- vor 5 Wochen
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KurzfilmeTranskript
00:01Dankeschön.
00:02Bitteschön.
00:03Wiedersehen.
00:04Auf Wiedersehen.
00:43Bitteschön.
00:59Frau Habermann?
01:00Ja, guten Morgen.
01:02Was machen Sie denn hier?
01:04Guten Morgen.
01:06Ich weiß gar nicht so genau, wo ich hin muss.
01:09Ist alles in Ordnung?
01:11Ich habe einen Termin bei Dr. Heilmann.
01:13Die Pumpe.
01:14Ich hoffe, es ist nichts Ernstes.
01:16Ich auch.
01:17Yvonne!
01:18Schön, dich wiederzusehen.
01:22Vielleicht sehen wir uns später noch.
01:25Dr. Heilmann wartet.
01:26Die Unterlagen von deinem Hausarzt sind auch schon alle da.
01:29Komm.
01:35Markwart.
01:35Ja.
01:37Ja.
01:38Ja.
01:38Ja.
01:40Ja.
01:46Ja.
01:47Ja.
01:58Ja.
02:22Ich wusste ja gar nicht, dass du sowas kannst.
02:24Ja, wusste ich auch nicht.
02:25Frau Markwart wollte, dass ich mir die mal anschaue, aber ich lasse jetzt die Finger hier vorne.
02:32Eigentlich wäre ich jetzt noch in der Notaufnahme.
02:36Warum habe ich bloß vorgeschlagen, hierher zu wechseln?
02:40Das ist ja etwas langweilig.
02:42Jedenfalls nicht so spannend wie in der Notaufnahme.
02:45Das ist einfach mein Ding.
02:47Lisa, würdest du bitte mit zur Untersuchung von Frau Habermann kommen?
02:50Sie war früher Schwester hier in der Klinik.
02:54Kommst du?
02:56Ja, siehst du, wenn nichts mehr geht, hast du aber noch dein Vater.
02:59Ja, und genau das wollte ich doch vermeiden, dass ich sein will.
03:02Hey, hey, das war ein Schwer.
03:06Haha.
03:10Druck auf der Brust und starke Schmerzen.
03:13Wie lange schon?
03:15Seit gestern.
03:16Ich war dann gleich beim Hausarzt.
03:18Wir machen einen Herzultraschall.
03:22Seit wann bist du denn wieder zurück in Deutschland?
03:26Seit ein paar Monaten.
03:29Wir haben ein schönes Haus gefunden.
03:31In Grenna.
03:34Hallo.
03:36Sie erinnern sich bestimmt an meine Tochter Lisa.
03:39Sie macht hier bei uns ihr praktisches Jahr.
03:42Linker Ventrikel.
03:45Hyprokinesie.
03:46Der Vorderwand.
03:47Spricht für eine Stenose im Herzkranzgefies?
03:50Frau Habermann, wir machen jetzt eine Koronarangiografie.
03:54Sie wissen ja, wie das abläuft.
03:55Wir gehen mit einem Katheter über die Leiste rein, zu den Herzkranzgefäßen hoch.
04:00Und wenn alles gut läuft, können wir die Engstelle direkt beseitigen und gegebenenfalls einen Stand setzen.
04:06Gut.
04:06Ich will dich dabei haben.
04:09Geht das?
04:10Weil ich will ja keine extra Wurst.
04:12Natürlich willst du die.
04:17Ich bereite alles vor und Sie bleiben so lange bei Frau Habermann.
04:28Wo wollen Sie denn hin?
04:30Nach Hause.
04:32Sie haben doch gleich Ihren Eingriff.
04:35Ach ja.
04:37Entschuldigung.
04:38Ich bin völlig durcheinander.
04:41Ich bin ja auch sonst nie krank.
04:43Alles klar bei Ihnen?
04:47Mensch, hier wollen wir peinlich.
04:56Sie haben Frau Schroth nächste Woche für die Notabnahme disponiert?
05:00Ist das ein Problem?
05:02Sie wollte erstmal auf den Stationen 2 und 3 eingesetzt werden.
05:06Darf ich fragen, wieso?
05:09Sind Jeremys aktuelle Blutwerte schon da?
05:13Ähm, ja.
05:15Die Enzymersatztherapie schlägt gut bei Ihrem Bruder an.
05:20Ach, übrigens.
05:21Alles Gute zum Geburtstag.
05:23Haben Sie schon was geplant?
05:25Keine Ahnung.
05:26Ich habe heute nicht Geburtstag.
05:29Ihr Bruder meinte...
05:30Ja, dachte ich mir.
05:32Er hat sie veräppelt.
05:35Dann nehme ich die Glückwünsche natürlich zurück.
05:38Vielleicht findet er das lustig.
05:40Tut mir leid.
05:43Happy Birthday to you.
05:47Happy Birthday to you.
05:50Liebe Frau Dr. Böhm,
05:51im Namen der gesamten Klinik möchte ich Ihnen ganz herzlich zum Geburtstag gratulieren
05:55und ich wünsche Ihnen alles, alles Gute.
05:57Freude, Gesundheit, ja und was Sie sich sonst so wünschen.
06:08Schleuse liegt, Katheter geht hoch.
06:11Keine Sorge, es wird nicht lange dauert.
06:13Kontrastmittel?
06:26So, wir sind vor Ort.
06:32Da ist auch die Stenose.
06:34Eine starke Verengung?
06:36Hm, vor allem langstreckig.
06:38Aber ich denke, das kriegen wir mit einem Stand hin.
06:44Yvonne, was ist los?
06:46Ach, Schmerzen.
06:48Ich habe Angst.
06:49Ganz ruhig.
06:50Dr. Heilmann hat alles in Kraft.
06:54Ballonkatheter, du führst ihn ein.
06:55Ist das wirklich okay?
06:57Warum?
07:00Was ist los?
07:02Sie wird tarikat.
07:04Ich brauche sie ruhig.
07:05Ich gebe ihr sofort eine Sedierung.
07:10Ganz ruhig bleiben.
07:12Gleich wird es besser.
07:16Ich öffne den Ballon.
07:23Es war ganz schön knapp, oder?
07:25Na ja, für manchen Patienten ist die Vorstellung, dass wir in ihrem Herzen arbeiten, sehr belastend.
07:30Dann müssen wir sedieren oder eine Kurznarkose geben.
07:34Aber letztlich ist alles gut gegangen.
07:36Der Stand sitzt, das Herzkranzgefäß ist frei.
07:39Bleibst du bitte bei ihr, bis sie wach wird?
07:53Ich wünschte, ich hätte Schwester Yvonne unter angenehmeren Umständen wieder gesehen.
07:57Ich auch.
07:58Alisa war gut, oder?
08:01Ja, sie ist klar im entscheidenden Moment fokussiert.
08:05Ach, Roland.
08:06Was denn?
08:13Frau Habermann?
08:15Hallo?
08:18Es ist alles sehr gut gelaufen.
08:22Wie spät ist das?
08:24Warum hat man mich denn nicht geweckt?
08:26Sie wurden gerade operiert.
08:27Erinnern Sie sich?
08:29Und wer ist jetzt auf Station?
08:32Das ist doch keine Extrabehandlung, wenn man im OP mitmachen kann.
08:35Nur so lernt man.
08:36Ich brauche jetzt einen starken Kaffee.
08:38Frühdienst ist nichts mehr für mich.
08:40Frau Habermann.
08:41Frau Habermann.
08:43Frau Habermann.
08:43Frühstück.
08:44Wo sind meine Sachen?
08:45Bleiben Sie ruhig.
08:47Frau Habermann ist völlig verwirrt.
08:48Sie glaubt, sie muss zur Arbeit.
08:50Ah, sie ist allein auf Station.
08:51Das sieht die Oberschwester nicht gerne.
08:53Frau Habermann.
08:54Lass mich los.
08:55Ich muss auf Station.
08:56Schwester Yvonne.
08:57Hören Sie mir zu.
08:58Ich kläre das mit Frau Rischke.
09:00Unser neuer Pfleger Chris ist auch da.
09:01Das läuft alles.
09:02Das verspreche ich Ihnen.
09:03Wir brauchen noch mal Blut fürs Labor.
09:06Wie geht's Ihnen?
09:06Haben Sie Kopfschmerzen?
09:08Wir machen Schädel-CT.
09:11Melde Sie bitte an.
09:12Lässt er Yvonne.
09:13Entspannen Sie sich.
09:14Kannst du noch ein bisschen Blut haben?
09:17Das kennen Sie doch.
09:18Hm?
09:22Komm schon, das war doch lustig.
09:24Ja.
09:25Wir haben uns alle gar nicht mehr eingekriegt vor Lachen.
09:28Bist du jetzt echt sauer?
09:30Was ist denn so schlimm daran,
09:31wenn einem jemals mit dem Geburtstag gratuliert?
09:35Jeremy.
09:36Wo ist denn jetzt das Problem?
09:38Hör mal.
09:39Du hast dich voll verändert.
09:41Früher hattest du immer einen lustigen Spruch auf Lager.
09:43Und jetzt?
09:44Wissen Mama und Matthias endlich,
09:46dass du Morbus Fabri hast?
09:48Nee.
09:49Noch nicht.
09:50Aber reicht doch,
09:51dass ich denen erzählt habe,
09:52dass ich ohne Führerschein gefahren bin.
09:54Und vor einem Unfall.
09:56Du kannst vor dieser Krankheit nicht einfach weglaufen.
10:00Obwohl ich unsere Eltern da raushalten will.
10:02Außerdem,
10:04du lenkst ab.
10:05Es geht doch gerade um dich.
10:07Die Leute hassen dich hier.
10:09Die Ärzte, das Pflegepersonal.
10:11So ein Quatsch.
10:12Wann hast du das letzte Mal
10:14ein normales Gespräch geführt?
10:16So menschlich.
10:17Hallo.
10:18Wie geht's dir?
10:19Gut.
10:20Und dir?
10:20Oder hast du schon vergessen,
10:21wie das geht?
10:23Bei mir redest du auch nur noch über meine Krankheit.
10:26Wie so ein richtiger Arzt-Zombie.
10:29Chefarzt-Zombie.
10:30Mensch schon.
10:33Ach, hey.
10:35Ach, hey.
10:38Hallo.
10:40Wie geht's?
10:43Entschuldigung.
10:44Reiß dich zusammen.
10:47Ich hab versucht, den Mann von Yvonne zu erreichen,
10:50über die Nummer, die wir als Notfallkontakt haben.
10:52Aber er geht nicht ran.
10:53Sie ist sogar 60.
10:54Da ist so ein postoperatives Delir nicht ungewöhnlich.
10:57Ich weiß nicht.
10:58Das geht über eine normale Verwirrtheit bei einem Delir hinaus.
11:01Hat sie denn irgendwelche neurologischen Vorerkrankungen?
11:04Hat keine angegeben.
11:06Kann ich ja aktuelles Labor mal sehen.
11:10Elektrolyte sind stabil.
11:11Leber und Niere sind in Ordnung.
11:14Kein CRP-Anstieg und keine Leukozytose.
11:16Zucker war ein bisschen niedrig, ist aber jetzt korrigiert.
11:20Das CT von Frau Habermann ist da.
11:27Kein Infarkt.
11:29Auch keine Raumförderung.
11:31Und eine Blutung und einen Tumor können wir ausschließen.
11:35Narkosemittelunverträglichkeit.
11:38Also, was machen wir?
11:40Abwarten und engmaschig überwachen.
11:42Organisch hat sie nichts.
11:43Eine Klavikula-Fraktur.
11:45Leicht verschoben, aber keine Weichteilbeteiligung.
11:50Was meinen Sie?
11:53Die Fragmentstellung ist suboptimal.
11:56Wenn Sie das so lassen, riskieren Sie eine Pseudatrose.
11:59Ich werde den Patienten zu einem Rucksackverband raten.
12:04Warum fragen Sie mich überhaupt?
12:07Dr. Brentano, ich bin Ihnen übrigens sehr dankbar.
12:14Wegen der Dienstpläne.
12:16Ich weiß, das ist viel Arbeit und Sie machen es wirklich toll.
12:22Würde ich nur mal gesagt haben.
12:25Schöner Kittel übrigens.
12:36Yvonne, du hast eine OP hinter dir und du musst ja zu Kranken kommen.
12:40Wir können die Station nicht alleine machen.
12:42Das schaffen wir nicht.
12:44Und das dürfen wir uns auch nicht gefallen lassen.
12:50Ist erst mal.
12:51Sie war hier.
12:53Hier im Zimmer.
12:54Wer?
12:55Frau Marquardt.
12:56Sie will mir Angst machen.
12:58Sie weiß genau, dass ich mir nicht alles gefallen lasse.
13:02Ich rede mit dir.
13:04Warte mal.
13:06Die einzigen, die auf unserer Seite sind, sind Dr. Heilmann und seine Frau.
13:14Dr. Globisch?
13:15Nein.
13:16Seine Frau, Pia Heilmann.
13:21Wir kriegen das schon hin.
13:23Hm?
13:24Jetzt ist erst mal.
13:40Bei einem Delir gibt es keine Therapie.
13:43Ziehen Sie sich das mal an.
13:45Das habe ich mir kurz ausgeliehen.
13:47Was ist das?
13:49Yvonnes Notizheft.
13:51Hier.
13:55Asu, Philipp, drei Kinder, Oskar, Max, Pauline.
13:58Hier steht, wie lange sie an der Sachsen-Klinik gearbeitet hat,
14:01wann Professor Simoni gestorben ist.
14:04Sie hat sich einfach alles aufgeschrieben.
14:06Weil sie sich das nicht mehr merken konnte?
14:09Vielleicht leidet sie an einer Form von beginnender Demenz.
14:12Das würde die Heftigkeit des Delirs erklären.
14:15Wieso hat sie bei der Aufnahme nichts gesagt?
14:17Sie haben nach Vorerkrankungen gefragt.
14:20Naja, also bei der Untersuchung war ihr jedenfalls nichts anzumerken.
14:24Ich hätte wissen müssen, dass sie kognitiv eingeschränkt ist.
14:27Als ich nach der Untersuchung mit ihr alleine war,
14:29war sie für einen Moment völlig desorientiert.
14:32Warum hast du davon nichts gesagt?
14:34Weil es harmlos war.
14:35Dachte ich jedenfalls.
14:37Das wäre für das Narkosemanagement wichtig gewesen.
14:39Katrin hätte sich für eine völlig andere Sedierung entschieden.
14:42Ich dachte, sie ist wegen des bevorstehenden Eingriffs durcheinander.
14:45Die kleinsten Auffälligkeiten können für eine Diagnose wichtig sein.
14:48Und wenn du das nicht einordnen kannst.
14:51Eine Delir ist bei einer Demenzpatientin nicht einfach nur ein vorübergehender Ausnahmezustand.
14:56Es kann zum Kipppunkt werden.
14:58Kognitiv, funktional, psychisch.
15:00Verstehst du das?
15:07Ich bring das mal bitte zurück.
15:28Ich bring das mal bitte zurück.
15:31Wir sind nur zu zweit auf der Station und einmal Knopfkanülen sind auch keine mehr da.
15:36Frau Habermann, vielleicht sollten wir einfach mal einen Kaffee trinken und über alles in Ruhe sprechen?
15:41Das ist doch eine gute Idee.
15:43Kommen Sie, ich bring Sie in Ihr Zimmer.
15:47Was ist denn mit ihr?
15:49Schweres postoperatives Delir.
15:51Ach Gott, das ist ja furchtbar.
15:53Ich bin eigentlich gekommen.
15:55Wegen der Kaffeemaschine.
15:56Konnten Sie da mal reingucken?
15:57Also ich bin ja kein Techniker, aber ich würde sagen, die muss entsorgt werden.
15:59Auf gar keinen Fall.
16:01Dir Schrott?
16:02Ich schicke die zum Hersteller zurück.
16:05Ich meine, das Ding ist gerade mal drei Jahre alt.
16:07Wo kommen wir denn dahin, wenn wir immer alles gleich wegschmeißen?
16:23Was ist mit mir?
16:26Wir kümmern uns um Sie.
16:28Na kommen Sie.
16:30Na kommen Sie.
16:36Roland hat es bestimmt nicht so gemeint.
16:38Du kennst ihn doch, Lisa.
16:40Außerdem war er total übermüdet.
16:44Wie geht es Frau Habermann?
16:45Leider unverändert schlecht.
16:47Sie bekommt Flüssigkeit, wird nicht aus den Augen gelassen, aber mehr können wir im Augenblick nicht machen.
16:52Was mit Ihrem Mann?
16:54Den habe ich in Mexiko erreicht.
16:56Er nimmt den nächsten Flieger.
16:58Aber er wusste nichts von Ihrem Gedächtnisproblem.
17:01Das ist ja nur schwer vorstellbar.
17:08Lisa, kommst du mal bitte?
17:10Ich möchte was zeigen.
17:21Ein peripheres Aneurysma der Kniearterie?
17:23Ein klassisches Popliter, Aneurysma.
17:27Gar nicht so selten bei älteren Patienten.
17:29Bleibt aber oft lange unentdeckt.
17:31Was schlägst du vor?
17:33Vielleicht ein Venentaponat?
17:38Willst du nachher bei der OP dabei sein?
17:43Geh ruhig.
17:45Also, komm.
17:47Wir treffen uns in 30 Minuten.
17:53Das ist ein Moment.
17:59Wir treffen uns auf die OP.
18:05Wir sehen uns auf dem Weg und in der OP.
18:07Wir sehen uns da, beispielsweise am vigAP.
18:08Wir sehen uns im neuen Zines consume.
18:10Herr drops uns auf den Weg zum Garen,
18:41Untertitelung des ZDF, 2020
18:43Es bringt nichts, sich wegen Roland dauernd den Kopf zu zerbrechen.
18:48Aufgeweckt?
18:49Ja.
18:50Wie geht man in so einem Fall vor?
18:52Erst wird die Vene für das Interponat entnommen.
18:55Richtig.
18:56Dann exponiert ihr die Arteria poplitea und tastet die Aneurysmen-Ausdehnung ab.
19:04Das Aneurysma wird proximal und distal abgeklemmt.
19:08Ja.
19:10Dann...
19:12Resektion.
19:12Resektion und Ersatz.
19:13Ja, gut. Sehr gut.
19:17Schöner Kittel übrigens.
19:19Das hast du dir gesagt. Ernst, ja?
19:21Ich hab mich voll zum Affen gemacht.
19:24Also, Dr. Brentano.
19:29Hast du Mama und Matthias endlich angerufen?
19:32Wir müssen gemeinsam überlegen, wie das jetzt weitergeht.
19:35Ich muss gar nichts. Schon gar nicht gemeinsam. Das ist mein Leben.
19:41Ich hab'ne Idee.
19:43Wenn du es schaffst, innerhalb von einer Stunde, was nett ist zu sagen, zu fünf von deinen Kollegen, dann ruf
19:51ich unsere Eltern an.
19:55Frau Charlotte, Opa Friedrich.
19:59Sturm.
20:04Druckabfall. Frequenz steigt. An der Proximal anastemose tritt Blut aus.
20:08Ja.
20:10Klemme.
20:10Mit den Augen.
20:14Bei ihm fängst du an.
20:15Was soll ich ihm denn sagen?
20:17Was Nettes. Zu seiner Frisur zum Beispiel.
20:22Er hat die Haare wie immer. Schön.
20:24Ja, dann ist dir das eben jetzt erst aufgefallen.
20:28Achso. Der Demir. Waren sie beim Friseur?
20:32Nein.
20:34Toller Glanz. Mann, der denkt doch nicht schön.
20:38Nein. Nein, nein, nein. Das ist super. Los.
21:01Komm, trau dich.
21:08Verlassen Sie bitte das Gebäude.
21:10Es blutet noch immer.
21:14Was ist das?
21:17Feueralarm. Scheiße.
21:19Komm.
21:20Feueralarm. Verlassen Sie.
21:22Oh, ein bisschen schneller. Danke.
21:24Duchtwege sind ausgeschildert.
21:26Benutzen Sie keinen Aufzug.
21:28Gehen Sie zu den ausgewiesenen Sammelstellen.
21:31Es brennt in einem der oberen Stockwerke.
21:34Die Feuerwehr ist unterwegs.
21:35Danke.
21:36Ja, dann sollten wir uns mal ranhalten.
21:38Klemme.
21:52Klemme.
21:53Klemme.
21:54Klemme.
22:21Klemme.
22:21Klemme.
22:22Klemme.
22:23Klemme.
22:51Klemme.
22:53Klemme.
22:54Klemme.
22:54Wie viele Patienten haben Sie genommen?
22:57Siebzehn.
22:57In Fluchtwegen sind nicht ausgeschildert. Benutzen Sie keinen Aufzug. Gehen Sie zu den ausgebliebenen Sammelstellen.
23:27Na gut, wir tun unser Bestes.
23:29Ach, komm, Feueralarm. Verlassen Sie.
23:32Dr. Böhm, die Feuerwehr verlangt, dass wir die ETS räumen.
23:36Das sind Patienten, die beatmet werden müssen. Die sind teilweise nicht transportfähig.
23:40Wenn sich das irgendwie vermeiden lässt...
23:42Ja, wohl nicht. Da kann ich nur auch nichts machen.
23:44Gut, dann kläre ich, wo wir in Leipzig noch freie ETS-Betten bekommen.
23:48Danke.
23:49Die ETS muss jetzt doch evakuiert werden. Wir gehen über die Notaufnahme raus.
23:53Nehmen Sie mir einen Lagebericht.
23:54Wo kommen Sie denn jetzt her?
23:55Aus dem OP.
24:10Ach, komm, euer Alarm. Verlassen Sie sich das Gebäude.
24:14Tepphausen, voraus.
24:16Gehen Sie den Schlauch aus Tepphausen.
24:23Er ist gerade operiert worden. Ein Aneurysm in der Publitea.
24:27Dr. Stein sagt, Sie müssen auf die Durchblutung des Beins achten.
24:29Machen wir auf.
24:30Sauerstoffseitigung lag bei 98 Prozent und Blutdruck bei 120 zu 75.
24:34Okay.
24:44Ah, also, wissen Sie, wo Frau Habermann ist?
24:46Sie müsste eigentlich hier sein.
24:48Fragen Sie Schwester Miriam. Sie hat die Evakuierungsliste.
24:52Weißt du, wo Frau Habermann ist?
24:54Ähm, sie ist noch nicht abgehakt.
24:59So, das müssen jetzt alle aus der Station sein. Ich hab's zweimal gecheckt.
25:02Aber Frau Habermann fehlt noch.
25:04Vielleicht ist sie irgendwie an einem oder anderen Sammelpunkt. Ich geh mal gucken, ja?
25:10Wo wollen Sie hin?
25:11Wissen Sie, wo der Brand ausgebrochen ist?
25:13Im Verwaltungstrakt.
25:18Ich brauche einen Notfallrucksack.
25:19Das geht nicht.
25:21Sicher geht das. Ich bring ihn ja zurück.
25:37Achtung, Feueralarm.
25:46Na, machst du ein kleines Niedelchen?
25:51Du warst heute ziemlich unfair, weißt du das?
25:55Meinst du Lisa?
25:58Du und ich haben auch nicht bemerkt, dass es mit Eva Habermann was nicht stimmt.
26:03Sie hat's gemerkt und nichts gesagt.
26:08Ich weiß, ich verlange viel von ihr.
26:10Genau deshalb hat sie dir nicht gesagt, dass sie Medizin studiert.
26:16Euer Alarm.
26:19Frau Habermann!
26:20Du verlangst von ihr Perfektion.
26:23Und niemand ist perfekt.
26:26Nicht mal du.
26:27Aber wir müssen es versuchen.
26:28In unserem Shop hat jeder Fehler Konsequenzen.
26:31Das muss Lisa lernen.
26:32Frau Habermann!
26:35Wenn man immer nur Angst hat, Fehler zu machen,
26:38kann man diesen Beruf nicht aushütten.
26:41Achtung, Leipzig.
26:42Wegen eines Brands in einem Krankenhaus nahe der Stettiner Allee
26:45bitte Fenster und Türen geschlossen halten.
26:47Polizei und Feuerwehr sind im Einsatz.
26:49Komm.
26:52Achtung, Feueralarm.
26:55Verlassen Sie umgehend das Gebäude.
26:57Die Luftmögliche sind ausgeschildert.
27:00Benutzen Sie keinen Aufzug.
27:02Gehen Sie zu den ausgewiesenen Sammelstern.
27:10Frau Habermann, wir müssen hier raus.
27:14Frau Markwart wartet auf mich.
27:16Ich bringe Sie zu ihr, okay?
27:18Sie ist unten.
27:19Bis kurz.
27:31Das suchen wir später, versprochen.
27:34Wir müssen weiter.
27:38Was ist da?
27:40Was ist da?
27:41Wie warst du so weh?
27:43Ivan, hey.
27:46Ivan, hey.
27:48Schau mich mal an.
27:49Hey.
27:53Lisa?
27:54Ivan.
27:56Was ist denn?
27:58Es brennt.
27:59Wir müssen hier raus.
28:02Scheiße.
28:05Kannst du aufstehen?
28:07Ja.
28:09Da lang.
28:15Wir sind gerade angekommen.
28:16Wir sind der Ärztin, danke.
28:18Verstanden.
28:19Okay, wir beeilen uns.
28:22Martin braucht Hilfe bei der Evakuierung der ETS und bei den Sanitätern.
28:26Dann übernimmst du die ETS, ich die Sanitäter.
28:28Okay.
28:33Wir haben es gleich geschafft.
28:35Wir müssen nur noch hier ausdaten.
28:42Dr. Heilmann, haben Sie Ihre Tochter gesehen?
28:44Nein, wir sind gerade erst reingekommen.
28:46Wieso?
28:47Sie ist voll mit einem Notfallrucksack in die Klinik.
28:49Mehr weiß ich auch nicht.
28:50Was?
28:56Ivan.
28:59Nein.
29:04Ivan, hörst du mich?
29:07Sie können da jetzt nicht mehr hoch.
29:09Ich muss meine Tochter suchen.
29:10Bitte, lassen Sie die Rettungssanitäter ihre Arbeit machen.
29:13Herr Heilmann.
29:15Hilfe!
29:17Ach, da oben auf dem Dach, da ist jemand.
29:24Hilfe!
29:33Lisa!
29:33Okay, hier ist Feuer.
29:34Ja.
29:35Hinter dir.
29:45Lisa!
29:46Lisa!
29:49Ivonne Habermann!
29:50Kein Puls, keine Atmung!
29:52Lisa, die Sanitäter sind unterwegs.
29:57Jan, komm schon, bitte.
29:59Roland, was macht sie da?
30:01Sie reanimiert Ivonne Habermann.
30:03Was?
30:06Hilfe!
30:17Sie hatte einen Herzstillstand.
30:20Wir übernehmen.
30:20Mal ein, verkn täält.
30:29Musik.
30:30Musik.
30:33Musik.
30:36Musik.
30:40Musik.
30:42Musik.
30:44Musik.
30:58Ich musste sie wiederbeleben.
31:00Sie hatte wieder Brustschmerzen, bevor sie kollabiert ist.
31:03Eine Asystolie.
31:05Herr Trin und Martin kümmern sich um Frau Habermann.
31:07Sie kommt dann in die Uli-Klinik.
31:08Ich dachte, sie stirbt.
31:10Tut mir was weh?
31:11Warum?
31:12Ich muss mir deinen Hals ansehen.
31:15Mund auf.
31:19Keine Rußspuren im Rachen, aber die Atemwege sind gerötet.
31:24Das war Wahnsinn.
31:24Warum machst du so was?
31:26Eigensicherung geht vor Fremdsicherung.
31:27Schon mal gehört?
31:28Ja, aber ich...
31:30Es gibt kein Aber.
31:31Das war völlig unprofessionell.
31:37Versuch tief einzuatmen.
31:42Ausatmen.
31:45Du hattest mehr Glück als Verstand.
31:48Und zur Sicherheit wirst du die Nacht auch in einer Klinik verbringen.
31:51Ich kläre das.
31:52Setz die Maske wieder auf.
31:54Mir geht's gut.
31:55Ich will nach Hause.
31:57Du brauchst ein Labor und eine BGA.
31:59Um was auszuschließen?
32:00Cyanid- oder Kohlenmonoxid-Vergiftung.
32:14Der Rucksack.
32:15Ja?
32:16Ja, ähm...
32:18Also, ich bin...
32:19Das war so.
32:22Eine gute Arbeit.
32:23Ich danke euch.
32:25Wir haben alles.
32:26Ja, wir machen alles.
32:26Alles klar.
32:27Bis später.
32:28Ich hab noch zwei freie Intensivbetten im Steudels bekommen.
32:31Ja, super.
32:32Danke.
32:33Was ist eigentlich mit Ihrem Bruder?
32:35Der wurde ins Oniklinikum verlegt.
32:37So, die Evakuierung ist abgeschlossen.
32:40Die Personen, die noch im Gebäude sind, die können da auch bleiben.
32:42Wie sieht's drinnen aus?
32:43Mein Büro ist komplett zerstört, weil...
32:45Der Brand ist ja in der dritten Etage ausgebrochen.
32:48Und im ersten und zweiten Stock, da gibt es nur leichte Schäden wegen Rauch und Löschhaum.
32:53Hey, weiß man inzwischen, was der Brand ausgelöst hat?
32:56Offensichtlich die Kaffeemaschine.
32:58Ach so.
32:59Ich hab Ihnen ja eigentlich gesagt...
33:01Niemand macht Ihnen einen Vorwurf.
33:03Nein, ich hab Ihnen gesagt, die Kaffeemaschine muss entsorgt werden.
33:05Hab ich ja?
33:06Ich glaube, Sie werden drin gebraucht.
33:08Da gibt es viel zu tun.
33:09Okay.
33:25Alles okay?
33:26Ich krieg den Geruch nicht raus.
33:30Es war unprofessionell, ist klar.
33:34Lisa,
33:36ich hatte eine Riesenangst um dich.
33:44Ich...
33:46Ich dachte...
33:49Ich dachte wirklich, ich würde sterben.
33:53Alles ist...
33:54Es wäre alles meine Schuld gewesen.
33:56Das Delir...
33:57Nein.
33:58Das hast du doch selber gesagt.
34:03Das war nicht fair.
34:05Es tut mir leid.
34:07Ich hätte auf sie aufpassen müssen.
34:10Ich...
34:11Was hast du?
34:14Du hast doch Habermann das Leben gerettet.
34:22Du hast die Nerven behalten.
34:26Wiederbelebung unter den Umständen.
34:31Aus dir wird man eine richtig gute Ärztin.
34:34Du hast alles, was man dazu braucht.
34:38Du bist klug.
34:41Und du hast ein Löwenherz.
34:50Meinst du das ernst?
34:55Tu das nie wieder.
34:58Das kann ich nicht versprechen.
35:03Das dachte ich mir.
35:12So, der Patient geht zurück.
35:15Auf die ETS.
35:16Zum Glück haben wir dort keine Brandschäden.
35:18Hallo.
35:19Hallo.
35:20Yvonne Habermann, 62 Jahre alt.
35:22Kreislaufstabil, Sauerstoffsättigung auch.
35:24In der Uni erfolgte gestern direkt nach Einlieferung
35:26eine weitere Herzkatheteruntersuchung.
35:28Stand war frei und keine weiteren Anzeichen für Stenose.
35:32Ich übernehme die Patientin.
35:33Danke.
35:33Gerne.
35:34Alles Gute.
35:35Danke.
35:36Yvonne, wie geht's Ihnen?
35:38Ach, ich hab etwas Halsspärzen.
35:40Sie waren lange stark im Rauch ausgesetzt
35:42und hatten einen Herzstillstand.
35:44Wir müssen Sie weiter beobachten.
35:46Hallo Yvonne.
35:47Ah, so.
35:48Du siehst schon viel besser.
35:49Ja.
35:50Sie sind manchmal etwas durcheinander.
35:53Kann das sein?
35:54Na ja, ich vergesse manchmal Dinge.
35:59Aber das heißt doch nicht, dass ich...
36:00Sind Sie deswegen in Behandlung?
36:04Ich möchte nicht, dass sich das herumspricht.
36:08Dann erfährt es doch auch irgendwann mein Mann.
36:12Er ist erfolgreicher Architekt.
36:15Baut Hochhäuser auf der ganzen Welt.
36:18Er ist jetzt gerade in Mexiko.
36:22Was soll er denn mit einer dementen Frau?
36:28Yvonne, wir haben Olaf informiert, dass du hier bist.
36:31Oh nein.
36:32Soweit ich weiß, ist er schon auf dem Weg.
36:35Wir nehmen Frau Habermann wieder stationär auf.
36:38Ich sehe später noch mal nach ihm.
36:40Lisa, du bist krankgeschrieben.
36:43Hallo.
36:45Sie haben ja das Leben gerettet.
36:48Ich hatte Ihnen doch versprochen, ihr Notizbuch zu suchen.
36:51Das werden wir jetzt nicht mehr finden, aber...
36:54Ich habe hier ein neues für Sie.
36:58Ein neues Gedächtnis.
37:00Wie wäre es?
37:01Sie erinnern sich und ich schreibe?
37:04Danke.
37:18Hey.
37:21Wie lange bist du schon hier?
37:23Ich weiß nicht, so eine Stunde.
37:26Ich habe da ganz schön was zu bieten hier.
37:29Was für Abenteuerurlaub.
37:31Auf die Art Abenteuer kann ich verzichten.
37:35Das riecht echt noch ziemlich verbrannt her.
37:39Nachdem ich gestern in der Nacht zur siebten Krankenhausflur verbracht habe.
37:43Die anderen kommen gleich auch noch.
37:51Hast du eigentlich die fünf noch zusammengekriegt?
37:54Nicht mal Dr. Demir.
37:59Kleiner.
38:02Das ist alles kein Spiel.
38:09Glaubst du, ich habe nicht begriffen, dass ich in der Scheiße stecke?
38:14Ich habe eine Krankheit, an der ich sterben werde.
38:19Was soll ich denn da jetzt in die Zukunft gucken?
38:23Hey.
38:24Du wirst daran nicht sterben.
38:28Was ist so ein halber?
38:32Es gibt doch eine Therapie.
38:34Und die schlägt bei dir gut an.
38:37Die lindert die Symptome und bremst den Verlauf.
38:39Und vielleicht werden wir in Zukunft noch mehr Möglichkeiten haben.
38:43Die Medizin macht gerade in diesem Bereich riesen Fortschritte.
38:55Wie krieg ich denn ein Handy?
38:57Ich habe kein Nachkommen mehr.
39:12Hallo, Mama.
39:13Ich bin's.
39:14Und wie ist die Lage?
39:19Es gibt gute und schlechte Tage.
39:22Meistens komme ich klar.
39:25Also gab es bisher keinen Grund, Olaf zu beunruhigen.
39:29Er liebt dich.
39:31Ich weiß.
39:33Aber das Ende ist immer gleich.
39:40Lisa, Sie haben eine sehr schöne Handschrift.
39:44Wollen wir weitermachen?
39:45Es kann Ihnen auch jemand anderes dabei helfen.
39:47Wer?
39:48Ihr Mann.
39:51Soll ich ihn reinholen?
40:11Wie geht's Ihnen?
40:13Alles gut überstanden?
40:15Noch ein bisschen Kratzen im Hals.
40:18Aber das ist alles.
40:22Schon verrückt, in ein brennendes Haus zu laufen.
40:29Genauso jemanden könnte ich in der Notaufnahme gut gebrauchen.
40:33Echt jetzt?
40:34Ich habe nicht vor, mich ständig zu wiederholen.
40:37Aber wenn Sie nicht wollen.
40:39Natürlich will ich.
40:42Ja, reißen Sie sich zusammen.
40:44Ja, sonst bleiben Sie auf der Station.
40:48Darf ich?
40:50Ja.
40:54Na dann.
40:56Schönen Feierabend.
41:01Yes.
41:05Das ist Besonderes.
41:07Sí.
41:07Ja.
41:12Ja.
41:25Untertitelung des ZDF, 2020
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