Tim ihm vorgezogen hast.
39:01Ich meine, ihr kennt euch seit Kindertagen
39:02und habt immer alles zusammen unternommen.
39:05Apropos Kindertage.
39:06Was ist denn eigentlich mit deiner Jugendliebe los?
39:10Christa war heute echt merkwürdig drauf.
39:12Wie, was meinte mit Jugendliebe Christa?
39:19Also, was ihr wieder alles wisst.
39:23Ich weiß auch nicht, was mit ihr los ist.
39:25Sie will nicht drüber reden.
39:27Sie hat sich ziemlich verändert.
39:29Früher war sie immer sehr offen, klar und direkt.
39:31Und das habe ich immer sehr gemocht an ihr.
39:33Und das finde ich jetzt kaum mehr wieder.
39:41Vater hat sich schon hingelegt.
39:43Es war ein langer Abend für ihn.
39:45Er hat das Abendessen mit uns sehr genossen.
39:47Es tut gut, ihn so fröhlich zu sehen.
39:49Es hat ihm schon immer Freude gemacht,
39:51die Familie um einen Tisch versammelt zu sehen.
39:56Auf die Familie.
39:56Vielleicht sollten wir lieber auf die Firma anstoßen, Frederik.
40:01Immerhin.
40:04Beginnt eine neue Ära der Falkenthaler Porzellanmanufaktur.
40:09Das klingt gewaltig, so wie du das sagst.
40:11Geradezu furchteinflößend.
40:14Hast du Angst vor der Courage, Frederik?
40:18Angst ist vielleicht zu viel.
40:23Aber es wird mir schon bewusst,
40:25was es bedeutet, Chef der Firma zu sein.
40:28Was bedeutet es denn?
40:29Naja, ich merke, was da auf mich zukommt.
40:32An Aufgaben und Verantwortungen.
40:34Aha.
40:36Ich bin froh, dass du an meiner Seite bist.
40:38Ich würde das nicht alleine schaffen.
40:40Am Anfang schon gar nicht.
40:42Und ich freue mich darauf,
40:44dass wir die Firma zusammenleiten.
40:45Ich bin dabei.
40:47Außerdem bist du ein hervorragender Vertriebsleiter,
40:50nach dem, was ich bis jetzt gesehen habe.
40:51Ich hatte einen guten Lehrmeister.
40:54Großvater hat mir alle Tricks gezeigt, die er kennt.
40:56Und er kennt eine Menge.
40:59Mein Vater ist ein Fuchs.
41:01Er hat uns ganz bewusst gemeinsam
41:03an die Spitze des Unternehmens gesetzt.
41:06Auf den alten Fuchs.
41:18Julia, da bist du endlich.
41:19Mama, was soll das?
41:20Wieso hast du alle unsere Sachen gepackt?
41:22Wir müssen los.
41:23Wohin?
41:24Zum Bahnhof.
41:25Unser Zug geht in einer Stunde.
41:28Ich habe Tickets reserviert.
41:29Mutter?
41:31Kannst du mir bitte erklären, was das Ganze soll?
41:34Julia, hast du es noch immer nicht begriffen?
41:36Frederik ist hier in Falkenthal.
41:38Und er wird auch hier bleiben.
41:40Es ist nur noch eine Frage der Zeit,
41:42bis er mich erkennt
41:43und mit Hermanns Tod in Zusammenhang bringt.
41:46Wir müssen sofort verschwinden.
41:47Also komm.
41:53Du lässt mich im Stich.
41:54Es reicht, Mama.
41:56Ich habe mich mein ganzes Leben
41:58nur nach dir gerichtet.
41:59Das Problem Julia Schilling
42:01wird bald aus der Welt sein.
42:02Dafür werde ich sorgen.
42:03Wir präsentieren die romantische Linie.
42:06Ist das eigentlich mit Daniel abgesprochen?
42:08Überlass das mir.
42:09Ich rede mit ihm.
42:10Es geht um eine Bewerberin
42:11für unsere Manufaktur.
42:13Ihr Name ist Julia Schilling.
42:15Julia Schilling, sagen Sie?
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