- vor 8 Stunden
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00:00Musik
00:47Wir machen jetzt einen Schlagplan, bevor Otto und Charlotte morgen von Teneriffa zurĂŒckkommen, muss alles fertig sein.
00:53Bleiben Sie dann eigentlich wieder hier?
00:55Ich glaube, es gefÀllt Ihnen zur Zeit ganz gut bei Charlottes Freundin.
01:00Es ist mir egal, wer was macht.
01:02Und Jakob?
01:03Der hilft euch, wenn er in der Klinik fertig ist.
01:05Ich kaufe einen.
01:06Ja, du willst dich ja nur vom Abfass drĂŒcken.
01:08Tja, Pech. Ich habe es zuerst gesagt.
01:11Mhm, sehr witzig. Papa hat gesagt, wir sollen uns einigen.
01:13Ich habe aber keinen Bock auf KĂŒchenarbeit. Und auĂerdem, du kannst das viel besser.
01:17Ihr werdet euch schon nicht ĂŒberarbeiten.
01:19Was machst du eigentlich?
01:22Ich verdiene das Geld, um all die schönen Geschenke zu bezahlen. BaumschmĂŒcken nicht vergessen.
01:27Hast du morgen Dienst?
01:28Bis 16 Uhr.
01:30Hast du es gut?
01:32Da das alles offenbar fĂŒr euch zu viel Arbeit ist, kaufe ich uns jetzt ein paar Flugtickets nach Teneriffa.
01:37Und Otto und Charlotte können sich den Weg sparen.
01:41Eure Entscheidung.
01:41Und Robein.
01:53Musik
02:27Er hat gerade getrunken, die Wind ist auch frisch. Im KĂŒhlschrank isst Milch wie immer.
02:32Hallo, Timmy, na? Der Papa ist wieder da.
02:36Und wie war die Nacht?
02:37Er war zweimal wach, ist dann aber schnell wieder eingeschlafen.
02:41Und, hast du noch mal mit deiner Mutter gesprochen?
02:43Zwischen uns ist alles gesagt.
02:45TschĂŒss, mein Schatz. Bis spĂ€ter.
02:47Sieht ihr euch noch mal, bevor sie ihr EntgĂŒltig abreiĂt?
02:50Ich wĂŒsste nicht, warum. Ich muss los. Ich passe spalten.
02:59Was hast du?
03:01Nichts. Nur mein Nacken. Total verspannt. Vom Sofa. Du weiĂt schon.
03:08Du siehst aber nicht gut aus.
03:10Danke. Machst du mir einen Kaffee mit?
03:12Wie immer mache ich eine ganze Kalle.
03:14Sag mal, wie lange soll das eigentlich noch so weitergehen?
03:18Morgen ist Weihnachten.
03:21Mal echt jetzt. Wir erzÀhlen den Kindern was vom Fest der Liebe und Versöhnung.
03:25Und ihr kriegt's nicht mal hin und zu vertragen.
03:28Die fragen sowieso schon, was los ist.
03:29Er steht dir frei, es Ihnen zu erklÀren.
03:31Ach, und wie soll ich Ihnen erklÀren, dass ich bereit bin, das Kind eines anderen Mannes
03:35wie mein eigenes aufzuziehen und du mich wegen eines harmlosen Kusses wochenlang aufs Sofa verbannst?
03:39Ach so siehst du das. Du hĂ€ttest wohl mit Franzi schlafen dĂŒrfen.
03:42Nein. Nein. Ich will einfach nur wieder in meinem eigenen Bett schlafen.
03:46Und ich will, dass wir, dass wir gemeinsam ein schönes, harmonisches Weihnachtsfest haben.
03:51Wie andere Familien auch.
03:57Was soll ich tun?
04:00Ich tue alles.
04:01Alles?
04:15Ja?
04:22Guten Morgen.
04:24Guten Morgen.
04:28Tut mir leid, Frau Dr. Peters, aber Ihre Werte sind alles andere als stabil.
04:33Und Ihr Blutdruck gefÀllt mir gar nicht. Ich kann Sie leider noch nicht entlassen.
04:36Oh, doch, das können Sie. Ich fliege heute noch nach Boston zurĂŒck.
04:41So eilig?
04:42Mhm. Eigentlich wollte ich eine Freundin in der Schweiz besuchen, aber ich fĂŒhle mich nicht danach.
04:48Das kann ich verstehen.
04:53Ruhen Sie sich ein paar Tage aus. Ein bisschen Zeit...
04:55Zeit, die ich nicht habe.
04:58Entschuldigen Sie.
05:00AuĂerdem provoziert meine Anwesenheit hier noch mehr negative Emotionen und MissverstĂ€ndnisse.
05:07Und eine Lösung des Problems ist völlig undenkbar.
05:10Ich habe Lea gesehen.
05:13Und das war alles wert.
05:16Na gut, dann mache ich Ihre Entlassungspapiere fertig, allerdings...
05:20Gegen Ihren Willen. Ich weiĂ.
05:29Das nehme ich jetzt mal als Kompliment, dass der Gesundheitsdezernent in der Staatskanzlei extra aus Dresden anreist,
05:34um sich in der Sachsenklinik behandeln zu lassen.
05:37Frau Bader hat mir ausdrĂŒcklich Dr. Stein empfohlen.
05:39Ach, wirklich? Das freut mich ja jetzt doppelt.
05:42Ich hoffe nur, Dr. Stein hat ĂŒberhaupt Zeit fĂŒr mich.
05:44Das wird er sicher.
05:47Weshalb?
05:49Oder möchten Sie das nur mit Dr. Stein besprechen?
05:51Ach, ist das noch nicht bis nach Leipzig gedrungen?
05:53Nein, ich habe nur gehört, dass Sie lÀnger Urlaub gemacht haben.
05:55Mir wurde ein Stand gelegt.
05:57Im neuen Jahr wollte ich wieder arbeiten, aber ich fĂŒhle mich noch nicht hundertprozentig fit.
06:01Dann sollte sich das Dr. Stein sofort ansehen.
06:03Danke.
06:06Morgen.
06:07Morgen. Ich habe gehört, Ihrer Mutter geht es wieder schlechter, dass sie unter diesen Bedingungen reisen will.
06:10Tja, sie trifft eben gerne ihre eigenen Entscheidungen, ohne RĂŒcksicht auf Anleitung.
06:15WĂ€re es nicht besser, wenn sie erst mal bei Ihnen bleiben wĂŒrde?
06:17Bei mir? Wohl eher nicht.
06:19Sie hat mich und meinen Vater damals sitzen lassen, als ich zehn war.
06:23Vielleicht waren wir ihrer Karriere im Weg.
06:26Oder sie hatte die Nase voll von Ehepflichten und Kindererziehung.
06:30Haben Sie nie darĂŒber gesprochen?
06:32Nein.
06:33Dass sie hier so plötzlich aufgetaucht ist, hatte nur einen Grund.
06:35Sie hofft, dass ich ihr eine Niere spende.
06:37Aber das wird nicht passieren.
06:38Eine Nierenspende ist keine Blutspende. Es gibt dazu keinerlei moralische Verpflichtung.
06:43Haben Sie nie Kontakt miteinander aufgenommen?
06:46Damals, vor Jahren, hat sie mir mal einen Brief geschrieben. Zu Weihnachten.
06:50Und was stand drin?
06:51Ich habe ihn nie gelesen.
06:54Aber sie wollte doch einfach nur Absolution von mir.
06:56Aber die wird sie nicht bekommen.
06:59Dr. Heilmann, können Sie versuchen, meine Mutter auf die Warteliste zu setzen?
07:02Vielleicht in Deutschland oder in Europa.
07:04Ich bin mir nicht sicher, ob das ĂŒberhaupt geht.
07:06Aber vielleicht hat sie ja GlĂŒck und die Wartezeit ist kĂŒrzer als in Amerika.
07:15Steffen?
07:16Katrin.
07:18Gerade habe ich ĂŒberlegt, ob ich mal Hallo sage.
07:20Was machst du denn hier?
07:21Du, nur eine Routineuntersuchung.
07:24Und da bevorzugst du natĂŒrlich die Sachsenklinik.
07:26Man hat mir Dr. Stein empfohlen.
07:28Was heiĂt das?
07:28Nein, nein, alles in Ordnung.
07:30Wie gesagt, Routinesache.
07:31Und du?
07:32Wie geht's dir?
07:33Du hast dich wirklich ĂŒberhaupt nicht verĂ€ndert.
07:35Danke.
07:36Na, auĂer natĂŒrlich ChefĂ€rztin.
07:38Ich wusste ja immer, dass du es mal so weit bringen wirst.
07:41Schauen wir.
07:42Und du, Dresden?
07:43Bist du noch zufrieden?
07:45Zufrieden.
07:47Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung.
07:49Auch wenn Leipzig immer meine wahre Heimat bleiben wird.
07:54Sieht wirklich toll aus.
07:57Frau Kollegin.
08:00Da soll ich Ihnen vom Nabor geben.
08:03Ist es das, was ich denke, dass es ist?
08:07Haben Sie noch mal mit Ihrer Mutter gesprochen?
08:09Nein.
08:11Ihr Zustand ist wirklich sehr bedenklich.
08:13Ich kann von dieser Reise nur abraten.
08:15Vielleicht hört sie auf Ihre Tochter.
08:16Von einmal gefassten EntschlĂŒssen lĂ€sst sie sich nur schwer abraten.
08:19Ach, das kommt mir aber irgendwie bekannt vor.
08:22Glauben Sie mir, es interessiert meine Mutter nicht wirklich,
08:24was ich denke oder zu sagen habe.
08:26Das hat sie nie.
08:27Sind Sie sich da wirklich sicher?
08:28Ganz sicher.
08:29Ich dachte, wir könnten vielleicht...
08:31Danke, Dr. Karnitzel.
08:33Danke.
08:41Und?
08:42Es ist leider zu einer erneuten Verengung gekommen.
08:45Meinen Sie, ich bin deswegen oft so erschöpft?
08:48Leiden Sie unter Kurzatmigkeit bei Belastung?
08:52Mhm.
08:54Schon möglich.
08:55Auf jeden Fall sollten wir etwas tun.
08:57Was denn?
08:58Ein weiterer Stand?
08:58Das wird nicht reichen.
09:00Ich wĂŒrde Ihnen in diesem Fall zu einem Bypass raten.
09:02Ist das wirklich nötig?
09:04Ich fĂŒrchte ja.
09:05Sie wollen doch wieder richtig fit werden, oder?
09:08Ja, schon.
09:08Aber mit so einem groĂen Eingriff hatte ich eigentlich nicht gerechnet.
09:14Wie dringend...
09:15Das hat bis nach Weihnachten Zeit.
09:16Ich denke, Sie können ganz unbesorgt mit Ihrer Familie feiern.
09:20Schön wÀr's.
09:22Keine Familie.
09:25Wollen wir dann gleich fĂŒr Januar einen Termin fix machen?
09:29Ja.
09:31Ja?
09:33Hallo, Frau Dr. Peters.
09:35Heimann.
09:36Ich freue mich, dass wir uns mal kennen.
09:37Ja, ganz meinerseits.
09:38Ja, hab schon viel von Ihnen gehört.
09:40Nur leider, ich bin jetzt schon auf dem Weg ins Hotel.
09:42Ich wollte Sie darĂŒber informieren, dass ich mit Neotransplant gesprochen habe.
09:46Sie stehen dort auf der Warteliste.
09:49Ihre Tochter hatte mich darum gebeten.
09:52WeiĂ Sie das?
09:54Ich fliege heute nach Amerika zurĂŒck und werde in Deutschland wohl fĂŒr immer Jessal.
09:57Tut mir leid, dass wir Ihnen nicht helfen konnten.
09:59Deswegen bin ich auch nicht hier.
10:00Ich wollte Lea nochmal wiedersehen.
10:05Ich will mich nicht in Ihre Familiengeschichte einmischen.
10:08Nein, nein.
10:08Sie möchten nur wissen, warum ich meine Tochter damals verlassen habe.
10:11Nein.
10:12Warum Sie es jetzt wieder tun.
10:17Ich habe so viele Versuche unternommen, eine AnnĂ€herung herbeizufĂŒhren, aber sie hat mir deutlich
10:22so verstehen gegeben, dass sie das nicht will.
10:27Ihre Tochter denkt, dass sie erwarten, dass sie Ihnen eine NĂ€he spendet.
10:32Und, was macht das Herz unseres prominenten Gastes?
10:35Fragst du mich als ChefÀrztin oder als Privatperson?
10:37Im letzten Falle gelte nÀmlich die Àrztliche Schweigepflicht.
10:40Warum soll ich dich als Privatperson fragen?
10:42Na ja, ja.
10:43Wartet doch mal was zu sagen.
10:44Ja, wir hatten lediglich eine kurze AffÀre.
10:46Aber bitte, ich kann auch in die Akte gucken.
10:48Schon gut.
10:48Ich habe einen Bypass empfohlen, er ist einverstanden.
10:51Kein Grund zur Sorge?
10:52Nein, er ist stabil.
10:53Wir können den Eingriff in Ruhe planen.
10:54Ich glaube ĂŒbrigens, er ist Weihnachten allein.
10:58Ja, und?
10:59Nichts und.
11:00Nur so.
11:18Wissen Sie, was ich manchmal glaube?
11:21Dass Eltern und Kinder sich nicht deswegen oft so schlecht verstehen.
11:24Weil sie zu verschieden, sondern weil sie sich zu Àhnlich sind.
11:29Dr. Peters ist nicht wie Ihre Mutter.
11:31Bitte Sie.
11:33Beide KoryphÀen der Neurochirurgie.
11:35Aber was GefĂŒhle angeht, totale Leiden.
11:38Das kann sein, aber unser Dr. Peters wĂŒrde Ihr Kind nie verlassen.
11:43Da könnten Sie recht haben.
11:45Ich bin mir nur nicht sicher, ob Sie das auch weiĂ.
11:52Hallo, Katrin.
11:53Na, Feierabend?
11:55Steffen, hast du hier auf mich gewartet?
11:57Ehrlich gesagt, ja.
11:59Ich habe mich so gefreut, dich wiederzusehen.
12:00Da dachte ich, vielleicht hast du ja Lust, noch was trinken zu gehen.
12:03Tut mir leid, aber ich muss nach Hause.
12:05Meine Tochter warten.
12:06Ich bleibe ĂŒber Weihnachten in Leipzig, also, falls ihr Lust habt.
12:09Meine Telefonnummer ist auch noch dieselbe.
12:11Danke.
12:12Aber wir sind Weihnachten komplett verplant.
12:14Schade.
12:15Na ja, dann.
12:16Frohes Fest wĂŒnsche ich euch.
12:17Ja, dir auch.
12:21Na, Frau Gluckisch?
12:22Ja.
12:23Sie beiden haben sich aber auch lange nicht mehr gesehen, oder?
12:27Und, auf dem Weg in die Feiertage, oder haben Sie morgen Dienst?
12:29Ich habe drei Tage frei.
12:31Wie schön.
12:32Dann frohe Feiertage.
12:33Ich wĂŒnsche ich euch.
12:44Hey.
12:45Hey.
12:46Er schlÀft.
12:47WeiĂt du, was er heute gemacht hat?
12:49Er lag auf der Decke, auf dem Bauch, und auf einmal hat er sich nach oben gedrĂŒckt.
12:52Ich sagte, zwei Wochen, und er krabbelt.
12:54Echt?
12:54Toll.
12:55Hat die Milch gereicht?
12:56Ja, ist sogar noch ein bisschen ĂŒbrig.
12:58Okay.
12:58Vielen Dank.
12:59Bis morgen.
13:10Besonders glĂŒcklich scheinst du mit deiner Entscheidung ja nicht zu sein.
13:16Glaub mir, es ist absolut richtig, deiner Mutter keine Niere zu spenden.
13:19Aber das heiĂt nicht, dass du jeglichen Kontakt zu ihr verweigern musst.
13:22Ja, nur bitte.
13:22Ich habe jetzt wirklich nicht die Kraft.
13:26Ich sehe doch, wie sehr dich das beschÀftigt.
13:29Warum redest du denn nicht nochmal mit ihr?
13:30Ich an deiner Stelle wĂŒrde wissen, oder?
13:32Sie ist weg!
13:37Ich habe gerade meine Mutter zum letzten Mal gesehen.
13:40Ich bin so wĂŒtend.
13:43Was habe ich ihr getan?
13:45Mich einfach rauszusortieren wie ein paar alte Schuhe.
13:50Und dann plötzlich wieder aufzutauchen, einfach so.
13:55Ich hasse sie.
13:58Und ich hasse mich, dass mich das trotzdem so fertig macht.
14:04Sie sitzt wahrscheinlich jetzt im Flieger.
14:06Und das nÀchste Mal, wenn ich von ihr höre, wird ihre Todesanzeige sein.
14:09Wenn ĂŒberhaupt.
14:17Eigentlich sollte mir das alles egal sein, ja?
14:21Aber nein, was mache ich?
14:24Heule hier rum wie ein kleines MĂ€dchen, das seine Mama verloren hat.
14:27Dabei hatte ich nie eine.
14:32Es tut mir so leid.
14:39Siehst du jetzt, dass ich recht hatte?
14:42Sie war nur hier, weil sie meine Hilfe brauchte.
14:45Von wegen, sie wollte mich nochmal sehen.
14:51Ich bin da.
14:54Nein, ich...
14:57Es tut mir leid, ich gar nicht.
15:09Störe ich?
15:09Nein, nein, ich glaube, wir sind durch, oder?
15:13Ups.
15:14Ist in Ordnung?
15:15Ja.
15:16Ăhm, ist wohl gerade ein bisschen viel.
15:19Halb so wild.
15:20Schöne Weihnachten zusammen.
15:21Ihnen auch.
15:27Ich habe kein einziges Geschenk.
15:29Du?
15:30Noch keins fĂŒr Otto und Charlotte.
15:32Ja, das wird doch von Jahr zu Jahr schwieriger.
15:34Wir haben doch alles, ihr mĂŒsst uns doch nicht schenken.
15:36Aber stell dir mal Charlottes Gesicht vor, wenn wirklich kein Paket fĂŒr sie unterm Baum liegt.
15:42Du hast wirklich keine Idee.
15:50Es ist ja nicht zum Aushalten.
15:57Weihnachten.
15:58Das feierst du am besten immer mit Papa.
16:02Was rede ich denn da?
16:07Vergiss das.
16:09Komm mal her.
16:11Ja.
16:13NatĂŒrlich feiern wir Weihnachten zusammen.
16:15Hm?
16:16Ich freue mich schon drauf, wenn der Weihnachtsmarkt kommt.
16:19Klar.
16:21Wer weiĂ, vielleicht ist er das.
16:23Wollen wir mal nachschauen?
16:25Guck mal mal.
16:27Ja, sĂŒĂ.
16:31Hallo, Lea.
16:43Wie weit ist denn das noch?
16:44Noch zwei StraĂen.
16:46Siehst du den Weg?
16:47Ich sehe hier hinten nÀmlich gar nichts.
16:50Ich weiĂ.
16:51Lass uns mal kurz absetzen, bitte.
16:54Oh.
16:55Es ist.
16:57So.
16:59Ui.
16:59Was macht dein Herz?
17:01Ich glaube, es schlÀgt nicht mehr.
17:03Ich hole jetzt mal das VerglĂŒhwein.
17:06Ja, super Idee.
17:11Bitte.
17:14WeiĂt du was?
17:15Ich habe mich wirklich gefreut, dass du angerufen hast.
17:18Warum feierst du Weihnachten nicht zu Hause in Dresden?
17:22Erinnerungen an letztes Weihnachten.
17:25Schlechter?
17:26Im Gegenteil.
17:28Seit wann seid ihr getrennt?
17:30Seit drei Monaten.
17:31Das ist wahrscheinlich auch der Grund hierfĂŒr.
17:34Warst du ernst?
17:35Na ja, wir wollten heiraten.
17:37Und du, warum bist du alleine?
17:41Ich war auch kurz davor zu heiraten.
17:43Aber dann musste er ganz plötzlich das Land verlassen.
17:45Ist ja AuslÀnder.
17:47Nein.
17:48Kriminell.
17:51WeiĂ auch nicht, warum ich immer an solche gerate.
17:54Na ja, immer.
17:54Mit Ausnahme von dir natĂŒrlich.
18:04WeiĂt du,
18:07wenn du so den Tod vor Augen hast,
18:09dann fÀngt man an,
18:10sein Leben in Ordnung zu bringen.
18:11Und da gibt es eine Sache.
18:14In meinem Leben
18:16bin ich mir vollkommen sicher,
18:18dass ich einen schrecklichen Fehler gemacht habe.
18:20Hör zu, ich...
18:21Na, lass mich das doch sagen.
18:22Bitte.
18:27Du musst ja glauben,
18:30dass du mir gleichgĂŒltig gewesen bist.
18:32Ich möchte...
18:36dich jetzt auch gar nicht manipulieren.
18:38Ich...
18:39Ich finde nur den Gedanken so schrecklich,
18:41dass wir so auseinander gehen.
18:46Ohne nicht wenigstens den Versuch gemacht zu haben,
18:49eine Beziehung wieder aufzubauen
18:51oder ĂŒberhaupt eine zu bekommen.
18:53Eine Beziehung?
18:55WeiĂt du denn ĂŒberhaupt, was das ist?
18:57Was weiĂt du denn schon?
19:02Entschuldige.
19:05Ich dachte nur du und der Vater deines Kindes...
19:09Stopp!
19:09Stopp!
19:09Das geht dich gar nichts an, ja.
19:12Ja.
19:13Ja, da hast du recht.
19:18Aber was uns angeht...
19:22Ich habe nachgedacht, weiĂt du, und...
19:27Ich denke, nein, ich weiĂ, ich glaube,
19:30ich möchte...
19:32hier in Deutschland bleiben.
19:35Was?
19:36Ja.
19:38Ja, und ich möchte auch hier...
19:40in Deutschland sterben.
19:42Falls du dir vorstellen kannst...
19:45Das ist ja...
19:45Dass wir heute noch eine schaffen.
19:49Du wolltest dein Leben nicht mit mir teilen
19:50und jetzt mutest du mir deinen Tod zu?
19:52Nein, nein, so war das doch nicht gemeint.
19:54Doch, brauchst du nicht!
19:55Du willst zu deinem Tod noch dein Gewissen erleichtern.
19:57Aber wenn du glaubst, dass ich dir meinen Segen gebe,
19:59dann musst du verrĂŒckt sein.
20:03Warum gibst du uns nicht wenigstens eine Chance?
20:05Weil deine Reue, oder was das hier auch sein soll,
20:07ungefÀhr 30 Jahre zu spÀt kommt!
20:09Ich habe es doch versucht, schon mal!
20:13Du hast doch ĂŒberhaupt nicht drauf reagiert!
20:16Hast du etwa gedacht, mit einem Brief
20:19irgendwas gut machen zu können?
20:20Ja!
20:22Ich habe gedacht, dass wir uns treffen, ja.
20:24Aber du bist ja nicht gekommen!
20:31Wenn ich...
20:32Wenn ich jetzt hier bleibe,
20:35worausgesetzt, du wirst, dass ich bleibe,
20:39dann möchte ich dir jemanden vorstellen.
20:43Als dieses Treffen von uns nicht stattgefunden hat,
20:46dann bin ich nach Amerika zurĂŒckgefahren
20:47und...
20:49da habe ich dann...
20:50Ich habe...
20:53Ich habe ein kleines MĂ€dchen adoptiert.
20:58Ich hatte einfach das BedĂŒrfnis,
20:59etwas wieder gut zu machen,
21:00aber du hast mich ja nicht gelassen!
21:02Warte mal.
21:03War das gerade ein Vorwurf?
21:06Nein.
21:08Sie ist Puerto Ricanerin?
21:12Ihr Name ist Alia?
21:16Ich wĂŒrde sie dann anrufen
21:18und sie wĂŒrde herkommen
21:19und sie hat auch den Wunsch geĂ€uĂert,
21:20dich kennenzulernen.
21:23Was?
21:24Was?
21:25Verschwinde!
21:27Geh einfach und komm nie wieder!
21:30Was ist denn?
21:31Ich...
21:32Nein.
21:34Zu mir das nicht an, bitte.
21:41Frischen Knödel-Teig gab es nicht mehr.
21:44Ăberall ausverkauft.
21:45Wenn man sich natĂŒrlich
21:46erst am Weihnachtstag drum kĂŒmmert.
21:49Ja.
21:50Was soll ich jetzt machen?
21:56Ich muss an den Baum holen,
21:59aufrĂ€umen, putzen, den Baum schmĂŒcken,
22:00Geschenke einpacken, kochen
22:02und dann noch Ausgars Geburtstag.
22:04Die letzten Jahre habe ich das immer gemacht.
22:05Ja, ich weiĂ.
22:06Ich habe es versprochen.
22:11Was ist mit dir?
22:12Du bist heute schon den ganzen Tag so blass.
22:15Ach, du willst dich drĂŒcken.
22:17Letztes Jahr Weihnachten.
22:18Was war es da nochmal?
22:19Schnupfen?
22:22Alles gut.
22:24Geht schon wieder.
22:26Wird auch langsam knapp bis zur Bescherung.
22:28Danke fĂŒr den Tipp.
22:30Jetzt den Baum holen.
22:31Bis gleich.
22:39Ich dachte, Ihre Mutter wÀre gestern abgereist.
22:42Sie war bei mir, als es passiert ist.
22:44Verstehe.
22:46Ich wollte, dass sie geht und da...
22:51FĂŒr einen Moment dachte ich, sie wĂ€re...
22:53Keine Sorge, sie wird sich stabilisieren.
22:5720 Milligramm Glepol ĂŒber vier Stunden.
22:59Ja.
23:02Gehen Sie ruhig nach Hause, wenn Sie wollen.
23:03Ich kĂŒmmere mich um Ihre Mutter.
23:06Meine Mutter wird nicht zurĂŒck nach Amerika reisen können.
23:08Nein.
23:10Nicht ohne Transplantation.
23:14Uns bleibt nur die Dialyse.
23:18Aber wer weiĂ.
23:20Mitunter Geschehenszeichen und Wunder und...
23:24Plötzlich steht schneller ein Organ zur VerfĂŒgung, als gedacht.
23:26Ach, du.
23:28Ach, du.
23:29Ach, du.
23:41Ach, du.
24:11Hey, Lea. Was ist denn passiert?
24:14Sie war hier.
24:16Was?
24:17Sie hat noch eine Tochter. Eine Adoptivtochter. Sie hat mich einfach ausgetauscht.
24:22Und das sagt sie dir so kurz vor ihrer Abreise. Einfach so. Ich meine, was soll denn das?
24:26Sie wollte ernsthaft, dass ich sie bitte zu bleiben.
24:32Und wo ist sie jetzt? Im Flugzeug?
24:35Wieder in der Klinik. Ihr Zustand ist...
24:40Was ist falsch mit mir? Warum kann sie jemand Fremdes lieben, aber ihr eigenes Kind nicht?
24:45Nichts ist falsch mit dir. Wenn mit irgendjemand was nicht richtig ist, dann mit deiner Mutter.
24:49Sie ist nicht meine Mutter. Sie ist nur jemand, mit dem ich zufÀllig blutsverwandt bin.
24:53Sie war also hier, um dir zu sagen, dass sie eine Adoptivtochter hat.
24:57Ja, sie wollte, dass ich sie kennenlerne.
25:00Ja, und wann hat sie die adoptiert?
25:02Angeblich, nachdem sie mir mal vor Jahren einen Brief geschrieben hat.
25:05Aber weil ich darauf nicht reagiert habe, hat sie mich bestraft und sich einfach eine andere Tochter besorgt.
25:10Mhm.
25:13Aber willst du nicht langsam mal lesen? Ich meine, es wÀre doch interessant zu wissen, was drinsteht.
25:18Sag mal, was willst du eigentlich von mir?
25:20Warum ist es dir so wichtig, dass ich mich mit meiner Mutter versöhne?
25:25Ich will, dass es dir gut geht.
25:27Mir geht es besser ohne meine Mutter. AuĂerdem geht dich das gar nichts an. Du bist weder mein Freund noch
25:31mein Lebensberater.
25:32Warum strenge ich mich denn hier auch immer wieder so an? Wie idiotisch, ne?
25:35Oh, Yenne, Yenne, bitte warte. Das war dumm.
25:40Das war dumm und verletzend. Das wollte ich nicht sagen.
25:45Es geht darum, dich irgendwann von diesem Trauma zu befreien.
25:49Ich habe 30 Jahre lang damit gelebt. Und ich werde auch weiterhin damit klarkommen.
25:55Du wolltest diesen Brief irgendwann lesen, sonst hÀttest du ihn lÀngst weggeworfen.
25:59Besser, du tust es, bevor deine Mutter tot ist.
26:10Ja, das ist das fĂŒr dich.
26:12Eigentlich ist es noch viel zu frĂŒh, ein Geschenk auszupacken.
26:15Schön, dass du da bist.
26:17Danke.
26:18Und danke auch fĂŒr die Blumen, aber das wĂ€re nicht nötig gewesen.
26:20Doch. Ich bitte euch, ohne euch sÀsse ich jetzt alleine in meinem Hotelzimmer.
26:26Das ist fĂŒr dich auch frohe Weihnachten.
26:28Dankeschön. Soll ich das sein?
26:30Ja.
26:31Moment mal, habe ich so einen dicken Bauch?
26:50Liebe Lea, wie bricht man das Schweigen nach so vielen Jahren?
26:54Mit einem Anruf?
26:56Einem Brief?
26:57Indem man einfach vor der TĂŒr steht und Hallo sagt?
27:00Ich habe mich fĂŒr diesen Weg entschieden, weil er dir die Chance gibt, dir ĂŒber deine Reaktion klar zu werden.
27:08Ich weiĂ, was ich getan habe, ist nicht zu entschuldigen.
27:11Aber unabhÀngig vom Verzeihen gibt es auch ein Verstehen.
27:15Vor allem sollst du wissen, dass meine Entscheidung zu gehen nichts mit dir zu tun hatte.
27:20Ich war damals der festen Ăberzeugung, du seist besser dran ohne mich.
27:25Ich dachte, ich wĂ€re nicht geschaffen dafĂŒr, eine Familie zu haben.
27:29Ich hielt mich fĂŒr eine schlechte Mutter.
27:31Die Ironie ist, dass mich all das erst zu einer wirklich schlechten Mutter gemacht hat.
27:37So sehr ich als Mutter auch versagt habe, das Schicksal hat es nun einmal so eingerichtet,
27:43dass ich die einzige Mutter bin, die du hast.
27:46Und du bist mein einziges Kind.
27:49Ich weiĂ, ich habe alle AnsprĂŒche, die aus dieser Tatsache entstehen, verspielt.
27:54Vor allem habe ich deine Liebe verspielt.
27:57Aber muss das wirklich fĂŒr immer sein?
27:59Ich wĂŒrde gerne in deiner Erinnerung bleiben, nicht als die Mutter, die dich im Stich gelassen hat,
28:06sondern als die, die zu dir zurĂŒckgefunden hat.
28:11Deine Mutter.
28:33Du bist wirklich nicht wegen der NĂ€he ĂŒberkommen.
28:37Es tut mir so leid.
28:39Ich bin schon gut, ich bin schon gut.
28:42Alles gut.
28:46Warum bist du hier?
28:48Weil.
28:53Du bist nun mal meine Mutter.
29:16Wie machen die das bloà in den GeschÀften?
29:21Hallo.
29:22Hallo.
29:23Hallo, Papa.
29:25Hallo, was macht ihr denn schon hier?
29:27Und du?
29:27Ich dachte, du musst heute noch arbeiten.
29:30Mittagspause.
29:31Aha, und?
29:32Was und?
29:33Na, hast du schon gegessen in deiner Mittagspause?
29:36Ich hatte noch keine Gelegenheit.
29:40Heimann?
29:42Ach, Frau Dr. Petersen?
29:43Nein, nein, ich bin nur kurz weg.
29:44Die letzten Geschenke, Sie wissen schon.
29:48Verstehe.
29:51NatĂŒrlich.
29:52Ich bin sofort da.
29:57Brauchst du Hilfe?
29:58Ja, bitte.
30:00TschĂŒss.
30:00TschĂŒss.
30:05Bringst du mir mal ein Wasser?
30:07Du kannst mich mal.
30:13Ganz gerade ist der aber nicht.
30:15Der Beste, den Sie noch hatten.
30:17Wenn man ihn ein bisschen so hindreht.
30:20Vergiss die Ente nicht.
30:21Oh ja, verdammt.
30:22Nina, sĂŒĂe.
30:25Guck mal.
30:27Alles gut, sieht super aus.
30:30So, dann mache ich mich jetzt mal einen Klötz.
30:35Das wird nicht.
30:36Die Masse ist zu flĂŒssig.
30:38Du brauchst mehr Mehl.
30:42Das Krankenhaus.
30:45Brentano?
30:46Heute?
30:47Es ist Weihnachten.
30:49Dr. Peters will ihrer Mutter eine Niere spenden.
30:54Es tut mir leid.
30:55Ich wĂŒrde der Kollegin ja gerne helfen, aber...
30:59Philipp ist in einer halben Stunde da.
31:03Ich kriege das hier schon alleine hin.
31:05Und die Bescherung machen wir einfach ein bisschen spÀter.
31:07Du bist die Beste.
31:08Ich weiĂ.
31:11WofĂŒr war der denn?
31:13Ăhm, na, weil...
31:15Weihnachten ist...
31:21Na, machst du mit?
31:24Ja.
31:27So.
31:39Lea?
31:40Ganz kurz, bitte.
31:41Das Taxikam.
31:42Ich bin die ganze Zeit gerannt.
31:44Weihnachten?
31:46Wo hast du Tim gelassen?
31:48Bei Schwester Ulrike.
31:51Ausgerechnet heute.
31:52Wann hast du dich dafĂŒr entschieden?
31:54In dem Moment, als ich von ihrer Nefrozerose erfuhr.
31:58Ich wusste es nur noch nicht.
32:02Es wird alles gut gehen.
32:05Kurz- und mittelfristig ist das Risiko beherrschbar.
32:09Ich muss eben regelmĂ€Ăig zur Kontrolle und kann eine Zeit lang nicht arbeiten.
32:14Was in 30 Jahren ist.
32:17Aber nicht vergessen hier.
32:19Wir brauchen dich zwei.
32:23Jetzt feiert Tim sein erstes Weihnachten doch ohne die Mama.
32:27Aber nÀchstes Jahr fallen wir zusammen, ja?
32:33Wir mĂŒssen reden.
32:35Nach der OP, bitte.
32:37Okay.
32:38Pass gut auf ihn auf.
32:43Pass doch gut auf dich auf.
32:48Sind Sie bereit?
32:50Angst?
32:51Ja.
32:53Ich verspreche Ihnen, alles wird gut.
32:54Ărzte dĂŒrfen nichts versprechen.
32:57WeiĂ ich.
32:57Ich tue es trotzdem.
32:59Danke.
33:02Ich spritze Ihnen jetzt ein Einschlafmedikament.
33:07Ăber die Maske kommt nur Sauerstoff.
33:10Bitte ganz ruhig weiteratmen.
33:15Antibiotum lÀuft?
33:16Ja.
33:18Alles bereit?
33:20Na dann.
33:22Es geht dann.
33:28Sie wollten bei Ihrer Familie sein.
33:31Sie doch auch, nehme ich an.
33:33Aber wenn man einer Kollegin helfen kann.
33:36Haken umsetzen.
33:38Bauchtuch.
33:42Klemme.
33:47Rufen Sie bitte im OP einzahlen.
33:49Ich bin gleich fertig.
33:55Kaminski, wie weit sind Sie?
33:57Die Liebe wird gerade transportfÀhig gemacht.
33:59Ist gleich...
34:01Rentano?
34:01Alles in Ordnung?
34:02Ist gleich bei Ihnen.
34:04Schön.
34:04Irgendwelche Schwierigkeiten?
34:06Nein.
34:06Bei Ihnen?
34:07Klemme.
34:08Bislang nicht.
34:09Hoffen wir mal, dass es so bleibt.
34:11Gut.
34:12Danke.
34:29Hane, was ist los?
34:32Bringen Sie ihn in den Schockraum.
34:34Und ein SchÀdel-CT.
35:04GefĂ€Ăe sind sehr schön prĂ€pariert.
35:05Passt wie angegossen.
35:17So.
35:17Allerhöchste Konzentration.
35:32Und?
35:33SchlÀft Sie?
35:33SchlÀft.
35:35Ja, und jetzt?
35:36Wollen wir uns erzÀhlen, was wir die letzten sieben Jahre gemacht haben?
35:40Wenn dich das interessiert.
35:41Nee, eigentlich nicht.
35:44Mich interessiert eher das Hier und Jetzt.
35:47Guck mal, wir beide zusammen feiern romantisch Weihnachten.
35:56Tut mir leid, ich will dich nicht bedrÀngen.
35:59Mach einen Blick mal.
36:04Glaubisch?
36:05Hallo?
36:07Hallo, ist da wer?
36:11Alexander?
36:13Alexander, bist du's?
36:20Aufgelegt.
36:23Katrin, hör zu, ich verstehe natĂŒrlich, wenn du jetzt erst mal Zeit brauchst.
36:27Tut mir leid, aber da drin ist einfach noch besetzt.
36:31Vielleicht ist es besser, wenn ich jetzt gehe.
36:33Ich danke dir fĂŒr den wunderschönen Abend.
36:35Und wenn du mal in Dresden bist?
36:37Steffen, warte.
36:39Das heiĂt ja nicht, dass das immer so bleiben muss.
36:43Können wir nicht einfach ein bisschen...
36:44Reden und Weihnachten feiern.
36:46Genau.
36:47Hast du recht.
36:49Komm.
36:58Ein chronisches, subturales HĂ€matom.
37:01Es hat sich wahrscheinlich als Folge der Kopfverletzung gebildet.
37:05Ich fĂŒhle mich irgendwie schuldig.
37:08SchlieĂlich ist er in meiner Praxis niedergeschlagen worden.
37:11Sie haben ihn danach gerettet, jetzt keine SchuldgefĂŒhle.
37:13Ziehen Sie sich lieber um fĂŒr die nĂ€chste OP.
37:17Sie meinen eine Bohrlochentlastung?
37:19Wir sollten nicht zu lange warten.
37:21Stimmt.
37:23Was fĂŒr ein heiliger Abend.
37:26Soll ich lieber Dr. Globesch anrufen?
37:28Nein, nein.
37:29Unsere ChefÀrztin hat ein paar freie Tage verdient.
37:32Stimmt.
37:32Und wir sind gerade so gut im Fluss.
37:34Stimmt auch wieder.
37:46Frau Dr. Peters?
37:49Willkommen zurĂŒck.
37:52Ihre Mutter ist auch schon wach.
37:54Wie geht's ihr?
37:56Den UmstÀnden entsprechend sehr gut.
37:58Wie geht's Ihnen?
38:00Bestens.
38:01Dann wĂŒnsche ich Ihnen beiden
38:03frohe Weihnachten.
38:11Mama.
38:12Ja.
38:42Ein Subtoral-HĂ€mmer-Turm.
38:44Sie sind wohl schon eine Weile damit rumgelaufen.
38:47Daher die Kopfschneidung.
38:49Ich dachte, es kommt vor meinem verspannten Nacken.
38:52HÀtte böse ausgehen können. Sie hatten einen Schutzengel.
38:57Jetzt haben Sie mich schon wieder gerettet.
39:00Ich schulde Ihnen was.
39:01Wir sind wohl eher quitt.
39:05Hallo.
39:07Aber bitte nur kurz. Ihr braucht noch Ruhe.
39:10Also.
39:15Hast du denn die Kinder gelassen?
39:17Hans-Peter war so lieb.
39:19Er geht seine Mutter etwas spÀter besuchen.
39:21Was machst du bloĂ fĂŒr Sachen?
39:23Tja.
39:25Ich geb mir MĂŒhe beim WeihnachtsfĂŒbruch und dann ...
39:29Hast du noch selbst gesagt?
39:31Es tut mir leid, was ich gesagt habe.
39:35Du, ich lebe.
39:38WeiĂt du was?
39:40Dieses Weihnachten kann ich wieder die Beine hochlegen.
39:48Hey, wie geht's Fantano?
39:50Gut, aber er wird Heiligabend wohl in der Klinik verbringen.
39:53Warum hast du eigentlich nicht mich angerufen?
39:54Du wolltest fĂŒr Otto und Charlotte Geschenke kaufen.
39:57Ja, hab ich auch.
39:58Kinder, seid ihr fertig? Wir wollen los.
40:00Ja, nein.
40:01Von einem Herzstillstand direkt zur Bescherung.
40:03Auch nicht so einfach.
40:06So, Charlotte und Otto warten bestimmt schon.
40:08Kommt Sophia eigentlich auch?
40:10Nein, dies will ihren Eltern.
40:12Papa?
40:16Otto?
40:17Papa?
40:19Nee, ich bin noch ...
40:21Was?
40:22Ihr seid noch auf Teneriffa?
40:26Warte mal, Roland ist auch hier.
40:27Ich stell dich auf Video.
40:30Hallo, Roland.
40:31Hallo, Otto.
40:32Hab ich das richtig verstanden?
40:33Ihr seid noch auf Teneriffa?
40:34Ja, ich hatte heute Morgen ein Loch in meiner Socke.
40:39Ja, und unsere Geschichte endet damit,
40:41dass wir unseren Flug verpasst haben.
40:43Das heiĂt, ihr kommt heute Abend nicht nach Hause?
40:46Ja, Àh, Charlotte versucht gerade was zu organisieren,
40:48aber heute geht kein anderes Flugzeug mehr.
40:51Dann kommt ja eben morgen und wir heben euch was vom Braten auf.
40:54Gut.
40:55Freiliche Weihnachten.
40:56Können wir jetzt endlich los?
40:58TschĂŒss, Papa.
41:00Wir feiern Weihnachten hier.
41:10Wo ist es geklappt?
41:12Oh, Gott.
41:14Wie geht's dir?
41:16Gut.
41:18Uns beiden geht es gut.
41:21Und euch.
41:24Jetzt wieder.
41:26Ich bin so froh, dich zu sehen.
41:29Tito.
41:33Ich glaub, das war keine gute Idee, ihn zu halten.
41:36Nein, deine Hand.
41:42Stehst du noch unter Drogen?
41:44Weil ich HĂ€ndchen halten will.
41:47Ja, du hast recht.
41:49Sind die Drogen.
41:50Das hat mich jetzt auch gewundert.
41:54Danke, dass du da bist.
41:57Könnte ja...
41:58Könnte noch ein bisschen bleiben.
42:01Solange du willst.
42:05Ăbrigens, das mit der Wohnung im selben Haus.
42:09Ist Quatsch.
42:10Ja, das stimmt.
42:12Keine Angst, ich hab das schon kapiert.
42:14Nein, da ist ĂŒberhaupt nichts kapiert.
42:18Ich meine zwei Wohnungen im selben Haus.
42:21FĂŒr eine Familie.
42:22Ja, was ich bin?
42:28Ich bin bin.
42:29Oh.
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