- vor 5 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:00Mama?
00:14Mama?
00:32Mama?
01:00This could be the first day of my life
01:24Hallo Tobias, hier ist Julia. Sag mal, hast du meine Mutter in den letzten Stunden gesehen?
01:28Nein. Heute noch gar nicht. Und gestern hat sie erwähnt, dass sie irgendjemanden in einer anderen Stadt besuchen wollte.
01:37Ein Zugfahrplan. Aber wo sie hin wollte, das hat sie dir nicht gesagt.
01:44Verstehe. Und wann war das, Tobias?
01:48Alles klar. Sollte sie sich bei dir melden, dann sag mir doch bitte Bescheid, ja?
01:53Danke.
01:58Sie kann doch nicht einfach abreißen. Ohne mir Bescheid zu sagen.
02:05Gestern Abend schien sie doch wieder besser zu gehen.
02:08Gott, ich mache mir solche Sorgen.
02:11Ich muss sie finden.
02:34Villa Grafenberg, Eva Landmann am Apparat, ja?
02:37Hallo Frau Landmann, hier ist Julia Schilling, Christas Tochter.
02:41Hallo. Wie geht es denn?
02:43Danke. Ich habe ein Problem. Ich hatte gehofft, dass Sie mir dabei helfen können.
02:47Und worum geht es?
02:48Um meine Mutter.
02:50Ist mit Christa alles in Ordnung?
02:52Nein, ganz im Gegenteil. Sie ist verschwunden und sie hat alle ihre Sachen mitgenommen.
02:56Ach, dann hat sie es also doch wahrgemacht.
02:58Was meinen Sie?
03:00Na, als wir neulich zusammensaßen, da war Ihre Mutter sehr melancholisch.
03:05Und, naja, ich denke mir, Sie sind viel in der Welt herumgekommen und Ihre Mutter hatte Fernweh.
03:13Und offensichtlich lag ich richtig.
03:15Aber wohin Sie gehen wollte, das hat Sie in dem Gespräch nicht erwähnt?
03:18Nein.
03:19Nicht, dass ich wüsste, nein.
03:21Aber hat sie Ihnen denn keine Nachricht hinterlassen?
03:23Nein, ich habe keine Ahnung, wo Sie stecken könnten.
03:27Julia, ich würde Ihnen ja gerne helfen, aber...
03:30Das ist schon gut, Frau Landmann.
03:31Falls sich meine Mutter bei Ihnen meldet, könnten Sie mir bitte Bescheid sagen?
03:35Selbstverständlich. Sie können sich auf mich verlassen.
03:38Danke. Wiederhören, Frau Landmann.
03:45Verdammt, Mama, wo bist du bloß?
03:50Oh, Mist!
03:52Warten Sie, ich helfe Ihnen, Eva!
03:53Ja, danke. Vielen Dank.
03:59Alles in Ordnung bei Ihnen?
04:01Ja, ja. Ich war nur eben nicht ganz bei der Sache.
04:05Ja.
04:06Ich dachte schon, das hätte an mir gelegen.
04:09Ach, Mist.
04:10Na ja, weil ich Ihnen vorhin die ganze Zeit reingeredet habe, als die Blumen oben getopft haben.
04:15Das ist doch schon längst vergessen.
04:17Aber irgendetwas scheint Sie zu beschäftigen.
04:21Sie sind besorgt.
04:25Es geht um meine Freundin, Christa.
04:28Sie haben Sie doch vor kurzem kennengelernt.
04:29Sie war hier zu Besuch.
04:30Ja, eine reizende Person. Ich erinnere mich.
04:33Und eben hat ihre Tochter angerufen
04:36und mir erzählt, dass ihre Mutter weggefahren ist, ohne ihr Bescheid zu geben.
04:40Wohin?
04:42Jetzt macht sich Julia natürlich Sorgen und ich verstehe es nicht.
04:46Christa hat mir immer gesagt, wie wichtig ihr ihre Tochter ist.
04:51Dafür wird es sicherlich plausible Gründe geben.
04:54Das hoffe ich. Das hoffe ich sehr.
04:57Vor allem für ihre Tochter.
05:09Danke.
05:22Blöde Kuh!
05:33Hör rein!
05:40Ich habe gerade was über Daniel erfahren, das sich brennend interessieren dürfte.
05:44Geht es um seine kleine Affäre mit dieser Julia vom Catering?
05:48Nein.
05:48Schade war ja zu erwarten, dass das mit deiner Extrainformation nur leere Versprechungen sein würden.
05:55Du solltest nicht zuvorschnell urteilen, Mutter.
05:58Glaubst du wirklich, dass deine kleine Affäre namens Nico dir diese Informationen bringen würde?
06:04Wie kommst du denn jetzt ausgerechnet auf Nico?
06:06Oh, Patricia, bitte.
06:08Ich bin weder blind noch dumm.
06:11Pass auf, dass Nico keinen Verdacht schöpft.
06:14Ich möchte nicht, dass Julia und Daniel erfahren, dass ich über sie im Bilde bin.
06:19Keine Sorge.
06:21Ich habe gerade Silke getroffen und sie hat erzählt, dass Daniel von Fredericks Plennen erfahren hat.
06:27Wegen der Romantik-Serie.
06:29Und er war alles andere als begeistert.
06:32Wirklich?
06:33Das ist ja mal eine gute Information.
06:36Ist Daniel in seinem Büro?
06:38Laut Silke wollte Daniel Fredericks sofort zur Rede stellen.
06:42Dann dürften die Zeiten der unerschüttertlichen Harmonie zwischen den beiden wohl endgültig vorbei sein.
06:47Damit geht aber auch dein ganzer Plan flöten.
06:50Naja, wenn Daniel Fredericks Pläne stoppt,
06:54dann wird sich Fredericks auf der Porzellanmesse mit seiner Romantik-Serie wohl kaum blamieren.
06:58So wie du es dir erhofft hattest.
07:00Darüber zerbreche ich mir erst den Kopf, wenn es soweit ist.
07:03Im Moment reicht es mir, dass Frederic für Daniel ein wirkliches Problem ist.
07:16Waren Sie etwas frische Luft schnappen?
07:19Ja.
07:19Ich habe lange nicht mehr die Sonne am See genossen.
07:25Haben Sie etwas Neues von Ihrer Freundin gehört?
07:29Und weiß Ihre Tochter, wo sie ist?
07:31Leider nicht.
07:35Sie haben doch noch ein Problem auf dem Herzen, oder?
07:39Sie kennen mich wirklich sehr gut, Eva.
07:43Ich möchte mich nochmal entschuldigen.
07:47Wofür?
07:48Naja, für mein Verhalten in den letzten Tagen.
07:50Mit meinen Einmischungen muss ich Ihnen ja gehörig auf die Nerven gegangen sein.
07:55Wie gesagt, das ist alles längst gegessen.
07:58Aber nur unter einer Bedingung.
08:00Und, die wäre?
08:03Dass Sie mir in Zukunft vertrauen.
08:06Dass ich weiß, was ich tue.
08:08Auch beim Blumeneintopfen.
08:10Schließlich führe ich Ihren Haushalt mehr als 40 Jahre.
08:14Natürlich, Eva.
08:16Weiß auch nicht.
08:18Ich...
08:19Ich wollte doch nur...
08:21mich nützlich machen.
08:25So ein Ruhestand ist gar nicht so einfach, stimmt's?
08:27Ja, weiß Gott.
08:29Jahrelang war ich gewöhnt, von morgens bis abends zu arbeiten.
08:33Verhandlungen zu führen.
08:35Den Leuten mit Rat und Tat zur Seite stehen.
08:37Und jetzt soll ich einfach auf dem Sofa liegen und warten, dass die Zeit vergeht?
08:41Und was ist mit dem Golfspielen?
08:43Warum üben Sie nicht weiter?
08:45Sie ahnen ja gar nicht, was für ein Muskelkater man davon kriegt.
08:48Dann gehen Sie doch schwimmen oder Fahrrad fahren.
08:52Ja.
08:53Ich werde mal schauen.
08:54Vielleicht haben Sie ja recht.
08:58Herr Grafenberg.
09:01Seien Sie mal ehrlich.
09:02Ihr Problem ist nicht, dass Sie nicht wissen, was Sie mit Ihrer Zeit anfangen sollen.
09:08Ihnen fehlt es, Entscheidungen zu treffen.
09:11Und für Ihre Mitarbeiter da zu sein, stimmt's?
09:16Ach, Unsinn!
09:18Dafür sind ja Frederik und Daniel jetzt da. Die machen das schon.
09:21Auch die beiden sind froh, dass sie sich jederzeit an Sie wenden können.
09:27Was meinen Sie damit?
09:29Naja, denen fehlt doch Ihre langjährige Erfahrung.
09:32Und da werden Sie sich ab und zu um Rat und Unterstützung an Sie wenden.
09:40Also hat meine Mutter nichts weiter gesagt, als dass sie in den Waschsalon gehen will?
09:43Nein, nichts.
09:44Was soll denn die ganzen Fragen, Jule?
09:45Ist was passiert?
09:47Meine Mutter ist nicht im Waschsalon.
09:49Aha.
09:49Und warum hat sie es dann gesagt?
09:51Ja, vermutlich wollte sie nicht, dass du weißt, dass sie Falkenthal verlassen will.
09:54Ich dachte, sie fühlt sich ja ganz wohl.
09:56Tut sie auch, aber meine Mutter ist manchmal etwas spontan.
10:00Verstehe.
10:01Nein, eigentlich verstehe ich nichts.
10:03Selbst wenn sie abgereist ist, warum macht sie dann so ein Geheimnis daraus?
10:08Ist schon gut.
10:09Ich muss sowieso wieder.
10:13Frau Grafenberg, was machen Sie denn hier?
10:16Ich bin hier, weil die Öldichtung meiner Maschine leckt.
10:19Wäre toll, wenn Sie mal einen Blick drauf werfen könnten.
10:21Klar.
10:22Ich mache mich da mal wieder auf den Weg.
10:24Sollte meine Mutter sich doch noch melden, sag mir doch bitte Bescheid.
10:27Natürlich.
10:27Wiedersehen, Frau Grafenberg.
10:29Tschüss.
10:30Tschüss.
10:32Wir waren ziemlich überzeugend, war es?
10:34Schon möglich, wobei, wahrscheinlich ist ihr das im Moment ziemlich egal.
10:38Sie hat gerade andere Probleme.
10:41Wegen ihrer Mutter?
10:42Ja, du weißt davon.
10:44Nein.
10:45Ich dachte nur, weil sie ja eben gesagt hat, dass du dich bei ihr melden sollst, wenn du was von
10:49ihr hörst.
10:50Ach so, ja.
10:51Offensichtlich ist Julias Mutter heute völlig überstürzt abgereist.
10:54Oh, nie zu sagen, wo sie hin ist.
10:56Die beiden sind eben etwas seltsam.
10:58Wobei ich Juli eigentlich mag.
11:01Aber?
11:01Ja, ich fand es schon ein bisschen dreist, wie die beiden hier aufgetaucht sind und quasi um Asyl gebeten haben.
11:07Ohne einen Cent in der Tasche.
11:12Aber du bist doch sicherlich wegen etwas anderem gekommen.
11:16Ach ja?
11:18Weswegen denn?
11:22Da habe ich recht.
11:24Wenn ich so durchschaufe, war es nicht.
11:41So, hier ist die Hilger-Akte.
11:43Sagen Sie, wann ist denn der Termin mit den Felsspat-Lieferanten heute?
11:47In einer halben Stunde.
11:48Alles klar.
11:50Nein, Julia, mach dir keine Gedanken, okay?
11:51Ich packe das hier schon.
11:52Ist ja nicht so viel los.
11:53Kümmer du dich lieber um deine Mutter, okay?
11:58Du, warte, bleib mal dran, da ist jemand, der dich sprechen möchte, okay?
12:01Also, bis dann.
12:02Viel Glück.
12:04Danke.
12:05Julia, ist alles klar?
12:08Was ist mit deiner Mutter?
12:11Wie?
12:12Verschwunden.
12:15Abgereist?
12:19Weißt du was?
12:20Ich komme gleich zu dir.
12:23Ich dachte, Sie wären mit der Katalogisierung der Bücher fertig.
12:27Bin ich auch.
12:28Ich vergleiche nur noch einmal die Liste, ob alles seine Richtigkeit hat.
12:32Und?
12:33Haben Sie schon Fehler entdeckt?
12:35Nein, alles perfekt.
12:37Danke, Eva.
12:39Eva, warten Sie.
12:42Ich möchte mich bei Ihnen bedanken.
12:45Dass Sie so viel Geduld mit mir haben.
12:49Und mich so gut verstehen.
12:52Herr Grafenberg, nun werden Sie mal nicht sentimental.
12:55Nein, nein, nein, Eva.
12:57Das ist mein voller Ernst.
12:59Meine Familie und ich, wir verdanken Ihnen sehr viel.
13:02Kann ich meinem Vater nur beipflichten?
13:05Herr Grafenberg, du bist schon zurück?
13:07Ich muss nur rasch was holen.
13:08Ja, ich werde mich dann auch mal wieder an die Arbeit machen.
13:12Und?
13:13Wie läuft es mit den Vorbereitungen für die Messe?
13:17Hat Daniel dich in alle Details eingeweiht?
13:20Im Prinzip ja.
13:21Was soll denn das heißen?
13:23Gab es Ärger zwischen euch?
13:25Vater, sei mir nicht böse.
13:26Ich möchte nicht darüber reden.
13:27Moment.
13:30Vielleicht kann ich ja helfen.
13:31Was ist denn passiert?
13:33Daniel und ich hatten eine Meinungsverschiedenheit.
13:35Weil ich eine Entscheidung getroffen habe, die er nicht gut findet.
13:38Und ihr habt miteinander gesprochen, oder?
13:40Natürlich.
13:42Aber ich habe dabei etwas sehr Unbedachtes gesagt, was es noch schlimmer gemacht hat.
13:45Und das war?
13:47Ich habe ihn darauf hingewiesen, dass ich der Chef bin.
13:51Natürlich habe ich mich sofort entschuldigt, aber Daniel ist ziemlich verletzt.
13:55Ich verstehe.
13:57Wie wäre es, wenn ich mit ihm sprechen würde?
14:01Warum nicht?
14:03Vielleicht kannst du ihm erklärlich machen, dass es mir leid tut.
14:07Ich muss jetzt los, sonst komme ich zu spät zu meinem Termin.
14:09Tobias wartet schon.
14:26Ich muss doch gerne von den Himmel sein.
14:57Untertitelung des ZDF, 2020
14:59Julia!
15:00Was ist denn?
15:03Was ist denn?
15:04Beim Telefon hast du gesagt,
15:05der Mutter ist abgereist.
15:06Sie ist spurlos verschwunden.
15:07Ich habe keine Ahnung, wo sie ist.
15:09Sie hat keine Nachricht hinterlassen.
15:10Ich mache mir solche Sorgen.
15:12Es ist gut, bitte.
15:15Am besten erzählst du dir ganz in der Ruhe,
15:17was passiert ist.
15:26Du bist schon hier?
15:27Ich wollte gerade zu dir ins Büro.
15:29Ich fahre auch gleich nochmal zurück.
15:31Ich habe heute Morgen wichtige Unterlagen vergessen.
15:34Was gibt es denn?
15:36Machst du es so spannend?
15:38Ich habe Neuigkeiten über Daniels Freundin.
15:41Komm mal auf den Punkt.
15:44Also.
15:46Erstens sieht es inzwischen so aus,
15:47als wäre Julias Mutter abgereist.
15:51Ohne ihrer Tochter zu sagen,
15:52wo sie hin ist.
15:54Schade, sie hätte ihre Tochter gleich mitnehmen sollen.
15:57Und sonst?
15:59Offensichtlich waren die beiden total abgebrannt,
16:01als sie in Falkenthal aufgetaucht sind.
16:03Das heißt, deine Vermutung,
16:04dass Julias nur auf Daniels Geld abgesehen hat
16:06und sie ihm deswegen aus Südafrika nachgereist ist.
16:10Bestätigt sich mehr und mehr.
16:12Gut gemacht, Patricia.
16:14Endlich beweist du mal,
16:15dass du meine Tochter bist.
16:17Und wie du deine
16:18spezielle Freundschaft zu Nico
16:20zu deinem Vorteil zu nutzen weißt.
16:22Du meinst wohl eher zu deinem Vorteil.
16:25Ist das nicht das Gleiche?
16:28Und was hast du jetzt vor?
16:31Ich bin mir noch nicht ganz sicher,
16:32aber eins steht fest.
16:34Diese kleine Mitgiftjägerin
16:35und ihre spielsüchtige Mutter
16:37werden aus Daniels Leben verschwinden.
16:40Dafür sorge ich.
16:50Na, haben Sie schon irgendwelche Fehler
16:52entdeckt?
16:55Bei der Katalogisierung Ihrer Bücher.
16:57Ach so.
16:58Nein, aber ich bin auch noch nicht ganz durch.
17:02Geht es Ihnen gut, Herr Grafenberg,
17:04oder soll ich Ihnen Ihre Herztabletten bringen?
17:06Nein, mir geht es gut.
17:12Allerdings gab es zwischen Frederik und Daniel
17:14schon den ersten Streit.
17:16Das ging aber schnell.
17:18Wissen Sie, was passiert ist?
17:20Sie sind verschiedener Ansicht.
17:22In Bezug auf die Porzellanmesse.
17:25Frederik hat eine Entscheidung getroffen
17:27und Daniel ist damit nicht einverstanden.
17:29Und das machen Sie Ihrem Enkel jetzt zum Vorwurf.
17:32Sagen wir mal so,
17:33ich bin enttäuscht,
17:35dass es zwischen Frederik und Daniel
17:36schon nach einem Tag gekracht.
17:38Jetzt mal Hand aufs Herz, Herr Grafenberg.
17:40Sie wissen doch ganz genau,
17:42dass Ihr Enkel von dem Entschluss,
17:44Frederik zu Ihrem Nachfolger einzusetzen,
17:46nicht gerade begeistert war.
17:48Ich weiß.
17:49Ich habe Daniel eindringlich gebeten,
17:51sich zum Wohle der Firma zusammenzureißen.
17:53Schon möglich.
17:54Aber wir sind nur Menschen
17:56und haben Gefühle.
17:57Und die kann man nicht an- und abschalten,
17:59das wissen Sie doch.
18:00Aber hier geht es um den Beruf.
18:03Persönliche Befindlichkeiten und Gefühle
18:05haben da nichts verloren.
18:07Daniel muss akzeptieren,
18:09dass Frederik sein Chef ist
18:11und in Entscheidungsfragen
18:13das letzte Wort hat.
18:15Ich möchte Sie nicht kritisieren.
18:20Aber glauben Sie,
18:22dass Sie mit dieser Haltung
18:24das Problem lösen werden?
18:26Die Situation ist doch schon angespannt genug.
18:30Wenn Sie jetzt, Daniel,
18:31mit Härte und Strenge kommen,
18:33wird die Situation nur schlimmer.
18:36Was schlagen Sie vor?
18:38So tun, als sei nichts passiert?
18:41Nein.
18:41Aber Sie müssen doch Daniel
18:43auch nicht den Kopf waschen.
18:45Versuchen Sie doch,
18:46zwischen Frederik und ihm zu vermitteln.
18:48Seien Sie beiden ein erfahrener Ratgeber
18:51und ich garantiere Ihnen,
18:53Sie werden Ihr Ziel erreichen.
18:57Danke.
19:00Und du hast keine Ahnung,
19:01warum deine Mutter abgereist ist?
19:04Vielleicht ist sie
19:05zu Freunden oder Verwandten gefahren.
19:08Meine Mutter hat nicht wirklich Freunde
19:10und auch kaum Familie.
19:14Warum ist sie so plötzlich abgefahren?
19:17Ihr hat es doch so gut gefallen hier in Falkenthal.
19:20Ja, hat es.
19:21Aber es gab
19:24Schwierigkeiten.
19:28Julia,
19:29ich möchte dir gerne helfen,
19:31aber dafür muss ich wissen,
19:32was deine Mutter für ein Problem hat.
19:36Meine Mutter
19:36hat ein sehr großes Problem
19:37und das auch schon ziemlich lange.
19:41Ich weiß immer noch nicht,
19:43um was es geht.
19:44Sie ist
19:46spielsüchtig.
19:53Das fing ganz harmlos an,
19:55mit lockeren Pokerrunden
19:56bei Freunden
19:57und ich war auch noch ziemlich klein.
19:58Ich habe davon kaum was mitbekommen.
20:02Dann
20:02wurde es immer schlimmer.
20:04Ich kann mich erinnern,
20:04dass irgendwann kein Tag mehr verging,
20:06an dem sie nicht im Wettbüro
20:07oder auf der Pferderennbahn war.
20:11Irgendwann war sie dann völlig verschuldet.
20:14Und wie hat sie ihre Schulden bezahlt?
20:19Anfangs mit ihren Ersparnissen.
20:21Aber als die aufgebraucht waren,
20:23da fängt das eigentliche Problem dann an.
20:25Sie brauchte jetzt das Geld
20:26und um das zu kriegen,
20:27hat sie fast alles getan.
20:30Und
20:31und jetzt?
20:35Dann hat sie sich Geld geliehen
20:36von
20:37Freunden und Bekannten,
20:38das sie natürlich nie zurückgezahlt hat.
20:41Und
20:42dann wurde es noch schlimmer
20:43und
20:44und
20:45sie fing an zu klauen.
20:48Und das ist auch der Grund,
20:49warum wir so oft umgezogen sind.
20:54Ich hätte ganz vergessen,
20:56wie anstrengend
20:57diese Kundengespräche sein können.
20:59Ist nicht eine große Umstellung für sie.
21:01Ich meine, die
21:01meine Frau Kürze und eben
21:03könnte so lange in Südafrika waren.
21:06Das wird noch eine Weile dauern,
21:08bis ich mich an das Leben in Falkenthal
21:09und
21:10an diese Arbeit gewöhnt habe.
21:12Aber Ihrem Vater
21:13haben Sie damit eine große Freude gemacht?
21:15Meinem Neffen weniger.
21:17Wieso?
21:18Sie und Daniel,
21:19Sie verstehen sich doch ganz gut, oder?
21:21Eigentlich schon.
21:23Aber
21:23das gibt es ja wohl nicht.
21:27Ich sehe eine Freundin von mir.
21:29Will ich Ihnen was ausmachen,
21:30wenn ich kurz mit Ihnen gehe?
21:31Na, so.
21:40Tobias!
21:40Hallo, Christian.
21:43Was hast du vor?
21:44Willst du jetzt doch verreisen?
21:46Ja.
21:47Und warum hast du dich von niemandem verabschiedet?
21:49Nicht mal von Julia.
21:51Ja.
21:51Sie macht sich große Sorgen um dich.
21:52Ist dir das eigentlich klar?
21:54Tobias, ich habe meine Gründe.
21:56Sag bitte nicht sauer auf mich.
21:58Warum sollte ich sauer sein?
22:00Manche Menschen
22:01können einfach nicht aus ihrer Haut raus.
22:04Und dass du Julia so einfach
22:05zurücklassen kannst,
22:06ohne zu sagen, wohin du gehst,
22:07das verstehe ich einfach nicht.
22:08Das ist doch nicht wahr.
22:09Ich habe Julia auf die Mailbox gesprochen.
22:11Alles in Ordnung, Tobias?
22:13Ja.
22:17Sag doch was.
22:18Daniel.
22:21Julia.
22:23Das ist ein ganz schöner Hammer.
22:25Also, deine Mutter ist kriminell.
22:29Genau deshalb habe ich nichts gesagt.
22:31Genau die Reaktion habe ich gefürchtet.
22:35Ich habe einfach nicht damit gerechnet.
22:38Du bist so ganz anders als deine Mutter.
22:43Du bist nett.
22:44Du bist ehrlich.
22:46Man kann dir vertrauen.
22:51Du bist auch ganz anders als deine Mutter.
22:55Und trotzdem ist sie ein Teil von deinem Leben.
22:58Genau wie meine Mutter.
23:09Und diese Spielsucht,
23:11war die auch ein Grund dafür,
23:12dass sie so früh aus Südafrika abgereist hat?
23:15Ich erinnere mich,
23:16dass an dem Abend,
23:17als wir uns kennengelernt haben,
23:19auf der Lodge ein Casino war.
23:21War das ein Grund für die Abreise?
23:26Ja.
23:27Auch.
23:29Teilweise.
23:32Und jetzt?
23:34Was ist hier in Falkenthal passiert?
23:36Hat sie auch hier Schulden?
23:39Nein.
23:40Hier ist sie jemandem begegnet,
23:42aus ihrer Vergangenheit.
23:44Jemandem,
23:45vor dem sie schreckliche Angst hat.
23:54Vertraue mir, Julia.
23:55Ich werde dir helfen.
23:58Bei der Suche nach deiner Mutter
23:59und bei allem anderen auch.
24:15Friedrich Grafenberg,
24:16freut mich.
24:19Christa Schilling.
24:21Christa ist eine alte Freundin von mir.
24:23Julias Mutter?
24:24Ja.
24:26Irgendwo herkenne ich sie.
24:27Nein, bestimmt nicht.
24:29Komisch.
24:30Sie kommen mir so bekannt vor.
24:31Ja, vielleicht ist der Villa.
24:33Christa ist mit Eva befreundet.
24:35Ah, das wird es sein.
24:37Ist es für sie in Ordnung,
24:38wenn wir Christa mitnehmen?
24:39Dann kann ich sie nachher zum Bahnhof fahren.
24:42Kein Problem.
24:44Kommst du schneller nach Falkenthal,
24:46als du wahrscheinlich von mir bist.
24:48Übrigens,
24:49Christa hat auch in Südafrika gelebt,
24:51mit ihrer Tochter.
24:53Ja, ist ein Zufall.
24:55Wo denn?
24:57Am Meer.
24:58In der Nähe von Kapstadt.
25:00Ich habe eine Lodge
25:01im Landesinneren
25:02bei Johannesburg.
25:04Ah ja?
25:06Haben Sie die Garden Route besucht?
25:08Ja, natürlich.
25:09Wundervoll.
25:16Andreas konnte dir nicht sagen,
25:17warum Julia früher gehen musste?
25:19Nein.
25:20Er meinte nur,
25:21er hätte ihr den Nachmittag freigegeben.
25:23Hoffentlich ist nichts passiert.
25:25Mach dir mal keine Sorgen.
25:27Du hast recht.
25:28Ich sollte positiv denken.
25:30Außerdem freue ich mich,
25:31dass du morgen endlich bei Tim einziehst.
25:33Ja, ich freue mich auch sehr.
25:35Das wird super.
25:36Wenn alles klappt.
25:37Was soll denn denn schief gehen?
25:39Ein paar Kisten in die WG zu tragen,
25:41das doch kein Staat sagt.
25:42Der Umzug wird das kleinste Problem.
25:44Wie meinst du das?
25:46Naja, es ist schon was anderes,
25:47wenn man zusammen wohnt
25:48oder sich ab und zu mal trifft.
25:49Ich meine,
25:50ich mag Tim echt gerne,
25:51aber erleiht sich jetzt schon ständig Geld von mir.
25:53Und das kriegst du doch wieder.
25:55Hoffentlich.
25:56Außerdem bedeutet es selber wohnen,
25:57alleine waschen,
25:58alleine putzen,
25:59kochen.
26:00Aber dann, wenn du Bock drauf hast.
26:02Ja, oder Tim Köln.
26:03Jetzt wart es doch erstmal ab.
26:05Ich bin mir sicher,
26:06Tim ist ein super Mitbewohner.
26:07Wenn ich könnte,
26:08würde ich sofort mit ihm zusammenziehen.
26:11Außerdem,
26:12alleine wohnen bedeutet auch immer
26:13sturmfreie Bude.
26:15Das heißt,
26:15du kannst jederzeit
26:16ein Mädchen mit nach Hause bringen.
26:18Damit hatten deine Eltern
26:18noch immer ein Problem.
26:20Bei dir nicht.
26:21Das ist auch was anderes.
26:24Ich meine,
26:24wenn du eine Freundin hast,
26:25mit der du dann auch mal
26:26alleine sein willst.
26:30Und sie sagen,
26:31er hat alle Termine abgesagt?
26:35Hat er ihnen dann auch gesagt,
26:36warum er außer Haus ist?
26:38Hat er nicht?
26:40Ja, das habe ich mir schon gedacht.
26:41Danke, Frau Mertens.
26:44Wahrscheinlich lässt Daniel
26:45sich mal wieder impfen.
26:47Sehr witzig.
26:48Ich weiß,
26:49dass er bei seiner kleinen
26:50Gespielen ist.
26:51Wahrscheinlich muss er sie trösten,
26:53weil ihre Mutter verschwunden ist.
26:55Du hast ihn eben
26:55zu einem richtigen Gentleman erzogen.
26:58Ja,
26:58und das weiß diese kleine
26:59Betrügerin auszunutzen.
27:01Aber jetzt ist Schluss damit.
27:02Was hast du vor?
27:04Willst du Daniel erzählen,
27:05was du über seine kleine Freundin
27:06und ihre Mutter erfahren hast?
27:08Das wäre eine der Möglichkeiten.
27:10Aber ich bin mir nicht so sicher,
27:12ob es auch die effektivste wäre.
27:17Ich kann mich gerne noch länger
27:19mit Ihnen über Südafrika unterhalten.
27:20Aber wir sind leider da.
27:22Ja, schade.
27:24Hat mich gefreut.
27:25Ja, mich auch.
27:26Vielleicht sehen wir uns ja wieder.
27:27Ja, vielleicht.
27:28Wiedersehen.
27:29Wiedersehen.
27:31Soll ich da noch mal vorbeikommen?
27:32Ich glaube nicht.
27:33Sonst melde ich mich bei Ihnen.
27:35Alles klar.
27:37Also dann,
27:38auf zum Bahnhof.
27:39Warte mal.
27:45Du,
27:46ich habe es mir anders überlegt.
27:48Du willst jetzt doch nicht verreisen?
27:50Mhm.
27:52Und warum der plötzliche Sinneswandel?
27:55Das ist doch jetzt nicht
27:56meinetwegen ein schlechtes Gewissen, oder?
27:59Nein, nein, Tobias.
28:01Ich, ähm,
28:03mir ist klar,
28:05mein Verhalten ist nie nachzuvollziehen,
28:06aber
28:07manchmal,
28:09weißt du,
28:11ja,
28:12ich weiß.
28:35Wie ist das den Zettel in den Abfahrtzeiten gesehen?
28:37Ja, aber er konnte gar keinen richtigen Blick draufwerfen,
28:39weil Mama ihn sofort aus der Hand gerissen hat.
28:41Das macht nichts.
28:41Jetzt kommen wir fahren trotzdem zum Bahnhof.
28:43Vielleicht finden wir auch so heraus,
28:44wohin sie abgereist ist.
28:45Wenn sie überhaupt mit dem Zug gefahren ist.
28:49Da kommt Tobias.
28:55Das ist Mama.
28:56Er hat Mama gefunden.
28:59Mama!
29:00Da bist du ja.
29:01Ich hätte mir solche Sorgen gemelcht.
29:03Wo warst du denn?
29:05Ich war schon auf dem Weg zum Bahnhof.
29:07Da kommt Tobias mit Friedrich Grafenberg.
29:09Was?
29:10Ja, keine Angst.
29:11Er hat mich nicht erkannt.
29:12Deswegen bin ich wiedergekommen.
29:14Hallo Daniel.
29:15Hallo Tobias.
29:16Was machen Sie denn hier?
29:18Frau Schilling hat sich Sorgen um ihre Mutter gemacht.
29:20Da habe ich ihr versprochen,
29:21sie nach Hause zu fahren.
29:23Jetzt ist ja alles wieder in Ordnung.
29:25Schön, dass Sie wieder da sind.
29:26Danke, Herr Grafenberg.
29:29Ja,
29:29ich mache mich da mal wieder auf den Weg.
29:43Ich finde ja,
29:44du solltest dich echt mal ein bisschen locker machen.
29:46Wie meinst du das?
29:47Na, wegen Tim und eurer WG.
29:49Mag ja sein,
29:50dass er ein bisschen chaotisch ist.
29:52Ein bisschen?
29:52Das dürfte die Untertreibung des Jahres sein.
29:55Koya,
29:55jetzt sei mal nicht so anstrengend.
29:57Tim ist doch dein Kumpel,
29:58das kriegt ihr schon hin.
29:59Das sehe ich genauso.
30:02So.
30:03Worum geht es denn gerade?
30:04Hat das irgendwas mit den Regeln zu tun,
30:06die du aufstellen wolltest?
30:07Unter anderem?
30:08Mal ganz im Ernst,
30:09wenn du einen Putzplan und so ein Zeug brauchst,
30:11dann machen wir einen.
30:12Es geht nicht darum,
30:13einen zu machen,
30:14sondern sich an ihn zu halten.
30:15Sei mal nicht so spießig, Koya.
30:17Wenn irgendwas dreckig ist,
30:18dann macht es halt einer von euch wieder sauber.
30:20So funktioniert das eben nicht.
30:21Am Ende ist immer einer der Doofe,
30:23der alles aufräumt und sauber macht.
30:24Du bist aber ganz schön unfair, Tim, gegenüber.
30:26Woher willst du denn im Voraus wissen,
30:27dass es so laufen wird?
30:28Das musst du dir erstmal angucken.
30:30Genau.
30:31Außerdem ist es ja auch nicht so,
30:32dass ich noch nie einen Putzlappen
30:33in der Hand gehalten hätte.
30:35Zugegeben,
30:35vielleicht nicht ganz so oft wie du,
30:37aber es kann ja auch nicht jeder
30:38so ein Putzfanatiker sein.
30:48Du hast mir einen ganz schönen Schrecken eingejagt.
30:51Tut mir leid.
30:54Aber als ich Friederik Grafenberg
30:56hier in der Wohnung gesehen habe,
30:57da bin ich einfach durchgedreht.
31:00Ich dachte, jetzt erkennt er mich
31:01und bringt mich mit dem Tod von Hermann in Verbindung.
31:05Ich weiß,
31:06du glaubst,
31:06ich habe mit seinem Tod nichts zu tun.
31:09Was für eine andere Erklärung gibt es,
31:11dass seine Leiche meilenweit entfernt von der Lodge gefunden wurde.
31:14Er kann nicht während des Streits gestorben sein.
31:16Aber ich habe ihn doch am Boden liegen sehen.
31:19Er war völlig leblos.
31:20Wie auch immer, Mama.
31:21Du hättest mich von deiner Abreise informieren sollen.
31:24Das habe ich doch.
31:25Ich habe dir auf die Mailbox gesprochen.
31:27Ja.
31:37Aber wohin du gehst,
31:38hast du nicht drauf gesprochen.
31:40Du wärst doch sowieso nicht nachgekommen.
31:42Das heißt doch nicht,
31:43dass ich mir keine Sorgen um dich mache.
31:45Ach, das klang in unserem letzten Gespräch aber ganz anders.
31:48Du hast mir vorgeworfen,
31:50ich habe dein Leben kaputt gemacht.
31:51Ich war sehr wütend auf dich.
31:53Und dass du es furchtbar fandest,
31:55mit mir andauernd umzuziehen.
31:58Das hast du nicht aus Wut gesagt.
32:01Na, sagen wir mal so.
32:02Es war für mich vielleicht nicht ganz so aufregend
32:05und abenteuerlich, wie du gedacht hast.
32:08Und warum hast du mir das nie früher gesagt?
32:11Das habe ich doch immer wieder versucht.
32:14Aber du hast die Andeutung nie verstanden.
32:16Oder du wolltest sie nicht verstehen.
32:21Es tut mir leid, Julia.
32:26Offensichtlich war ich eine ganz schlechte Mutter.
32:28So habe ich das doch gar nicht gemeint.
32:31Ach, Mama.
32:34Du weißt, dass ich dich sehr, sehr lieb habe.
32:37Aber feststeht,
32:38dass ich etwas ganz grundlegend
32:40in deinem Leben ändern muss.
32:42Du kannst nicht ewig vor deinen Problemen davonrennen.
32:58Guten Abend, Großvater.
33:02Guten Abend.
33:03Du scheinst die Sache mit dem Golfsport
33:05ja richtig ernst zu nehmen.
33:10Wenn ich etwas tue, mein Junge,
33:12dann tue ich es ganz oder gar nicht.
33:16Ist alles in Ordnung mit dir, Großvater?
33:20Um ganz ehrlich zu sein,
33:21nein.
33:24Ich bin ein wenig enttäuscht von dir.
33:28Warum?
33:30Ich habe von deiner Auseinandersetzung
33:31mit Frederik gehört.
33:35Na, wunderbar.
33:36Frederik fällt nichts Besseres ein,
33:37als gleich damit zu dir zu kommen.
33:39Du solltest deinen Ton mal überprüfen.
33:42Es tut mir leid, Großvater,
33:43aber mich ärgert einfach,
33:44dass Frederik und ich es nicht hinbekommen,
33:47darüber wie erwachsene Menschen zu sprechen.
33:49Da gebe ich dir voll und ganz recht.
33:50Aber du bist es doch,
33:53der Frederik als Chef nicht akzeptiert.
33:56Jetzt bin ich schuld.
33:59Großvater, du selbst warst damals strikt dagegen,
34:01die Romantik-Serie auf den Markt zu bringen.
34:03Und jetzt bist du dafür,
34:04weil es Frederiks Idee war?
34:07Was ich über die Romantik-Serie denke,
34:11ist unerheblich.
34:13Frederik hat eine Entscheidung getroffen,
34:15die du akzeptieren musst.
34:16Auch wenn sie in meinen Augen falsch ist?
34:18Auch dann.
34:20Ich dachte, Frederik und ich sind gleichberechtigt.
34:24Ja.
34:24Aber jede Gleichberechtigung
34:28erfordert Kompromisse.
34:30Und ich erwarte von jetzt an,
34:32dass du die auch eingehst.
34:33Haben wir uns verstanden?
34:43Ich hatte dir ja gleich gesagt,
34:44dass es nur eine Erre geben wird,
34:46wenn Frederik sich hier breitmacht.
34:48Es tut mir leid, Mutter,
34:49aber irgendwelche,
34:50ich hab's dir doch gesagt,
34:51Sprüche sind im Moment das Letzte,
34:52was ich will.
34:53Ich weiß, tut mir leid.
34:54Schon gut.
34:55Lass uns einfach nicht darüber sprechen.
34:57Ich bin sowieso schon wie will.
34:58Äh, sag mal,
34:59weißt du eigentlich,
35:00ob es dieser Julia wieder besser geht?
35:03Nein, wieso?
35:05Ich hab heute Nachmittag nur mitbekommen,
35:07dass sie irgendwelche Probleme
35:09mit ihrer Mutter hat.
35:11Was weißt du eigentlich von diesem Mädchen?
35:14Ich weiß nicht, was du meinst.
35:16Ja, ich weiß nicht,
35:17mir ist sie nicht ganz geheuer.
35:19Sie fehlt ständig,
35:20ist krank,
35:21hat Probleme mit ihrer Mutter.
35:23Aber du kannst doch niemandem
35:24den Vorwurf machen,
35:25dass er Probleme hat
35:25oder mal krank wird.
35:27Also ich finde Julia sympathisch.
35:30Wirklich?
35:31Ja.
35:32Im Übrigen finde ich es wünschenswert,
35:34wenn du dich aus den Privatangelegenheiten
35:35unserer Mitarbeiter raushältst.
35:37Das geht uns nichts an, Mutter.
35:43Und ob uns das etwas angeht.
35:56Ich freue mich auch,
35:57wenn es wirklich nachher
35:57im Bootshaus zu sehen.
36:00Ich liebe dich auch.
36:02Tschüss.
36:07Daniel gibt mir so viel Kraft.
36:10Ohne ihn hätte ich den gestrigen Tag
36:11nicht überstanden.
36:13Ich bin so froh,
36:14dass ich mich ihm endlich anvertraut habe.
36:18Ich hoffe nur,
36:19dass sich jetzt auch für Mama
36:20alles wieder zum Guten wendet.
36:27Ich will so gern hier in Falkenteil
36:29glücklich werden.
36:31Guten Morgen.
36:32Guten Morgen, Mama.
36:36Möchtest du auch Kaffee?
36:37Gerne.
36:44Hast du gut geschlafen?
36:48Um ehrlich zu sein,
36:49habe ich überhaupt nicht geschlafen.
36:52Ich habe die ganze Nacht
36:53über unsere Gespräche nachgedacht.
36:55Ach, Mama.
36:57Nein, nein, Julia.
36:58Ist schon gut.
37:00Ich habe endlich begriffen,
37:01was ich dir eigentlich zugemutet habe.
37:04Für mich war es immer selbstverständlich,
37:06dass du alles mitmachst.
37:07Aber damit ist jetzt Schluss.
37:10Julia,
37:12es wird bestimmt nicht einfach für mich,
37:13aber
37:14ich werde alles versuchen,
37:15um mich zu ändern.
37:27Schöne Anzug, Mutter.
37:28Steht hier hervorragend.
37:30Du siehst fast so aus,
37:31als wolltest du jemandem was andrehen.
37:33Nein,
37:34ich habe nur beschlossen,
37:35mich um das lästige Problem
37:36Julia Schilling zu kümmern.
37:38Also hast du Daniel nicht erzählt,
37:39was du über sie und ihre Mutter erfahren hast?
37:41Das hatte ich auch gestern Abend vor,
37:43aber dann ist mir
37:44eine weitaus bessere Idee eingefallen.
37:47Ich werde dieser kleinen Betrügerin
37:49einfach geben,
37:50was sie sich am meisten wünscht.
37:52Weißt du,
37:53es gibt Probleme,
37:54die lassen sich ganz einfach lösen.
37:58Sozusagen mit einem Federstrich.
38:10Ich will heute
38:11die Stellenanzeigen durchgehen.
38:14Du meinst,
38:14das ist ja richtig ernst.
38:20Erwartest du jemanden?
38:21Nein,
38:22es kann eigentlich nur Tobias oder Lilly sein.
38:27Guten Morgen,
38:28ich hoffe,
38:28ich störe nicht.
38:29Ich wollte zu Julia Schilling.
38:31Die wohnt doch hier?
38:32Ja.
38:34Entschuldige,
38:35ich habe mich ja noch gar nicht vorgestellt.
38:37Annabelle Gravenberg.
38:40Christa Schilling.
38:42Ach,
38:42dann sind Sie also
38:43Julias Mutter.
38:44Offenbar geht es Ihnen
38:45ja schon wieder besser.
38:47Ihre Tochter war gestern
38:48sehr in Sorge um Sie.
38:53Ah,
38:53Frau Schilling.
38:54Guten Morgen.
38:56Frau Gravenberg?
38:58Sie wundern sich sicher,
39:00dass ich hier vorbeikomme,
39:02aber ich hätte Sie gerne
39:03persönlich gesprochen.
39:05Wenn es geht,
39:06unter vier Augen.
39:09Naja,
39:10ich bin dann bei
39:11Tobias drüben.
39:15nett haben Sie es hier.
39:18Schlicht und einfach.
39:19Das passt zu Ihnen.
39:21Ich möchte nicht unhöflich sein,
39:22Frau Gravenberg,
39:23aber ich müsste bald zur Arbeit.
39:24Natürlich.
39:26Was ich Ihnen zu sagen habe,
39:27wird auch nicht lange dauern.
39:50Ich weiß von Ihrer kleinen Affäre
39:52mit meinem Sohn.
39:55und das gefällt mir
39:56ganz und gar nicht.
39:57Das zwischen Daniel und mir
39:58ist viel mehr
39:59als eine Affäre.
40:01Sie neigen dazu,
40:02sich selbst zu überschätzen.
40:05Erst bewerben Sie sich
40:06bei mir als Designerin,
40:09dabei sind Sie selbst
40:10als Catering-Aushilfe
40:11nur drittklassig.
40:13Und nun bilden Sie sich ein,
40:16dass mein Sohn
40:17mehr für Sie übrig hat.
40:20Dabei sind Sie nur
40:21ein kleines Betthäschen
40:22für ihn.
40:23Wenn Sie gekommen sind,
40:24mich zu beleidigen,
40:25dann möchte ich Sie bitten,
40:26jetzt zu gehen.
40:27Sie wollen mich rausschmeißen.
40:29Dabei möchte ich Ihnen
40:30ein sehr großzügiges Angebot machen.
40:36Wovon sprechen Sie?
40:37Ich weiß von den Problemen
40:39Ihrer Mutter.
40:40Und was sollten das
40:40für Probleme sein?
40:42Nun, sagen wir mal so.
40:44Ich würde Ihrer Mutter
40:45keinen Gefallen tun,
40:46wenn ich Sie in ein Spielcasino
40:47einladen würde.
40:49Vorausgesetzt,
40:50man lässt Sie überhaupt rein.
40:51Sie wissen,
40:52was ich meine.
40:54Was ist mit Ihnen?
40:55Hat Sie Ihnen
40:55die Sprache verschlagen?
40:57Na, wie auch immer.
40:58Kommen wir zum Geschäft.
40:59Ich möchte,
41:00dass Sie aus dem Leben
41:01meines Sohnes verschwinden.
41:03Und zwar für immer.
41:06Natürlich müssen Sie
41:06das nicht umsonst machen.
41:13Sollten Sie mir weiter
41:14in die Quere kommen,
41:15dann werden Sie
41:16den Tag verfluchen,
41:17an dem Sie Daniel
41:18begegnet sind.
41:19Ich lasse es nicht zu,
41:20dass du Julia
41:20jemals wieder
41:21so nahe kommst.
41:22Sonst wirst du es bereuen.
41:24Julia Schilling
41:25ist Geschichte.
41:26Er wird erst mal
41:26Liebeskummer haben
41:27und sie vermissen.
41:28Aber dann
41:29wird er auch begreifen,
41:30dass er hier eine Aufgabe hat.
41:32Du führst einfach
41:33ein völlig anderes Leben
41:34als ich.
41:34Und ich weiß nicht,
41:36wie wir das
41:36hinkriegen sollen.
41:37sie auf den Ort
41:39und sie schütz
41:40Und ich weiß nur,
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