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KurzfilmeTranskript
00:28Untertitelung des ZDF, 2020
00:59Untertitelung des ZDF, 2020
01:28Untertitelung des ZDF, 2020
01:58Untertitelung des ZDF, 2020
02:13Untertitelung des ZDF, 2020
02:27Mit jedem Tag wird's doch noch schlimmer
02:29Ja, ja, ja
02:32Nach der Sitzung
02:33Nachher
02:48Morgen, Frau Czerny
02:50Neues Auto?
02:51Gebraucht
02:52Ist das der Grund, warum Sie mir die Brötchen geklaut haben und Ihre Miete nicht bezahlen?
02:57Unter anderem
02:57Aber es ist ja bald Zahltag
02:59Oder sind die Kassen leer?
03:10Waltraud, ich bin's schon wieder
03:11Kannst du mal dein detektivisches Talent bemühen
03:14Und dich bei der Isatex nach einer gewissen Lena Czerny erkundigen?
03:17Ja, wie der Komponist
03:19Mich interessiert vor allem, was sie da war
03:22Anonym, natürlich
03:23Und sie muss auch eine Boutique gehabt haben in München
03:26Deep Throat
03:27Nein, Deep Skin oder so ähnlich
03:29Morgen
03:30Herr Hornung
03:33Ihre Krawatte
03:36Auch das noch
03:37Nehmen Sie meine
03:42Meine private Notfallreserve
03:43Danke, sind die Einkäufer von Lamar schon da?
03:46Nein, aber Felix Althof hat schon nach Ihnen gefragt
03:49Und hier
03:55Danke
04:16Die wurden für Sie abgegeben
04:17Ach, von wem?
04:18Keine Ahnung, Bote vom Blumenladen hat sie gebracht
04:23Sie haben einen heimlichen Verehrer
04:26Na ja, dann
04:27Danke
04:28Tschüss
04:31Tschüss
04:35Sie an, der gnädige Herrbelieben zu erscheinen
04:39Dieser Oma führt sich auf, als ob ihr der Chef der Firma wäre
04:45Und jetzt mischt er sich sogar schon in den Einkauf ein
04:48Setz dich
04:50Wie lange wollt ihr diesen Wahnsinn noch treiben?
04:52In drei Wochen sind 6,5 Millionen fällig, falls ihr das vergessen haben solltet
04:56Vergiss du lieber nicht, dass die Präsentation für Lamar etwas bringen soll
04:59Ach Papa, Lamar, das ist doch nur ein Tropfen auf den heißen Stein
05:02Dieser Unger benutzt euch nur für eine Privatfäde gegen die Bank
05:06Wenn ich mit Lausitz reden würde, würde das was bringen
05:10Gang nach Canossa, hm?
05:12Nein
05:14Dieser Mensch hat keinen Charakter
05:17Die wollen nur den schnellen Profit
05:18Und du glaubst, dein Unger ist anders?
05:22Ich glaube, dass er ehrlich ist
05:25Das ist mehr, als ich im Moment von den meisten erwarten kann
05:32Herr Unger!
05:33Morgen, Lila
05:34Morgen
05:35Seit Wochen wird die Belegschaft im Unklang gehalten
05:37Gibt es irgendwas Definitives?
05:38Kommen Sie einfach mit
05:39Dann erfahren Sie es als Erster
05:40Zur Sitzung der Geschäftsleitung?
05:42Ich weiß nicht, ob dem Chef das Recht ist
05:43Wir sitzen noch alle im gleichen Boot, oder?
05:45Ja, nur die einen dürfen fahren, die anderen müssen rudern
05:48Augenblick geht es nur darum, die Löcher zu stopfen
05:50Bitte
05:53Tag, Herr Gassmann
05:56Hier
05:57Sie schreiben, dass die Firma jetzt endgültig den Bach runter geht
06:00Ist da was dran?
06:02Du kutschierst doch den Chef den ganzen Tag in der Gegend rum
06:05Er wird doch schon mal was gesagt haben
06:08Was der Chef mit mir bespricht
06:10Es geht niemand was an
06:13Wenn es schief geht, geht dein Arbeitsplatz genauso früh
06:16Wenn überhaupt, dann deiner
06:18Weißt du was?
06:19Du schnüffelst zu viel an der Politur
06:22Das geht auf die Birne
06:30Setzen Sie sich doch, Herr Birnd
06:31Nehmen Sie den Stuhl
06:35So, machen wir es kurz
06:37Wie es um die Firma Althofer bestellt ist
06:39Weiß ja wohl jeder
06:46Das ist die Zahl, um die sich in den nächsten vier Wochen
06:49Alles dreht
06:55Fünf Millionen
06:57Sind Verbindlichkeiten bei Lieferanten
06:59Da setze ich auf unseren Charme
07:01Damit die Gläubiger vorerst stillhalten
07:03Alles ist besser als auch buchen
07:04Bleiben
07:05Bereitzehn
07:09Ich rechne damit, dass wir davon die Hälfte über eine Bank in Kombination mit einer Landesbürgschaft finanziert bekommen
07:14Und die Aussichten sind dank Herrn Kunzes Bemühungen auch nicht schlecht
07:18Bleiben
07:206,5 Millionen
07:25Und da sind wir gefragt
07:26Ach, äh, hier
07:29Bitte schön
07:30Für den Rest brauche ich für Essen und Benzin
07:33Felix, dein Zynismus kannst du dir sparen
07:34Wieso?
07:35Im Ansatz ist das völlig richtig
07:37Nur, damit kommen wir leider nicht sehr weit
07:40Jetzt kommen Sie bitte zur Sache, Herr Unger
07:42Also, wir müssen den Betriebsablauf optimieren und die Kosten senken
07:46Aber bis diese Maßnahmen greifen, müssen wir kurzfristig Gelder flüssig machen
07:51Also, Herr Kunze bitte
07:53Ja
07:55Der wäre ja das Mietshaus mit den Firmenwohnungen
07:58Verkaufen?
07:59Aber unsere Mitarbeiter
08:01Für die wird sich nichts ändern, nur der Vermieter
08:03Also, bitte weiter
08:04Dann die Wohnung von Frau Althofer in München
08:07Sie wollen Mutter die Wohnung wegnehmen
08:09Die Wohnung wird doch über die Firma finanziert, oder?
08:12Bitte weiter
08:14Und das Haus in Südfrankreich und die Yacht
08:17Die Yacht gehört Cornelia und das Haus hat Opa gekauft
08:20Das ist Privatvermögen
08:21Ich fürchte, diesen feinen Unterschied müssen wir leider vergessen
08:25Soll das heißen, dass wir jetzt auch noch mit unserem Privatvermögen haften sollen?
08:28Wenn Sie Ihre Firma retten wollen, ja
08:31Wir können von den Mitarbeitern keine Opfer verlangen
08:33Und der Chef fährt noch mit Chauffeur vor
08:35Und der Betriebsboss im Luxussportwagen
08:37Darauf müssen Sie leider in Zukunft verzichten
08:40Opfer?
08:42Sie wollen Leute entlassen
08:45Ich weiß, es ist hart
08:47Aber es muss sein
08:48Wir müssen konsequent einsparen
08:51Sonst zieht keine Bank mit
08:52Auch nicht mit einer Landesbürgschaft
08:55Aber ich möchte es Ihnen überlassen
08:57Eine Auswahl zu treffen
09:00Zehn Mitarbeiter
09:02Selbst wenn wir es schaffen sollten
09:04Auf die Schnelle alles zu Geld zu machen, was ich bezweifle
09:07Kommen doch höchstens drei bis vier Millionen zusammen
09:10Richtig
09:11Und der Rest muss über Aufträge reingeholt werden
09:16Ich würde dich ja bei mir wohnen lassen
09:18Aber es geht halt nicht
09:20Du hast echt ein Händchen für sowas
09:24Also wenn Althofer dicht macht
09:25Dann mache ich eben selber was auf
09:27Du kannst ja mit einsteigen
09:30Althofer macht nicht dicht
09:32Du weißt doch was
09:34Gib's zu?
09:37Mensch Paul, wo warst du denn so lange?
09:41Ich war bei der Sitzung
09:42Die haben dich mit dazugeholt?
09:43Der Unger wollte, dass ich mitkomme
09:45Ja worum ging's?
09:46Reden Sie schon?
09:48Ja ums Sparen
09:49Was heißt sparen?
09:51Lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen
09:54Ein Teil der Schulden soll über eine Landesbürgschaft finanziert werden
09:56Den Rest wollen die Althofer selber zuschießen
09:58Sogar das Boot wollen die verkaufen
10:00Wie rührend
10:01Aber was ist mit Entlassungen?
10:03Jetzt rede doch nicht gleich von Entlassungen
10:04Also gibt's keine
10:06Wir schaffen das
10:07Wir müssen nur zusammenhalten
10:08Hat der Unger gemeint
10:10Wenigstens eine gute Nachricht
10:21Ach Felix
10:22Ja geh schon mal vor
10:23Nein wegen Paris hast du den Stand bestätigt
10:25Nein
10:25Ich dachte
10:26Bis dahin ist Berlings-Tops gegangen oder verkauft
10:28Das heißt denn du hast nicht
10:29Du ich mach's noch
10:31Sag Korn und ich komm gleich
10:33Ich weiß
10:34Sie wollen es nicht wahrhaben
10:35Aber alle unsere Opfer und Anstrengungen sind umsonst
10:38Wenn unsere Preislisten und Marktstrategien der Konkurrenz zugespielt werden
10:42Wissen Sie was das da ist?
10:45Dieses Kostüm wurde mal für mich gemacht
10:48Dann müssen Sie ungefähr 300 Jahre alt sein
10:52Das war die einzig größere Rolle meiner Theaterlaufbahn
10:54Und meine letzte
10:56Bevor ich hier
10:58Der kennt den König Lier
11:01Mein Beruf ist es nicht weniger zu sein als ich scheine
11:05Den zu lieben, der ehrlich ist
11:08Mit dem zu verkehren, der Verstand hat
11:13Zu kämpfen, wenn ich keine Wahl habe
11:15Und kein Fischesser zu sein
11:18Herr Althofer
11:19Wir müssen darüber reden
11:23Haben Sie denn einen Verdacht?
11:26Könnte das denn sein?
11:28Tja
11:29Vielleicht gehörte der Bank alles bald
11:32Dann ist sowieso alles umsonst
11:35Lausitz kriegt Ihre Firma jedenfalls nicht
11:37Herr Althofer
11:38Das verspreche ich Ihnen
11:41Was ist denn?
11:43Ich denke, Lamar kommt gleich
11:44Musst du dich nicht vorbereiten?
11:46Ich, naja
11:47Ich muss mit dir reden dringend
11:49Bist du heute Mittag da zum Essen?
11:51Ja
11:51Gut
11:56Und Sie brauchen einen Raum, wo Sie arbeiten?
11:59Ich bin nicht wählerisch
12:01Kommen Sie mal mit
12:06Und vor allem die Preisliste
12:07Und nur eine Kopie
12:09Und die ist für mich
12:09Ist das klar?
12:10Gut
12:12Hättest du was dagegen, Herrn Unger, dein Zimmer zu überlassen?
12:15Was?
12:15Also nicht wegen mir
12:16Ich kann überall arbeiten
12:18Ja
12:18Mein Büro ist gegenüber
12:20Frau Stangl ist im Vorzimmer
12:21Wir könnten viel länger zusammenarbeiten
12:22Dann kann ich wohl in Urlaub gehen, oder wie?
12:24Roland, bitte
12:25Jetzt wird nicht theatralisch
12:27Felix' Büro ist sowieso die meiste Zeit leer
12:29Und nächste Woche ist er in Paris
12:31Muss ich sofort verschwinden
12:32Oder kann ich noch ein paar Sachen mitnehmen?
12:33So, Roland
12:35Sind es doch nicht so persönlich
12:37Ist es doch nicht gegen dich, Herrgott, nochmal
12:39Wie soll ich es denn sonst nehmen?
12:41Na bitte, du bist der Chef
12:43Genau
12:45So macht man sich Freunde
13:03Ja, Lena
13:05Schade, dass du nicht zehn Minuten früher gekommen bist
13:07Ich habe mich nämlich jetzt schon mit meiner Traumfrau zum Abendessen verabredet
13:13Aber
13:14Wenn du ganz lieb bitte, bitte sagst
13:16Vielleicht sage ich dir dann noch ab
13:18Wegen mir musst du gar nicht absagen
13:20Sondern wegen dem da
13:21Wie?
13:22Neue Muster?
13:23Das kommt gar nicht in die Tüte
13:25Da kannst du der Dietrichsen direkt sagen, dass wir keine neuen Stoffe anlegen
13:28Die sind nicht von der Dietrichsen
13:30Die sind von mir
13:31Aber ich wäre dir dankbar, wenn das unter uns bleibt
13:34Also das Raster da, das muss nicht Gold sein
13:36Das kann auch Silber sein oder irgendein anderes glänzendes Garn
13:40Ja, gefallen sie dir?
13:41Also wenn ich dich richtig verstehe, dann soll ich mir das weben?
13:46Und wenn es geht so, dass es nicht auffällt?
13:49Hast du eigentlich eine Ahnung, was das für eine Arbeit ist, so eine Maschine umzurüsten?
13:54Jan!
13:57Ich dachte eigentlich, du liebst mich mehr als Miss Universum
14:01Ja, okay, aber ich will für jeden Meter einen Kuss
14:05Das sind sieben Küsse
14:09Einen, aber nur vielleicht
14:10Und sowieso erst bei Lieferung, klar?
14:16Was will ich ja?
14:20Du wolltest doch anrufen
14:22Das lange Warten macht mich ganz nervös
14:25Wie war es denn?
14:27Schlimm
14:29Ich hätte viel eher merken müssen, wie Schlimmes steht
14:32Das konntest du nicht
14:33Man sollte sie aus seine Söhne verlassen können
14:36Die Sommer hat einen Geschäftsmann gebraucht als Chef
14:40Nicht einen verhinderten Künstler
14:44Naja
14:47Es wird hart werden
14:49Wir werden verkaufen müssen
14:54Ich habe versagt
14:55Na, nicht du
14:58Wenn Felix sich nicht mit diesem Doktor Lausitz eingelassen hätte
15:01Dann hätte ich das bestimmt geschafft
15:04Felix?
15:05Mit Doktor Lausitz?
15:07Was sagst du denn da?
15:09Ich dachte
15:09Hat er nicht mit dir
15:13Dieser Unglücksmensch
15:14Der hat versprochen
15:16Bis dir zu beichten nach der Sitzung, hat er gesagt
15:20Felix
15:25Herr Althofer?
15:27Was ist?
15:29Herr Althofer, Ihr Vater möchte Sie sprechen
15:32Er weiß doch, dass gleich die Einkäufer von Lamar kommen
15:34Er sagt, es sei dringend
15:36Ich soll sie mitbringen
15:37Jetzt, gleich
15:40Herr Ornung
15:41Ja?
15:42Kümmern Sie sich um den Rest
15:43Wenn die Leute von Lamar auftauchen, halten Sie bei Lornen, bis ich wieder zurück bin
15:46Aber ich weiß doch gar nicht
15:48Dann, äh, improvisieren Sie
16:04Lass mal es ist
16:05Fass dich bitte kurz
16:06Ich will Lornen nicht allzu lange allein lassen mit der Präsentation
16:09Helix
16:15Warum?
16:18Doktor Lausitz und du
16:22Ich begreife das nicht
16:26Hat Sylvia gepetzt?
16:30Na gut
16:31Dann ist es also raus
16:34Ist das alles, was du dazu zu sagen hast?
16:39Ich wollte retten, was zu retten ist
16:42Indem du die Firma an Dr. Lausitz verschacherst?
16:45Dann wären wir jetzt aus dem Schneider
16:47Und müssten nicht unser Familiensilber verscherbeln
16:49Dann wären wir jetzt Angestellte bei Isartex
16:51Die Hälfte der Mitarbeiter säßt auf der Straße
16:53Bist du, mir ist das leicht gefallen?
16:54Du hast mich praktisch dazu gezwungen
16:56Wie oft haben Roland und ich dich gewarnt?
16:59Aber du musstest ja immer auf Kunst machen
17:01Und immer haarscharf am Markt vorbei
17:03Wir hätten es geschafft
17:05Wenn du uns nicht in den Rücken gefallen wärst
17:07Das ist die traurige Wahrheit
17:08Versuch nicht mir die Schuld zu geben
17:14Gib auf, Vater
17:16Verkauf
17:18Rette, was noch zu retten ist
17:21Oder geh unter mit Mann und Maus
17:23Wie wieder
17:26Ich verschwinde
17:29Raus
17:31Ich will dich hier nicht mehr sehen
17:53Herr Althofer, Lamar ist da
17:55Wo wollen Sie hin?
17:56Gute Frage, Herr Ordnung
17:57Aber ich kann doch nicht
17:59Die wollen mit Ihnen reden
17:59Dem Chefverkäufer
18:00Die ist gerade entlassen worden
18:02Wie bitte?
18:04Sie sind auch auf meinen alten reingefallen
18:06Herr Unger
18:07Mir kann der nichts mehr vormachen
18:10Aber wenn Sie den Karren vollends in den Dreck gesetzt haben
18:13Werden Sie es kapieren
18:14Nur dann ist es zu spät
18:32Mama gehört zu unseren wichtigsten Konten
18:34Ich kann doch nicht alleine
18:35Wie lange arbeiten Sie schon als Verkäufer für die Firma Althofer?
18:38Weiß nicht, 20 Jahre
18:39Dann gehen Sie endlich da rein
18:40Und tun das, was Sie seit 20 Jahren machen
18:43Verkaufen
18:52Tut mir leid, dass Sie im Moment warten mussten
18:54Aber wo ist denn Herr Althofer?
18:56Herr Althofer ist leider verhindert
18:57Er hat mich gebeten, die Präsentation zu leiten
18:59Der Termin ist seit Wochen vereinbart
19:01Ich weiß, und wir bedauern also wirklich Sie
19:03Aber vielleicht kann ich Sie ja von unseren wirklich interessanten Stoffen überzeugen
19:07Paisley zum Beispiel gehört zu einer neuen Kollektion, die wir in Paris präsentieren werden
19:10Durch eine neuartige Webart haben wir eine bessere Stabilisierung in Längs- und Querrichtung erreicht
19:15Dazu der Foussang ein Traum
19:17Nett, aber zu konservativ
19:19Was ist denn mit dem angekündigten Tweet?
19:21Wir haben uns diesmal für Krepp entschieden
19:23Im Moment das Aktuellste, was es in dieser Art auf dem Markt gibt
19:28Entschuldigung, das ist Ihr Tor vom letzten Jahr
19:29Wie, äh, richtig
19:31Tut mir leid, aber bei der Fülle an neuen Stoffen
19:34Wie gesagt, wir haben dieses Mal unser Hauptaugenmerk auf Tweets gelegt
19:41Und was ist das?
19:45Ein kleiner Webfehler
19:46So was kann ich mal passieren in der Hektik vor der Messe
19:49Soll das heißen, die Stoffe sind erst nach der Messe lieferbar?
19:52Der hier nicht
19:53Hahnentritt in einer Top-Qualität
19:56Super-100-Ware
19:57Hochgedrehte Garne
19:59Und eine wunderbar
20:00Leichte, leichte
20:03Wollqualität
20:08Pepita, natürlich, meine Pepita
20:09Welche Frau kann diesem Stoff widerstehen?
20:14Ach, Herr Unger
20:16Ja?
20:16Ich wollte Sie was fragen
20:17Nicht, dass es hinterher wieder heißt
20:18Keiner hätte das genehmigt
20:19Ja, bitte
20:21Ich habe ein paar Ideen für neue Stoffe
20:23Moment mal
20:24Was heißt denn neue Stoffe?
20:26Ja, man kann doch nicht ewig das gleiche produzieren
20:28Jan Lederracht verarbeitet nur Restposten
20:30Ich mache das sowieso nur in meiner Freizeit
20:32Also wegen den zusätzlichen Kosten
20:33Also bitte seien Sie mir nicht böse
20:34Aber ich habe momentan für neue Stoffe wenig übrig
20:36Ich bin froh, wenn wir die alten in Paris loswerden
20:38Ja, ja, aber meine Stoffe könnten ja mit nach Paris
20:41Das Wort Stoff möchte ich auch erst wieder nach Paris hören
20:43Und dann im Zusammenhang mit so wohlklingenden Worten wie Lieferung oder Auftrag
20:47Sonst noch irgendwelche Fragen?
20:49Nein? Ich habe es im Geheimlichen
20:50Ach, und wenn Sie das in Zukunft nochmal machen
20:52Dann bitte nur mit dem Segen von Frau von Dietrichsen, ja?
20:58Einen Schluck Champagner?
21:12Und damit liegen Sie in diesem Marktsegment auf dem Punkt
21:15Das garantiere ich Ihnen
21:18Was darf ich für Sie ordern?
21:20Unsere Rabattstaffel beginnt bei einer Bestellung ab 10.000 D-Mark
21:29Leo, guck mal, wer da ist
21:32Welch Glanz in unserer Hütte
21:34Was führt dich denn in die Niederungen des gemeinen Proletariats?
21:37Fangen wir denn in der Fertigung an?
21:39Och Gottchen, hat dich der Chef nie mehr lieb?
21:42Musst du zurück auf die Galere?
21:44Sobald dieser arrogante Juppie-Schnösel hier wieder verschwunden ist, da sitze ich wieder hinterm Steuer
21:48Na ja, außer denn mit meiner Bandscheibe, dann tja
21:51Was machen wir denn da?
21:53Tja, also
21:54Zum Polieren gibt's nichts
21:56Der Lack ist ab
21:58Da hörst du's
21:59Sieht schlecht aus
22:02Och wie wär's mit LKW waschen?
22:04Also wenn ihr stempeln geht demnächst, ja?
22:06Da krieg ich meine Invalidenrente
22:08Da mach ich mir einen faulen Lenz
22:09Stempeln?
22:10Hier wird keiner entlassen
22:12Frag den Paul
22:13Na komm, jetzt lass dich mal nicht kirre machen, Herr Leo, du kennst sie
22:15Wie? Ist das alles? Mehr haben Sie nicht verkauft?
22:22Was hätte ich tun sollen?
22:24Sie mit Waffengewalt zwingen?
22:26Nein, aber vielleicht versuchen Sie mal mit Worten zu überzeugen, Herr Horne
22:29Dafür werden Sie nämlich bezahlt
22:31Wenn ich gewusst hätte, dass Herr Horne und nicht Herr Althoffer die Präsentation leitet, wäre ich selbstverständlich hier gewesen
22:38Wie groß ist der Schaden?
22:40Das waren die Einkäufe für Lamar
22:42Ihre Einkäufe haben Sogwirkung auf der Messe
22:45Ja, so eine Pleite
22:47Nach den Stornierungen von Mailand und Berlin brauchen wir jeden Auftrag
22:52Also offenbar haben wir ein Problem
22:55Woran liegt's?
22:57An mir bestimmt nicht
22:58Wollen Sie damit andeuten, dass es an mir liegt?
23:01Die Kollektion ist vom Chef persönlich mitgestaltet und genehmigt worden
23:05Sie kommt bei unseren Kunden allgemein gut an
23:07Davon hab ich heute nichts bemerkt
23:09Geben Sie sich weniger Ihrem Hobby hin
23:12Was für ein Hobby?
23:13Ach, vergessen Sie es
23:14Eine dumme Bemerkung, nichts weiter
23:16Da gibt's nur noch eins, Felix muss ran
23:26Richtig, notfalls muss er nach Düsseldorf und mit der Chefeinkäuferin von Lamar essen gehen
23:31Ihr Vater hat die gefeuert, das ist doch der Wahnsinn
23:34Was?
23:35Tja, dann weiß ich auch nicht weiter
23:43Wo bleibt Roland?
23:45Der wird wohl heute nicht zum Essen kommen
23:46Warum nicht?
23:50Habt ihr euch wieder gestritten?
23:52Sylvia, bitte
23:54Und was ist mit Felix?
23:56Helme, wenn du so weitermachst, wirst du bald alleine dastehen
23:59Ich hab ja dich, oder?
24:03Was soll ich denn machen?
24:06Er muss Dr. Lausitz und diverse Konkurrenten mit Material versorgt haben
24:09Der eigene Sohn
24:10Ja, schon, aber deswegen ist er doch kein Verbrecher
24:13Mit der Entscheidung, uns zu verraten, hat er sich aus der Familie verabschiedet
24:18Papa?
24:19Sylvia?
24:20Ja?
24:23Hallo
24:26Mh, Pizza
24:27Lecker
24:30Was habt ihr euch bloß dabei gedacht, Mutters Wohnung verkaufen zu wollen?
24:34Das ist nicht mehr auszuhalten mit ihr
24:36Ich wohne in der nächsten Zeit hier
24:43Ich werde ab sofort in das Büro von Felix ziehen
24:46Können Sie bitte veranlassen, dass meine Sachen rüber geschafft werden
24:48Aber
24:49Was schauen Sie mich so an, das ist nicht auf meinem Mist gewachsen
24:51Und dann versuchen Sie, meinen Bruder zu erreichen
24:53Der ist drüben mit Kunden von Lamar
24:56Schön wär's
24:57Mein Vater hat ihn entlassen
24:59Und sein Handy hat er abgeschaltet
25:01Falls was ist, ich bin in der Villa
25:04Du lieber Himmel
25:28Ich bin in der Villa
25:30Ich bin in der Villa
25:50Gut, dass Sie kommen. Ich will nicht, dass Sie einen falschen Eindruck von mir haben.
25:53Herr Harnung, wo haben Sie Ihren Schnaps versteckt?
25:57Also, wenn das ein Scherz sein soll.
25:59Sehe ich aus, als würde ich scherzen?
26:06Ich arbeite seit über 20 Jahren für die Firma Althoffer. Ich muss mir das von Ihnen nicht gefallen lassen.
26:12Ich verbiete Ihnen!
26:24Sehen Sie sich die Stoffe doch mal an! So etwas kann man heute nicht mehr verkaufen!
26:29Herr Harnung, von Stoffen verstehe ich nichts. Von Stoff schon.
26:34Sohn, es tut mir sehr leid.
26:48Wissen Sie wer? Felix Althoffer.
26:53Das war's dann wohl.
26:54Wenn schon der Sohn die Firma an die Konkurrenz verhökert, sind Sie sicher, Frau Stammel?
26:59Ganz sicher. Roland lässt gerade seine Sachen in Felix' Büro rüberschaffen.
27:02Aber man kann doch nicht kurz vor der Messe den Chefverkäufer feuern.
27:05Und jetzt ist auch noch Lamar abgesprungen. Die von Dietrichsen ist fix und fertig.
27:09Naja, bei der Kollektion.
27:13Frau Martinek.
27:14Ja?
27:14Ich hätte doch gebeten, den Stoff für die Präsentation auszubessern.
27:17Ja, und?
27:18Hier, schauen Sie sich das an.
27:19Pfusch!
27:20Und jetzt will Herr Harnung uns seine missglückte Show anhängen.
27:23Wenn wir die Muster immer auf den letzten Drücker kriegen...
27:26Glauben Sie, das interessiert unsere Kunden?
27:27Nein.
27:29Vielleicht sollten Ihre Mitarbeiterinnen weniger tratschen und sorgfältiger arbeiten.
27:33Damit wäre uns allen geholfen.
27:42Ja, was ist jetzt?
27:50Frau Dietrichsen!
27:53Ich habe den Stoff ausgebessert.
27:54Mehr war wirklich nicht drin.
27:56Sagen Sie, glauben Sie, ich merke nicht, wie Sie gegen mich intrigieren.
27:59Seit Sie in der Firma sind, machen Sie meine Arbeit schlecht.
28:02Das stimmt einfach nicht.
28:03Ach!
28:03Und wie kommt es dann, dass Felix Althofer Sie unbedingt in meiner Abteilung haben will?
28:07Ich dachte einfach, ich könnte Sie für die ein oder andere Idee begeistern.
28:10Hat Ihnen Herr Harnung meine Vorschläge schon gezeigt?
28:12Frau Czerny, in zwei Wochen ist Messe.
28:14Ich habe im Moment wirklich keine Zeit, mich damit zu beschäftigen.
28:17Es kostet Sie fünf Minuten.
28:19Lernen Sie erst mal richtig nähen, dann reden wir weiter.
28:27Es muss doch eine Erklärung geben, Vater.
28:29Was hat Felix damit bezweckt?
28:32Die Firma zu ruinieren, das kann doch nicht der Grund gewesen sein.
28:35Mein Gott, bist du naiv.
28:37Wir wollten uns zwingen, die Firma verkaufen zu müssen.
28:40Die Motive deines Bruders interessieren mich im Moment herzlichen wenig.
28:45Traust du dir zu, uns in Paris zu vertreten?
28:48Mit Harnung.
28:50Notfalls komme ich auch mit.
28:52Was bleibt mir anderes übrig?
28:54Herr Althofer?
28:55Ihr Büro ist bezugsfertig, Herr Omer.
28:57Danke.
28:57Ich komme gerade von Herrn Harnung.
29:00Ich denke, er ist kein Ersatz für Ihren Sohn.
29:03Wir müssen Felix zurückholen.
29:05Es sind nur noch zwei Wochen bis zur Messe in Paris.
29:07Geben Sie es zu.
29:08Sie haben meinen Sohn immer im Verdacht gehabt, hm?
29:12Naja, ich...
29:13Trotzdem, Herr Harnung hängt an der Flasche.
29:15Es nützt nichts, wenn wir hinter den Kulissen alles richtig machen.
29:18Wir brauchen jemanden, Herr Althofer, der für uns auf die Bühne geht.
29:22Roland geht nach Paris.
29:24Herr Harnung ist kein Alkoholiker.
29:25Mit Kunden wird immer getrunken.
29:26Herr Althofer, ich kann ja verstehen, dass es Ihnen weh tut.
29:30Haben Sie Kinder?
29:32Nein.
29:33Dann erklären Sie mir nicht, was ich für Gefühle habe.
29:35Okay, ich habe keine Ahnung.
29:36Aber es geht hier nicht um Sie und um Ihren Sohn.
29:38Es geht einzig und allein um die Firma.
29:40Die Firma wird auch ohne Felix überleben.
29:42Oder?
29:44Was haben Sie doch immer gewünscht, hm?
29:46Herr Gott, jetzt kann man nur so stur sein.
29:53Soll ich Sie irgendwo hinfahren?
30:00Die Macht der Gewohnheit.
30:05Genau, das ist unser Problem, Herr Althofer.
30:07Die Macht der Gewohnheit.
30:10Ich bin sein Bruder und ich kenne Felix in- und auswendig.
30:12Aber ich begreife nicht, warum er das gemacht hat.
30:17Jedenfalls ist ein Alkoholiker wohl eine glatte Fehlbesetzung.
30:20Einen Ersatz kriegen wir nicht mehr.
30:21Also lassen Sie sich was einfallen.
30:23Sprechen Sie noch mal mit Ihrem Vater.
30:25Oder ich muss das eben alles alleine machen.
30:37Herr Hornung, haben Sie sich meine Entwürfe angeschaut?
30:40Interessant, doch, doch.
30:41Und warum haben Sie sie da noch nicht Frau von Dietrichsen gezeigt?
30:44Sie haben es mir versprochen.
30:50Vergessen Sie es.
30:51In dem Laden bestimmt der Alte was produziert hat.
30:53Nicht ich oder die Kunden.
30:55Wahrscheinlich bin ich sowieso der Erste, der entlassen wird.
30:57Was reden Sie denn da?
31:00Mit freundlichen Grüßen und so weiter und so weiter und so weiter.
31:03Danke, Frau Stahl.
31:05Übrigens, Frau Stolber aus Frankfurt hat wieder angerufen.
31:07Sie wollten sich melden.
31:09Ach, das habe ich jetzt ganz vergessen.
31:10Können Sie ihr vielleicht ein paar Blumen schicken?
31:13Welche Sorte bevorzugt, Frau Stolber?
31:15Vergessen Sie es.
31:16Auf Blumen reagiert sie momentan doch etwas allergisch.
31:19Vielleicht weiß Waldraut ja was passendes.
31:21Hat der Computer Modemanschluss?
31:23Bitte?
31:25Einen Modemanschluss.
31:26Damit kommt man...
31:27Ins Internet.
31:28Ich weiß.
31:29Das Gerät verfügt über einen ISDN-Anschluss,
31:3164 Megabyte Arbeitsspeicher,
31:336 Gigabyte Festplatte und ein DVD-Laufwerk.
31:37Und ich dachte, Sie schreiben mir alles noch auf der Olivetti.
31:40Das ist eine Schreibmaschine.
31:41Auf der habe ich tippen gelernt, Herr Unger.
31:44Wir leben mit der Tradition, aber nicht hinterm Mond.
31:49Herr Unger, ich muss Sie sprechen.
31:51Sofort.
31:53Danke.
31:54Ich habe ja akzeptiert, dass...
31:56Danke, Frau Stangel.
32:01Also ich habe ja akzeptiert,
32:03dass Sie hier in der Firma schalten und walten,
32:04wie es Ihnen beliebt, aber...
32:06Was zu viel ist, ist zu viel.
32:08Lassen Sie mich raten.
32:09Ihr Problem ist aus Holz und kann schwimmen.
32:11Die Yacht gehört uns, seit ich denken kann.
32:14Großvater hat sie mir hinterlassen.
32:16All meine Ferien habe ich auf dem Schiff verbracht.
32:18Tja, das ist ja sehr schön für Sie.
32:19Aber wir können von der Belegschaft keine Opfer verlangen,
32:22wenn wir selber keine bringen.
32:23Tut mir leid, aber ich wusste nicht,
32:25dass ein läppisches Zwölf-Meter-Boot
32:27über 100 Arbeitsplätze retten kann.
32:29Vielleicht nicht 100.
32:31Vielleicht nur einen.
32:32Aber der sollte es Ihnen eigentlich wert sein.
32:36Sie halten mich wohl für ein reiches, verwöhntes Mädchen,
32:39das vom Leben keine Ahnung hat.
32:41Ja.
32:43Ja, so ungefähr.
32:45Aber Sie, Sie wissen natürlich genau, was läuft.
32:48Nein.
32:49Ich weiß nur, was ein Liegeplatz
32:51für ein läppisches Zwölf-Meter-Boot an der Côte d'Azur kostet.
32:54Ja, vom Unterhaltgang zu schweigen.
32:56Ach nein.
32:56Sie haben ein Boot?
32:58Nein.
32:59Meine Freundin.
33:00In Frankfurt.
33:02Na gut, dann kaufe ich das Boot der Firma eben ab.
33:05Zufrieden?
33:07Nein, das kommt doch aufs selbe raus.
33:09Verstehen Sie das nicht?
33:10Ohne das Privatvermögen der Gesellschafter
33:12ist die Firma leider nicht mehr zu retten.
33:14Meine Mutter ist aber der völlig konträre Auffassung
33:16und wird Ihnen mit Ihrem Anwalt auf die Pelle rücken.
33:18Ach ja, wenn's derselbe ist,
33:20der sich bei der Scheidung ihrer Mutter
33:21eine goldene Nase verdient hat,
33:23dann freu ich mich jetzt schon.
33:26Sie ist...
33:27Na.
33:30Die war zu.
33:32Schon was gefunden?
33:34Samstags sind mehr drin.
33:35Gefunden schon.
33:36Bloß kann eine kleine Lehrerin die Mieten nicht bezahlen.
33:38Ach, mit ein bisschen Glück und Geduld klappt das schon.
33:40Nathalie hat auch eine Wohnung gefunden mit günstiger Miete.
33:44Günstig ist übertrieben.
33:46Nathalie, du hast gesagt, es geht nicht.
33:48Das ist schon in Ordnung, ja?
33:49Guckt mal, der Hornung.
33:51Als Verkäufer war er wenigstens gezwungen,
33:53sich einigermaßen zusammenzureißen.
33:56Jetzt stürzt er wahrscheinlich vollends ab.
33:58Er glaubt, dass er entlassen wird.
34:00Trinkt er wirklich?
34:01Ach, er war ein toller Verkäufer.
34:02Aber seit seine Frau ihn hat sitzen lassen,
34:04wird's immer schlimmer.
34:06Tja, ein Verkäufer ist nur so gut wie das,
34:07was er verkaufen muss.
34:09Ja, ja.
34:09Sag mal, ist Jan schon weg?
34:10Ja, ich weiß.
34:11Ganz ähnlich.
34:12Ja, wo ist denn das?
34:13Stadtbord.
34:14Aha.
34:15Schönen Abend noch, ne?
34:17Tschüss.
34:17Tschüss.
34:27Hallo, Mami.
34:28Lena, endlich.
34:29Es ging echt nicht früher.
34:31Kannst du mir vorstellen, was heute los war?
34:33Wie geht's dir denn?
34:35Wie es einem so geht nach so einem Eingriff.
34:38Aber ich darf schon was essen.
34:40Wieder.
34:41Schonkost.
34:43Ich hab dir einen Pudding aufgehoben.
34:44Willst du?
34:45Vanille, danke.
34:46Erzähl.
34:47Ich will alles ganz genau wissen.
34:50Hast du dann, ich meine, den Wilhelm Althofer gesehen?
34:55Nur so von Weitem.
34:56Das ist irgendwie so komisch, plötzlich drei Geschwister zu haben.
34:59Drei?
35:00Ich dachte, er hat nur zwei Söhne.
35:01Ja, Felix und Roland.
35:03Eine Tochter hat er auch noch.
35:04Cornelia.
35:05Spielt Klavier.
35:07Wohnt, glaube ich, hier bei ihrer Mutter in München.
35:09Ach.
35:10Dann ist er geschieden.
35:12Und wieder verheiratet.
35:17Was ist denn?
35:19Nur, wenn ich daran denke, dass Wilhelm damals wegen ihr...
35:22Dich mit mir hat sitzen lassen.
35:25Ach, Lena.
35:27Irgendwie ist mir nicht wohl bei der Sache.
35:29Was hast du vor?
35:31Ich hab eigene Stoffe designt, Mami.
35:33Ein Kollege von mir webt ihn auf Feierabend.
35:35Das hat er mir versprochen.
35:37Jetzt schau nicht so.
35:39Hilf mir lieber.
35:40Ich hab aus der Fertigung einen Stoff bekommen.
35:43Vielleicht kannst du mir helfen, den Faden zu fangen.
35:46Hier.
35:49Ja, wenn du Garn dabei hast.
35:50Sicher.
35:51Sogar Nadeln.
35:53Ja.
36:00Wenn Sie wollen, dann können Sie die haben.
36:03Ach, danke schön.
36:10Darf ich Sie was fragen, Herr Althofer?
36:12Na klar.
36:15Ihr Bruder...
36:19Ich kenn Sie schon so lange.
36:21Es hat mir immer wehgetan, dass Ihr Vater Sie...
36:25Ja, ich weiß schon.
36:27Felix, das Sonntagskind und ich bin hier was für Montag bis Freitag, nicht wahr?
36:33Ich auch, Herr Althofer, ich auch.
36:36Ich wollte Ihnen nur sagen, Sie können auf mich zählen.
36:41Wir werden es schon schaffen.
36:43Ich gucke diesem Unger noch eine Weile zu und wenn der missbaut, dann übernehme ich.
36:58Jedenfalls hat sich Regine in den Kopf gesetzt, mich hier wegzulotsen.
37:01Was heißt, ich mache mir nur noch was vor?
37:03Ich kann doch jetzt einfach nicht in Urlaub fahren.
37:07Nein.
37:08Also, das will ich jetzt überhört haben.
37:09Weil ich hier keine neue Freundin habe.
37:11Ich lebe wie ein Trappistenmönch.
37:13Ich bin nicht stinkig.
37:15Ich musste noch heute dem ersten Mitarbeiter andeuten, dass er gehen muss.
37:19Noch Fragen, Waltraud?
37:21Danke.
37:25Ein Hoch auf den Retter der Firma Althofer.
37:29Was wollen Sie hier, Herr Horne?
37:31Schienen Sie mal ein Bier ein.
37:32Bekommen Sie eine Prämie für den Mitarbeiter, den Sie fertig machen und aus der Firma ekeln?
37:36Schlafen Sie in Rausch aus.
37:37Ich mache, was ich will.
37:39In der Firma können Sie mir den Arsch zitten.
37:40Hier nicht.
37:42Normaleselbe.
37:42Das reicht.
37:44Ich rufe Ihnen ein Taxi.
37:46Ich brauche kein Taxi.
37:47Ja, Horne.
37:49Und Sie?
37:49Wenn Sie so weitermachen, landen Sie auch auf der Abschussliste.
37:53Aber sich volllaufen lassen, das kann es doch auch nicht sein.
37:56Da will ich mein Bestes gegeben, um die Kollektion von der Dietrichs dann im Mund zu bringen.
38:00Aber das interessiert den Oma nicht.
38:02Der denkt, ich bin Säufer.
38:04Weg damit.
38:04Es ist einfach so.
38:07Wo ist denn das Problem, wenn es nicht der Alkohol ist?
38:12Frauen.
38:14Wenn man Erfolg hat und genug Kohle da ist, ist alles eitel, Sonne, Runde.
38:22Weh, man kann nicht mal mithalten.
38:30Felix, endlich!
38:33Wo warst du?
38:43Sag mal.
38:45Stimmt das, dass du...
38:47Dann ist es alles rum in der Firma.
38:49Das kann doch nicht wahr sein, dass du mit der Konkurrenz...
38:52Können wir vielleicht über was anderes reden?
38:56Ich brauche dich.
39:08Sie können den Mann nicht wie ein ausrangiertes Möbelstück auf den Müll schmeißen.
39:11Der braucht eine Perspektive, irgendwas.
39:13Klar, ich habe noch keine parat.
39:15Sie?
39:16Sie sind der liebe Gott in der Firma.
39:17Ich bin nur Näherin.
39:19Ach ja?
39:20Ja, da habe ich aber was anderes gehört.
39:23Oder was ist mit Frau von Dietrichsen?
39:25Oder sollten wir lieber über die Isartex reden?
39:27Sie lenken ab.
39:28Dass Hornung heute versagt hat, liegt nicht nur an ihm.
39:31Ich weiß.
39:32Aber wenn es hart auf hart geht, werde ich mindestens zehn Mitarbeiter entlassen müssen.
39:36Sie können gerne mit Herrn Hornung tauschen.
39:38Sie sind sowas von arrogant und selbstgefällig.
39:41Sind Ihnen eigentlich alle Leute scheißegal?
39:44Wenn Sie mir egal wären, würde ich jetzt in Frankfurt im Industrieclub sitzen und nicht in der Badewanne von Frau
39:49Schirmer.
39:50Aber irgendjemand muss ja hier den schwarzen Peter haben.
39:52Alle anderen sind sich ja zu gut dafür.
39:55Sie tun mir so leid.
39:57Sie wissen vielleicht, wie man aus roten Zahlen schwarze Zahlen macht.
40:00Aber dass hinter diesen Zahlen Menschen stehen, das interessiert Sie überhaupt nicht.
40:04Vergessen Sie es doch!
40:10Du bist mir noch eine Antwort schuldig.
40:19Warum hast du es getan?
40:21Weil die Firma nicht mehr zu retten ist.
40:23Ja, weil dieser Oma...
40:24Das sind Schaumschläge und nichts weiter.
40:27Und was wirst du jetzt tun?
40:30Weiß nicht.
40:31Weggeben.
40:32Irgendwo was Neues anfangen.
40:35Vielleicht im Ostland.
40:36Wo?
40:37Im Süden.
40:39Davon habe ich doch schon immer geträumt.
40:41In Südfrankreich leben.
40:42Kant, P, Brest.
40:45Brest liegt in der Britannien.
40:46Ist doch egal.
40:48Wir sind zusammen.
40:51Ich gehe allein, Nathalie.
40:57Das ist aus.
40:59Mit uns, der Wohnung, Schluss ausendet.
41:03Aber wir lieben uns doch.
41:06Wir gehen miteinander ins Bett.
41:08Das ist ein kleiner Unterschied.
41:16Bitte nicht.
41:17Ich hatte heute schon genug Ärger am Hals.
41:19Du hast mich die ganze Zeit nur ausgenutzt.
41:23Und ich war so blöd.
41:29Verschwinde!
41:34Es tut mir leid.
41:36Es tut mir leid.
41:37Es tut mir leid.
41:44Scheiße, wo ist das verflixte Ding?
41:47Oh Gott, Herr Horn.
41:48Noch wäre, dass wir ihn frieren.
41:51Was suchen Sie denn?
41:54Autoschlüssel.
41:57In Ihrem Zustand können Sie nicht mehr fahren.
41:59Das kann Ihnen egal sein.
42:00Das ist es aber nicht.
42:03Frau Schirr, haben Sie noch ein Zimmer frei?
42:04Ja, die Sex.
42:07Also, kommen Sie an.
42:09Aber das Zimmer zahlen Sie.
42:11Ich habe genug für diese Scheißfirma getan.
42:13Gitteschön.
42:14Danke.
42:15Also, kommen Sie.
42:16Kommen Sie, kommen Sie.
42:17Ja, danke.
42:32Frau Charmy?
42:37Lena?
42:40Lena?
42:42Über Slack.
42:46Ihr seated.
42:59undessınız ist es analytisch.
43:02chinesisch zu essen.
43:03Ich bin geliebt, Ok Es ist eh.
43:04Vielleicht?
43:05Ich bin geliebt, Okaria?
43:23Was soll das?
43:25Guten Morgen, Ihr Frühstück.
43:29Dass Sie für die Firma untragbar geworden sind,
43:32darin sind weder die Stoffe von Frau von Dietrichsen schuld,
43:34noch die Geschäftsleitung und schon gar nicht ich.
43:36Daran ist nur das hier schuld.
43:41Ich kann Sie nicht zwingen, damit aufzuhören.
43:43Aber ich verspreche Ihnen,
43:45dass Sie nach einer Therapie jederzeit wieder einsteigen können.
43:48Ich brauche kein Mitleid und von Ihnen schon überhaupt nichts.
43:51Mitleid? Was ist Mitleid?
43:54Mit Ihrer Erfahrung sind Sie nüchtern für die Firma von unschätzbarem Wert.
43:58Nur das interessiert mich.
44:00Also machen Sie eine Entziehungskur, kommen Sie zurück
44:02und treten Sie mich meinetwegen in den Arsch.
44:07Oder saufen Sie weiter.
44:09Das ist jetzt Ihr Ding.
44:11Das ist ja, ich würde mich machen.
44:22Ich würde ja nicht nüchtern,
44:23dass Sie mir übrigens das honey surveys 그러ben.
44:24Es geht ja nüchtern an.
45:09Untertitelung des ZDF, 2020
45:09Untertitelung des ZDF, 2020
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