- vor 19 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:02Hey, what you looking for? No one has the answer, they just want more. Hey, who's gonna make it right?
00:21This could be the first day of my life.
00:29Hey, da draußen ist was los. Andreas schafft den Tresen gar nicht allein. Er jongliert gerade mit belegten Broten für
00:35eine Sitzung. Und trotzdem habe ich dir was Süßes mitgebracht. Danke.
00:44Keine Ursache. Übrigens, ähm, Silke hat vorhin gekündigt. Echt? Ist ja cool. Ach, du hörst mir überhaupt nicht zu. Sorry,
00:57das war nicht böse gemeint.
00:58Ich bin nur gerade richtig nervös. Das sind die besten Entwürfe, die ich bisher gemacht habe. Der Seniorchef muss sie
01:02einfach gut finden.
01:05Sind die Änderungen fertig? Naja, fast.
01:09Vereilen Sie sich. Ich will meinen Großvater nicht länger warten lassen.
01:21Gleich hast du es überstanden, Werner. Dann ist alles vorbei.
01:31Oh, Großvater.
01:32Gott sei Dank, dass ihr kommt. Werner ist gerade zusammengebrochen. Wir müssen unbedingt den Notarzt rufen.
01:37Großvater.
01:43Hallo? Annabelle Gravenberg hier. Bitte schicken Sie sofort einen Wagen in die Falkenthaler Porzellanmanufaktur.
01:52Vermutlich ein Herzinfarkt. Bitte machen Sie schnell.
01:54Halt durch, Großvater. Du musst durchhalten.
02:05Hallo, Julia? Du hast mich angerufen?
02:08Was hast du denn, Schatz? Du bist ja so aufgeregt.
02:12Ich? Ich bin zu Hause.
02:14Wo soll ich denn sonst sein?
02:17Ach, da war ich unter der Dusche.
02:20Da habe ich das Klingen wahrscheinlich nicht gehört.
02:24Und jetzt gehe ich ins Bett, wenn du nichts dagegen hast.
02:28Ja, ich weiß, dass es noch früh ist, aber ich gehe trotzdem ins Bett.
02:33Mein Schmöker zu Ende lesen.
02:35Was anderes kann man doch hier sowieso nicht machen.
02:44Hattest du nicht eben noch zwei Teller?
02:46Natürlich.
02:49Und war das gerade ein Entwarnungsanruf?
02:51Ja.
02:52Okay.
02:54Ach, das ist ja schon viel zu kalt. Ich hole dir was Frisches.
02:59Was ist das bloß zwischen uns?
03:03Was macht Daniel mit mir?
03:07Ich habe noch nie erlebt, dass mir jemand in so kurzer Zeit so vertraut und nah war.
03:12Als wäre er genau der eine, der für mich bestimmt ist.
03:20Als nächstes kommt die Zero.
03:22Ich weiß das. Ich fühle das.
03:26Gleiches Bett.
03:27Setz auf Zero. Setz!
03:30Nein, nein, nein. Komm.
03:31Mach schon. Worauf wartest du? Setz alles.
03:34Du kriegst es 35-fach zurück.
03:3635-fach. Auf Zero.
03:39Jetzt komm doch mal wieder runter.
03:42Hol mir jetzt erst mal einen Trink.
03:44Wie kannst du denn jetzt weggehen?
03:47Darauf haben wir doch den ganzen Abend gewartet.
03:49Auf Zero.
03:50Wir beide, wir sprengen die Bank.
03:52Ich spreng jetzt erst mal die Bank.
03:55Ja, dann setz halt erst mal noch zwei Scheinchen, wenn du dir so sicher bist.
04:04Ich bin jetzt auf Felsen.
04:20Willst du nicht da auch tanzen?
04:23Kommst du mit?
04:24Wie kannst du denn jetzt WORN?
04:27Ja.
04:28Ja, ich bin jetzt rat spirits.
04:29Ja.
04:30Ja.
04:33Bis zum nächsten mal.
04:33Wir sind jemanden.
04:35Ja.
04:47Ich bin jetztłam aufчeu節.
04:53Das war's, das war's, das war's, das war's.
05:23Das war's, das war's.
05:55Jetzt können wir uns beide was wünschen.
05:57Das war's.
05:58Das war's.
06:01Das war's.
06:40Das war's.
07:09Das war's.
07:17Das war's.
07:19Das war's.
07:49Das war's.
07:53Das war's.
08:20Und du warst ziemlich sauer auf ihn.
08:22Willst du damit andeuten, dass ich für Berners Zustand verantwortlich bin?
08:25Nein.
08:27Aber ihr habt bestimmt gestritten.
08:30Professor Drisler, wie geht's mit dem Großvater?
08:34Das war's, das war's, das war's, das war's, das war's.
09:04Und du warst du damit, das war's, das war's, das war's, das war's, das war's.
09:21Und du warst.
09:29Hammann.
09:34Hammann.
09:35Hammann.
09:54Gut, dass du, das war's.
09:55Gut, dass du, das war's, das war's, das war's, das war's, das war's, das war's.
10:03Gut, dass Sie vor Ort waren und so schnell gehandelt haben.
10:06Damit haben Sie Ihrem Schwiegervater wahrscheinlich das Leben gerettet.
10:09Ich bitte Sie, Professor Drisler, das hätte doch jeder an meiner Stelle getan.
10:14Heißt das, er wird durchkommen?
10:16Wir möchten ihn heute Nacht noch hier behalten.
10:18Auch wenn das kein richtiger Infarkt war, möchte ich auf Nummer sicher gehen.
10:23Wenn Sie mich jetzt bitte entschuldigen.
10:27Na, dann können wir ja nach Hause fahren, sobald Herr Becker mit dem Wagen da ist.
10:33Ja, was soll es Werner dann bringen, wenn wir uns hier die Nacht um die Ohren schlagen?
10:36Ich glaube, dass es Großvater ziemlich viel bedeutet, wenn seine Familie hier bei ihm ist.
10:40Natürlich, Patricia, aber Werner ist nicht mehr der Jüngste.
10:44Irgendwann müssen wir den Tatsachen ins Auge sehen, dass er uns möglicherweise verlassen wird.
10:59Offensichtlich hat er schon seit Längerem ein schweres Herzlein.
11:02Das hat keiner gewusst?
11:04Doch, er und Eva, sonst niemand.
11:06Darauf hat er wohl bestanden.
11:08Aber Daniel hätte ihn doch in der Firma noch viel mehr entlasten können, oder nicht?
11:12Ihr weiß ja, Gravenberg, also Daniel, weiß er Bescheid?
11:14Ich weiß es nicht genau, aber auf jeden Fall wird es ein ziemlicher Schock für ihn,
11:17wenn er erfährt, dass der Großvater fast gestorben wäre.
11:30Julia, in den Rucksack.
11:35Sind die Jungs wirklich sicher nach Hause?
11:37Ja, klar. Nach den Safaris sind die Jungs immer mein Taxi.
11:44Wenn ich nicht ganz sicher wäre, dass wir uns gleich morgen früh wiedersehen,
11:48würde ich dich nicht gehen lassen.
11:50Und ich werde nicht gehen.
11:53Ich verspreche dir, ich werde morgen früh an dieser Stelle sein.
11:56Aber ich kann heute Nacht nicht einfach wegbleiben.
11:59Wenn meine Mutter aufwacht und ich bin nicht da, dann dreht sie durch und denkt, ich sei entführt worden oder
12:03sowas.
12:04Ja, die Sorge ist hier nicht unbegründet.
12:07Morgen werde ich jede Minute bis zu deinem Abflug mit dir verbringen.
12:11Wir müssen auch so viel besprechen.
12:14Die Adressen austauschen.
12:15Wann ich wieder hier bin, wann...
12:16Morgen am Flughafen, okay?
12:20Ich will nicht schon in der Früh mit dem Abschied nebenan anfangen
12:22und dann jede Stunde runterzählen bis zu deinem Abflug.
12:26Ich habe heute die zauberhafteste Frau der Welt getroffen.
12:33Schlaf gut.
12:35Du auch.
12:37Schlaf schnell.
12:39Oder gar nicht.
12:41Ist ja auch egal.
12:41Mann, doch steck ein.
12:44Okay.
12:57Warte.
13:00Ich weiß nicht.
13:38Ich weiß nicht.
13:39Daniel, hast du Lust auf einen Drink an der Bar an deinem letzten Urlaubstag?
13:43Nein.
13:46Alles in Ordnung?
13:48Ja, in bester Ordnung.
13:51Ich habe jemanden getroffen.
13:54Ach nein.
13:55An deinem letzten Urlaubstag lässt du dich dann doch noch auf einen Flirt ein.
13:59Das war kein Flirt, das...
14:02Das war was anderes.
14:06Dich hat's hier voll erwischt.
14:09Die Safari-Leiterin?
14:11Ja.
14:13Sieht ihr euch wieder?
14:14Auch früh.
14:19Übrigens, deine Mutter hat vorhin angerufen und wollte dich erreichen.
14:22Wollte sie was Bestimmtes?
14:24Keine Ahnung.
14:25Sie hat nur an der Rezeption hinterlassen, dass du sie dringend zurückrufen sollst.
14:28Vielleicht ist was ganz Dramatisches passiert und sie hat sich ihren Fingernagel abgebrochen
14:32oder sowas.
14:33Frederic, es kann immer was Ernsthaftes mit der Firma sein.
14:38Ich ruf sie gleich mal an.
14:56Ja, ich verstehe, verstehe.
15:00Sag Großvater einen ganz lieben Gruß von mir und dass ich... dass ich an ihn denke.
15:07Ja, ist gut.
15:08Bis morgen.
15:11Was ist los?
15:13Großvater ist zusammengebrochen.
15:16Sein Zustand ist stabil, aber ich muss sofort meinen Flug umbuchen.
15:20Er braucht mich jetzt.
15:22Und anstatt mich auch zu informieren, hinterlässt deine Mutter nur eine Nachricht an der Rezeption?
15:26Was weiß ich, vielleicht hat sie in der Aufregung nicht dran gedacht.
15:28Aber Daniel, du kennst deine Mutter.
15:30Wo ist denn die Nummer von der Airline?
15:33Julia, sie weiß nichts von meinem Abflug.
15:35Ruf sie an.
15:36Weißt du, wo sie wohnt?
15:37Sie arbeitet in der SWA.
15:39Vielleicht wohnt sie da auch.
15:40Ruf die Rezeption an und lass sie die Nummer geben.
15:43Könntest du dich um den Flug kümmern, bitte?
15:45Ich werde gleich los telefonieren und die Flüge checken.
15:49Flüge?
15:50Du kommst mit?
15:52Selbstverständlich.
15:52In so einer Situation.
15:54Das ist mein Vater.
16:02Mama?
16:04Was machst du denn da?
16:05Was ist das für ein schickes neues Kleid?
16:08Wir müssen weg von hier.
16:09So schnell wie es geht.
16:11Frag doch nicht.
16:12Hilf mir lieber packen.
16:14Mein Gott.
16:15Das war so schrecklich.
16:17Hermann.
16:18Herr Berlach.
16:19Ich bin da oben.
16:20Ich hab noch nie einen Toten gehabt.
16:23Was redest du denn da?
16:25Wer ist tot?
16:25Wer ist Hermann?
16:27Was ist denn passiert?
16:28Wir müssen weg sein, bevor sie ihn finden.
16:31So weit weg wie möglich.
16:33Das läuft mir doch gar kein Mensch.
16:35Mein Gott, ist das ein Albtraum.
16:36Mama, jetzt sag mir bitte endlich, was du wieder angestellt hast.
16:39Mama ist hingefallen und dann war er tot.
16:47Ja, ich bin noch dran.
16:49Bei Julia geht niemand ans Telefon.
16:52Gut, ich verstehe.
16:53Vielen Dank für Ihre Mühe trotzdem.
16:56Ja, auf Wiederhören.
17:10Das mit den Flügen ist ein bisschen komplizierter.
17:11Wir müssen die Tickets direkt am Flughafen kaufen.
17:14Ich hab Jörg schon ausrichten lassen, dass es uns gleich hinbringt.
17:16Hast du deine Traumfrau erreicht?
17:18Nein.
17:19Hinterlass Ihnen eine Nachricht.
17:20War ich doch gerade.
17:20Außerdem habe ich ihr meine Nummer in ihr Handy getippt.
17:23Heimlich.
17:24Naja, dann kann ja nichts mehr schief gehen.
17:27Hoffentlich.
17:28Ich geh packen.
17:31Das Licht aus.
17:33Wenn uns jemand sieht.
17:35Ja, ich glaube hier war's.
17:37Ja.
17:38Da.
17:38Nein, warte.
17:40Ich kann das nicht nur mal sehen.
17:49Mama, hier ist nichts.
18:02Was?
18:04Das geht doch nicht.
18:08Das kann doch nicht sein.
18:13Was?
18:14Ja, natürlich.
18:16Die haben ihn schon gefunden.
18:17Oh Gott.
18:19Jetzt umgelebt mich doch.
18:21Die können doch mein Gesicht aus dem Passino.
18:22Bitte, jetzt beruhig dich doch erst mal auf.
18:24Ich komme ins Gefängnis.
18:26Er drehe mich ganz in Ruhe.
18:27Was passiert hier?
18:27Für immer und ewig.
18:28In ein südafrikanisches Gefängnis.
18:30Weißt du eigentlich, was das heißt?
18:32Das, das, das fand ich nicht aus.
18:35Das, das, das überlebt mich.
18:36Nein.
18:37Ich weiß.
18:39Ich springe in den nächsten Flieger.
18:41Egal, wohin er geht.
18:43Sollen die doch hier machen, was sie wollen.
18:46Mama!
19:00Herr Rhein, bist du soweit?
19:02Ja, gleich.
19:04Waren Sie eigentlich die ganze Zeit gesteckt?
19:07Ich muss noch was erledigen.
19:08Eine Freundin.
19:09Einen kleinen Gefallen tun.
19:10Wieso?
19:11Heißt das, Sie konnten Julias Mutter helfen?
19:14Ja.
19:15Sehr sogar.
19:17Sagen Sie, haben Sie Julia seitdem noch mal gesehen?
19:19Nein.
19:20Tut mir leid.
19:22Vielleicht könnten Sie mir einen Gefallen tun.
19:35Sie sehen Sie doch fast jeden Tag.
19:37Könnten Sie Ideen hier von mir geben?
19:39Es wäre sehr wichtig.
19:40Natürlich.
19:41Kein Problem.
19:42So, jetzt aber los.
19:57Da vorne ist der Schalter.
19:59Lass uns ganz schnell Tickets kaufen und sofort einchecken.
20:01Ich hoffe jetzt erst mal in der SWA und sage, dass ich nicht zur Arbeit komme.
20:05Da kann ich einfach verschwinden.
20:07Ich habe morgen eine Verabredung und wir müssen wenigstens wissen, wo ich bin.
20:10Nein, Julia, bitte nicht.
20:12Niemand darf wissen, wo wir sind.
20:14Am besten, die denken, wir sind einfach verschwunden.
20:16Mama, hörst du jetzt bitte mit dem Unsinn auf?
20:18Das ist kein Unsinn, Julia.
20:19Das ist mein voller Ernst.
20:20Ich will hier nur noch weg.
20:22Alles andere ist im Moment völlig egal.
20:24Dass ich mir hier ein ganz, ganz wundervolles Leben aufgebaut habe, das ist dir auch völlig egal.
20:30Nein, Julia, natürlich nicht.
20:33Aber wenn wir hier bleiben, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis Sie mich einsperren.
20:38Wie ein Mord.
20:39Mama, da war nichts.
20:42Niemand wird dich wegen Mordes einsperren, wenn es nicht mal einen Toten gibt.
20:46Und wenn ich recht habe?
20:47Willst du mich für den Rest meines Lebens im Gefängnis besuchen?
20:50In einem südafrikanischen Gefängnis?
20:53Ich kann nicht hier bleiben.
20:57Mama, warte!
20:58Bitte!
21:01Du weißt ganz genau, dass ich dich nicht alleine gehen lassen würde.
21:09Julia, ich liebe dich.
21:11Du wirst sehen, in Deutschland wird alles wieder gut.
21:15Glaub mir.
21:25Ich verstehe das nicht.
21:29Da war kein Toter.
21:32Mama muss sich irren.
21:36Ich will hier nicht weg.
21:39Aber sie braucht mich.
21:42Ich kann sie nicht alleine lassen.
22:08Und sagen Sie Julia doch bitte, dass es mir leid tut.
22:12Alles andere steht in dem Brief, den ich Ihnen gegeben habe.
22:14Machen Sie sich keine Sorgen, Herr Grafenberg.
22:18Sorry, hat ein bisschen länger gedauert.
22:21Eine Maschine ist gerade abgeflogen, haben wir nächstes in 20 Minuten.
22:23Prima.
22:24Brauchen Sie mich denn noch?
22:25Nein, danke, Herr.
22:26Dann hole ich Sie in einer Woche wieder ab.
22:28Ja.
22:29Ich melde mich noch und gebe die genaue Ankunftszeit durch.
22:31Na dann, guten Flug.
22:32Danke.
22:33Und die Sache mit dem Brief, wir können Sie erst erledigt bekommen.
22:37Das ist sehr nett von Ihnen.
22:38Tschüss.
22:39Tschüss.
22:41Komm, wir nehmen noch einen Drink.
22:43Na gut.
23:11Wir sollten uns einen Führer besorgen.
23:14Für Hotels und Pensionen.
23:16Ach, glaubst du, dass wir uns ein Zimmer leisten können?
23:19Na, etwa nicht?
23:21Mama, wir haben fast alles Geld, das wir hatten, für die Flugtickets ausgegeben.
23:24Wir haben jetzt noch 32 Euro übrig und das muss uns für die nächsten Tage reichen.
23:28Und zwar für Unterkunft, für Essen und für alles andere, was wir sonst noch brauchen werden.
23:33Was machen wir denn dann?
23:34Das reicht ja nicht mal bis morgen.
23:36Ja, da hast du wohl recht.
23:37Aber du musstest ja unbedingt völlig überstürzt und kopflos aus Südafrika abreisen.
23:41Oh Gott, Julia.
23:43Das tut mir alles so leid.
23:45Warum muss ich uns immer wieder in diese Schwierigkeiten bringen?
23:48Warum kann ich mich nicht einfach mal zusammenreißen?
23:51Ich wollte dir keine Vorwürfe machen.
23:53Aber du hast doch recht.
23:55Wie oft habe ich uns schon in diese Situation gebracht?
23:58Und das alles wegen meiner verdammten Spielerei.
24:00Wie oft?
24:01Mama.
24:02Wie wäre es, wenn wir uns einfach jetzt ein ruhiges Plätzchen suchen, an dem wir überlegen, was wir als nächstes
24:06anfangen?
24:07Einverstanden?
24:10Ich bin so froh, dass ich dich habe, Julia.
24:13Ohne dich, ich weiß gar nicht, wo ich gelandet wäre.
24:16Ich liebe dich, Julia.
24:18Ist schon gut, Mama.
24:20Ich liebe dich auch.
24:22Jetzt komm.
24:42Ich schaffe das schon allein, Patricia.
24:45Ich habe die erste gedacht.
24:45Ja, schon gut.
24:47Kann ich Ihnen helfen, Frau Gartenberg?
24:48Nein.
24:53Werner, ich bin ja so froh, dass es dir wieder besser geht.
25:00Aber bist du sicher, dass es eine gute Idee war, schon heute das Krankenhaus zu verlassen, gegen den ausdrücklichen Rat
25:05der Ärzte?
25:06Deine Sorge in allen Ehren, Annabelle, aber du weißt sehr genau, wie abscheulich ich Krankenhäuser finde.
25:13Schön, dass du wieder da bist.
25:15Übrigens, Daniel kommt heute aus Südastika zurück. Er hat extra wegen dir einen früheren Flug genommen.
25:20Oh, das freut mich aber sehr.
25:22Und er will sich freuen, dich in der Firma zu entlasten.
25:25Aber ich...
25:25Keine Widerrede, Werner.
25:27Schon schlimm genug, dass du uns so lange deine Herzprobleme beschwiegen hast.
25:32Patricia und ich, wir haben mit Professor Diesler gesprochen.
25:35Und wir haben ihm zugesagt, dass wir darauf achten werden, dass du etwas kürzer trittst.
25:40Habe ich recht?
25:41Ja.
25:42Jetzt hört mal zu, ihr beiden.
25:45Ich entscheide immer noch selbst, wann ich kürzer trete und wann nicht.
25:48Ist das klar?
25:56Herr Grafentag, ich bin so froh, dass es Ihnen wieder besser geht.
26:01Ich habe mir solche Sorgen gemacht.
26:03Ich bitte Sie, Eva.
26:06Unkraut vergeht nicht.
26:07Ich verstehe aber nicht, warum Sie nicht noch etwas länger im Krankenhaus geblieben sind.
26:11Ach, Eva, das verstehen Sie ganz genau.
26:14Krankenhäuser machen einen in meinem Alter nicht mehr gesund, sondern genau das Gegenteil.
26:19Aber dann glauben Sie jetzt nicht, dass ich nicht ein Auge auf Sie haben werde.
26:23Sie werden hier schön auf dem Sofa sitzen bleiben und sich ausrufen.
26:27Das ist ja sehr aufmerksam, Eva, aber ich...
26:29Kein Aber dieses Mal nicht, Herr Grafenberg.
26:32Ab jetzt müssen Sie mehr auf Ihre Gesundheit achten.
26:36Es ist gut, Eva. Ich tue, was Sie sagen.
26:45Ach, Tobias, fahren Sie bitte zum Flughafen und holen meinen Sohn ab.
26:49Er hat eine frühere Maschine genommen.
26:51Gerne.
27:02Marion.
27:03Marion Winkler.
27:05Vielleicht können wir bei der ein paar Tage unterkommen.
27:08Ist das deine Freundin aus Saasbach-Walden?
27:10Ja, genau.
27:11Für eine Fahrt nach Saasbach-Walden reicht das Geld nicht.
27:16Naja, wer weiß.
27:19Vielleicht wäre Marion auch gar nicht so begeistert, wenn ich plötzlich bei ihr auftauchen würde.
27:26Gott.
27:29Wie habe ich es bloß geschafft, überall verbrannte Erde zu hinterlassen.
27:35Ich habe keine Freunde mehr, keine Bekannten, die ich um Hilfe bitten könnte.
27:48Entschuldige.
27:49Aber ich glaube, ich gebe mich mal lieber ein bisschen frisch hoch.
27:56Arme Mama.
27:58Sie fühlt sich schrecklich.
28:01So verzweifelt habe ich sie noch nie gesehen.
28:04Aber sie hat recht.
28:05Wir haben keine Freunde mehr, die wir um Hilfe bitten könnten.
28:11In diesem Moment wartet Daniel gerade auf mich.
28:15Er wird glauben, dass ich ihn versetzt habe, dass es mir nicht wichtig war.
28:21Was würde ich darum geben, jetzt in Südafrika an der Lodge zu stehen und mit ihm den Tag zu verbringen?
28:27Wie kann man jemanden so sehr vermissen, den man gar nicht richtig kennt?
28:48Jetzt wäre euer Treffen.
28:52Romeo.
28:54Julia hat deinen Brief sicher schon erhalten.
28:56Meinst du?
28:57Auf Jörges Verlass.
29:08Vielleicht muss ich mich einfach damit abfinden, dass dieser Augenblick mit Daniel alles war.
29:14Vielleicht muss ich ihn vergessen.
29:16Je schneller ich das alles hinter mir lasse, umso leichter wird es.
29:20Was hältst du davon, wenn wir eine Kleinigkeit essen?
29:24Ich weiß, wir haben nicht so viel Geld, aber...
29:26Doch, ich könnte auch was vertragen.
29:27Gut.
29:29Da ist alles.
29:47Und, bist du soweit?
29:49Gleich.
29:50Geh doch schon mal vor.
29:51Okay?
30:29Ich glaube, der Freundin kommt Tobias. Kann das sein?
30:33Ja, das ist er. Er hat sich in den letzten zwei Jahren auch nicht verändert.
30:37Hallo.
30:38Hallo, Tobias.
30:39Schön, Sie zu sehen.
30:40Ganz meines Erzter Grafenberg. Hallo, Daniel.
30:43Ihr Großvater wird Sie auf jeden Fall sehr freuen.
30:48So, jetzt haben wir los.
30:50Ich hole mir nur schnell eine Zeitung.
30:52Ich komme mit.
30:55Komm, wir setzen uns da hinten.
31:03So, hier ist dein Wasser.
31:05Und das Putenzanutsch.
31:07Danke.
31:26Ist es was?
31:29Nein, mir war nur gerade ein...
31:32Was ist denn das für eine Karte?
31:36Sieht ja nett aus.
31:38Das ist Falkenthal.
31:39Hier ganz in der Nähe.
31:52Julia, ich glaube, ich habe eine Idee, wo wir hinkommen.
32:13Danke, Tobias.
32:15Hat sich kaum was verändert, oder?
32:17Nein, gar nicht.
32:22Daniel.
32:23Eva.
32:24Gut, dass du wieder da bist.
32:26Wie geht's ihm?
32:27Na, du kennst ihn ja.
32:28Ja.
32:29Freuen Sie sich auch, dass ich wieder da bin?
32:33Frederik.
32:35Warum?
32:37Dass Sie doch gekommen sind.
32:39Ihr Vater wird sich so freuen.
32:41Komm, Sie.
32:42Danke.
33:07Scheint niemand zu Hause zu sein.
33:10Na ja, am besten.
33:13Wir warten hier.
33:16Ist das schön hier.
33:18Wie lange kennst du diesen Tobias eigentlich schon?
33:22Ach, fast schon.
33:24Seit einer halben Ewigkeit.
33:26Wieso hast du da nie von ihm erzählt?
33:31Weiß nicht.
33:32Hat sich, glaube ich, nie so ergeben.
33:34Aber Tobias ist ein ganz wunderbarer, lieber Mensch.
33:41War dir mal eng befreundet.
33:45Ja.
33:46Aber das ist alles schon fast über 30 Jahre her.
33:51Und seitdem hast du ihn nie mehr gesehen.
33:53Nein.
33:55Wie kommst du denn dann darauf, dass er uns hier aufnehmen wird?
33:58Dann sind wir ja praktisch Fremde für ihn.
34:01Julia, glaub mir, ich bin mir sicher, dass Tobias nichts dagegen hat.
34:04Schon allein wegen der alten Zeiten.
34:08Danke.
34:09Danke, Tobias.
34:18Mutter.
34:19Daniel, ich bin so froh, dass du wieder da bist.
34:24Patrizia.
34:28Großvater.
34:30Du hast mir einen ganz schönen Schrecken angejagt.
34:36Daniel, ich hoffe, ich hab dir damit nicht deinen Urlaub verdorben.
34:41Wie war denn gestern die Safari?
34:43Du musst mir das erzählen.
34:45Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
34:48So anmutig wie eh und je.
34:49Und doch so kühl.
34:52Frederik, was machst du denn hier?
34:54Ich wusste, du würdest dich freuen, mich wiederzusehen, verehrte Schwägerin.
34:58Jetzt habe ich Daniel auch gebeten, nichts zu sagen, um mir die Überraschung nicht zu verderben.
35:03Willkommen, Schwager.
35:05Die Überraschung ist dir gelungen.
35:07Wie schön, dass du da bist, Onkel Frederik.
35:09Großvater, schau mal, wer noch gekommen ist.
35:26Frederik.
35:30Es ist wunderschön hier.
35:33Diese Gegend strahlt eine Ruhe aus, die mich irgendwie tröstet.
35:36Hier ist alles so still und friedlich.
35:39Es kam zu glauben, dass ich vor wenigen Stunden noch in Afrika in der Savanne stand und jetzt bin ich
35:43hier.
35:45Wenn mein Herz nicht in Afrika, dann wäre das hier ein Ort, an dem ich mir vorstellen könnte, zu Hause
35:49zu sein.
35:51Ich hoffe so sehr, dass wir heute Nacht hier bleiben dürfen.
35:55Ich hatte so gehofft, endlich irgendwo anzukommen und jetzt stehen wir wieder, wie schon so oft, ganz am Anfang.
36:27Der See ist bezaubernd schön.
36:29Also kannst du dir vorstellen, ein paar Tage hier zu bleiben, hm?
36:32Wenn dein Bekannter nichts dagegen hat?
36:35Klar.
36:45Entschuldigen Sie, aber das ist Privatgelände.
36:52Zum Ersten.
36:58Christa?
37:06Wahrscheinlich bin ich die Letzte, mit der du hier gerechnet hast.
37:09Aber ich dachte, es wird langsam Zeit, dass wir uns mal wiedersehen.
37:13Nach fast 30 Jahren.
37:15Christa, das ist immer eine Überraschung.
37:20Und Sie sind?
37:21Julia, meine Tochter.
37:23Wie, du hast eine Tochter?
37:25Ja.
37:28Freut mich, Sie kennenzulernen.
37:29Tobias Becker.
37:30Freut mich auch.
37:31Meine Mutter hat mir zwar noch nicht von Ihnen erzählt, aber ich kann Ihnen immerhin sagen, dass Sie ein wunderschönes
37:35Zuhause haben.
37:37Also das, was ich bis jetzt davon gesehen habe.
37:40Danke.
37:41Jetzt mache ich uns erstmal einen Kaffee.
37:43Und dann erzählt ihr mir, was euch nach Falkenthal verschlagen hat.
37:46Sag mal, Tobias, ist das dein Auto?
37:48Nee, das ist der Wagen meiner Arbeitgeber.
37:50Ich bin nur der Chauffeur der Kutsche.
37:51So, jetzt kommt mal rein.
37:55Es ist wirklich sehr edelmütig von Frederik, dass er wegen Berner mitgekommen ist.
38:00Mutter, du kannst dir das Theater sparen.
38:02Ich weiß genau, dass du alles andere als begeistert bist, dass Frederik hier ist.
38:06Na, ist das etwa ein Wunder, nach allem, was er sich in der Vergangenheit geleistet hat?
38:10Er gehört genauso zur Familie wie alle anderen auch.
38:12Und Großvater ist ihm überhaupt nicht egal.
38:16Mutter, es tut mir leid, ich würde mich gerne ein bisschen frisch machen.
38:19Natürlich.
38:20Aber es ist sehr wichtig, dass wir nachher mal miteinander reden.
38:23Alles, was du möchtest.
38:40Hi, Daniel Gravenberg, from Germany, hier.
38:43Oh ja, wir haben gestern Abend schon miteinander gesprochen.
38:46Genau.
38:47Ich habe sie gebeten, mich zu Julia Schilling durchzustellen.
38:50Ja, ich weiß.
38:51Aber es tut mir leid, Julia ist weg.
38:54Was meinen Sie mit weg?
38:56Sie ist verschwunden, mit ihren ganzen Sachen.
38:59Sie haben keine Ahnung, wo sie ist.
39:01Aber ihr ist doch nichts passiert, oder?
39:03Es sieht eher so aus, als sei sie abgereist, ohne was zu sagen oder eine Nachricht zu hinterlassen.
39:10Gut, vielen Dank trotzdem.
39:12Auf Wiederhören.
39:26Oben rechts in den Gang und dann ist es die zweite Tür links.
39:29Handtücher sind im Schrank.
39:30Vielen Dank, Herr Tobias, ganz lieb von dir.
39:32Ich bin dann mal in der Küche und kümmere mich um einen Kaffee, ne?
39:35Herr Becker.
39:37Julia, was halten Sie davon, wenn wir uns duzen?
39:39Und immerhin sind Christa nicht auch alte Freunde, hm?
39:42Sehr gerne, Tobias.
39:43Also, du wolltest mich was fragen?
39:46Ja, mein Handy funktioniert hier in Deutschland nicht.
39:48Und ich müsste dringend ein Telefonat nach Südafrika führen.
39:50Ich wollte fragen.
39:51Kein Problem.
39:52Das Telefon steht da drüben.
39:54Das ist sehr nett.
39:55Danke.
39:58Oben rechts, die zweite Tür.
40:10South Africa Lodge.
40:11Ben speaking.
40:12Hi Ben, hier ist Julia.
40:14Julia Schilling.
40:15Hi Julia.
40:15Was kann ich für dich tun?
40:17Ich müsste ganz dringend mit einem Gast von euch sprechen.
40:20Ich weiß leider nur den Vornamen.
40:22Wer ist Daniel?
40:23Ein Moment.
40:24Ich schau mal im Computer.
40:28Julia?
40:29Sorry, aber wir haben keinen Gast mit Namen Daniel.
40:33Bist du da ganz sicher?
40:36Er war gestern noch auf einer Safari mit mir.
40:39Im Computer steht auf jeden Fall niemand, der Daniel heißt.
40:42Sorry.
40:44Danke.
40:51Ich muss mich korrigieren.
40:54Du hast überhaupt kein Herz.
40:55Ich weiß doch, was ich gesehen habe.
40:57Ich wünschte, ich könnte das ausreden, Mama.
40:59Ich wollte mich nochmal entschuldigen dafür, dass ich dich mit der ganzen Arbeit allein gelassen habe.
41:03Werner will Frederik zusammen Nachfolger machen.
41:05Ist Großvater senil geworden, oder was?
41:08Muss ich mir irgendwas vorwerfen?
41:09Hab ich irgendwas falsch gemacht?
41:10Gibt es irgendeine Rechtfertigung für diese Entscheidung?
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