- vor 4 Stunden
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KurzfilmeTranskript
00:18Was ist passiert?
00:19Marie ist zusammengebrochen.
00:22Wie geht es ihr?
00:24Wir konnten gerade noch das Schlimmste verhindern.
00:26Sie wäre fast gestorben.
00:30Das ist alleine deine Schuld.
00:41Was ist passiert?
00:45Was ist passiert?
00:46No one has the answer.
00:48They just want more.
00:52Hey, who's gonna make it right?
00:59This could be the first day of my life.
01:10Wie bitte?
01:12Wir haben sie im Bad gefunden.
01:13Sie muss dort Stunden gelegen haben.
01:16Was hat der Notarzt gesagt?
01:17Er sagt, es war Rettung in letzter Sekunde.
01:20Ich konnte das bloß passieren.
01:21Da fragst du mich ausgerechnet, du?
01:23Daniel, jetzt geh nicht so rum.
01:25Steig endlich ein.
01:49Hast du schon lange gewartet?
01:52Lang genug, um mir klar zu werden, was für ein Trottel ich bin.
01:56Friedrich, es tut mir leid.
01:57Ich hätte dir sagen müssen, dass ich nicht komme.
02:00Von meiner einzigen Designerin ist das eigentlich nicht zu viel verlangt, oder?
02:05Ich werde die Arbeit nachholen.
02:07Das hoffe ich.
02:10Dir geht's doch gar nicht darum, dass ich heute nicht da war.
02:13Nein.
02:14Sondern warum du nicht da warst.
02:16Daniel ist gestern zu mir gekommen und hat mir gesagt, dass er sich von Marie getrennt hat.
02:21Ja.
02:22Du bist ihm glücklich um den Hals gefallen.
02:24Nein, bin ich nicht.
02:26Hast du dir eigentlich mal überlegt, was das für Marie bedeutet?
02:28Ich bin von dieser Trennung ganz genauso überrascht wie sie.
02:32Ja, nur die Konsequenzen dürften etwas unterschiedlich sein.
02:36Eva hat mir gesagt, dass Daniel die ganze Nacht nicht zu Hause war.
02:38Ich habe ihn dann im Bootshaus gefunden.
02:41Und dann seid ihr gleich dort geblieben.
02:43Soll der Rest der Welt doch untergehen.
02:44Hauptsache, ihr zwei seid glücklich.
02:46So war es nicht.
02:48Stimmt.
02:49Du hast deiner Mutter ja gesagt, ihr habt auch geredet.
02:51Das haben wir auch.
02:53Du kannst dir doch vorstellen, dass wir beide völlig durcheinander sind.
02:56Wir wissen ja noch gar nicht, was das jetzt für uns bedeutet.
03:00Andreas, jetzt komm schon.
03:03Was soll das?
03:04Warum darf ich nicht in mein Haus?
03:06Ich erkläre es dir.
03:08Also gut, was hast du angestellt?
03:10Ich?
03:10Gar nichts.
03:12Frederik Ravenberg ist drüben.
03:13Er will mit Julia reden.
03:14Das stören wir nur.
03:16Frederik?
03:17Gabst du Ärger, weil Julia nicht in der Firma war?
03:18Nein, ich hatte eher das Gefühl, dass es um die beiden selbst geht.
03:25Julia war den ganzen Tag mit Daniel zusammen.
03:28Hört sich ja ernst an.
03:30Wie war denn dein ernstes Gespräch mit Nico?
03:33Hast du ihm erzählt, dass wir hier zusammen sind?
03:35Wer weiß es jetzt?
03:37Und?
03:39Also, er hat ganz gelassen reagiert.
03:41Und hat gesagt, dass ich alt genug bin, um mir meine Freundin selber auszusuchen.
03:47Klingt ja nach einem richtigen Vater-Sohn-Gespräch mit dir als Sohn.
03:56Jedenfalls bin ich froh, dass er das so locker nimmt.
03:58Und er meinte auch, Lilly wird sich bestimmt freuen, weil sie dich mag.
04:03Das wäre wirklich schön.
04:05Aber ich will mich nicht zwischen euch drängen.
04:07Das tust du doch nicht.
04:09Ich bin mit dir zusammen und Lilly ist meine Tochter.
04:12Das sind zwei Paar Schuhe.
04:13Naja, hoffentlich sieht Lilly das genauso.
04:17Wenn sie sieht, dass wir glücklich sind, dann wird sie das.
04:21Hast du dir eigentlich schon mal überlegt, was dir Marie damit antut?
04:26Daniel hat sich von Marie getrennt.
04:27Ich habe ihn nicht darum gebeten.
04:29Aber du hast mit Daniel geschlafen, als er mit Marie noch zusammen war.
04:32Frederic!
04:35Ich habe keine Lust, mich die ganze Zeit vor dir zu verteidigen.
04:37Das muss ich nicht.
04:39Ich dachte, du weißt, dass man Konsequenzen zu tragen hat.
04:41Das tue ich auch.
04:42Aber ich muss nicht alles mit jedem diskutieren.
04:46Das ist eine Sache zwischen Daniel, Marie und mir.
04:49Du bist als Freund sicher nicht hierher gekommen, um mir Vorwürfe zu machen, oder?
04:59Ich wollte wissen, wo du warst.
05:02Jetzt weißt du es.
05:05Warum lässt du dich auf all das nochmal ein?
05:08Was ist denn, wenn du wieder verlierst?
05:11Ich kann nicht anders, Frederic.
05:13Bitte.
05:15Gönn mir diese Chance und misch dich nicht ein.
05:22Es tut mir leid.
05:25Es tut mir leid, dass ich mich die ganze Zeit eingemischt habe.
05:30Ich liebe dich.
05:43Ich wünsch dir viel Glück mit Daniel.
05:46Denn Glück werde ich gebrauchen.
05:54Was geschieht jetzt mit Marie?
05:57Der Arzt sagt, sie werden ihr den Magen auspuppen.
06:01Hätten wir das Ganze verhindern können?
06:03Ja.
06:04Wenn wir das Sanatorium und ihren Arzt angerufen hätten.
06:07Aber woher hatte sie bloß die Tabletten?
06:09Ja.
06:11Annabelle hat ihr die Tabletten doch weggenommen.
06:15Meinen Sie, sie wollte sich was antun?
06:22Wut?
06:24Trauer?
06:25Verzweiflung?
06:27Es ist eine Schande, dass ein Gast in unserem Hause so einsam ist.
06:33Darum gibt es doch jetzt nicht einen Schuldigen zu finden.
06:36Wir müssen uns um Marie kümmern.
06:39Wieso müsst ihr euch um Marie kümmern?
06:41Ach Charlotte, da bist du ja irgendwie.
06:44Was ist denn los?
06:50Charlotte, deine Schwester hatte einen schweren Zusammenbruch.
06:54Sie ist jetzt im Krankenhaus.
07:04Da ist Patricia.
07:10Wie geht es Marie?
07:12Nichts Neues. Sie ist immer noch im Behandlungszimmer.
07:15Hier muss doch jemand sein, der uns Auskunft geben kann.
07:20Wissen Sie, wie es Frau Vermaunt geht?
07:22Nein, tut mir leid.
07:24Wer ist denn verantwortlich für Sie?
07:27Ich hoffe, es kommt bald jemand, der uns informiert.
07:30Mutter, setz dich doch erstmal. Wir können im Moment nichts anderes tun als warten.
07:33Mach dir Maries Zustand denn überhaupt nichts aus?
07:35Hör auf, Mutter.
07:38Weiß der Himmel, wie lange sie dort auf dem Boden alleine gelegen hat.
07:41Ich dachte, sie duscht.
07:42Ach, die trifft ja auch gar keine Schuld.
07:45Gott sei Dank haben wir noch rechtzeitig den Notarzt gerufen.
07:47Mutter, niemand hat Schuld.
07:50Seit du gestern das Haus verlassen hast, um Gott weiß wo zu übernachten, ging es Marie sehr schlecht.
07:56Du weißt doch, zu was sie fähig ist.
07:57Hört auf!
07:59Noch ist überhaupt nicht klar, warum sie zusammengebrochen ist.
08:01Allein, dass sie zusammengebrochen ist, ist schon Grund genug, sich Sorgen zu machen.
08:05Aber du hilfst niemandem, wenn du jetzt das ganze Krankenhaus aufscheust.
08:09Ich brauche jetzt erstmal einen Kaffee.
08:17Danke.
08:18Sei du still.
08:20Ohne dich würde Marie jetzt überhaupt nicht hier liegen.
08:34Frederic liebt mich.
08:37Ich habe gedacht, wir sind nur gute Freunde.
08:41Aber selbst wenn er mich liebt, er hat kein Recht, mir solche Vorwürfe zu machen.
08:45Er hat die ganze Zeit gewusst, dass ich Daniel liebe.
08:51Es ist wie verhext.
08:53Ständig tauchen neue Probleme auf, die meine Beziehung zu Daniel immer komplizierter machen.
08:58Manchmal habe ich Angst, dass das nie aufhört.
09:08Daniel.
09:09Hallo, Daniel.
09:11Ich bin im Krankenhaus.
09:13Marie geht es sehr schlecht.
09:14Was?
09:16Dann hat sie doch wieder Medikamente genommen, ich weiß es nicht.
09:19Wie schlimm ist es?
09:21Das kann doch keiner sagen.
09:23Sie wird noch behandelt.
09:24Was ist das denn passiert?
09:27Hast du ihr erzählt, dass wir beide zusammen...
09:29Ja.
09:31Sie muss stundenlang auf dem Badezimmerboden gelegen haben.
09:35Als sie nach Hause kam, da wurde sie schon abgeholt.
09:37Kann ich irgendwas tun?
09:39Nein.
09:39Keiner kann was tun.
09:40Wir warten auf einen Arzt, der uns irgendetwas sagt.
09:43Daniel.
09:45Das tut mir leid.
09:47Julia, ich rufe dich später nochmal an.
09:49Tschüss.
09:52Julia?
09:53Hast du nichts Besseres zu tun, als ihr ausgerechnet jetzt anzurufen?
09:58Du musst doch kein schlechtes Gewissen machen.
10:01Das habe ich schon.
10:04Warum hast du Marie Hoffnungen gemacht?
10:05Du hast sie doch nie geliebt.
10:07Du bist das pure Gift für sie.
10:10Herr Professor.
10:11So.
10:11Herr Hafenberg.
10:12Wir behalten Frau Vermund zur Beobachtung erstmal hier.
10:15Zur Beobachtung? Was bedeutet das?
10:17Reine Vorsorge.
10:18Wir wollen sehen, wie ihr Körper in den nächsten Stunden mit der Vergiftung fertig wird.
10:22Wissen Sie, weshalb sie zusammengebrochen ist?
10:24Offenbar eine Überdosis Beruhigungsmittel und Alkohol auf nüchternen Magen.
10:30Kann ich sie sehen?
10:31Sie braucht jetzt vor allen Dingen Ruhe.
10:33Herr Professor.
10:34Wenn sie die nächsten Stunden stabil bleibt, sagen wir Ihnen Bischof.
10:39Hast du doch Medikamente?
10:41Julia hat mir erzählt, dass sie...
10:43...Marie alle Medikamente abgenommen hat.
10:45Mutter schwört auch, dass sie alle Tabletten weggenommen hat.
10:49Tja.
10:54Irgendwo hat Marie dann wieder welche aufgetrieben.
10:56Ja.
10:58Offenbar.
11:15Jetzt ist es also wieder soweit.
11:18Wieso konnte Marie dieses Mal nicht stärker sein?
11:20Wir haben alle Maries Zustand unterschätzt.
11:23Ich wollte sie hier rausholen.
11:25Mit ihr in die Schweiz gehen.
11:26Aber nein, sie war ja wie auf Drogen und musste unbedingt bei Daniel bleiben.
11:31Charlotte, soll ich dir ein Taxi rufen?
11:33Dann kannst du ins Krankenhaus fahren.
11:35Auf keinen Fall.
11:36Aber vielleicht braucht sie dich jetzt.
11:38Ich bin ihr jetzt bestimmt keine große Hilfe.
11:40Ich drehe ja selbst fast durch.
11:46Du hast das alles schon mal erlebt, nicht wahr, Charlotte?
11:49Ja.
11:51Als sich Daniel das erste Mal von Marie getrennt hat.
11:53Und damals war ich ganz alleine mit ihr.
11:55Und jetzt passiert das alles nochmal.
11:57Ich will das nicht.
11:58Es ist gut, Charlotte.
12:01Wein ruhig.
12:04Die sind alle traurig.
12:06Das Schlimm ist nur, dass sie einen Arzt bringt.
12:08Doch, Charlotte. Es erleichtert.
12:12Ich will jetzt lieber alleine sein.
12:19Charlotte ist sehr tapfer.
12:21Nach dem, was sie erlebt hat, ist es fast ein Wunder, wie sie aufrecht durchs Leben geht.
12:29Wir müssen ihr zeigen, dass wir für sie da sind.
12:31Dass sie diesmal nicht allein ist.
12:34Ich seh nachher nochmal nach ihr.
12:37Wenn man bedenkt, dass allein Daniel
12:40die Verantwortung für das Leid der beiden Schwestern trägt.
12:55Ist dir eigentlich mal aufgefallen, dass wir schon wieder ohne Frauen hier sind?
12:59Charlotte wollte nochmal nach Marie sehen.
13:01Ach, jetzt doch.
13:03Glaubst du eigentlich, dass Marie nach der Trennung von Daniel wieder durchdreht?
13:06Keine Ahnung, aber es wird dir bestimmt ziemlich beschissen gehen.
13:11Naja, und Lilly ist müde nach der Nacht im Auto.
13:14Warum haben die beiden uns eigentlich nicht gefragt, ob wir mitkommen wollen?
13:17Ach Tim, komm. Das war doch keine Spaß-Tour.
13:20Ja, trotzdem. Seitdem die beiden sich so gut verstehen, machen die mit uns gar nichts mehr.
13:24Worauf willst du eigentlich hinaus?
13:25Darauf, dass deine Freundin schlechten Einfluss auf meine Freundin hat.
13:29Charlotte und ich sind gar nicht zusammen.
13:31Lilly und ich schon. Und ich möchte, dass das so bleibt.
13:33Was sollte sich daran ändern?
13:36Außerdem würde mich interessieren, wie es mit Charlotte und mir weitergeht.
13:40Die Frage ist doch, was du willst.
13:42Ich könnte mir schon mehr vorstellen.
13:45Mich stört es nur, dass sie mir nie über ihre Probleme Bescheid sagt.
13:48Emotionale Gütertrennung ist der Sinn einer Affäre im Gegensatz zu einer Beziehung.
13:52Jan, was eigentlich mit unseren Getränken?
13:55Seit Paul für sein Vordiplom lernt, brummt der Laden plötzlich.
13:58Und ich muss dringend ein paar Tage weg.
13:59Warum denn?
14:01Familienangelegenheiten.
14:01Sag mal, kennt ihr vielleicht jemanden, der zuverlässig ist und kellnern kann? Also Nico hat schon abgesagt.
14:07Klar.
14:08Mich und Kolja?
14:11Erstens, es heißt Kolja und mich und zweitens, vergiss es.
14:14Danke.
14:16Was sollte das denn?
14:17Wieso? Wäre doch klasse.
14:23Stell dir mal vor, mir wäre deine Postkarte dicht in die Hand gefallen, als wir aus Südafrika kamen.
14:30Dann wäre ich jetzt allein hier und wüsste nicht, was mir entgeht.
14:35Kann man überhaupt ein zweites Mal zusammen sein, wenn man sich schon mal getrennt hat?
14:40Selber hat mich Nico auch gefragt.
14:43Und?
14:46Ja, solange man die Fehler von damals nicht wiederholt und ehrlich ist.
14:51Was soll da schiefgehen?
14:55Entschuldigung.
14:55Julia.
14:57Ich wollte euch nicht hören.
14:58Nein, das tust du nicht.
15:00Ist Frederik wieder weg?
15:01Ja.
15:03Hat er dir was von Marie gesagt?
15:06Nein.
15:08Lili hat erzählt, dass es ihr nicht so gut geht.
15:11Sie ist im Krankenhaus.
15:13Gott, was ist denn passiert?
15:15Sie hat Tabletten mit Alkohol genommen. Daniel hat mich gerade aus dem Krankenhaus angerufen.
15:21Ich ziele mal nach, Lili.
15:26Kommst du nachher?
15:28Bis später.
15:34Jetzt erzähl mal, was ist denn passiert?
15:36Ich weiß nichts Genaues. Daniel wollte sich später nochmal melden.
15:40Aber es ist klar, dass der Zusammenbruch eine Reaktion auf die Trennung von Daniel ist.
15:45Und jetzt gibst du dir die Schuld.
15:48Besser gesagt uns.
15:51Es ist wohl passiert, als wir noch im Bootshaus waren.
15:54Ich verstehe, dass du dir Vorwürfe machst.
15:58Aber warum ist Marie überhaupt noch hier?
16:00Ich an ihrer Stelle wäre schon längst abgereist.
16:03Ja, es ist aber nicht jeder so spontan, was das Abreisen angeht, wie du.
16:08Aber sie kann noch nicht hier bleiben.
16:11Stell dir mal vor, du gehst Daniel in der Villa besuchen und dann sitzt Marie am Tisch.
16:15Das ist doch krank.
16:18Aber ich kann mich da nicht einmischen.
16:20Aber du kannst dich doch davon nicht aus der Bahn werfen lassen.
16:25Daniel und du, ihr habt eine zweite Chance.
16:29Nutz.
16:29Nutz sie.
16:31Haben wir das wirklich? Eine zweite Chance?
16:35Marie ist ja nicht das einzige Problem. Und wenn das schon so heftig ist...
16:40Ich fühle mich wie durch den Wolf gedreht.
16:43Bedanklich bei Nico und seiner nächtlichen Spritztour.
16:47Papa, ich muss dir was beichten.
16:50Hm?
16:52Der Ausflug mit dem Wagen, das war gar nicht Nicos Idee.
16:55Ich bin mit Charlotte allein losgefahren.
16:58Was?
17:00Das ist ja nicht mein Führerschein.
17:01Ja, bei Charlotte, glaube ich.
17:03Ja, und wohin wolltet ihr?
17:05Zum Grab von Charlottes Eltern.
17:08Mitten in der Nacht. Und mit meinem Dienstwagen.
17:10Ja, wäre es dir lieber gewesen, wir wären getrampt?
17:13Nein, aber...
17:13Hätte Nico die Batterie ausgetauscht, wären wir wieder da gewesen, bevor du irgendwas gemerkt hättest.
17:18Und das soll mich jetzt beruhigen.
17:21Habt ihr eine Panne gehabt?
17:22Ja. Aber Nico, Tim und Kaja haben uns dann gefunden.
17:26Was habt ihr euch eigentlich dabei gedacht? Hätte sonst was passieren können?
17:29Ja, Herr Gott, aber es ist ja nichts passiert.
17:33Bist du jetzt eher böse.
17:35Na, wie denn?
17:39Die Aufregung gestern mit Nico hat mir schon gereicht.
17:47Na, sei's drum.
17:52Hast du eben Glück mit deinem Bruder, dass der die Schuld auf sich genommen hat?
17:56Mhm.
17:57Ja, und wo wir schon dabei sind...
18:00Ich muss dir auch so was beichten.
18:05Also...
18:07Christa und ich haben im Urlaub beschlossen, dass wir in Zukunft mehr Zeit miteinander verbringen möchten.
18:14Ihr seid zusammen?
18:16Ja.
18:17So kann man es auch nennen.
18:19Okay.
18:21Wie okay?
18:22Na ja, das habe ich mir sowieso schon die ganze Zeit gedacht.
18:27Aber?
18:28Ist halt ungewohnt.
18:29Aber wenn es dich glücklich macht...
18:32Hm.
18:35Hätte Eva die Dusche nicht gehört.
18:37Sie hätte noch Stunden dort gelegen.
18:40Wo warst du eigentlich?
18:42In der Firma jedenfalls nicht.
18:43Ich habe nämlich mit Frau Mertens gesprochen.
18:46Warst du bei Julia Schilling?
18:47Habt ihr euch gut amüsiert?
18:49Ich muss mal raus hier.
18:52Wenn irgendwas ist, dann kannst du mich ja anklingeln.
18:54Ist gut.
18:56Schon rennt er wieder weg.
18:58Mutter, kannst du dir mal selber eine Pause gönnen?
19:01Bin ich hier die Einzige, die sich über Daniels Verhalten aufregt?
19:04Es geht um Marie.
19:06Tu nicht so, als hättest du Marie nicht genauso in diese Beziehung gequatscht.
19:10Ich habe sie zu nichts überredet, was sie nicht wollte.
19:14Gilt das auch für die Tabletten?
19:17Was soll denn das heißen?
19:20Der Arzt sagt, es war eine Überdosis Beruhigungsmittel.
19:24Du hast doch behauptet, du hättest dir alles weggenommen.
19:26Alles, was rumlag.
19:28Natürlich habe ich nicht ihre Taschen durchwühlt.
19:30Es passt ja doch ausgezeichnet in den Kram, dass Daniel hier ist und sich Sorgen um Marie macht.
19:36Ach, jetzt habe ich hier die Tabletten eingeflößt.
19:39Hättest du es verhindert, wenn du es gesehen hättest?
19:41Natürlich hätte ich es verhindert. Das wäre eine idiotische Frage.
20:20Warum hat sie das getan?
20:24Warum hat sie wieder alles kaputt?
20:27Wie ging es doch gut?
20:28Wie ging es doch gut, bevor sie wieder hergekommen ist?
20:55Kaya, überleg doch mal. Wir buchen DJ, nehmen Eintritt, 10 Euro bei 120 Mann. Das sind 3 Monatsmieten.
21:01Jan hat doch schon Nein gesagt.
21:03Oder wir mieten eine Karaoke-Anlage.
21:05Was meinst du, Vitali und Lilly abgehen wollen?
21:07Hörst du mir überhaupt zu?
21:09Jan, was machst du eigentlich, wenn du niemanden für den Laden findest?
21:12Dann mache ich so lange zu.
21:14Dann verzichtest du auf die ganzen Einnahmen.
21:15Ja, das ist ja das Schlimme.
21:16Ich weiß gar nicht, wie ich das schaffen soll.
21:19Guck mal, wir beide kennen diesen Laden in- und auswendig.
21:22Der ist bei uns in guten Händen.
21:26Ah, nee, ist mir zu riskant.
21:28Ich finde, wir haben eine ehrliche Chance verdient.
21:30Was hast du zu verlieren?
21:33Kolja?
21:35Wir machen schon nichts kaputt.
21:37Also gut, aber ihr steht mir für alles gerade, was hier schiefläuft.
21:41Klar.
21:47Was hast du denn? Das hört sich doch an, als wäre Lilly einverstanden.
21:52Ich kenne sie ja.
21:54Wenn dir die Idee gefallen hätte, dann hätte sie nicht so zurückhaltend reagiert.
21:59Wie hast du es ihr denn gesagt?
22:03Ja, einfach so?
22:06Mensch, Tobias.
22:08Ich bin die erste Frau in deinem Leben nach Inge.
22:12Das ist doch ein harter Bocken für Lilly.
22:14Da musst du schon ein bisschen feinfühliger sein.
22:17Ja, sie hat mir was gebeichtet und da wollte ich mich revanchieren.
22:21Was gab es denn zu beichten?
22:23Die Spritzdruck ging gar nicht auf Nikos Konto.
22:26Lilly und Charlotte sind allein weggefahren.
22:28Hm.
22:29Und du hast dir vermutlich Vorwürfe gemacht.
22:33Vermutlich?
22:35Wie kannst du dann erwarten, dass sie dir gleich um den Hals fällt?
22:37Das eine hat mit dem anderen noch gar nichts zu tun.
22:40Tobias, das ist ein typisches Männerargument.
22:43Ja, hätte ich es ihr denn nicht sagen sollen?
22:44Doch.
22:46Aber Lilly hat vermutlich noch ein bisschen Zeit nötig, um sich an den Gedanken zu gewöhnen.
22:53Vielleicht ist es besser, wenn wir mit dem Zusammenziehen doch noch etwas warten.
22:58Nice, gut.
23:01Aber heute Nacht bleibst du bei mir.
23:03Die wird sich schon dran gewöhnen.
23:10Alles ist echt peinlich, einfach so los zu flennen.
23:14Peinlich sind die, die nicht weinen, obwohl sie es wollen.
23:19Das hat gut getan.
23:21Danke.
23:23Willst du nicht doch zu ihr ins Krankenhaus fahren?
23:27Ich pack das jetzt nicht.
23:29Du musst das diesmal nicht allein durchstehen.
23:32Du hast hier eine Familie, die dir hilft.
23:37Das ist lieb.
23:38Ich will sie jetzt nicht sehen.
23:42Vielleicht tut dir das auch gut, sie zu sehen.
23:45Ich weiß nicht mal, was ich hier sagen sollte.
23:49Ich raste bestimmt total aus.
23:51Du kannst ihre Hand halten.
23:54Du brauchst ihr gar nichts zu sagen oder zu erklären.
23:59Du kannst keine Lösung für sie finden.
24:02Es müsste doch eine Lösung geben.
24:04Und die muss Marie selbst finden.
24:07Dabei kann ihr keiner helfen.
24:11Was ist, wenn sie es nicht schafft?
24:16Wir zeigen ihr, dass wir sie nicht allein lassen.
24:21Egal, was passiert.
24:23Und dann wird sie es schaffen.
24:27Charlotte,
24:28du kannst nicht das Leben deiner Schwester lenken.
24:31Und das ist auch gut so.
24:33Du hast genug mit deinem eigenen Leben zu tun.
24:38Ich habe einfach Angst, sie zu verlieren.
24:41Doch, das ist gut.
24:44Das heißt,
24:46dass du sie liebst.
24:49Dann geht es, dass ich mich mal nicht alleine fühle.
25:03Herr Professor,
25:05gibt es etwas Neues?
25:06Sie schläft jetzt.
25:08Wir haben uns entschlossen,
25:09sie über Nacht hier zu behalten.
25:11Zur Sicherheit.
25:12Aber ich dachte,
25:13ihr Zustand ist nicht bedrohlich.
25:14Sie hat selbst auch umgebeten.
25:16Aber sagen Sie,
25:18hat die Frau Vermund schon öfter ähnliche Probleme?
25:22Ja, früher.
25:23Aber sie hat gesagt,
25:25das ist vorbei.
25:26Das sagen und glauben leider die meisten.
25:31Glauben Sie,
25:31sie hat das mit Absicht getan?
25:33Die Überdosierung?
25:34Das weiß ich nicht.
25:36Aber Sie sollten auf sie aufpassen.
25:38Nicht, dass Frau Vermund
25:39bald wieder bei uns landet.
25:48Was hat er gesagt?
25:50Marie bleibt heute Nacht hier.
25:51Auf eigenen Wunsch.
25:53Natürlich.
25:54Sie bleibt lieber im Krankenhaus
25:55als im leeren Bett zu Hause zu schlafen.
25:58Mutter, bitte.
26:00Und wo bist du heute Nacht schlafen?
26:02Ich bleibe hier,
26:03falls irgendwas ist.
26:05Ihr könnt nach Hause fahren.
26:07Ich lasse Marie auf keinen Fall allein.
26:10Als Großvater seinen Zusammenbruch hatte,
26:12konntest du gar nicht schnell genug heimkommen.
26:15Soll ich dir ein Taxi rufen?
26:17Nein, lass.
26:19Zu Hause hätte ich nur das Gefühl,
26:21hier sein zu müssen.
26:32Julia?
26:34Ich bin's, Daniel.
26:35Daniel, wie geht's Marie?
26:37Sie schläft.
26:39Sie wird heute Nacht hier im Krankenhaus bleiben.
26:42Ich kann ihn nicht weg.
26:44Das habe ich doch gar nicht erwartet.
26:46Soll ich zu dir kommen?
26:48Nein, das...
26:49Das wäre keine gute Idee.
26:54Bist du noch dran?
26:56Ja.
26:58Wie geht's jetzt weiter?
27:00Ich weiß es nicht.
27:04Ich fühle mich schrecklich.
27:07Ich mich auch.
27:09Aber das, was mir heute mit...
27:11mit Marie passiert ist,
27:12das ändert nichts an meiner Entscheidung.
27:14Und genau das werden die alle zum Vorwurf machen.
27:16Das macht die Sache auch nicht einfacher.
27:20Lass uns morgen darüber reden.
27:23Gute Nacht, Julia.
27:25Gute Nacht.
27:37Die arme Marie.
27:40Ich wünschte, ich könnte irgendwas für sie tun.
27:46Aber Daniel würde selbst dann nicht zu Marie zurückkehren,
27:48wenn ich alle Verbindungen zu ihm kappe.
27:52Also werden Daniel und ich weiter für unsere Liebe kämpfen müssen.
27:55Auch wenn sich noch so viele Schwierigkeiten vor uns auftürmen.
27:59Aber wer nichts versucht, der hat schon verloren.
28:20Wir können von Glück sagen,
28:21dass Marie nicht Schlimmeres passiert ist.
28:23Mutter, bitte hör auf damit.
28:26Das soll kein Vorwurf sein.
28:27Ich meine es ernst.
28:30Es ist ein Segen.
28:31Dass Marie nur vage erinnert,
28:33was wirklich passiert ist.
28:35Ja.
28:38Bist du sauer auf mich?
28:40Das war alles ein bisschen viel.
28:43Und du warst wohl nicht gerade sehr einfühlsam.
28:46Es tut mir leid, Daniel.
28:50Zieh mich doch nicht so an, Daniel.
28:52Ich war einfach entsetzt,
28:53dass Marie so weit gegangen ist.
28:55Ich wollte dich nicht unter Druck setzen.
28:57Es war doch nicht danach raus.
28:59Das hast du falsch verstanden.
29:00Ich kann mir doch denken,
29:02dass du dir selbst schon genügend Vorwürfe machst.
29:04Du hast gesagt,
29:05dass ich an Maries Zusammenbruch schuld wäre.
29:07Das ist mir einfach so rausgerutscht,
29:09weil ich so empört war.
29:13Ich kann dich doch nicht verantwortlich machen
29:16für das, was Marie gemacht hat.
29:20Immerhin habe ich sie verlassen.
29:21Und ihr Zusammenbruch scheint eine direkte Reaktion darauf zu sein.
29:25Ja, das hätte ich euch beide gerne erspart,
29:27aber es ist nun mal passiert.
29:31Wir müssen uns damit auseinandersetzen.
29:35Und wie soll ich mich damit auseinandersetzen?
29:38Daniel,
29:39jammern hilft jetzt auch nicht.
29:41Du musst handeln,
29:42du musst dich um sie kümmern.
29:43Das bist du ihr jetzt schuldig.
29:46Mutter,
29:47ich werde aber nicht zu ihr zurückkehren.
29:50Darum geht es doch jetzt gar nicht.
29:52Marie muss wieder gesund werden.
29:54Das ist jetzt das Wichtigste.
30:01Es geht ihr etwas besser.
30:05Komm.
30:14Hast du Papa schon gesehen?
30:16Nö.
30:17Komisch, der ist doch sonst immer der Erste.
30:19Lass ihn doch.
30:21Was machst du jetzt eigentlich?
30:22Schust du dir einen neuen Job?
30:24Fang du nicht auch noch an.
30:25Papa hat mich gestern schon damit gelöchert.
30:28Ich meine ja nur.
30:30Kann doch sein,
30:30dass wir demnächst ausziehen wollen.
30:33Wieso ausziehen?
30:34Ist doch schön hier.
30:35Ja, noch.
30:38Papa hat es dir gesagt, oder?
30:41Was soll sich ändern?
30:43Christa und Jule sind doch eh schon ewig hier.
30:46Ich finde es aber komisch.
30:48Seit Mama hat sich Papa nie für eine andere Frau interessiert.
30:52Du hast doch selbst gesagt,
30:53es ist toll wäre,
30:54wenn Christa hier bleibt
30:54und wir alle eine große Familie werden.
30:57Da war das nur so eine Idee.
30:58Jetzt wird es auf einmal ernst.
31:01Morgen zusammen.
31:02Guten Morgen.
31:03Morgen.
31:03Gut geschlafen?
31:05Das geht dich gar nichts an.
31:08Habt ihr schon gefrühstückt?
31:09Ich kann uns ein paar Eier braten.
31:11Für mich nicht.
31:12Ich muss los.
31:14Also, ich habe nichts vor.
31:18Ähm, die Eier.
31:31Herr Grafenberg?
31:32Was machen Sie denn schon hier?
31:35Morgen.
31:37Waren Sie die ganze Nacht im Büro?
31:40Ich habe lange gearbeitet.
31:43Oh Gott.
31:44Ich habe Sie gar nicht gesehen, als ich ging.
31:46Warum sind Sie denn nicht nach Hause?
31:50Ah, Silke.
31:53Normalerweise haben Männer,
31:54die in ihrem Büro übernachten,
31:56eine Affäre.
31:58Normalerweise haben Geschäftsführer
32:00eine Affäre mit ihrer Sekretärin.
32:02Da Sie gestern Abend zu Hause waren,
32:04wissen Sie ja, dass nichts passiert ist.
32:06Sagen Sie, ist Andreas eigentlich schon da?
32:07Ich brauche einen richtig starken Kaffee.
32:09Natürlich ist er schon da.
32:11Ah, Silke.
32:12Ja?
32:13Ich habe mich gestern Ihnen gegenüber dem Ton vergriffen.
32:15Es tut mir leid.
32:18Ich hatte einen schlechten Tag.
32:20Na, hoffentlich haben Sie heute einen besseren.
32:22Das hoffe ich auch.
32:23Danke.
32:30Wie sieht es aus?
32:31500 Fleischbettchen bis heute Abend?
32:33Ho, ho, ho, ho.
32:35Dann kannst du mir wenigstens mal Cocktails zeigen.
32:38Du, ich habe leider nicht mal die Zutaten hier.
32:40Ja, tu einfach so.
32:41Nimm O-Saft für Campari und Cola für Whisky und dann...
32:46Und dann mixe ich einfach für ein Campari-Orange
32:48den O-Saft, den O-Saft und das hilft dir weiter.
32:50Ja, so einfaches Zeug kann ich auch selber.
32:53Ja, aber fürs Schwere habe ich leider keine Zeit.
32:58Kai, was macht der Flyer?
33:00Steht fast.
33:01Was macht deine Barkeeper-Ausbildung?
33:06Der Chef kommt gleich und will einen ganz starken Kaffee.
33:08Der Chef?
33:09Ist doch gar nicht da.
33:11Falsch.
33:11Er war die ganze Nacht hier.
33:13Hat er hier übernachtet?
33:14Ja, und er hat sich ganz, ganz nett bei mir entschuldigt
33:17für den Anpfiff gestern.
33:18Ach so, und jetzt ist die Welt wieder ganz rosa.
33:20Die Farbe-Morcherie, die überlasse ich dir.
33:24Silke, kannst du uns einen riesen Gefallen tun?
33:28Was bekomme ich dafür?
33:30Freien Eintritt auf einer Party mit knackigen Junggeselden.
33:34Das lässt mich völlig kalt.
33:35Okay, freie Getränke im Kose, egal was.
33:40Was muss ich dafür tun?
33:41Das hier, 2000 Mal kopieren und verteilen.
33:442000 Mal?
33:46Also, Karaoke-Party-Cosie-One.
33:49Acht Euro Eintritt.
33:51Glaubt ihr, da kommt jemand?
33:52Siehst du, ich hab dir gesagt, acht Euro sind zu viel.
33:54Ach, Quatsch.
33:55Da kommen einige.
33:56Und wir verdienen es soweit und haben Spaß mit unseren Frauen.
33:59Was ist denn Falsch daran?
34:09Wie geht es dir?
34:20Wie geht es dir?
34:27Warst du die ganze Nacht hier?
34:30Ja.
34:31Mutter und Patricia sind auch da.
34:37Daniel, ich wollte mich nicht umbringen.
34:40Ich wollte nur ein bisschen Ruhe haben und schlafen.
34:43Sie haben dir den Magen ausgepumpt, weil er voll mit Medikamenten war.
34:46Da hab ich voll mit der Dosierung nicht richtig aufgepasst.
34:49Und was war mit dem Alkohol?
34:50Bitte.
34:52Behandle mich nicht wie eine Suchtkranke, ja?
34:53Es war ein Unfall, nicht mehr.
34:56Marie.
34:57Hallo.
34:58Hallo.
34:59Geht es dir besser?
35:00Ja, es geht schon wieder.
35:02Ich weiß zwar nicht mehr, wann der Film gerissen ist, aber...
35:05Sagt dir die Dusche noch was?
35:07Hauptsache, du hast alles gut überstanden.
35:09Komm, wir bringen dich jetzt nach Hause.
35:12Daniel ist die ganze Nacht nicht nur in deiner Seite gewesen.
35:16Es wird alles gut, Marie.
35:18Ja.
35:19Es wird alles gut.
35:23Wenn ich nicht wüsste, dass sie sich Sorgen um Marie macht,
35:27würde ich sagen, dass ihr das alles ziemlich gut in den Kram passt.
35:30Patricia, natürlich macht sie sich Sorgen.
35:43Hallo.
35:46Guten Morgen.
35:49Wie geht's dir?
35:52So wie ich aussehe.
35:54Scheiß nicht.
35:59Friedrich.
36:00Friedrich.
36:02Es tut mir leid wegen gestern.
36:03Ich wollte dich nicht verletzen.
36:05Das bist du doch eigentlich nie.
36:07Das passiert mir trotzdem immer wieder.
36:11Geht's Marie schon besser?
36:13Wieso?
36:14Glaubst du, sie hat vergessen, dass ihr Traum wie eine Seifenblase zerplatzt ist?
36:19Sie ist im Krankenhaus.
36:22Seit wann?
36:23Seit gestern Abend.
36:25Sie hat eine Überdosis-Tabletten mit Alkohol genommen.
36:27Hat dir das niemand gesagt?
36:30Nein.
36:32Ich wollte nicht erreichbar sein und habe die Nacht hier im Büro verbreitet.
36:38Julia, ich wollte dich bitten, dass du vergisst, was ich gestern Abend gesagt habe.
36:43Ich finde, du bist eine umwerfende Frau.
36:47Überwältigend.
36:48Aber es ist nicht meine Art, mich einzumischen.
36:50Und ich wollte dich gerne um Verzahung bitten.
36:54Ich werde mich ab jetzt aus euren Angelegenheiten raushalten.
36:58Und ich wünsche euch viel Glück.
37:01Wir sind so ein gutes Team und ich möchte die Zusammenarbeit mit dir unbedingt fortsetzen.
37:14Gute Nachrichten.
37:16Patricia hat eben aus dem Krankenhaus angerufen.
37:19Marie geht es besser und sie werden bald hier sein.
37:22Schön.
37:24Du willst Marie immer noch nicht sehen?
37:28Ich habe Angst, dass einfach alles wieder hochkommt.
37:31Aber du bist doch diesmal nicht allein.
37:34Ich weiß.
37:36Aber was ist, wenn das nur der Anfang war?
37:38Du meinst, sie wird wieder Tabletten nehmen?
37:41Tabletten, Alkohol.
37:42Sobald Marie eine Krise hat, nimmt sie alles, was sie kriegen kann.
37:44Muss es denn schon wieder eine Krise sein?
37:46Hallo?
37:47Sie wohnen weiterhin im Haus ihres Ex-Freundes.
37:49Wie soll sie denn da gesund bleiben?
37:51Indem wir uns um sie kümmern.
37:54Ich kann mich nicht mehr um sie kümmern.
37:56Ich liebe Marie, aber immer wenn man denkt, alles wird gut, dann fängt es wieder von vorne an.
38:00Aber wir können sie doch nicht sich selbst überlassen.
38:04Wenn ihr ihr wirklich helfen wollt, dann bringt sie zurück ins Sanatorium.
38:08Das ist der einzige Ort, an dem sie von Daniel loskommen kann.
38:10Wo willst du hin?
38:12Mein Herber ist gesperrt, also muss ich das tun, was alle Menschen tun müssen.
38:16Arbeiten.
38:39Hältst du es wirklich für eine gute Idee, hier wieder herzukommen?
38:43Natürlich.
38:44Warum denn nicht?
38:46Vielleicht sollte ich dich lieber gleich ins Auto packen und mit dir wegfahren.
38:49Ich bin schon okay.
38:50Ich habe nur ein bisschen Kopfschmerzen.
38:52Solange du hier bist, kann es dir gar nicht gut gehen, Marie.
38:55Aber mir würde es doch gerade nirgendwo richtig gut gehen.
38:58Hier gibt es wenigstens ein paar Menschen, die mir vertraut sind.
39:02Marie, Mutter hat gesagt, sie hätte dir alle Tabletten abgenommen.
39:09Ja, das war in Daniels Zimmer.
39:14Und wie konnte das dann passieren, dass du trotzdem welche genommen hast?
39:18Ich weiß es nicht mehr.
39:20Ich kann mich nicht erinnern.
39:22Aber jetzt mach dir mal keine Sorgen.
39:24Ich habe mich schon wieder im Griff.
39:29Charlotte.
39:32Charlotte, warte bitte.
39:35Es tut mir leid, was passiert ist.
39:46Gib ihr Zeit.
39:59Julia.
40:01Wie geht es, Marie?
40:04Sie hat beteuert, dass es alles nur ein Unfall war.
40:08Ein Unfall.
40:09Mit Tabletten und Alkohol.
40:12Sie muss völlig durcheinander gewesen sein.
40:17Hätten wir das verhindern können?
40:21Julia, selbst, selbst wenn ich bei Marie geblieben wäre, ich hätte ihr doch nicht geholfen.
40:28Trotzdem, jetzt musst du für sie da sein.
40:31Vielleicht ist es besser, wenn wir beide uns eine Weile nicht sehen.
40:37Wenn wir zwei wirklich nicht zueinander gehören, dann müssen wir das jetzt herausfinden.
40:42Wir können nicht voneinander weglaufen, verstehst du?
40:47Julia.
40:59Das darf doch mal nicht wahr sein.
41:04Bravo, Daniel.
41:06Das hast du ja toll hingekriegt.
41:09Zum ersten Mal schäme ich mich dafür, dass du mein Sohn bist.
41:19Das war, glaube ich, dein Sohn Mäß und Alkohol.
41:19Das hat das zerfängt, tief in soluzig war.
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