- vor 15 Stunden
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00:18Liebe ist genug
00:36Liebe ist genug
01:20Liebe ist genug
01:23Und Punkt 9 gleiche ich noch an
01:24Und dann bekommst du das morgen zur Unterschrift
01:26Alles klar
01:28Wie geht's Dr. Globisch?
01:30Gut
01:31Aber es wird noch eine Weile dauern
01:33Bis sie wieder einsatzfÀhig ist
01:34Deswegen hab ich nicht gefragt
01:35Ich weiĂ
01:38Deswegen hab ich nicht nur gefragt
01:41Wir brauchen eine Vertretung
01:43Ja?
01:44Was ist mit Dr. Stein?
01:47Ăber den wollte ich auch mit dir reden
01:48Wieso?
01:49Gibt es Neuigkeiten?
01:53Soweit ich weiĂ
01:55Operiert er weiter in MĂŒnchen
01:57In seiner Beurlaubung?
01:58Ja
02:00Gibt es eine Möglichkeit ihn zu entlassen?
02:02Wie bitte?
02:03Er verstöĂt gegen seinen Arbeitsvertrag mit uns
02:05Und operiert an einer anderen Klinik
02:07Ohne unser EinverstÀndnis
02:08Du hast es ihm erlaubt?
02:09Ja, unter der Bedingung
02:10Dass er seine Arbeit hier nicht beeintrÀchtigt
02:12Das tut es doch nicht
02:13Er wollte sich mit Medikamenten aufputschen
02:16Weil er im Stehen fast eingeschlafen wÀre
02:19Er musste seine OP ĂŒbernehmen
02:20Ja, das war eine Ausnahme
02:23Viele Patienten kommen seinetwegen zu uns
02:27Bitte, Roland, rede mit ihm
02:28Ich hĂ€tte ihn gerne zurĂŒck
02:30Er ist gut fĂŒr unser Haus
02:33AuĂerdem wĂ€re er der ideale Nachfolger fĂŒr Dr. Globisch
02:36Das ist nicht dein Ernst
02:39Wenigstens interimsweise
02:41Nein
02:41So wie es aussieht
02:43Hat er sich entschieden
02:43Gegen die Sachsen-Klinik
02:58Hey, hallo
03:00Hallo, Papa
03:01Na, wie geht's?
03:04Gut
03:04Wie war MĂŒnchen?
03:06Gut
03:07Anstrengend
03:09Acht groĂe OPs
03:11Und, alle noch am Leben?
03:13Als ich unten rumgefahren bin, ja
03:15Willst du auch einen Smoothie?
03:17Gerne
03:22Sie haben eine neue Nachricht
03:25Und zwei gespeicherte Nachrichten
03:27Hier ist Roland
03:28Ich wollte dir nur sagen
03:29Dass Katrin einen Herzinfarkt hat
03:31Es geht ihr den UmstÀnden entsprechend gut
03:33Bis dann
03:38Ende der letzten Nachrichten
03:40Was ist denn los?
03:49Hier
04:02Ulrike
04:07Es ist schön, dich zu sehen
04:09Ja, da bin ich mir nicht so sicher
04:11Ist auf jeden Fall eine Ăberraschung
04:14Hier
04:16Blum
04:17Was hast du denn vor?
04:20Setz dich doch
04:24Bitte
04:33Können Sie das bitte einpacken?
04:34Mach ich
04:40Guck mal
04:42Warum hast du da nicht angerufen?
04:45Du kannst nicht einfach so auftauchen
04:49Du hast deinen MĂ€dchennamen wieder angenommen?
04:52Wer ist es?
04:53Keine Ahnung
04:55Vielleicht ihr Freund?
04:57Ach, ganz bestimmt nicht
04:58Das hÀtte sie doch erzÀhlt
05:01Warum bist du hier?
05:03Weil ich dir noch nie gesagt habe
05:05Wie leid mir das tut
05:06Was tut dir leid?
05:10Alles
05:13Was ich dir angetan habe
05:15Ich möchte dich dafĂŒr um Entschuldigung bitten
05:23Und das fÀllt dir so plötzlich ein nach drei Jahren?
05:28Weil ich ein Idiot bin
05:29Der manchmal sehr lange auf der Leitung steht
05:36Also wenn es ihr Patient war, dann haben die beiden sich aber ziemlich gut verstanden
05:41Ich muss zur Visite
05:44Thomas, mach es mir bitte nicht so schwer
05:46Glaubst du, fĂŒr mich ist das leicht?
05:50Ich muss wieder
05:51Ich möchte, dass wir reden
05:53Mach es gut, Thomas
06:04Wo ist Dr. Heilmann?
06:05Behandlungslager
06:11Bitte schön
06:12Vielen Dank
06:17Hallo
06:18Hallo
06:19Warum hast du mich nicht auf meinem Handy angerufen?
06:22Ich wollte dich in Kenntnis setzen und nicht um Hilfe bitten
06:24Du wusstest doch, dass ich nicht in Leipzig bin
06:26Ja, weil du stattdessen deine Privat-OPs in MĂŒnchen gemacht hast
06:29Du hast mich beurlaubt
06:31Ich darf doch meiner Freizeit machen, was ich will
06:35DarĂŒber ist unsere Rechtsabteilung in sich noch nicht ganz einig
06:41HĂ€tte ich das frĂŒher mit Katrin gewusst, wĂ€re ich sofort hier gewesen
06:43Das hÀtte nichts geÀndert
06:46Ach, du willst dir nicht die bestmögliche Behandlung angedeihen lassen?
06:49Du meinst, das kann ich ihr nicht geben?
06:51Das habe ich nicht gesagt
06:57Katrin ist wieder auf Normalstation
06:58Sie ist stabil
06:59Gut, ich hoffe, du hast nichts dagegen, wenn ich sie kurz besuche
07:02Als Freund
07:03NatĂŒrlich nicht
07:18Ja?
07:24Martin
07:31Was machst du denn fĂŒr Sachen?
07:35Ich weiĂ nicht
07:39Wie geht's dir?
07:44Nicht gut
07:48Hast du Schmerzen?
07:50Nicht wirklich
07:55Aber
07:58Ich kann das gar nicht beschreiben
08:00Ich
08:01Ich fĂŒhle mich wie
08:03ausgekotzt
08:07Aber erst seit dem Infarkt
08:11Ja
08:13Schon
08:18In den letzten Wochen hatte ich einfach das GefĂŒhl, ich werde krank
08:23Ich kriege einen Infekt oder so
08:25Ich war immer mĂŒde
08:27Mit Gliederschmerzen
08:28Ein bisschen Husten
08:31Fieber?
08:33Fieber?
08:34Fieber?
08:35Du hast ein bisschen abgenommen, oder?
08:42Was ist denn nur mit mir los?
08:46Ich bin dann noch nicht alt.
08:48Ich lebe gesund.
08:49Es mĂŒsste mir doch normalerweise gut gehen.
08:58Wir kriegen raus, was da los ist.
09:02Versprochen.
09:12Hast du den gebacken?
09:14Ja, aber...
09:15Schmeckt super.
09:16Hatte eh keinen Mittag.
09:18Ja, stimmt.
09:18Ich habe dich vorhin unten gesehen.
09:20Aber du warst so im GesprÀch, hast mich wohl gar nicht bemerkt.
09:23Nee, habe ich wirklich nicht.
09:25Wenn du heute frĂŒher gehen willst, um Zeit mit deinem Bekannten zu verbringen,
09:29kann ich fĂŒr dich, bei Schwester A, so ein gutes Wort einlegen.
09:31Das wird nicht nötig sein.
09:33Ich bin dann in der 5 bei Frau Bremer.
09:35Klar.
09:35Ach, ĂŒbrigens, der Herr vorhin mit dem BlumenstrauĂ.
09:41Wer war denn das?
09:43Mein Mann.
09:44Wir leben getrennt.
09:47Taucht einfach so nach drei Jahren hier auf.
09:48Der hat Nerven.
09:53Wenn du etwas wissen willst, einfach fragen.
09:57Herr Bremer, hier sind Sie.
09:58Herr Dr. Scholz sucht Sie.
09:59Ja, ich komme sofort.
10:01Und links?
10:06Und noch mal rechts.
10:12Sehr gut.
10:13Willst du dich mal auf die Bettkante setzen?
10:16Gut.
10:18Klar.
10:30Alles gut.
10:32Wenn Sie wollen, können Sie mal probieren, aufzustehen.
10:35Klar bin ich.
10:45Noch mal ein paar Schritte gehen?
10:59Es reicht jetzt, oder?
11:02Lass mich mal noch bis zum Schrank gehen.
11:25Das kann doch nicht sein.
11:27Vielen Dank.
11:29Wir machen morgen weiter.
11:31Danke.
11:34Das lebt doch schon sehr gut.
11:36Das waren fĂŒnf Schritte.
11:38FĂŒnf Schritte, Martin.
11:40Du darfst jetzt nicht zu viel von dir verlangen.
11:50Pia, Katrin, geht's gut.
11:52Ja, den UmstÀnden entsprechend.
11:53Es gibt keinen Grund, warum du dein Vorhaben aufgeben solltest, um hierher zu kommen.
11:59Siehst du, wenn Katrin dir das auch schon gesagt hat?
12:02Mach ich.
12:05Ich dich auch.
12:07Sehr sogar.
12:09Wir sprechen uns morgen wieder.
12:12TschĂŒss.
12:52Musik
13:12Musik
13:25Warst du gar nicht im Bett?
13:28Nein.
13:34Ist Katrin jetzt deine Patientin?
13:36Nein.
13:39Aber du bist jetzt nicht mehr beurlaubt?
13:42WeiĂ ich nicht.
13:43Das verstehe ich jetzt nicht.
13:47Ich war gestern bei dir. Es geht dir nicht gut. Ich möchte dir helfen.
13:51Klar, Papa. Du weiĂt es mal wieder besser.
13:54Nein. Das ist ...
13:57Das ist ein sehr ungewöhnlicher Fall.
14:01Wer behandelt sie denn jetzt?
14:03Roland.
14:05Hast du mit ihm da schon mal drĂŒber gesprochen?
14:08Nein.
14:10Noch nicht?
14:21Der Akte konnte ich entnehmen, was ihr bisher gemacht habt.
14:23Klassische Infarktdiagnostik. Labor-Echo-EKG.
14:26Ja.
14:27Und alles deutet auf einen Hinterwandinfarkt.
14:30Genau.
14:32Deswegen auch kein MRT.
14:33DafĂŒr bestand kein Grund. Die Befundlage war eindeutig.
14:36Und der Herzkatheter hat die Diagnose bestÀtigt.
14:40Dann habt ihr den Thrombus abgesaugt.
14:42Genau.
14:44Aber keine Histologie davon gemacht.
14:45Warum hÀtten wir das tun sollen?
14:48Woher fÀllst du ihn aus?
14:50Roland, das war kein klassischer Infarkt.
14:52Das passt alles nicht zusammen.
14:55Ich möchte dich bitten, ein MRT des Herzens zu machen.
14:58Wo hast du eigentlich Kathrins Akte her?
15:02Das ist das, was dich jetzt interessiert?
15:04Ich wĂŒsste schon gerne, wem ich es zu verdanken habe,
15:07dass du meine Arbeit derart hinterfragst.
15:09Was stört dich daran?
15:13Komm, du hast einen Verdacht.
15:15Sag ihn einfach.
15:18Das ist noch zu spekulativ.
15:20Wegen der Spekulation soll ich jetzt weitere Untersuchungen veranlassen?
15:27Es könnte ein Herztumor sein.
15:31Den hÀtten wir doch gesehen.
15:34Nicht jeder Tumor ist im Echo zu erkennen.
15:36Herztumor sind Ă€uĂerst selten.
15:38Wie ist die HĂ€ufigkeit?
15:40Ein halbes Prozent, ein Viertel?
15:42Noch weniger.
15:46Das ist die Einweisung von Ihrem Hausarzt.
15:48Haben Sie Ihre Versichertenkarte dabei?
15:50Ja.
15:50Danke.
15:52SelbstverstÀndlich kann ich auch Chefarzt.
15:54Also wenn ich mal Ihre Formulierung ĂŒbernehmen darf.
15:57Ich nehme das mal mit.
15:59Sie setzen sich bitte dahin und warten.
16:01Eine Kollegin holt sie gleich ab.
16:03Ich wĂŒrde mich freuen, von Ihnen zu hören, Frau Marquardt.
16:09Thomas?
16:11Hallo, Ulrike.
16:12Sag mal, war das gestern irgendwie missverstÀndlich?
16:15Du bist nicht der einzige Grund, warum ich hier bin.
16:18Wie? Ich bin nicht der...
16:20Ich habe mich hier beworben.
16:22In Konstanz werde ich nie Chefarzt.
16:24Wagner ist gerade mal vier Jahre Àlter als ich.
16:27Und zwischen Bodensee und Leipzig gibt es keine andere Klinik, in der du dich austoben kannst?
16:30Keine, in der die ChefÀrztin gerade lÀnger ausfÀllt.
16:32Du, die Verwaltungschefin hat das Thema ins Spiel gebracht.
16:35Wir haben uns gestern rein zufÀllig in der Cafeteria kennengelernt.
16:38Das war Ihre Idee.
16:40Du kannst jederzeit Nein sagen.
16:42Es ist eine tolle Chance.
16:46Vielleicht ja auch fĂŒr uns.
16:54Und du denkst, Martin hat recht?
16:55Ich weiĂ es nicht.
16:57Es wÀre möglich.
16:58Eine ErklĂ€rung fĂŒr den Infarkt wĂ€re es auf jeden Fall kein klassischer Thrombus,
17:03sondern der Teil eines Tumors, der sich gelöst und damit das HerzkranzgefÀà verschlossen hat.
17:08HÀtten wir den Thrombus histologisch untersucht, hÀtten wir Gewissheit gehabt.
17:13DafĂŒr gab es keinen Grund.
17:17Und jetzt, Herr Matti?
17:20Bist du einverstanden?
17:22NatĂŒrlich.
17:23Ich melde dich an.
17:25Dr. Hallmann, ich will mich ja nicht einmischen.
17:27Aber wÀre jetzt nicht der Zeitpunkt gekommen, Dr. Stein hinzuzuziehen?
17:35Das ist dein Fachgebiet, Roland.
17:38Bitte mach's.
17:52Roland?
17:58Hallo, Martin.
18:03Kann ich was tun?
18:07Ich brauche dich.
18:09Als Arzt.
18:10Ich komm sofort.
18:20Da, in der Hinterwand des linken Vorhofes.
18:24Ist nicht besonders groĂ?
18:25Nein.
18:27Vielleicht zwei, drei Zentimeter.
18:29Gutartig?
18:30Kann ich noch nicht sagen.
18:33Aber du gehst davon aus, dass er entfernt werden muss.
18:36Ja.
18:37Aber ich muss vorher wissen, womit ich es zu tun habe.
18:41Lass uns ein PET-CD machen.
18:43Dann haben wir zu 90 Prozent Gewissheit.
19:14Ich bin mir sicher, dass es sich um ein Myxome handelt.
19:17Myxome sind gutartig und Rezidive Ă€uĂerst selbst.
19:20Ich weiĂ.
19:21Also?
19:22Eine erfreuliche Nachricht.
19:24Aber der Tumor muss raus.
19:26Ja.
19:28Myxome können aufgrund ihrer Struktur sehr schnell eine Embolie auslösen.
19:32Und das ist auch der eigentliche Grund fĂŒr deinen Infarkt.
19:36Ja.
19:37Und jetzt kommt die schlechte Nachricht.
19:40Aufgrund der Lokalisation des Tumors kommen wir mit einer konventionellen OP nur sehr schwer ran.
19:47Aber wenn wir dein Herz aus dem Brustkorb herausnehmen, haben wir freie Sicht.
19:53Ein Ex-Sito-Verfahren?
19:55Ja.
19:56Wir entfernen den Tumor und stellen die Anatomie wieder her.
20:01ScheiĂe.
20:02Das ist nicht dein Ernst.
20:03Nicht unmittelbar nach einem Infarkt.
20:05Ex-Sito oder konventionell.
20:07Wir mĂŒssen sowieso mit einer Herz-Lungen-Maschine arbeiten.
20:10Ex-Sito ist die bessere Methode.
20:13Ich bin dagegen.
20:14Wir machen das in Zito.
20:15Roland.
20:17Das ist immer noch meine Entscheidung.
20:20Ich weiĂ.
20:21Es ist ein groĂer Eingriff.
20:23Mit all seinen Folgen.
20:25Aber nach der Reha bist du geheilt.
20:31Na dann machen wir es.
20:33So wie du sagst.
20:36Ich bereite alles vor.
20:41Katrin.
20:43Nimm mich mal in den Arm.
20:47Bist du dabei?
20:51Ja.
20:55ScheiĂe.
20:59Alles in Ordnung?
21:01Ich dachte schon.
21:02Alles in Ordnung.
21:05Ist das wegen Ihres Ex?
21:07Merkt man das?
21:08Ja schon.
21:10Der schafft es immer noch mich aus der Fassung zu bringen.
21:15Warum haben Sie sich eigentlich getrennt?
21:18Tut mir leid.
21:19Geht mich auch gar nichts an.
21:20Ach nee. Ist schon okay.
21:25Er hatte eine AffÀre in der Klinik.
21:28Mit einer jungen Formulantin.
21:31Hinterher tat es ihm natĂŒrlich total leid.
21:33Es wÀre die Midlife-Crisis.
21:34Und er wĂŒrde alles tun, um es ungeschehen zu machen.
21:36Bla bla bla.
21:37Ist das ein Klischee.
21:39Ich möcht's gar nicht erzÀhlen.
21:40So langweilig ist das.
21:41Nicht, wenn man drinsteigt.
21:44Und jetzt?
21:46Jetzt will er an die Sachsen-Klinik kommen.
21:48Man hat ihm den Chefarzt angeboten.
21:51Wie bitte?
21:59Hey.
22:05Wie hast du dich gefunden?
22:07Ich kenn den Ort.
22:08Ich hab hier frĂŒher immer heimlich geraucht.
22:10Wir nehmen hier alle zu, dass ihr auch von Senkel gegangen seid.
22:13Ich war ziemlich oft hier.
22:16Hast du mir gar nicht erzÀhlt?
22:17Weil ich das nicht so gerne zugebe.
22:21Hast du mal eine?
22:22Was? Eine Zigarette?
22:25Ist das dein Ernst?
22:26Du hattest grad einen Herzinfarkt.
22:27Ich hab einen Herztumor.
22:31Du rauchst doch gar nicht.
22:33Ich hab aber das GefĂŒhl, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um damit anzufangen.
22:40Hast du Angst?
22:42Klar hab ich Angst.
22:44Die nehmen mir mein Herz raus, schneiden ein Loch ein, flicken es mit Plaste und setzen es wieder ein.
22:51Das ist der Plan?
22:55Das ist der Plan.
22:56Das ist der Plan.
23:22Das ist der Plan.
23:26ich von Ihnen. WĂŒrden Sie mir bitte Hanna nochmal geben? Setz dich erstmal hin. Hanna, hier. Hallo, mein
23:37Schatz. Hast du gut geschlafen? Ganz gut. Und wie ist es so mit Franzi? Franzi hat einen Pfandkuchen
23:46gemacht. Total. Hast du auch gut geschlafen, Mama? Ja, bei mir ist alles gut. Ich werde hier nur
23:53nochmal grĂŒndlich untersucht, damit ich auch wieder richtig gesund werde. Kann ich dich
23:58heute mit der Franzi besuchen? Heute nicht, Liebling. Aber morgen. Morgen holt ich Alexander
24:05von der Schule ab und dann kommt ihr mich besuchen, ja? Versprochen. In Ordnung. Dann kriegst
24:12du jetzt einen ganz dicken Kuss von Mama, ja? GrĂŒĂ Franzi. Bis morgen. Guten Morgen.
24:23Gut geschlafen? Nein. Trotzdem bereit? Ja. Na dann. WĂŒrdest du mir erlauben, auf
24:38meinen eigenen Beinen in den OP zu gehen? Nein. Aber wenn es dir hilft, fahre ich dich.
24:55Bis spÀter. Ich bin da, wenn du aufwachst.
25:13Ich komme mir ein bisschen blöd vor, aber ich muss Sie das fragen. Haben Sie heute
25:17morgen etwas gegessen oder getrunken? Schon in Ordnung. Nein, habe ich nicht. Haben Sie sonst
25:24noch irgendwelche Fragen zur Narkose, zum Eingriff? Dann sind wir soweit. Na? Wie fĂŒhlst
25:34du dich? Schlimmer als beim Physiker. Alles wird gut. Das verspreche ich dir. Wir sind
25:44dann soweit. Du versprichst doch sonst nichts. Ich habe das nicht als Arzt gesagt.
26:10KannĂŒlen sitzen. Die Maschine kann hochgefahren werden. Die Maschine fĂ€hrt hoch. Die Maschine hat
26:21voll im Fluss. Zeit fĂŒr den Herzstillstand. Roland, ĂŒbernimmst du die PflegekanĂŒle?
26:27KanĂŒle?
26:33KanĂŒle liegt.
26:36Aortenklemme?
26:46Kardioplegie starten.
26:50Plegi lÀuft.
26:54Ich hoffe nur, dass Dr. Globes bald wieder hergestellt ist. Ich fÀnde es gut, wenn sie
26:58auch in Zukunft unsere ChefÀrztin ist.
27:01Warum sollte sie das nicht mehr sein?
27:03Also hat mir erzÀhlt, Frau Marquardt trifft sich schon mit potenziellen Nachfolgern.
27:08Was?
27:12Herzstillstand.
27:15Gut. An die Arbeit. Schere, Pinzette.
27:20Ich beginne jetzt mit der PrÀparation des Herzens.
27:38Wusste ich's doch, dass Sie hier sind. Wie frĂŒher.
27:42Ich dachte, das wÀr mein kleines Geheimnis.
27:44Hier gibt's keine Geheimnisse.
27:45Also, nicht vor mir.
27:53Haben Sie schon was gehört?
27:54Nein.
27:57Machen Sie sich nicht so viele Sorgen.
28:00Naja.
28:01Warum nicht?
28:04Frau Globesch ist zÀh.
28:06Und Ihre Ărzte sind die Besten.
28:10Mhm.
28:27Tisch ranfahren.
28:40Kompresse?
28:43Der Tumor ist vollstÀndig eingewachsen. Deshalb war er auch nur so schwer zu erkennen.
28:49Aber man fĂŒhlt die verĂ€nderte Struktur.
28:52Ja.
28:55Können wir?
28:57Wie geht's hier?
28:59Alles stabil.
29:02Also.
29:04Skalp hÀlt.
29:21Ich hatte gerade vier Stunden gegeben. Ich hab jetzt nur acht Stunden vor mir.
29:24Und?
29:28Was geht dir so weit gut?
29:30Wir konnten den Tumor vollstÀndig entfernen und die Hinterwand, wie geplant, mit einem Patch rekonstruieren.
29:36Der Befund der feingeweblichen Untersuchung liegt auch schon vor.
29:39Wie vermutet ein Myxor.
29:41HeiĂt?
29:41Der Tumor war gutartig.
29:46Katrin hat die OP gut ĂŒberstanden.
29:48Kreislauf ist stabil.
29:49Wir lassen Sie trotzdem noch nicht aufwachen.
29:51Es erspart ihr unnötige Schmerzen und Ihr Körper kann sich besser erholen.
29:55Vielen Dank Ihnen beiden.
29:57Kann ich zu ihr.
29:59Dr. Brentano bringt Sie gerade auf die ITS.
30:02Schwester, bringen Sie Herrn Weber bitte auf die Intensivstation.
30:04Kommen Sie bitte.
30:09Ich diktiere mal den Bericht.
30:11Bis spÀter.
30:15Das finde ich gut, dass du ihn gefragt hast.
30:18Stimmt es, dass du schon BewerbungsgesprĂ€che fĂŒhrst fĂŒr Katrins Nachfolge?
30:21Ich habe nur bei einem sehr qualifizierten Kollegen mal vorgefĂŒhlt, ob er sich das vorstellen...
30:44Das war gute Arbeit heute.
30:48Danke.
30:50Wie gut wird sich dann zeigen?
30:55Und?
30:59Ist Ihr Urlaub jetzt beendet?
31:02Oder war das ja auch nur ein Gastspiel?
31:06Da fragen Sie den Falschen.
31:09Ich denke nicht.
31:11Sie denken, es war meine Entscheidung, die Sachsenklinik zu verlassen.
31:21Hin und wieder eine spektakulÀre Privat-OP kommen, wenn man gebraucht wird.
31:25Auch eine Möglichkeit, sein Ego zu streichen.
31:29Wenn man es nötig hat.
31:31Warum diese Freiheit aufgeben, wenn man sich nicht binden will.
31:36Ich kann Sie gerne weiterempfehlen.
31:39Danke.
31:41Familie, Festanstellung, Mini-Van.
31:44Das ist mein Ding.
31:47Weniger spektakulÀr, aber auch weniger solitÀr.
31:54Ich muss.
31:57Meine Familie wartet auf mich.
32:01Ich muss.
32:16Du bist.
32:16Das ist ja auch nicht.
32:24Ich muss.
32:25Ich muss.
32:26Kathrin!
32:28Kathrin!
32:29Herr Weber, komm.
32:31Was ist passiert?
32:32Herzstillstand. 20 Milligramm geliebt.
32:35Schnell.
32:46Sofort zum Herzkatheter anmelden.
32:51Ein MĂŒtterskinesie der Hinterwand.
32:53Wie konnte das passieren?
32:55Es muss sich ein postoperativer Thrombus gebildet haben.
32:58Mehr Kontrastmittel?
33:02Du weiĂt, dass sowas passieren kann.
33:06Ausgleich nicht bei ihr.
33:10Ich hĂ€tte das nicht zulassen dĂŒrfen.
33:12Wolland, das ist eine hÀufige Komplikation,
33:14die bei einem konventionellen Eingriff genauso hÀtte passieren können.
33:19Konzentrieren wir uns darauf, es wieder hinzukriegen.
33:23Blutdruckabfall. Ihr Kreislauf wird zunehmend instabil.
33:25Machen Sie was!
33:25Wir brauchen hier noch mindestens 15 Minuten.
33:39Wie geht's ihr?
33:40Wir konnten sie stabilisieren und die Durchblutung des Herzens wiederherstellen.
33:45Wir mĂŒssen die Nacht abwarten.
33:47Ich weiĂ.
33:49Fahren Sie am besten zur Heimat.
33:51Die braucht sie jetzt auch.
33:55Ich bin morgen frĂŒh wieder hier.
33:57Sagen Sie mir Bescheid, wenn das ist.
34:16Ich leck mich mal kurz hin.
34:20Ich leck mich mal kurz an.
34:58Hallo, Kathrin.
35:02Willkommen zurĂŒck.
35:06Wie fĂŒhlst du dich?
35:11Beschissen.
35:12Na, da muss ich dir widersprechen.
35:13Die Technik sagt, es geht dir ziemlich gut.
35:19Die OP ist gut verlaufend, der Tumor ist raus.
35:23Aber es gab schwere postoperative Komplikationen.
35:26Eine Asystilie aufgrund einer Thromboembolie.
35:36Kathrin ist wach.
35:38Alle Werte sind gut.
35:39Und hier ist das aktuelle Labor.
35:45Gut.
35:48Dann guck ich noch mal nach ihr und dann bin ich weg.
36:00Du brauchst mich da nicht mehr, oder?
36:05Mach's gut.
36:12Du lÀsst ihn einfach gehen?
36:15Du bist manchmal so ein Idiot, Roland.
36:34Hey.
36:36Thomas.
36:37Was denn?
36:38Was soll das?
36:39Du, ich dachte, wir fahren nach Feierabend zusammen in die Stadt.
36:42Ein Kollege hat mir von einem kleinen, hĂŒbschen, französischen Restaurant...
36:45Was mache ich denn?
36:47Es hat mich noch nie jemand so verletzt wie du.
36:49Das weiĂ ich.
36:50Und ich habe den Preis dafĂŒr bezahlt.
36:52Du hast mich verlassen.
36:52Ich habe mich geÀndert.
36:54Ich habe gelernt.
36:54Ich kann dir gar nicht sagen, wie leid mir das tut.
36:56Ja, das glaube ich dir sogar.
36:57Ich glaube dir das.
36:58Aber ich kann nicht glauben, dass du dich geÀndert hast.
37:02Ulrike.
37:03Du wirst mich wieder verletzen.
37:04Ich weiĂ es.
37:05Weil du so bist.
37:06Du kannst gar nicht anders.
37:08Diese ganze Aktion, das ist typisch fĂŒr dich.
37:10Es geht wieder nur um dich.
37:12Du kommst hierher.
37:14Du bewirbst dich sogar an der Klinik.
37:15Du hast mich nicht gefragt, was ich will.
37:17Und jetzt willst du, dass wir wieder zusammen sind.
37:20Und du erwartest auch noch, dass ich mich darauf einlasse.
37:24Thomas.
37:26Wir hatten unsere Zeit.
37:28Und das ist Vergangenheit.
37:32Lass uns in die Zukunft sehen.
37:33Uns war jeder fĂŒr sich.
37:35Geh zurĂŒck nach Konstanz.
37:43Ist es das, was du willst?
37:46Ja.
37:51Frau Marquardt hat ihr Angebot ohnehin zurĂŒckgezogen.
37:53Offenbar wird die Chefarztstelle jetzt doch nicht neu besetzt.
38:02Darf ich dich anrufen?
38:03Ich meine, vielleicht ĂŒberlegst es dir ja doch nochmal und dann...
38:06Ich wĂŒnsche dir alles Gute, Thomas.
38:17Wollte dich was fragen?
38:19Ja.
38:21WeiĂt du dir schon ĂŒberlegt, wann die Hochzeit sein soll?
38:25Nein.
38:27Das ist doch jetzt auch gar nicht wichtig.
38:29FĂŒr mich ist das wichtig.
38:33In diesem Jahr noch, ja?
38:36Sobald ich hier raus bin.
38:38Willst du nicht erst richtig gesund werden?
38:42Ich will keine Zeit mehr verlieren.
38:45Es kann so schnell vorbei sein.
38:53In diesem Jahr noch.
38:56Versprochen.
38:58Versprochen.
39:02Versprochen.
39:04Siehst mĂŒde aus.
39:06Hm.
39:08Sehr charmant.
39:11Du kennst mich.
39:14Jetzt lass ich dir nur durchgehen, weil du bald mein Mann sein wirst.
39:19Jetzt schlach.
39:28Ich geh nicht weg.
39:39Bitteschön.
39:40Dankeschön.
39:40Sogar gespĂŒlt.
39:42Ja.
39:42Ăhm.
39:44Ist der Ex von Schwester Ulrike eigentlich nochmal hier gewesen?
39:47Nicht bei mir.
39:49Aha.
39:50Hans-Peter.
39:51Nochmal.
39:52Frag sie, wenn du was wissen willst.
39:55Morgen.
39:56Morgen, Schwester Ulrike.
39:59FĂŒr einen Arzt bist du aber ganz schön oft im Schwesternzimmer.
40:03Ja.
40:03Herr Brenner gehört zum Inventar.
40:06Das hab ich jetzt ĂŒberhört.
40:07Das war nett gemeint.
40:13Wie lÀuft's mit deinem Ex-Mann?
40:15Sehr gut.
40:17Er wollte wieder mit mir zusammen sein.
40:20Ich hab ihm klar gemacht, dass es fĂŒr mich nicht in Frage kommt.
40:23AuĂerdem mach ich mich nie wieder abhĂ€ngig von einem Mann.
40:32Blutentnahme, Zimmer 5.
40:35Danke.
40:57Hallo.
40:59Hallo.
41:04Wollen wir das jetzt hier im Treppenhaus machen oder bittest du mich rein?
41:10Möchtest du dann reinkommen?
41:14Sehr gern.
41:24Ich hab mich noch gar nicht bei dir bedankt.
41:28Das brauchst du auch nicht.
41:30Doch, doch.
41:31Du hast Katrin das Leben gerettet.
41:33Das ist das Wenigste, was ich tun kann.
41:37Danke, Martin.
41:42Ich mach sowas nicht gern.
41:46Ich weiĂ.
41:49Aber ich muss es tun, weil du ja noch sturer bist als ich.
41:55Das will was heiĂen.
41:59Martin, ich brauch dich nicht als den besten GefĂ€Ăchirurgen, den ich kenne.
42:05Ich brauch dich als Freund.
42:16Das geht mir genauso.
42:22Dann komm zurĂŒck.
42:28Das ist nicht so einfach.
42:29Ich hab ja auch Mist gebaut.
42:33Das ist ganz einfach.
42:36Wenn wir beide das wollen.
42:42Freunde.
42:47Freunde.
42:49Hast du ein Bier?
42:53Es ist nicht mal Mittag.
42:55Seit wann bist du so langweilig?
42:57Seit wann bist du es denn nicht mehr?
42:59Hast du ein Bier?
43:02Ich guck mal.
43:16Auf Katrin.
43:17Und auf uns.
43:21Bis zum nÀchsten Mal.
43:22Bis zum nÀchsten Mal.
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