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00:24Love Is Enough
00:37Love Is Enough
00:43Ach, Frau Dr. Peters, ich habe hier eine Enoresis-Patientin, meiner Meinung nach neurologisch bedingt.
00:49Das könnte Sie vielleicht interessieren.
00:51Befragen Sie mich morgen nochmal, ich mache Feierabend.
00:53Jetzt schon?
00:54Ich muss jemanden vom Bahnhof abholen.
00:56Sie haben ein Privatleben?
00:58Keines, das hier etwas anginge.
01:06Es gibt es doch gar nicht, ich habe dieses Ding schon dreimal reparieren lassen.
01:09Können wir den Gefrierschrank nicht einfach runterheben?
01:11Kleinen Moment Geduld, meistens funktioniert es gleich wieder.
01:15Vorsicht!
01:16Oh Mann!
01:16Bestimmt ein Fehler in der Hydraulik.
01:22Könnte auch die Elektrik sein.
01:25Ich muss in einer halben Stunde solche Mark Lebeck sein. Wie soll ich denn das schaffen?
01:28Warte, ich hole VerstÀrkung. Versuchen wir es mit Muskelkraft.
01:38Guten Tag!
01:39Guten Tag!
01:40Wird diese Pflanze oft bewegt?
01:42Ja.
01:43Die Birkenfeige wird nicht gerne gedreht. Nach 14-tÀgiger Drehung neigt sie zum Abruf ihrer BlÀtter.
01:48Sie irritieren die Gravi-Perzeption der Pflanze und nehmen ihr die Chance, den Schwerkraftvektor in Richtung und StÀrke zu erkennen.
01:55Haben Sie das verstanden? Nein, ich auch nur zur HĂ€lfte. Ich bin zwar Wissenschaftler, aber kein Biologe. Ich habe selbst
02:00so ein...
02:01Ludwig? Was machst du denn hier? Wir wollten uns am Bahnhof treffen.
02:06Du warst nicht da.
02:08Weil du den Zug nehmen solltest, der um halb zwei ankommt.
02:10Ich bin mit dem Bus gekommen.
02:13Da wenigstens hast du die richtige Stadt erwischt. Schön, dich zu sehen.
02:17Und? Bekommt dein alter Vater eine Umarmung von seiner wunderschönen Tochter?
02:22NatĂŒrlich.
02:27Und? Wie geht's jetzt weiter?
02:29Na ja, da das Abholen ja nun ausfÀllt, können wir gleich zu mir nach Hause fahren.
02:33Ah, das ist sehr gut. Ich habe Neuigkeiten. Ich muss dir unbedingt was erzÀhlen.
02:36Ah, komm her. Gib mir deine Tasche.
02:38Na.
02:41Ulla.
02:45So, ich ziehe ihn jetzt zu mir und wir ziehen ihn raus, ja?
02:48Ja.
02:48So, Achtung.
02:51So, einmal runter. Runter, runter, runter, runter, runter, runter.
02:54Ja, ja, ja.
02:54Und zieh, zieh, zieh. Stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp, stopp.
02:58Ja, ja, ja. Komm runter.
03:00Ah, stopp.
03:02Ja, ist gut, alles gut.
03:04So, einmal hier rum.
03:05Ja.
03:06So, stopp.
03:06So, jetzt hier mit anfassen.
03:08Ah!
03:09Ah!
03:12Was passiert?
03:13Oh, hier der Daumen.
03:15Aber irgendwas hat doch geknackt.
03:17Ja.
03:17Ah, was ist los?
03:19Oh, ich kann meinen FuĂ nicht mehr bewegen.
03:21Lass mich nicht anfassen.
03:23Ah!
03:29Heisenberg-Preis.
03:31Dann steht dein Name also demnÀchst in einer Reihe mit Albert Einstein, Heisenberg und Schrödinger.
03:37Erstmal ist es nur die Nominierung fĂŒr den Preis.
03:39Aber ja, Einstein, Peters.
03:46Ich bin froh, dass du wenigstens Socken trÀgst.
03:49Einstein war ein praktischer Mensch, deswegen trug er nie Socken.
03:52Kriegen nur Löcher.
03:54HĂ€tte ich nicht immer so kalte FĂŒĂe.
04:00Jetzt muss ich mir schon den Daumen quetschen, damit wir uns mal sehen.
04:04Papa, ich komme doch gerade erst aus MĂŒnchen.
04:07Ich habe mich schon noch bei dir gemeldet.
04:09Ich bin da momentan viel unterwegs.
04:11Ich weiĂ, trinken wir nachher noch einen Kaffee zusammen?
04:14Ja, machen wir, Papa.
04:17Hallo.
04:18Ich wusste gar nicht, dass Sie verwandt sind.
04:20Das sieht man doch nicht.
04:21Das gute Aussehen hat er von mir.
04:23Danke, Papa.
04:25So.
04:25Hallo, Herr Schweikert.
04:26Hallo.
04:27Dr. Stein.
04:28Hallo, Dr.
04:28Sie haben eine Sprunggelenkfraktur, die operiert werden muss.
04:32Was?
04:33Geht das nicht irgendwie anders?
04:35Nein, tut mir leid.
04:36Die OP ist zwingend notwendig.
04:39Ausgerechnet jetzt.
04:39Meine Frau, die hat eine GaststÀtte von ihren Eltern geerbt.
04:42Kennen Sie vielleicht?
04:43Das ist der goldene Hahn.
04:44DrauĂen am Wildpark.
04:45Ja, genau.
04:46In zwei Wochen feiern wir Wiedereröffnung.
04:47Gerade noch rechtzeitig zum Saisonstart.
04:51Die ist immer gut besucht.
04:53Mhm.
04:53Haben Sie sonst noch Schmerzen?
04:56Ăberall.
04:56Also ich meine, war viel los in letzter Zeit.
04:59Muskelkater.
05:00Wir werden Sie jetzt stationÀr aufnehmen.
05:04Schwester...
05:05Nadine.
05:05Schwester Nadine wird sich um Sie kĂŒmmern.
05:08Und spÀter besprechen wir alles weitere.
05:10Ich freue mich.
05:12Das ist mein Schlaf- und Arbeitszimmer.
05:15Ja.
05:17Hast du heute schon was gegessen?
05:21Also nein.
05:22Irgendwelche WĂŒnsche?
05:28Hast du keine VorhÀnge?
05:30Doch.
05:31Aber noch nicht aufgehÀngt.
05:32Jeder kann hier reingucken.
05:34Tja.
05:36Das hast du immer noch.
05:39Mhm.
05:40Spielst du auch?
05:42Selten.
05:43Solltest du aber öfter tun.
05:45SchÀrft den Geist.
05:47Nach sechs ZĂŒgen gibt es Millionen Möglichkeiten.
05:50Ab sieben können es Milliarden sein.
05:53Wenn man zehn ZĂŒge im Voraus berechnen,
05:55sind wir schon bei Billionen oder Trillionen.
05:58Ich weiĂ.
05:59Papa, nach elf ZĂŒgen ĂŒbersteigt die Zahl der Möglichkeiten
06:02die Zahl der Atome in unserem Sonnensystem.
06:05Du fÀngst an.
06:07Hab ich dir doch beigebracht.
06:10Wer sonst?
06:12Hab ich dir erzÀhlt,
06:13dass Martini vielleicht das Institut ĂŒbernimmt?
06:17Und seine Forschung?
06:19Dieser Gretagne ist kein Wissenschaftler.
06:21Aber die Verwaltung wird immerhin seinen FĂ€higkeiten gerecht.
06:25Jeder kriegt, was er verdient.
06:32Da hin.
06:36Hallo.
06:37Hallo.
06:39So, Herr Schweiker, das hier dĂŒrfen Sie noch.
06:40Aber ab 8 Uhr nur noch Wasser.
06:42Sie mĂŒssen morgen fĂŒr die Woche nicht dann sein.
06:44Ja, das hat der Doktor mir auch schon gesagt.
06:46Morgen 37, danke.
06:49Hallo.
06:50Hallo.
06:53Mensch, Odo.
06:54Was machst du denn fĂŒr Sachen?
06:56Hast du damit nie noch zwei Wochen warten können?
06:58Und zur Eröffnung wÀre ja weiter auch schlimmer gewesen, oder?
07:00Auch wieder wahr.
07:01Wir haben die Wirtschaft von meinen Eltern ĂŒbernommen.
07:03Goldene Haare, hab ich schon gehört.
07:05Kommen Sie mal vorbei.
07:06In zwei Wochen machen wir wieder auf.
07:08Alles neu.
07:09Aber jetzt erst mal die Thrombose-Spitze.
07:12Ich hab leider nicht viel Zeit.
07:14Die neue Zapfanlage kommt gleich.
07:15Also, was brauchst du?
07:17Ich hab nicht vor, mich hier hÀuslich einzurichten.
07:19Du, wir haben dich zum Kellnern im Biergarten eingeplant.
07:21Ja, dann warten wir ab,
07:22wie ich auf KrĂŒcken Tablettschornieren kann.
07:34Danke.
07:37Komm mal hier.
07:39Komm.
07:40Ey.
07:41Krieg mir doch hin.
07:43Haben wir doch bisher immer.
07:45Ausgerechnet jetzt in der heiĂen Phase.
07:47In der heiĂen Phase ist doch immer.
07:49Du, ich ruf meinen Bruder an.
07:51Der kann dir bestimmt ein paar Tage unter die Arme bleiben.
07:54Du, ich kĂŒmmer mich um alles, ja?
07:56Wenn die was brauchen, einfach klingeln.
07:58Mhm.
08:01Aber wo ist die denn, LĂŒtte?
08:03Du, die muss ich abholen.
08:05Ist die noch, was Scholz ist?
08:06Hoffentlich fÀllt Frau Scholz nicht auch noch aus.
08:08Sie ist schon wieder erkÀltet.
08:09Oh, nee.
08:13Ich guck, dass ich morgen wieder vorbeikommen kann.
08:17Waschzeug und Schlafanzug.
08:19Okay.
08:20TschĂŒss.
08:24TschĂŒss.
08:26Hallo, Dr. Stein.
08:28Hallo.
08:30Gleich den Nachrichten?
08:31Oh, nee.
08:33Meine Tochter hat mich versetzt.
08:36Arbeiten Sie eigentlich schon lÀnger hier?
08:38Nee, seit einer Woche.
08:40Schwangerschaftsvertretung fĂŒr eine Kollegin.
08:41Das heiĂt, wir sehen uns in Zukunft öfter.
08:44Das hoffe ich doch.
08:46Gut.
08:47Ich wollte gleich mit ein paar Kollegen was trinken gehen.
08:50Also einstens sozusagen.
08:52Ich weià ja nicht, wenn Sie Interesse hÀtten, dann...
08:56Interesse?
08:57Ja, ich denke nur, es ist besser,
08:59wenn ich heute Abend nur was erarbeite.
09:01Aber vielen Dank fĂŒr das Angebot.
09:03Ich weiĂ nicht, dass Sie sich das anders ĂŒberlegen,
09:24meine Telefonnummer.
09:26Arbeiten Sie nicht so viel.
09:28Schönen Abend noch.
09:30No.
09:35Freu dich doch einfach, dass du gewonnen hast.
09:38Du hast deine letzte Freiheit ohne Not aufgegeben.
09:42Das war kein befriedigender Sieg.
09:44Wer siegt, muss die Niederlage nicht fĂŒrchten.
09:47Ist das eine Forderung nach Revanche?
09:50Morgen vielleicht.
09:52Ich glaube, es ist fertig.
09:58Und?
09:59Was meinst du, wird das gehen?
10:03Das Ding, die Luft hÀlt.
10:06Wirst du es merken.
10:07Du bist der Erste, der es testet.
10:09Oder willst du doch lieber mein Bett haben?
10:13Gut.
10:14Also, wenn du noch was brauchst, GetrÀnke sind...
10:16Oh nein, wir haben das Essen ganz vergessen.
10:18Hast du noch Hunger?
10:19Das löse ich jetzt auch nicht mehr.
10:21Ich bin mĂŒde.
10:23Dann bis morgen.
10:24Ich laufe.
10:41Was wird das?
10:43Ich assistiere dir.
10:44Bei einer Sprunggelenkfraktur?
10:46Der Kollege MĂŒller ist kurzfristig ausgefallen.
10:48Und dann springst du ein?
10:50Hast du zu wenig Arbeit?
10:51Soll ich dir helfen oder nicht?
10:53Du bist der Chef.
11:01So.
11:02Können wir?
11:04Eskapelle.
11:08Pinzette, Schere.
11:12Scharfe Hacken.
11:13Wehen nagen.
11:15Nur um den Nerv zu schonen.
11:20Raspartorium.
11:21Pipo.
11:25Ich seh dich in letzter Zeit selten.
11:28Ich hab viel zu tun.
11:30Platte vorbereiten.
11:31Sechs Loch?
11:32Ja, bitte.
11:32In MĂŒnchen.
11:34Unter anderem.
11:35Ist doch sicher ziemlich anstrengend, dauernd unterwegs zu sein.
11:38Eher abwechslungsreich.
11:39Allein schon wegen dem Essen.
11:41Ab und zu mal WeiĂwĂŒrste, LeberkĂ€s.
11:43Und von der KĂŒche mal abgesehen, da ist nichts, was ich dir anbieten könnte.
11:49An was denkst du denn da zum Beispiel?
11:55Bohrer?
11:56Nein, Pinzette.
11:59Das ist ein Knochensplitter.
12:00Ist er gewandert?
12:05Wir mĂŒssen vorsichtig sein.
12:08Mit der Bohrung.
12:10Nicht nur damit.
12:23Na, auch endlich wach.
12:26Wo kommst du denn her?
12:27Ich hab keinen Kaffee bei dir gefunden.
12:33Schlecht geschlafen auf der Matratze?
12:35Nein.
12:36Und seit wann bist du wach?
12:38Eine Weile.
12:42Du hast die ganze Nacht gearbeitet.
12:45Nein, aber ich hatte eine wirklich interessante Gedankenfolge.
12:47Ah.
12:48Ich hab drei Stunden geschlafen.
12:50Das ist mehr als genug.
12:57Schon wieder Schmerzen?
12:59Keine Ahnung.
13:01Nicht so wichtig.
13:03Ich möchte, dass du dich nochmal durchchecken lÀsst.
13:05Das ist Zeitverschwendung.
13:06Nein, keine Widerrede.
13:07Du kommst mit mir heute ins Krankenhaus.
13:10Aber wir gehen nicht ohne FrĂŒhstĂŒck.
13:20Na?
13:21Noch einen netten Abend gehabt.
13:26Sie sehen ganz schön mĂŒde aus.
13:28Schlaf ist bei diesem Mann reine Zeitverschwendung.
13:34Dr. Kaminski sprachlos.
13:36Ich weiĂ nur nicht, ob ich das als Kompliment auffassen soll.
13:40Sie haben recht.
13:41Ihr Privatleben geht mich nichts an.
13:44Mein Vater besucht mich.
13:47Sie haben also einen Vater?
13:49ZwangslÀufig, ja.
13:51Man hat ihm vor kurzem endoskopische Nierensteine entfernt.
13:54Er hat immer noch Schmerzen.
13:55Ich möchte, dass Sie sich das mal ansehen.
13:57Oh, im Moment sieht es mit Termin bei mir ganz schlecht aus.
14:00Er wartet unten.
14:01Sie können ihn sich gleich ansehen.
14:02Per aller KollegialitÀt.
14:04Hören Sie, es war nicht leicht, ihn ĂŒberhaupt hierher zu bewegen.
14:07Mein Vater ist ein genialer Kopf, aber im normalen Leben manchmal ĂŒberfordert.
14:12Liebt Ihre Mutter noch?
14:13Was?
14:14Ja, aber das ist irrelevant.
14:16Wir haben keinen Kontakt mehr.
14:17Das erklĂ€rt natĂŒrlich einiges.
14:20Ich wusste nicht, dass Sie psychologisch ambitioniert sind.
14:24Ihre urologischen Kenntnisse reichen mir vollkommen.
14:26Also was ist können wir?
14:29Aber nur, weil ich neugierig bin.
14:31Ist mir nicht entgangen.
14:36Papa, das ist doch ein Kap...
14:38Papa, kein Problem.
14:41Ich habe hier sonst nichts zu tun.
14:48Traubt er auch was?
14:50Oder ist er nur anmaĂend?
14:53Beides.
14:53Und ich bin sicher, er kann dir helfen.
14:56Wenn du es sagst.
14:57Na, dann los.
14:59Ich habe nicht ewig Zeit.
15:00Herr Professor.
15:02Ihr entlang bitte.
15:03Wenn es Ihnen nichts ausmacht.
15:13Na, Herr Schweiker?
15:14Sie sind ja schon wieder voll da.
15:16Die OP ist gut verlaufen.
15:18Ich habe hier einen Tee fĂŒr Sie und nachher können Sie auch was essen.
15:21Ja, lieber nicht.
15:21Mir ist total schlecht.
15:22Das wird von der Narkose sein.
15:24Dann lassen Sie es mit dem trinken.
15:26Haben Sie Schmerzen?
15:28Ja, hier an der Seite.
15:30Eine blöde Muskelkater.
15:32Vielleicht ist es auch eine Entzerrung.
15:34Aber das wird ja bis zu Ihnen besser, ne?
15:36Ich meinte jetzt eigentlich Ihren FuĂ.
15:38Dr. Stein kommt nachher.
15:40Ja, es wird schon alles wieder gut.
15:43War meine Frau nicht schon da?
15:44Nee, leider noch nicht.
15:46Ja.
15:47Hat ja auch genug um die Ohren.
15:50War es mir ĂŒbel.
15:58Das ist mir so unangenehm.
16:01Das muss Ihnen doch nicht unangenehm sein.
16:02Doch.
16:03Ich lasse Ihnen das mal da.
16:06Ich sage Dr. Stein Bescheid.
16:10Lassen Sie es sich schmecken.
16:11Danke.
16:12Ja, Mittagspause.
16:13Wenn die auch vom Computer gilt.
16:15Apropos, ich brĂ€uchte noch deine Statistiken fĂŒr die OPs.
16:18Kann ich die in den nÀchsten Tagen bekommen?
16:19Ich muss noch einen Vortrag vorbereiten.
16:21Dann bin ich zwei Tage in Stuttgart.
16:22Oh, ich hÀnge echt schon hinterher.
16:23Ich kann das am Wochenende fertig machen.
16:26Danke.
16:27Was ist denn, Nadine?
16:29Ihre WĂŒrstchen?
16:30Sandwich, Kaffee.
16:32Danke.
16:33Na, hatten Sie gestern noch einen entspannten Abend?
16:36Ja, ich, mein Sofa und ein paar interessante OP-Berechte.
16:40Okay.
16:41Das muss ich jetzt nicht kommentieren, oder?
16:42Nein.
16:44Statistiken am Wochenende, Mittagspause vom Computer,
16:48OP-Berechte auf dem Sofa.
16:50Ihr arbeitet einfach zu viel.
16:51Du verdienst gut, bist unabhĂ€ngig, solltest dein Leben genieĂen.
16:55Wer sagt denn, dass ich das nicht tue?
16:57Otto?
16:57Deine Bestellung.
16:58Bring's nach hinten.
16:59Und wann hast du das letzte Mal Urlaub gemacht?
17:01Oder dir wirklich was gegangen?
17:03Sieh mal, wer da spricht.
17:04Charlotte und ich fahren demnĂ€chst fĂŒr eine Woche nach Italien.
17:07Pier-Besuch.
17:08Gut.
17:09Krieg ich trotzdem noch einen Kaffee?
17:11Ach so.
17:12Ja.
17:14Da werden Sie mit meinem massiven Widerstand rechnen mĂŒssen.
17:18Sie sind doch ein engstirniger, kleiner.
17:20Was sagen Sie?
17:22Ich habe jeden Grund, persönlich zu werden.
17:24Und ich nehme es auch persönlich.
17:26Wiederhören.
17:29Wer da mit der FakultÀt?
17:31Ach, wie du unfÀhige Bande.
17:32Martini.
17:33Wir wollen ihn auch zum Heisenberg-Preis nominieren.
17:36Ist er denn ein ernstzunehmender Konkurrent?
17:38Fachlich nein.
17:39BloĂ weiter mehr publiziert hat.
17:41Oder besser gesagt, auf mehr EmpfĂ€ngen in die entsprechenden Ărsche kriecht.
17:45Jetzt wartest du doch erstmal ab.
17:46Aufregen kannst du dich dann immer noch.
17:48Ich bin ein gröĂerer Kopf, als all diese Kleingeister zusammen genommen.
17:51Ich weiĂ.
17:52Und andere auch.
17:53Und wieso behindern Sie mich dann?
17:55StÀndig?
17:56Mein ganzes Leben lang?
17:57Nein, die wollen die Lorbeeren selbst abgreifen.
18:03Dr. Kaminski, er konnte dich nicht finden.
18:05Die Unterlagen aus Hamburg sind da.
18:07Hat er denn schon was gesagt?
18:09Nein, er macht ein groĂes Geheimnis um seine Untersuchung.
18:11Ach, dafĂŒr ist Dr. Kaminski nicht der Typ.
18:13Ich bin sicher, er wollte sich nur ein umfassendes Bild machen.
18:17Hör zu, ich wĂŒrde dich ja gerne hinbringen, aber ich muss eine OP vorbereiten.
18:21Ich bin nicht fĂŒnf.
18:22Ich kann alleine zum Rats.
18:24Ludwig, lass deinen Ărger nicht an Dr. Kaminski aus.
18:28Versprochen?
18:31Sie haben einen Leistenbruch.
18:33Und damit konnten Sie noch arbeiten?
18:36Ich dachte, das ist fĂŒr eine Zerrung.
18:37Sie haben sich denn die AusstĂŒlpung erklĂ€rt.
18:40Bin ich wohl verdrÀngt.
18:42Und jetzt?
18:43Da Sie Schmerzen haben, sollten wir zeitnah operieren.
18:45Was? Noch eine OP?
18:47Sie könnten sich eine Darmschlinge einklemmen.
18:50Das ist lebensbedrohlich.
18:52Meine Frau wird sich freuen.
18:54Muss ich denn jetzt noch lange im Krankenhaus bleiben?
18:56Ein, zwei Tage und danach sollten Sie sich eine Weile schocken.
18:59Sie wissen ja selber, wie das ist.
19:01Manchmal muss man halt Gas geben im Leben.
19:03Und dann wird es ja irgendwann wieder ruhiger.
19:05Wir bereiten jetzt mal alles fĂŒr die OP vor.
19:07Morgen vor Mittag.
19:11MĂ€uschen.
19:12Alles klar?
19:15Die haben die falsche Schankangehage geliefert.
19:17Was?
19:17Dann kannst du dir ja vorstellen, was jetzt los ist.
19:19Sag mal, hast du eigentlich noch die KostenvoranschlÀge von der Brauerei?
19:22Ja, sag mal.
19:23Die in der Brieftasche, das ist da in...
19:25Ach, hier.
19:27Ach, da ist er ja.
19:32Hab ich doch gesagt.
19:34Was?
19:35Dein Bruder kommt morgen.
19:36Noch schneller ging es nicht.
19:38Du, pass mal auf.
19:39Der Doktor war ja eben gerade da.
19:40Hier sind deine Sachen.
19:41Hat er schon gesagt, wenn du entlassen wirst?
19:43Nee, aber...
19:44Jetzt will der Elektriker heute noch kommen.
19:47Du, ich muss...
19:48Ja.
19:49Gut, alles klar.
19:50Jetzt hab ich nicht mal gefragt, wie es dir geht.
19:52Du, alles gut.
19:55Ja, ich werde dir ja bestens versorgt.
20:01Ja, neben der Spedition haben wir jetzt auch noch eine Gastwirtschaft, die wir aus in Umbauern und Kleinkind haben wir
20:06auch noch.
20:07Da steht meine Frau natĂŒrlich ganz schön in der Sturm.
20:10Hab ich gemerkt.
20:11Hier.
20:13Hilfst du es?
20:14Beruhigt.
20:17Prost.
20:20Professor Peters ist da.
20:22Ja, danke.
20:24Bitte.
20:27Ich habe gute Nachrichten fĂŒr Sie.
20:29Die Operation in Hamburg ist völlig normal und komplikationsfrei verlaufen.
20:34Meine Untersuchungen bestÀtigen den guten Heilungsprozess.
20:38Sie können also vollkommen unbesorgt sein.
20:39Und wieso habe ich dann Schmerzen?
20:42Das entbehrt jeder Logik.
20:44Das ist völlig normaler Wundschmerz.
20:46Der wird sich bald legen.
20:50Oder Sie wollen mich in Sicherheit wiegen?
20:52In Sicherheit?
20:53Wovor?
20:54Sie kommen mir die ganze Zeit schon so bekannt vor.
20:56Und jetzt weiĂ ich auch woher.
20:58Ich wĂŒsste nicht, dass wir uns schon mal begegnet sind.
21:00Sie waren in Hamburg in der Klinik.
21:02Da habe ich Sie gesehen.
21:03Sie stecken mit denen unter einer Decke.
21:05Wie bitte?
21:06Diese ganze OP, das war doch nur, um mich zu schwÀchen.
21:10Mich aus dem Verkehr zu ziehen, um an meine Arbeit zu kommen.
21:13Ich hatte gar keine Nierensteine, nicht wahr?
21:15Und ob Sie welche hatten, ich versichere Ihnen...
21:17Was hat Ihnen Martini dafĂŒr bezahlt?
21:19Professor Peters, ich denke, hier liegt ein MissverstÀndnis vor.
21:22Sie machen mir nichts vor.
21:25Ich habe euch durchschaut.
21:26Aber wenn ihr mich fertig machen wollt, dann mĂŒsst ihr euch schon etwas mehr anstrengen.
21:42Langsam wachsendes, differenziert und regulÀr aufgebautes Epidemon vom WHO Grad 2.
21:53War mein Vater bei Ihnen?
21:55Und?
21:57Organisch ist alles in Ordnung.
21:59Das ist gut.
22:02Oder?
22:06War Ihr Vater mal in psychiatrischer Behandlung?
22:09Was? Nein, Sie etwa?
22:11Er ist schrullig, schrĂ€g, eigentlich will ich immer neben der Norm, aber das könnte man ĂŒber Sie und mich auch
22:16sagen.
22:16Er glaubt, ich bin Teil einer lang angelegten Verschwörung und stecke mit den Hamburger Ărzten unter einer Decke.
22:22Das ist doch Blödsinn.
22:23Er schien sehr ĂŒberzeugt zu sein.
22:27Er hatte kurz vorher einen Anruf, der ihn sehr aufgeregt hat. Sie haben nur seine schlechte Laune abbekommen.
22:32Wenn Sie meinen.
22:33Ja, das meine ich. Wo ist mein Vater jetzt?
22:36Das hat er mir nicht gesagt, als er TĂŒreknall in das Behandlungszimmer verlieĂ.
22:50Papa, bist du da?
22:52Ich bin's, Lea. Mach bitte auf.
22:56Ist da jemand gefolgt?
22:57Du meinst, weil ich das beste HĂŒhnerkĂŒri Leipzigs dabei habe?
23:00Nein, ich bin mir ziemlich sicher. Ich hab sie alle abgeholt.
23:04Schnell.
23:07Schnell.
23:08Glaubst du wirklich, mir ist jemand gefolgt? Was soll denn da?
23:15Papa, was ist hier los?
23:17Nicht so laut. Sie könnten Richtmikrofone haben.
23:20Lea, die haben's auf meine Forschung abgesehen. Die ganze Sache mit meiner Niere. Alles ein abgekartetes Spiel. Die wollen mich
23:28aus dem Verkehr ziehen.
23:29Ja, aber Dr. Kaminski sagt, das ist alles in Ordnung.
23:32Ja, muss er ja. Jetzt, wo sie aufgeflogen sind.
23:36Hör zu. Du bist offenbar ein bisschen gestresst. Warum legst du dich nicht einfach hin?
23:40Die wollen mir mein Lebenswerk zerstören. Verstehst du das nicht? Hier.
23:45Hier. Du musst das fĂŒr mich verstecken. Hörst du? Das musst du fĂŒr mich verstecken.
23:51Du bist die Einzige, auf die ich jetzt noch vertrauen kann.
23:54Papa, du hast wahrscheinlich seit Tagen nicht mehr richtig geschlafen.
23:58Das Gehirn reagiert auf nachhaltigen Schlafmangel sehr empfindlich. Das wird schon wieder.
24:02Ja, du hast recht. Alles wird gut. Du darfst nur diese Mappe niemandem zeigen.
24:07Nein, das werde ich nicht. Leg dich hin. Ich bring dir was, damit du schlafen kannst.
24:10Ja, schlafen.
24:11Leg dich bitte hin.
24:12Ja, ich leg mich hin.
24:23Sie waren lange nicht hier.
24:25Ja, ich hatte viel Arbeit, war wieder unterwegs.
24:29Und heute schwÀnzen Sie.
24:32Ich hatte noch keine Lust nach Hause zu gehen.
24:35Aber anrufen wollten Sie auch nicht.
24:37Ich bin manchmal gern allein.
24:40Klar, deshalb sitze ich auch hier.
24:43Ich bin halt nicht immer gern allein.
24:46Nicht, dass Sie noch in Versuchung kommen, die Nummer doch anzurufen.
24:50Nein, das ist eine Nummer von der Kollegin.
24:53Schon gut.
24:54Mir gegenĂŒber mĂŒssen Sie sich nicht rechtfertigen.
24:58Ich glaube, ich muss mich von niemandem rechtfertigen.
25:01NatĂŒrlich nicht.
25:03Sie sind rundum zufrieden.
25:05Das merkt man doch auf den ersten Blick.
25:12Wenn Sie in Ihrem Leben was Ă€ndern wollten, was wĂŒrden Sie denn zuerst machen?
25:19Ich wĂŒrde hier sofort VerstĂ€rkung einstellen.
25:23Sie kennen nicht zufÀllig jemanden, der auf Nachtschichten steht?
25:26Doch, aber die sind alle sehr beschÀftigt.
25:31Susanne Schweigert, bitte hinterlassen Sie Ihre Nachricht nach dem Piep.
25:36Ja, hallo Susi, ich bin's.
25:39Du, ich hoffe, bei dir ist alles in Ordnung.
25:42Bestimmt arbeitest du noch.
25:44Ich wollte nur anrufen und einen guten Nachts haben.
25:49Gib der Kleine nur einen dicken Kuss vor mir.
25:52Ja?
25:53Vermiss euch.
25:56TschĂŒss.
25:58TschĂŒss.
26:19Herr Schweigert, was ist los?
26:21Mit Schmerzen kann ich irgendwas haben fĂŒr die Nacht.
26:24Oder beiĂe ich das mit der OP-Muck?
26:26Nee, nee, nee, gar nicht.
26:28Wir sind mit der Dosierung noch lange nicht am Ende der Fahnenstangen angekommen.
26:31Hier, nehmen Sie gleich zwei.
26:34Dankeschön.
26:35Danke.
26:37Die sollten schnell wirken.
26:44Dann, wenn meine Frau ihr Morgen auftaucht, wenn ich in der OP bin, können Sie ja bitte ausrichten.
26:48Sie möchte bitte dringend den Steuerberater anrufen, habe ich vergessen zu sagen.
26:53Sie liegen hier mit Schmerzen und denken an den Steuerberater?
26:56Das muss ja irgendwie weitergehen.
26:59Es geht immer irgendwie weiter.
27:02Schlafen Sie gut.
27:04Wie soll ich das denn alles schaffen?
27:09Ein Freund von mir musste seine Doktorarbeit schreiben und kam aber irgendwie nicht richtig in die GĂ€nge.
27:17Die Zeit lief ihm davon.
27:19Da ist er ganz verzweifelt zu seinem Professor gegangen und hat gesagt, ich weiĂ nicht, wo ich anfangen soll.
27:24Und wissen Sie, was der Professor gesagt hat?
27:26Oben links auf der ersten Seite.
27:29Herr Schweigert, fangen Sie einfach an.
27:31Und es hilft auch niemanden, wenn Sie Ihrer Frau verschweigen, wie schlecht es Ihnen geht.
27:37Gute Nacht.
28:02Gute Nacht.
28:30Wie geht es Ihrem Vater?
28:32Besser.
28:36Sie tun ihm keinen Gefallen, wenn Sie die Augen davor verschlieĂen, dass er krank ist.
28:40Seine Nerven sind ĂŒberreiz, er schlĂ€ft zu wenig.
28:43Das ist alles, er beruhigt sich wieder.
28:45Sobald er in die depressive Phase kommt.
28:47So ist mein Vater eben, so war er schon immer.
28:50Immer sind.
28:51Dann hat er also wiederholt HöhenflĂŒge gefolgt von depressiven Phasen.
28:55Kommt Ihnen das nicht irgendwie bekannt vor?
28:56Oh, liebe Zeit.
28:57Stimmungsschwankungen habe ich auch.
28:58So geht es uns doch allen mal.
29:00Dann habe ich mich also auch gegen Sie verschworen.
29:05So einfach ist das nicht und das wissen Sie.
29:08Dr. Kaminski, ich kenne meinen Vater.
29:10Und ich erkenne eine psychische Erkrankung.
29:13Dann ist ja alles bestens.
29:15Dann wissen Sie ja Bescheid.
29:16Mein Vater neigt zu GefĂŒhlsschwankungen, aber er ist nicht Psychot.
29:19Psychosen können sich zuspitzen, StressverÀnderte LebensumstÀnde, hoher Druck.
29:27Manchmal muss man unbequeme Entscheidungen fÀllen.
29:44Ich denke, du fehlst mir auch.
29:47Vielleicht begleite ich ja Charlotte und Otto, wenn sie dich nÀchste Woche besuchen.
29:53Ich muss Schluss machen.
29:54Wir sprengen uns heute Abend noch mal.
29:55Viel SpaĂ in meinem Vieh-Theater.
29:57Richtig auch.
29:59Bitte, Dr. Peters.
30:03Sie haben mal einen Psychiater erwÀhnt, der sehr gut sein soll.
30:07Professor Peck Kahn, ein ehemaliger Studienkollege von mir.
30:10Könnte ich die Telefonnummer haben?
30:11Klar.
30:13FĂŒr einen Ihrer Patienten?
30:16Nicht direkt.
30:22Bitte.
30:27Kann ich noch was fĂŒr Sie tun?
30:31GrĂŒĂen Sie ihn bitte.
30:34Mach ich.
30:35Und danke.
30:47Ich bin jetzt.
31:21Papa, wir mĂŒssen reden, sofort.
31:23Hier in der Klinik, bitte, es ist wichtig.
31:28Nein, nein.
31:30Das erklÀre ich dir in der Klinik.
31:32Ist doch nicht Ihr Ernst.
31:34Also gut, ich bin da.
31:41Morgen.
31:42Morgen.
31:43Gut, dass du da bist.
31:44Gar nicht gut.
31:45Wieso?
31:47Weil ich gerade einen Anruf bekam, dass die neue Schankanlage gleich geliefert wird.
31:50Du, kann ich nochmal dein Portemonnaie haben?
31:52Warum?
31:53Da ist wahrscheinlich noch dieser Abholschein drin fĂŒr die TischwĂ€sche.
31:56Den habe ich gestern ĂŒberall gesucht.
31:58WeiĂt du jetzt schon, wann du mitlassen bist?
32:00Ich werde nochmal operiert.
32:01Ah, da ist er ja.
32:02Was?
32:03Warum das denn?
32:05Die Muskelkater war kein Muskelkater, sondern Leistenbruch, haben Sie gestern festgestellt.
32:09Gestern?
32:11Warum hast du denn nichts gesagt?
32:13Mensch, Udo, und jetzt?
32:15Ja, vielleicht war das mit dem Lokal von deinen Eltern doch keine so gute Idee.
32:18Ist jetzt nicht dein Ernst.
32:20Wir fahren doch beide seit Wochen nur noch auf den Felgen.
32:22Ja, aber wir haben immer gesagt, wenn das Lokal erstmal lÀuft, dann ist...
32:25Ja, und bis dahin?
32:27Du weiĂt ja auch nicht mehr, wo dir der Kopf steht.
32:28Und fĂŒr unsere Tochter haben wir ĂŒberhaupt keine Zeit mehr.
32:31Du kannst mich jetzt nicht hÀngen lassen.
32:32Also, weil...
32:33Das ist nicht fair, Udo.
32:34Wir haben immer gesagt, wir schaffen das.
32:37Wir kriegen das hin.
32:37Ja, wir kriegen das aber nicht hin.
32:39Dann mache ich eben noch ein bisschen mehr.
32:41Ich schaffe das.
32:42Oh, ich kann das nicht mehr.
32:42Jetzt wirst du erstmal wieder gesund.
32:44So, ich muss mich jetzt um die Lieferung kĂŒmmern.
32:46Also, du bleibst jetzt hier, bitte.
32:49Ich komme wieder, wenn ich das erledigt habe.
32:51Du bleibst jetzt hier!
32:54Ja!
32:56Ja!
33:09Verschweigert.
33:11Geht's Ihnen nicht gut?
33:14Hallo.
33:15Hallo.
33:15Verschweigert, es wÀre jetzt soweit.
33:17Ich wĂŒrde Sie jetzt fĂŒr die OP vorbereiten.
33:18Ja, ja, ja.
33:26Oh.
33:26Ich kann einfach nicht mehr.
33:29Machen Sie doch gar eine Pause.
33:31Bitte.
33:33Dauern will jemand was von mir.
33:35Die Brauerei, die Bauarbeiter, die Lieferanten.
33:38Ich weiĂ doch jetzt schon nicht mehr,
33:39wie ich das alles hinkriegen soll bis zur Eröffnung.
33:41SpÀts, Friedrich?
33:42Ja?
33:42Herr Speicher, zieht keine Luft mehr.
33:44Ich ruf Dr. Stein.
33:51Stein.
33:54Kurz, ich komme.
33:56Was ist mit dir?
33:57Sag doch was.
33:57Ganz ruhig, Herr Schweigert.
33:58Was hat er denn?
33:59Was ist los?
34:01Ich hatte sicher Atemmord und Brustschmerzen fĂŒr 360.
34:04Hallo?
34:05Können Sie mich hören?
34:06Können Sie die Augen aufmahnen?
34:08Er verliert das Bewusstsein.
34:10Wir wollen den Reha-Wagen.
34:12Dann bringen Sie Frau Schweigert raus.
34:14Kommen Sie bitte.
34:15Frau Schweigert, Sie können hier nichts machen.
34:41Wieso treffen wir uns hier?
34:42Hier ist es nicht sicher.
34:45Ludwig, wir mĂŒssen reden.
34:47Du hast ein Problem.
34:49Ich weiĂ, Martini.
34:50Aber auch ich kenne einflussreiche Leute.
34:52Es geht nicht um Martini.
34:54Niemand verfolgt dich und niemand will dir deine Forschungsergebnisse stehlen.
34:58Was redest du da?
35:02Ich habe mit deiner FakultÀt gesprochen.
35:05Du warst nie fĂŒr den Heisenberg-Preis nominiert.
35:09Glaubst du denn nicht sagen dir die Wahrheit?
35:12Du hast Wahnvorstellungen.
35:14Du bildest dir bestimmte Dinge ein.
35:16Das ist doch Unsinn.
35:18Haben die dir das eingeredet?
35:20Sagt dir der Begriff bipolare Störung etwas?
35:22Wieso?
35:24Manische hochaktive Phasen.
35:27Charisma.
35:28Kreative Eingebungen.
35:30GedankensprĂŒnge.
35:31GröĂenwahn.
35:32SelbstĂŒberschĂ€tzung.
35:34Gefolgt von depressiven Phasen.
35:37Dem GefĂŒhl, Opfer zu sein.
35:38Verfolgt oder ungerecht behandelt zu werden.
35:41Kommt dir das bekannt vor?
35:47Ich habe mit einem sehr guten Psychiater gesprochen hier in Leipzig.
35:51Man kann das behandeln mit Medikamenten und vor allem mit Psychotherapie.
35:55Du redest hinter meinem RĂŒcken mit einem Psychiater.
35:58Wie kannst du es wagen?
36:10Ich habe dein Anderssein.
36:13nie wirklich als ein Problem wahrgenommen.
36:17Und das war ein Fehler.
36:23Es ist eine Krankheit unbehandelbar.
36:26Meine eigene Tochter hĂ€lt mich also fĂŒr verrĂŒckt.
36:29Was kommt jetzt?
36:30Die Zwangseinweisung?
36:33Ich will doch nur helfen.
36:34Ich habe mich in meinem Leben daran gewöhnt, von den Menschen enttÀuscht zu werden.
36:43Ich dachte nur, es gÀbe eine Ausnahme.
36:54Also gut.
36:57Bring mich zu deinem Psychiater.
37:01Wir konnten Ihren Mann stabilisieren.
37:03Wir bringen ihn jetzt auf die Intensivstation.
37:05Was hat er denn?
37:06Es war doch nur der FuĂ und die Leistung.
37:08Er hat wahrscheinlich eine Thrombose entwickelt.
37:10Ein Thrombus, ein Blutgerinnsel hat sich gelöst und wurde in den Lungenkreislauf geschwemmt.
37:14Dort kam es zur Embolie.
37:16Aber er hat doch diese Thrombose-Spritzen bekommen.
37:18Das kann trotzdem passieren.
37:20Er wird doch wieder.
37:21Wir haben ihm Medikamente gegeben, um das Gerinnsel aufzulösen.
37:24Und das funktioniert?
37:25Das mĂŒssen wir abwarten.
37:27Kann ich zu ihm?
37:29Ja, aber nur kurz.
37:53Sie haben das Richtige getan.
37:57Nur zu spÀt.
38:00HĂ€tte ich schon frĂŒher etwas unternommen, wĂ€re es vielleicht nie so weit gekommen.
38:08Wieso habe ich es nicht gesehen?
38:11Ich bin Ărztin, das hĂ€tte mir auffallen mĂŒssen.
38:13In dem Fall waren Sie eben mehr Tochter als Ărztin.
38:16Haben Sie Ihrer Mutter schon Bescheid gegeben?
38:19Sie ist seit 20 Jahren in den USA.
38:22Auch Wissenschaftlerin.
38:25Es gab immer nur meinen Vater und mich.
38:28Nun gibt es eben Sie und Ihren Vater.
38:32Wissen Sie, was das Spezialgebiet meines Vaters ist?
38:36Die ultraviolette VervollstÀndigung der Gravitation.
38:43Und nun sind Sie beide wie Newtons berĂŒhmter Apfelhardt auf dem Boden der Tatsachen gelandet.
38:58Susi.
39:03Mensch, da bist du ja wieder.
39:08Du hast mir vielleicht einen Schrecken eingejagt.
39:12Das war ganz schön knapp.
39:16Mit dem goldenen Haar, da kann ich dir jetzt nicht helfen.
39:21Mach dir darĂŒber keine Gedanken.
39:24Was sagst du so leicht?
39:26Mir fÀllt schon was ein.
39:28Wir könnten die Eröffnung verschieben.
39:32Wir haben uns beide ĂŒbernommen.
39:37Ich habe mir was ĂŒberlegt.
39:40Ich werde die Spezession verkaufen.
39:42Was?
39:43Ja.
39:45Weil es ist zu viel.
39:50WeiĂt du, Udo,
39:52als ich hörte, dass du im Krankenhaus bist,
39:55da war mein erster Gedanke,
39:56wie schaffe ich das alles?
39:58Das war klar.
40:02Es ist nicht klar.
40:03Mein erster Gedanke hĂ€ttest du sein mĂŒssen.
40:27So, bitte.
40:34Hallo.
40:39Wie geht's dir?
40:47Du weiĂt, dass du nicht hierbleiben musst.
40:54Du könntest auch bei mir wohnen
40:56und eine ambulante Therapie machen,
40:57wenn du möchtest.
41:07Ich denke, du solltest gehen.
41:08Wie geht's dir?
41:42Na, Otto, der wĂ€re was fĂŒr dich, hm?
41:46Ein W107. So was gibt es heute kaum noch.
41:50Auf jeden Fall ein wunderschöner Wagen.
41:52Auf dem RĂŒcksitz soll man sitzen? Da passt doch gerade mein Aktenkoffer rein.
41:57Papa, du hast doch gesagt, ich soll mir mal was leisten, was ich eigentlich nicht brauche.
42:03Willst du damit sagen, was hast du dir gehört?
42:06Ja, seit heute Morgen. Spontankauf.
42:09Man könnte sich ja sonst nichts.
42:11Na, habe ich mir auch gedacht.
42:13Also, wÀre das möglich? LÀsst du mich mal fahren?
42:15Jetzt geht leider nicht.
42:17Wow, das ist er?
42:19Ja, ich habe den Wagen heute schon Marie versprochen.
42:22Tut mir leid, es ist spÀter geworden, Papa.
42:25Die Sonne wird umkippen. Oh, danke.
42:27Viel SpaĂ euch beiden.
42:44Papa, bringst du mich nach Hause?
42:48Komm.
42:49Bis morgen.
42:50Ciao.
42:51TschĂŒss.
42:53Na?
42:54Bin ich doch ein bisschen neidisch?
42:57Das ist doch alles nur Kompensation.
42:59Also, wenn ich mich recht erinnere, steht bei dir auf dem Schreibtisch auch so ein altes Sportwagen.
43:04Kann ich mich nicht daran erinnern.
43:06Aber ich bin Àlter und reifer geworden.
43:09Ălter vielleicht.
43:10Ich bin ein bisschen neidisch.
43:10Ich bin ein bisschen neidisch.
43:15Ich bin ein bisschen neidisch.
43:15Ich bin ein bisschen neidisch.
43:15Ich bin ein bisschen neidisch.
43:15Ich bin ein bisschen neidisch.
43:15Ich bin ein bisschen neidisch.
43:15Ich bin ein bisschen neidisch.
43:16Vielen Dank.
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