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KurzfilmeTranskript
00:01Eine neue Überraschung findest du im Bootshaus.
00:19Ich bekomme noch deinen Abschluss bei.
00:24Deutscher, du hast tot aufgefunden.
00:44Das war's.
01:00Day of my life.
01:35Julia, Mama, wieso bist denn du noch auf? Ist doch schon so spät.
01:46Glaubst du mir jetzt?
01:49Deutscher Tourist, vor vier Tagen tot aufgefunden.
01:56Das ist Hermann. Mit ihm war ich in der Lodz.
02:03Zurzeit befindet sich der Leichnam in der Gerichtsmedizin.
02:07Man geht davon aus, dass die Todesursache eine Kopfverletzung war.
02:30Mutter, du bist noch auf?
02:32Ach, ich werde auch gleich zu Bett gehen.
02:34Dann wünsche ich eine gute Nacht.
02:35Und wo kommst du so spät her?
02:38Ich war noch aus.
02:39Du gehst aber in letzter Zeit viel weg.
02:42Naja, so oft gehe ich nun auch wieder nicht aus.
02:45Du kannst aussehen, so oft du willst.
02:48Aber etwas anderes macht mir Sorgen.
02:50Danke, Mutter. Mir geht es gut.
02:52Es mag sein, dass es dir dabei gut geht, aber hilfreich ist es nicht.
02:56Ich glaube, dir ist überhaupt nicht klar, was gerade für dich auf dem Spiel steht.
03:01Frederic ist immer noch hier.
03:03Er kann sich jederzeit entschließen, den Chefposten anzunehmen.
03:06Ist dir das völlig gleichgültig?
03:08Mutter, das hatten wir schon.
03:11Es ist ja eine Sache, dass du dich nicht für mich einsetzen willst.
03:14Aber du solltest wenigstens in deinem eigenen Interesse handeln
03:18und dich auf deine Arbeit konzentrieren.
03:21Ich weiß deinen Rat immer zu schätzen,
03:22aber im Moment besteht überhaupt kein Anlass dafür.
03:25In der Firma läuft es prima.
03:28Daniel, ich merke doch, dass sich etwas bei dir verändert.
03:32Warum machst du so ein Geheimnis daraus,
03:34dass es bei dir eine Frau in deinem Leben gibt?
03:37Ich habe den Eindruck, dass du dir wieder etwas zu viele Gedanken
03:40über mein Privatleben machst, seit Großvater dich beurlaubt hat.
03:43Du musst mich nicht verletzen, nur um meine Frage auszuweichen.
03:46Das ist keine Art.
03:47Entschuldige, es ist spät. Ich gehe jetzt zu Bett.
03:50Vielleicht bringst du sie ja mal mit.
03:52Sie muss etwas ganz Besonderes sein.
03:55Ein für allemal, Mutter.
03:56Ich war heute Abend im Cozy One mit Jan.
03:59Und jetzt gehe ich schlafen.
04:02Natürlich. Er hat den Abend mit Jan verbracht.
04:06Im Smoking.
04:12Du warst in Cortina Snowboarden? Cool, da wollte ich auch schon immer mal hin.
04:17Ich bin letztes Jahr mit einem Kumpel zum Après-Ski-Festival getrampt.
04:21Wir waren zwei Tage unterwegs und haben so gut wie gar nicht geschlafen.
04:24Und als sie ankamen, gab es keine Karten mehr.
04:26Aber es war egal, weil die Berge sind einfach so der Wahnsinn und die Pisten so dermaßen smooth.
04:33Kitesurfen kannst du auch, oder?
04:36Zweimal auf Teneriffa.
04:37Den ganzen Tag nur gesurft und nachts dann Strandpartys bis in den Morgen.
04:42Wenn du eingezogen bist, dann müsst ihr unbedingt eine Einweihungsparty machen.
04:45Dann feiern wir auch bis in den Morgen.
04:47Auf jeden Fall, nicht wahr, Mitbewohner?
04:50Warum nicht?
04:51Das wird groß.
04:55Ich stehe voll auf Stilmix.
04:58Neulich hast du gesagt, Stilmix ist was für Unentschlossene mit schlechten Geschmack.
05:02Bei Porzellantellern, bei Möbeln ist das ganz was anderes.
05:05Als ich hier eingezogen bin, hatte ich so gut wie gar nichts.
05:08Und dann bin ich mit einem Kumpel, der einen VW-Bus hat, ein paar Mal den Sperrmüll abgefahren.
05:11Da haben wir die coolsten Möbel gefunden.
05:12Und das Zufa auch.
05:14Wow.
05:15Noch eine Cola?
05:16Lass uns auf die WG anstoßen.
05:18Nein, danke.
05:19Wir müssen langsam los.
05:21Jetzt schon?
05:21Lass doch noch was trinken.
05:23Wenn ich willst, dass dein Vater einen Suchtrupp losschickt, sollten wir uns schnell auf die Socken machen.
05:28Oh Mist, wir müssen wirklich los.
05:30Ihr könnt natürlich auch hier pennen.
05:32Na, es geht leider nicht.
05:33Mein Vater macht sich bestimmt schon Sorgen.
05:35Ich bring dich noch schnell nach Hause.
05:38Dann mach's mal gut, Kolja.
05:40Und wir sprechen uns morgen.
05:42Und wir sehen uns ab jetzt hier auch öfter.
05:45Ja, gerne.
05:52Dann schlaf gut.
05:53Ebenso.
06:04Wir müssen weg von hier.
06:06Sofort.
06:07Hilf mir packen.
06:08Wir nehmen den Bus.
06:09Mama, jetzt sei doch bitte mal einen Moment lang ruhig, damit ich nachdenken kann.
06:12Verstehst du nicht?
06:14Ich bin schuld an seinem Tod.
06:16Ich komm ins Gefängnis.
06:19Bleib jetzt ruhig.
06:21Wir gehen alles nochmal ganz genau durch.
06:25Du hast mit diesem Mann den Abend verbracht.
06:28Ihr seid zusammen ins Casino gegangen.
06:30Was ist dann passiert?
06:31Wir haben gespielt.
06:34Und dann am Anfang lief all das auch ganz gut.
06:36Aber dann...
06:37...hab ich sein ganzes Geld gesetzt und verloren.
06:41Und dann bist du weggelaufen.
06:42Ja.
06:43Aber er ist hinter mir hergelaufen.
06:45Er war fürchterlich wütend.
06:47Er hat mich angeschrien.
06:49Und er hat versucht, mich festzuhalten.
06:50Und dann habe ich ihn weggestoßen und er ist hingefallen.
06:55Und er ist nicht wieder aufgestanden.
06:57Julia, ich weiß genau, dass er da schon tot war.
07:00Unter ungeklärten Umständen.
07:03Die Leiche wurde in den Sümpfen gefunden.
07:06Man geht davon aus, dass es sich um einen Unfall handelt.
07:09Mama.
07:11Hör mal zu.
07:13Hier steht es ganz genau.
07:15Die Leiche wurde in den Sümpfen gefunden.
07:17Das ist mehr als 70 Meilen von der Lodge entfernt.
07:22Damit ist ganz klar bewiesen,
07:23dass du damit nichts zu tun haben kannst.
07:26Der Mann hat sich nach dem Sturz aufgerappelt
07:28und ist weitergefahren.
07:30Der Unfall, der muss viel später passiert sein.
07:33Julia, bitte.
07:34Ich bin den ganzen Abend mit ihm zusammen gewesen.
07:37Alle haben uns gesehen.
07:38Alle haben gesehen, wie wir uns gestritten haben.
07:40Verstehst du denn nicht?
07:42Wir müssen hier weg.
07:44Wer hat euch denn gesehen?
07:46Das ganze Personal, alle Gäste, der Lodge-Besitzer.
07:49Die sind weit, weit weg in Südafrika.
07:52Hier in Falkenthal, da sind wir sicher, Mama.
07:55Hier bringt dich niemand mit dem Fall in Verbindung.
07:57Hier kennt doch niemand diesen Hermann.
08:00Wir gehen jetzt erst mal schlafen.
08:03Morgen werde ich versuchen,
08:03weitere Informationen über den Fall rauszufinden.
08:06Und dann sehen wir weiter.
08:08Ja?
08:08Mach dir bitte keine Sorgen.
08:11Vielleicht hast du recht.
08:13Schlaf gut, Mama.
08:14Ruhe dich aus.
08:20Was ist denn nur passiert?
08:23Wenn es so war, wie Mama sagt,
08:24dann müssten wir zur Polizei gehen.
08:26Aber was sollten wir denen sagen?
08:29Dass Mama glaubt,
08:30diesen Mann getötet zu haben?
08:33Ich glaube das nicht.
08:35Es kann einfach nicht sein,
08:36dass sie damit zu tun hat.
08:43Vor nicht mal einer Stunde
08:44war ich überglücklich.
08:46Und jetzt ist schon wieder
08:48alles total kompliziert.
09:14Guten Morgen.
09:15Ich hatte schon befürchtet,
09:16ich musste hier aus dem Bett schleifen,
09:17um an die Schlüssel für meinen Laden zu kommen.
09:18Guten Morgen.
09:19Als wir gegangen sind,
09:20haben wir alles abgeschlossen.
09:20Vielen Dank nochmal.
09:22Dann ist die Überraschung gelungen?
09:23Ein voller Erfolg.
09:27Na?
09:28Es war fantastisch.
09:30Sie ist einfach fantastisch.
09:31Ich habe noch nie so eine Frau getroffen.
09:33Und wann stellst du sie deiner Familie vor?
09:36Erstmal gar nicht.
09:37Kennst du da meine Mutter?
09:38Oh ja, kenn ich.
09:39Sie erwartet von mir,
09:41dass ich mich voll und ganz
09:41auf die Firma konzentriere
09:42und für meinen Chefposten kämpfe.
09:45Und seit Großvater sie beurlaubt hat,
09:46ist es nicht gerade besser geworden.
09:48Verstehe.
09:49Und jetzt ist sie auch noch neugierig geworden.
09:50Gestern Abend fragt sie mich,
09:51ob ich eine Frau kennengelernt habe.
09:53Und?
09:54Was hast du gesagt?
09:56Na, dass ich mit dir im Cozy One war.
09:58Für den Fall muss ich mich natürlich noch ganz herzlich
10:01für die wunderschönen Rosen
10:03und das zauberhafte Kleid bedanken.
10:05Sehr witzig.
10:07Nein, im Ernst.
10:08Annabelle würde jedem die Hölle heiß machen.
10:10Der versucht, mich von meinen Aufgaben
10:12in der Firma abzulenken.
10:13Jürgen und ich haben uns gerade erst wiedergefunden.
10:15Und ich will nicht,
10:16dass sie in ihre Schusslinie gerät.
10:18Du, das verstehe ich, Daniel.
10:19Aber ich muss jetzt,
10:20ich muss noch jede Menge Rosenblätter zusammenfegen.
10:22Schon wieder witzig.
10:24Tschüss.
10:41Morgen, Lilly.
10:43Hallo, Koya.
10:45Bist du schon fertig?
10:47Nee, ich komm nach.
10:52Du weißt schon, für Papa,
10:53weil es gestern so spät geworden ist,
10:55als kleine Entschuldigung.
10:57Dann sehen wir uns gleich in der Firma.
10:59Aber komm nicht zu spät.
11:00Ja, Patricia kommt ja heute auch ein bisschen später,
11:03wegen der Besprechung für die Farbbestellung.
11:05Stimmt.
11:06Also sieh trotzdem zu, dass du vor ihr da bist.
11:08Ciao.
11:09Koya, warte mal.
11:10Ja?
11:13Danke nochmal.
11:15Wofür denn?
11:16Na, für gestern.
11:17Ich fand's echt schön.
11:18Ich freue mich,
11:19dass du mit Tim zusammenziehst.
11:21Ach ja?
11:22Du hast richtig Glück mit der Wohnung
11:24und mit dem Mitbewohner.
11:26Tim ist echt nett.
11:28Ja, ich muss dann.
11:29Seht ihr euch heute nochmal?
11:31Ich muss jetzt los, Lilly.
11:33Ciao.
11:44Wo ist Mama da nur reingeraten?
11:47Ich weiß einfach nicht,
11:48wie ich damit umgehen soll,
11:49wenn sie wirklich was mit dem Tod
11:51eines Menschen zu tun hat.
11:54Ich muss so schnell es geht
11:55im Internet recherchieren,
11:56ob ich irgendwelche Informationen
11:57über diesen toten Touristen finden kann.
12:01Morgen, Mama.
12:01Morgen.
12:04Wie geht's dir denn heute?
12:07Etwas besser.
12:09Ich muss jetzt gleich zur Arbeit.
12:11Kann ich dich hier alleine lassen?
12:15Vielleicht kann ich da kurz
12:16im Internet recherchieren
12:17und noch neue Artikel finden.
12:20In der Mittagspause komme ich vorbei
12:21und erzähl dir alles.
12:22Ja?
12:24Versuch, dich zu entspannen, Mama.
12:26Wie soll ich mich denn entspannen?
12:29Solange wir nur wissen,
12:30was in diesem Artikel steht,
12:31da bist du hier so sicher
12:32wie nirgendwo sonst.
12:35Geh spazieren.
12:36Lies ein Buch.
12:37Aber bitte, Mama,
12:38bleib ruhig.
12:39Es nützt überhaupt nichts,
12:40jetzt in Panik zu geraten.
12:43Du hast recht.
12:53Ich wusste,
12:54dass du meine Zeitung
12:55gestohlen hast.
12:56Ein frischer Tat ertappt.
12:58Verbrechen lohnt sich nun mal nicht.
13:00Ich
13:01brauche nur den Wirtschaftsteil.
13:04Der Rest
13:04ist für dich.
13:12Wo steckt eigentlich Annabelle?
13:13Sie geht uns aus dem Wege.
13:15Du meinst,
13:16sie geht dir aus dem Wege.
13:17Ich habe ihr nichts getan.
13:19Oh, schon ist lang.
13:20Sauer ist sie auf uns beide.
13:25Wie lange wirst du die Beurlaubung
13:27noch aufrechterhalten?
13:28Solange meine liebe Schwiegertochter braucht,
13:31um zu begreifen,
13:32dass ihr Einfluss in der Firma
13:34sich nicht über die Marketingabteilung
13:37hinaus erstreckt.
13:40Annabelle hat Anteile.
13:42Sie ist nicht nur eine Angestellte.
13:44Anteile sind Anteile.
13:47Chefsache
13:48ist Chefsache.
13:50Gut gebrüllt, Löwe.
13:52Ich dulde nicht,
13:54dass man sich über meine Entscheidung
13:55hinweg setzt.
13:57Ich habe klar gesagt,
13:59dass Daniel nicht
14:00mein Nachfolger wird.
14:02Und Sie?
14:04schreibt einen Brief
14:05an alle Geschäftspartner,
14:06in dem das Gegenteil steht.
14:07Das geht zu weit.
14:10Annabelle wird alles tun,
14:11um Daniel
14:12den Chefposten zu sichern.
14:15Wer die Firma
14:17übernimmt
14:18und die Familientradition
14:20fortsetzt,
14:21bestimme ich.
14:26Dann lassen wir die Firma.
14:28Eva fragt sich,
14:29ob du inzwischen
14:30deinen Rückreisetermin
14:32festgelegt hast.
14:34Also eigentlich will sie nur wissen,
14:37wie lange sie noch
14:38für dich kochen kann.
14:39Eva fragt sich das.
14:41Ja, in der Tat.
14:43Du weißt ja,
14:44wie die Frauen sind.
14:45Sie wollen alles wissen,
14:47können nichts abwarten
14:48und schon gar nichts
14:50auf sich zukommen lassen.
14:53eigentlich weiß ich noch nicht,
14:54wann ich fliege.
14:56Ich habe erkannt,
14:57dass ich mich momentan
14:58ganz gut von hier aus
14:59und hier aus kümmern kann.
15:00Du bleibst da also?
15:02Vollerf ich ja.
15:10Aber das sieht ja toll aus.
15:13Erwartest du jemanden?
15:14Hab ich extra für dich gemacht.
15:16Als kleine Entschuldigung,
15:18weil es gestern
15:18so spät geworden ist.
15:20Aber diese
15:20zu spät kommerei
15:21wird mir nicht zur Regel.
15:23Unsere Absprachen
15:24musst du dich schon halten.
15:26Das kommt bestimmt
15:27nicht wieder vor.
15:28In Zukunft werde ich
15:29immer anrufen,
15:30wenn ich später komme.
15:30Versprochen.
15:32In Zukunft wirst du
15:33unter der Woche
15:34immer pünktlich nach Hause kommen,
15:35wolltest du sagen.
15:36Ja, genau,
15:37das wollte ich sagen.
15:39Dann ist ja gut.
15:43Sag mal,
15:44du siehst so strahlend aus.
15:46Ich?
15:47Ja.
15:48Nee.
15:49Ich muss auch los.
15:50Tut mir leid, Papa.
15:51Aber ich will frohe
15:52Patricia in der
15:53Designabteilung sein.
15:55Na ja,
15:55dann werde ich dieses Fest
15:56mal eben alleine genießen.
15:58Ach, meine Tasche.
16:02Vielleicht kannst du ja
16:03Christa fragen,
16:03ob sie dir
16:03Gesellschaft leistet.
16:07Tschüss.
16:18Alles klar?
16:20War doch super gestern.
16:22Ja, war ganz okay.
16:24Und bleibst du dabei?
16:26Was meinst du denn?
16:27Die WG.
16:28Willst du noch einziehen?
16:29Sieht ganz so aus.
16:31Na, klasse.
16:31Das wird der Hammer.
16:32Du wirst es lieben.
16:33Nach Hause kommen,
16:34wann du willst.
16:35Mit nach Hause bringen,
16:36wen du willst.
16:37Und die Frauen stehen auch
16:38mehr drauf,
16:38wenn du deine eigenen
16:39vier Wände hast.
16:41Sprichst du aus eigener Erfahrung?
16:42Ja, und ab.
16:43Ich wusste gar nicht,
16:44dass du eine Freundin hast.
16:46Im Moment habe ich auch keine,
16:47aber man weiß ja nie.
16:51Sag mal, hast du nichts zu tun
16:52in der Werkstatt?
16:54Ich wollte auf Lilly warten.
16:56Lilly kommt später.
16:58Ich muss jetzt auch weiter arbeiten.
17:00Na, dann trinke ich noch einen Kaffee.
17:04Ähm, quatsche mir später nochmal
17:05über den ganzen Mietvertragskram.
17:19Morgen, Christa.
17:20Lilly hat ein ganz wunderbares
17:22Frühstück gezaubert.
17:23Du musst dann weg.
17:23Möchtest du mir vielleicht
17:24gesellschaftlich leisten?
17:26Danke, das ist lieb von dir.
17:28Aber ich habe schon gefrühstückt.
17:30Dann trink doch wenigstens
17:31einen Kaffee mit mir.
17:34Ich möchte lieber wieder reingehen.
17:59Ich möchte jetzt nicht
18:03mit dir darüber reden.
18:05Christa, ich meine doch nur,
18:06es wäre doch schade,
18:07wenn wir wegen dieses
18:07kleinen Augenblick...
18:08Ich will nicht, verstehst du?
18:09Das ist das Letzte,
18:10was mich momentan interessiert.
18:25Danke, Eva.
18:36Sind Sie heute zum Mittagessen hier
18:38oder haben Sie vor,
18:40auswärts zu essen?
18:41Ich hatte überlegt,
18:42ob ich nochmal in die Firma fahre.
18:44Das wird Ihr Vater gerne hören.
18:46Sagen Sie es ihm nicht.
18:48Er würde es falsch verstehen
18:49und würde glauben,
18:50dass ich mich entschlossen hätte,
18:52die Leitung zu übernehmen.
18:53Und das heißt es nicht?
18:55Nein.
18:57Natürlich interessiere ich mich
18:58für unser Unternehmen.
18:59Und ich will auch wissen,
19:00was sich in den letzten Jahren getan hat,
19:02aber ich kann nicht bleiben.
19:04Ich habe meine Lodge
19:05und ich liebe mein Leben in Südafrika.
19:09Ich wüsste nicht,
19:10wer in der Lage wäre,
19:11Ihnen das zu nehmen.
19:14Andererseits kann ich auch nicht so tun,
19:15als sei nichts geschehen
19:16und jetzt einfach abheisen.
19:18Weil Sie sich um Ihren Vater Sorgen machen.
19:22Südafrika ist meine neue Heimat.
19:25Aber wenn ich jetzt fliege,
19:26dann hätte ich das Gefühl,
19:27mich feige davon zu machen.
19:29Ich habe die Zeit mit meinem Vater
19:31wirklich genossen.
19:32Und ich würde es mir nie verzeihen,
19:34wenn ihm etwas zustößt.
19:39Ohne, dass wir wirklich im Reinen sind, ja.
19:42Ja, das hört sich ja an,
19:46als wenn Sie sich entscheiden müssen.
19:52Ja, ich muss mich entscheiden,
19:54aber ich weiß nicht wie.
19:56So etwas ist mir noch nie passiert.
19:59Wenn Sie meine Meinung
20:00in der Sache hören wollen.
20:02So gerne.
20:05Die wichtigsten Entscheidungen
20:06treffen sich meistens von ganz allein.
20:19Hier arbeitest du also?
20:20Ganz schön schick.
20:21Kein Vergleich mit meinem Arbeitsplatz.
20:23Was machst du denn hier?
20:26Ich wollte fragen,
20:27ob bei dir alles okay ist.
20:28Bei mir ist alles okay.
20:29Wieso?
20:30Du kamst mir vorhin irgendwie gestresst vor.
20:32Ich bin einfach nur schlecht drauf.
20:34Das hat aber nichts mit dir zu tun.
20:35Und jetzt würde ich an deiner Stelle gehen.
20:36Meine Chefin kommt gleich.
20:40Verstehe.
20:40Wir sehen uns später.
20:41Ich muss auch mit.
20:42Wo ist denn Lilly?
20:43Das habe ich dir doch schon gesagt.
20:45Die kommt später.
20:49Läuft da was zwischen euch?
20:50Nein, wir sind nur gut befreundet.
20:53Dann ist ja alles klar.
20:55Siehst du, die kleine Grüßi mal.
21:07Natürlich ist mir bekannt,
21:08dass die Porzellanmesse vor der Tür steht.
21:10Und glauben Sie mir, Herr Rudolph,
21:12ich bin die Erste,
21:13die es bedauert,
21:14Ihnen nicht weiterhelfen zu können.
21:17Es war der ausdrückliche Wunsch
21:18meines Schwiegervaters,
21:20dass ich die Planung an das Büro abgebe.
21:24Die haben Ihnen das Konzept
21:25für die Messeplanung
21:26noch nicht zugeschickt?
21:29Aber das müsste dem Büro vorliegen.
21:33Wie gesagt, Herr Rudolph,
21:35ich würde Ihnen ja gerne weiterhelfen,
21:37aber mir sind die Hände gebunden.
21:40Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag.
21:43Wiederhören.
21:45War das der, Herr Rudolph,
21:46von der Messeplanung?
21:47Ja, genau der.
21:48Er war bestimmt sehr glücklich darüber,
21:50dass es immer noch keinen Plan
21:51von unserem Messestand gibt.
21:53Er war sehr ungehalten.
21:55Es wird höchste Zeit,
21:56dass Werner erfährt,
21:57welchen Schaden die Firma
21:58durch meine Beurlaubung nimmt.
22:00Was wolltest du eigentlich von mir?
22:02Ach, ich wollte dich fragen,
22:04wer ist Daniels neue Freundin?
22:07Daniel hat eine Freundin?
22:09Ja, davon weißt du nichts.
22:11Ich dachte immer,
22:12ihr tauscht euch aus über sowas.
22:14Wie kommst du darauf,
22:14dass Daniel überhaupt eine Freundin hat?
22:17Findest du denn nicht,
22:18dass er in letzter Zeit
22:19so ein bisschen verändert ist?
22:22Er ist öfter mal unterwegs,
22:24ohne dass er sagt, wo er hingeht.
22:27Hast du ihn gefragt?
22:28Er trägt mir den Streit von neulich nach.
22:31Er will einfach nicht einsehen,
22:33dass ich mir nur Sorgen um ihn mache
22:35und ihn die nächsten 20 Jahre
22:36als Assistent von Frederik ersparen will.
22:38Daniel hatte ewig keine Freundin mehr.
22:42Ich würde die Frau gerne kennenlernen,
22:43die meinen Sohn so sehr beeindruckt.
22:45Da können eigentlich
22:46nicht so viele in Frage kommen.
22:48Ich hoffe,
22:50er versäumt es nicht,
22:51sie uns vorzustellen.
22:59Entschuldige, Christa,
23:00ich wollte dich nicht erschrecken.
23:01Ich habe ja frische Bettwäsche
23:03und Handtücher für euch.
23:07Ist alles in Ordnung bei dir?
23:09Ja, ja.
23:11Alles in Ordnung.
23:12Nichts.
23:14Komm, Christa,
23:15ich kenne dich doch.
23:16Was ist denn los?
23:18Du kennst mich überhaupt nicht.
23:21Wir haben uns 20 Jahre nicht gesehen.
23:23Christa,
23:23ich habe Augen im Kopf.
23:25Du bist immer noch verdammt ähnlich.
23:27Scherst dich um niemanden
23:28und tust nur,
23:29was dir gefällt.
23:30Dann gefällt es mir eben,
23:31jetzt allein zu sein.
23:33Kannst du das begreifen?
23:34Lass mich in Ruhe!
23:36Willst du deine Ruhe?
23:37Die Kaste haben.
23:51Du glaubst nicht,
23:51was Daniel für mich gemacht hat.
23:54Er hat dich mit dem Hubschrauber abgeholt
23:55und dir hat die ganze Nacht
23:56in Paris verbracht.
23:57Und das ist auch die Erklärung dafür,
23:59warum du so übernächtigt aussäst.
24:00Nein, viel besser.
24:02Er hat mir meinen Abschlussball geschenkt.
24:05Er hat das ganze Cozy One gemietet,
24:07nur für uns alleine.
24:09Und wir haben Erdbeerbowle getrunken,
24:12ich hatte ein wunderschönes Kleid an,
24:15eine Orchidee im Haar.
24:16Wir haben getanzt zu Killing Me Softly.
24:19Es war einfach unglaublich.
24:21Mach mich nicht neidisch.
24:22Und er hat mir was geschenkt.
24:31Eine Busfahrkarte.
24:32Ja, die habe ich mir auch schon immer gewünscht.
24:35Ich habe Daniel neulich erzählt,
24:36wie traurig ich war,
24:37dass ich meinen Abschlussball versäumt habe.
24:39Und er hat alles bis ins letzte Detail
24:41für mich zurückgeholt.
24:42Sogar die Busfahrkarte
24:44von meinem damaligen Schwarm,
24:45die ich immer mit mir rumgetragen hatte.
24:48Die hat mich immer daran erinnert,
24:49was ich verpasst habe.
24:51Diese hier zeigt mir,
24:53was alles möglich ist.
24:55Du bist ein unverschämter Glücksblitz,
24:58meine Liebe.
25:00Ja.
25:02Ich weiß.
25:07Sag mal, Andreas, meinst du,
25:08ist es möglich,
25:09dass ich irgendwo kurz am Computer arbeite?
25:12Ja, klar.
25:13Nimm doch den von Silke.
25:13Die ist ja gerade nicht da.
25:15Ah, da fällt mir ein,
25:17sie hat mir aufgetragen,
25:17dich an deinen Lebenslauf zu erinnern.
25:19Den brauchst du noch
25:19für die Personalkartei.
25:21Okay.
25:21Den reiche ich so schnell wie möglich nach.
25:27Herr Grafenberg,
25:29wenn Sie sich jetzt
25:30den Bauch so voll schlagen,
25:32werden Sie keinen Hunger mehr haben,
25:33wenn es nachher Essen gibt.
25:34Und ich wäre untröstlich,
25:36Ihre cholesterinfreie Küche zu verpassen.
25:38Spotten Sie nur.
25:39Aber ich sage Ihnen eins,
25:40in diesem Hause gibt es Menschen,
25:42denen Ihr Leben lieb ist.
25:45Nehmen Sie es nicht übel, Eva.
25:47Außerdem kann ich berichten,
25:50dass ich meine Herztabletten
25:53ordnungsgemäß
25:54eingenommen habe.
25:54Ich habe also Lob verdient.
25:57Ich freue mich,
25:58dass Sie so gut gelaunt sind.
25:59Ich habe Sie lange
26:00nicht so fröhlich erlebt.
26:02Mir geht es prächtig.
26:03Ich habe mit Frederik
26:05gefrühstückt.
26:07Schön, den Jungen hier zu haben.
26:08Es freut mich für Sie beide.
26:11Wir verstehen uns gut.
26:13Ich glaube,
26:15Frederik sieht allmählich ein,
26:16dass sein Platz hier in Falkenthal ist
26:19und er bald auf dem Chefsessel sitzen wird.
26:23Hat er das gesagt?
26:24Braucht er nicht.
26:25Ich spüre das.
26:26Also so.
26:28Eva?
26:29Herr Grafenberg.
26:30Raus mit der Sprache.
26:33Sie wollen wissen, was ich denke?
26:35Ich bitte darum.
26:36Ich denke,
26:38Sie sollten Ihrem Sohn Zeit lassen,
26:39sich zu entscheiden.
26:40Wenn Sie ihn drängen,
26:41werden Sie ihn verlieren.
26:42Ich lasse ihm doch Zeit.
26:44Aber die Firma braucht ihn.
26:47Frederik kann seine Aufgabe nur erfüllen,
26:50wenn er sich selbst entschieden hat.
26:52Sonst wird das für ihn immer etwas bleiben,
26:54wozu man ihn gedrängt hat.
26:56Er ist ein Sturkopf,
26:57der sich nichts sagen lässt.
27:00Woher er das wohl hat?
27:01Woher er das wohl hat.
27:05Eva, Sie haben recht.
27:07Ich bin zu ungeduldig.
27:09Frederik muss selbst entscheiden.
27:11Aber nicht,
27:12dass er sich dann für das Falsche entscheidet.
27:15Das Risiko müssen Sie eingehen.
27:35Guten Morgen, Daniel.
27:36Mutter.
27:37Was kann ich für dich tun?
27:39Du kannst dich aus meinem Privatleben heraushalten.
27:43Patrizia hat gerade versucht,
27:44mich über mein Liebesleben auszuhorchen.
27:46Ach, bitte mach das doch unter euch aus.
27:49Sie hat kein Geheimnis daraus gemacht,
27:50dass du sie darauf gebracht hast.
27:53Mutter, ein für allemal,
27:54halt dich aus meinem Leben raus.
27:55Hast du verstanden?
27:56Du kommst her, um mir das zu sagen?
28:01Halte dich aus meinem Leben raus?
28:03Ich verstehe dich nicht, Daniel.
28:05Wir konnten doch sonst immer über alles reden.
28:08Aber in letzter Zeit reagierst du wegen jeder Kleinigkeit
28:11derart gereizt.
28:12Weißt du,
28:14ich finde deine Haltung verletzend.
28:17Du müsstest wissen,
28:19dass ich momentan eine äußerst schwierige Zeit durchmache.
28:23Berners Entscheidung,
28:24mich zu beurlauben,
28:26ist nicht leicht zu akzeptieren.
28:27Ich finde sie dementsprechend.
28:31Ich weiß.
28:33Ich habe ohne sein Wissen in diesen Briefen bekannt gegeben,
28:37dass du sein Nachfolger werden würdest.
28:40Und ich trage jetzt die Konsequenzen dafür.
28:44Dabei war das alles nur in deinem Interesse.
28:46Und jetzt?
28:48Willst du mich dafür bestrafen?
28:50Ich bin nicht deine Feindin.
28:57Ich bin nicht die Konsequenzen dafür.
29:00Es tut mir leid.
29:01Ich weiß sehr wohl zu schätzen,
29:02wie sehr du dich für mich einsetzt.
29:05Ich will nicht streiten,
29:06aber bitte gib mir die Gelegenheit,
29:08von selbst zu dir zu kommen,
29:09wenn ich was zu erzählen habe.
29:11Bitte.
29:14Ich muss jetzt zur Arbeit.
29:16Bis heute Abend.
29:27Guten Morgen, Lindy.
29:29Hast du ganz kurz einen Moment Zeit?
29:31Ja, klar.
29:32Dauert auch nicht lange.
29:34Ich muss dich was fragen.
29:37Ja?
29:39Weißt du,
29:41was mit Kolja los ist?
29:43Mit Kolja? Wieso?
29:45Der ist irgendwie so komisch drauf.
29:47in letzter Zeit.
29:48Nicht, dass er es sich anders überlegt hat
29:50mit der WG.
29:50Das kann ich mir nicht vorstellen.
29:52Aber was genau,
29:53das weißt du auch nicht.
29:54Nee, aber ich kann ihn gleich fragen,
29:55wenn du willst.
29:56Das wäre ja.
29:56Mach dir keine Sorgen.
29:58Okay.
29:58Dann sehen wir uns später, okay?
30:00Ja.
30:00Ciao.
30:06Danke, Eva.
30:07Ich habe keinen Hunger.
30:08Aber Sie sind gestern Abend
30:09nicht zum Abendessen erschienen.
30:11Ich wollte für mich sagen.
30:13Und heute haben Sie noch nicht gefrühstückt.
30:15Irgendwann müssen Sie etwas essen.
30:16Ich werde schon nicht verhungern.
30:18Sollte ich Hunger verspüren,
30:20werde ich auswärts essen.
30:22Sie können gehen.
30:23Frau Grafenberg,
30:24ich koche Ihnen,
30:24was Sie wollen.
30:26Eva,
30:27Sie werden ja schon gemerkt haben,
30:28dass es nicht um Ihre Kochkünste geht.
30:31Man kann ja wohl nicht von mir erwarten,
30:33dass ich mit der Familie esse,
30:35nach allem,
30:35was geschehen ist.
30:37Herr Grafenberg hat deutlich
30:38zum Ausdruck gebracht,
30:39dass er auf meine Gesellschaft
30:40keinen Wert legt.
30:42Danke.
30:43Sie können gehen,
30:44das wäre alles.
30:46Danke.
31:10Guten Morgen.
31:13Hallo.
31:13Habe ich dich erschreckt?
31:15Ich habe nur ein paar Artikel
31:17für meine Mutter ausgedruckt.
31:20Möchtest du was trinken?
31:23Ich würde mich sehr über einen Kaffee freuen,
31:25der mit Liebe gemacht ist.
31:28Kommt sofort.
31:39Ist alles in Ordnung?
31:42Ja...
31:43Es ist nichts.
31:45Wenn ich dich sehe,
31:46geht es mir gleich doppelt so gut.
31:48Hoffentlich war das gestern
31:49nicht zu viel Erdbeerbohle.
31:50Der Abend gestern war das schönste Geschenk,
31:52was du mir je hättest machen können.
31:55Guck mal.
31:57Die trage ich hier noch mit mir um.
31:59Ich hätte nicht gedacht,
32:00dass ich jemals auf ein Busticket
32:01eifersüchtig sein würde.
32:03Du schaffst es,
32:04aus einer traurigen,
32:05eine glückliche Erinnerung zu machen.
32:06Ich werde es nie mehr bereuen,
32:08dass ich nicht auf dem Abschlussball war.
32:10Nein?
32:11Nein.
32:11Sonst hätte ich doch
32:12unseren Ball verpasst.
32:18Und jetzt verschwinde sonst.
32:21Ich weiß.
32:22Sind wir uns nachher im Bootshaus?
32:24Ich...
32:25Vorher müsste ich noch mal nach Hause.
32:27Vielleicht danach?
32:29Ja, danach komme ich dann zum Bootshaus.
32:32Was ist denn los mit dir?
32:34Nichts.
32:35Es ist alles gut.
32:36Ich...
32:36Wir sprechen später, ja.
32:38Ja.
32:46Daniel hat sofort gemerkt,
32:47dass es mir nicht gut geht.
32:49Er ist so aufmerksam.
32:51Ich könnte ihm alles sagen,
32:53wenn es nur um mich ginge.
32:55Aber ich kann ihm nichts
32:56von dem Zeitungsartikel erzählen.
33:00Ich hoffe,
33:00Mama hat sich einigermaßen beruhigt.
33:03Und ich hoffe,
33:04Daniel bezieht mein Verhalten
33:05nicht auf sich.
33:06Ich muss nachher mit ihm reden.
33:10Patricia ist noch in der Besprechung.
33:12Sie haben sich immer noch nicht geeinigt,
33:13welche Farben ins Sortiment sollen.
33:15Hoffentlich bestellt sie diesmal
33:16genug Aquamarine.
33:17Das ist immer als erstes weg.
33:19Ja, hoffentlich.
33:20Du hast mir richtig leid getan.
33:22Ha, ha.
33:23Ich fand's wirklich blöd,
33:24als das Aquamarine alle war
33:25und wir die Eierbecher
33:26nicht mehr zu der Serie
33:27dazunehmen konnten.
33:28Es hätte so schön gepasst.
33:30Ja, außerdem warst du scharf
33:31auf die Farbreste.
33:32Du wolltest damit
33:33deine Nachttischlampe bemalen.
33:34Nicht so frech.
33:36So frech?
33:36War doch so.
33:38Ich hab übrigens Tim getroffen.
33:42Er fragt, ob bei dir alles okay ist.
33:45Ja, das hat er mich auch schon gefragt.
33:47Ja, und?
33:48Was?
33:49Ja, ist alles okay?
33:51Mein einziges Problem ist,
33:52dass mich jeder andauernd fragt,
33:53ob alles okay ist.
33:55Ich fand ja auch,
33:56dass du heute Morgen komisch warst.
33:57Lilly, ich hatte einfach nur...
34:00Ich hatte Stress mit meiner Mutter.
34:02Wegen der WG?
34:03So ungefähr.
34:05Ja.
34:05Aber das klappt doch trotzdem, oder?
34:07Ich meine, so eine Wohnung
34:08findest du bestimmt nicht so schnell wieder.
34:10Lass uns mal weiterarbeiten.
34:12Sonst macht Patricians die Hölle heiß.
34:31Hallo, Tobias.
34:32Komm rein.
34:34Hallo, Julia.
34:36Suchst du Mama?
34:37Nein, ich hab grad gesehen,
34:39wie du gekommen bist
34:39und wollte dich was fragen.
34:42Ja?
34:43Ich hatte heute einen
34:45kleinen Zusammenstoß mit Christa.
34:48Ich weiß auch nicht,
34:49aber ich hatte den Eindruck,
34:50Christa sei...
34:53Ist alles in Ordnung mit ihr?
34:55Doch, doch.
34:56Ist alles in Ordnung.
34:59Ich glaub, sie hat vorhin geweint
35:01und als ich dann reinkam,
35:02dann hat sie mich wütend rausgeschmissen.
35:04Ach so, das hat nichts mit dir zu tun.
35:06Da musst du ihr nicht böse sein.
35:07Sie hat einfach Schwierigkeiten,
35:09sich einzuleben.
35:12Das ist merkwürdig.
35:13Ich meine,
35:13früher war sie nicht so.
35:14Sie war immer die Erste,
35:15die sich mit neuen Situationen
35:17arrangieren konnte.
35:18Ja, vielleicht
35:19haben die vielen Jahre
35:20auf Wanderschaft
35:21sie da verändert.
35:23Ich kenn das aber von ihr.
35:25Da brauchst du dir keine Sorgen machen.
35:26Sie braucht einfach eine Weile.
35:28Ja, tut mir leid,
35:29dass ich dich damit belästigt hab,
35:30aber ich hab mir einfach Sorgen gemacht.
35:32Das ist auch furchtbar nett von dir.
35:34Ja, wie gesagt,
35:35das ist aber alles bestens.
35:37Okay, ich musste mal
35:38nur noch einiges zu tun.
35:40Wir sehen uns dann heute Abend, ne?
35:42Bis dann.
35:43Schönen Tag.
35:51Ist er weg?
35:53Mama,
35:55was hast du denn mit Tobias gemacht?
35:57Ich?
35:58Gar nichts.
36:00Er hat die ganze Zeit versucht,
36:01mich auszufragen.
36:02Irgendwann ist mir der Kragen geplatzt.
36:04Er hat sich Sorgen gemacht.
36:06Ich musste ihn grad anlügen,
36:07deinetwegen.
36:08Er ahnt etwas.
36:10Er hat einfach gemerkt,
36:11dass es dir nicht gut geht.
36:13Mama,
36:14Tobias hat uns hier
36:15mit offenen Armen aufgenommen.
36:17Er hilft uns, wo er kann
36:18und wir danken es ihm,
36:19indem wir ihn anlügen.
36:20Ich bin das so leid.
36:22Es geht doch nicht anders.
36:24Niemand darf etwas erfahren.
36:28Das hier sind alle Artikel,
36:29die ich über diesen
36:30toten Touristen gefunden hab.
36:32Ja und?
36:32Sie gehen alle davon aus,
36:33dass es ein Unfall war.
36:34Offenbar war er wirklich angetrunken
36:36und ist auf dem Heimweg verunglückt.
36:38Ja?
36:40Ich möchte,
36:41dass du dich jetzt beruhigst, Mama.
36:43Versprich mir,
36:44dass du niemandem etwas erzählst.
36:47Versprich du mir,
36:48dass du dich bei Tobias entschuldigst.
37:04Wie lange willst du denn
37:05noch einen aus dem Weg gehen?
37:07Ich hab Eva vorhin getroffen.
37:08Die ist richtig in Sorge um dich.
37:10Ach,
37:10das ist meine Sache.
37:14Übrigens hab ich Daniel gefragt,
37:15wer seine Freundin ist.
37:17Er hat's nicht gesagt.
37:19Es ist ja auch kein Wunder,
37:20wenn du so damit herausplatzt.
37:22Da muss er ja ahnen,
37:23dass ich dich darauf angesetzt habe.
37:25Er ist gleich im Anschluss
37:26zu mir gekommen und hat gesagt,
37:27ich soll mich aus seinem Leben raushalten.
37:30Oh.
37:31Aber
37:32lassen wir das.
37:34Wenn er wirklich verliebt ist,
37:36dann wird es nicht lange dauern,
37:38bis wir wissen, in wen.
37:39So geduldig kenne ich dich ja gar nicht.
37:42Es ist besser,
37:43ihn jetzt in Ruhe zu lassen.
37:44Er ist sehr gereizt.
37:46Außerdem
37:46ist der Kreis der jungen Damen
37:48sehr eng.
37:50Vielleicht kennen wir sie bereits.
37:52Vielleicht arbeitet sie bei uns.
37:54Das ist durchaus möglich.
37:56Und wenn es so ist,
37:57wird sie sich wünschen,
37:58nie einen Fuß
37:59in unsere Firma gesetzt zu haben.
38:02Wo kommst du überhaupt her?
38:03Ich habe den ganzen Vormittag
38:05in der Besprechung zur Farbauswahl
38:06fürs neue Quartal gesessen.
38:08Ich kann keine Farbmuster mehr sehen.
38:11Und ich fürchte,
38:12ich habe wieder zu wenig Aquamarine bestellt.
38:15Mochtest du die Frühstücksserie
38:17mit den Aquamarine-Rändern?
38:19Vielleicht sollten wir für die nächste Reihe
38:20eher weg vom Frühstücksgedeck
38:22und was Mediterranes für den Abend ansteuern.
38:26Entschuldige,
38:27ich wollte nicht
38:27in meinen Wunden wühlen,
38:29weil du immer noch
38:31in der Manufaktur arbeiten darfst.
38:33So ähnlich.
38:35Aber sei nicht albern,
38:36natürlich interessiert mich es,
38:37was in der Firma los ist.
38:39Ich bin beurlaubt
38:41und nicht gefeuert.
38:42Gut zu wissen.
38:44Und mal ganz abgesehen
38:45von allen Befindlichkeiten,
38:47wir sollten nicht vergessen,
38:48dass ich Anteile an der Firma halte.
38:52Eigene Anteile.
38:54Ich bin und bleibe
38:56ein Teil des Gravenberg-Unternehmens.
38:59Egal, was Werner entscheidet.
39:02Aber solange Werner Geschäftsführer ist,
39:05bleibt es ihm überlassen,
39:06ob du wiederkommen darfst.
39:08Das ist nur eine Frage der Zeit.
39:10Die Messe steht vor der Tür.
39:12Niemand kümmert sich darum.
39:14Es wird nicht lange dauern,
39:15bis Werner verärgerte Anrufe bekommt
39:18von unseren Geschäftspartnern
39:19und dann wird er schon sehen,
39:20was er davon hat.
39:22Das glaube ich aufs Wort.
39:24Das ist schön.
39:29Sag mal,
39:29hast du Nico hier irgendwo gesehen?
39:33Woher soll ich denn wissen,
39:35wo sich unser Hausmeister rumtreibt?
39:38Mein Motorrad muss überholt werden.
39:49Was soll ich Daniel sagen,
39:51wenn er mich fragt,
39:51was mit mir los ist?
39:53Ich will ihn nicht belügen.
39:56Aber ich muss auch Mama schützen.
39:59Je weniger Menschen wissen,
40:01dass sie diesen toten Mann
40:02in Südafrika kannte,
40:03umso sicherer sind wir.
40:06Sonst bekommt sie Panik
40:07und will, dass wir Falkenthal verlassen.
40:10Und das ist das Letzte,
40:11was ich will.
40:29Danke noch mal für gestern Abend.
40:32Du glaubst nicht,
40:33was von mir zu Hause los ist.
40:35Wieso?
40:37Meine Mutter hat Wind davon bekommen,
40:38dass ich verliebt bin.
40:40Die meisten Mütter haben dafür eine Antenne.
40:42Weiß die denn was von mir?
40:44Nein, sie hat keine Ahnung.
40:46Und deswegen macht sie
40:46alle anderen jetzt verrückt.
40:48Heute Morgen kam Patricia zu mir,
40:50um mich auszuhäufen.
40:52Du wirst ja ganz schön belagert.
40:54Mir gefällt dieses Versteckspiel
40:56überhaupt nicht.
40:58Lass uns immer sagen,
40:59wenn irgendwas ist, ja?
41:01Das mit uns ist mir viel zu wichtig,
41:04als es mit irgendwelchen
41:05Missverständnissen aufs Spiel zu setzen.
41:08Lass uns immer ehrlich zueinander sein.
41:10Ist gut.
41:12Also,
41:13was war heute Morgen los mit dir?
41:17Da war nichts.
41:19Ich war nur müde.
41:22Julia,
41:24ich liebe dich.
41:26Ich merke doch,
41:26wenn irgendwas nicht stimmt.
41:29Oder vertraust du mir nicht mehr?
41:37Alle werden glauben,
41:38ich hätte ihn in den Sumpf geworfen.
41:40Mama,
41:41ich kann nicht mehr.
41:42Ich habe die Marketingabteilung aufgebaut.
41:44Du musst lernen,
41:45ohne sie zu leben.
41:46Die Beurlaubung
41:47durch deinen Großvater
41:49scheint dir viel auszumachen.
41:50Ich weiß, Eva.
41:52Ich habe aus meinen Fehlern gelernt.
41:54Dem gesagt,
41:55du wirst mir wie geht's ihm?
41:56Ist das dein Ernst?
41:56Ich tue dir nicht.
41:57Du bist das Beste,
41:58was mir je passiert ist,
41:59weißt du das?
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