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Transkript
00:24Love Is Enough
00:43Willst du da fĂŒr mich hingehen? Ich schaff's nicht.
00:48Oh, Cocktail-Empfang des Medizinverlags.
00:52Ja, das ist eine Einladung fĂŒr zwei. Da frag ich nochmal Katrin.
00:56Warum lÀdst du sie nicht ein?
01:00Das ist was anderes. Du hast Hörer in die Klinik geholt fĂŒr die Probezeit.
01:04Das war ihre Idee.
01:06Na, dann grĂŒĂŸ mal Otto, wenn du ihn in der Reha siehst.
01:09Mach ich.
01:21Wie lÀuft's?
01:23Gut. Geht's deinem Vater weiter besser?
01:26Ja, immer besser. Danke.
01:28Sag mal, hast du heute Abend schon was vor? Es gibt ein Jazz-Konzert in der Stadt. Könnten wir hin?
01:33Ich glaube, ich brauche heute einen freien Abend.
01:36Ruf mich an, wenn du es dir anders ĂŒberlegst. Ich bin ja hier in bester Gesellschaft.
01:40Ja, gut. Bis dann.
01:43Ja.
01:51Martin?
02:16Bist du schon wieder auf der Kauce eingeschlagen?
02:18Ja, mein Schatz.
02:25Du hast doch aber heute SpÀtdienst.
02:28Ich weiß.
02:32Konntest du schlafen?
02:36Geht so.
02:38Bist du traurig, dass es mit der Hochzeit alles schiefgegangen ist?
02:45Nein.
02:47Nicht mehr.
02:50Mir geht nur so viel Arbeit durch den Kopf, weißt du.
02:53Ehrlich?
02:56Mhm.
02:58Aber nicht bei der OP einschlafen.
03:03Versprochen.
03:04Danke fĂŒr deine Hilfe, Bruderchen.
03:06Ja, klar.
03:08Ich kann die Dinger natĂŒrlich auch gleich in der Stadt verteilen.
03:11Das machen Petra und Karin.
03:13Warum soll ich da nicht helfen?
03:15Hast du doch.
03:16Ist ja eine tolle, tragende Rolle im Tierschutzverein.
03:19Hast du unsere letzte Infoveranstaltung vergessen?
03:22Oh, Karsten, hör auf.
03:23Wir haben Infomaterial verteilt und versucht, mit den Leuten zu reden.
03:26Oh Mann, Karsten.
03:27Zu reden und du bist beim geringsten Gegenargument in die Luft gegangen.
03:30Der Typ hat die ganze Zeit nur Scheiße gelabert.
03:32Und du hast ihn beschimpft.
03:33Theo, das bringt nichts.
03:34Solche Leute stellen uns gleich in die Fanatikerecke.
03:36Oder werden angezeigt.
03:38Wann vertraust du mir wieder?
03:40Wenn du kein Blödsinn mehr machst.
03:43Hast du doch nicht vor, oder?
03:50Wolltest du dir die Haare fÀrben?
03:52Ach so, ich hab meine Bude gemalert.
03:54Pink.
03:56Ja, warum nicht?
03:57Mach's gut, du Fugtes Huber.
03:59Komm her.
04:16Tschau, Karsten.
04:17Tschau.
04:18Ciao.
04:25Hier ist das Aneurysma.
04:26Und das hat die kritische GrĂ¶ĂŸe erreicht.
04:29Ich hab keine VerÀnderung bemerkt.
04:30Tja, das ist das HeimtĂŒckische an den Dingern.
04:33Sie verursachen keinerlei Schmerzen und wachsen still vor sich hin.
04:36Aber die gute Nachricht ist, dass wir Ihren Brustkorb nicht öffnen mĂŒssen.
04:39Wir gehen mit einem Katheter ĂŒber die Leiste und legen einen Stand, eine GefĂ€ĂŸbrĂŒcke.
04:44Ja, und da ist unsere ChefÀrztin.
04:46Sie wird bei dem Eingriff die Narkose ĂŒbernehmen.
04:48Lobisch, guten Tag.
04:49Herr Alexander.
04:50Was?
04:53Bertram Alexander.
04:55Ja.
04:56Wollen Sie auch gleich die AnÀsthesieaufklÀrung machen?
05:01Sonst sind wir jetzt erstmal hier fertig.
05:03Schwester Hanna bringt Sie auf Ihr Zimmer.
05:05Und ich komm dann auch gleich nochmal zu Ihnen.
05:13Tut mir leid.
05:15Bei mir mĂŒssen Sie sich nicht entschuldigen.
05:17Ich kann verstehen, dass Sie momentan sehr dĂŒnnhĂ€utig sind.
05:19Aber vor den Patienten.
05:23Aber das sollte kein Vorwurf sein.
05:24Nicht?
05:29Es wird zwischen Ihnen und mir immer eine Verbindung zu Alexander geben.
05:32Aber das soll nicht bedeuten, dass ich jetzt stÀndig als stummer Vorwurf hier durch die Klinik laufe.
05:36Bitte.
05:37Lassen Sie uns das trennen.
05:48Miriam, hier ist Oberschwester Arso.
05:50Es ist gleich Schichtwechsel.
05:52Bitte melden Sie sich umgehend.
05:54Also ich könnte lÀnger machen, kein Problem.
05:56Danke, sehr nett.
05:57Hoffentlich ist nichts passiert.
06:00Frau Marquardt hat mich um eine EinschÀtzung Ihrer bisherigen Probezeit gebeten.
06:07Zufrieden?
06:08Ja, sehr.
06:10Sie machen das auch gut.
06:12Danke.
06:13Und?
06:14Was macht der Theorieberg?
06:17Um ehrlich zu sein, mir fÀllt der Kopf.
06:20Also die Praxis hat man ja schnell wieder drauf, aber irgendwie habe ich das Lernen verlernt.
06:24Das kommt dann auch wieder.
06:25Und wenn Sie Fragen haben, sagen Sie Bescheid.
06:27Die werde ich garantiert haben.
06:56Die werde ich garantiert haben.
07:13Ich habe einen Anschlag auf dich vor.
07:16Schieß los.
07:17Genau genommen sind es zwei.
07:19Erstens, kannst du meinen Dienst fĂŒr morgen Abend tauschen?
07:22Und wenn das klappt, zweitens, kommst du mit zum Empfang des Medizinverlags.
07:29Klar geht das mit deinem Tausch, aber...
07:30Ich möchte jetzt kein Nein hören.
07:34Gebt von dir, aber ich muss nicht bespaßt werden.
07:36Moment, Moment.
07:38Das hast du falsch verstanden.
07:40Ich möchte, dass du mich begleitest.
07:42Es geht um mich.
07:43Ich, ich klÀre das mit deinem Dienst und sag dir Bescheid.
07:51Tut mir leid, aber die Bahn hat gestreikt.
07:53In der City ist totales Chaos.
07:54DafĂŒr haben wir hier schon das Chaos gelichtet.
07:57Oh Mann, da stehe ich aber schwer in der Kreide bei dir.
08:00Ach Quatsch.
08:01Als Anzahlung?
08:03Mein Praktikumsbericht?
08:05Oh, toll, dass du da angedacht hast.
08:06Danke.
08:06Sogar gebunden?
08:07War eine Idee von einer Freundin, auch Krankenschwester natĂŒrlich.
08:11Ich fand das erst affig, aber jetzt...
08:13Holt meine Stolz aus dem Regal.
08:14Boah, das schaffe ich niemals.
08:16Doch, das kriegen wir schon hin.
08:23Danke.
08:25Martin, das mit dem Diensttausch morgen hat geklappt.
08:27Danke.
08:29Entschuldige bitte nochmal wegen vorhin, aber mir ist gerade nicht nach Cocktailparty mit Smarttalk.
08:33Aber Appetit kommt beim Essen.
08:35Ach, hast du vielleicht Dr. Bergmann irgendwo gesehen?
08:38Nein.
08:38Sein Dienst hat lÀngst begonnen und der ist noch nicht da.
08:41Ach, ĂŒbrigens, die Bahnstreit kam von einem Lager noch.
08:44Na toll.
08:46Hast du noch was vor?
08:47Ja, ich wollte zu meinem Vater.
08:50Verstehe.
08:51Na dann ab mit dir und grĂŒĂŸ ihn von mir.
08:53Ich ĂŒbernehme fĂŒr dich den Stalldienst.
08:55Wirklich?
08:55Ja.
08:56Danke.
08:57Anna schlÀft sowieso bei einer Freundin.
08:59Aber ruf nochmal Dr. Bergmann zur Sicherheit an.
09:01Mach ich.
09:02TschĂŒss.
09:10Notaufnahme, Globusch.
09:13Eine Nachblutung.
09:14Ja, ich bin auf dem Weg.
09:58Hey!
10:00Was machen Sie denn da?
10:08Ganz ruhig.
10:11StĂŒtz sich ab, stĂŒtz sich ab.
10:16Zentrale!
10:17Wir brauchen RTW.
10:19Hier am Autentor.
10:20Schnell!
10:23Dr. Stein?
10:27Die hast du vorhin liegen lassen.
10:29Oh, danke.
10:31Und mit wem gehst du zum Empfang?
10:35Das ist was Offizielles.
10:37Und ich bin inoffiziell.
10:39Blöd, dass ich gefragt habe.
10:40Sophia, ich gehe da als Vertreter der Klinik hin.
10:43Und mit mir an deiner Seite ist dir das unangenehm.
10:47Darum geht's nicht.
10:49Seitdem ich hier arbeite, weißt du mir aus.
10:50Ja, weil wenn's ja nur um mein Praktikum gegangen wÀr,
10:53da hÀttest du in jeder x-beliebigen Klinik anfangen können.
10:56Aber so, hier, ohne das mit mir zu besprechen, das ist...
11:01Was?
11:01Ist dir zu nah?
11:02Zu peinlich?
11:04Oberarzt und Schwester nach dem Motto, mit ihr schlafen ja,
11:05aber zu ihr stehen, nein?
11:30Globisch?
11:33Wie?
11:34Wer ist nicht da?
11:35Ja, ich komme sofort.
11:40Mist.
11:46Das ist die MĂ€hbox von Dr. Bergmann.
11:48Nachrichten bitte nach dem Signal.
11:51Sachsen Klinik Globisch.
11:52Dr. Bergmann, Sie haben Dienst.
11:53Wo stecken Sie?
11:55Was ist denn bei Ihnen los?
11:56Notaufnahme nicht besetzt.
11:57Nicht jetzt.
11:58Was haben Sie?
11:58Das sind penetrierendes Bauchtrauma.
12:00Rechte obere Quadrant.
12:01Feuerwehr hat ihn aus einem Zaun freigesÀgt.
12:04Blutverlust?
12:04Nach außen kaum.
12:06Vermutlich tamponiert der Fremdkörper die Blutung.
12:08Okay.
12:09Wir bringen ihn in den Schockraum.
12:10Schwester Carola, melden Sie ihn beim CT an.
12:12Und die OP vorbereiten, bitte.
12:13Gute Idee.
12:16Was ist mit Dr. Bergmann?
12:17Seine Fahrt ist, hat er erst zum Angeln gefahren.
12:19Was?
12:19Ja, sie sagt, er hat heute Dienst frei.
12:21Ja, dann Dr. Heilmann oder Dr. Weber, irgendeinen.
12:23Besorgen Sie mir einen Chirurgen und zwar schnell.
12:28Wie, Sie haben niemanden erreicht?
12:31Einen AnÀsthesisten, na toll.
12:33Nein, probieren Sie es weiter.
12:35Und lassen Sie sich von der Rezeption auch die Privatnummern von unseren Chirurgen geben.
12:38Ja, unbedingt.
12:40Frau Dr. Globisch.
12:41Was?
12:41Ich habe es eben gerade gehört.
12:42Also, wenn Sie Verwendung fĂŒr mich haben?
12:45Das wird eine hochkomplexe OP, Herr Brenner.
12:46Ich weiß, aber Zureichung, Hilfestellung, was immer Sie brauchen.
12:50Sie haben recht.
12:51Ja, ja.
12:52Machen Sie sich fertig.
12:54Wie sieht es aus?
12:56Herr Brenner und ich, wir waschen uns jetzt steril ein.
12:58Und dann beginnen wir schon mal mit den Vorbereitungen.
13:00Okay.
13:21Hey, komm mal.
13:23Ich war bei dir zu Hause und habe versucht, dich anzurufen.
13:28Echt?
13:29Ich habe es gar nicht gehört.
13:31Ich wollte noch ein paar Sachen fĂŒr Otto packen.
13:34Dachte ich mir schon.
13:36Können wir reden?
13:37Klar.
13:41Sie hat Dr. Schneider erreichen können.
13:43Er kann frĂŒhestens in einer Stunde hier sein.
13:45Das ist zu spÀt.
13:48Dr. Globisch.
13:52Also, der Patient Theo Westermann hat ein penetrierendes Bauchtrauma.
13:56Sein Blutdruck liegt systolisch bei 80, die Frequenz bei 120.
14:00Wenn wir nicht handeln, wird er sterben.
14:03Ich beginne jetzt mit der Operation.
14:06Und nochmal fĂŒr alle.
14:08Ich bin mir vollkommen bewusst, dass ich seit Jahren nicht mehr operiert habe.
14:12Ich ĂŒbernehme dafĂŒr die Verantwortung.
14:16Skalpell?
14:17Herr Brenner?
14:20Du Pappen.
14:30Möchtest du was trinken?
14:31Bitte nichts sagen, sonst verliere ich den Mut.
14:37Ich halte es nicht mehr aus, wie wir miteinander umgehen.
14:41Was ich vorhin zu dir in der Klinik gesagt habe, das tut mir leid.
14:44Mir auch.
14:48Weißt du, Sophia, ich will dich wirklich nicht verletzen, aber ich komme mit der Situation gerade ĂŒberhaupt nicht klar.
14:55Siehst du, und ich auch nicht.
14:58Mal sind wir uns nah, dann wieder nicht.
15:03Das mit dem Praktikum, das hÀtte ich mit dir besprechen sollen.
15:05Ja, das hÀttest du.
15:09Verstehst du nicht, ich wollte einfach wieder auf eigenen FĂŒĂŸen stehen.
15:11Geld verdienen und...
15:14Ja, vielleicht wollte ich auch, dass du ein kleines bisschen auf mich stolz bist.
15:19Sophia, du musst mir noch nichts beweisen.
15:21Und jetzt hĂ€ngen wir da zusammen in dieser Klinik, Tag fĂŒr Tag.
15:24Ja, das ist furchtbar, wenn man sich nicht liebt.
15:28Da gebe ich dir recht.
15:31Wenn es dir damit besser geht, dann höre ich in der Klinik auf.
15:35Und wenn du möchtest, dann hört es auch mit uns auf.
15:39Und das ist dein Herz?
15:42Wenn es nicht geht.
15:47Ja, ich mag gerade ein bisschen durcheinander sein, ja.
15:51Aber was ich sicher nie wollte, war nur eine AffÀre mit dir.
15:55Siehst du, und ich will nicht, dass du so verwirrt bist.
16:00Hey, lass uns einfach eine Auszeit nehmen, okay?
16:04Du hast alle Zeit der Welt.
16:08Und das kannst du.
16:25Saugen?
16:29Ich finde die Blutungsquelle nicht.
16:32Scheiß.
16:33Ja, dann wĂŒrde ich die Zaunspitze einfach rausziehen.
16:35Dann haben wir eine bessere Sicht.
16:37Das ist viel zu riskant.
16:39Vielleicht verhindert sie im Moment Schlimmeres.
16:41Es ist immer besser, um den Gegenstand herum zu operieren,
16:43bis man sicher sein kann, dass...
16:44Es geht nicht voran.
16:45Der Druck fÀllt weiter.
16:47Also gut, wir machen das.
16:48BauchtĂŒcher bereithalten.
16:50Richten Sie sich auf eine grĂ¶ĂŸere Blutung ein.
16:52Achtung.
16:56Saugen.
16:58Brenner, saugen.
16:59Mehr saugen.
17:00Klemme.
17:04Halsstopp.
17:05Sehen Sie hier?
17:06Ja, es kommt aus dem rechten Leberlappen.
17:08Das wird mindestens eine Segmentresektion.
17:10Ich kann doch...
17:13Gott sei Dank.
17:15Tut mir leid, ich war im Kino.
17:17Mein Handy war auf Sturm.
17:18Informieren Sie mich.
17:19Patient mit penetrierendem Bauchtrauma.
17:21Ich habe gerade einen Fremdkörper aus dem rechten Leberlappen entfernt.
17:30Mal saugen, bitte.
17:33Mehr am Haken ziehen.
17:34Gut, alles klar.
17:35Wir machen eine Segmentresektion.
17:38Können Sie das bitte mit Herrn Brenner machen?
17:41Ja, natĂŒrlich.
17:42Wir hatten MOP bisher noch nicht das VergnĂŒgen.
17:45Wenn Sie bitte hier anheben wĂŒrden.
17:48Danke.
17:50Und Ligatur, bitte.
17:51Danke.
18:21Untertitelung. BR 2018
18:28Und was wird jetzt damit?
18:31Na, desinfizieren.
18:32Und den Patienten als Erinnerung an seine Schwachsinnsunternehmung ĂŒberreichen.
18:36Oder Sie behalten sie fĂŒr Ihre TrophĂ€ensammlung.
18:39Ich glaube, die passt farblich nicht zu den Gallensteinen.
18:42Sie haben das ĂŒbrigens sehr gut gemacht, Ihnen.
18:44Danke.
18:46War auch höchste Eisenbahn bei dem Blutverlust.
18:49Und Dr. Bergmann ist wirklich an in Gefahr?
18:52Na, da haben Sie ja morgen, ach nee, heute, ein hocherfreuliches PersonalgesprÀch vor sich.
19:01Allerdings.
19:03Haben Sie wirklich seit Jahren nicht mehr operiert?
19:06Nein.
19:08Und warum?
19:10Auch ein Bauchtrauma.
19:12Ich habe ihn verloren.
19:14Kein Operationsfehler.
19:17Eine tragische Verstrickung.
19:21Ja, das passiert.
19:23Leider.
19:26Aber man sollte sich dafĂŒr trotzdem nicht aus dem Rennen nehmen.
19:31Ich konnte dann auch einfach nicht anders.
19:37Danke.
19:40Geht schon.
19:41Sie haben eiskalte HĂ€nde.
19:43Sie sollten sich mal einen Moment setzen.
19:45Das war einfach nur ein langer Tag.
19:49Danke.
19:50Danke.
19:50Danke.
20:03WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
20:27So, mein Mist. Das darf doch nicht wahr sein.
20:49Martin?
21:02Ich freue mich auf die Party mit dir. Hol dich um 18 Uhr ab, Martin.
21:16Guten Morgen.
21:17Wie geht's, Herrn Westermann?
21:19Den UmstĂ€nden entsprechend gut, aber der HB-Wert ist immer noch mĂ€ĂŸig. Er wird eine weitere Transfusion brauchen.
21:24Ich kĂŒmmere mich.
21:25Äh, Dr. Heilmann hat mich gebeten, den Patienten zu ĂŒbernehmen.
21:30Sie waren bei Dr. Heilmann?
21:32Nein, er kam zu mir, nachdem er mit Dr. Bergmann gesprochen hatte.
21:35Ich weiß.
21:37Es war mein Fehler.
21:40Im Dienstplan.
21:43Was meinen Anteil an der OP betrifft, habe ich Dr. Heilmann den Verlaufsbericht bereits gegeben.
21:51Entschuldigung, aber das klingt jetzt so, als wollten Sie mich vorfĂŒhren.
21:53Bitte?
21:55Nein, das ist ein ganz objektiver Vorgang.
21:59Sie werden den Rest dann sicher aus Ihrer Sicht ergÀnzen.
22:25Was baust du nur fĂŒr Mist, BrĂŒderchen?
22:28Tja.
22:32Wie geht's dir?
22:34Bombe.
22:36Wie in Watter gepackt.
22:38Mann, du hÀttest tot sein können.
22:41Was hast du dir nur dabei gedacht?
22:43Mann, Garst mit.
22:44Mit Flyern und Gerede rĂŒtteln wir die Leute doch nicht mehr auf.
22:49Aber mit seiner hinrissigen Aktion hast du unsere ganze Arbeit gefÀhrdet.
22:52Wir können nicht nur reden die ganze Zeit, wÀhrend die ein Tier nach dem anderen umbringen.
22:55Und weil du ein Transparent aufhÀngst, hören die Leute damit auf.
23:00Wer hat denn damals die SteiltĂŒren von der Schweinemastfarm aufgebrochen, ha?
23:04Theo, da war ich 17. Und du warst 7.
23:07Und ich war stolz auf dich. Die Leute haben alle davon geredet.
23:11Und hast du vergessen, dass ich verurteilt wurde?
23:17Entschuldige. Hab ich dir weh getan?
23:19Nee, wieso? Wo denn?
23:22Dein Knie?
23:23Ich hab nichts gemerkt.
23:26SpĂŒrst du das?
23:28Nee.
23:33Und das?
23:36Ich spĂŒr nichts.
23:38Karsten, warum spĂŒr ich nichts?
23:41Als sie dich vom Zaun geholt haben, hattest du da noch GefĂŒhle in den Beinen?
23:45Keine Ahnung.
23:46Ich weiß es nicht.
23:48Bitte doch. Doch, ich glaub schon.
23:50Kannst du dich an noch was erinnern?
23:52Nein, nur, dass sie kurz vor der OP an einem Chirurgen rumtelefoniert haben.
23:57Bitte was?
23:58Warum spĂŒr ich denn nichts?
24:02Wir sagen Ihnen sofort Bescheid, wenn Herr Westermann Vernehmungsfeder ist.
24:05Wiedersehen.
24:07Komm rein.
24:11Ich habe mich gerade bei Dr. Bergmann entschuldigt.
24:15Ich weiß nicht, wie das passieren konnte.
24:18Du stehst in letzter Zeit ziemlich oft neben dir.
24:22Es war ein Tippfehler.
24:23Katrin.
24:26Die Operation ist gut gegangen.
24:28Nachdem Dr.
24:28Weber gekommen ist.
24:30Ja.
24:31Aber vorher?
24:33Vorher hast du die Operation durch die Suche nach einem Chirurgen verzögert.
24:37Fast eine halbe Stunde lang.
24:39Roland, sag mir, was das grĂ¶ĂŸere Übel ist.
24:41Warten auf einen Chirurgen oder einen Chirurg, der keiner mehr ist.
24:44Wir reden jetzt nicht von dem GlĂŒck, das du gehabt hast.
24:48Ich weiß, wie viel Überwindung es dich gekostet hat, selbst zu operieren.
24:51Aber es geht nicht anders.
24:55Was?
24:57Was geht nicht anders?
24:58Wir werden den Vorgang hausintern untersuchen und dokumentieren im Interesse des Patienten und der Klinik.
25:03Deshalb habe ich dich von Herrn Westermann abgezogen.
25:10Und jetzt? Kriege ich eine Abmahnung?
25:12Ich möchte dich bitten, ĂŒber eine Auszeit nachzudenken.
25:16Du beurlaubst mich?
25:17Eben nicht.
25:18Oh ja, das ist natĂŒrlich der feine Unterschied.
25:21Aber der Makel bleibt. Du demontierst mich gerade als ChefÀrztin.
25:23Wenn du so weitermachst, setzt du viel aufs Spiel. Nicht nur fĂŒr die Klinik, sondern auch fĂŒr dich.
25:28Roland, was passiert? Es tut mir leid.
25:31Du weißt ganz genauso gut wie ich, dass ich mir das selbst am allerwenigsten verzeihen kann.
25:36Ärzte sind auch nur Menschen. Menschen machen Fehler.
25:38Wir mĂŒssen permanent dafĂŒr sorgen, dass so wenig Fehler wie möglich passieren.
25:41Deshalb nimm mein Angebot an. Du musst etwas an deinem Zustand Àndern.
25:45Ja, und das mache ich, indem ich arbeite.
25:48Wer hat mir nach Pias Tod gesagt, dass die Flucht in die Arbeit der falsche Weg ist?
25:55Alman?
25:57Was?
25:58Ich komme sofort.
26:04SpĂŒren Sie das?
26:06Nein.
26:07Hier?
26:12Ihr Bruder hat eine sehr starke Narkose und eine Menge Schmerzmittel bekommen.
26:15Das ist Stunden her.
26:17Das geht doch wieder weg, oder?
26:18Wir klÀren das umgehend ab.
26:20Und ich hÀtte gern auch etwas abgeklÀrt.
26:22NÀmlich die UmstÀnde, unter denen mein Bruder operiert wurde.
26:24Auch darĂŒber werden wir sprechen.
26:26Ärztefusch ist es.
26:29Herr Westermann, ich kĂŒmmere mich jetzt erstmal darum, dass Ihr Bruder untersucht und versorgt wird.
26:33Einverstanden?
26:34Bis spÀter.
26:42Damit kommen die ja nicht durch.
26:48Ich bin gleich umgezogen.
26:49Wo?
26:49Shopping-Tour?
26:51Äh, gekauft.
26:52Gebockt.
26:53Und was Blaues?
26:54Ach, ich heirate doch nicht.
26:56Zeigen Sie mal her.
27:01Ich wollte was Schlichtes.
27:04Wow.
27:05Wem verleiht denn sowas?
27:07Eine kleine Boutique fĂŒr die ich immer gemodelt habe.
27:10Das wĂŒrde ich aber gern angezogen sehen.
27:12Heute um 18 Uhr.
27:13Oh.
27:14Oh.
27:15Schwester Miriam hatte einen kleinen Unfall.
27:17Es kann sein, dass sie fĂŒr sie einspringen mĂŒssen.
27:19Tut mir leid.
27:19Ist ein wichtiges Date.
27:22Naja, so kriegt es wenigstens keiner Fall.
27:29Bis gleich.
27:30Tut mir leid.
27:31Wir wissen nicht, wie der Sturz abgelaufen ist.
27:33Denken Sie an eine Contusius spinalis?
27:36Auf dem CT gibt es jedenfalls keinen Hinweis auf eine WirbelsÀurenverletzung.
27:40Auch nicht auf einen alten Bandscheibenvorfall oder Àhnliches.
27:42Allerdings sind das alles postoperative Bilder.
27:45Ich nehme doch an, dass vor der OP auch Aufnahmen gemacht wurden.
27:50Im Schockraum wurde eine Sono des Bauchraums gemacht.
27:52Ein CT natĂŒrlich auch.
27:54Aber die Bilder sind gestört durch den Fremdkörper.
27:56Könnte bei der Entfernung der Spitze etwas passiert sein?
28:00Auszuschließen ist es jedenfalls nicht.
28:02Eine Einblutung in den Spinalkanal vielleicht.
28:05Als ich eintraf, war der Fremdkörper bereits entfernt worden.
28:07Aber ich kann nochmal mit Frau Dr. Globusch reden.
28:09Das mache ich lieber.
28:11Gut.
28:19Tut mir leid, dass ich schon wieder zu spÀt bin.
28:21Was ist denn passiert?
28:23Ach, ganz doofe Sache.
28:24Ich wollte wegen des Streiks auf Nummer sicher gehen und habe mit dem Motorroller von einer Freundin ausgeliehen.
28:29Dann bin ich irgendwie in die Schienen geraten und lag lang.
28:32Ja, gehen Sie mal ins Behandlungszimmer, dann sieht sich das jemand an.
28:35Ach, das ist nur ein Kratzer.
28:37Ja, das kann ja dann der Arzt entscheiden.
28:39Sehr gut.
28:40Siehst du hier, von da gehen die Nerven zum Bein ab.
28:45Wenn du da jetzt also nichts mehr fĂŒhlst, muss bei der OP da was verletzt worden sein.
28:53Herr Westermann, es tut mir leid, dass es bei Ihnen jetzt diese Probleme gibt.
28:56Probleme?
28:57GelĂ€hmte Beine sind fĂŒr Sie also nur Probleme?
28:59Ich verstehe Ihre Sorge, aber...
29:00Aber?
29:01Aber was?
29:02Aber die Klinge trifft keine Schuld?
29:03Und es besteht immer ein Restrisiko?
29:05Nein, lassen Sie mich bitte ausreden.
29:06Ausreden?
29:07Sie wollen sich rausreden.
29:08Aber ich bestehe auf eine Untersuchung.
29:09Die ist bereits veranlasst und es wird sich niemand herausreden.
29:12Ja, klar.
29:14Was wird das jetzt?
29:15Ich lasse ein MRT machen.
29:17Es könnte sein, dass der Sturz zu einer Prellung des RĂŒckenmarks gefĂŒhrt hat
29:21oder dass es bei der Entfernung der Zaunenspitze zu einer Einblutung gekommen ist.
29:25Die Ursache ist doch ganz klar.
29:27Es war ein OP-Fehler.
29:28Es gibt viele mögliche Ursachen.
29:32Und um es ganz klar zu sagen, Dr. Globisch hat letzte Nacht alles in ihrer Macht Stehende getan,
29:37um das Leben Ihres Bruders zu retten.
29:39Haben Sie eine Welle gegen die Untersuchung?
29:41Und warum sollen wir nach all dem noch Vertrauen in diese Klinik haben?
29:44Karsten, bitte.
29:45Und haben Sie eigentlich auch einen qualifizierten Arzt dafĂŒr, der das macht?
29:48Oder mĂŒssen Sie da erst irgendwo anrufen, wie im OP, als man einen Chirurgen gesucht hat?
29:52Die Untersuchung wird von einem Facharzt fĂŒr Radiologie ausgewertet.
29:56Das soll ich Ihnen glauben.
29:57Karsten.
29:58Keine Stress.
29:59Theo, ich habe alles im Griff.
30:01Ich möchte mich bei Ihnen fĂŒr diesen Personalengpass entschuldigen
30:04und versichere Ihnen, dass wir herausfinden werden, welche Ursache Ihre Symptomatik hat.
30:08Das werden wir schon sehen.
30:15Martin, du musst leider doch mit jemand anderem zum Empfang gehen.
30:18Ja, aber Miriam hatte einen Unfall.
30:20Dr. Stein, hier ist das Unfallopfer und Sie können sich heute auf einen gemeinsamen Abend freuen.
30:25Hast du das eben gehört?
30:27Ja, dann bis 18 Uhr.
30:30Ich mich auch.
30:34Danke.
30:35Aber sollte es doch irgendwelche Probleme geben danach?
30:37Mit dem Kopf bestimmt nicht.
30:39Aber der Roller ist hin und ich muss ihn ersetzen.
30:41Ui.
30:42Viel?
30:432000.
30:44Also, ich verdiene zwar auch nicht mehr so viel wie frĂŒher, aber ich habe ein bisschen
30:48was beiseitegepackt.
30:49Ich könnte es dir geben.
30:51Ich könnte es wirklich nur in ganz kleinen Schritten abstottern.
30:55Oder du nimmst es als Honorar.
31:00Du könntest meine Praktikumsberichte schreiben.
31:02Ich bin da nicht so talentiert drin und ich fĂŒr den Abschluss unbedingt.
31:08Sophia, das ist Betrug.
31:10Eine kleine Mugelei.
31:11Pass auf, ich mag dich echt gern, deswegen sage ich das jetzt mal so.
31:14Ich habe das eben nicht gehört.
31:17Hey, warte.
31:19Sorry, ich kann dir das Geld natĂŒrlich trotzdem geben.
31:22Also leiden.
31:30Blöd.
31:58Du bekommst gleich meinen Bericht.
32:00Ich brauche auch die prÀoperativen Aufnahmen.
32:04Hier sind die Ausdrucke der Sonos.
32:06Das CT lade ich dir gleich auf den Zappen.
32:13Was ist?
32:14Der Patient zeigt neurologische Auswahlerscheinungen in beiden Beinen.
32:19Gab es vor der OP irgendeinen Hinweis, dass die WirbelsÀule verletzt sein könnte?
32:25Wovor lief der Bundkanal?
32:29Dicht an der WirbelsÀule.
32:33Glaubst du, ich habe bei der OP was verletzt?
32:40Wir brauchen einen MRT.
32:41Ist in Arbeit, ich glaube gar nichts.
32:43Jetzt warten wir erst mal ab.
32:45Die Sonos nehme ich mit.
32:46Wann habe ich deinen Bericht?
32:48In einer Stunde.
33:07Eine Untersuchung. Muss das sein?
33:09Ja.
33:11Aber das hÀtte man doch auch intern regeln können.
33:13Das ist eine interne Untersuchung.
33:16Aber damit ist es dokumentiert.
33:17Und wenn das in den falschen Hals kommt oder geöffentlicht wird?
33:21Dann ist es ein lĂŒckenloser Nachweis.
33:30Bad mich Frau Doktor Globisch.
33:37Rechtschreibeprobleme?
33:39Ich muss einen Verlaufsbericht schreiben.
33:41Das machen wir doch tÀglich.
33:43Über eine Notfallbehandlung?
33:44Auch das tun wir tÀglich.
33:47Über eine Kollegin?
33:49Das tun wir nicht tÀglich.
33:51Frau Doktor Globisch.
33:53Ah, ich habe schon gehört, dass es Sie zu chirurgischen Ehren gedrÀngt hat.
33:57Sollte ich Sie allein im OP stehen lassen?
33:58Nein, das war aller Ehren wert.
34:01Und wie beilÀufig erwÀhnt wurde, sollen Sie Ihre Sache gut gemacht haben.
34:07Ja, ich kann das nicht. Das ist ja wie, wie Petzen.
34:11Blödsinn.
34:12Wenn Sie aufschreiben, wie sich die OP in Praxis abgespielt hat, ist das kein Petzen.
34:16Wenn ich so etwas ĂŒber Sie schreiben mĂŒsste?
34:18WĂŒrde ich mich ĂŒber eine gute Orthographie und Stilistik freuen.
34:22Das hilft mir jetzt.
34:25Solche Sachen bleiben eben nicht Ausbrenner.
34:29Schreiben Sie klar sachlich, faktologisch, ohne Ansehen der Person.
34:32Aber auch ohne hĂ€tte, könnte, wĂŒrde.
34:35Ich verkneife mir den Reim nicht. Das wird spĂ€ter nur zur HĂŒrde.
34:39Und schreiben Sie nie vielleicht.
34:42Wo Sie sich im Unklaren sind, schreiben Sie, ich weiß es nicht.
34:48Kaffee.
34:49Ich kann jetzt nicht.
34:51Ob Sie einen möchten?
34:55Ja, danke.
34:56Na, sehen Sie.
34:57Kaffee.
35:00Schon serviert.
35:04Bei Sack soll 50.000 Tassen getrunken haben.
35:07Unfus, der uns fĂŒr Literatur hinterlassen hat.
35:11Aber jetzt brauche ich ja einen Kaffee.
35:25MĂŒssen wir jetzt ĂŒber personelle Konsequenzen nachdenken?
35:27Katrin hat eine Krise. Wir alle hatten Krisen. Ich habe ihr eine Hauszeit angeboten.
35:31Und?
35:32Warten wir ab, wie sie sich entscheidet.
35:34Gut.
35:37Dr. Carsten Westermann, der Bruder von Theo Westermann, unsere Verwaltungschefin, Frau Marquardt.
35:42Guten Tag.
35:43Guten Tag.
35:45Du sagst mir Bescheid, ja?
35:47Es wÀre vielleicht angebracht, wenn Sie bei dem GesprÀch dabei sein könnten.
35:51Ja.
35:52Nehmen Sie Platz.
35:54Ich warte noch immer auf die relevanten Unterlagen.
35:57Die werden gerade zusammengetragen.
35:58Ach, ich verstehe. Es braucht also Zeit, um sich abzusichern.
36:02Herr Westermann, Sie sind besorgt.
36:03Ich bin nicht besorgt. Ich bin empört.
36:06Und ich werde Ihnen nicht die Zeit geben, Ihre Untersuchungen so weit gedeihen zu lassen,
36:09bis sich sÀmtliches Fehlfaden in Luft aufgelöst hat.
36:11Sie erhalten die vollstÀndigen Unterlagen, wenn Sie fertig sind.
36:14Ich werde die Stichhaltigkeit des Berichts auf dem Klageweg feststellen lassen.
36:18Guten Tag.
36:22Eine Klage.
36:23Jetzt weißt du, warum wir das lĂŒckenlos dokumentieren mĂŒssen.
36:26Aber er hat doch eh schon seine feste Meinung.
36:27Aber noch nicht unseren Bericht.
36:34Was ist?
36:35Ich wollte gerade zu dir.
36:37Entschuldige, es hat lÀnger gedauert, aber ich wollte so genau wie möglich sein.
36:44Gibt es schon Ergebnisse vom MRT?
36:45Noch nicht.
36:47Wir haben aber auch eine Klage an Drogen wegen der BegleitumstÀnde der OP.
36:52Meinetwegen?
36:53Ja.
36:54Ich werde mit dem Patienten reden.
36:56Der Bruder will klagen.
36:59Meinst du, es macht Sinn, mit ihm zu reden?
37:01Du musst das nicht.
37:03Ich möchte aber.
37:05Jeder hat mal seinen Gang nach Canossa.
37:07Den hatten wir alle und sind wiedergekommen.
37:11Möchte ich dich nicht doch begleiten?
37:13Nein.
37:15Da muss ich allein durch.
37:17Danke.
37:21Also, nur weil ich deine Medical-App vor deinem Vater verteidigt habe?
37:24WofĂŒr ich dir sehr dankbar bin.
37:26Heißt das aber nicht, dass ich dein Versuchskaninchen bin?
37:30Du bist aber ein sehr reizendes Kaninchen.
37:33Ja, und jetzt?
37:34Okay, pass auf.
37:35Also, das ist dein Schreibtisch-Puls.
37:37Den kannst du da sehen und hören.
37:38Den bringen wir jetzt mal ein bisschen in Fahrt.
37:40Wie wÀr's mit ein paar Kniebeugen?
37:41Vergiss es.
37:42Okay.
37:46Was kÀme da sonst in Frage?
37:50Vielleicht das?
37:55Oh, ich sehe, da passiert nicht nur was bei mir.
38:00Das soll ich meinem Kunden so vorfĂŒhren.
38:03Das verstehe ich.
38:05Ich muss wieder arbeiten.
38:08Immer in Bewegung bleiben, ja?
38:11Marquardt?
38:14Ja, natĂŒrlich.
38:15Bis gleich.
38:25Ich habe ja einen sehr positiven Bericht von Schwester Aso ĂŒber Sie gelesen.
38:28Ich nehme mal an, dass Sie jetzt ĂŒber Ihre Zeit nach dem Praktikum mit mir sprechen wollen.
38:32Frau Marquardt, ich habe es mir anders ĂŒberlegt.
38:35Wie anders?
38:38Ich möchte mein Praktikum gerne an einer anderen Klinik weiterfĂŒhren.
38:42Gibt es Probleme?
38:45Es ist was Persönliches.
38:48Und das lÀsst sich nicht klÀren, also?
38:50Sie hĂ€tten meine volle UnterstĂŒtzung.
38:52Das ist lieb, aber dass ich von Ihnen weggehe, ist ja gerade die Lösung.
38:56Ah.
38:58Ich hoffe, dass es das wert ist.
39:01Ich auch.
39:03Gut, also sollten Sie es sich anders ĂŒberlegen, dann...
39:06Danke.
39:07Aber ich glaube nicht.
39:11Ja, dann auf Wiedersehen.
39:13Mhm.
39:33Guten Tag.
39:34Mein Name ist Dr. Globisch.
39:36Ich bin Chefarzt.
39:36Die meinen Bruder mit knapp 30 Minuten VerspÀtung operiert hat.
39:39Ich möchte nichts beschönigen, Herr Westermann.
39:42Aber ich hatte gehofft noch rechtzeitig einen Chirurgen in den OP zu bekommen.
39:45Bitte?
39:47Ich habe eine Facharztausbildung in Chirurgie, aber ich habe seit Jahren nicht mehr am OP-Tisch gestanden.
39:52Das glaube ich jetzt nicht.
39:53Was ist denn das hier fĂŒr eine Klinik?
39:55Eine sehr gute und verantwortungsvoll arbeitende Klinik. Das kann ich Ihnen versichern.
39:59Und wenn mein Bruder fĂŒr immer gelĂ€hmt bleibt, was dann?
40:02Ich trage fĂŒr diese VorgĂ€nger die volle Verantwortung.
40:05Hier ist mein Berecht.
40:12Das kenne ich schon.
40:14Das habe ich schon mal durch.
40:16Als unsere Schwester nach einer Fehlbehandlung gestorben ist, hatte keiner wirklich Schuld.
40:20Was? Das hast du mir nie erzÀhlt?
40:24Sie war schwanger, ging in die Klinik und bekam im Kreißsaal ein Medikament, das sie nie hĂ€tte bekommen dĂŒrfen.
40:30Nierenversagen, Todgeburt und dann auch sie.
40:35Es gab offizielle Berichte.
40:38Dann hat sich alles in Luft aufgelöst.
40:44Es tut mir leid, was Ihnen und Ihrer Familie passiert ist.
40:47Und natĂŒrlich ist es Ihre Entscheidung.
40:49Aber dieser Bericht enthÀlt alle Fakten.
40:52Kassen.
40:54Renzi.
40:55Guck mal.
40:56Was ist damit?
41:01SpĂŒren Sie das?
41:02Ja.
41:04Und das?
41:05Auch.
41:07Ich vermute, Sie haben durch den Sturz eine sogenannte Contusio spinalis erlitten.
41:12Das ist eine Prellung des RĂŒckenmarks.
41:14Die Symptome sollten bald abklingen.
41:17Das heißt, es gab also keinen OP-Fehler.
41:19Das heißt, ich werde wieder richtig gesund.
41:22Davon gehe ich aus.
41:23Oh.
41:25Das sollte natĂŒrlich nicht Ihre Entscheidung beeinflussen.
41:40Das ist ein bisschen.
41:40Du warst sehr eindrucksvoll.
41:41Es wird keine Klage geben.
41:44Ich war einfach nur ehrlich.
41:45Aber dem Patienten geht es besser.
41:47Das MRT war ohne Befund.
41:48Ich schÀtze, das wird der Hauptgrund gewesen sein.
41:50Und jetzt den zweiten Schritt.
41:55Keine Auszeit.
41:56Bis morgen.
41:57So, dann gucken Sie meine Schwester ins Zimmer an und sagen Frau Möller Bescheid, dass ich da bin.
42:03Ich glaube, das hat sich erledigt.
42:05Schönen Abend.
42:06Danke.
42:08Zu aufgedonnert?
42:11Absolut nicht.
42:12Du siehst fantastisch aus.
42:16Ich bin wahnsinnig aufgeregt.
42:18Aber sehr glĂŒcklich.
42:20Und wunderschön.
42:22Danke.
42:23Du aber auch.
42:27Danke.
42:32Danke.
42:34Danke.
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