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Kurzfilme
Transkript
00:02Dr. Ahlbeck, das soll ich Ihnen mit freundlichen Grüßen von Dr. Moreau geben.
00:07Was hat er so zu Ihnen gesagt?
00:08Naja, eher so, Probst, das zu Ahlbeck, sofort.
00:12Okay, dann her damit.
00:14Danke, wir sehen uns gleich in der N.A.
00:15Bis gleich.
00:19Hey, wer schreibt dir da kleine Liebesbriefe?
00:22Kein Grund zur Eifersucht.
00:25Moreau sollte sich für nächste Woche einen Assistenzarzt für seine Knie-OP aussuchen
00:28und schickt Probst damit zu mir.
00:31Hey, mein Führungskräfteseminar zum Thema Mitarbeitermotivation hat er auch einfach wegignoriert.
00:35Der kann nur demotivieren.
00:37Meine armen Küken.
00:38Vielleicht braucht es mal ein anderes Setting, dass er sich besser auf Sie einlassen kann.
00:41Ja, und der soll die Assistenzärztin mal schickt zum Italiener einladen.
00:45Ich meine, so eine Leersituation, weißt du, wo kein unmittelbarer Druck herrscht.
00:48Moreau soll ein Training machen?
00:50Ist keine schlechte Idee, aber...
00:52Ich habe ja meinen Doktor in keine schlechte Idee gemacht.
00:54Im Gegensatz zu mir kannst du ihm mit einer Motivationsspritze aus der Shell-Etage versorgen.
00:58Hm.
01:00Eine Explosion in der Gin-Brennerei.
01:01Ich muss nie erinnern.
01:02Und ich verkauf, Matteo, meine Idee.
01:04Mach das!
01:17Mit Thorsten, wie ich erzähle.
01:18Wie geht's, Marcel?
01:19Herr Meysen hat viel Blut verloren und muss sofort operiert werden.
01:22Warum ist dieser Brennkessel explodiert?
01:24Das Warum ist momentan egal.
01:26Bitte warten Sie hier, okay?
01:30Danke, Herr Dr. Brupst.
01:31Der Zugang liegt bereits.
01:35Penneu oder Flüssigkeit im Fleurerspalt?
01:38Nein.
01:39Bauchraum sieht auch gut aus.
01:41Die Chemiezeit beträgt jetzt 57 Minuten.
01:43Wir müssen dringend mit der Revaskularisation beginnen.
01:45Ich blocke die Polytraumaspirale.
01:49Herr Meysner, Ihr Arm und Ihr Bein werden ungenügend durchblutet.
01:51Wir müssen Sie dringend operieren.
01:53Vorher muss ich wissen, ob Sie irgendwelche Vorerkrankungen oder Allergien haben.
01:56Nehmen Sie Medikamente.
01:58Ich habe gegen Reuschnupfen.
02:00Bitte?
02:01Ja, gegen Reuschnupfen.
02:03Haben Sie heute Alkohol gekonsumiert?
02:11Okay, alles bereit.
02:12OP ist geblockt.
02:21Wenn ein Ginkessel explodiert, ist es doch nicht normal, dass der Patient nach Alkohol riecht?
02:24Die Kleidung hier hat er atmet, nicht so.
02:41Dann müssen wir uns doch noch mal zusammensetzen.
02:43Ja.
02:44Oh.
02:46Hoppla.
02:47Sie können doch nicht einfach mitten im Eingang stehen bleiben.
02:49Ja, und Sie können...
02:51Ah.
02:52Ah.
02:53Entschuldigung.
02:54Ich rufe Sie gleich zurück.
02:55Sie können doch nicht einmal mich reinlaufen.
02:59Äh, Dr. Galura.
03:02Könnten Sie mal kurz...
03:04Die Dame und ich sind zusammengerasselt und jetzt ist sie...
03:07Es ist dringend, ich muss.
03:09Äh, ich habe zu tun.
03:10Sie sehen doch selbst, dass mit dir irgendwas nicht stimmt.
03:13Checken Sie sie bitte durch.
03:15Nicht, dass das auf meine Kappe geht.
03:17Wiederschauen.
03:22Typisch Anzugträger.
03:23Selber total wichtig, aber nur Rücksicht auf den Rest der Welt.
03:27Erster Chef.
03:28Ich schaue mir das mal an.
03:29Kommen Sie?
03:30Ich habe mich neulich nur verhoben, als ich meine Zimmerpflanze aus dem Büro getragen habe.
03:34Oh, gefeuert?
03:35Ne, gekündigt.
03:37Mein Ex-Chef war auch so ein wichtig Mann.
03:40Unerträglich.
03:41Ich habe zwar kein Problem mit Herrn Berger, aber auch kein Interesse, ihn zu verärgern.
03:46Das war also Herr Berger?
03:48Ah ja, unser kaufmännischer Leiter.
03:50Mhm.
03:51Wie lange arbeiten Sie denn schon hier?
03:53Fast zwei Jahre.
03:56Und, ähm, wie ist so die Arbeitsatmosphäre?
03:59Nette Kollegen?
04:01Es gibt Mitarbeiterarbeit in der Kapitalia.
04:13Am meisten hatte Glück, dass Herr Zeber als Ersthelfer zustelle war.
04:16Und dass die Explosion nicht beide erwischt hat.
04:19Sind Sie Arbeitskollegen?
04:20Ja, Sie haben eine gemeinsame Gin-Brennerei irgendwo in einem Dorf im Airport der Umland.
04:24Okay.
04:25Privat ist ja dem Alkohol ja auch nicht ganz abgeneigt.
04:271,34 pro Männer am frühen Morgen.
04:29Der Riss in der Arterie ist zu groß.
04:32Den bekomme ich nicht geschlossen.
04:33Ja.
04:34Wir haben jetzt einen Abstimmel in der Bene aus dem linken Unterschenkel.
04:37Die Chemiezeit?
04:39107 Minuten.
04:41Wir haben 13 Minuten, um den Blutbus wieder herzustellen.
04:44Klemme.
04:47Achtung.
04:49Okay.
04:50Arterie oberhalb der Perforation abgeklemmt.
04:53Alles für die Entnahme der Vene vorbereiten, bitte.
04:57Alles gut, Herr Brups.
04:58Ich bin bei Ihnen.
04:58Wir schaffen das.
04:59Skypell.
05:02Patient für Tachycard.
05:03Blutdruck fällt.
05:04Also die Blutung hier steht.
05:06Es muss irgendein anderes Problem sein.
05:09Ist die Narkose zu flach?
05:11Ich vertiefe die Narkose mit 20 Mikrogramm Sufentanyl und erhöhe Propofol auf 14 Milliliter pro Stunde.
05:17Aber Sie haben doch bereits wegen des Blutalkoholwerts eine höhere Narkosedosis angesetzt.
05:21Ja, aber durch den hohen Blutverlust hat der Körper Stresshormone ausgeschüttet und das kann die Narkose beeinflussen.
05:26Herr Brups, weiter geht's?
05:27Die Uhr tickt?
05:27Ja.
05:32Miko, herzlichen Glückwunsch zur Veröffentlichung von deinem Artikel.
05:35Danke.
05:37Ganz schön aufregend.
05:38Ach was.
05:39Ben und ich haben noch gegengelesen und du hast wirklich wissenschaftlich 1A gearbeitet.
05:43Du kannst stolz auf dich sein.
05:44Komm her.
05:49Hey, wie wär's?
05:50Meine beiden Erstleser lade ich heute ein.
05:52Ah, das ist lieb, aber ich hab Bereitschaft.
05:54Morgen?
05:55Deal.
05:56Ich sag Ben Bescheid.
05:57Okay, cool.
05:58Sag mal, was sagen da eigentlich die Kollegen so?
06:02Jetzt sag bloß, du hast noch nicht geguckt.
06:04Ich trau mich nicht.
06:13Was?
06:15Was?
06:15Was?
06:15Was?
06:15Was?
06:19Was?
06:19Was?
06:19Was?
06:19Toller Artikel, dass mich ein Artikel noch so fesseln können.
06:24Hier von Dr. Krieger.
06:25Sehr interessanter Ansatz.
06:28Aber nicht, dass der Slob jetzt zum Kopf steigt.
06:33Ich muss.
06:34Bis später.
06:41Unterkomplex und überflüssig.
06:43Der Text liest sich, als hätte ihn ein Fünfklässler geschrieben.
06:46Wer zur Hölle ist, Dr. Gott, dann weiß.
06:53Strahlen die Schmerzen vom Rücken ins Bein aus?
06:57Ja, schon.
06:59Nochmal zum Thema Arbeitsklima.
07:02Dürfen Sie überall essen oder nur in der Cafeterie?
07:05Es gibt Pausenräume.
07:08Einmal aufrichten, bitte.
07:10Und wie ist das so?
07:11Wie viel Wert wird so auf die Einhaltung der Pausenzeit gelegt?
07:15Hallo, ich bin Dr. Berger.
07:17Berger?
07:18Ja, die Oberärztin.
07:20Wieso?
07:21Oh, nichts.
07:23Verstehen wir?
07:25Madita Holterbrink, 42.
07:27Akute lumbale Schmerzen mit Ausstrahlung ins rechte Bein.
07:31Passend zur Fünf, keine peripheren Ausfallerscheinungen.
07:34Okay, darf ich mal?
07:35Mhm.
07:37Ah.
07:38Notieren Sie bitte physiologische Steilstellung der LWS?
07:42Habe ich schon.
07:43Okay.
07:43Sie müssen das jetzt nochmal machen?
07:45Ja, Frau Galora ist noch in der Ausbildung.
07:48Ich bin sozusagen dafür verantwortlich, dass bei Ihrer Behandlung alles richtig läuft.
07:53Die einen buckeln, die anderen tragen die Verantwortung.
07:57Sie kann sich wieder anziehen.
08:00Üben Sie eine Tätigkeit im Sitzen aus oder machen Sie regelmäßig Sport?
08:05Buchhaltung geht ja wohl nur um Sitzen.
08:07Und bei so einem in der Höhe verstellbarer Schreibtisch.
08:13Und Sport?
08:14Nein.
08:15Wann soll ich den denn noch schaffen?
08:19Okay, Frau Holterbrink, ich würde gerne ein Röntgen von Ihrer Lendenwirbelsäule machen, wegen Verdacht auf Bandscheibenvorfall.
08:26Na toll.
08:27Ja, da finde ich schon alleine hin.
08:30Die Beschilderung ist ja nicht zu übersehen.
08:32Äh, okay.
08:39Dankeschön.
08:40Bis später.
08:46Was war das denn für ein Kommentar zu den Schildern?
08:48Keine Ahnung.
08:49Sie interessiert sich für das JTK.
08:51Betriebsklima, Pausenzeiten und so.
08:54Frage Lura.
08:55Gehen Sie hinterher?
08:55Ja, ich glaube, die ist vom Amt.
08:57Was ist das für ein Amt denn?
08:59Arbeitsschutz.
09:00Was weiß ich.
09:08Leon.
09:11Leon.
09:12Was ist Leon?
09:14Alles Gute, Meißner.
09:17Willkommen zurück.
09:19Wir konnten die Arterien in Ihrem Arm und Ihrem Bein erfolgreich reparieren.
09:23Ich glaube, wir wollen noch ein bisschen.
09:25Brunnen Sie sich aus, das war eine ansteigende OP.
09:31Als Brennmeister muss er seinen Gin ja sicherlich verkosten.
09:35Meinen Sie, daher kommen die Promille?
09:38Ich glaube, die testen den Geschmack und spucken dann auch.
09:40Sonst wären ja alle Braumeister-Alkoholiker.
09:42Ja.
09:44Geht's Leon gut?
09:45Herr Zebe ist unverletzt und wartet draußen auf Sie.
09:49Seine schnelle und richtige Reaktion hat ihm wahrscheinlich das Leben gerettet.
09:52Wenn die Bluttransfusion durchgelaufen ist,
09:54dann bringt Dr. Probst sie auf die ITS.
09:58Die Anästhesie hatte ganz schön zu tun da drin.
10:01Sie haben heute doch was getrunken, oder?
10:04Restalkohol.
10:05Von gestern gab es zu feiern.
10:07Für Restalkohol war das ganz schön viel.
10:10Sie sagen Leon doch nichts?
10:13Von uns erhält der Zebe keine Informationen.
10:15Das ist Ihre Entscheidung, was Sie mit ihm teilen.
10:20Sie sind doch gut befreundet, oder?
10:25Er macht sich ganz schön Sorgen um Sie.
10:28Ist er schon aufgewacht?
10:29Er leugnet, dass der Blutalkohol frisch war.
10:31Was dafür spricht, dass er ein Problem hat.
10:34Du schaffst das schon.
10:36Und ich auch.
10:38Matteo, hast du kurz Zeit?
10:39Hat sich da jemand beschwert?
10:40Ich hab gehört, du tust dich schwer, eine Assistenz zu finden für deine MPFL-Plastik nächste Woche.
10:44Ich würde das lieber mit jemandem machen, der weiß, was er tut.
10:46Ja, nur so funktioniert leider ein Lehrklinikum nicht.
10:49Um dir die Auswahl zu erleichtern, dachten wir...
10:51Hier?
10:52Gibt es hier ein neues Führungsduo, von dem ich noch nichts weiß?
10:56Okay, dachte ich?
10:57Du könntest ein Notfalltraining mit den Assistenzärzten machen.
11:00Nein.
11:01Und dir dann ein Bild verschaffen, wer dir bei der OP assistieren könnte.
11:05Würdest du mir das ernsthaft als gute Idee verkaufen?
11:08Absolut.
11:09Danke, ich passe.
11:13Versuch was wert.
11:15Glaubst du, ich gebe so schnell auf?
11:28Marcel.
11:33Herr Meysner hat die OP gut überstanden, aber er braucht jetzt wirklich ein bisschen Ruhe.
11:38Gott sei Dank.
11:39Mann.
11:42Ich hab mir solche Sorgen gemacht.
11:44Das gibt's nicht.
11:49Das kann nicht wahr sein.
11:52Das hätte richtig in die Hose gehen können.
11:58Ist es ja nicht.
12:01Alles okay.
12:03Gut, dann geh ich mal nach Hause und mich waschen, okay?
12:10Und den Schaden melden.
12:14Kannst du dich an irgendwas erinnern?
12:18Ist er dann weggeknallt?
12:22Ist auch komplett egal.
12:25Hauptsache, du wirst gesund.
12:31Und dann, welche Erkenntnisse?
12:33Der Befund zeigt einen Bandscheibenprolaps, also eine Vorstufe eines Vorfalls.
12:38Das meinte ich nicht.
12:40Ah, sie wollte sich nach dem Röntgen ein bisschen die Beine vertreten.
12:45Vielleicht überprüft sie die Barrierefreiheit.
12:48Herr Berger hatte auf jeden Fall recht.
12:50Irgendwie stimmt mit der nicht.
12:51Herr Berger?
12:52Ja, mit dem ist sie heute Morgen ja zusammengestoßen.
12:55Deshalb hab ich sie überhaupt erst untersucht.
12:57Und sie hatte keine Überweisungen von ihrem Hausarzt oder so?
13:00Ehrlich gesagt, weiß ich gar nicht, was sie eigentlich hier wollte.
13:04Na großartig.
13:06Ich sag meinem Vater, dass wir das Amt im Haus haben.
13:08Ich mach den Brief fertig und versuch sie so schnell wie möglich loszuwerden.
13:12Dann behalten Sie sie bitte im Auge.
13:14Nicht, dass sie uns aus schlechter Laune noch irgendwas anhängt.
13:19Ja genau, hier ist auch der Schall.
13:21Danke, dass Sie das übernehmen.
13:27Hey, Glückwunsch zur Veröffentlichung.
13:29Was ist los?
13:31Ach, dieser Kommentar von Dr. Gott, den weiß.
13:35Oh Herr, wenn ich sowas im Internet ablassen würde, dann bräuchte ich auch ein Pseudonym.
13:40Albeck, so wie es aussieht, werde ich dazu gezwungen, mit Ihrer Schüler-Truppe ein Notfalltraining zu machen.
13:45Ja, Anweisung von ganz oben, oder?
13:47Ja, die Chefärztin hat mir netterweise alle Notwendigkeiten zur Verfügung gestellt.
13:53Ich seh mir das Ergebnis an und denk mir, hm, mangelhaft.
13:57Ja, bestimmt nicht mangelhafter als Ihre Objektivität.
14:00Na, die werden es schaffen, meine Erwartungen noch zu unterbieten.
14:02Wir mussten alle mal einen Kittel reinwachsen, oder?
14:04Ja, mir reicht ja schon, dass Rantaler hier einen Facharzt macht.
14:07Dr. Rantaler hat übrigens gerade einen Fachartikel veröffentlicht, schon gesehen?
14:12Ist was?
14:13Äh, nichts.
14:20Wer ätzt gerne rum und hält sich für Dr. Gott, dann weiß.
14:23Na komm, mach dich nicht verrückt.
14:24Du lädst uns morgen zum Picknick ein?
14:26Na klar, es wird amtlich finish, so viel kann ich schon mal sagen.
14:29Freu mich.
14:30Ich mich auch.
14:37Ja, wir sind ja auch unter Besetzung der Verwaltung.
14:40Aber ich hab morgen noch ein Bewerbungsgespräch.
14:42Du, Papa, ganz kurz.
14:44Ja, Frau Marquardt, Ihnen auch wiederhören.
14:48Jochen, ich hab gleich den nächsten Termin, kann das warten?
14:50Nein, ähm, weißt du, ob im Verbund gerade irgendwelche Kontrollen unterwegs sind?
14:53Was für Kontrollen?
14:54Was weiß ich von irgendeinem Amt?
14:56Nicht, dass ich wüsste.
14:58Okay, ich hab mich in die Bestimmungen eingelesen.
15:00Es gibt auch unangekündigte Kontrollen.
15:02Die werden routiniermäßig durchgeführt.
15:04Wir hatten noch nie Probleme.
15:05Keine Panik.
15:06Ich hab keine Panik, aber Frau Galura hat mir gesagt, dass du heute Morgen eine Frau über den Haufen gerannt
15:10hast.
15:11Die schiefe Dame?
15:13Die war vom Abend?
15:16Halt sie was Schlimmes?
15:17Nein, aber sie schnüffelt hier irgendwie rum.
15:20Soll sie nur.
15:21Wir haben nichts zu verbergen.
15:25Wie macht sich Herr Meisner?
15:27Seine Herzfrequenz ist durchgehend leicht erhöht.
15:29Halten wir im Auge.
15:31Ich hab vom Labor nochmal die Leberwette nachgefordert.
15:34Kammerkissi?
15:35Deutlich erhöht.
15:35Transaminasen auch.
15:37Das kommt nicht von einmal feiern.
15:38Und auch nicht von berufsbedingten Verkosten.
15:41Das sieht für mich nach einem Fall von Alkoholismus aus.
15:44Wenn wir davon ausgehen, dass die Alkoholzupur vor ca. 10 Stunden unterbrochen wurde, müssten die Entzugssymptome nur weit beginnen.
15:49Händezittern, Schwitzen, Kopfschmerzen, Lagen-Darm, Kreislaufprobleme.
15:53Einiges davon dürften die Schmerzmittel abfangen.
15:55Ich finde es gut, dass Sie ihn direkt darauf angesprochen haben.
15:59Die erste Reaktion auf so eine Konfrontation ist vielsagend.
16:02Herr Meisner war sehr defensiv.
16:05Wir sollten auf jeden Fall wachsam bleiben.
16:06Ich überprüfe nochmal Blutzucker und die ZK.
16:09Sehr gute Probstange.
16:13Hallo.
16:15Ich muss Ihnen nochmal Blut abnehmen.
16:29Hey.
16:30Ich habe dir ein paar Klamotten geholt.
16:32Und?
16:42Unseren Glücksbringer.
16:44Das ist der Wacholder von unserer allerersten Ernte.
16:46Und wir bei der Eröffnung.
16:49Ein bisschen extra Glück schadet nicht.
16:53Du warst in meiner Wohnung.
16:55Ja.
16:57Was sieht es bei dir so chaotisch aus?
17:00Du bist doch in letzter Zeit oft früher nach Hause.
17:02Noch nicht zum Aufräumen.
17:03Was sagt die Versicherung?
17:05Die warten noch auf den Bericht von der Feuerwehr.
17:07Ich habe dem Brandmeister alles mitgegeben.
17:11Zulassung, Abnahmeprotokolle, das Wartungsheft.
17:15Das war ein Unfall.
17:16Die müssen zahlen.
17:18Wir haben jeden Cent in die Brennerei gesteckt.
17:20Und jede Minute.
17:22Bis das Ding einigermaßen am Laufen war.
17:24Wer möchte einiges durch?
17:27Das schaffen wir auch noch, Mann.
17:29Ich komme später noch mal wieder.
17:32Wenn Sie in der Zwischenzeit innere Unruhe oder Herzrasen verspüren,
17:37dann melden Sie sich.
17:38Okay?
17:47Jetzt guck mich so.
17:48Du wirst schon wieder.
17:50Weißt du, was heute in der Post war?
17:52Was denn?
17:53Mit den neuen Etiketten.
17:56Das wird richtig schick.
17:57Hier.
17:59Ein Ansichtsexemplar.
18:01Verkauft sich bestimmt gut.
18:03Das ist dein Verdienst.
18:07Ich weiß, das letzte Jahr war nicht leicht für dich.
18:09Und seit Theas Geburt habe ich nicht mehr so viel Zeit.
18:11Alles gut, alles gut. Passt. Hör auf.
18:13Alles gut.
18:13Doch.
18:15Dir ging es nicht gut nach der Trennung.
18:17Und ich heirate, ich kriege ein Kind.
18:20Wir haben uns doch nur noch auf der Arbeit.
18:22Leon, du hast mir heute das Leben gerettet.
18:24Das ist alles okay. Passt.
18:28Was ist los? Soll ich Hilfe holen?
18:30Nein, nein, nein. Alles gut.
18:31Alles gut.
18:34Ich bin nur ein bisschen müde.
18:37Gut.
18:39Dann lass ich dich mal lieber, okay?
18:45Darf ich Sie hinbehalten?
18:48Als Motivation.
18:48Klar.
19:05Okay.
19:27Wann haben Sie ihr den Entlassungsbrief gegeben?
19:29Vor über einer Stunde.
19:32Was macht sie da?
19:34Vielleicht ist sie nicht vom Arbeitsschutz, sondern vom Gesundheitsamt.
19:38Ist das immer noch die schiefe Dame?
19:40Ja, du hast ja gesagt, wir haben nichts zu verbergen.
19:42Haben wir auch nicht, aber wer will, findet immer einen Hahn der Suppe.
19:47Ich kläre das jetzt auf.
19:53Der Herr Schiff, Sie machen wohl schon Feierabend.
19:56Sie nicht?
19:58Sind Sie zufrieden mit unserem Angebot?
20:01Ich habe genug gesehen.
20:04Lassen Sie nur, ich mache das schon.
20:05Nee, nee, nee, ich bringe das selbst zurück.
20:07Jetzt lassen Sie mich doch helfen.
20:08Jetzt, jetzt mal.
20:10Sehen Sie, Sie helfen nicht.
20:14Ah!
20:16Ah!
20:18Ah!
20:19Ah!
20:19Ah!
20:20Mein Arm!
20:22Ah!
20:25Ah!
20:26Ah!
20:31Ah!
20:34Ah!
20:36Ah!
20:37Ah!
20:38Ah!
20:40Ah!
20:44Ah!
20:45Ah!
20:46Ah!
20:46Ah!
20:47Ah!
20:47Ah!
20:47Ah!
20:48Ah!
20:50Ah!
20:50Ah!
20:51Ah!
21:15Hey, Herr Meister, was macht ihr denn zurück?
21:24Hat der CB Ihnen das gegeben?
21:28Alkohol ist hier verboten.
21:31Er wollte mir nur, dass Sie die Kette zeigen.
21:36Kalt, schweißig, sichtbare Agitation.
21:38Herr Meister, das sind Erzugserscheinungen.
21:41Dr. Probst?
21:42Mon-Sink-Clone-Dimperfusor, den stellen wir auf 0,6 Milligramm die Stunde.
21:45Und wir geben die ja zu Palm-Oral.
21:47Die Tabletten verabreichen wir alle vier Stunden.
21:52Sie bekommen etwas gegen die Entzugserscheinungen.
21:53Ich habe keine Entzugserscheinungen.
21:57Sie sind schwer verletzt und Ihr Körper braucht Kraft, um zu heilen.
22:00Die ist mir nur hingefallen. Ich wollte sie nur aufheben.
22:03Mehr nicht.
22:04Medikamente werden Ihnen helfen.
22:05Ich bin nicht krank!
22:06Ruhig.
22:08Okay.
22:09Ich habe vielleicht ein bisschen übertrieben in den letzten Wochen mit dem Feierabendbier.
22:15Ich bin kein Alkoholiker.
22:21Sucht kann jeden treffen.
22:24Machen Sie sich keinen Vorwurf.
22:25Wir machen ihn keinen.
22:33Leugnet er es immer noch?
22:36Zu der Einsicht, dass er alkoholkrank ist, muss Herr Meissner selbst kommen.
22:40Aber wir haben doch die Werte.
22:42Wie kann er die denn ignorieren?
22:45Suchtkranke gehen oft extreme Wege, um ihre Krankheit zu verbergen.
22:47Nicht nur vor anderen, auch vor sich selbst.
22:50Viele schämen sich oder nehmen sich als schwach wahr.
22:53Offensichtlich weiß sein bester Freund nichts davon.
22:55Weil der hätte ihm sonst keinen Gym mitgebracht.
22:58Oder er hat es unbewusst ausgeblendet.
22:59Wer auch nicht so ungewöhnlich ist.
23:01Da geht es oft um Angst- und Schuldgefühle als Freund oder Angehöriger versagt zu haben.
23:06Verabreichen Sie ihm die Medikamente und dann machen Sie Feierabend.
23:09Wir sehen uns morgen.
23:11Schönen Feierabend.
23:25Ja, Papa, der Arm ist definitiv gebrochen.
23:28Nein, ich musste sie nicht aufnehmen.
23:30Sie hat eine Gipsschiene bekommen und durfte dann nach Hause gehen.
23:32Ja, du wirst diese Frau definitiv wiedersehen, weil sie morgen zur Kontrolle kommt.
23:39Papa, Papa, ich halte dich auf dem Laufenden, okay?
23:42Ja, tschüss.
23:44Ihr Kommentar ist unkollegial und kindisch.
23:46Wie, gab es doch negative Kommentare?
23:48Viel zu läppisch.
23:50Wir können das gerne unter uns klären.
23:52Nennen Sie eine Zeit und einen Ort.
23:55Wer duelliert sich?
23:56Miko Spendt.
23:57Ich muss mir doch nicht alles gefallen lassen.
23:59Vor allem nicht auf diese hinterlistige und feige Art.
24:02Miko, das ist ein Troll.
24:04Wenn du den persönlich antwortest, dann fütterst du ihn.
24:07Von wegen Troll, das ist doch nur beruhend, das weiß ich.
24:09Also ist es persönlich.
24:11Du machst dich nur unglücklich, aber tu, was du nicht lassen kannst.
24:14Hm.
24:15Geht weiter.
24:17Anderer User, anonymer Gastzugang.
24:19Doktor Gotten weiß, ihr Kommentar ist genauso dumm wie ihr Pseudonym.
24:23Na, siehste.
24:24Deine Ehrenrettung.
24:25Boah, du hattest recht.
24:27Es ist viel besser, wenn es von wem anders kommt.
24:31Ciao, ciao.
24:32Ciao.
24:33Ciao.
24:56Frisch geliefert.
24:58Ich hoffe, du magst Lachs.
25:00Na klar.
25:01Gleich an Omega-3.
25:03Ja.
25:06Übrigens, danke.
25:08Wofür?
25:08Na, dein Kommentar an Doktor Gotten weiß.
25:11Ich weiß nicht, wovon du redest.
25:13Meine Ehrenrettung?
25:14Was tut das nicht?
25:15Keine Ahnung, was du meinst.
25:16Entschuldigung.
25:17Berger?
25:18Komm mal.
25:19Wenn sie es nicht war, wer war es dann?
25:23Brantaller, wussten Sie, dass Selbstgespräche Anzeichen für Schizophrenie sein können?
25:28Wussten Sie, dass der Gottkomplex Menschen bezeichnet, die sich zu wichtig nehmen?
25:31Übernacht Klugscheißer geworden?
25:33Wollen Sie mit den Zwergen üben?
25:34Bitte gerne.
25:36Ich sehe, Sie machen Ihr eigenes Notfalltraining, ha?
25:39Verdonnert die Scherbers jetzt jeden bis zum Hausmeister?
25:42Wie kann man so arrogant sein?
25:45Brantaller, ging es Ihnen gut?
25:47Oder ist Ihnen Ihre Veröffentlichung zu Kopf gestiegen?
25:49Wenn Sie mir was zu sagen haben, sagen Sie es mir ins Gesicht?
25:52Das mache ich. Jeden Tag.
25:55Es nützt nun nichts.
25:56Muss schon schlimm sein, sich das Niveau von uns Normalstädlichen herabzulassen als Doktor Gotten weiß.
26:01Mein Schicksal.
26:06Hummeln, Notaufnahme. Jetzt.
26:08Und sorgen Sie dafür, dass die anderen drei Dulis auch da sind.
26:23Die Feuerwehr hat die Ursache gefunden.
26:28Das war eine Druckexplosion.
26:30Der Kühler war völlig verstopft.
26:33Wie kann das sein? Du bist doch für die Wartung vom Kessel zuständig.
26:37Mann, ich habe dir vertraut.
26:39Hier.
26:42Die letzten drei Einträge fehlen?
26:44Ich frag mich, was war denn da gestern los?
26:46Ich weiß nicht. Ich weiß nicht, hier.
26:52Filmriss.
26:53Wie Filmriss? Was soll das heißen?
26:55Wie, was soll das heißen?
26:59Ich war betrunken.
27:01Betrunken bei der Arbeit?
27:03Weißt du, was das heißt?
27:04Die Versicherung zahlt gar nichts, Mann.
27:06Wie kann man dicht machen?
27:12Bitte gehen Sie raus, Herr Siebel.
27:15Ein zugsbedingter Anfall.
27:16Lorazepam, zwei Milligramm in Trevenius.
27:18Zwei Milligramm Lorazepam?
27:41Was? Was war denn das?
27:44Ein epileptischer Anfall. Eine Überreaktion im Gehirn.
27:47Sie haben gesagt, entzugsbedingt. Entzug von was Alkohol ist.
27:52Was ja Alkoholiker.
27:53Dazu können wir leider nichts sagen.
27:55Am besten Sie sprechen mit Herrn Meissner, wenn er sich erholt hat.
28:06Können Sie nicht bis vier zählen?
28:08Wo ist Probst?
28:09Notfallhurtintensiv.
28:11Worum geht's?
28:13Das ist eine Notfallübung, oder?
28:15Ich denke mal um Notfälle.
28:17Die Chefärztin ist der Meinung, dass sie das noch mal ordentlich üben sollen.
28:21Und wenn ich mir das so angucke, muss ich recht geben.
28:24Äh, was ist das?
28:25Ihr Fall.
28:30Los, mach auf.
28:38Ist das dein Ernst?
28:40Was?
28:44Was soll das?
28:46Das ist Schikane.
28:47Das ist doch geil, der Impfen so.
28:49Ich bin da ganz bei Tamar.
28:51Solange wir nicht wissen, was wir machen sollen, mache ich hier gar nichts.
28:54Da waren es nur noch zwei.
28:56Und wer geht zu Dr. Moreau?
28:59Immer die, die fragt.
29:03Die Medikamente helfen gegen die körperlichen Entzugserscheinungen.
29:07Bis sie eine richtige Therapie machen können.
29:10Sie sollten wirklich mit dem Trinken aufhören.
29:13Ich bin Brennmeister.
29:17Alkohol ist mein Alltag.
29:21Mein Leben.
29:22Ihr Beruf an sich ist nicht das Problem, wenn Sie das psychologisch auf die Kette kriegen.
29:27Gesundheitlich können Sie nicht so weitermachen.
29:29Ich kann Ihnen psychologische Unterstützung raussuchen oder Selbsthilfegruppen.
29:38Ich will niemanden sehen.
29:40Lassen Sie mich in Ruhe alle.
29:43Dr. Probst werden Sie nicht so schnell los.
29:45Der übernimmt jetzt die Mundkontrolle.
29:48Ich weiß noch nicht, wann ich da bin, Tina.
29:51Du, jetzt kommt der Arzt, Sie müssen Schluss machen, ja?
29:54Und, geht es Ihnen besser?
29:55Er ist stabil. Kommen Sie.
29:57Ich wollte doch jetzt noch mal mit ihm reden.
29:59Wegen dem Unfall.
30:01Kein guter Zeitpunkt.
30:02Sagen Sie, oder sagt er?
30:04Nach dem Mist, den er gebaut hat.
30:10Herr Meissner ist ja krank.
30:12Alkoholkrank?
30:14Hätte ich mal mitbekommen.
30:16Oder auch nicht.
30:17Ich meine...
30:20Meine Tochter wird bald eins.
30:22Das letzte Jahr war...
30:24Glückwunsch.
30:25Da hat sich ihr Leben radikal verändert.
30:27Ja, Marcel es auch.
30:28Aber nicht zum Guten.
30:31Seit Fanny den verlassen hat, da...
30:35Dann werde ich der Erste, der Trost im Alkohol sucht.
30:40Oh Mann.
30:41Ich saß manchmal nachts um drei mit meiner weinenden Tochter auf dem Arm
30:45und hab Marcel um seine Freiheit beneidet.
30:49Was bin ich denn für ein Freund?
30:52Ein sehr guter.
30:53Ihre Beinerei liegt in Schutt und Asche
30:55und Sie machen sich Sorgen um seine Gesundheit.
30:58Sagen Sie ihm, ich bin da, wenn er mich braucht.
31:01Das mach ich.
31:11Frau Holterbrink?
31:12Ah ja.
31:13Das machen Sie schon hier.
31:14Unser Termin ist erst um elf.
31:15Ja, ich weiß.
31:16Aber der gibt's bei mir zu eng.
31:17Ich hab das kaum mehr ausgehalten.
31:19Sie haben die Schiene abgemacht.
31:20Der Arm ist so angeschwollt.
31:22Ich hab die Finger kaum...
31:23Ah!
31:23Aua!
31:24Jetzt tut's noch mehr weh.
31:26Wir hatten Ihnen gesagt, Sie können die Schiene lockern,
31:28aber nicht ganz abnehmen.
31:30Können Sie mir bitte helfen?
31:31Ich könnte fast meinen, Ihnen gefällt's hier bei uns.
31:33Oh!
31:38Ah, Hummel.
31:39Ist die Puppe schon tot?
31:41Sie sollten uns doch noch mal erklären, was das hier soll.
31:44Welchen Teil haben Sie nicht verstanden, hä?
31:47Entschuldigung, aber wir machen die Übung nicht, wenn wir kein bisschen Kontext haben.
31:52Der Kontext ist, Dr. Scherbers hat diese verdammte Übung genauso angeordnet.
31:56Sie wissen genauso wenig wie wir.
31:59Das wage ich zu bezweifeln.
32:01Dr. Scherbers hat sich irgendwas dabei gedacht.
32:03Denken Sie nach.
32:04Oder haben Sie den Kopf nur, um Zöpfe zu tragen?
32:07Dr. Scherbers ist kreativ.
32:09Vielleicht ergibt das ganze Erstsinn, wenn wir die Fallgeschichte finden.
32:13Ja, dann denken Sie weiter.
32:14Aber woanders.
32:17Schönen Tag noch.
32:20Julia.
32:21Keine Zeit.
32:22Wann kommt sie?
32:23Ist schon da.
32:24Du weißt, dass nicht mehr schiefgehen darf.
32:26Zu spät.
32:27Fluchtwege freihalten.
32:31Das Röntgen wäre mein Problem.
32:34Der Bruch hat sich verschoben.
32:36Wir müssen rapponieren.
32:37Kann ich einmal etwas glatt laufen mit dieser Frau?
32:39Der Arm ist über Nacht angeschwollen und sie hat eigenmächtig den Gips entfernt.
32:42Sie kriegt das beste Zimmer, das wir haben, klar?
32:44Egal, von welchem Amt sie ist, sie bekommt keine Sonderbehandlung.
32:47Aber die beste Behandlung?
32:48Ja, wie jeder Patient.
32:50Ich werde mich auf jeden Fall nochmal persönlich bei ihr entschuldigen.
32:52Du hältst dich lieber von ihr fern.
33:02Meissner.
33:03Wie fühlen Sie sich?
33:07Ihr Herzschlag ist immer noch erhöht.
33:09Ich dachte, die Medikamente sollen dagegen helfen.
33:12Mein Herz rast.
33:14Haben Sie Schmerzen?
33:15Ich fühle mich nicht gut.
33:17Ist irgendwie kribbelig und irgendwie nervös.
33:22Das ist durchaus typisch.
33:25Ich werde mit Dr.
33:26Alberg sprechen, was wir noch machen können, okay?
33:29Haben Sie nochmal mit Herrn Zebe gesprochen?
33:33Zu.
33:34Trauen Sie sich Hilfe anzunehmen.
33:36Dafür sind Freunde doch da.
33:37Ich bin so ein Versager.
33:39Sie sind kein Versager, Herr Meister.
33:40Das wissen Sie.
33:41Leon hat das ganze Geld für die Brennerei aufgetrieben.
33:44Er hat Kredite in seinem Namen aufgenommen.
33:46Das hat er auch für sich getan.
33:47Für Ihren gemeinsamen Traum.
33:48Er hat alles auf eine Karte gesetzt.
33:50Auf mich.
33:51Meine Fähigkeiten als Brennmeister.
33:53Und ich habe das alles zerstört.
33:54Ich kann den Frust verstehen.
33:55Aber ich bin mir wirklich sicher,
33:56dass ich eine Lösung finden werde.
33:57Nein.
33:58Herr Zebe klebt draußen den Schaden.
33:59Leon hat recht.
34:00Das ist alles meine Schuld.
34:02Ich weiß nicht, wie ich dem wieder in die Augen schauen soll.
34:04Es wird alles gut.
34:05So eine Blödsinn.
34:06Sparen Sie sich Ihr dummes Gelaber.
34:14Nein.
34:14Dr. Maron.
34:15Auf gar keinen Fall.
34:16Sprechstunde.
34:17Und falls Sie überfordert sind,
34:19fragen Sie den Boss.
34:20Wie machen sich denn Ihr Assistenzärzte in Ihrem Training?
34:22Keine Ahnung.
34:23Hey, Matteo.
34:23Das ist nicht der Sinn der Übung.
34:25Der Sinn der Übung ist nicht nur mir schleierhaft.
34:27Übrigens darf ich.
34:28Ich muss seine OP vorbereiten.
34:34Moment.
34:35Sie sind wirklich Dr. Gott in Weiß.
34:37Wer bitte nennt sich denn so?
34:39Ein Internet-Troll, der unter Dr. Rantadas Artikel Beleidigung postet.
34:43Das bist du?
34:47Mein Kommentarsticker sunden.
34:51Selbsternannter Dr. Gott in Weiß.
34:52Ihre Kommentare sind eine Schande für die Medizinerzunft.
34:55Sie können dem Autor dieses Artikels in keinster Weise das Wasser reichen.
34:59Sie haben ihn verteidigt?
35:01Nicht, dass er es verdient hätte.
35:03Und er würde es auf keinen Fall erfahren.
35:04Kapiert?
35:08Wie darfst du mich mal?
35:09Ich weiß gar nicht, warum du dich so wundern hast.
35:12Also, Frau Holterbrink.
35:13Ihr Bruch hat sich leider verschoben.
35:15Das heißt, wir müssen den erst mal richten, bevor wir ihren Arm wieder eingipsen können.
35:18Und was heißt das jetzt?
35:21Ich habe nämlich nachher noch einen Termin.
35:23Also in etwa einer Stunde sollten wir fertig sein.
35:25Passt das?
35:25Ja, ja.
35:26Was wird das hier?
35:29Das ist ein sogenannter Mädchenfänger.
35:32Ein Hilfsmittel, um einen Zug aufzubauen.
35:34Sieht eher aus wie ein Folterinstrument.
35:38Schmerzmittel haben Sie ja schon bekommen.
35:40Dann schieben wir jetzt die Extensionshülsen auf Ihre Finger.
35:43Mhm.
35:44Aber nicht so fest, ja?
35:45Ja.
35:46Wir werden jetzt Ihre Knochen für 10-15 Minuten mit einem Zuggewicht von 5 kg auseinanderziehen.
35:53Und dann reponieren wir.
35:57Also, einfach locker lassen.
35:59Sie werden nichts spüren.
36:21Gute Besserung.
36:23Ganz ruhig.
36:24Ganz ruhig.
36:25Ja.
36:26Das schwimmst du schon bescheid.
36:28Uh.
36:29Ah.
36:30Ah.
36:31Oh.
36:32Oh.
36:33Hey.
36:36Lass mich, bitte.
36:40Es tut mir leid, dass ich dich angeschrien habe.
36:43Und dass ich nicht gemerkt habe, wie schlecht es dir geht.
36:48Leon, lass mich.
36:49Ich...
36:50Nee.
36:51Ich lass dich eben nicht.
36:52Das kann ich nicht.
36:53Du bist mein bester Freund.
36:55Ich...
36:56Der körperliche Entzug ist echt heftig, trotz der Medikamente.
36:59Was sagen die Blutwerte?
36:59Gamma-GT unverändert hoch und Herzfrequenz bei Konstanten 120.
37:05Das Clonidin und das Diazepam müssten längst anschlagen.
37:09Ich...
37:10Ich bin am Ende, Leon.
37:12Schau mich an.
37:13Wir kriegen das wieder hin.
37:16Du machst einen Entzug oder sowas und wir bauen die Brennerei wieder auf.
37:21Es ist das ganze Ding um die Ohren geflogen, weil ich das im großen Stil verkackt habe.
37:26Schrei mich an.
37:27Sei wütend.
37:29Ich hab das verdient.
37:30Marcel.
37:32Ich weiß auch nicht, wie es weitergehen soll.
37:34Aber du kannst nichts dafür.
37:36Sein Körper war bei der Explosion extremem Stress ausgesetzt.
37:39Dazu der Streit mit seinem Freund.
37:40Und die Auseinandersetzung mit seinem Suchtverhalten?
37:43Ein Stressfaktor nach dem anderen.
37:45Wir machen einen 12-Kanal-EKG, um auszuschließen, dass was mit seinem Herzen ist.
37:49Alles klar.
37:50Du bist krank.
37:51Leon, geh einfach.
37:54Bau dir was Neues auf.
37:57Das hast du dir verdient.
38:02Ein Team, ein Traum.
38:05Das war immer unser Motto.
38:07Marcel.
38:09Lass dir helfen.
38:14Ohne mich bist du besser dran.
38:16Geh.
38:18Leon, geh.
38:29So, Leute.
38:30Los geht's.
38:33Will Dr. Scheibers, dass wir uns betrinken, um rot zu ertragen?
38:37Ja, und wer wird Dr.
38:40Heim schon doch blitz sehen.
38:41Und wenn es ihn zweimal gibt, kann ich nur einen von beiden assistieren.
38:43Boah, das ist ja wirklich Alkohol.
38:45Was ist das für eine Übung?
38:49Okay, jetzt im Brot.
38:51Was fällt dir dazu ein?
38:53Okay, stellt euch vor, wir gehen angeln.
38:58Kannst gar nicht angeln.
38:59Und Sophia will sich einen Lachs fangen und dann kommt plötzlich ein Grizzly und bricht
39:03dir das Bein.
39:04Was hast du denn für Fantasien?
39:06Ich will doch nur, hä?
39:06Äh, Leute, okay.
39:09Sophia ist schwer verletzt.
39:10Genau, und ich hab den Grizzly verjagt.
39:12Ja, und wir haben nur ein Brett, den Fisch, Wodka.
39:17Den Wodka.
39:18Wie gehen wir vor?
39:19Ich rufe einen RTW und fertig ist?
39:21Nee, wir sind in der Wildnis.
39:24In Kanada.
39:24Genau, kein Netz, kein Internet, nur wir und der Grizzly.
39:28Was hast du jetzt mit diesem Grizzly?
39:29Ja, der ist cool.
39:30Der hat mir gerade das Bein gebrochen.
39:31Ich hab dich gerettet.
39:32Okay, Leute, es gibt was viel Schlimmeres als Grizzlys, wenn wir das hier nicht hinbekommen.
39:36Eisbären.
39:36Ich hab dich vor Eisbären gerettet.
39:43Dir läuft das rein.
39:44Ist die schiefe Dame wirklich weg?
39:46Papa, diese schiefe Dame heißt Frau Holterbrink.
39:49Was?
39:50Ich hab doch gleich einen Termin.
39:53Ja, bitte.
39:55Guten Tag, Herr Berger.
39:59Hm.
39:59Frau Holterbrink.
40:01Ein Chef, der mit der jungen, hübschen Ärztin liiert ist, aber beim Bewerbungsfoton nicht so genau hinschaut, hm?
40:06Nein, nein, nein, das ist meine Tochter.
40:09Ach so.
40:10Sie, äh, sind gar nicht.
40:12Und Sie sind nicht vom Amt?
40:13Vom Amt?
40:14Frau Holterbrink, Ihre Vita ist ausgezeichnet.
40:17Ja, ich weiß.
40:18Sie haben sich ja quasi schon eingelebt hier, da brauch ich Sie gar nicht mehr herumführen.
40:21Nein.
40:23Bitte, setzen Sie sich doch.
40:27Kaffee?
40:28Okay.
40:28Äh, ja, dieser, dieser Kräutertee aus Ihrer Cafeteria, der ist wirklich besonders.
40:33Den nehme ich.
40:34Jutje?
40:36Ja, dann...
40:38Schauen wir mal.
40:40Ja.
40:54Ja.
41:10Ihre Sauerstoffsättigung ist zu niedrig.
41:12Können Sie mir helfen?
41:13Ja, klar.
41:14Bei was?
41:15Leon, ich hab ihn weggeschickt, können Sie ihn anrufen?
41:17Wer soll...
41:20Herr Meissner?
41:21Ist der Schmerz hier oben?
41:33Versuchen Sie ruhig zu atmen, ja?
41:35Was haben wir?
41:36Plötzlich abtreten, Naturgeschmerzen mit Atemnot und Abfall der Sauerstattung auf 90%.
41:39ST-Hebung in 1, AVL, sowie V3 bis 6.
41:42Ich fordere unseren Infarkt.
41:43Er muss sofort in die Choro.
41:45Herr Meissner, Sie haben ein verschlossenes Herzkranzgefäß.
41:47Das müssen wir sofort wieder eröffnen.
41:49ASS und Heparin?
41:50Ja.
41:51Ich geb nochmal Morphin und Sie nehmen Blut ab.
41:55Es wird gleich besser.
41:56Ganz ruhig weiter atmen, wir sind bei Ihnen.
42:03Vielleicht hätten wir Herrn Meissner nicht so unter Druck setzen sollen.
42:05Das war einfach alles viel zu viel für ihn.
42:07Mein Patient ist nie nur die Krankheit wegen der, er hier ist.
42:10Und er wollte auch noch, dass ich den CEBA anrufe.
42:12Das hab ich auch vergessen.
42:21Entschuldigung.
42:22Wissen Sie, wo er Meissner ist?
42:24Das darf ich leider nicht sagen.
42:29Warten Sie.
42:30Ich nehme das.
42:34Ballon komprimieren.
42:36Ich reduziere die Ballonfüllung.
42:38Wir sind Ärzte, aber wir sind auch Menschen.
42:41Beides ist wichtig für den Patienten.
42:43Aber gerade wenn man merkt, dass man die privaten Probleme des Patienten nicht lösen kann,
42:47ist es wichtig, sich darauf zu konzentrieren, dass wir Ärzte sind.
42:52Lea.
42:54Ich wünsche ihm einfach nur, dass er sich mit seinem Freund wieder versöhnen kann.
43:07Ich setze den Stand.
43:12Bitte noch mal Kontrastmittel, damit wir sehen, ob alles gut sitzt und die Vorderwand wieder gut durchblutet ist.
43:16Kontrastmittel läuft.
43:24Also Frau Holterbrink.
43:26Bis bald.
43:27Ja, ich freue mich.
43:29Auch wenn der hier noch eine Weile brauchen wird.
43:31Wir sind da ganz flexibel.
43:32Bitte schön.
43:34Darf ich vorstellen, unsere neue höchst kompetente Buchhalterin.
43:38Frau Holterbrink.
43:40Eine Frage.
43:41Wozu die Spionage?
43:42Ach, wissen Sie, nach einigen schlechten Erfahrungen wollte ich mir den zukünftigen Arbeitsplatz lieber vorab mal anschauen.
43:49Frau Holterbrink ist sehr professionell mit unserem verstolperten Staat umgegangen.
43:53Das freut mich. Dann herzlich willkommen im Team.
43:57Danke.
43:57Jetzt kurieren Sie erst mal Ihren Arm aus und für Ihren Rücken.
44:00Wir bieten Betriebssport an.
44:02Und Stehschreibtische.
44:04Gut.
44:09Wie geht's Ihnen?
44:13Besser.
44:16Ich krieg offensichtlich doch noch die Chance, den ganzen Bockmister auszubügeln.
44:25Lassen Sie es langsam angehen.
44:27Danke.
44:31Ich hätte ja auch noch jemanden, der Sie sehr gerne sehen würde.
44:35Kurz, okay?
44:52Ich mach den Entzug.
44:56Und ohne dich schaff ich das nicht.
45:07Ein Team, ein Traum. Schon vergessen?
45:14Wird vielleicht nicht wie vorher.
45:17Aber mit ein paar Pflastern.
45:21Wenn brennlich geht, dann machen wir was anderes.
45:25Eine Saftpresserei oder so.
45:28Saftpressen?
45:34Hauptsache zusammen.
45:44Hey!
45:45Gerade rechtzeitig. Jetzt kann's losgehen.
45:48Den Feiern haben wir so was von verdient.
45:52Was ist das denn?
45:54Das sind die Sachen von Moroes Küken, Notfalltraining.
45:57Moment mal.
45:59Heißt das, die haben mein Paket?
46:02Das hat er bestimmt mit Absicht getan.
46:05Weil ich ihn angeblafft habe.
46:06Wegen seinen Kommentaren.
46:08Das Doktor Gott den weiß.
46:10Das war er nicht.
46:12Wie?
46:14Doch.
46:15Die bekriegen sich untereinander in den Kommentaren.
46:17Hier.
46:19Doktor Randallers Forschung ist wegweisend.
46:23Kein Wunder.
46:24Er hat beim Besten gelernt.
46:26Er verteidigt mich?
46:28Ich muss mich bei ihm bedanken.
46:30Tu ihnen den Gefallen.
46:32Lass gut sein.
46:33Komm, wir schlossen an.
46:35Auf dich und auf deine Publikation.
46:38Ich desinfiziere die Wunde.
46:41Ah, das brennt.
46:42Immobilisieren.
46:44Kreislauf stabilisieren.
46:50Also, ich hab wirklich gar kein Problem, alkoholfrei anzustoßen.
46:55Aber...
46:58Meinen Lachs kriegen die nicht.
47:03Ja, ich denke, sie wird es schaffen.
47:06Ah, Doktor Moreau.
47:08Was sagen Sie jetzt?
47:15Was haben Sie mit meinem original finnischen Picknick-Paket gemacht?
47:23Ich hoffe, Sie haben die kühl gehalten.
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