Zum Player springenZum Hauptinhalt springen
  • vor 1 Tag

Kategorie

🎥
Kurzfilme
Transkript
00:00Dann musst du ja jetzt nur noch rausfinden, wer Daniels neue Flamme ist.
00:04Vorausgesetzt, es interessiert dich noch.
00:06Es interessiert mich nur aus einem Grund.
00:08Wer immer sie auch ist, sie tut Daniel nicht gut.
00:12Sie tut ihm nicht gut?
00:14Wie kommst du denn auf die Idee?
00:16Irgendwie wird Daniel immer abweisender zu mir.
00:19Also muss ich davon ausgehen, dass diese Person ihn gegen mich auffätzt.
00:24Wenn ich sie vor dir finden sollte, sag ich ihr schon mal, dass sie ihr Testament machen soll.
00:55Hey, what you looking for?
01:01No one has the answer, they just want more.
01:08Hey, who's gonna make it right?
01:15This could be the first day of my life.
01:31Danke, Herr Grafenberg.
01:35Frau Mertens, es ist wirklich enorm, was Sie hier für uns alles leisten.
01:40Und es wird einfach Zeit, dass ich Ihnen als Chef einmal Danke sage.
01:46Vielen Dank.
01:47Daniel!
01:48Was ist?
01:49Kannst du mir das mal bitte erklären?
01:51Da gibt es nichts zu erklären.
01:52Ich muss wieder ins Büro zur Arbeit.
01:54Frau Schilling, würden Sie mir bitte ein Cappuccino ins Büro bringen?
01:57Gern, Herr Grafenberg.
01:58Vielen Dank.
02:01Patrizia, komm doch mal bitte mit in mein Büro.
02:06Ich hab's immer gewusst.
02:08Was hast du immer gewusst, Silke?
02:11Dass er mehr für mich empfindet.
02:13Hast du nicht gehört, was er gesagt hat?
02:16Er wollte sich lediglich für deine Arbeit bedanken.
02:19Mit einer roten Rose.
02:23Ich bin doch nicht blöd.
02:25Ja, das müsst ihr dann ausbilden.
02:27Ich weiß.
02:30Wie sollen wir das, Silke, erklären?
02:34Jetzt glaubt sie erst recht, dass Daniel in sie verliebt ist.
02:51Also, was soll ich sagen, Eva?
02:52Deine Marmelade ist nicht zu übertreffen.
02:54Allerdings.
02:55Die beste Marmelade, die ich je gegessen habe.
02:57Oh, jetzt übertreibt mal nicht.
02:59Ich wünschte, ich könnte auch so gut kochen.
03:02Wenn du willst, kann ich dir so ein paar kleine Kochtipps zeigen.
03:05Wirklich?
03:06Ja, ist gar nicht so schwer, gute Marmelade zu kochen,
03:09wenn man die Geheimnisse kennt.
03:11Großartig.
03:12Endlich lerne ich kochen.
03:15Entschuldigt bitte,
03:16aber ich muss noch ein paar Besorgungen für die Grabenbergs machen.
03:18Bis später, die Damen.
03:19Bis später, der Herr.
03:21Noch Kaffee?
03:22Na gut, eine noch.
03:29Danke.
03:36Ist es nicht herrlich hier, Eva?
03:39Ja.
03:42Es ist schon ein schönes Fleckchen Erde.
03:47Tobias kann stolz auf sein Häuschen sein.
03:50Man spürt sofort, dass es mit viel Liebe gebaut wurde.
03:53Allerdings.
03:55Das freut mich.
03:59Hat dir Tobias was erzählt?
04:03Nur, dass du etwas bedrückt warst.
04:07Ja.
04:07Mir ging es nicht so gut.
04:11Mir fällt die Eingewöhnung immer noch schwer.
04:16Tobias hat zu viel von meiner schlechten Laune abbekommen.
04:19Und?
04:20Ist jetzt alles wieder in Ordnung zwischen euch beiden?
04:22Ja, Gott sei Dank.
04:24Hat er dir noch mehr erzählt?
04:27Och, das eine oder andere.
04:30Und das wäre?
04:32Nicht viel.
04:34Nur, dass ihr mal ein Paar wart.
04:38Früher.
04:39Das hat er dir erzählt?
04:40Christa.
04:41Tobias und ich, wir sind gute Freunde.
04:45Und weiter?
04:46Nichts weiter.
04:49Nur, dass du dann plötzlich verschwunden warst.
04:53Ach, Eva.
04:56Wir sind zusammen in einem kleinen Ort aufgewachsen.
04:59Wir waren in derselben Schule.
05:01Irgendwann wurde mir das einfach zu eng.
05:04Ich wollte die Welt sehen.
05:06Das kann ich gut verstehen.
05:09Irgendwann ist man an einem Punkt im Leben,
05:11wo man sich entscheiden muss.
05:14Ja.
05:16Aber ich habe nicht die richtige Entscheidung getroffen.
05:19Ich habe Tobias damals sehr wehgetan.
05:22Hast du ihm das schon gesagt?
05:24Nicht so richtig.
05:27Dieses Thema umgehen wir beide immer.
05:30Ist aber auf die Dauer auch keine Lösung.
05:32Ich weiß doch gar nicht, was auf die Dauer ist.
05:35In meinem Leben hat es bisher noch keine auf die Dauer gegeben.
05:39Und ich weiß nicht, ob es zukünftig eins geben wird.
05:48Ja?
05:57Wer hat mein Problem?
05:58Ich weiß.
05:59Ich fühle mich wie ein Achtjähriger, der beim Rauchen erwischt wurde.
06:03Wie konnte ich nur so blöd sein?
06:04Was ist da bloß in mich gefahren?
06:06Warum hast du denn Silke nicht um eine Vase gebeten?
06:09Ich weiß.
06:09Ich konnte in dem Moment einfach nicht großartig nachdenken.
06:12Ich wollte nur verhindern, dass meine Mutter Verdacht schöpft, was uns betrifft.
06:16Das ist gründlich nach hinten losgegangen.
06:18Jetzt glaubt sie bestimmt, dass Silke deine heimliche Geliebte ist.
06:21Das werde ich ihr ausreden.
06:23Das mit uns kann ich ihr nicht ausreden.
06:25Dafür kann ich nicht gut genug lügen.
06:29Und was machen wir mit Silke?
06:32Die Ärmste glaubt doch jetzt auch, dass du in sie verliebt bist.
06:35Ist ja auch kein Wunder.
06:36Welcher Chef schenkt seine Angestellten schon eine rote Rose.
06:40Die war eigentlich für dich bestimmt.
06:49Aber das sage ich ihr besser nicht.
06:52Mir wird schon irgendeine Erklärung einfallen.
06:55Viel Glück.
07:00Ich glaube es einfach nicht.
07:02Daniel und diese Sekretärin.
07:03Das fährt mir nicht in den Kopf.
07:06Manchmal passieren einfach Dinge, Mutter, die selbst du nicht voraussehen kannst.
07:10Frag sie doch einfach.
07:12Gute Idee.
07:16Frau Mertens, kommen Sie doch bitte mal in mein Büro.
07:21Ich kenne doch Daniel.
07:23Diese Mertens hat nicht einen Hauch einer Chance.
07:28Ja, neu herein.
07:31Ach, Frau Mertens, haben Sie eigentlich schon die Telefonkonferenz organisiert?
07:35Ja, das habe ich.
07:36Gibt es Änderungen?
07:37Nein, nein.
07:38Ich wollte mich nur vergewissern.
07:41Ach, übrigens, ich wusste ja gar nicht, dass Sie und mein Sohn, dass Sie sich so nahe stehen.
07:49Ja, ich war mir da bisher auch nicht so sicher.
07:52Aber wenn er Ihnen eine rote Rose schenkt, dann scheint er ja etwas für Sie übrig zu haben.
07:58Das glaube ich auch.
07:59Und darüber freuen Sie sich doch sicher, oder?
08:03Ich habe immer gehofft, dass da mehr als nur Sympathie ist.
08:06Ja, dann kann man Ihnen ja nur gratulieren.
08:10Was mein Sohn, was mein Sohn, Ihre Gefühle offenbar erwidert.
08:13Danke.
08:14Dann mal viel Glück.
08:16Sie werden es gebrauchen können.
08:18Danke, Frau Grafenberg.
08:23Ich wüsste nicht, was es da zu lachen gibt.
08:26Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Daniel seine Geschäfte wegen diesem Blondchen vernachlässigt.
08:30Wieso? Daniel ist auch nur ein Mann.
08:32Und Silke ist ziemlich attraktiv.
08:34Ein bisschen naiv vielleicht, aber darauf stehen manche Männer.
08:39Daniel ist ein Grabenberg.
08:44Tim, komm rein.
08:46Ich wollte dich nicht stören.
08:48Ich muss nur für meinen Chef was abholen.
08:50Die neuen Modern Classic Entwürfe.
08:53Sonst werden die Gussformen nicht rechtzeitig fertig.
08:55Ah, ja.
08:59Hier, die Mappe.
09:03Wo ist Kolja?
09:05Der ist kurz raus.
09:07Ein Glück ist mit ihm wieder alles in Ordnung.
09:09Du meinst, weil er sich nicht entscheiden konnte, mit mir in die WG zu ziehen.
09:12Ja.
09:13Und zu mir war er in letzter Zeit auch so komisch.
09:15Mal voll auf Distanz, dann wieder nicht.
09:17So ist er sonst nie.
09:19Wir kennen uns echt schon lange.
09:21Vielleicht die Post-Pubertät.
09:24Ja, sicher.
09:25Vielen Dank.
09:26Du bist mir eine große Hilfe.
09:27Ich helfe doch immer gerne.
09:28Sie brauchen Rat.
09:29Dr. Tim ist zur Stelle.
09:32Aber jetzt mal im Ernst.
09:33Früher war Kolja nie so.
09:35Macht ihr mir nicht solche Sorgen.
09:37Er scheint sich auch wieder eingekriegt zu haben.
09:38Jetzt machen wir die WG auf, feiern Partys und alles wird gut.
09:41Ja, hoffentlich.
10:01Na, da scheint doch jemand gute Laune zu haben.
10:04Oh Gott, hast du mich erschreckt.
10:06Was machst denn du hier?
10:07Ich habe gerade Mittagspause.
10:09Ich dachte, ich komme her, wir machen uns zusammen was zu essen.
10:11Gute Idee.
10:12Seitdem du deinen Job hast, sehen wir uns ja kaum.
10:15Eva war gerade hier.
10:17Wir wollen uns jetzt öfter treffen.
10:19Du, sie will mir das Kochen beibringen.
10:21Das freut mich, Mama.
10:25Alles okay mit dir?
10:26Auf der Arbeit?
10:29Ja, eigentlich schon.
10:31Ich bin jetzt nur etwas schlapp.
10:33Ich freue mich aber, dass es dir wieder gut geht.
10:36Naja.
10:37Die Geschichte mit Hermann spukt mir schon im Kopf herum.
10:41Ach, Mama, nicht schon wieder.
10:42Ich habe dir doch gesagt, dass du nicht schuld bist an seinem Tod.
10:45Die Leiche wurde weit, weit weg von der Lodge gefunden.
10:48Ja, vielleicht hast du recht.
10:51Und niemand wird dich mit seinem Tod in Verbindung bringen.
10:54Niemand.
10:55Außer dem Besitzer von der Lodge.
10:57Und der ist weit weg, in Südafrika.
11:02Ja, du hast recht.
11:04Du musst dir die ganze Sache endlich aus dem Kopf schlagen, Mama.
11:14Freut mich zu hören, Kitty.
11:15Ja.
11:16Dann lass die zwei restlichen Apartments frei.
11:18Für besondere Gäste, du weißt schon.
11:20Mhm.
11:21Und wie läuft das Casino?
11:23Wunderbar.
11:24Ihr braucht mich gar nicht da unten.
11:26Ja, es wird eine Weile noch dauern.
11:28Ich beginne mich gerade an die Umgebung und das herzliche deutsche Wetter zu gewöhnen.
11:32Okay, wir hören uns.
11:33Bye, bye.
11:35Meine Assistentin von der Lodge.
11:36Ja, ist alles wunderbar.
11:38Die brauchen mich gar nicht da unten.
11:39Dann können Sie ja noch ein bisschen länger hierbleiben.
11:41Und mich von Ihnen verwöhnen lassen.
11:43Sie glauben gar nicht, wie sehr ich mich freue.
11:45Vor allem für Ihren Vater.
11:46Ich hätte mir gar nicht vorstellen können, dass ich nochmal anfange, mich hier wohlzufühlen.
11:50Das liegt natürlich auch daran, dass ausgerechnet hier die beste Köchin der Welt lebt.
11:54Hier ist zwar nicht Südafrika, aber schön ist es ja auch.
11:58Ja, Heimat ist immer was Besonderes.
12:00Auch wenn sich viel verändert hat.
12:02Haben Sie sich Ihnen inzwischen die Manufaktur angesehen?
12:05Da ist wirklich viel geschehen.
12:06Ich war kürzlich bei Daniel.
12:08Aber, um ehrlich zu sein, die Manufaktur hat mich nie besonders interessiert.
12:13Das war immer das Reich meines Vaters und meines Bruders.
12:16Sie haben früher manchmal Ihren Vater von der Arbeit abgeholt.
12:19Ja, weil es in der Kantine die beste Limo gab.
12:23Aber da ist wirklich viel passiert.
12:25Ich weiß, Sie haben recht.
12:27Was passiert mit den Kräutern?
12:29Das wird ein Schweinefilet im Römertopf auf einem Kräuterbett.
12:35Sie können aber nicht alles haben.
12:36Einen Teil habe ich schon einer Bekannten versprochen.
12:39Wem denn?
12:40Tobias hat Besuch von einer alten Freundin.
12:43Eine sehr nette junge Frau.
12:45Ja, vielleicht kann ich die Dame auch mal kennenlernen.
12:47Ja, vielleicht, wenn Sie lange genug bleiben.
12:51Sie versuchen, mich mit allen Mitteln zu bleiben, zu bewegen.
12:54Stimmt.
13:11Frau Mertens, könnten Sie bitte diese Briefe abtippen und abschicken?
13:16Selbstverständlich, Herr Grabenberg.
13:20Da wäre noch etwas.
13:22Ja?
13:23Die Sache mit der Rose.
13:26Das war wahrscheinlich etwas komisch für Sie.
13:29Nein, überhaupt nicht.
13:31Das war jedenfalls anders gemeint, als es vielleicht ausgesehen hat.
13:34Ich wollte mich bei Ihnen bedanken für Ihre Arbeit, Ihr Engagement, Ihre Zuverlässigkeit, Ihre Loyalität, Ihre Vertrauenswürdigkeit.
13:44Vielen Dank, Herr Grabenberg.
13:46Deshalb habe ich Ihnen die Rose geschenkt.
13:48Ja, ich weiß.
13:50Dann verstehen Sie mich also richtig.
13:52Natürlich.
13:57Ich möchte nicht, dass Missverständnisse entstehen.
14:00Ganz bestimmt nicht.
14:02Darf ich Sie noch um einen Gefallen bitten?
14:04Jeden.
14:05Bitte behandeln Sie die Sache diskret.
14:08Sie wissen, wie viel hier geredet wird.
14:10Selbstverständlich.
14:11Vielen Dank, Frau Mertens.
14:21Ist er nicht wunderbar?
14:31Silke, Daniel hat dir doch gerade erklärt, wofür die Rose gut war.
14:36Nämlich als Dank für deine Arbeit und sonst nichts.
14:39Ich bin zwar blond, aber nicht blöd.
14:42Kein Chef schenkt seiner Mitarbeiter in eine rote Rose.
14:45Aber vielleicht gab es unten im Laden keine anderen Blumen mehr.
14:49Daniel will die Sache so aussehen lassen, als ob es eine rein geschäftliche Angelegenheit ist.
14:54Damit keine Tratschereien entstehen.
14:55Verstehst du?
14:56Natürlich.
14:57Und ich sage euch das auch nur am Vertrauen.
14:59Ihr dürft es niemandem weitererzählen.
15:00Das haben nun Daniel und ich uns versprochen.
15:03Weißt du, ich kann nicht glauben, wie naiv du sein kannst.
15:07Und ich verstehe überhaupt nicht, warum du mir den Junior ausreden willst.
15:11Silke, vielleicht hat Andreas recht.
15:13Ich denke auch, du solltest die Rose vielleicht nicht überbewerten.
15:18Ich dachte wenigstens, du hast eine romantische Ader.
15:22Also ich meine, dass er nichts davon versteht, das ist ja klar.
15:24Aber, aber du?
15:31Wieso?
15:32Ich meine, wir Männer, wir schenken uns auch Blumen.
15:35Und dann hat es die gleiche Bedeutung.
15:37Eine Rose ist eine Rose.
15:54Schornsteinfeger küssen bringt Glück, habe ich mal gehört.
15:56Ach, wirklich?
16:02Was machst du eigentlich hier?
16:04Musst du nicht arbeiten?
16:05Also.
16:07Erstens habe ich Mittagspause.
16:08Zweitens kann ich arbeiten, wann ich will.
16:10Schließlich gehöre ich zur Chefetage.
16:12Und drittens weiß ich überhaupt nicht, warum ich dir das erklären soll.
16:16Hört, hört's, Frau Schäfin.
16:17Aber sollen Sie immer alles tun, was Mama sagt?
16:19Das geht dich nichts an.
16:22Und meine Mutter interessiert sich für mich gerade am allerwenigsten.
16:25Ach ja?
16:26Ja, stell dir vor, Daniel hat Silke heute eine rote Rose geschenkt.
16:30Daniel interessiert sich für Silke?
16:32Keine Ahnung.
16:33So richtig vorstellen kann ich es mir eigentlich nicht.
16:35Auf jeden Fall hat meine Mutter gesehen, wie Daniel Silke die Rose überreicht hat.
16:40Da kannst du dir vorstellen, wie sie reagiert hat.
16:42Wie dann?
16:43Sie war entsetzt.
16:44Ihr Sohn mit einer Sekretärin.
16:47Und, was soll denn da so schlimm sein?
16:48Silke ist doch ganz nett.
16:50Verstehst du das nicht?
16:51Meine Mutter würde niemals zulassen, dass Daniel sich mit einer Angestellten einlässt.
16:55Oder mit einer unter seinem Rang und Namen.
16:58So wie wir beide?
16:59Ja.
17:00Genau.
17:04Was hast du?
17:06Hast du auch ein Problem damit, dich mit einem Angestellten einzulassen?
17:09Spinnst du?
17:10Ich hab doch nur erzählt, was meine Mutter denkt, nicht was ich denke.
17:14Ich bin nicht so ein Snob wie sie.
17:16Ach nein.
17:18Wir sind zwar nicht Romeo und Julia, aber...
17:22...wenn ich so denken würde wie meine Mutter...
17:26...würde ich wohl kaum...
17:36Eine wunderbare Idee von dir, wieder mal zusammen essen zu gehen.
17:40Du weißt, dass ich mit dir reden wollte.
17:42Ah ja?
17:43Worüber denn?
17:44Über die Sache mit der Rose, die ich Frau Mertens geschenkt habe.
17:47Daniel, du musst nicht mit mir darüber sprechen.
17:50Das ist deine Privatsache.
17:52Nur damit keine Missverständnisse entstehen.
17:54Ich habe nichts mit Frau Mertens.
17:55Das kannst du mir glauben.
17:58Meinst du, ich weiß nicht, was eine rote Rose bedeutet?
18:01Ich wollte mich bei ihr für die Arbeit bedanken.
18:03Von Chef zu Sekretärin.
18:05Und findest du eine rote Rose dafür angemessen?
18:09Es gab keine anderen.
18:12Ich hab nicht darüber nachgedacht.
18:14Zumal jeder weiß, dass Frau Mertens etwas für dich übrig hat.
18:19Ich weiß.
18:20Aber ich kann ja nichts dagegen tun.
18:22Ich kann es ihr schlecht verbieten.
18:24Und ich möchte ihr nicht wehtun.
18:26Berührend.
18:27Ich habe das Missverständnis mit Frau Mertens bereits aufgeklärt.
18:31Und wie hat sie reagiert?
18:33Sehr verständnisvoll und einsichtig.
18:36Und damit ist die Sache für mich erledigt.
18:39Du wolltest darüber reden.
18:41Ja, das habe ich ja jetzt getan.
18:44Ich muss auch wieder ins Büro.
18:47Ja, ich auch.
18:52Ich auch.
18:58Tobias, du bist schon wieder da.
19:00Na, es gab nicht so viel zu tun.
19:01Ich muss nachher nochmal in die Manufaktur.
19:03Ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich es mir hier ein bisschen gemütlich mache.
19:07Ganz im Gegenteil.
19:08Ich freue mich ja, wenn es dir hier gut geht.
19:11Du, ich war wirklich etwas schroff zu dir.
19:15Ach, ist schon okay.
19:17Ich war einfach ein bisschen durcheinander.
19:19Ist auch kein Wunder.
19:21Neue Umgebung hier.
19:23Unser Wiedersehen.
19:25Also, das viel auf einmal, ne?
19:29Du, als wir getanzt haben, das war wie in alten Zeiten.
19:33War es für mich auch.
19:36Aber das hat ja nichts zu bedeuten.
19:42Auf jeden Fall, der Vormittag mit Eva und dir, der war sehr schön.
19:45Ich freue mich so, dass ich von Eva kochen lerne.
19:50Weil ich habe mir gleich gedacht, dass sie beide euch gut verstehen würde.
19:53Ja, ist lange her, dass ich eine Freundin hatte.
19:56Und heute Abend kommt sie schon wieder.
19:58Wir wollen zusammen essen.
19:59Mit dir natürlich.
20:01Ja, Evas Kochkünste sind einmalig.
20:04Also ich meine, falls Eva kochen würde.
20:07Ja, ja, ja, du hast Glück.
20:09Eva kocht.
20:10Ach so.
20:11Du, ich habe die Idee, Evas Rezepte aufzuschreiben
20:16und mit ein paar Geschichten von mir zu garnieren.
20:19Das könnte doch ein richtig tolles Buch werden.
20:22Ach, Christa.
20:23Das ist doch wieder so eine fixe Idee, aus der am Ende wieder nichts wirft.
20:27Und ob.
20:28Das wird ein sehr schönes Buch,
20:30das hoffentlich sehr viele Leute kaufen werden.
20:39Du wolltest mich sprechen, Mutter?
20:41Ja, wo bleibst du denn so lange?
20:44Wo kommst du überhaupt her?
20:47Ich habe Mittagspause gemacht
20:48und ich glaube nicht, dass ich dir darüber Rechenschaft abgeben muss.
20:52Hauptsache, du hattest deinen Spaß.
20:53Wie jeder hier.
20:55Wenn du mich deswegen gerufen hast,
20:56dann gehe ich jetzt mal lieber wieder in meine Arbeit.
20:57Ich habe gerade mit Daniel gesprochen.
21:00Er bestreitet vehement, dass er etwas mit dieser Mertens hat.
21:05Dann wird es wohl auch so sein.
21:07Und warum schenkt ihr ihr dann eine rote Rose?
21:10Vielleicht war es ja wirklich ganz unverfänglich gemeint.
21:12Ach, das glaubst du doch wohl selbst nicht.
21:14Das passt doch gar nicht zu ihm.
21:16Und wenn schon, lass ihm doch seinen Spaß.
21:18Aber nicht, wenn er hier seine Arbeit vernachlässigt.
21:22Gerade jetzt ist es so wichtig,
21:23dass er hier seine Führungsposition in der Firma sichert.
21:26und dein Onkel Frederik in Falkenthal herumschleicht.
21:31Kannst du nicht mal mit ihm reden?
21:33Ich bekomme Daniel in letzter Zeit selbst kaum noch zu Gesicht.
21:36Und ich wüsste nicht, warum er sich mir anvertrauen sollte.
21:39Sollte es wirklich stimmen,
21:41dass diese Mertens etwas mit Daniel hat
21:43und sie der Grund ist,
21:45dass er sich seine Zukunft verbaut,
21:47dann werde ich ihr
21:48das Leben zur Hölle machen.
21:52Was bildet die sich eigentlich ein,
21:53dieses kleine Dummchen?
21:56Ich habe meine Mutter beruhigt.
21:58Ich habe ihr die ganze Sache erklärt.
21:59Und sie hat es wirklich geglaubt?
22:01Ihr wird nichts anderes übrig bleiben.
22:03Außerdem ist es mir langsam zu dumm,
22:05jedem zu erklären,
22:06dass da mit Silke nichts läuft.
22:10Was ist?
22:11Naja, aber Silke...
22:14Aber Silke war doch ganz einsichtig.
22:16Daniel, da irrst du dich leider.
22:18Ja, sie macht sich immer noch große Hoffnung.
22:21Du solltest sie mal sehen.
22:22Wirklich?
22:23Mhm.
22:24Sie...
22:26Sie denkt, du suchst nach einem Vorwand,
22:29um Kratschereien aus dem Weg zu gehen.
22:33Was soll ich denn machen?
22:36Soll ich zu ihr gehen und dir sagen,
22:38liebe Frau Mertens,
22:39es tut mir leid,
22:40ich liebe nicht sie,
22:41sondern Julia Schilling.
22:42Naja, das nun nicht gerade.
22:45Nein, Silke hat sich total verrannt
22:46in die Idee,
22:48dass ich etwas von ihr wollen könnte.
22:50Sie tut mir so leid.
22:54Ich weiß nicht,
22:54was ich machen soll.
22:56Ich kann nur eine lieben.
22:59Das will ich auch.
23:13Ich muss wieder raus.
23:15Sonst wissen alle gleich Bescheid.
23:20Oje.
23:21Kolja wartet schon den ganzen Tag
23:22auf die Beurteilung seiner Entwürfe.
23:34Darf ich?
23:35Klar.
23:37Na, Kolja,
23:38was machen die neuen Entwürfe?
23:41Irgendwas fehlt da noch.
23:42Ich weiß auch nicht, was es ist.
23:44Die kommen mir so langweilig vor.
23:46Nein, nein,
23:46es ist überhaupt nicht langweilig.
23:48Schlicht, aber ausgefallen im Detail.
23:50Das würde sehr gut in unsere
23:51Modern Classic Kollektion passen.
23:55Alles in Ordnung mit Ihnen?
23:57Ja, alles ist okay.
23:58Ich bin nur ein bisschen müde.
24:06Sie sagen mir schon,
24:07wenn ich was für Sie tun kann?
24:10Vielleicht gibt es da doch etwas.
24:11Aha.
24:13Ich habe einen guten Freund
24:14und der braucht einen Rat.
24:16Ich weiß nicht,
24:17welchen ich ihm geben soll.
24:19Er ist schon seit einiger Zeit
24:20in ein Mädchen verliebt,
24:21das er ziemlich lange kennt.
24:23Sie weiß es nicht.
24:24Aber er traut sich nicht,
24:26ihr seine Liebe zu gestehen.
24:28Und jetzt hat sie so einen Kerl
24:29kennengelernt,
24:30für den sie total schwärmt.
24:32Und jetzt traut er sich noch weniger,
24:34zu sagen,
24:34wie verknallt Hensi ist.
24:39Und jetzt sollen Sie ihm sagen,
24:41was er tun soll?
24:42Ja.
24:43Ob es überhaupt Sinn macht?
24:45Na ja,
24:46wenn Ihr Freund
24:47das Mädchen wirklich liebt,
24:49dann
24:49sollt Ihr auf keinen Fall
24:51den Kopf in den Sand stecken.
24:52Er muss um seine Liebe kämpfen.
24:54Und wie?
24:56Tja, schwieriger Fall,
24:57würde ich sagen.
24:58Wenn die beiden
24:59sich schon so lange kennen,
25:00dann wäre es vielleicht
25:01an der Zeit,
25:02Sie mal mit etwas
25:03Neuem zu überraschen.
25:05Etwas, was Sie mag,
25:07was beide zusammen machen können,
25:09ein Erlebnis,
25:10was beide teilen.
25:12Ja,
25:12das ist eine gute Idee.
25:15Viel Glück, Kolja.
25:17Danke.
25:18Ich werde,
25:19also ich werde es ihm sagen.
25:22Keine Ursachen.
25:29Womit kann ich Ihnen helfen?
25:30Ich wollte mich
25:31ein wenig umschauen.
25:32Ich war schon mal hier,
25:34aber da hatte ich
25:35zu wenig Zeit.
25:36Ich verstehe.
25:39Wenn Sie was trinken wollen?
25:41Gerne.
25:43Sie wollen mich loswerden.
25:45Nein.
25:47Ich habe nur zu tun.
25:56Guten Tag.
25:57Andreas.
25:58Grill.
25:59Hallo.
25:59Sehr erfreut Sie wiederzusehen.
26:02Früher gab es hier
26:02nur einen kleinen Stand
26:03mit Filterkaffee,
26:05Buletten und Limo.
26:06Das ist ja
26:06ein topmodernes Catering hier.
26:08Aber das muss ja
26:09schon lange her sein.
26:10Das stimmt allerdings.
26:11Ich habe meinen Vater
26:12manchmal von der Arbeit abgeholt.
26:13Und hier am Catering
26:14war immer mein Lieblingsplatz.
26:17Die wärst du mit einem Kaffee
26:18aus einer ganz modernen
26:19Espresso-Maschine?
26:22Sehr gerne.
26:23Das ist übrigens
26:24Julia Schilling,
26:25meine neue Assistentin.
26:26Ich weiß nicht,
26:27wie sie das macht,
26:28aber bei keinem
26:29schmeckt der Kaffee
26:30so gut wie bei dir.
26:31Anscheinend bemüht sich
26:32die Kaffeemaschine
26:33gerade bei ihr besonders.
26:34Das würde ich auch
26:36als Kaffeemaschine
26:39angenehm.
26:40Guten Tag.
26:41Hallo.
26:44Sagen Sie,
26:45kennen wir uns nicht?
26:47Nicht, dass ich wüsste.
26:48Natürlich,
26:49der Geburtstagsempfang
26:49meines Vaters.
26:50Sie haben
26:51Champagner serviert.
26:53Das ist
26:53Frederik Grafenberg,
26:55der Sohn vom Senior.
26:56Die Gläser,
26:56die zu Bruch gegangen sind.
26:57Ja.
26:58Sie haben auch dabei
27:00bezaubernd ausgesehen.
27:06Lies was?
27:07Du brauchst mich nicht anschreien.
27:09Ich kann dich gut verstehen.
27:12Was?
27:14Oh, sorry.
27:16Ich wollte dich nicht anbräuen.
27:17Ich nehme es nicht persönlich.
27:18Was hörst du denn?
27:20Die unerhörten Fünf.
27:21Hätte ich mir fast denken können.
27:23Deine Lieblingsband.
27:25Das ist das neue Album.
27:26Damit kommen Sie sogar auf Tour.
27:27Willst du mal reinhören?
27:28Ja, gern.
27:34Die sind wirklich gut.
27:38Ich nehme es auch nicht persönlich.
27:42Ich würde so gerne
27:43aufs Konzert gehen.
27:45Egal,
27:46ist sowieso zu teuer.
27:47Ich hole mir was zu essen.
27:48Willst du auch was?
27:49Nein, danke.
27:50Ich habe noch keinen Hunger.
27:51Okay.
28:14Ja, guten Tag.
28:15Hier ist Kolja Hertel.
28:16Ähm, ich würde gerne wissen,
28:18wann die unerhörten Fünf
28:19in Falkenthal spielen.
28:21Morgen schon.
28:23Aha.
28:24Und wie viel kosten die Karten?
28:28So viel.
28:30Und wann machen Sie so
28:32Feierabend, wenn man fragen darf?
28:34Das ist ganz unterschiedlich.
28:35Heute zum Beispiel.
28:37Hallo.
28:38Freitag.
28:39Wie ich sehe,
28:40amüsierst du dich gut?
28:41Was machst du denn hier?
28:42Für dasselbe kann ich dich fragen.
28:44Ich schaue mich
28:45in der Manufaktur meines Vaters um.
28:47Aber seit mal hat Vater
28:48dich nicht von allen Pflichten
28:50entbunden?
28:51Also, um es höflich zu sagen,
28:53rausschneiden.
28:53Das klingt ja irgendwie so negativ.
28:54Er hat mich beurlaubt.
28:56Ah, das war aber ein Kurzurlaub.
28:59Werner hat erkannt,
29:00dass ich hier gebraucht werde.
29:02Die Marketingabteilung
29:03leitet sich schließlich
29:04nicht von allein,
29:05so wie deine Lodge.
29:06Aber ich glaube kaum,
29:07dass ich dir darüber
29:08Rechtschaft ablegen müsste.
29:10So wie ich nicht,
29:11für das, was ich hier tue, oder?
29:16Dein Interesse gilt ja wohl
29:17vor allem
29:18der Aushilfe am Catering.
29:21Das ist schon möglich.
29:24Neuerdings interessieren sich
29:25die Gravenbergmänner
29:26ganz besonders
29:27für unsere weiblichen Angestellten.
29:29Neuerdings?
29:30Das hat doch Tradition.
29:32Du hast doch als Sekretärin
29:33hier gearbeitet,
29:34als Philipp dich kennengelernt hat, oder?
29:35Bitte lass uns
29:36in meinem Büro weiterreden.
29:37Ich wüsste nicht,
29:38was ich lieber täte.
29:56Setz dich doch.
29:57Hübsch hast du es hier.
30:00Natürlich hast du ein Recht,
30:01dich in der Manufaktur
30:02deines Vaters umzusehen,
30:05aber das tust du doch
30:06nicht einfach so.
30:08Was meinst du damit?
30:12Du hast Gründe dafür.
30:14Und die wären?
30:16Werner schickt dich.
30:17Warum sollte er denn?
30:19Damit du dir
30:20einen Eindruck verschaffst,
30:21bevor du die Nachfolge antrittst.
30:25Interessante Theorie.
30:27Ach, halt mich doch nicht
30:28für dumm, Frederik.
30:29Ich sehe doch,
30:30dass du und dein Vater,
30:31dass ihr euch plötzlich
30:32so prächtig versteht.
30:34Und das aus einem
30:35ganz bestimmten Grund.
30:36Weil wir das Thema
30:37Nachfolge tunlichst vermeiden.
30:40Warum bist du dann noch hier?
30:42Ich weiß,
30:43dass du es gar nicht erwarten kannst,
30:45dass ich endlich abreiße.
30:46Aber je länger ich bleibe,
30:48umso mehr frage ich mich,
30:49ob ich dir den Gefallen
30:50überhaupt tun soll.
30:51Was hast du vor?
30:53Das werde ich ausgerechnet
30:54dir verraten.
30:56Außerdem würdest du
30:57einen wesentlichen Grund
30:58meines Bleibens
30:59gar nicht verstehen.
31:01Ah ja?
31:03Gefühle.
31:05Was du heute weißt,
31:06was ich meine?
31:10Lächerlich.
31:12Darf ich?
31:14Klar.
31:16Und wie geht's?
31:17Was macht die Arbeit?
31:18Koya hat voll Stress.
31:19Er muss ganz schnell
31:20ein paar Modelle fertig kriegen.
31:22Aber ansonsten
31:22ist er wieder in Ordnung.
31:24Ja, zum Glück.
31:25Er hat sich endlich
31:26wieder eingekriegt.
31:27Weiß auch nicht,
31:28was mit ihm los war.
31:29Aber jetzt ist er
31:29wieder ganz der Alter.
31:31Kann ich nur hoffen.
31:32Ich will nämlich
31:33nicht mit jemandem
31:33in eine WG einziehen,
31:34der ständig nur Stress macht.
31:36Da brauchst du dir bei Koya
31:37keine Sorgen machen.
31:40Was machst du
31:40morgen Abend?
31:42Weiß noch nicht.
31:45Hättest du Lust,
31:46mit mir ins Kino zu gehen?
31:49Warum nicht?
31:51Na wunderbar.
31:52Dann sehen wir uns morgen.
31:53Okay.
32:00Yes!
32:02Herr Reim?
32:05Störig?
32:06Nein, überhaupt nicht, Koya.
32:07Kommen Sie rein.
32:09Nehmen Sie Platz.
32:12Es gibt da noch etwas,
32:13was ich fragen wollte,
32:15wegen Ihres Ratschlages vorhin.
32:17Ach ja, Ihr Freund.
32:18Haben Sie mit ihm gesprochen?
32:21Ja.
32:22Also telefoniert.
32:24Und?
32:25Er lädt Sie ein
32:26auf das Konzert
32:26Ihrer Lieblingsband.
32:28Großartige Idee.
32:29Ja, aber das ist schon morgen.
32:31Ja, das macht doch nichts.
32:33Seine Freundin
32:33wird sich bestimmt freuen
32:35und alles stehen und liegen lassen,
32:36um zu dem Konzert zu gehen.
32:37Hoffentlich.
32:38Es gibt da noch etwas.
32:40Ich höre.
32:42Mein Freund ist ziemlich pleite
32:43und kann die Karten nicht bezahlen.
32:45Ich würde ihm gerne aushelfen.
32:46Ich verstehe.
32:47Also, wenn Sie vielleicht
32:48einen Vorschuss genehmigen könnten,
32:50dann...
32:51Ich denke,
32:52das machen wir
32:53auf dem kleinen Dienstweg.
32:55Sind 100 okay?
32:57Ja, das...
32:58ist viel zu viel.
32:59Dann kaufen Sie
32:59Ihrer Freundin ein Eis?
33:02Sie meinen meinen Freund
33:03seiner Freundin?
33:05Ihr Freund,
33:06seiner Freundin,
33:07natürlich.
33:07Blöder Versprecher.
33:08Ja, auf jeden Fall
33:09würde er sich riesig freuen.
33:11Davon bin ich überzeugt.
33:13Ja, dann...
33:14Vielen Dank, Herr Grafenberg.
33:15Ich gebe Ihnen das Geld
33:16am Anfang des nächsten Monats zurück.
33:17Das eilt nicht, Kolja.
33:19Und viel Spaß
33:20für Ihren Freund.
33:22Vielen Dank.
33:30Wie der Sohn vom Senior
33:31mit dir geflirtet hat?
33:33Ich aber nicht mit ihm.
33:34Sehr gerne.
33:35Na, er sieht doch gut aus.
33:37Mhm, stimmt.
33:38Und ein echter Grafenberg
33:39ist er auch.
33:40Das weiß ich, Sigrid.
33:42Jetzt stell dir mal vor.
33:44Du mit dem
33:45und ich mit Daniel.
33:48Da sind wir ja verwandt.
33:49Was sind wir denn dann?
33:50Tanten?
33:51Cousinen?
33:53Silke.
33:53Was habt ihr denn?
33:55Ja, du steigert
33:55ihn nicht so rein in Daniel.
33:57Du machst dir denn
33:57nur was vor.
33:59Ach ja?
34:00Ich habe sogar schon
34:01mit seiner Mutter geredet.
34:02Ja?
34:03Hast du um seine Hand angehalten?
34:04Natürlich nicht.
34:05Das muss er tun.
34:06Was hat sie denn gesagt?
34:08Sie hat mir gratuliert.
34:11Wirklich?
34:13Ja, sie war sehr
34:14verständnisvoll.
34:15Vielleicht, weil sie
34:16selbst mal Sekretärin war
34:17und ihren Chef geheiratet hat.
34:19Ja, aber das heißt doch noch
34:19lang nicht, dass sie das
34:20bei ihrem Sohn auch toll findet.
34:23Sag mal,
34:25gönnt ihr mir das etwa nicht?
34:28Ein hoffnungsloser Fall.
34:33Silke wird so enttäuscht sein,
34:35wenn sie erfährt,
34:35dass die Rose nicht für sie
34:36bestimmt war.
34:39Wenn wir unsere Liebe
34:40nicht geheim halten müssten,
34:42wäre das nie passiert.
34:46Es ist nicht fair,
34:47Silke glauben zu lassen,
34:48dass Daniel in sie verliebt ist.
34:50Nur um unser Geheimnis
34:51zu bewahren.
34:56Hallo, Kleine.
34:58Hey, Papa.
34:59Was machst du denn hier?
35:00Ich muss noch ein paar Sachen
35:01im Chefbüro abholen.
35:02Und da dachte ich mir,
35:02wenn ich schon mal hier bin,
35:04dann gucke ich gleich mal nach dir.
35:05Oh, das ist lieb von dir.
35:07Was machst du denn gerade?
35:09Ich suche Dekors aus
35:10für Modelltassen und Teller.
35:11Die zeichne ich dann auf
35:12und dann wird entschieden,
35:13welches genommen wird.
35:15Der hier zum Beispiel?
35:16Mhm.
35:16Das ist ja toll.
35:19Ich muss schon wieder los.
35:21Oh.
35:22Ich wollte dir noch sagen,
35:23dass ich morgen Abend
35:24ins Kino gehe.
35:25Das ist ja schön.
35:26Dann grüßt Kolja von mir, ne?
35:27Mach ich, aber ins Kino
35:28kommt er nicht mit.
35:30Bist du gestern alleine?
35:32Nee, mit Tim.
35:34Koljas neuen Freund.
35:35Ja, dann könnt ihr Kolja
35:36ja mitnehmen.
35:38Ja, schon.
35:39Kolja hat keine Zeit.
35:41Ach, schade.
35:42Also bis später.
35:47Was gibt's?
35:49Ich habe gerade
35:50mit Frederik gesprochen.
35:52Der Mann hat Nerven,
35:53das muss ich ihm lassen.
35:55Er ist hier in die Firma gekommen
35:56und hat irgendwas
35:58von Gefühlen geschwafelt.
36:00Aber ein wichtiges Detail
36:01hat er mir verraten.
36:03Da bin ich aber gespannt.
36:05Er und Werner
36:06verstehen sich zur Zeit blendend.
36:09Ich will ja nichts sagen,
36:10aber das sieht im Moment hier jeder.
36:12Aber nur,
36:13weil sie ein Thema vermeiden.
36:15Werners Nachfolge.
36:17Und?
36:19Werner weiß,
36:20dass Frederik an die Decke geht,
36:21wenn er dieses Thema
36:22auf den Tisch bringt.
36:24Und was hast du jetzt vor?
36:26Kannst du dir das nicht denken?
36:29Wir müssen Werner dazu bringen,
36:32dass er genau
36:32dieses Thema anschneidet
36:34und Frederik zur Nachfolge drängt.
36:37Und das soll ich wahrscheinlich erledigen.
36:39Werner vertraut dir.
36:41Ihr habt ein gutes Verhältnis.
36:42Danach wahrscheinlich nicht mehr.
36:45Stell dich geschickt an.
36:47Das Ganze ist auch in deinem Sinne.
36:49Wenn Daniel hier nicht
36:50die Nachfolge antritt,
36:51dann hast du auch nichts mehr zu melden.
36:53Mal ganz im Ernst, Mutter.
36:54Das hatte ich doch vorher auch nicht.
36:56Die Dinge können sich ändern,
36:57auch für dich.
36:59Wenn du mir beweist,
37:00dass du in der Lage bist,
37:01schwierige Situationen
37:02zu handhaben,
37:04wer weiß.
37:06Ich kann's ja mal versuchen.
37:08Je eher, desto besser.
37:11Oh, wie schön.
37:13Familienzusammenkunft.
37:14Daniel, komm rein.
37:17Dein Onkel war gerade hier
37:19in der Manufaktur.
37:21Was ist daran so ungewöhnlich?
37:23Nun, er ist hier rein stolziert,
37:25als würde er sein neues Königreich
37:27inspizieren.
37:28Dann hat er sich entschieden,
37:29Großvaters Bitte nachzukommen,
37:31die Nachfolge anzutreten.
37:33Ja, glaubst du etwa,
37:34er würde mir das sagen.
37:36Nach außen hin tut er so,
37:37als würde ihm das Ganze
37:39gar nichts angehen.
37:40Dann brauchst du dir ja
37:41keine Sorgen zu machen.
37:42Daniel,
37:44es geht hier
37:45um deinen Chefposten.
37:48Ich weiß.
37:49Aber das ist ganz allein
37:50Großvaters Entscheidung
37:51und Fredericks.
37:54Willst du als Assistent
37:55deines Onkels enden,
37:56warum reißt du dich
37:57nicht endlich zusammen
37:58und kämpfst?
37:59Weil es nicht zu kämpfen gibt.
38:00Da irrst du dich aber gewaltig.
38:02Du musst jetzt endlich
38:02an deine Zukunft denken
38:04und dich darum kümmern
38:05anstatt um deine Sekretärin.
38:07Mutter,
38:07das Thema hatten wir
38:08bereits abgehakt,
38:08wenn ich mich recht entsinne.
38:09Da bin ich mir aber
38:10nicht so sicher.
38:12Bitte lass mein Privatleben
38:14aus dem Spiel.
38:15Das eine hat mit dem anderen
38:16nichts zu tun.
38:17Dann gibst du es also zu?
38:19Mach dich nicht lächerlich.
38:30Na, Lu,
38:31heute scheint ja ein guter Tag
38:32für dich zu sein.
38:32Ja, sieht ganz so aus.
38:34Was ist denn passiert?
38:35Das kann ich dir nicht sagen.
38:37Oh,
38:37früher hast du mir
38:38immer alles gesagt.
38:39Aber nur,
38:39wenn es keine Überraschung war.
38:41Du hast eine Überraschung
38:42für mich?
38:42Ja,
38:42so könnte man es nennen.
38:44Sag schon,
38:44spann mich nicht so
38:45auf die Folter.
38:46Weißt du,
38:46was der Sinn von Überraschungen ist?
38:48Dass sie überraschen kommen?
38:50Genau, Lilly.
38:51Ich muss kurz weg.
38:51Wegen der Überraschung?
38:54Oh,
38:54wie aufregend.
38:59Ja?
39:00Ja?
39:03Meine Mutter ist einfach unglaublich.
39:05Sie redet sich immer noch ein,
39:06ich hätte was mit Silke
39:07und würde deswegen
39:08meine Firmenposition
39:09vernachlässigen.
39:10Ich dachte,
39:11das Thema hätte dir geklärt.
39:12Ja,
39:12das dachte ich auch.
39:13Aber sie fängt
39:14immer wieder von vorne an.
39:16Wahrscheinlich will sie
39:17nur irgendetwas
39:17aus mir herausbekommen.
39:19Wer es sonst sein könnte,
39:20wenn nicht Silke?
39:21Und Silke ist nicht
39:22von dem Gedanken abzubringen,
39:23dass du was für sie empfindest.
39:25Sie sieht alles
39:26als Bestätigung dafür an,
39:27dass du in sie verliebt bist.
39:29Tja,
39:30was machen wir jetzt?
39:32Er weiß es auch nicht.
39:37Weißt du was?
39:38Ich gehe jetzt mit dir da raus
39:40und küsse dich
39:40vor versammelter Mannschaft.
39:41Komm.
39:42Daniel,
39:44deine Mutter
39:45wird mich nie akzeptieren.
39:47Ich arbeite erst
39:48seit so kurzer Zeit hier
39:49und der Job
39:49ist mir sehr, sehr wichtig.
39:52Bis die Firmennachfolge
39:53geklärt ist,
39:54wittert meine Mutter
39:55sowieso überall
39:56Verrat und Betrug.
39:57Sie würde immer behaupten,
39:58ich vernachlässige
39:59meine Arbeit
39:59wegen dir.
40:03Lass uns so weitermachen
40:05wie vorher
40:06und bitte Silke
40:07schon beibringen,
40:08dass du nichts von mir willst.
40:10Am wichtigsten ist doch,
40:11dass wir uns lieben.
40:13Ja.
40:15Das ist das Wichtigste.
40:37Drei Kopien
40:38und dann zurück
40:38in mein Büro.
40:39Selbstverständlich,
40:40Frau Grafenbein.
40:41Oh, äh,
40:42Entschuldigung,
40:43ich mache das gleich wieder weg.
40:45Frau Mertens,
40:46wofür bezahlen wir Sie eigentlich?
40:48Sie wurden hier eingestellt
40:50um zu arbeiten
40:51und zwar am Empfang
40:53und nirgendwo anders.
40:55Wenn Sie nicht aufhören,
40:56meinen Sohn dauernd zu anzuschmachten
40:58und ihn von wichtigen Entscheidungen abhalten,
41:01dann werden Sie sich wünschen,
41:02dass Sie nie einen Fuß
41:03in diese Firma gesetzt haben.
41:04Haben Sie mich verstanden?
41:14Jemand anders wurde schikaniert
41:16und ich fürchte,
41:17dass es dabei eigentlich um mich geht.
41:19Pack hell zusammen.
41:20Und geh zusammen unter.
41:22Wenn du Daniel nicht
41:23zu deinem Nachfolger machen willst,
41:24dann rede mit Frederik.
41:25Er wird also mit Frederik reden.
41:27Der Streit zwischen den beiden
41:28ist vorprogrammiert.
41:29Mit Frau Mertens.
41:30War nichts, ist nichts
41:32und wird niemals etwas sein.
41:33Du glaubst gar nicht,
41:34wie gar nicht das tun würde.
41:35Der ganzen Welt zeigen,
41:36wie sehr wir uns lieben.
41:39Untertitelung.
41:41nicht und nicht gelistet sind.
41:41Ein futuristices
Kommentare