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  • vor 4 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Sie passt einfach nicht zu dir.
00:02Sie mag ja ein netter Mensch sein, aber sie kann dir einfach nicht helfen, deine Ziele zu erreichen.
00:06Sie ist einfach keine von uns.
00:07Du lässt Julia in Zukunft in Ruhe.
00:10Das ist keine Bitte.
00:13Wovor hast du denn so große Angst?
00:17Ich habe Angst davor, dass ich dich verliere.
00:21Und ich habe genauso Angst davor, dass wir zusammenbleiben und dann unglücklich werden.
00:27Jetzt ist Schluss.
00:28Schluss. Endgültig.
00:30Jetzt ist Schluss mit diesen Zweifeln, ob unsere Liebe funktioniert.
00:34Wir lieben uns und wir würden es bitter bereuen, wenn wir unsere Liebe einfach wegwerfen würden.
00:40Ich habe mich noch nie so zu Hause gefühlt wie bei dir.
00:45Lass uns alles hier vergessen.
00:48Geh weg mit mir.
00:50Irgendwohin, wo wir beide ganz von vorne anfangen können.
01:02Eondert
01:04What you looking for
01:08No one has the answer
01:10They just want more
01:15Hey
01:16Who's gonna make it right
01:22This could be the first day of my life
01:49Ich finde überall einen Aushilfsjob, aber du?
01:53Ich habe zwei gesunde Hände, ich kann ein Auto führen und mein Studium war auch nicht umsonst.
01:59Wir könnten irgendwo ein Zimmer nehmen.
02:02Für eine kleine Wohnung wird es schon reichen.
02:05Irgendwo, wo wir im Sommer in der Sonne liegen und in einem warmen, klaren See baden können.
02:09Und im Winter über den Seeschlittern und im nächsten Ort Brot und Milch kaufen können.
02:14Und uns in einem molligen Karrenofen wärmen.
02:17An dem wir jeden Tag zusammen sein können.
02:32Daniel, das war das schönste Angebot, das mir je jemand gemacht hat.
02:36Und es ist das beste und einzig richtige, was wir tun können.
02:39Warte, ich musste schon oft neu anfangen.
02:43Ich weiß, wie kompliziert das ist, aber du?
02:46Könntest du tatsächlich alles zurücklassen, was du kennst?
02:49Deine Familie, die Firma, alle Freunde und Bekannten, den Ort hier?
02:56Das wird vielleicht schwierig am Anfang.
03:01Aber wir können überall neu anfangen.
03:03Und mit dir schaffe ich alles.
03:18Ich muss los.
03:20Bis nachher.
03:22Überleg dir schon mal, wo wir als erstes hinfahren.
03:24Wir können auf verschiedene Orte ausprobieren.
03:27Genau, und wir bleiben einfach da, wo es uns am besten gefällt.
03:30Und weit weg von meiner Mutter, die dir Geld angeboten hat, dafür, dass du die von mir trennst.
03:52Guten Morgen, Mutter.
03:55Patrizia.
04:01Hast du gut geschlafen?
04:03Danke.
04:08Lass mich raten.
04:11Daniel hat dir die Laune verdorben, weil er sich lieber um seine kleine Kellnerin als ums Geschäft kümmert.
04:18So ernst ist es.
04:19Diese kleine Kellnerin entwickelt sich zu einem echten Problem.
04:24Nein, ich bin sie noch nicht losgeworden.
04:27Sie hält Daniel gegen mich auf.
04:30Mein Brüderchen zeigt Haltung.
04:32Ich kann das nicht komisch finden.
04:34Ich werde nicht tatenlos zusehen, wie meine Arbeit zunichte gemacht wird.
04:39Willst du Julia teeren und federn oder lieber gleich auf dem Schalterhaufen verbrennen lassen?
04:44Ich muss wieder an Daniel rankommen.
04:46Das wird doch nicht so schwer sein.
04:48Das habe ich auch erst gedacht.
04:52Ich muss ihm wohl klar machen, wer seine Mutter ist.
04:59Also, Zuckerbrot statt Peitsche.
05:05Guten Morgen, Tobias.
05:07Christa, ja, guten Morgen.
05:09Ich hoffe, du hast nichts dagegen, dass ich hier einfach reingegangen bin.
05:11Aber ich dachte, ich mache uns mal ein schönes Frühstück.
05:15Und wie komme ich zu der Ehe?
05:17Na, ich wollte mich revanchieren.
05:21Ich habe dir doch in letzter Zeit ein bisschen Ärger gemacht.
05:29Du meinst deinen Ausflug.
05:31Ach, das ist halb so wild.
05:33Ich glaube, Julia hatte eher viel mehr Stress damit,
05:35dass du ohne Vorankündigung und ohne jemandem Bescheid zu sagen abreisen wolltest.
05:40Bei Julia habe ich mich schon entschuldigt.
05:43Sehr weit bist du ohnehin nicht gekommen.
05:46Ja, das stimmt.
05:47Weil ihr mich eingesammelt habt.
05:50Du und dieser Friederik Grafenberg.
05:52Zum Glück.
05:54Na, wer weiß, wo du sonst gelandet wärst.
05:56Ja, es war wirklich dumm von mir.
05:59Und wie ich sonst an frische Frühstücksbrötchen gekommen werde.
06:03Sag mal, haben wir eigentlich noch Butter?
06:04Entschuldigung, habe ich vergessen.
06:18Danke.
06:20Jedenfalls weiß ich jetzt, wie sinnlos das weglaufen ist.
06:25Na, wunderbar.
06:26Jeder Vogel sollte schließlich irgendwann ein Nest bauen.
06:32Ich glaube, Falkenthal kann so ein Ort zum Nest bauen für uns werden.
06:42Ich komme mir nur manchmal so überflüssig vor.
06:45Aber das bist du doch überhaupt nicht.
06:47Du kannst's.
06:55Dir zum Beispiel einen Kaffee eingießen.
06:58Nein.
07:05Bitte sehr.
07:17Daniel ist wirklich bereit, alles hinter sich zu lassen, um mit mir ein neues Leben zu beginnen.
07:22Und ich habe daran gezweifelt, dass wir zusammengehören.
07:26Nur weil seine Mutter versucht hat, uns auseinanderzubringen.
07:29Aber Daniel ist nicht wie seine Mutter.
07:31Er liebt mich.
07:33Und ich kann mir nichts Schöneres vorstellen, als mit ihm einen Ort zu finden, an dem wir unsere Liebe nicht
07:38verstecken müssen.
07:39An dem wir einfach zusammen glücklich werden können.
07:48Warum hast du mir nicht gesagt, was Mutter im Schilde führt?
07:50Guten Morgen, Daniel. Danke.
07:52Es geht mir gut.
07:53Schön, dass du deiner Schwester beim Frühstück Gesellschaft leisten willst.
07:55Ich habe schon gegessen.
07:56Und ich weiß nur, dass Mutters Aktion gegen deine neue Flamme nicht gerade erfolgreich war.
08:01Was hat sie denn versucht?
08:03Willst du mir doch nicht erzählen, dass sie dich nicht eingeweiht hat.
08:05Ich schwöre dir, ich habe keine Ahnung.
08:08Zumindest nicht, was sie konkret vorhatte.
08:11Was hat sie denn nun gemacht?
08:13Sie hat Julia einen Scheck angeboten.
08:17Das hat sie also gemeint.
08:19Sie hat gesagt, jede Frau hat ihren Preis und...
08:23Julia war sehr erschwinglich.
08:25Sie hat den Scheck genommen.
08:27Ob du es glaubst oder nicht, es gibt tatsächlich Menschen, die sich nicht kaufen lassen.
08:32Du meinst, sie nimmt das Geld nicht an?
08:34Mutiger als ich dachte, deine Kleine.
08:38Es gibt also doch noch Frauen, die meinen Bruder beeindrucken können.
08:41Hätte ich auch nicht gedacht.
08:44Was ist los mit dir, Daniel?
08:46Du wirkst so...
08:46So männlich.
08:49Das kann doch nicht nur von deinem kleinen Flirt kommen.
08:51Julia ist kein Flirt.
08:52Okay.
08:54Trotzdem, irgendwas ist doch los, oder?
08:57Was hast du vor?
08:59So entschlossen habe ich dich das letzte Mal gesehen, als du Vater erklärt hast, dass
09:03du lieber sofort studieren willst, anstatt ein Jahr lang durch die Welt zu reisen.
09:06So wie er es dir angeboten hatte.
09:08Es wäre verlorene Zeit gewesen.
09:09Komm.
09:11Jetzt lenkt man dich ab.
09:12Was hast du vor?
09:15Also gut.
09:16Früher oder später hättest du es eh erfahren.
09:18Julia und ich werden...
09:20Daniel, schön, dass ich dich hier treffe.
09:22Ich habe dich schon überall gesucht.
09:23Wir müssen...
09:24Wir müssen überhaupt nichts.
09:25Ich muss gehen.
09:26Wir müssen unbedingt reden.
09:29Nach einem Friedensangebot sei das eben nicht gerade aus.
09:33Das wird dieser kleinen Aushilfe.
09:37Wir werden das klären.
09:39Ganz sicher.
09:42Was ist denn los mit dir?
09:43Hat dich der Männerabend gestern so geschlaucht?
09:45Welcher Männerabend?
09:47Na, erster Abend in der WG, wo du unbedingt mit Tim alleine sein wolltest.
09:51Ach so, der.
09:51Der war ganz okay.
09:53Ganz okay?
09:54Und was habt ihr gemacht?
09:55Ja, das, was man halt so macht.
09:57Bier getrunken, ein bisschen gequatscht, das Regal verschoben.
10:01Und worüber gequatscht?
10:02Über alles Mögliche.
10:03Wieso willst du das so genau wissen?
10:05Ach, ne so.
10:07Weißt du, habe ich dir erzählt, dass Christa wieder da ist?
10:10Ne, war die denn weg?
10:11Ja, aber nur kurz, weil Papa sie dann an der Straße aufgelesen und wieder zurückgebracht hat.
10:16Aber weißt du, was komisch war?
10:18Papa war jetzt unheimlich freundlich zu Christa.
10:21Die haben sich richtig gut verstanden.
10:22Warum sollten sie sich nicht gut verstehen?
10:25Ja, stimmt schon.
10:26Die kennen sich von früher.
10:27Aber immerhin wollte Christa einfach so abhauen.
10:31Manchmal denke ich darüber nach, wie es wäre, wenn sie damals zusammengeblieben wären.
10:35Oder wenn sie jetzt wieder zusammenkommen würden.
10:37Ich weiß gar nicht, ob ich das so richtig gut finden würde.
10:41Christa wäre doch meine Stiefmutter.
10:42Und Julia deine Halbschwester.
10:45Stimmt.
10:47Kann doch passieren, oder?
10:49Mhm.
10:51Was denn, würdest du es so schlimm finden?
10:53Oh, mein Zahn.
10:54Du hast Zahnschmerzen?
10:56Mhm.
10:57Schlimm?
10:58Mhm.
11:00Wie wär's denn mit dem Zahnarzt?
11:01Ich habe nächste Woche einen Termin.
11:03Aber ist ein Notfall.
11:04Es geht schon wieder.
11:06Komm, sonst kommen wir zu spät.
11:21Hallo.
11:23Hallo, Julia.
11:24Ich dachte, du wärst zur Arbeit.
11:26Ja, ich habe mein Handy vergessen.
11:31Julia.
11:31Julia, du bist ja schon wieder so früh aufgestanden.
11:35Manchmal mache ich mir richtig Sorgen, weil du so wenig schläfst.
11:39Mama, ich schlafe schon genug.
11:42Und jetzt bist du schon wieder so gehetzt.
11:46Oder ist das noch wegen gestern?
11:48Weil diese Frau Gravenberg hier war.
11:51Was wollte sie eigentlich von dir?
11:54Nichts.
11:55Und deswegen kommt sie extra hierher.
11:58Mama, ich fand's toll, dass du mir gestern einen Zettel hingelegt hast, wo du bist.
12:04Okay, okay, verstehe.
12:06Du willst nicht drüber reden.
12:09Aber es ist doch nur, weil ich mehr Sorgen um dich mache, Julia.
12:13Du bist zu sensibel.
12:17Weißt du, wo ich das Rezept für den Selterkuchen gelassen habe?
12:24Was willst du denn jetzt damit?
12:26Ich will Tobias und seiner Familie einen kleinen Kuchen backen.
12:29Als Dankeschön.
12:30Und überhaupt.
12:31Und jetzt finde ich das Rezept nicht.
12:34Kriegst du das noch zusammen?
12:36Also, das ist so lange her.
12:39So schwierig kann's doch nicht sein.
12:43Aber Kuchen backen muss ja auch vielleicht nicht sein.
12:48Julia, ich hab mir noch was überlegt.
12:52Ich bin doch bisher immer ganz gerne unterwegs gewesen.
12:55Also meistens jedenfalls.
12:56Und da frage ich mich, könntest du dir vorstellen...
13:01Was kann ich mir vorstellen?
13:03Also, ich war doch heute Morgen schon bei Tobias.
13:06Und da hab ich gesehen, wie sehr er hier verwurzelt ist.
13:10Also, wenn der hier weg müsste, der würde glatt eingehen.
13:13Dabei kommt er überhaupt nicht aus Falkenthal.
13:17Worauf willst du hinaus?
13:19Also, ich dachte...
13:23Könntest du dir vorstellen, dass wir hier bleiben?
13:26Also, ich meine nicht hier in der Ferienwohnung, sondern hier in Falkenthal.
13:30Mir hat's von Anfang an hier gefallen.
13:32Und jetzt, wo Friedrich Grafenberg mich noch nicht einmal erkannt hat,
13:36auch nicht als wir zusammen im Auto saßen,
13:39da gibt es doch eigentlich überhaupt keinen Grund mehr, dass wir weggehen.
13:43Na?
13:44Was sagst du dazu?
13:46Mama, ich muss los.
13:50Tschüss.
13:54Aber...
13:57Ich hab doch gedacht, du freust dich darüber.
14:01Ihr Vater hat es bestimmt gut gemeint.
14:04Das ändert nichts am Ergebnis.
14:06Er hat's mit seiner polterigen Art nur noch schlimmer gemacht.
14:08Die Situation ist für Daniel wirklich schwierig genug.
14:13Da fällt ihm nichts Besseres ein, als sich einzumischen
14:16und von Daniel zu verlangen, dass er sich mir auch noch unterzuordnen hat.
14:20Wie ein Elefant im Porzellanladen.
14:23Mir selbst schuld.
14:25Ich hätte Daniel gegenüber nicht den Chef so raushängen lassen sollen.
14:28Das hat ihn wirklich verletzt.
14:30Na, so wie ich den Jungen kenne, beruhigt er sich auch bald wieder.
14:34Wo ist er eigentlich? Ich wollte mit ihm reden.
14:36Der ist bestimmt in der Firma. Ich hab ihn heute noch nicht gesehen.
14:39Oder er geht mir aus dem Weg?
14:41Hm.
14:44Ich finde es übrigens gut, Friedrich, wie Sie sich in das Geschäft reinknien.
14:49Aber bleibt denn da überhaupt noch Zeit für die Lodge in Südafrika?
14:54Eigentlich nicht. Aber ich habe ein gutes Team da unten.
14:57Die machen das eine Weile alleine ohne mich.
14:59Zumindest so lange, bis es mit der Erweiterung richtig losgeht.
15:02Ach, Sie wollen erweitern?
15:03Ja. Die Situation ist richtig gut.
15:05Es stehen mehrere angrenzende Grundstücke zum Verkauf,
15:08die noch finanzierbar sind im Moment.
15:10Und darauf möchte ich eine zweite exklusive Lodge errichten.
15:13Und woran hängt's im Moment?
15:15Am nötigen Kleingeld.
15:17Mir fehlt noch eine verbindliche Zusage eines der Geldgeber.
15:20Aber wie sie aussehen soll, die neue Lodge, das weiß ich ganz genau.
15:22Das kann ich mir vorstellen.
15:24Beim Bau des zweiten Hauses vermeidet man die Fehler des ersten.
15:32Guten Morgen, Friedrich.
15:34Guten Morgen, Vater.
15:35Eva, ist noch ein Kaffee da?
15:38Ich muss los. Wir sehen uns.
15:45Der Junge war wirklich auf dem Sprung.
15:49Ich fürchte, inzwischen habe ich es mit beiden verdorben.
15:52Mit Daniel und Friedrich.
15:54Seien Sie nicht immer so ungeduldig.
16:00Ich soll mich aus allem raushalten.
16:04Geben Sie beiden eine Chance,
16:06allein miteinander klarzukommen.
16:08Und erst, wenn das überhaupt nicht funktioniert,
16:12dann kommen Sie mit Ihrem Ratschlägen.
16:15Statt alles sofort klären zu wollen und damit einiges zu zertrampeln.
16:20Wie ein Elefant im Porzellanladen.
16:22Ja, wie ein Elefant im Porzellanladen.
16:26Ich will mich bemühen.
16:35Und der nächste Zahnarzt, 50 Kilometer weit entfernt.
16:39Und wir ohne Auto.
16:40Ach, sehr geil.
16:41Lass sie doch. Und dann?
16:43Na ja, wir waren erst zwei Tage später beim Zahnarzt.
16:46Die mussten den ganzen Kiefer aufschneiden.
16:48Ohne Betäubung.
16:49Weil die hätte er sowieso nicht mehr genutzt,
16:50wegen der Entzündung.
16:51Nein.
16:52Ja.
16:53Sag dir.
16:55Na nun, was ist denn hier los?
16:57Kolja hat ziemliche Zahnschmerzen.
16:59Eine vereiderte Wurzel.
17:00Wenn die nicht schnell sind.
17:01Silke.
17:01Ich meine ja nur.
17:03Sagen Sie, ist Schimmelfennig da?
17:05Oder irgendein anderer Fahrer,
17:06der Kolja zum Zahnarzt fahren könnte?
17:08Nee, die sind alle unterwegs.
17:11Dann rufen Sie doch mal bitte.
17:13Ach was.
17:14Komm, ich fahr dich.
17:15Aber Ihre Mutter wartet auf Sie in Ihrem Beruf.
17:18Ich habe mit meiner Mutter keinen Termin vereinbart.
17:20Und um elf wollten Sie in der Firmerei sein,
17:23wegen der neuen Serie.
17:24Das kann ich auch heute Nachmittag machen.
17:26Bitte sagen Sie allen Bescheid.
17:27Komm.
17:34Dann möchte man am liebsten ihn da selbst zahnschmerzen kriegen.
17:37Ja.
17:38Er kümmert sich um jeden so röhrend.
17:40So ein wirklicher Chef.
17:47Es stimmt.
17:49Daniel ist wirklich für alle hier da.
17:51Ohne groß zu fragen, ohne zu zögern, hilft er, wo er kann.
17:56Deshalb mögen ihn auch alle so gern.
18:00Er wird wirklich gebraucht.
18:04Vielleicht ist er sogar unentbehrlich.
18:09Ich werde es heute auch im Genitz schaffen,
18:11bei dir vorbeizuschauen, Nico.
18:13Wie sieht es aus?
18:14Kommst du voran?
18:14Läuft gut, ja.
18:15Ich habe gerade den Vergaser auseinandergenommen.
18:17Sieht gar nicht übel aus.
18:19Gibt aber auch schlechte Nachrichten.
18:20Nur zu.
18:21Ich bin gerade hart im Nehmen.
18:22Ich kriege die Zylinderkopfdichtung nicht so schnell ran.
18:25Der Typ, der dem Internet anbietet, ist 14 Tage nicht da.
18:28Kein Problem.
18:29Auf ein paar Tage mehr oder weniger kommt es nicht an.
18:32Willst du dir die Lichtmaschine noch mal ansehen,
18:33bevor ich sie auseinandernehme?
18:35Ich werde es nicht schaffen.
18:36Ich habe keine Zeit.
18:37Aber ich habe außerdem absolutes Vertrauen zu dir.
18:40Wenn du was brauchst, ruf mich an, Nico.
18:42Danke, Herr. Bis bald.
18:43Bis dann.
18:45Was hast du denn neuerdings für Narren an Nico gefressen?
18:48Ist das ein Problem für dich?
18:50Wieso sollte es das sein?
18:51Ich finde, dass Nico ein ziemlich kluger und netter junger Mann ist,
18:55der eine Aufgabe braucht.
18:57Und jemanden, der ihn ernst nimmt.
19:00Und das willst du sein?
19:01Warum nicht?
19:02Dass er nebenbei mein altes Motorrad noch in Gang bringen will,
19:05ist ein willkommenes Geschenk.
19:06Aber keine Sorge, ich nehme ihn dir nicht weg.
19:14Willst du was ausgerechnet in der Küche machen?
19:17Im Schuppen ist es dafür zu dreckig.
19:18Und wenn mir da eins von den kleinen Teilen runterfällt,
19:20finde ich es nie wieder.
19:24Sag mal, was ist es eigentlich in letzter Zeit
19:27mit Frederik Gravenberg und dir?
19:30Was soll es sein?
19:30Wir sind befreundet.
19:33Du und der neue Chef von Falkenthal Porzellan?
19:36Was stört dich daran?
19:40Nichts, außer,
19:43dass ich den Eindruck habe,
19:44dass der dich ein wenig ausnutzt.
19:47Ich meine, wie viel Zeit du in letzter Zeit
19:48in sein altes Motorrad investiert hast?
19:50Was soll das?
19:51Da habe ich endlich jemanden,
19:52mit dem ich mich nicht mal gut verstehe
19:53und du musst es sofort eismalig machen.
19:56Ist doch meine Sache,
19:57womit ich meine Zeit vertreibe, oder?
19:59Ah.
20:06Wenn ich an Annabelle Gravenberg denke,
20:07weiß ich, dass es richtig ist,
20:08mit Daniel wegzugehen.
20:11Sie wird mich niemals akzeptieren.
20:14Aber ist es auch das Richtige für Daniel?
20:18Darf ich zulassen,
20:19dass er sein ganzes Leben für mich aufgibt?
20:21Er wird seine Arbeit und die Menschen hier sicher vermissen.
20:25Ich will nicht,
20:25dass er seine Entscheidung später bereut.
20:27So, das wäre erledigt.
20:29Er hat erst mal zu tun.
20:30Ähm, ist Daniel inzwischen aufgetaucht?
20:32Oh, Mann.
20:34Die hat schon wieder nach ihm gefragt.
20:35Muss wohl irgendwie was Dringendes sein.
20:38Es scheint manchmal,
20:39als würde sie ihn richtig bewachen.
20:41Dabei, dabei ist er ja doch wirklich
20:43mit der Firma verheiratet.
20:45Naja.
20:47Vielleicht muss erst mal die Richtige kommen.
20:49Die ihn aufweckt.
20:56Mir macht das wirklich nichts aus.
20:59Ich komme mir sonst so überflüssig vor,
21:01wenn ich den ganzen Tag nur rumsitze.
21:03Ich möchte nicht,
21:04dass du dich irgendwie verpflichtet fühlst
21:06oder gar als Putzteufel siehst.
21:09Eigentlich
21:11wollte ich auch noch einen kleinen Kuchen backen.
21:13Du wolltest backen?
21:15Christa.
21:15Na klar, dann bin ich auch noch eure Bäckerin.
21:19Aber mir ist das Rezept abhanden gekommen.
21:22Wer weiß, wofür das kann.
21:23Mir hat das sie einfach auf den Hof geworfen.
21:25Nico.
21:27Das lag auf dem Tisch
21:28und da dachte ich,
21:30das ist ein Teil eines 40 Jahre alten Motorradvergasers.
21:33Ich habe Stunden gebraucht,
21:34die sauber zu kriegen und zu sortieren.
21:35Nico, ich habe es dir vorhin schon gesagt,
21:37das Zeug gehört nicht in die Küche.
21:38Tut mir leid, das wusste ich nicht.
21:40Das kann ich jetzt nochmal machen.
21:41Nico,
21:42vorher solltest du allerdings noch
21:43deinen Anteil an der Hausarbeit erledigen.
21:45Wir hatten eine ganz klare Vereinbarung.
21:46Was soll das denn jetzt?
21:48Nico, deine Schwester und du,
21:49ihr haltet euch schon seit Längerem
21:50nicht mehr an ganz bestimmte Abmachungen.
21:52Also sei lieber froh,
21:53wenn Christa einen Teil der Arbeit schon erledigt hat.
21:56Wenn ich mich recht erinnere,
21:57hattest du diese Woche die Wäsche zu machen.
22:00Mach ich später,
22:01dann habe ich keine Zeit.
22:02Es könnte allerdings sein,
22:03dass du bald nichts Sauberes mehr zum Anziehen hast.
22:07Sieht so aus,
22:08als ob dein Sohn nicht viel von meiner Hilfe hält.
22:11Das hatte eben überhaupt nichts mit dir zu tun.
22:13Ich bin jedenfalls froh,
22:14dass du die Küche gemacht hast.
22:16Das wäre nämlich diese Woche
22:18meine Aufgabe gewesen.
22:20Ich liebe dich.
22:23Was ist mit Keul, ja?
22:25Halb so schlimm.
22:27Eine Wurzel ist vereitert.
22:29Und die haben eine Schmerzbehandlung gemacht
22:31und ihn für heute krank geschrieben.
22:33Morgen kann er aber wieder zur Arbeit kommen.
22:35Allerdings wird ihm eine längere Sitzung
22:37beim Zahnarzt in nächster Zeit
22:38nicht erspart bleiben.
22:39Hat er denn noch große Schmerzen?
22:41Nein, ich glaube, es ist nicht so schlimm.
22:44Und wenn, dann trägt er sich wie ein Mann.
22:46Genau.
22:47Er wimmert beim kleinsten Ziehen
22:49und lässt sich an uns nichts anmerken.
22:54Was ist denn?
22:58Ich habe uns was mitgebracht.
23:04Australien.
23:09Australien.
23:11Chile.
23:12Was sollen wir denn damit?
23:14Das soll uns dabei helfen,
23:15zu entscheiden, wohin wir gehen werden.
23:19Daniel.
23:23Hast du es dir anders überlegt?
23:25Nein.
23:28Aber ich möchte, dass wir hier alles regeln,
23:30bevor wir gehen.
23:34Genauso machen wir es.
23:36Versprochen.
23:38Ja, ja, ich komme gleich.
23:41Frau Schilling, bitte bringen Sie mir noch ein Kaffee
23:43nachher ins Büro, ja?
23:44Gern, Herr Gravenberg.
23:53War das eben Herr Gravenberg?
23:55Ist er mit Kolja wieder zurück?
23:57Mhm.
23:59Er gönnt sich einfach keine Auszeit.
24:02Ich sag's ja.
24:03Mit der Firma verheiratet.
24:15Daniel, bitte warte.
24:18Ich muss mit dir reden.
24:19Ich wüsste nicht, dass wir zu bereden haben.
24:21Doch, das weißt du.
24:24Nein.
24:26Mutter, solange du Julia Schilling
24:27nicht als meine Partnerin,
24:29als die Frau, die ich liebe, akzeptierst,
24:31haben wir nichts zu besprechen.
24:32Ich wusste nicht, dass es so ernst ist mit euch beiden.
24:35Das musst du mir glauben.
24:37Sonst wäre ich doch nie auf die Idee gekommen,
24:39dass ihr...
24:40Würde es dich sehr wundern,
24:43wenn ich dir das nicht abnehme, Mutter?
24:45Und selbst wenn,
24:46wie konntest du ihr Geld anbieten?
24:48Ja, ich bin da wahrscheinlich
24:50etwas übers Ziel hinausgeschossen.
24:56Das ist sehr beschönigend formuliert.
24:58Aber doch nur, weil ich mir Sorgen um dich mache.
25:02Was ich über deine Freundin gehört habe,
25:04ist nicht gerade vertrauenerweckend.
25:08Ihre spielsüchtige Mutter,
25:10ihr unsteter Lebenswandel.
25:15Natürlich bereue ich es mittlerweile,
25:17dass ich mich habe hinreißen lassen.
25:19Das glaube ich dir nicht.
25:21Bitte, Daniel,
25:22du musst mir eine Chance geben.
25:24Es tut mir aufrichtig leid.
25:26Ich schwöre dir,
25:27ich habe daraus gelernt.
25:30Bitte lass uns doch noch mal
25:32ganz von vorne anfangen.
25:33Du, deine Freundin und ich.
25:35Ich wüsste nicht,
25:36wie das gehen sollte.
25:37Wieso?
25:38Es funktioniert doch
25:39in Millionen anderer Familien auch.
25:42Bring sie doch einfach noch mal mit nach Hause.
25:45Wie bitte?
25:47Ja, lad sie zu uns ein,
25:49damit wir uns besser kennenlernen können.
25:51Das ist nicht dein Ernst, oder?
25:53Wieso nicht?
25:56Weil...
25:58Na schön, warum nicht?
26:02Ich...
26:03Julia und ich
26:04weck drüber nach.
26:06Danke.
26:10Der Kassierer auf dem Großmarkt
26:12hat mal wieder kein Ende gefunden.
26:15Dafür habe ich aber das ganze Obst
26:16zum halben Preis bekommen.
26:18Das sieht gut aus.
26:19Ja, ich glaube, der mag nicht.
26:21Was hältst du davon,
26:22wenn wir einen Obstsalat anbieten?
26:24Ja.
26:26Was ist das denn?
26:27Das?
26:28Die neue Romantik-Serie der Firma.
26:31Sollst du eigentlich kennen.
26:33Friedrich Grafenberg
26:34wollte Daniel seinen Kaffee drin servieren.
26:36Aber dann fand er es selber albern.
26:39Der Chef serviert
26:40seinem Neffen einen Kaffee.
26:43Na ja, komm,
26:44ist mir mal fünf Minuten weg,
26:45dann werden alle wunderlich.
26:47Du weißt doch,
26:48dass die beiden zerstritten sind
26:49eben wegen dieser Romantik-Serie.
26:51Ja, hab schon gehört.
26:52Friedrich hat den Chef rausgeklärt
26:54und wollte die Romantik-Serie
26:56auf der Porzellanmesse präsentieren.
26:58Gegen den Willen von Daniel.
26:59Aber das sieht doch ganz
27:00nach Friedensverhandlungen aus.
27:02Das sieht danach aus, ja.
27:04Aber?
27:06Könnte sein,
27:07dass der nächste Krieg
27:08schon am Ganger ist.
27:10Annabelle Grafenberg
27:11weiß Bescheid
27:12über Daniel und mich.
27:15Ach, du Schande.
27:19Und jetzt?
27:22Ich stehe.
27:24Die Grabenkämpfe
27:25haben schon begonnen.
27:28Ja?
27:30Tafé?
27:34Ich dachte,
27:35du brauchst erst mal
27:35eine ordentliche Tasse Kaffee.
27:39Milch?
27:40Zucker?
27:41Schwarz, bitte.
27:43Wie meine Seele?
27:48Danke, Friedrich.
27:49Keine Ursache.
27:52Daniel, ich...
27:54Ich habe gerade
27:55deine Mutter draußen
27:56auf dem Flur gesehen.
27:56Was wollte sie denn von dir?
28:00Wir haben einige Differenzen.
28:03Privat oder hat es
28:03mit der Firma zu tun?
28:05Hat hier nicht irgendwie
28:06alles mit der Firma zu tun?
28:08Bestimmt auch wieder.
28:10Eher privat.
28:13Es tut mir leid.
28:17Du zuerst?
28:18Du bist der Ältere.
28:19Okay.
28:20Daniel, ich...
28:21Ich möchte gerne,
28:21dass wir als Partner zusammenarbeiten.
28:23Nicht nur, weil ich
28:24deine Erfahrung brauche,
28:26sondern...
28:29Du kannst jederzeit
28:30auf meine Erfahrung zählen.
28:32Friede?
28:33Friede.
28:45Du willst...
28:46Was?
28:47Mich bei dieser Julia Schilling
28:49entschuldigen?
28:51Das ist doch nicht dein Ernst.
28:53Die Frau will...
28:54...wird sich nicht
28:54den Erben der
28:55Falkenthaler Porzellanmanufaktur
28:57angeln.
28:58Und mir meinen Sohn
28:59wegnehmen.
29:00So viel ist sicher.
29:01Aber du willst
29:02sie doch nicht ernsthaft
29:02um Verzeihung bitten.
29:03Das sind doch nur Worte.
29:05Die tun doch niemandem weh.
29:08Und was sagt Daniel dazu?
29:10Wir reden wieder miteinander.
29:11Das ist ein Anfang.
29:13Glaubt er auch,
29:13was du ihm sagst?
29:14Er wird mir glauben.
29:16Keine Sorge.
29:17Und diese Hilfskellnerin
29:18wird mir meine Entschuldigung
29:19auch abnehmen.
29:21Das hätte ich bis vor
29:22einer Woche auch so gesehen.
29:24Aber...
29:24wenn du Daniel
29:25heute früh
29:26gehört hättest...
29:28Im Moment sieht er
29:29vielleicht die Dinge
29:30etwas anders als ich.
29:31Aber das wird sich ändern.
29:32Wenn er erst mal
29:33begreift,
29:34dass diese Julia
29:35nichts weiter als eine
29:36kleine Affäre sein kann,
29:37wird er wieder
29:38der Alte werden.
29:40Hast du nie auch
29:40nur daran gedacht,
29:41dass es vielleicht
29:42doch was Ernstes
29:42sein könnte
29:43zwischen den beiden?
29:44Ja.
29:46Was machst du denn,
29:47wenn...
29:47wenn Daniel
29:48wegen der alles
29:49stehen und liegen lässt?
29:50Daniel?
29:51Niemals!
29:52Wegen einer Frau
29:53schon gar nicht.
29:54Ist doch lächerlich.
30:00Patricia,
30:00dich einfach so gehen lassen?
30:02Die Chefs
30:02sind im Moment
30:03total mit sich beschäftigt.
30:04Keine Ahnung,
30:05was da schon wieder los ist.
30:06Außerdem kann ich
30:07in meiner Mittagspause
30:08ja wohl
30:08in meinem
30:09schwer kranken Kollegen
30:09einen Besuch abstatten.
30:11Wie geht's dir überhaupt?
30:12Seitdem du da bist,
30:13richtig gut.
30:14Und dein Zahn?
30:16Im Moment
30:17spüre ich jedenfalls nichts.
30:19Findest du es eigentlich gut,
30:20wie das Regal
30:21da jetzt steht?
30:22Zumindest ist es praktisch.
30:25Willst du was trinken?
30:27Nee, danke.
30:28Ich muss ja gleich wieder los.
30:30Und heute Abend?
30:32Wie?
30:32Wie meinst du das?
30:34Ich wollte mich
30:35bei dir bedanken
30:36für deine Hilfe
30:36beim Umzug.
30:37Ohne dich
30:38würde das Regal
30:38immer noch
30:39in Einzelteilen
30:39hier auf dem Boden liegen.
30:40Und deswegen
30:41lade ich dich
30:42heute ins Cozy ein.
30:43Hast du Lust?
30:44Na klar.
30:45Aber ist denn
30:45mit deinem Zahn
30:46wieder alles in Ordnung?
30:47Das geht schon.
30:49Dann frage ich gleich mal
30:50Tim, ob er Zeit hat.
30:52Ah.
30:53Ist was?
30:55Wahrscheinlich
30:55ist mit meinem Zahn
30:56doch nicht alles in Ordnung.
31:00Herein.
31:02Ich dachte,
31:03ein paar Vitamine
31:04würden dir gut tun.
31:05Ich dachte schon,
31:06du hast mich vergessen.
31:07Wie könnte ich denn?
31:12Bald brauchen wir
31:12unsere Liebe
31:13nicht mehr zu verstecken.
31:14Nein,
31:15weil wir ganz einfach
31:16weglaufen.
31:17Ich bin jedenfalls
31:18schon dabei,
31:18ein paar Dinge zu regeln,
31:19damit wir
31:20ohne schlechtes
31:21Gewissen weggehen können.
31:23Ich habe mit
31:23Frederik gesprochen.
31:25Er weiß,
31:25dass du die Firma
31:26verlassen willst?
31:27Nein,
31:28aber wir haben
31:28uns wieder vertragen.
31:31Heißt das,
31:32dass du jetzt auch
31:32hinter der Romantik-Serie
31:33stehst?
31:35Naja,
31:35vielleicht hat Frederik
31:36ein Stück weit recht.
31:37In Zeiten
31:38großer Verunsicherung
31:39sehen sich die Leute
31:40vielleicht nach Vertrautem.
31:42Und somit
31:43liegt die verspielte Romantik
31:45möglicherweise näher
31:46als die kühle Sachlichkeit.
31:48Und damit würde
31:49eure Romantik-Serie
31:50genau den Nerv der Zeit treffen.
31:52Ich bin mit dem Design
31:53noch nicht so ganz zufrieden.
31:55Das Hauptmotiv
31:56ist mir noch
31:56ein Stück weit
31:57zu dominant.
31:58Und eventuell
31:59bekommen wir Probleme
32:00mit dem Henkel.
32:00Er ist grenzwertig schmal,
32:02was für den Gesamteindruck
32:03von Vorteil wäre.
32:04Aber bei der Produktion
32:06muss auf große
32:07Perfektion
32:08geachtet werden.
32:10Da muss ich mich
32:10mal umkümmern.
32:12Ich finde es gut,
32:13dass du dich
32:13mit Frederik versühnt hast.
32:17Ohne dich
32:17wäre das gar nicht
32:18so einfach gewesen.
32:31Hallo Eva.
32:32Hallo Tobias.
32:34Das riecht aber lecker hier.
32:36Apfelkuchen.
32:38Mit Rosinen?
32:39Aha.
32:41Also schon wieder
32:42ein Rezept,
32:42das unbedingt
32:43in euer Kochbuch muss.
32:44Ja.
32:46Wenn Christa
32:46eine Geschichte
32:47dazu einfällt.
32:49Ja,
32:49wollte die nicht
32:49längst anfangen
32:50mit dem Kochbuch?
32:51Ja,
32:52aber dann war Christa
32:53doch plötzlich verschwunden.
32:55Ja.
32:56Das hat sie früher
32:57auch öfter gemacht.
32:59Ist einfach
32:59weggelaufen,
33:00ohne jeden
33:00erkennbaren Grund.
33:02Aber dieses Mal
33:03hat sie ja wieder
33:04ziemlich schnell
33:04zurückgefunden.
33:06Ja,
33:06woran du ja
33:07nicht ganz
33:07unbeteiligt warst.
33:08Ach,
33:09das war reiner Zufall,
33:10dass ich sie da
33:10am Straßenrand
33:11stehen gesehen habe.
33:13Aber dem Zufall
33:14seid ihr beide
33:14recht dankbar.
33:17Christa ist eine
33:17gute Freundin,
33:18mehr nicht.
33:20Obwohl ich schon
33:21sehr froh wäre,
33:21wenn sie einfach
33:22eine Aufgabe hier fände.
33:24Einfach,
33:25weil es ihr besser geht,
33:25wenn sie was zu tun hat.
33:27Ach,
33:27deshalb bist du hier,
33:28um die Arbeit
33:29an dem Buch
33:30voranzutreiben,
33:30ja?
33:31Nein,
33:31nein,
33:32der Chef hat mich
33:33gerufen.
33:34Ah.
33:36Tobias,
33:37schön,
33:37dass Sie so schnell
33:38kommen konnten.
33:41Sie wollen wegfahren?
33:42Ja,
33:43ich habe mich mal
33:43entschlossen,
33:44in der Firma
33:45vorbeizuschauen.
33:47So kann das ja nicht
33:47weitergehen mit
33:48Frederik und Daniel.
33:50Aha.
33:51Und da die beiden
33:51nicht auf die Idee
33:52kommen,
33:52mit mir zu reden?
33:53Haben Sie jetzt
33:54die Initiative ergriffen,
33:56hm?
33:56Um zu vermitteln.
33:58Ja,
33:58genau,
34:00Eva.
34:00Ja?
34:01Meinen Sie nicht,
34:01dass das ein
34:02Klacks Sahne
34:03auf den Apfelkuchen
34:05verdient hätte?
34:05Nein.
34:06Nun?
34:07Viel Erfolg.
34:11Daniel hat recht.
34:13Das Blumenmuster
34:14strahlt Wärme
34:15und Geborgenheit aus.
34:18Er war so begeistert
34:19und engagiert,
34:20als er über die
34:20Porzellanserie
34:21geredet hat.
34:23Seine Arbeit hier
34:24ist für ihn
34:24viel mehr als sein Job.
34:26Das war bis jetzt
34:27sein Leben.
34:28Hast du das mitbekommen?
34:29Grafenberg Senior
34:30ist in der Firma.
34:31Wieso sollte er auch
34:33nicht?
34:33Schließlich hat er die
34:34Firma lange genug
34:35geleitet.
34:36Naja,
34:36schon,
34:37aber das ist das
34:38erste Mal,
34:39seitdem er seinem
34:39Sohn den Chefsessel
34:40übergeben hat.
34:42Vielleicht sind ja
34:43deswegen alle so
34:43aufgeregt.
34:44Das glaube ich nicht.
34:46Och,
34:48habt ihr neues
34:48Geschirr?
34:49Das wird die neue
34:50Romantik-Serie.
34:52Och ja,
34:53sieht gar nicht so
34:54schlecht aus.
35:02Was machst du denn
35:02hier?
35:04Der Bast,
35:05so geht es doch
35:06nicht weiter.
35:07Was geht es doch
35:07nicht weiter?
35:08Na,
35:08mit dir und Daniel.
35:10Vielleicht bin ich ja
35:10ein bisschen
35:11über das Ziel
35:12hinausgeschossen,
35:13als ich Daniel
35:13ermahnt habe,
35:14dich als Chef
35:14zu akzeptieren.
35:15Aber schließlich
35:16handelt sich das hier
35:17nicht um irgendwelche
35:18Animusitäten.
35:18Außerdem seid ihr
35:19erwachsene Menschen.
35:21Es tut mir leid.
35:22Du kommst zu spät.
35:24Wieso zu spät?
35:26Man kommt nie zu spät,
35:28wenn man aufeinander
35:28zugeht.
35:29Außer man ist längst
35:30angekommen.
35:31Was soll das heißen?
35:33Das heißt,
35:33wenn du Daniel und
35:34mich versöhnen willst,
35:35kommst du zu spät,
35:36weil wir uns längst
35:36wieder vertragen.
35:37Hinter meinem Rücken
35:38heißt das?
35:39Das heißt,
35:40dass wir ab jetzt
35:40als wirkliche Partner
35:41die Firma leiten werden.
35:44Mein Junge,
35:45du weißt gar nicht,
35:46wie glücklich
35:46du mich damit machst.
35:48Ich kann es mir vorstellen.
35:55Nico Becker?
35:57Du bist das
35:58Patricia Hai.
36:00Kann schon sein,
36:01dass ich Zeit habe.
36:02Ob ich auch Lust habe,
36:03kommt drauf an.
36:09Entschuldige,
36:09ich komme später
36:10nochmal wieder.
36:11Was ist denn?
36:13Selbstverständlich.
36:14Wenn Sie das wünschen,
36:15kann ich auch sofort kommen,
36:16ja?
36:18Du,
36:19ich wollte dich nicht stören.
36:20Mir ist nur der Zucker
36:21ausgegangen.
36:22Kein Problem,
36:23du weißt ja,
36:24wo er steht.
36:24Ich muss los.
36:38Vielen Dank für die
36:39Vitaminspritze.
36:40Die war wirklich nötig.
36:41Keine Ursache.
36:42Und ich fürchte,
36:43sie wird nicht reichen.
36:45Wegen deines Lockerings.
36:46Ihren Lebenswandels.
36:47Wegen unserer großen Pläne.
36:49Für die wir viel,
36:50viel Kraft brauchen.
36:51Die wir am besten
36:52in frischer Luft tanken.
36:54Gleich?
36:56Am See?
36:58Ha, da ist er ja!
36:59Daniel, mein Junge!
37:01Großvater,
37:01was treibt dich denn hierher?
37:03Frederik hat mir
37:04von eurer Versöhnung erzählt.
37:05Ich kann dir gar nicht sagen,
37:06schönes Kind,
37:07bringen Sie uns
37:07eine Flasche Champagner.
37:09Darauf müssen wir anstoßen.
37:12Ist dich nicht übersetzend.
37:14Bin ich ein alter Mann?
37:15Ja.
37:16Daniel,
37:17nimm dir ein Glas,
37:18Frederik.
37:19Meinst du,
37:19das ist so gut für dich,
37:20wenn Eva dich damit sieht?
37:22Champagner.
37:23Also,
37:24damit wäre selbst Eva
37:25einverstanden.
37:32Ich bin sehr stolz
37:34auf euch.
37:35Und darauf
37:36stoßen wir an.
37:38Auf euch beide,
37:40auf die Familie
37:42und auf die
37:43Falkenthaler Porzellanmanufaktur.
37:53Im Grunde
37:54habe ich mir das
37:55seit Philipps Tod
37:56immer gewünscht.
37:58Ihr beide
37:59Seite an Seite
38:01an der Spitze
38:01der Firma.
38:02Ich wusste,
38:03dass ihr euch
38:03zusammenrauft.
38:06Er kann seine Wurzeln
38:07eben nicht verleugnen.
38:09Ist das die neue
38:10Romantik-Serie?
38:14Das ist ja nicht schlecht.
38:17Ich habe mir überlegt,
38:18ob wir das Muster
38:19vielleicht noch ein bisschen
38:20reduzieren.
38:21Es könnte ein bisschen
38:23zu protzig rüberkommen.
38:24Stimmt.
38:25Vielleicht reicht es aus,
38:26wenn wir diese Details
38:28hier verkleinern.
38:29Keine schlechte Idee.
38:31Das übrigens gerade prüfen,
38:32ob wir mit der Henkelstärke
38:33hinkommen.
38:35Gibt es denn schon
38:36Entwürfe für die
38:37komplette Linie?
38:38Natürlich.
38:39Liegen in der
38:39Designabteilung.
38:40Das schaue ich mir
38:41doch gleich an.
38:43Ihr trinkt ja gar nicht.
38:47Auf die Romantik-Serie.
38:52Schon toll,
38:53wie die zusammenpassen,
38:54wenn die nur wollen, oder?
38:56Naja,
38:57die gehören eben
38:57doch zusammen.
39:06Werner!
39:07Werner!
39:07Bist du gekommen,
39:08um dir die neue
39:09Porzellanserie anzusehen?
39:10Ich hätte dir die Entwürfe
39:11doch auch nach Hause geschickt.
39:13Ach,
39:13ein bisschen Bewegung
39:14tut mir eigentlich ganz gut.
39:17Also,
39:17wenn du mich fragst,
39:18ich weiß nicht,
39:19was sich Frederik
39:20dabei gedacht hat.
39:21Also,
39:21es wundert mich ehrlich gesagt
39:22nicht,
39:23dass dir die Serie
39:23nicht gefällt.
39:24So?
39:26Ja,
39:27das ist jedoch viel zu
39:29verspielt
39:29und gefühlsbetont.
39:33Also,
39:33bis vor kurzem
39:34warst du auch nicht
39:35gerade begeistert davon.
39:36Aber da wir gerade
39:37von Gefühlen reden,
39:39ich weiß jetzt endlich,
39:40warum Daniel
39:41in letzter Zeit
39:42so sonderbar ist.
39:43Tatsächlich.
39:46Liegt das vielleicht
39:47an dir?
39:48Nein,
39:49ausnahmsweise mal nicht.
39:52Er hat eine Freundin.
39:54Na,
39:54alt genug dafür ist er.
39:56Natürlich.
39:57Aber ich bin mir sicher,
39:58dass sie nicht gut
39:59für ihn ist.
40:00sie hält ihn
40:01von wichtigen Dingen ab.
40:02Das kann ja auch
40:03nicht in deinem Interesse sein,
40:05dass er die Firma
40:05vernachlässigt.
40:06Sicher nicht.
40:07Und deshalb sollten wir...
40:08Nein,
40:08wir sollten uns
40:09gar nicht einmischen,
40:10schließlich ist es
40:11eine Privatangelegenheit,
40:12in wen er sich verliebt.
40:14Aber ich...
40:14und außerdem
40:15fand ich Daniel
40:16gerade überhaupt
40:18nicht sonderbar.
40:19Ganz im Gegenteil.
40:20Er hat sich sogar
40:21mit Frederik versöhnt.
40:23Warum auch nicht?
40:24Ja.
40:25Vielleicht ist
40:26seine Freundin
40:26ja positiv
40:28im Einfluss auf ihn.
40:41Daniels Großvater
40:42war so glücklich darüber,
40:44dass sich Daniel
40:44mit seinem Onkel
40:45vertragen hat.
40:47Er verlässt sich darauf,
40:48dass Daniel da ist
40:48und sich um die
40:49Geschäfte kümmert.
40:51Er wird enttäuscht sein,
40:53wenn Daniel Falkenthal
40:54verlässt.
40:55Wir werden viele
40:56Menschen enttäuschen.
40:58Und Daniel liebt
41:00seine Familie
41:00und seine Arbeit.
41:03Ich weiß nicht,
41:04ob meine Liebe ausreicht,
41:05um ihn darüber
41:06hinweg zu trösten.
41:08Er will nur
41:09meinetwegen weggehen.
41:11Und ich kann nicht zulassen,
41:13dass er sich
41:13unglücklich macht.
41:14und ich kann es kaum noch erwarten.
41:46Daniel,
41:47du kannst dich
41:47aus Falkenthal weggehen.
41:55Wir waren uns doch einig,
41:56dachte ich.
41:57Ich hab einfach Angst,
41:59dass du eines Tages
41:59den Weggang aus Falkenthal bereust.
42:01Kein Aber mehr.
42:03Wir beide sind stärker
42:04als jedes Aber
42:05auf dieser Welt.
42:06Ich entscheide,
42:07wann und ob ich
42:08mit dieser Julia Schilling rede.
42:09Falls du es nicht tust,
42:10wird Daniel sich
42:11vor keinen Karren
42:11mehr spannen lassen.
42:13Lassen Sie mich herein.
42:15Ich bin nicht hier,
42:16um Sie zu beleidigen.
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