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  • vor 17 Stunden

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Kurzfilme
Transkript
00:00Ich kenne mich ja wenig aus, aber ich habe den Eindruck, wir sollten die Staffage nicht noch schmaler machen, weil
00:06das wirkt irgendwie ärmlich.
00:07Mhm, das sehe ich genauso.
00:09Und vielleicht könnten wir einen Teil des Goldes dadurch einsparen, dass wir es durch einen weiteren Gelbton ersetzen.
00:16Darin habe ich auch schon gedacht.
00:19Für jemanden, der davon überhaupt nichts versteht, hast du einen ziemlich guten Instinkt.
00:24Hör lieber auf, ich gewöhne mich an das viele Lob.
00:28Ich versuch's.
00:30Also, was hältst du davon?
00:40Wow. Wie machst du das so schnell und präzise?
00:45Das ist wahrscheinlich der Teil des Jobs, den man nicht lernen kann.
00:49Aber es ist natürlich auch leicht, die Arbeit in so angenehmer Gesellschaft.
01:07Hey, what you looking for?
01:13No one has the answer.
01:17They just want more.
01:21Hey, who's gonna make it right?
01:27This could be the first day of my life.
01:44Wie gesagt, angenehme Gesellschaft.
01:47Da passiert das schon mal.
01:50Ja.
01:53In angenehmer Gesellschaft passiert das hier.
01:56Obwohl...
01:57Obwohl.
01:57Obwohl es vielleicht der falsche Zeitpunkt ist.
02:00Gefühle kann man doch nicht ein- und ausschalten.
02:04Das meine ich.
02:09Ich weiß.
02:12Du glaubst.
02:13Ich...
02:14Wichtig ist, was du glaubst.
02:20Ich...
02:21Danke.
02:28Trinken wir einen Kaffee zusammen?
02:29Oh ja, gern.
02:31Am liebsten einen doppelten Espresso für mich.
02:34Äh, obwohl du solltest etwas vorsichtig sein mit Kaffee.
02:37Bist schwanger.
02:39Wenigstens solltest du dich so verhalten.
02:41Aber ohne Kaffee würde ich auch eine echte Schwangerschaft nicht durchstehen.
02:44Ja, das ging mir ganz genauso.
02:47Naja, gegen ein, zwei Tassen am Tag ist ja nichts einzuwenden.
02:50Aber du solltest wenigstens so tun als...
02:52Ich weiß schon, ich weiß schon.
02:54Kein Rohmildkäse, kein Alkohol, kein rohes Fleisch, dafür viele Vitamine.
02:58Du hast dich ja richtig kundig gemacht.
03:00Vielleicht brauche ich es ja wirklich bald.
03:03Heißt das?
03:05Ja, wir sind uns wieder näher gekommen.
03:08Na also.
03:10Und bald seid ihr eine wundervolle kleine Familie.
03:14Langsam glaube ich auch wieder dran.
03:17Allerdings solltest du im Moment ein wenig Geduld haben mit Daniel.
03:22Habt ihr Stress in der Manufaktur?
03:24Es läuft nicht so, wie es sollte.
03:26Na ja, du hast neulich schon sowas erwähnt.
03:29Ich möchte dich nicht damit belasten.
03:31Ach, bitte.
03:33An Appell.
03:36Frederik hat als Firmenchef ein paar zweifelhafte Entscheidungen getroffen.
03:40Und die kosten euch jetzt eine Menge Geld?
03:43Die Quartalsbilanz war eine Katastrophe und...
03:47Das Jugendstildesign müssen wir vielleicht unter dem Herstellungspreis verkaufen.
03:51Oh.
03:52Das ist natürlich bitter.
03:54Ja.
03:55Noch ist alles offen, aber unsere Kapitaldecke...
03:59...ist nicht gerade üppig.
04:01Müsst ihr Fremdkapital in die Firma holen?
04:05Kein schöner Gedanke.
04:08Ja, noch ist es ja nicht so weit, aber ich mach mir eben Sorgen.
04:13Also, wenn ihr Hilfe braucht...
04:15Ach, Marie, ich möchte dich auf keinen Fall zu etwas überreden.
04:19Aber das machst du doch gar nicht.
04:20Im Gegenteil, ich würde gerne helfen.
04:24Vielleicht wird es ja gar nicht so weit kommen.
04:27Aber das ist natürlich ein gutes Gefühl, zu wissen, dass wir auf dich zählen können.
04:31Das ist doch selbstverständlich.
04:33Ihr müsst doch keine Angst haben.
04:35Ich werde mich nicht in die Geschäfte einmischen.
04:37Wie gesagt, als stille Teilhaberin stehe ich gerne zur Verfügung.
04:41Danke, Marie.
04:44Außerdem bin ich ja auch bei deine Grafenberg.
04:47Es bleibt also alles in der Familie.
04:50Tschüss.
04:51Tschüss.
04:56Ich habe viel nachgedacht in der Zeit, als ich weg war.
05:01Über Daniel und unsere Liebe und...
05:04...über mich und meine Gefühle und...
05:07...und über dich.
05:09Ich war überzeugt, dass nicht vergessen...
05:14...dafür bist du mir inzwischen viel zu wichtig und das weißt du auch.
05:19Aber...
05:20Daniel ist dir wichtiger.
05:22Nein.
05:24Das stimmt so nicht.
05:27Jedenfalls nicht mehr.
05:32Das mit Daniel und mir, das ist...
05:35...das war wirklich die große Liebe.
05:39Das weiß ich, Juni.
05:42Trotzdem hat es mit uns nicht funktioniert.
05:47Ich glaube, die...
05:49...äußeren Umstände waren nicht wirklich günstig für euch.
05:54Ja.
05:57Deshalb...
05:58...brauchte ich auch eine Auszeit.
06:01Und?
06:04Als ich zurückkam, war das Kapitel Daniel Grafenberg abgeschlossen.
06:11Eingesperrt in dem Schatzkästchen für schöne Erinnerungen?
06:13Genau.
06:15Den Schlüssel habe ich weggeworfen.
06:18Und diese Schatzkäste ganz tief auf den Grund des Meeres versenkt.
06:22Da, wo es am tiefsten ist.
06:26Und jetzt stellst du plötzlich fest, dass sie wieder an Land geschwemmt wird?
06:30Nein.
06:34Ehrlich?
06:36Ja.
06:41Der Kuss eben.
06:44Der galt dir, Friedrich.
06:46Niemand anderem.
06:51Gut.
06:55Das ist gut.
06:58Soll ich dir was sagen?
07:03Er hat sich auch so angefühlt.
07:16Entschuldigung.
07:17Auf Wiedersehen.
07:18Tschüss.
07:19Tschüss.
07:50Ein Drilling.
07:50Ich will, dass du eine Pause machen.
07:51Nein, nein.
07:51Ich brauche keine Pause.
07:53Sie sind eine echte Kämpferin, Christa.
07:56Jeder andere an ihrer Stelle würde jetzt das Handtuch werfen, aber Sie, Sie machen weiter.
08:01Respekt.
08:02Ich weiß genau, wann ich aufhören muss.
08:04Natürlich wissen Sie das.
08:07Aber noch ist es nicht so weit.
08:09Eben.
08:10Nur weil die Glückssträhne mal ein bisschen unterbrochen wurde.
08:12Das kann sich ja sofort erinnern.
08:15Ja, ich gehe dann mal.
08:17Ja, bis, äh, tschüss, Frau Schilling.
08:20Ach, übrigens, wann ist die nächste Pokerrunde?
08:24Ich denke, Markus gibt uns Bescheid.
08:26Gut.
08:28Auf Wiedersehen.
08:30Auf Wiedersehen.
08:34Das lassen Sie in Zukunft, klar?
08:37Sie ist spielsüchtig.
08:38Soll ich zusehen, wie Sie...
08:39Und wenn Sie keine Nerven haben, dann schauen Sie weg.
08:43Aber kommen Sie mir nicht in die Quere.
09:10Wahnsinn, was passiert da mit mir?
09:13Kann es tatsächlich sein, dass ich mich in Frederic verliebe?
09:17Dabei dachte ich immer, dass ich nach Daniel so schnell niemand anderen lieben könnte.
09:20Und jetzt das?
09:24Frederic ist so verständnisvoll, er lässt mir Zeit.
09:26Wenn ich mit ihm zusammen bin, dann fühle ich mich so unglaublich wohl.
09:31Und eigentlich gibt es keinen Grund, warum ich das nicht einfach genießen sollte.
09:58Was gibt's denn so Wichtiges, dass ich nicht mal in Ruhe Mittag machen kann?
10:00Da du es nicht für nötig hältst, mich zu informieren...
10:04Was?
10:05Worüber soll ich dich denn informieren?
10:07Ja, wie läufst du denn so in der Designabteilung?
10:10Du kannst zufrieden sein.
10:12Julia hat ihre Schwächen.
10:14Und die habe ich ihr auch deutlich gezeigt.
10:16Du solltest ihr nicht dabei helfen, ihre Fehler zu korrigieren.
10:19Du solltest ihre Arbeit boykottieren.
10:21Ich halte deinen Plan immer noch für Wahnsinn.
10:26Außerdem ist Frederic vielleicht gar kein so schlechter Geschäftsmann, wie du immer behauptest.
10:30Und Julia keine so schlechte Designerin.
10:34Unsinn.
10:35Wem verdanken wir denn die katastrophale Quartalsbilanz?
10:38Und wer hat den Huber-Auftrag in den Sand gesetzt?
10:41Aber erst einmal haben sie den Auftrag doch überhaupt an Land gezogen, oder?
10:46Patricia, was soll das?
10:47Willst du jetzt endgültig die Seiten wechseln?
10:50Manchmal frage ich mich, auf welcher Seite du überhaupt stehst, Mutter.
10:54Du scheinst die Firma wirklich in eine Krise treiben zu wollen, aus der wir aus eigener Kraft überhaupt nicht mehr
10:58herauskommen.
10:59Warum tust du das?
11:01Um die Manufaktur zu retten.
11:03Indem du sie in den Abgrund schickst?
11:06Was soll denn passieren, wenn wir nur noch Verluste einfahren?
11:09Dann muss Frederic fremdes Kapital in die Firma holen.
11:13Sag mal, hast du jetzt völlig den Verstand verloren?
11:16Was soll denn daran gut sein?
11:17Das Kapital kommt von Marie.
11:20Wenn sie investiert, bleibt die Firma in der Hand der Familie.
11:25Nämlich bei denen, die über die Mehrheit der Anteile verfügen.
11:29Daniels Frau.
11:30Also Daniel.
11:31Und du.
11:32Und du natürlich auch.
11:34Dann wird es ein leichtes sein, Frederic als Firmenchef abzuwählen.
11:39Und auch gleich Julia zu entsorgen.
11:42Ich glaube nicht, dass das so einfach ist.
11:45Frederic und Julia werden sich nicht so leicht ausmanövrieren lassen.
11:48Oh doch, das werden sie.
11:49Du hast doch selbst gesagt, Julia macht bereits Fehler.
11:52Und Frederic schafft es nicht ohne Daniels Hilfe.
11:56Ich glaube trotzdem nicht, dass es so einfach funktioniert.
11:59Und ehrlich gesagt.
12:03Ich weiß auch gar nicht mehr, ob ich will, dass es funktioniert.
12:07Solange du mir nicht in die Quere kommst.
12:09Du weißt doch, das ist noch niemandem gekommen.
12:17Ah, ist das die Babydecke, von der du gesprochen hast?
12:19Genau, die mit der Borte.
12:21Die ist ganz hübsch, oder?
12:22Ja, gefällt mir.
12:25Obwohl, die sieht ein bisschen flauschig aus, findest du nicht?
12:27Stimmt, das sagte ich ja auch zuerst.
12:29Aber die passt nicht zu dem Stoff, den wir für die Wiegel gekauft haben.
12:32Ach so.
12:32Die habt ihr übrigens wieder richtig toll hinbekommen, Schau.
12:35Ja, ich hatte die viel einfacher in Erinnerung.
12:37Und jetzt ist es ein richtiges Schmuckstück geworden.
12:39Jetzt komm.
12:40Wir haben sie doch nur sauber gemacht und gewachst.
12:42Immerhin hat das Charlotte mit dir versöhnt.
12:45Da fällt mir noch was anderes ein.
12:46Gab es zu der Wiege nicht mal so was wie eine Matratze?
12:48Ich erinnere mich ganz dunkel an so ein knisterndes, hartes Ding.
12:52Wahrscheinlich ist Patrizia deshalb manchmal so kratzbürstig,
12:55wegen der Siegras-Matratze.
12:56Wahrscheinlich.
12:57Keine Sorge, ich hab schon eine neue bestellt.
12:59Du denkst einfach an alles.
13:04Es gibt mir jedes Mal einen Stich, wenn ich die beiden zusammen sehe.
13:08Bald sind sie eine kleine Familie.
13:10Und Daniel scheint es wirklich glücklich zu machen.
13:13Ich freue mich für ihn.
13:15Vielleicht gibt es die flauschige Decke.
13:17Ja, doch noch in anderen Farben.
13:18Wenn nicht, tut es die andere bestimmt auch.
13:21Bis später.
13:23Pass auf euch auf.
13:24Oder versuche es zumindest.
13:27Daniel wird immer einen Platz in meinem Herzen haben.
13:31Aber er beginnt jetzt sein neues Leben.
13:34Und auch für mich ist es an der Zeit, endgültig mit diesem Kapitel abzuschließen.
13:47Hey, da seid ihr ja.
13:48Ich hab euch überall gesucht.
13:51Wir waren spazieren.
13:53Habt ihr schon was gegessen?
13:54Wir wollen jetzt nach oben uns was holen.
13:56Möchtest du Salami ab?
13:57Das ist sehr lecker.
13:58Ähm, ich hol mir lieber einen Salat.
14:00Aber du kannst mir was abgeben.
14:02Und sonst alles in Ordnung bei dir?
14:04Ja.
14:06Ich hab mir überlegt, vielleicht können wir heute Abend mal...
14:09Tim, ich will mir noch einen Salat holen, deswegen muss ich ins Schloss.
14:12Ja, klar.
14:12Bis gleich.
14:15Sag nicht, du hast es immer noch nicht geklärt mit Lilly.
14:17Ja, wie denn?
14:18Sie ist ja selber, wie sie drauf ist.
14:20Ich mach ihr Männchen und sie...
14:21Du glaubst, mit einem Salami-Brötchen kriegst du jede Frau rum, ja?
14:24Jetzt mal im Ernst.
14:25Du musst dir was einfallen lassen.
14:27Vielen Dank für deine schlauen Ratschläge.
14:29Die haben mich letztes Mal schon unglaublich vorangebracht.
14:31Aber dir ist doch bisher auch noch nichts eingefallen, oder?
14:32Ja, das ist ja der Mist.
14:35Äh, isst du das noch?
14:36Ja.
14:42Hey, wirfst du zu Hause den Müll auch auf den Fußboden, oder was?
14:45Das ist nicht von mir.
14:47Komm.
15:02Na, wenigstens den Durchmesser der Teller habt ihr inzwischen reduziert.
15:05Ja, das war einfach.
15:08Das geht gar nicht.
15:10Schon allein für das Hauptmotiv braucht man viel zu viel Zeit.
15:12Das war ja auch nur ein Versuch.
15:16Und das finde ich ehrlich gesagt ziemlich daneben.
15:20Stimmt.
15:21Da habe ich mich ein bisschen vertan.
15:25Der Entwurf gefällt mir.
15:27Ausgewogen und klar.
15:28Mhm.
15:29Hat nur leider nicht mehr viel mit dem von Huber abgesegneten Design zu tun.
15:35Was schlägst du vor?
15:36Ich?
15:37Nichts.
15:39Na toll.
15:40Erst schmetterst du alle meine Vorschläge ab, und dann hast du keine Idee selbst.
15:45Willst du mich jetzt bei Onkel Frederik verpetzen?
15:47Ich bin für die Umsetzung verantwortlich.
15:50Die Entwürfe sind ganz allein dein Bier.
15:52Leider ist bis jetzt nichts Brauchbares dabei.
15:55Na schön.
15:57Was hältst du von diesem hier?
15:59Ich dachte, wir reduzieren die Farbigkeit radikal und beschränken uns auf...
16:05Violett?
16:06Willst du mich veralbern?
16:08Du kannst daraus doch kein einfarbiges Design machen.
16:11Warum denn nicht?
16:13Außerdem ist Violett doch die Farbe des Jugendstils.
16:16Wenn überhaupt, dann kann man das allenfalls reduzieren.
16:21Hier, die Verästelungen können weg.
16:23Und statt der fünf Linien reichen da zwei.
16:25Mhm.
16:25Und hier würde ich ein helles Sepia mit zarten Lindgrün und...
16:33einem leichten Hellrot kombinieren.
16:36Ja, stimmt.
16:37Drei Farben reichen völlig.
16:39Und was hältst du davon, wenn wir Hellrot ganz weglassen und mit Purpur-Akzent?
16:42Untersetzen.
16:43Perfekt.
16:44Und von den Kosten mit Sicherheit im Rahmen.
16:49Okay, verstehe.
16:50Eins zu null für dich.
16:52Ich finde, so ein schlechtes Team waren wir eben nicht.
16:57Hast du den Goldschmuck schon reduzieren können?
17:00Nein, da...
17:01Da komme ich irgendwie nicht weiter.
17:04Solange du da nicht mindestens drei Viertel eingespart hast, brauche ich gar nicht anfangen zu kalkulieren.
17:08Bei den Goldpreisen zurzeit.
17:22Hallo, Christa.
17:23Hallo.
17:24Ich wusste gar nicht, dass du schon wieder einen Termin mit Herrn Gravenberg hattest.
17:29Ist die Chronik nicht schon längst fertig?
17:30Nein, das letzte Kapitel noch nicht.
17:33Ich arbeite gerade daran.
17:35Immer noch?
17:36Das wolltest du doch schon längst geschrieben haben.
17:38Ja, habe ich aber nicht.
17:40Naja, es ist komplizierter als ich dachte.
17:44Das ist ja schließlich deine Sache, wie du dir deine Arbeit einteilst.
17:48Sagt Herr Gravenberg nichts dazu?
17:52Ich war nicht bei Herrn Gravenberg.
17:55Wo warst du denn dann?
17:57Mein Gott, Tobias.
17:59Kann ich keine fünf Schritte gehen, ohne dass du mich gleich ins Kreuzverhör nimmst?
18:05Was ist denn dabei, wenn ich dich frage, wo du warst?
18:08Nichts.
18:09Ich war spazieren.
18:12Manchmal verstehe ich dich nicht.
18:14Was gibt es denn da nicht zu verstehen?
18:15Ich habe einfach keine Lust, andauernd Rechenschaft ablegen zu müssen.
18:19Das ist doch gar nicht der Punkt.
18:21Ich weiß noch nicht, warum du schon wieder so merkwürdig auf eine völlig harmlose Frage reagierst.
18:26Hast du dich überhaupt nicht geändert?
18:29Tobias, ich bin einfach in einer schwierigen Phase.
18:33Mit der Chronik.
18:35Ohne Ehrlichkeit kann es nicht funktionieren zwischen zwei Menschen.
18:40Tobias, bitte vertraue mir.
18:43Ich bin mit der Chronik ja bald fertig und dann habe ich auch wieder mehr Zeit für uns.
18:48Für dich.
18:50Versprochen.
18:51Ja, schon gut.
18:53Melde dich dann wieder, wenn du mehr Zeit hast.
19:05Wir müssen sofort verschickt werden.
19:08Ja.
19:09Und dann erklären Sie mir doch mal, was das hier soll.
19:13Das ist das Fax von Meier und Gerhard.
19:15Ich weiß.
19:17Dieser Abdruck hier.
19:19Was ist das?
19:20Ups, das muss wohl Schokolade sein, denke ich.
19:23Wissen Sie, Frau Grafenberg, ich habe vorhin versucht, einer alten Freundin eine Tafel Nussschokolade zu faxen.
19:28Ganz im Vertrauen.
19:56Ganz im Vertrauen.
19:58Das geht nicht.
19:58Keine Lebensmittel herumliegen.
20:01Selbstverständlich, Frau Grafenberg.
20:03Na, immer schön knapp am Abgrund heute.
20:06Ja, was, Silke?
20:08Hm.
20:08Ich verstehe überhaupt nicht, was Frau Grafenberg gegen Schokolade hat.
20:13Wahrscheinlich erträgt sie meine Gelassenheit nicht, wo ich so ein ruhiger Pol bin in diesem ganzen Chaos.
20:24Was hat sie denn jetzt schon wieder für ein Buch gelesen?
20:29Ich weiß einfach nicht, wie ich Berlin-Gesell mit weniger Gold auskommen soll. Ich weiß es nicht.
20:33Tja, dann können wir alles abblasen und den Hoberauftrag vergessen.
20:39Die Feinunze Gold kostet momentan über 500 Dollar.
20:42Und bei der Menge, die du für dein Design brauchst, liegen wir mit dem Materialeinsatz schon über dem kalkulierten Preis.
20:50Aber wenn ich deutlich weniger Gold verwende, dann verändert es das Design fällig.
20:54Das nimmt uns der Kunde nie ab.
20:56Tja, dann hast du ein Problem.
21:00Dann haben wir ein Problem.
21:02Ach, das glaube ich nicht.
21:03Das sind schließlich deine Entwürfe.
21:04Aber es ist eben ein Unterschied, ob ich meinen Kunden mit ein paar Mal so eben dahingeworfenen Skizzen beeindrucke
21:11oder ihn mit einem fundierten Auftrag gewinne.
21:17Und jetzt?
21:20Lass dir was einfallen.
21:22Ohne massive Eingriffe ins Design kommen wir da nicht weiter.
21:25Ich dachte, du...
21:26Ich mache jetzt erst mal Mittag.
21:31Wieso brauchen Lilly und Kolja eigentlich so lange, um die Parolinge zu holen?
21:36Patricia, bitte. Es ist doch auch deine Firma.
21:39Eben.
21:49Also, ich bin äußerst zuversichtlich.
21:51Mit Patrizias Hilfe schaffen wir es.
21:53Zumal sie auch begreifen wird, was sich ihr hier für eine Chance bietet.
21:57Die Frage ist natürlich, ob der Auftrag sich überhaupt noch retten lässt.
22:01Ich war ja von Anfang an dagegen, sich auf eine Amateurin zu verlassen.
22:05Mutter, Julia hat gute Arbeit geleistet.
22:08Deine Loyalität in allen Ehren.
22:11Aber du musst doch zugeben, dass die Unbedarftheit dieser Frau
22:13uns überhaupt erst in Schwierigkeiten gebracht hat.
22:17Das kann man auch anders sehen.
22:18Ach, das möchte ich jetzt nicht ausdiskutieren.
22:20Wichtig ist, dass nicht noch mehr Porzellan zerschlagen wird.
22:23Das wird nicht passieren.
22:24Da bin ich mir sicher.
22:27Dein grenzenloser Optimismus hat mich schon immer begeistert.
22:32Leider kann ich ihn nicht teilen.
22:35Deshalb habe ich vorgesagt.
22:39Inwiefern?
22:41Dein Onkel Frederik scheint kein Problem damit zu haben,
22:44das Schicksal unserer Manufaktur in die Hände einer Aushilfskellnerin zu legen.
22:49Was willst du damit sagen?
22:51Ich habe mit Marie gesprochen.
22:54Was hat Marie mit der ganzen Sache zu tun?
22:58Wenn Frederik den Huber-Auftrag in den Sand setzt,
23:01könnte es sein, dass wir kurzfristig auf finanzielle Hilfe von außen angewiesen sind.
23:09Deshalb hast du Marie angesprochen?
23:11Willst du lieber Fremdkapital in die Firma holen?
23:13Marie ist einverstanden und möchte uns gerne helfen.
23:17Und das ist etwa kein Fremdkapital, oder wie?
23:20Du sprichst von deiner zukünftigen Frau.
23:23Marie wäre mit einer stillen Teilhaberschaft einverstanden.
23:30Also, ich bin dagegen, mit so etwas Abhängigkeiten zu schaffen.
23:35Aber zum Glück wird das nicht nötig sein.
23:37Ja, das hoffen wir doch wohl alle.
23:39Julia und Patrizia ergänzen sich hervorragend.
23:41Wir werden es schaffen.
23:44Ja, das hoffen wir.
23:45Aber es ist doch schön, für den Notfall vorgesorgt zu haben.
23:55Sag mal, Silke, immer wenn ich hier vorbeikomme, dann isst du.
23:58Und immer wenn ich dich sehe, läufst du herum, als hättest du nichts zu tun.
24:05Sag mal, findest du nicht auch, dass in der Firma irgendwie eine merkwürdige Stimmung ist?
24:09Frau Gravenberg zumindest, benimmt sich wie immer.
24:12Ja, das ist doch klar.
24:14Aber ich weiß, was du meinst.
24:15Die Stimmung ist schon wirklich sehr gereizt.
24:18Und dass Patrizia jetzt wieder bei euch arbeitet, das macht die Situation bestimmt nicht leichter.
24:23Wie läuft es denn eigentlich?
24:24Mit Julia und Patrizia?
24:26Mhm.
24:27Naja, ist schon eine komische Situation.
24:29Aber davon kriegen wir eigentlich gar nicht so viel mit.
24:31Inwiefern?
24:33Na, die schicken wir uns dauernd irgendwo hin.
24:35Aha.
24:37Sie wollen also keine Zeugen für ihre Grabenkämpfe.
24:40Sieht ganz danach aus.
24:42Na, sie ist doch positiv.
24:44Jetzt hast du mehr Zeit für Tim.
24:46Ach, der.
24:47Habt ihr euch gestritten?
24:49Nicht wirklich.
24:51Aber ich glaube, wir sollten uns mal so richtig in die Haare kriegen.
24:54Irgendwas hat sich verändert bei uns, aber...
24:57Ich meine, wir sehen uns ja häufig und wir reden auch viel miteinander, aber...
25:03Ich verstehe.
25:04Die Magie ist raus.
25:07Ja.
25:08Ja, so könnte man das sagen.
25:10Weißt du, wenn die anfängliche Vernebtheit nachlässt,
25:13dann muss die Beziehung quasi neu belebt werden.
25:18Ihr müsst Quality Time miteinander verbringen.
25:22Quality... was?
25:24Quality Time.
25:26Ah ja.
25:27Sonst noch was?
25:28Nein, im Ernst.
25:30Ihr müsst was machen, was Spaß macht, was euch beiden gefällt.
25:34Was macht Tim zum Beispiel gerne?
25:37Ähm.
25:40Hallo.
25:41Warte, ich helfe dir.
25:44Dankeschön.
25:45Guck mal.
25:47Sie hatten die flauschige Decke wirklich noch in anderen Farben.
25:50Oh.
25:51Die passt doch gut zur Wiege, oder?
25:52Mhm.
25:53Und das Beste?
25:54Fühl mal.
25:56Flauschig.
25:56Mhm.
26:00Na nun, was ist das denn?
26:03Ich konnte nicht dran vorbeigehen.
26:05Der sieht ja aus wie meiner.
26:06Hattest du auch so einen?
26:07Ja.
26:08Der hat immer bei mir im Bett geschlafen.
26:10Echt?
26:11Meiner auch.
26:11Und am Ende hatte er fast gar keinen Fell mehr.
26:13Ist der nicht ein bisschen zu groß für unser Baby?
26:16Och.
26:18Dann nehme ich ihn eben zuerst.
26:20Oder möchtest du?
26:21Nein, nein.
26:22Danke.
26:23Und guck mal, was ich noch gekauft habe.
26:26Einen kleinen Body.
26:29Süß, oder?
26:30Und dann noch einen.
26:33Und?
26:36Noch einen.
26:40Was ist denn los?
26:41Du bist so still.
26:43Gar nichts.
26:44Ich muss nur gerade dran denken, also an dein Angebot eventuell doch in die Firma zu investieren.
26:50Aber natürlich nur, wenn du nichts dagegen hast.
26:53Nein.
26:54Es ist nur so.
26:56Ich kann deine Bedenken sogar verstehen, aber du musst dir keine Sorgen machen.
27:00Es verpflichtet dich zu nichts.
27:01Das dachte ich mir schon, Marie.
27:03Ich habe aber...
27:05Weißt du, für mich ist es doch zuallererst eine sichere Investition.
27:10Falkenthal Porzellan ist ein solides Unternehmen.
27:13Und ich freue mich natürlich, wenn ich dir helfen kann.
27:17Das ist sehr schön.
27:19Aber glücklicherweise werden wir deine Hilfe gar nicht nötig haben.
27:21Ich möchte nur, dass du weißt, dass du jederzeit mit meiner Hilfe rechnen kannst.
27:28Das ist schön.
27:30Danke, Marie.
27:34So, jetzt bringe ich das alles mal nach Hause.
27:43Tschüss, tschüss.
27:46Silke, willst du noch was essen?
27:48Ich habe hier noch ein paar Stückchen Sachertorte über.
27:51Nein, danke.
27:52Ich mache erst mal eine Pause.
27:54Was ist mit dir los?
27:55Du schwächelst ja.
27:56Ich meine, du hattest ja heute auch erst drei.
27:58Mach dich ruhig lustig über mich.
28:00Scheint so gewohnt, hart zu werden, dass du im Catering hier rumhängst.
28:02Statt an deinem Arbeitsplatz.
28:05Jörg, lass mich doch einfach in Ruhe.
28:07Nichts lieber als das.
28:08Solange du deine Arbeit nicht vernachlässigst.
28:11Ich glaube nicht, dass dich das was angeht.
28:14Irrtum, meine Liebe.
28:15Mich geht alles etwas an, was in dieser Firma läuft oder auch nicht läuft.
28:19Zumindest solange es die Sicherheit des Betriebs betrifft.
28:23Jetzt fang dich schon wieder damit an,
28:24dass ich meinen hochwichtigen Firmencomputer unbeaufsichtigt lasse.
28:28Aber genau das tust du.
28:31Lass mich einfach in Frieden, ja?
28:34Dass zwischen uns nichts mehr läuft, heißt nicht, dass du dich aufspielen kannst, klar?
28:39Sag mal, hörst du nicht?
28:41Du sollst sie in Ruhe lassen.
28:42Aha.
28:43Mein Nachfolger?
28:45Oder ja, doch nicht.
28:47Pass ein bisschen auf dich auf.
28:49Siehst blass aus.
29:00Er ist zwar ein Idiot, aber er hat recht.
29:03Du siehst wirklich nicht gut aus.
29:06Danke, Andreas.
29:08Sag mal, langsam mache ich mir auch Sorgen.
29:10Habe ich früher auch so viel gegessen?
29:13Eigentlich nicht.
29:14Aber seit ein, zwei Tagen kann ich essen, so viel ich will.
29:18Ich habe danach immer noch Hunger.
29:20Du, vielleicht ist es ja auch eine Stoffwechselstörung.
29:24Meinst du?
29:24Ja, kann doch sein.
29:26Ich meine, lass dich mal vom Arzt durchchecken.
29:28Das ist eine gute Idee.
29:29Das mache ich gleich nachher.
29:31Es geht schließlich nicht so weiter.
29:34Sag mal, kann ich vielleicht doch noch die Hälfte von dem Stück?
29:55Nein, trotzdem.
29:57Die Investitionen in das Wildrosendesign rechnen sich frühestens im nächsten Halbjahr.
30:02Auch nur bei entsprechenden Stückzahlen.
30:05Aber die Nachfrage besteht.
30:07Tja, dann könnten wir Probleme mit den Kapazitäten unserer Brennerei bekommen.
30:11Ja, dann müssen wir einfach außer Haus brennen.
30:14Oder expandieren.
30:17Du willst erweitern?
30:18Wo soll mir das Geld hernehmen dafür?
30:21Marie hat sich als stille Teilhaberin angeboten.
30:24Kommt nicht in Frage.
30:26Wieso?
30:27Wo ist das Problem?
30:29Erstens halte ich es für keine gute Idee, Fremdkapital in die Firma aufzunehmen.
30:32Es wäre ja kein Fremdkapital.
30:34Und zweitens wird Marie bald deine Frau.
30:37Ja, eben.
30:39Ich halte es nicht für günstig, diese Vermischung aus Privatem und Geschäftlichem.
30:42Hast du Angst, ich könnte dich auf diesem Wege ausboten?
30:46Es schafft unnötige Verpflichtungen und Abhängigkeiten.
30:50Und was ist mit dir und Julia?
30:53Ich meine, da hast du auch viel Privates eingebracht, oder?
30:56Oder ist dein Engagement wirklich rein geschäftlich?
31:00Also, Julias Arbeit in der Designabteilung ist für die Zukunft der Firma wirklich unverzichtbar.
31:05Tja, und Maries Beteiligungsangebot gibt uns in diesen schwierigen Zeiten den nötigen Rückhalt.
31:10Und außerdem ist es ja bisher nur ein Angebot.
31:13Okay.
31:14Okay.
31:16Aber dann lass uns jetzt erstmal daran arbeiten, dass wir diese freundlich gemeinte Unterstützung einfach nicht brauchen.
31:21Gut. Einverstanden.
31:42Du schon wieder. Was für ein Zufall.
31:44Du hast mich erschreckt.
31:46Schlechtes gewesen? Zu Recht.
31:48Kann es sein, dass du um diese Zeit nicht am Empfangenden meiner Faktur sein müsstest?
31:52Nochmal, lass mich in Ruhe.
31:54Wo warst du?
31:55Das geht dich nichts an.
31:57Nur ob ich das was angeht. Zu deiner Erinnerung. Ich bin für die Sicherheiten der Manufaktur verantwortlich.
32:01Und was hat das mit mir zu tun?
32:03Viel. Wenn du ohne Grund deinen Arbeitsplatz verlässt.
32:07Ich war beim Arzt. Das steht mir doch zu.
32:10Aha. Was fehlt uns denn?
32:13Das geht dich nichts an.
32:16Vielleicht notorische Fresssucht?
32:21Versuch's mal mit einer Diät.
32:28Du, Frederik, kannst du mir?
32:32Frederik ist bei einem Kundentermin.
32:34Dann komm ich später wieder.
32:36Vielleicht kann ich dir ja helfen.
32:38Ich weiß nicht. Ich...
32:40Ehrlich gesagt...
32:45Also, Frederik hat hier auf der Preistabelle eine Anmerkung gemacht, die ich beim besten Willen nicht lesen kann.
32:50Ich guck mal.
32:53Meterware, grilliger Außenbordmotor.
32:57Ach, du hast doch keine Ahnung, was da steht, oder?
33:00Ich könnte seine Schrift noch nie entziffern.
33:02Und jetzt?
33:04Ich könnte dir aber sagen, was er gemeint haben könnte.
33:07Die Farben, die können wir bei einem anderen Anbieter bekommen.
33:10Da sind sie erheblich billiger, aber leider ziemlich schwankend in der Qualität.
33:15Verstehe.
33:16Na, dann wohl eher nicht.
33:19Danke.
33:24Das ist ein schönes Muster.
33:26Ja.
33:28Finde ich auch.
33:31Du wirst bestimmt ein sehr guter Vater, Daniel.
33:35Das hoffe ich.
33:39Ich wünsche dir jedenfalls viel Glück.
33:41Dir und Marie.
33:44Das wünsche ich dir auch, Julia.
33:47Dass du auch glücklich wirst.
33:54Silke.
33:56Meine Güte, was ist denn dir passiert?
33:58Du bist ja bleich wie Kreide.
34:03Ich fühl mich ganz beschissen.
34:05Was ist denn passiert?
34:06Ich dachte, du warst beim Arzt.
34:08Was?
34:08Der Arzt.
34:09Was hat er denn gesagt?
34:11Der Arzt.
34:12Ach.
34:14Nichts weiter.
34:15Nichts weiter?
34:16Und deswegen bist du so schräg drauf?
34:21Jörg ist mir begegnet.
34:23Ach, lass dich doch von dem Typ nicht so runterziehen.
34:25Der kann dir doch überhaupt nichts anhaben.
34:27Ja, das sag ich mir ja auch immer.
34:29Aber es ist halt nicht immer so einfach.
34:33Bist du ein Kaffee?
34:34Ich hab dir auch noch extra ein Stück Pizza aufgehoben.
34:38Wasser.
34:39Ein Schnaps.
34:40Wären wir jetzt lieber.
34:42Also hat der Arzt doch was rausgefunden?
34:44Nein.
34:45Es ist wahrscheinlich nur eine Magenverstimmung.
34:49Na gut, das wundert mich nicht.
34:52Als Schnaps hab ich aber trotzdem keinen da.
34:53Oder warte mal.
34:54Nein, nein, nein.
34:55Das war sowieso nur ein Spaß.
34:57Ich kann doch jetzt keinen Schnaps trinken.
35:08Tja, das wird bitter für Sie.
35:12Ich hab
35:16ein Full House.
35:21Straight Flash.
35:25Das reicht nicht ganz wichtig.
35:28Ein Straight Flash.
35:31Tja, da hat sich die Karte also versteckt.
35:34Da konnte ich ja lange suchen.
35:36Ich glaube, das reicht.
35:38Warum denn?
35:39Es ist doch überhaupt noch nicht spät.
35:41Frau Schilling,
35:42du musst doch heute so viel Pech hatten.
35:44Machen Sie doch einfach mal eine Pause.
35:45Das heißt dann spät.
35:46Nur noch ein Spiel.
35:47Ich hab das Gefühl,
35:48jetzt kann ich's rumreißen.
35:50Morgen ist auch noch ein Tag.
35:52Nur noch ein Spiel.
35:53Das müssen Sie mir zubilligen.
35:54Morgen.
35:57Schön.
35:58Dann bekomm ich morgen Revanche.
36:00Dann hole ich mir das ganze Geld zurück.
36:03Na klar.
36:04Ich hole den Mantel.
36:05Ich mach das schon.
36:24Annabelle.
36:26Hast du endlich Feierabend?
36:28Es war ein langer Tag.
36:30Wie geht es dir?
36:31Hast du deine Einkäufe erledigt?
36:33Ich hab ein paar ganz entzückende Sachen gefunden.
36:36So große Strampler.
36:39Mützchen und eine ganz flauschige Decke für die Wiege.
36:42Daniel gefällt sie auch.
36:45Siehst du,
36:46Daniel freut sich auf das Kind.
36:48Er wird ein wundervoller Ehemann werden.
36:51Ach, jetzt mach doch nicht so ein Gesicht.
36:53Das schaffst du.
36:54Ich bin so glücklich mit ihm.
36:57Ich will das nicht verlieren.
36:59Ihr passt perfekt zusammen.
37:01Und wenn du jetzt erst noch schwanger wirst,
37:04dann stimmt alles.
37:05Ich wünschte, ich könnte die Zeit anhalten.
37:11Guten Abend, Mutter.
37:13Hallo.
37:14Marie.
37:17Oh, schon so spät.
37:19Ihr entschuldigt mich.
37:26Du hast die Decke mitgebracht.
37:30Dankeschön.
37:35Erzähl mal.
37:37Wie war dein Tag?
37:39Ach, anstrengend.
37:40Aber das musste ich nicht.
37:42Daniel,
37:43wenn ihr Probleme habt,
37:45mein Angebot steht,
37:46ich würde euch wirklich gerne unter die Arme greifen.
37:49Es ist nicht so einfach.
37:51Ich habe mit Frederik darüber gesprochen.
37:54Er ist nicht so begeistert von der Idee.
37:58Also, er will es im Grunde auf gar keinen Fall, weil...
38:00Es ist wirklich überhaupt kein Problem.
38:02Es ist eure Entscheidung.
38:03Und ich bin noch nicht gekränkt,
38:04wenn ihr das alleine schaffen wollt.
38:06Ja, das wollen wir.
38:08Ich kann Frederiks Bedenken sogar verstehen.
38:11Ich nicht wirklich.
38:14Naja, wie gesagt,
38:14mein Angebot steht.
38:15Wenn ihr darauf zurückkommen wollt,
38:17gerne von mir aus sofort und wenn nicht,
38:18ist auch gut.
38:20Ich möchte nur,
38:21dass du eins weißt.
38:24Ich bin jederzeit dazu bereit,
38:26alles mit dir zu teilen.
38:31Marie,
38:33auch dafür liebe ich dich.
38:45Frau Schilling!
38:46Markus!
38:47Was ist denn los?
38:48Sie sind mir voll fremden.
38:50Ich wollte Sie unbedingt alleine sprechen.
38:51Ich bin müde.
38:53Was gibt's denn?
38:54Sie sollten nicht mehr spielen,
38:55Frau Schilling.
38:56Sie haben heute nur verloren.
38:58Lassen Sie die nächste Runde doch einfach aus.
39:00Soll ich etwa darauf verzichten,
39:02mir mein Geld zurückzuholen?
39:03Frau Schilling,
39:04das kann doch nicht funktionieren.
39:05Warum denn nicht?
39:05Wird bei Ihnen etwa falsch gespielt?
39:07Natürlich nicht.
39:08Aber...
39:08Na, dann ist doch alles in bester Ordnung.
39:11Machen Sie sich keine Sorgen.
39:12Ich hab das alles im Griff.
39:14Ich hatte heute einfach Pech.
39:15Aber das kann sich ja wieder ändern.
39:17Sie werden sehen.
39:18Sie sollten nicht mehr weiterspielen.
39:19Sie sollten...
39:20Ich muss mich jetzt wirklich ausruhen,
39:22damit ich morgen wieder fit bin.
39:24Bis morgen dann.
39:25Markus.
39:27Schlafen Sie gut.
39:50Ich hab's.
39:53Schau's dir an.
39:56Ja, ja, ich weiß.
39:57Du bist der König der Piste.
39:59Die Geschichte kenn ich schon, Tim.
40:00Davon rede ich nicht.
40:01Ich weiß, was ich Lilly schenken kann.
40:03Ein Poster.
40:04Mann, Trip zum Snowboarden.
40:06In die Schweiz.
40:07Ja, klar.
40:08Die Kohle pumpe ich mir.
40:10Aber ein kleinen Haken hat die Sache schon.
40:12Das weißt du.
40:14Hm.
40:15Lilly, kann ich Skifahren?
40:16Genauso gut, wie du kochen kannst.
40:19Ich kann's dir ja beibringen.
40:21Und wenn nicht, kann sie immer noch auf der Hütten Sonnen baden.
40:24Oder so.
40:24Und dir beim Snowboarden zuschauen.
40:26Hm, zum Beispiel.
40:28Tim, möchtest du ihr was schenken?
40:30Oder dir?
40:31Hm, uns beiden.
40:33Na, okay, hast recht.
40:36Muss mir was anderes ausdenken.
40:39Ah, aber geil wär's schon.
40:43Tut mir leid, dass ich das sagen muss,
40:44aber heute siehst du auch nicht besser aus als gestern.
40:46Hast du überhaupt geschlafen?
40:51Was ist denn los?
40:53Hast du Migräne?
40:54Oder war doch was beim Arzt?
40:56Wie kommst du denn darauf?
40:59So, wie du hier rumhängst?
41:01Nein, es ist nichts.
41:03Also,
41:04ähm,
41:06sie wissen's noch nicht genau.
41:08Was, sie wissen's noch nicht genau?
41:11Sie müssen noch ein paar Tests machen.
41:14Was denn für Tests?
41:17Ein Schwangerschaftstest.
41:21Du bist schwanger?
41:28Natürlich bin ich nicht schwanger.
41:29Das kann überhaupt nicht sein.
41:30Wie kannst du denn da so sicher sein?
41:32Fleiß ist eben nicht alles.
41:33Wenn der Auftrag für die Firma verloren geht,
41:35dann ist es eine Katastrophe.
41:36Das kann dir da nicht egal sein.
41:37Habt ihr euch diesen Schlamassel nicht selbst eingebrockt,
41:39Frederik und du?
41:40Sie sind schwanger,
41:41wenn in dem großen Fenster ein roter Punkt erscheint.
41:44Ich werde mich wie immer
41:45voll und ganz
41:46für die Firma einsetzen.
41:48Für die Firma schon.
41:49Man kann's sicher nicht für Frederik.
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